servier.bar GmbH
Selbe AdresseErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Lodewijk Bastiaan Sibeijn seit 1.7.2025 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Recordati S.p.A. | 55.00% |
Casen Recordati S.L. | 45.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Recordati Pharma GmbHUlmJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Inhaltsverzeichnis Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Rechnungslegung Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Allgemeine Auftragsbedingungen Hinweis: Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt. Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung gemäß § 325 HGB verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. der diesbezüglich erteilte Vermerk bestimmt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Recordati Pharma GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Recordati Pharma GmbH, Ulm, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Recordati Pharma GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Ravensburg, 5. Juni 2024 EY
GmbH & Co. KG
Fleck, Wirtschaftsprüfer Engelmann, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Recordati Pharma GmbH mit Sitz in 89075 Ulm, Eberhard-Finckh-Straße 55, eingetragen im Handelsregister Ulm unter der Handelsregisternummer HRB 169 für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften §§ 242 ff. und 264 ff. HGB und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach § 275 Abs. 2 HGB, dem Gesamtkostenverfahren, aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden grundsätzlich unverändert zum Vorjahr beibehalten. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind nachfolgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bilanziert. Produktrechte, Zulassungen und Lizenzen werden je nach Laufzeit, maximal über 15 Jahre, für OTC-Produkte 20 Jahre pro rata temporis, abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet und um planmäßige lineare Abschreibungen, entsprechend der Nutzungsdauer von sechs bis zehn Jahren pro rata temporis, vermindert. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung direkt als Aufwand verbucht (entsprechend § 6 Abs. 2 EStG). Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Die unter den Vorräten ausgewiesenen Rohstoffe, unfertigen Erzeugnisse sowie die Handelswaren werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Insofern erfolgt am Bilanzstichtag ggf. die Bewertung zu einem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert. Zinsen für Fremdkapital werden bei den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten nicht berücksichtigt. Alle erkennbaren Risiken sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird ergänzend durch eine Pauschalwertberichtigung auf den nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestand Rechnung getragen. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten entsprechen den Nominalwerten. Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet. Die Pensionsrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß der Projected Unit Credit Methode (Anwartschaftsbarwertmethode) berechnet. Dabei sind jährliche Rentenanpassungen mit 2 % (Vj. 2 %) der Vorjahresrente entsprechend berücksichtigt. Für das Finanzierungsendalter wurde die Inanspruchnahme der betrieblichen Altersrente mit 65 Jahren angenommen. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet (Bundesbankzins), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Er beträgt 1,83 % (Vj. 1,78 %). Es wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Der Effekt aus der Änderung des Abzinsungssatzes von 1,78 % auf 1,83 % wird im Finanzergebnis ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet und sind mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. Erträge aus der Abzinsung werden unter dem Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" und Aufwendungen gesondert unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" gezeigt. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt. Die Anteile an dem verbundenen Unternehmen betreffen die Recordati Rare Diseases Sarl, Puteaux, Frankreich, und betragen 16 % der Gesamtanteile. Das Eigenkapital der Recordati Rare Diseases Sarl beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 244.589, das Jahresergebnis TEUR 53.312. Ein Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 liegt noch nicht vor. Umlaufvermögen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden nach Vornahme von Einzelwertberichtigungen und einer Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5 % (Vj. 0,5 %) ausgewiesen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 46.646 (Vj. TEUR 17.738) betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 914 (Vj. TEUR 2.061) und die Cash-Pooling-Vereinbarung mit der Konzernmutter in Höhe von TEUR 45.732 (Vj. TEUR 15.324). Forderungen gegen Gesellschafter (verbundenes Unternehmen) bestehen im Umfang von TEUR 46.311 (Vj. TEUR 17.331). Sämtliche Forderungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen betreffend Steuern und debitorische Kreditoren. Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB in TEUR:
Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschluss-Stichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Latente Steuern Die aktiven latenten Steuern resultieren aus Rückstellungen. Diese sind mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaft- und Gewerbesteuer von rund 28,4 % angesetzt. Passive latente Steuern bestehen nicht. Bezüglich der ausschüttungsgesperrten Beträge wird auf den folgenden Abschnitt verwiesen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 600. Das Kapital teilt sich auf die Gesellschafter Casen Recordati S. L., Zaragoza, Spanien, in Höhe von TEUR 270 und Recordati Industria Chimica e Farmaceutica S.p.A., Mailand, Italien, in Höhe von TEUR 330 auf. Die Kapitalrücklage beträgt unverändert TEUR 92.806. Die anderen Gewinnrücklagen belaufen sich unverändert auf TEUR 237. Im grundsätzlich frei verfügbaren Eigenkapital sind zum Bilanzstichtag TEUR 508 (Vj. TEUR 737) ausschüttungsgesperrte Beträge nach § 268 Abs. 8 HGB aus dem Ansatz aktiver latenter Steuern enthalten. Rückstellungen Der Unterschiedsbetrag bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn (1,83 %) und der vergangenen sieben (1,76 %) Geschäftsjahre beträgt TEUR 10 (Vj. TEUR 54) und unterliegt grundsätzlich einer Ausschüttungssperre. Die sonstigen Rückstellungen betreffen:
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 12.546 (Vj. TEUR 12.895). Der Betrag beinhaltet nur Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (verbundenes Unternehmen) bestehen im Umfang von TEUR 8.623 (Vj. TEUR 9.369). Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Umfang von TEUR 623 (Vj. TEUR 987) Steuern. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse der Gesellschaft resultieren mit TEUR 104.006 aus dem Pharmabereich, d. h. aus dem Vertrieb von Arzneimitteln und Medizinprodukten sowie mit TEUR 391 aus sonstigen Erlösen. Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2023 entfallen in Höhe von TEUR 104.381 auf das Inland und TEUR 16 auf das Ausland. Im Vorjahr wurden TEUR 100.878 inländische Umsätze und TEUR 17 ausländische Umsätze erzielt. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten unter anderem Erträge aus Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.205. Materialaufwand Der Materialaufwand besteht zum größten Teil aus dem Bezug von Fertigarzneimitteln und Medizinprodukten sowie diesbezüglicher Ärztemuster von Dritten. Personalaufwand Der Personalaufwand enthält außergewöhnliche Aufwendungen für Restrukturierung in Höhe von TEUR 929 (Vj. TEUR 7.884). Zinsen und ähnliche Aufwendungen Der Zinsaufwand betreffend die Aufzinsung von Rückstellungen beläuft sich auf TEUR 16 (Vj. TEUR 35). Sonstige Angaben Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich beschäftigt:
Die Geschäftsführung besteht aus folgenden Personen:
Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung sowie eines früheren Organmitglieds wird unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Der Beirat besteht aus folgenden Mitgliedern:
Zum 31. Dezember 2023 bestehen Pensionsrückstellungen für ehemalige Geschäftsführer in Höhe von TEUR 932 (Vj. TEUR 990). An Mitglieder des Beirats wurden wie im Vorjahr keine Gesamtbezüge gewährt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Überwiegend aus Miet- und Leasingverhältnissen bestanden zum Bilanzstichtag die folgenden finanziellen Verpflichtungen:
Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestanden Garantieerklärungen für Schuldscheine eines verbundenen Unternehmens in Höhe von TUSD 51.400 und TEUR 200.000 (Vorjahr: TUSD 65.000 und TEUR 200.000) gemäß § 251 i. V. m. § 268 Abs. 7 HGB. Die Gesellschaft schätzt die Inanspruchnahme aus den Garantieerklärungen als sehr gering ein, da die Emittenten wirtschaftlich solide wachsende Unternehmen sind. Mutterunternehmen Die Anteile der Gesellschaft werden wie folgt gehalten:
Die Recordati Industria Chimica e Farmaceutica S.p.A., Mailand, Italien ist gleichzeitig das Mutterunternehmen des Konzerns. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Gewinnvortrag und Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. Konzernzugehörigkeit Der Jahresabschluss der Recordati Pharma GmbH wird in den Konzernabschluss der Recordati Industria Chimica e Farmaceutica S. p. A., Mailand, Italien, einbezogen (kleinster und größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss wird von Recordati Industria Chimica e Farmaceutica S.p.A., Mailand, Italien, im Unternehmensregister in Mailand unter der Nr. 00748210150 sowie auf der Homepage des Mutterunternehmens veröffentlicht. Abschlussprüferhonorar Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 52 (Vj. TEUR 52) und betrifft Abschlussprüfungsleistungen.
Ulm, den 5. Juni 2024 Recordati Pharma GmbH Benoit Slavicek, Geschäftsführer Karsten Haas, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023Grundlagen des Unternehmens Unternehmensstruktur Die Recordati Pharma GmbH (nachfolgend auch "Firma") vertreibt über einen eigenen Außendienst verschreibungspflichtige und apothekenpflichtige Arzneimittel, Medizinprodukte und Nahrungsergänzungsmittel. Die Anteile der Gesellschaft werden wie folgt gehalten:
Die Casen Recordati S.L. ist gleichzeitig Tochterunternehmen der Recordati Industria Chimica e Farmaceutica S. p. A., Mailand, Italien. Für die Bewerbung der verschreibungspflichtigen und apothekenpflichtigen Arzneimittel sowie der Medizinprodukte verfügt das Unternehmen über einen wissenschaftlichen Außendienst mit zwei separaten und zielgruppenausgerichteten Facharztlinien. Eine Linie des spezialisierten Außendienstes bewirbt Arzneimittel im Bereich Urologie und Orthopädie bei niedergelassenen Ärzten und die andere im Bereich Psychiatrie in Krankenhäusern. Beschaffung Die Produkte werden als Fertigpräparate einerseits von den zur Gruppe gehörenden Unternehmen Recordati Ireland Ltd. (Irland), Casen Recordati S. L. (Spanien) und Recordati Industria Chimica e Farmaceutica S. p. A. (Italien) (im Folgenden: Recordati S. p. A.) sowie von anderen, externen, Unternehmen im Rahmen von Produktions- und Dienstleistungsverträgen bezogen. Aufgrund der Einführung neuer Produkte aber auch Herstellungsverlagerung in gruppenzugehörige Produktionsstätten wird der Anteil der konzerninternen Beschaffung kontinuierlich erhöht. Absatzbereich Recordati Pharma nutzt die Breite der vorhandenen Kanäle zur Information über die eigenen Produkte. Den Schwerpunkt bildet der Außendienst. Dieser wird durch wissenschaftliche Seminare, Anzeigen in medizinischen und anderen Fachzeitschriften, Präsentationen im Rahmen von Kongressen und Symposien sowie Maßnahmen des Customer Relationship Management (CRM) wie Call Center und Service-Hotlines für Kunden und digital mit einem Informationsangebot für Fachkreise und Patienten im Internet unterstützt. Die Zielgruppen bilden Fachärzte aus Psychiatrie, Urologie, Orthopädie, Gastroenterologie und Pädiatrie sowie sehr selektierte Allgemeinmediziner und in kleinem Umfang auch Apotheker. Für die Selbstmedikations-Produkte erfolgt in dem möglichen Umfang auch eine direkte Ansprache der Endverbraucher mit Inseraten und Informationsmaterialien. Die Distribution erfolgt mehrheitlich über Großhändler und Apotheken. Klinikrelevante Produkte werden auch direkt an Krankenhäuser vertrieben. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft erwirbt Fertigarzneimittel und Vertriebslizenzen von Konzern-Unternehmen sowie von externen Unternehmen. Forschung und Entwicklung werden zentral von der Recordati S.p.A., Mailand, Italien, betrieben. Wirtschaftsbericht Branchenentwicklung Die Branche wurde Anfang 2023 durch eine Erkältungswelle (fortgeführt aus dem vierten Quartal 2022) beeinflusst. Weiterhin ist die Russland-Ukraine Krise zu spüren, die massive Auswirkungen auf viele Beschaffungsbereiche, z.B. Energie, Papier, Aluminium und andere Rohstoffe, hat. Die Knappheit dieser Güter lässt Einkaufs- bzw. Produktionspreise auf Vorjahresniveau verbleiben mit der Konsequenz, dass Produktmargen nicht gestiegen sind. Die Lieferketten waren schon durch die Pandemie stark negativ beeinflusst, doch jetzt sind sie zum Teil unterbrochen, was den stetigen Nachschub von Arzneimitteln zunehmend erschwert. Von der Bundesregierung wurden Herstellerrabatte ab Januar 2023, begrenzt auf ein Jahr, auf 12% angehoben. Im ersten Quartal 2023 hat sich die Entwicklung der Erkältungsprodukte positiv fortgesetzt, die durch eine Post-Covid Grippe - Erkältungswelle verursacht wurde. Kontinuierliche Festbetragsanpassungen mit Preissenkungen zwingen in aller Regel die Pharmaunternehmen zu entsprechenden Preissenkungen, wobei der generikafähige Markt durch Rabattverträge zwischen Krankenkassen und pharmazeutischen Herstellern hohe Rabattzuschläge auf den Listenpreis zur Folge hat. Rabattverträge haben mittlerweile mengenmäßig einen Anteil von über 80% im Generikamarkt erreicht. Aufgrund des seit 2010 bestehenden Preismoratoriums (Basis ist der Preislevel von August 2009), welches in 2022 bis zum Ende des Jahres 2025 verlängert worden ist, können seit August 2009 keine Preiserhöhungen vorgenommen werden. Einzige Ausnahme ist eine Anpassung der Herstellerabgabepreise für verschreibungspflichtige Produkte im niedergelassenen Bereich ohne Festbetrag; hier darf seit Juli 2018 eine Anhebung des Herstellerabgabepreises an die Inflationsrate der Bundesrepublik erfolgen. Neue Präparate müssen nach wie vor im Rahmen der Nutzenbewertung einen Zusatznutzen aufweisen, um höhere Preise gegenüber aktuellen etablierten, meist generischen Standardtherapien, bei Preisverhandlungen geltend machen zu können. Der zwischen dem GKV-Spitzenverband und der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V. ausgehandelte Rahmenvertrag, erlaubt nur noch die Abgabe eines der vier preisgünstigsten Arzneimittel eines Wirkstoffes an GKV-Patienten. Dies führt zu weiteren Preissenkungen für die Hersteller, um die Erstattungsfähigkeit ihrer Produkte im GKV-Markt zu sichern. Die Implementierung des neuen Gesetzes zur Neuregelung der Zertifizierung für Medizinprodukte (MDR) gestaltet sich schwieriger als ursprünglich gedacht. Deshalb wurde das Umstellungsdatum von 2024 auf 2028 verschoben. Die Begründung: Zum einen gibt es immer noch nicht ausreichend viele Prüfstellen und zum anderen gibt es - aufgrund der Pandemie - zu viele Anträge, die abgearbeitet werden müssen, um die neuen gesetzlichen Anforderungen erfüllen zu können. Diese neuen Anforderungen treiben sowohl auf Hersteller- als auch auf Behördenseite bereits jetzt die Kosten nach oben. Vor allem die CE-Zertifizierungsgebühren werden sich vermutlich vervielfachen. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf der Recordati Pharma GmbH ist primär durch das Life Cycle Management einiger für uns sehr wichtigen Produkten beeinflusst. Bei Produkten mit auslaufenden Rabattverträgen sank die Absatzmenge, der Einfluss auf den Umsatz blieb trotzdem minimal, da im gleichen Zug auch die gewährten Rabatte deutlich sanken. Recordati Pharma GmbH vertreibt verschreibungspflichtige und apothekenpflichtige Arzneimittel (OTC) sowie Medizinprodukte und Nahrungsergänzungsmittel. Um die Entwicklung der Produkte mit den besten Rahmenbedingungen und dem größten Wachstumspotential zu fördern, haben wir uns Mitte des Jahres 2022 dazu entschlossen, die Unternehmensstruktur zu optimieren. Dies ging einher mit einer Konzentration des Vertriebs auf unsere Wachstumsprodukte. Die Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen wurde im Jahr 2023 fortgeführt. Die Konsequenz war eine Halbierung der Außendienststärke. Die Zielarztselektionen wurden für all diese Produkte überarbeitet und die Kommunikationsstrategien angepasst. Des Weiteren wurden auch einschneidende Veränderungen im Innendienst vorgenommen, um auch hier die notwendige Fokussierung zu schaffen. Ein wichtiges strategisches Ziel war auch in 2023 das Produkt Eligard ® noch stärker mit steigendem Wachstum zu konsolidieren. Bei der Facharztgruppe Orthopädie wurde Mitte des Jahres eine weitere "Line Extension" der Recosyn ® Palette erfolgreich ausgeboten. Die im Vorjahr verzeichnete massive Zunahme der Parallelimporte für das Schizophrenie-Produkt Reagila ® konnte durch die Einführung von Rabattverträgen mit ausgewählten Kassen partiell eingedämmt werden. Zum ersten Mal seit Einführung konnte das Produkt einen relevanten positiven Beitrag zum Gesamtüberschuss erzielen. In 2023 hat das Auslaufen von Kassenverträgen dazu geführt, dass für Claversal ® , Zanipress ® und Ortoton ® rückläufige Bruttoumsätze verzeichnet wurden. Sehr positiv war die Entwicklung des Kinder-Makrogols Laxbene ® Junior, welches Dank einer Serie von neuen Darreichungsformen (unterschiedliche Geschmacksrichtungen, Fertiglösung in Ergänzung zum Pulver) die Marktführerschaft ausbauen konnte. Positiv hierbei ist zu erwähnen, dass dieses nur durch Direktmarketing erzielt wurde. Die Firma Recordati ist mit verschreibungspflichtigen Produkten in den Marktsegmenten Gastroenterologie, Urologie, Kardiologie, Pädiatrie und Orthopädie tätig und nimmt in den jeweiligen relevanten Teilmärkten eine führende Stellung ein. Im Bereich ZNS (zentrales Nervensystem) ist Recordati dabei, die Marktposition in der Indikation Schizophrenie auszubauen. Zusätzlich ist die Firma Recordati im Bereich der Selbstmedikation tätig. Investitionen Im Berichtsjahr erfolgten keine wesentlichen Investitionen Darstellung der Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich zum Bilanzstichtag mit TEUR 176.765 im Vergleich zum Vorjahr (Vj. TEUR 145.257) um 21,7 % bzw. TEUR 31.508 erhöht. Das Anlagevermögen macht mit TEUR 97.141 (Vj. TEUR 98.487), 55 % (Vj. 68 %) der Bilanzsumme aus. Korrespondierend erhöhte sich der Anteil des Umlaufvermögens sowie der weiteren Bilanzposten an der Bilanzsumme auf 45 % (Vj. 32 %). Die immateriellen Vermögensgegenstände reduzierten sich im Wesentlichen durch planmäßige Abschreibungen von TEUR 11.604 im Vorjahr auf TEUR 10.314. Das Umlaufvermögen hat sich von TEUR 45.782 auf TEUR 78.662 erhöht. Das Vorratsvermögen hat sich von TEUR 21.271 im Vorjahr auf TEUR 23.875 im Berichtsjahr erhöht. Diese Erhöhung ergibt sich hauptsächlich durch einen erhöhten Vorratsbestand zur Sicherung der Lieferfähigkeit. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 3.317 im Vorjahr im Vergleich zu TEUR 3.586 zum Jahresende 2023 unterlagen einer stichtagsbezogenen Schwankung. Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 17.738 auf TEUR 46.646 ist überwiegend zurückzuführen auf Forderungen aus Cash Pooling in Höhe von 45.732 TEUR (Vj. 15.324 TEUR). Die Forderungen basieren überwiegend auf der Cash-Pooling Vereinbarung mit der Recordati S. p. A., Mailand (Italien). In dem Anstieg schlägt sich der im Geschäftsjahr erzielte Jahresüberschuss wieder. Das Eigenkapital erhöhte sich von TEUR 97.379 auf TEUR 134.249 und stellt nunmehr 76 % (Vj. 67 %) der Bilanzsumme dar. Im Jahr 2023 wurde keine Ausschüttung an die Gesellschafter durchgeführt. Der Anstieg umfasst somit ausschließlich den diesjährigen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 36.870. Das Fremdkapital verringerte sich von TEUR 47.872 auf TEUR 42.515. Dieser Reduzierung beruht auf niedrigeren Rückstellungen. Die Rückstellungen haben sich von TEUR 30.964 auf TEUR 26.247 verringert. Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen um TEUR 6.137 ist insbesondere auf eine Reduzierung der Rückstellung für Restrukturierung auf TEUR 3.249 (Vj. TEUR 8.256) und eine Reduzierung der Rückstellung für Herstellerrabatte und Rabattverträge, um TEUR 3.103 zurückzuführen. Gegenläufig entwickelten sich die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, die um TEUR 1.737 anstiegen. Ebenso erhöhten sich die Steuerrückstellungen, die um TEUR 1.503 auf TEUR 1.507 angestiegen sind. Die Verbindlichkeiten liegen auf Vorjahresniveau. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich zum 31.12.2023 von TEUR 2.798 auf TEUR 2.926 nur gering verändert. Zurückzuführen ist dies auf stichtagsbezogene Schwankungen. Gleichzeitig verringerten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen von TEUR 12.895 im Vorjahr auf TEUR 12.546. Die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich um TEUR 419 auf TEUR 796. Darstellung der Ertragslage Für die interne Steuerung verwendet die Gesellschaft insbesondere die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und Ergebnis vor Steuern (d. h. vor Ertragsteuern und sonstigen Steuern). Der erzielte Umsatz unter Abzug aller Rabatte und Skonti einschließlich der gesetzlich vorgeschriebenen Herstellerrabatte und Rabattverträge beträgt im Jahre 2023 TEUR 104.397 und liegt damit rund TEUR 3.502 bzw. 3,5 % über dem Vorjahr. Der Anstieg ist, trotz leicht gesunkener Verkäufe, hauptsächlich auf gesunkene Rabattkosten für das Produkt Ortoton zurückzuführen. Insgesamt belaufen sich die gewährten Rabatte gegenüber Krankenkassen in 2023 auf TEUR 16.937 (VJ. TEUR 23.126). Der Minderabverkauf ist hauptsächlich auf den Ausstieg des Produktes Ortoton aus Rabattverträgen zurückzuführen. Dem entgegen steht der startende Vertrieb der GSK-Produkte Avodart und Duodart ab Oktober 2023 mit TEUR 1.978. Die sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 2.351 (Vj. TEUR 2.210) enthalten hauptsächlich Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 2.205 (Vj. TEUR 2.045), überwiegend aus aufzulösenden Rabattverträgen (TEUR 2.028). Der Materialaufwand erhöhte sich von TEUR 59.513 auf TEUR 61.135. Diese Entwicklung ist insbesondere auf die allgemeine Preisentwicklung zurückzuführen. Die Materialaufwandsquote liegt mit 59 % (Vj. 59 %) auf der des Vorjahres. Die Produkte werden als Fertigarzneimittel aus dem Konzern oder von Dritten bezogen. Der Personalstand hat sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der Neuausrichtung des Unternehmens erneut verringert. Die Gesellschaft beschäftigte zum Jahresende 88 (Vj. 129) Mitarbeiter, davon 38 (Vj. 67) im Außendienst. Der sich daraus ergebende Personalaufwand in Höhe von TEUR 12.356 (Vj. TEUR 21.220) betrifft im Wesentlichen Gehälter, Prämien und daraus resultierende Sozialabgaben sowie Zuführungen zu Rückstellungen für Pensionen, Urlaub und Gleitzeitguthaben. Im Vorjahr waren TEUR 7.884 (2023 TEUR 929) an Aufwendungen für Restrukturierungsrückstellungen enthalten. Die Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.374 (Vj. TEUR 2.050) betreffen ausschließlich planmäßige Abschreibungen des Anlagevermögens. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 15.151 (Vj. TEUR 15.655). Als wesentliche Kostenblöcke sind Werbekosten und Kosten für Fuhrpark zu nennen. Ebenfalls enthalten sind die von externen Anbietern bezogenen Dienstleistungen für Logistik und Distribution. Die Erträge aus Beteiligungen des Finanzanlagevermögens in Höhe von TEUR 24.416 (Vj. TEUR 0) resultierten aus Ausschüttungen der Recordati Rare Diseases Sarl, Puteaux, Frankreich. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge sind um TEUR 706 auf TEUR 895 angestiegen und betreffen nahezu ausschließlich Zinserträge aus dem konzerninternen Cashpool-Guthaben, das die Gesellschaft bei der Cashpoolführerin hat. Die Finanzaufwendungen entstanden im Wesentlichen aus der Aufzinsung von Rückstellungen. Das Ergebnis vor Steuern ist von TEUR 4.578 im Geschäftsjahr 2022 auf TEUR 42.240 im Geschäftsjahr 2023 gestiegen. Hauptursachen hierfür sind die Erträge aus Beteiligungen und gesunkene Personalaufwendungen. Entsprechend steigen die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von TEUR 1.164 im Vorjahr auf TEUR 5.367, sodass ein Jahresüberschuss von TEUR 36.870 (Vj. TEUR 3.401) ausgewiesen wird. Darstellung der Finanzlage Die Gesellschaft weist eine Eigenkapitalquote von 75,9 % (Vj. 67,0 %) auf. Der Anstieg ist vor allem durch den diesjährigen Jahresüberschuss begründet. Zur aktuellen und zukünftigen Finanzierung, insbesondere für die im Anlagevermögen langfristig gebundenen Vertriebslizenzen, wurde die mit der Recordati Industria Chimica e Farmaceutica S. p. A., Mailand, Italien, abgeschlossene Cash-Pooling-Vereinbarung beibehalten. Gesamtaussage Der Umsatz konnte trotz der Erhöhung der Herstellerrabatte von 7% auf 12% sowie dem Ausstieg aus einigen Rabattverträgen leicht über Vorjahresniveau gehalten werden. Die im Vorjahreslagebericht prognostizierte deutliche Umsatzerosion konnte verhindert werden. Dies gelang durch Fokussierung auf die verbliebenen profitablen Bereiche. Erwartungsgemäß wurde das Ergebnis aufgrund gesunkener Personalkosten im Rahmen der Neuausrichtung verbessert. Zudem wurden im Vorjahr keine Erträge aus Beteiligungen geplant, die sich zusätzlich erhöhend auf den Jahresüberschuss ausgewirkt haben. Das Ergebnis vor Steuern in 2023 lag wie prognostiziert deutlich über Vorjahr, welches mit Einmaleffekten belastet war. Die Geschäftsführung ist mit dem Geschäftsverlauf und der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens insbesondere unter den erwähnten Rahmenbedingungen und der Neuausrichtung der Organisation zufrieden. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Risikomanagement Das Risikomanagement der Firma beruht auf der Analyse der monatlichen Plan-Ist-Abweichungen im Rahmen der monatlichen Berichterstattung an die Konzernmutter, um gegebenenfalls erforderliche Anpassungsmaßnahmen zeitnah durchführen zu können. Die Darstellung der Risiken erfolgt nach Umsetzung von Risikobegrenzungsmaßnahmen (Nettodarstellung). Risikoberichterstattung in Bezug auf Finanzinstrumente Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten. Die Gesellschaft ist unverändert in das Cash Pooling der Recordati Gruppe eingebunden. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Wesentliche Forderungsausfälle waren im Berichtsjahr nicht zu verzeichnen. Ziel des Finanz- und Risikomanagement ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Risiken der künftigen Entwicklung Umfeldrisiken Die bereits 2010 in Kraft getretenen Gesetze zur Kostendämpfung und Neuordnung im Gesundheitssystem (GKVÄ = Gesetzliche Krankenversicherung-Änderungsgesetz, AMNOG = Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz) haben zu erheblichen wirtschaftlichen Belastungen der Arzneimittelindustrie in den letzten Jahren geführt und werden dies auch zukünftig tun. Weitere Maßnahmen zur Kostendämpfung wie die im Juli 2019 in Kraft getretene neue Rahmenvereinbarung zw. den gesetzlichen Krankenkassen und den Apotheken sowie die Ausweitung der Rabattverträge durch die GKV für weitere Substanzen werden die wirtschaftlichen Belastungen für die pharmazeutische Industrie weiter erhöhen. Abgesehen von den bereits wirksamen Maßnahmen - Festbeträge, Herstellerabgaberabatte, Preismoratorium, Zuzahlungsbefreiungsgrenzen, Rabattverträge zwischen Krankenkassen und pharmazeutischen Herstellern, Arzneimittelvereinbarungen zwischen Kassenärztlicher Vereinigung und gesetzlicher Krankenversicherung und Parallelimporte - sind insbesondere die Auswirkungen des AMNOG hinsichtlich der Preiskonstellation bei neuen Arzneimitteln schwer absehbar. Die Ertragssituation wird leicht durch den für 2024 auf 7% gesenkten Herstellerrabatt bei nicht durch einen Festbetrag geregelten Arzneimitteln und die Aufrechterhaltung des Preismoratoriums bis 2026 verbessert. Erschwerend sind weiterhin die Auswirkungen der Ukraine Krise, mit konstant hohen Energie-, Rohstoff- und Packmittel-Kosten. Aufgrund des hohen GKV-Defizits gehen wir stark davon aus, dass die Regierung noch in 2024 weitere Einsparungsschritte zu Lasten der pharmazeutischen Industrie beschließen wird. Die Umfeldrisiken schätzen wir als erhöht ein. Branchenrisiken Hinsichtlich des eigenen Produktportfolios sorgt der zunehmende Anteil der Parallelimporte bei Claversal®, Reagila®, Zanipress® und Eligard® sowie die Abhängigkeit von neuen Festbeträgen, Festbetragsanpassungen und die wachsende Zahl von Rabattverträgen für Eligard®, Lercanidipine Omniapharm® und Urorec® für weiteren Ertragsdruck. Die Umsatzsteigerungen der Fokusprodukte (Reagila®, Eligard®, Laxbene® und Recosyn®) werden die oben genannten Risiken kompensieren. Die Branchenrisiken schätzen wir als leicht erhöht ein. Chancen der künftigen Entwicklung Aufbauend auf dem vorhandenen Sortiment und der Marktpräsenz gilt es, für die kommenden Jahre die Marktstellung mit neuen Produkten zu festigen und auszubauen sowie für vorhandene Produkte neue Marktsegmente zu erschließen. Die Lizenzierung des uro- onkologischen Produktes Eligard ® aus dem Januar 2021 trug auch im Jahr 2023 wesentlich zur Ergebnissicherung bei. Wir erwarten hieraus auch eine weitere Umsatzsteigerung in den kommenden Jahren. Durch die Einführung von Recosyn ® Max erwarten wir auch weiteres Wachstum. Der Markt der Kalziumantagonisten wächst zweistellig. Wir erwarten durch gezielte Marketingmaßnahmen deutliche Umsatzzuwächse. Aufbauend auf unserer, im Jahr 2023, etablierten Kooperation mit Vitapharm wird ein sehr aktives Business Development betrieben. Für 2024 planen wir die Erstellung einer gesonderten OTC Line für den Apothekenvertrieb. Dieser wird dann die schon im Portfolio befindlichen Marken wie RhinoPront ® , Mirfulan ® , Laxbene ® und Betadorm ® aktiv in Apotheken bewerben und aufleben lassen. Des Weiteren wurden erfolgreich im Konzern zwei starke Marken der Firma GSK (Avodart ® und Duodart ® ) lizenziert. Es werden aktuell unterschiedliche Projekte verfolgt, die zum heutigen Zeitpunkt bereits konkrete Umsetzungen sowohl kurzfristig wie auch mittelfristig versprechen. Die Chancen im Zusammenhang mit neuen Produkten und dem Produktmanagement schätzen wir als hoch ein. Prognosebericht Die Neuausrichtung der Organisation im Bereich der Uro/Onkologie sollte maßgeblich zum Unternehmenserfolg in 2024 beitragen. Zusätzlich wird der Ausbau im OTC-Produktbereich weiteres starkes Wachstum in einzelnen Teilbereichen erzielen. Insgesamt jedoch werden wir durch den Wegfall von Rabattverträgen und der Auswirkung von Festbeträgen bei den Wirkstoffen Methocarbamol und Mesalazin eine moderate Umsatzerosion verzeichnen, die auch durch unsere Fokusprodukte nicht aufgefangen werden kann. Eine Ausschüttung der Tochtergesellschaft Recordati Rare Diseases Sarl, Puteaux, Frankreich kann für 2024 aktuell nicht prognostiziert werden. Diesen Einmaleffekt ausschließend, erwarten wir ein, im Vergleich zum Vorjahr, leicht sinkendes Ergebnis vor Steuern.
Ulm, den 5. Juni 2024 Recordati Pharma GmbH Karsten Haas, Geschäftsführer Benoit Slavicek, Geschäftsführer |
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