WPS Management GmbH
Linkstraße 2, 10785 Berlin, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jörg Gülpen seit 20.9.2016 | Geschäftsführer |
Corinna Schäfer seit 15.7.2014 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
WPS Management GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019LageberichtGrundlagen des UnternehmensDie WPS Management GmbH wurde im Jahr 2014 gegründet und hat sich zu einem der führenden Dienstleister für Procure-to-Pay Anwendungen in Deutschland entwickelt. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Berlin und einen zweiten Standort in Paderborn. Zu den Kunden der WPS Management GmbH zählen u.a. Unternehmen wie die Commerzbank AG, die Robert Bosch GmbH, die Siemens AG oder die Volkswagen AG. Die Gesellschaft ist seit ihrer Gründung inhabergeführt und mit allen Geschäftstätigkeiten "Made in Germany". Die WPS Management GmbH bietet ihren Kunden, im speziellen deren Einkaufsabteilungen, innovative Produkte und Dienstleistungen zur vollständigen Abdeckung des Procure-to-Pay Prozesses. Wir bieten dabei aktuelle Lösungen und Umsetzungen zur nahtlosen und funktionalen Integration aller eProcurement-nahen Anwendungen, Content- und Catalog-Cloud-Services über eine zentrale, Procure-to-Pay fokussierte Business-Integration-Plattform. Als webbasiertes eProcurement System unterstützen unsere Lösungen einkaufende Unternehmen über den kompletten Einkaufsprozess. Sie vereinfachen und standardisieren das Einkaufen insbesondere von indirekten Gütern & Dienstleistungen, unterstützen bei der schnellen Abwicklung von Bestellprozessen und liefern wertvolle Auswertungs- und Reportingfunktionalitäten auf Basis jahrzehntelanger Markterfahrung. Die zentrale Artikelsuche skaliert bei weit über 20 Mio. Artikeln, liefert sehr schnell, nicht limitierte Suchergebnisse und unterstützt den User durch etliche aus dem B2C-Umfeld bekannte Komfortfunktionen. Mit der Möglichkeit zur vollständigen und nahtlosen Integration des gesamten Contents bestehend aus Katalogen, Webshops und Marktplätzen lassen sich die Suchergebnisse in der zentralen Trefferliste darstellen. Dabei können unsere Lösungen sowohl als Stand-Alone Beschaffungssystem, als auch in Kombination mit ERP-Systemen, wie z.B. SAP, Navision, Oracle etc. eingesetzt werden. Eine weitere Komponente unterstützt zudem die mobile Nutzung der Lösung auf Basis von Apples iOS sowie auf Basis von Android. Die App dient der schnellen und benutzerfreundlichen Genehmigung von Warenkörben und Bestelländerungen im Rahmen der jeweils vorliegenden Genehmigungsstrategie im Beschaffungsprozess. Mit unserer Hilfe können unsere Kunden alle relevanten Einkaufsanwendungen zentral auf Ihrer Business Integration Plattform verbinden und schaffen sich eine Umgebung, in welcher alle Anwendungen transparent auf gemeinsame Daten zugreifen und sich miteinander austauschen können. Geschäftsmodell des UnternehmensDie WPS Management GmbH bietet ihren Kunden Standardlösungen in zwei wesentlichen Varianten an: als Application Service Provider (ASP), wodurch die Kunden zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten der individuell eingesetzten und von WPS Management betriebenen Lösungen haben, bis hin zum Inhouse-Betrieb (on premise) und als SaaS (Software as a Service) mit ausgeprägter Marktstandardisierung unter Berücksichtigung erforderlicher Konfigurierbarkeit der Lösung. Über die reine Software und deren Betrieb hinaus stellt WPS Management Services wie Projekt Management, Consulting und Support in diesem Umfeld bereit.Der ständige Austausch mit den relevanten Marktteilnehmern erlaubt über qualifizierte Beratung und Bedarfsanalyse hin zur Konzeption die kontinuierliche Weiterentwicklung komplexer Einkaufsprozesse und -Applikationen. Die langjährigen Kundenbeziehungen sind sowohl von konstruktiver Zusammenarbeit in Projekten aufgrund individueller Erweiterungen, internationaler Rollouts oder Upgrades auf neue Standard-Leistungsumfänge als auch von vertrauensvoller Kooperation in Betrieb und Support der Lösungen geprägt. Entscheidend für den anhaltenden Erfolg sind die hervorragenden Kundenbeziehungen und die Mitarbeiter:innen der WPS Management GmbH. Im Führungsbereich der Gesellschaft wie auch in allen anderen produktnahen Bereichen hat ein Großteil der hoch qualifizierten Kolleg:innen langjährige Erfahrung mit E-Procurement-Lösungen. Daraus leiten sich die erfolgreichen Kernkompetenzen ab: Beratung, Softwareentwicklung, User Experience, DevOps und Projekt Management. Die Kunden der WPS Management GmbH sind vorwiegend dem Industrie- und dem Dienstleistungssektor zuzuordnen. Die Unternehmen kommen aus den verschiedensten Branchen (Automotive, Finanzwirtschaft, Gesundheit, Handel, Medien, Pharma, Versorgung, etc.). Es handelt sich bei den Kunden der WPS Management GmbH i.d.R. um Großunternehmen, im Wesentlichen im Raum D/A/CH wovon auch einige Unternehmen im DAX 40 gelistet sind. Wesentliche Kennzahlen zur internen Segmentierung der Kunden sind Einkaufsvolumen, Umsatz und Mitarbeiterzahl. Dazu werden eigene Umsatzzahlen mit den Kunden sowie das Umsatzpotenzial einbezogen. Der Standort Berlin ist Firmensitz und beherbergte bis Anfang 2020 auch das Rechnungswesen, welches jedoch als Maßnahme aufgrund der Corona-Pandemie nach Paderborn verlegt wurde. Darüber hinaus erfolgt in Berlin spezifische Produktentwicklung. Am Standort Paderborn sind die wesentlichen Entwicklungseinheiten (Produktion im engeren Sinne) sowie Operations und das Projekt Management angesiedelt und die übergreifenden Bereiche wie IT, Human Resources, Vertrieb, Marketing, Support und allgemeine Verwaltung. An beiden Standorten ist jeweils einer der zwei Geschäftsführer der Gesellschaft ansässig. Corona-bedingt arbeiten die Mitarbeiter:innen seit März 2021 kaum mehr an den Standorten sondern zu über 90% remote. Forschung und EntwicklungDie Forschung und Entwicklung bei der WPS Management GmbH fokussiert den Ausbau von Produkten und Dienstleistungen zur Standardisierung und Digitalisierung von einkaufsnahen Geschäftsprozessen und unmittelbar von Einkaufsprozessen im Bereich Software as a Service (SaaS) auf Basis der bestehenden offenen Business Integration Plattform "wescale". Insbesondere der Ausbau zur Operationalisierung von Einkaufstrategien durch die Applikationen "Guided Procurement" wird den Mehrwert der Plattform für die Kunden der WPS Management GmbH deutlich erhöhen. In Verbindung mit Erweiterungen zur strategiekonformen Beschaffung von Dienstleistungen ist die Basis für eine leistungsstarke und zukunftsfähige Softwarelösung gegeben. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche, branchenbezogene RahmenbedingungenWas überwiegend als B2C-Modell (Business to Customer) begann, wird heute von B2B-Transaktionen (Business to Business) dominiert: Im Jahr 2019 übertraf der B2B E-Commerce- Umsatz in Deutschland den B2C-Umsatz um das Drei- bis Vierfache. Die direkte Bedeutung des E-Commerce als Teil der deutschen Wirtschaft ist deutlich erkennbar. Während des Lockdowns im Zuge der Corona-Pandemie ermöglicht der E-Commerce vielen Unternehmen, den Zugang zu Verbrauchern aufrecht zu erhalten. Im B2B ermöglicht E-Procurement, wie es die WPS Management GmbH betreibt, den Unternehmen, den Zugang zu Lieferanten permanent aufrecht zu erhalten und auszudehnen, um ihre Bedarfe am Markt decken zu können und die Bezugsquellen auszubauen. Gleichzeitig hat der E-Commerce dadurch den Weg für neue digitale Geschäftsmodelle geebnet. Heute ist der E-Commerce ein wesentlicher Bestandteil der deutschen Wirtschaft mit insgesamt 1.260.000 Beschäftigten. Im Jahr 2019 erreichten die E-Commerce-Umsätze im B2B-Bereich einen geschätzten Wert von 369 Mrd. €, im B2C-Bereich 99 Mrd. €. Dies entspricht einem Beitrag zum BIP von 100 Mrd. € entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Produktion bis zum Verbrauch. Das macht wiederum 2,9 % des gesamten deutschen BIP aus. Dieser direkte Effekt schließt noch nicht die weiteren Produktivitätsgewinne und den Zuwachs des Consumer Welfare ein, aber zeigt schon recht einfach, welche Ressourcen E-Commerce in Deutschland heute bietet. Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) hat das Forschungsinstitut Copenhagen Economics mit einer Studie beauftragt, die u.a. zu folgenden Ergebnissen kommt: - Direkt von E-Commerce-Unternehmen erwirtschaftetes BIP im Jahr 2019 in Deutschland beträgt 65 Mrd. € (entspricht 1,9 % des gesamten deutschen BIP) - Produktivitätssteigerungen von 5 Mrd. € durch den E-Commerce in Deutschland (Wert für 2019, geschätzt im Jahr 2015, entspricht 0,15 % des deutschen BIP) - Verbesserung um 2-3% des "Consumer Welfare" ("Konsumentenwohlfahrt") in Deutschland infolge des E-Commerce (geschätzt im Jahr 2015) - Um -0,2% niedrigere Verbraucherpreise im E-Commerce im Vergleich zum Offline-Handel in Deutschland (geschätzt im Jahr 2015) - Umsatzbeitrag von 754Mrd. € entlang der gesamten Wertschöpfungskette des E-Commerce in Deutschland im Jahr 2019 (entspricht 11,9 % der Gesamtumsätze) - 468 Mrd. € direkt von E-Commerce-Unternehmen erwirtschafteter Umsatz im Jahr 2019 in Deutschland (entspricht 7,4 % der Gesamtumsätze) - 3 - 4 x höhere Umsätze durch B2B-Transaktionen, die im Jahr 2019 im deutschen E-Commerce im Vergleich zu B2C-Transaktionen erzielt wurden (369 Mrd. € gegenüber 99 Mrd. €) - 15% der in Deutschland im Jahr 2019 durch E-Commerce erwirtschaftete Umsatzanteil im Bereich Einzel- und Großhandel - +9 - 11 Prozentpunkte höherer Anteil der online erwirtschafteten Umsätze unter kleinen vs. größeren Unternehmen in Deutschland im Jahr 2018 (30% gegenüber 19%-21%) - 6 Prozentpunkte Anstieg des Anteils der E-Commerce-Umsätze im Einzel- und Großhandelssektor in Deutschland in den letzten fünf Jahren (von 9 % im Jahr 2014 auf 15% im Jahr2019) - 39% Umsatzanteil der Dienstleistungen im deutschen E-Commerce (20 % bei B2C-Umsätzen und 44 % bei B2B-Umsätzen) (https://www.bevh.org//impact-of-e-commerce.html) GeschäftsverlaufDer überaus positive Wachstumstrend bei den Umsatzerlösen konnte auch im Geschäftsjahr 2019 fortgesetzt werden. Die Umsatzerlöse erreichten einen neuen Höchstwert mit TEUR 14.032 (Vorjahr: TEUR 11.006). Der betriebliche Rohertrag beträgt TEUR 9.235 und übertraf der Wert des Vorjahres um TEUR 1.273. Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 202. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 243 hängt mit dem überproportionalen Anstieg der bezogenen Fremdleistungen zusammen, die im laufenden Geschäftsjahr noch nicht durch das Umsatzwachstum kompensiert werden konnten.Das Wachstum ist stark geprägt durch die Gewinnung neuer Kunden bzw. dem Ausbau bestehender Kundenbeziehungen, was auch eine entsprechende Aufstockung des Personals mit sich brachte. Personell ist die WPS Management GmbH im Geschäftsjahr 2019 um ca. 26% gewachsen. Durch die Einstellung von Softwareentwicklern sowie weiteren Verstärkungen in produktiven Unternehmensbereichen stieg der Personalaufwand in 2019 deutlich an. Das Unternehmen beschäftigte zum Stichtag 109 Mitarbeiter. LageErtragslage Der überaus positive Wachstumstrend bei den Umsatzerlösen konnte auch im Geschäftsjahr 2019 fortgesetzt werden. Das Unternehmen erreichte mit TEUR 14.032 einen neuen Umsatzrekord. Der Vorjahresumsatz von TEUR 11.006 wurde um 27,5% gesteigert. Der monatliche Durchschnittsumsatz konnte von TEUR 917 auf TEUR 1.169 erhöht werden. Der Bestand an unfertigen Leistungen erhöhte sich um TEUR 65 von TEUR 25 auf TEUR 90. Die sonstigen betrieblichen Erträge gingen unwesentlich um TEUR 8 zurück.Korrespondierend zu den gestiegenen Umsatzerlösen hat sich der Materialaufwand, im Wesentlichen bestehend aus bezogenen Fremdleistungen, um TEUR 1.809 von TEUR 3.203 auf TEUR 5.012 erhöht. Der überproportionale Anstieg von 56% hängt mit der Entwicklung und Einführung neuer Produkte zusammen, die jedoch aufgrund von nicht besetzten Stellen durch Fremddienstleister erbracht werden mussten. Die Materialaufwandsquote stieg von 29,1% in 2018 auf 35,7% in 2019. Der Personalaufwand ist im Geschäftsjahr von TEUR 5.258 um TEUR 1.216 auf TEUR 6.474 gestiegen und begründet sich zum einen im Anstieg der Mitarbeiterzahlen (von 86 auf 109) und zum anderen auf die gezahlten Gehaltserhöhungen im Geschäftsjahr. Die Personalaufwandsquote fiel dennoch leicht von auf 48% auf 46%. Die Abschreibungen sind aufgrund von Investitionen in das Anlagevermögen von TEUR 39 um TEUR 23 auf TEUR 62 gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr von TEUR 2.028 um TEUR 192 auf TEUR 2.220 gestiegen. Dies entspricht einem Anstieg von 9% und beruht im Wesentlichen auf höheren Miet-, Leasing- und Lizenzkosten. Der Anteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen an der Gesamtleistung des Jahres beträgt ca. 16% und ist leicht gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betragen TEUR 23 und sind im Vergleich zum Vorjahr unwesentlich um TEUR 1 gestiegen. Die sonstigen Zinsen und ähnliche Aufwendungen betragen TEUR 8 und sind um TEUR 6 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betragen TEUR 286 und sind um TEUR 79 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die sonstigen Steuern, im Wesentlichen für KFZ-Steuer, sind marginal verringert und betragen TEUR 5. Das EBITDA beträgt 2019 TEUR 536 (Vorjahr: TEUR 671), das EBIT TEUR 474 (Vorjahr: TEUR 632) und das Ergebnis vor Steuern TEUR 493 (Vorjahr: TEUR 657). Für das Geschäftsjahr 2019 beträgt der Jahresüberschuss TEUR 202. Der Rückgang zum Vorjahr beträgt TEUR 243. Das Umsatzwachstum konnte in 2019 noch nicht ein Ergebniswachstum aufgrund der gestiegenen Fremdleistungs- und Personalkosten überführt werden. Auswirkungen durch die Corona-Pandemie waren in 2019 noch nicht spürbar; weder hinsichtlich Kosten noch hinsichtlich Erlösen und für Folgejahre auch noch nicht prognostizierbar. Finanzlage Die Finanzlage der WPS Management GmbH ist als sehr stabil zu bezeichnen. Das Unternehmen hat in 2019 keine Bankverbindlichkeiten in Form von Darlehen oder Girokonten. Die Finanzierung des Umsatzwachstums erfolgte aus den laufenden Erträgen ohne zusätzliche Finanzierungsinstrumente. Die Steuerrückstellungen betragen TEUR 89 (Vorjahr: TEUR 175). Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Personalrückstellungen TEUR 381 (Vorjahr: TEUR 380) und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen TEUR 258 (Vorjahr: TEUR 169) zusammen. Im Geschäftsjahr wurden in Höhe von TEUR 135 erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen passiviert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich in 2019 von 1.513 TEUR um 1.258 TEUR auf TEUR 2.771 korrespondierend zum Anstieg der bezogenen Leistungen erhöht. Die WPS Management kommt ihren Zahlungsverpflichtungen pünktlich nach und versucht, eingeräumte Skonti in Anspruch zu nehmen. Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen im Geschäftsjahr TEUR 1.795 und haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 384 reduziert. Der Rückgang beruht im Wesentlichen auf den deutlich geringeren Verbindlichkeiten aus Steuern und Abgaben. Das Eigenkapital beträgt in 2019 TEUR 2.422. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr entspricht dem Jahresüberschuss des laufenden Jahres. Ausschüttungen an die Gesellschafterin erfolgten nicht. Die Eigenkapitalquote beträgt 31% und ist im Vergleich zum Vorjahr von 33% um 2 Prozentpunkte gesunken. Die Eigenkapitalrentabilität ist von 20% im Jahr 2018 auf 8% im Jahr 2019 gesunken. In 2019 wurden Investitionen in Höhe von TEUR 89 getätigt, die aus dem laufenden Cash Flow finanziert wurden. Vermögenslage Im Laufe des Jahres 2019 wurde neben Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung in Form von notwendiger EDV Hardware im Wesentlichen in eine notwendige Software Lizenz investiert. In Summe erhöhte sich das immaterielle Vermögen um TEUR 35 auf TEUR 73, das Sachanlagevermögen verringerte sich um TEUR 8 auf TEUR 118. Der Bestand an unfertigen Leistungen hat sich um TEUR 90 erhöht und liegt zum Geschäftsjahresende 2019 bei TEUR 116. Der Bestand des Anlagevermögens am Gesamtvermögen beträgt analog dem Vorjahr 2%. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich korrespondierend zu den Umsatzerlösen um TEUR 546 auf TEUR 3.878. Die Ausfallquote liegt nahezu bei TEUR 0. Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen TEUR 1.698 und haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 697 erhöht. Die Erhöhung basiert im Wesentlichen auf der Bürgschaft zur Absicherung eines Kundenprojekts als Bestandteil des Vertrages und Forderungen gegenüber dem Finanzamt aus Körperschafts- und Gewerbesteuerüberzahlungen sowie Umsatzsteuerguthaben. Die Liquiden Mittel der Gesellschaft betragen zum Stichtag TEUR 1.883 und haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 223 verringert. Die WPS Management GmbH ist das ganze Geschäftsjahr ihren Zahlungsverpflichtungen nachgekommen. LeistungsindikatorenFür die interne Unternehmenssteuerung werden regelmäßig folgende Kennzahlen verwendet, die alle auch im Rahmen eines monatlichen Managementreportings mit grafischen Auswertungen dokumentiert werden:- Umsatz und Umsatzentwicklung Der Umsatz entspricht dem Wert der betrieblichen Tätigkeit und beschreibt, wie gut WPSM Produkte und Dienstleistungen vermarktet. Das Umsatzwachstum liegt mit über 25% über den Erwartungen. - EBIT/-Marge (Betriebsergebnis bzw. Ergebnis vor Zinsen und Steuern) Die Messung der operativen Ertragskraft erfolgt über EBITDA. Dabei entspricht das EBITDA dem EBIT (Betriebsergebnis) vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte. Beide Kennzahlen messen die kurzfristige operative Leistungskraft und den Erfolg. Die erwartete rückläufige Entwicklung (von EBITDA und EBIT) in 2019 trotz deutlichen Umsatzwachstums ist auf die Kostensteigerung bei fremdbezogenen Leistungen, des Anstiegs der Personalkosten aufgrund massiver Neueinstellungen und erhöhter sonstiger betrieblicher Aufwendungen zu erklären. Die Umsatzrentabilität (EBIT-Marge) dient bei WPSM der Messbarkeit operativer Veränderungen. Diese hat sich gegenüber dem Vorjahr etwa halbiert (2,6 %). GesamtaussageDie Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der WPS Management GmbH ist insgesamt als gut und stabil zu beurteilen. Die erfreuliche operative Entwicklung und das rasante Wachstum des Unternehmens in den vergangenen Jahren erfordern regelmäßige Anpassungen der Kapazitäten, Ressourcen und Strukturen unter Berücksichtigung der jeweiligen finanziellen Rahmenbedingungen. Diese Herausforderung wurde von der WPS Management GmbH auch in 2019 wieder erfolgreich gemeistert. Aufgrund der überproportional gestiegenen Fremdleistungen konnte aus dem neuerlichen Umsatzwachstum noch kein zusätzlicher Ergebnisbeitrag erwirtschaftet werden. Die angestrebte Profitabilitätssteigerung soll im Folgejahr durch zielgerichtete Maßnahmen erreicht werden. Die Geschäftsführung des Unternehmens ist mit dem Geschäftsverlauf in 2019 sehr zufrieden und blickt dem Geschäftsjahr 2020 positiv entgegen. NachtragsberichtInnerhalb des ersten Quartals des Geschäftsjahres 2020 hat sich das Corona-Virus ausgehend von China verbreitet und zu einer weltweiten Pandemie mit weitreichenden Folgen für das öffentliche Leben, die Wirtschaft sowie jeden einzelnen Bürger geführt. Auch die WPS Management GmbH und ihre Mitarbeiter sind sowohl direkt als auch indirekt von den Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Virus und deren Folgen betroffen. Ab Mitte März hat nahezu die gesamte Belegschaft nicht mehr an den Standorten sondern remote gearbeitet. Aufgrund von Zugeständnissen an die Kunden der WPS Management GmbH, die Zahlungsziele temporär auszuweiten, kam es zu Verschiebungen in der Liquidität, die die Gesellschaft jedoch gut verkraften konnte. PrognoseberichtGrundsätzliche Änderungen der Geschäftspolitik sind nicht geplant. Die Jahre 2020 und 2021 waren stark durch die Corona Pandemie geprägt. Die WPS Management GmbH konnte die Lockdown-Phasen bisher gut überstehen. Auf Kurzarbeit konnte aufgrund der Auftragslage gänzlich verzichtet werden. Im Gegenteil wurden in 2020 weitere Mitarbeiter eingestellt. Zum Ende des Jahres waren 121 Mitarbeiter beschäftigt. Die Kunden der WPS Management GmbH waren teilweise stark von den Auswirkungen der Pandemie betroffen. Daher kam es bei einigen Kunden zu Aussetzungen bereits gestarteter Projekte wie auch zu signifikanten Verschiebungen von Projektstarts. Einhergehend konnte die Gesellschaft den Kundenwünschen nachkommen und temporäre Anpassungen von Zahlungszielen realisieren. Dies führte insgesamt im Wesentlichen zu Einnahmenverschiebungen aus dem Projektgeschäft. Die Auswirkungen der Pandemie auf die Neukundengewinnung war gemäßigt aber unmittelbar erkennbar. Insgesamt konnte das Geschäftsjahr 2020 aufgrund der im Vorjahr geschlossenen Verträge und trotz einhergehender Projektverschiebungen mit einem deutlichen Umsatzplus von etwa 30 % auf TEUR 18.261 beendet werden. Die Kostenentwicklung war im Vergleich zum Vorjahr moderat, wirkte sich wie erwartet am deutlichsten in den Bereichen bezogener Fremdleistungen (TEUR 1.650) und Personalaufwänden (TEUR 780) aus. Insgesamt stiegen die Kosten um 12% auf TEUR 15.504. Der Jahresüberschuss beläuft sich in 2020 auf TEUR 2.757 vor Steuern. Die durch Corona erschwerte Lage in der Neukundengewinnung in den beiden vergangenen Geschäftsjahren sowie die erwartete Zurückhaltung der Bestandskunden zum Ausbau ihrer bestehenden Lösungen, drückt sich in einem deutlich reduzierten Umsatzwachstum von 2,7% aus. Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 2021 TEUR 18.747. Das Geschäftsjahr 2021 war innerbetrieblich von Restrukturierungen geprägt. Die Anzahl der Mitarbeitenden reduzierte sich im Laufe des Jahres auf 109. Trotz der Reduktion des Personals konnten die Kosten im Personalbereich nur unwesentlich reduziert werden, wobei die Kosten für Gehälter leicht gestiegen sind (1,2%). Ursächlich sind erforderliche Gehaltsanpassungen aufgrund deutlich gestiegener Inflationsrate von über 3% in 2021 und des anhaltenden Fachkräftemangels in der Informationstechnologie. Der Aufwand für Fremdleistungen ist im Geschäftsjahr 2021 erneut um 8% auf TEUR 7.179 gestiegen. Insgesamt sind die Kosten auf TEUR 17.976 gestiegen. Größten Anteil an der Kostenentwicklung haben sonstige betriebliche Leistungen, die mit einer Erhöhung um 85% (TEUR 1.610) auf insgesamt TEUR 3.494. Davon sind TEUR 865 Investitionen zum Ausbau der Lösungen, konkret für die Option, dass die Kunden die verfügbaren Bezugsquellen im Einkaufsprozess signifikant erweitern und integrieren. Auch für 2022 sind weiterhin Auswirkungen der Corona-Pandemie zu erwarten. Darüber hinaus wird sich der Russisch-Ukrainische Krieg, der Ende Februar 2022 begann und dessen Ende nicht absehbar ist, mittelbar auf WPS Management GmbH auswirken. Die Effekte auf das Umsatzwachstum werden aufgrund der langfristigen Vertragsbeziehungen voraussichtlich unwesentlich anders sein als im Geschäftsjahr 2021, weshalb die WPS Management GmbH mit einem vorsichtigen Umsatzwachstum von 4-5% rechnet. Die durch die Corona-Pandemie gestiegene Inflation wird sich ausweiten und lässt weitere Kostensteigerungen erwarten. Die Kostensteigerungen der Lieferanten haben sich teilweise in 2021 noch nicht ausgewirkt, da sie vertragsbedingt noch nicht realisiert werden konnten. Aufgrund des Russisch-Ukrainischen Kriegs sind nun jedoch noch einmal höhere Steigerungen zu erwarten. Der funktionale und technologische Ausbau der SaaS-Lösung steht im Fokus der Entwicklungen in 2022. Einerseits wird damit den Anforderungen des Marktes Rechnung getragen werden, weitere Kunden gewonnen werden und andererseits die Wechseloption bestehender Installationen zu den SaaS-Lösungen der WPS Management GmbH vereinfacht werden. Mittel- bis langfristig werden zusätzliche Synergien in Support- und Betrieb generiert und über die funktionale auch die preisorientierte Wettbewerbsfähigkeit erhöht. Die Gesellschaft plant zur Verbesserung der Kundenbeziehungen weitere Bereiche des Geschäfts auszubauen. Insbesondere im Bereich des Content Managements soll künftig ein Ausbau der Marktplatzintegration erfolgen, wodurch Aufwand zur Bezugsquellenfindung für die einkaufenden Unternehmen massiv reduziert wird. Hinsichtlich der Personalausstattung geht WPS Management von einem Wachstum von ca. 15% aus, was die Anzahl an Mitarbeitenden betrifft. Aufgrund der anhaltenden Knappheit von Fachkräften in der IT und Zielsetzungen zur Mitarbeiterbindung sind entsprechend höhere Personalkosten und Personalbeschaffungskosten von etwa 10% zu erwarten. Überdies ist geplant, weitere Kosten für Fremdleistungen durch externe Entwicklungsressourcen zu senken, indem weitere Mitarbeitende eingestellt werden, die die fremdbezogenen Expertisen ersetzen. Hierfür wird das Recruiting personell und technisch entsprechend ausgebaut. Chancen- und RisikoberichtRisikoberichtTypischerweise beinhalten die komplexen Lösungsszenarien, die die WPS Management GmbH ihren Kunden bereitstellt, auch Komponenten, die WPS Management nicht selbst entwickelt und betreibt. Diese Komponenten werden von Partnern entwickelt und i.d.R. auch von den Partnern betrieben. Dies ist insbesondere im Kontext der Bereitstellung von Content stark ausgeprägt. Als Generalunternehmer für solche Partnerlösungen und Dienstleistungen besteht eine gewisse Abhängigkeit von der Innovationskraft der Partner wie auch deren Strategien. Nach wie vor ist der Markt für IT-Fachkräfte in Deutschland relativ schwach, so dass noch zu viel Entwicklungsleistung durch kostenintensives, externes Personal geleistet werden muss. Der entstehende Know-how-Gewinn durch externe Expertise kompensiert nach aktueller Einschätzung der Entwicklungsleitung den Know-how-Verlust bei der Ersetzung des externen Personals; nicht zuletzt aufgrund der Scrum-basierten Meetingkultur und eindeutiger Dokumentationsvorgaben. Dennoch ist die konsequente Strategieverfolgung zur Ersetzung von externen Mitarbeitern eine erforderliche Maßgabe für den Recruitingbereich im Personalwesen. Für 2022 erwartet die WPS Management GmbH aufgrund der angekündigten und teilweise bereits realisierten Lockerungen im Rahmen der öffentlichen Bekämpfung der Corona-Pandemie eine signifikant höhere Krankenquote als in den Vorjahren. Auch das bisher schnelle Wachstum des Unternehmens birgt sowohl operative Risiken hinsichtlich der Produktionskapazitäten (personellen Ressourcen) und der internen Prozesse als auch finanzielle Risiken bezüglich der notwendigen Vorfinanzierung steigender Auftragsvolumina. Mit dieser Situation ist die WPS Management GmbH allerdings seit einigen Jahren vertraut und begegnet den Herausforderungen mit folgenden Maßnahmen: • Permanente Ausschreibung von kritischen Stellen in einschlägigen Job-Portalen sowie ausgeprägtem Active Sourcing im internen Recruting • Ständige kritische Prüfung der internen Prozesse in Bezug auf Effektivität und Effizienz sowie regelmäßige Optimierung • Risikoaverse Liquiditätsplanung und detaillierte Projektkalkulationen zur Vermeidung möglicher Engpässe. Zusätzlich zu den oben dargestellten regelmäßigen Geschäftsrisiken der WPS Management GmbH müssen auch die Nachwehen der Corona-Pandemie und der Russisch-Ukrainische Krieg hinsichtlich möglicher Risiken für das Unternehmen betrachtet werden. Aus Sicht der Geschäftsführung ergeben sich dabei vor allem die nachfolgenden Risikobereiche: • Umsatzrückgang aufgrund sinkender Auftragseingänge durch • fehlende/reduzierte Budgets bei den Kunden • finanzielle Probleme bei den Kunden • Eingeschränkte Verfügbarkeit von Fremddienstleistern • Einschränkung der Handlungsfähigkeit des Unternehmens aufgrund reduzierter personeller Ressourcen durch Krankheitsfälle und damit verbundene Quarantänemaßnahmen • Kostensteigerungen aufgrund notwendiger Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter und zur generellen Minimierung des Infektionsrisikos • Kostensteigerungen durch übermäßige Steigerung der Inflationsrate Die im Zusammenhang mit der Corona-Epidemie und dem europäischen Krieg zwischen Russland und der Ukraine neu entstandenen Risiken für nahezu jedes Unternehmen lassen sich nur bedingt steuern bzw. aktiv beeinflussen. Dennoch befindet sich die WPS Management GmbH mit ihrem komfortablen Auftragsbestand in einer sehr guten Lage, um die derzeit herrschende weltweite Krise erfolgreich zu überstehen. Aufgrund des hohen Anteils an Großunternehmen verfügt das Unternehmen über einen sehr hohen Diversifizierungsgrad seiner Umsatzerlöse. Um die Mitarbeiter zu schützen, das Infektionsrisiko zu minimieren sowie individuelle Probleme (insbesondere Kinderbetreuung) zu lösen, wurden über die klassischen Hygieneregeln hinaus diverse Maßnahmen bei der WPS Management GmbH umgesetzt. Zur Minimierung eines Ausfalls von kompletten Unternehmensbereichen wurde den Mitarbeitern umfangreich Remote-Arbeit ermöglicht. Im Fall einer möglichen Infektion und der entsprechenden Quarantänemaßnahmen bleibt das Unternehmen so trotzdem handlungsfähig. Außerdem konnte so der Abstand von im Büro verbleibenden Mitarbeitern zueinander signifikant erhöht und damit das potenzielle Ansteckungsrisiko minimiert werden. Die Kernarbeitszeiten wurden ebenfalls stark flexibilisiert, um eine maximale Verteilung der Anwesenden über den Tag zu ermöglichen. Selbstverständlich hat die Gesellschaft alle Maßnahmen ergriffen, so dass alle Mitarbeiter seit April 2020 an den Standorten mit den erforderlichen Mund-/Nasenschutzmasken sowie Desinfektionsmitteln oder Selbsttests versorgt sind. Die mit der Umsetzung sämtlicher oben dargestellter Maßnahmen verbundenen Kostenerhöhungen hält die Geschäftsführung unbedingt für sinnvoll, um optimal auf alle möglichen Szenarien vorbereitet zu sein und einen evtl. größeren wirtschaftlichen Schaden im Verlauf der Corona-Pandemie von der WPS Management GmbH abwenden zu können. ChancenberichtDie WPS Management GmbH erwartet Vorteile am regionalen und überregionalen Arbeitsmarkt darstellen zu können, indem sie die Möglichkeiten der Remote-Arbeit, die Pandemie-bedingt binnen einer Woche realisiert werden konnten, weiterhin anbietet und so ein vergleichsweise attraktiver Arbeitgeber ist. Neben der Mitarbeiterbindung sieht die Gesellschaft hierin zusätzliches Potenzial, ausreichend schnell wachsen und Kosten für Fremdleistungen schneller reduzieren zu können. Die begonnenen Maßnahmen zur Diversifizierung, um insbesondere weitere Contentprovider einbinden zu können wird die Gesellschaft fortsetzen, um größtmögliche Unabhängigkeit von Kooperationspartnern zu generieren bzw. zu erhalten und potenziell auch weitere Märkte zu erschließen. Durch die Gründung des sogenannten "Customer Club", der Kunden mit besonderem Innovationspotenzial und WPS Management verbindet, schafft das Unternehmen einerseits besondere Multiplikatoren im Markt, stärkt aber insbesondere die Innovationskraft und das marktorientierte Arbeiten an den strategisch wichtigen und im Markt benötigten Dingen, durch die Bereitstellung einer passenden Angebotspalette. Durch die Gewinnung zweier Dax-Unternehmen in 2019 wird eine zusätzliche positive Umsatzentwicklung erwartet. Ebenso geht WPS Management davon aus, dass durch die Ablösung eines starken Konkurrenten bei einem börsennotierten Schweizer Großunternehmen, eine entsprechende Wirkung am Markt der Neukundengewinnung dienen wird. Vor diesen Hintergründen wie auch der Berücksichtigung der Entwicklungen bei SAP als wichtigstem Lieferanten der ERP-Systeme unserer Kunden und potenzieller Kunden wie z. B. die Erweiterung um die Central Procurement Lösung sieht WPS Management gute Chancen zur Gewinnung weiterer Dax-Unternehmen sowie namhafter europäischer Großunternehmen und den Ausbau der Bestandskundenbindung. Die WPS Management GmbH wird sich auch weiterhin durch ihre hohe Innovationskraft, absolute Premium Qualität sowie herausragende custom-made (Groß-)Projekte mit hoher Abstrahlwirkung deutlich von ihren Konkurrenten im Markt für eProcurement-nahen Anwendungen, Content- und Catalog-Cloud-Services absetzen. Analog zur Darstellung der entsprechenden Risiken müssen auch die durch die Corona-Pandemie bedingten Chancen analysiert werden. Die Geschäftsführung ist davon überzeugt, dass die WPS Management GmbH aufgrund ihrer sehr guten Ausgangslage die aktuelle Krise gut überstehen und vermutlich sogar gestärkt und bestens auf zukünftiges Wachstum vorbereitet aus ihr hervorgehen wird. Ähnlich, wie schon oft in der Vergangenheit geschehen, kann die aktuelle Krise auch zu Marktbereinigungen führen und damit für die WPS Management GmbH eine realistische Chance darstellen, weitere Marktsegmente und -anteile zu erschließen. GesamtaussageAbgesehen von der Corona-Pandemie und dem Russisch-Ukrainischen Krieg empfindet die WPS Management GmbH die bestehenden Risiken für die zukünftige Geschäftsentwicklung als überschaubar und wird in den kommenden Jahren auch weiterhin gezielt daran arbeiten, ihre Marktpräsenz und ihren Marktanteil weiter auszubauen und sich bietende Geschäftschancen erfolgreich wahrzunehmen.Eine Einschätzung der vollständigen und langfristigen Auswirkungen der weltweiten Corona-Pandemie erscheint mit dem heutigen Kenntnisstand sowohl für die Politik als auch für die Wirtschaft unmöglich. In der aktuell laufenden Phase der Rückkehr in eine "neue Normalität" mit Corona schätzt die Geschäftsführung den wirtschaftlichen Einfluss der Corona-Pandemie auf die WPS Management als kurz- bis mittelfristig ein. Die Auswirkungen des Russisch-Ukrainischen Kriegs sind noch weniger absehbar. Der Einfluss hieraus wird nach Einschätzung der WPS Management GmbH eher mittel- bis langfristig sein. Unterschrift gemäß § 245 HGBJahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019
Berlin, 22.07.2022 WPS Management GmbH, Berlin Corinna Schäfer Jörg Gülpen BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019WPS Management GmbH, Berlin5.1. 5 A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN Die Gesellschaft firmiert unter dem Namen WPS Management GmbH, Berlin und ist beim Amtsgericht Berlin (Charlottenburg) unter HRB 159991 B eingetragen. B. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS 1. Grundsätzliche Angaben Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung sowie den Regelungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB Anwendung. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Sie nimmt allerdings die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. C. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEN 1. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1.1 Bilanzierungsmethoden Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 264, 265-266, 268-274, 276-277 HGB, und unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252-256a HGB aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Fremdwährungsposten werden zum Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung umgerechnet. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit größer als ein Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag unter Beachtung des Imparitätsprinzips, wonach Kursverluste aufwandswirksam und Kursgewinne nicht berücksichtigt werden. 1.2 Bewertungsmethoden Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt: ANLAGEVERMÖGEN Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (3 bis 5 Jahre), bewertet. Sachanlagen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer mit den steuerlich zulässigen Höchstsätzen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert in Höhe von EUR 410,00 wurden im Zugangsjahr 2019 planmäßig abgeschrieben und als Abgang im Anlagenspiegel gezeigt. Auf geringwertige Anlagegegenstände deren Wert EUR 150,00 aber nicht EUR 1.000,00 übersteigt wurden in den Jahren 2017 und 2018 die den steuerlichen Vorschriften zur Bildung eines Sammelpostens und zur Auflösung über 5 Jahre gemäß § 6 Abs. 2a EStG auch in der Handelsbilanz angewendet, da diese Handhabung der tatsächlichen Nutzungsdauer nicht entgegensteht. UMLAUFVERMÖGEN Vorräte Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen wurden entsprechend ihres Fertigungsgrades bewertet. Zur verlustfreien Bewertung sind, sofern notwendig, auf Einzelermittlungen beruhende Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen worden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Erkennbare und latente Risiken sind mit Einzelwertberichtigungen erfasst. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung auf die Netto-Forderungen Rechnung getragen. Sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominalwerten, Zahlungsbeträgen oder Barwerten angesetzt. Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN sind zu Nennwerten bewertet. Sie beinhalten Zahlungen, soweit sie Aufwand nach dem 31. Dezember 2019 darstellen. RÜCKSTELLUNGEN Steuerrückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages aufgrund des steuerlichen Gewinns dotiert. Sonstige Rückstellungen wurden in Höhe der voraussichtlichen Erfüllungsbeträge nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dotiert und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. VERBINDLICHKEITEN Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen sind um die darin enthaltene Umsatzsteuer vermindert (Nettomethode). D. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der Bilanzposten immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind im Anlagenspiegel dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.1 Restlaufzeiten Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von 87.741,46 eine Restlaufzeit von über einem Jahr. 3. Eigenkapital Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gem. § 272 HGB unter Berücksichtigung des Gesellschaftsvertrages. 4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
5. Verbindlichkeiten
E. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Währungsumrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung i.H.v. 20,42 EUR (VJ: 310,32 EUR) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung i.H.v. 8,56 EUR (VJ: 23,40 EUR) enthalten. F. SONSTIGE ANGABEN 1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer nach Gruppen
2. Gesellschaftsorgane 2.1 Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Berichtsjahr: - Frau Corinna Schäfer, Bad Saarow, Schwerpunkt Vertrieb, Portfolio und Projekt Management - Herr Jörg Gülpen, Bad Lippspringe, Schwerpunkt Personalwesen, Consulting und Costumer Service - Herr Andreas Wall, Berlin, Schwerpunkt Finanzen Herr Andreas Wall wurde im Februar 2021 als Geschäftsführer abberufen. Unter Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe gem. § 285 Nr. 9a HGB verzichtet. Gegenüber der Geschäftsführung bestehen Forderungen i.H.v. TEUR 50,6 (VJ: 30,8). 3. sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von EUR 2.939.761,44. 4. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 201.947,84 auf neue Rechnung vorzutragen. 5. Ergebnisse nach dem Bilanzstichtag Ende Dezember 2019 wurde in der Stadt Wuhan, China, erstmals der Ausbruch der neuen Atemwegserkrankung "Covid-19", allgemein als Corona-Virus bezeichnet, auffällig. Die Corona-Pandemie beeinflusst weiterhin sowohl das Geschehen der Gesellschaft als auch die weltweiten Lieferketten und Preisentwicklungen. Zusätzlich leidet die Wirtschaft seit dem 24. Februar 2022 weltweit an den massiven Folgen des von Russland geführten Angriffskriegs gegen die Ukraine. Weiterführende Darstellungen zu den Auswirkungen auf die Gesellschaft können dem Lagebericht entnommen werden. AnlagespiegelBrutto-Anlagenspiegel zum 31.12.2019 WPS Management GmbH
sonstige BerichtsbestandteileUNTERSCHRIFT GEMÄSS § 245 HGB Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019
Berlin, 22.07.2022 WPS Management GmbH, Berlin Frau Corinna Schäfer, Geschäftsführerin Herr Jörg Gülpen, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 31.05.2023 festgestellt. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die WPS Management GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der WPS Management GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WPS Management GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. [Beschreibung des Prüfungsurteils zum Lagebericht] Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 31.05.2023 TaXperts
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