Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 55128
Vorher
ROCK Unternehmensberatung und Personalentwicklung GmbHSsangYong Europe GmbH
Eingetragen
19.7.2002
Branche
Großhandel mit keramischen Erzeugnissen und GlaswarenGroßhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-Metallhalbzeug
Gegenstand
Import und Export von Produkten wie etwa Keramik, Chemikalien, Magneten, Kabel, elektronischen Komponenten, Maschinen und Stahl sowie jegliche Tätigkeiten, die dem vorgenannten Zwecke förderlich sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Hyun-Su Park
seit 20.6.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
GS Global Corp.KOR
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

GS Global Corp.
South Korea
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GS Global Europe GmbH

Eschborn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

GS GLOBAL EUROPE GMBH, ESCHBORN

I. Grundlagen der Gesellschaft

1. Gegenstand

Die GS Global Europe GmbH wurde im Jahr 2004 am Standort Eschborn gegründet. Sie gehört zur international operierenden Unternehmensgruppe GS Global, deren Hauptgeschäftsfelder im Bereich der Petrochemie und Energie, der Zementindustrie und Automobilindustrie sowie des Stahl- und Metallexports liegen.

Die Gesellschaft vertreibt die Produktpalette der Muttergesellschaft GS Global Corporation,Seoul/Korea, für die Automobilindustrie, für Stahl-Service-Center, für die chemische Industrie und für die Sanitärindustrie im Wesentlichen auf dem deutschen Markt und innerhalb der EU. Die Strategie des Unternehmens ist es, die bestehenden Kundenkontakte mit Großkunden- wie Bosch, Brose, EMW Stahl Service, Flühs Drehtechnik - aufrechtzuerhalten und die gute Marktstellung innerhalb der Nische für Spezialprodukte auszuweiten.

2. Personal

Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr 2023 im Jahresdurchschnitt 14 Arbeitnehmer.

3. Entwicklungstätigkeit

Die Kunden der GS Global Europe GmbH schätzen das hohe Qualitätsniveau der angebotenen Produkte. Als Vertriebsgesellschaft ist die GS Global Europe GmbH nicht selbst auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung tätig. Um die Kundenzufriedenheit zu erhöhen und Marktchancen zu verbessern, werden im Konzernverbund laufend der Markt analysiert und Verbesserungspotenziale identifiziert.

Mit der Einführung neuer Kunststoffprodukte wie PET, PE, PP für den südosteuropäischen Markt sowie der Einstellung von entsprechend erfahrenem Personal sollen dieser Markt erschlossen und Umsatzsteigerungen generiert werden.

Die Verantwortung für die Produktentwicklung liegt bei der Muttergesellschaft in Korea.

4. Finanzmanagement

Im Rahmen des Finanzmanagements des Konzernverbundes werden die jederzeitige Liquidität gesichert, die Risiken gesteuert und die Chancen optimiert.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt über Lieferantenverbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft, sodass die langfristige Liquidität der Gesellschaft im Außenverhältnis sichergestellt ist. Dies ist eine wichtige Voraussetzung, um eventuelle Wirtschaftskrisen überwinden zu können.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach dem konjunkturellen Einbruch im Jahr 2020 konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 nicht weiter erholen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr 2022. Damit war das BIP im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 auch im Jahr 2023 um 0,7 % höher: (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Weltweit hingegen erholte sich die Wirtschaft weiter moderat. Laut IWF-Prognose wächst die Weltwirtschaft im Jahr 2023 um insgesamt 3,0 %.

Die weltweite Rohstahlproduktion hat sich im Jahr 2023 auf Vorjahresniveau stabilisiert. Laut Weltstahlverband Worldsteel wurden im Jahr 2023 weltweit 1,88 Mrd. t. Rohstahl produziert. Die Stahlindustrie in Deutschland musste auch im Jahr 2023 einen Rückgang bei der Rohstahlproduktion verzeichnen. Es wurden mit 35,4 Mio. t Rohstahl rund 3,9 % weniger hergestellt als im Vorjahr, was damit auch gleichzeitig das niedrigste Produktionsvolumen seit 2009 ist.

Die chemisch-pharmazeutische Industrie in Deutschland verzeichnete im Jahr 2023 einen Produktionsrückgang von 8 %. Rechnet man das Pharmageschäft heraus, beträgt der Rückgang der Produktion sogar 11 %. Der Branchenumsatz lag mit rund 230 Mrd. EUR 12 % niedriger als im Vorjahr.

Die internationalen Automobilmärkte verzeichneten im Jahr 2023 ein kräftiges Wachstum. Auf dem chinesischen Markt, in Japan und auch auf dem US-Markt stiegen die PKW-Verkäufe deutlich. Auch auf dem europäischen Automobilmarkt war im Jahr 2023 ein deutliches Wachstum zu verzeichnen: es wurden gut 12,8 Mio. PKW neu zugelassen, ein Plus in Höhe von 14 % gegenüber dem Vorjahr. In Deutschland wurden im Jahr 2023 insgesamt 4,1 Mio. Fahrzeuge produziert, knapp 18 % mehr als im Vorjahr.

2. Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Ergebnis von TEUR 153 (i. Vj. TEUR 217) erzielt, das somit leicht unter der im Vorjahr gegebenen Prognose eines positiven Jahresergebnisses auf Vorjahresniveau (als für die interne Steuerung verwendeter finanzieller Leistungsindikator) lag. Ursächlich hierfür waren insbesondere sinkende Margen aufgrund lokal gestiegener Logistik-, Lager- und Personalkosten. Auch der für das Jahr 2023 prognostizierte Umsatz (als weitere interne Steuerungskennzahl) in Höhe von insgesamt zwischen TEUR 130.000 und TEUR 135.000 wurde nicht ganz erreicht: Der Umsatz lag im Geschäftsjahr 2023 bei TEUR 128.631.

Im Geschäftsjahr 2023 waren für die Bereiche Sanitär und Automobil jeweils deutliche Umsatzrückgänge zu verzeichnen. Umsatzsteigerungen konnten im Jahr 2023 lediglich in den Geschäftsbereichen Schneidwerkzeuge und Maschinen/New Business Development erzielt werden. Somit waren auch in allen anderen Geschäftsbereichen Umsatzrückgänge zu verzeichnen. Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sowie der branchenspezifischen Entwicklung blickt die Geschäftsführung insgesamt jedoch auf ein positives Geschäftsjahr zurück. Die Ziele in unseren umsatzstärksten Bereichen Stahl und Chemical konnten zwar nicht ganz erreicht werden, jedoch gelang es, neue Kunden zu gewinnen und unsere Tätigkeiten in neuen Geschäftsfeldern wie New Business Development / HealthCare auszuweiten.

3. Lage

Ertragslage

Die Ertragslage der Gesellschaft hat sich vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen sowie branchenspezifischen Entwicklung leicht negativ entwickelt. Dabei ist die Geschäftsentwicklung im zweiten und dritten Quartal des Jahres 2023 als stabil, auf leicht gestiegenem Niveau zu beurteilen, wohingegen sich der Geschäftsverlauf im ersten und letzten Quartal des Geschäftsjahres 2023 deutlich schwächer als in den beiden Vorjahresquartalen darstellte.

Wie erwartet, mussten im Jahr 2023 im Bereich Stahl Umsatzrückgänge hingenommen werden. Ursächlich hierfür war im Wesentlichen, dass wir nicht mehr so stark von steigender Kundennachfrage infolge des Krieges in der Ukraine und des damit verbundenen Ausfalls von Lieferanten profitieren konnten, wie noch im Vorjahr. Im Bereich Chemical hingegen kam es zu einem unerwarteten leichten Umsatzrückgang. Die Prognose, in diesem Bereich starke Umsatzsteigerungen zu erzielen, konnte hier aufgrund von sinkender Nachfrage und im Jahresverlauf einsetzender Preisvorteile lokaler Produzenten aus Europa nicht erreicht werden. Auch in den Bereichen Automobil und Sanitär waren Umsatzrückgänge zu verzeichnen, die deutlich ausfielen. Ursächlich dafür war im Bereich Automobil insbesondere die schlechte Chipversorgung im Markt. Im Bereich Sanitär ließ die im Vorjahr noch gestiegene Kundennachfrage wieder nach. Im Bereich Schneidwerkzeuge wurden hingegen leichte Umsatzsteigerungen erzielt. Die Prognose, in diesem Bereich stabile Umsätze auf Vorjahresniveau zu erzielen, konnte hier aufgrund neu hinzugewonnener Kunden sogar noch übertroffen werden. Die GS Global Europe GmbH erzielte im Jahr 2023 rd. 75 % der Umsatzerlöse im Bereich Stahl, rd. 13 % im Bereich Chemical und rd. 8 % als Zulieferer der Automobilproduktion. Der Rest bezog sich auf die Bereiche Sanitärindustrie, Schneidwerkzeuge sowie Maschinen/New Business.

Die Umsatzerlöse sanken im Jahr 2023 insgesamt um TEUR 15.945 (= rd. 11,03 %) auf TEUR 128.631. Ursächlich hierfür sind insbesondere die Umsatzrückgänge in den Bereichen Stahl (i. H. v. TEUR 10.762) und Automobile (i. H. v. TEUR 3.774).

Die anderen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.041 auf insgesamt TEUR 679 stark gesunken. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen der Rückgang der Erträge aus der Währungsumrechnung um TEUR 1.021 auf TEUR 640 (i. Vj. TEUR 1.661).

Der Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich Materialeinsatz) ist gegenüber dem Vorjahr mit TEUR 3.093 um TEUR 837 niedriger. Die Rohertragsquote liegt dabei mit 2,39 % leicht unter Vorjahresniveau (i. Vj. 2,69 %).

Die Materialaufwendungen sind im Berichtszeitraum umsatzbedingt um TEUR 15.108 auf TEUR 125.538 gesunken.

Die Personalaufwendungen stiegen absolut um TEUR 171 auf TEUR 1.324 an. Bedingt durch den Umsatzrückgang, führte dies zu einem Anstieg der Personalaufwandsquote (Personalaufwand zu Betriebsleistung) um 0,23 % auf 1,02 %. Die absolute Steigerung der Personalaufwendungen steht dabei im Zusammenhang mit der Personalentwicklung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich um TEUR 1.997 auf insgesamt TEUR 2.238 zurückgegangen. Dabei verringerten sich die Vertriebsaufwendungen im laufenden Jahr um TEUR 138 auf TEUR 1.106 (i. Vj. TEUR 1.244), die Verwaltungsaufwendungen sanken um TEUR 320 auf TEUR 625 (i. Vj. TEUR 945) und die Aufwendungen aus Währungsumrechnungen verringerten sich im Jahr 2023 um TEUR 1.550 auf TEUR 447 (i. Vj. TEUR 1.997).

Das Finanzergebnis stieg um TEUR 3 und liegt mit TEUR 0 über Vorjahresniveau (TEUR -3).

Das Jahresergebnis sank von TEUR 217 im Vorjahr um TEUR 64 auf TEUR 153 im Jahr 2023.

Vermögens- und Finanzlage

Die Gesellschaft finanziert ihre Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Wesentlichen über das Verrechnungskonto ihrer Muttergesellschaft. Das Verrechnungskonto resultiert aus dem laufenden Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erhöhte sich im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um TEUR 10.768 auf TEUR 7.489, im Wesentlichen bedingt durch eine verbesserte Working Capital-Situation zum Bilanzstichtag.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit erhöhte sich im Jahr 2023 um TEUR 2 gegenüber dem Vorjahr auf TEUR -1.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit reduzierte sich 2023 gegenüber dem Vorjahr um TEUR 10.780 auf TEUR -4.889, im Wesentlichen bedingt durch einen Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Muttergesellschaft).

Aufgrund der dargestellten Veränderungen im Cashflow erhöhte sich der Bestand an flüssigen Mitteln um TEUR 2.599 auf TEUR 6.320.

Die Vermögenslage der Gesellschaft hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht positiv entwickelt. Sie ist im Wesentlichen durch nachfolgende Entwicklung einzelner Bilanzposten gekennzeichnet:

Bei einem gestiegenen Eigenkapital von TEUR 1.899 (bedingt durch den erzielten Jahresüberschuss) sowie geringerer Bilanzsumme erhöhte sich die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag auf 3,93 % (i. Vj. 3,28 %).

Die Verringerung der Bilanzsumme um TEUR 4.973 ist auf der Aktivseite im Wesentlichen auf den Rückgang bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Auf der Passivseite reduzierten sich im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 5.106 (hauptsächlich Gesellschafterverbindlichkeiten).

Die fertigen Erzeugnisse und Waren haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.090 auf TEUR 20.773 erhöht.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt mit TEUR 20.908 um TEUR 9.417 niedrigerer als im Vorjahr (TEUR 30.325).

Die Rückstellungen haben sich im Jahresvergleich um TEUR 28 auf TEUR 148 verringert. Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 51.283 auf TEUR 46.176 ist stichtagsbedingt zu sehen.

III. Chancen- und Risikobericht

Die GS Global Europe GmbH ist in ein konzernweit wirksames System zur Risikofrüherkennung der Unternehmensgruppe GS Global eingebunden. Das Risikomanagementsystem ist integraler Bestandteil des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses in allen relevanten Geschäftsbereichen der Unternehmensgruppe GS Global und zielt auf die systematische Identifikation, Beurteilung, Kontrolle und Dokumentation von Risiken ab.

Das Risikomanagementsystem ermöglicht es der Unternehmensleitung, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen, Maßnahmen zur Gegensteuerung einzuleiten und deren Umsetzung zu überwachen.

Auf Basis der uns heute bekannten Informationen sind für den derzeit überschaubaren Zeitraum von ein bis zwei Jahren keine bestandsgefährdenden Risiken für das Unternehmen erkennbar.

Demgegenüber bestehen jedoch potenzielle Risiken (in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung) hinsichtlich

unserer Kundenstruktur (hohe Umsätze mit wenigen Kunden),

hinzugewonnener Umsätze in Fremdwährung (Ergebnisauswirkungen aufgrund von Änderungen der Währungskurse) und

der wirtschaftlichen Entwicklung unserer Muttergesellschaft.

Die konjunkturelle Lage hat sich in den vergangenen Monaten weltweit trotz der Folgen des Kriegs in der Ukraine und der weiterhin hohen Inflation weiter stabilisiert. So prognostizierte der Internationale Währungsfonds (IWF) im Januar 2024, dass sich das Wirtschaftswachstum weltweit in diesem Jahr auf 3,1 % belaufen wird. Somit verbesserte sich die IWF-Prognose von zuvor 2,9 Prozent. Grund sei, dass sich die Volkswirtschaften mehrerer Industrie- und Schwellenländer insgesamt deutlich widerstandsfähiger gezeigt hätten, als zunächst angenommen. Mit der Prognose von 3,1 % liegt das weltweite Wirtschaftswachstum jedoch auch weiterhin noch deutlich hinter dem Durchschnittswert der vergangenen Jahre von 3,8 %.

In seinem Konjunkturausblick geht der Weltstahlverband worldsteel von einem Anstieg des globalen Marktvolumens aus. Die Aussichten für den europäischen Stahlsektor scheinen dahingehend düster: globale Spannungen, die Energiekrise, die angespannte Wirtschaftslage und der historisch hohe Importanteil belasten die verarbeitende Industrie, was sich negativ auf die Stahlnachfrage auswirkt. Auch die deutsche Stahlindustrie ist weiterhin von einer schwachen Produktion, bedingt durch hohe Energiepreise und eine verhaltene Nachfrage sowie einem niedrigen Marktvolumen geprägt. Das Jahr 2023 war laut Wirtschaftsvereinigung Stahl das produktionsschwächste seit der Finanzkrise, das Marktvolumen lag sogar noch unter dem des Krisenjahres 2009.

Die chemisch-pharmazeutische Industrie in Deutschland hat ein weiteres schwieriges Jahr hinter sich. Auch 2023 war von Produktionsrückgängen und nicht ausgelasteten Kapazitäten geprägt. Der Verband der Chemischen Industrie e.V. (VCI) sieht die Branche in einem tiefen, langen Tal und ein schneller Aufschwung ist auch nicht in Sicht. Die gesamte deutsche Wirtschaft leidet unter einer schwachen Konjunktur und strukturellen Problemen. Aus Sicht des VCI braucht es daher dringend einen tiefgreifenden Politikwechsel und einen Focus auf eine wettbewerbsfähige Wirtschaft, um den Standort Deutschland zurück in die Erfolgsspur zu bringen.

Das Geschäftsumfeld für die Automobilwirtschaft bleibt weiter herausfordernd. In Europa und auch in anderen Regionen der Welt kam es aufgrund von geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten zuletzt zu einer gedämpften gesamtwirtschaftlichen Nachfrage und damit zu einem verhaltenen Wirtschaftswachstum. Auch die weiterhin hohen Energie- und Verbraucherpreise wirken sich negativ auf die Nachfrage aus. So geht der Verband der Automobilindustrie (VDA) für das Jahr 2024 davon aus, dass auf dem PKW-Weltmarkt ein Wachstum von 2 % zu erwarten ist. Der europäische PKW-Markt dürfte aufgrund des schwachen Vorjahresniveaus etwas stärker wachsen, +4 %. Auf dem deutschen PKW-Markt wurden in den ersten beiden Monaten des Jahres 2024 insgesamt 431.000 PKW neu zugelassen, das sind 12 % mehr als im Vorjahr.

Diesen Risiken sind wir als Handelsgesellschaft im Besonderen Maß ausgesetzt. Die sehr gute Qualität unserer Produkte und eine hohe Lieferbereitschaft werden sich hier weiter positiv auswirken.

Hinsichtlich der Kundenstruktur arbeiten wir im Wesentlichen mit renommierten großen Partnern der Automobil-, Stahl-, Chemie- und Sanitärbranche zusammen, sodass wir das Ausfallrisiko als gering einschätzen.

Währungskursrisiken entstehen in der Gesellschaft im Wesentlichen aus der Fakturierung von Warenlieferungen in US-Dollar. Aus den Wechselkursschwankungen können durch die Umrechnung von Fremdwährungswerten in die Berichtswährung Euro Belastungen auf das Jahresergebnis zum einen aus der Umrechnung zum Transaktionskurs wie auch aus der Stichtagskursbewertung zum Bilanzstichtag resultieren. Diesem Risiko versuchen wir, durch einen möglichst gleichlaufenden Einkauf in US-Dollar zu begegnen.

Auch hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung unserer Muttergesellschaft sehen wir aufgrund der hohen Finanzkraft keine konkreten Risiken.

Die Aussagen zur Risikosituation beruhen auf Annahmen und Schätzungen und sind mit bekannten und unbekannten Unsicherheitsfaktoren verbunden. Die tatsächliche Geschäftsentwicklung und die zukünftigen Geschäftsergebnisse sowie die Entwicklung der Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft können daher - auch wesentlich - von den bisher getroffenen Erwartungen und Annahmen abweichen. Zuverlässige Aussagen zur wirtschaftlichen Entwicklung der einzelnen Industriebranchen sind derzeit nicht verlässlich möglich.

Chancen ergeben sich auf dem Gebiet der Nachfrage nach qualitativen und innovativen Produkten im höheren Preissegment, die durch die GS Global GmbH angeboten werden. DieSynergien und Erfahrungen unserer Muttergesellschaft, ihre Finanzkraft und hohe Liquidität und unsere internationale Ausrichtung verschaffen uns zudem eine gute Ausgangslage und damit Wettbewerbsvorteile.

Weitere Chancen für das Unternehmen sehen wir mittel- und langfristig im Bereich Grundöle/ Basisöle, die das Konzernunternehmen GS Caltex in Korea produziert. Mit unseren Partnern sondieren wir den deutschen und europäischen Markt, um interessierte Unternehmen als Kunden zu akquirieren und ggf. mit einem namhaften Schmieröl-Hersteller ein Joint-Venture-Modell zu etablieren. Chancen sehen wir auch weiterhin im Bereich Stahl aufgrund von Antidumpingmaßnahmen durch die EU auf Einfuhren aus China, was wiederum Chancen für indische und vietnamesische Stahlprodukte entstehen lässt. In Indien und Vietnam konnten große Stahlproduzenten als Partner gewonnen werden, die planen, durch GS Global ihre Marktanteile inEuropa zu erhöhen. Des Weiteren rückt der Vertrieb von Grobblech und Walzdraht aus Korea verstärkt in den Fokus und eröffnet weitere Chancen für das Unternehmen. Des Weiteren hat der Bereich Chemical bei unserer Muttergesellschaft weiterhin hohe Priorität; insbesondere liegt hier die Entwicklung im Bereich PET/EPS/HDPE/PP im Fokus, sodass sich in diesem Bereich auch künftig Chancen für das Unternehmen ergeben können. Ebenfalls hohe Priorität bei unserer Muttergesellschaft hat in unserem Geschäftsfeld New Business der neue Bereich Healthcare. Wir besitzen das exklusive Vertriebsrecht für einen innovativen Kollagen Filler aus Korea. Der neue Bereich Healthcare soll künftig u. a. durch weitere Produkte ausgebaut werden.

Zudem nutzt die Gesellschaft Liquiditätsreserven der Muttergesellschaft, sodass eine Auftragszurückhaltung bzw. eine höhere Bevorratung die Liquiditätssituation nicht gefährdet.

Dies zusammen bildet eine Basis für das Bestehen im derzeitigen Wettbewerbsumfeld und ermöglicht einen längeren Atem im Hinblick auf die Aussicht auf Ertragschancen.

IV. Prognosebericht

Der Weltstahlverband worldsteel erwartet für das Jahr 2024, dass die globale Stahlnachfrage um 1,9 % steigen wird. Die Rohstahlproduktion in Deutschland ist im Januar 2024 gegenüber dem Vorjahresmonat zwar um etwa 5 % gestiegen, die Produktion befindet sich allerdings weiterhin auf sehr niedrigem Niveau.

Der VCI geht für die Chemiebranche für das Gesamtjahr 2024 nicht von einem Anstieg der Produktion sowie von einem um 3 % sinkenden Branchenumsatz (ohne Pharmageschäft - 5 %) aus. Die Erwartungen für die kommenden Monate sind negativ und die Unternehmen rechnen kurzfristig auch nicht mit einem Aufschwung (45 Prozent der Unternehmen rechnen frühestens im Jahr 2025 mit einer Besserung).

Der VDA (Quelle: VDA-Jahresauftaktpressekonferenz vom 30. Januar 2024) erwartet für den deutschen Markt einen Rückgang um 1 % auf weiterhin 2,8 Mio. Pkw. Dies bedeute immer noch ein Viertel weniger als im Vorkrisenjahr 2019. Bei der PKW-Inlandsproduktion wird eine Seitwärtsbewegung prognostiziert (+/- 0 Prozent; 4,1 Mio. Einheiten) Unsere Hauptkunden - große Zulieferer der Automobilbranche (Bosch und Brose) - konnten im Jahr 2023 Umsatzsteigerungen verzeichnen.

Auf Basis der Prognosen und Entwicklungen der jeweiligen Bereiche erwarten wir im Bereich Stahl im Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr leicht sinkende Umsätze. Unsere Partner und Stahlhersteller planen, den europäischen Marktanteil weiter auszubauen. Aufgrund der Antidumpingmaßnahmen durch die EU auf Einfuhren aus China entstehen hier Chancen für koreanische Stahlprodukte. Jedoch gehen wir derzeit auch davon aus, dass wir im Jahr 2024 im Bereich Stahl aufgrund lokal gestiegener Logistik- und Lagerkosten den bestehenden Handel teilweise auf Kommissionsgeschäft umstellen werden.

Für den Bereich Chemical können wir für das Jahr 2024 derzeit erwarten, stabile Umsätze auf Vorjahresniveau zu erzielen. Die geringere Nachfrage unseres größten Kunden in diesem Bereich planen wir durch neue hinzugewonnene Kunden und durch die Aufnahme neuer Öl-Typen in unser Produktsortiment ausgleichen zu können.

Für den neuen Bereich Healthcare erwarten wir nach derzeitigem Stand im Jahr 2024 stark steigende Umsätze, wohingegen wir in den übrigen Bereichen Automobil, Sanitär und Schneidwerkzeuge derzeit erwarten können, stabile Umsätze auf Vorjahresniveau zu erzielen.

Wir rechnen für den Prognosezeitraum 2024 insgesamt mit einem Umsatz zwischen TEUR 100.000 und TEUR 110.000 und gehen dabei für 2024 von einem positiven Jahresergebnis leicht unter Vorjahresniveau aus. Die Vermögens- und Finanzlage wird sich stabil entwickeln. Die vorläufigen Auswertungen des Jahres 2024 bestätigen die geplante Geschäftsentwicklung, sodass für das Jahr 2024 ein leicht unter Vorjahresniveau liegendes, positives Ergebnis bei leicht sinkendem Umsatz realistisch ist.

V. Sonstiges

Dieser Lagebericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen und Informationen. Solchevorausschauenden Aussagen beruhen auf unseren heutigen Annahmen und Erwartungen. Sie bergen daher insbesondere wegen der aktuell nicht immer zuverlässig einschätzbaren konjunkturellen Entwicklung eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Sofern sich die der Planung zugrunde liegenden Annahmen daher nicht wie geplant realisieren lassen, können die tatsächlichen Ergebnisse von den geplanten Ergebnissen nicht unerheblich abweichen.

 

Eschborn, 15. März 2024

GS Global Europe GmbH

Geschäftsführung

Hyun-Su Park

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

GS GLOBAL EUROPE GMBH, ESCHBORN

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 2.483,00 3.255,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2,00 2,00
Entgeltlich erworbene Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2,00 2,00
II. Sachanlagen 2.481,00 3.253,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.481,00 3.253,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 48.302.208,36 53.230.289,67
I. Vorräte 20.773.200,26 18.683.216,54
Fertige Erzeugnisse und Waren 20.773.200,26 18.683.216,54
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 21.208.980,65 30.826.337,63
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20.908.233,68 30.325.232,26
- davon gegen verbundene Unternehmen: EUR 243.592,09 (Vorjahr: EUR 303.557,34)
2. Sonstige Vermögensgegenstände 300.746,97 501.105,37
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 45.050,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
III. Guthaben bei Kreditinstituten 6.320.027,45 3.720.735,50
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.442,96 45.755,40
48.306.134,32 53.279.300,07

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 1.899.272,13 1.746.589,88
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Bilanzgewinn 1.874.272,13 1.721.589,88
- davon Gewinnvortrag: EUR 1.721.589,88 (Vorjahr: EUR 1.504.889,11)
B. RÜCKSTELLUNGEN 147.938,66 175.899,61
1. Steuerrückstellungen 21.783,00 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 126.155,66 175.899,61
C. VERBINDLICHKEITEN 46.258.923,53 51.356.810,58
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 36.000,00 0,00
- mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 46.175.665,16 51.282.507,01
- mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen: EUR 45.516.327,09 (Vorjahr: EUR 50.404.905,38)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 47.258,37 74.303,57
- mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
- davon aus Steuern: EUR 21.720,77 (Vorjahr: EUR 22.429,01)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 1.915,22 (Vorjahr: EUR 1.823,74)
48.306.134,32 53.279.300,07

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 128.630.954,25 144.575.840,85
2. Sonstige betriebliche Erträge 679.117,87 1.720.267,00
- davon Erträge aus Währungsumrechnung: EUR 640.419,15 (Vorjahr: EUR 1.660.660,32)
3. Materialaufwand 125.538.358,24 140.646.063,03
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 125.520.787,93 139.562.614,87
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 17.570,31 1.083.448,16
4. Personalaufwand 1.323.701,79 1.152.524,65
a) Löhne und Gehälter 1.118.333,89 1.013.001,91
b) Soziale Abgaben 205.367,90 139.522,74
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 730,00 104,04
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.237.881,95 4.235.055,92
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 446.596,92 (Vorjahr: EUR 1.996.859,39)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 307,27 2.738,40
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 55.632,62 41.727,04
9. Ergebnis nach Steuern 153.460,25 217.894,77
10. Sonstige Steuern 778,00 1.194,00
11. Jahresüberschuss 152.682,25 216.700,77
12. Gewinnvortrag 1.721.589,88 1.504.889,11
13. Bilanzgewinn 1.874.272,13 1.721.589,88

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

GS GLOBAL EUROPE GMBH, ESCHBORN

1. Allgemeine Angaben

Die GS Global Europe GmbH, Eschborn (Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 55128), ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde gemäß §§ 242 ff. HGB und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Auf das Sachanlagevermögen wurden planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich pro rata temporis.

Die Vorräte (Waren) wurden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wurde bei der Bewertung beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Fremdwährungsforderungen werden zum Bilanzstichtag - beieiner Restlaufzeit der Forderung bis zu einem Jahr - zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Bilanzstichtag - bei einer Restlaufzeit der Verbindlichkeit bis zu einem Jahr - zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes von derzeit 27,4 %.

Passive latente Steuern werden mit aktiven latenten Steuern auf die handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätze verrechnet. Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Die Forderungen sind - wie im Vorjahr - innerhalb eines Jahres fällig. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind EUR 243.592,09 (i. Vj. EUR 303.557,34) gegen die Gesellschafterin enthalten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind in Höhe von EUR 255.696,97 innerhalb eines Jahres fällig (i. Vj. EUR 501.105,37), EUR 45.050,00 haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (i. Vj. EUR 0,00).

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von EUR 47.050,00 (i. Vj. EUR 62.150,00), für Jahresabschlusserstellung und -prüfung in Höhe von EUR 34.745,00 (i. Vj. EUR 37.500,00) und für gewährte Boni in Höhe von EUR 22.000,00 (i. Vj. EUR 22.000,00) enthalten.

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt EUR 46.258.923,53 (i. Vj. EUR 51.356.810,58). In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind EUR 45.516.327,09 (i. Vj. EUR 50.404.905,38) gegenüber der Gesellschafterin enthalten.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind - wie im Vorjahr - unbesichert.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen stellt sich wie folgt dar:

2023
EUR
2022
EUR
Stahl 97.093.111 107.855.099
Chemical 16.831.120 17.181.836
Automobilzulieferung 10.673.858 14.448.190
Sanitärindustrie 3.179.097 4.467.222
Schneidwerkzeuge 643.157 585.610
Maschinen 210.611 37.884
128.630.954 144.575.841

Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach geografisch bestimmten Märkten stellt sich wie folgt dar:

2023
EUR
2022
EUR
Inland 81.894.064 81.985.221
EU-Länder 36.680.240 55.734.069
Sonstiges Ausland 10.056.650 6.856.551
128.630.954 144.575.841

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 640.419,15 (i. Vj. EUR 1.660.660,32).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Kosten der Warenabgabe in Höhe von EUR 1.005.897,01 (i. Vj. EUR 1.173.799,49), Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von EUR 446.596,92 (i. Vj. EUR 1.996.859,39), Versicherungen, Beiträge und Abgaben in Höhe von EUR 226.497,05 (i. Vj. EUR 575.281,49) sowie Werbe- und Reisekosten in Höhe von EUR 99.706,71 (i. Vj. EUR 69.922,04). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 45.561,28 (i. Vj. EUR 34.721,74) enthalten.

5. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat diverse Miet- und Leasingverträge abgeschlossen. Die daraus resultierenden Aufwendungen belaufen sich auf EUR 589.250,20 (davon innerhalb eines Jahres fällig EUR 149.878,44).

Mitarbeiter

Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 14 Personen (Festangestellte) beschäftigt.

Konzernzugehörigkeit

Alleinige Gesellschafterin ist die GS Global Corporation, 10F GS Tower 508, Nonhyeon-Ro, Gangnam-Gu, Seoul/Korea. Der Jahresabschluss der GS Global Europe GmbH, Eschborn, wird in den Konzernabschluss der Gesellschafterin einbezogen. Der Konzernjahresabschluss ist am Sitz der Gesellschaft in Korea erhältlich.

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Hyun-Su Park, alleiniger Geschäftsführer, Sulzbach, geführt.

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterblieb mit Bezug auf die Schutzklausel des § 286 Absatz 4 HGB.

Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 36 und beinhaltet ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 1.874.272,13 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, lagen nicht vor.

 

Eschborn, 15. März 2024

GS Global Europe GmbH

Geschäftsführung

Hyun-Su Park

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

der GS Global Europe GmbH, Eschborn

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.022,01 0,00 0,00 1.022,01
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 44.211,05 4.812,76 5.399,31 43.624,50
45.233,06 4.812,76 5.399,31 44.646,51
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.020,01 0,00 0,00 1.020,01
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 40.958,05 730,00 544,55 41.143,50
41.978,06 730,00 544,55 42.163,51
Buchwerte
Stand am 31.12.2023
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2,00 2,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.481,00 3.253,00
2.483,00 3.255,00

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die GS Global Europe GmbH, Eschborn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GS Global Europe GmbH, Eschborn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GS Global Europe GmbH, Eschborn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 22. April 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Holger Wildgrube, Wirtschaftsprüfer

Stefan Römer, Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung erfolgte am 30. August 2024

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