JüPi Beteiligungsgesellschaft mbH
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Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Gabriele Erbs seit 14.12.2010 | Prokura |
Philipp Frederic Kistner seit 14.12.2010 | Prokura |
Peter Thomas Heil seit 16.11.2010 | Vorstandsmitglied |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
CRONIMET Mining AGKarlsruheJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Lagebericht 2017Inhalt
1. Darstellung des Geschäftsverlaufsa. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche Die Weltwirtschaft ist 2017 so kräftig gewachsen wie seit dem Jahr 2010 nicht mehr. Dank der Zunahme der wirtschaftlichen Dynamik in China, der Wiedererstarkung der europäischen Wirtschaft, dem erneut hohen Wirtschaftswachstum der USA, gestiegener Verbraucherpreise und robuster Finanzmärkte wuchs die Weltwirtschaft in 2017 - ersten Hochrechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge - um 3,7 %. 1 Das Wachstum in den sogenannten "Old Economies" hat sich in 2017 um 0,7 Prozentpunkte auf +2,3% gegenüber +1,6% im Vorjahr verstärkt, in den USA (+2,3%), Spanien (+3,3%) und Deutschland (+2,2%) zog das Wachstum aufgrund der positiven Wirkungen und der damit verbundenen Zukunftserwartungen durch die US-Steuerreform, die gestiegenen Produktionsleistungen und die höheren Kapazitätsauslastungsraten weiter an. Die Wirtschaftsleistung in den "Emerging Markets" wuchs um 4,7% und überstieg damit das Vorjahresniveau i.H.v. 4,4%. Chinas Wirtschaft profitierte von den anhaltenden Infrastruktur- und Baumaßnahmen und lag mit einem Plus von 6,8% über den ursprünglichen Erwartungen des IWF i.H.v. 6,5%. 2 Die Lage in Russland entwickelte sich leicht besser als erwartet; die Wirtschaft konnte von zuletzt gestiegenen Ölpreisen profitieren, so dass die Wirtschaftsleistung, die in 2016 um 0,2% schrumpfte, in 2017 um 1,8% anstieg. Brasiliens BIP wuchs 2017 um 1,1%. Im Gegensatz dazu fiel das Wirtschaftswachstum in Indien mit 6,7% in 2017 leicht schwächer aus, sowohl im Vergleich zum Vorjahr (7,1%) als auch bezogen auf den erwarteten Wachstumswert (7,2%). Die Weltrohstahlproduktion konnte in 2017 ersten Hochrechnungen zufolge leicht zulegen und erreichte ein Volumen von 1,69 Mrd. Tonnen (+5,3%). 3 Die Edelstahlindustrie als ein wesentlicher Verbraucher der Produkte der CRONIMET Mining AG produzierte im abgelaufenen Geschäftsjahr gemäß ersten Schätzungen 47,6 Mio. Tonnen, was einem Wachstum von 5,7% gegenüber dem Vorjahr entspricht. 4 Größter Edelstahlproduzent mit einem Produktionsanteil i.H.v. ca. 68% ist unverändert Asien mit einem weiter steigenden Anteil Chinas, welches nun für ca. 49 % der gesamten Stahlproduktion steht. Die Nachfrage nach Kupfer stellt den zweiten wesentlichen Erfolgstreiber der Geschäftsentwicklung der CRONIMET Mining AG dar. Vorläufige Zahlen der 'International Copper Study Group' (ICSG) gehen für 2017 von einer gestiegenen Nachfrage von insgesamt 23,73 Mio. Tonnen (+ 1% im Vergleich zum Vorjahreswert i.H.v. 23,49 Mio. Tonnen) aus. Die nordamerikanische Nachfragemenge blieb konstant bei 2,33 Mio. Tonnen, die Nachfrage aus Europa ging hingegen um ca. 1,7% zurück. 5 Für das Gesamtjahr 2018 erwartet die ICSG eine Produktion von 24,18 Mio. Tonnen (+2,5%) und eine Nachfrage nach Raffinadekupfer von 24,28 Mio. Tonnen (+2,3%), was ein Marktbilanz-Defizit i.H.v. ca. 110.000 Tonnen zur Folge hätte.
1 Vgl. Internationaler Währungsfonds,
"World Economic Outlook Update", 22.01.2018
Nachdem viele metallische Rohstoffe im Jahr 2016 - infolge der verbesserten Weltkonjunkturaussichten, der robusten Metallnachfragen (insbesondere aus China), des Wirtschaftsaufschwungs in Europa sowie der Wahl von Donald Trump als neuen US-Präsident und der damit einhergehenden Markterwartung eines rohstoffintensiven Infrastrukturprogramms - ihre mehrjährigen Tiefstände überwinden konnten, stiegen die Preisnotierungen der meisten Rohstoffe während des Jahres 2017 deutlich an, in vielen Fällen um 30-50%. Eine Sonderentwicklung war auf dem Chrommarkt zu beobachten. Während eine - durch Marktakteure bewusst herbeigeführte - Verknappung von frei verfügbaren Chromerzkonzentratsmengen Ende des Jahres 2016 zu einer temporären "Preisexplosion" führte, gab der Chrompreis nach Ende der Marktblockade im 2. Quartal 2017 umso deutlicher nach, bevor im Laufe des 4. Quartals 2017 eine Erholung auf ein Preisniveau i.H.v. USD 200 pro Tonne (CIF) eintrat. Die Preisentwicklungen der für die CRONIMET Mining AG und ihre Tochtergesellschaften relevanten Rohstoffe waren im Einzelnen: 6
* Tantalum Conc. Ta
2O
5 30%min CIF China USD/lb
Neben der Rohstoffpreisentwicklung wird der Geschäftserfolg der CRONIMET Mining AG wesentlich von der Entwicklung des EUR/USD-Wechselkurses beeinflusst. Beginnend mit einem Kurs von 1,0519 gewann der Euro im Jahresverlauf 2017 kontinuierlich an Stärke, insbesondere aufgrund der guten konjunkturellen Entwicklung in den Ländern des Euro-Raumes (wie auch der EU als Ganzes) und den unter Markterwartung gebliebenen Leitzinserhöhungen in den USA. Per Jahresende 2017 notierte der Euro bei EUR/USD 1,1993 und damit rund 14% über dem Referenzkurs zu Beginn des Jahres 2017. Im Jahresdurchschnitt lag der Kurs mit 1,1297 um ca. 2% über dem Vorjahreswert (1,1069). Mit der Aufwertung des Euros gingen für die CRONIMET Mining AG im abgelaufenen Geschäftsjahr negative Ergebnisauswirkungen einher, bedingt durch einen fremdwährungsbezogenen US-Dollar-Aktivüberhang in der Bilanz sowie der geschäftsbezogenen Rohertragsgenerierung in der Funktionalwährung USD, welche bei einem stärkeren Euro zu Rohertragseinbußen in der HGB/Euro-Buchhaltung führt. Die währungskursbedingten Verluste in der Gewinn- und Verlustrechnung, welche auf Bewertungseffekte der USD-Bilanzpositionen zurückgehen, sind weitestgehend unrealisiert. b. Geschäftstätigkeit Die CRONIMET Mining AG versteht sich als nachhaltiges, innovatives, multinationales und integriertes Rohstoffunternehmen mit nachweisbaren Realisierungskompetenzen entlang der gesamten Rohstoff-Wertschöpfungskette und verantwortet gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften innerhalb der CRONIMET-Gruppe das Business Segment Primärrohstoffe. Die Geschäftstätigkeit umfasst dabei die vier Geschäftsbereiche Mining, Processing, Trading und Energy. Der Geschäftsbereich Mining beschäftigt sich mit der Identifizierung neuer Rohstoffvorkommen (Prospecting & Sourcing), der Exploration und Lagerstättenentwicklung (Development), vor allem aber mit dem industriellen Bergbaubetrieb sowie der mineralischen Aufbereitung (Operations). Der Geschäftsbereich Processing fokussiert sich einerseits auf die Aufbereitung von Schlacken, bergbaulichen Abraumhalden und Aufbereitungsabgängen sowie Schlämmen und unterstützt dabei das Bestreben der CRONIMET-Gruppe, unter dem Einsatz modernster Technologie alle metallischen Ressourcen der Wiederverwendung zuzuführen. Aufbauend auf unserer langjährigen Erfahrung bieten wir im Geschäftsbereich Processing andererseits Dienstleistungen im Gebiet der metallurgischen Verarbeitung an und unterstützen dabei die Metall- und Bergbauindustrie mit individuellen Lösungen. Der Geschäftsbereich Trading umfasst den Bereich Produzentenvertrieb für Ferro-Molybdän, Molybdänmetall, Kupferkonzentrat, Chromerzkonzentrat und andere metallische Primärrohstoffe sowie den Bereich Rohstoffhandel für Erze und Konzentrate. Darüber hinaus versteht sich dieser Unternehmensbereich auch als Servicedienstleister gegenüber unseren Kunden und bietet über das Trading hinausgehende Dienstleistungen für Rohstoffproduzenten an, z.B. Offtake-Finanzierungen, Hedging oder Marketing. Im Geschäftsbereich Energy werden innovative, kosteneffiziente und erneuerbare Energielösungen für die Kunden aus den Bereichen Mining, Industry und Public entwickelt, realisiert und optimiert. Regionsschwerpunkte sind das südliche Afrika (insbesondere Namibia, Botswana und Südafrika) sowie die aufstrebenden Länder West- und Ostafrikas. Die CRONIMET Mining AG agiert einerseits als geschäftsleitende Holdinggesellschaft der CRONIMET-Mining-Gruppe, innerhalb derer auch die gruppenweite Unternehmensentwicklung maßgeblich bestimmt und vorangetrieben wird, und andererseits als Handelsgesellschaft. c. Geschäftsverlauf der CRONIMET Mining AG Das Handelsgeschäft der CRONIMET Mining AG basiert fast ausschließlich auf der Vermarktung von Ferro-Molybdän und Molybdänmetall. Diese Produkte werden hauptsächlich im Rahmen sogenannter 'Offtake Agreements', u.a. von der 'Zangezur Copper Molybdenum Combine CJSC' (ZCMC), dessen Hauptaktionär die CRONIMET Mining AG ist, bezogen. Die seitens der ZCMC produzierten Molybdänkonzentrate werden -im Auftrag der ZCMC - von armenischen Metallurgiebetrieben in die verschiedenen Molybdänmetall-Derivate (v.a. Ferro-Molybdän) umgearbeitet und anschließend in vertragskonformen Mengen, Qualitäten und Spezifikationen bereitgestellt. Darüber hinaus konnte die CRONIMET Mining AG - auf Basis der systematischen Marktentwicklung der vergangenen Jahre - als integriertes Rohstoffhandelshaus auch im Jahr 2017 Mengen von Dritten ein- und verkaufen. Die Gesamttonnage belief sich in 2017 auf 4.307 Tonnen (2016: 3.905 Tonnen). Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 10,3% ist insbesondere auf ein erhöhtes Handelsvolumen von Eigenware und auf eine Erhöhung der relativen FeMo-Absatzquote (im Verhältnis zum Gesamtabsatz) zurückzuführen. Der Umsatz lag mit EUR 51,2 Mio. deutlich über dem Vorjahresniveau (2016: EUR 46,2 Mio.), verursacht durch höhere Preisnotierungen für die Molybdänprodukte der CRONIMET Mining AG. Regional betrachtet entfielen 82,3% der Umsatzerlöse auf Deutschland (2016: 83,0%) und 16,43% auf die anderen Länder der Europäischen Union (2016: 13,6%). Der Anteil an Jahresverträgen erhöhte sich sowohl bezogen auf die Tonnage (von 65% im Jahr 2016 auf 83% im abgelaufenen Geschäftsjahr) als auch bezogen auf den Umsatz (von 67% auf 81%). Das - originär dem Handelsgeschäft zuzuordnende - Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verschlechterte sich im Geschäftsjahr 2017 auf EUR (-) 0,94 Mio. (2016: EUR (+) 3,3 Mio.). Zurückzuführen ist diese Entwicklung auf drei Hauptfaktoren: (a) Die oben erläuterte Entwicklung des Euros, durch die der originär in USD anfallende Rohertrag nach Umrechnung in Euro geringer ausfiel, (b) dem formelbedingten Rückgang der Rohertragsmargen (Preisnachlässe, die im Ferro-Molybdän-Absatzmarkt zumeist relativ zum Umsatz eingeräumt werden müssen, führen bei steigenden Marktpreisen zu geringeren Roherträgen) und (c) einem im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringerem Absatz an Molybdänmetall nach Einstellung der Molybdänmetall-Produktion in Armenien, welcher rohertragsbezogen nicht durch höhere Ferromolybdän-Absatzmengen ausgeglichen werden konnte. Unter Würdigung dieser drei - größtenteils externen - Einflussfaktoren - kann die CRONIMET Mining AG auf eine grundsätzlich positive Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr zurückblicken, vor allem im Hinblick auf die warenwirtschaftlichen Leistungen. d. Beschaffung Der Einkauf der armenischen Produkte erfolgte bis Dezember 2017 auf Basis CPT 7 Rotterdam/Moerdijk, während die Drittmengen überwiegend auf Basis FCA 8 oder EXW 9 Rotterdam geliefert wurden. Seit Januar 2018 erfolgt der Einkauf der armenischen Produkte wieder auf Basis FCA Jerewan. Die Logistikkette bis zum Lager der CRONIMET Mining AG bzw. bis zum Verbraucher wird zentralisiert dargestellt. Das entsprechende Logistikkonzept sieht diversifizierte Lieferwege vor und berücksichtigt alle sicherheitsrelevanten Aspekte. Insbesondere werden voraussichtlich ab dem 2. Quartal 2018 innenliegende GPS-Tracker in den Transportcontainern zum Einsatz kommen, um den Sicherheitsstandard weiter zu erhöhen. Die Einkaufsverträge mit den armenischen Lieferanten berücksichtigen weiterhin die physischen Lieferzeiten bis zu den Zielmärkten und sehen Preisfixierungsmechanismen vor, welche der Preisvolatilität weitestgehend entgegenwirken.
7 CPT = Carriage Paid To = Frachtfrei
e. Wichtige Entwicklungen und Vorgänge Die erfolgte Austrittserklärung von Großbritannien und Nordirland aus der Europäischen Union (EU) sowie dem europäischen Binnenmarkt wird nach gegenwärtigem Kenntnisstand keine wesentlichen Auswirkungen auf das Handelsgeschäft und den Geschäftserfolg der CRONIMET Mining AG haben. Weder stellt das Vereinigte Königreich einen signifikanten Absatzmarkt für die CRONIMET-Mining-Gruppe dar, noch bestehen sonstige enge Verflechtungen mit der britischen Wirtschaft. Zwar befindet sich eine der wichtigsten Rohstoffbörsen, die London Metal Exchange, in Großbritannien, jedoch wird mit keiner direkten Auswirkung auf die Rohstoffpreise durch den "Brexit" gerechnet, zumal diese Börse sich im Besitz der 'Hong Kong Exchanges and Clearing' befindet. Ein weitaus größeres Risiko verbindet sich für die CRONIMET Mining AG mit den weltwirtschaftlichen Spannungen, welche durch die Entscheidung der USA im März 2018 ausgelöst wurden, Strafzölle auf diverse Importprodukte, u.a. auf Aluminium und Stahl, zu erheben. Da die EU vorerst von den angekündigten Strafzöllen auf Stahlerzeugnisse ausgenommen wurde, ist kurzfristig nicht mit einem negativen Einfluss der US-Strafzölle auf die Geschäftsergebnisse der CRONIMET Mining AG zu rechnen. Im Hinblick darauf, dass etliche Detailregelungen zu den US-Strafzöllen noch nicht vorliegen und die meisten betroffenen Staaten bzw. Institutionen ihre handelspolitischen (Gegen-) Reaktionen erst in der Folge bekanntgeben und verfolgen werden, könnte - in einem Negativszenario - die CRONIMET Mining AG langfristig durch eine protektionistischeren Welthandelspolitik und eine damit eintretende Verlangsamung der weltwirtschaftlichen Dynamik höhere Aufwendungen für einen sicheren Produktabsatz auf sich nehmen müssen, was sich belastend auf die Ergebnislage der CRONIMET Mining AG auswirken würde. f. Entwicklung der Tochtergesellschaften Zangezur Copper and Molybdenum Combine CJSC (ZCMC) Die ZCMC wurde im Geschäftsjahr 2005 mit einem Anteil von 60,0001% erworben und stellt das größte Investment bzw. die größte Konzerngesellschaft der CRONIMET Mining AG dar. Die Gesellschaft betreibt im Tagebau die mit Ressourcen von knapp 2 Mrd. Tonnen 10 größte Kupfer- und Molybdänmine in Armenien und verarbeitet das geförderte Erz direkt an der Mine zu Konzentraten. Das Armenien-Engagement der CRONIMET Mining AG stellt nicht nur einen bedeutenden Faktor für die Rohstoffsicherheit der gesamten CRONIMET-Mining-Gruppe dar, sondern determiniert auch wesentlich ihr Geschäftsergebnis.
10 Gemäß neuster Ressourcenberechnung
auf Basis des kanadischen Standards NI-43-101
Sowohl die Investitionsmaßnahmen in die Kapazitätserweiterung als auch die kontinuierliche Optimierung des Abbauplans, die seit 2015 ihren Fokus auf den Abbau von Erzen mit höheren Kupfergehalten legt, haben im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgreich zu gestiegenen Produktionsmengen und gesunkenen variablen Produktionskosten - und damit zu einem deutlichen Ergebnissprung - beigetragen. So hat sich die Menge an geförderten Erzen ("Extracted Ore") um 0,86 Mio. Tonnen auf 21,76 Mio. Tonnen in 2017 erhöht; überproportional dazu konnte die abgesetzte Menge an Kupferkonzentraten auf 287.476 Tonnen (2016: 235.970 Tonnen) gesteigert werden. Diese Erhöhung um ca. 22% reflektiert neben der gesteigerten Bergbauproduktion v.a. die enorme Verbesserung der kupferbezogenen Ausbringungsrate, die von 83% im Jahr 2016 auf ca. 90% in 2017 anstieg. Die produzierte Menge an Molybdänkonzentrat verringert sich 2017 hingegen leicht auf 10.032 Tonnen (2016: 10.802 Tonnen), trotz der gestiegenen Ausbringungsquote von Molybdän von 81,2% (2016) auf 84,6%. Grund hierfür war die bergbauseitige Fokussierung auf kupferreicheren Erzschichten. Die im Verlauf des Geschäftsjahres 2017 eingesetzten Investitionsmittel im Umfang von mehreren Zehn-Millionen-US-Dollar zielten insbesondere darauf ab, die Effektivität und Effizienz der Mine (inkl. Aufbereitung) weiter zu steigern und das Nachhaltigkeitsniveau der Mine weiter zu erhöhen. Zu den größten Einzelmaßnahmen zählten (i) die bauliche Implementierung langfristig ausgerichteter Wasserdrainagesysteme im Tagebaubereich, (ii) diverse Ersatzinvestitionen im Bereich der Bergbauflotte, (iii) Neubauten für die Flottenwerkstatt und die Bergbauadministration, (iv) die Instandhaltung und Kapazitätserweiterung der Tailing-Pipelines und -Dämme und (v) der Einbau neuer Druckfilter- und Pumpsysteme im Aufbereitungsbereich. Auch im Jahr 2017 stand die nachhaltige Entwicklung der Sozial- und Umweltkomponenten im Mittelpunkt der operativen Tätigkeit der ZCMC. Für spezifische Entwicklungsprogramme wurden daher mehrere Millionen US-Dollar bereitgestellt bzw. eingesetzt. Somit ist die CRONIMET Mining AG auch im abgelaufenen Geschäftsjahr ihrer sozialen und umweltbezogenen Verantwortung wieder vollumfänglich nachgekommen. Ler-Ex Ltd. Die im Jahr 2012 von der ZCMC erworbene Gesellschaft Ler-Ex Ltd., die in unmittelbarer Nähe der ZCMC- eine Kupfer- und Molybdänlagerstätte besitzt, hat in 2014 die bis dato auf einer Verarbeitung der im Zuge der Exploration gewonnenen Erze beruhenden Produktion aufgrund der Marktpreisentwicklung und Kostenstruktur eingestellt und ihren Fokus ausschließlich auf die Fortsetzung des Explorationsprogramms gelegt. Aufgrund der preislichen Verwerfungen auf den internationalen Rohstoffmärkten wurde das Explorationsprogramm 2015 auf ein Minimum reduziert. Durch die Konzentration der armenischen Investitionstätigkeiten auf die ZCMC als wichtigste Konzerngesellschaft der CRONIMET Mining AG, welche nach den rezessiv-depressiven (Rohstoffwirtschafts-) Jahren 2013 bis 2016 erhebliche Investitionsbedarfe aufwies, wurde die Lagerstätte Ler-Ex seit 2016 nicht weiterentwickelt. Mit einer Neuauflage eines umfassenden Explorationsprogramms ist nach derzeitigen Erkenntnis- und Planungsstand nicht vor dem Jahr 2019 zu rechnen. CRONIMET Chrome SA (Pty) Ltd. (CCSA) Die im Jahr 2008 gegründete Holdinggesellschaft CCSA repräsentiert mit ihren Tochtergesellschaften den strategischen Aufbau der Bergbau-, Verarbeitungs- und Handelsaktivitäten von Chrom und Ferro-Chrom in Südafrika. Die CCSA gehört zu 100% der CRONIMET Mining AG. Die Chromerzmine der CCSA Gruppe befindet sich nahe der Stadt Northam in der südafrikanischen Provinz Limpopo im Western Limb des Bushfeld-Komplexes, das mit einem Gehalt von bis zu 44% Chromit im Erz zu den größten bekannten Chromerzvorkommen der Welt gehört. CRONIMET Chrome Mining SA (Pty) Ltd. (CCMSA) Die nachgewiesenen Reserven der Tochtergesellschaft CRONIMET Chrome Mining SA (Pty) Ltd. (CCMSA) belaufen sich auf ca. 30 Mio. Tonnen LG6 und ca. 36 Mio. Tonnen MGs mit PGMs 11
11 Platinum Group Metals: ruthenium, rhodium,
palladium, osmium, iridium and platinum
Im Geschäftsjahr 2017 produzierte die CCMSA 227.931 Tonnen an Chromkonzentrat mit einem Durchschnittsgehalt von 41,7% Chromit ((Fe Mg) Cr 2O 4). Effizienzsteigerungen und die Fertigstellung und Inbetriebnahme von neuen Komponenten der Aufbereitungsanlage führten zu einer durchschnittlichen Monatsproduktion i.H.v. 19.500 Tonnen. Die Betriebsbedingungen werden sich auch in 2018 verbessern, so dass für das laufende Geschäftsjahr mit einer monatlichen Chromkonzentratproduktion i.H.v. 25.000 Tonnen gerechnet wird. In 2017 wurden die folgenden Sachinvestitionen durchgeführt und in Betrieb genommen: (i) Neuer Primärbrecher, (ii) Erweiterung der Aufbereitungsrückstandshalde, (iii) neue Stromgeneratoren, (iv) neue Tagebauschale und (v) zusätzliche Wendelrutschen. Der Bergbaubetrieb wurde in 2017 teilweise in ein neues Abbaugebiet verlegt und eine neue Tagebauschale aufgeschlossen. Die Bergbauplanung ist auf eine monatliche Chromerzproduktion von 60.000 Tonnen ausgelegt. Die Roherzqualität hat sich ebenfalls bei 31% Chromit ((FeMg) Cr 2O 4) stabilisiert. Für das dritte Quartal 2018 ist ein weiteres neues Abbaufeld geplant. Insgesamt beträgt die Laufzeit des Tagebaubetriebes - auf aktueller Marktpreisbasis - ca. 12 Jahre. Die Bergbau- und Aufbereitungsbetriebskosten haben sich in 2018 verringert. Die Geologie- und Lagerstättenkenntnisse haben sich in 2017 weiter verbessert und eine neue kurz- und langfristige Bergbauplanung wurde eingeführt. Weitere Testprogramme und Analysen der Wendelrutschenanlage sind geplant, um die Aufbereitungsparameter weiter zu verbessern. Zudem wurde der Betrieb der Aufbereitungsanlage an einen Dienstleister ausgelagert, um zusätzliches Fachwissen zu bündeln und weitere Optimierungspotentiale zu erschließen. Seit August 2017 ist darüber hinaus eine Pilotanlage zur PGM-Aufbereitung in Betrieb. Diese zweistufige Flotationsanlage wird bis Ende April 2018 betrieben, um Daten zu generieren, auf dessen Basis eine Investitionsentscheidung für eine kommerzielle PGM-Aufbereitung getroffen werden kann. Ziel ist es, ein marktfähiges Platingruppen-Konzentrate "4E" herzustellen. Mit den umfangreichen Anlagen- und Labortests wird die optimale Anlagenkonstellation unter Einbeziehung neuester Aufbereitungstechnologien ermittelt. Die Machbarkeitsstudie soll Mitte 2018 vorliegen. Für 2018 ist zudem die Installation einer nachgeschalteten (Sekundär-) Aufbereitungsanlage vorgesehen, in der die Rückstände der primären Wendelrutschenanlage erneut aufgemahlen und zu einem marktfähigen Chromkonzentratprodukt aufbereitet werden sollen. Diese Investitionsmaßnahme kann die Monatsproduktion bei sehr niedrigen Betriebskosten erhöhen. CRONIMET Metal Trading FZE (CMT Dubai) Die CMT Dubai gehört seit Juli 2011 zum Verbund der CRONIMET-Mining-Gruppe und ist eine 100%-Beteiligung der CRONIMET Mining AG. Die in Dubai ansässige Gesellschaft handelt v.a. mit mineralischen Erzen und (Erz-) Konzentraten. Der Schwerpunkt der Handelstätigkeiten lag 2017 in der Vermarktung von Chromerzkonzentraten, insbesondere solchen aus der Produktion der CCMSA. In dieser Funktion konnte die CMT Dubai in 2017 eine Handelsmenge von ca. 170.000 Tonnen (2016: ca. 138.000 Tonnen) realisieren. Der Vertrieb erfolgt im Wesentlichen an Abnehmer außerhalb der Europäischen Union. CRONIMET Central Africa AG (CCA) Die in der Schweiz ansässige Konzerngesellschaft CCA vermarktet mineralische Primärrohstoffe, die sie von ihrer ruandischen Tochtergesellschaft Minerals Supply Africa Ltd. (MSA) bezieht. Ende 2017 hat die CRM-Gruppe Ihren bisherigen 60%-Anteil durch eine Kapitalerhöhung aufgestockt und hält nun 99,5% der Anteile. Im Geschäftsjahr 2017 wurden insgesamt 1.434 Tonnen (2016: 1.453 Tonnen) Zinn-, Tantal- und Wolframkonzentrate gehandelt. Das Geschäft konnte somit stabil gehalten werden. Sowohl die MSA als auch die CCA verpflichten sich von jeher den strengen Regularien der 'ITRI Tin Supply Chain Initiative' (iTSCi-Initiative) sowie der 'OECD Due Diligence Guidance for Responsible Supply Chains of Minerals from Conflict-Affected and High-Risk Areas' (OECD-Richtlinie). Nach der Annahme der 2010 in Kraft getretenen OECD-Richtlinie als maßgebliches Unternehmens-Richtwerk ist die CCA-Gruppe auch in 2017 ihrer Vorreiterrolle gerecht geworden, u. a. als aktives Mitglied der sogenannten "OECD Interim Governance Group". Mit dem "Know your Suppliers and Due Diligence"-Programm kommt die MSA zudem ihrer (Selbst-) Verpflichtung zur Durchführung von angekündigten wie unangekündigten Kontrollen bei ihren Lieferanten sowie Risikoanalysen gemäß den OECD- und iTSCi-Richtlinien nach. Die damit verbundenen Aufgaben werden nicht nur von branchen- und landeskundigen Mitarbeitern der MSA, sondern auch von internationalen Spezialisten wahrgenommen. Das wirtschaftliche Handeln der MSA ist vom Grundsatz der Transparenz (in Form eines lückenlosen Herkunftsnachweises) sowie vom Grundsatz der Einhaltung ethischer Standards bestimmt. Darüber hinaus wurde die MSA - wie auch die CCA - von unabhängigen Prüfungsgesellschaften hinsichtlich der Umsetzung bzw. Einhaltung der beschlossenen Transparenzinitiativen, Ethikstandards sowie Vorsorgemanagement-Richtlinien auditiert. Die MSA bezog auch im Jahr 2017 nur solche Waren mit Ursprung Ruanda, die den Anforderungen der iTSCi-Initiative sowie der OECD-Richtlinie gerecht wurden. Die (bezugsseitige) Fokussierung auf den ruandischen Primärrohstoffsektor hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr fortgesetzt. CRONIMET Metal Trading AG (CMT) Die seit Oktober 2009 zum Konzernverbund gehörende Schweizer Gesellschaft CMT hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 3.000 Tonnen Ferro-Molybdän (2016: 2.800 Tonnen) vermarktet. Der Anteil an Jahresverträgen im Handel mit Ferro-Molybdän lag mit 77% (2016: 72%) leicht oberhalb des Vorjahreswertes. International Base Metal Trading AG (IBMT) Die im Dezember 2010 in Steinhausen (Schweiz) gegründete IBMT war im Jahr 2017 ausschließlich im Bereich des Handels von Kupferkonzentraten tätig. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 44.298 Tonnen (2016: 39.676 Tonnen) vermarktet. CRONIMET Mining, Minerals and Metals AG (CMMM) ehemals CRONIMET Mining Services AG (CMS) Die CMMM ist im abgelaufenen Geschäftsjahr durch Umbenennung und Änderung des Geschäftszwecks aus der CRONIMET Mining Services AG hervorgegangen. Neben Beratungsleistungen in den Fachdisziplinen Geologie, Bergbau, Aufbereitung und seit 2015 auch in den Bereichen Umwelt- und Arbeitsschutz erbringt die CMMM inzwischen auch Beratungs- und Dienstleistungen im Kontext von Aufbereitungsprojekten, derzeit vor allem in Ruanda in enger Kooperation mit der CCA-Gruppe. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde eine Aufbereitungsanlage für Tantalkonzentrat in Ruanda realisiert und weitere Projekte zur Umsetzung in den kommenden Monaten vorbereitet. CRONIMET Mining Energy AG (CME) Die im Jahr 2012 gegründete und in der Schweiz ansässige CME, an der die CRONIMET Mining AG zu 75% beteiligt ist, bündelt die Aktivitäten der CRONIMET-Mining-Gruppe im Energiesektor. Die CME ist mit ihren weltweit agierenden Tochtergesellschaften im Bereich der Planung, Entwicklung, Finanzierung, des Baus und Betriebs sowie der Wartung und Optimierung von innovativen Energielösungen und erneuerbaren Energieerzeugungsanlagen tätig. Die drei wesentlichen Kundensegmente umfassen die Bereiche Mining, Industry und Public. Die weltweiten Projektentwicklungs-, Ingenieurbüro- und Bautätigkeiten sowie das operative Projektmanagement werden im Geschäftsbereich Energy von der spezialisierten Gruppengesellschaft CRONIMET Mining Power Solutions GmbH (CRMPS) mit Sitz in Unterhaching ausgeführt und verantwortet. An der CRMPS ist die CME seit 2013 mit 51% beteiligt. Im Geschäftsjahr 2017 hat die CRMPS in Namibia eine 3,8-Megawatt-Photovoltaik-Anlage bis zur Genehmigungs- und Baureife entwickelt und anschl. auch baulich fertiggestellt. Die PV-Anlage wurde im Bezirk Arandis im Südwesten Namibias errichtet und wird für mind. 25 Jahre ca. 9 Mio. kWh pro Jahr ins Stromnetz einspeisen. Der namibische Energieversorger 'Erongo Regional Electricity Distributor (Pty) Ltd' hat den PV-Park im Jahr 2016 ausgeschrieben und nach Abschluss des Bieterverfahrens einem Konsortium zugeteilt, an dem die CRMPS beteiligt ist. Die CRMPS und ihr namibischer Joint-Venture-Partner 'O&L Energy (Pty) Ltd. 'haben bereits in 2016 die Joint-Venture- Gesellschaft 'OLC Solar Energy Corporation' (OLC) gegründet. Ziel dieses Unternehmens ist es, einerseits den Anteil erneuerbarer Energien in Namibia zu erhöhen und andererseits zum Geschäftserfolg der Joint-Venture-Partner beizutragen. Die CRMPS hat im Geschäftsjahr 2017 zudem ihr erstes PV-Kraftwerk im "Hospitality"-Sektor in Namibia installiert. Baubeginn für das Projekt "Midgard" (126 Kilowatt Nennleistung) war im November 2017; bereits Ende Dezember 2017 wurde der Bau abgeschlossen. Die Anlage wurde auf dem Gelände der von der Ohlthaver & List (O&L) befindlichen Freizeitanlage "Midgard Lodge" im Midgard Estate in Namibia in Betrieb genommen. Die Anlage wird nicht nur Stromkosten der Lodge durch die Abdeckung des gesamten Tagesbedarfs sondern auch die CO 2-Emissionen erheblich senken. Das Projekt ist das erste von zwei weiteren geplanten Projekten im Tourismusbereich in Namibia. Gleichzeitig ist das Projekt die erste Demonstrationsanlage für den technischen Know-how-Transfer, die Ausbildung am Arbeitsplatz und berufsbildende Workshops im Erneuerbaren-Energien-Sektor im Rahmen des "developpp.de-Projektes", welches die CRMPS seit 2016 mit der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) durchführt. Mit der Planung und Umsetzung weiterer PV-Projekte in Namibia, sowohl im Kundensegment Public als auch im bedeutsamen Kundensegment Mining, wurde die strategische Partnerschaft mit dem JV-Partner 'O&L Energy' weiter vertieft und somit die Voraussetzungen für weitere Projektentwicklungen in Namibia geschaffen. Die im Jahr 2012 auf dem Gelände der CCMSA in Südafrika in Betrieb genommene PV-Anlage der CME SA hat auch im abgelaufenen Geschäftsjahr mit ihrer Nennleistung von 1 Megawatt zur Versorgung der Chrommine der CCMSA mit regenerativer, zuverlässiger und kosteneffizienter Energie beigetragen. Die Stromerlöse bewegten sich dabei leicht über Plan- und Vorjahresniveau. Der geplante Baubeginn für die drei PV-Kraftwerke im Rahmen des südafrikanischen "SIPP"-Programms, für welches die CRMPS den Zuschlag zur Realisierung mit einem Gesamtvolumen von 15 Megawatt erhalten hat, wurde im Jahr 2017 durch das Energieministerium und den staatlichen Energieversorger Eskom aufgrund der politischen Krisen in Südafrika verzögert. Die CRMPS rechnet mit der Finanzierung des Projektes und einem Baubeginn im Laufe des Jahres 2018. CRONIMET Mining Processing AG (CMP Hold) Im November 2013 wurde die CMP Hold als geschäftsleitende (Zwischen-) Holdinggesellschaft des Geschäftsbereichs Processing mit Sitz in der Schweiz gegründet; die CRONIMET Mining AG hält an dieser Gesellschaft einen Aktenanteil i.H.v. 70%. Als Tochtergesellschaft der CMP Hold wurde im März 2014 die Specialized Metallurgical Projects AG (SMP), ebenfalls am Standort Steinhausen (CH), gegründet. Nach Einbindung von Geschäftspartnern ist die CMP Hold noch mit 51% an der SMP beteiligt. Im Jahr 2015 nahm die Advanced Specialised Metallurgical Projects (Pty) Ltd. (ASMP), die seit 2014 als Tochtergesellschaft der SMP zur CRONIMET-Mining-Gruppe gehört, ihre operative Projektentwicklungs- und Beratungstätigkeiten im Bereich der mineralischen Aufbereitung und Wiederaufbereitung, insbesondere von Schlacken- und Bergbauhalden, auf. Im Jahr 2016 erfolgte im Rahmen einer Diversifizierung eine Umfirmierung innerhalb der CMP-Gruppe. Seither firmiert die SMP unter dem Namen CRONIMET Mining Processing Switzerland AG (CMP CH) und die ASMP unter dem Namen CRONIMET Mining Processing SA (Pty) Ltd. (CMPSA). Hauptzweck der Geschäftseinheit Processing ist die weltweite Aufbereitung von Metall- und Erzrückständen, z.B. aus bestehenden Bergbau- oder Schlackenhalden. Der Fokus des projektgetriebenen Geschäfts liegt auf Regionen im südlichen Afrika, auf dem nordamerikanischen Subkontinent sowie in Ost- und Südeuropa. Mit der Gründung der CRONIMET Mining Processing US Inc. im Juli 2015 wurde ein weiterer Schritt zur internationalen Diversifizierung der CMP-Gruppe unternommen. Die 2015 initialisierten USA-Projekte wurden bis Ende 2017 zur Genehmigungs- und Umsetzungsreife entwickelt und sollen im Laufe des zweiten Quartals 2018 in die Produktionsphase übergehen. Neben der Weiterentwicklung von Produktionsstätten zur Nickelerz- und Kupferschlackenaufbereitung konnte 2017 die Planung und Konzipierung weiterer Aufbereitungsanlagen inner- und außerhalb der CRONIMET-Mining-Gruppe vorangetrieben werden, so dass die CMP-Gruppe mit einer umfangreichen Projektpipeline ihren Expansionskurs 2018 weiter fortsetzen wird. In 2018 werden verschiedene Aufbereitungsprojekte in den USA, in Portugal, Südkorea und Armenien in die Betriebsphase eintreten. Dabei werden marktfähige Endprodukte sowohl an CRONIMET-interne Kunden als auch an externe Partner geliefert. g. Finanzierungsmaßnahmen Der Finanzbedarf der CRONIMET Mining AG wird zu einem ganz maßgeblichen Teil aus der Innenfinanzierung der CRONIMET-Mining-Gruppe gedeckt. Darüber hinaus stehen für die Finanzierung des Umlaufvermögens bilaterale Bankkredite zur Verfügung. Die zinstragenden Finanzverbindlichkeiten belaufen sich zum Stichtag auf EUR 26,2 Mio. (2016: EUR 21,1 Mio.) und spiegeln neben der Finanzierung des handelseigenen Umlaufvermögens die Finanzierung von Tochtergesellschaften wider. Die marktüblichen Finanzkennzahlen bewegen sich insgesamt auf einem der Geschäftstätigkeit entsprechenden akzeptablen Niveau. Das sogenannte 'Gearing', das Verhältnis von Netto-Finanzverbindlichkeiten zu Eigenkapital, gibt Rückschluss auf die Struktur der Finanzierung. Dieses ist von 10,6% im Vorjahr auf 13,1% in 2017 angestiegen und bewegt sich auf einem weiterhin vergleichsweise niedrigen Niveau. Der Verschuldungsgrad, das Verhältnis von Netto-Finanzverbindlichkeiten zum EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Finanzergebnis und Abschreibungen), reflektiert die Entschuldungsfähigkeit aus den Erträgen des Unternehmens. Während dieser in 2016 noch bei einem Faktor von 8,9x lag, ist der Verschuldungsgrad in 2017 aufgrund des aus dem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb resultierenden, negativen EBITDA unzulänglich. Berücksichtigt man hingegen das positive Nettozinsergebnis als Spiegelbild der finanzseitigen Unterstützung von Tochtergesellschaften der CRONIMET Mining AG, so wäre in Erweiterung der EBITDA-Definition um dieses "geschäftsgewöhnliche" Nettozinsergebnis eine immerhin positive, wenn auch vergleichsweise schwache, Entschuldungsfähigkeit gegeben. Das Verhältnis von EBITDA zum Zinsergebnis macht die Abdeckung desselben deutlich. Da in 2017 wie bereits im Vorjahr die Zinserträge die Zinsaufwendungen übersteigen, ist die Abdeckung mehr als gegeben. Liquidität war bei der CRONIMET Mining AG während der gesamten Berichtsperiode ausreichend vorhanden. Das Unternehmen konnte seinen Zahlungsverpflichtungen jederzeit in vollem Umfang nachkommen. h. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind ein wesentlicher Faktor des Unternehmenserfolgs der CRONIMET Mining AG und ihrer Tochtergesellschaften. Die Personalstrategie ist darauf ausgerichtet, die Umsetzung der Unternehmensstrategie zu unterstützen und die dafür erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen. So investieren wir kontinuierlich in die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter und legen Wert auf eine leistungsgerechte Entlohnung, die umfangreiche Sozialleistungen mit beinhaltet. Zur Rekrutierung neuer Mitarbeiter bieten wir u.a. Werkstudenten- und Praktikumsplätze an und betreuen zudem Abschlussarbeiten (z.B. Bachelor-, Master- oder Diplomarbeiten). Darüber hinaus ist die CRONIMET Mining AG schon seit mehreren Jahren nach der DIN EN ISO 9001 zertifiziert und hat auch im Jahr 2017 wieder erfolgreich das Zertifikat für die Umsetzung des Qualitätsmanagementsystems ("QMS") erhalten. Zu Beginn des Jahres 2017 wurde zudem das Qualitätsmanagementhandbuch nach den Erfordernissen der neuen DIN EN ISO 9001 - 2015 erstellt; Hauptinhalte des QMS sind (i) Nachweise und Erfordernisse der externen und internen Ziele, sowohl für die Geschäftsführung als auch für die Mitarbeiter, (ii) Nachweis der Weiterbildungsmaßnahmen und (iii) Kunden- und Lieferantenbefragungen. Eine weitere Säule zur Strukturstärkung und Effizienzsteigerung ist die nunmehr seit zwei Jahren erfolgreiche Umsetzung des Projektmanagements auf Ebene der CRONIMET Mining AG und seiner Konzerngesellschaften. 2015 wurde mit der Erstellung und Einführung des Projektmanagementhandbuchs die Weichen gestellt, um ein effektives und effizientes Projektmanagement auf Konzernebene zu etablieren. Das Projektmanagement wird seither stetig weiterentwickelt und operativ eingesetzt. 2. Voraussichtliche Entwicklung und Hinweise auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen EntwicklungDie Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit liegen im Jahr 2018 einerseits in der Umsetzung von ergebnis- und liquiditätsstärkenden Maßnahmen auf Ebene der CRONIMET Mining AG und andererseits in der fortwährenden Erhöhung der Minen- und Aufbereitungskapazitäten in Südafrika und Armenien und der damit verbundenen weiteren Stärkung des Produktportfolios durch das Chromkonzentrat, in der Steigerung der Umsatzerlöse im Handel mit gruppeneigenen als auch fremden Erzen und Konzentraten sowie in der Fortsetzung der technischen Modernisierung und Optimierung der ZCMC. Die Steigerung der Produktions- und Ausbringungsmenge und die Sicherung der Rohstoffversorgung genießen somit auch im neuen Wirtschaftsjahr zentrale Priorität. Darüber hinaus steht die strategische und projektbezogene Weiterentwicklung der beiden 2013 gegründeten Geschäftsbereiche Energy und Processing im Fokus, im Energiebereich vor allem im Hinblick auf neue PV-Kraftwerksprojekte in Namibia und Südafrika. Durch eine effektive und interdisziplinäre Verzahnung aller vier Geschäftsbereiche sollen erweiterte Marktpotentiale genutzt und dadurch Mehrwerte für die Kunden und Geschäftspartner der CRONIMET Mining AG geschaffen werden. Ein weiterer Schwerpunkt verbindet sich mit der sukzessiven Weiterentwicklung unseres Corporate-Governance-Systems, welches als Einzelsegmente Compliance, Risikomanagement und Sustainability umfasst. Für 2018 ist u.a. eine IT-basierte Professionalisierung des Risikomanagements und des konzernweiten Dokumentenmanagements geplant. Im Bereich Compliance liegt der Schwerpunkt in der Einführung und Etablierung neuer Compliance-Standards und damit verbundener Maßnahmen. Der Internationale Währungsfonds erwartet für 2018 ein globales Wachstum von +3,9%, wobei für Europa ein Wachstum von +2,2% und für die USA von +2,7% unterstellt wird. 12 Für die Eurozone sieht der IWF ein Wachstum von +2,2 % für das aktuelle Jahr, was sich 2019 dann auf +2,0 % abschwächen soll. Die positive Entwicklung ist allerdings auch mit Risiken belegt. So muss laut IWF, Europa verstärkt daran arbeiten, seinen Bankensektor zu stabilisieren. In den USA sollte die Wirtschaftsleistung um +2,7 Prozent in 2018 zunehmen, nach +2,3 Prozent im Vorjahr. Japan prophezeien die Experten +1,2 Prozent Wachstum, nach +1,8 Prozent in 2017 und China +6,6 Prozent, nach +6,8 Prozent 2017. 13 Positive Einflüsse auf das tatsächliche Wirtschaftswachstum werden insbesondere den Folgen der US-amerikanischen Steuerreform, der seit 2017 wieder stärker wachsenden Volkswirtschaften der Europäischen Union und der nach wie vor hohen Wachstumsdynamik der chinesischen Volkswirtschaft zugeschrieben. Das weitaus größte Risiko für die Weltwirtschaft geht derzeit vom sich abzeichnenden - in seiner konkreten Auswirkung aber noch nicht quantifizierbaren - (Welt-) Handelskonflikt aus, der durch die im März 2018 seitens der US-Administration verhängten Strafzölle initiiert und inzwischen durch Gegenmaßnahmen der chinesischen Regierung weiter verschärft worden ist. Sollte der weltweite Handelskonflikt eskalieren, ist mit einer spürbaren Verlangsamung des Weltwirtschaftswachstums sowie mit Einschränkungen im weltweiten Warenaustausch zu rechnen. Im Gegensatz dazu gehen führende Wirtschaftsinstitute und Institutionen davon aus, dass die negativen Folgen des "Brexit" aufgrund der inzwischen ausgehandelten Übergangszeit bis Ende 2020 deutlich milder ausfallen werden als anfänglich befürchtet. Rohstoffexperten gehen im Jahresverlauf 2018 von weiter steigenden Marktpreisen aus, bedingt durch eine erhöhte Weltwirtschaftsleistung, eine zunehmende Primärrohstoffnachfrage (u.a. aus China und den USA) und Marktdefizitlagen auf diversen Rohstoffmärkten. Für die Edelstahlherstellung wird nach ersten Einschätzungen für 2018 eine um ca. 3,5% erhöhte Produktion von ca. 49 Mio. Tonnen erwartet. Dieses Wachstum soll insbesondere in China, Japan und den USA generiert werden 14.
12 Vgl. Internationaler Währungsfonds,
"World Economic Outlook Update", 22.01.2018
Dem dynamischen Marktumfeld, mit dem sich nicht nur die CRONIMET Mining AG sondern die gesamte internationale Rohstoffbranche weiterhin konfrontiert sieht, stehen wir mit den erfolgreich durchgeführten Effizienz- und Effektivitätssteigerungsprogrammen der vergangenen Jahre, unserer guten internationalen Vernetzung sowie langjährigen Expertise im Handel mit Primärrohstoffen gegenüber. Wir gehen davon aus, die abgesetzten Mengen auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2017 halten oder gar steigern zu können. In Kombination mit der Erwartung weiter steigender Preise und damit einhergehenden Umsatzsteigerungen blicken wir für das Jahr 2018 grundsätzlich optimistisch in die Zukunft, ohne die Risiken eines sich verschärfenden Welt-Handelskonflikt auszublenden. Hinsichtlich der künftigen Unternehmensentwicklung sind auf keine Bestandsgefährdungspotentiale bezüglich eines sich langfristig abzeichnenden Vermögensverlustes hinzuweisen. Die Unternehmensgruppe kann auf Basis von - den Geschäftsumfängen entsprechenden - Bankfinanzierungen und der unternehmensinternen Liquiditätsgenerierung ihren Zahlungsverpflichtungen auch zukünftig nachkommen. Eine Überschuldung oder sonstige Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht anzuzeigen. 3. Sonstigesa. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Es waren keine Vorgänge von besonderer Bedeutung zu verzeichnen, welche zentralen Einfluss auf die zum Stichtag dokumentierte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die zukünftige Entwicklung haben. b. Risikomanagement Im Jahr 2016 wurde begonnen, ein neues konzernweites Risikomanagementsystem zu implementieren mit dem Ziel, bestehende Risikomanagementprozesse innerhalb einzelner Konzerngesellschaften und auf der Gruppenebene zu standardisieren. Die für die Entwicklung der CRONIMET Mining AG wesentlichen Risikofaktoren werden auf Basis von Quartalsberichten einzelner Geschäftsbereiche fortlaufend verfolgt und bewertet. Nach einer umfassenden Marktrecherche wurde im 2. Quartal 2017 eine neue Risikomanagementsoftware erworben, die neben diverser Risikomanagementtools auch ein IKS-Tool (internes Kontrollsystem) und ein Compliance-Tool beinhaltet. Somit werden die gegebenen Schnittstellen zwischen dem Risikomanagement, dem Controlling und dem Compliance-System beachtet und vorhandene Synergien genutzt. Die neue Software wurde bis Ende 2017 sukzessive in der gesamten Unternehmensgruppe implementiert und hat somit das Risikomanagement der CRONIMET Mining AG auf ein neues professionelles Niveau gebracht. Für das Jahr 2018 ist die vollständige Aktualisierung im Hinblick auf die Risikoberichte der Konzerneinheiten innerhalb der Risikomanagement-Software geplant. Außerdem ist eine Weiterentwicklung der Risikomanagement-Software in Bezug auf die quantitative Bewertung ("Value-at-Risk"-Ansatz) bis hin zur Monte-Carlo-Simulation vorgesehen.
Die zunehmende Volatilität der Rohstoffpreise und die hohe Preissensitivität stellen hinsichtlich der Ertragslage der Gesellschaft wie auch der Gruppe ein potenzielles Risiko dar. Bei den produktiven, erzfördernden Gesellschaften der Unternehmensgruppe werden - soweit vorhanden - börsenseitige Sicherungsmöglichkeiten genutzt, insbesondere dann, wenn die geplante Unternehmensentwicklung aufgrund der aktuellen Preisentwicklung gefährdet scheint. Mit kontinuierlicher Effizienzsteigerung der Produktionsprozesse und Optimierung der Ausbringungsmenge wird dem Risiko der Preissensitivität zusätzlich vorgebeugt. In den Handelsgesellschaften werden Preisrisiken entweder aufgrund entsprechender Preisfixierungen und/oder gleichlaufender Quotierungsperioden im Ein- und Verkauf im Wesentlichen ausgeschlossen oder durch Terminkontrakte eliminiert.
Die Umsätze der CRONIMET Mining AG als auch ihrer Konzerngesellschaften sind überwiegend in US-Dollar bzw. basieren auf diesem durch die Notierung der Rohstoffpreise, während die Produktionskosten in der jeweiligen Landeswährung anfallen. Soweit Umsätze nicht durch einen aufwandsbezogenen "natural hedge" gedeckt sind, werden diese durch Finanzinstrumente gesichert. Voraussetzung dafür ist die freie Konvertierbarkeit der jeweiligen Währung sowie freie Sicherungslinien.
Die CRONIMET Mining AG ist mit ihren Tochtergesellschaften in Armenien, Zentralafrika und Südafrika in Ländern aktiv, die aufgrund von komplexen politischen Verhältnissen durch eine erhöhte Risikovolatilität gekennzeichnet sind. Wir begegnen dieser mit dem Aufbau eigener kompetenter Managementteams vor Ort und einer intensiven, transparenten und engen Zusammenarbeit mit den entsprechenden Behörden und Kommunen.
Die Unternehmensgruppe kann auf Basis von - den Geschäftsumfängen entsprechenden - Bankfinanzierungen, der unternehmensinternen Liquiditätsgenerierung und den erwirtschafteten Eigenmitteln ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Dennoch sind - einerseits in Folge der rezessiv-depressiven Rohstoffwirtschaftsjahre 2013-2016 und andererseits im Hinblick auf die grundsätzlichen Volatilitäten der weltweiten Rohstoff- und Finanzwirtschaft - liquiditätsbezogene Risiken vorhanden, denen die CRONIMET Mining AG u.a. mit einem professionellen Risikomanagementsystem, einer konzernweiten Liquiditätsplanung sowie präventiven Maßnahmen (insbesondere im Hinblick auf Finanzierungsalternativen) begegnet.
Die CRONIMET Mining AG setzt sich gezielt für Nachhaltigkeit ein, um die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu stärken und das ökonomische Handeln mit der Förderung ökologischer und sozialer Ziele zu verbinden. Jegliche Produktionsverfahren und Standards für die Rohstoffgewinnung haben mindestens den gesetzlichen Mindestanforderungen zu entsprechen oder diese zu übertreffen. Die CRONIMET Mining AG und ihre Konzerngesellschaften orientieren sich hierbei an international anerkannten Umwelt- und Arbeitssicherheitsstandards, unter anderem an den Vorgaben der "IFC Guidelines", "ISO 14001" und "OHAS 18001". Im Rahmen der kontinuierlichen Überwachung unserer HSE-Risiken, wurden auch im vergangenen Jahr in den einzelnen Konzerngesellschaften Risikoanalysen auf Matrixbasis durchgeführt. Die bereits bestehenden und teilweise sich im Aufbau befindenden Managementsysteme, welche dem Plan-Do-Check-Act (PDCA) Prinzip folgen, integrieren Verfahren und Prozesse zur Gefahrenerkennung, Personalschulung, Risikoüberwachung, Risikobewertung, Berichterstattung und Kontrollmaßnahmen. Regelmäßige Betriebsbegehungen werden von lokal verantwortlichen Arbeitsschutz-Abteilungen durgeführt; sofern notwendig, werden entsprechende Arbeitsschutzmaßnahmen eingeleitet. Ziel der CRONIMET Mining AG und ihrer Konzerngesellschaften ist die menschengerechte und sichere Gestaltung der Arbeit und des Arbeitsumfeldes und damit das Wohl aller Beschäftigten. Analog zu Arbeitssicherheit, wird auch der Bereich des Umweltschutzes innerhalb der Konzerngesellschaften von internen und externen Experten einer regelmäßigen Prüfung unterzogen. Wie in Managementsystemen generell üblich, beinhaltet auch das Umweltmanagement Planung, Ausführung, Kontrolle und ggfs. Optimierung (PDCA). Ziel ist die Sicherung einer nachhaltigen Umweltverträglichkeit der betrieblichen Produkte und Prozesse einerseits sowie der Verhaltensweisen der Mitarbeiter und Stakeholder andererseits. Die Berichterstattung nach dem international anerkannten Global Reporting Initiative (GRI) Standard wird zur Zeit einer Aktualisierung und Neustrukturierung unterzogen. Im Verlauf des neuen Geschäftsjahres kann mit dem Neubeginn der gruppenweiten Datenaggregation im Nachhaltigkeitsbereich gerechnet werden. c. Verbundene Unternehmen Die CRONIMET Mining AG sowie die mit ihr verbundenen Unternehmen erzielten bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die zu dem Zeitpunkt bekannt waren, zu dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, in jedem Falle eine angemessene Gegenleistung.
Karlsruhe, im März 2018 CRONIMET Mining AG Vorstand Thomas Heil Bilanz zum 31. Dezember 2017AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017
Anhangder CRONIMET Mining AG mit Sitz in Karlsruhe, eingetragen in das Registergericht Mannheim unter HRB 710580.A. Allgemeine Angaben1. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2017 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes erstellt. 2. Die Anhangsangaben sind in der Reihenfolge der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnungs-Posten dargestellt. 3. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurde beibehalten. 4. Abweichungen in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Verhältnis zum Vorjahr im Sinne des § 284 Abs. 2 Nr. 3 HGB liegen nicht vor. B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden5. Die Bewertung erfolgte unter Beachtung der §§ 252 ff. HGB. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden orientieren sich grundsätzlich an den handelsrechtlichen Bestimmungen. Über die angewandten Bewertungsmethoden berichten wir wie folgt: Anlagevermögen 6. Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und - soweit abnutzbar - vermindert um planmäßige Abschreibung bewertet. Soweit abnutzbar werden sämtliche Vermögensgegenstände linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer der einzelnen Anlagegegenstände wurde auf der Basis der steuerlichen AfA-Tabellen gewählt; soweit diese nicht zutreffend waren, nach der voraussichtlich tatsächlichen Nutzungsdauer geschätzt. 7. Im Jahr der Anschaffung/Herstellung des Vermögensgegenstandes wird die Abschreibung analog § 7 Abs. 1 Satz 4 EStG zeitanteilig (pro rata temporis) vorgenommen. 8. Die im Geschäftsjahr zugegangenen geringwertigen Anlagegüter mit Anschaffungskosten von EUR 150,00 bis EUR 410,00 wurden analog der steuerlichen Regelungen in voller Höhe abgeschrieben und gleichzeitig deren Abgang unterstellt. 9. Zur Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Sach- und Finanzanlagen wird auf den Anlagespiegel (3.1) verwiesen. Umlaufvermögen 10. Die Vorräte wurden grundsätzlich zu Anschaffungskosten inklusive Anschaffungsnebenkosten angesetzt; soweit niedrigere Tageswerten zu berücksichtigen waren wurden die Vorräte auf diese abgeschrieben (strenges Niederstwertprinzip). 11. Die Forderungen sind grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Konkretere Risiken im Forderungsbestand werden angemessen berücksichtigt. Es wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf Forderungen gebildet, die gegen Kunden bestehen, die nicht zur CRONIMET-Gruppe gehören. 12. Forderungen in fremder Währung wurden grundsätzlich mit dem Kurs am Tag ihrer Entstehung gebucht. Am Bilanzstichtag werden diese Forderungen entsprechend § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger sind § 253 Abs. 1 Satz 1 und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht anzuwenden. In den Forderungen gegen verbundenen Unternehmen i.H.v. EUR 34.929.804,85 sind Positionen aus einer anderen Bilanzposition ausgewiesen, nämlich EUR 328.486,46 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und EUR 147.826,48 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Passivposten 13. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 50.000,00. Es ist eingeteilt in 50.000 Namensaktien zum Nennbetrag von je EUR 1,00. 14. In die Gesetzliche Rücklage wurden im Geschäftsjahr 2010 EUR 5.000,00 eingestellt. Die gesetzliche Rücklage hat damit die gesetzliche Höhe gemäß § 150 Abs. 2 AktG in Höhe von 1/10-tel des Grundkapitals erreicht. Die Gewinnrücklagen haben sich wie folgt dargestellt entwickelt:
15. Die Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet und bewertet. Der Ansatz erfolgt zum Erfüllungsbetrag. Abzinsungen waren keine vorzunehmen, da Restlaufzeiten bis 1 Jahr angenommen werden. 16. Die Pensionsrückstellungen haben sich wie folgt dargestellt entwickelt:
Den Berechnungen liegen folgende versicherungsmathematischen Annahmen zugrunde:
Im Rahmen der Bewertung der Pensionsrückstellung wurde der Zinssatz auf der Basis eines 10-Jahresdurchschnittes berechnet. Der Unterschiedsbetrag zwischen der 7-Jahres und 10-Jahres Zinsermittlung in Höhe von EUR 458.999,00 unterliegt einer Ausschüttungssperre. Entsprechend § 246 Abs. 2 HGB wurde das verpfändete Deckungsvermögen mit der Pensionsverpflichtung saldiert. Bei dem verpfändeten Deckungsvermögen handelt es sich um eine Rückdeckungsversicherung. Der Aktivwert wurde dem Bilanzwert-Aktivierungsnachweis entnommen; dieser Aktivwert stellt den beizulegenden Zeitwert dar, der ebenfalls identisch mit den Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherung sowie dem steuerlichen Aktivwert ist. Ausweislich des Bilanzwert-Aktivierungsnachweises beträgt der Ertrag aus verpfändeten Rückdeckungsversicherungen EUR 1.937,55. Wegen der Abtretung der Rückdeckungsversicherung und der nach § 246 Abs. 2 HGB gebotenen Saldierung des Bilanzausweises sind ebenfalls die Aufwendungen und Erträge saldiert auszuweisen. Insoweit ist ein saldierter Aufwand in Höhe von EUR 71.507,00 (VJ: EUR 72.857,28) in der GuV-Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthalten. 17. Die Sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
18. Derivate Finanzinstrumente werden in Form von Devisentermingeschäften zur Absicherung von Währungskursrisiken eingesetzt. Zum Bilanzstichtag wurde für die nicht realisierten Verluste eine Drohverlustrückstellung gebildet. Es bestehen folgende Kontrakte zur Absicherung des Währungsrisikos:
19. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert. Es wurde eine Aufzinsung in Höhe von EUR 7.213,49 bei unverzinslichen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr vorgenommen. Ausweis erfolgt in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen". Es wurde der fristenäquivalente Rechnungszinssatz der Deutschen Bundesbank zugrunde gelegt. 20. Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden grundsätzlich mit dem Kurs am Tag ihrer Entstehung gebucht. Am Bilanzstichtag werden diese Verbindlichkeiten entsprechend § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger sind § 253 Abs. 1 Satz 1 und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht anzuwenden. 21. Die vom Gesetz geforderten Angaben zu den Verbindlichkeiten lassen sich aus der nach folgenden Übersicht entnehmen:
Verbindlichkeitenspiegel
In den Verbindlichkeiten gegen verbundenen Unternehmen i.H.v. EUR 15.963.403,74 sind Positionen aus einer anderen Bilanzposition ausgewiesen, nämlich EUR 61.644,61 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und EUR 197.288,41 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. 22. Haftungsverhältnisse bestehen in Form einer gesamtschuldnerischen Haftung für Betriebsmittellinien an Tochtergesellschaften in Höhe von EUR 15.008.755,11 (Stand zum 31.12.2017 in Höhe von EUR 9.230.384,39), in Form von Garantien für Kredite an Tochtergesellschaften in Höhe von EUR 166.478.878,60 (Stand zum 31.12.2017 in Höhe von EUR 142.919.695,33). Weiter besteht eine Bürgschaft in Höhe von EUR 9.100,00 (Stand zum 31.12.2017 in Höhe von EUR 9.100,00) für einen Kredit an eine Tochtergesellschaft. Unter Berücksichtigung der neben der Haftungsübernahme bereitgestellten Sachsicherheiten, der bislang ordnungsgemäßen Engagement-Führung sowie der dem Marktumfeld entsprechenden, positiven Zukunftsaussichten gehen wir aus derzeitiger Sicht nicht von einer Inanspruchnahme der vorgenannten Haftungsverhältnisse aus. Die ZCMC hat im Geschäftsjahr 2015 ein Darlehen bei einem Bankenkonsortium aufgenommen. Zur weiteren Sicherung der Darlehensverbindlichkeit hat die CRONIMET Mining AG dem Bankenkonsortium die Anteile an der ZCMC verpfändet. Mit einer Inanspruchnahme aus der Verpfändung wird zum jetzigen Zeitpunkt nicht gerechnet. Vor dem Hintergrund, dass die Zahlungen der Gesellschaft stets ordnungs- und fristgemäß entrichtet werden konnten und die aktuellen Kennzahlen der ersten Monate 2018 mit den Planzahlen kongruent zueinander stehen, ist eine negative Entwicklung des Geschäftsverlaufs nicht anzunehmen. Darüber hinaus wurde für die CRONIMET Chrome SA (Pty) Limited eine grundsätzliche Finanzierungszusage für die Konzerngesellschaft selbst und für ihre Tochtergesellschaften CRONIMET Chrome Mining SA (Pty) Limited und CRONIMET Chrome Properties (Pty) Limited, insbesondere mit Blick auf das "Mining Work Programme" und den sogenannten "Social and Labour Plan" abgegeben. Vor dem Hintergrund der bislang stets im ausreichenden Maße bereitgestellten (Konzern-) Liquidität für die Bergbau- und Geschäftsaktivitäten in Südafrika sowie unter Würdigung der aktuellen Budget- und Liquiditätsplanungen schätzen wir das mit dieser grundsätzlichen Finanzierungszusage einhergehende Risiko für die CRONIMET Mining als limitiert ein. Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen finanzielle Verpflichtungen p.a. in Höhe von EUR 124.571,72. 23. Latente Steuern wurden gemäß § 274 Abs. 1 HGB gebildet. Die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung wurde vereinfacht mit 15% für Körperschaftsteuer und 15% für Gewerbesteuer, somit insgesamt 30% ermittelt. Die Entwicklung der latenten Steuern ermittelt sich wie folgt:
D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung24. Die Umsatzerlöse aus Warenverkäufen 2017 teilen sich geographisch wie folgt auf:
25. Der Materialaufwand i.H.v. EUR 47.082.266,83 des Geschäftsjahres gliedert sich wie folgt:
26. Der Personalaufwand i.H.v. EUR 2.381.255,97 des Geschäftsjahres gliedert sich wie folgt:
27. In den sonstigen betrieblichen Erträgen i.H.v. EUR 6.267.432,13 sind im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 6.079.470,82 und Erträge aus Versicherungsentschädigung aus Vorjahren in Höhe von EUR 115.133,39 enthalten. 28. Der Aufwand für Steuern vom Einkommen und Ertrag beträgt für die Zeit vom 01.01.-31.12.2017 EUR 373.153,87. Darin enthalten sind Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von EUR 246.681,37, Gewerbesteuer in Höhe von EUR 282.506,50 und Ertrag aus passiven latenten Steuern in Höhe von EUR 156.034,00 enthalten. In den vorgenannten Steuerbeträgen sind Nachzahlungen aufgrund der Feststellungen der Betriebsprüfung für die Jahre 2011-2014 für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von EUR 11.477,33 und Gewerbesteuer in Höhe von EUR 19.944,50 enthalten. Der Aufwand für sonstige Steuern beträgt für die Zeit vom 01.01. - 31.12.2017 EUR 18.516,90. Darin enthalten sind Grundsteuer in Höhe von EUR 1.812,97, KFZ-Steuer in Höhe von 1.613,90 und Nachzahlungen aufgrund der Feststellungen der Betriebsprüfung für die Jahre 2011-2014 für Umsatzsteuer in Höhe von EUR 15.090,03 enthalten. 29. Ergänzungen der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Jahresüberschuss nach § 158 Abs. 1 S. 2 AktG wurden am Ende der Gewinn- und Verlustrechnung vorgenommen. E. Sonstige Angaben30. Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 22 Angestellte beschäftigt. 31. Organmitglieder Zum Vorstand war im Berichtszeitraum bestellt Thomas Heil, Kaufmann, Bruchsal. Günter Pilarsky, Kaufmann, CRONIMET Holding GmbH (Aufsichtsratsvorsitzender) Dr. Rainer Kistner, Ingenieur, selbständig (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender) Prof. Dr. Hermann Wotruba, Univ.-Prof., RWTH Aachen (Mitglied des Aufsichtsrats) 32. An die Mitglieder des Geschäftsführungsvorgangs und an die Mitglieder des Überwachungsvorgangs wurden Gesamtbezüge für die Tätigkeiten im Geschäftsjahr in nachfolgenden Höhen gewährt, wobei die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB teilweise in Anspruch genommen wird:
33. Der Anteilsbesitz wird gem. § 285 Nr. 11 HGB in einer separaten Auflistung gesondert erläutert. 34. Die CRONIMET Verwaltungs GmbH, Karlsruhe, ist Alleinaktionärin der CRONIMET Mining AG, Karlsruhe. Als verbundenes Unternehmen wird die CRONIMET Mining AG, Karlsruhe, in den Konzernabschluss der CRONIMET Verwaltungs GmbH, Karlsruhe, einbezogen. Die CRONIMET Verwaltungs GmbH mit dem Sitz in Karlsruhe, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter HRB 109611 hat uns gem. § 20 Abs. 1, 3, 4 AktG mitgeteilt, dass ihr mehr als der vierte Teil der Aktien unserer Gesellschaft und eine Mehrheitsbeteiligung nach § 16 Abs. 1 AktG an unserer Gesellschaft gehört. 35. Das im Geschäftsjahr für den Abschlussprüfer des Jahresabschlusses erfasste Honorar beträgt für
36. Ergebnisverwendungsvorschlag Der Vorstand der CRONIMET Mining AG wird der Hauptversammlung vorschlagen, den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2017 in Höhe von EUR 532.480,50 wie folgt zu verwenden:
37. Es waren keine Vorgänge von besonderer Bedeutung zu verzeichnen, welche zentralen Einfluss auf die zum Stichtag dokumentierte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die zukünftige Entwicklung haben.
Karlsruhe, im März 2018 CRONIMET Mining AG Vorstand gezeichnet Herr Thomas Heil Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich wie folgt:
Anteilsbesitz
Aufgrund noch nicht vorliegender Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften zum Prüfungszeitpunkt, werden im Nachfolgenden nur die Zahlen für das Jahr 2016 abgebildet. zu 1
aus. zu 2
aus. zu 3
aus. zu 4
aus. zu 5
aus. zu 6
aus. zu 7
aus. zu 8
aus. zu 9
aus. zu 10
aus. zu 11
aus. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der CRONIMET Mining AG, Karlsruhe, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung und Jahresabschluss überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Heidelberg, den 5. April 2018 HSG
Treuhand Heidelberg GmbH
Dipl.-Kfm. Siegfried Ries, Wirtschaftsprüfer Dipl.-Kfm. Siegfried Grupp, Wirtschaftsprüfer 1. Prüfung des Jahresabschlusses Der nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht sind von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft HSG Heidelberger Treuhand GmbH geprüft worden. Die Beauftragung der Abschlussprüfer war gedeckt durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 04. Juli 2017. Der Abschlussprüfer hat einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Im Rahmen der Vorbereitung auf die Aufsichtsratssitzung wurden dem Aufsichtsrat die Berichte des Abschlussprüfers sowie die Unterlagen zum Jahresabschluss und der Lagebericht zur Verfügung gestellt. Die Abschlussunterlagen wurden vom Abschlussprüfer während der Aufsichtsratssitzung am 7. Juni 2018 erläutert und Fragen hierzu wurden beantwortet. Nach Prüfung der Abschlussunterlagen hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 gebilligt. Vorstand und Aufsichtsrat haben sodann gem. § 173 Abs. 1 S. 1 Fall 1 AktG beschlossen, die Feststellung des Jahresabschluss der Hauptversammlung der CRONIMET Mining AG zu überlassen. 2. Gewinnverwendungsvorschlag Der Aufsichtsrat schließt sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes der CRONIMET Mining AG an. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung daher gemeinsam vor, den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2017 in Höhe von EUR 532.480,50 wie folgt zu verwenden:
Karlsruhe, den 7. Juni 2018 gez. Günter Pilarsky, Aufsichtsratsvorsitzender III. Beschlüsse der Hauptversammlung am 08. Juni 2018Die Alleinaktionärin beschließt in Form der Vollversammlung gem. § 121 Abs. 6 AktG
das Nachfolgende: 1. Der Jahresabschluss der CRONIMET Mining AG zum 31. Dezember 2017, welcher vom Aufsichtsrat gebilligt wurde und dessen Feststellung mit Beschluss des Aufsichtsrates und des Vorstands gemäß § 173 Abs. 1 Satz 1 Fall 1 AktG der Hauptversammlung überlassen wurde, wird hiermit festgestellt. 2. Die Hauptversammlung beschließt, den festgestellten Bilanzgewinn per 31. Dezember 2017 wie folgt zu verwenden:
3. Zudem beschließt die Hauptversammlung die Auflösung von freien Gewinnrücklagen in Höhe von EUR 600.639,63 4. Insgesamt beschließt die Hauptversammlung daher eine Ausschüttung an die Alleinaktionärin CRONIMET Verwaltungs GmbH in Höhe von EUR 1.000.000,00 5. Dem Vorstand wird für das Geschäftsjahr 2017 Entlastung erteilt. 6. Dem Aufsichtsrat wird für das Geschäftsjahr 2017 Entlastung erteilt. 7. Die Die HSG Treuhand Heidelberg GmbH Wirtschaftsprüfungs-Steuerberatungsgesellschaft wird zur Abschlussprüferin für das Geschäftsjahr 2018 bestellt.
Karlsruhe, den 08. Juni 2018 Günter Pilarsky, als Versammlungsleiter der Hauptversammlung Jürgen Pilarsky, als Geschäftsführer der Alleinaktionärin |
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