Stammdaten

Register
Amtsgericht Braunschweig HRB 9223
Eingetragen
25.9.2002
Branche
Herstellung von pharmazeutischen GrundstoffenGroßhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenHerstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen Erzeugnissen
Gegenstand
Die Herstellung chemischer und pharmazeutischer Erzeugnisse, insbesondere von Chinin, desgleichen der Handel mit derartigen Erzeugnissen und dazu dienenden Rohstoffen und der Betrieb aller damit in irgendeiner Beziehung stehender Handelsgeschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Maria Engel
seit 20.5.2022
Prokura
Norman Willatowski
seit 20.5.2022
Prokura
Prokura
Christoph Sender
seit 3.1.2012
Geschäftsführer
Albrecht Perrin
seit 24.1.2011
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Buchler GmbH

Braunschweig

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Unser Unternehmen mit Sitz in Brauschweig ist ein Konzernunterunternehmen der Fagus GmbH, Braunschweig, die gleichzeitig 100%ige Muttergesellschaft ist.

Die Gesellschaft ist ein Hersteller von sog. Chinaalkaloiden. Hauptprodukt ist Chinin gefolgt von Chinidin sowie von den Nebenalkaloiden Cinchonin und Cinchonidin.

Chinaalkaloide werden durch Extraktion aus der Rinde eines Baumes (Cinchona) gewonnen, der in Plantagen angebaut wird. Diese Rinde wird allgemein als "Chinarinde" bezeichnet. Die Demokratische Republik Kongo ("DR Kongo") ist mit einem Marktanteil von rund 85 % der größte Produzent von Chinarinde.

Unsere Produkte werden in folgenden Marktsegmenten abgesetzt:

- In der Pharmaindustrie als Wirkstoff zur Behandlung schwerer Formen der Malaria (Chinin), von Wadenkrämpfen (Chinin) sowie von Herzrhythmusstörungen (Chinidin);

- In der Getränkeindustrie als Aromen für Bitterlimonaden (Chinin);

- In der Feinchemie für die Synthese von anderen Wirkstoffen.

Unsere Qualitätsmanagementsysteme und unsere Prozessabläufe, die nach den für uns relevanten Aufsichtsbehörden nach den sog. "Good Manufacturing Practices" und den sog. "International Featured Standards Food" zertifiziert sind, machen uns zu einem führenden Anbieter von Chinaalkaloiden und deren Derivaten für Kunden mit besonderen Qualitätsansprüchen.

Wir beziehen die Chinarinde hauptsächlich aus der DR Kongo von Plantagen, mit denen wir seit Jahrzehnten eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten.

Wir bieten nunmehr auch diverse pflanzliche Rohstoffe an, die von unseren Partnern im Konzernverbund ebenfalls angebaut bzw. beschafft werden und wollen diesen Bereich in den nächsten Jahren weiter ausbauen. Das Produktportfolio wird hier noch erweitert.

1.2 Forschung und Entwicklung

Unsere Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten konzentrieren sich auf die Entwicklung von besonderen kundenspezifischen Produktderivaten sowie auf weitere Prozessoptimierungen. Es gelang uns, Verfahren für die Herstellung von mehreren Derivaten zu entwickeln, die von Kunden bereits getestet werden. Im Bereich Forschung und Entwicklung waren im Geschäftsjahr 2023 4 Mitarbeiter beschäftigt. Durch Kooperationen mit wissenschaftlichen Einrichtungen am Standort in Braunschweig ergänzt die Buchler GmbH die eigenen Kompetenzen um externes Fachwissen.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Hohe Inflationsraten und steigende Zinsen in vielen Ländern haben im Jahr 2023 die wirtschaftliche Entwicklung weltweit gedämpft. Das globale Wirtschaftswachstum fiel mit 3,5 % moderat aus, wobei die Wirtschaftsaktivitäten vor allem von den Schwellenländern, einschließlich China, und den Vereinigten Staaten gestützt wurden.

Im Euroraum stieg das reale Bruttoinlandsprodukt 2023 nur um 0,4 %. Die Wachstumsverlangsamung war zu einem großen Teil auf die wirtschaftlichen Folgen des Ukrainekrieges zurückzuführen. Die Industrie im Euroraum wurde vor allem durch die geldpolitische Straffung, hohe Energiepreise und einer sich abschwächenden weltweiten Nachfrage belastet.

Während sich das Konsumverhalten insbesondere beim Konsum von Dienstleistungen nach der Corona-Pandemie weiter normalisierte, entwickelte sich der Welthandel in 2023 mit einem Wachstum von 1,1 % vergleichsweise schwach. Ursächlich hierfür war im Wesentlichen ein weniger handelsfreundliches Wachstum der Weltwirtschaft aufgrund eines höheren Konsumanteils an der inländischen Nachfrage, da Konsumausgaben im Vergleich zu Investitionen weniger handelsintensiv sind. Darüber hinaus leisteten die Schwellenländer 2023 einen größeren Beitrag zur weltwirtschaftlichen Entwicklung, in denen der Handel weniger stark von Konjunkturschwankungen abhängig ist.

Den Weltmarkt für Chinaalkaloide schätzt die Geschäftsführung der Buchler GmbH nach wie vor auf etwa 350 t Alkaloid Base p.a. ein.

Zu den Chinaalkaloiden zählen das Chinin (96 % der o. g. Nachfrage), das Chinidin (1 % der o. g. Nachfrage) und die Nebenalkaloide Cinchonin und Cinchonidin (zusammen 3 % der o. g. Nachfrage).

Die Nachfrage nach diesen Produkten ist im Ganzen seit Jahren rückläufig, weil es als bewährtes Mittel zur Behandlung schwerer Malariaerkrankungen erhebliche Marktanteile an neuere Präparate abgeben musste. Die anderen Segmente (etwa in der Lebensmittelindustrie) konnten diesen Rückgang nicht im vollen Umfang abfangen.

Die Nachfrage nach Nebenalkaloiden, die in Synthesen eingesetzt werden, war schwach. Eines dieser Nebenalkaloide wird in einer älteren Pflanzenschutzsynthese (Indoxacarb) eingesetzt. Die Nachfrage nach diesem Produkt war sehr schwach, weil es auf die Felder viel geregnet hat, was der Verwendung des Produktes entgegensteht.

Unsere Branche wird im Wesentlichen durch 4 Marktteilnehmer (einschließlich unseres Unternehmens) beeinflusst, die in etwa vergleichbare Marktanteile halten. Unsere Wettbewerber haben ihren Sitz in der DR Kongo, in Indonesien sowie in Indien. Während der Wettbewerber vornehmlich Marktsegmente mit geringeren Qualitätsanforderungen bedient, fokussieren wir uns auf die westliche Pharmaindustrie mit erhöhten regulatorischen Anforderungen.

Die Produktionskapazitäten wurden bislang nicht an den negativen Branchentrend angepasst, so dass nach wie vor Überkapazitäten vorhanden sind. Die Wettbewerbsintensität ist hoch, insbesondere in den Marktsegmenten mit niedrigeren Qualitätsanforderungen.

2.2 Geschäftsverlauf und Lage

Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die Unternehmenssteuerung ziehen wir im Wesentlichen die Preisentwicklung unserer Produkte und damit die Umsatzerlöse, den Rohertrag sowie das Betriebsergebnis vor Steuern heran.

2.2.1 Geschäftsverlauf

Nach Jahren des Rückganges stieg im Geschäftsjahr 2023 die Nachfrage für unsere Produkte wieder. Das war zu einem guten Teil auf Nachholeffekte zurückzuführen. Es gelang uns aber auch Kunden, die zum Wettbewerb gingen und von diesem enttäuscht wurden, zurückzugewinnen. Die Zuverlässigkeit und der Qualitätsvorsprung eines europäischen Herstellers wird offensichtlich zunehmend wieder geschätzt. Es gelang uns auch, höhere Kosten weitgehend unseren Verkaufspreisen zuzuschlagen. Diese Entwicklungen haben insgesamt den Absatz und die Umsatzerlöse positiv in 2023 beeinflusst.

Die erzielten Durchschnittspreise für unsere Produkte haben sich im Vorjahresvergleich leicht erhöht, was neben Preiserhöhungen auch auf Wechselkursänderungen betreffend unsere Einnahmen in USD zurückzuführen war. Wir mussten bei den europäischen Kunden aber auch die Preise an das gestiegene Niveau unserer Rohstoffkosten anpassen, die sich zusammen mit dem USD gegenüber dem Euro verteuerten.

Die Rohstoffversorgung ist, wie in den Vorjahren, stabil geblieben, wobei die Kosten insbesondere für Prozesschemikalien und Fremdleistungen gestiegen sind.

Im vergangenen Geschäftsjahr wurden wieder signifikante Investitionen getätigt. Sie lagen bei rund T€ 1.000, die vorrangig aus dem operativen Cashflow finanziert wurden. Sie betrafen, wie schon im Jahr 2022, im Wesentlichen Prozessoptimierungen an unserem Maschinenpark, die unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern werden.

2.2.2 Ertragslage

Das Rohergebnis verbesserte sich im Vorjahresvergleich um T€ 1.343 auf T€ 11.096 (+14,0 %). Unter dem Posten Rohergebnis werden die Umsatzerlöse, Bestandsveränderungen, sonstigen betrieblichen Erträge und Materialaufwendungen zusammengefasst. Im Rohergebnis sind neben Erlösen aus dem Verkauf unserer Produkte auch Ergebnisbeiträge aus Vermietungsgeschäften enthalten. Die Rohertragsmarge verringerte sich leicht im Vorjahresvergleich, was vorwiegend auf Sondereffekte, wie den einmaligen Verkauf von chininhaltigen Rohstoffen, Wechselkurseffekte und Instandhaltungskosten im Vermietungsbereich zurückzuführen ist. Darüber hinaus ist es uns nicht gelungen, die Kundenpreise in dem erforderlichen Umfang zu erhöhen, um die höheren Energie- und Rohstoffpreise vollständig zu kompensieren. Wir werden also unsere Preise weiter erhöhen müssen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit T€ 625 um T€ 182 über dem Vorjahreswert, dies im Wesentlichen aufgrund von Erträgen aus steuerlichen Forschungszulagen in Höhe von T€ 355 sowie Erträgen aus der Zuschreibung auf Finanzanlagen in Höhe von T€ 31, denen standen geringere Währungsgewinne (-T€ 215) gegenüber.

Leider mussten wir wieder einen Anstieg unserer anderen Kosten verzeichnen. Dies betraf im Wesentlichen folgende Posten:

• Höhere Personalaufwendungen (+ 2,2 % von T€ 4.869 auf T€ 4.975): Die Löhne und Gehälter stiegen um 5,7 %, weil der Personalbestand im Jahresdurchschnitt sich gegenüber 2022 um 4 Mitarbeiter erhöht hat. Die anderen Personalaufwendungen verringerten sich um 11,1 %, weil Pensionsrückstellungen aufgrund der jährlichen Neubewertung abgebaut werden konnten; der Personalbestand hat sich im Jahresdurchschnitt und im Vorjahresvergleich von 60 auf 64 Mitarbeitern erhöht.

• Höhere Abschreibungen infolge der höheren Investitionen (+ 27,0 % von T€ 572 auf T€ 727).

• Höhere sonstige betriebliche Aufwendungen (+ 32,7 % von T€ 2.301 auf T€ 3.054), dies ist bedingt durch höhere Reparatur- und Instandhaltungskosten (+T€ 162), gestiegene Aufwendungen für Personalsuche (+T€ 42), höherer Beratungsaufwand (+T€ 77), höhere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (+T€ 71) sowie gestiegene EDV-Kosten (+T€ 38). Den Mehraufwendungen stehen geringere Währungsverluste (-T€ 131) gegenüber. Die restlichen Aufwandsposten (im Wesentlichen Verwaltungskosten, Vertriebskosten und andere Betriebsaufwendungen) lagen um T€ 71 über dem Niveau des Vorjahres.

Das Finanzergebnis betrug insgesamt T€ -547 (Vorjahr T€ -426) und resultiert im Wesentlichen aus dem Zinsergebnis. Der Zinsaufwand ist deutlich gestiegen (+ 42,0 % von T€ 382 auf T€ 542), was vornehmlich auf Zinsanpassungsmaßnahmen bei Bank- und Gesellschafterdarlehen zurückzuführen ist, die durch das geänderte Zinsumfeld bedingt waren. Nennenswerte Zinserträge fielen nicht an.

Insgesamt führten die vorgenannten Entwicklungen zu einer Verbesserung des Ergebnisses vor Ertragssteuern (EBT) von T€ 1.584 auf T€ 1.793.

Das Geschäftsjahr 2023 schloss mit einem Jahresüberschuss von T€ 1.348 (Vorjahr T€ 1.278).

2.2.3 Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme verringerte sich auf T€ 35.373 (Vorjahr T€ 35.826). Die wesentlichen Posten auf der Aktivseite der Bilanz entwickelten sich dabei wie folgt:

• Zunahme des Anlagevermögens um T€ 249 aufgrund von Investitionsmaßnahmen in Höhe von T€ 976, die nach Abzug der laufenden Abschreibungen zu der vorgenannten Erhöhung führten.

• Rückgang des Vorratsvermögen um T€ 1.181, wobei der Bestand an Rohstoffen nahezu auf Vorjahresniveau lag, während die unfertigen Erzeugnisse um T€ 399 und die Fertigerzeugnisse um T€ 702 unter den Bestandswerten des Vorjahres lagen. Dies ist auf einen aufgrund höherer Umsatzerlöse bedingten Bestandsabbau an fertigen und unfertigen Erzeugnissen zurückzuführen.

• Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - den höheren Umsatzerlösen folgend - um T€ 385.

• Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um T€ 113, die im Wesentlichen Forderungen aus Umsatzsteuer betreffen. Mit der Muttergesellschaft besteht eine Umsatzsteuerorganschaft.

• Zunahme der sonstigen Vermögensgegenstände um T€ 275, die in Forderungen gegen das Finanzamt aus der Bewilligung steuerlicher Forschungszulagen resultieren.

• Rückgang der liquiden Mittel um T€ 37.

Das Eigenkapital ist im Geschäftsjahr 2023 um den thesaurierten Jahresüberschuss auf T€ 8.190 (Vorjahr T€ 6.842) gestiegen. Die Eigenkapitalquote (bilanzielles Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme) stieg bei einer etwas verringerten Bilanzsumme auf 23,2 % (Vorjahr 19,1 %).

Die wesentlichen Posten auf der Passivseite der Bilanz entwickelten sich dabei wie folgt:

• Rückgang der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen um T€ 127 auf T€ 4.591. Aus den Pensionsverpflichtungen ergeben sich jährliche Zahlungen in Höhe von T€ 316 (Vorjahr T€ 315).

• Zunahme der Steuerrückstellungen um T€ 133, was im Wesentlichen durch den Verbrauch eines gewerbesteuerlichen Verlustvortrages bedingt ist. Die Körperschaftssteuerschuld wurde mit Forderungen aus steuerlichen Forschungszulagen saldiert und der die Steuern übersteigende Betrag unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.

• Zunahme der sonstigen Rückstellungen um T€ 33, die vornehmlich aus höheren Rückstellungen für Personalkosten resultieren.

• Rückgang der Verbindlichkeiten um T€ 1.841, dies bedingt durch die Rückführung sonstiger Verbindlichkeiten (-T€ 2.183; davon T€ 2.000 Tilgung für eine Vorratsfinanzierung in 2023, der Restbetrag in Höhe von T€ 1.800 wird in 2024 getilgt), der Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (-T€ 272) sowie dem Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistung (-T€ 391). Dagegen sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um T€ 1.005 durch Aufnahme weiterer Intercompany-Darlehen gestiegen.

Die Liquiditätslage ist befriedigend. Die Verbindlichkeiten werden innerhalb der Fristen bezahlt. Forderungsausfälle sind selten. Unsere Kunden sind namhafte Unternehmen mit guter Bonität. Die Entwicklung der Liquidität, der Verbindlichkeiten und Forderungen werden wöchentlich überwacht.

Der Finanzmittelbestand (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) lag am Ende der Periode bei T€ 374. Falls erforderlich, kann der Cashflow und damit auch der Finanzmittelbestand durch Anpassung der konservativen Vorratspolitik durch geringere Rohstoffeinkäufe kurzfristig erhöht werden. Unsere Kunden schätzen aber gerade unsere konservative Vorratspolitik, die uns vor vielen Eventualitäten in den Anbaugebieten schützt.

2.3 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf 2023

Das Geschäftsjahr 2023 stand, wie auch das Vorjahr, im Schatten neuer Krisen, die gleich nach der überwundenen Corona-Pandemie wieder zu hohen Verunsicherungen führte. Insbesondere die Rückkehr höherer Inflationsraten sowie das sich rapide veränderte Zinsumfeld haben das Ergebnis belastet, weil wir diese Kosten nicht sofort in gleicher Höhe an allen Kunden weitergeben konnten. Trotz dieser Herausforderungen konnte das Unternehmen ein positives Jahresergebnis leicht über dem Niveau des Vorjahres erwirtschaften, so dass das Geschäftsjahr 2023 nach Einschätzung der Geschäftsführung operativ grundsätzlich zufriedenstellend verlaufen ist.

Während der geplante Umsatz für 2023 nahezu realisiert werden konnte (= 98,5 % Zielerreichung), wurde das unterstellte Rohergebnis und das prognostizierte Ergebnis vor Steuern nicht erreicht (-T€ 781). Dies ist im Wesentlichen in über Plan liegenden sonstigen betrieblichen Aufwendungen (+T€ 513) sowie höheren Zinsaufwendungen (+T€ 237) begründet. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen insbesondere die Reparatur- und Instandhaltungskosten sowie die Aufwendungen für Beratung und externe Dienstleistungen über dem budgetierten Wert. Die gegenüber der Planung höheren Zinsaufwendungen sind in dem deutlich gestiegenen Zinsniveau bedingt.

3 Prognose-, Chancen und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Eine konjunkturelle Belebung für das Jahr 2024 zeichnet sich derzeit noch nicht ab. Die Inflation geht nach jüngsten Prognosen der EZB zurück und die Geldpolitik beginnt voraussichtlich im ersten Halbjahr 2024 mit Zinssenkungen; in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften bremsen aber hohe Unsicherheiten über wirtschaftliche Rahmenbedingungen einen Aufschwung. Die weltwirtschaftliche Expansion verringert sich im kommenden Jahr. Nachdem im Jahr 2023 wohl noch ein Zuwachs der Weltproduktion von 3,1 % erreicht wurde, dürfte sie im Jahr 2024 wohl um nur 2,9 % steigen. Für den Euroraum wird für das Jahr 2024 lediglich ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 0,9 % prognostiziert, für Deutschland sogar nur 0,1 %.

Wir werden uns im Chinaalkaloidgeschäft weiterhin auf Kunden mit besonderen Qualitätsanforderungen fokussieren, die bereit sind, für unsere Produkte, die Liefersicherheit und eine nachhaltigen Lieferkette einen Preispremium zu zahlen.

Wir gehen davon aus, dass die weltweite Nachfrage nach Chinaalkaloide nicht nennenswert steigen wird, auch wenn sich die verschiedenen Segmente unterschiedlich entwickeln werden. Im Pharmabereich ist jederzeit mit einem weiteren Nachfragerückgang zu rechnen, auch wenn wir derzeit nach Jahren des Rückganges eine Stabilisierung der Nachfrage sehen. Wir gehen nicht davon aus, dass die Pharmanachfrage wieder vergangene Niveaus erreicht. Eine langfristige Absatzstabilisierung wäre dennoch eine gute Nachricht.

Der Getränkebereich wird sich moderat weiterentwickeln und der Feinchemiebereich wird für Chinaalkaloide, gemessen an den weltweiten Umsätzen in diesem Bereich, eine Nische bleiben, die wir aber mit maßgeschneiderten Derivaten für spezifische Kundenanforderungen weiterentwickeln und gezielt bedienen wollen.

Unsere neuen Ansätze und Produkte (Chinaalkaloid-Derivate) im Feinchemiebereich zeigen langsam Erfolge, die uns hoffnungsvoll stimmen, auch wenn wir aller Voraussicht nach unsere F&E Aufwendungen weiter stärken müssen. Es werden auch Investitionen in völlig andere Fähigkeiten erforderlich sein, die uns sehr deutlich von unserem bisherigen Wettbewerb differenzieren werden. Wir werden aber unter allen Umständen unsere bestehende Kundenbasis treu bleiben und diese weiter ausbauen und gegen jeden Wettbewerb verteidigen, was uns in all den Jahren stets gelungen ist.

Wir werden also weiterhin in neue Fähigkeiten und Optimieren vorhandener Fähigkeiten investieren. Hierfür werden wir den operativen Cashflow verwenden, können aber auch jederzeit mit Unterstützung unserer finanzstarken Muttergesellschaft zählen. Darüber hinaus werden wir Preisanpassungen bei unseren Verkaufsprodukten nachholen müssen.

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir mit Umsatzerlösen und einem EBT annähernd auf Vorjahresniveau bzw. leicht darüber. Insgesamt erwarten wir einen Jahresüberschuss in der Größenordnung von 2023, da wir mit weiteren Kostenerhöhungen rechnen müssen, die den Effekt der Preisanpassungen aufzehren werden.

3.2 Risikobericht

Organisation

Das Management von Risiken ist eine fortwährende Aufgabe. Ziel ist es dabei, potenzielle Risiken so früh wie möglich zu erkennen, um deren Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit abschätzen und gegebenenfalls geeignete risikoreduzierende Maßnahmen ergreifen zu können. Hierbei stützt sich die Buchler GmbH auf die vorhandenen Managementinstrumente, die stetig weiterentwickelt werden: transparente Delegation von Verantwortung, Vorgabe eines klaren Handlungsspielraums und Nutzung vorhandener Informations- und Controlling-Instrumente. Der Beirat wird durch regelmäßige Berichterstattung und in seinen Sitzungen hierin eingebunden. Gegen die üblichen Risiken hat sich das Unternehmen im erforderlichen Umfang versichert.

Standortrisiken

Die anhaltend hohen Energiepreise bereiten uns zunehmend Sorgen genauso wie die überbordende Bürokratie in Deutschland. Beide entwickeln sich, neben den Fachkräftemangel, den wir auch bereits spüren, zu richtige Wettbewerbsnachteile. Das könnte uns dazu zwingen, die Arbeitsaufteilungen mit den afrikanischen Beteiligungen unserer Muttergesellschaft anders zu gestalten, um dies auszugleichen.

Die hohen Energiepreise und die sich abzeichnenden Einsparvorgaben werden wir durch entsprechende Einsparmaßnahmen kompensieren (müssen), die allerdings auch finanziert werden müssen. Es kann durchaus bezweifelt werden, ob diese Kosten (höhere Abschreibungen) im vollen Umfang durch die Einsparungen kompensiert werden können.

Liquiditäts- und Währungsrisiken

Der wesentliche Teil der Rohwarenbeschaffung wird außerhalb des Euro-Raumes realisiert. Daraus resultierende Währungsrisiken, vornehmlich im US-Dollar, werden im Wesentlichen durch Natural Hedging abgesichert, da ein Großteil der Kunden insbesondere im Getränkebereich in US-Dollar fakturiert werden.

Die Liquiditätssituation blieb trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Ukraine-Krieges stabil und es wird auch für das Geschäftsjahr 2024 eine weiterhin stabile Entwicklung erwartet.

Einkaufsrisiken

Dagegen sind Risiken auf unsere Rohstoffversorgung mit Chinarinde nicht erkennbar, auch wenn die Instabilität in der DR Kongo zugenommen hat. Bislang haben diese Entwicklungen das Anbaugebiet verschont. Gegen längere Lieferungsunterbrechungen sind wir durch unsere traditionell höhen Bestände weiterhin gut gesichert.

3.3 Chancenbericht

Unsere Chance sehen wir langfristig unverändert in unserer Position als Qualitätsanbieter in einem Nischenmarkt und durch unsere neuen Produkte (Chinaalkaloid-Derivate) im Feinchemiebereich, die auf gutes Interesse stoßen und bald einen positiven Ergebnisbeitrag leisten werden. Die klassischen Chinaalkaloide werden aber für eine gewisse Zeit noch unsere Hauptprodukte bleiben. Unsere Stellung in diesem Bereich sowie unser guter Ruf bei den Kunden sind für die Vermarktung der neuen Produkte hilfreich, insbesondere im Rahmen der Fagus Unternehmensgruppe zu der Buchler gehört.

 

Braunschweig, 13. Mai 2024

gez. Christoph Sender, Geschäftsführer

gez. Albrecht Perrin, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 7.245.099,99 7.029.703,84
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 74.467,66 107.718,59
II. Sachanlagen 7.170.632,33 6.921.985,25
1. Grundstücke und Bauten 2.176.604,42 2.296.409,65
2. technische Anlagen und Maschinen 2.899.893,06 3.165.292,96
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.039.196,36 966.743,19
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.054.938,49 493.539,45
B. Umlaufvermögen 28.063.341,32 28.734.688,48
I. Vorräte 24.041.632,42 25.222.732,94
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.647.867,75 3.100.986,79
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 419.520,18 532.139,61
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.228.347,57 2.568.847,18
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 373.841,15 410.968,75
C. Rechnungsabgrenzungsposten 64.124,47 61.789,41
Aktiva 35.372.565,78 35.826.181,73

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.189.819,90 6.842.228,15
I. Gezeichnetes Kapital 2.500.000,00 2.500.000,00
II. Gewinnrücklagen 2.666.455,29 1.388.855,11
III. Gewinnvortrag 1.675.772,86 1.675.772,86
IV. Jahresüberschuss 1.347.591,75 1.277.600,18
B. Rückstellungen 5.455.985,00 5.416.615,78
C. Verbindlichkeiten 21.725.479,38 23.566.136,30
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.716.693,30 2.988.701,62
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.374.210,87 14.369.210,87
3. sonstige Verbindlichkeiten 3.634.575,21 6.208.223,81
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.281,50 1.201,50
Passiva 35.372.565,78 35.826.181,73

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 11.095.648,05 9.752.647,20
2. Personalaufwand 4.974.790,43 4.869.164,66
a) Löhne und Gehälter 4.074.631,64 3.856.212,60
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 900.158,79 1.012.952,06
davon für Altersversorgung 80.426,86 82.689,25
3. Abschreibungen 726.813,17 572.218,20
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 726.813,17 572.218,20
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.054.010,01 2.300.566,73
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 12,00 54,20
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 44.512,08
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 44.512,08
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 547.363,53 381.516,34
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 422.386,00 284.418,00
9. Ergebnis nach Steuern 1.370.296,91 1.300.305,39
10. sonstige Steuern 22.705,16 22.705,21
11. Jahresüberschuss 1.347.591,75 1.277.600,18

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Bei der Buchler GmbH handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Braunschweig und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Braunschweig unter Nummer HRB 9223.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 erfolgte unter Berücksichtigung der Fortführungsannahme.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung der Vorschriften für Kapitalgesellschaften und der sie ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Gliederungs-, Ansatz- und Bewertungsmethoden wurden - mit Ausnahme der im Folgenden beschriebenen Änderungen - gegenüber dem Vorjahr beibehalten.

Im Vorjahr wurden in den Materialaufwendungen Fremdleistungen und Aufwendungen des Forschungs- und Entwicklungsbereiches in Höhe von TEUR 423 ausgewiesen. Ab dem Geschäftsjahr 2023 werden diese Aufwendungen von TEUR 525 unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen; eine Vorjahresanpassung erfolgte nicht. Hierbei handelt es sich um Aufwendungen, die nicht unmittelbar der Fertigung zuzurechnen sind.

Am 30.04.2021 hat der Fachausschuss Unternehmensberichterstattung (FAB) des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) den Rechnungslegungshinweis IDW RH FAB 1.021"Handelsrechtliche Bewertung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus rückgedeckten Direktzusagen" verabschiedet. Das IDW sieht für rückgedeckte Pensionszusagen eine kongruente handelsbilanzielle Bewertung der Pensionsverpflichtungen und der korrespondierenden Ansprüche aus der Rückdeckungsversicherung vor. Entweder sind die Pensionsrückstellungen mit dem Wert der Rückdeckungsversicherung zu bewerten (Aktivprimat), oder die Rückdeckungsversicherung ist mit dem Erfüllungsbetrag (Passivprimat) zu bewerten. Die Buchler GmbH machte für das Geschäftsjahr 2023 von dem Passivprimat Gebrauch.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3 Jahren abgeschrieben.

Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen linearen Abschreibung bilanziert (§§ 253, 255 Abs. 1 HGB). Außerplanmäßige Abschreibungen (§ 253 Abs. 3 Satz 5 HGB) waren nicht erforderlich.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer wie folgt abgeschrieben:

• Gebäude und Bauten: 9 bis 50 Jahre

• technische Anlagen und Maschinen: 5 bis 15 Jahre

• andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3 bis 20 Jahre.

Geringwertige Anlagegüter mit einem Wert bis 800,00 € werden im Jahr ihrer Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben und als Abgang gezeigt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind auf Anschaffungskostenbasis unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt, die neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten verursachungsgerecht zurechenbare Gemeinkostenanteile enthalten.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bewertet. Dem Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Das voll eingezahlte Gezeichnete Kapital (Stammkapital) ist zum Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet.

Die Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Dabei wurde von einer Rentendynamik von 2,20 % p.a. sowie einem Trend der Beitragsbemessungsgrenze von 2,50 % p.a. ausgegangen. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 1,82 %; es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (1,82 %) ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,74 %) ein Unterschiedsbetrag von TEUR 36 (Vorjahr TEUR 169). Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt gem. § 253 Abs. 6 HGB.

Für Pensionsrückstellungen (Erfüllungsbetrag: TEUR 4.620) existieren teilweise Rückdeckungsversicherungen (beizulegender Zeitwert/Anschaffungskosten: TEUR 35), die an die Pensionsberechtigten verpfändet sind und gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den Pensionsverpflichtungen saldiert ausgewiesen werden. Des Weiteren erfolgte die Verrechnung von Zinsaufwendungen (TEUR 82) und Zinserträgen (TEUR 2) gemäß § 246 Abs. 2 HGB. Aus den Pensionsverpflichtungen ergaben sich Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 316.

Im Rahmen der Erstanwendung des IDW RH FAB 1.021 wurde die Bewertung der Rückdeckungsversicherungen unter Annahme des Passivprimats auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected Unit Credit Method) angepasst. Der Effekt aus der Erstanwendung beläuft sich auf einen Mehraufwand in Höhe von TEUR 5, der in dem GuV-Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen ist.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Abdeckung zukünftiger Zahlungsverpflichtungen notwendig ist. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Devisenkassamittelkurs (§ 256a HGB) am Bilanzstichtag bewertet.

Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Als aktive bzw. passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Aus- bzw. Einzahlungen vor dem Bilanzstichtag erfasst, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung des Anlagevermögens und dessen Entwicklung zeigt der dem Anhang als Anlage beigefügte Anlagespiegel.

2. Angaben zu Forderungen

Gegen Gesellschafter bestehen Forderungen in Höhe von insgesamt EUR 419.520,18 (Vorjahr: EUR 532.139,61), die im Wesentlichen aus Umsatzsteueransprüchen aufgrund der bestehenden Umsatzsteuerorganschaft resultieren; der Ausweis erfolgt unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen und ist dem Posten Sonstige Vermögensgegenstände zugehörig.

Es bestehen keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

3. sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 448 (Vorjahr TEUR 415) setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR
Personalbereich 374
ausstehende Rechnungen 30
übrige 44
gesamt 448

Im Personalbereich sind die Mitarbeiterzeitwertkonten enthalten. Die Anschaffungskosten der Zeitwertkonten und somit der Erfüllungsbetrag der Rückstellungen für Wertguthaben betragen TEUR 446. Die Zeitwertkonten (Fondsanteile) sind mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert zum 31. Dezember 2023 (TEUR 434) bewertet und werden gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Rückstellungen für Wertguthaben saldiert ausgewiesen.

4. Verbindlichkeitenspiegel

Gesamtbetrag mit einer Restlaufzeit von
31.12.2023 (Vorjahr)
EUR
bis zu 1 Jahr (Vorjahr)
EUR
1 bis 5 Jahren (Vorjahr)
EUR
mehr als 5 Jahre (Vorjahr)
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber 2.716.693,30 2.716.693,30 0,00 0,00
Kreditinstituten (2.988.701,62) (2.988.701,62) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen 15.374.210,87 3.374.210,87 7.400.000,00 4.600.000,00
Unternehmen (14.369.210,87) (4.869.210,87) (6.400.000,00) (3.100.000,00)
übrige 3.634.575,21 3.634.575,21 0,00 0,00
Verbindlichkeiten (6.208.223,81) (4.408.223,81) (1.800.000,00) (0,00)
Stand 31.12.2023 21.725.479,38 9.725.479,38 7.400.000,00 4.600.000,00
Vorjahr (23.566.136,30) (12.266.136,30) (8.200.000,00) (3.100.000,00)

5. Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Gegenüber Gesellschaftern bestehen sonstige Verbindlichkeiten im Wesentlichen aus Darlehensgewährungen in Höhe von insgesamt EUR 15.374.210,87 (Vorjahr: EUR 14.369.210,87); der Ausweis erfolgt unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

6. Angaben zu Sicherheiten

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind EUR 12.500.000,00 durch Grundschulden in Höhe von EUR 4.000.000,00 und durch Sicherungsübereignung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie der fertigen und unfertigen Erzeugnisse gesichert.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten u.a. Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 52.636,91 (Vorjahr: EUR 30.668,67) und Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 151.513,77 (Vorjahr: EUR 369.878,70). Zusätzlich sind im Posten staatliche Fördergelder in Höhe von EUR 355.287,68 (Vorjahr: EUR 0,00) enthalten, wovon EUR 236.090,45 periodenfremd sind.

2. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnungen in Höhe von EUR 150.679,26 (Vorjahr: EUR 282.020,44).

VI. Sonstige Angaben

1. Mitarbeiterzahl

Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 2023 insgesamt 64 Mitarbeiter (Vorjahr: 60 Mitarbeiter) - ohne Geschäftsführung - beschäftigt. Verteilt auf die Funktionsbereiche der Gesellschaft zeigt sich folgendes Bild:

Anzahl
Kaufmännischer Bereich 11
Produktion/Technik 53
64

2. Mitglieder der Leitungsorgane

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Berichtsjahr:

Albrecht Perrin, Volljurist

Christoph Sender, Chemieingenieur

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Dem Beirat gehörten im Berichtsjahr an:

Dr. Hans Janus, Rechtsanwalt, Vorsitzender

Dr. Andreas Wicki, Diplom-Chemiker, stellvertretender Vorsitzender

Goetz Tile von Kalm, Steuerberater

Lorenz Buchler, Master of Business Administration (MBA)

Dr. Ulrich Nehring, staatlich geprüfter Lebensmittelchemiker

3. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist ein Konzernunternehmen der Fagus GmbH, Braunschweig, das gleichzeitig oberstes Mutterunternehmen ist, sie wird in den Konzernabschluss als größter Konsolidierungskreis einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

4. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt dem Beirat der Gesellschaft vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.347.591,75 in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.

5. Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres am 31.12.2023 haben sich keine Geschäftsvorgänge von besonderer Bedeutung ereignet.

 

Braunschweig, den 13. Mai 2024

gez. Albrecht Perrin, Geschäftsführer

gez. Christoph Sender, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- / Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 399.623,78 15.759,35 0,00 0,00 415.383,13
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.374.526,89 27.095,83 0,00 0,00 5.401.622,72
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.994.804,17 55.799,23 0,00 0,00 9.050.603,40
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.615.410,58 264.516,75 29.245,29 22.064,12 3.872.746,16
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 493.539,45 583.463,16 0,00 -22.064,12 1.054.938,49
18.478.281,09 930.874,97 29.245,29 0,00 19.379.910,77
18.877.904,87 946.634,32 29.245,29 0,00 19.795.293,90
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 291.905,19 49.010,28 0,00 340.915,47
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.078.117,24 146.901,06 0,00 3.225.018,30
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.829.511,21 321.199,13 0,00 6.150.710,34
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.648.667,39 209.702,70 24.820,29 2.833.549,80
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
11.556.295,84 677.802,89 24.820,29 12.209.278,44
11.848.201,03 726.813,17 24.820,29 12.550.193,91
Buchwerte
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 74.467,66 107.718,59
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.176.604,42 2.296.409,65
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.899.893,06 3.165.292,96
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.039.196,36 966.743,19
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.054.938,49 493.539,45
7.170.632,33 6.921.985,25
7.245.099,99 7.029.703,84

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 29.05.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten Jahresabschluss wurden größenabhängige Erleichterungen in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Buchler GmbH, Braunschweig

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Buchler GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Buchler GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirates für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolosen Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 13. Mai 2024

Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Düsseldorf)

gez. Stephan Martens, Wirtschaftsprüfer

gez. Kathrin Jaeger, Wirtschaftsprüferin

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