Herstellung von Schlössern und Beschlägen aus unedlen Metallen
AGRANA Fruit Germany GmbH
Lilienthalstraße 1, 78467 Konstanz, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Markus Wagner seit 29.8.2024 | Geschäftsführer |
Alfred Wilhelm Rebbe seit 11.7.2023 | Prokura |
Kolja Stitz seit 17.7.2020 | Geschäftsführer |
Florian Maier seit 17.7.2017 | Prokura |
Johannes Dr. Pepelnik seit 7.11.2006 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
AGRANA FRUIT SAS | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
AGRANA Fruit Germany GmbHKonstanzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2023 bis zum 29.02.20242 Wiedergabe des BestätigungsvermerksAls Ergebnis unserer Prüfung haben wir den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die AGRANA Fruit Germany GmbH, Konstanz PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der AGRANA Fruit Germany GmbH, Konstanz, - bestehend aus der Bilanz zum 29. Februar 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AGRANA Fruit Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 2. Juni 2025 KPMG
AG
gez. Mayran, Wirtschaftsprüferin gez. Schwebler, Wirtschaftsprüferin Anlage 1 Jahresabschluss zum 29. Februar 2024 und Lagebericht 1.1 Bilanz 1.2 Gewinn- und Verlustrechnung 1.3 Anhang 1.4 Lagebericht Bilanz zum 29. Februar 2024Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. März 2023 bis 29. Februar 2024
Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024Allgemeine AngabenDie Gesellschaft ist unter der Firma "AGRANA Fruit Germany GmbH" mit Sitz in Konstanz im Handelsregister Freiburg im Breisgau mit der Registernummer HRB 380087 eingetragen. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023/2024 ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften über die Rechnungslegung von Gesellschaften mit beschränkter Haftung, unter der Annahme der Unternehmensfortführung, aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach den Vorschriften der §§ 266 ff. HGB, die der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB. Die Bewertung der einzelnen Vermögens- und Schuldposten erfolgt entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften. Die im Vorjahr angewendeten Bewertungsmethoden wurden beibehalten. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenAnlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare planmäßige Abschreibungen unter Beachtung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern, die drei bis fünf Jahre betragen, bewertet. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Erforderlichenfalls werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert vorgenommen. Anschaffungsnebenkosten sowie Anschaffungskostenminderungen werden berücksichtigt. Die Herstellungskosten beinhalten die Materialeinzelkosten, die Fertigungseinzelkosten zuzüglich notwendiger und angemessener Gemeinkostenanteile. Die Bewertung erfolgt unter Berücksichtigung von § 255 Abs. 2 HGB. Die Abschreibung erfolgt nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Im Jahr des Zugangs erfolgt die lineare Abschreibung zeitanteilig. Die Nutzungsdauern belaufen sich je nach Anlagenklasse auf drei bis 50 Jahre und sind wie folgt unterteilt:
Umlaufvermögen Bei den Vorräten erfolgt die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren auf Basis fortgeschriebener gewogener durchschnittlicher Einstandspreise. Die Lagerdauer wird durch entsprechende Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 4 HGB berücksichtigt. Das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet. Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse erfolgt auf Basis der Herstellungskosten. Diese beinhalten die Materialeinzelkosten, die Fertigungseinzelkosten zuzüglich notwendiger und angemessener Gemeinkostenanteile. Die Bewertung erfolgt unter Berücksichtigung von § 255 Abs. 2 HGB. Fremdkapitalzinsen werden bei der Ermittlung der Herstellungskosten nicht berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominalbeträgen bilanziert. Alle erkennbaren Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt; dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Für Forderungen, für die eine Ausfallversicherung bestand, wird keine Pauschalwertberichtigung gebildet. Kasse und Bankguthaben sind zum Nennwert angesetzt. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Deckung dieser Risiken notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Deren Bewertung erfolgte nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung unter Beachtung des Vorsichtsprinzips. Sie sind für alle ungewissen Verpflichtungen und drohenden Verluste gebildet. Bei der Ermittlung der Jubiläumsrückstellung wurde die Teilwertmethode nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Verwendung der Richttafeln 2018 von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Die Rückstellungen wurden zum Barwert mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz (jeweils Januar) bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren von 1,82 % (i. Vj. 1,78 %) verwendet, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wurde. Eine Projektion auf Februar 2024 führt zu keinen wesentlichen Effekten. Der Effekt aus der Zinsänderung wird im Zinsergebnis ausgewiesen. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Latente Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei unterbleibt die Aktivierung der latenten Steuern in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB. Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung von Risiken aus operativen Geschäften (Energieeinkaufspreise) wurden bei AGRANA Fruit Germany GmbH in begrenztem Umfang derivative Finanzinstrumente in 2023/2024 eingesetzt. Der Einsatz der Instrumente wird Rahmen des Risikomanagements in Agrana-Richtlinien geregelt, die den spekulativen Einsatz derivativer Finanzinstrumente ausschließen, grundgeschäftsorientierte Limits zuweisen, Genehmigungsverfahren definieren sowie das interne Meldewesen und Funktionstrennung regeln. Die im Geschäftsjahr 2023/2024 gesettelten Commodity SWAP's dienten der Absicherung eines einzelnen Grundgeschäftes (Energieliefervertrag) und weisen somit die Eigenschaften eines "micor hedege's" aus, welches das aus dem Grundgeschäft entstehende Zahlungsstromänderungsrisiko 1:1 absichern soll. Das Zahlungsstromänderungsrisiko resultiert im Wesentlichen aus dem im Grundgeschäft enthaltenen Sport Preis. Es liegt somit ein Preisänderungsrisiko vor. Die Wirksamkeit ergibt sich aus der Laufzeit des Grundgeschäfts, welches durch das Sicherungsinstrument abgesichert wird, in dem sich die verlässlich gemessenen Zahlungsströme in Bezug auf das abgesicherte Preisrisiko gegenüberstehen. Der im Geschäftsjahr 2023/2024 außerordentliche Verkauf führte zu einem Aufwand in Höhe von TEUR 136. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024 (Anlagenspiegel) ist in der Anlage zu diesem Anhang dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und gegen verbundene Unternehmen sowie sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen Dritte in Höhe von TEUR 6.953 (i. Vj. TEUR 7.168) sind auf Lieferungs- und Leistungsverkehr zurückzuführen. Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 242 (i. Vj. TEUR 266). Forderung gegen die Gesellschafterin bestehen - wie im Vorjahr - nicht. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 443 (i. Vj. TEUR 883) beinhalten im Wesentlichen Körperschaftsteuerforderungen in Höhe von TEUR 239 (i. Vj. TEUR 239) sowie Umsatzsteuerforderungen in Höhe von TEUR 110 (i. Vj. TEUR 113). Ansprüche gegenüber Kunden aus fixierten Preisanpassungen bestanden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht (i. Vj. TEUR 136). Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 3.100 (i. Vj. TEUR 3.100) und ist voll eingezahlt. Die Kapitalrücklagen betragen zum Stichtag TEUR 1.576 (i. Vj. TEUR 3.376). Mit Gesellschafterbeschluss vom 01.08.2023 wurde die Entnahme von Kapitalrücklagen i. H. v. TEUR 1.800 zur Zahlung einer Dividende beschlossen. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Drohverlustrückstellung aus schwebenden Geschäften (TEUR 645; i. Vj. TEUR 119) sowie für Verpflichtungen im Zusammenhang mit Einkaufspreisanpassungen (TEUR 936; i. Vj. TEUR 102), ungewisse Verbindlichkeiten aus Produkthaftung/Schadensfällen (TEUR 349; i. Vj. TEUR 561), ungewisse Verbindlichkeiten im Personalbereich (TEUR 1.093; i. Vj. TEUR 1.271) sowie Bonusgutschriften (TEUR 72; i.Vj. TEUR 109). Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen zum Bilanzstichtag - wie im Vorjahr - nicht. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen bestehen branchenüblich Eigentumsvorbehalte. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen besteht Mitzugehörigkeit zu den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (§ 265 Abs. 3 HGB i. H. v. TEUR 1.880 i. Vj. TEUR 4.377). In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 368 (i. Vj. TEUR 343) sowie Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling gegenüber der AGRANA Group-Service GmbH in Höhe von TEUR 4.220 (i. Vj. TEUR 3.992) enthalten. Zum 29. Februar 2024 besteht ein Loan Facility Agreement mit der AGRANA Group-Service GmbH i. H. v. TEUR 6.800 mit einer Laufzeit bis 31.05.2025, welches zum Zeitpunkt der Fälligkeit neu verhandelt werden kann. Wir verweisen im Übrigen auf weitere Erläuterungen unter "Sonstige Angaben, Nachtragsbericht". Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus dem Verkauf von Fruchtzubereitungen und belaufen sich im Geschäftsjahr 2023/2024 auf TEUR 79.109 (i. Vj. TEUR 71.513). Darin enthalten sind Erträge aus der Weiterverrechnung von Personal- und Sachkosten an verbundene Unternehmen i. H. v. TEUR 1.625 (i. Vj. TEUR 1.619). Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten folgende wesentliche Positionen: Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 369 (i. Vj. TEUR 277), Erträge aus Versicherungsansprüchen von TEUR 40 (i. Vj. TEUR 74), Erträge aus der Rückerstattung von Strom- und Gas-Vorauszahlungen i. H. v. TEUR 34 (i. Vj. TEUR 44) sowie übrige sonstige periodenfremde Erträge von TEUR 132 (i. Vj. TEUR 11). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten als wesentliche Posten: Aufwendungen für Ausgangsfrachten i. H. v. TEUR 3.671 (i. Vj. TEUR 3.692), Aufwendungen für Lizenzgebühren i. H. v. TEUR 1.479 (i. Vj. TEUR 1.330), Aufwendungen für die Weiterverrechnung interner Personal- und Sachkosten von TEUR 2.110 (i. Vj. TEUR 1.824), Aufwendungen für Instandhaltung i. H. v. TEUR 764 (i. Vj. TEUR 680), Aufwendungen für ungewisse Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit behördlichen Auflagen und für Rechts- und Beratungskosten von TEUR 444 (i. Vj. TEUR 59), Miet- und Pachtaufwendungen von TEUR 395 (i. Vj. TEUR 374), sowie sonstige Betriebsaufwendungen von TEUR 1.994 (i. Vj. TEUR 1.749). Finanzergebnis Die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen betragen TEUR 170 (i. Vj. TEUR 33). Im Berichtsjahr wurden die Zinsen aus dem passiven Kundenfactoring in Höhe von TEUR 412 in den Zinsaufwendungen ausgewiesen. Im Vorjahr waren diese mit TEUR 167 in den Erlösschmälerungen enthalten. Die Agrana Fruit Germany GmbH hat einen Teil ihrer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen eines Factoring-Vertrages an die BANCO SANTANDER S.A. verkauft. Diese Maßnahme dient der kurzfristigen Verbesserung der Liquidität. Vor dem 29. Februar 2024 flossen der Agrana Fruit Germany GmbH dadurch TEUR 32.276 an Liquidität zu. Die Agrana Fruit Germany GmbH haftet nur für den Bestand, nicht für die Bonität der Kunden. Dem Liquiditätsvorteil stehen die Finanzierungskosten gegenüber. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten Körperschaftsteuer i. H. v. TEUR 256 (i. Vj. TEUR 0), Gewerbesteuer i. H. v. TEUR 273 (i. Vj, TEUR 0) sowie Solidaritätszuschlag i. H. v. TEUR 14 (i. Vj. TEUR 0). Darüber hinaus bestehen keine periodenfremde Steuererstattungsansprüche (i. Vj. TEUR 30) sowie keine Quellensteuer auf Lizenzzahlungen (i. Vj. TEUR 109). Ergebnisverwendung Die Geschäftsführer schlagen der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss von EUR 801.945,93 mit dem Verlustvortrag von EUR 484.955,43 zu verrechnen, sowie nach der Berücksichtigung der Entnahme aus der Kapitalrücklage und der erfolgten Ausschüttung i. H. v. TEUR 1.800 resultierenden Bilanzgewinn von EUR 316.990,50 auf neue Rechnung vorzutragen. Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen Aus der Nutzung von fremden Gegenständen aufgrund von Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen, die dem Sachanlagevermögen zuzuordnen wären, bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB) i. H. v. TEUR 177 (i. Vj. TEUR 297). Das Bestellobligo beläuft sich zum Stichtag auf TEUR 150 (i. Vj. TEUR 759), davon gegenüber verbundenen Unternehmen (AGRANA Fruit Services GmbH) TEUR 133 (i. Vj. TEUR 392). Nachtragsbericht Mit Datum vom 17. Dezember 2024 und Nachtrag vom 24. Januar 2025 wurde zwischen der AGRANA Fruit Germany GmbH und der Intermarket Bank AG ein Factoringvertrag abgeschlossen. Es handelt sich um ein stilles Factoring. Hierbei verpflichtet sich die Agrana Fruit Germany GmbH im monatlichen Rhythmus ausgewählte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Intermarket Bank AG zum Kauf und zur Abtretung anzubieten. Der Factoringvertrag hat eine Laufzeit von 3 Jahren und ist unkündbar. Mit der ersten Zahlung aus dem Forderungsverkauf in Höhe von TEUR 3.690 der Intermarket Bank AG wurde die bis dahin bestehende Cashpool-Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 2.563 am 19. Dezember 2024 vollständig abgelöst. Die bis dahin bestehende Loan Facility in Höhe von EUR 6.800.00 wurde mit dem Loan Facility Agreement vom 16. Dezember 2024 in Höhe von EUR 1.000.000 abgelöst.
Konstanz, den 27.05.2025 Markus Wagner Geschäftsführung Kolja Stitz Geschäftsführung Organe Geschäftsführung:
Auf die Angabe nach § 285 Nr. 9 HGB wird unter Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur ein Geschäftsführer von der Gesellschaft Gehalt bezieht. Arbeitnehmer Die Zahl der Beschäftigten (FTE) hat im Jahresdurchschnitt betragen:
Konzernzugehörigkeit Im Berichtsjahr gehörte die AGRANA Fruit Germany GmbH dem folgenden Konzern (kleinster Kreis) an: AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien/Österreich. Der Konzernabschluss ist bei der Gesellschaft erhältlich. Die Gesellschaft wird über die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien/Österreich, in den Konzernabschluss der Südzucker AG, Mannheim (größter Kreis), einbezogen. Dieser wird zum Unternehmensregister eingereicht und ist unter www.bundesanzeiger.de abrufbar. Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/20241. Grundlagen1.1 Geschäftsmodell Gegenstand der AGRANA Fruit Germany GmbH ist die Produktion und der Verkauf von Frucht- und Kräuterzubereitungserzeugnissen zur Vermischung in Joghurt, Quark, Speiseeis, Soßen sowie ähnlichen Artikeln. 1.2 Ziele und Strategien AGRANAs Ziel ist es, sowohl global agierenden als auch regional tätigen Kunden weltweit beste Produktqualität und optimalen Service zu bieten. AGRANA verfolgt einen an den jeweiligen lokalen Marktgegebenheiten ausgerichteten Wachstumskurs. Langfristige und stabile Kunden- und Lieferantenbeziehungen sowie die kontinuierliche Steigerung des Unternehmenswertes sind wichtige Eckpfeiler der an den Grundsätzen des nachhaltigen Wirtschaftens ausgerichteten Unternehmensstrategie. Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, nach denen das Unternehmen gesteuert wird, sind die Bruttoumsätze 1 sowie das betriebliche Ergebnis vor Steuern und Zinsergebnis (EBIT. 1.3 Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft ist über die AGRANA Fruit S.A.S., Mitry-Mory, Frankreich, ein verbundenes Unternehmen der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien, Österreich, und wird in deren Konzernabschluss (kleinster Kreis) einbezogen. Über die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien, wird die Gesellschaft in den Konzernabschluss der Südzucker AG, Mannheim, (größter Kreis) einbezogen. 1.4 Forschung und Entwicklung Das AGRANA Research & Innovation Center (ARIC) in Tulln, Österreich, ist der zentrale Forschungs- und Entwicklungshub des Konzerns für die Bereiche Frucht, Stärke und Zucker. Das ARIC ist als eigenständiges Unternehmen in der AGRANA-Gruppe organisiert und eine 100%-Tochter der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft. Die AGRANA Fruit Germany GmbH entfaltet selbst keine Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen (Quellen: Jahreswirtschaftsbericht 2024 - Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Statista, Jahresschätzung BVE 2023, EUROMONITOR) Die wirtschaftliche Lage zum Anfang dieses Jahres bietet weiterhin Anlass zur Sorge. Im Jahr 2023 ist die deutsche Wirtschaft um 0,3 Prozent geschrumpft. Für das laufende Jahr prognostiziert der Jahreswirtschaftsbericht zwar eine Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage, eine deutliche Erholung bleibt aber weiterhin aus. Im Jahr 2023 nahm das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr (1,8 %) ab. Die Arbeitslosenquote des Jahres 2023 lag mit 5,7 % leicht über dem Vorjahr (5,3 %). In der Jahresprojektion 2024 geht die Bundesregierung von einem Zuwachs des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 0,2 % aus. Da der europäische Exportanteil der AGRANA Fruit Germany GmbH nach wie vor als signifikant angesehen werden kann, ist die Entwicklungsprognose für die wichtigsten Absatzländer von Bedeutung. Hier zeigen die neuesten Zahlen von Euromonitor in der Hauptkategorie "Fruited & Flavoured Yoghurt" in Europa 2023 eine anhaltend rückläufige prozentuelle Mengenentwicklung gegenüber dem Vorjahr von -1,0 %. Die prozentuelle Mengenentwicklung 2023 gegenüber dem Vorjahr liegt in den Hauptmärkten bei:
Für Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und Großbritannien prognostiziert EUROMONITOR auch für 2024 einen weiteren Rückgang von -1,0 %. 2.2 Geschäftsverlauf Die wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2023/24 war wesentlich geprägt von einem überdurchschnittlichen Inflationsdruck und einem volatilen Konsumentenverhalten. Die verkaufte Menge an Fertigprodukten lag mit 31.840 Tonnen (i. Vj. 32.334 Tonnen) um -1,5 % unter Vorjahr, jedoch mit +4,1 % (Planmenge 30.574 Tonnen) leicht über den gesetzten Erwartungen. Inflationsbedingte Verkaufspreiserhöhungen führten zu Bruttoumsatzerlösen in Höhe von TEUR 80.275 (Vorjahr TEUR 72.725), welche somit über dem Vorjahr und deutlich über den gesetzten Zielen von leicht steigenden Bruttoumsatzerlösen lagen. Dabei sind die Bruttoumsatzerlöse im Inland (von Vorjahr TEUR 42.551 auf TEUR 48.744; + 12,8 %) stärker als die Bruttoumsatzerlöse im Ausland (von Vorjahr TEUR 30.174 auf TEUR 31.531 +4,3 %) gestiegen. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen war mit TEUR 2.168 positiv (i. Vj. TEUR -344 negativ) und lag signifikant über dem Vorjahreswert und den gesetzten Erwartungen (Vorjahresprognose zwischen TEUR 50 bis TEUR300). Zur Verbesserung der Ertragslage trugen im Wesentlichen gestiegene Umsatzerlöse (TEUR 7.596 im Vgl. zum Vj.) bei. 2.3 Ertragslage Die Umsätze verzeichneten einen Anstieg um +9,6 % auf TEUR 79.109 (Vorjahr TEUR 71.513), was im Wesentlichen auf Verkaufspreiserhöhungen zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken von TEUR 733 um TEUR 47 auf TEUR 686, im Wesentlichen aufgrund von geringeren Erträgen aus Schadensersatzzahlungen von Versicherungen. Die Materialaufwendungen liegen mit TEUR 55.379 um TEUR 3.189 über dem Vorjahres-Niveau (TEUR 52.190). Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung ohne sonstige betriebliche Erträge) sank von 72,5 % auf 70,2 % und ist im Wesentlichen auf den überproportionalen Anstieg der Umsatzerlöse im Vergleich zum Anstieg der Materialaufwendungen zurückzuführen. Wesentlich haben sich hierbei die Einkaufspreise für Himbeeren und Blaubeeren positiv ausgewirkt. Die Personalaufwandsquote - Personalaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung 2 - sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (14,4 %) auf 13,2 %. Dieser Rückgang der Quote ist auf gestiegene Umsatzerlöse zurückzuführen. Der Personalstand der AGRANA Fruit Germany hat sich seit 1. März 2023 (147 FTE, davon 2,0 Auszubildende) im Vergleich zum 29. Februar 2024 mit 151 Mitarbeitern (davon 3,0 Auszubildende) um 2,7 % erhöht. Durchschnittlich waren 151 Mitarbeiter beschäftigt, davon 3 Auszubildende. Der durchschnittliche Personalstand liegt damit über dem Vorjahr (147 FTE) und über Budget (138 FTE). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit TEUR 10.880 über dem Vorjahresniveau von TEUR 9.708 (12,1 %). Wesentlicher Treiber waren hier ungewisse Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit behördlichen Auflagen und für Rechts- und Beratungskosten, höhere Weiterverrechnungen interner Personal- und Sachkosten sowie umsatzbedingt höhere Lizenzgebühren. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsergebnis (EBIT) im Geschäftsjahr 2023/2024 beläuft sich auf TEUR 2.168 (Vorjahr TEUR -344 negativ). Die Steuern vom Einkommen und Ertrag liegen mit TEUR 543 über dem Vorjahr von TEUR 79 und sind auf das gestiegene Ergebnis vor Steuern zurückzuführen. Das Finanzergebnis lag mit TEUR -631 deutlich unter dem Vorjahr von TEUR -50 und ist auf die Umgliederung der Zinsen aus dem passiven Kundenfactoring (i. H. v. TEUR 412; im Vj. TEUR 167) aus den Erlösschmälerungen zurückzuführen.
2 Gesamtleistung = Umsatzerlöse +/-
Bestandsveränderung
4 FTE = Full Time
Equivalent/Mitarbeiterkapazität
Der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2023/2024 beläuft sich auf TEUR 802 (Vorjahr Jahresfehlbetrag TEUR -638) und ist im Wesentlichen auf die Umsatzsteigerungen zurückzuführen. 2.4 Vermögens- und Finanzlage Zum 28. Februar 2024 betrug unsere Bilanzsumme TEUR 18.740 und lag damit um TEUR 1.114 unter dem Vorjahr. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betrugen im Geschäftsjahr 2023/24 TEUR 615 und entfielen im Wesentlichen auf die folgenden Projekte:
Hauptinvestitionspunkte waren die Röntgendetektion in der Produktion (X-Ray) sowie eine neue Behälterwaschanlage für die Produktion. Das Vorratsvermögen verringerte sich von TEUR 5.481 im Geschäftsjahr 2022/2023 um TEUR 282 auf TEUR 5.199 im aktuellen Geschäftsjahr, hauptsächlich bedingt durch geringere Unfertig- und Fertigerzeugnisse zum Stichtag. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 6.953) sind gegenüber dem Geschäftsjahr 2022/23 (TEUR 7.168) gesunken. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf stichtagsbezogene Effekte zurückzuführen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen liegen mit TEUR 242 um -8,9 % unter dem Vorjahreswert (TEUR 266); diese beinhalten insbesondere IC-Verrechnungen von Personal- und Sachaufwendungen, welche aufgrund des Absatzes rückläufig waren. Die sonstigen Vermögensgegenstände sanken von TEUR 883 auf TEUR 443. Dies ist im Wesentlichen durch den Rückgang von Schadensersatzforderungen zu begründen. Auf der Passivseite sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbezogen von TEUR 2.214 auf TEUR 2.941 gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verzeichneten einen Rückgang von TEUR 8.369 auf TEUR 6.100. Dies ist im Wesentlichen auf gesunkene interne Rohwarenpreise (TEUR 1.057; i. Vj. TEUR 3.427) zurückzuführen. Die sonstigen Rückstellungen sind hingegen von TEUR 2.663 auf TEUR 3.967 gestiegen, welches im Wesentlichen auf ungewisse Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit behördlichen Auflagen und für Rechts- und Beratungskosten zurückzuführen ist. Die Eigenkapitalquote von 26,6 % ist im Vergleich zum Vorjahr (30,2 %) gesunken. Diese Veränderung resultiert hauptsächlich aufgrund der Entnahme von Kapitalrücklagen i.H.v. TEUR 1.800 für die erfolgte Ausschüttung an die Muttergesellschaft. Der Finanzmittelfonds beträgt zum Bilanzstichtag TEUR - 4.121 (Vorjahr TEUR -3.911). Dabei beträgt der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (operativer Cashflow, auf der Basis der für interne Zwecke durchgeführten Cashflow-Berechnung) im Berichtszeitraum TEUR 2.192 (Vorjahr TEUR 1.038). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR -602 und der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit TEUR -1.800. Zum Bilanzstichtag bestand eine Loan Facility mit der AGRANA Group-Service GmbH i. H. V. TEUR 6.800 mit einer Laufzeit bis 31.05.2025, welche zum Zeitpunkt der Fälligkeit neu verhandelt werden kann. Die Cashpool-Verbindlichkeit beläuft sich zum Bilanzstichtag 29.02.2024 auf TEUR 4.220. Die bis dahin bestehende Loan Facility wurde mit Vereinbarung vom 16. Dezember 2024 durch eine Loan Facility in Höhe von TEUR 1.000 abgelöst. Durch den Abschluss eines Factoring Vertrags mit der Intermarket Bank AG im Dezember 2024 konnten die Cashpool-Verbindlichkeit vollständig abgelöst werden und die Finanzierung gesichert werden. 2.5 Gesamtaussage Insgesamt war das Geschäftsjahr 2023/2024 für die AGRANA Fruit Germany GmbH zufriedenstellend. Verkaufspreissteigerungen konnten die inflationsbedingten Preissteigerungen bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsmitteln sowie sonstigen Leistungen auffangen und ein Ergebnis vor Steuern erwirtschaften. 3. Prognose-, Chancen-, Risikobericht3.1 Prognosebericht Die AGRANA Fruit Germany GmbH ging bei der Planerstellung für das Geschäftsjahr 2024/25 von einer weitestgehend stabilen Absatz- und Bruttoumsatzentwicklung aus. Ein hoch kompetitives und mittlerweile europäisches Wettbewerbsumfeld, neue Anbieter aus anderen fruchtverarbeitenden Branchen, der Trend zur In-House-Produktion, ein scharfer Wettbewerb im Handel, Discount und dem gesamten Molkereisektor, der Ukraine-Russland-Konflikt sowie der damit verbundene Preisdruck sind die zentralen Herausforderungen für 2024/25. Für das Geschäftsjahr 2024/25 werden im Vergleich zum aktuellen Geschäftsjahr leicht rückläufige Bruttoumsatzerlöse sowie ein positives Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT), zwischen TEUR 500 bis TEUR 1.000, prognostiziert. 3.2 Risiko- und Chancenmanagement Unternehmensrisiken Die AGRANA Fruit Germany GmbH ist ein international agierendes Unternehmen, welches eine Vielzahl von Kunden in verschiedensten Märkten bedient. Als solches ist die AGRANA Fruit Germany GmbH gewissen allgemeinen und branchenspezifischen Risiken ausgesetzt. Zur frühzeitigen Erkennung dieser Risiken hat die Gesellschaft ein Risikomanagement implementiert, dessen Hauptaufgabe es ist, Risiken frühzeitig zu erkennen und dementsprechend gegenzusteuern. Die wesentlichen Instrumente für dieses Risikomanagement sind der Planungs- und Controlling Prozess, die laufende Berichterstattung und diverse Auditierungsprozesse mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Die Risikokultur des Unternehmens ist gekennzeichnet von klar geregelten Führungsverantwortlichkeiten, einem internen Kontrollsystem und einem verantwortungsvollen Umgang mit unternehmerischen Risiken. Unterstützt wird diese von außen durch zahlreiche Audits sowie durch Instrumente wie Controlling und die interne Revision der AGRANA-Gruppe. Entwicklungstendenzen, die einen negativen Einfluss auf die Gesellschaft haben könnten, werden durch regelmäßige und systematische Analysen definiert und gegensteuernde Maßnahmen festgelegt. Die Überprüfung von Risiken (vor Gegenmaßnahmen) erfolgt in regelmäßigen Abständen durch die interne Revision der AGRANA-Gruppe und wird in 3 Kategorien bewertet: Niedrig, moderat und hoch. Risiken im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit: Als produzierendes Unternehmen der Lebensmittelindustrie ist AGRANA Einzelrisiken ausgesetzt, die ihre Ursache in der spezifischen Geschäftstätigkeit haben. Marktrisiken: Umsatz und Ergebnis der AGRANA Fruit Germany GmbH unterliegen im Bereich ihres operativen Geschäfts der Volatilität und Zyklen der jeweiligen Abnehmerbranchen. Diese Branchen umfassen insbesondere Unternehmen der lebensmittelverarbeitenden Industrie, vornehmlich Molkereien, Backwaren- und Speiseeisindustrie. Vor allem tendenziell gesättigte Märkte in Zentral- und Westeuropa sind durch einen verschärften Wettbewerb und Konzentrationstendenzen gekennzeichnet. Durch die Positionierung der AGRANA Fruit Germany GmbH mit einem speziellen Fokus auf die Qualität der Produkte und Prozesse sowie Innovationen soll eine starke Position in diesem Wettbewerb erreicht werden. Eine gewisse Risikostreuung wird durch den, aus geographischer Sicht, breit gefächerten Markt erreicht. Das Risiko wird als moderat eingestuft. Produktqualität: Höchste Qualität unserer Produkte im Interesse unserer Kunden und Konsumenten gehört zu den definierten Ansprüchen. Die Einhaltung aller relevanten lebensmittelrechtlichen Standards ist für AGRANA eine Selbstverständlichkeit. Risiken durch Qualitätsmängel, sei es bei Rohstoffen oder Verarbeitung durch die Unternehmung, tritt AGRANA durch qualifiziertes Sourcing und strengste interne zertifizierte Qualitätsstandards entgegen. Der Einsatz entsprechender IT-Systeme sowie klare Dokumentation und kontinuierliche Verbesserung unterstützen diese Prozesse. Das Risiko wird als moderat eingestuft. Beschaffungsrisiken: Als Verarbeiter von Rohstoffen aus landwirtschaftlicher Produktion ist die AGRANA Fruit Germany GmbH einem Beschaffungsrisiko aufgrund von Witterungseinflüssen, Wettbewerb und allgemeinen agrarpolitischen Rahmenbedingungen sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hinsicht ausgesetzt. Hierdurch können Rohstoffe unter Umständen in geringer Menge verfügbar sein oder Preisschwankungen unterliegen. Durch einen zentralen globalen Einkauf durch die AGRANA Fruit Services GmbH in Wien können etwaige Risiken frühzeitig erkannt und entsprechende gegensteuernde Maßnahmen gesetzt werden. Zudem sieht sich die AGRANA Fruit Germany GmbH dem Risiko der steigenden Energiepreisen ausgesetzt. Zur Vermeidung von Preisrisiken am Energiemarkt hat die AGRANA Fruit Germany GmbH einen Vertrag über die Lieferung von Erdgas mit fixierten Preisen und einer Laufzeit zum 01.01.2025 geschlossen. Zudem wurden neue Fracht-Vereinbarungen mit fixierten Preisen und einer Laufzeit bis 01.04.2024 abgeschlossen, um Preisrisiken zu vermindern. Das Risiko wird insgesamt als moderat eingestuft. Liquiditäts- und Währungsrisiken: Geldanlagen, Liquidität und Finanzierungsbedarfe, um die Fähigkeit der Gesellschaft den Betrieb fortzuführen zu sichern sowie Vermögenswerte zu beschaffen und Verbindlichkeiten im normalen Geschäftsverlauf zu begleichen, werden über das Cash-Pool-Konto im Rahmen einer Cash-Management-Vereinbarung mit der AGRANA Group-Services GmbH sichergestellt. Per 29. Februar 2024 hatte die Gesellschaft eine Cash-Pool-Verbindlichkeit i.H.v. TEUR 4.220 (Vorjahr Cash-Pool-Verbindlichkeit TEUR 3.992) gegenüber Konzern bei der AGRANA Group-Services GmbH, Wien (Österreich). Die AGRANA Group-Service GmbH verfügt über eine ausreichende Liquidität. Im Rahmen der jährlichen Ergebnis- sowie Investitionsplanung wird der Liquiditätsbedarf ermittelt und genehmigt. Die Liquidität der Gesellschaft wurde bisher im Wesentlichen durch eine Loan Facility der AGRANA Group-Service GmbH (TEUR 6.800, davon wurden zum Stichtag TEUR 4.220 im Rahmen des Cashpooling in Anspruch genommen, Laufzeit bis 31.05.2025) sichergestellt. Die bis dahin bestehende Loan Facility in Höhe von EUR 6.800.000 wurde mit Loan Facility Agreement vom 16. Dezember 2024 durch eine Loan Facility in Höhe von EUR 1.000.000 abgelöst. Mit Datum vom 17. Dezember 2024 und Nachtrag vom 24. Januar 2025 wurde zwischen der AGRANA Fruit Germany GmbH und der Intermarket Bank AG ein Factoringvertrag abgeschlossen. Es handelt sich um ein stilles Factoring. Hierbei verpflichtet sich die AGF im monatlichen Rhythmus ausgewählte versicherte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Intermarket Bank AG zum Kauf und zur Abtretung anzubieten. Der Factoringvertrag hat eine Laufzeit von 3 Jahren und ist unkündbar. Die bis dahin bestehende Cashpool-Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 2.563 wurde mit der ersten Zahlung der Intermarket Bank AG am 19. Dezember 2024 vollständig abgelöst. Durch den Abschluss des Factoring Vertrages mit der Intermarket Bank AG konnte AGRANA Fruit Germany GmbH ihr Liquiditätsrisiko reduzieren. Ausschüttungen für das Geschäftsjahr 2024/2025 wurden nicht durchgeführt. Potenzielle Ausschüttungen könnten zu einer Erhöhung des Liquiditätsrisikos führen. Die AGRANA Group-Service GmbH verfügt über eine ausreichende Liquidität. Übrige Risiken: Währungsrisiken können durch den Kauf und Verkauf von Waren in Fremdwährungen entstehen. Produktpreisrisiken ergeben sich aus Preisschwankungen für Rohwaren auf den Weltmärkten. Dieses Risiko wird als gering eingestuft. Unternehmenschancen Die Chancen der AGRANA Fruit Germany GmbH bestehen weiterhin insbesondere in der AGRANA-gruppenweiten Nutzung von Innovations- und Entwicklungskompetenzen, stetiger Prozessoptimierung und Hebung von Kosteneinsparungspotenzialen sowie in der Einbindung in einen global operierenden Konzern. Insgesamt werden die Chancen als moderat eingeschätzt.
Konstanz, 27. Mai 2025 Kolja Stitz Geschäftsführung Markus Wagner Geschäftsführung |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Organisationen an dieser Adresse
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
30 nahegelegene Organisationen
Herstellung von Futtermitteln für Nutztiere
Außerunterrichtliche Betreuung für Schulkinder (ohne Jugendarbeit)
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Herstellung von Schädlingsbekämpfungs-, Pflanzenschutz- und Desinfektionsmitteln
Vermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und Werbeflächen
Voting GmbH
96mMarkt- und Meinungsforschung
Forschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Herstellung von pharmazeutischen Grundstoffen
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
stemick GmbH
96mForschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Betrieb von Parkhäusern und Parkplätzen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Forschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Bedifol GmbH
96mErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Forschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Großhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Großhandel mit Mehl und Getreideprodukten
Takeda GmbH
96mHerstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen Erzeugnissen
Forschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen