Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 380087
Eingetragen
16.10.1956
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und SpirituosenGroßhandel mit Obst, Gemüse und KartoffelnHerstellung von Frucht- und Gemüsesäften
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist a) die Produktion und der Verkauf von Fruchtaromaerzeugnissen zur Vermischung in Joghurt, Quark und Speiseeis sowie ähnlichen Artikeln. Der Geschäftsbereich kann auf weitere Zweige der Lebensmittel- /Getränkeindustrie ausgedehnt werden. b) Die Beteiligung an Unternehmen aller Art im In- und Ausland, die Übernahme und Verwaltung von Unternehmensbeteiligungen sowie von Geschäftsanteilen und Aktien, vorwiegend an Betrieben zur industriellen Verwertung landwirtschaftlicher Erzeugnisse, insbesondere die fabrikmäßige Verarbeitung von Obst, Gemüse und Beerenfrüchten, die Erzeugung der zu dieser Fabrikation notwendigen Hilfsstoffe und die Aufarbeitung der aus dieser Fabrikation anfallenden Nebenerzeugnisse im In- und Ausland. c) Die Planung, der Bau und die Montage von Industrieanlagen, insbesondere im Bereich der Nahrungsmittelindustrie. d) Der Handel mit Waren aller Art, einschließlich Handelsagentur und Handelsvertretung. e) Die Werbemittlung. f) Der Transport von Gütern aller Art. g) Die Übernahme von Geschäfsführungen anderer Unternehmen und Verwaltung von Unternehmensbeteiligungen sowie von Geschäftsanteilen und Aktien, insbesondere an Betrieben der Fruchtsaft-, Fruchtzubereitungs- und Gemüseverarbeitungsindustrie im In- und Ausland. h) Die Dienstleistung in der automatischen Datenverarbeitung und Informationstechnik. i) Der Erwerb von bebauten und unbebauten Liegenschaften sowie deren Verwaltung und Verwertung, insbesondere durch Veräußerung, Vermietung und Verpachtung sowie der Erwerb und die Herstellung von Bauten aller Art. j) Die Vermietung, Verpachtung und das Leasing von beweglichen Gütern aller Art, insbesondere die Vermietung von Kraftfahrzeugen und Beistellung eines Lenkers. k) Der Betrieb, die Übernahme und Vermittlung aller mit dem Gesellschaftszweck in Verbindung stehenden Geschäften. Bankgeschäfte im Sinne des Kreditwesensgesetztes sind von der Tätigkeit ausgeschlossen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Wagner
seit 29.8.2024
Geschäftsführer
Alfred Wilhelm Rebbe
seit 11.7.2023
Prokura
Kolja Stitz
seit 17.7.2020
Geschäftsführer
Florian Maier
seit 17.7.2017
Prokura
Johannes Dr. Pepelnik
seit 7.11.2006
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
AGRANA FRUIT SASFRA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

AGRANA FRUIT SAS
France
3.100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AGRANA Fruit Germany GmbH

Konstanz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2023 bis zum 29.02.2024

2 Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Als Ergebnis unserer Prüfung haben wir den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die AGRANA Fruit Germany GmbH, Konstanz

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AGRANA Fruit Germany GmbH, Konstanz, - bestehend aus der Bilanz zum 29. Februar 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AGRANA Fruit Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 29. Februar 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt erden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 2. Juni 2025

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Mayran, Wirtschaftsprüferin

gez. Schwebler, Wirtschaftsprüferin

Anlage 1

Jahresabschluss zum 29. Februar 2024 und Lagebericht

1.1 Bilanz

1.2 Gewinn- und Verlustrechnung

1.3 Anhang

1.4 Lagebericht

Bilanz zum 29. Februar 2024

Aktiva

29.2.2024 28.2.2023
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 25.301,94 57.679,96
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.646.110,06 1.734.796,85
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.098.235,03 2.704.479,06
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 639.810,41 585.853,70
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 361.326,34 5.745.481,84 859.489,28 5.884.618,89
5.770.783,78 5.942.298,85
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.173.617,16 4.247.150,51
2. Unfertige Erzeugnisse 95.670,68 115.874,86
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 929.469,13 5.198.756,97 1.117.568,29 5.480.593,66
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.952.827,76 7.168.369,05
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 242.253,04 266.033,03
3. Sonstige Vermögensgegenstände 443.378,94 7.638.459,74 883.195,35 8.317.597,43
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 98.762,40 80.834,09
12.935.979,11 13.879.025,18
C. Rechnungsabgrenzungsposten 32.901,00 32.100,00
18.739.663,89 19.853.424,03

Passiva

29.2.2024
EUR
28.2.2023
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 3.100.000,00 3.100.000,00
II. Kapitalrücklage 1.576.285,35 3.376.285,35
III. Bilanzgewinn (i. Vj. Bilanzverlust) 316.990,50 -484.955,43
4.993.275,85 5.991.329,92
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 773.633,41 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 3.740.120,43 2.663.164,64
4.513.753,84 2.663.164,64
C. Verbindlichkeiten - mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr -
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.940.554,67 2.213.742,05
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.099.878,35 8.368.926,99
3. Sonstige Verbindlichkeiten 192.201,18 616.260,43
- davon aus Steuern EUR 170.476,63 (i. Vj. EUR 124.270,12)-
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 1.529,79 (i. Vj. EUR 2.013,14)-
9.232.634,20 11.198.929,47
18.739.663,89 19.853.424,03

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. März 2023 bis 29. Februar 2024

2023/2024 2022/2023
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 79.109.453,63 71.512.523,21
2. Verminderung (i. Vj. Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -205.454,85 426.081,18
3. Sonstige betriebliche Erträge 686.017,45 732.761,00
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren -54.259.226,52 -50.169.724,69
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.119.929,58 -55.379.156,10 -2.019.942,15 -52.189.666,84
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -8.806.447,33 -8.779.371,56
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.598.410,04 -10.404.857,37 -1.551.012,70 -10.330.384,26
- davon für Altersversorgung EUR 51.672,56 (i. Vj. EUR 55.199,93)-
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -758.586,83 -788.242,03
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -10.879.688,82 -9.707.511,25
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 1.910,92
- aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (i. Vj. EUR 1.057,92)-
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -631.172,72 -52.176,99
- an verbundene Unternehmen EUR 169.977,35 (i. Vj. EUR 33.367,19) -
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -543.310,69 -78.985,73
11. Ergebnis nach Steuern 993.243,70 -473.690,79
12. Sonstige Steuern -191.297,77 -163.945,75
13. Jahresüberschuss (i. Vj. Jahresfehlbetrag) 801.945,93 -637.636,54
14. Ergebnisvortrag aus dem Vorjahr -484.955,43 152.681,11
15. Entnahme aus der Kapitalrücklage 1.800.000,00 4.000.000,00
16. Ausschüttung -1.800.000,00 -4.000.000,00
17. Bilanzgewinn (i. Vj. Bilanzverlust) 316.990,50 -484.955,43

Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024

Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist unter der Firma "AGRANA Fruit Germany GmbH" mit Sitz in Konstanz im Handelsregister Freiburg im Breisgau mit der Registernummer HRB 380087 eingetragen.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023/2024 ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften über die Rechnungslegung von Gesellschaften mit beschränkter Haftung, unter der Annahme der Unternehmensfortführung, aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach den Vorschriften der §§ 266 ff. HGB, die der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB.

Die Bewertung der einzelnen Vermögens- und Schuldposten erfolgt entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften. Die im Vorjahr angewendeten Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare planmäßige Abschreibungen unter Beachtung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern, die drei bis fünf Jahre betragen, bewertet.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Erforderlichenfalls werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert vorgenommen. Anschaffungsnebenkosten sowie Anschaffungskostenminderungen werden berücksichtigt. Die Herstellungskosten beinhalten die Materialeinzelkosten, die Fertigungseinzelkosten zuzüglich notwendiger und angemessener Gemeinkostenanteile. Die Bewertung erfolgt unter Berücksichtigung von § 255 Abs. 2 HGB. Die Abschreibung erfolgt nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Im Jahr des Zugangs erfolgt die lineare Abschreibung zeitanteilig.

Die Nutzungsdauern belaufen sich je nach Anlagenklasse auf drei bis 50 Jahre und sind wie folgt unterteilt:

Anlagenklasse Anlagenbezeichnung Nutzungsdauer
in Jahren
1100 Software 3 - 5 Jahre
2100 BGG eig Grundstücke 7 - 50 Jahre
2700 Grundstückseinrichtung 10-25 Jahre
4000 Masch.u.Masch.Anl. 3-16 Jahre
4001 Masch.u.Masch.Anl. 10 Jahre
4500 GWG 5 Jahre
5000 Betriebsausstattung 2-20 Jahre
5200 Laboreinrichtungen 4-10 Jahre
6000 Büroausstattung 3-20 Jahre
6100 Büromaschinen 3-10 Jahre
6200 Personenkraftwagen 5-6 Jahre
6400 Sonst. Beförd. Mittel 4 -10 Jahre
6700 Transportgebinde 5-10 Jahre

Umlaufvermögen

Bei den Vorräten erfolgt die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren auf Basis fortgeschriebener gewogener durchschnittlicher Einstandspreise. Die Lagerdauer wird durch entsprechende Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 4 HGB berücksichtigt. Das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet.

Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse erfolgt auf Basis der Herstellungskosten. Diese beinhalten die Materialeinzelkosten, die Fertigungseinzelkosten zuzüglich notwendiger und angemessener Gemeinkostenanteile. Die Bewertung erfolgt unter Berücksichtigung von § 255 Abs. 2 HGB. Fremdkapitalzinsen werden bei der Ermittlung der Herstellungskosten nicht berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominalbeträgen bilanziert. Alle erkennbaren Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt; dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Für Forderungen, für die eine Ausfallversicherung bestand, wird keine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Kasse und Bankguthaben sind zum Nennwert angesetzt.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen

Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Deckung dieser Risiken notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Deren Bewertung erfolgte nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung unter Beachtung des Vorsichtsprinzips. Sie sind für alle ungewissen Verpflichtungen und drohenden Verluste gebildet.

Bei der Ermittlung der Jubiläumsrückstellung wurde die Teilwertmethode nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Verwendung der Richttafeln 2018 von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Die Rückstellungen wurden zum Barwert mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz (jeweils Januar) bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren von 1,82 % (i. Vj. 1,78 %) verwendet, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wurde. Eine Projektion auf Februar 2024 führt zu keinen wesentlichen Effekten. Der Effekt aus der Zinsänderung wird im Zinsergebnis ausgewiesen.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei unterbleibt die Aktivierung der latenten Steuern in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB.

Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Risiken aus operativen Geschäften (Energieeinkaufspreise) wurden bei AGRANA Fruit Germany GmbH in begrenztem Umfang derivative Finanzinstrumente in 2023/2024 eingesetzt. Der Einsatz der Instrumente wird Rahmen des Risikomanagements in Agrana-Richtlinien geregelt, die den spekulativen Einsatz derivativer Finanzinstrumente ausschließen, grundgeschäftsorientierte Limits zuweisen, Genehmigungsverfahren definieren sowie das interne Meldewesen und Funktionstrennung regeln.

Die im Geschäftsjahr 2023/2024 gesettelten Commodity SWAP's dienten der Absicherung eines einzelnen Grundgeschäftes (Energieliefervertrag) und weisen somit die Eigenschaften eines "micor hedege's" aus, welches das aus dem Grundgeschäft entstehende Zahlungsstromänderungsrisiko 1:1 absichern soll. Das Zahlungsstromänderungsrisiko resultiert im Wesentlichen aus dem im Grundgeschäft enthaltenen Sport Preis. Es liegt somit ein Preisänderungsrisiko vor. Die Wirksamkeit ergibt sich aus der Laufzeit des Grundgeschäfts, welches durch das Sicherungsinstrument abgesichert wird, in dem sich die verlässlich gemessenen Zahlungsströme in Bezug auf das abgesicherte Preisrisiko gegenüberstehen. Der im Geschäftsjahr 2023/2024 außerordentliche Verkauf führte zu einem Aufwand in Höhe von TEUR 136.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024 (Anlagenspiegel) ist in der Anlage zu diesem Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und gegen verbundene Unternehmen sowie sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen Dritte in Höhe von TEUR 6.953 (i. Vj. TEUR 7.168) sind auf Lieferungs- und Leistungsverkehr zurückzuführen. Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 242 (i. Vj. TEUR 266). Forderung gegen die Gesellschafterin bestehen - wie im Vorjahr - nicht.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 443 (i. Vj. TEUR 883) beinhalten im Wesentlichen Körperschaftsteuerforderungen in Höhe von TEUR 239 (i. Vj. TEUR 239) sowie Umsatzsteuerforderungen in Höhe von TEUR 110 (i. Vj. TEUR 113). Ansprüche gegenüber Kunden aus fixierten Preisanpassungen bestanden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht (i. Vj. TEUR 136).

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 3.100 (i. Vj. TEUR 3.100) und ist voll eingezahlt. Die Kapitalrücklagen betragen zum Stichtag TEUR 1.576 (i. Vj. TEUR 3.376). Mit Gesellschafterbeschluss vom 01.08.2023 wurde die Entnahme von Kapitalrücklagen i. H. v. TEUR 1.800 zur Zahlung einer Dividende beschlossen.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Drohverlustrückstellung aus schwebenden Geschäften (TEUR 645; i. Vj. TEUR 119) sowie für Verpflichtungen im Zusammenhang mit Einkaufspreisanpassungen (TEUR 936; i. Vj. TEUR 102), ungewisse Verbindlichkeiten aus Produkthaftung/Schadensfällen (TEUR 349; i. Vj. TEUR 561), ungewisse Verbindlichkeiten im Personalbereich (TEUR 1.093; i. Vj. TEUR 1.271) sowie Bonusgutschriften (TEUR 72; i.Vj. TEUR 109).

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen zum Bilanzstichtag - wie im Vorjahr - nicht.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen bestehen branchenüblich Eigentumsvorbehalte.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen besteht Mitzugehörigkeit zu den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (§ 265 Abs. 3 HGB i. H. v. TEUR 1.880 i. Vj. TEUR 4.377). In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 368 (i. Vj. TEUR 343) sowie Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling gegenüber der AGRANA Group-Service GmbH in Höhe von TEUR 4.220 (i. Vj. TEUR 3.992) enthalten. Zum 29. Februar 2024 besteht ein Loan Facility Agreement mit der AGRANA Group-Service GmbH i. H. v. TEUR 6.800 mit einer Laufzeit bis 31.05.2025, welches zum Zeitpunkt der Fälligkeit neu verhandelt werden kann. Wir verweisen im Übrigen auf weitere Erläuterungen unter "Sonstige Angaben, Nachtragsbericht".

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus dem Verkauf von Fruchtzubereitungen und belaufen sich im Geschäftsjahr 2023/2024 auf TEUR 79.109 (i. Vj. TEUR 71.513). Darin enthalten sind Erträge aus der Weiterverrechnung von Personal- und Sachkosten an verbundene Unternehmen i. H. v. TEUR 1.625 (i. Vj. TEUR 1.619).

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten folgende wesentliche Positionen: Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 369 (i. Vj. TEUR 277), Erträge aus Versicherungsansprüchen von TEUR 40 (i. Vj. TEUR 74), Erträge aus der Rückerstattung von Strom- und Gas-Vorauszahlungen i. H. v. TEUR 34 (i. Vj. TEUR 44) sowie übrige sonstige periodenfremde Erträge von TEUR 132 (i. Vj. TEUR 11).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten als wesentliche Posten: Aufwendungen für Ausgangsfrachten i. H. v. TEUR 3.671 (i. Vj. TEUR 3.692), Aufwendungen für Lizenzgebühren i. H. v. TEUR 1.479 (i. Vj. TEUR 1.330), Aufwendungen für die Weiterverrechnung interner Personal- und Sachkosten von TEUR 2.110 (i. Vj. TEUR 1.824), Aufwendungen für Instandhaltung i. H. v. TEUR 764 (i. Vj. TEUR 680), Aufwendungen für ungewisse Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit behördlichen Auflagen und für Rechts- und Beratungskosten von TEUR 444 (i. Vj. TEUR 59), Miet- und Pachtaufwendungen von TEUR 395 (i. Vj. TEUR 374), sowie sonstige Betriebsaufwendungen von TEUR 1.994 (i. Vj. TEUR 1.749).

Finanzergebnis

Die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen betragen TEUR 170 (i. Vj. TEUR 33). Im Berichtsjahr wurden die Zinsen aus dem passiven Kundenfactoring in Höhe von TEUR 412 in den Zinsaufwendungen ausgewiesen. Im Vorjahr waren diese mit TEUR 167 in den Erlösschmälerungen enthalten.

Die Agrana Fruit Germany GmbH hat einen Teil ihrer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen eines Factoring-Vertrages an die BANCO SANTANDER S.A. verkauft. Diese Maßnahme dient der kurzfristigen Verbesserung der Liquidität. Vor dem 29. Februar 2024 flossen der Agrana Fruit Germany GmbH dadurch TEUR 32.276 an Liquidität zu. Die Agrana Fruit Germany GmbH haftet nur für den Bestand, nicht für die Bonität der Kunden.

Dem Liquiditätsvorteil stehen die Finanzierungskosten gegenüber.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten Körperschaftsteuer i. H. v. TEUR 256 (i. Vj. TEUR 0), Gewerbesteuer i. H. v. TEUR 273 (i. Vj, TEUR 0) sowie Solidaritätszuschlag i. H. v. TEUR 14 (i. Vj. TEUR 0). Darüber hinaus bestehen keine periodenfremde Steuererstattungsansprüche (i. Vj. TEUR 30) sowie keine Quellensteuer auf Lizenzzahlungen (i. Vj. TEUR 109).

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführer schlagen der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss von EUR 801.945,93 mit dem Verlustvortrag von EUR 484.955,43 zu verrechnen, sowie nach der Berücksichtigung der Entnahme aus der Kapitalrücklage und der erfolgten Ausschüttung i. H. v. TEUR 1.800 resultierenden Bilanzgewinn von EUR 316.990,50 auf neue Rechnung vorzutragen.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus der Nutzung von fremden Gegenständen aufgrund von Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen, die dem Sachanlagevermögen zuzuordnen wären, bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB) i. H. v. TEUR 177 (i. Vj. TEUR 297).

Das Bestellobligo beläuft sich zum Stichtag auf TEUR 150 (i. Vj. TEUR 759), davon gegenüber verbundenen Unternehmen (AGRANA Fruit Services GmbH) TEUR 133 (i. Vj. TEUR 392).

Nachtragsbericht

Mit Datum vom 17. Dezember 2024 und Nachtrag vom 24. Januar 2025 wurde zwischen der AGRANA Fruit Germany GmbH und der Intermarket Bank AG ein Factoringvertrag abgeschlossen. Es handelt sich um ein stilles Factoring. Hierbei verpflichtet sich die Agrana Fruit Germany GmbH im monatlichen Rhythmus ausgewählte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Intermarket Bank AG zum Kauf und zur Abtretung anzubieten. Der Factoringvertrag hat eine Laufzeit von 3 Jahren und ist unkündbar. Mit der ersten Zahlung aus dem Forderungsverkauf in Höhe von TEUR 3.690 der Intermarket Bank AG wurde die bis dahin bestehende Cashpool-Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 2.563 am 19. Dezember 2024 vollständig abgelöst.

Die bis dahin bestehende Loan Facility in Höhe von EUR 6.800.00 wurde mit dem Loan Facility Agreement vom 16. Dezember 2024 in Höhe von EUR 1.000.000 abgelöst.

 

Konstanz, den 27.05.2025

Markus Wagner

Geschäftsführung

Kolja Stitz

Geschäftsführung

Organe

Geschäftsführung:

Olivier Roques, Colombes (Frankreich),

Geschäftsführer, Director Sales Europe der AGRANA-Gruppe

bis zum 29. August 2024

Kolja Stitz, Konstanz

Geschäftsführer, Head of Finance & HR der AGRANA Fruit Germany GmbH

Markus Wagner, Niederneukirchen (Österreich),

Geschäftsführer

ab dem 29. August 2024

Auf die Angabe nach § 285 Nr. 9 HGB wird unter Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur ein Geschäftsführer von der Gesellschaft Gehalt bezieht.

Arbeitnehmer

Die Zahl der Beschäftigten (FTE) hat im Jahresdurchschnitt betragen:

2023/2024 2022/2023
Lohnempfänger 95 93
Gehaltsempfänger 53 51
148 144
Auszubildende 3 3
151 147

Konzernzugehörigkeit

Im Berichtsjahr gehörte die AGRANA Fruit Germany GmbH dem folgenden Konzern (kleinster Kreis) an: AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien/Österreich. Der Konzernabschluss ist bei der Gesellschaft erhältlich. Die Gesellschaft wird über die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien/Österreich, in den Konzernabschluss der Südzucker AG, Mannheim (größter Kreis), einbezogen. Dieser wird zum Unternehmensregister eingereicht und ist unter www.bundesanzeiger.de abrufbar.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.3.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchung
EUR
29.2.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.540.525,75 0,00 0,00 0,00 1.540.525,75
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.558.887,56 0,00 0,00 0,00 7.558.887,56
2. Technische Anlagen und Maschinen 18.203.792,28 212.919,06 0,00 650.466,63 19.067.177,97
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.454.742,11 215.027,79 88.606,18 35.129,31 10.616.293,03
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 859.489,28 187.433,00 0,00 -685.595,94 361.326,34
37.076.911,23 615.379,85 88.606,18 0,00 37.603.684,90
38.617.436,98 615.379,85 88.606,18 0,00 39.144.210,65
Kumulierte Abschreibungen
1.3.2023
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge
EUR
29.2.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.482.845,79 32.378,02 0,00 1.515.223,81
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.824.090,71 88.686,79 0,00 5.912.777,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.499.313,22 469.629,72 0,00 15.968.942,94
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.868.888,41 167.892,30 60.298,09 9.976.482,62
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
31.192.292,34 726.208,81 60.298,09 31.858.203,06
32.675.138,13 758.586,83 60.298,09 33.373.426,87
Buchwerte
29.2.2024
EUR
28.2.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 25.301,94 57.679,96
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.646.110,06 1.734.796,85
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.098.235,03 2.704.479,06
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 639.810,41 585.853,70
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 361.326,34 859.489,28
5.745.481,84 5.884.618,89
5.770.783,78 5.942.298,85

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024

1. Grundlagen

1.1 Geschäftsmodell

Gegenstand der AGRANA Fruit Germany GmbH ist die Produktion und der Verkauf von Frucht- und Kräuterzubereitungserzeugnissen zur Vermischung in Joghurt, Quark, Speiseeis, Soßen sowie ähnlichen Artikeln.

1.2 Ziele und Strategien

AGRANAs Ziel ist es, sowohl global agierenden als auch regional tätigen Kunden weltweit beste Produktqualität und optimalen Service zu bieten. AGRANA verfolgt einen an den jeweiligen lokalen Marktgegebenheiten ausgerichteten Wachstumskurs. Langfristige und stabile Kunden- und Lieferantenbeziehungen sowie die kontinuierliche Steigerung des Unternehmenswertes sind wichtige Eckpfeiler der an den Grundsätzen des nachhaltigen Wirtschaftens ausgerichteten Unternehmensstrategie.

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, nach denen das Unternehmen gesteuert wird, sind die Bruttoumsätze 1 sowie das betriebliche Ergebnis vor Steuern und Zinsergebnis (EBIT.

1.3 Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist über die AGRANA Fruit S.A.S., Mitry-Mory, Frankreich, ein verbundenes Unternehmen der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien, Österreich, und wird in deren Konzernabschluss (kleinster Kreis) einbezogen. Über die AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien, wird die Gesellschaft in den Konzernabschluss der Südzucker AG, Mannheim, (größter Kreis) einbezogen.

1.4 Forschung und Entwicklung

Das AGRANA Research & Innovation Center (ARIC) in Tulln, Österreich, ist der zentrale Forschungs- und Entwicklungshub des Konzerns für die Bereiche Frucht, Stärke und Zucker. Das ARIC ist als eigenständiges Unternehmen in der AGRANA-Gruppe organisiert und eine 100%-Tochter der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft. Die AGRANA Fruit Germany GmbH entfaltet selbst keine Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung.

1 Bruttoumsätze = Umsatzerlöse TEUR 79.109 zzgl. Erlösschmälerungen TEUR -1.166 für 2023/24 bzw. Umsatzerlöse TEUR 71.512 zzgl. Erlösschmälerungen TEUR -1.213 für 2022/23.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

(Quellen: Jahreswirtschaftsbericht 2024 - Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Statista, Jahresschätzung BVE 2023, EUROMONITOR)

Die wirtschaftliche Lage zum Anfang dieses Jahres bietet weiterhin Anlass zur Sorge. Im Jahr 2023 ist die deutsche Wirtschaft um 0,3 Prozent geschrumpft. Für das laufende Jahr prognostiziert der Jahreswirtschaftsbericht zwar eine Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage, eine deutliche Erholung bleibt aber weiterhin aus. Im Jahr 2023 nahm das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr (1,8 %) ab.

Die Arbeitslosenquote des Jahres 2023 lag mit 5,7 % leicht über dem Vorjahr (5,3 %). In der Jahresprojektion 2024 geht die Bundesregierung von einem Zuwachs des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 0,2 % aus.

Da der europäische Exportanteil der AGRANA Fruit Germany GmbH nach wie vor als signifikant angesehen werden kann, ist die Entwicklungsprognose für die wichtigsten Absatzländer von Bedeutung. Hier zeigen die neuesten Zahlen von Euromonitor in der Hauptkategorie "Fruited & Flavoured Yoghurt" in Europa 2023 eine anhaltend rückläufige prozentuelle Mengenentwicklung gegenüber dem Vorjahr von -1,0 %. Die prozentuelle Mengenentwicklung 2023 gegenüber dem Vorjahr liegt in den Hauptmärkten bei:

Deutschland: -2,1 %

Frankreich: -3,1 %

Großbritannien: -0,8 %

Spanien: -1,4 %

Italien: -0,7 %

Polen: +0,6 %

Österreich: +0,8 %

Für Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und Großbritannien prognostiziert EUROMONITOR auch für 2024 einen weiteren Rückgang von -1,0 %.

2.2 Geschäftsverlauf

Die wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2023/24 war wesentlich geprägt von einem überdurchschnittlichen Inflationsdruck und einem volatilen Konsumentenverhalten. Die verkaufte Menge an Fertigprodukten lag mit 31.840 Tonnen (i. Vj. 32.334 Tonnen) um -1,5 % unter Vorjahr, jedoch mit +4,1 % (Planmenge 30.574 Tonnen) leicht über den gesetzten Erwartungen.

Inflationsbedingte Verkaufspreiserhöhungen führten zu Bruttoumsatzerlösen in Höhe von TEUR 80.275 (Vorjahr TEUR 72.725), welche somit über dem Vorjahr und deutlich über den gesetzten Zielen von leicht steigenden Bruttoumsatzerlösen lagen. Dabei sind die Bruttoumsatzerlöse im Inland (von Vorjahr TEUR 42.551 auf TEUR 48.744; + 12,8 %) stärker als die Bruttoumsatzerlöse im Ausland (von Vorjahr TEUR 30.174 auf TEUR 31.531 +4,3 %) gestiegen. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen war mit TEUR 2.168 positiv (i. Vj. TEUR -344 negativ) und lag signifikant über dem Vorjahreswert und den gesetzten Erwartungen (Vorjahresprognose zwischen TEUR 50 bis TEUR300). Zur Verbesserung der Ertragslage trugen im Wesentlichen gestiegene Umsatzerlöse (TEUR 7.596 im Vgl. zum Vj.) bei.

2.3 Ertragslage

Die Umsätze verzeichneten einen Anstieg um +9,6 % auf TEUR 79.109 (Vorjahr TEUR 71.513), was im Wesentlichen auf Verkaufspreiserhöhungen zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken von TEUR 733 um TEUR 47 auf TEUR 686, im Wesentlichen aufgrund von geringeren Erträgen aus Schadensersatzzahlungen von Versicherungen.

Die Materialaufwendungen liegen mit TEUR 55.379 um TEUR 3.189 über dem Vorjahres-Niveau (TEUR 52.190). Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung ohne sonstige betriebliche Erträge) sank von 72,5 % auf 70,2 % und ist im Wesentlichen auf den überproportionalen Anstieg der Umsatzerlöse im Vergleich zum Anstieg der Materialaufwendungen zurückzuführen. Wesentlich haben sich hierbei die Einkaufspreise für Himbeeren und Blaubeeren positiv ausgewirkt.

Die Personalaufwandsquote - Personalaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung 2 - sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (14,4 %) auf 13,2 %. Dieser Rückgang der Quote ist auf gestiegene Umsatzerlöse zurückzuführen. Der Personalstand der AGRANA Fruit Germany hat sich seit 1. März 2023 (147 FTE, davon 2,0 Auszubildende) im Vergleich zum 29. Februar 2024 mit 151 Mitarbeitern (davon 3,0 Auszubildende) um 2,7 % erhöht. Durchschnittlich waren 151 Mitarbeiter beschäftigt, davon 3 Auszubildende. Der durchschnittliche Personalstand liegt damit über dem Vorjahr (147 FTE) und über Budget (138 FTE).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit TEUR 10.880 über dem Vorjahresniveau von TEUR 9.708 (12,1 %). Wesentlicher Treiber waren hier ungewisse Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit behördlichen Auflagen und für Rechts- und Beratungskosten, höhere Weiterverrechnungen interner Personal- und Sachkosten sowie umsatzbedingt höhere Lizenzgebühren.

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsergebnis (EBIT) im Geschäftsjahr 2023/2024 beläuft sich auf TEUR 2.168 (Vorjahr TEUR -344 negativ).

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag liegen mit TEUR 543 über dem Vorjahr von TEUR 79 und sind auf das gestiegene Ergebnis vor Steuern zurückzuführen.

Das Finanzergebnis lag mit TEUR -631 deutlich unter dem Vorjahr von TEUR -50 und ist auf die Umgliederung der Zinsen aus dem passiven Kundenfactoring (i. H. v. TEUR 412; im Vj. TEUR 167) aus den Erlösschmälerungen zurückzuführen.

2 Gesamtleistung = Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderung

4 FTE = Full Time Equivalent/Mitarbeiterkapazität

Der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2023/2024 beläuft sich auf TEUR 802 (Vorjahr Jahresfehlbetrag TEUR -638) und ist im Wesentlichen auf die Umsatzsteigerungen zurückzuführen.

2.4 Vermögens- und Finanzlage

Zum 28. Februar 2024 betrug unsere Bilanzsumme TEUR 18.740 und lag damit um TEUR 1.114 unter dem Vorjahr.

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betrugen im Geschäftsjahr 2023/24 TEUR 615 und entfielen im Wesentlichen auf die folgenden Projekte:

Röntgendetektion Produktion (X-Ray) TEUR 145
Behälterwaschanlage TEUR 133
Dienstwägen PKW TEUR 90
IT-Hardware TEUR 64
Geringwertige Wirtschaftsgüter TEUR 24

Hauptinvestitionspunkte waren die Röntgendetektion in der Produktion (X-Ray) sowie eine neue Behälterwaschanlage für die Produktion.

Das Vorratsvermögen verringerte sich von TEUR 5.481 im Geschäftsjahr 2022/2023 um TEUR 282 auf TEUR 5.199 im aktuellen Geschäftsjahr, hauptsächlich bedingt durch geringere Unfertig- und Fertigerzeugnisse zum Stichtag.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 6.953) sind gegenüber dem Geschäftsjahr 2022/23 (TEUR 7.168) gesunken. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf stichtagsbezogene Effekte zurückzuführen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen liegen mit TEUR 242 um -8,9 % unter dem Vorjahreswert (TEUR 266); diese beinhalten insbesondere IC-Verrechnungen von Personal- und Sachaufwendungen, welche aufgrund des Absatzes rückläufig waren.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sanken von TEUR 883 auf TEUR 443. Dies ist im Wesentlichen durch den Rückgang von Schadensersatzforderungen zu begründen.

Auf der Passivseite sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbezogen von TEUR 2.214 auf TEUR 2.941 gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verzeichneten einen Rückgang von TEUR 8.369 auf TEUR 6.100. Dies ist im Wesentlichen auf gesunkene interne Rohwarenpreise (TEUR 1.057; i. Vj. TEUR 3.427) zurückzuführen. Die sonstigen Rückstellungen sind hingegen von TEUR 2.663 auf TEUR 3.967 gestiegen, welches im Wesentlichen auf ungewisse Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit behördlichen Auflagen und für Rechts- und Beratungskosten zurückzuführen ist.

Die Eigenkapitalquote von 26,6 % ist im Vergleich zum Vorjahr (30,2 %) gesunken. Diese Veränderung resultiert hauptsächlich aufgrund der Entnahme von Kapitalrücklagen i.H.v. TEUR 1.800 für die erfolgte Ausschüttung an die Muttergesellschaft.

Der Finanzmittelfonds beträgt zum Bilanzstichtag TEUR - 4.121 (Vorjahr TEUR -3.911). Dabei beträgt der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (operativer Cashflow, auf der Basis der für interne Zwecke durchgeführten Cashflow-Berechnung) im Berichtszeitraum TEUR 2.192 (Vorjahr TEUR 1.038).

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR -602 und der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit TEUR -1.800.

Zum Bilanzstichtag bestand eine Loan Facility mit der AGRANA Group-Service GmbH i. H. V. TEUR 6.800 mit einer Laufzeit bis 31.05.2025, welche zum Zeitpunkt der Fälligkeit neu verhandelt werden kann. Die Cashpool-Verbindlichkeit beläuft sich zum Bilanzstichtag 29.02.2024 auf TEUR 4.220. Die bis dahin bestehende Loan Facility wurde mit Vereinbarung vom 16. Dezember 2024 durch eine Loan Facility in Höhe von TEUR 1.000 abgelöst. Durch den Abschluss eines Factoring Vertrags mit der Intermarket Bank AG im Dezember 2024 konnten die Cashpool-Verbindlichkeit vollständig abgelöst werden und die Finanzierung gesichert werden.

2.5 Gesamtaussage

Insgesamt war das Geschäftsjahr 2023/2024 für die AGRANA Fruit Germany GmbH zufriedenstellend. Verkaufspreissteigerungen konnten die inflationsbedingten Preissteigerungen bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsmitteln sowie sonstigen Leistungen auffangen und ein Ergebnis vor Steuern erwirtschaften.

3. Prognose-, Chancen-, Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Die AGRANA Fruit Germany GmbH ging bei der Planerstellung für das Geschäftsjahr 2024/25 von einer weitestgehend stabilen Absatz- und Bruttoumsatzentwicklung aus.

Ein hoch kompetitives und mittlerweile europäisches Wettbewerbsumfeld, neue Anbieter aus anderen fruchtverarbeitenden Branchen, der Trend zur In-House-Produktion, ein scharfer Wettbewerb im Handel, Discount und dem gesamten Molkereisektor, der Ukraine-Russland-Konflikt sowie der damit verbundene Preisdruck sind die zentralen Herausforderungen für 2024/25.

Für das Geschäftsjahr 2024/25 werden im Vergleich zum aktuellen Geschäftsjahr leicht rückläufige Bruttoumsatzerlöse sowie ein positives Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT), zwischen TEUR 500 bis TEUR 1.000, prognostiziert.

3.2 Risiko- und Chancenmanagement

Unternehmensrisiken

Die AGRANA Fruit Germany GmbH ist ein international agierendes Unternehmen, welches eine Vielzahl von Kunden in verschiedensten Märkten bedient. Als solches ist die AGRANA Fruit Germany GmbH gewissen allgemeinen und branchenspezifischen Risiken ausgesetzt. Zur frühzeitigen Erkennung dieser Risiken hat die Gesellschaft ein Risikomanagement implementiert, dessen Hauptaufgabe es ist, Risiken frühzeitig zu erkennen und dementsprechend gegenzusteuern. Die wesentlichen Instrumente für dieses Risikomanagement sind der Planungs- und Controlling Prozess, die laufende Berichterstattung und diverse Auditierungsprozesse mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

Die Risikokultur des Unternehmens ist gekennzeichnet von klar geregelten Führungsverantwortlichkeiten, einem internen Kontrollsystem und einem verantwortungsvollen Umgang mit unternehmerischen Risiken. Unterstützt wird diese von außen durch zahlreiche Audits sowie durch Instrumente wie Controlling und die interne Revision der AGRANA-Gruppe. Entwicklungstendenzen, die einen negativen Einfluss auf die Gesellschaft haben könnten, werden durch regelmäßige und systematische Analysen definiert und gegensteuernde Maßnahmen festgelegt. Die Überprüfung von Risiken (vor Gegenmaßnahmen) erfolgt in regelmäßigen Abständen durch die interne Revision der AGRANA-Gruppe und wird in 3 Kategorien bewertet: Niedrig, moderat und hoch.

Risiken im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit:

Als produzierendes Unternehmen der Lebensmittelindustrie ist AGRANA Einzelrisiken ausgesetzt, die ihre Ursache in der spezifischen Geschäftstätigkeit haben.

Marktrisiken:

Umsatz und Ergebnis der AGRANA Fruit Germany GmbH unterliegen im Bereich ihres operativen Geschäfts der Volatilität und Zyklen der jeweiligen Abnehmerbranchen. Diese Branchen umfassen insbesondere Unternehmen der lebensmittelverarbeitenden Industrie, vornehmlich Molkereien, Backwaren- und Speiseeisindustrie. Vor allem tendenziell gesättigte Märkte in Zentral- und Westeuropa sind durch einen verschärften Wettbewerb und Konzentrationstendenzen gekennzeichnet.

Durch die Positionierung der AGRANA Fruit Germany GmbH mit einem speziellen Fokus auf die Qualität der Produkte und Prozesse sowie Innovationen soll eine starke Position in diesem Wettbewerb erreicht werden. Eine gewisse Risikostreuung wird durch den, aus geographischer Sicht, breit gefächerten Markt erreicht. Das Risiko wird als moderat eingestuft.

Produktqualität:

Höchste Qualität unserer Produkte im Interesse unserer Kunden und Konsumenten gehört zu den definierten Ansprüchen. Die Einhaltung aller relevanten lebensmittelrechtlichen Standards ist für AGRANA eine Selbstverständlichkeit. Risiken durch Qualitätsmängel, sei es bei Rohstoffen oder Verarbeitung durch die Unternehmung, tritt AGRANA durch qualifiziertes Sourcing und strengste interne zertifizierte Qualitätsstandards entgegen. Der Einsatz entsprechender IT-Systeme sowie klare Dokumentation und kontinuierliche Verbesserung unterstützen diese Prozesse. Das Risiko wird als moderat eingestuft.

Beschaffungsrisiken:

Als Verarbeiter von Rohstoffen aus landwirtschaftlicher Produktion ist die AGRANA Fruit Germany GmbH einem Beschaffungsrisiko aufgrund von Witterungseinflüssen, Wettbewerb und allgemeinen agrarpolitischen Rahmenbedingungen sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hinsicht ausgesetzt. Hierdurch können Rohstoffe unter Umständen in geringer Menge verfügbar sein oder Preisschwankungen unterliegen. Durch einen zentralen globalen Einkauf durch die AGRANA Fruit Services GmbH in Wien können etwaige Risiken frühzeitig erkannt und entsprechende gegensteuernde Maßnahmen gesetzt werden. Zudem sieht sich die AGRANA Fruit Germany GmbH dem Risiko der steigenden Energiepreisen ausgesetzt. Zur Vermeidung von Preisrisiken am Energiemarkt hat die AGRANA Fruit Germany GmbH einen Vertrag über die Lieferung von Erdgas mit fixierten Preisen und einer Laufzeit zum 01.01.2025 geschlossen. Zudem wurden neue Fracht-Vereinbarungen mit fixierten Preisen und einer Laufzeit bis 01.04.2024 abgeschlossen, um Preisrisiken zu vermindern. Das Risiko wird insgesamt als moderat eingestuft.

Liquiditäts- und Währungsrisiken:

Geldanlagen, Liquidität und Finanzierungsbedarfe, um die Fähigkeit der Gesellschaft den Betrieb fortzuführen zu sichern sowie Vermögenswerte zu beschaffen und Verbindlichkeiten im normalen Geschäftsverlauf zu begleichen, werden über das Cash-Pool-Konto im Rahmen einer Cash-Management-Vereinbarung mit der AGRANA Group-Services GmbH sichergestellt. Per 29. Februar 2024 hatte die Gesellschaft eine Cash-Pool-Verbindlichkeit i.H.v. TEUR 4.220 (Vorjahr Cash-Pool-Verbindlichkeit TEUR 3.992) gegenüber Konzern bei der AGRANA Group-Services GmbH, Wien (Österreich). Die AGRANA Group-Service GmbH verfügt über eine ausreichende Liquidität.

Im Rahmen der jährlichen Ergebnis- sowie Investitionsplanung wird der Liquiditätsbedarf ermittelt und genehmigt. Die Liquidität der Gesellschaft wurde bisher im Wesentlichen durch eine Loan Facility der AGRANA Group-Service GmbH (TEUR 6.800, davon wurden zum Stichtag TEUR 4.220 im Rahmen des Cashpooling in Anspruch genommen, Laufzeit bis 31.05.2025) sichergestellt. Die bis dahin bestehende Loan Facility in Höhe von EUR 6.800.000 wurde mit Loan Facility Agreement vom 16. Dezember 2024 durch eine Loan Facility in Höhe von EUR 1.000.000 abgelöst.

Mit Datum vom 17. Dezember 2024 und Nachtrag vom 24. Januar 2025 wurde zwischen der AGRANA Fruit Germany GmbH und der Intermarket Bank AG ein Factoringvertrag abgeschlossen. Es handelt sich um ein stilles Factoring. Hierbei verpflichtet sich die AGF im monatlichen Rhythmus ausgewählte versicherte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Intermarket Bank AG zum Kauf und zur Abtretung anzubieten. Der Factoringvertrag hat eine Laufzeit von 3 Jahren und ist unkündbar. Die bis dahin bestehende Cashpool-Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 2.563 wurde mit der ersten Zahlung der Intermarket Bank AG am 19. Dezember 2024 vollständig abgelöst. Durch den Abschluss des Factoring Vertrages mit der Intermarket Bank AG konnte AGRANA Fruit Germany GmbH ihr Liquiditätsrisiko reduzieren. Ausschüttungen für das Geschäftsjahr 2024/2025 wurden nicht durchgeführt. Potenzielle Ausschüttungen könnten zu einer Erhöhung des Liquiditätsrisikos führen. Die AGRANA Group-Service GmbH verfügt über eine ausreichende Liquidität.

Übrige Risiken: Währungsrisiken können durch den Kauf und Verkauf von Waren in Fremdwährungen entstehen. Produktpreisrisiken ergeben sich aus Preisschwankungen für Rohwaren auf den Weltmärkten. Dieses Risiko wird als gering eingestuft.

Unternehmenschancen

Die Chancen der AGRANA Fruit Germany GmbH bestehen weiterhin insbesondere in der AGRANA-gruppenweiten Nutzung von Innovations- und Entwicklungskompetenzen, stetiger Prozessoptimierung und Hebung von Kosteneinsparungspotenzialen sowie in der Einbindung in einen global operierenden Konzern.

Insgesamt werden die Chancen als moderat eingeschätzt.

 

Konstanz, 27. Mai 2025

Kolja Stitz

Geschäftsführung

Markus Wagner

Geschäftsführung

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