PLANORG INFORMATIK GmbH
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PlanOrg Medica GmbHJenaJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2008 bis zum 31.12.2008Lagebericht1. AllgemeinesDie PlanOrg Medica GmbH wurde 1999 am Sitz der Gesellschaft in Jena gegründet. Wesentliches Kerngeschäft der Gesellschaft ist der Vertrieb des ORBIS Klinik-Informationssystems der Agfa HealthCare GmbH, Bonn, an Endkunden, die Durchführung der Implementierung von ORBIS in diesen Einrichtungen sowie deren langfristige und umfassende Organisations- und IT-Betreuung. Die PlanOrg Medica GmbH übernimmt als mehrheitliche direkte Tochtergesellschaft der Agfa HealthCare GmbH, Bonn, und mittelbare Tochtergesellschaft der Agfa HealthCare AG, Trier, die regionalen Aktivitäten wie Vertrieb, Projektleitung, Projekteinführung, Hardwareunterstützung und Schulung von Kunden im Vertriebsgebiet gemäß VPV vom 26. Januar 1999. Zu den wesentlichen, vermarkteten Produkten gehört neben ORBIS (Klinik-Prozesssteuerungs-System) das Bildarchivierungs- und -kommunikationssystem PACS IMPAX sowie das Dokumenten-Managementsystem der HYDMedia GmbH in Rottenburg. 2. GeschäftsverlaufDas Geschäftsjahr 2008 war geprägt durch eine große Zahl von KIS-Entscheidungen sowie ein überproportional gewachsenes PACS-Geschäft. Basierend auf der hervorragenden Marktposition der PlanOrg Medica GmbH konnten alle wesentlichen Vertriebs-Projekte gewonnen werden. Insgesamt wurde ein Auftragseingang von TEUR 9.170 generiert; im Vergleich zum Vorjahr mit TEUR 9.007 eine Steigerung um 2 %. Gleichzeitig konnten die Umsatzerlöse um 7 % von TEUR 9.612 auf TEUR 10.288 gesteigert werden. Hervorzuheben ist der extreme Preisdruck in den wesentlichen Geschäftsfeldern KIS und PACS. So ist im KIS-Neukundengeschäft trotz fünf gewonnener Entscheidungen mit insgesamt 16 Krankenhäusern (i. Vj. sechs Entscheidungen mit neun Krankenhäusern) der Auftragseingang bei Neukunden von TEUR 4.388 auf TEUR 3.352 gesunken. Im Geschäftsjahr 2008 ist es erneut gelungen, die Umsätze bei deckungsbeitragsstarken Erlösarten deutlich zu steigern. Die Dienstleistungserlöse stiegen um TEUR 677 auf TEUR 4.810. Das entspricht einer Steigerung um 16 %. Die Softwareerlöse stiegen nur unwesentlich um TEUR 120 auf TEUR 3.957. Das entspricht einer Steigerung um 3 %. Die Gesamtkosten (Personalaufwand, Abschreibungen, sonst. betriebliche Aufwendungen) stiegen um TEUR 319 auf TEUR 3.312. Diese Entwicklung basiert auf im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 317 höhere Personalaufwendungen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit konnte um TEUR 54 auf TEUR 2.615 erhöht werden. Das entspricht einer Steigerung um 2 %. Die Umsatzrentabilität war mit 25,3 % auf Vorjahresniveau (26,6 %). 3. Lage der GesellschaftDie PlanOrg Medica GmbH konnte im Jahr 2008 ihre führende Marktposition im Vertriebsgebiet ausbauen und ihre sehr positive Entwicklung trotz spürbar stärkerem Wettbewerb fortsetzen. Erfolgsfaktor ist nach wie vor die breite Kundenbasis mit nunmehr bereits 117 Krankenhäusern im Vertriebsgebiet mit ihrer hohen Zufriedenheit, insbesondere bezogen auf die Dienstleistungs- und Servicequalität. Im Vergleich zum Vorjahr gab es im Auftragseingang deutliche Verschiebungen vom KIS in Richtung RIS/PACS. So sank der Auftragseingang im KIS-Bereich (Neu- und Bestandskunden) von TEUR 6.509 auf TEUR 5.498, während gleichzeitig der Auftragseingang im RIS/PACS-Bereich von TEUR 2.497 auf TEUR 3.341 anstieg. Hervorzuheben ist, dass trotz erhöhtem Auftragseingang aus dem margenschwächeren RIS/PACS-Bereich der "vertriebliche" Deckungsbeitrag von 50,1 % auf 52,3 % gesteigert werden konnte. Das resultiert insbesondere aus der Erhöhung der Dienstleistungsaufträge von TEUR 3.538 auf TEUR 3.759. Die positive Entwicklung bezüglich der Finanzlage des Unternehmens konnte zementiert werden. Im Ergebnis ist die PlanOrg Medica GmbH auch mit Abschluss des Geschäftsjahres 2008 weiterhin sehr gut aufgestellt. Die führende Marktposition mit deutlich gestiegener Kundenzahl, eine stabile Personalsituation, ein sehr erfahrenes Berater-Team, eine gesunde finanzielle Basis sowie ein Auftragsbestand in Höhe von TEUR 9.957 sind Ausdruck einer erfolgreichen Arbeit und einer sehr guten Geschäftslage. 4. Chancen- und RisikomanagementDer interne Geschäftsbetrieb ist gekennzeichnet durch enge, der Größe des Unternehmens angepasste Kommunikationsstrukturen. Die Geschäftsführung ist in alle wesentlichen operativen Sachverhalte direkt involviert. Die in Bearbeitung befindlichen Projekte werden laufend qualitativ und quantitativ überwacht und befinden sich aktuell hinsichtlich terminlicher und wirtschaftlicher Vorgaben im Plan. Das Auftragseingangspotenzial bewegt sich mit TEUR 15.163 auf ähnlichem Niveau wie zu Beginn des Jahres 2008 mit TEUR 14.388. Das deutlich höhere Niveau der Vorjahre mit TEUR 18.000 bis TEUR 20.000 kann nicht mehr erreicht werden. Das wahrscheinlichkeitsbereinigte Auftragseingangspotenzial bewegt sich mit leicht fallender Tendenz auf Vorjahresniveau (2006: TEUR 8.400; 2007: TEUR 8.200; 2008: TEUR 8.000) Als positiv ist zu bewerten, dass in allen relevanten Kategorien (ORBIS-Neukunden, ORBIS-Nachverkauf, RIS/PACS, DMS) ein erfolgversprechendes Potenzial identifiziert wurde. Als Risikofaktor für die Zielerreichung in Bezug auf den Auftragseingang muss das Großprojekt LWV Hessen betrachtet werden. Ungeachtet sehr guter Referenzen im Psychiatrieumfeld sind insbesondere die negativen Unternehmensnachrichten der Agfa Unternehmensgruppe, der meinungsbildende Berater sowie die Agfa-Personalpolitik in Bezug auf die Weiterentwicklung der Psychiatrie-Lösung aktuell in diesem Projekt als kritisch zu bewerten. 5. Allgemeiner AusblickIn Abwägung aller Chancen und Risiken sind die Aussichten für das Jahr 2009 eher verhalten. Der Gesamterfolg im Auftragseingang ist stark abhängig von einem risikobehafteten Großprojekt. Auch das Erreichen der Umsatzziele sowie eines mit dem Vorjahr vergleichbaren Betriebsergebnisses sind von der erfolgreichen Umsetzung von Großprojekten (Uni Dresden, SRH-Gruppe) abhängig. Die geplante Umstellung aller ORBIS-Kunden auf das Service Pack 8 wird in diesem und im Folgejahr zu einer guten Auslastung der Beraterkapazitäten beitragen. Die Herausforderungen für die Geschäftsführung liegen in der erfolgreichen Akquise bzw. Umsetzung der Großprojekte. Zur Absicherung einer nachhaltigen Geschäftsentwicklung auf gleichem Niveau hat die Geschäftsführung bereits zahlreiche Maßnahmen ergriffen, die erfolgreich fortgeführt werden. Dazu gehört der selektive Ausbau der Beratergruppe genauso wie die Beibehaltung des Faktors "Nachhaltigkeit" als finanziell messbare Zielgröße im Vertrieb. Die weitere Entwicklung der Gesellschaft hängt von kontinuierlichen Produktinnovationen der Agfa HealthCare GmbH als Hauptgesellschafter und weiteren attraktiven Ideen und Konzepten ab.
Jena, den 2. Februar 2009 Dr. Andreas Orth Zur Offenlegung bestimmte Bilanz zum 31. Dezember 2008Aktiva
Zur Offenlegung bestimmte Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008
Anhang zur Offenlegung für das Geschäftsjahr 2008I. Angaben zur Bilanzierung und zur BewertungAngabe der auf die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Nach den Kriterien des § 267 Abs. 2 HGB ist die Gesellschaft zum 31. Dezember 2008 im Hinblick auf die Rechnungslegungs-, Prüfungs- und Offenlegungsvorschriften eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs sowie den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes erstellt. Auf die Zugänge des Anlagevermögens fand die lineare Abschreibungsmethode mit den steuerlich zulässigen Sätzen Anwendung. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 werden seit dem Geschäftsjahr 2008 entsprechend der steuerlichen Vorschriften zusammengefasst und über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren linear abgeschrieben. Zum 31. Dezember 2008 wurden Abschreibungen in Höhe von EUR 1.540,98 vorgenommen. Die Vorräte umfassen ausschließlich unfertige Leistungen. Diese wurden mit den Herstellungskosten, bestehend aus Materialeinzel- und -gemeinkosten sowie Fertigungseinzel- und -gemeinkosten, in die Bilanz aufgenommen. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Bewertung einbezogen. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu Nominalwerten angesetzt und --soweit nötig-- wertberichtigt. Der Ansatz des Kassenbestands und der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgte zum Nennbetrag. Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen sowie die Umsatzsteuer auf die erhaltenen Anzahlungen gemäß § 250 Abs. 1 Nr. 2 HGB. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme. Die Verbindlichkeiten wurden mit den Rückzahlungsbeträgen angesetzt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind nach der Bruttomethode (Ausweis der Umsatzsteuer unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten) bilanziert. Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen ausgewiesen, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. II. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Bilanz Die Bruttodarstellung der Entwicklung des Anlagevermögens entspricht § 268 Abs. 2 HGB und ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 6 beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 150 haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Bei den sonstigen Wertpapieren handelt es sich um Anteile an einem Geldmarktfonds der Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main. Sonstige Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten wurden gebildet für:
Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind unbesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen. 2. Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2008 wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. III. Sonstige Angaben1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft betreffen Miet- und Leasing-Verträge mit einer Fristigkeit von einem Jahr in Höhe von TEUR 162 (davon jährlicher Aufwand aus unbefristeten Mietverträgen TEUR 50) sowie für die Jahre 2009 und 2010 in Höhe von insgesamt TEUR 127. 2. Angaben zu den Mitgliedern der Unternehmensorgane Die Geschäftsführung oblag im Geschäftsjahr Herrn Dr. Andreas Orth. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 3. Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten Im Geschäftsjahr 2008 wurden durchschnittlich 31 Angestellte beschäftigt. 4. Konzernabschluss Die PlanOrg Medica GmbH wird in den Konzernabschluss der Agfa-Gevaert N.V., Mortsel/ Belgien, einbezogen. Der Konzernabschluss der Agfa-Gevaert N.V. wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt und ist am Sitz der Gesellschaft oder im Internet unter www.agfa.com erhältlich.
Jena, den 2. Februar 2009 Dr. Andreas Orth Diese Seite bleibt aus drucktechnischen Gründen leer. Bescheinigung zur OffenlegungIn dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der PlanOrg Medica GmbH, Jena, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Köln, den 2. Februar 2009 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Schumacher, Wirtschaftsprüfer Engelhardt, Wirtschaftsprüfer Entwicklung des Anlagevermögens 2008
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