Großhandel mit Textilien
DKMS Life Science Lab gGmbH
Sankt Petersburger Straße 2, 01069 Dresden, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Aron Zedler seit 22.12.2025 | Prokura |
Daniel Knoll seit 16.9.2025 | Prokura |
Elke Erika Christel Dr. Neujahr seit 19.12.2024 | Geschäftsführer |
Nora Handwerker seit 6.10.2022 | Prokura |
Thomas Schäfer seit 10.3.2016 | Geschäftsführer |
Vinzenz Dr. Lange seit 10.3.2016 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
DKMS Stiftung Leben Spenden | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DKMS Life Science Lab gGmbHDresdenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für 2022Grundlagen der GesellschaftGeschäftsmodellDie DKMS Life Science Lab gGmbH (im Folgenden LSL) ist als spezialisiertes HLA-Typisierungslabor vor allem für die Muttergesellschaft, die DKMS gemeinnützige GmbH (im Folgenden DKMS) tätig. Hier werden im Hochdurchsatzlabor der LSL die Blut- oder Gewebeproben von potentiellen Stammzellspendern auf ihre transplantationsrelevanten Merkmale hin untersucht. Im Klinischen Labor erfolgt vor allem die Untersuchung von Spendermaterialien in Vorbereitung einer verwandten oder unverwandten Stammzelltransplantation. Dies erfolgt in Kooperation mit verschiedenen Transplantationskliniken im In- und Ausland. In der zudem angeschlossenen Sucheinheit werden im Auftrag der Transplantationskliniken und in enger Zusammenarbeit mit dem ZKRD Zentrales Knochenmarkspender-Register für die Bundesrepublik Deutschland gemeinnützige GmbH (ZKRD) die passenden Fremdspender in den verschiedenen internationalen Registern für die allogene Stammzelltransplantation gesucht. Forschung und EntwicklungIn der LSL in Dresden ist ein Forschungs- und Entwicklungsbereich eingerichtet. Hier werden dauerhaft 10 Mitarbeiter: innen beschäftigt, die sich mit der technologischen Weiterentwicklung und Optimierung der eingesetzten Reagenzien und Prozesse beschäftigen. Zusammen mit Mitarbeiter: innen aus dem wissenschaftlichen Bereich der DKMS werden hier Typisierungsstrategien entwickelt und die Umsetzung im Laborbetrieb getestet. Dafür werden gemeinsam mit anderen internen Abteilungen und externen Partnern auch die benötigten Laborgeräte und Verbrauchsmaterialien konzipiert und getestet. Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten des Geschäftsjahres beläuft sich auf TEUR 995, was einem Umsatzanteil von 4,7% (Vj. 4,2%) entspricht. Zielstellung dieser Abteilung ist vor allem, auch weiterhin zusätzliche transplantationsrelevante Gewebemerkmale analysieren zu können. Diese Informationen sollen im Prozess der Fremdspenderauswahl zur Verfügung gestellt werden, um zukünftig Patienten noch schneller und effektiver helfen zu können. Auch unerwünschte Nebeneffekte einer Transplantation könnten so noch besser vermieden werden. GeschäftsverlaufDie Entwicklung des Geschäftsverlaufes ist aus Sicht der Geschäftsführung insgesamt zufriedenstellend verlaufen. Im Geschäftsjahr konnte durch die Corona-Krise und den damit zusammenhängenden Rückgang der Neuspenderregistrierungen bei der Muttergesellschaft der angestrebte Budgetwert von 1.099.000 Typsierungen nicht erreicht werden. Trotz des Rückganges konnten insgesamt 751.000 Proben im Standardprofil des Hochdurchsatzlabors typisiert werden. Dies entspricht einem Rückgang um 12% im Vergleich zu den Werten des Vorjahres (857.000 Typisierungen). Bis zum Juli wurden alle Typisierungen mit einem Typisierungsprofil unter hochaufgelöster Bestimmung der Genorte HLA -A * , -B * , -C * , -DRB1 * , -DQB1 * , -DPB1 * , -DRB3 * , -DRB4 * , -DRB5 * , -DPA1 * , -DQA1 * und -E * sowie der Merkmale Blutgruppe, Rhesusfaktor, CCR5Δ32-Mutation, MIC A, MIC B und KIR auf Allel-Level ausgeführt. Ab August wurde auf die Typisierung von KIR auf Allel-Level für den überwiegenden Teil der Proben verzichtet. Außerdem konnte bei 674.000 Proben der CMV-Status mitbestimmt werden (Vj. 880.000 Proben). Das externe Geschäft der Gesellschaft hat in 2022 nur einen leichten Anstieg zu verzeichnen. Der Anteil des externen Geschäfts am Gesamtumsatz lag im Berichtszeitraum bei 15,7%. Das zur LSL gehörende Klinische Labor konnte im Geschäftsjahr 2022 zum Vergleichsjahr 2021 das hohe Vorjahresniveau sowohl bei den Erst- und Bestätigungstypisierungen beibehalten. Bei den Suchanfragen (133, Vj. 112) der angeschlossenen Sucheinheit ist ein Anstieg zu verzeichnen. Vermögens-, Finanz- und ErtragslageErtragslageDas Jahresergebnis der LSL lag im Geschäftsjahr 2022 bei TEUR ./. 74 (Vj. TEUR ./. 431) und fiel durch den im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Probeneingang und die damit verbundenen geringeren Umsätze etwas niedriger aus als prognostiziert (TEUR 125). Die Fixkosten, im Wesentlichen Personalkosten, konnten nicht in gleichem Maße zurückgefahren werden, wie der Rückgang an eingehenden Proben zu verzeichnen war. Die gesunkenen Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2022 (TEUR 21.044) zum Vergleichsjahr 2021 (TEUR 21.767) sind vor allem auf die geringeren Typisierungsmengen zurückzuführen. Die Preissteigerung gegenüber der DKMS konnten dies nicht vollständig kompensieren. Die Umsatzerlöse liegen damit erheblich hinter den Erwartungen (TEUR 25.816), die eine höhere Anzahl an Typisierungen beinhaltete. Der Materialaufwand sank durch Optimierungen im Materialeinsatz, den Wegfall der KIR-Typisierungen für einen großen Teil der Proben in der 2. Jahreshälfte und entsprechend des rückläufigen Typisierungsvolumens im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.661. Der Anstieg des Personalaufwandes um TEUR 734 auf TEUR 9.637 ist im Wesentlichen durch eine Erhöhung der durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl sowie Gehaltsanpassungen im Berichtszeitraum verursacht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in 2022 von TEUR 5.722 auf TEUR 5.634 gesunken. Diese Entwicklung steht in Zusammenhang mit den Ausgaben für Testungen auf Sars-Cov-2 in 2021 und den damit verbundenen Aufwendungen für Leiharbeiter: innen. VermögenslageIm Geschäftsjahr 2022 stieg die Bilanzsumme von TEUR 13.452 auf TEUR 14.581 zum 31. Dezember 2022. Die Verbesserung des Laborprozesses führte erneut zu Investitionen vor allem im Bereich Laborgeräte und Software. Es wurden insgesamt TEUR 807 in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen investiert. Die Zugänge betreffen Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung (EDV-Hardware, Inneneinrichtung) in Höhe von TEUR 259, Investitionen in Laborgeräte und Laborausstattung in Höhe von TEUR 295 und Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände (Software) in Höhe von TEUR 136. Es befinden sich Anlagen im Bau i.H.v. TEUR 117. Dem entgegen stehen Anlagenabgänge im Bereich Labor und IT i.H.v. TEUR 494. Die Vorräte sind im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 2.332 auf TEUR 2.822 gestiegen. Dies steht in Zusammenhang mit den inflationsbedingt gestiegenen Preisen und einem Vorratsaufbau um potenziellen Lieferengpässen entgegenzuwirken. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich zum Jahresende des abgelaufenen Wirtschaftsjahres auf TEUR 3.384 und liegen damit TEUR 1.467 über dem Wert des Vorjahres. Dies liegt im Wesentlichen an den aus Lieferungen und Leistungen resultierenden hohen Forderungen gegen verbundene Unternehmen zum Jahresende. Die Verbindlichkeiten, Abgrenzungsposten und Rückstellungen erhöhten sich von TEUR 6.691 im Jahr 2021 auf TEUR 7.893 im Geschäftsjahr. Dies ist vor allem auf die Inanspruchnahme der Kontokorrent-Linie der DKMS und die höheren Personalrückstellungen zurückzuführen. Finanz- und LiquiditätslageDie Eigenkapital-Quote liegt mit 45,9% (Vj. 50,3%) unter dem Niveau des Vorjahres. Die liquiden Mittel betragen zum 31. Dezember 2022 TEUR 1.564 (Vj. TEUR 1.581) und enthalten i.H.v. TEUR 141 Bestände in USD (Vj. TEUR 103). Des Weiteren besteht eine Kontokorrent-Linie bei einem Kreditinstitut über TEUR 600 und bei der Muttergesellschaft über TEUR 2.000. Letztere wurde 2022 in Anspruch genommen. Des Weiteren bestanden zum Abschlussstichtag wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Zwischen der DKMS und der LSL besteht ein langfristiges Darlehen mit einem Gesamtwert zum Abschlussstichtag von TEUR 4.116 (Vj. TEUR 4.589). Außerdem wurde die Kontokorrent-Linie i.H.v. TEUR 2.000 unterjährig ausgeschöpft. Zum Jahresende konnte die Inanspruchnahme auf TEUR 1.000 (Vj. TEUR 0) reduziert werden. Zum Stichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 13.402, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind. Davon sind TEUR 1.956 innerhalb eines Jahres fällig. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtChancen und Risiken der künftigen EntwicklungDie Chancen im Hinblick auf die künftige Entwicklung der LSL liegen zum einen im weiteren Wachstum der Spenderdatei bei der DKMS. Durch die positive Entwicklung der Muttergesellschaft im Inland und den Internationalisierungsbestrebungen steigt vor allem auch das Probenaufkommen bei der LSL. Chancen für die positive Unternehmensentwicklung der LSL ergeben sich zudem aus dem verstärkten Angebot der Typisierungsleistung auch für externe Kunden. Neben der Möglichkeit, aufgrund der kostengünstigen NGS-Typisierungstechnologie günstige Preise am Markt anbieten zu können, verspricht der erweiterte Leistungsumfang des Labors einen Wettbewerbsvorteil. Die Risiken sind ihrer Bedeutung für die Gesellschaft nach absteigend aufgeführt: Risiken für eine Fortsetzung des Wachstums bestehen vor allem durch einen Rückgang von Typisierungsaufträgen und das Anhalten der Corona-Krise. Dies könnte durch sinkende Neuspenderregistrierungen bei der DKMS der Fall sein, wodurch die LSL einerseits einen Einbruch der Umsatzerlöse, andererseits aber auch Probleme bei der Deckung der Fixkosten zu erwarten hätte. Um dies zu verhindern und eine stabile Auftragslage sicherstellen zu können, ist die LSL bemüht auch für externe Auftraggeber Typisierungsleistungen durchführen zu können. Weiterhin kann durch die personelle und organisatorische Verflechtung zur Muttergesellschaft frühzeitig mit einer Gegensteuerung bei einem zu geringen Probenaufkommen begonnen werden, um einen möglichen Schaden bei der LSL so gering wie möglich zu halten. Ein weiteres Risiko könnte sich bei ungünstigen Entwicklungen bei der Beschaffung der Labormaterialien oder der notwendigen Labortechnik ergeben. Eine Insolvenz einiger Lieferanten könnte den Laborbetrieb kurzzeitig gefährden, jedoch kann die Einschränkung des Laborbetriebes mit geeigneten Maßnahmen gering gehalten werden. Der Wechsel zu neuen Lieferanten und anderen Produkten würde eine Änderung des Laborprozesses notwendig machen. Weiterhin müssten neue Laborgeräte angeschafft und Investitionen getätigt werden, um die Typisierungen mit dann geänderten Ausgangsmaterialien leisten zu können. Risiken ergeben sich darüber hinaus aus der Entwicklung der Fremdwährungen, insbesondere des US-Dollars, da die LSL Leistungen aus dem Ausland bezieht bzw. Leistungen ins Ausland fakturiert. Der russische Einmarsch in das Staatsgebiet der Ukraine Ende Februar 2022 bringt bedingt durch lediglich geringfügige Geschäftsbeziehungen in der Ukraine sowie mit Russland keine wesentlichen Auswirkungen auf die DKMS LSL mit sich. Derzeit sind keine wesentlichen, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Risiken bekannt. PrognoseberichtAufbauend auf dem Vorjahresniveau wird die Muttergesellschaft DKMS gemeinnützige GmbH ihre Aufbauaktivitäten im In- und Ausland auch im Geschäftsjahr 2023 fortsetzen. Das wird auch in der LSL zu weiterhin hohen Typisierungszahlen führen. So wird für 2023 mit einem Probenvolumen von rund 915.000 Proben im Hochdurchsatzlabor geplant. Dadurch ist für die LSL mit einem deutlichen Umsatzanstieg im Vergleich zum Vorjahr zu rechnen. Die geplanten Typisierungszahlen sind die wesentliche Größe zur Steuerung der Gesellschaft. Aufgrund weiterer Personaleinstellungen, steigender Abschreibungen sowie einer generellen Kostensteigerung im Zusammenhang mit der Inflation und dem gestiegenen Geschäftsvolumen rechnet die LSL damit, dass hierdurch die Effekte aus der Umsatzsteigerung teilweise kompensiert werden. Die Gesellschaft rechnet insgesamt trotzdem mit einem deutlich höheren Jahresergebnis im Vergleich zum Berichtsjahr. Die Gewinnung zusätzlicher externer Auftraggeber soll in 2023 weiter forciert werden. Dafür wird am Ausbau der in den letzten Jahren etablierten Vertriebsstrukturen gearbeitet. Der wissenschaftlich-technische Fortschritt bedingt auch in 2023 weitere Investitionen. Insgesamt sind für das Geschäftsjahr 2023 Investitionen in Höhe von TEUR 2.914 geplant.
Dresden, 12. April 2023 DKMS Life Science Lab gGmbH Die Geschäftsführung Dr. Dr. Alexander Schmidt Thomas Schäfer Dr. Vinzenz Lange Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Anhang für 2022Allgemeine HinweiseDie DKMS Life Science Lab gGmbH hat ihren Sitz in Dresden und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Dresden (HRB 15132) eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss der DKMS Life Science Lab gGmbH (im Folgenden DKMS LSL) wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Der Jahresabschluss wird in Euro aufgestellt. I. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenIm Einzelnen erfolgte die Bilanzierung und Bewertung wie folgt: 1. Immaterielle Vermögensgegenstände und SachanlagenEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig pro rata temporis linear abgeschrieben. Sachanlagen mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 800,00 netto werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Bei der Ermittlung der planmäßigen Abschreibungen wird die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zugrunde gelegt. Bei den beweglichen Sachanlagen erfolgen die Abschreibungen linear entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 netto werden im Jahr der Anschaffung als Betriebsaufwand erfasst. Bis 2020 wurde für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250,00 netto bis EUR 1.000,00 netto das steuerliche Sammelpostenverfahren angewendet und der Sammelposten mit 20 Prozent p.a. abgeschrieben. Für Anschaffungen ab 2021 wird das Sammelpostenverfahren für geringwertige Wirtschaftsgüter nicht mehr angewendet. Stattdessen erfolgt eine Sofortabschreibung im Jahr der Anschaffung für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250,00 netto bis EUR 800,00 netto. 2. FinanzanlagenFinanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. 3. VorräteRoh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die unfertigen Leistungen werden entsprechend ihres Fertigungsgrades mit den anteiligen Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. 4. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeForderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Allen risikobehafteten Einzelposten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Pauschalwertberichtigungen werden nicht vorgenommen, da die Forderungen auf Grundlage von Erfahrungswerten nahezu keinen Ausfall aufzeigen. 5. Forderungen und Verbindlichkeiten im VerbundBeginnend 2020 werden frist- und währungsgleiche Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber ein und demselben Verbundpartner bilanzverkürzend miteinander saldiert und in Abhängigkeit des Saldos in den Forderungen oder Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. 6. Liquide MittelLiquide Mittel sind mit dem Nennbetrag angesetzt. 7. Aktiver RechnungsabgrenzungspostenIm aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag mit Ergebniswirkung nach dem selbigen mit ihrem Nennwert angesetzt. 8. RückstellungenDie Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist und entsprechen dem Erfüllungsbetrag (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. 9. VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. 10. Grundlagen für die WährungsumrechnungAuf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. 11. Latente SteuernAuf den Ansatz aktiver latenter Steuern auf temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen wird unter Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB verzichtet. II. Erläuterungen zur Bilanz1. AnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt (Anlage II). In den Finanzanlagen ist die Mietkaution in Höhe von TEUR 250 (Vj. TEUR 250) enthalten. 2. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 2.005 (Vj. TEUR 1.018) betreffen ausschließlich den Lieferungs- und Leistungsverkehr. Forderungen gegen die Gesellschafterin DKMS gemeinnützige GmbH, Tübingen, sind zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 1.950 vorhanden (Vj. TEUR 794). Außerdem bestehen keine Steuerforderungen (Vj. TEUR 115). 3. Gezeichnetes KapitalDas Stammkapital beträgt zum 31. Dezember 2022 unverändert TEUR 160 (Vj. TEUR 160), ist voll geleistet und wird zu 100 % von der DKMS gemeinnützige GmbH, Tübingen, gehalten. 4. Rückstellungen
In den Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Personalaufwendungen in Form von ausstehendem Urlaub, Überstunden und Bonus enthalten. Außerdem umfassen sie Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen und Aufwendungen für Miete. 5. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Form eines Darlehens in Höhe von TEUR 4.116 (Vj. TEUR 4.590) und einer Kontokorrent-Linie in Höhe von TEUR 1.000 (Vj. TEUR 0) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben Fristigkeiten bis zu einem Jahr in Höhe von TEUR 1.000 sowie zwischen ein bis fünf Jahren in Höhe von TEUR 4.116. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 98 (Vj. TEUR 104) enthalten. III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Vergütungen für Typisierungsleistungen und Erlöse aus Management-Weiterbelastungen mit Dienstleistungscharakter für die DKMS Stem Cell Bank gGmbH und die DKMS Collection Center gGmbH. 2. Steuern vom Einkommen und ErtragIn den Steuern von Einkommen und Ertrag sind keine periodenfremden Steueraufwendungen enthalten (Vj. TEUR 4). 3. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge i.H.v. TEUR 26 (Vj. TEUR 525). 4. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen IT-Aufwendungen i.H.v. TEUR 907 (Vj. TEUR 896), Aufwendungen für Wartungen und Reparaturen i.H.v. TEUR 863 (Vj. TEUR 755) sowie Aufwendungen für Raummieten und Nebenkosten i.H.v. TEUR 1.852 (Vj. TEUR 1.565). Darüber hinaus sind Aufwendungen für freie Mitarbeiter: innen i.H.v. TEUR 51 (Vj. TEUR 701), Post-Aufwendungen i.H.v. TEUR 250 (Vj. TEUR 357) sowie Aufwendungen aus der Weiterbelastung durch die DKMS für Managementleistungen i.H.v. TEUR 211 (Vj. TEUR 230) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen i.H.v. TEUR 134 (Vj. TEUR 2). IV. Sonstige Angaben1. GeschäftsführungDer Geschäftsführung gehören an: Dr. Dr. Alexander Schmidt (Geschäftsführer der DKMS gemeinnützige GmbH, Tübingen) Thomas Schäfer (Geschäftsführer der DKMS Life Science Lab gGmbH) Dr. Vinzenz Lange (Geschäftsführer der DKMS Life Science Lab gGmbH) Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 2. MitarbeiterDie durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter: innen betrug 157, die sich aus zwei Geschäftsführern, 96 Angestellten in Vollzeit sowie 59 Angestellten in Teilzeit zusammensetzen. Sieben Mitarbeiter: innen befanden sich in Elternzeit. Zudem waren im Jahresdurchschnitt vier studentische Hilfskräfte bzw. geringfügig Beschäftigte und ein Auszubildender angestellt. 3. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich zum Stichtag auf TEUR 13.402 und gliedern sich wie folgt auf:
4. Konzern- und BeteiligungsverhältnisseDie Gesellschaft hält am Bilanzstichtag folgende Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HBG:
Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft DKMS gemeinnützige GmbH, Tübingen, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird nach § 325 HGB durch Einreichung beim Betreiber des Bundesanzeigers offengelegt. Die Anteile an der DKMS gemeinnützige GmbH, Tübingen, werden zu 100 % von der DKMS Stiftung Leben Spenden, Tübingen, gehalten, deren unmittelbare und mittelbare Tochterunternehmen verbundene Unternehmen gemäß § 271 Abs. 2 HGB der DKMS Life Science Lab gGmbH sind. Die DKMS Stiftung Leben Spenden, Tübingen, ist nicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. 5. Honorar AbschlussprüferDas vom Abschlussprüfer gestellte Gesamthonorar beträgt für das Geschäftsjahr 2022 insgesamt TEUR 47. Für Prüfungsleistungen fielen TEUR 35, für Steuerberatungsleistungen TEUR 12 und für sonstige Leistungen TEUR 0 an. 6. Besondere Vorgänge nach dem Schluss des GeschäftsjahresNach Abschluss des Geschäftsjahres 2022 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. 7. ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag 2022 (TEUR ./. 74) in die Rücklagen einzustellen.
Dresden, 12. April 2023 DKMS Life Science Lab gGmbH Die Geschäftsführung Dr. Dr. Alexander Schmidt Thomas Schäfer Dr. Vinzenz Lange Entwicklung des Anlagevermögens 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die DKMS Life Science Lab gGmbH, Dresden PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der DKMS Life Science Lab gGmbH, Dresden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DKMS Life Science Lab gGmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 12. April 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Anita Botzenhardt, Wirtschaftsprüfer ppa. Dieter Joachim Böhm, Wirtschaftsprüfer |
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