Bilo Fleisch GmbHLiquidiert

47445 Moers, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Kleve HRB 8723
Eingetragen
8.4.2005
Branche
Verarbeitung von SchweinefleischGroßhandel mit Fleisch und FleischwarenVerarbeitung von Rindfleisch
Gegenstand
Die Fleischzerlegung und Dönerproduktion.

Historie

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Management

NameRolle
Bilal Onayli
seit 31.7.2007
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

25.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bilo Fleisch GmbH

Moers

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Lagebericht

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit

Die Bilo Fleisch GmbH wurde am 24.02.2005 gegründet und hat ihren Sitz in Moers.

Die rechtliche Unternehmensstruktur hat sich im Geschäftsjahr 2018 nicht verändert.

Die Geschäftstätigkeit der Bilo Fleisch GmbH umfasst die Herstellung und den Vertrieb von Fleisch und Dönerspießen.

Neben dem Fleischgroßhandel, ist unser Betrieb vor allem auf die Herstellung von Dönerspießen spezialisiert.

Der Produktionsstandort befindet sich in Moers.

Die Strategie der Bilo Fleisch GmbH bezieht sich auf:

- Ausbau der Marktanteile im In- und Ausland

- Produktivitätserhöhung durch die Schaffung eines effektiven Arbeitsumfeldes

Ständige Kontroll- und Rationalisierungsmaßnahmen auf allen Fertigungsstufen sichern den hohen Qualitätsstandard, der eine wesentliche Grundlage für den Markterfolg unserer Produkte bildet.

Um die Konkurrenzfähigkeit unserer Leistungen zu sichern, haben wir uns entschieden, die Hähnchenspieße aus den Niederlanden zu beziehen.

Im Berichtsjahr konnten wir die verfügbaren Produktionskapazitäten bis an ihre Grenzen auslasten.

Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.

Die Gesellschaft ist aktuell nicht im Bereich Forschung und Entwicklung tätig.

Geschäftsverlauf

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Die gesamtwirtschaftliche konjunkturelle leichte Aufwärtsbewegung hielt im abgelaufenen Wirtschaftsjahr an.

Träger des moderaten Wachstums war die stabile Inlands- und Auslandsnachfrage.

Entwicklung der Branche

Die Branche entwickelte sich entsprechend der Gesamtwirtschaft moderat positiv.

Einschätzung der Unternehmensleitung

Die Geschäftsentwicklung der Bilo Fleisch GmbH war (trotz eines Jahresfehlbetrages) besser als erwartet.

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen konnten Umsatz und Absatz weiter gesteigert werden.

Die erwirtschaftete Rohertragsquote in Höhe von i.H.v 16% (Vorjahr 18%) entspricht unseren Erwartungen. Der leichte Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist im tolerierbaren Bereich.

B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Bilo Fleisch GmbH ist aus unserer Sicht akzeptabel.

1. Ertragslage

Die Umsatz- und Auftragsentwicklung entspricht im Wesentlichen dem vergleichbaren Zeitraum des vorangegangenen Wirtschaftsjahres.

Der Umsatz konnte gegenüber dem Vorjahr noch einmal um 11% gesteigert werden.

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind gegenüber dem Vorjahr auf 15% und somit leicht überproportional zum Umsatz angestiegen.

Unsere Beschaffungs- und Vorratspolitik war darauf ausgerichtet, die zur Fertigung erforderlichen Einsatzstoffe mit geringstmöglichen Beschaffungs-, Lager- und Fehlmengenkosten zum Bedarfszeitpunkt termingerecht bereitzustellen.

Dadurch ergab sich ein leicht gesunkener Rohertrag. i.H.v. TEUR 2.554. (Vorjahr TEUR 2.609.).

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich um TEUR 74 vermindert. Dies ist i.W. auf eine Verminderung der Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und aus der Verminderung von Entschädigungen aus Versicherungen bzw. Schadenersatz zurückzuführen.

Die Löhne und Gehälter 2018 betrugen TEUR 1.251 gegenüber TEUR 1.274 im Vergleichszeitraum 2017. Die absolute Veränderung beträgt damit TEUR -22. Dies ergibt eine Minderungsrate von 1,74 %.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen i. W. auf Vorjahresniveau.

Ausgewählte Kennzahlen zur Ertragslage:

31.12.2018
Euro
31.12.2017
Euro
Jahresüberschuss/-fehlbetrag -42.867,48 61.127,56
Umsatzerlöse 15.815.389,47 14.186.285,79
Umsatzrendite in % (Umsatzrendite I in %) -0,27 0,43
Eigenkapitalrendite in % -6,75 9,02
Jahresüberschuss/-fehlbetrag -42.867,48 61.127,56
Eigenkapital 635.093,65 677.961,13
Eigenkapitalrendite in % -6,75 9,02
Euro Geschäftsjahr Wert Vorjahr Wert
E (Earnings)    
Jahresüberschuss/-fehlbetrag -42.867,48 61.127,56
E -42.867,48 61.127,56
EBT (Earnings Before Taxes)    
Jahresüberschuss/-fehlbetrag -42.867,48 61.127,56
+/- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -7.868,48 30.639,33
EBT -50.735,96 29.082,84
EBIT (Earnings Before Interest and Taxes)    
Jahresüberschuss/-fehlbetrag -42.867,48 61.127,56
+/- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -7.868,48 30.639,33
+ Zinsen und ähnliche Aufwendungen 29.082,84 24.460,58
EBIT -21.653,12 116.227,47
EBITDA (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization)    
Jahresüberschuss/-fehlbetrag -42.867,48 61.127,56
+/- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -7.868,48 30.639,33
+ Zinsen und ähnliche Aufwendungen 29.082,84 24.460,58
+ Abschreibungen (auf immat. VGdAV und SAV + VGdUV) 190.638,45 192.680,19
EBITDA 168.985,33 308.907,66

2. Finanzlage

Einen Überblick über die Herkunft und über die Verwendung der finanziellen Mittel des Unternehmens gibt die nachstehende Kapitalflussrechnung, welche die Zahlungsmittelflüsse nach der indirekten Methode darstellt und den Grundsätzen des vom Deutschen Standardisierungsrat DSR erarbeiteten Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 2 (DRS 2) entspricht.

Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
Periodenergebnis -42.867,48 61.127,56
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 190.638,45 192.680,19
- Abnahme der Rückstellungen 11.163,00 28.827,00
- Zunahme der Vorräte 34.856,75 43.134,61
- Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 162.110,72 373.354,69
+ Abnahme anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 13.961,12 11.021,00
+ Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 234.910,91 184.720,06
+ Zunahme anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 42.514,82 -22.343,60
- Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 18.351,07 23.697,48
+ Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 0,00 2.944,00
+ Zinserträge 12,77 17,33
+ Zinsaufwendungen 11.432,99 11.358,03
- Ertragsteuerertrag 7.868,48 0,00
+ Ertragsteueraufwand 0,00 30.639,33
Ertragsteueraufwand/-ertrag 7.868,48 -30.639,33
Korrektur um nicht zahlungswirksame Vorgänge 162.778,00 -14.477,23
+ / - Ertragsteuerzahlungen -154.909,52 -45.116,56
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 61.318,50 42.001,10
Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 45.968,07 23.697,48
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen 82.690,45 204.569,19
+ Erhaltene Zinsen 12,77 17,33
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -36.709,61 -180.854,38
- Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten 1.234,91 -38.249,56
- Gezahlte Zinsen 11.432,99 11.358,03
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -12.667,90 26.891,53
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe der Cashflowa) 11.940,99 -195.963,95
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode -110.878,06 85.085,89
Finanzmittelfonds am Ende der Periode -98.937,07 -110.878,06

In der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme in die drei Bereiche Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit aufgeteilt.

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente im Berichtsjahr verändert haben.

Wir rechnen damit, auch künftig unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können.

Mit einer geordneten Vermögens- und Finanzlage sehen wir eine wesentliche Voraussetzung erfüllt, um auch künftig erfolgreich arbeiten zu können.

Die Finanzierung der Investitionen erfolgte durch mittelfristige Mittel.

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Bilo Fleisch GmbH belief sich zum Bilanzstichtag auf EUR 2.687.769,36. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr 2017 (EUR 2.554.943,46) um 5,20 % erhöht.

An der Bilanzsumme hat unser Anlagevermögen zum 31.12.2018 einen Anteil von 17,27 %.

Im Wesentlichen wurde in den Fuhrpark investiert.

Unser Vorratsvermögen betrug zum 31.12.2018 EUR 297.884,28 € (11,08%).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich infolge der Umsatzsteigerung.

Das Unternehmen wird auch künftig seine finanziellen Verpflichtungen erfüllen können.

Ausgewählte Kennziffern zur Vermögenslage:

Euro Geschäftsjahr Wert Vorjahr Wert
Eigenkapital 635.093,65 677.961,13
Bilanzsumme 2.687.769,36 2.554.943,46
Eigenkapitalanteil in % 23,63 26,54
Rückstellungen 71.110,00 137.752,00
Bilanzsumme 2.687.769,36 2.554.943,46
Rückstellungsquote in % 2,65 5,39
Verbindlichkeiten 1.981.089,51 1.739.230,33
Bilanzsumme 2.687.769,36 2.554.943,46
Verbindlichkeitenquote in % 73,71 68,07
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.335.721,71 1.105.004,56
Gesamtvermögen 2.687.769,36 2.554.943,46
Verbindlichkeitenquote LuL in % 49,70 43,25
Anlagevermögen 464.123,00 599.688,00
Bilanzsumme 2.687.769,36 2.554.943,46
Anlagenintensität in % 17,27 23,47
Vorräte 297.884,28 263.027.53
Bilanzsumme 2.687.769,36 2.554.943,46
Anlagenintensität in % 11,08 10,29
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.792.418,18 1.582.327,09
Bilanzsumme 2.687.769,36 2.554.943,46
Forderungsquote in % 66,69 61,93
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.574.347,22 1.419.229,91
Bilanzsumme 2.687.769,36 2.554.943,46
Forderungsquote LuL in % 58,57 55,55
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 118.702,61 93.959,58
Bilanzsumme 2.687.769,36 2.554.943,46
Quote der flüssigen Mittel in % 4,42 3,68
Bilanzsumme 2.687.769,36 2.554.943,46
- Eigenkapital 635.093,65 677.961,13
- Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 118.702,61 93.959,58
Nettoverschuldung 1.933.973,10 1.783.022,75
Eigenkapital 635.093,65 677.961,13
Anlagevermögen 464.123,00 599.688,00
Anlagendeckung I in % 136,84 113,05

4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als zufriedenstellend ein.

Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist relativ konstant.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen. Aufgrund der Branche ist es teilweise schwierig, Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Hier arbeiten wir ständig an einer Verbesserung.

C. Risiko- und Prognosebericht

Voraussichtliche Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken

Eine Prognose der zukünftigen Geschäftsentwicklung vor dem Hintergrund der konjunkturellen Entwicklung erscheint schwierig.

Nach wie vor sind wir bestrebt, uns auf neuen Absatzmärkten zu etablieren und bauen unser Vertriebsnetz weiter aus. Zudem soll eine umfangreiche Bonitätsprüfungen im Neukundengeschäft sowie laufendes Reporting unserer Stammkunden zu einem erheblichen reduzierten Risiko von Forderungsausfällen und Bonitätsrisiken führen.

Unvorhersehbare, nicht vom Unternehmen zu beeinflussenden Entwicklungen und Risiken erschweren jedoch diese Prognose.

Es ist ein Anstieg der Einkaufspreise wegen Klima und Umweltpolitik zu erwarten. Eine stabile Rohertragsquote ist aus unserer Sicht trotzdem realistisch, weil wir beabsichtigen die gestiegenen Einkaufspreise in unsere Kalkulation mit einzubeziehen und über die Verkaufspreise an die Kunden weitergeben wollen.

Bezüglich des Umsatzes ist folgende Prognose realistisch:

Durch eine Vergrößerung der Produktionsstätte in 2019 erwarten wir weiterhin einen Umsatz von ca. EUR 15.000.000,00.

Die Gesellschaft hat keine Währungsrisiken.

Finanzinstrumente zur Absicherung von Risiken waren und sind nicht notwendig.

Im Februar 2019 wurde ein steuerliches Ermittlungsverfahren gegen die BILO Fleisch GmbH eingeleitet. Das Verfahren ist zum jetzigen Zeitpunkt noch anhängig. Eine Einschätzung bezüglich des Verfahrensausgangs lässt sich derzeit nicht treffen. Daher kann zurzeit nicht beurteilt werden, ob es aufgrund von Steuernachzahlungen zu einer Bestandgefährdung kommen könnte.

Die Geschäftspolitik wird im Wesentlichen unverändert bleiben.

 

Moers, den 11. März 2020

gez. Bilal Onayli

Bilanz

Aktiva

31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
A. Anlagevermögen 464.123,00 599.688,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 755,00 1.323,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2,00 2,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 753,00 1.321,00
II. Sachanlagen 463.093,00 598.090,00
1. technische Anlagen und Maschinen 21.887,00 2.844,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 441.206,00 595.246,00
III. Finanzanlagen 275,00 275,00
1. sonstige Finanzanlagen 275,00 275,00
B. Umlaufvermögen 2.209.005,07 1.939.314,20
I. Vorräte 297.884,28 263.027,53
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.792.418,18 1.582.327,09
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.574.347,22 1.419.229,91
2. sonstige Vermögensgegenstände 218.070,96 163.097,18
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 9.615,00 0,00
davon gegen Gesellschafter 77.122,85 74.244,08
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 118.702,61 93.959,58
C. Rechnungsabgrenzungsposten 14.641,29 15.941,26
Bilanzsumme, Summe Aktiva 2.687.769,36 2.554.943,46

Passiva

   
31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
A. Eigenkapital 635.093,65 677.961,13
I. gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 652.961,13 591.833,57
III. Jahresfehlbetrag 42.867,48 -61.127,56
B. Rückstellungen 71.110,00 137.752,00
C. Verbindlichkeiten 1.981.089,51 1.739.230,33
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 217.639,68 204.837,64
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 217.639,68 204.837,64
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.335.721,71 1.105.004,56
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.335.721,71 1.105.004,56
3. sonstige Verbindlichkeiten 427.728,12 429.388,13
davon aus Steuern 56.180,63 31.520,05
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1.409,80 17.161,68
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 289.673,48 200.807,32
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 70.000,00 0,00
D. Rechnungsabgrenzungsposten 476,20 0,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 2.687.769,36 2.554.943,46

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
1.1.2017 - 31.12.2017
EUR
1. Rohergebnis 2.652.697,95 2.781.891,81
2. Personalaufwand 1.494.427,76 1.508.824,53
a) Löhne und Gehälter 1.251.412,12 1.273.562,26
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 243.015,64 235.262,27
3. Abschreibungen 190.638,45 192.680,19
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 190.638,45 192.680,19
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 982.295,11 962.135,84
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 12,77 17,33
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.252,48 2.547,18
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 29.082,84 24.460,58
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag -7.868,48 30.639,33
9. Ergebnis nach Steuern -33.612,48 65.715,85
10. sonstige Steuern 9.255,00 4.588,29
11. Jahresfehlbetrag 42.867,48 -61.127,56

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Bilo Fleisch GmbH hat ihren Sitz in Moers. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Kleve unter HRB 8723 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 I, 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden teilweise in Anspruch genommen.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 ff. HGB).

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert im Vergleich zum Vorjahr angewendet.

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert wurde im Jahr 2005 entgeltlich erworben. Die Nutzungsdauer wurde damals mit 15 Jahren angenommen. Sie überschreitet damit die gesetzliche Vermutung in § 285 Nr. 13 HGB von 5 Jahren. Die Nutzungsdauer von mehr als 5 Jahren wird mit hoher Kundentreue begründet.

Software wird entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer über 3 bis 5 Jahre linear abgeschrieben.

Die Sachanlagen werden linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Im Geschäftsjahr wurde das Wahlrecht nach § 6 Abs. 2a EStG zur sofortigen Abschreibung von GWG in Anspruch genommen.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Vorräte werden mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bilanziert.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nennwert bewertet.

Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt zu Nennwerten.

Die Vorauszahlungen für künftige Zeiträume sind im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Bei der Bildung der Rückstellungen wurde den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Alle Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Hinsichtlich der Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018 wird auf den Anlagespiegel verwiesen. Die Anfangsbestände im Anlagenspiegel sind zu ursprünglichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angegeben.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2018
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2018
Euro
Anlagevermögen        
Immaterielle Vermögensgegenstände        
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.276,00 0,00 0,00 6.276,00
Geschäfts- oder Firmenwert 8.515,76 0,00 0,00 8.515,76
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 14.791,76 0,00 0,00 14.791,76
Sachanlagen        
technische Anlagen und Maschinen 52.728,91 22.000,00 0,00 74.728,91
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.461.267,45 60.690,45 105.189,45 1.416.768,45
Summe Sachanlagen 1.513.996,36 82.690,45 105.189,45 1.491.497,36
Finanzanlagen        
Genossenschaftsanteile 275,00 0,00 0,00 275,00
Summe Finanzanlagen 275,00 0,00 0,00 275,00
Summe Anlagevermögen 1.529.063,12 82.690,45 105.189,45 1.506.564,12
kumulierte Abschreibungen 01.01.2018
Euro
Abschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Abgänge
Euro
kumulierte Abschreibungen 31.12.2018
Euro
Anlagevermögen        
Immaterielle Vermögensgegenstände        
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.274,00 0,00 0,00 6.274,00
Geschäfts- oder Firmenwert 7.194,76 568,00 0,00 7.762,76
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 13.468,76 568,00 0,00 14.036,76
Sachanlagen        
technische Anlagen und Maschinen 49.884,91 2.957,00 0,00 52.841,91
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 866.021,45 187.113,45 77.572,45 975.562,45
Summe Sachanlagen 915.906,36 190.070,45 77.572,45 1.028.404,36
Finanzanlagen        
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 929.375,12 190.638,45 77.572,45 1.042.441,12
Buchwert 31.12.2018
Euro
Buchwert 31.12.2017
Euro
Anlagevermögen    
Immaterielle Vermögensgegenstände    
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2,00 2,00
Geschäfts- oder Firmenwert 753,00 1.321,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 755,00 1.323,00
Sachanlagen    
technische Anlagen und Maschinen 21.887,00 2.844,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 441.206,00 595.246,00
Summe Sachanlagen 463.093,00 598.090,00
Finanzanlagen    
Genossenschaftsanteile 275,00 275,00
Summe Finanzanlagen 275,00 275,00
Summe Anlagevermögen 464.123,00 599.688,00

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die nach § 285 HGB und § 42 GmbHG relevanten Angaben sind in der Bilanz dargestellt.

3. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Personalaufwendungen und Aufwendungen für Aufbewahrungsverpflichtungen.

4. Verbindlichkeiten

Die nach § 285 HGB und § 42 GmbHG relevanten Angaben sind in der Bilanz dargestellt.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse laut § 285 Nr. 4 HGB unterbleibt gemäß § 286 Abs. 2 HGB.

VI. Sonstige Pflichtangaben

1. Haftungsverhältnisse

Es bestehen zum Bilanzstichtag keine angabepflichtigen Haftungsverhältnisse.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Verpflichtungen aus Mietverträgen über TEuro 120.

3. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres 2018 beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 117 (Vorjahr 107).

4. Geschäftsführung

Geschäftsführer ist:

Herr Bilal Onayli, Kamp-Lintfort

Die Geschäftsführer ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Auf die Offenlegung der Bezüge des Geschäftsführers wird unter Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

5. Ergebnisverwendung

Der Jahresfehlbetrag wird mit dem Gewinnvortrag verrechnet.

6. Vorgänge von besonderer Bedeutung ab 31.12.2018

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich ab 31.12.2018 nicht ergeben.

Im Februar 2019 wurde ein steuerliches Ermittlungsverfahren gegen die Bilo Fleisch GmbH eingeleitet. Das Verfahren ist zum jetzigen Zeitpunkt noch anhängig. Eine Einschätzung bezüglich des Verfahrensausgangs lässt sich derzeit nicht treffen. Daher kann zur Zeit nicht beurteilt werden, ob es aufgrund von Steuernachzahlungen zu einer Bestandgefährdung kommen könnte.

 

Moers, den 11. März 2020

gez. Bilal Onayli

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 20.03.2020 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Bilo Fleisch GmbH, 47441 Moers

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Bilo Fleisch GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bilo Fleisch GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angabe "Vorgänge von wesentlicher Bedeutung ab 31.12.2018" im Anhang sowie auf die Angabe in Abschnitt C des Lageberichts "Risiko- und Prognosebericht", in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass im Februar 2019 ein steuerliches Ermittlungsverfahren gegen die BILO Fleisch GmbH eingeleitet wurde. Da das Verfahren zum jetzigen Zeitpunkt noch anhängig ist, lässt sich eine Einschätzung bezüglich des Verfahrensausgangs derzeit nicht treffen. Daher kann zurzeit nicht beurteilt werden, ob es aufgrund von Steuernachzahlungen zu einer Bestandgefährdung der Gesellschaft kommen könnte. Wie die Angabe "Vorgänge von wesentlicher Bedeutung ab 31.12.2018" im Anhang sowie auf die Angabe in Abschnitt C des Lageberichts "Risiko- und Prognosebericht" dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Eine weitere wesentliche Unsicherheit besteht hinsichtlich der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus, der sich ab Januar 2020 ausgehend von China sehr dynamisch und weltweit entwickelt hat. Angesichts der Ausbreitungsdynamik, der Schwierigkeit Menschen vor einer Übertragung zu schützen und der Gefährlichkeit des Virus, ergriffen und ergreifen Regierungen und nationale Behörden Maßnahmen, die das öffentliche Leben extrem einschränken und die Wirtschaft (einschließlich Güter- und Warenverkehr) stark negativ beeinträchtigen. Die Auswirkungen auf die BILO Fleisch GmbH sind derzeit noch nicht absehbar.

Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieser Sachverhalte nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Den vorstehenden Prüfungsbericht erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen (IDW PS 450).

Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichtes bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.

 

Duisburg, den 19. März 2020

Thomas Nieß, Wirtschaftsprüfer

Thomas Theysen, Wirtschaftsprüfer

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