Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 51671
Vorher
azh GmbH Zentrale Abrechnungsstelle für Heilberufeazh Abrechnungs- und IT-Dienstleistungszentrum für Heilberufe GmbH
Eingetragen
26.6.1998
Branche
Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfErbringung von Dienstleistungen der diagnostischen BildgebungGroßhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Gegenstand
Führung eines Abrechnungs- und IT-Dienstleistungszentrums für Apotheken, Heilberufe und weitere Beteiligte im Gesundheitswesen, insbesondere Abrechnung mit Kostenträgern im Gesundheitswesen sowie Erbringung weiterer Dienstleistungen im Gesundheitswesen unter Ausschluss von Bankgeschäften. Desweiteren auch nicht handwerkliche Herstellung und Entwicklung sowie Vertrieb (An- und Verkauf) von Computersystemen (Hard- und Software) im Bereich des Gesundheitswesens sowie alle damit in Zusammenhang stehenden Geschäfte und Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Rochdi El Ghadouani
seit 2.1.2025
Prokura
Robert Vogt
seit 20.7.2023
Prokura
Michael Gabler
seit 13.3.2023
Geschäftsführer
Andreas Muckof
seit 17.2.2023
Geschäftsführer
Thomas Tix
seit 17.3.2022
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

NOVENTI Health SE
Germany
3.310.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

NOVENTI HealthCare GmbH

München

Jahresabschluss mit Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit nach EntgTranspG als Anlage des Lageberichts zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
1. Barreserve
Kassenbestand 21.652,33 23.101,19
2. Forderungen an Kreditinstitute
täglich fällig 33.950.251,68 29.411.594,15
3. Forderungen an Kunden 819.645.824,58 831.363.578,42
4. Treuhandvermögen 35.719.541,78 26.395.805,79
5. Immaterielle Anlagewerte
a) selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.277.268,22 4.794.959,38
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.586.475,73 14.351.898,36
c) Geschäfts- oder Firmenwerte 1.647.603,99 2.684.803,79
18.511.347,94 21.831.661,53
6. Sachanlagen 1.551.599,27 2.161.641,11
7. Sonstige Vermögensgegenstände 5.229.477,95 4.295.912,27
8. Rechnungsabgrenzungsposten 44.902,08 37.125,00
914.674.597,61 915.520.419,46

Passiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 584.152.808,62 541.080.643,67
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden andere Verbindlichkeiten täglich fällig 195.795.444,11 256.783.860,94
3. Treuhandverbindlichkeiten 35.719.541,78 26.395.805,79
4. Sonstige Verbindlichkeiten 22.144.130,77 10.343.384,96
5. Rückstellungen
andere Rückstellungen 10.490.005,88 14.544.057,65
6. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 3.310.000,00 3.310.000,00
b) Kapitalrücklage 40.901.189,52 40.901.189,52
c) andere Gewinnrücklagen 22.161.476,93 22.161.476,93
66.372.666,45 66.372.666,45
914.674.597,61 915.520.419,46
Eventualverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 160.546.465,65 117.362.374,13

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Zinserträge aus
Kredit- und Geldmarktgeschäften 130.180.860,36 112.858.548,15
abzüglich negativer Zinsen 0,00 -670.593,45
130.180.860,36 112.187.954,70
2. Zinsaufwendungen 25.044.947,57 8.110.212,11
105.135.912,79 104.077.742,59
3. Sonstige betriebliche Erträge 43.449.758,44 30.625.528,19
4. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 31.864.563,40 35.558.731,33
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
darunter: für Altersversorgung EUR 100.055,53 (i. V. EUR 118.817,23) 5.957.791,89 6.164.127,89
37.822.355,29 41.722.859,22
b) andere Verwaltungsaufwendungen 70.054.533,79 71.780.787,84
107.876.889,08 113.503.647,06
5. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 3.937.047,99 4.485.788,57
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.407.926,62 1.020.196,61
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 4.396.233,18 3.033.458,06
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile verbundene Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 0,00 200.000,00
9. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 30.967.574,36 12.460.180,48
10. Außerordentliche Aufwendungen 1.510.398,00 5.063.000,00
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 5.167,95
12. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 6 ausgewiesen 11.587,11 -7.404,09
13. Auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn 29.445.589,25 7.399.416,62
14. Jahresüberschuss/Bilanzgewinn 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Die NOVENTI HealthCare GmbH (nachfolgend NHC) mit Sitz in München ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 51671 eingetragen.

A Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 3 HGB eine große Kapitalgesellschaft.

Der vorliegende Anhang wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes sowie der für Finanzdienstleistungsinstitute geltenden Regelungen (§§ 340 ff. HGB; RechKredV) erstellt. Für Finanzdienstleistungsinstitute gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gliederung der Bilanz entspricht Formblatt 1 gemäß § 2 Abs. 1 RechKredV. Die Gesellschaft wendet für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung das Formblatt 3 in Staffelform nach § 2 Abs. 1 RechKredV an. Vom Wahlrecht des § 265 Abs. 8 HGB wurde aus Gründen der Übersichtlichkeit Gebrauch gemacht.

B Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten.

Die Barreserve und Forderungen an Kreditinstitute werden mit dem Nennwert bilanziert.

Die Forderungen an Kunden werden mit den Nennwerten bilanziert und unter Berücksichtigung eventueller, angemessener Wertberichtigungen zum Bilanzstichtag angesetzt. Für die erkennbaren Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko werden Abschläge vorgenommen.

Im Falle des echten Factorings werden erworbene Forderungen in Höhe des Nennwertes ausgewiesen. Handelt es sich um unechtes Factoring, werden die Forderungen in Höhe der gegenüber dem Factoringkunden vorgenommenen Vorschusszahlung ausgewiesen. Erkennbare Risiken sind angemessen durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Forderungen an Kunden werden, soweit ein Ausfall überwiegend wahrscheinlich ist, einzelwertberichtigt und für alle verbleibenden Forderungen das allgemeine Ausfallrisiko anhand einer Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Beteiligungen sind mit den Anschaffungskosten, ggf. vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund voraussichtlich dauerhafter Wertminderung, angesetzt.

Die unter dem Treuhandvermögen ausgewiesenen Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden sind zum Nennwert angesetzt. Die unter den Treuhandverbindlichkeiten ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen.

Bei der Bilanzierung von selbst geschaffenen immateriellen Anlagewerten wird vom Wahlrecht nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB Gebrauch gemacht. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert, wenn durch die Herstellung der Zufluss eines wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist und die Kosten zuverlässig ermittelt werden können. Dies betrifft insbesondere selbst entwickelte Software. Die Herstellungskosten der selbst entwickelten Software enthalten neben den Einzelkosten angemessene Anteile der zurechenbaren Fertigungsgemeinkosten. Gegebenenfalls anfallende Fremdkapitalkosten sind bei qualifizierten Vermögenswerten Bestandteil der Herstellungskosten. Aktivierte Software wird entsprechend ihrer Nutzungsdauer abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe als Aufwand erfasst, ihr Abgang wird unterstellt.

Entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden vereinfacht über zehn Jahre nach § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB abgeschrieben.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens voraussichtlich dauerhaft über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem für bestimmte Zeit nach dem Stichtag entfallenden Aufwand in Ansatz gebracht.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, gegenüber Kunden sowie sonstige Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die anderen Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Bewertung und Vorsicht zur Berücksichtigung ungewisser Verbindlichkeiten sowie drohender Verluste und aller erkennbaren Risiken mit den voraussichtlichen Erfüllungsbeträgen passiviert.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Marktzinssatz abgezinst.

Für die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen wurde die Projected Unit Credit - Methode angewendet. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde unter Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der zum Bilanzstichtag verwendete Rechnungszinssatz beträgt 1,74 %. Zukünftige Gehaltssteigerungen wurden in der Berechnung berücksichtigt. Es wurde eine Fluktuationsrate im Durchschnitt von 8,9 % angenommen.

Erfolgswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes werden im Finanzergebnis gezeigt.

Das Eigenkapital ist zu Nominalwerten bilanziert.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge sind die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung, aufgrund der ab 2016 bestehenden Organschaft, mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen beim Organträger, der NOVENTI Health SE, zu bilden.

C Erläuterungen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Erläuterungen der Bilanz

Restlaufzeitenspiegel (§ 9 Abs. 1 bis 3 RechKredV i.V.m. § 340 d HGB):

Bilanzposten bis 3 Monate > 3 Monate - 1 Jahr > 1 Jahr - 5 Jahre über 5 Jahre mit unbestimmt. Laufzeit
T€ T€ T€ T€ T€
Forderungen an Kunden (Aktiva Nr. 3) 782.461 37.185
(VJ 789.239) (VJ 42.125)
Verbindl. ggü. Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kundigungsfrist (Passiva Nr. 1) 0 584.153
(VJ 67.201) (VJ 473.880)
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (Passiva Nr. 2) 195.795
(VJ 256.784)

Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute betreffen den laufenden Zahlungsverkehr mit Banken und sind täglich fällig. Es besteht eine Kompensationsvereinbarung mit der Deutschen Apotheker- und Ärztebank eG, Düsseldorf, die die Voraussetzungen des § 10 RechKredV erfüllt. Zum Bilanzstichtag wurden täglich fällige Forderungen in Höhe von T€ 276.159 (VJ TEUR 198.258) mit Verbindlichkeiten verrechnet.

Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden betreffen im Wesentlichen Forderungen aus unechtem Factoring von insgesamt T€ 756.693 (VJ T€ 756.613) und dem echten Factoring von insgesamt T€ 18.750 (VJ T€ 23.582). In der Position Forderungen an Kunden sind weiterhin unverbriefte Forderungen an die Gesellschafterin in Höhe von T€ 38.605 (VJ T€ 47.910) enthalten. Im aktuellen Geschäftsjahr sind keine unverbriefte Forderungen an weitere verbundene Unternehmen auszuweisen, im VJ T€ 513.

Immaterielle Anlagewerte

Der Gesamtbetrag der selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände beträgt T€ 4.277 (VJ T€ 4.795). Des Weiteren sind entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 12.586 (VJ T€ 14.352) enthalten. Aus der Aktivierung selbsterstellter immaterieller Anlagewerte ergibt sich ein ausschüttungsgesperrter Betrag gem. § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von T€ 4.277 (VJ T€ 4.795). Die Forschungs- und Entwicklungskosten betragen im Geschäftsjahr T€ 0, davon entfallen T€ 0 auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.

Die Veränderungen der Bilanzwerte beziehen sich im Wesentlichen auf regulären Abschreibungen.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte resultiert aus der Verschmelzung der azh myYOLO Deutschland GmbH, Aschheim, zum 01.01.2020 sowie der VSA GmbH, München, zum 01.01.2018.

Sachanlagen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagespiegel, der diesem Anhang als integraler Bestandteil beigefügt ist. Hieraus lässt sich auch die Entwicklung der Abschreibungen entnehmen.

Die in den Sachanlagen ausgewiesenen Grundstücke und Bauten werden vollständig selbst genutzt.

Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von insgesamt T€ 5.229 (VJ T€ 4.296) sind insbesondere Sicherungsleistungen im Rahmen der Refinanzierung in Höhe von T€ 4.274 (VJ T€ 3.074) und unfertige Leistungen aus der Abrechnung in Höhe von T€ 405 (VJ T€ 482) enthalten. Es sind keine Positionen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten.

Treuhandvermögen und Treuhandverbindlichkeiten

In den Posten Treuhandvermögen in Höhe von T€ 35.720 (VJ T€ 26.395) und Treuhandverbindlichkeiten in Höhe von T€ 35.720 (VJ T€ 26.395) sind treuhänderisch gehaltenes Vermögen sowie treuhänderisch verwaltete Schulden aus der Abrechnung von Rezepten, Verordnungen, etc. von Krankenhaus-Apotheken ohne Übernahme des sogenannten Delkredere-Risikos enthalten (Produkt NOVENTI-Transfer). Das Treuhandvermögen entfällt in Höhe von T€ 28.122 (VJ T€ 18.038) auf Forderungen an Kreditinstitute und in Höhe von T€ 7.598 (VJ T€ 8.357) auf Forderungen an Kunden. Bei den Treuhandverbindlichkeiten handelt es sich in voller Höhe um Verbindlichkeiten gegenüber Kunden.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen zur Refinanzierung. Es besteht eine Besicherung der Verbindlichkeiten mittels Globalzession, Abtretung aller Forderungen von allen Kreditnehmern aus Lieferung und Leistung sowie Abrechnungsgeschäften.

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind im Wesentlichen noch nicht ausgezahlte Beträge aus angekauften Forderungen aus dem Factoring enthalten. Des Weiteren sind erhaltene Anzahlungen aus dem Factoring enthalten.

Sonstige Verbindlichkeiten

Von den sonstigen Verbindlichkeiten betreffen T€ 19.409 (VJ 6.593) unverbriefte Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus Lieferungen und Leistungen sowie der Ergebnisabführung, in Höhe von T€ 700 (VJ T€ 780) Darlehen von atypisch stillen Gesellschaftern und T€ 302 (VJ T€ 502) Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuern. Zudem bestehen die anderen sonstigen Verbindlichkeiten unter anderem aus T€ 1.415 (VJ T€ 2.373) partiarischen Darlehen von Mitarbeitern. Diese Verbindlichkeit ist über eine Garantieerklärung der Deutschen Apotheker- und Ärztebank eG, Düsseldorf, abgesichert.

Andere Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für die Restrukturierung in Höhe von T€ 1.525 (VJ T€ 5.063), Drohverlustrückstellungen für nicht genutzte Mietflächen in Höhe von T€ 2.049 (VJ T€ 2.332), Rückstellungen für Überstunden in Höhe von T€ 1.677 (VJ T€ 1.385), Urlaubsrückstellungen T€ 630 (VJ T€ 459), Jubiläumsrückstellungen in Höhe von T€ 1.192 (VJ T€ 1.319), Rückstellungen für Schadensersatz aus Forderungsverlusten T€ 1.020 (VJ T€ 438), Rückstellungen für die Archivierung in Höhe von T€ 606 (VJ T€ 583), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen T€ 445 (VJ T€ 287) sowie Prüfungs- und Erstellungskosten für den Jahresabschluss in Höhe von T€ 254 (VJ T€ 359).

Eigenkapital

Das Eigenkapital setzt sich zum 31.12.2023 zusammen aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von T€ 3.310 (VJ T€ 3.310), der Kapitalrücklage in Höhe von T€ 40.901 (VJ T€ 40.901) und der anderen Gewinnrücklage in Höhe von T€ 22.161 (VJ T€ 22.161).

D Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung

Zinserträge

In den Zinserträgen in Höhe von insgesamt T€ 130.181 (VJ T€ 112.188) sind im Wesentlichen Zinsen aus dem echten und unechten Factoring enthalten. Im Geschäftsjahr 2023 sind keine negativen Zinsen angefallen (VJ T€ 671). In den Zinserträgen sind Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 98 (VJ T€ 68) und Zinserträge aus Darlehen an Gesellschafter in Höhe von T€ 2.123 (VJ T€ 6) enthalten.

Zinsaufwendungen

In den Zinsaufwendungen in Höhe von insgesamt T€ 25.045 (VJ T€ 8.110) sind Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 24.967 (VJ T€ 8.085) für kurzfristige Verbindlichkeiten enthalten. In den Zinsaufwendungen sind Zinsen an verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 64 (VJ T€ 19) enthalten.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen folgende Positionen:

T€ VJ T€
Erträge aus sonstigen Dienstleistungen 40.419 28.782
Auflösung von Rückstellungen 2.379 613
Periodenfremde Erträge 375 184
Erträge aus Schadensfällen 8 631
Sonstige Erträge 269 416
43.450 30.626

Die periodenfremden Erträge entfallen im Wesentlichen aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten im Rahmen von Kontenklärungen (T€ 310).

Andere Verwaltungsaufwendungen

Die anderen Verwaltungsaufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 681 (VJ T€ 8.916).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Im sonstigen betrieblichen Aufwand sind überwiegend Kosten der Kantine in Höhen von T€ 287 (VJ T€ 346) und Aufwendungen aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten in Höhe von T€ 158 (VJ T€ 0) enthalten.

Außerordentliche Aufwendungen

Die außerordentlichen Aufwendungen resultieren in voller Höhe aus Aufwendungen für Abfindungen und abfindungsähnliche Zahlungen im Rahmen der Restrukturierung.

Sonstige Steuern

Im Betrag der sonstigen Steuern sind T€ 11 (VJ T€ 13) Kfz-Steuern enthalten.

E Sonstige Angaben

Eventualverbindlichkeiten

Im Rahmen von bestehenden Gruppenkreditverträgen valutieren die Eventualverbindlichkeiten in Höhe von T€ 160.546 (VJ T€ 117.362). Durch die gegenseitige Absicherung im Konzern und einem entsprechenden Risikomanagement wird die Eintrittswahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme als gering erachtet. Der Gesamtbetrag der Eventualverbindlichkeiten ist durch eine Globalzession und durch Verpfändung von Konten abgesichert.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

in Höhe von gesamt T€ 17.030 (VJ T€ 10.567)
davon innerhalb des ersten Jahres T€ 6.265 (VJ T€ 6.133)
davon zwischen zwei bis fünf Jahre T€ 10.632 (VJ T€ 3.607)
davon größer fünf Jahre T€ 132 (VJ T€ 827)

Diese betreffen im Wesentlichen Mieten, Leasingraten, IT-Dienstleistungskosten und Wartungsverträge.

davon gegenüber verbundenen Unternehmen T€ 662 (VJ T€ 630)
davon innerhalb des ersten Jahres T€ 662 (VJ T€ 630)
davon zwischen zwei bis fünf Jahre T€ 0 (VJ T€ 0)
davon größer fünf Jahre T€ 0 (VJ T€ 0)

Honorare des Abschlussprüfers

Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers erfolgen im Konzernabschluss der Muttergesellschaft. Von der Erleichterung gemäß § 285 Nr. 17 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Mitarbeiter

Die Zahl der Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt 808 (VJ 845 Mitarbeiter); davon 545 Teilzeitbeschäftigte (VJ 522 Mitarbeiter), 248 Vollzeitbeschäftigte (VJ 302 Mitarbeiter), 14 Aushilfen (VJ 17 Mitarbeiter) und 1 Werkstudent (VJ 4 Mitarbeiter).

Angaben zu Beteiligungen, Mutterunternehmen und Konzernabschluss

Die Gesellschaft ist an der 1ACare GmbH - Das Pflegeportal, Gießen, mit einem Minderheitsanteil von 8,6 % beteiligt. Das Geschäftsjahr 2022 wurde mit einem Ergebnis von T€ -126 abgeschlossen. Zum 31.12.2022 weist die Gesellschaft einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von T€ 426 aus. Zum Geschäftsjahr 2023 lagen bei Berichterstattung noch keine aktuellen Werte für 2023 vor.

Die NOVENTI HealthCare GmbH wird in den Konzernabschluss der NOVENTI Health SE mit Sitz in München einbezogen. Diese stellt zudem den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der NOVENTI Health SE wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

Ergebnisverwendung

Gemäß Gewinnabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft NOVENTI Health SE, München, wurde das Ergebnis des Geschäftsjahres in voller Höhe an diese abgeführt.

Geschäftsführung

Herr Dr. Matthias Leclerc, Doktor der Mathematik, Frankfurt am Main (bis zum 01.03.2023)

Herr Andreas Muckof, Bankfachwirt, Haar (seit 01.02.2023)

Herr Michael Gabler, Diplom Bankbetriebswirt, München (seit 01.03.2023)

Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Aufsichtsrat

Herr Frank Steimel als Aufsichtsratsvorsitzender, Vorstand der NOVENTI Health SE

Herr Mark Böhm, Vorstand der NOVENTI Health SE

Herr Franz Baumgartner als Arbeitnehmervertreter

Nachtragsbericht

Die Muttergesellschaft NOVENTI Health SE, München, hat als alleinige Gesellschafterin am 14.05.2024 eine Zuführung in die Kapitalrücklage der Gesellschaft in Höhe von T€ 6.000 mit Vollzug in 2024 beschlossen.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

 

München, den 16. Mai 2024

NOVENTI HealthCare GmbH

Andreas Muckof, Geschäftsführer

Michael Gabler, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens der NOVENTI HealthCare GmbH, München, im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Anlagewerte
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 5.183.227,75 0,00 0,00 5.183.227,75
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 21.939.832,73 53.906,25 225.025,20 21.768.713,78
3. Geschäfts- oder Firmenwerte 8.186.454,34 0,00 0,00 8.186.454,34
35.309.514,82 53.906,25 225.025,20 35.138.395,87
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten (Einbauten) auf fremden Grundstücken 1.753.974,10 0,00 0,00 1.753.974,10
2. Andere Anlage, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.049.430,44 110.303,95 1.256.344,13 8.903.390,26
11.803.404,54 110.303,95 1.256.344,13 10.657.364,36
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 200.000,00 0,00 0,00 200.000,00
200.000,00 0,00 0,00 200.000,00
47.312.919,36 164.210,20 1.481.369,33 45.995.760,23
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Anlagewerte
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 388.268,37 517.691,16 0,00 905.959,53
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.587.934,37 1.661.811,24 67.507,56 9.182.238,05
3. Geschäfts- oder Firmenwerte 5.501.650,55 1.037.199,80 0,00 6.538.850,35
13.477.853,29 3.216.702,20 67.507,56 16.627.047,93
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten (Einbauten) auf fremden Grundstücken 1.441.071,09 66.148,62 0,00 1.507.219,71
2. Andere Anlage, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.200.692,34 654.197,17 1.256.344,13 7.598.545,38
9.641.763,43 720.345,79 1.256.344,13 9.105.765,09
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 200.000,00 0,00 0,00 200.000,00
200.000,00 0,00 0,00 200.000,00
23.319.616,72 3.937.047,99 1.323.851,69 25.932.813,02
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Anlagewerte
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.277.268,22 4.794.959,38
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.586.475,73 14.351.898,36
3. Geschäfts- oder Firmenwerte 1.647.603,99 2.684.803,79
18.511.347,94 21.831.661,53
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten (Einbauten) auf fremden Grundstücken 246.754,39 312.903,01
2. Andere Anlage, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.304.844,88 1.848.738,10
1.551.599,27 2.161.641,11
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00
0,00 0,00
20.062.947,21 23.993.302,64

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die NOVENTI HealthCare GmbH, München, ist ein führendes Unternehmen in der Gesundheitsbranche in Deutschland und ein nach § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 KWG von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zugelassenes Finanzdienstleistungsinstitut der Gruppe V. Die NOVENTI HealthCare GmbH ist eine 100%ige Tochter der NOVENTI Health SE, München.

Das Geschäftsjahr 2023 war im Wesentlichen geprägt durch:

die vorzeitige Verlängerung des Konsortialkredits Anfang des Jahres,

die konsequente Umsetzung der strategischen Maßnahmen des Resilienz-Programmes "Fokussierung 2025", um die Rentabilität der NOVENTI HealthCare GmbH weiter zu stärken und mittel- bis langfristig zu sichern,

die zweifache Auszeichnung als ",Bestes Abrechnungszentrum" in Deutschland,

der Einführung eines neuen, einheitlichen Tarifsystems für die Rezeptabrechnung im Apothekenbereich,

die Fokussierung der Branchensysteme Heilmittel auf ein System (NOVENTI Ora).

Die NOVENTI HealthCare GmbH erbringt in ihrem Kerngeschäft seit Jahren die Abrechnung der verordneten medizinischen Leistungen zwischen Leistungserbringern und den gesetzlichen Krankenkassen im Zuge des unechten Factorings für die Kundengruppe der Gesundheitsfachberufe (sog. Sonstige Leistungserbringer). Mit Vollzug der Verschmelzung der Apotheken-Rechenzentren im Jahre 2018 erfolgt die Abrechnung auch für die zusätzliche Kundengruppe der Apotheken gegenüber den gesetzlichen Krankenkassen. Mit Übernahme der Kunden und Infrastruktur der AvP Deutschland GmbH, Düsseldorf, im Jahr 2020 übernahm die NOVENTI HealthCare GmbH auch die Abrechnung von Krankenhausapotheken.

Im Wesentlichen werden somit die Leistungen für folgende Berufsgruppen durchgeführt: Apotheken (inkl. Krankenhausapotheken), Sanitätshäuser, Physiotherapeuten, Massagepraxen, Medizinische Badebetriebe, Logopädie, Ergotherapie, Podologie, Rehasport und Funktionstraining, Orthopädie-Technik/Medizintechnik, Orthopädie-Schuhtechnik, Augenoptik, Kunstaugeninstitute, Hörgeräte-Akustiker, Krankenpflege/Sozialstationen, Krankentransporte sowie weitere sonstige Leistungserbringer und Anbieter von digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA).

Weiterhin werden zunehmend umfangreiche IT-Dienstleistungen in Form von Branchensoftwarelösungen und Online-Lösungen, oft als ergänzende Services zur Abrechnung, angeboten.

Der Apothekenmarkt war in den vergangenen Jahren von zwei korrelierenden Trends geprägt: Während sich der Markt konsolidierte und die Anzahl an stationären Apotheken in Deutschland mit steigender Tendenz weiterhin rückläufig war, stieg der durchschnittliche Umsatz je Apotheke weiter kontinuierlich an. Analog zur allgemeinen Entwicklung im Gesundheitswesen entwickelt sich der Apothekenmarkt insbesondere unter dem Einfluss von Morbiditätsänderungen, sich wandelnden Kundenbedürfnissen und Digitalisierung.

Der Bereich der Gesundheitsfachberufe (Sonstige Leistungserbringer) stellt unverändert einen Wachstumsmarkt dar und nimmt neben dem Kernmarkt der Apotheken / Krankenhausapotheken eine wesentliche Stellung ein. Auch dieser Markt ist von neuen gesetzlichen Regelungen, der zunehmenden Digitalisierung, anhaltender Konsolidierung sowie neuen Marktteilnehmern mit teils innovativen Geschäftskonzepten geprägt.

Die demografische Entwicklung, wirtschaftliche Herausforderungen und politische Rahmenbedingungen beeinflussen weiterhin die Gesundheitsversorgung. Der Fokus der Politik und der Krankenkassen lag weiterhin vor allem auf mittel- und langfristigen Kostenbegrenzungsmaßnahmen. Hinzu kommt die in Deutschland nachlassende wirtschaftliche Entwicklung sowie die aufgrund des Bundesverfassungsgerichtsurteils notwendige, deutlich striktere Auslegung der Schuldenbremse. Zusätzlich werden deutliche Kostenbelastungen in anderen Segmenten erwartet, vor allem durch höhere Staatsausgaben aufgrund der zunehmenden geopolitischen Unsicherheiten und den Folgekosten zur Bewältigung der klimatischen Veränderungen. Dies wird den Spielraum für höhere Ausgaben im Bereich der Gesundheitsversorgung weiterhin deutlich einschränken und den Druck für notwendige Kostensenkungsmaßnahmen weiter erhöhen. Es ist daher zu erwarten, dass sich die Prozesse in den nächsten Jahren weiterhin deutlich verändern müssen, um eine höhere Effizienz zu gewährleisten. Damit richten sich auch die Anforderungen unserer Kunden zunehmend und spürbar an den geänderten Rahmenbedingungen aus, was auch gute Chancen für neue und zusätzliche Dienstleistungen impliziert. Neue Anforderungen werden kontinuierlich im Bereich der Abrechnungssysteme sowie in allen Branchensoftwaresystemen und den vielfältigen technischen Lösungen für Kunden umgesetzt und in die Gesamtprozesse integriert.

Das eRezept wird in 2024 weiter massiv an Bedeutung zunehmen. Wichtig für unsere Kunden ist es, dass die eRezepte auch weiterhin in der Vor-Ort-Apotheke eingelöst werden können. Damit werden Produkte für Versicherte (z. B. Apps), die eRezepte vom Arzt empfangen und an die Vor-Ort-Apotheke weiterleiten, immer bedeutender. Auch für die NOVENTI-internen Produktionsprozesse ergeben sich durch die erhöhte eRezept-Quote Anpassungsbedarfe.

Für das Kundensegment der Gesundheitsfachberufe (sog. Sonstige Leistungserbringer) wird das Thema elektronische Verordnung erst mit deutlichem Zeitabstand an Bedeutung gewinnen. So wurde zuletzt im Zuge der Verabschiedung des Digitalgesetztes die Pflicht zur elektronischen Verordnung von Heilmitteln von bisher Mitte 2026 auf Anfang 2027 verschoben.

Unverändert wird die wirtschaftliche Entwicklung unserer Kunden und damit auch die der NOVENTI HealthCare GmbH stark von der Gesundheitspolitik beeinflusst. Wesentliche Gesetzesinitiativen bzw. Gesetzesveränderungen waren in 2023:

Erweiterte verbindliche Bevorratungspflichten von Arzneimitteln: Um die Versorgungssicherheit mit Arzneimitteln zu starken, müssen Krankenhausapotheken und krankenhausversorgende Apotheken ihre Vorräte bei besonders wichtigen Arzneimittelgruppen aufstocken. Wenn bei Krebsarzneimitteln ein Engpass absehbar wird, gilt diese Regel auch für Apotheken, die anwendungsfertige Zubereitungen herstellen. Diese Änderungen des Apothekengesetzes und der Apothekenbetriebsordnung traten zum 27. Dezember 2023 in Kraft.

Gesetz zur verbesserten Nutzung von Gesundheitsdaten, Gesundheitsdatennutzungsgesetz (GDNG): Basierend auf dem GDNG sollen Gesundheitsdaten für die Forschung besser erschlossen werden. Kern des Gesetzes ist die erleichterte Nutzbarkeit von Gesundheitsdaten für gemeinwohlorientierte Zwecke. Dazu wird unter anderem eine dezentrale Gesundheitsdateninfrastruktur mit einer zentralen Datenzugangs- und Koordinierungsstelle für die Nutzung von Gesundheitsdaten aufgebaut.

Gesetz zur Beschleunigung der Digitalisierung des Gesundheitswesens, Digital-Gesetz (DigiG); als wesentliche Inhalte sind vorgesehen:

Digitale Gesundheitsanwendungen (DIGA) sollen tiefer in die Versorgungsprozesse integriert und ihr Einsatz transparent gemacht werden. Mit der Ausweitung der DiGA auf digitale Medizinprodukte der Risikoklasse llb sollen sie auch für komplexere Behandlungsprozesse - z.B. für das Telemonitoring - genutzt werden können.

Die elektronische Patientenakte (ePA) soll Anfang des Jahres 2025 für alle gesetzlich Versicherten eingerichtet werden. Wer die ePA nicht nutzen möchte, soll dem explizit widersprechen müssen (Opt-Out). Für privat Versicherte können die Unternehmen der PKV ebenfalls eine widerspruchsbasierte ePA anbieten.

Das elektronische Rezept (eRezept) soll ab dem 1. Januar 2024 der verbindliche Standard in der Arzneimittelversorgung sein. Demnach müssen an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmende Leistungserbringer gegenüber der jeweils zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung (KV) nachweisen, dass sie in der Lage sind, Verordnungen von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln elektronisch auszustellen und zu übermitteln - anderenfalls droht eine pauschale Kürzung der Vergütung vertragsärztlicher Leistungen um ein Prozent. Zudem ist die volle Auszahlung der monatlichen Pauschalen, die Niedergelassene für Anschluss und Betrieb der Telematikinfrastruktur (TI) erhalten, neben der elektronischen Patientenakte (ePA) und elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) auch an das eRezept gekoppelt.

Das eRezept soll besser nutzbar werden. Hierzu soll es zukünftig möglich sein, die eRezept-App der gematik GmbH (Gesellschaft für Telematik) auch mittels der ePA-Apps zu nutzen. Des Weiteren soll ermöglicht werden, digitale Identitäten, NFC-fähige (NFC = Near Field Communication; kontaktlose Datenübertragung) elektronische Gesundheitskarten (eGK) sowie dazugehörige PINs aus der eRezept-App heraus zu beantragen. Die Kassen sollen verpflichtet werden, ihre Versicherten über das eRezept zu informieren.

Nachdem die flächendeckende Umsetzung des eRezeptes jahrelang stagnierte, nahm diese Entwicklung vor allem im 2. Halbjahr 2023 deutlich an Fahrt auf. Lag die über NOVENTI abgerechnete eRezept-Quote im Juni 2023 nur bei 0,5%, steigerte sich diese bei zum Jahresende 2023 auf 18,3% (2,9 Mio. Stück) und erhöhte sich dann im Januar 2024 deutlich auf 12,2 Mio. Stück (eRezept-Quote: 62,2%).

Neben der technischen Herausforderung für die Apotheke, die insbesondere aufgrund der Komplexität der vielen Prozess-Beteiligten entsteht (PVS-System, gematik, Konnektorhersteller, TI-Betreiber, AVS-Hersteller, Abrechnungsdienstleister, Krankenkasse), sind vor allem die durch die Einführung des eRezeptes geänderten Prozesse für die Apotheke eine große Herausforderung. Die NOVENTI hat schon frühzeitig sichergestellt, dass die Abrechnungssysteme und Zusatzprodukte eRezept-fähig sind. Insbesondere durch Zusatzprodukte, wie apothekeOnline und scanDialog, hat man den Kunden Werkzeuge an die Hand gegeben, um ihre eRezepte zu überwachen und prüfen zu können.

Der schon seit Jahren bestehende Trend zur intensiven Rechnungsprüfung durch die gesetzlichen Krankenkassen, der sich auf die Kundenkreise beispielsweise durch Rechnungskürzungen mit Einbehalt der Verordnungen auswirkt, hat auch in 2023 angehalten und wird zudem durch die teilweise Reduktion von Verjährungsfristen verschärft. Dies erzeugt auch bei der NOVENTI HealthCare GmbH erhöhte Kosten im Rahmen der Abwicklung von Rezeptabrechnungen.

Auch im Geschäftsjahr 2023 wurde die im Vorjahr beschlossene Neuausrichtung der NOVENTI-Gruppe im Rahmen des umfassenden Restrukturierungs- und Resilienz-Programmes "Fokussierung 2025" konsequent weiterverfolgt. Der Fokus des Programms liegt unverändert auf der Rentabilisierung des Produktportfolios, Fokussierung des Projektportfolios sowie der Redimensionierung der Unternehmensstruktur. Das Resilienz-Programm wird in zahlreiche Projekte heruntergebrochen und beinhaltetet unter anderem Kapazitätsanpassungen, eine Optimierung des Produktprogramms und der Projektabwicklung, eine Anpassung der Tarifstruktur sowie die E2E-Optimierung der internen Strukturen. Die Ergebnisse dieser Projekte sollen die Basis für eine starke Positionierung sowie eine deutliche Stärkung der Ertragskraft der NOVENTI HealthCare GmbH schaffen.

II Geschäftsverlauf 2023

Der Vorstand der NOVENTI Health SE hat bereits in 2022 ein Sanierungsgutachten entsprechend den Vorgaben des IDW S 6 in Auftrag gegeben, das die gesamte NOVENTI Gruppe umfasst. Die NOVENTI HealthCare GmbH zählt zum Betrachtungsgegenstand des Gutachtens, da sie mit dem Rezeptabrechnungsgeschäft eine entscheidende Rolle für die wirtschaftliche Entwicklung der Gruppe spielt. Das Gutachten bestätigt die Zukunftsfähigkeit und Sanierungsfähigkeit der NOVENTI HealthCare GmbH im Zuge der Umsetzung des beschlossenen Turnaround-Konzepts der gesamten NOVENTI Gruppe, welches seit Januar 2023 konsequent umgesetzt wird. Die Anfang 2023 neu geschlossene Sanierungsänderungsvereinbarung und ihrer damit verbundene Finanzierungsstruktur sichert ausreichend Liquidität, um das operative Geschäft der NOVENTI HealthCare GmbH bis zum Ende des Sanierungszeitraums Ende 2025 weiterhin zu finanzieren.

Die Zahl der Abrechnungskunden in der Division Gesundheitsfachberufe (Sonstige Leistungserbringer) ist im Vergleich zum Vorjahr von 27.199 auf 25.154 um 2.045 (-7,5%) gesunken. In der Division Apotheke sank die Kundenanzahl 1 im Bereich der öffentlichen Apotheken deutlich von 7.700 auf 6.550 um 1.150 (-14,9%). Neben dem marktinduzierten Rückgang, v. a. aufgrund von Praxis- und Betriebsstättenschließungen sowie der fortlaufenden Bereinigung von Kunden des Segmentes Gesundheitsfachberufe (sog. Sonstige Leistungserbringer), die seit mehr als 12 Monaten nicht mehr über unser Haus abrechnen, ist dieser Effekt auch auf eine erhöhte Kündigungsquote im Rahmen der erfolgten Preisanpassungen zurückzuführen. Nennenswerte Auswirkungen auf das Abrechnungsvolumen, das im Bereich der öffentlichen Apotheken 2023 24,7 Mrd. EUR (2022: 25,5 Mrd. EUR) sowie im Bereich Gesundheitsfachberufe (Sonstige Leistungserbringer) 2023 5,0 Mrd. EUR (2022: 4,8 Mrd. EUR) betrug, und damit den Umsatz der NOVENTI Health Care GmbH sind dadurch jedoch nicht zu verzeichnen.

Der durchschnittliche Bruttorezeptwert, als weitere relevante Bezugsgröße für die Erlösentwicklung, hat sich im Bereich der öffentlichen Apotheken in 2023 auf durchschnittlich 124,49 EUR von 121,95 EUR 2022 erhöht und im Bereich Gesundheitsfachberufe (Sonstige Leistungserbringer) betrug dieser 2023 durchschnittlich 240,72 EUR (2022: 233,10 EUR).

1 Kundenanzahl auf Basis der Institutionskennzeichen

Im Segment Krankenhausapotheken konnten wir die Kundenanzahl von 194 stabil auf Vorjahresniveau halten und die damit verbundenen Umsätze erneut steigern. Das Abrechnungsvolumen 2023 betrug hier 2,0 Mrd. EUR (2022: 1,6 Mrd. EUR) und der durchschnittliche Bruttorezeptwert 1.370,53 EUR (2022: 1.252,54 EUR).

Das Kundensegment Privatabrechnung Ärzte haben wir im Rahmen der Fokussierungsstrategie planmäßig zum 30.09.2023 eingestellt.

Damit lagen die Erträge der Gesellschaft (Zinserträge zzgl. sonstiger betrieblicher Erträge abzüglich Zinsaufwendungen) mit 148,6 Mio. EUR deutlich über Vorjahr (2022: 134,7 Mio. EUR) und über Plan.

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit (finanzieller Leistungsindikator) beträgt T€ 30.968 (Vj. T€ 12.460) und hat sich damit im Vorjahresvergleich deutlich verbessert. Der NOVENTI HealthCare GmbH ist es damit unter anderem gelungen, die aufgrund des veränderten Zinsniveaus im Vorjahresvergleich deutlich gestiegenen Zinskosten überwiegend zu kompensieren. Unter anderem ist auf Grund der nicht vollständigen Kompensation das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit weiterhin deutlich unter der Planung bzw. Vorjahresprognose. Aufgrund des mit Wirkung zum 1. Januar 2016 geschlossenen Gewinnabführungsvertrags mit der damaligen NOVENTI GmbH und heutigen NOVENTI Health SE beträgt der Jahresüberschuss T€ 0 (Vj. T€ 0).

III Ertragslage

Das positive Jahresergebnis vor Ergebnisabführung ist im Wesentlichen auf die stabile Marktposition der NOVENTI HealthCare GmbH, den anhaltenden Erträgen im Bestands- und Neukundenbereich sowie der guten Kostenkontrolle zurückzuführen.

Insgesamt stiegen die Zinserträge von T€ 112.188 auf T€ 130.181 und damit um T€ 17.993 (16,0%). Wesentliche Ursachen hierfür waren die vorstehend beschriebene Steigerung des Abrechnungsvolumens in den Bereichen Gesundheitsfachberufe und Krankenhausapotheken sowie die in 2023 durchgesetzte Preiserhöhung. Der Anstieg der Zinsaufwendungen von T€ 8.110 auf T€ 25.045 ist auf die entsprechende Erhöhung der Zinssätze und Finanzierungsvolumina zurückzuführen.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen reduzierten sich von T€ 113.504 um T€ 5.627 (-5,0%) auf T€ 107.877. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Reduzierung des Personalaufwands aufgrund der im Rahmen des Resilienz-Programms "Fokussierung 2025" durchgeführten Personalmaßnahmen. Die im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Nebenkosten für Geldverkehr konnten durch den reduzierten Bezug von Fremdleistungen überkompensiert werden.

IV Vermögenslage

Die Forderungen an Kreditinstitute sind bedingt durch das vorzufinanzierende Abrechnungsvolumen von T€ 29.412 um T€ 4.538 auf T€ 33.950 (15,4%) gestiegen. Die Forderungen an Kunden haben sich um T€ 11.718 (-1,4%) von T€ 831.364 auf T€ 819.646, durch ein geringeres Abrechnungsvolumen zum Jahresende im Vergleich zu Vorjahreszeitraum, reduziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sanken stichtagsbedingt um T€ 60.989 (-23,8%) von T€ 256.784 auf T€ 195.795, während die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um T€ 43.072 (8,0%) von T€ 541.081 auf T€ 584.153 auf Grund des gestiegenen Finanzierungsbedarfs im Bereich Gesundheitsfachberufe (Sonstige Leistungserbringer) gestiegen sind.

Durch die verstärkte Nutzung des Produkts NOVENTI Transfer stieg das Treuhandvermögen und die korrespondierenden Treuhandverbindlichkeiten erneut an (von T€ 26.396 auf T€ 35.720).

Vor allem durch den planmäßigen Verbrauch der im Zuge des Restrukturierungsprogrammes gebildeten Rückstellungen reduzierten sich diese im Geschäftsjahr von T€ 14.544 auf T€ 10.490 (-27,9%).

Die Gesamtinvestitionen des Jahres 2023 in Höhe von T€ 164 entfallen im Wesentlichen auf Sachanlagen.

Das Eigenkapital bleibt unverändert bei T€ 66.373. Die Eigenkapitalquote beträgt aufgrund der nun leichten Ausweitung der Bilanzsumme nahezu unverändert 7,3%. Am 14.05.2024 hat der alleinige Gesellschafter der NOVENTI HealthCare GmbH, die NOVENTI Health SE beschlossen, die Kapitalausstattung der NOVENTI HealthCare GmbH durch Erhöhung der Kapitalrücklage von T€ 40.901 auf T€ 46.901 weiter zu stärken.

V Finanz- und Liquiditätslage

In 2023 war die Liquidität während des gesamten Geschäftsjahres jederzeit gewährleistet. Die Liquiditätslage beurteilen wir als gut. Für das Factoringgeschäft stehen der NOVENTI HealthCare GmbH, neben den in Anspruch genommenen Krediten, ausreichend freie Linien zur Verfügung. Zu Anfang des Berichtsjahres stand der Gesellschaft für die Refinanzierung des Factoring-Geschäfts im Rahmen eines Konsortialkredites von sieben Banken Kreditlinien in Höhe von 1,3 Mrd. € zur Verfügung. Dazu kam ein Schuldscheindarlehen über 50 Mio. €. Die Kreditlinien wurden am 16.01.2023 bis zum 31.12.2025 neu strukturiert und verlängert, sowohl für den Konsortialkredit als auch im Rahmen des Vertragswerkes für das Schuldscheindarlehen. Gemäß der Sanierungsänderungsvereinbarung vom 16.01.2023 ist die NOVENTI Health SE nun Darlehensnehmer für das Schuldscheindarlehen und die NOVENTI HealthCare GmbH haftet als Gesamtschuldner. Die für die Refinanzierung des Factoringgeschäfts der NOVENTI HealthCare GmbH bereitgestellten Kreditlinien belaufen sich nun auf 1,2 Mrd. €. Zum Bilanzstichtag waren 0,7 Mrd. € der Kreditlinien nicht beansprucht. Die 2021 für die Refinanzierung des Reverse Factoring-Produkts FactoringPlus vereinbarte Linie mit der CORAL Purchasing 2 DAC in Dublin/Irland, einer Gesellschaft der DZ BANK AG, Frankfurt am Main, zur Verbriefung angekaufter Forderungen über Asset Backed Commercial Papers, belief sich im Geschäftsjahr 2023 weiterhin auf rd. 50 Mio. €, von denen aufgrund der geringen Kundenanzahl im Laufe des Jahres 2023 im Durchschnitt lediglich 17,7 Mio. € durch Coral Purchasing refinanziert wurde. Aufgrund dieser geringen Nutzungsquote wurde mit Änderungsvereinbarung vom 20.12.2023 die vorzeitige Beendigung des Programmes festgelegt und zum 07.03.2024 durch Rückkauf aller hierüber refinanzierten Forderungen abgeschlossen.

VI Fazit zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gesellschaft

Die Geschäftsleitung beurteilt den Geschäftsverlauf und die Lage der Gesellschaft insgesamt weiterhin als gut. 2023 konnte die Gesellschaft aufgrund der konsequenten Umsetzung der Maßnahmen aus dem Resilienzprogramm "Fokussierung 2025" plangemäß ein im Vorjahresvergleich wieder deutlich positiveres Ergebnis erwirtschaften. Auch in den Folgejahren werden die im Zusammenhang mit dem Restrukturierungs- und Resilienz-Programm festgelegten Maßnahmen die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft weiter stärken. Die Kapitalstruktur und Liquidität bewerten wir aus den genannten Gründen weiterhin als gut.

VII Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

In Bezug auf die finanziellen Leistungsindikatoren verweisen wir auf obige Darstellung zur Ertrags-, Finanz-, Vermögens- und Liquiditätslage der NOVENTI HealthCare GmbH. Die Geschäftsleitung hat sich zum Ziel gesetzt, die unten dargestellten nichtfinanziellen Aspekte umzusetzen.

Attraktive Arbeitsplätze an allen Standorten, Fairness und ein ausgewogenes Fordern und Fördern der Mitarbeitenden sind Grundlagen, die auch in den Unternehmensleitlinien festgeschrieben sind. Auch während der konsequenten Umsetzung der strategischen Maßnahmen des Resilienz- Programmes "Fokussierung 2025" stehen wettbewerbsfähige Sozialleistungen, flexible Arbeitszeitmodelle für eine ausgeglichene Work-Life-Balance sowie ein umfangreiches Entwicklungs- und Schulungsprogramm mit individuellen Weiterbildungsangeboten für ein erfolgreiches Personalmanagement. Im Rahmen des Resilienz-Programms mussten wir gezielt Personal abbauen. Hierbei stand ein sozialverträglicher Abbau im Vordergrund und entsprechende Abfindungsangebote, sowie die Gründung einer Transfergesellschaft wurden gemeinsam mit dem Betriebsrat vorbereitet.

Mit nahezu allen betroffenen Mitarbeitenden konnten Regelungen auf dieser Basis getroffen werden. Trotz dieser Maßnahmen ist die Fluktuationsquote (nur arbeitnehmerinitiierte Austritte) im Vergleich zum Vorjahr nur um 0,1 Prozentpunkte auf 6,2% gestiegen.

Nach diesem Personalabbau liegt eine geringe Fluktuation und eine hohe Mitarbeiterbindung wieder im Fokus unseres Personalmanagements. Um den verbleibenden Mitarbeitenden auch eine finanzielle Perspektive zu geben, wurde bereits im Jahr 2023 eine Inflationsprämie ausgezahlt und eine Gehaltserhöhungsrunde für Mitte 2024 in Aussicht gestellt und kommuniziert. Ein weiterer Aspekt, der dies unterstreicht, ist die hohe und im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegene durchschnittliche Betriebszugehörigkeit von 11,8 Jahren.

Zu Beginn des Jahres 2024 wurde auch wieder eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt, um die Zufriedenheit der Mitarbeitenden objektiv zu messen und auf Basis der Ergebnisse Maßnahmen zu ergreifen.

VIII Nichtfinanzielle Erklärung

Mit diesem Kapitel und den Informationen, auf die in diesem Kapitel verwiesen wird, kommt die NOVENTI HealthCare GmbH ihrer Pflicht zur Erstellung einer nichtfinanziellen Erklärung gemäß §§ 289bff i.V.m. § 340 Abs. 1a HGB und den Vorgaben der EU-Taxonomie (EU-Verordnung 2020/582) sowie der zugehörigen delegierten Rechtsakte nach.

Die nichtfinanzielle Erklärung der NOVENTI HealthCare GmbH beruht auf keinem Rahmenwerk. Der freiwillige Bericht zur Nachhaltigkeit der NOVENTI Gruppe, der damit auch die NOVENTI HealthCare GmbH umfasst, orientiert sich an den von der Global Reporting Initiative (GRI) erarbeiteten Standards, jedoch ist noch offen, welches Rahmenwerk für die zukünftige verpflichtende Durchführung der Corporate Sustainability Reporting Directive zur Vergleichbarkeit der Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen angewendet wird.

Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodels der NOVENTI HealthCare GmbH erläutern wir im Abschnitt I Geschäfts- und Rahmenbedingungen im Lagebericht.

Wesentlichkeitsanalyse

In der Wesentlichkeitsanalyse haben wir die Konformität mit dem doppelten Wesentlichkeitsvorbehalt des §289c Abs. 3 HGB für die Aspekte nach §289c Abs. 2 HGB berücksichtigt. Die Aspekte nach §289 Abs. 2 HGB sind

Umweltbelange

Arbeitnehmerbelange

Sozialbelange

Achtung der Menschenrechte

Bekämpfung von Korruption und Bestechlichkeit.

Als wesentliche Aspekte für das Verständnis des Geschäftsverlaufs, des Geschäftsergebnisses und der Lage des Unternehmens sowie der Auswirkungen auf die vorher genannten Aspekte, wurden Arbeitnehmerbelange, die Achtung der Menschenrechte und die Bekämpfung von Korruption und Bestechlichkeit identifiziert.

Arbeitnehmerbelange

In Bezug auf die Arbeitnehmerbelange verweisen wir auf den Abschnitt VII Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren im Lagebericht.

Achtung der Menschenrechte

Die Wahrung der Menschenrechte ist für uns selbstverständlich. Regeln für Gleichbehandlung, Nichtdiskriminierung und Achtung der Menschenrechte sind im Verhaltenskodex der NOVENTI Gruppe definiert und haben damit auch Gültigkeit für die NOVENTI HealthCare GmbH. Zudem hat die NOVENTI Gruppe die Charta der Vielfalt im Jahr 2017 unterzeichnet. Für Mitarbeiterende, als auch externe Personen besteht die Möglichkeit Hinweise bezüglich eventueller Regelverstöße, insbesondere bezüglich eventuelle Menschrechtsverletzungen und Diskriminierung, jederzeit zu melden.

Bekämpfung von Korruption und Bestechung

In Bezug auf die Bekämpfung von Korruption und Bestechung verweisen wir auf den Abschnitt IX Risikomanagement und Internes Kontrollsystem im Lagebericht.

Angaben gemäß Art. 8 der EU-Taxonomie

Die NOVENTI HealthCare GmbH, München, ist ein nach § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 KWG von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zugelassenes Finanzdienstleistungsinstitut der Gruppe V und qualifiziert sich nicht als CRR-Kreditinstitut i.S.d. Art. 4 Abs. 1 Nr. 1 der Verordnung EZ 575/2013. Als solches sind entsprechend die taxonomiefähigen sowie konformen Anteile an den Umsatzerlösen, Investitionen und Betriebsausgaben zu berichten.

Die EU-Taxonomie für nachnachhaltiges Wirtschaften erfordert die Bewertung der Wirtschaftsaktivitäten nach deren grundsätzlichen Taxonomiefähigkeit. Dies setzt voraus, dass die Wirtschaftstätigkeit in den delegierten Rechtsakten der EU-Taxonomie genannt ist. Die Wirtschaftsaktivitäten der NOVENTI HealthCare GmbH unterteilen sich in die Segmente Abrechnung sowie Entwicklung und Verkauf von Branchensoftware- und Onlinelösungen für unsere Kundengruppen Apotheken (inkl. Krankenhausapotheken), Gesundheitsfachberufe (Sonstige Leistungserbringer) und Anbieter von digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA). Als taxonomiefähig kann im Wesentlichen das Segment Branchensoftware- und Onlinelösungen unter Umweltziel 5 "Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung" eingestuft werden.

Als taxonomiekonform gilt eine Aktivität, wenn sie taxonomiefähig ist und einen wesentlichen Beitrag auf eines der sechs Umweltziele der EU-Taxonomie leistet. Gleichzeitig muss sichergestellt werden, dass keines der anderen Ziele erheblich beeinträchtigt wird ("Do No Significant Harm", DNSH) und die Mindeststandards ("Minimum Safeguards", MS) eingehalten werden.

Die Erhebung des Beitrags zur Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung durch unsere Branchensoftware- und Onlinelösungen ist nicht erfolgt.

Umsatzerlöse Geschäftsjahr 2023 2023
Wirtschaftstätigkeiten (1) Code(s)(2) Absoluter Umsatz (3) Umsatzanteil (4)
Mio. EUR %
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN %
A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
- - - -
Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) - - -
A. 2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Branchensoftware- und Onlinelösungen 25,6 16%
Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) 25,6 16%
Total (A.1 + A.2) 25,6 16%
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) 140,2 85%
Gesamt (A + B) 165,8 100%
Umsatzerlöse Geschäftsjahr 2023 Kriterien für einen wesentlichen Beitrag
Wirtschaftstätigkeiten (1) Klimaschutz (5) Anpassung an den Klimawandel (6) Wasser- und Meerressourcen
% % %
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
- - - -
Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) - - -
A. 2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Branchensoftware- und Onlinelösungen
Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)
Total (A.1 + A.2)
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
Gesamt (A + B)
Umsatzerlöse Geschäftsjahr 2023 Kriterien für einen wesentlichen Beitrag
Wirtschaftstätigkeiten (1) Kreislaufwirtschaft Umweltverschmutzung (9) Biologische Vielfalt und Ökosysteme
% % %
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
- - - -
Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) - - -
A. 2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Branchensoftware- und Onlinelösungen
Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)
Total (A.1 + A.2)
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
Gesamt (A + B)
Umsatzerlöse Geschäftsjahr 2023 DNSH-Kriterien ("Keine erhebliche Beeinträchtigung")
Wirtschaftstätigkeiten (1) Klimaschutz (11) Anpassung an den Klimawandel (12) Wasser- und Meeresressourcen
J/N J/N J/N
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
- - - -
Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) - - -
A. 2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Branchensoftware- und Onlinelösungen
Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)
Total (A.1 + A.2)
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
Gesamt (A + B)
Umsatzerlöse Geschäftsjahr 2023 DNSH-Kriterien ("Keine erhebliche Beeinträchtigung")
Wirtschaftstätigkeiten (1) Kreislaufwirtschft (14) Umweltverschmutzung (15) Biologische Vielfaltund Ökosysteme
J/N J/N J/N
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
- - - -
Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) - - -
A. 2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Branchensoftware- und Onlinelösungen
Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)
Total (A.1 + A.2)
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
Gesamt (A + B)
Umsatzerlöse Geschäftsjahr 2023
Wirtschaftstätigkeiten (1) Mindestschutz (17) Taxonomiekonformer Umsatzanteil, Jahr 2023 (18) Taxonomiekonformer Umsatzanteil, Jahr 2022 (19)
J/N Prozent Prozent
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
- - - -
Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) - - -
A. 2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Branchensoftware- und Onlinelösungen
Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)
Total (A.1 + A.2)
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
Gesamt (A + B)
Umsatzerlöse Geschäftsjahr 2023
Wirtschaftstätigkeiten (1) Kategorie (ermöglichende Tätigkeiten) (20) Kategorie "(Übergangstätigkeiten)" (21)
E T
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
- - -
Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) - -
A. 2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Branchensoftware- und Onlinelösungen
Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)
Total (A.1 + A.2)
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
Gesamt (A + B)
Investitionen (CapEx) Geschaftsjahr 2023
Wirtschaftstätigkeiten (1) Code(s) (2) Absoluter CapEx (3) Anteil CapEx (4)
Mio. EUR %
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
- - -
CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) - - -
A. 2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
- - -
CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) - - -
Total (A.1 + A.2) - - -
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
CapEx* nicht taxonomiefähiger 100%
Tätigkeiten (B) 0,2
Investitionen (CapEx) Geschaftsjahr 2023 Kriterien für einen wesentlichen Beitrag
Wirtschaftstätigkeiten (1) Klimaschutz (5) Anpassung an den Klimawandel (6) Wasser- und Meeresressourcen
% % %
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
- - -
CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) - - -
A. 2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)
Total (A.1 + A.2)
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
CapEx* nicht taxonomiefähiger
Tätigkeiten (B)
Investitionen (CapEx) Geschaftsjahr 2023 Kriterien für einen wesentlichen Beitrag
Wirtschaftstätigkeiten (1) Kreislaufwirtschaft Umweltverschmutzung (9) Biologische Vielfalt und Ökosysteme
% % %
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
- - -
CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) - - -
A. 2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)
Total (A.1 + A.2)
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
CapEx* nicht taxonomiefähiger
Tätigkeiten (B)
Investitionen (CapEx) Geschaftsjahr 2023 DNSH-Kriterien ("Keine erhebliche Beeinträchtigung")
Wirtschaftstätigkeiten (1) Klimaschutz (11) Anpassung an den Klimawandel (12) Wasser- und Meeresressourcen
J/N J/N J/N
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
- - -
CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) - - -
A. 2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)
Total (A.1 + A.2)
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
CapEx* nicht taxonomiefähiger
Tätigkeiten (B)
Investitionen (CapEx) Geschaftsjahr 2023 DNSH-Kriterien ("Keine erhebliche Beeinträchtigung")
Wirtschaftstätigkeiten (1) Kreislaufwirtschaft Umweltverschmutzung (15) Biologische Vielfalt und Ökosysteme
J/N J/N J/N
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
- - -
CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) - - -
A. 2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)
Total (A.1 + A.2)
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
CapEx* nicht taxonomiefähiger
Tätigkeiten (B)
Investitionen (CapEx) Geschaftsjahr 2023
Wirtschaftstätigkeiten (1) Mindestschutz Taxonomiekonformer CapEx-Anteil, Jahr 2023 (18) Taxonomiekonformer CapEx-Anteil, Jahr 2022 (19)
J/N Prozent Prozent
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
- - -
CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) - - -
A. 2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)
Total (A.1 + A.2)
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
CapEx* nicht taxonomiefähiger
Tätigkeiten (B)
Investitionen (CapEx) Geschaftsjahr 2023
Wirtschaftstätigkeiten (1) Kategorie (ermöglichen de Tätigkeiten) (20) Kategorie "(Übergangstätigkeiten)" (21)
E T
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
- -
CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) - -
A. 2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)
Total (A.1 + A.2)
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
CapEx* nicht taxonomiefähiger
Tätigkeiten (B)
Betriebsausgaben (OpEx) Geschaftsjahr 2023
Wirtschaftstätigkeiten (1) Code(s) (2) Absoluter OpEx (3) Anteil OpEx (4)
Mio. EUR %
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN %
A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
- - -
OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) - - -
A. 2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
- - -
OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) - - -
Total (A.1 + A.2) - - -
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
OpEx* nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) 11,2 100%
Gesamt (A + B) 11,2 100%
Betriebsausgaben (OpEx) Geschaftsjahr 2023 Kriterien für einen wesentlichen Beitrag
Wirtschaftstätigkeiten (1) Klimaschutz (5) Anpassung an den Klimawandel (6) Wasser- und Meeresressourcen
% % %
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
- - -
OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) - . -
A. 2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)
Total (A.1 + A.2)
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
OpEx* nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
Gesamt (A + B)
Betriebsausgaben (OpEx) Geschaftsjahr 2023 Kriterien für einen wesentlichen Beitrag
Wirtschaftstätigkeiten (1) Kreislaufwirtschaft Umweltverschmutzung (9) Biologische Vielfalt und Ökosysteme
% % %
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
- - -
OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) - - -
A. 2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)
Total (A.1 + A.2)
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
OpEx* nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
Gesamt (A + B)
Betriebsausgaben (OpEx) Geschaftsjahr 2023 DNSH-Kriterien ("Keine erhebliche Beeinträchtigung")
Wirtschaftstätigkeiten (1) Klimascuutz (11) Anpassung an den Klimawandel (12) Wasser- und Meeresressourcen
J/N J/N J/N
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
-
OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) - - -
A. 2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)
Total (A.1 + A.2)
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
OpEx* nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
Gesamt (A + B)
Betriebsausgaben (OpEx) Geschaftsjahr 2023 DNSH-Kriterien ("Keine erhebliche Beeinträchtigung")
Wirtschaftstätigkeiten (1) Kreislaufwirtschaft (14) Umweltverschmutzung ng(15) Biologische Vielfalt und Ökosysteme
J/N J/N J/N
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
- -
OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) - -
A. 2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)
Total (A.1 + A.2)
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
OpEx* nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
Gesamt (A + B)
Betriebsausgaben (OpEx) Geschaftsjahr 2023
Wirtschaftstätigkeiten (1) Mindestschutz (17) Taxonomiekonformer OpEx-Anteil, Jahr N (18) Taxonomiekonformer OpEx, Jahr N-1 (19)
J/N Prozent Prozent
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
- - -
OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) - - -
A. 2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)
Total (A.1 + A.2)
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
OpEx* nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
Gesamt (A + B)
Betriebsausgaben (OpEx) Geschaftsjahr 2023
Wirtschaftstätigkeiten (1) Kategorie (ermöglichen de Tätigkeiten) (20) Kategorie "(Übergangstätigkeiten)" (21)
E T
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) - -
- -
OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) - -
A. 2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)
Total (A.1 + A.2)
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
OpEx* nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
Gesamt (A + B)

Die Betriebsausgaben der NOVENTI HealthCare GmbH umfassen entsprechend der EU- Taxonomie folgende relevante Kostenpositionen:

Kosten
Direkte, nicht kapitalisierte Kosten Mio. EUR
Forschung und Entwicklung 12,1
Gebäudesanierungsmaßnahmen -
Kurzfristiges Leasing 0,6
Wartung und Reparatur 1,1
Sämtliche andere direkte Ausgaben im Zusammenhang mit der täglichen Wartung von Vermögenswerten des Sachanlagenvermögens durch das Unternehmen oder Dritte, an die Tätigkeiten ausgelagert werden, die notwendig sind, um die kontinuierliche und effektive Funktionsfähigkeit dieser Vermögenswerte sicherzustellen. -
Summe 13,7

Von den gesamten Betriebsausgaben in Höhe von rd. 145,8 Mio. EUR entfielen im Jahr 2023 lediglich 13,7 Mio. EUR auf die für die EU-Taxonomieberichterstattung relevanten Kostenpositionen. Dies entspricht einem Anteil von <10%. Die Kosten werden daher als nicht wesentlich eingeschätzt.

IX Erklärung zur Unternehmensführung zur sog. Frauenquote nach § 289f Abs. 2 Nr. 4 HGB

Die Gesellschaft hat seit 2021 einen drittelmitbestimmten Aufsichtsrat. Dieser hat sich am 08.12.2021 konstituiert. Der Frauenanteil der Führungskräfte der Gesellschaft beträgt von der ersten bis zur dritten Führungsebene 47%. Dieser Wert liegt über der internen Zielgröße von 30% und ist im Vergleich zum Vorjahr um rund 4 Prozentpunkte gestiegen. Mit Beschluss vom 22.02.2023 hat der Gesellschafter festgelegt, dass für die Besetzung der Geschäftsführung sowie des Aufsichtsrates der Gesellschaft wesentlich die Qualifikation, Fähigkeiten sowie die Persönlichkeit sein sollen und nicht das Geschlecht. Entsprechend wurde auf Basis der bestehenden Zusammensetzung die Frauenquote bis 2028 mit 0% festgelegt.

X Risikomanagement und Internes Kontrollsystem

Die Geschäftsführung hat ein Risikomanagement eingerichtet und ist dafür zuständig. Es zielt darauf ab, Risiken zu identifizieren, zu analysieren, zu systematisieren, zu quantifizieren und zu kommunizieren, um eine Steuerung insbesondere aller wesentlichen Risiken zu gewährleisten.

Den Rahmen hierfür bilden eine nachhaltige Geschäftsstrategie sowie eine dazu konsistente Risikostrategie. Der implementierte Strategieprozess sieht eine jährliche Überprüfung und Anpassung vor.

Grundlage des Risikomanagements bildet das interne Kontrollverfahren mit einem internen Kontrollsystem (IKS), das im Geschäftsjahr weiterentwickelt wurde, und der internen Revision. Die konkrete Ausgestaltung des IKS hinsichtlich der Aufbau- und Ablauforganisation wird in der schriftlich fixierten Ordnung (SFO) definiert und dokumentiert.

Das Risikomanagement folgt risikopolitischen Grundsätzen, die die Gesamtheit der zentralen Verhaltensregeln für den Umgang mit Risiken innerhalb der NOVENTI HealthCare GmbH darstellen und somit die Grundlage für ein unternehmensweit einheitliches Verständnis des Risikomanagements bilden.

Um ihre Risiken adäquat zu steuern und zu managen, erweitert die NOVENTI HealthCare GmbH fortlaufend ihr Instrumentarium und Methoden zur Risikoerkennung, zur Risikomessung/bewertung, zum Risikoreporting sowie zur Risikosteuerung, die nach betriebswirtschaftlichen und aufsichtsrechtlichen Kriterien ausgestaltet sind. Die Steuerung und Begrenzung der wesentlichen und quantifizierbaren Risiken erfolgt durch Risikolimite. Innerhalb der Risikotragfähigkeit bestehen für wesentliche Risiken Risikolimite auf der Ebene der Risikoarten, die von der Geschäftsleitung festgelegt werden. Nicht quantifizierbare und als wesentlich eingestufte Risiken werden außerhalb der Risikotragfähigkeit überwacht und gesteuert. 2

Funktionen für Risikocontrolling, Informationssicherheit, Geldwäscheprävention, Datenschutz und Compliance sind eingerichtet und wesentliche Bestandteile des Risikomanagements. Die Wirksamkeit und Angemessenheit des Risikomanagementsystems der NOVENTI HealthCare GmbH und dessen aufsichtsrechtliche Umsetzung werden durch die interne Revision turnusmäßig überprüft.

In 2023 wurde zur Weiterentwicklung des internen Kontrollsystems mit der Identifikation und Dokumentation von Schlüsselkontrollen für wesentliche Prozesse durch das Risikomanagement in enger Zusammenarbeit mit den Fachbereichen begonnen. Diese Aktivitäten werden im Geschäftsjahr 2024 fortgesetzt.

Risikokategorien

Auf Basis der in 2023 durchgeführten Risikoinventur hat die Geschäftsleitung der NOVENTI HealthCare GmbH die nachfolgenden Risiken als wesentlich für die Organisation identifiziert:

a) Liquiditätsrisiko

Als Liquiditätsrisiko definiert die NOVENTI HealthCare GmbH das Risiko, anstehenden Zahlungsverpflichtungen nicht mehr uneingeschränkt und/oder fristgerecht nachkommen zu können (Zahlungsunfähigkeitsrisiko) sowie das Refinanzierungsrisiko im echten bzw. unechten Factoring. Potenzielle Treiber hierfür können insbesondere ein starker Anstieg des Abrechnungsvolumens, Ausfall oder Änderung der Abschlagszahlungen durch Kostenträger, Wegfall der Refinanzierungslinien oder Verzögerungen in der Rezeptverarbeitung sein.

2 Im Rahmen der Risikotragfähigkeit werden die folgenden Risikoarten einbezogen: Operationelle Risiken, Marktpreisrisken und Adressrisiken. Nicht quantifiziert werden hingegen Liquiditätsrisiken, strategische Risiken, Reputationsrisiken und Geschäftsrisken.

Die NOVENTI HealthCare GmbH begegnet den aus der monatlichen Abrechnung entstehenden, zum Teil hohen, punktuellen Liquiditätsbedarfen mittels einer detaillierten kurzfristigen Liquiditätsplanung sowie dessen Steuerung unter Berücksichtigung adverser Szenarien. Eine hierfür ausreichende Liquidität wird durch eine Anfang 2023 vorzeitig verlängerte Konsortialkreditlinie über 1,2 Mrd. € mit einer Laufzeit bis 2025 gewährleistet. Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos hat die NOVENTI HealthCare GmbH ein wöchentliches Liquiditätskomitee unter Leitung des Riskmanagements etabliert, in dem auch die Geschäftsführung der NOVENTI HealthCare GmbH vertreten ist. Die Auslastung und die Veränderung der eingeräumten Refinanzierungslinien werden auf täglicher Basis in Form eines Ampelsystems überwacht, sodass ein sich abzeichnender Liquiditätsengpass frühzeitig erkannt werden kann. Ferner hält die Gesellschaft für diesen Fall einen dezidierten Maßnahmenplan vor, der im Bedarfsfall situativ aktiviert wird.

b) Marktpreisrisiko

Bei der NOVENTI HealthCare GmbH tritt das Marktpreisrisiko insbesondere in Form des Zinsänderungsrisikos in Folge der Refinanzierung von (Abschlags-)Zahlungen im Factoringgeschäft auf. Darunter wird auch das Refinanzierungskostenrisiko subsummiert. Die Steuerung des Marktpreisrisikos erfolgt über die vierteljährliche Quantifizierung des Zinsrisikos unter Berücksichtigung der vertraglich vereinbarten Konsortialkreditlinie. Die Überwachung erfolgt durch ein Monitoring des durchschnittlichen Refinanzierungsvolumens und des aktuellen Zinsumfelds.

Mit den bereits in 2022 sowie 2023 durchgeführten Zinsschritten hat das Zinsänderungsrisiko deutlich an Bedeutung gewonnen. Dem ist die Gesellschaft durch eine teilweise Weitergabe des Zinsänderungsrisikos an die Kunden im Zuge der erfolgten Tarifanpassung begegnet. Für das Geschäftsjahr 2024 geht die NOVENTI HealthCare GmbH von einem konstanten oder leicht rückläufigen Zinsniveau sowie in Folge von Prozessoptimierungen und Kundenkündigungen geringen Refinanzierungsbedarf aus. Zur weiteren Risikomitigation wird die NOVENTI HealthCare GmbH weitere Maßnahmen zur Reduzierung des benötigten Refinanzierungsvolumen sowie der laufenden Zinskosten für das Abrechnungsgeschäft umsetzen.

c) Operationelles Risiko

Als operationelle Risiken bezeichnet die NOVENTI HealthCare GmbH die Gefahr von Verlusten, die durch die Unangemessenheit oder das Versagen von internen Verfahren bzw. Prozessen, Menschen und Systemen oder durch externe Einflüsse verursacht werden. Hierzu gehören auch Rechts- und Compliancerisiken sowie Modellrisiken.

Zur Risikominderung und Mitigation ist eine schriftlich fixierte Ordnung implementiert. Darüber hinaus bestehen interne Prozess- und Systemkontrollen sowie Versicherungen. Weiterhin werden Schadensereignisse analysiert und in einer Schadensdatenbank erfasst.

Der Aufbau und die Weiterentwicklung des unternehmensweit einheitlichen Kontrollsystems mit der Identifikation und Dokumentation von Schlüsselkontrollen wird auch in 2024 einen Schwerpunkt bilden.

Innerhalb der operationellen Risiken stehen insbesondere die IT-Risiken und Informationssicherheitsrisiken aufgrund der generell gestiegenen Gefahrenlage, als auch der zunehmenden Digitalisierung des Geschäftsmodells im Fokus der Risikoüberwachung und -steuerung. In diesem Kontext erfolgte Anfang 2023 auch die erfolgreiche Re-Zertifizierung nach ISO 27001:2013 durch den TÜV Rheinland. Diese umfasste sowohl die Abrechnung von Rezepten gesetzlich Krankenversicherter für Apotheken gegenüber Kostenträgern in der NOVENTI HealthCare GmbH als auch den Bereich IT-Services als zentraler IT-Dienstleister bei der NOVENTI Health SE.

Aus der Umsetzung des Resilienz-Programms "Fokussierung 2025" der NOVENTI Gruppe und der damit verbundenen notwendigen Veränderungen in der Organisation sind unter anderem auch Personalrisiken, insbesondere in den an die NOVENTI Health SE ausgelagerten Bereichen, erwachsen. Daher wird laufend analysiert, inwiefern sich negative Auswirkungen auf Geschäftsprozesse ergeben könnten, um bei Bedarf entsprechende frühzeitige Gegensteuerungsmaßnahmen zu ergreifen. Ein Schwerpunkt liegt hierbei auf der Standardisierung und Automatisierung von Prozessen.

d) Adressenausfallrisiko

Unter Adressenausfallrisiken versteht die NOVENTI HealthCare GmbH die Gefahr, dass ein Kreditnehmer die ihm gewährten Kredite nicht oder nicht vollständig vertragsgemäß zurückzahlen kann. Hierbei wird in der NOVENTI HealthCare GmbH zwischen folgenden Ausprägungen unterschieden:

Bonitätsrisiko Kunde: Risiko, dass Debitoren beziehungsweise Anschlusskunden ihre Verbindlichkeiten aufgrund von Zahlungsausfall oder Zahlungsschwierigkeiten nicht vertragsgemäß zurückzahlen. Dies umfasst auch das Delkredererisiko aus dem echten sowie unechten Factoringgeschäft, Bonitätsverschlechterungen sowie gegebenenfalls Risiken aus vertraglichen Zusagen.

Veritätsrisiko: Risiko, insbesondere im echten Factoringgeschäft hinsichtlich des Bestands und der Realisierbarkeit einer angekauften Forderung dahingehend, dass der Schuldner der angekauften Forderung nicht verpflichtet ist in vollem Umfang zu leisten oder nicht werthaltige Forderungen zum Ankauf eingereicht wurden.

Kontrahentenrisiko: Risiko, welches sich aus dem Ausfall bzw. Zahlungsschwierigkeiten eines Kreditinstituts ergibt. Dies betrifft insbesondere Guthaben bei Banken. Weiterhin die gesamtschuldnerische Haftung für die Darlehensinanspruchnahme von Gruppengesellschaften im Rahmen des Konsortialvertrages.

Adressenausfallrisiken können insbesondere im Abrechnungsgeschäft der NOVENTI HealthCare GmbH auftreten. Im unechten Factoring ist die NOVENTI HealthCare GmbH berechtigt, nicht werthaltige, angekaufte Rezepte (Veritätsrisiko) oder Überzahlungen, die geringfügig mittels Abschlagszahlungen entstehen können, mit etwaigen Auszahlungsansprüchen der Kunden zu verrechnen. Insoweit bestehen Bonitätsrisken nur in den Fällen, in denen eventuell verbleibende Restforderungen oder Überzahlungen aufgrund einer Kundeninsolvenz nicht mehr aufgerechnet werden können.

Zur Mitigation des Bonitätsrisikos werden die Kunden im Rahmen des Onboardings einer vereinfachten Bonitätsanalyse unterzogen. Zur verbesserten frühzeitigen und regelmäßigen Identifikation von Bonitätsrisiken soll zudem in 2024 in der NOVENTI HealthCare GmbH ein Risikoklassifizierungsverfahren unter Nutzung interner Risikofaktoren sowie externer Bonitätsinformationen live geschalten werden. Zudem werden ggf. entstehende Restforderungen regelmäßig identifiziert und zeitnah ausgeglichen.

Ergänzend sind zahlreiche systemseitig implementierte Kontrollen im Rahmen der Abrechnungsprozesse etabliert, womit dem Veritätsrisiko begegnet wird.

Aufgrund des erweiterten und im Berichtsjahr nicht weiter aktiv vertriebenen Finanzdienstleistungsangebots, durch welches auch im geringen Umfang Geschäfte im echten Factoring abgebildet werden, ergibt sich für die NOVENTI HealthCare GmbH auch ein Delkredererisiko. Dieses wird durch Limite begrenzt und durch Warenkreditversicherungen zum größten Teil mitigiert.

Ein Kontrahentenrisiko ergibt sich für die NOVENTI HealthCare GmbH aus den Sichteinlagen der Gesellschaft bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank eG. Aus diesem Grund überwacht die Gesellschaft laufend die Kreditwürdigkeit der Bank durch Analyse der öffentlich zugänglichen Informationen.

Ferner bestehen grundsätzliche Ausfallrisiken für Forderungen sowie die eingegangenen Eventualverbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft im Rahmen der im Januar 2023 abgeschlossenen Sanierungsänderungsvereinbarung. Das nach den Vorgaben des IDW S 6 erstellte Sanierungsgutachten für die NOVENTI Gruppe und damit auch die NOVENTI Health SE bestätigt das sich bereits in der Umsetzung befindliche Turnaround-Konzept sowie die Zukunftsfähigkeit und Sanierungsfähigkeit der Gruppe. Dies stellt, gepaart mit dem im Januar 2023 erfolgten Abschluss der Sanierungsänderungsvereinbarung und ihrer damit verbundenen Finanzierungsstruktur, die ausreichende Liquidität, um damit das operative Geschäft weiterhin zu finanzieren und damit die Durchfinanzierung der NOVENTI Gruppe bis zum Ende des Sanierungszeitraums, sicher und führt dazu, dass eventuelle Wertbeeinträchtigungen die Forderungen/Eventualverbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft betreffend als nicht dauerhaft angesehen werden können.

Die Gesellschaft bildet darüber hinaus Risikovorsorge für potentielle Verluste, die sich aus Adressenausfallrisiken ergeben könnten.

e) Geschäftsrisiko

Das Geschäftsrisiko ist als Risiko von unerwarteten negativen Veränderungen des Geschäftsvolumens und/oder der Margen gegenüber Plan, die nicht auf andere Risikoarten zurückzuführen sind, definiert. Geschäftsrisiken können vor allem aus deutlich verschlechterten Marktbedingungen (makroökonomisches Umfeld), Veränderungen der Wettbewerbsposition oder des Kundenverhaltens, aber auch aus geänderten Kostenstrukturen resultieren.

Die Steuerung dieser Risiken erfolgt auf Basis eines monatlichen Berichtswesens sämtlicher Ertrags- und Kostenpositionen, dass der Geschäftsleitung durch den Bereich Controlling bereitgestellt wird. Zudem erfolgt eine detaillierte Überwachung des Vertriebserfolges durch das Vertriebscontrolling (z.B. Entwicklung Neugeschäft, Kundenanzahl, Kündigungen etc.). Im Kontext von "Fokussierung 2025" erfolgt darüber hinaus eine regelmäßige Abweichungsanalyse im Hinblick auf Geschäftsrisiken, welche im monatlichen Steuerungskreis der NOVENTI Health SE unter Teilnahme der Geschäftsleitung der NOVENTI HealthCare GmbH erörtert wird.

f) Strategische Risiken

Strategische Risiken beschreiben die Gefahr, dass das Management wesentliche Entwicklungen oder Trends im eigenen unternehmerischen Umfeld entweder nicht rechtzeitig erkennt oder falsch einschätzt (z. B. unpassende strategische Positionierung, unzureichende Strategieumsetzung) und infolgedessen Fehlentscheidungen trifft, welche sich negativ auf das Unternehmen auswirken. Das strategische Risiko resultiert unter anderem aus dem nach wie vor laufenden Resilienzprogramm "Fokussierung 2025" und der damit verbundenen Fokussierung auf das Kerngeschäft, womit einerseits Chancen, aber auch strategische Risiken erwachsen können. Beispielsweise kann sich in Folge einer stark reduzierten Produktweiterentwicklung oder einer verzögerten Umsetzung von Innovationen ggf. die Wettbewerbsfähigkeit verringern. Ebenso können sich dadurch negative Auswirkungen auf die Organisation ergeben, die sich potenziell auf die generelle Geschäftstätigkeit (z. B. Verlust von fachlichem Know-how) oder die termingerechte Erfüllung von aufsichtsrechtlichen Anforderungen auswirken können. Im Rahmen der Einführung des eRezeptes ab 2024 im Bereich der Apotheken besteht das Risiko, dass Patienten Rezepte zukünftig nicht mehr in gewohntem Umfang bei Offizinapotheken, sondern ggf. über andere Marktteilnehmer (z.B. Online-Apotheken) einreichen, oder dass Apotheken ihre Abrechnung direkt über alternative Plattformen durchführen.

Strategische Risiken werden insbesondere über eine fortlaufende Analyse der GuV im Rahmen des Soll-Ist Abgleichs sowie eine kontinuierliche Überprüfung der Marktanteile bzgl. der Abrechnung von e-Rezepten überwacht und bei Bedarf Gegensteuerungsmaßnahmen eingeleitet.

g) Reputationsrisiko

Unter Reputationsrisiko versteht man das Risiko negativer wirtschaftlicher Auswirkungen auf das Unternehmen, welches aus einem verschlechterten öffentlichen Ansehen bei Kunden, Geschäftspartnern, Anteilseignern bzw. am Markt generell resultiert.

Reputationsrisiken ergeben sich für die NOVENTI HealthCare GmbH insbesondere aus den eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen, welche sich negativ oder zumindest verunsichernd auf die Wahrnehmung der Stakeholder (Kunden, Geschäftspartner, Mitarbeitende etc.) auswirken können.

Die Steuerung und Überwachung von Reputationsrisiken befinden sich im Aufbau und liegt in der primären Verantwortung der Geschäftsleitung in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit dem Vorstand der NOVENTI Health SE. Hierbei kommt einer klaren und nachvollziehbaren Kommunikation, welche sowohl internen Anforderungen (Kommunikation an Führungskräfte, Mitarbeitende, Gremien) als auch externen Anforderungen (Kommunikation an Markt, Presse etc.) gerecht wird, eine hohe Bedeutung zu. Darüber hinaus ist durch eine bedarfsweise Ad-hoc- Kommunikation sichergestellt, dass auf nicht oder schwer vorhersehbare Entwicklungen angemessen reagiert werden kann.

Risikotragfähigkeit

Die Steuerung der wesentlichen und quantifizierbaren Risiken erfolgt im Rahmen der Risikotragfähigkeitsberechnung der NOVENTI HealthCare GmbH. Sie ist Basis für die Limitierung der Risiken und spiegelt durch eben diese Limitierung den Risikoappetit der Geschäftsleitung wider. Die Risikotragfähigkeit ist zentraler Teil des Risikoreportings. Die Risikotragfähigkeit im Rahmen der ökonomischen Perspektive gilt als gegeben, wenn die aggregierten Risiken (unter Verwendung eines Konfidenzniveaus von 99,9% und einem Risikohorizont von einem Jahr) im Normalszenario das Risikodeckungspotential nicht übersteigen.

Zum 31. Dezember 2023 war die Summe der Risikolimite von 49,0 Mio. € für die einzelnen Risikoarten mit 35,0 Mio. € ausgelastet. Die NOVENTI HealthCare GmbH bezieht alle wesentlichen Risiken - sofern sinnvoll durch Risikodeckungsmasse begrenzbar - aus Gründen der Steuerung in die Risikotragfähigkeitsberechnung ein. Die Ermittlung des Risikodeckungspotenzials erfolgt dabei barwertnah; aufgelaufene Erträge oder Plangewinne werden nicht berücksichtigt.

Die Risikotragfähigkeit war im Geschäftsjahr 2023 durchgängig gegeben.

Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Das Risikoprofil der Gesellschaft hat sich durch das von der Geschäftsführung der NOVENTI HealthCare GmbH, in Zusammenarbeit mit den Führungskräften der NOVENTI Health SE und externen Partnern, erarbeitete Resilienz-Programm "Fokussierung 2025" der NOVENTI Gruppe sowie durch das gestiegene Zinsniveau maßgeblich verändert.

In diesem Zusammenhang führen insbesondere die im Zuge der Restrukturierung ergriffenen Maßnahmen bei der Muttergesellschaft, welche gleichzeitig auch der für die NOVENTI HealthCare GmbH zentrale externe Dienstleister ist, zu einer geänderten Risikosituation, in dem u. a. nun auch Reputationsrisiken eine wesentlichere Rolle einnehmen. Sowohl die Geschäftsleitung als auch das Risikomanagement überwachen die Entwicklung des Resilienzprogramms im Rahmen des monatlich stattfindenden Steuerungskreises gemeinsam mit dem Vorstand der NOVENTI Health SE.

Die Risikotragfähigkeit war zum 31. Dezember 2023 gegeben. Den aus der Geschäftstätigkeit resultierenden Risiken wird durch die Weiterentwicklung des internen Kontrollsystems sowie des Risikomanagements nach Auffassung der Geschäftsführung ausreichend Rechnung getragen. Zusammenfassend wird die Risikosituation der NOVENTI HealthCare GmbH vor dem Hintergrund der ergriffenen Maßnahmen und dem in Umsetzung befindlichen Resilienz-Programm "Fokussierung 2025" als befriedigend eingestuft.

XI Prognose der zukünftigen Chancen und Risiken der Geschäftsentwicklung

Die NOVENTI HealthCare GmbH wird sich auch in Zukunft in einem von Änderungen geprägten Umfeld bewegen. Aufgrund des demographischen Wandels ist weiterhin von steigenden GKV- Arzneimittelausgaben auszugehen. Dies ist als Chance für die NOVENTI HealthCare GmbH zu werten. Die Digitalisierung der gesamten Gesundheitsversorgung wird voraussichtlich durch den Gesetzgeber in Form von zahlreichen Neuregelungen vorangetrieben und mit gesteigerten Durchgriffsmöglichkeiten des Gesetzgebers ermöglicht und begünstigt.

Im Dezember 2023 erwartete die Bundesbank für 2024 ein leichtes Wachstum des realen Bruttoinlandproduktes (BIP) um 0,4% sowie eine Inflationsrate um 2,7%. Zudem führt der Präsident der Bundesbank in dem Bericht aus, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit der Zinshöhepunkt erreicht ist.

Die vom Gesetzgeber erfolgte Öffnung im Bereich Fernbehandlung und Digitale Anwendungen sehen wir ebenfalls als Chance für eine aktive Rolle in der Marktgestaltung und Positionierung der NOVENTI HealthCare GmbH. Insgesamt stellen wir uns konkret darauf ein, dass sich unsere Prozesse und Dienstleistungen in den nächsten Jahren aufgrund der Digitalisierung deutlich verändern werden. In diesem Zusammenhang ist die NOVENTI HealthCare GmbH in die digitale Strategie der NOVENTI Gruppe eng eingebunden, in der wir die Zukunft der NOVENTI Gruppe in enger Kooperation mit den weiteren Gesellschaften gestalten.

Wir profitieren auch in einigen Bereichen von den in Folge der Gesetzgebungen und Gesetzesvorhaben festgeschriebenen und geplanten Änderungen der Rahmenbedingungen.

Beispielsweise werden Ziele für die breite Anbindung der Leistungserbringer an die TI (Telematikinfrastruktur) und die konsequente Umsetzung des eRezeptes in allen Versorgungsbereichen gesetzt, so dass eine mittelfristige Vorbereitung und Planung der erforderlichen Schritte möglich sind.

Das eRezept wird langfristig die Strukturen und das Volumen des Abrechnungsmarktes beeinflussen sowie eine Veränderung unseres Wertschöpfungsprozesses erforderlich machen. Unabhängig davon ist mit weiteren Änderungen der Anforderungen an die Dienstleistungen im Bereich der verschiedenen Kundengruppen bei weiterhin sehr hoher Komplexität zu rechnen. Diese Veränderungen können ein Risiko darstellen, wenn wir nicht angemessen auf sie reagieren. Entsprechend ist eine stetige Investition in die Weiterentwicklung und Anpassung der Systeme, Prozesse und Produkte auch in Zukunft notwendig und vorgesehen, um eine entsprechende Wirtschaftlichkeit und Transparenz unter Berücksichtigung deutlich steigender Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit zu gewährleisten.

Auf diese Gesamtsituation richten wir die langfristige Unternehmensstrategie aus. Die Einführung des eRezeptes bzw. papierloser Verordnungs- und Versorgungswege hat Ende des Jahres gestartet. Für die folgenden Jahre erwartet die NOVENTI HealthCare GmbH eine stetig steigende Annahme des Angebots durch die Bevölkerung.

Chancen sowie Risiken in der Entwicklung sehen wir auch im Bereich der Lösungsangebote für elektronische und automatisierte Prozesse in Kundensoftware, Online- und Datendienste, Digitaler Gesundheits- und Pflegeanwendungen (eGA; ePA), für den Bereich private Gesundheitsleistungen sowie in individuellen Beratungsleistungen und IT-Entwicklungen. In diesen Bereichen hat die Gesellschaft, in enger Kooperation mit der NOVENTI Gruppe, eine Neuorganisation des Produktportfolios durchgeführt, um zukünftig mit deckungsbeitragspositiven Produkten in dem kompetitiven Wettbewerbsumfeld Marktanteile zu gewinnen. Hierzu gehörte damit auch die Einstellung einiger Produkte, wodurch Ressourcen für aussichtsreichere Produkte freigesetzt werden. Risiken ergeben sich dabei aus einem nicht erfolgreichen Vertrieb der neuen Produkte.

Im Bereich der Gesundheitsfachberufe (Sonstige Leistungserbringer) besteht für die NOVENTI HealthCare GmbH eine nicht unwesentliche Chance zur Vergrößerung ihres Marktanteils. Die häufig bürokratischen und analogen Prozesse und vielfältigen Anforderungen durch Regulatorik sowie der Kostenträger erfordern innovative und ganzheitliche Lösungen. Insbesondere bei den Bereichen Physio- und Ergotherapie, Logopädie und Sanitätshandel bestehen Wachstumspotenziale für unser Unternehmen. Risiken ergeben sich aus der angemessenen Umsetzung und Projektsteuerung im Rahmen der Entwicklung dieser Lösungen.

Markteintritte großer Plattform-Anbieter stellen ebenfalls ein gewisses Risiko dar. Durch den momentanen Kurs der Gesundheitspolitik werden gesetzliche Barrieren abgebaut und der Gesundheitsmarkt für Anbieter von ganzheitlichen Lösungen attraktiver. Während bisher Gesundheitsdaten nicht über Sektoren hinweg verknüpft wurden, schafft die Gesundheitspolitik Anreize dafür, dies zu ändern. Dadurch kann es für große Plattformen attraktiver werden, holistische Gesundheitsangebote anzubieten.

Eine mögliche Änderung des Fremd- und Mehrbesitzverbots bei Apotheken stellt unverändert ein Risiko für die NOVENTI HealthCare GmbH als Abrechnungszentrum dar. Das Verbot verhindert, dass Apotheker beliebig viele Betriebe unterhalten. Durch den Wegfall des Verbots könnten Ketten entstehen, welche eine weitere Konsolidierung des Marktes zur Folge hätten. Aus Sicht der NOVENTI HealthCare GmbH kann davon ausgegangen werden, dass eine Gesetzesänderung nicht in der aktuellen Legislaturperiode umgesetzt wird. Die Entwicklungen werden dennoch beobachtet und bewertet.

In allen Marktsegmenten wollen wir unseren Marktzugang durch eine Optimierung der vertrieblichen Präsenz, durch innovative Serviceangebote sowie im Bereich der digitalen Vermarktungswege zur Stabilisierung und zum weiteren Ausbau unserer Marktposition nutzen. Insgesamt rechnen wir daher im Jahr 2024 mit einer im Vergleich zu 2023 weiter merklich steigenden Umsatz- und Ertragsentwicklung trotz einer vermutlich weiterhin leicht negativen Entwicklung der Gesamtkundenzahl. Hinsichtlich des Abrechnungsvolumens sowie des durchschnittlichen Rezeptwertes rechnen wir bei allen Kundengruppen in den nächsten 3 Jahren mit einer leichten Steigerung.

Um die erwarteten Steigerungen in Umsatz- und Abrechnungsvolumen decken zu können, ist in 2024 ein Mitarbeiterzuwachs geplant. Das aufgrund des geschäftsbedingten hohen Kapitalbedarfs bestehende Zinsänderungsrisiko wird auch im Geschäftsjahr 2024 weiterhin eine wichtige Rolle spielen.

Vor dem Hintergrund dieser Gesamtprognose werden wir im Rahmen der bestehenden 3-Jahresplanung Investitionen zur grundlegenden Restrukturierung und Optimierung der Kernprozesse im Zuge der laufenden Digitalisierung sowie zur Weiterentwicklung der Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens tätigen. Infolgedessen erwarten wir zunächst eine leicht ansteigende Entwicklung der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023, die sich aufgrund der geplanten Maßnahmen in 2026 deutlich reduzieren sollten. Gleichzeitig erwarten wir im Prognosezeitraum eine merkliche Steigerung der Gesamtleistung sowie des Ergebnisses der normalen Geschäftstätigkeit.

Wir planen mit einer Vermögenslage auf dem Niveau von 2023, da die erwartete Steigerung der Gesamtleistung zu einem Anstieg der Forderungen als auch der Verbindlichkeiten führt. Zudem gehen wir von einer kontinuierlichen Steigerung der Forderungen an Kreditinstitute in der 3-Jahresplanung aus. Durch die bis Ende 2025 zur Verfügung stehenden Kreditlinien ist die Finanzlage gesichert.

Die Muttergesellschaft NOVENTI Health SE, München, ist zum 31. Dezember 2023 bilanziell überschuldet. Eine Überschuldung im insolvenzrechtlichen Sinne gem. § 19 Abs. 2 InsO liegt nicht vor, da die Fortführung der NOVENTI Health SE, München, als überwiegend wahrscheinlich angesehen wird. Zum Ende des Geschäftsjahres 2022 hat die NOVENTI-Gruppe das Resilienzprogramm "Fokussierung 2025" zur Rentabilisierung des Produktportfolios, Fokussierung des Projektportfolios sowie der Redimensionierung der Unternehmensstruktur, angestoßen, das seitdem konsequent umgesetzt wird. In diesem Zusammenhang wurden im Januar 2023 die bestehenden Kreditverträge, für die die NOVENTI HealthCare GmbH neben weiteren Gruppengesellschaften gesamtschuldnerisch haftet, bis Ende 2025 vorzeitig verlängert. Sollte die Sanierung der Muttergesellschaft nicht planmäßig erfolgen, bestehen Risiken für die NOVENTI HealthCare GmbH aus der gesamtschuldnerischen Haftung für die an die Muttergesellschaft gewährten Darlehen. Im Haftungsfall wäre der Bestand der NOVENTI HealthCare GmbH gefährdet. Das nach den Vorgaben des IDW S 6 erstellte Sanierungsgutachten der NOVENTI Gruppe und damit auch die NOVENTI Health SE betreffend, bestätigt das sich in der Umsetzung befindliche Turnaround-Konzept sowie die Zukunftsfähigkeit und Sanierungsfähigkeit.

Aufgrund der Abwägung der dargestellten Chancen und Risiken der zukünftigen Geschäfts- Entwicklung erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 eine erneut positive Entwicklung des Ergebnisses der normalen Geschäftstätigkeit und eine weitere merkliche Steigerung im Vergleich zu 2023.

 

München, den 16. Mai 2024

NOVENTI HealthCare GmbH

Andreas Muckof, Geschäftsführer

Michael Gabler, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die NOVENTI HealthCare GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der NOVENTI HealthCare GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der NOVENTI HealthCare GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) sowie die nichtfinanzielle Erklärung nach den §§ 289b bis 289e HGB haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf die oben genannten nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) sowie die nichtfinanzielle Erklärung nach den §§ 289b bis 289e HGB.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

Gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 17. Mai 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Lorenz Muschal, Wirtschaftsprüfer

Tatiana Schael, Wirtschaftsprüferin

Sonderbericht nach §§ 21, 22 des Entgelttransparenzgesetzes

NOVENTI HealthCare GmbH, Zeitraum 2020 - 2022

Maßnahmen zur Gleichstellung

Für NOVENTI HealthCare GmbH (folgend: NOVENTI) ist die kompromisslose Einhaltung der international gültigen Menschenrechte und Arbeitsstandards selbstverständlich. NOVENTI steht hinter Standards und Prinzipien, wie der Internationalen Charta der Menschenrechte und den Prinzipien des UN Global Compact. Zwangsarbeit, Kinderarbeit oder unfreiwillige Arbeit jeglicher Art lehnt NOVENTI entschieden ab. Zudem berücksichtigt NOVENTI die lokalen Strukturen an seinen Standorten und versucht, vor Ort einen gesellschaftlichen Mehrwert zu leisten. NOVENTI fördert Vielfalt und Chancengleichheit.

Wir bekennen uns klar zum Diversity Management und haben die "Diversity Charta" unterzeichnet. Ein nachhaltiges Diversity Management zielt darauf ab, die Potenziale von Mitarbeitenden zu identifizieren, sie bestmöglich einzusetzen und chancengleich zu fördern. Nachhaltiges Unternehmertum wertschätzt gerade Unterschiede. Der Verhaltenskodex von NOVENTI regelt die Grundsätze der Gleichbehandlung im Betrieb und ist für alle Mitarbeitenden verbindlich.

Bei NOVENTI ist das Geschlecht grundsätzlich kein Kriterium, das sich auf eine Einstellungsentscheidung auswirkt. Auch die implementierte Führungskultur, die flexibel auf kurzfristige Anforderungen aus dem persönlichen Bereich des Mitarbeitenden reagiert, unterstreicht die gelebte Kultur der Flexibilität und Gleichstellung. Die Führungskräfte sind sensibilisiert für Gender Bias (Geschlechterspezifische Vorurteile). Damit verhindern wir, dass Führungskräfte in Auswahlverfahren oder Mitarbeitergesprächen einem Geschlecht bestimmte Eigenschaften und Fähigkeiten zuordnen oder dem anderen Geschlecht nicht zutrauen.

Chancengleichheit unterstützt NOVENTI auch mit der Vereinbarung flexibler Arbeitszeitmodelle, die einerseits den betrieblichen Anforderungen gerecht werden, aber zugleich individuelle Wünsche der Mitarbeitenden berücksichtigen. Flexible Arbeitszeitmodelle an (bspw. verschiedene Stundenmodelle, Teilzeit auf allen Ebenen, Teilzeit in Elternzeit) ermöglichen insbesondere auch Frauen, die häufig durch ihre zentrale Rolle im Familienleben ein hohes Maß an Flexibilität im Arbeitsumfeld benötigen, erfolgreich am Berufsleben teilnehmen zu können. Weiterhin ist die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten fest etabliert auf Basis einer Gesamtbetriebsvereinbarung und erleichtert zusätzlich die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Mitarbeitenden wird die Wiedereingliederung nach Beendigung der Elternzeit grundsätzlich angeboten.

Die prozentuale Zustimmung zu den einzelnen Aussagen kann der folgenden Tabelle entnommen werden (Mitarbeiterumfrage 2021, NOVENTI Gruppe):

AUSSAGEN ZUSTIMMUNG NOVENTI BENCHMARK BIS "DURCHSCHNITTLICH" BENCHMARK "GUT" BENCHMARK
,,EXZELLENT"
Die Mitarbeitenden werden unabhängig von ihrem Alter fair behandelt. 88% 9% 71% 99%
Die Mitarbeitenden werden unabhängig von Nationalität oder ethnischer Herkunft fair behandelt. 96% 68% 89% 97%
Die Mitarbeitenden werden unabhängig von ihrem Geschlecht fair behandelt. 92% 60% 84% 97%
Die Mitarbeitenden werden unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung fair behandelt. 97% 65% 83% 91%

Um Chancengleichheit dauerhaft sicherzustellen, wurden im Berichtszeitraum weitere Maßnahmen getroffen. Der Frauenführungszirkel wurde 2020 gegründet und trifft sich einmal pro Halbjahr, um aktuelle Themen zu besprechen, den Austausch über den eigenen Bereich hinaus sowie über Hierarchien hinweg zu fördern und konkrete Outputs zu erarbeiten.

Das Mentoring-Programm ist beispielsweise ein Ergebnis aus den Treffen des Frauenführungszirkels. Es wurde im Jahr 2021 unter dem Motto "Enabling Growth" als Pilot bei NOVENTI eingeführt. Eine erfahrene Führungskraft wird dabei einem Nachwuchs-Talent als Mentorin oder Mentor zur Seite gestellt. In einem einjährigen begleitenden Programm treffen sich Mentor oder Mentorin und Mentee mindestens sechs Mal und tauschen sich aus. Aufgrund des positiven Feedbacks der Pilotphase soll das Mentoring-Programm dauerhaft angeboten werden.

Die NOVENTI Gruppe ist zudem Teil der Initiative "Chefsache" unter der Schirmherrschaft von Ex- Bundeskanzlerin Angela Merkel. "Chefsache" ist ein Netzwerk von Führungskräften aus Wirtschaft, Wissenschaft, öffentlichem Sektor und Medien, das sich der Chancengerechtigkeit von Frauen und Männern persönlich verpflichtet fühlt. Anspruch und Ziel von "Chefsache" ist es, als Initiative mit Vorbildcharakter den notwendigen gesellschaftlichen Wandel mit neuen Konzepten und Ansätzen zu unterstützen. Als Mitglied der NOVENTI Gruppe ist die NOVENTI HealthCare GmbH somit Teil dieser Initiative.

Um Diskriminierungsvorfällen oder anderen Vorfällen ähnlicher Art vorzubeugen, können sich ausnahmslos alle Mitarbeitenden von NOVENTI jederzeit und vertraulich an die offizielle Beschwerdestelle des Unternehmens wenden.

Maßnahmen zur Herstellung der Entgeltgleichheit

Die Vergütung basiert ausschließlich auf relevanten Fachkenntnissen, der Ausprägung der Erfahrung sowie der Leistung einer Person. Mögliche Vergütungsunterschiede bei Mitarbeitenden auf vergleichbaren Stellen beruhen nicht auf Geschlechterunterscheidung.

2021/2022 wurde in der NOVENTI (gemeinsam mit der NOVENTI Health SE) ein deutschlandweites Stellenbewertungsprojekt durchgeführt. NOVENTI bewertet Stellen anhand festgelegter Kriterien, um eine einheitliche Behandlung und Chancengleichheit für alle Arbeitnehmer im gesamten Unternehmen sicherzustellen. NOVENTI hat mit der Einführung der Stellenbewertung, sowie mit der Erstellung eines darauf aufbauenden Stellenkataloges für alle Stellen im Unternehmen, einen personalpolitischen Ordnungsrahmen geschaffen.

Durch die Stellenbewertungssystematik nach dem "Level of Work ® " (LoW) Prinzip beruhend auf der Evaluierungssystematik von Hay, sind die Bewertungskriterien und -einstufungen prozesslogisch definiert und für alle Arbeitnehmer nachvollziehbar.

Damit wurde die Grundlage gelegt, um zukünftig das Entlohnungssystem in der NOVENTI Gruppe in Deutschland transparent weiterzuentwickeln auf der Basis einer standardisierten Systematik.

Ende 2022 wurde im Produktionsbereich auf Basis der Erkenntnisse des Stellenbewertungsprojekts ein flächendeckender Produktions-Basislohn eingeführt in Abhängigkeit der bewerteten Funktionen.

Der Basisstundenlohn korreliert entsprechend mit den Stellenbeschreibungen.

Eine regelmäßige Überprüfung der Stellenbeschreibung der einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist durch die zuständige Führungskraft gewährleistet. Seitens Human Resources wird diese Überprüfung zusätzlich initiiert.

Auf diese Weise wird die Aktualität der Stellenbeschreibung sowie des Stellenkatalogs gewährleistet.

Darüber hinaus müssen sämtliche Personalkostenveränderungen im Human Resources gemeldet werden, so dass eine Kontrolle und Kommentierung der geplanten Maßnahmen vor Umsetzung erfolgt.

Beschäftigtenzahlen nach Geschlecht für das Jahr 2022

2022 NOVENTI Health Care GmbH
männlich weiblich
durchschnittlichen Beschäftigten Gesamtzahl der 204,5 782,5
durchschnittliche Anzahl Teilzeitbeschäftigten 65,0 592,7
Vollzeitbeschäftigten 138,3 185,3

Hinweis: durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten und Summe aus männlich + weiblich differieren leicht (ca. 4 MA), da die Werte auf Basis von Mittelwerten ermittelt wurden.

Bericht des Aufsichtsrats Geschäftsjahr 2023

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Aufsichtsrat der NOVENTI Healthcare GmbH ("Gesellschaft") erstattet für das Geschäftsjahr 2023 ("Berichtsjahr") den folgenden Bericht.

I. Zusammensetzung, Tätigkeit und Sitzungen des Aufsichtsräts

Der Aufsichtsrat bestand im Berichtsjahr aus den folgenden Personen:

Herr Frank Steimel, Vertreter des Anteilseigners als Vorsitzender

Herr Mark Böhm, Vertreter des Anteilseigners als stellvertretender Vorsitzender sowie

Herr Franz Baumgartner, Vertreter der Arbeitnehmer als weiteres Mitglied.

Im Berichtsjahr gab es keine personellen Veränderungen im Aufsichtsrat.

Im Berichtsjahr hat der Aufsichtsrat seine gesetzlichen und satzungsgemäßen Aufgaben wahrgenommen. Es fanden drei Sitzungen des Aufsichtsrats in Präsenz bzw. im Online-Format statt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats nahmen an den Sitzungen regelmäßig teil. Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung sorgfältig und kontinuierlich überwacht und sie in strategischen Fragen unterstützt. Der Aufsichtsrat war in wichtige strategische Entscheidungen der Gesellschaft frühzeitig eingebunden. Interessenkonflikte des Aufsichtsrats traten nicht auf.

Die Geschäftsführung hat den Aufsichtsrat im Berichtszeitraum laufend informiert und in der Sitzung des Aufsichtsrats am 12. September 2023 über die Geschäftsentwicklung, die wirtschaftliche Situation der Gesellschaft und der einzelnen Geschäftsbereiche sowie über die Finanz- und Investitionsplanung unterrichtet. Dies beinhaltete die Berichte über die Beteiligungen, deren strategische Ausrichtung, die Marktentwicklung und Wachstumsaussichten sowie über die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, einschließlich Budgetierung, Investitionen, Personal, Compliance und Risikomanagement.

Des Weiteren informierte die Geschäftsführung dabei auch über Schulungskonzepte für Aufsichtsrat und Geschäftsführung. Eine Schulung des Aufsichtsrats fand am 24. Januar 2024 statt. Darüber hinaus berichtete die Geschäftsführung zusätzlich über Vorgänge von besonderer Bedeutung wie über den Status besonderer Projekte, insbesondere über den Status der Abarbeitung offener Feststellungen aus verschiedenen Prüfungen der Vorjahre. Der Aufsichtsrat erörterte alle wichtigen Geschäftsvorfälle auf der Grundlage der Berichte der Geschäftsführung.

Die Gesellschaft wurde im Berichtsjahr 2023 wiederholt zum besten Abrechnungszentrum gewählt (Kategorie "Bestes Abrechnungszentrum" der renommierten "Coop Study" im Rahmen des Kooperationsgipfels des BVDAK (Bundesverband Deutscher Apothekenkooperationen e.V.) Darüber hinaus erhielt sie ebenfalls den Preis "Bestes Abrechnungszentrum der Favoritenstudie 2023 des Magazins "Die erfolgreiche Apotheke". Dies ist ein besonderer Vertrauensbeweis der Kundinnen und Kunden der NOVENTI Healthcare GmbH.

Die Geschäftsführung hat im Bereich der Apotheken im Berichtsjahr ein einheitliches Tarifsystem eingeführt, um eine faire Bepreisung der Abrechnungs- und Factoringdienstleistungen zu erreichen. Im Segment der Gesundheitsfachberufe erfolgte ebenfalls eine Preisanpassung. Beide Anpassungen dienten auch dazu, den gestiegenen Refinanzierungskosten aufgrund der gestiegenen Zinsen entgegenzutreten.

Bei den Gesundheitsfachberufen ist der Produktiondurchlauf besonders zu beobachten, um die Leistungsfähigkeit für die Kundinnen und Kunden spürbar zu machen. Die Geschäftsführung hat Maßnahmen ergriffen, um insbesondere in der sogenannten Differenzbearbeitung, also der Abrechnung von Retaxen der Krankenkassen, vorhandene Rückstände abzubauen. Diese Maßnahmen werden im Geschäftsjahr 2024 Wirkung zeigen.

Die Geschäftsführung informierte den Aufsichtsrat quartalsweise über die Prüfungen der Internen Revision und stellte ihm die entsprechenden Quartalsberichte der Internen Revision zur Verfügung. Die im Vorjahresabschluss durch RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft ("Ebner Stolz") festgestellten Mängel die interne Revision betreffend konnten insgesamt beseitigt werden.

II. Jahresabschluss Berichtsjahr

Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie der Lagebericht wurden durch Ebner Stolz am 17. Mai 2024 geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Die Berichte von Ebner Stolz über die Prüfung des Jahresabschlusses sowie alle weiteren relevanten Dokumente lagen den Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurden von ihnen eigenständig und detailliert geprüft. In der Sitzung des Aufsichtsrats am 05. Juni 2024 wurden der Jahresabschluss und die weiteren Unterlagen in Gegenwart des Abschlussprüfers behandelt und alle Fragen beantwortet.

In dieser Sitzung hat die Geschäftsführung zudem über Umfang, Schwerpunkte und Kosten der Abschlussprüfung berichtet. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwendungen und stimmte dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu.

Der Aufsichtsrat dankt der aktuellen Geschäftsführung und den Mitarbeitenden der Gesellschaft für ihren Einsatz und ihre Leistung im Berichtsjahr.

 

München, den 05. Juni 2024

Für den Aufsichtsrat

Frank Steimel, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Mark Böhm, Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats

Franz Baumgartner, Mitglied des Aufsichtsrats

Zusätzliche Angabe:

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 5. Juni 2024 festgestellt.

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