Atexis GmbH
Selbe AdresseErbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ulrich Carl Schmitt seit 9.3.2017 | Prokura |
Christine Löw seit 9.3.2017 | Prokura |
Dominik Vaubel seit 7.3.2017 | Geschäftsführer |
Daniel Erich Horst Czaschke seit 7.3.2017 | Prokura |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Altran Engineering GmbH (vormals: Benteler Engineering Services GmbH')München (vormals: Paderborn)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Inhaltsverzeichnis
Wir weisen darauf hin, dass Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten können. Anlagenverzeichnis
1 PrüfungsauftragIn der Gesellschafterversammlung am 12. Juni 2016 der Benteler Engineering Services GmbH,
Paderborn,
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Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 9,3 % gestiegen. |
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Das Rohergebnis beträgt TEUR 10.899 (i. Vj. TEUR 10.970) und liegt relativ stabil zum Vorjahr, trotz Erhöhung der Herstellungskosten um ca.11,0 %. Bei Anwendung der Neufassung des § 277 Abs. 1 HGB bereits im Vorjahr - womit sich die Definition der Umsatzerlöse und der zur Erzielung der Umsätze erbrachten Leistungen geändert hat - hätte sich ein Anstieg des Rohergebnisses um TEUR 219 ergeben. |
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Die Umsätze verteilen sich auf die Geschäftsfelder Automotive mit 89,74 %, Marine mit 9,98 % und Sonstige/Industrie mit 0,28 %. |
| ― |
Der Personalaufwand ist aufgrund einer höheren Mitarbeiteranzahl angestiegen (2016: 467 Mitarbeiter; 2015: 427 Mitarbeiter; 2014: 408 Mitarbeiter). |
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Der Jahresüberschuss 2016 beträgt TEUR 4.046 nach einem Jahresüberschuss von TEUR 4.131 im Vorjahr. Darin enthalten ist eine Ausschüttung der schwedischen Tochtergesellschaft BENTELER Engineering Services AB, Göteborg, in Höhe von TEUR 644. |
| ― |
Die Geschäftsführung geht für das Jahr 2017 von leicht steigenden Umsatzerlösen aus, gefördert durch den Verkauf an den auf das Ingenieurdienstleistungsgeschäft spezialisierten Konzern Altran. Die Ergebniserwartung nach Steuern liegt leicht unter dem Niveau von 2016, aufgrund von Anlaufkosten beim Aufbau der neuen Gesellschaft in Rumänien. |
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Durch den Verkauf der BES zum 1. Januar 2017 an die Altran-Gruppe wird die Position der BES am Markt gestärkt. Das Risiko von durch den Merger verursachten Kunden- oder Projektverlusten kann als gering eingestuft werden. |
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Als Hauptrisikofaktor für die weltwirtschaftliche Entwicklung im Prognosezeitraum wird die zunehmende Unsicherheit gewertet, die sich aus der wirtschaftspolitischen Ausrichtung der neuen Regierung der Vereinigten Staaten und aus den unklaren Folgen des EU-Austritts des Vereinigten Königreichs ergibt. |
Wir stellen fest, dass der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt und die zukünftige Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken zutreffend darstellt.
Zu den wirtschaftlichen und gesellschaftsrechtlichen Grundlagen der Gesellschaft verweisen wir auf Anlagen 2 und 3.
3.1 Gegenstand der Prüfung
Wir haben den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Benteler Engineering Services GmbH für das zum 31. Dezember 2016 endende Geschäftsjahr geprüft. Die Geschäftsführung der Gesellschaft ist verantwortlich für
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die Buchführung, |
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die Aufstellung des Jahresabschlusses nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags sowie |
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die uns erteilten Aufklärungen und Nachweise. |
Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfung ein Urteil über den Jahresabschluss und den Lagebericht abzugeben.
Die Prüfung der Einhaltung anderer gesetzlicher Vorschriften gehört nur insoweit zu den Aufgaben der Abschlussprüfung, als sich aus diesen anderen Vorschriften üblicherweise Rückwirkungen auf den Jahresabschluss oder den Lagebericht ergeben.
3.2 Art und Umfang der Prüfungsdurchführung
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB und den vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Ziel unseres risikoorientierten Prüfungsansatzes ist es sicherzustellen, dass die Aussagen im Jahresabschluss und Lagebericht der Benteler Engineering Services GmbH eine verlässliche Basis für die Entscheidungen der Adressaten bilden.
Ausgangspunkt für unsere Prüfungsplanung war das Verständnis für das Geschäft unseres Mandanten sowie die Einschätzung der unternehmensspezifischen Risiken sowie der rechnungslegungsrelevanten Prozesse und Kontrollen der Gesellschaft. Wir haben unter Berücksichtigung des Wesentlichkeitsgrundsatzes die Auswirkungen auf den Jahresabschluss und den Lagebericht beurteilt und als Ergebnis folgende Schwerpunkte unserer Prüfung festgelegt:
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Prüfung des Prozesses der Jahresabschlusserstellung, |
| ― |
Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, |
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Periodengerechte Erfassung der Umsatzerlöse, |
| ― |
Vollständigkeit und Bewertung der Pensionsrückstellungen, |
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Vollständigkeit und Bewertung der sonstigen Rückstellungen, |
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Anpassungen in der GuV sowie Prüfung der Anhangsangaben gemäß BilRUG. |
Das interne Kontrollsystem der Gesellschaft ist in seinem Umfang an die geringe Anzahl und Komplexität der Geschäftsvorfälle angepasst. Wir haben uns ausreichende Kenntnisse über die Abwicklung dieser Geschäftsvorfälle und über den Umgang der Unternehmensleitung mit den Geschäftsrisiken verschafft.
Unsere Prüfungshandlungen umfassten im Wesentlichen stichprobenweise Einzelfallprüfungen, analytische Prüfungen von Abschlussposten sowie die Beurteilung des Lageberichts. Wir haben auch Bestätigungen der für die Gesellschaft tätigen Rechtsanwälte und Kreditinstitute eingeholt.
Im Rahmen unserer Einzelfallprüfungen haben wir in Stichproben Saldenbestätigungen von Kunden und Lieferanten eingeholt. Die Bestimmung dieser Stichproben erfolgte in Abhängigkeit unserer Erkenntnisse über das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem sowie von Art und Umfang der jeweils zu beurteilenden Geschäftsvorfälle im Wege einer repräsentativen Auswahl bzw. bewussten Auswahl der zu prüfenden Stichprobenelemente.
Bei der Prüfung der Pensionsrückstellungen sowie der Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen haben wir versicherungsmathematische Gutachten unabhängiger Sachverständiger verwertet.
Gegenstand unserer Prüfungshandlungen im Rahmen der Prüfung des Lageberichts war, ob insbesondere die Aussagen über den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage sowie die Angaben zu den bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren mit dem Jahresabschluss im Einklang stehen. Wir haben eine Plausibilitäts- und Übereinstimmungsprüfung mit den im Rahmen der Jahresabschlussprüfung gewonnenen Erkenntnissen bezüglich wertender und prognostischer Angaben durchgeführt. Dies gilt vor allem für die Angaben zu den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren sowie für die Beurteilung und Erläuterung der voraussichtlichen Entwicklungen mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken. Bei der Beurteilung der zukunftsorientierten Angaben haben wir die Plausibilität der zugrundeliegenden Annahmen und die Realitätsnähe der Prognosen eingeschätzt.
Abschließend haben wir eine Gesamtbeurteilung der Prüfungsergebnisse sowie des Jahresabschlusses und Lageberichts vorgenommen. Aufgrund dieser Gesamtbeurteilung bildeten wir unser Prüfungsurteil, den Bestätigungsvermerk. Dieser ist neben dem Prüfungsbericht Bestandteil unserer Berichterstattung über die durchgeführte Prüfung.
Wir haben die Prüfung (mit Unterbrechungen) in den Monaten Januar und Februar 2017 bis zum 28. Februar 2017 durchgeführt. Eine Vorprüfung haben wir im Monat November 2016 vorgenommen.
Alle von uns erbetenen Aufklärungen und Nachweise sind erteilt worden. Die Geschäftsführung hat uns die Vollständigkeit der Buchführung, des Jahresabschlusses und des Lageberichts schriftlich bestätigt.
4.1 Buchführung und zugehörige Unterlagen
Die Bücher der Gesellschaft sind ordnungsmäßig geführt. Die Belegfunktion ist erfüllt. Die Buchführung und die zugehörigen Unterlagen entsprechen nach unseren Feststellungen den gesetzlichen Vorschriften.
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir festgestellt, dass die von der Gesellschaft getroffenen organisatorischen und technischen Maßnahmen geeignet sind, die Sicherheit der verarbeiteten rechnungslegungsrelevanten Daten und IT-Systeme zu gewährleisten.
4.2 Jahresabschluss
Der uns zur Prüfung vorgelegte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 ist ordnungsmäßig aus den Büchern und den zugehörigen Unterlagen der Gesellschaft entwickelt worden. Die Eröffnungsbilanzwerte wurden ordnungsgemäß aus dem Vorjahresabschluss übernommen. Die gesetzlichen Vorschriften zu Ansatz, Ausweis und Bewertung sind beachtet worden.
Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften über die Rechnungslegung von Gesellschaften mit beschränkter Haftung einschließlich der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt. Der Anhang enthält alle vorgeschriebenen Angaben.
Größenabhängige Erleichterungen des § 288 HGB und § 276 HGB wurden zutreffend in Anspruch genommen.
Die Inanspruchnahme der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB ist zu Recht erfolgt.
4.3 Lagebericht
Der Lagebericht der Geschäftsführung entspricht den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss sowie mit den von uns bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen. Er vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. Unsere Prüfung hat zu dem Ergebnis geführt, dass im Lagebericht die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dargestellt sind.
5.1 Erläuterungen zur Gesamtaussage
Die allgemeinen Bewertungsgrundlagen sind im Anhang der Gesellschaft (vgl. Anlage 1.3) beschrieben.
Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte sowie die Nutzung von Ermessensspielräumen haben bei folgenden Posten des Jahresabschlusses wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft:
Bewertung der Finanzanlagen
Die Bewertung der Anteile an dem verbunden Unternehmen Benteler Engineering Services AB, Göteborg/Schweden (vormals: Fasitet PDE AB), erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Die historischen Anschaffungskosten betrugen TEUR 3.300. Zum Bilanzstichtag beträgt der Buchwert unverändert gegenüber dem Vorjahr TEUR 3.300.
Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgte anhand des Discounted Cashflow Verfahrens. Hierbei wurden die im Detail geplanten Free Cashflows von 2017 bis 2021 mit einem Kapitalisierungszins von 7,03 % abgezinst und mit dem Barwert der ewigen Rente ab dem Jahr 2021 addiert. Ermessensspielräume liegen dabei insbesondere in der Einschätzung der künftigen Ergebnisentwicklung sowie bei der Ermittlung des Diskontierungszinssatzes.
Die Beteiligung an der MHF Erste Academy Film GmbH & Co. Beteiligungs KG, München, wird zum 31. Dezember 2016 zum beizulegenden Zeitwert in Höhe von EUR 0 (i. Vj. EUR 0) bilanziert. Die in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 79 wurde beibehalten.
Bewertung der Forderungen aus Lieferung und Leistung und der Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Die Forderungen sind mit dem Nominalwert angesetzt. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden auf inländische Forderungen Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 1 % sowie Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 9 gebildet. Wertberichtigungen auf die Forderungen gegen verbundene Unternehmen wurden nicht gebildet, da die Geschäftsführung den Ausfall dieser Forderungen als unwahrscheinlich einschätzt.
Bei den zum 31. Dezember 2016 ausgewiesenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich ausschließlich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 2.410; i. Vj. TEUR 1.747). Forderungen aus dem Cash-Pooling gegenüber der Benteler Business Services GmbH, Paderborn, bestehen wie im Vorjahr nicht.
Bewertung der Pensionsrückstellungen
Die Pensionsrückstellungen sind nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbar-wertverfahren (projected unit credit method) unter Anwendung eines Rechnungszinssatzes von 4,00 % (i. Vj. 3,89 %) bewertet. Der Zinssatz entspricht dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre. Im Vorjahr wurde der Zinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet. Die Umstellung der Bewertung basiert auf der Änderung des § 253 Abs. 2 HGB woraus sich ein Unterschiedsbetrag von TEUR 198 ergibt. Zudem wurde bei der Bewertung eine durchschnittliche Lohn- und Gehaltssteigerung von 2,25 % (i. Vj. 2,25 %) und ein Rententrend von 1,75 % Vj. 1,75 %) angenommen. Bei den Sterbe- und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten wurden für die Bewertung der Verpflichtungen nach HGB die im Juli 2005 veröffentlichten "Richttafeln 2005G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck angesetzt.
Zum 31. Dezember 2016 ergibt sich gemäß versicherungsmathematischem Gutachten ein Erfüllungsbetrag nach Saldierung von insgesamt TEUR 1.225.
Durch die Neubewertung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG hat sich ein einmaliger Rückstellungsbetrag in Höhe von TEUR 156 ergeben. Von der Übergangsregelung Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht und von diesem Betrag 1/15 (TEUR 10,4) den Pensionsrückstellungen zugeführt. Der nicht passivierte Anteil der Pensionsrückstellungen beläuft sich zum 31. Dezember 2016 auf TEUR 83.
5.2 Feststellung zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses
In Gesamtwürdigung der zuvor beschriebenen Bewertungsgrundlagen sind wir der Überzeugung, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
Den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt:
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Benteler Engineering Services GmbH, Paderborn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Bielefeld, den 28. Februar 2017
KPMG
AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Dr. Tonne, Wirtschaftsprüfer
Blochberger, Wirtschaftsprüferin
Anlagen
| 1.1 |
Bilanz |
| 1.2 |
Gewinn- und Verlustrechnung |
| 1.3 |
Anhang |
| 1.4 |
Lagebericht |
Aktiva
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |||
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| A. Anlagevermögen | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 357.254,00 | 469.304,00 | ||
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 53.068,58 | 54.009,58 | ||
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 975.364,00 | 1.028.432,58 | 952.039,00 | 1.006.048,58 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.300.000,00 | 3.300.000,00 | ||
| 4.685.686,58 | 4.775.352,58 | |||
| B. Umlaufvermögen | ||||
| I. Vorräte | ||||
| Unfertige Erzeugnisse | 452.513,21 | 410.322,57 | ||
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 6.064.773,67 | 5.574.242,01 | ||
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 2.409.927,61 | 1.746.731,32 | ||
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 97.037,50 | 8.571.738,78 | 88.578,19 | 7.409.551,52 |
| III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 5.154,53 | 3.448,80 | ||
| 9.029.406,52 | 7.823.322,89 | |||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 35.495,53 | 12.210,44 | ||
| 13.750.588,63 | 12.610.885,91 | |||
|
Passiva |
||||
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |||
| EUR | EUR | |||
| A. Eigenkapital | ||||
| I. Gezeichnetes Kapital | 100.000,00 | 100.000,00 | ||
| II. Kapitalrücklage | 1.394.902,54 | 1.394.902,54 | ||
| III. Bilanzgewinn | 573.046,43 | 573.046,43 | ||
| 2.067.948,97 | 2.067.948,97 | |||
| B. Rückstellungen | ||||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 1.224.580,00 | 1.192.195,00 | ||
| 2. Sonstige Rückstellungen | 2.337.953,24 | 1,962.662,58 | ||
| 3.562.533,24 | 3.154.857,58 | |||
| C. Verbindlichkeiten | ||||
| 1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 467.180,12 | 718.898,00 | ||
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 399.814,79 | 368.466,19 | ||
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 5.454.336,54 | 5.334.225,30 | ||
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 1.798.774,97 | 966.489,87 | ||
| 8.120.106,42 | 7.388.079,36 | |||
| 13.750.588,63 | 12.610.885,91 | |||
| 2016 | 2015 | |
| EUR | EUR | |
| 1. Rohergebnis | 10.898.682,43 | 10.969.997,31 |
| 2. Vertriebskosten | 11.931,44 | 19.771,13 |
| 3. Allgemeine Verwaltungskosten | 7.407.376,25 | 7.288.554,55 |
| 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 18.925,65 | 265.162,21 |
| 5. Erträge aus Beteiligungen | 643.511,00 | 0,00 |
| - davon aus verbundenen Unternehmen EUR 643.511,00 (i. Vj. EUR 0,00) - | ||
| 6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 25.591,96 | 760,44 |
| - davon aus verbundenen Unternehmen EUR 654,96 (i. Vj. EUR 229,59) - | ||
| 7. Zuschreibungen auf Finanzanlagen | 0,00 | 900.000,00 |
| 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 83.791,05 | 165.787,88 |
| - davon an verbundene Unternehmen EUR 83.369,05 (i. Vj. EUR 80.769,88) - | ||
| 9. Ergebnis nach Steuern | 4.045.761,00 | 4.131.481,98 |
| 10. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn | 4.045.761,00 | 4.131.481,98 |
| 11. Jahresüberschuss | 0,00 | 0,00 |
| 12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 573.046,43 | 573.046,43 |
| 13. Bilanzgewinn | 573.046,43 | 573.046,43 |
Allgemeines
Die Firma BENTELER Engineering Services GmbH hat ihren Sitz in Paderborn und wird unter der HR-Nummer HRB 9717 beim Registergericht Paderborn geführt.
Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach handelsrechtlichen Vorschriften für Kapitalgesellschaften gem. §§ 264 ff. HGB aufgestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung der BENTELER Engineering Services GmbH wird nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt (§ 275 I, III HGB).
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde an die Vorschriften des §275 HGB i.d.F. des BilRUG angepasst. Eine Anpassung der Vorjahresbeträge erfolgte nicht; stattdessen werden geänderte und nicht vergleichbare Beträge in den einzelnen Posten des Anhangs aufgeführt. Anstelle des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wird das Ergebnis nach Steuern ausgewiesen. Ansonsten waren für die Aufstellung des Jahresabschlusses unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Das Anlagevermögen wird mit Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden linear über 3 bis 5 Jahre abgeschrieben. Die Nutzungsdauer für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt 3 bis 15 Jahre. Bei Wohnbauten wird eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 50 Jahren zugrunde gelegt. Die Abschreibungen erfolgen linear über die Nutzungsdauer.
Geringwertige Wirtschaftsgüter zwischen EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 werden über 5 Jahre linear abgeschrieben.
Bei den Finanzanlagen erfolgt die Bilanzierung zu Anschaffungskosten oder mit den niedrigeren beizulegenden Werten.
Die unfertigen Leistungen sind mit ihren handelsrechtlichen aktivierungspflichtigen Herstellungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet, Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nominalwert oder den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Dem allgemeinen Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.
Für die Bewertung der Pensionsrückstellungen und der Jubiläumsrückstellungen wurde die "Projected Unit Credit" (PUC)-Methode angewandt.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Bei Rückstellungen werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.
Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die Währungsumrechnung für Forderungen ist gemäß § 256 a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag erfolgt.
Auf Grund der steuerlichen Organschaft werden seit 2012 latente Steuern auf Ebene des Organträgers berücksichtigt.
1. Angaben zur Bilanz
Immaterielle Vermögensgegenstände
Siehe nachstehenden Anlagenspiegel.
Finanzanlagen
Siehe nachstehenden Anlagenspiegel.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen eine 100%ige (Vorjahr: 100%ige) Beteiligung an der BENTELER Engineering Services AB (vormals: Fasitet PDE AB), Göteborg/Schweden.
Der Anteilsbesitz ergibt sich wie folgt:
| Währung | Eigenkapital 31.12.2016 | Jahresergebnis 2016 | |
| BENTELER Engineering Services AB (vormals: Fasitet PDE AB) Göteborg/Schweden | TEUR | 1.251 | 522 |
Da der beizulegende Zeitwert zum 31 Dezember 2016 TEUR 6.086 beträgt, wurden die fortgeführten Anschaffungskosten des Vorjahrs, die zum Stichtag TEUR 3.300 betragen, beibehalten. Der beizulegende Zeitwert wurde mittels des Discounted Cash Flow Verfahrens ermittelt.
Forderungen
Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 2.410; Vorjahr: TEUR 1.747) betreffen ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Davon betreffen TEUR 932 (Vorjahr TEUR 571) Forderungen gegen Gesellschafter.
Eigenkapital
Der Bilanzgewinn umfasst in voller Höhe vororganschaftliche Gewinnvorträge.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Die Rückstellungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 4,00 % (Vorjahr: 3,89 %) nach den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck errechnet und durch ein entsprechendes Gutachten bestätigt worden. Der Zins basiert auf der Annahme einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 15 Jahren und wird monatlich von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben. Für die Abzinsung wird der durchschnittliche Marktzins der vergangenen zehn (Vorjahr sieben) Jahre verwendet. Der Unterschiedsbetrag aus dieser Bewertungsänderung aufgrund der Neufassung des § 253 Abs. 2 HGB beträgt TEUR 198.
Rentendynamik und Gehaltsdynamik wurden in Höhe von 1,75 % (Vorjahr: 1,75 %) bzw. 2,25 % (Vorjahr: 2,25 %) in die Stichtagsbewertung zum 31.12.2016 einbezogen.
Durch die Umstellung der Bewertung nach BilMoG ergab sich ein zusätzlicher einmaliger Rückstellungsbetrag in Höhe von TEUR 156. gem. Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, diesen Betrag bis spätestens 31.12.2024 in jedem Geschäftsjahr zu mindestens 1/15 (TEUR 10,4) anzusammeln. Der nicht passivierte Anteil der Pensionsrückstellung beläuft sich somit zum 31.12.2016 auf TEUR 83 (Vorjahr TEUR 93).
Nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB besteht für Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, eine Saldierungspflicht mit den korrespondierenden Schulden. Gleiches gilt für die daraus resultierenden Aufwendungen und Erträge.
Die Anschaffungskosten für das Deckungsvermögen betragen TEUR 328, der beizulegende Zeitwert entsprach zum Bilanzstichtag TEUR 363. Der Zeitwert des Deckungsvermögens wurde mit dem Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen von TEUR 1.587 verrechnet.
Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Überstunden, Urlaub, Kompensationszahlungen und Boni sowie für noch anfallende Kosten.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 400; Vorjahr: TEUR 368) haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von EUR 4.046 (Vorjahr: TEUR 4.137) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter. Diese resultieren im Wesentlichen aus abzuführenden Gewinnen des Berichtsjahres. Verbindlichkeiten aus Cash Pooling betrugen zum Stichtag TEUR 705 (Vorjahr: TEUR 921). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen TEUR 703 (Vorjahr TEUR 282).
Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
Sonstige Verbindlichkeiten
Die sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 1.799; Vorjahr: TEUR 966) betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 1.622 (Vorjahr: TEUR 840) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 139 (Vorjahr: TEUR 128).
Sämtliche Verbindlichkeiten und erhaltene Anzahlungen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Rohergebnis
Die Währungsgewinne betragen TEUR 0 (Vorjahr: Währungsgewinne von TEUR 32). Aufgrund der Neufassung des § 277 Abs. 1 HGB durch das BilRUG haben sich die Definitionen der Umsatzerlöse und der zur Erzielung der Umsätze erbrachten Leistungen geändert. Bei Anwendung des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG bereits im Jahr 2015 hätte sich ein als Rohergebnis auszuweisender Vorjahresbetrag in Höhe TEUR 10.680 ergeben.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die Währungsverluste betragen TEUR 2,5 (Vorjahr: Währungsverluste von TEUR 35).
Die Aufwendungen nach Art. 67 Abs.1 und 2 EGHGB (jährlicher Zuführungsbetrag zu den Pensionsrückstellungen) betragen TEUR 10,4 (Vorjahr: TEUR 10,4).
Aufgrund der Neufassung des § 277 Abs. 1 HGB durch das BilRUG haben sich die Definitionen der Umsatzerlöse und der zur Erzielung der Umsätze erbrachten Leistungen geändert. Daraus ergeben sich Folgewirkungen bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Bei Anwendung des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG bereits im Jahr 2015 hätte sich ein als sonstiger betrieblicher Aufwand auszuweisender Vorjahresbetrag in Höhe TEUR 0 ergeben.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Der Ertrag aus der Abzinsung der Rückstellungen beträgt TEUR 25 (Vorjahr: Aufwand aus der Aufzinsung von Rückstellung iHv. TEUR 84) und entfällt im Wesentlichen auf die Abzinsung der Pensionsrückstellung.
Angaben bei Anwendung des Umsatzkostenverfahrens:
a) Materialaufwand des Geschäftsjahres, gegliedert nach § 275 Abs. 2 Nr. 5 HGB
| 2016 | 2015 | |
| TEUR | TEUR | |
| Aufwendungen für Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Ware | 1.071 | 650 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 1.018 | 2.508 |
| 2.089 | 3.158 |
Der Rückgang an Aufwendungen resultiert im Wesentlichen aus der Abnahme eingekaufter Fremdleistungen am Standort München (pininfarina/MPX).
b) Personalaufwand, gegliedert nach § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB
| 2016 | 2015 | |
| TEUR | TEUR | |
| Löhne und Gehälter | 25.281 | 22.722 |
| Soziale Abgaben | 4.611 | 4.091 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 91 | 91 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 4.702 | 4.182 |
| 29.983 | 26.904 |
Der Anstieg des Personalaufwands resultiert im Wesentlichen aus dem Personalanstieg in 2016.
1. Geschäftsführung
Der Vorsitzende der Geschäftsführung Herr Dr. Ingmar Georg Stauff, Dr.-Ing., Grassau-Mietenkamm, ist zum 31.10.2016 aus dem Unternehmen ausgeschieden. Als Geschäftsführer der Gesellschaft ist seit dem 01.10.2012 Herr Dominik Vaubel, Dipl.-Ing. Univ., München, bestellt. Zu weiteren Geschäftsführern sind mit Wirkung zum 01.01.2017 Herr Cosimo de Carlo, Dott. Ing. MBE, München, und Herr Udo Haubmann, Kaufmann, Ober-Mörlen, bestellt.
Auf die Angabe der Gesamtbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Die bilanzierten Pensionsrückstellungen enthalten Rückstellungen für ehemalige Geschäftsführer in Höhe von TEUR 900 (Vorjahr: TEUR 744). Der entsprechende, nicht passivierte Anteil der Pensionsrückstellung aufgrund der BilMoG Anpassung über 15 Jahre beläuft sich zum 31.12.2016 auf TEUR 55 (Vorjahr-TEUR 15).
2. Mitarbeiterzahl
Im Jahresdurchschnitt waren 467 (Vorjahr: 427) Angestellte beschäftigt. Davon sind zwei Mitarbeiter leitende Angestellte.
3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen:
| 2016 | 2015 | |
| TEUR | TEUR | |
| Mietverträge | 10.403 | 9.156 |
| Leasingverträge | 130 | 117 |
| 10.533 | 9.273 |
Der Anstieg der finanziellen Verpflichtungen bei Mietverträgen resultiert aus den neuen längerfristig abgeschlossenen Mietverträgen am den Standorten Wolfsburg, Sindelfingen und Leer.
4. Ergebnisabführungsvertrag
Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der BENTELER Automobiltechnik GmbH, Paderborn. Dieser ist zum 01.01.2017 gekündigt.
Das Ergebnis wird an die BENTELER Automobiltechnik GmbH, Paderborn, abgeführt.
5. Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres betreffen die Bestellung zweier neuer Geschäftsführer zum 01.01.2017. Des Weiteren wurde die Satzung zum 18. Januar 2017 geändert und darin festgelegt, dass die Gesellschaft ab Handelsregistereintrag zum 07.03.2017 umfirmiert wird auf den Namen "Altran Engineering GmbH" und der Sitz von Paderborn nach München verlegt wird. Hintergrund der Vorgänge ist der Verkauf der Gesellschaft per 01.01.2017 an die Altran Deutschland S.A.S. & Co. KG. In diesem Zusammenhang wurde auch die Tochtergesellschaft BENTELER Engineering Services AB, Göteborg/Schweden, mit Wirkung zum 01.01.2017 an die Altran Sverige AB, Schweden, verkauft.
6. Konzernzugehörigkeit
Die Gesellschaft ist eine Tochtergesellschaft der BENTELER Automobiltechnik GmbH, Paderborn. Beide Gesellschaften werden in den Konzernabschluss der Konzernobergesellschaft BENTELER International AG, Salzburg/Österreich, einbezogen, der im elektronischen Firmenbuch, Salzburg, sowie im deutschen Bundesanzeiger offengelegt wird. Durch die Einbeziehung ist die Gesellschaft von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts befreit. Der befreiende Konzernabschluss wird nach den von der EU übernommenen IFRS aufgestellt.
Paderborn, den 24. Februar 2017
BENTELER Engineering Services GmbH
Dominik Vaubel, Geschäftsführer
Cosimo de Carlo, Geschäftsführer
Udo Haubmann, Geschäftsführer
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
| 1.1.2016 | Zugänge | Abgänge | 31.12.2016 | |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.235.833,10 | 61.514,87 | 15.898,25 | 1.281.449,72 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 67.106,35 | 0,00 | 0,00 | 67.106,35 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.163,80 | 0,00 | 0,00 | 1.163,80 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.501,997,72 | 375.977,43 | 7.228,15 | 2.870.747,00 |
| 2.570.267,87 | 375.977,43 | 7.228,15 | 2.939.017,15 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.300.000,00 | 0,00 | 0,00 | 3.300.000,00 |
| 2. Beteiligungen | 78.750,00 | 0,00 | 0,00 | 78.750,00 |
| 3.378.750,00 | 0,00 | 0,00 | 3.378.750,00 | |
| 7.184.850,97 | 437.492,30 | 23.126,40 | 7.599.216,87 | |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| 1.1.2016 | Abschreibungen des Geschäftsjahres | Abgänge | 31.12.2016 | |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 766.529,10 | 173.564,87 | 15.898,25 | 924.195,72 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 13.096,77 | 941,00 | 0,00 | 14.037,77 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.163,80 | 0,00 | 0,00 | 1.163,80 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.549.958,72 | 347.772,23 | 2.347,95 | 1.895.383,00 |
| 1.564.219,29 | 348.713,23 | 2.347,95 | 1.910.584,57 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2. Beteiligungen | 78.750,00 | 0,00 | 0,00 | 78.750,00 |
| 78.750,00 | 0,00 | 0,00 | 78.750,00 | |
| 2.409.498,39 | 522.278,10 | 18.246,20 | 2.913.530,29 | |
| Buchwerte | ||
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
| EUR | EUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 357.254,00 | 469.304,00 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 53.068,58 | 54.009,58 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 0,00 | 0,00 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 975.364,00 | 952.039,00 |
| 1.028.432,58 | 1.006.048,58 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.300.000,00 | 3.300.000,00 |
| 2. Beteiligungen | 0,00 | 0,00 |
| 3.300.000,00 | 3.300.000,00 | |
| 4.685.686,58 | 4.775.352,58 | |
Die BENTELER Engineering Services GmbH (BES) erbringt Konstruktions- und Entwicklungsleistungen für Fahrzeuge, Fahrzeugsysteme, Fahrzeugkomponenten und Fahrzeugzubehör sowie im Bereich der Elektrik / Elektronik, und hat als weiteres Geschäftsfeld die gewerbliche Arbeitnehmerüberlassung.
Geplant ist die Erschließung weiterer Märkte. Seit 2012 erbringt die Gesellschaft deshalb auch Leistungen für den Schiff- und Maschinenbau.
Die Hauptstandorte der Gesellschaft sind in München, Köln, Wolfsburg, Paderborn, Stuttgart und Bremen. Ihre wichtigsten Kunden sind deutsche Automobilhersteller und -Zulieferbetriebe.
Alleiniger Gesellschafter der BES war im Berichtsjahr die BENTELER Automobiltechnik GmbH in Paderborn. Mit Wirkung zum 1. Januar 2017 wurden die Anteile an der BENTELER Engineering Services GmbH an die Altran Deutschland S.A.S. & Co. KG, München, verkauft, die seit diesem Zeitpunkt alleinige Gesellschafterin ist.
1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Nachdem die Expansion der Weltwirtschaft zu Jahresbeginn noch verhalten angelaufen war, hat laut dem Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel die Weltproduktion nach der Jahresmitte deutlich an Fahrt zugelegt. Für das vierte Quartal signalisierten die Indikatoren eine weitere Beschleunigung der Konjunktur. Dabei haben sich zuletzt die wirtschaftlichen Erwartungen vor allem in den Schwellenländern deutlich verbessert. Auf Jahresbasis verzeichnete das globale Bruttoinlandsprodukt insgesamt eine leicht unter Vorjahr liegende Wachstumsrate von 3,1 %.
Das Wachstum in den Industrienationen beschleunigte sich im Sommer, die konjunkturelle Entwicklung war insgesamt mit 1,7 % aber weiterhin lediglich moderat. Die wirtschaftliche Expansion fußt nach wie vor auf günstigen Rahmenbedingungen bei Finanzierungs- sowie Energie- und Rohstoffkosten. Die Wirtschaft im Euroraum legte bei insgesamt geringer Dynamik und verharrend hoher Arbeitslosigkeit sowie ungelöster Strukturprobleme, um 1,7 % zu. In den Vereinigten Staaten zeigte sich die Konjunktur nach einem sehr verhaltenen Wachstum im ersten Halbjahr, mit einem BIP-Zuwachs von 1,6 %, leicht verbessert.
Das wirtschaftliche Wachstum in den Schwellenländern erhöhte sich nach einem schwachen Start in das Jahr zuletzt insgesamt wieder stärker. Insbesondere in China nahm das Wachstum dank einer expansiven Wirtschaftspolitik wieder stärker zu. Das Expansionsziel der Regierung von 6,5% wird dabei leicht überschritten. In Russland hat sich die Produktion stabilisiert, nachdem sie bis zum Frühjahr stark gesunken war. In Lateinamerika zeigt die Lage hingegen ein differenziertes Bild. Während Brasilien, Argentinien und Venezuela in der Rezension verharrten, expandierte die Wirtschaft in Mexiko und den Andenstaaten deutlich. Insgesamt gibt es aber für die Wirtschaft der Schwellenländer Anzeichen, die auf eine Belebung der wirtschaftlichen Aktivitäten hinweisen.
Der Wachstumskurs der weltweiten Fahrzeugproduktion setzt sich 2016 beschleunigt fort.
Nach dem guten Jahr 2015 mit einer Produktion von 88,7 Mio. PKW zeigt 2016 ein noch stärkeres Wachstum. Die globale Fahrzeugproduktion hat mit 92,7 Mio. Einheiten erneut ein Allzeithoch erreicht, und steigt somit um 4,5% gegenüber dem Vorjahr. Der gemeinsame Produktionsanteil der drei größten Automobilhersteller der Welt, VW, GM und Toyota blieb mit 34 % auf Vorjahresniveau. Volkswagen ist mit 10,3 Mio. produzierten Einheiten in 2016 weltweiter Branchenprimus und überholt dabei durch das sehr gute Wachstum von 4,1% den jetzt zweitplatzierten GM mit 10,1 Mio. Fahrzeugen. Toyota hingegen konnte mit einem Wachstum von lediglich 1,4 % seinen ersten Platz nicht verteidigen und fiel auf Rang 3 zurück.
Die Automobilproduktion in Europa wuchs trotz einem zunehmend schwierigen Umfeld in 2016 mit 2,6% auf in Summe 21,5 Mio. Einheiten, allerdings regional stark unterschiedlich. Westeuropa zeigte mit einem Anstieg der PKW-Produktion um 3,5% ein stabiles Wachstum. Insbesondere Großbritannien, Spanien und Frankreich trugen dazu bei. Das Produktionsvolumen in Osteuropa stagnierte dagegen mit einem Wachstum von 0,8 % nahezu auf Vorjahresniveau. Russlands Produktionsvolumen schrumpfte um 8% während in der Türkei und der Tschechischen Republik die Produktion gesteigert wurde.
Die Produktion in Nordamerika wurde in 2015 insbesondere durch erstmalig seit 2009 rückläufige Exportvolumina beeinflusst. Schwächere Absatzmärkte in Südamerika und China sowie die weitere Lokalisierung der Produktion in den jeweiligen Absatzmärkten sind hierfür verantwortlich. Dieser Trend war auch in 2016 spürbar. Die Automobilproduktion in Nordamerika steigt in 2016 dennoch auf voraussichtlich 17,8 Mio. PKW an, was einem Wachstum von 2,0% gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Südamerika hat voraussichtlich 2016 mit ca. 2,7 Mio. PKW die Talsohle der Automobilproduktion erreicht, was einem Rückgang von fast 11% zu 2015 entspricht. Ausgehend von dieser niedrigen Basis werden für Südamerika ab 2017 steigende Wachstumsraten prognostiziert. Die Lage in Brasilien wird sich mit einem geplanten Wachstum von 1,4% in 2017 laut Prognose stabilisieren.
Die Region Asien/Pazifik hat in 2016 ihren Anteil an der globalen PKW-Produktion weiter stark ausgebaut und 48,1 Mio. Fahrzeuge gefertigt. Dies entspricht einer Steigerung von 6,7% gegenüber 2015. Auf China als größten Fahrzeugproduktionsmarkt der Welt entfallen in 2016 26,8 Mio. Fahrzeuge, um 3,1 Mio. Einheiten oder 13,1% mehr als in 2015. Zur Stützung des Marktes und Aufrechterhaltung der Wachstumsraten hatte die chinesische Regierung die Steuererleichterungen für kleine Hubraumklassen bis Ende 2016 verlängert.
Markt für Engineering Services mit weiterem Wachstum
Die BENTELER Engineering Services GmbH (BES) versteht sich als zuverlässiger und zugleich innovativer Entwicklungs- und Dienstleistungspartner der Industrie und Fahrzeugtechnik. Neben den weiteren Geschäftsfeldern Bus und Bahn, Nutzfahrzeuge und Industrie ist es uns gelungen als weiteres Standbein und Ergänzung zur Automobiltechnik, die BES Schiffbau zu etablieren. Unsere Kompetenzen liegen in der Produkt-, Prozess-, Produktions- und Lieferantenentwicklung in Supportfunktionen (wie z.B. Projekt-, Qualitäts- und Datenmanagement) sowie in den Bereichen Simulation, Prototyping und Testing.
Ein Großteil unserer Hauptkunden signalisiert weiteren Bedarf an Engineering Dienstleistungen, da die grundsätzlichen Treiber (steigende Anzahl an Derivaten, Anforderungen an Gewichteinsparungen, Elektromobilität etc.) weiterhin gültig sind. Zu beobachten ist auch, dass die Volumen der zu vergebenden Umfänge stetig ansteigen.
Durch steigende Exporte in Schwellen- und Entwicklungsländer werden auch in Zukunft die Aufträge speziell in der deutschen Automobilindustrie gesichert. Engineering- und Entwicklungsleistungen werden auch weiterhin in Deutschland notwendig sein; denn auch wenn die Produktion stärker lokalisiert, werden die Hauptumfänge in der Entwicklung der deutschen OEM's weiterhin hier in Deutschland abgearbeitet. Die BES ist daher bestrebt an den wichtigsten Standorten München, Wolfsburg und zunehmend auch Stuttgart das Geschäft weiter auszudehnen und weitere Standorte zu eröffnen, profitable Produkte weiter aus- und neue Produktlinien aufzubauen.
2. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses
Insgesamt übertraf der Geschäftsverlauf 2016 in Bezug auf das Geschäftsvolumen sowie das Ergebnis leicht unsere Erwartungen. Budgetierte negative Entwicklungen aufgrund der Diesel-Thematik beim Kunden VW trafen in 2016 nicht ein.
Ertragslage
Das Ergebnis nach Steuern 2016 beträgt TEUR 4.046 nach einem Ergebnis nach Steuern von TEUR 4.131 im Vorjahr. Seit 2012 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der BENTELER Automobiltechnik GmbH (BAT).
Dieser wurde im Zuge des Verkaufs der BES zum 31.12.2016 aufgehoben. Der Gewinn 2016 wurde vollständig an die BAT abgeführt, die Ausschüttung steht noch aus.
Das Rohergebnis 2016 beträgt TEUR 10.899 (i. Vj. TEUR 10.970) und liegt relativ stabil zum Vorjahr, trotz Erhöhung der Herstellungskosten um ca. 11,0 %. Bei Anwendung der Neufassung des § 277 Abs. 1 HGB bereits im Vorjahr - womit sich die Definition der Umsatzerlöse und der zur Erzielung der Umsätze erbrachten Leistungen geändert hat - hätte sich ein Anstieg des Rohergebnisses um TEUR 219 ergeben. Die Auftragseingänge haben im Vergleich zum Vorjahr leicht zugenommen. Die Umsätze verteilen sich auf die Geschäftsfelder Automotive mit 89,74 %, Marine mit 9,98 % und Sonstige/Industrie mit 0,28 %. Eine stabile Auftragslage der großen OEM's ist weiterhin gegeben.
Der Personalaufwand ist aufgrund einer höhere Mitarbeiteranzahl angestiegen (2016: 467 Mitarbeiter; 2015: 427 Mitarbeiter; 2014: 408 Mitarbeiter).
Grund hierfür ist besonders der massive Mitarbeiteraufbau an den Standorten Wolfsburg und Bremen. Der gestiegene Mitarbeiterbestand trug wesentlich zu einem Anstieg der Personalkosten um ca. TEUR 3.079 (Anstieg in Höhe von 11,4 % ggü. 2015) bei.
Im Ergebnis 2016 ist eine Ausschüttung der schwedischen Tochtergesellschaft BENTELER Engineering Services AB, Göteborg, in Höhe von TEUR 644 enthalten.
Vermögens- und Finanzlage
Die Eigenkapitalquote liegt bei rd. 15,0 %. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (16,4 %) resultiert aus der gestiegenen Bilanzsumme, die sich mit TEUR 13.751 um TEUR 1.140 erhöht hat. Auf der Aktivseite betrifft der Anstieg vor allem Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte (Erhöhung von TEUR 5.575 i. VJ. auf TEUR 6.065) sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen (Erhöhung von TEUR 1.747 i. Vj. auf TEUR 2.410). Auf der Passivseite sind insbesondere die sonstigen Verbindlichkeiten angestiegen (Erhöhung von TEUR 966 i. VJ. auf TEUR 1.799) und die sonstigen Rückstellungen (Erhöhung von TEUR 1.963 i. VJ. auf TEUR 2.338).
Die Finanzierung der BENTELER-Gruppe erfolgt grundsätzlich zentral. Über konzerninterne Geldanlage- und Geldaufnahmemöglichkeiten werden freie oder fehlende Mittel in der Regel durch die BENTELER International Aktiengesellschaft, Salzburg, gepoolt. Dabei werden Überschüsse einzelner Konzerngesellschaften zur internen Finanzierung des Geldbedarfs anderer genutzt. Für die BES erfolgt das Cash Pooling über die BENTELER Business Services GmbH.
Investitionen sind in der Regel langfristig aus dem Cashflow zu finanzieren, das Working Capital wird kurzfristig finanziert. Die fristenkongruente Finanzierung des Anlagevermögens erfolgt fortlaufend aus dem Cashflow oder im Bedarfsfall durch die Aufnahme entsprechend langfristiger Darlehen.
Um den Zahlungsverkehr kostengünstig zu regeln, wird über die BENTELER International Aktiengesellschaft ein wesentlicher Teil des konzerninternen Liefer- und Leistungsverkehrs durch die Verrechnung fälliger Forderungen und Verbindlichkeiten der Konzerngesellschaften abgewickelt (Clearing).
Die Finanzlage im Unternehmen ist stabil. Das Unternehmen hat per Stichtag 31 12.2016 TEUR 705 Verbindlichkeiten bedingt durch das BENTELER Cash-Pooling, was sich im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert hat (Vorjahr TEUR 921).
Insgesamt übertraf der Geschäftsverlauf 2016 in Bezug auf das Geschäftsvolumen sowie das Ergebnis leicht unsere Erwartungen.
Nach dem Bilanzstichtag haben sich in der BES folgende Vorgänge von Bedeutung ereignet:
| ― |
Vollständiger Übergang der Anteile der BES von der BENTELER Automobiltechnik GmbH, Paderborn, auf die Altran Deutschland S.A.S. und Co. KG, München, zum 01.01.2017. |
| ― |
Verkauf der BENTELER Engineering Services AB, Göteborg/Schweden, mit Wirkung zum 01.01.2017 an die Altran Sverige AB, Schweden. |
| ― |
Berufung der Herren Cosimo de Carlo und Udo Haubmann zu weiteren, einzelvertretungsberechtigten und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreiten Geschäftsführern (Gesellschafterbeschluss vom 15.12.2016; Eintragung ins Handelsregister am 20.02.2017). |
| ― |
Änderung der Satzung: Sitzverlegung von Paderborn nach München und Umfirmierung zur Altran Engineering GmbH (Gesellschafterbeschluss vom 18.01.2017). |
Prognosebericht
Weltwirtschaftliche Dynamik verstärkt sich allmählich
In den beiden kommenden Jahren wird der moderate Aufschwung der Weltkonjunktur voraussichtlich anhalten. Die Fortsetzung der weiterhin sehr expansiven Geldpolitik unterstützt die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung. Ausgehend von 3,1 % in 2016 wird das globale BIP-Wachstum mit 3,5 % bzw. 3,6 % in den Jahren 2017 und 2018 prognostiziert.
Für den Euroraum erwartet das Kieler Institut für Weltwirtschaft eine moderate konjunkturelle Entwicklung. Für die Wirtschaft in der Eurozone wird eine Zuwachsrate von 1,7 % prognostiziert. Nach wie vor belasten ungelöste Strukturprobleme in Teilen des Währungsraumes den konjunkturellen Ausblick. Das moderate Expansionstempo dürfte in seiner Grundtendenz aufgrund von fortgesetzter Besserung am Arbeitsmarkt sowie in Folge höherer privater Konsumausgaben anhalten.
Für die Vereinigten Staaten wird ein Produktionsanstieg um 2,5 %, nach einer Zunahme um lediglich 1,6 % in 2016, erwartet. Ausschlaggebend für den Konjunkturanstieg ist zum einen die geplante expansive Wirtschaftspolitik von Staatsseite in Form von höheren Ausgaben und Steuersenkungen sowie die angekündigte Deregulierung. Zum anderen ist die Konsolidierung der Schieferöl- und -gasindustrie und die damit verbundene dämpfende Wirkung auf die Investitionen wohl inzwischen größtenteils abgeschlossen.
Angesichts des jüngsten Anstiegs der Rohstoffpreise wird sich die Erholung der wirtschaftlichen Aktivität in den Schwellenländern voraussichtlich weiter verstärken. Allerdings ist die deutliche Verschuldung in vielen Schwellenländern ein Risikofaktor für das Wirtschaftswachstum. Hiervon ist insbesondere der Unternehmenssektor betroffen, zumal die Schuldenlast mit dem Erstarken des Dollars gestiegen ist. Nachdem in China regierungsseitig im Jahr 2016 zahlreiche geld- und fiskalpolitische Maßnahmen zur Konjunkturbelebung ergriffen wurden, wird für die Folgejahre von einer geringfügigen Verringerung der Wachstumsraten, wenngleich auf nach wie vor hohem Niveau, ausgegangen.
Als Hauptrisikofaktor für die weltwirtschaftliche Entwicklung im Prognosezeitraum wird die zunehmende Unsicherheit gewertet. Diese ergibt sich zum einen aus der Ankündigung der neuen Regierung der Vereinigten Staaten die wirtschaftspolitische Ausrichtung zu ändern. Ein weiterer Unsicherheitsfaktor besteht im EU-Austritt des Vereinigten Königreichs, mit noch unklaren Folgen für die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa. Darüber hinaus werden die negativen Auswirkungen der extrem niedrigen Zinsen deutlich, die mit erhöhten Risiken für die Finanzmarktstabilität verbunden ist.
Prognose für die BENTELER Engineering Services GmbH
Die Marktprognosen der Fahrzeugproduktion gehen für 2017 von einem weiteren Wachstum des Weltmarkts aus. Diese Entwicklung wird vor allem durch das Wachstum im asiatischen Raum getrieben. Auch in Osteuropa wird ein starkes Wachstum erwartet. Insgesamt wird für Europa mit einer stabilen Marktlage auf hohem Niveau gerechnet.
Im Besonderen gehen wir davon aus, dass die deutsche Automobilindustrie in den nächsten Jahren weiterhin von der Globalisierung und der Verlagerung der Volumen in neue Märkte geprägt sein wird, damit verbunden sind einerseits die Verlagerung von Produktionskapazität und andererseits die Entwicklung global nachgefragter Fahrzeuge. Dazu kommt der Kostendruck in diesen Märkten, um sich im Wettbewerb mit lokalen Herstellern mittelfristig zu behaupten. Das Geschäftsmodell wird weltweit hoch komplex.
Ein klares Bekenntnis unserer Großkunden zum Entwicklungsstandort Deutschland wird unsere Existenz und entsprechendes Wachstum auch bei zunehmendem Kostendruck sichern. Die wesentlichen Engineering- und Entwicklungsleistungen, vor allem der Basisfahrzeugvarianten werden auch in Zukunft in Deutschland verbleiben. Das Management der BES hat sich durch Kostenbewusstsein, -transparenz sowie einem professionellen Recruiting und Verlagerungsmöglichkeiten in Best Cost Countries (BCC), hier speziell Rumänien gut auf die Marktanforderungen vorbereitet.
Technologische Herausforderungen, wie höhere Effizienz in Fahrzeugen sowie staatliche Emissionsvorgaben, werden zu einem beispiellosen Innovationsprozess führen. Durch diese Entwicklung erwartet die Branche einen wachsenden Bedarf an Engineering-Dienstleistungen. Dafür haben wir wichtige Kompetenzen innerhalb der BES wie Leichtbau, Elektrik/Elektronik und E-Mobilität gebündelt.
Hinzu werden antriebsoptimierte Fahrzeugkonzepte und Modularisierungsprogramme aufgelegt, die seitens der Entwicklung realisiert werden können. Für diesen technologischen Anspruch sind die Mitarbeiter durch Erfahrungen aus bereits realisierten Projekten und Schulungsmaßnahmen gerüstet.
Parallel dazu erwarten wir Aufträge, bei denen Nischenprodukte und die derivatorientierte Fahrzeugherstellung im Focus sind.
Generell gesehen bestehen die größten Herausforderungen im Recruiting neuer Mitarbeiter und in einer langfristigen Bindung der Kollegen an das Unternehmen.
Für die Zukunft erwartet die BES einen positiven Entwicklungstrend durch breite Marktorientierung, motivierte Mitarbeiter, höchstmögliche Flexibilität innerhalb des kundenorientierten Handelns sowie das strategische Vorgehen, diversifizierte Märkte zu suchen und die bestehenden zu festigen. Für das Jahr 2017, auch gefördert durch den Verkauf an den auf das Ingenieurdienstleistungsgeschäft spezialisierten Konzern Altran, wird von leicht steigenden Umsatzerlösen ausgegangen. Die Ergebniserwartung nach Steuern liegt leicht unter dem Niveau von 2016, aufgrund von Anlaufkosten beim Aufbau des neuen Standortes in Rumänien.
Chancen- und Risikobericht
Risikomanagement der ALTRAN-Gruppe (ab 01.01.2017)
Die Geschäftsleitung als höchstes Kontroll- und Steuerungsorgan des Unternehmens tagt mindestens einmal im Monat, von ihr gehen alle operativen Steuerungsmaßnahmen aus. Mitglieder sind der Chief Executive Officer sowie der Chief Financial Officer und die Personaldirektorin der deutschen Altran Gruppe, als auch die Geschäftsführer der lokalen Gesellschaften.
Ein Aufsichtsratsgremium der deutschen Tochtergesellschaften, das deutsche Board, tagt überdies regelmäßig und ist somit Kontrollorgan der operativen Leitung.
Alle relevanten Kennzahlen werden anhand von standardisierten Berichtspaketen analysiert und im Detail überprüft, dabei kommen Soll-Ist-Vergleiche zum Einsatz, die die geplanten Werte der Zukunft mit den tatsächlichen Werten der Gegenwart, Kennzahlen im Bereich der Auslastung der Berater, die Tagessätze als auch die durchschnittlichen Ressourcenkosten, die aus dem Controlling kommen, verglichen. Abweichungen müssen detailliert erläutert werden. Sofern notwendig werden Maßnahmen zur Sicherung der vorab definierten Ziele ergriffen. Die entsprechenden Maßnahmen werden schriftlich festgehalten und spätestens bei der nächsten Geschäftsleitungsberatung besprochen. Monatlich werden die Vorschauen für das laufende Jahr überprüft. Kundenbeziehungen und Kundenmargen werden analysiert.
Bisheriges Risikomanagement der BENTELER-Gruppe (bis 31.12.2016)
Die BENTELER-Gruppe mit ihren Einzelgesellschaften und Divisionen ist vielfältigen strategischen sowie operativen Chancen und Risiken ausgesetzt, die bisweilen erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können. In Zeiten hoher Volatilität der Märkte kommt dem BENTELER-Risikomanagement-System eine besondere Bedeutung zu. Es regelt die Erfassung, Bewertung und Steuerung definierter Risiken und ist vollständig in die Strategie-, Planungs- und Informationsprozesse des Unternehmens integriert. Das Risikomanagement-System wird regelmäßig umfassend untersucht und hinsichtlich der Steuerungswirkung im Konzern laufend weiterentwickelt.
Die BENTELER International Aktiengesellschaft als strategische Holding steuert die Divisionen mittels Zielvorgaben. Das Erreichen dieser Ziele wird durch ein umfassendes Management-Informationssystem überwacht, das alle relevanten Kennzahlen im Ist, im Plan und in der Prognose abbildet. Bei negativen Planabweichungen veranlassen die Divisionen entsprechende Maßnahmen.
Alle Divisionen berichten monatlich über ihre wirtschaftliche Entwicklung und zeigen Chancen und Risiken in Bezug auf die geplanten Ergebnisse, aber auch für künftige Entwicklungen auf. Der systematische Risikomanagementprozess unterstützt das Management, Risiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Vorsorgemaßnahmen zur Abwendung oder Vermeidung von Gefahren einzuleiten.
Ergänzend verfügt die BENTELER-GRUPPE über ein unternehmensweites, internes Kontrollsystem (IKS), das organisatorische Sicherheitsmaßnahmen, Verfahrensregelungen und Systemprüfungen vorsieht. Die interne Revision untersucht in regelmäßigen Abständen alle Unternehmensbereiche. Dabei überprüft sie unter anderem die Einhaltung von Richtlinien, die Ordnungsmäßigkeit und Effizienz der Geschäftsprozesse und der Berichterstattung sowie die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements.
Einige besonders gravierende Risiken werden durch den zentralen Dienstleister auf Versicherungen übertragen. So werden insbesondere etwaige Ansprüche durch Rückrufe und Haftpflichtfälle sowie Sachschäden und Schäden aus Betriebsunterbrechungen gedeckt.
Die nachfolgend beschriebenen Risiken sind nicht die einzigen, denen die BENTELER-Gruppe gegenwärtig ausgesetzt ist. Risiken, die derzeit noch nicht bekannt sind, oder solche, die jetzt noch als unwesentlich eingeschätzt werden, können die künftigen Geschäftsaktivitäten ebenfalls beeinträchtigen.
Risiken aus Einflüssen der konjunkturellen Nachfrage und dem Finanzsektor, spezifische Kunden- und Lieferantenrisiken sowie Risiken aus Veränderungen auf den Beschaffungsmärkten sind besonders zu beachten. Des Weiteren beobachtet das Management intensiv Projekt-, Qualitäts-, Währungs-, IT- und Liquiditäts-Risiken.
Risiken aus Einflüssen der konjunkturellen Nachfrage
Die Unternehmensplanung zeigt Chancen im Hinblick auf neue Produkte, Kunden und Märkte auf. Dem gegenüber stehen Risiken in Bezug auf Umsatz, Ergebnis, Liquidität und Investitionen.
Damit in den unterschiedlichen Unternehmensbereichen die Kostenstrukturen an die Nachfrage angepasst und in engen Grenzen gesteuert werden können, initiierte BENTELER in den vergangenen Jahren zahlreiche Projekte und überführte diese in Standardprozesse. Eine Maßnahmenplanung zur Kostenreduzierung und Erlössteigerung gehört zu einem festen Bestandteil der Unternehmensplanung. Die erweiterten Risikomanagement- und Frühwarnsysteme zur Analyse der Kunden- und Lieferantenbonität und die Überwachung der kurz- und mittelfristigen Liquidität im Rahmen des Cash-Managements begrenzen mögliche Cashflow-Risiken. Zielsetzung ist es weiterhin, durch effizientes Investitionsverhalten und Steuerung des Working Capital die Liquiditätsposition des Unternehmens nachhaltig zu sichern und Reserven für Wachstumsvorhaben zu schaffen.
Spezifische Kunden- und Lieferantenrisiken
Aus einer negativen wirtschaftlichen Entwicklung bei einzelnen Vertragspartnern können sich Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis der BENTELER-Gruppe ergeben. Diese Risiken begrenzt das Unternehmen durch eine möglichst breite Streuung der Kunden- und Lieferantenbasis sowie die laufende Beobachtung wichtiger Markt- und Frühwarnindikatoren.
Die BENTELER-Gruppe könnte Verluste erleiden, wenn sich die Bonität einzelner Kunden verschlechtert und dadurch Zahlungsverzögerungen oder -ausfälle eintreten bzw. geplante Absätze nicht realisiert werden können. Zur Absicherung des Risikos betreibt das Unternehmen ein intensives Debitorenmanagement.
Währungs- und Zinsänderungsrisiken
Im Rahmen der internationalen Geschäftsbeziehungen ist die BENTELER-Gruppe Währungsrisiken aufgrund von Wechselkursänderungen ausgesetzt, insbesondere bei Beschaffung und Verkauf. Das zentral gesteuerte Finanz- und Währungsmanagement begrenzt Devisenrisiken durch ein Informationssystem und darauf abgestimmte Sicherungsgeschäfte. Zinsänderungsrisiken werden in der BENTELER-Gruppe durch eine weitgehend fristenkongruente Aufnahme von Refinanzierungsmitteln und den Einsatz von Derivaten gesteuert.
IT-Risiken
Der Einsatz von modernen Informationstechnologien spielt eine entscheidende Rolle bei der Abwicklung und Sicherstellung der Geschäftsprozesse innerhalb der BENTELER-Gruppe. Ausfälle von Systemen oder Netzwerken stellen ebenso potentielle Risiken dar, wie die Verletzung von Datenintegrität und -vertraulichkeit. Unsere zentrale IT sorgt für die Sicherstellung eines störungsfreien und ausfallsicheren Betriebes, sowie die permanente Weiterentwicklung von Maßnahmen, wie etwa der derzeit in Umsetzung befindlichen "IT Security Strategy".
Risiken und Chancen der BENTELER Engineering Services GmbH
Wie auch in den letzten Jahren ist aktuell der Kostendruck der OEM's auf unsere Stundensätze das Hauptrisiko für das Geschäft der BES. Allerdings konnten die Verkaufsstundensätze in 2016 in etwa gehalten werden. Die Personalkosten und damit einhergehend die Kostensätze je Stunde zeigen eine leicht gegensätzliche Tendenz.
Von den positiven Geschäftsentwicklungen unserer Kunden in München und Wolfsburg konnten wir partizipieren und unser Geschäft profitabel ausbauen.
Mit dem Standort in Bremen ist ein erster Schritt in eine neue Branche gelungen; im Moment gibt es Aktivitäten für ein weiteres Wachstum im norddeutschen Raum. So wurde unter der Führung der Niederlassung Bremen die Standorte Hamburg und Leer neu gegründet.
Durch den Verkauf der BES an die Altran-Gruppe wird die Position der BES am Markt gestärkt, da die Integration in den neuen Verbund für eine Versechsfachung der in Deutschland verfügbaren Mitarbeiterzahl sorgt und Größe im Engineering-Geschäft einer der wesentlichen Faktoren ist.
Das Risiko von durch den Merger verursachten Kunden- oder Projektverlusten kann als gering eingestuft werden, da die wesentlichen Kunden bereits in der Vergangenheit mit beiden Unternehmen gearbeitet haben und an keiner Stelle durch die Zusammenlegung eine Übermachtstellung der Altran-Gruppe entsteht.
Das Risiko einer durch den Verkauf hervorgerufenen Abwanderung einzelner Personen oder Personengruppen kann nicht ausgeschlossen werden, es gibt jedoch aktuell keine Anzeichen für eine derartige Entwicklung oder eine Gefährdung des laufenden Geschäfts.
Durch die gute Zahlungsmoral der finanzstarken deutschen Autobauer - als unsere wichtigsten Kunden - und gutes Projektmanagement sind Forderungsausfälle so gut wie ausgeschlossen. Im vergangenen Geschäftsjahr waren keine Forderungsausfälle bei den Hauptkunden zu verzeichnen. Auch konnten wir durch unser straffes Forderungsmanagement den Betrag der überfälligen Forderungen und damit die Altersstruktur auf gewohnt niedrigem Niveau halten.
Währungsrisiken bestehen keine, da sämtliche Geschäftsvorfälle auf dem Beschaffungs- und dem Absatzmarkt in EURO abgewickelt werden.
Nach Prüfung der gegenwärtigen Risikosituation bestehen derzeit keine erkennbaren Risiken, die den Fortbestand der BES gefährden könnten.
Der Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen über erwartete Entwicklungen. Diese Aussagen basieren auf aktuellen Einschätzungen und sind naturgemäß mit Risiken und Unsicherheiten behaftet. Die tatsächlich eintretenden Ergebnisse können von den hier formulierten Aussagen abweichen.
Paderborn, den 24. Februar 2017
BENTELER Engineering Services GmbH
Dominik Vaubel, Geschäftsführer
Cosimo de Carlo, Geschäftsführer
Udo Haubmann, Geschäftsführer
Tätigkeitsgebiet
Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung und Konstruktion von Fahrzeugen, Fahrzeugsystemen, Fahrzeugkomponenten, Fahrzeugzubehör und sonstigen technischen Bauteilen sowie der Bau von Prototypen und die Erbringung sonstiger Leistungen im Engineering Bereich.
Weiterer Unternehmensgegenstand ist das Halten von Beteiligungen, die Neugründung oder der Erwerb bzw. die Veräußerung gleichartiger Unternehmen.
Darüber hinaus ist die gewerbsmäßige Überlassung von Mitarbeitern weiterer Unternehmensgegenstand.
Geschäftsräume
Das Unternehmen wird in angemieteten Räumen betrieben.
Personal
Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer, getrennt nach Gruppen, ist im Anhang der Gesellschaft (Anlage 1.3) aufgeführt.
Wichtige Verträge
Cashpooling-Vereinbarung
Mit Vertrag vom 1. Juni 2013 wurde zwischen der Benteler Deutschland GmbH, Paderborn (Master Account Holder), und der Benteler Engineering Services GmbH, Paderborn (Source Account Holder), eine Cash-Pooling Vereinbarung geschlossen.
Rahmenverträge mit der BMW AG
| ― |
vom 13. Januar 2010 über Forschungs- und Entwicklungsvorhaben |
| ― |
vom 5. Dezember 2011 über die Durchführung von ereignisorientierten Prozessanlagen bis 31. Dezember 2016 |
| ― |
Rahmenwerkvertrag vom 29. Mai 2015 mit der Laufzeit vom 1. April 2015 bis 31. Dezember 2019 |
Rahmenvereinbarung mit der MSX International GmbH
Rahmenvereinbarung aus 2009 über die Verwaltung der Arbeitnehmerbeschaffung sowie das Rechnungs- und Zahlungswesen in Bezug auf Leiharbeiterverhältnisse mit der Ford Werke AG. Die Rahmenvereinbarung wurde auf unbeschränkte Zeit abgeschlossen. Jede Partei kann die Vereinbarung innerhalb von 30 Tagen durch eine schriftliche Mitteilung kündigen.
Mietverträge
Mietvertrag mit der F83 GmbH & Co. KG, Baierbrunn, zur Nutzung des Bürogebäudes in der Taunusstraße 40 inklusive PKW-Stellplätzen in München vom 4. Dezember 2012. Das Mietverhältnis endet am 31. Dezember 2023 (Fest-mietzeit). Der Mieter erhält zum 31. Dezember 2017 ein einmaliges Sonderkündigungsrecht, das mit einer Frist von zwölf Monaten schriftlich gegenüber dem Vermieter ausgeübt werden kann. Bei Ausübung des Sonderkündigungsrechts ist eine Entschädigungszahlung in Höhe von EUR 70.000,00 zu entrichten. Die monatliche Nettomiete beträgt EUR 21.026,12.
Mietvertrag mit der F81 GmbH & Co. KG, München, zur Nutzung des 5. OG eines Bürogebäudes am Frankfurter Ring 81, inklusive Tiefgaragenstellplätzen und Lagerflächen in München vom 17. Oktober 2014. Das Mietverhältnis hat eine Laufzeit von zehn Jahren ab Mietbeginn (Festmietzeit) und zwei Verlängerungsoptionen von jeweils fünf Jahren. Die monatliche Miete beträgt netto EUR 35.765,50.
Mietvertrag mit der Prime One Real Estate GmbH, Altomünster, zur Nutzung eines Bürogebäudes inkl. KFZ-Außenstellplätzen auf dem Grundstück Hohenbüchen 5 in Wolfsburg vom 25. September 2014. Der Mietvertrag hat eine Mietzeit vom 1. Juli 2015 bis 30. Juni 2024. (Festmietzeit) bei einem monatlichen Mietzins von netto EUR 24.965,09.
Mietvertrag mit Frau Susan Lott, Henstedt-Ulzburg, vom 6. Juni 2013, über Räumlichkeiten im EG und OG sowie einer Halle auf dem Grundstück in der Robert-Bosch-Str. 59, Köln, mit einer unbefristeten Laufzeit und einem monatlichen Netto-Mietzins von EUR 4.429,00.
Mietvertrag vom 11. April 2016 mit Herrn Detlev Hanusck, Braunschweig, zur Nutzung eines Bürogebäudes inkl. Kfz-Außenstellplätzen in 38440 Wolfsburg, Brandgehaege 6c. Der Mietvertrag hat eine Mietzeit vom 1. Oktober 2016 bis 30. September 2026 (Festmietzeit) und wird automatisch um weitere zwölf Monate verlängert, sofern er nicht fristgerecht gekündigt wird. Der monatliche Netto-Mietzins beträgt EUR 7.797,00.
Mietvertrag mit Herrn Waldemar Wallenwein, Rangendingen, vom 8. April 2013 zur Nutzung von Büroflächen im Gebäude der Kolumbusstr. 27, in 71063 Sindelfingen. Das Mietverhältnis hatte eine Laufzeit vom 1. Juni 2013 bis 31. Dezember 2018 und eine Kündigungsfrist von zwölf Monaten. Der ursprüngliche Mietvertrag wurde im gegenseitigen Einvernehmen zum 20. Juli 2016 gekündigt. Im Gegenzug wurde ein neuer Mietvertrag bis zum 31. Dezember 2019 für ein anderes Stockwerk im selben Gebäude abgeschlossen bei einem monatlichen Netto-Mietzins von EUR 7.624,41.
Mietvertrag mit Realbau Nibler GmbH & Co. KG, Kassel, vom 30. Mai 2016 über die Nutzung von Büroräumen in Stuhrbaum 14, 28816 Stuhr. Der Mietvertrag läuft vom 1. September 2016 für eine Dauer von fünf Jahren und verlängert sich automatisch um weitere drei Jahre, sofern er nicht sechs Monate vor Ablauf gekündigt wird. Der monatliche Mietzins beträgt netto EUR 4.918,00.
| Firma | Benteler Engineering Services GmbH |
| Sitz | Paderborn |
| Gesellschaftsvertrag | Der Gesellschaftsvertrag in der derzeit gültigen Fassung datiert vom 19. März 2010. |
| Handelsregister | Amtsgericht Paderborn HR B Nr. 9717 |
| Ein aktueller Handelsregisterauszug des Amtsgerichts Paderborn vom 21. Februar 2017 lag uns vor. | |
| Gegenstand | Die Entwicklung und Konstruktion von Fahrzeugen, Fahrzeugsystemen, Fahrzeugkomponenten, Fahrzeugzubehör und sonstigen technischen Bauteilen sowie der Bau von Prototypen und die Erbringung sonstiger Leistungen im Engineering Bereich. |
| Geschäftsjahr | Kalenderjahr |
| Kapitalverhältnisse | Das Stammkapital beträgt EUR 100.000,00 und wird von der Benteler Automobiltechnik GmbH, Paderborn, gehalten. |
| Vorjahresabschluss | In der Gesellschafterversammlung am 12. Juni 2016 ist |
| (1) der von der Geschäftsführung aufgestellte, von der KPMG AG geprüfte und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 vorgelegt und der Jahresabschluss festgestellt worden; | |
| (2) der Geschäftsführung Entlastung für das Geschäftsjahr 2015 erteilt worden; | |
| (3) die KPMG AG als Abschlussprüfer des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2016 gewählt worden. | |
| Größe der Gesellschaft | Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. |
| Verbundene Unternehmen | Das Stammkapital wurde bis zum 31. Dezember 2016 von der Benteler Automobiltechnik GmbH, Paderborn, gehalten, deren Anteile wiederum ausschließlich von der Benteler Business Services GmbH, Paderborn, gehalten werden. |
| Die Anteile der Benteler Business Services GmbH werden ausschließlich von der Konzernmuttergesellschaft, der Benteler International AG, Salzburg/Österreich, gehalten. | |
| Verbundene Unternehmen (Fortsetzung) | Die Benteler Engineering Services GmbH hält 100 % der Anteile der Benteler Engineering Services AB, Göteborg/ Schweden. |
| Die Gesellschaft wurde zum 1. Januar 2017 an die Altran Deutschland S.A.S. & Co. KG, München, verkauft und ist seitdem in den Konzernverbund der Altran Technologies SA, Nanterre/Frankreich, eingebunden. | |
| Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | Die Benteler Engineering Services GmbH hält eine Beteiligung an der MFH Erste Academy Film GmbH & Co. Beteiligungs KG, München. |
| Unternehmensverträge | Es besteht seit dem 1. Januar 2012 ein Ergebnisabführungsvertrag vom 25. Juli 2012 mit der alleinigen Gesellschafterin Benteler Automobiltechnik GmbH, Paderborn. |
| Dieser wurde zum 1. Januar 2017 gekündigt. Hintergrund der Vorgänge ist der Verkauf der Gesellschaft per 1. Januar 2017 an die Altran Deutschland S.A.S. & Co. KG, München. | |
| Geschäftsführer | Geschäftsführer im abgelaufenen Geschäftsjahr waren: |
| - Dr. Ingmar Georg Stauff, Grassau-Mietenkamm (bis zum 31. Oktober 2016) | |
| - Dominik Vaubel, München | |
| Mit Wirkung zum 1. Januar 2017 wurden als weitere Geschäftsführer bestellt: | |
| - Herr Cosimo de Carlo, München, und | |
| - Herr Udo Haubmann, Ober-Mörlen. | |
| Steuerliche Verhältnisse | Steuerliche Organschaft |
| Es besteht eine körperschaft- und gewerbesteuerliche Organschaft zur Benteler Automobiltechnik GmbH, Paderborn. Diese wird zum 1. Januar 2017 aufgehoben. Hintergrund der Vorgänge ist der Verkauf der Gesellschaft per 1. Januar 2017 an die Altran Deutschland S.A.S. & Co. KG, München. | |
| Steuerliche Veranlagung | |
| Die Jahre bis 2014 sind durch das Finanzamt rechtskräftig veranlagt. | |
| Für die Jahre 2012 und 2013 findet derzeit eine Betriebsprüfung und Lohnsteuer-Außenprüfung statt. Ein abschließender Prüfungsbericht liegt noch nicht vor. Die Ergebnisse werden im Jahresabschluss der Benteler Business Services GmbH, als Organträgerin der Benteler Automobiltechnik, berücksichtigt. |
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