Grohe International GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Philip Speck seit 22.4.2025 | Prokura |
Karoline Dahlen seit 22.4.2025 | Prokura |
Daniela Stawinoga-Carrington seit 22.4.2025 | Prokura |
Yannick Stobutzki seit 22.4.2025 | Prokura |
Max Schäfer seit 22.4.2025 | Prokura |
Evelyn Stumpf seit 22.4.2025 | Prokura |
Dirk Jarosch seit 22.4.2025 | Prokura |
Jörg Heinz Einsiedel seit 21.3.2025 | Prokura |
Hiroshi Kurimoto seit 27.11.2023 | Prokura |
Thomas Alexander Schachner seit 17.10.2023 | Prokura |
Anna Katharina Ulshöfer seit 15.9.2023 | Prokura |
Bijoy Madassery seit 15.9.2023 | Vorstandsmitglied |
Marc Dobro seit 28.3.2023 | Prokura |
Ayla Otyakmaz-Kroniger seit 2.12.2022 | Prokura |
Frank Müller seit 5.10.2022 | Prokura |
Peter Schall seit 14.9.2022 | Prokura |
Adam Bryson seit 14.9.2022 | Vorstandsmitglied |
Michael Welker seit 20.4.2021 | Prokura |
Karsten Wilhelm Nieters seit 9.9.2020 | Prokura |
Arnd Müller seit 9.9.2020 | Prokura |
Markus Ebner-Maibaum seit 29.5.2018 | Prokura |
Peter Brendecke seit 19.4.2017 | Prokura |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Grohe AGHemerJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2017 bis zum 31.03.2018Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2017 bis 31. März 2018
1. Unternehmensprofil1.1 Geschäftsmodell 1.1.1 Allgemeine Informationen Die Grohe Holding GmbH und ihre Tochtergesellschaften ("Grohe" bzw. Grohe Holding Konzern) bilden eine Unternehmensgruppe, deren Geschäftstätigkeit in der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von Sanitärarmaturen und Sanitärsystemen liegt. Die Grohe AG stellt innerhalb dieser Gruppe die größte operative Gesellschaft dar und ist gleichzeitig die Muttergesellschaft aller wesentlichen operativ tätigen Gesellschaften der Unternehmensgruppe. Grohe ist gemessen am Umsatz Europas größter und weltweit einer der führenden Hersteller von Sanitärarmaturen. Die breit gestreute Palette der von Grohe entwickelten, hergestellten und vertriebenen Produkte unter dem Markennamen "GROHE" umfasst Sanitär- und Küchenarmaturen, Brausen und Duschsysteme sowie Installations- und Spülsysteme. Hierbei werden vorwiegend das mittlere und obere Marktsegment bedient. 1.1.2 Gesellschaftsstruktur 1.1.2.1 Konzernaufbau Muttergesellschaft der Grohe AG ist die Grohe Beteiligungs GmbH, mit der ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht. Auf der Hauptversammlung der Grohe AG vom 21. November 2017 wurde die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre auf die Hauptaktionärin Grohe Beteiligungs GmbH gemäß §§ 327a ff. AktG gegen eine Barabfindung beschlossen. Der Beschluss ist mit Handelsregistereintragung am 7. Dezember 2017 wirksam geworden. Somit hält die Grohe Beteiligungs GmbH nunmehr 99,93 % der Anteile an der Grohe AG (Vorjahr: 99,80 %). Die verbleibenden 0,07 % der Anteile werden zum 31. März 2018 von der Grohe AG selbst gehalten. Die Anteile an der Grohe Beteiligungs GmbH gehören wiederum zu 100 % der Grohe Holding GmbH. Die Anteile an der Grohe Holding GmbH werden zu 100 % von der Grohe Group S.à r.l., Luxemburg, gehalten, die gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften die "Grohe Gruppe" bildet. Die Grohe Gruppe wird in den Konzernabschluss der LIXIL Group Corporation, Tokio, Japan, als oberstes Mutterunternehmen der Grohe Group S.à r.l. einbezogen. 1.1.2.2 Vorstand Zum 31. März 2018 gehörten dem Vorstand vier Mitglieder an. Herr Rauterkus ist als Vorsitzender des Vorstands verantwortlich für Vertrieb und Marketing. Herr Fuhr leitet den Bereich Technik und ist zudem stellvertretender Vorsitzender. Herr Bryson verantwortet den Bereich Finanzen und Informationstechnologie. Herr Mager ist Arbeitsdirektor und verantwortlich für die Bereiche Personal & Organisation. 1.1.2.3 Aufsichtsrat Bei der Grohe AG besteht ein Aufsichtsrat, der paritätisch mit je sechs Vertretern der Arbeitnehmer und der Anteilseigner besetzt wird. Der Aufsichtsrat trifft seine Entscheidungen mit einfacher Mehrheit. Ergibt sich bei einer Abstimmung Stimmengleichheit, so hat der Aufsichtsratsvorsitzende zwei Stimmen und gibt damit den Ausschlag. Der Aufsichtsrat hat insgesamt drei Ausschüsse eingerichtet: den Prüfungsausschuss, den Personal- und Exekutivausschuss sowie den Vermittlungsausschuss. 1.1.2.4 Geschäftsjahr Das Geschäftsjahr der Grohe AG umfasst den Zeitraum vom 1. April bis zum 31. März des Folgejahres. 1.1.3 Märkte Mit 35 eigenen Vertriebsgesellschaften, 27 Niederlassungen sowie Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen selbständigen Handelsvertretungen verfügt Grohe über ein weit verzweigtes Vertriebsnetz, das es dem Unternehmen ermöglicht, seine Produkte in über 130 Ländern zu vermarkten. Die Grohe-Gesellschaften vertreiben ihre Produkte im Wesentlichen über den Sanitärgroßhandel an Installateure und Einzelhändler, die wiederum private und gewerbliche Abnehmer zu ihren Kunden zählen. Darüber hinaus gewinnt der Bereich E-Commerce zunehmend an Bedeutung. Die Vertriebsaktivitäten werden bei Bedarf den entsprechenden landestypischen Erfordernissen angepasst. Den jeweiligen regionalen und nationalen Marktgegebenheiten Rechnung tragend, erfolgt so die operative Umsetzung der zentral definierten Ziele. 1.1.4 Produktion Grohe betreibt drei Produktionsstätten in Deutschland, die sich in Hemer, Lahr und Porta Westfalica befinden, sowie in Portugal und Thailand. Die Produktionsstätten in Hemer und Lahr werden durch die Grohe AG betrieben. Die einzelnen Grohe-Werke sind jeweils auf die Herstellung bestimmter Produkte wie Sanitärarmaturen, Duschen und Sanitärsysteme spezialisiert. Im Geschäftsjahr 2018 wurde im Rahmen der internationalen Wachstumsstrategie von Grohe das Werk in Thailand um eine Produktionsstätte für Zink-Druckguss erweitert. 1.1.5 Marktpositionierung Grohe konzentriert sich auf mittlere und obere Marktsegmente und ist Marktführer in Deutschland, Frankreich, den Benelux-Ländern, Österreich, Italien, Russland und zahlreichen Ländern des Nahen/Mittleren Ostens. In vielen anderen Ländern, einschließlich der USA, Japan und Indien, ist Grohe ein Marktführer im Segment der europäischen Sanitärarmaturen. 1.2 Forschung und Entwicklung Leistungsstarke und nachfrageorientierte Innovationen sichern das nachhaltige Wachstum und den langfristigen Erfolg einer globalen Marke. Dies spiegelt sich auch in den Aufwendungen für Forschung und Entwicklung wider. Im Geschäftsjahr 2018 betrugen die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung der Grohe AG EUR 31,8 Mio. (Vorjahr: EUR 30,0 Mio.). Die in den Forschungs- und Entwicklungskosten enthaltenen planmäßigen Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten betrugen im Geschäftsjahr 2018 EUR 10,2 Mio. (Vorjahr: EUR 9,2 Mio.). Darüber hinaus wurde ein Betrag von EUR 13,2 Mio. (Vorjahr: EUR 10,4 Mio.) aktiviert. Der Restbuchwert der aktivierten Entwicklungskosten betrug zum 31. März 2018 EUR 28,9 Mio. (31. März 2017: EUR 26,2 Mio.). Zum 31. März 2018 arbeiteten 142 Mitarbeiter (31. März 2017: 131 Mitarbeiter) für Grohe an der Entwicklung neuer und der Optimierung vorhandener Produkte. Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung arbeitet bei Produktneuentwicklungen eng mit dem hauseigenen Designteam, dem Produktmanagement, den Werken und wichtigen Lieferanten zusammen. Dabei wird eine große Anzahl von neuen Grohe-Produkten entwickelt und für die Serienproduktion freigegeben. Auch im Geschäftsjahr 2018 wurde eine Reihe technischer Neuerungen entwickelt. Besonders erwähnt seien hier Grohe Sense und Grohe Sense Guard. Beide Produkte sind zentrale Innovationen, die entwickelt wurden, um häusliche Wasserschäden effektiv zu verhindern. Grohe Sense erkennt auslaufendes Wasser, Frostgefahr, misst die Feuchtigkeit und warnt per Smartphone-App, um Haus und Eigentum vor den Folgen zu schützen. Grohe Sense Guard, eine intelligente Wassersteuerung, überwacht den Wasserverbrauch, erkennt auch kleinste Undichtigkeiten sowie Frostgefahr und unterbricht bei Leckagen automatisch die Wasserzufuhr. In der Kategorie der Duschbrausen ist die SmartControl Unterputz-Technologie hervorzuheben: Die Armatur ragt unabhängig von der Installationstiefe des Unterputzkörpers insgesamt maximal 43 mm aus der Wand. Das Produkt bietet die einfache Ansteuerung von unterschiedlichen Strahlarten und ermöglicht mit dem integrierten Mengenregler eine präzise Kontrolle über die Wassermenge. Bei den Grohtherm-Thermostaten ist die Grohe TurboStat-Technologie zu nennen. Die besondere Empfindlichkeit des Thermoelements ermöglicht es, dass die gewünschte Wassertemperatur innerhalb kürzester Zeit erreicht und konstant gehalten wird. So wird nicht mehr unnötig Zeit, Wasser und Energie verschwendet, bis das Wasser die richtige Temperatur hat. Darüber hinaus wurde Grohe Red weiterentwickelt. Grohe Red ist ein zuverlässiges System, das kochendes Wasser direkt aus der Armatur liefert. Das Herzstück von Grohe Red besteht aus Titan. Dieses Material ist extrem widerstandsfähig und sehr beständig gegen Korrosion und Kalkablagerungen. Die Armaturen sind mit einer ausfallsicheren Kindersicherung und einer TÜV-geprüften Sicherheitsfunktion ausgestattet. Das in 2016 auf den Markt gebrachte Produkt Grohe Blue Home wurde Internet of Things (IoT)-fähig gemacht. Eine Erweiterung der bereits existierenden Ondus App bietet dem Anwender der neuesten Kühler-Generation (inkl. Bluetooth/Wifi) verschiedene Funktionalitäten an, die unter anderem eine einfache Versorgung mit Verbrauchsmaterialien und Ersatzteilen gewährleistet und den aktuellen Systemstatus anzeigt. Der Nutzer kann zudem über Bluetooth voreingestellte Mengen Wasser zapfen und seinen Wasserkonsum über gängige Fitness-Apps kontrollieren. Zusätzlich wurde Grohe Sensia Arena, eine Duschtoilette mit einer innovativen, spülrandlosen Keramik mit Grohe Triple Vortex-Technologie, um zusätzliche Funktionen erweitert. Die Produktstandardisierung und die Reduzierung der Komplexität sichern außerdem eine wettbewerbsfähige Kostenposition bei hohem Qualitätsstandard. Durch die im Jahr 2014 entstandenen Kooperationsmöglichkeiten mit LIXIL/INAX und American Standard Brands wurden zudem neue Potentiale erschlossen. Ein wichtiger Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungsarbeit ergibt sich unverändert durch die Notwendigkeit der Einhaltung internationaler Normen, wie zum Beispiel den Vorschriften zur Wassereinsparung und den sich global verschärfenden Grenzwerten zur Abgabe von Stoffen in das Trinkwasser. Die weiter zunehmende Anzahl an elektrischen und elektronischen Produkten erforderte außerdem einen wachsenden Aufwand hinsichtlich der CE-Kennzeichnung sowie hinsichtlich der weltweiten elektrischen Zulassungen nach länderspezifischen Richtlinien und Auflagen. 1.3 Nachhaltigkeit Grohe verfolgt einen konsequenten Ansatz der 360-Grad-Nachhaltigkeit, der die Mitarbeiter, Lieferanten, Fabriken, Prozesse und den Beitrag zur Gesellschaft gleichermaßen umfasst. Der Nachhaltigkeitsansatz von Grohe ist bereits vielfach ausgezeichnet worden. Drei Mal in Folge war Grohe für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert und erreichte Top-Platzierungen. Das US-Wirtschaftsmagazin Fortune hat Grohe im September 2017 in sein "Change the World"-Ranking aufgenommen. Fortune würdigt damit Grohe als einzige deutsche Marke, die "die Welt verändert". Als Begründung nannte das Magazin das außerordentliche Engagement von Grohe, Wasser und Energie zu sparen sowie Abfall zu vermeiden. Darüber hinaus hat Grohe als erstes Unternehmen seiner Branche Anfang des Jahres den Corporate Social Responsibility (CSR)-Preis der Bundesregierung erhalten. Innovative Produkte wie Grohe Blue Home oder Grohe Sense bzw. Grohe Sense Guard (wir verweisen auf "1.2 Forschung und Entwicklung") sowie Grohes Engagement zur Qualifizierung von Straßenkindern in Indien und auf den Philippinen (wir verweisen auf "2.5 Mitarbeiter") oder die Errichtung von Blockheizkraftwerken an den Standorten Hemer und Lahr sind nur einige wenige Beispiele, die die Nachhaltigkeit des Unternehmens belegen. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Entwicklung des Markts für Sanitärtechnik 2.1.1 Entwicklung des wirtschaftlichen Umfeldes Die Sanitärnachfrage wird beeinflusst durch die Entwicklung der Baukonjunktur, die Investitionsneigung der Verbraucher für langlebige Gebrauchsgüter sowie den anfallenden Ersatzbedarf. Ungefähr 65 % der weltweiten Nachfrage nach Sanitärprodukten sind auf Ersatzbedarf und Renovierungsaktivitäten und ca. 35 % auf den privaten, öffentlichen und gewerblichen Neubau zurückzuführen. In der Vergangenheit hat sich die Ersatzbedarfsnachfrage im Allgemeinen weniger zyklisch als die Neubaunachfrage entwickelt, da der Ersatzbedarf im Wesentlichen von der Altersstruktur der Sanitärprodukte im Bestand abhängt. Nachdem im Jahre 2016 nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds ("IWF"; World Economic Outlook vom April 2018) trotz mehrerer geopolitischer Krisen ein reales Wachstum der Weltwirtschaft von 3,2 % erreicht werden konnte, kam es im Jahre 2017 zu einer weiteren deutlichen Erhöhung des realen weltwirtschaftlichen Wachstums auf 3,8 %, getrieben von einer signifikanten Wachstumsbeschleunigung vor allem in den entwickelten Märkten (von 1,7 % in 2016 auf 2,3 % in 2017), aber auch von zunehmender Wachstumsdynamik in den Schwellen- und Entwicklungsländern (von 4,4 % in 2016 auf 4,8 % in 2017). Besonders deutlich fiel die in 2017 verzeichnete Wachstumsbeschleunigung in den USA (von 1,5 % auf 2,3 %) und Kanada (von 1,4 % auf 3,0 %), aber auch im Euro Währungsraum (von 1,8 % auf 2,3 %) sowie in Japan (von 0,9 % auf 1,7 %) aus. Die Wachstumsbeschleunigung in den Schwellen- und Entwicklungsländern kam vor allem aus Russland (von -0,2 % auf 1,5 %), dem übrigen Osteuropa (von 3,2 % auf 5,8 %) sowie aus Lateinamerika (von -0,6 % auf 1,3 %). Die Wachstumsbelebung in China war nur geringfügig (von 6,7 % auf 6,9 %), Indien hatte eine leichte Reduzierung der Wachstumsdynamik (von 7,1 % auf 6,7 %) zu verzeichnen (Schätzungen des IWF aus dem World Economic Outlook von April 2018). 2.1.2 Entwicklung der Baukonjunktur Die realen Bauinvestitionen in Gebäude haben nach Schätzungen des Marktforschungsinstituts IHS GLOBAL INSIGHT (April 2018) in 2017 um 3,1 % zugenommen, womit das globale Wachstum der Bauinvestitionen in Gebäude etwas hinter der Dynamik des vom IWF geschätzten gesamtwirtschaftlichen Wachstums von 3,8 % zurückblieb. Eine Besonderheit lag dabei - wie schon in den beiden Vorjahren - auch noch in 2017 darin, dass das Wachstum der Bauinvestitionen in Gebäude in den reifen Märkten mit 3,7 % sehr viel stärker ausfiel als in den Wachstumsmärkten mit 2,4 %. Ein wesentlicher Wachstumstreiber in den reifen Märkten war dabei wiederum die weitere Erholung der bauwirtschaftlichen Aktivitäten in Nordamerika (USA und Kanada), wo die Bauinvestitionen in Gebäude um weitere 5,0 % zunahmen und damit wesentlich zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum von 2,3 % in den USA und 3,0 % in Kanada beigetragen haben. Dabei lagen sie in den USA allerdings in 2017 in realer Betrachtung noch immer bei lediglich 72 % des im Jahre 2005 erreichten bisherigen Höchstwerts. Daneben war in 2017 mit 3,6 % auch in den entwickelten Staaten in Asien (ohne Japan, also in Australien, Neuseeland, Hongkong, Südkorea, Singapur und Taiwan) ein deutliches Wachstum der Bauinvestitionen zu verzeichnen, während die entsprechende Entwicklung in den asiatischen Wachstumsmärkten mit 2,9 % etwas verhaltener ausfiel, weil sowohl in China (+2,4 %) als auch in Indien (+2,8 %) das Wachstum nur mäßig ausfiel. Neben dem schwachen Wachstum der Bauinvestitionen im Mittleren Osten von 2,3 % hat vor allem der Rückgang in Lateinamerika um 2,2 % zum deutlichen Rückstand der Wachstumsmärkte bei den Bauinvestitionen in Gebäude beigetragen, während in Osteuropa nach dem starken in 2016 verzeichneten Rückgang von 8,6 % in 2017 ein Wachstum von 5,4 % folgte. In der Europäischen Union sind in 2017 die Bauinvestitionen in Gebäude mit 3,5 % (bezogen auf die bei IHS GLOBAL INSIGHT berücksichtigten EU-Hauptmärkte) stärker gewachsen als die Gesamtwirtschaft (im Euro-Gebiet 2,3 % und in UK 1,8 % laut IWF). Der Bericht des Marktforschungsinstituts EUROCONSTRUCT von November 2017 geht für die dort abgedeckten 19 europäischen Märkte von einem realen Wachstum der Bauinvestitionen in Gebäude in 2017 von 3,9 % aus, was eine leichte Steigerung der Wachstumsdynamik im Vergleich zum Vorjahr (+3,7 %) bedeutet. Unter den für EUROCONSTRUCT einbezogenen Grohe-Hauptmärkten gab es den deutlichsten Anstieg der realen Bauinvestitionen in Gebäude in Spanien (+7,0 %) und den Niederlanden (+6,9 %) sowie in Frankreich (+4,2 %). Unterdurchschnittliches Wachstum wurde dagegen in Italien (+1,5 %), Belgien (+1,7 %), UK (+2,3 %), Deutschland (+2,5 %) und Österreich (+2,7 %) verzeichnet. Die Zahl der in den EUROCONSTRUCT-Ländern fertiggestellten Wohnungen wuchs in 2017 um weitere 11,7 % auf 1,6 Millionen. Insgesamt wird geschätzt, dass die asiatischen Schwellenländer mit einem Wachstum der Bauinvestitionen in Gebäude von 52 Milliarden US Dollar (zu Preisen von 2010) in 2017 den größten Beitrag zum Wachstum der globalen Bauinvestitionen in Gebäude erbracht haben, gefolgt von Westeuropa (45 Milliarden US Dollar) und Nordamerika (40 Milliarden US Dollar). Diese drei Regionen zusammen erzielten mehr als 80 % des globalen Wachstums der Bauinvestitionen. Weiter wurden diesbezüglich in den reifen asiatischen Märkten einschließlich Japan in 2017 ca. 22 Milliarden US-Dollar Wachstum verzeichnet, in osteuropäischen Märkten 11 Milliarden und weitere 6 Milliarden US-Dollar im Mittleren Osten und Afrika, während die entsprechenden Investitionen in Lateinamerika um 7 Milliarden US-Dollar zurückgingen. 2.1.3 Branchenentwicklung Angetrieben durch ein reales Wachstum des globalen Brutto-Inland-Produkts (BIP) von 3,8 % und der Bauinvestitionen in Gebäude von 3,1 % ist der Nominalwert der weltweiten Nachfrage nach Wassertechnologie-Produkten nach Schätzungen von BRG Research Services (aus November 2017) in 2017 um 5,0 % gestiegen. Nach Einschätzung von BRG Research Services nahm der nominale Wert der Nachfrage nach Wassertechnologie-Produkten in Europa um 4,1 % zu, wohingegen in Asien (ohne Japan) eine Zunahme um 6,6 %, auf dem amerikanischen Kontinent um 4,8 % und im Mittleren Osten/Afrika um 4,1 % verzeichnet wurde. Damit haben die asiatischen Länder (ohne Japan) in 2017 fast 44 % zum weltweiten Wachstum der Nachfrage nach Wassertechnologie-Produkten beigetragen, während 28 % des Wachstums aus den Ländern der amerikanischen Hemisphäre kamen. Demgegenüber entfielen auf Gesamt-Europa 19 %, den Mittleren Osten 7 % und Japan gut 2 % des weltweiten Wachstums der Nachfrage nach Produkten sanitärer Wassertechnologie. Die dargestellte Entwicklung des Kalenderjahres 2017 hat sich im 1. Quartal 2018 auf sehr ähnlichem Niveau fortgesetzt. Aus Sicht der Grohe AG war somit im Geschäftsjahr 2018 eine insgesamt positive Branchenentwicklung zu verzeichnen. Für das Kalenderjahr 2018 wird vom IWF (in seiner Aprilprognose 2018) ein leicht beschleunigtes Wachstum der Weltwirtschaft von 3,9 % erwartet. 2.2 Ertragslage Die wesentlichen Leistungsindikatoren der Grohe AG sind der Umsatz und das operative Ergebnis (EBIT). 2.2.1 Umsatz
Die Umsatzsegmente der Grohe AG enthalten im Wesentlichen Umsätze von Fertigerzeugnissen, die an die jeweiligen Vertriebstochtergesellschaften oder im Direktexport realisiert werden. Der Gesamtumsatz der Grohe AG beläuft sich im Geschäftsjahr 2018 auf EUR 1.236,6 Mio. Der Umsatz der Grohe AG in Europa entspricht 72,4 % des Gesamtumsatzes. Die Umsätze in Asien tragen mit 11,7 % zum Gesamtumsatz bei, während im Mittleren Osten und Afrika 11,4 % des Umsatzes generiert wurden. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Umsatzerlöse um 5,1 % erhöht und folgen damit der weiteren günstigen Branchenentwicklung. Zu dieser positiven Entwicklung trugen insbesondere gestiegene Absatzmengen in nahezu allen europäischen Ländern bei, insbesondere in Frankreich, Russland, Deutschland, Dänemark und den Niederlanden. Daneben sind die Umsatzerlöse insbesondere auch in den USA und in China deutlich gewachsen. Demgegenüber steht ein Umsatzrückgang im Mittleren Osten und Afrika. 2.2.2 Bruttoergebnis vom Umsatz und Bruttomarge Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 54,6 Mio. auf EUR 879,7 Mio. erhöht. Das Bruttoergebnis vom Umsatz liegt 2018 bei EUR 356,8 Mio. (Vorjahr: EUR 351,3 Mio.). Mit 28,9 % liegt die Bruttomarge leicht unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2017 (29,9 %). 2.2.3 Sonstige wesentliche Erträge und Aufwendungen Die Vertriebskosten belaufen sich im Geschäftsjahr 2018 auf EUR 177,1 Mio. (Vorjahr: EUR 173,4 Mio.). Diese beinhalten neben Vertriebskosten für Direktumsätze ebenso Vertriebskosten für die Lagerung und den Versand von Produkten an Vertriebsgesellschaften. Die Relation der Vertriebskosten zu den Umsatzerlösen (Vertriebskostenquote) verringerte sich gegenüber dem Vorjahr von 14,7 % auf 14,3 %. Ursächlich für diese Entwicklung sind unter anderem höhere Aufwendungen für Werbung und Marketing im Geschäftsjahr 2017 im Zusammenhang mit der alle zwei Jahre in Frankfurt stattfindenden Messe ISH, der Weltleitmesse für die Erlebniswelt Bad, Gebäude-, Energie-, Klimatechnik und Erneuerbare Energien. Die allgemeinen Verwaltungskosten haben sich im Vergleich zum Vorjahr von EUR 21,5 Mio. auf EUR 21,9 Mio. geringfügig erhöht. Die sonstigen betrieblichen Erträge (+)/Aufwendungen (-), netto, betragen EUR 48,4 Mio. (Vorjahr: EUR 42,4 Mio.). In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von EUR 30,3 Mio. (Vorjahr: EUR 20,9 Mio.) sind Belastungen an Konzerngesellschaften in Höhe von EUR 18,9 Mio. (Vorjahr: EUR 13,7 Mio.) enthalten. Darüber hinaus enthält diese Position Erträge aus der Währungsumrechnung von EUR 10,8 Mio. (Vorjahr: EUR 6,0 Mio.) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen in Höhe von EUR 0,1 Mio. (Vorjahr: EUR 0,7 Mio.), die im Wesentlichen aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen resultieren. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von EUR 78,7 Mio. (Vorjahr: EUR 63,3 Mio.) beinhalten neben den Beträgen im Rahmen von Belastungen an Konzerngesellschaften in Höhe von EUR 18,9 Mio. (Vorjahr: EUR 13,7 Mio.) vor allem planmäßige Abschreibungen auf bilanzierte Aufstockungsbeträge (im Wesentlichen Markenrechte) in Höhe von EUR 38,1 Mio. sowie EUR 14,8 Mio. (Vorjahr: EUR 6,2 Mio.) Aufwendungen aus der Währungsumrechnung. Wie im Vorjahr enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen auch die Anpassungen der Pensionsrückstellungen aus der BilMoG-Umstellung in Höhe von EUR 3,3 Mio. Beteiligungsergebnis. Die Grohe AG erzielte im Geschäftsjahr 2018 Dividendenerträge in Höhe von EUR 6,2 Mio. (Vorjahr: EUR 18,2 Mio.). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus gesunkenen Beteiligungserträgen aus dem Mittleren Osten. Darüber hinaus enthielten die Dividendenerträge des Vorjahres Dividenden des Geschäftsjahres 2015 sowie des Rumpfgeschäftsjahres 2016, da im Rumpfgeschäftsjahr 2016 keine Beschlüsse zu Dividendenausschüttungen von ausländischen Beteiligungen gefasst wurden. Außerdem werden unter der Position Erträge aus Gewinnabführungsverträgen die Gewinne der deutschen Tochterunternehmen ausgewiesen, mit denen ein Gewinnabführungsvertrag besteht. Diese betragen im Geschäftsjahr 2018 EUR 30,4 Mio. (Vorjahr: EUR 32,6 Mio.). 2.2.4 Ergebnis Das operative Ergebnis (EBIT), welches ausgehend vom Ergebnis vor Steuern bereinigt um das Zinsergebnis (inkl. Erträge aus Ausleihungen) berechnet wird, beläuft sich im Geschäftsjahr 2018 auf EUR 146,1 Mio. (Vorjahr: EUR 164,8 Mio.) Das EBIT ist damit um EUR 18,7 Mio. bzw. 11,4 % gesunken. Der Rückgang ist im Wesentlichen durch das niedrigere Beteiligungsergebnis, niedrigere Erträge aus Gewinnabführungsverträgen sowie höhere Aufwendungen aus der Währungsumrechnung begründet. Ohne diese Effekte hätte sich ein EBIT auf Vorjahresniveau ergeben. Das Zinsergebnis inkl. Erträge aus Ausleihungen beträgt im Geschäftsjahr 2018 EUR -21,3 Mio. (Vorjahr: EUR -20,4 Mio.). Darin enthalten sind EUR 25,8 Mio. (Vorjahr: EUR 25,0 Mio.) Zinsaufwendungen aus langfristigen Personalrückstellungen einschließlich der Aufwendungen aufgrund der Änderung des Diskontierungszinssatzes der Pensionsverpflichtungen. Aufgrund des zwischen der Grohe AG und der Grohe Beteiligungs GmbH bestehenden Gewinnabführungsvertrags wurde das gesamte Ergebnis des Geschäftsjahres 2018 der Grohe AG an die Grohe Beteiligungs GmbH abgeführt. 2.3 Finanzlage 2.3.1 Finanzierungsstruktur und Liquidität Die Finanzierung der Grohe AG ist mit einem Eigenkapital von EUR 893,4 Mio. sowie Rückstellungen für Pensionen von EUR 284,2 Mio. langfristig ausgerichtet. Die Finanzierung der Grome Transaktion (Wir verweisen auf den Anhang "II. Angaben zur Bilanz") erfolgte im Wesentlichen durch ein Gesellschafterdarlehen der Grohe Holding GmbH in Höhe von EUR 90,0 Mio. Bis zum August 2017 stand der Grohe AG eine Betriebsmittelkreditlinie über EUR 120,0 Mio. zur Verfügung. Seit September 2017 wird die Finanzierung der Grohe AG durch die Konzernobergesellschaft Grohe Holding GmbH sichergestellt, in der seit September 2017 das regionale Treasury Centre für die Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika (RTC EMEA) verortet ist. Im Zuge der Implementierung des RTC EMEA wurden die externen Finanzierungslinien weitestgehend im RTC zentralisiert. Die oben genannte Betriebsmittelkreditlinie ging per Schuldnerwechsel von der Grohe AG auf die Grohe Holding GmbH in voller Höhe über. Die Betriebsmittelkreditlinie steht der Grohe Holding GmbH für allgemeine Unternehmenszwecke bis zum 9. April 2020 zur Verfügung. Ferner wurde der Finanzierungsrahmen durch weitere Kreditfazilitäten in Höhe von insgesamt EUR 90,0 Mio., die der Grohe Holding GmbH zur Verfügung stehen, erweitert. Zum Zwecke der Zentralisierung der liquiden Mittel in der Region EMEA wurde ein Euro-Cashpool auf Ebene der Grohe Holding GmbH eingerichtet, an den die Grohe AG angeschlossen ist. Der bis zum August 2017 bestehende Cashpool auf Ebene der Grohe AG wurde gekündigt. Die liquiden Mittel der Grohe AG betragen zum Ende des Geschäftsjahres EUR 8,3 Mio. (31. März 2017: EUR 155,5 Mio.). Die Veränderung der liquiden Mittel resultiert im Wesentlichen aus der Reallokation des Cashpools auf das RTC EMEA im Geschäftsjahr 2018. 2.4 Vermögenslage Das gebundene Anlagevermögen beträgt EUR 793,4 Mio. (31. März 2017: EUR 733,8 Mio.) und macht 53,7 % der Bilanzsumme in Höhe von EUR 1.477,2 Mio. aus. Der Anstieg im Vorjahresvergleich hängt im Wesentlichen mit der Grome Transaktion zusammen. Vom Anlagevermögen entfallen EUR 91,5 Mio. auf immaterielle Vermögensgegenstände. Diese beinhalten vor allem die im Rahmen der Verschmelzung mit der Grohe Water Technology AG & Co. KG bilanzierten Markenrechte in Höhe von EUR 50,0 Mio. sowie selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 31,4 Mio. Das Sachanlagevermögen beträgt EUR 94,2 Mio. Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von EUR 21,1 Mio. (Vorjahr: EUR 26,4 Mio.) getätigt, diese betreffen unter anderem Maschinen, IT Infrastruktur, die Erweiterung eines Bürogebäudes und die Erweiterung der Messinggalvanik am Standort Lahr. Das Umlaufvermögen beträgt EUR 681,1 Mio. bzw. 46,1 % der Bilanzsumme (31. März 2017: EUR 700,0 Mio.) und liegt damit auf Vorjahresniveau. Der Rückgang der Liquiden Mittel um EUR 147,2 Mio. und damit einhergehend der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um EUR 140,7 Mio. steht im Zusammenhang mit der Gründung des RTC EMEA. Wir verweisen an der Stelle auf die Beschreibung 2.3.1. Finanzierungsstruktur und Liquidität. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betrafen im Vorjahr in Höhe von TEUR 8.108 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Aufgrund der Grome Transaktion bestehen zum 31. März 2018 keine Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, mehr. Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft sind zum 31. März 2018 um EUR 18,0 Mio. auf insgesamt EUR 219,9 Mio. bzw. 14,9 % der Bilanzsumme gestiegen. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie aus den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die sich im Vergleich zum Vorjahr jeweils um EUR 10,0 Mio. bzw. um EUR 8,6 Mio. erhöht haben. Durch die Grome Transaktion im Mai 2017 bestanden zum Stichtag 31. März 2018 keine Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, mehr (31. März 2017: EUR 1,4 Mio.). Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen belaufen sich auf EUR 284,2 Mio. (31. März 2017: EUR 259,3 Mio.). Der Anstieg der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen ist überwiegend auf die Reduzierung des Diskontierungszinssatzes um 0,36 %-Punkte zurückzuführen. Einschließlich der sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 79,6 Mio. (31. März 2017: EUR 80,7 Mio.) betrugen die Rückstellungen zum 31. März 2018 insgesamt EUR 363,9 Mio. bzw. 24,6 % der Bilanzsumme. Das Eigenkapital beträgt zum 31. März 2018 EUR 893,4 Mio. (31. März 2017: EUR 893,6 Mio.) und beträgt 60,5 % der Bilanzsumme (31. März 2017: 62,3 %). Auf die Angaben zu den eigenen Anteilen sowie den Gewinnrücklagen im Anhang wird verwiesen (II. Angaben zur Bilanz Nr. 5. "Gezeichnetes Kapital" und Nr. 7 "Gewinnrücklagen"). Die Unternehmensleitung schätzt die wirtschaftliche Lage der Grohe AG aufgrund des guten operativen Ergebnisses, der soliden Liquiditätslage und der gesicherten Finanzierung über die Grohe Holding GmbH insgesamt als gut ein. Während der Umsatz des Geschäftsjahrs 2018 verglichen mit dem Umsatz des Vorjahres um 5,1 % gestiegen ist, war für das EBIT in diesem Zeitraum ein Rückgang von 11,4 % zu verzeichnen. Dieser Rückgang ist weitestgehend durch das niedrigere Beteiligungsergebnis - insbesondere bedingt durch die schlechtere Ergebnisentwicklung der Tochtergesellschaften im Mittleren Osten sowie durch Sondereinflüsse in Form von höheren Aufwendungen aus der Währungsumrechnung begründet. Ohne diese Effekte hätte sich ein EBIT auf Vorjahresniveau ergeben. Damit ist die per 31. März 2017 prognostizierte positive Entwicklung von Umsatz und EBIT im einstelligen Prozentbereich für das Geschäftsjahr 2018 weitestgehend eingetroffen. 2.5 Mitarbeiter Bei der Grohe AG sind zum 31. März 2018 2.066 Mitarbeiter beschäftigt (31. März 2017: 1.908). Es werden 54 (2017: 55) junge Menschen bei Grohe ausgebildet. Analog zur positiven Geschäftsentwicklung und Erweiterung des Produktportfolios hat Grohe die Mitarbeiterzahlen erhöht, um somit auch das interne Know-how und wesentliche Kernkompetenzen zu erweitern. Um zu gewährleisten, dass wir unserem Qualitätsanspruch in der Personalarbeit gerecht werden, haben wir unsere Prozesse weiter digitalisiert, und sind somit zukünftig noch besser in der Lage, Qualifikationspotentiale frühzeitig zu erkennen und durch eine kohärente, interne Nachfolgeplanung auch proaktiv dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Grohe investiert kontinuierlich in Aus- und Weiterbildung. So legen wir, wie in den Jahren zuvor, großen Wert auf die Ausbildung junger Menschen. Dies spiegelt sich in der großen Zahl herausragender Ausbildungsabschlüsse im abgelaufenen Ausbildungsjahr 2017 wider. Nahezu allen Ausgebildeten wurde eine Festanstellung angeboten. Unser Grohe Potential System (GPS), welches unsere Nachwuchstalente auf zukünftige Führungsposition vorzubereiten soll, wurde auch in diesem Jahr erfolgreich fortgeführt, sodass wir mittlerweile über insgesamt 152 Absolventen in unserem GPS Alumni Kreis verfügen, von denen die meisten mittlerweile weiterführenden Aufgaben übernehmen konnten. Um die Mitarbeiterqualifikation weiter zu sichern und auszubauen, gründeten wir bereits im vorigen Geschäftsjahr die Grohe Master Academy, in der wir alle Weiterbildungsaktivitäten für Mitarbeiter und Kunden bündeln. Wir bauen dabei auf die Mischung aus externen und internen Weiterbildungsprogrammen sowie ein produktives Zusammenwirken von jüngeren und erfahreneren Mitarbeitern. Mitarbeiter und Unternehmen haben in diesem Geschäftsjahr 10.000 Stunden in Schulungen investiert, wovon rund % über Online-Schulungen abgebildet wurden. Soziale Verantwortung leben wir durch die traditionelle Förderung bestimmter Bildungseinrichtungen sowie die Fortführung der im Jahr 2009 gestarteten Grohe Jal Academy in Indien. Die Grohe Jal Academy ist ein Projekt zur Qualifizierung von Straßenkindern in Indien nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe, dessen Erfolg mittlerweile national wie international große Beachtung und Anerkennung findet. Daher wurden in Manila und in Delhi weitere Ausbildungszentren eröffnet. Das bestehende Ausbildungszentrum in Mumbai wird weitergeführt. Das Thema Arbeitsschutz wird bei uns mit höchster Priorität betrieben. In den Standorten werden unter Leitung der Fachkräfte regelmäßige Begehungen, Arbeitskreise, Schulungen und entsprechende Audits durchgeführt, um sicherzugehen, dass neben den gesetzlichen Auflagen auch unsere darüberhinausgehenden Grohe Standards eingehalten werden. Es besteht die Pflicht, jeden Arbeitsunfall unverzüglich dem Vorstand zu melden, einschließlich Ursachen und Implementierung geeigneter Maßnahmen, die eine Wiederholung ausschließen. In den letzten Jahren konnte dadurch vor allem die Schwere der Arbeitsunfälle signifikant reduziert werden. Folgerichtig wird auch das Gesundheitsmanagement bei Grohe großgeschrieben. Je Standort existiert ein Arbeitskreis Gesundheitsmanagement, dem u.a. auch Geschäftsleitung, Betriebsrat, Betriebsverantwortliche, Personalabteilung und Betriebsarzt angehören. Wir beschäftigen speziell geschulte Ergonomieberater, die unseren Mitarbeitern zeigen, wie sie ihren Arbeitsplatz optimal einrichten, und prüfen, ob besondere Ausstattung benötigt wird. Bewegung fördern wir auch dadurch, dass wir seit letztem Jahr unseren Mitarbeitern an einigen Standorten die Möglichkeit bieten, über uns Fahrräder zu leihen. Darüber hinaus haben wir Ladestationen installiert, um E-Bikes abzustellen und aufzuladen. 3. Erklärung zur UnternehmensführungVorstand und Aufsichtsrat der Grohe AG haben sich eingehend mit dem Thema der Frauenquote befasst und Folgendes beschlossen:
Der Vorstand und Aufsichtsrat der Grohe AG werden über die Frauenquoten im Aufsichtsrat, im Vorstand sowie in den zwei Ebenen unterhalb des Vorstands erneut beschließen. Beschlussvorlagen sind aktuell in Vorbereitung. 4. Compliance Management SystemGrohe ist ein innovatives und leistungsstarkes Unternehmen. Als solches stellen wir uns den Herausforderungen des Wettbewerbs und sind mit ihnen gewachsen. Es ist für uns von großer Bedeutung, von unseren Kunden und Endverbrauchern als Unternehmen wahrgenommen zu werden, das fair im Markt unter strenger Einhaltung aller gesetzlichen Vorgaben agiert. Um dies zu gewährleisten, hat Grohe schon seit einigen Jahren ein Compliance-Risk-Managementsystem implementiert, welches wesentlicher Bestandteil der Unternehmensführung geworden ist. Compliance steht dabei für die Einhaltung sämtlicher gesetzlicher, behördlicher und unternehmensinterner Vorgaben. Grundlage ist der LIXIL Code of Conduct, der eine klare Vorgabe enthält, welchen Prinzipien sich das Unternehmen verpflichtet fühlt und welches Verhalten es von seinen Mitarbeitern erwartet. Daneben gibt es verbindliche Richtlinien für die Bereiche Anti-Korruption, Kartellrecht, Trade Compliance, Interessenkonflikte, Anti-Diskriminierung sowie Datenschutz, die die jeweiligen Bereiche detailliert regeln. Für das operative Compliance Management ist im Unternehmen ein Chief Compliance Officer verantwortlich. Er wird hierbei vom Trade Compliance Officer, dem Konzerndatenschutzbeauftragten sowie dem Compliance Committee unterstützt. Mitglieder des Compliance Committees sind Vertreter aus verschiedenen Unternehmensbereichen. Grohe hat ein weltweites Hinweisgeber-System aufgebaut, bei dem sich Mitarbeiter und Dritte unter Wahrung ihrer Anonymität melden können. Die Mitarbeiter von Grohe werden zu den wesentlichen Inhalten des Compliance Managements und hier insbesondere zu den einzelnen Richtlinien durch Online- und Präsenztrainings regelmäßig geschult. 5. RisikoberichtGrohe verfolgt mittels eines effizienten Risikomanagementsystems die aus der weltweiten Geschäftstätigkeit entstehenden Risiken und versucht, unangemessene Risiken weitestgehend zu vermeiden. Die nachfolgend aufgeführten Risiken können nachteilige Auswirkungen auf die Entwicklung von Grohe und damit auf die Grohe AG als größte operative Gesellschaft haben: Absatzmarktrisiken. Aufgrund der nachhaltigen Intensivierung des Wettbewerbs ist Grohe mit einer Vielzahl von Risiken konfrontiert und konkurriert sowohl mit international agierenden Wettbewerbern als auch mit zahlreichen regionalen und spezialisierten Anbietern. Grohe ist dabei nicht nur von allgemeinen weltwirtschaftlichen Entwicklungen, sondern auch von branchenspezifischen Einflüssen wie beispielsweise der Baukonjunktur abhängig. Beschaffungsrisiken. Auf der Beschaffungsseite ist Grohe Risiken durch Preisschwankungen bei den Rohstoffen ausgesetzt. Ein wesentliches Rohmaterial ist Messing sowie aus Messing gefertigte Teile. Hauptbestandteile von Messing sind Kupfer und Zink, die in den letzten Jahren an der London Metal Exchange eine hohe Volatilität der Preise und Bestandsmengen verzeichneten. Grohe begegnet diesem Risiko durch Preis- und Mengenfixierungen mit Lieferanten und durch derivative Finanzgeschäfte mit Banken (vornehmlich Rohwarentermingeschäfte), wodurch die Planungssicherheit im Bereich der Herstellungskosten sowie der Rohmaterialbeschaffung erhöht wird. Weitere Ausführungen zu den Sicherungsgeschäften für Grohe sind im Anhang zu finden. Währungsrisiken. Der Konzern ist in mehr als 130 Ländern tätig und wickelt Geschäfte in mehr als 10 Währungen ab. Ungefähr 30 % der Umsatzerlöse der Grohe AG werden in anderen Währungen als dem Euro erzielt. Die Währungsrisiken beziehen sich in erster Linie auf den US-Dollar und in geringerem Umfang auf das britische Pfund und den japanischen Yen. Risiken aus einer Veränderung der Währungsrelationen begegnet das Unternehmen mit einer teilweisen Absicherung von in Fremdwährung abzurechnenden Umsätzen und den daraus resultierenden Forderungen einerseits und von Einkäufen und daraus resultierenden Verbindlichkeiten andererseits. Zur Absicherung werden Devisentermingeschäfte verwendet, mit denen die Zahlungsein- bzw. -ausgänge in Fremdwährung zu einem festen Kurs in Euro getauscht werden. Wir verweisen ferner auf die Darstellung der zum 31. März 2018 bestehenden Devisenterminkontrakte im Anhang. Finanzierungs- und Zinsänderungsrisiko. Für die Grohe AG besteht aufgrund der langfristig gesicherten Finanzierung über die Grohe Holding kein wesentliches Finanzierungsrisiko. Zum Stichtag steht der Grohe Holding GmbH eine Betriebsmittelkreditlinie in Höhe von EUR 120 Mio. für allgemeine Unternehmenszwecke bis zum 9. April 2020 zur Verfügung. Ferner wurde der Finanzierungsrahmen durch weitere Kreditfazilitäten in Höhe von insgesamt EUR 90,0 Mio., die ebenfalls der Grohe Holding GmbH zur Verfügung stehen, erweitert. Barziehungen werden jeweils variabel zu EURIBOR zuzüglich einer Marge verzinst. Das sich aus der variablen Verzinsung ergebende Zinsänderungsrisiko wurde in 2018 nicht abgesichert. Zum 31. März 2018 hat der Konzern EUR 20,0 Mio. in Anspruch genommen. Rechtliche Risiken. Im Zusammenhang mit der im Jahre 2005 vereinbarten Verschmelzung der Grohe Water Technology AG & Co. KG auf die Grohe AG hat die Grohe AG den abfindungsberechtigten ehemaligen Kommanditisten der Grohe Water Technology AG & Co. KG, die Widerspruch gegen die Verschmelzung eingelegt hatten, ein gesetzlich vorgeschriebenes Barabfindungsangebot in Höhe von EUR 33,11 pro Aktie der Grohe AG unterbreitet. In einem Spruchverfahren ist die Barabfindung vom Oberlandesgericht Düsseldorf in zweiter Instanz mit Beschluss vom 14. Dezember 2017 auf einen Betrag von EUR 37,40 pro Aktie der Grohe AG erhöht und eine bare Zuzahlung in Höhe von EUR 3,57 pro Kommanditanteil von EUR 1,00 am Festkapital der Grohe Water Technology AG & Co. KG festgelegt worden. Die Entscheidung ist rechtskräftig. Bei Grohe wird die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und Genehmigungsauflagen sowie die kontinuierliche Verbesserung im Umwelt- und Arbeitsschutzmanagement durch die Zentralfunktion Corporate EHS & Sustainability Management mit Hilfe systematischer Aufbau- und Ablaufstrukturen und regelmäßiger interner und externer Environmental, Health and Safety (EHS) Performance und Management System Audits in allen relevanten Bereichen sichergestellt und überwacht. Das Umweltmanagementsystem der Grohe AG wurde erstmals 2003 für alle europäischen Produktionsstandorte und 2004 für den Standort in Thailand nach der ISO 14001 zertifiziert. Im Jahr 2011 folgte eine erfolgreiche Erst-Zertifizierung der Grohe Gruppe nach OHSAS 18001, der weltweit führenden Norm für Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagement-Systeme (zukünftig: ISO 45001). Die aktuell gültigen Re-Zertifizierungen datieren aus 2015 (sowohl Umweltmanagement, ISO 14001:2009, als auch Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagement, OHSAS 18001:2007). Zertifizierungsgesellschaft ist der TÜV Nord in Essen. Bereits seit mehreren Jahren nimmt der Einfluss der Europäischen Chemikalienverordnung REACH auf die europäische Industrie und damit auch auf Grohe zu. Gemäß REACH müssen Hersteller, Importeure und nachgeschaltete Anwender ihre Chemikalien registrieren und sind für deren sichere Verwendung selbst verantwortlich. Ausgewählte Stoffe werden von den Behörden bewertet und ggf. einer Regelung ("Verbot", Nutzungsbeschränkung) zugeführt. Mit Einrichtung des "GROHE REACH Radar" analysiert Grohe die Verwendung von Chemikalien im Unternehmen, um frühzeitig auf drohende Stoffverbote aufmerksam zu werden und reagieren zu können. Um dem aktuellen Anwendungsverbot von Chromtrioxid (Juristisch: Verbot mit Erlaubnisvorbehalt) innerhalb der EU zu begegnen (Ablaufdatum: 21. September 2017), ist Grohe als aktives Mitglied im CTAC-Konsortium (Chromium Trioxide Application Consortia) tätig geworden, das am 7. August 2015 Zulassungsanträge gestellt hat. Grohe hat zudem am 7. Oktober 2015 einen eigenen Zulassungsantrag für die weitere Nutzung von Chromtrioxid bei der ECHA - European Chemicals Agency in Helsinki gestellt. Die ECHA hat bereits in beiden Fällen (CTAC und Grohe) entsprechende Handlungsempfehlungen ("final opinions") an die EU-Kommission ausgesprochen. Hinsichtlich Grohe empfahl die ECHA 12 Jahre für die Nutzung von Chromtrioxid in der galvanischen Oberflächenbeschichtung und 10 Jahre für das Ätzen von Kunststoffen, einem Vorbehandlungsprozess in der Kunststoffgalvanik. Das entsprach den von Grohe beantragten Zeiträumen. Anfang Februar 2017 hat die EU-Kommission Grohe die Zulassung für die beantragten Zeiträume erteilt. Grohe geht davon aus, dass alle derzeit relevanten gesetzlichen Umweltvorschriften eingehalten sind. Aufgrund von Faktoren, die sich der Kontrolle der Gesellschaft entziehen (wie die Entdeckung bislang nicht erkannter Altlasten oder Änderungen der bestehenden Umweltgesetzgebung bzw. der Auslegung durch entsprechende Behörden), kann eine Belastung aus Umweltrisiken jedoch nicht ausgeschlossen werden. 6. ChancenberichtGrohe sieht seine Stärken und damit Chancen in der weltweiten Bekanntheit von Grohe als Premiummarke für Wassertechnologie-Produkte im Sanitärbereich mit hohen Qualitäts- und Innovationsstandards sowie den zahlreichen langjährigen Geschäftsbeziehungen mit Kunden in vielen Ländern der Welt. Neben dem hohen Wiedererkennungswert stärkt auch die universal attraktive Formensprache der Grohe-Produkte nicht nur die Kundenakzeptanz und -bindung, sondern verbessert auch den Zugang zu weiteren Absatzmärkten und Kunden. Hierdurch ergeben sich für uns vielversprechende Möglichkeiten, Umsatz und Profitabilität weiter zu steigern und das Wachstum des Unternehmens zu sichern. Darüber hinaus erhofft sich Grohe durch die Zusammenarbeit mit LIXIL, den nachhaltigen Wachstumskurs konsequent fortzusetzen und neue Synergien zu nutzen. Mit der Umgestaltung der LIXIL-Gruppe in vier technologische Geschäftseinheiten in 2015 wurde auch das Sanitärgeschäft der Gruppe mit den Marken GROHE, American Standard und LIXIL/Inax als LIXIL Water Technology (LWT) zusammengefasst. Mit den einzelnen, weiterhin eigenständig geführten Marken werden weltweit führende Marktpositionen in den entscheidenden Kernmärkten besetzt, Aktivitäten in 150 Märkten vorangetrieben, zwei Forschungs- und Entwicklungskompetenzzentren - in Deutschland und Japan - betrieben und Produkte in 50 Produktionsstätten weltweit gefertigt. Alle Marken zusammen nehmen dadurch eine global ausgerichtete Marktführungsposition ein. Durch Bündelung und Austausch von ausgewiesener Expertise und breitem Know-how profitiert auch Grohe und hat dadurch beste Voraussetzungen, sich erfolgreich weiterzuentwickeln und profitabel zu wachsen. 7. AusblickTrotz einer Vielzahl fortwährender, sich zum Teil verschärfender währungs-, finanz-, geo- und handelspolitischer Risiken ist unser Ausblick angesichts weiterhin positiver allgemein- und bauwirtschaftlicher Wachstumsprognosen sowie unserer derzeitigen Umsatzentwicklung auch für das Geschäftsjahr 2019 optimistisch. Die gründerzeitliche Wachstumsdynamik in vielen Schwellenländern sowie die zahlreichen monetären und budgetären Maßnahmen in vielen Ländern scheinen nicht nur die realwirtschaftlichen Auswirkungen der anhaltenden weltweiten Finanz- und Schuldenkrise weiterhin unter Kontrolle halten zu können, sondern auch zu einer leichten Wachstumsbelebung im Kalenderjahr 2018 beizutragen. Auch dürften die Migrationsbewegungen in Europa wegen des Bedarfs an zusätzlichem Wohnraum eher zu einer Belebung unseres Geschäftes führen. Der IWF rechnet in seiner Prognose vom April 2018 mit einer leichten Beschleunigung des weltwirtschaftlichen Wachstums von real 3,8 % 2017 auf 3,9 % 2018. Die positiven Umsatzerwartungen von Grohe sind darüber hinaus insbesondere dadurch begründet, dass die realen Bauinvestitionen in Gebäude nach den aktuellen Prognosen von IHS GLOBAL INSIGHT (April 2018) im vergangenen Jahr 2017 weltweit um real 3,1 % sowie in den reifen Märkten, in denen Grohe den größten Teil seiner Umsätze erzielt, sogar um 3,7 % gewachsen sind. Obwohl erwartet wird, dass sich die Wachstumsdynamik der Bauinvestitionen in 2018 im globalen Durchschnitt leicht auf 2,7 % abschwächen wird, gehen wir davon aus, dass viele der Baumaßnahmen, in die 2017 investiert wurde, erst in 2018 fertiggestellt werden, so dass insgesamt mit einer ähnlich lebhaften Nachfrage nach unseren Produkten wie im Vorjahr gerechnet werden kann, da sie in der Regel erst zum Ende der Fertigstellung der Baumaßnahmen installiert werden. Dabei wird es aber deutliche regionale Unterschiede geben. Wie für alle reifen Märkte erwartet IHS GLOBAL INSIGHT auch für die realen Bauinvestitionen in Gebäude in Westeuropa eine Wachstumsberuhigung von 3,1 % 2017 auf 2,7 % 2018. Gleiches bestätigt auch EUROCONSTRUCT, welche für die 19 EUROCONSTRUCT-Länder einen entsprechenden Wachstumsrückgang von 3,9 % in 2017 auf 2,3 % in 2018 prognostiziert. Auch für Nordamerika (ohne Mexiko) wird erwartet, dass sich das Abflachen der Erholungsdynamik fortsetzt, von 7,5 % Wachstum in 2016 über 4,9 % in 2017 auf 1,6 % in 2018. In den reifen Märkten Asiens (ohne Japan) wird eine Beruhigung von 3,6 % auf 0,3 % in 2018 prognostiziert, für Japan von 3,6 % auf 1,7 %, und für die reifen Märkte insgesamt von 3,7 % auf 2,0 %. Demgegenüber wird für die Schwellen- und Entwicklungsländer eine deutliche Wachstumsbeschleunigung erwartet, von 2,4 % in 2017 auf 3,5 % in 2018. Getrieben wird diese Belebung vor allem durch eine verstärkte Wachstumsdynamik in den asiatischen Schwellen- und Entwicklungsländern von 2,9 % auf 3,6 % in 2018, einer deutlichen Wachstumsbelebung im Mittleren Osten und Afrika (von 2,3 % in 2017 auf 4,3 % in 2018) sowie vom Turnaround in Lateinamerika (von -2,2 % in 2017 auf +1,7 % in 2018). Demgegenüber steht eine Stabilisierung in Osteuropa von 5,4 % realem Wachstums der Bauinvestitionen in Gebäude in 2017 auf 4,8 % in 2018. Angesichts der derzeit vorliegenden Prognosen wird davon ausgegangen, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die globale Sanitärbranche sich wegen eines Nachhalls der in 2016 und 2017 erzielten Wachstumsraten der Bauinvestitionen in Gebäude im Bereich der für 2018 zu erwartenden Fertigstellungen trotz einer leichten Abschwächung der Baukonjunktur im Geschäftsjahr 2018 auf sehr ähnlichem Niveau wie im Kalenderjahr 2017 entwickeln werden. Grohe hat seine Marktpositionen in den vergangenen Jahren sowohl bezüglich des Produktangebots als auch der Penetration der relevanten Ländermärkte und Vertriebswege systematisch weiter ausgebaut und in vielen Ländern Marktanteile gewonnen. Damit ist Grohe in einer ausgezeichneten Ausgangssituation, angesichts von nach wie vor in allen großen Weltwirtschaftsregionen real wachsenden Bauinvestitionen in Gebäude Marktchancen konsequent nutzen und Marktpositionen weiter ausbauen zu können. Vor diesem Hintergrund blickt Grohe optimistisch auf das angelaufene Geschäftsjahr 2019. Grohe strebt nicht nur an, die durch die außerordentlich starke Globalisierung der Marktposition der Marke "Grohe" entstehenden Chancen konsequent zu nutzen und Geschäftsfelder, Sortimente und Vertriebswege weiterhin systematisch auszubauen, sondern auch in zunehmendem Maße von Synergien mit anderen Marken und Aktivitäten in der LIXIL-Gruppe zu profitieren. Grohe wird auch im laufenden Geschäftsjahr 2019 eine weiterhin offensive und innovative Produktpolitik verfolgen, konsequent Märkte mit hohem Potenzial erschließen und seine Vertriebsaktivitäten in allen wichtigen Kanälen intensivieren, um weitere Marktanteile zu gewinnen. Wir gehen davon aus, dass sich im Geschäftsjahr 2019 die Umsatzentwicklung im Mittleren Osten und Afrika stabilisiert. Wir rechnen daher mit einem Umsatzwachstum sowie mit einem Anstieg des EBIT im einstelligen Prozentbereich.
Hemer, den 6. Juni 2018 Der Vorstand Michael Rauterkus Thomas Fuhr Adam Bryson Michael Mager Bilanz zum 31. März 2018Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2017 bis 31. März 2018
Grohe AG, HemerAmtsgericht Iserlohn, HRB 5726Geänderter Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2017 bis 31. März 2018Der Jahresabschluss der Grohe AG für das Geschäftsjahr vom 1. April 2017 bis 31. März 2018 (Geschäftsjahr 2018) wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften und unter Berücksichtigung der rechtsformspezifischen Vorschriften des Aktiengesetzes erstellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgt gemäß § 266 HGB, die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt gemäß § 275 Abs. 3 HGB (Umsatzkostenverfahren). Die Vergleichsperiode umfasst den Zeitraum vom 1. April 2016 bis zum 31. März 2017. Hintergrund und Umfang der Änderungen des am 10. Juli 2018 festgestellten Jahresabschlusses zum 31. März 2018 der Grohe AG: Der Jahresabschluss sowie Lagebericht der Grohe AG wurden am 6. Juni 2018 aufgestellt und am 10. Juli 2018 festgestellt. Die Grohe AG ist grundsätzlich zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach § 290 HGB verpflichtet. Von dieser Verpflichtung lässt sich die Grohe AG durch Anwendung des § 291 HGB befreien, indem sie als zu befreiendes Mutterunternehmen in den befreienden Konzernabschluss der Grohe Holding GmbH im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen wird. Der Verweis auf die Befreiung erfolgt gemäß § 291 Abs. 2 Nr. 4 HGB in der Anhangsangabe IV.9. Durch Hinzufügung des folgenden Satzes wurde der Hinweis auf die befreiende Wirkung des Konzernabschlusses der Grohe Holding GmbH (§ 291 Abs. 2 Nr. 4b HGB) verdeutlicht: "Dieser befreit die Grohe AG gemäß § 291 Abs. 2 HGB von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss aufzustellen." Weiterhin wurde in diesem Zusammenhang die Anhangsangabe zu Unternehmensorganen (IV.8) auf den aktuellsten Stand gebracht. Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung der Grohe AG zum 31. März 2018 sind von diesen Änderungen nicht berührt. I. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: 1. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens und die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen angesetzt. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Herstellungskosten aktiviert. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen, soweit sie durch die Fertigung veranlasst sind. Die planmäßigen Abschreibungen werden grundsätzlich nach der linearen Methode anhand der erwarteten Nutzungsdauer der einzelnen Anlagen ermittelt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit Vermögensgegenstände mit dem niedrigeren Wert anzusetzen sind, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist. 2. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie die Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden zum Nennwert angesetzt. Ausleihungen an verbundene Unternehmen in fremder Währung werden zunächst mit dem Kurs zum Transaktionszeitpunkt bewertet, sofern kein Kurssicherungsgeschäft zugrunde liegt. Ausleihungen in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Ausleihungen in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden am Abschlussstichtag mit dem niedrigeren Wert aus den Anschaffungskosten bzw. dem sich aus der Bewertung zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag ergebenden Wert bilanziert. Soweit Fremdwährungspositionen kursgesichert sind, erfolgt die Bewertung zum entsprechenden Sicherungskurs. 3. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten beinhalten direkt zurechenbare Löhne und Materialkosten, Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens einschließlich produktionsbezogener Kosten der allgemeinen Verwaltung und Aufwendungen für soziale Leistungen. Bestandsrisiken wird durch Vornahme angemessener Bewertungsabschläge Rechnung getragen. 4. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert abzüglich ausreichender Einzelwertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen ausgewiesen. Außerdem werden Wertberichtigungen für sonstige Vermögensgegenstände berücksichtigt, die sich aus niedrigeren Marktpreisen am Abschlussstichtag ergeben. Forderungen in fremder Währung werden zunächst mit dem Kurs zum Transaktionszeitpunkt bewertet, sofern kein Kurssicherungsgeschäft zugrunde liegt. Forderungen in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden mit dem Devisen-kassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Forderungen in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden am Abschlussstichtag mit dem niedrigeren Wert aus den Anschaffungskosten bzw. dem sich aus der Bewertung zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag ergebenden Wert bilanziert. Soweit Fremd-währungspositionen kursgesichert sind, erfolgt die Bewertung zum entsprechenden Sicherungskurs. 5. Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks in Euro werden zum Nennwert angesetzt, solche in Fremdwährung mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. 6. Aufgrund der Regelung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) werden seit dem Geschäftsjahr 2009 Pensionsrückstellungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren statt dem Teilwertverfahren berechnet. Die auf der Umstellung der Berechnung auf das Anwartschaftsbarwertverfahren und der Änderung der Bewertungsparameter beruhende Zuführung zu den Pensionsrückstellungen erfolgt in gleich bleibenden Beträgen über einen Zeitraum von insgesamt 15 Geschäftsjahren und wird in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die Berechnung der Pensionsrückstellungen beruht auf versicherungsmathematischen Annahmen und wird unter Verwendung eines von der deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Jahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren ermittelt. 7. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Beträgen angesetzt. Rückstellungen werden mit dem Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostenverhältnisse bilanziert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. 8. Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Zunächst werden die Verbindlichkeiten in fremder Währung mit dem Kurs zum Transaktionszeitpunkt bewertet. Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden am Abschlussstichtag mit dem höheren Wert bei Zugang bzw. dem sich aus der Bewertung zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag ergebenden Wert bilanziert. Soweit Fremdwährungspositionen kursgesichert sind, erfolgt die Bewertung zum entsprechenden Sicherungskurs. II. Angaben zur Bilanz1. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018 ist aus dem diesem Anhang beigefügten Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) ersichtlich. Die Zugänge bei den selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 14.492 (Vorjahr: TEUR 11.220) ergeben sich im Wesentlichen aus aktivierten Entwicklungsleistungen in Höhe von TEUR 13.163 (Vorjahr: TEUR 10.374). Sowohl die selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte und Werte als auch die entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte und Werte, Lizenzen und Software werden mit Ausnahme der Markenrechte über 3 bis 5 Jahre abgeschrieben. Die Markenrechte werden über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben. In den Jahren 2009 und 2010 aktivierte nachträgliche Anschaffungskosten auf Markenrechte werden über die Restnutzungsdauer verteilt. Bei den Sachanlagen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Im Geschäftsjahr 2018 erfolgten außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 228 (Vorjahr: TEUR 290), die wie im Vorjahr in voller Höhe auf selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände entfielen. Die Zugänge bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 85.512 betreffen Anschaffungskosten für den Erwerb der verbliebenen 50 Prozent der Anteile an den beiden im Vorjahr als Beteiligung gehaltenen Gesellschaften Grome Marketing (Cyprus) Ltd., Zypern, und Grome İç Ve Dış Ticaret Anonim Şirketi, Türkei, im Mai 2017 (Grome Transaktion). In den Anschaffungskosten sind TEUR 284 Nebenkosten enthalten. Darüber hinaus wurden die Anteile an der Bathroom Solutions MEA DMCC, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate in Höhe von TEUR 11 vollständig abgeschrieben. Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2018 liquidiert. 2. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 134.481 (Vorjahr: TEUR 44.658) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betrafen im Vorjahr in Höhe von TEUR 8.108 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Aufgrund der Grome Transaktion bestehen zum 31. März 2018 keine Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, mehr. 3. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten solche mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 51). 4. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten getätigte Ausgaben für Aufwendungen des neuen Geschäftsjahres 2019 in Höhe von TEUR 2.609 (Vorjahr: TEUR 1.534). Im Vorjahr enthielt dieser Posten zudem Finanzierungsnebenkosten in Höhe von TEUR 183 die im Zusammenhang mit der im April 2015 aufgenommenen Betriebsmittelkreditlinie über TEUR 120.000 standen. Im September 2017 gingen diese Betriebsmittelkreditlinie sowie der anteilige aktive Rechnungsabgrenzungsposten per Schuldnerwechsel auf die Grohe Holding GmbH über. Wir verweisen auf unsere Ausführungen zur Finanzlage im Lagebericht. 5. Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 60.928.959,00 ist eingeteilt in 60.928.959 vinkulierte auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1,00. Vom gezeichneten Kapital wurden 44.114 eigene Anteile in Höhe des rechnerischen Anteils von je EUR 1,00 mit einem Betrag von EUR 44.114 abgesetzt. 6. Die Kapitalrücklage setzt sich zusammen aus über dem rechnerischen Wert liegenden Mehrbeträgen gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB in Höhe von TEUR 792.512 und anderen Zuzahlungen in die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von TEUR 40.000. 7. In die Gewinnrücklagen wurde im Geschäftsjahr 2006 gemäß § 272 Abs. 4 HGB aus dem Jahresüberschuss der Grohe AG ein Betrag in Höhe von TEUR 1.464 eingestellt. Aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilMoG wurde im Jahr 2009 der den Anteil am Grundkapital übersteigende Betrag der eigenen Anteile in Höhe von TEUR 1.420 mit den Gewinnrücklagen verrechnet. TEUR 204 waren aufgrund der Regelungen des Bil-MoG in die Gewinnrücklagen einzustellen. Im Zusammenhang mit dem Erwerb der eigenen Anteile wurden im Geschäftsjahr 2018 TEUR 205 aufgrund eines Beschlusses des OLG Düsseldorfs für die Auszahlung einer erhöhten Barabfindung sowie einer baren Zuzahlung an ehemalige Kommanditisten der Grohe Water Technology AG & Co. KG aus den Gewinnrücklagen entnommen. Die ersten Auszahlungen sind bereits erfolgt. Wir verweisen darüber hinaus auf unsere Ausführungen im Lagebericht zu den "rechtlichen Risiken". 8. Der Bilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag aus vororganschaftlicher Zeit in Höhe von EUR 3.564,11. 9. Die Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgt auf Basis der Generationentafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Richttafeln 2005 G) unter Zugrundelegung eines Diskontierungszinssatzes von 3,57 % p.a., erwarteter jährlicher Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % p.a. und Rentensteigerungen von 1,75 % p.a. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Diskontierungszinssatz um 0,36 %-Punkte reduziert. Der Rückgang des Rechnungszinses zum 31. März 2018 resultiert aus der weiterhin anhaltenden Niedrigzinsphase. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum 31. März 2018 TEUR 47.060 (Vorjahr: TEUR 38.715). Der sich aufgrund der Umstellung auf das BilMoG ergebende, nicht in den Pensionsrückstellungen ausgewiesene Unterschiedsbetrag beläuft sich zum 31. März 2018 auf TEUR 16.122 (Vorjahr: TEUR 19.399). Dieser Betrag wird noch über die folgenden fünf Jahre in gleichbleibenden Beträgen angesammelt (Art. 67 Abs. 1 EGHGB). Siehe hierzu auch I. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Nr. 6. 10. Die ausgewiesenen Steuerrückstellungen beinhalten Rückstellungen für Grundsteuern. Im Vorjahr enthielt der Posten Steuerrückstellungen für die Pauschalbesteuerung von Sachzuwendungen. 11. Die wesentlichen in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Einzelposten sind der folgenden Aufstellung zu entnehmen:
Für die Bewertung der Verpflichtungen aus Altersteilzeit wurden ein Zinssatz von 1,31 %, eine durchschnittliche Lohn- und Gehaltssteigerungsrate von 2,5 % und eine Steigerung der Beitragsbemessungsgrenze für die Sozialversicherung von 2,5 % zu Grunde gelegt. Zur Sicherung von Ansprüchen aus Altersteilzeit sind verpfändete Bankguthaben mit den entsprechenden Rückstellungen für Altersteilzeit zu saldieren. Die Höhe der verrechneten Bankguthaben beträgt TEUR 207 (Vorjahr: TEUR 453). Dies entspricht den Anschaffungskosten und dem beizulegenden Zeitwert der zur Sicherung abgetretenen Barmittel. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schuld beträgt TEUR 6.242 (Vorjahr: TEUR 5.698). Die Ermittlung der Jubiläumsrückstellung erfolgt auf Basis eines Diskontierungszinssatzes von 2,67 % p.a., erwarteter jährlicher Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % und einer Steigerung der Beitragsbemessungsgrenze für die Sozialversicherung von 2,5 %. 12. Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten sind der nachstehenden Übersicht zu entnehmen:
Im Vorjahr stand der Grohe AG eine syndizierte Betriebsmittelkreditlinie in Höhe von TEUR 120.000 mit einer Laufzeit bis zum 9. April 2020 zur Verfügung. Im September 2017 ging diese Betriebsmittelkreditlinie per Schuldnerwechsel auf die Grohe Holding GmbH über. Des Weiteren enthielten im Vorjahr die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf diese Kreditlinie abgegrenzte Zinsen und Bereitstellungsgebühren in Höhe von TEUR 26. Wir verweisen auf unsere Ausführungen zur Finanzlage im Lagebericht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 48.291 (Vorjahr: TEUR 10.366) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Im Vorjahr betrafen die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis bestand, in voller Höhe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Bedingt durch die Grome Transaktion bestehen zum 31. März 2018 keine Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, mehr. III. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt auf:
2. Personalaufwand und Mitarbeiter:
3. Der Materialaufwand gliedert sich wie folgt auf:
4. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Belastungen von Kosten an Konzerngesellschaften in Höhe von TEUR 18.945 (Vorjahr: TEUR 13.720). Der Posten enthält zudem Wechselkursgewinne in Höhe von TEUR 10.849 (Vorjahr: TEUR 5.974) und periodenfremde Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen und Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 85 (Vorjahr: TEUR 718). Diese periodenfremden Erträge enthielten im Vorjahr im Wesentlichen Auflösungen von Drohverlustrückstellungen aus Gaskontrakten in Höhe von TEUR 600. 5. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten, wie bei der Erläuterung der sonstigen betrieblichen Erträge bereits beschrieben, im Wesentlichen Aufwendungen aus weiterbelasteten Kosten von Konzerngesellschaften in Höhe von TEUR 18.945 (Vorjahr: TEUR 13.720) sowie Abschreibungen auf bilanzierte Aufstockungsbeträge (im Wesentlichen Markenrechte) in Höhe von TEUR 38.076 (Vorjahr: TEUR 38.069). Darüber hinaus beinhaltet dieser Posten Aufwendungen aus Wechselkursverlusten in Höhe von TEUR 14.847 (Vorjahr: TEUR 6.213). Wie im Vorjahr sind in dieser Position auch die Anpassungen der Pensionsrückstellungen aus der BilMoG-Umstellung in Höhe von TEUR 3.277 enthalten. 6. Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens belaufen sich im Geschäftsjahr 2018 auf TEUR 926 (Vorjahr: TEUR 942). 7. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge belaufen sich im Geschäftsjahr 2018 auf TEUR 4.565 (Vorjahr: TEUR 4.558) und resultieren im Wesentlichen aus Zinserträgen aus verbundenen Unternehmen. 8. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Effekte aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen in Höhe von TEUR 25.823 (Vorjahr: TEUR 24.965) ausgewiesen, davon entfallen TEUR 16.073 (Vorjahr: TEUR 13.521) auf Aufwendungen aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes der Pensionsverpflichtungen. 9. Die sonstigen Steuern sind in den jeweiligen Aufwandspositionen der Ergebnisrechnung ausgewiesen. IV. Sonstige Angaben1. Haftungsverhältnisse Aufgrund einer geänderten Geschäftspolitik werden im Geschäftsjahr 2018 Wechsel nicht mehr zu Finanzierungszwecken genutzt. Zum 31.03.2017 betrugen diese TEUR 6.270. Es bestehen Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Garantien in Höhe von TEUR 17.015 (Vorjahr: TEUR 21.797). Diese betreffen ausländischen Grohe-Gesellschaften gewährte Bankdarlehen und Kreditlinien. Aus den Erfahrungen der Vorjahre rechnen wir nicht mit einer Inanspruchnahme. 2. Außerbilanzielle Geschäfte Mit dem Ziel, die Warenverfügbarkeit abzusichern, die Bedarfe zu bündeln und die Frachtkosten zu senken, wurden marktübliche Vereinbarungen über Konsignationsläger mit Lieferanten über Art und Umfang der bereit zu stellenden Bestände geschlossen. Wesentliche Risiken aus diesen Kontrakten bestehen, basierend auf den Erfahrungen der Vergangenheit, nach Einschätzung des Unternehmens nicht. Um die Kostenentwicklung im Bereich der IT planbarer zu machen und gleichzeitig weiterhin von den Weiterentwicklungen im IT-Bereich bestmöglich zu profitieren, wurden einige IT-Funktionsbereiche an einen externen Dienstleister ausgelagert, welcher die zuvor intern erbrachten Leistungen übernimmt. Wesentliche Risiken aus diesem Kontrakt bestehen nach Einschätzung des Unternehmens nicht. 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverhältnissen bestehen zum Stichtag in Höhe von TEUR 19.902 (Vorjahr: TEUR 30.522). Die Leasingverträge wurden wie in Vorjahren zur Verbesserung der Liquiditätssituation und zur Anmietung von Gebäuden eingesetzt. Wesentliche Risiken aus diesen Verträgen bestehen, basierend auf den Erfahrungen der Vergangenheit, nach Einschätzung des Unternehmens nicht. Das Bestellobligo der Gesellschaft liegt im industrieüblichen Rahmen. 4. Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente werden im Wesentlichen zur Absicherung von Grundgeschäften im Absatz- und Einkaufsbereich (Absicherung von Fremdwährungsumsätzen) sowie zur Absicherung des Einkaufspreisrisikos bei Rohstoffen eingesetzt. Partner sind Banken mit hoher Bonität. Die Schätzung der Marktwerte für Devisen- und Rohstoffderivate erfolgt anhand von Marktbewertungen durch Finanzinstitute. Die geschätzten Marktwerte entsprechen den Beträgen für den Abschluss vergleichbarer Kontrakte über die entsprechende Restlaufzeit am Bilanzstichtag. Angesichts der Volatilität der den Wert bestimmenden Faktoren entsprechen die dargelegten Marktwerte unter Umständen nicht den Marktwerten, die die Gesellschaft zu den aktuellen Marktbedingungen erzielen könnte. Währungsrisiko Die Grohe AG steht im Wesentlichen einem operativen Währungsrisiko aufgrund von Zahlungsströmen in Fremdwährung gegenüber. Ein erheblicher Teil (rund 30 %) der Umsätze der Grohe AG erfolgt nicht in Euro. Gleichzeitig erfolgt auch ein bedeutender Teil der Einkäufe in Fremdwährung. Die gesicherten Währungsrisiken beziehen sich in erster Linie auf den US-Dollar und in geringerem Umfang auf das britische Pfund und den japanischen Yen. Risiken aus einer Veränderung der Währungsrelationen begegnet das Unternehmen mit einer Absicherung einerseits der in Fremdwährung abzurechnenden Umsätze und der daraus resultierenden Forderungen und andererseits der in Fremdwährung geplanten Einkäufe und den daraus resultierenden Verbindlichkeiten. Zur Absicherung werden im Rahmen eines Micro-Hedges Devisentermingeschäfte verwendet, mit denen die Zahlungsein- und -ausgänge in Fremdwährung zu einem festen Kurs in Euro getauscht werden. Der Sicherungszeitraum beträgt für erwartete Umsätze und Einkäufe in der Regel bis zu einem Jahr. Abhängig von den Erwartungen über die Währungsentwicklung und die Einschätzung des Gesamtrisikos kann der Sicherungszeitraum jedoch auch jederzeit verlängert oder verkürzt werden. Zum Bilanzstichtag betrug die durchschnittliche gewichtete Restlaufzeit der zur Sicherung bestehenden Verträge ca. 6 Monate. Die Planung der erwarteten Zahlungsein- bzw. -ausgänge (aus Umsatzerlösen bzw. Einkäufen) basiert auf rollierenden Planungsdaten. Da die erwarteten Zahlungsströme nicht vollständig gesichert werden, sind die in die Bewertungseinheiten eingebundenen antizipativen Transaktionen zum Bilanzstichtag hochwahrscheinlich. Die prospektive Effektivitätsmessung erfolgt durch die Critical-term-match-Methode, bei der eine Wirksamkeit der Bewertungseinheit gegeben ist, sofern die wesentlichen Parameter zwischen Basisgeschäft und Absicherungsgeschäft übereinstimmen. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheit ist zum Bilanzstichtag aufgrund einer entsprechenden Übereinstimmung gegeben. Es bestanden am Bilanzstichtag folgende Devisentermingeschäfte:
Von diesen Nominalbeträgen entfallen zum 31. März 2018 TEUR 32.629 der US-Dollar-Geschäfte, TEUR 3.176 der Britische-Pfund-Geschäfte und TEUR 383 der Japanische-Yen-Geschäfte auf die Sicherung von Forderungen bzw. Verbindlichkeiten. Barbestände waren zum Abschlussstichtag nicht besichert. Die verbleibenden Beträge dienen zur Sicherung zukünftiger Umsätze und Einkäufe. Da die absatz- und einkaufsbezogenen Derivate ausschließlich zur Sicherung der Wechselkursrisiken aus dem operativen Geschäft der Gesellschaft abgeschlossen worden sind und insofern ein direkter Bewertungszusammenhang mit den Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten bzw. mit genau zugeordneten zukünftigen Umsatzerlösen und Einkäufen besteht, ist eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften auch bei negativen Marktwerten nicht zu bilden (Bewertungseinheit). Bilanziell werden die wirksamen Teile der Bewertungseinheiten mithilfe der Einfrierungsmethode abgebildet. Rohstoffpreisrisiko Grohe ist im Beschaffungsbereich schwankenden Rohstoffpreisen ausgesetzt. Um diese Risiken zu minimieren, erfolgt der Abschluss von Preis- und Mengenkontrakten mit den Lieferanten zur Sicherung des Rohstoffpreises für einen Zeitraum von maximal einem Jahr im Voraus. Darüber hinaus werden Rohwarentermingeschäfte mit Banken abgeschlossen. Diese Rohwarentermingeschäfte werden im Rahmen von Micro-Hedges in Bewertungseinheiten eingebunden. Mithilfe der Rohwarentermingeschäfte wird die Preisschwankung der zukünftigen, sehr wahrscheinlich zu erwartenden Zahlungsströme für Rohstoffe abgesichert, indem der Preis für eine bestimmte Menge und für einen bestimmten Zeitpunkt im Voraus festgelegt wird. Der Sicherungszeitraum beträgt für erwartete Einkäufe in der Regel bis zu einem Jahr. Die Planung der erwarteten Zahlungsausgänge (aus Rohstoffeinkäufen) basiert auf den Daten und Erfahrungswerten der Vorjahre und der Produktionsplanung der Werke für das kommende Jahr. Da die erwarteten Zahlungsausgänge nicht vollständig gesichert werden, sind die in die Bewertungseinheiten eingebundenen antizipativen Transaktionen zum Bilanzstichtag hochwahrscheinlich. Die prospektive Effektivitätsmessung erfolgt durch die Critical-term-match-Methode, bei der eine Wirksamkeit der Bewertungseinheit gegeben ist, sofern die wesentlichen Parameter zwischen Basisgeschäft und Absicherungsgeschäft übereinstimmen. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheit ist zum Bilanzstichtag aufgrund einer entsprechenden Übereinstimmung gegeben. Da die in Bewertungseinheiten eingebundenen Derivate ausschließlich zur Sicherung der Preisrisiken aus dem operativen Geschäft der Gesellschaft abgeschlossen worden sind und insofern ein direkter Bewertungszusammenhang mit schwebenden Einkaufsverträgen oder zukünftig erwarteten Rohstoffeinkäufen besteht, ist eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften auch bei negativen Marktwerten nicht zu bilden (Bewertungseinheit). Bilanziell werden die wirksamen Teile der Bewertungseinheiten mithilfe der Einfrierungsmethode abgebildet. Das Rohstoff-Hedging erfolgt für alle Werke weltweit zentral über die Grohe AG. Die Grohe AG ist Vertragspartner der Banken, auch wenn die abgeschlossenen Finanzinstrumente nicht zwingend bei der Grohe AG, sondern auch bei den Tochterunternehmen Grohe Portugal, Componentes Sanitários, Limitada, Albergaria-a-Velha, Portugal, ("Grohe Portugal") und Grohe Siam Ltd., Klaeng, Thailand, ("Grohe Siam") eingesetzt werden. Dazu schließt die Grohe AG mit den beiden Tochtergesellschaften jeweils entsprechende Vereinbarungen ab. Zum 31. März 2018 und zum 31. März 2017 bestanden folgende Rohwarentermingeschäfte:
5. Aufwendungen für Forschung und Entwicklung Die Forschungs- und Entwicklungskosten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen ausgewiesen und betrugen im Geschäftsjahr TEUR 31.797 (Vorjahr: TEUR 30.013). Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr ein Betrag von TEUR 13.163 (Vorjahr: TEUR 10.374) aktiviert. Die in den Forschungs- und Entwicklungskosten enthaltenen planmäßigen Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten betrugen im Geschäftsjahr TEUR 10.154 (Vorjahr: TEUR 9.219). Der Gesamtbetrag der aktivierten Entwicklungskosten betrug zum 31. März 2018 TEUR 28.936 (Vorjahr: TEUR 26.156). 6. Angaben zu abführungsgesperrten Beträgen im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB Aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens resultiert abzüglich darauf entfallender passiver Steuerlatenzen in Höhe von TEUR 9.891 (Vorjahr: TEUR 8.755) ein Betrag in Höhe von TEUR 21.484 (Vorjahr: TEUR 19.016). Die passiven latenten Steuern werden infolge der bestehenden ertrag-steuerlichen Organschaft auf Ebene der Organträgerin (Grohe Holding GmbH) gebildet. Dem Betrag stehen frei verfügbare Kapitalrücklagen in Höhe von TEUR 40.000 gegenüber, sodass zum 31. März 2018 die Abführungssperre nicht greift. 7. Abschlussprüferhonorare Auf die Angabe zum Honorar des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB für das Geschäftsjahr 2018 wird verzichtet, da diese Angabe im Konzernabschluss der Grohe Holding GmbH enthalten ist. 8. Beziehungen zu Unternehmensorganen Folgende Personen gehören dem Vorstand der Grohe AG an:
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2018 belaufen sich auf TEUR 7.041 (Vorjahr: TEUR 7.757). Für ehemalige Vorstandsmitglieder der Gesellschaft bzw. ihrer Vorgängergesellschaften bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 12.439 (Vorjahr: TEUR 12.359). Der sich aufgrund der Umstellung auf das BilMoG ergebende, nicht in den Pensionsrückstellungen ausgewiesene Unterschiedsbetrag beläuft sich auf TEUR 980. Dieser Betrag wird über die folgenden fünf Jahre in gleichbleibenden Beträgen angesammelt (Art. 67 Abs. 1 EGHGB). Die Ruhegehälter ehemaliger Vorstandsmitglieder belaufen sich auf TEUR 926 (Vorjahr: TEUR 917). Im Geschäftsjahr vom 1. April 2017 bis zum 31. März 2018 gehörten folgende Personen dem Aufsichtsrat der Grohe AG an:
Folgende Mitglieder sind im Geschäftsjahr 2018 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden:
Mit Wirkung zum 31. März 2018 ist Laurence W. Bates aus dem Aufsichtsrat der Grohe AG ausgeschieden. Des Weiteren hat sich der Zusammensetzung des Aufsichtsrats nach Aufstellung des Jahresabschlusses der Grohe AG zum 31. März 2018 bis zum 30. Juli 2019 wie folgt verändert: Neu in den Aufsichtsrat wurden seit dem 6. Juni 2018 berufen:
Aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden sind seit dem 6. Juni 2018:
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2018 betragen TEUR 269 (Vorjahr: TEUR 398). Neben den aufgeführten Aufsichtsratsvergütungen wurden im Geschäftsjahr 2018 wie im Vorjahr für die Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrats weitere Leistungen im Rahmen ihres Arbeitnehmerverhältnisses aufwandswirksam erfasst. Die Höhe der Bezüge richtet sich nach tarifvertraglichen Regelungen bzw. den in der Gesellschaft geltenden Gehaltsstufen für außertarifliche Mitarbeiter. 9. Konzernabschluss Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die LIXIL Group Corporation, Tokio, Japan. Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Grohe Holding GmbH, Hemer. Die Grohe AG wird in den Konzernabschluss der Grohe Holding GmbH einbezogen. Dieser befreit die Grohe AG gemäß § 291 Abs. 2 HGB von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss aufzustellen. Der Konzernabschluss der Grohe Holding GmbH wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Konzernabschluss der LIXIL Group Corporation ist unter disclosure.edinet-fsa.go.jp abrufbar. 10. Mitteilungen gemäß § 20 Abs. 1, Abs. 4 und Abs. 6 AktG Die folgenden Mitteilungen sind uns von Gesellschaften gemäß § 20 Abs. 1 und Abs. 4 AktG gemacht worden: (1) Die Grohe Group S.à r.l. (vormals: Glacier Luxembourg Two S.à r.l.) hat uns gemäß § 20 Abs. 1 und Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihr kraft Zurechnung gemäß § 16 Abs. 4 AktG der Anteile der Grohe Holding GmbH und der Grohe Beteiligungs GmbH sowohl der vierte Teil der Aktien als auch die Mehrheit der Anteile an unserer Gesellschaft mittelbar gehören. (2) Die Grohe Holding GmbH hat uns gemäß § 20 Abs. 1 und Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihr kraft Zurechnung gemäß § 16 Abs. 4 AktG der Anteile der Grohe Beteiligungs GmbH sowohl der vierte Teil der Aktien als auch die Mehrheit der Anteile an unserer Gesellschaft mittelbar gehören. (3) Die Grohe Beteiligungs GmbH hat uns gemäß § 20 Abs. 1 und Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass sie sowohl den vierten Teil der Aktien als auch die Mehrheit der Anteile an unserer Gesellschaft unmittelbar hält. Zum 21. Januar 2014 hat ein Gemeinschaftsunternehmen der LIXIL-Gruppe und der Development Bank of Japan 87,5 % der Anteile an der Grohe Group S.à r.l. erworben. Als Folge dieses Erwerbs ergingen folgende Mitteilungen gemäß § 20 Abs. 1, Abs. 4 und Abs. 6 AktG: (4) Die
haben uns am 22. Januar 2014 gemäß § 20 Abs. 1, 3 und 4 AktG mitgeteilt, dass ihnen seit dem 21. Januar 2014 jeweils mittelbar, aber ohne Hinzurechnung von Aktien gemäß § 20 Abs. 2 AktG, eine Mehrheitsbeteiligung i.S.d. § 16 Abs. 1 AktG an der Grohe AG und damit zugleich jeweils mittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien der Grohe AG gehört. Mit Wirkung zum 30. September 2016 hat die LIXIL Group Corporation, Tokio/Japan, über ihr Tochterunternehmen LIXIL Corporation die übrigen 50 % der Anteile an der GraceA Co. Ltd. von der Development Bank of Japan erworben. Im Februar 2017 wurde die GraceB S.à r.l. auf die Grohe Group S.à r.l. verschmolzen. Mit Wirkung zum 2. März 2018 wurde die GraceA auf die LIXIL Group Corporation verschmolzen. Damit gingen 87,5 % der Anteile an der Grohe Group S.à r.l. auf die Gesellschaft über. Die LIXIL Corporation hat die verbliebenen 12,5 % der Anteile an der Grohe Group S.à r.l. auf die LIXIL Group Corporation übertragen. Am 31. März 2018 hält die LIXIL Group Corporation unmittelbar 100 % der Anteile an der Grohe Group S.à r.l. und mittelbar die Anteile an der Grohe Holding GmbH und der Grohe Beteiligungs GmbH. Zwischenzeitlich wurde die GraceB S.à r.l. auf die Grohe Group S.à r.l. verschmolzen. 11. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Mit Wirkung zum 25. April 2018 hat die Grohe AG 100 % der Anteile an der Grohe Logistik Service GmbH, Porta Westfalica, erworben. Die Gesellschaft soll zukünftig die Logistikprozesse in den deutschen Grohe Gesellschaften bündeln. Zum 31. März 2018 ergeben sich hieraus keine wesentlichen finanziellen Effekte. 12. Anteilsbesitz zum 31. März 2018
Die Werte für Eigenkapital und Ergebnis der ausländischen Gesellschaften basieren auf den Meldedaten, mit denen die Gesellschaften in den IFRS-Konzernabschluss der Grohe Holding GmbH einbezogen wurden. Für die deutschen Gesellschaften basieren diese Werte auf den Meldedaten nach HGB. Das Eigenkapital von Gesellschaften, die ihre Abschlüsse in Fremdwährung aufstellen, wurde zum Devisenkassamittelkurs des jeweiligen Bilanzstichtags umgerechnet; Ergebnisse wurden zu Durchschnittskursen des Geschäftsjahres umgerechnet.
1) Der Jahresabschluss wird zum 31.12. eines
jeden Jahres aufgestellt. Das Eigenkapital und das Ergebnis
werden hier auf den 31.03.2018 fortgeführt.
Hemer, den 6. Juni 2018 Der Vorstand gez. Michael Rauterkus gez. Thomas Fuhr gez. Adam Bryson gez. Michael Mager
Hemer, den 30. Juli 2019 Der Vorstand gez. Thomas Fuhr gez. Jonas Brennwald gez. Stefan Gesing gez. Michael Mager Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. April 2017 bis 31. März 2018
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Grohe AG, Hemer, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2017 bis zum 31. März 2018 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Grohe AG, Hemer, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Diese Bestätigung erteilen wir aufgrund unserer pflichtgemäßen, am 6. Juni 2018 abgeschlossenen Abschlussprüfung und unserer Nachtragsprüfung, die sich auf die Änderung der Abschnitte IV.8 und IV.9 im Anhang bezog. Auf die Begründung der Änderung durch die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft im geänderten Anhang, Seite 1, wird verwiesen. Die Nachtragsprüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Düsseldorf, den 6. Juni 2018 / 30. Juli 2019 Deloitte
GmbH
Norbert Graetz, Wirtschaftsprüfer Dr. Benedikt Brüggemann, Wirtschaftsprüfer |
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