Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 540176
Vorher
WEFA Singen Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
12.10.1972
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Schneidwaren und Bestecken aus unedlen Metallen
Gegenstand
Die Entwicklung, Konstruktion, Fertigung und der Vertrieb von Werkzeugen und Serienteilen aller Art, die Be- und Verarbeitung von Metallen und anderen Werkstoffen, der Handel mit derartigen und ähnlichen Erzeugnissen und die Erbringung von Werk- und Dienstleistungen sowie die anwendungstechnische Beratung metallverarbeitender Betriebe auf diesen Spezialgebieten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Oliver Maier
seit 27.1.2009
Geschäftsführer
Joachim Dr. Maier
seit 27.1.2009
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

40.84% identifiziert59.16% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
28.29%
U***** B******
12.55%

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
50.00%
Dietrich H. Boesken-Stiftung
9.16%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
BOESKEN GmbH
Germany
285.000 €
50.00%
IBEMA GmbH & Co. KG
Germany
285.000 €
50.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

WEFA Singen GmbH

Singen Hohentwiel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die WEFA Singen GmbH mit Sitz in Singen fertigt seit 1972 Strangpresswerkzeuge für hohe Produktivität,lange Lebensdauer und schnelle Einsetzbarkeit im Presswerk. Strangpress werkzeuge werden u.a. sowohl in der Automobilindustrie (Strukturbauteile, Glanzpakete etc.), der Bauindustrie (Fensterprofile, Rollladen etc.), als auch im Maschinenbau (Zylinderprofile etc.), der Elektrotechnik und im Luftfahrtbereich eingesetzt. Geliefert wird im Wesentlichen an international führende Aluminiumkonzerne und mittelständische Presswerke. Aufgrund weltweit angemeldeter Patente und Warenzeichen hat die WEFA Singen GmbH eine weltweit führende Position im Bereich der CVD beschichteten Werkzeuge, welche unter dem Warenzeichen CED (Coated Extrusion Dies) vermarktet werden. Diese führende Position hat die WEFA Singen GmbH durch Beschichtungstechnologie und Wärmebehandlung in ihrer Schwesterfirma WEFA Inotec GmbH sowie dem eigenen modernen CNC-Bearbeitungsmaschinenpark, CAD/CAM Technologie und der Automatisierung weiter ausgebaut. Die Absatzmärkte befinden sich v.a. in West- und Mitteleuropa, bei den CED aber auch weltweit.

Die WEFA Singen GmbH entwickelt und konstruiert Strangpresswerkzeuge in 2D- und 3D-Konstruktionstechnik unter Berücksichtigung fließtechnischer Erkenntnisse und arbeitet dabei mit renommierten technischen Hochschulen wie der ETH in Zürich und der TU Berlin zusammen sowie auf lokaler Ebene mit der HTWG Konstanz. In enger Zusammenarbeit mit den Kunden verbessert die WEFA-Entwicklungsabteilung laufend die Konstruktionserkenntnisse, um möglichst sofort ein satzbereite Werkzeuge bereitzustellen.

2. Forschung und Entwicklung

Im Bereich F&E sind 2 Mitarbeiter beschäftigt. Es besteht eine intensive Zusammenarbeit mit Forschungsinstituten bilateral sowie im Rahmen von Förderprojekten.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 war geprägt von den Nachwirkungen der vorangegangenen Krisen. Der massive Preisanstieg bei den Energie- und Nahrungsmitteln führte zu erheblichen Kaufkraftverlusten. Dies zusammen mit der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung, den geopolitischen Krisen sowie den Straffungen in der Geldpolitik führten zu einer gedämpften gesamtwirtschaftlichen Lage.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank laut statistischem Bundesamt um 0,3 % zum Vorjahr und stellt damit das geringste Wachstum aller Volkswirtschaften im Euroraum dar. Diese Entwicklung ist vor allem auf den industriellen Sektor, darunter vor allem die Energieversorger, zurückzuführen. Die Inflationsrate lag in 2023 bei einem Durchschnittswert von 5,9 %. Nach dem Rekordjahr 2022 blieb die Inflation in Deutschland damit auf hohem Niveau.

Die internationalen Automobilmärkte haben laut VDA einen deutlichen Anstieg bei den Neuzulassungen verzeichnet. Dennoch herrscht insbesondere in einigen Ländern wie Deutschland Verunsicherung im Hinblick auf die Antriebstechnologie (Verbrenner, Elektro, Hybrid), durch welche es zu Kaufzurückhaltungen kommt. Die Herausforderungen, bedingt durch die geopolitischen und ge samtwirtschaftlichen Unsicherheiten, bleiben in der Branche herausfordernd.

2. Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf der WEFA Singen GmbH im Jahr 2023 war gekennzeichnet durch eine etwas geschwächte Konjunktur im Aluminiumsektor.

Die Investitionsmaßnahmen umfassten sowohl den Maschinenpark und die Automatisierung, aber auch den Bereich der Betriebsausstattung und Software, was zur Zukunftssicherung und Prozessoptimierung führt. U.a. dadurch und auch durch verstärkte vertriebliche Aktivitäten konnten die Marktanteile gefestigt werden.

Im Geschäftsjahr 2023 betrug das Rohergebnis EUR 7,7 Mio. (Vj. EUR 8,2 Mio.) bei Personalaufwendungen von EUR 4,9 Mio. (Vj. EUR 4,9 Mio.) und lag damit deutlich unter den Erwartungen.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Jahresüberschuss von EUR 0,4 Mio. erzielt.

3. Lage

a. Ertragslage

Die Ertragslage des Geschäftsjahres 2023 ist leicht positiv mit einem Jahresergebnis von TEUR 429 (Vj. TEUR 1.008). Dies ist zum einen auf den verfehlten Plan-Umsatz und zum anderen auf die erschwerten Marktgegebenheiten zurückzuführen.

Für die kommenden Geschäftsjahre sieht sich die WEFA Singen GmbH dennoch gut aufgestellt.

b. Finanzlage

Aufgrund der Fähigkeit der Gesellschaft zur Eigen-/ Innenfinanzierung ist die Finanzlage als gesichert zu bezeichnen. Ziel des Finanzmanagements war und ist es diese Fähigkeit nach haltig sicher zu stellen und Forderungen innerhalb der gesetzten Zahlungsziele zu vereinnahmen sowie Verbindlichkeiten jedweder Art innerhalb der gesetzten Zahlungsfristen zu begleichen.

Alle Geschäftsaktivitäten konnten aufgrund der guten Eigenkapitalausstattung eigen-/ innenfinanziert werden. Es werden nach wie vor keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen.

c. Vermögenslage

Die Vermögensstruktur ist nach wie vor gekennzeichnet durch das Anlagevermögen (EUR 3,6 Mio. bzw. 36,2 % (Vj. 36,7 %) der Bilanzsumme). Im Geschäftsjahr 2023 wurden EUR 0,5 Mio. in das Anlagevermögen investiert; die Abschreibungen des Geschäftsjahres belaufen sich auf TEUR 659.

Die Eigenkapitalquote ist sehr hoch im Vergleich zu branchennahen Unternehmen und liegt bei 73,8 % (Vj. 72,4 %).

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft zieht für ihre interne Unternehmenssteuerung die Kennzahl Rohertrag pro Mitarbeiter heran. Der Rohertrag ergibt sich aus der Summe der Positionen Umsatzerlöse, Bestandsveränderung fertige und unfertige Erzeugnisse, sonstige betriebliche Erträge und Materialaufwand. Der Rohertrag pro Mitarbeiter beträgt TEUR 121 (Vj. TEUR 144). Dieser Rückgang ist durch den nicht erreichten Plan-Umsatz sowie durch die gestiegenen Mitarbeiterzahlen zu erklären.

III. Prognosebericht

Die Weltwirtschaft erlebt derzeit eine Phase der Verlangsamung. Der IWF prognostiziert für das Jahr 2023 ein globales Wachstum von 3,0 %, ein Rückgang im Vergleich zu 3,5 % im Jahr 2022. Für 2024 wird ein Wachstum von 3,1 % erwartet. Diese Zahlen liegen unter dem historischen Durchschnitt von 3,8 % für die Jahre 2000 bis 2019. Eine der größten Herausforderungen für die globale Wirtschaft bleibt die hohe Inflation. Der IWF schätzt, dass die globale Inflation von 8,7 % im Jahr 2022 auf 6,9 % im Jahr 2023 und 5,8 % im Jahr 2024 fallen wird.

Die deutsche Wirtschaft wird nach einem schwachen Jahr 2023 voraussichtlich eine Phase der Erholung im Jahr 2024 erleben. Diese Erholung kann jedoch durch Effekte wie Arbeitskräftemangel, stagnierende Produktivität, Bürokratie und hohe Steuerlast getrübt werden. Die geldpolitische Straffung und die hohen Inflationsraten belasten weiterhin die Weltkonjunktur. Diese Effekte könnten sich für die exportorientierte deutsche Wirtschaft überproportional auswirken.

Die Automobilzulieferbranche unterliegt einem ständigen Wandel. Marktteilnehmer, die sich auf Verbrennungsmotoren spezialisiert haben, müssen strukturelle Anpassungen vornehmen um weiterhin erfolgreich am Marktteilnehmen zu können. Die Branche wird sich global laut Schätzung des Wirtschaftsverband Industrieller Unternehmen Baden e.V. (wvib) um 5 % steigern. Jedoch müssen hier bei Unsicherheiten wie konjunkturelle Krisen und politische Krisen beachtet werden.

Die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens wird trotz der konjunkturellen Unsicherheiten als durchaus positiv beurteilt. Für das kommende Geschäftsjahr wird eine Steigerung des Umsatzes von 4 % angestrebt. Dementsprechend soll auch der Rohertrag pro Mitarbeiter leicht steigen.

Angesichts der verhaltenen Zahlen des ersten Quartals 2024 bleibt abzuwarten, in welchem Maße sich die Auftragslage in den kommenden Monaten entwickeln wird.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Im Zuge ihrer geschäftlichen Aktivitäten ist die Gesellschaft Risiken im Produktions- und Verwaltungsbereich, aber auch im Beschaffungs- und Vertriebsbereich ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Diesen Risiken wird mit einem Qualitäts- und Risikomanagementsystem, welches in die internen Abläufe integriert ist und den jeweiligen Notwendigkeiten angepasst wird, begegnet. Das Qualitätsmanagementsystem ist nach DIN ISO 9001: 2015 zertifiziert und es fand schon zum wiederholten Male eine Zertifizierung nach dem Umweltmanagementsystem EMAS statt. Die sich im Rahmen der Geschäftstätigkeit bietenden Chancen werden optimal genutzt und die daraus resultierenden Risiken minimiert. Des Weiteren soll das Tochterunternehmen WEFA MedTec GmbH, das erfolgreich gemäß der Medizintechniknorm ISO 13485 zertifiziert ist, für das Investment der WEFA Inotec GmbH bei der stimOS GmbH (Inverkehrbringer) perspektivisch Medizintechnikteile als Zulieferer fertigen.

Mit einem operativen Controllingsystem wird eine Vielzahl von relevanten Kennzahlen, die die Entwicklung des Angebotsverhaltens, der Auftragseingänge und -bestände, der Reichweite der Auftragsbestände und der hochgerechneten Auftragsergebnisse beinhalten, erfasst. Diese Informationen werden als Basis für regelmäßige Steuerungsgespräche mit den operativ Verantwortlichen herangezogen und dienen dazu, den Stand laufender Projekte ebenso zu verfolgen wie die Ergebnisentwicklung. Im Fokus stehen hierbei die rechtzeitige Identifizierung und Gegensteuerung bei Volumenrückgang, bei Rückgang der Margenqualität des vorhandenen Volumens und bei inadäquater Entwicklung der Gemeinkosten.

Risiken auf Beschaffungsmärkten wird durch Zusammenarbeit mit zuverlässigen Lieferanten vorgebeugt, wobei jedoch marktgegebene Erhöhungen bei Rohstoffpreisen zu erwarten sind.

Forderungsausfallrisiken begegnet die Gesellschaft durch ein konsequentes Debitorenmanagement, welches darauf ausgerichtet ist Forderungen innerhalb der gesetzten Zahlungsziele zu vereinnahmen. Absehbaren Ausfall- oder Bonitätsrisiken wird durch entsprechende bilanzielle Vorsorge Rechnung getragen. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen sind von untergeordneter Bedeutung. Durch ein professionelles Mahnwesen wird Zahlungsverzügen seitens der Kunden vorgebeugt.

Liquiditätsrisiken werden zentral überwacht und gesteuert, sind aber zum jetzigen Zeitpunkt auf Basis des Bestandes an liquiden Mitteln auszuschließen. Die Anlagepolitik ist angepasst an die Börsenentwicklungen eher konservativ. Mit den Geschäftsbanken bestehen langjährige Geschäftsbeziehungen.

Wettbewerbsrisiken ergeben sich speziell durch schlagkräftige Konkurrenten in Niedriglohnländern. Hier gilt es, die Forschungs- und Entwicklungsleistungen im Hause der WEFA Singen GmbH weiter auszubauen und auch die internationalen Verbindungen zu nutzen. Erste Erfolge sind bereits in neuen geografischen Märkten und mit innovativen Produkten sichtbar.

2. Chancenbericht

Insbesondere durch den verstärkten Bedarf an Hochpräzisionswerkzeugen, beschichteten Werkzeugen und Werkzeugen für gute Oberflächen verspricht sich das Unternehmen in Zukunft die Erschließung neuer Märkte.

Des Weiteren liegen Chancen im Bereich neuer Geschäftsfelder, wie den CED (Coated Extrusion Dies) und weiter stattfindender Internationalisierung, auch bei der Tochtergesellschaft WEFA - Bohemia, spol. s r.o. in Decin, Tschechien.

3. Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung liegen neben den zu befürchtenden Auswirkungen der Abschottungspolitik einzelner Staaten weiterhin im Wettbewerbsumfeld, der Materialbeschaffung und der Entwicklung neuer Technologien durch Konkurrenten. Vor dem Hintergrund der finanziellen Stabilität der WEFA Singen GmbH sieht sich die Geschäftsführung für die Bewältigung dieser künftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar, können jedoch niemals völlig ausgeschlossen werden.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen grundsätzlich eine konservative Risikopolitik.

 

Singen, 29. Mai 2024

WEFA Singen GmbH

Geschäftsführung

Dr. Joachim Maier

Oliver Maier

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.606.559,89 3.748.866,89
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 137.047,00 163.852,00
II. Sachanlagen 3.058.701,00 3.274.203,00
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.740.860,00 2.947.539,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 298.491,00 309.664,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 19.350,00 17.000,00
III. Finanzanlagen 410.811,89 310.811,89
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 390.811,89 290.811,89
B. Umlaufvermögen 6.274.193,29 6.426.823,86
I. Vorräte 2.529.700,00 2.007.600,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.210.319,74 935.282,00
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 236.011,77 286.853,83
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.534.173,55 3.483.941,86
C. Rechnungsabgrenzungsposten 72.047,64 37.968,41
Bilanzsumme, Summe Aktiva 9.952.800,82 10.213.659,16

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 7.342.628,13 7.399.355,08
I. Gezeichnetes Kapital 570.000,00 570.000,00
II. Gewinnrücklagen 2.500.000,00 2.500.000,00
III. Bilanzgewinn 4.272.628,13 4.329.355,08
B. Rückstellungen 2.349.652,00 2.414.017,00
C. Verbindlichkeiten 260.520,69 400.287,08
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 38.917,53 34.483,31
Bilanzsumme, Summe Passiva 9.952.800,82 10.213.659,16

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 7.737.219,47 8.189.629,62
2. Personalaufwand 4.882.141,00 4.859.339,39
a) Löhne und Gehälter 3.988.231,84 4.023.767,32
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 893.909,16 835.572,07
3. Abschreibungen 658.681,14 593.075,50
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 658.681,14 593.075,50
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.902.642,47 1.735.110,68
5. Erträge aus Beteiligungen 212.806,57 316.323,24
6. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 96,67 0,00
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 66.228,18 6.713,68
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 33.900,00 35.865,00
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 109.960,86 280.757,96
10. Ergebnis nach Steuern 429.025,42 1.008.518,01
11. Sonstige Steuern 518,37 502,17
Jahresüberschuss 428.507,05 1.008.015,84

Ergebnisverwendung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Jahresüberschuss 428.507,05 1.008.015,84
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.844.121,08 3.321.339,24
3. Bilanzgewinn 4.272.628,13 4.329.355,08

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die WEFA Singen GmbH hat ihren Sitz in Singen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg im Breisgau unter HRB Nr. 540176 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff. HGB aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige lineare (zeitanteilige) Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen, welche zwischen 3 und 5 Jahren betragen.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare (zeitanteilige) Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Für die Abschreibungen von Gegenständen des Sachanlagevermögens werden zwischen 3 und 33 Jahren zugrunde gelegt. Die Anschaffungskosten beweglicher Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 250,00 werden im Jahr des Zugangs sofort als Aufwand verbucht. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Abschreibungen auf einen niedrigeren Wert am Bilanzstichtag werden grundsätzlich nur vorgenommen, wenn die Wertminderung voraussichtlich dauerhaft ist.

Die Vorräte werden mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Für Hilfs- und Betriebsstoffe ist ein Festwert in Höhe von TEUR 194 (Vj. TEUR 194) gebildet.

Die unfertigen Erzeugnisse werden auf der Basis von Einzelkalkulationen unter Beachtung des Fertigungsgrades zu Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert bewertet. Die Herstellungskosten enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko wird durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden, sofern vorhanden, abgezinst.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen werden die Richttafeln 2018G von Klaus Heubeck verwendet. Im Berichtsjahr wird ein von der deutschen Bundesbank vorgegebener Marktzinssatz von 1,83 % (Vj. 1,78 %) bei der Bewertung zugrunde gelegt. Rentenanpassungen sind unverändert mit 2 % bzw. 1 % p.a. eingerechnet.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 21 (Vj. TEUR 146). Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt der Ausschüttungssperre im Sinne des § 253 Abs. 6 HGB.

Die übrigen Rückstellungen werden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages, der ggf. nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt wurde. Langfristige Rückstellungen werden, sofern vorhanden, mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden von der deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Dabei werden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Erträge und Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen werden gesondert zum Finanzergebnis erläutert.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Stichtagskurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger (bei Aktivposten) oder höher waren (bei Passivposten).

Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in lokale Währung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter den Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist unter Angabe der Abschreibung des Geschäftsjahres dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Angaben zum Anteilsbesitz

Die WEFA Singen GmbH ist Alleingesellschafterin der WEFA - Bohemia, spol. s r.o., Decin/CZ. Der Jahresabschluss der WEFA - Bohemia, spol. s r.o. weist für 2023 einen Jahresüberschuss von TEUR 376 und ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 5.943 aus.

Die WEFA Singen GmbH ist Alleingesellschafterin der WEFA MedTec GmbH, Singen/DE. Der Jahresabschluss der WEFA MedTec GmbH weist für 2023 einen Jahresfehlbetrag von TEUR 27 und ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 89 aus.

Die WEFA Singen GmbH verzichtet unter Bezugnahme auf § 293 HGB auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses.

2. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen Miet- und Leasingverpflichtungen in Höhe von jährlich TEUR 288.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Personalaufwand

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 120 (Vj. TEUR 54) enthalten.

2. Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen stammen wie im Vorjahr in voller Höhe aus verbundenen Unternehmen.

3. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In Höhe von TEUR 4 (Vj. TEUR 5) sind Zinserträge aus der Aufzinsung von Rückstellungen enthalten.

4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In Höhe von TEUR 34 (Vj. TEUR 36) sind Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen enthalten.

VI. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

2023
Gewerbliche Arbeitnehmer 35
Kaufmännische Angestellte 28
Aushilfen 1
64

2. Angabe zu den Organmitgliedern

Zur Geschäftsführung sind die folgenden Personen bestellt:

Dr.-Ing. Joachim Maier

Dipl. Psych. Oliver Maier

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

 

Singen, 29. Mai 2024

WEFA Singen GmbH

Geschäftsführung

Dr. Joachim Maier

Oliver Maier

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen 13.661.570,78 517.829,14 0,00 71.448,15 14.107.951,77
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.278.379,89 77.049,85 0,00 0,00 1.355.429,74
II. Sachanlagen 12.072.379,00 340.779,29 0,00 71.448,15 12.341.710,14
1. Technische Anlagen und Maschinen 10.136.818,90 255.224,24 17.000,00 13.348,06 10.395.695,08
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.918.560,10 66.205,05 0,00 58.100,09 1.926.665,06
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 17.000,00 19.350,00 -17.000,00 0,00 19.350,00
III. Finanzanlagen 310.811,89 100.000,00 0,00 0,00 410.811,89
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 290.811,89 100.000,00 0,00 0,00 390.811,89
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen 9.912.703,89 658.681,14 69.993,15 10.501.391,88
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.114.527,89 103.854,85 0,00 1.218.382,74
II. Sachanlagen 8.798.176,00 554.826,29 69.993,15 9.283.009,14
1. Technische Anlagen und Maschinen 7.189.279,90 477.448,24 11.893,06 7.654.835,08
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.608.896,10 77.378,05 58.100,09 1.628.174,06
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
III. Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.606.559,89 3.748.866,89
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 137.047,00 163.852,00
II. Sachanlagen 3.058.701,00 3.274.203,00
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.740.860,00 2.947.539,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 298.491,00 309.664,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 19.350,00 17.000,00
III. Finanzanlagen 410.811,89 310.811,89
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 390.811,89 290.811,89

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 26.06.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die WEFA Singen GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der WEFA Singen GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WEFA Singen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Veraantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Villingen-Schwenningen, 29. Mai 2024

Wirtschaftsrevision Süd GmbH
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