Scharnweberstraße 50 eGbR
Selbe AdresseHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martin Maria Deppenkemper seit 18.10.2013 | Prokura |
Nina Reich seit 27.3.2013 | Geschäftsführer |
Karl-André Hans Reich seit 27.3.2013 | Geschäftsführer |
Oliver Thiele seit 5.8.2009 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 25.10% | |
| 19.83% | |
| 19.83% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Reich GmbHMellrichstadtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersDer zur Offenlegung bestimmte Jahresabschluss und der Lagebericht entsprechen den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem Jahresabschluss und Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers erteilt: "An die Reich GmbH, Mellrichstadt Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Reich GmbH, Mellrichstadt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Reich GmbH, Mellrichstadt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Schweinfurt, 22. April 2024 PICKEL
& MEHLER GMBH
Sylvia Mehler, Wirtschaftsprüferin Bilanz zum 31. Dezember 2023Reich GmbH, MellrichstadtRegistergericht Schweinfurt, HRB Nr. 975AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023Reich GmbH Mellrichstadt
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Reich GmbH, Mellrichstadt1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie wertbestimmende Faktoren unverändert maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bilanziert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, soweit zulässig, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Abschreibungen erfolgen linear, zeitanteilig ab Beginn des Monats der Anschaffung. Vermögensgegenstände bis zu einem Wert von EUR 250,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Vermögensgegenstände von EUR 250,01 bis EUR 1.000,00 wurden zu einer Gruppe zusammengefasst und im Jahr des Zugangs und den vier folgenden Geschäftsjahren mit je einem Fünftel abgeschrieben. Ihr Abgang wird nach vollständiger Abschreibung unterstellt. Die erhaltenen Zuschüsse wurden nach der direkten Methode dargestellt und von den Anschaffungskosten gekürzt. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert bzw. mit niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die Material-, Fertigungseinzelkosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Wertverzehrs des Anlagevermögens, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind. Darüber hinaus wurden bei der Berechnung der Herstellungskosten angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung einbezogen, soweit diese auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Aufgrund von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten und Raumsicherungsübereignung sind die Vorräte nicht frei von Rechten Dritter. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Drohende Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Für Zinsverluste und das latente Ausfallrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde im Berichtsjahr eine Pauschalwertberichtigung angesetzt. Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten bzw. mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Der Ansatz der Pensionsrückstellungen erfolgte unter Anwendung der Heubeck'schen Richttafeln 2018 G nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sogenannten "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) unter Zugrundelegung einer Anwartschaftsdynamik im Wesentlichen von 2,5 % p. a., einer Rentensteigerung von 2,5 % p. a. und einem Zinssatz (10-Jahres-Durchschnitt) von 1,82 % p. a. sowie einer alters- und geschlechtsabhängigen Fluktuationsrate von 0,0 %. Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen, deren Höhe sich ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert bestimmt, wurden mit dem beizulegenden Zeitwert der Rückdeckungsversicherung angesetzt, soweit dieser den garantierten Mindestbetrag im Zeitpunkt des Pensionseintritts übersteigt. Die Zuführung zur Pensionsrückstellung aufgrund der Anpassung der Bewertung an das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz erfolgte bereits zum 1. Januar 2010 in voller Höhe des Zuführungsbetrages vom 1. Januar 2010 gemäß Artikel 67 Absatz 1 EGHGB. Die verpfändeten Rückdeckungsversicherungen wurden mit den Pensionsrückstellungen verrechnet. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie werden im Rahmen der Ausübung von Ermessensspielräumen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag. Die aktiven und passiven latenten Steuern berücksichtigen alle zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen bestehenden Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Die sich ergebenden Steuerbe- und entlastungen wurden verrechnet. Die Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Zum Bilanzstichtag entstandene Gewinne und Verluste aus Kursänderungen werden berücksichtigt. Die Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit größer ein Jahr werden zum jeweils niedrigeren oder höheren Anschaffungskurs oder Devisenkassamittelkurs zum Stichtag umgerechnet. Zum Bilanzstichtag entstandene Verluste aus Kursänderungen werden berücksichtigt. Forderungen bzw. mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen zum Ausgleich gegenläufiger Zahlungsströme aus dem Eintritt vergleichbarer Risiken wurden gemäß § 254 Satz 1 HGB mit Finanzinstrumenten zusammengefasst (Bewertungseinheiten). Zur bilanziellen Abbildung des wirksamen Teils der gebildeten Bewertungseinheiten wurde die Einfrierungsmethode gewählt. Ein verbleibender unwirksamer Teil von Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft unterliegt der imparitätischen Einzelbewertung. 3. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen ein nahestehendes Unternehmen in Höhe von TEUR 3.047, welche zum 31. Dezember 2023 in voller Höhe im Rang zurückgetreten wurden. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von TEUR 62 (Vorjahr: TEUR 197) enthalten. Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern wurden saldiert mit den passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 879 angesetzt. Die aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 880 berücksichtigen die zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen bestehenden Differenzen bezüglich der Fremdwährungsforderungen, der Pensionsrückstellung, der Rückstellung für Altersteilzeit, der Jubiläumsrückstellung sowie der Rückstellung für Abfindungen zum 31. Dezember 2023, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Im Geschäftsjahr wurden die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 1 berechnet und berücksichtigen die zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen bestehenden Differenzen bezüglich der Wertpapiere des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Die latenten Steuern wurden unter Zugrundelegung eines individuellen Steuersatzes für Körperschaft- und Gewerbesteuer in Höhe von 28,425 % berechnet. Im Geschäftsjahr 2023 wurden die aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 262 zugeführt und in Höhe von TEUR 9 aufgelöst. Die passiven latenten Steuern wurden im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 181 aufgelöst und in voller Höhe mit den aktiven latenten Steuern verrechnet. Es erfolgt eine Einzeldifferenzbetrachtung. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 1.022.583,76 und entspricht dem im Handelsregister eingetragenen Betrag in Höhe von DM 2.000.000,00. Das Stammkapital ist in voller Höhe einbezahlt. Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 403.090,35 wird in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Zum 31. Dezember 2023 besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 924. Diese entfällt auf den Unterschiedsbetrag zwischen den Wertansätzen § 253 Absatz 2 HGB und § 253 Absatz 6 HGB (TEUR 45) sowie auf die Aktivierung latenter Steuern saldiert mit den passiven latenten Steuern (TEUR 879). Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die verpfändeten Rückdeckungsversicherungen (TEUR 602) wurden gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und in voller Höhe mit der dazugehörigen Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (TEUR 602) verrechnet. In den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind Pensionsrückstellungen, denen kein Deckungsvermögen gegenüber stand in Höhe von TEUR 4.262 und denen Deckungsvermögen gegenüber stand nach Verrechnung mit entsprechenden Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 0 sowie eine Unterstützungskasse in Höhe von TEUR 201 enthalten. Die Zuführung zur Rückdeckungsversicherung betrug zum 31. Dezember 2023 TEUR 108. Zum 31. Dezember 2023 ergab sich für die Pensionsrückstellung eine Zuführung in Höhe von TEUR 150 und eine Aufzinsung in Höhe von TEUR 81 sowie für die Unterstützungskasse ein Verbrauch in Höhe von TEUR 45 und eine Zuführung von TEUR 5. Der Unterschiedsbetrag zwischen der Bewertung der Pensionsrückstellung mit dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz und dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 45. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Urlaub- und Überstundenverpflichtungen, für Altersteilzeit, für Instandhaltungen sowie für Personal gebildet. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt: Verbindlichkeitenspiegel in TEUR:
* Die Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten sind innerhalb des
Gesellschaftsvermögens durch
Sicherungsübereignung von Gegenständen des
Anlagevermögens, Raumsicherungsübereignung
betreffend Vorräte sowie durch Globalzession
besichert.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 8.933 (Vorjahr: TEUR 8.071) enthalten. Haftungsverhältnisse Es bestehen Haftungsverhältnisse aus Garantieerklärungen mit Nominalbetrag in Höhe von TEUR 10.727 und mit Valuta zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 3.300. Diese entfallen in voller Höhe auf verbundene Unternehmen. Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch für Verbindlichkeiten mit Nominalbetrag in Höhe von TEUR 4.767. Die Verbindlichkeiten valutierten zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 3.326. Auf verbundene Unternehmen entfallen gesamtschuldnerische Haftungsverhältnisse mit Nominalbetrag in Höhe von TEUR 1.267 und Valuta zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 1.267. Die Gesellschaft geht bei den Garantieerklärungen sowie bei den gesamtschuldnerischen Haftungsverhältnissen von einem geringen Risiko der Inanspruchnahme aus, da der Fortbestand der entsprechenden Gesellschaften, denen gegenüber diese ausgesprochen wurden, gesichert sind. Darüber hinaus hat die Gesellschaft gegenüber vier Kreditinstituten Gleichstellungsverpflichtungen abgegeben. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Leasingverträge Die Gesellschaft hat finanzielle Verpflichtungen aus diversen Leasingverträgen für technische Anlagen und für Betriebs- und Geschäftsausstattung, deren Kündigungstermine zwischen 2024 und 2029 liegen. Infolge der am Bilanzstichtag bestehenden kurzfristig nicht kündbaren Verträge summieren sich die in den folgenden Jahren zu zahlenden Beträge wie folgt:
Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte
Die Verpflichtungen aus den nicht innerhalb eines Jahres kündbaren Leasingverträgen, die sich über die gesamte Laufzeit ergeben, sind in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die Garantieerklärung, die Gleichstellungsverpflichtungen und die gesamtschuldnerische Mithaft in den Haftungsverhältnissen, der Zinsswap und die Währungsderivate sind unter den Angaben zu den derivativen Finanzinstrumenten und zur Bewertungseinheit sowie die Sicherungsübereignungen von Anlagevermögen, die Raumsicherungsübereignung betreffend Vorräte und die Globalzession im Verbindlichkeitenspiegel unter entsprechender Angabe der Beträge und die Rangrücktrittserklärung in den Ausführungen zu den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Die Verpflichtungen aus dem Pachtvertrag belaufen sich für 2023 auf TEUR 2.754. Im Geschäftsjahr wurden der Gesellschaft und weiteren verbundenen Unternehmen Rahmen- sowie Kontokorrentkreditlinien in Höhe von TEUR 1.357 und weitere Rahmen- sowie Kontokorrentkreditlinien der Gesellschaft in Höhe von TEUR 17.713 sowie noch nicht in Anspruch genommene Darlehen bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 850 gewährt. Zusätzlich wurde im Geschäftsjahr ein Rahmenforderungsverkaufsvertrag mit einem Maximalobligo zwischen TEUR 500 und TEUR 5.100 je nach Schuldner abgeschlossen. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Kursdifferenzen (TEUR 322) enthalten. Die periodenfremden Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 1.106) sowie aus Anlagenbuchwertabgangsgewinnen (TEUR 920). Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Kursdifferenzen (TEUR 1.016) enthalten. Die periodenfremden Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Anlagenbuchwertabgangsverlusten (TEUR 21) sowie aus der Zuführung zur Wertberichtigung auf Forderungen (TEUR 16). Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Passiva (TEUR 83) sowie Aufwendungen aus Deckungsvermögen (TEUR 12) enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Aufwendungen aus der Auflösung aktiver latenter Steuern (TEUR 9) bzw. Erträge aus der Zuführung der aktiven latenten Steuer (TEUR 262) und aus der Auflösung der passiven latenten Steuern (TEUR 181) enthalten. 5. Sonstige Angaben Geschäftsführung und Vertretung Herr Karl-André Reich, Mellrichstadt Frau Nina Reich, Mellrichstadt Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt unter Hinweis auf die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB. Organkredite Die sonstigen Ausleihungen enthalten zwei langfristige Darlehen an die Geschäftsführung in Höhe von TEUR 28. Die Kredite werden mit 3 % verzinst und haben eine Laufzeit bis 2024. Prokura Herr Oliver Thiele, Mellrichstadt (Einzelprokura) Herr Martin Maria Deppenkemper, Mellrichstadt (Einzelprokura) Der Prokurist Martin Maria Deppenkemper ist zur Veräußerung und Belastung von Grundstücken ermächtigt. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Gesamthonorar Die Angabe des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr gemäß § 285 Nr. 17 HGB berechnete Gesamthonorar unterbleibt aufgrund der Einbeziehung des Jahresabschlusses der Gesellschaft in den Konzernabschluss der Reich Consulting GmbH, Mellrichstadt. Konzernabschluss Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Reich Consulting GmbH, Mellrichstadt, als größter und zugleich kleinster Konsolidierungskreis, einbezogen. Der Konzernabschluss kann von der Reich Consulting GmbH, Mellrichstadt, bezogen werden. Er wird außerdem im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht und ist im Internet unter www.bundesanzeiger.de verfügbar. Derivative Finanzinstrumente Die Marktbewertung für alle Finanzinstrumente erfolgte durch die Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme über die Restlaufzeit des Kontrakts auf Basis aktueller Marktzinsen, Wechselkursen und der Zinskurve.
Als zu 100 % wirksame Mikro-Hedge wird ein Zins-Swaps zusammen mit den abzusichernden Eurokredit in Verbindung mit erwarteten Verlängerungen des Eurokredites bewertet. Des Weiteren werden diverse Währungsderivate als 100% wirksamer Portfolio-Hedge zusammen mit zukünftigen Umsätzen bzw. Zahlungseingänge, in fremder Währung, bewertet. Es erfolgt keine separate Bilanzierung (Einfrierungsmethode). Neben sich eventuell ergebenden Zinsdifferenzzahlungen ist die Gesellschaft zum Stichtag voraussichtlich, mit Ausnahme der Währungsderivate, zu keinen weiteren Zahlungen verpflichtet. Bewertungseinheiten
Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet. Gewinnverwendung Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 403.090,35 wird in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.
Mellrichstadt, den 22. April 2024 Reich GmbH gez. Karl-André Reich gez. Nina Reich Entwicklung des Anlagevermögens 2023Reich GmbH, Mellrichstadt
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Reich GmbH, MellrichstadtA. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS UND WIRTSCHAFTSBERICHT Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Gesamtjahr 2023 um 0,3 % zurückgegangen. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich. Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt um 2,0 % zurück. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein Plus von 0,2 %. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit + 2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+ 1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+ 0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (- 1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (- 0,1 %). Nach ihrem Höchststand im Sommer 2022 sanken die Energiepreise auf Erzeugerebene von Januar bis November 2023 um durchschnittlich 11,5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dadurch wurde allerdings nur ein Bruchteil des Anstiegs der Jahre 2021 und 2022 kompensiert. In der zweiten Jahreshälfte 2023 stabilisierten sich die Energiepreise auf einem sehr hohen Niveau und belasteten weiterhin die Produktion der energieintensiven Wirtschaftszweige, die von Januar bis November 2023 um 10,6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum abnahm. Dies bremste wiederum die gesamte Industrieproduktion. Die Verbraucherpreise stiegen im Jahresdurchschnitt 2023 voraussichtlich um 5,9 % (Kernrate: + 5,1 %). Die Inflationsrate (Preisniveauanstieg binnen Jahresfrist) belief sich im Dezember voraussichtlich auf 3,7 %. Im November hatte die Rate noch bei 3,2 % gelegen. Maßgeblich für den Anstieg der Rate war ein Basiseffekt aufgrund der sogenannten Dezember- Soforthilfe zum Jahresende 2022, die vor einem Jahr dämpfend auf den Verbraucherpreisindex gewirkt hatte. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333.000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (- 1,5 %). Die Sparquote stieg gegenüber dem Vorjahr geringfügig auf 11,3 %. Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (- 1,7 %). Die Bauinvestitionen sanken im Jahre 2023 preisbereinigt um 2,1 %. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die gestiegenen Bauzinsen aus. Die Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge nahmen dagegen preisbereinigt deutlich zu (+ 3,0 %). Das Arbeitnehmerentgelt nahm im Jahr 2023 deutlich um 6,7 % zu. Die Unternehmens- und Vermögenseinkommen stiegen nach vorläufigen Berechnungen mit + 6,5 % fast genauso stark und damit deutlich kräftiger als im Jahr 2022 (+ 1,9 %). Das Volkseinkommen, das sich aus dem Arbeitnehmerentgelt sowie den Unternehmens- und Vermögenseinkommen zusammensetzt, erhöhte sich auf rund 3.082 Milliarden Euro (+ 6,6 %). Die staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2023 nach vorläufigen Berechnungen mit einem Finanzierungsdefizit von 82,7 Milliarden Euro. Das waren etwa 14 Milliarden Euro weniger als im Jahr 2022 (96,9 Milliarden Euro). Bezogen auf das BIP in jeweiligen Preisen ergibt sich für den Staat im Jahr 2023 eine Defizitquote von 2,0 %, die damit deutlich niedriger war als in den drei vorangegangenen Jahren. Sie liegt auch unterhalb des europäischen Referenzwertes von 3 % aus dem Stabilitäts- und Wachstumspakt, der bis einschließlich 2023 ausgesetzt war. Die Produktion in der Metall- und Elektroindustrie (M+E Industrie) lag in 2023 um 2,6 % über der des Vorjahres. Dieser Anstieg war aufgrund von diversen Nachholeffekten hauptsächlich in der ersten Hälfte des Jahres 2023 zu verzeichnen. In der zweiten Hälfte 2023 zeigte sich jedoch ein anderes Bild, so ging im dritten und vierten Quartal die Produktion wieder zurück und lag am Ende des Jahres 2023 rund 10 % unter dem Vorkrisenniveau von 2018. Auch Umsatz und Absatz der größten Industriebranche waren Ende des Jahres 2023 rückläufig. Der Verband Gesamtmetall geht von einem weiteren Rückgang der Produktion in 2024 zwischen 2 % und 3 % aus. Auch das Auftragsvolumen in der M+E Industrie lag mit 5,1 % unter dem Vorjahresniveau. Hier zeigte sich eine Nachfrageschwäche sowohl im Inland als auch im Ausland. Die Rückgänge sind unseres Erachtens auf strukturelle Probleme des Wirtschaftsstandortes Deutschland zurückzuführen, welche durch Faktoren wie hohe Produktionskosten, Mangel an Fachkräften sowie bürokratische Zwänge verursacht werden. Gesamtmetall weist darauf hin, dass sich die Industriepolitik in Deutschland seit 2018 vom weltweiten Wachstum abgekoppelt hat und blieb selbst unter der Entwicklung in Europa. Die weiterhin bestehenden und sich ausweitenden geopolitischen Spannungen und die damit verbundenen Verwerfungen bei Lieferketten und Energiepreisen bleiben weiterhin eine Herausforderung welche vor allem die Kostenseite für die Unternehmen nach wie vor belastet. Auch wenn eine inflationsbedingte Entspannung im Laufe des Jahres 2023 zu erkennen war. Betrachtet man die Beschäftigung in der M+E Industrie, so kam es im Jahr 2023 zu einer leichten Steigerung auf ca. 3,95 Mio. M+E Beschäftigte. Dieser Trend der leichten Steigerung ist auch in den ersten beiden Monaten des Jahres 2024 zu erkennen. Der sich immer stärker abzeichnende Engpass auf dem Fachkräftemarkt ist und bleibt eine Wachstumsbremse. Die Transformation hin zur Elektromobilität erfuhr im Jahr 2023 und zu Beginn des Jahres 2024 einen gehörigen Dämpfer aufgrund des Wegfalls von staatlichen Fördermaßnahmen. Insgesamt zeigt sich zum Ende des Jahres 2023 und Anfang 2024 eine Beschleunigung der Rezession was sich an einem Rückgang im Auftragsbestand und der Auslastung der M+E Unternehmen auch deutlich widerspiegelt, so sanken die Auslastung der Betriebe auf 83 % zu Beginn des Jahres 2024 und der Auftragsbestand in den ersten Monaten Januar und Februar 2024 lag um 11 % deutlich unter dem Vorjahreswert. Betrachtet man die weltweite Automobilindustrie, so haben im Jahr 2023 die internationalen Automobilmärkte einen deutlichen Anstieg der Zulassungen verzeichnet. Grund hierfür waren gem. VDA neben den höheren Verfügbarkeiten von Fahrzeugen aufgrund der Lieferkettenentspannung auch der Basiseffekt aufgrund niedriger Vorjahreswerte. Dennoch bleibt die Lage herausfordernd, da aufgrund geopolitischer Spannungen und gesamtwirtschaftlicher Unsicherheiten eine allgemein gedämpfte Nachfrage spürbar ist. Auf dem europäischen Markt wurden ca. 12,8 Mio. Fahrzeuge zugelassen, dies bedeutete einen Zuwachs von 14 %. Allerdings bewegt sich der europäische Markt damit nach Aussage des VDA um 19 % unter dem Vorkrisenjahr 2019. Positiv zeigten sich die Produktionszahlen in Deutschland mit insgesamt 4,1 Mio. PKW, einem Plus von 18 % gegenüber 2022. Die anderen großen Märkte in Europa entwickelten sich allesamt ebenfalls positiv. Auf dem US Markt kam es bei den Light-Vehicle Verkäufen zu einem Anstieg der Verkaufszahlen auf knapp 15,5 Mio. Fahrzeuge, was einem Anstieg um 12 % gegenüber dem Vorjahr entsprach. In China, dem wichtigsten Markt für die deutsche Automobilindustrie wurden im Jahr 2023 25,8 Mio. PKW verkauft, eine Zahl welche noch nie vorher erreicht wurde. Dies bedeutet einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 11 %. Weitere große Absatzmärkte wie Japan, Brasilien und Indien verzeichneten ebenfalls hohe Steigerungsraten, Japan einen Anstieg um 16 % auf ca. 4,0 Mio. Fahrzeuge, Indien einen Anstieg um 8 % auf ca. 4,1 Mio. Neufahrzeuge und der brasilianische Markt einen Anstieg um 11 % auf 2,2 Mio. Einheiten. Wie im vergangenen Jahr beschäftigten auch in 2023 die andauernden Krisen und die weltweit noch hartnäckigen Inflationszahlen mit all ihren Auswirkungen die Diskussion um die Transformation. Diese sind sowohl bei Regierungen als auch bei den Unternehmen im Fokus. Beschlüsse über Verbrenner-Aus zum Beispiel in der EU zeigen, dass die Transformation in vollem Gange ist. Jedoch wird aufgrund der restriktiveren politischen Fördermaßnahmen und sich nur langsam entwickelnder Infrastruktur die Transformation verlangsamt. Dennoch bleiben diese großen Themenblöcke, die die Zukunft der Automobilität beeinflussen bei den Unternehmen auf der Agenda und wesentlicher Strategiebestandteil:
Diese Trends haben weiterhin auch Auswirkungen auf die Zulieferkette. Die Struktur der Zulieferer ändert sich signifikant und Zulieferer im Bereich Verbrennungstechnologien werden in diese Technologie nicht mehr investieren. Der Verdrängungswettbewerb um die verbleibenden Fertigungskapazitäten geht unvermindert weiter. Der Bereich Zahnradfertigung für die Elektromobilität hat sich im Jahr 2023 ebenfalls gut entwickelt, trotz des negativen Konsumklimas. Gemäß Angaben des Zweirad-Industrie- Verbands (ZIV) hat sich die E-Bike Produktion in 2023 auf dem Niveau des Boom-Jahres 2020 eingependelt und liegt mit 2,3 Mio. Einheiten in Deutschland auf einem sehr stabilen Niveau. Wir sehen uns für diese Herausforderungen auch unter andauerndem Krisenmodus gut aufgestellt. Die Reich Gruppe ist auf allen Schlüsselmärkten der Welt präsent und auch durch verbundene Unternehmen auf dem US-Markt produzierend. Fertigung in USMCA (USA, Mexiko, Canada) kommt im NAFTA-Raum immer größere Bedeutung zu. Diese wird durch die Gesetzgebung in den USA mit der Stärkung der heimischen Produktion welche in 2023 umgesetzt wurde nochmals erhöht. Neben globaler Ausrichtung der Produktion ist die Reich GmbH in allen zukunftsfähigen Schlüsselbereichen der Fahrzeugtechnik vertreten, zusätzlich ist eine Diversifizierung im Produktportfolio weiterhin von großer Bedeutung. Dies wird durch den Ausbau des Bereiches Industriekunden forciert. Die Umsatzerlöse sind um TEUR 6.619 auf TEUR 132.905 gestiegen. Der Rohertrag ohne Einbeziehung der sonstigen betrieblichen Erträge hat sich um TEUR 1.657 auf TEUR 72.135 erhöht. Er beträgt nunmehr 54,1 % der Gesamtleistung. Der Personalaufwand ist um TEUR 2.585 auf TEUR 48.576 gestiegen und beträgt 36,4 % der Gesamtleistung. Der Personalbestand erhöhte sich um durchschnittlich 11 Mitarbeiter. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um TEUR 124 auf TEUR 2.529 gestiegen. Sie enthalten Erträge aus Währungsumrechnung (TEUR 322), aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 1.106) sowie aus Anlagenbuchwertabgangsgewinnen (TEUR 920). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um TEUR 675 auf TEUR 17.326 erhöht. Sie enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 1.016. Das EBIT ist im Geschäftsjahr um TEUR 1.542 auf TEUR 2.469 gesunken. Das Finanzergebnis ist um TEUR 856 auf TEUR -1.779 gesunken. Das Jahresergebnis weist im Berichtsjahr einen Wert von TEUR 403 (Vorjahr TEUR 2.168) auf. Der Anstieg der Umsatzerlöse resultiert im Wesentlichen aus Preiserhöhungen auf dem Absatzmarkt sowie aus der Erhöhung des Absatzes mit Alt- und Neukunden im In- und Ausland. Die Eigenkapitalquote beträgt 35,3 % (Vorjahr 37,3%). Das Anlagevermögen hat sich im Berichtsjahr um TEUR 4.405 auf TEUR 41.518 erhöht. Das Umlaufvermögen hat sich um TEUR 3.106 auf TEUR 79.452 erhöht. Der Anstieg des Anlagevermögens resultiert aus Investitionen in die immateriellen Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen (TEUR +10.861). Gegenläufig haben sich die Anlagenbuchwertabgänge (TEUR -169) sowie die Abschreibungen (TEUR -6.287) ausgewirkt. Der Anstieg des Umlaufvermögens betrifft die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR +2.585), die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR +1.832), die sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR +265) sowie die liquiden Mittel (TEUR +102). Gegenläufig haben sich die Vorräte (TEUR -1.678) entwickelt. Die Rückstellungen sind um TEUR 2.235 auf TEUR 9.058 gesunken. Die Pensionsrückstellungen stiegen um TEUR 83 auf TEUR 4.463 und die Steuerrückstellungen sind um TEUR 766 auf TEUR 134 gesunken. Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen um TEUR 1.552 auf TEUR 4.461 resultiert im Wesentlichen aus der Verringerung der Rückstellungen für interne und externe Abschlusskosten, für Altersteilzeit, für Instandhaltungen, für Rechts- und Beratungskosten, für ausstehende Rechnungen, für Rückzahlungsverpflichtungen sowie für Archivierung. Gegenläufig hat sich der Anstieg der Rückstellungen für Urlaub- und Überstunden sowie für Personal entwickelt. Die Verbindlichkeiten sind um TEUR 9.617 auf TEUR 70.184 gestiegen. Die Bilanzsumme erhöhte sich um TEUR 7.785 auf TEUR 122.444. Der Cashflow beläuft sich auf TEUR 6.773 (Vorjahr TEUR 8.080). Die Liquidität der Gesellschaft war jederzeit gewährleistet. Es wurden im erforderlichen Maße Fremdmittel in 2023 zur Absicherung der Liquidität aufgenommen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich auf TEUR 34.241. Davon entfallen TEUR 19.945 auf Verbindlichkeiten aus Darlehen, TEUR 2.563 auf Kontokorrentverbindlichkeiten, TEUR 11.000 auf Euro- und Geldmarktkredite sowie TEUR 733 auf Factoring. Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit kleiner einem Jahr betragen TEUR 46.949. Im Geschäftsjahr wurden der Gesellschaft und weiteren verbundenen Unternehmen Rahmen- sowie Kontokorrentkreditlinien in Höhe von TEUR 1.357 und weitere Rahmen- sowie Kontokorrentkreditlinien der Gesellschaft in Höhe von TEUR 17.713 sowie noch nicht in Anspruch genommene Darlehen bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 850 gewährt. Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in die immateriellen Vermögensgegenstände sowie in das Sachanlagevermögen, insbesondere in Maschinen sowie geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau, in Höhe von TEUR 10.861 getätigt. Die Reich GmbH entwickelt eigenständig keine Produkte. Sie ist jedoch frühzeitig in die Produktentwicklung der Kunden integriert und bringt ihr Fertigungs-Know-how in die Implementierung des Fertigungsprozesses bis zur Serienreife regelmäßig ein. So sind wir schon weit vor dem Anlauf der Serienprozesse in Entwicklungen für neue Teilespektren bei unseren Kunden eingebunden. Dies ist Standard in der Automobil- und Großserienzulieferindustrie, da viele unserer Kunden bei Neuprojekten ein simultaneous engineering erwarten. Hier sind wir unter anderem bei der Entwicklung von hochpräzisen Zahnrädern im Bereich Elektromobilität für Industriekunden eingebunden. Ebenso wird verstärkt im Bereich der elektromechanischen Lenkung, Voraussetzung für autonomes sowie automatisiertes Fahren, die Kompetenz in Fertigung und Kapazitäten ausgeweitet. Darüber hinaus wird ein Fokus auf zukünftige Serienbelieferung im Bereich Antriebsstrang für die Elektromobilität gelegt. Die daraus resultierende Großserienfertigung auf qualitativ höchstem Niveau, bei Null-Fehler-Produktion, ist die Kernkompetenz der Reich GmbH. Die Erweiterung hin zur Fertigung und Montage auch komplexerer Baugruppen wird bereits umgesetzt, bleibt aber eine stetige Herausforderung. Der Bereich Business Development beschäftigt sich verstärkt mit der Erweiterung unseres Portfolios im Bereich Industrie und antriebsunabhängigen Zulieferprodukten für die Automobilindustrie. Bei den finanziellen Steuerungskennzahlen, die für unsere wirtschaftliche Lage relevant sind, liegt unser Fokus auf der kontinuierlichen Überwachung von Umsatz, Cashflow, EBITDA sowie EBIT, Investitionen und dem Ergebnis vor Ertragsteuern. Zusammenfassend ist der Geschäftsverlauf unseres Unternehmens unter Berücksichtigung der herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Lage im Berichtsjahr als stabil zu beurteilen. Wenngleich die Umsatzprognose des Vorjahres erreicht wurde, lag das Ergebnis unter der Vorjahresprognose. B. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT Während der Krieg in der Ukraine zwar für die Reich Gruppe keinen konkret nachweisbaren Effekt hat, ist dieser Krieg aber sicher insgesamt für die Wirtschaftssituation insbesondere in Europa schädlich. Die Corona-Pandemie indes hat seinen Einfluss nunmehr ebenso wie frühere Halbleiterengpässe vollständig verloren. Insgesamt erwarten wir in 2024 einen leichten Umsatzanstieg. Die Material- und Energiepreise befinden sich gesamthaft auf einem stabilen, aber auch hohen Niveau; auch wenn sich die hohe Inflation aus dem Jahr 2023 nunmehr ermäßigt hat. Gerade bei den Materialpreisen ohne Energie weisen wir global auf eine weiterhin hohe Kostensituation hin. Im Bereich der Energiekosten können wir auf eine veränderte Beschaffungspolitik unsererseits verweisen, welche dazu führt, dass wir erstens unsere primären Stromlieferanten geändert haben und zudem, anders als früher, nicht mehr größere Einheiten en bloc einkaufen um so das Beschaffungsrisiko wertseitig zu mindern. Nach wie vor ist der Energiemarkt volatil und wir sind im intensiven Austausch u. a. mit unserem aktuellen Energieversorger um uns so über die geeigneten Zeitpunkte zum Einkauf von Strom in jeweils überschaubaren Chargen abzustimmen. Alternative Beschaffungsstrategien als Ergänzung zum herkömmlichen Stromeinkauf sind ebenso in Arbeit. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir ein positives Ergebnis deutlich oberhalb des Ergebnisses des Jahres 2023, abhängig von der aktuellen Absatzentwicklung. Eine wirklich verlässliche Prognose scheint auch für die Automobilindustrie nicht möglich. Es scheinen keine immer klaren Entwicklungen einerseits für die Elektromobilität bei Autos und andererseits bei klassischen Verbrennern zu prognostizieren zu sein. Der Bereich Elektromobilität beim Fahrrad schwächelt gesamthaft. Den Branchenberichten zufolge sind hohe Lagerbestände zu verzeichnen, anders als noch vor einem Jahr. Dadurch haben sich auch Lieferzeiten deutlich vermindert; insgesamt ist der Absatz entsprechender Teile für 2024 etwas geringer als im Vorjahr einzuschätzen. Geopolitisch sehen wir ebenso Risiken bzgl. des Verhältnisses zwischen den USA und China (hier konkret bezogen auf Taiwan). Sollte sich dort eine kriegerische Auseinandersetzung entwickeln, ist von weltweiten wirtschaftlichen Großschäden auszugehen. Ebenso ist Israel / GAZA als besonderer Risikoherd zu sehen: Die Aktivitäten auch anderer Staaten oder Organisationen sind nicht vorhersehbar. Wir sehen uns als Serienfertiger mit hoher Fertigungstiefe von Hochpräzisionsdrehteilen für die Automobilzulieferindustrie und Spezialkugellagern für die Gebrauchsgüterindustrie im Wettbewerbsumfeld grundsätzlich gut aufgestellt. Die stetigen Investitionen der letzten Jahre in neue Produktionsanlagen sowie in zusätzliche Automatisierungen steigern die Produktivität kontinuierlich in bestimmten Bereichen. Wir schaffen die Voraussetzungen für eine Wettbewerbsfähigkeit in den Folgejahren durch vielfältige Maßnahmen. Hierzu gehören modernste Automatisierungen durch Hochleistungsroboter genauso wie die Einführung einer unternehmensweiten neuen ERP-Software im Jahr 2025, startend bei der Reich GmbH. Vertrieblich gilt es sich auch zunehmend in den Bereichen der Zukunftstrends der Automobilindustrie und anderen Bereichen wie z. B. Präzisionsdrehteile für den wachsenden E-Bike Markt zu positionieren; auch andere außerhalb der Automobilindustrie liegende Kundenpotentiale gilt es zu akquirieren, hierfür gibt es eine Vertriebsoffensive. Des Weiteren wurde in 2020 der neue Bereich Business Development als Ergänzung des eigentlichen Vertriebs in unserer Gesellschaft gegründet. In dieser Abteilung wird nunmehr intensiv insbesondere das Feld Industrie (zusätzlich zu der bisher vorherrschenden Automotive-Ausrichtung) vertrieblich angegangen. Ungeachtet der in Deutschland eher positiven Erwartungen sehen wir folgende Risiken und Chancen aus den allgemeinen volkswirtschaftlichen und geopolitischen Entwicklungen: Die Versorgung mit Logistikkapazitäten ist teils knapp, aber im Rahmen unserer vorausschauenden Produktion von Teilen dergestalt gut abbildbar, dass wir frühzeitiger als noch vor wenigen Jahren produzieren und die Teile aussenden. Somit sind wir in der Lage die Lieferverpflichtungen pünktlich zu erfüllen. Allgemeine Risiken in unseren Hauptabsatzmärkten werden derzeit im Bereich der Dieseltechnologie eher vermindert gesehen, da sich der durch den Abgasskandal verursachte Rückgang im Bereich der Diesel-Neuzulassungen in 2019 und natürlich auch im (ersten) Coronajahr 2020 bereits niederschlug. Zwar wird sich der Rückgang unseres Erachtens grundsätzlich über einige Jahre gedacht auch weiter fortsetzen, aber dieser Rückgang ist weder absolut noch relativ mit den Rückgängen vorher vergleichbar. Somit sehen wir zwar eine sehr moderate weitere Abschmelzung, diese aber scheint insoweit beherrschbar, als dass es ja bei uns auch eine Gegensteuerung durch neue Produkte gibt. Es bleibt aber unsere Auffassung, dass bezogen auf Diesel die Verbraucher so stark verunsichert sind, dass es trotz rationaler Begründungen, dass die neueste Dieselgeneration hinreichend umweltfreundlich ist, keinen ausreichenden Zuspruch mehr gibt. Deshalb rechnen auch wir nicht mehr mit einer signifikanten Steigerung des Dieselabsatzes weltweit. Es gilt bisherige Kontingente weiterhin möglichst wirtschaftlich zu produzieren und an den Markt zu bringen. Benziner sind derzeit durchaus gut nachgefragt; aber temporäre Schwankungen sollten nicht täuschen: Mittelfristig wird sich der Verbrenner weiter zurückentwickeln, da es politisch gewollt ist. Sollten heutzutage Produkte/Anwendungen/Einsatzgebiete nicht unmittelbar umweltfreundlich erscheinen, werden diese Produkte dauerhaft auf sehr lange Zeit keinen ausreichenden Zuspruch mehr haben. Ein Bedarf auch für herkömmliche Verbrenner mitsamt den zahlreichen Hybridfahrzeugen wird jedoch bis auf weiteres signifikant gesehen, dies wird auch durch zahlreiche Prognosen gestützt. Es wird prognostiziert, dass der Gesamtabsatz an Hybrid- und Elektrofahrzeugen wächst, während reine Diesel/Benziner Marktanteile verlieren. Hieraus könnten sich Chancen auf dem Absatzmarkt ergeben, da unsere Teile auch in Hybridfahrzeugen zu finden sind. Dennoch: Der klassische Verbrennungsmotor wird uns noch viele Jahre als letztlichen Markt sehr gut begleiten, auch wenn dieser schrumpft, so ist von einem sehr schnellen kompletten Wegbrechen nicht auszugehen. Gleichwohl suchen und finden wir weitere Anwendungen und Segmente: Ob in der Lenkung, im E-Bike oder anderen Anwendungen, wir gehen zukunftsorientiert vor. Trotz der unsererseits erfolgten Vorkehrungen vielfältiger Art müssen wir allerdings derzeit konstatieren, dass die Marktentwicklung schwächelt. So kommt es insbesondere in der Elektromobilität bei Fahrrädern zu einer abflauenden Absatzkurve. Chancen sehen wir durch weitere Auftragspotentiale sowohl innerhalb der klassischen Automobilzuliefererindustrie, hier vor allem im Lenkungs- und Fahrstabilisierungsbereich, als auch in anderen Branchen; hier sind wir verstärkt mit einigen Unternehmen im Dialog. Risiken auf dem Absatzmarkt sehen wir in der zunehmenden Kooperation unter den OEM sowie in der Einführung von Modularbaukästen, welche zu einem erhöhten Preisdruck bzw. zu einer Reduzierung der Anzahl der Zulieferer auch weiterhin führen wird. Die Notwendigkeit zum simultaneous engineering versetzt uns dabei jedoch in die Lage, frühzeitig eine enge Bindung an den Kunden herzustellen und unser Fertigungs-Know-how durch den Aufbau von Entwicklungs-Know-how zu ergänzen. Einem sich abzeichnenden Fachkräftemangel wird durch eine ausreichende Anzahl der Ausbildungsplätze Rechnung getragen. Eine Fachausbildung auf hohem Niveau mit der Perspektive für einen lukrativen Arbeitsplatz verhindert ein Abwandern von Fachkräften in die Ballungszentren. Risiken der künftigen Entwicklung auf den Beschaffungsmärkten sind derzeit allein latent vorhanden, wobei in den letzten Monaten zum Teil auch wesentliche Preissteigerungen bei manchen Rohmaterialien und Werkzeugen sowie im Rohstoffsegment zu sehen waren. Einer möglichen Verknappung im Bereich der Rohstoffmärkte begegnen wir mit frühzeitigem Abrufen und langfristigen Verträgen mit unseren Lieferanten. Im Bereich der Energiekosten hat die Reich GmbH in der Vergangenheit in die eigene Energieversorgung investiert und mit einem Blockheizkraftwerk die Voraussetzungen geschaffen, neben der Erzeugung von Strom, Wärme für die Fertigungsprozesse zu generieren. So wird die erzeugte Wärme sowohl für die Wärmeversorgung als auch die Kühlung der Fertigungsmaschinen über Absorptionskältemaschinen sichergestellt und der erzeugte Strom in das Netz der Firma eingespeist. Über 20 % unseres Energiebedarfs in Mellrichstadt kann so selber produziert werden. Dies beinhaltet auch die benötigte Kälte- und Wärmeversorgung. Die Liquidität ist weiterhin gesichert. Etwaige Investitionen werden entweder aus dem eigenen Cashflow oder aber über Finanzierungspartner finanziert. Genaue Planungen liegen dazu vor. Finanziellen Risiken aus Marktzinsschwankungen, welche sich auf die Höhe der Zinszahlungen bestehender variabel verzinslicher Darlehen auswirken, begegnet die Gesellschaft zum Teil durch den Abschluss entsprechender Zinssicherungsinstrumente. Verstärkt werden auch zinsgünstige Förderdarlehen, wo möglich und sinnvoll, in Anspruch genommen. Aus den operativen Geschäften entstehen Ein- und Auszahlungen in Fremdwährung, denen nicht immer Zahlungen in derselben Währung mit gleichem Betrag und gleicher Fristigkeit gegenüberstehen. Diesen Risiken begegnet die Gesellschaft durch geeignete Sicherungsgeschäfte in Form von Devisentermingeschäften und -optionen. Die Geschäftsführung erwartet weiterhin eine tragfähige Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Selbstverständlich könnten bei einem nachhaltigen konjunkturellen Tief (so scheinbar sichtbar bei E-Mobilität im Fahrrad) auch eventuelle Gegensteuerungsmaßnahmen nötig erscheinen. Auf Grund der wirtschaftlichen Verhältnisse ist der Fortbestand der Gesellschaft gesichert. Bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht. Die zuvor beschriebenen Risiken sind aus gegenwärtiger Sicht beherrschbar und stellen keine konkrete Gefährdung dar. C. ERKLÄRUNG DER UNTERNEHMENSFÜHRUNG Teilhabe von Frauen an Führungspositionen Seit dem 1. Mai 2015 gilt das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im Öffentlichen Dienst. Mit diesem Gesetz soll mittelfristig der Anteil von Frauen an Führungspositionen signifikant gesteigert und letztlich eine Geschlechterparität erreicht werden. Die Reich GmbH hat fristgerecht, den gesetzlichen Vorgaben entsprechend, folgende verbindliche Zielgrößen und Fristen für die Erreichung des Frauenanteils festgelegt: Geschäftsführung (50,0 %), Erste Führungsebene (12,5 %) und Zweite Führungsebene (7,4 %). Als Termin für die Zielerreichung wurde der 31. Dezember 2021 festgelegt. Zum 31. Dezember 2021 wurden diese Ziele erreicht. Auf Basis des Status quo am 31. Dezember 2021 hat die Reich GmbH folgende Zielgrößen für die Erreichung des Frauenanteils bis zum 31. Dezember 2025 festgelegt: Geschäftsführung (50,00 %), Erste Führungsebene (12,50 %) und Zweite Führungsebene (7,4 %). D. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER Wir versichern, nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Mellrichstadt, den 22. April 2024 Reich GmbH gez. Karl-André Reich gez. Nina Reich Beschluss über die Feststellung für das Geschäftsjahr 2023Reich GmbH, MellrichstadtMit Beschluss vom 29. Mai 2024 wurde der Jahresabschluss festgestellt. Gewinnverwendungsbeschluss für das Geschäftsjahr 2023Reich GmbH, MellrichstadtDer Jahresüberschuss in Höhe von EUR 403.090,35 wird in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. |
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