Behnke & Breuer Immobiliengesellschaft mbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tim Wieding seit 8.10.2025 | Geschäftsführer |
Peter Beyer seit 6.2.2014 | Geschäftsführer |
Arne Östlind seit 18.12.2012 | Geschäftsführer |
Wolf Gerhard Timm Dr. Eifler seit 9.3.2010 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 16.60% | |
| 16.60% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Hanfried Personaldienstleistungen GmbHEigenbeteiligung | 0.20% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Jobactive GmbHLeverkusenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die Jobactive GmbH ist seit 2010 als eigenständiges Unternehmen im Bereich der Personalvermittlung und -überlassung tätig. Hervorgegangen ist die Jobactive im Jahr 2001 aus der ehemaligen Personalbeschaffung und des Mitarbeiter-Poolmanagements des Bayer-Konzerns. Bis 2010 war die Jobactive eine Tochtergesellschaft der Bayer Business Service GmbH. Das Leistungsspektrum der Jobactive umfasst sowohl Personalvermittlung und -überlassung, als auch Personalberatung und -entwicklung. Der Fokus liegt neben der Pharma- und Chemiebranche auf kaufmännischen Berufen und der Informationstechnologie. Im Schnitt beschäftigt die Jobactive in 2023 etwa 306 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die von den Niederlassungen in Leverkusen, Berlin, Frankfurt am Main, Düsseldorf und München aus betreut werden. 2. Forschung und Entwicklung Das Unternehmen tätigt keine Produktentwicklungen, daher sind hierzu keine weiteren Angaben vorzunehmen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach einer langen Wachstumsphase setzt mittlerweile seit dem Jahr 2018 eine rückläufige Entwicklung der Beschäftigung ein. Insgesamt waren im Jahresschnitt 2023 rund 0,796 Mio. Leiharbeitnehmer beschäftigt, 34.000 weniger als 2022. Ihr Anteil an der Gesamtbeschäftigung liegt bei 2,0%. Die Anzahl der Betriebe mit Schwerpunkt Arbeitnehmerüberlassung liegt bei 11.000. Rund 93% aller Betriebe mit der Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung beschäftigen weniger als 10 Mitarbeiter, über 50 Mitarbeiter arbeiten nur in 1% aller Unternehmen. Das Marktvolumen für Arbeitnehmerüberlassung ist 2023 um 3,1% gesunken. Die Umsatzerlöse der 25 führenden Zeitarbeitsunternehmen stiegen hingegen um 2,2 Prozent. Das verdeutlicht den hohen Marktdruck für kleine und mittelständische Unternehmen in der Branche. Die Rentabilität der Branche verschlechtert sich insgesamt durch steigende Personalaufwendungen. Ursächlich hierfür sind der Fachkräftemangel sowie insgesamt die zunehmende Angleichung der Löhne an die Bezüge der Stammbelegschaften. Durch die Anhebung des Mindestlohns auf EUR 13,50 ab Januar 2024 ist das Lohnniveau auch insgesamt spürbar gestiegen. Das Bruttoinlandsprodukt (Veränderung gegenüber 2022: - 0,3%) ist zurückgegangen, als ursächlich für diese Entwicklung werden u.a. geringere Nachfragen aus dem In- und Ausland sowie höhere Zinsen und damit ungünstigere Finanzierungsbedingungen angesehen. 2. Geschäftsverlauf Umsatz und Auftragsabwicklung Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2023 haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.089 bzw. rund 11,5% verringert. Diese Entwicklung entspricht der Erwartungshaltung der Geschäftsführung aus dem Vorjahr. Ursächlich dafür sind äußere Einflüsse wie der Wettbewerb mit anderen Dienstleistern, sowie unterschiedliche Entwicklungen an den jeweiligen Standorten der Gesellschaft, so dass regionale Gegebenheiten aufgrund geringerer Nachfrage zusätzlich die Umsatz- und Auftragsentwicklung negativ beeinträchtigt haben. Geschäftsergebnis Durch die geringeren Umsatzerlöse verlief das abgelaufene Geschäftsjahr und das erzielte Geschäftsergebnis aus Sicht der Geschäftsführung wie erwartet merklich geringer, so dass sich die Einschätzung über die Entwicklung als zutreffend herausgestellt hat. Das Betriebsergebnis vor Zinsen beträgt TEUR -258, das Betriebsergebnis vor Zinsen und Abschreibungen liegt bei TEUR -234. Unverändert tragen Beteiligungserträge wie erwartet zu einem insgesamt positiven Jahresergebnis bei. Produktion und Beschaffung Die Gesellschaft ist ausschließlich im Bereich der Überlassung und Vermittlung von Arbeitskräften tätig. Schwerpunktmäßig werden die überlassenen Arbeitnehmer bei Kunden im Dienstleistungs- und Industriebereich eingesetzt. Der von Mangel gekennzeichnete Fachkräftemarkt bleibt durch die qualitative Bedeutung für die Dienstleistung im Fokus der Arbeit von Jobactive. Eine stärkere Verlagerung auf die Direktvermittlung wird in der Zukunft größere Bedeutung zukommen, da insbesondere Fachkräfte das Instrument der Zeitarbeit nicht für den Berufseinstieg oder Arbeitgeberwechsel nutzen möchten und ein direktes Beschäftigungsverhältnis bevorzugen. Investitionen und Finanzierung Jobactive hat im Geschäftsjahr 2023 Investitionen in Höhe von TEUR 112 getätigt. Weitere Anschaffungen wurden geleast und werden daher nicht als Anlagevermögen in der Bilanz ausgewiesen. Für das Folgejahr sind vor allem Ersatz- und Ergänzungsinvestitionen geplant. Die Finanzierung der Investitionen erfolgte aus dem laufenden Cashflow. Für die Abwicklung des laufenden Geschäfts werden die üblichen Finanzierungsinstrumente eingesetzt. Zur Vorfinanzierung der zum Bilanzstichtag vorhandenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände von TEUR 5.648 verfügt Jobactive über eine solide Eigenkapitalbasis sowie eine freie Kreditlinie bei einem Kreditinstitut in Höhe von TEUR 421, welche nicht in Anspruch genommen worden ist. Personal- und Sozialbereich Die Arbeitnehmerschaft im Unternehmen entspricht ihrer Qualifikation und Anzahl nach dem notwendigen Bestand. Der Altersaufbau und die Fluktuation entsprechen den branchenüblichen Gegebenheiten und sind als normal zu bezeichnen. Die Arbeitszeiten sind nach den Anforderungen der Kunden gestaltet und daher unterschiedlich (Schichtsysteme etc.). Insgesamt stellt sich die Aufgliederung des Personals zum Stichtag 31. Dezember 2023 wie folgt dar: - Verwaltung: 52 Mitarbeiter - Arbeitnehmerüberlassung: 218 Mitarbeiter - Geschäftsführung: 4 Geschäftsführer Der Personalaufwand richtet sich nach den gesetzlichen und tarifvertraglichen Bestimmungen. Die Entlohnung erfolgt über die Stundenabrechnung. Eine betriebliche Altersversorgung wird den Verwaltungsmitarbeitern und auch Zeitarbeitnehmern auf Wunsch im Rahmen der vertraglichen Entlohnung gewährt. Betriebskrankenkasse oder andere Fürsorgeeinrichtungen sind bei Jobactive nicht vorhanden. Der Unfallschutz erfolgt über die Pflichtmitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie. Aus- und Fortbildungsmaßnahmen werden im erforderlichen Umfang durchgeführt. 3. Darstellung der Lage 3.1. Ertragslage
Im Geschäftsjahr 2023 ergab sich ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 632 (Vorjahr: TEUR 1.193). Die Ursachen für das niedrigere Ergebnis lassen sich auf folgende Entwicklungen zurückführen: - Der Personalaufwand stieg bezogen auf den Umsatz um 0,7%-Punkte auf 88,0%. Der Personalaufwand an sich ist um TEUR 1.722 zurückgegangen, was im Wesentlichen auf die im Jahresdurchschnitt geringere Mitarbeiteranzahl zurückzuführen ist. - Das neutrale Ergebnis beinhaltet u.a. einen im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedrigeren Beteiligungsertrag i.H.v. TEUR 900 (Vorjahr: TEUR 1.300) und ist trotzdem ursächlich für das positive Jahresergebnis. - In der Folge ergibt sich eine verschlechterte Umsatzrendite von 3,8% im Vergleich zu 6,7% im Vorjahr. Auch im Jahre 2023 ist der Anteil einzelner größerer Kunden am Gesamtumsatz niedrig. 50% des Umsatzes verteilen sich auf 12 Unternehmen, weitere 50% auf 178 Unternehmen. Kundendiversifizierung, eine breit gefächerte Branchenstruktur und verstärkte Vertriebstätigkeiten stellen eine gesunde Geschäftsbasis dar. 3.2 Finanzlage Die Veränderung des Finanzmittelbestandes sowie die dafür ursächlichen Mittelbewegungen werden anhand der nachfolgenden Kapitalflussrechnung aufgezeigt.
Im Periodenergebnis sind Ertragssteuerzahlungen (-) / -erstattungen (+) in Höhe von TEUR + 36 (Vorjahr: TEUR + 13) enthalten. Der Cash-Flow nach DVFA/SG beträgt im Geschäftsjahr 2023 TEUR 656 und liegt damit deutlich unter dem Wert des Vorjahres (TEUR 1.293). Die unter Berücksichtigung von verfügbaren Finanzierungsquellen gute Liquiditätslage ermöglicht, dass das Unternehmen jederzeit pünktlich seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann. 3.3 Vermögenslage
Die Vermögensstruktur der Jobactive GmbH ist geprägt durch einen geringen Anteil von langfristig gebundenem Vermögen. Dieser beträgt bezogen auf die Bilanzsumme lediglich 10,1%. Das kurzfristig gebundene Vermögen besteht aus kurzfristig fälligen und daher liquiditätsnahen Forderungen. Diese entfallen vor allem auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 3.114). Die Kapitalstruktur zeigt eine im Vergleich zum Vorjahr erhöhte Eigenkapitalquote von 52,8% (Vorjahr: 50,2%). Die Eigenkapitalentwicklung zum Bilanzstichtag ergibt sich aus Gewinnausschüttungen in Höhe von insgesamt TEUR 600 und dem Jahresergebnis, was im Vergleich zum Vorjahr ein um TEUR 32 höheres Eigenkapital bedeutet. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten Bankverbindlichkeiten von TEUR 1.195, damit entfällt ein Anteil von rund 19,2% auf dieses kurzfristige Fremdkapital. 4. Finanzielle Leistungsindikation Für Zwecke der Unternehmenssteuerung werden die Kennzahlen Umsatzentwicklung, Betriebsergebnis vor Zinsen und Cash-Flow herangezogen. Die Entwicklung der Umsatzerlöse ist geprägt durch einen Rückgang von TEUR 2.089 im Vergleich zum Vorjahr. Dies entspricht einer Reduzierung von rund 11,5%. Das Betriebsergebnis vor Zinsen fiel mit TEUR - 258 um TEUR 332 geringer aus als in 2022, was insbesondere auf die niedrigeren Umsatzerlöse und den im direkten Vergleich mit dem Vorjahr zwar geringeren Personalaufwand resultiert. Bei saldierter Betrachtung genügte der Rückgang des Personalaufwands nicht, um die geringeren Umsatzerlöse zu kompensieren. Der Cash-Flow nach DVFA/SG lag 2023 bei TEUR 656 und damit um TEUR 637 unter dem Wert für 2022 (TEUR 1.293). Das positive Jahresergebnis ergibt sich nicht zuletzt aufgrund der Beteiligungserträge in Höhe von TEUR 900. Aus dem operativen Kerngeschäft ließ sich kein positives Ergebnis erzielen, wie vorstehend dargestellt. 5. Gesamtaussage Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wird angesichts der im mehrjährigen Vergleich stabilen Ergebnissituation als befriedigend eingeschätzt. Aufgrund der vorhandenen Kreditlinien ist die Gesellschaft jederzeit in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen pünktlich nachzukommen. III. Zweigniederlassungsbericht Neben dem Hauptsitz in Leverkusen verfügt die Gesellschaft über folgende Niederlassungen: Berlin, Frankfurt am Main, Düsseldorf und München IV. Prognosebericht Die Entwicklung der ersten drei Quartale in 2024 ist besser als von der Geschäftsführung erwartet. Korrespondierend zum Umsatzrückgang aus der Arbeitnehmerüberlassung wird sich auch der Personalaufwand reduzieren. Der Gesamteffekt ist hier leicht negativ, da die Senkung der Personalkosten etwas geringer ausfällt. Anders als im Jahr 2023 ist allerdings auch eine Senkung der fixen weiteren betrieblichen Aufwendungen zu verzeichnen, so dass hier ein positiver Effekt auf das Betriebsergebnis vor Zinsen erwartet wird. Der Rückgang der Umsatzerlöse aus der Arbeitnehmerüberlassung konnte zudem durch das starke Geschäft mit der Personalvermittlung in Teilen kompensiert werden, sodass auch hieraus ein positiver Effekt auf das Betriebsergebnis vor Zinsen für 2024 gerechnet wird. Der Cash-Flow wird sich in 2024 entsprechend positiv entwickeln. Wie schon in der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der Branche reduzierte sich in den ersten Monaten 2024 der Umsatz aus der Arbeitnehmerüberlassung. Korrespondierend zum Umsatzrückgang hat sich auch der Personalaufwand reduziert, allerdings nicht im gleichen Maße, so dass hier ein weiterer operativer Verlust durch das AÜ Geschäft entsteht. Die Jobactive GmbH konnte aber bis zum Juli 2024 die Umsatzerlöse aus der Personalvermittlung um 46% auf TEUR 1.158 steigern, so dass trotz des Feiertagsquartals II auch ein positives operatives Gesamtergebnis zu Buche steht. Obwohl der PV-Bereich von etlichen äußeren Einflüssen abhängt, wie dem Wettbewerb mit anderen Dienstleistern oder der generellen bewerberfreundlichen Marktlage, ist ein starker Fokus auf diesen Geschäftsbereich vermutlich trotzdem sinnvoll. Eine Kombination aus Überlassungs- und Vermittlungsgeschäft wird zwar die breite Basis der Jobactive Geschäftsidee bleiben. Die Umsatzrendite aus dem reinen AÜ Geschäft leidet schon seit Jahren auch unter der guten Position, die Bewerber am Markt haben. Hohe Krankheitsquoten und geringe Margen aufgrund steigender Löhne und Preisdruck bei den Kundenverhandlungen tragen jeweils ebenfalls zu dieser Konstellation bei. Bei der Personalvermittlung entfallen Kosten und Risiken einer Beschäftigung. Insgesamt ergibt sich wieder eine Situation, in der die Vielzahl der offenen Stellen oft durch fehlendes Fachpersonal nicht besetzt werden kann. Insofern wäre sogar eine weitere Konsolidierung des Branchenmarktes für die verbleibenden Unternehmen von Vorteil. Auch eine Veränderung des Bewerbermarktes würde sich positiv auf die gesamte Branche auswirken, sollten die Auftragslage unverändert gut bleiben. Hier sind erst Anzeichen zu erkennen. Allerdings reduziert sich im Gegenzug auch die Anzahl der offenen Vakanzen. Das Jahr 2023 verlief hinsichtlich der Ertrags- und Auftragslage im Kontext der oben beschriebenen Marktsituation noch zufriedenstellend und die Kundenanfragen sind in 2024 ebenfalls noch vorhanden. So wie es zurzeit aussieht, wird vor allem aufgrund des Personalvermittlungsgeschäfts ein gutes Jahresergebnis in 2024 erzielt werden können. Das Geschäftsjahr 2023 ist zudem bei dem Tochterunternehmen actcon ebenfalls gut verlaufen. Die positive Ertragslage bei dieser IT-Tochtergesellschaft setzt sich auch in 2024 unverändert fort. Das unterstreicht auch noch einmal die Bedeutung der Diversifizierung, was die Kundenstruktur und die Branchenzugehörigkeit der Kunden betrifft. Die Jobactive GmbH ist insgesamt für das Jahr 2024 und die weitere Zukunft gut aufgestellt. V. Chancen- und Risikobericht Da sich Jobactive in ihrem Geschäftsfeld etabliert hat, kommt es grundsätzlich aufgrund der langjährigen Geschäftsbeziehungen zu Hauptauftraggebern und durch den Abschluss vertraglicher Rahmenbedingungen immer wieder zu Anfragen und zu Anschlussaufträgen. Zusätzlich stärkt die Jobactive ihre Kundenstruktur durch Maßnahmen im Vertrieb und in der Kundenbindung. Der Markt in der Zeitarbeit ist weitgehend auf die Anbieter aufgeteilt, so dass es in der Zukunft von noch größerer Bedeutung sein wird, Neukunden zu gewinnen und abzuwerben sowie eine qualitativ hochwertige Dienstleistung anzubieten. Weiterhin besteht die berechtigte Annahme, dass sich der Markt weiter konsolidieren wird. Der Prognosebericht ist auch nach den ersten Monaten des Jahres 2024 schwierig zu formulieren, da die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen von hoher Unsicherheit aufgrund unterschiedlicher Faktoren, wie den Folgen des Ukraine Konfliktes, den daraus resultierenden steigenden Preisen, z. B. im Energiesektor und auch von der weiteren Entwicklung in der Zinspolitik und der davon abhängigen Investitionsbereitschaft abhängen. Die schwächelnde Gesamtkonjunktur und die damit verbundene sinkende Nachfrage erschweren ebenfalls die Planung. Kunden reizen zunehmend ihre Zahlungsziele aus oder verhandeln sogar längere Fristen. Dazu kommt ein zusätzlicher Anteil an Kunden, die aufgrund der wirtschaftlichen Lage die Zahlungsziele nicht einhalten können oder wollen. Die Liquiditätsplanung wird durch diese Rahmenbedingungen zusätzlich erschwert. Hinsichtlich des Fachkräftemangels könnte sich die Lage nach einer möglichen Rezession etwas entspannen. Im Zuge einer Krise ist grundsätzlich aber auch ein Anstieg der Arbeitslosenzahlen zu erwarten. Für Jobactive bietet sich daher eine Chance, sobald diese Fachkräfte wieder in den Arbeitsmarkt eintreten und viele Firmen zunächst flexible Beschäftigungsmodelle bevorzugen. Mit dieser Entwicklung ist aber in 2024 nicht mehr zu rechnen. Stetig weiter entwickelt sich auch das IT Umfeld und der Bereich Social Media. Im Rahmen des digitalen Wandels bietet sich für die Branche grundsätzlich die Möglichkeit, Bewerberprozesse effizienter zu gestalten. Durch digitales Marketing und durch Stellenportale wird der Recruiting-Prozess effektiver und die Kontaktstufen unabhängiger von räumlichen oder zeitlichen Beschränkungen. Das Unternehmen wird jedoch auch etwas transparenter durch Bewertungs- und Bewerberportale. Das anonymere Internet birgt daher auch ein Risiko für die eigentlich sehr persönliche und personenbezogene Branche. Für ein Geschäft, in dem persönliche Beziehungen zu Bewerbern und Kandidaten sehr wichtig sind, ist die Verlagerung zu Kontakten auf Remote-Basis eine vorsichtig zu betrachtende Entwicklung. Auch Angriffe von Cyberkriminellen oder die weit verbreiteten IT-Viren stellen eine stete Bedrohung dar. Momentan sind keine bestandsgefährdenden Risiken für die Jobactive GmbH bekannt.
Leverkusen, den 25. November 2024 Die Geschäftsführer gez. Dr. Timm Eifler gez. Peter Beyer gez. Arne Östlind gez. Ralf Künzel BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Jobactive GmbH mit Sitz in Leverkusen ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Köln unter HRB 49785 eingetragen. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung i.S.d. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Von den eingeräumten Erleichterungen bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde zum Teil Gebrauch gemacht. B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Aufstellung erfolgte im Einzelnen nach folgenden Grundsätzen und Methoden: - Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten bewertet. Die Abschreibungen der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgten planmäßig linear nach Maßgabe der voraussichtlichen bzw. vertraglich vereinbarten Nutzungsdauer (3 - 5 Jahre). Die Abschreibungen des Sachanlagevermögens erfolgten planmäßig linear, entsprechend der voraussichtlichen bzw. betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (3-10 Jahre). Für selbständig nutzbare, bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen EUR 250,00 bis EUR 800,00 wird die lineare Abschreibungsmethode über eine Abschreibungsdauer von fünf Jahren (Abschreibungspool) angewandt. Für die geringwertigen Anlagengegenstände - bis zu einem Wert von EUR 250,00 - wurden in voller Höhe als Betriebsausgaben angesetzt. - Das Finanzanlagevermögen ist grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung eines gegebenenfalls niedrigeren beizulegenden Werts bewertet. - Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde für das allgemeine Kreditrisiko eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5 % auf den nicht einzelwertberichtigten bzw. kreditversicherten Forderungsbestand gebildet. - Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgte zum Nennwert. - Pensionsrückstellungen wurden auf der Grundlage von versicherungsmathematischen Berechnungen auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Als Rechnungszinssatz wurde der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte Zins für die angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren angesetzt. Zum Bilanzstichtag wurde der 10-Jahresdurchschnittszinssatz verwendet. Aus der Abzinsung der Pensionsverpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag von EUR 14.660,00. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. - Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. - Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. C. Angaben zu den Posten der Bilanz 1. Anlagevermögen Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung sind im beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Die dort ausgewiesenen Anschaffungskosten sind mit den historischen Anschaffungskosten identisch. 2. Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Unter dem Posten Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an Gesellschafter nach § 42 Abs. 3 GmbHG in Höhe von EUR 32.709,83 (Vorjahr: EUR 87,79) ausgewiesen. Von den in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesene Posten haben EUR 207.510,54 (Vorjahr: EUR 209.283,39) eine Laufzeit von über einem Jahr. Die restlichen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten außerdem Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 157.050,00 (Vorjahr: EUR 152.550,00). 3. Eigenkapital Bilanzgewinn Der Gewinnvortrag des Vorjahres beträgt EUR 2.103.369,12 (Vorjahr: EUR 1.210.151,99) und ist im Bilanzgewinn enthalten. 4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
5. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG sind in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 49.091,83) gegeben. Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. D. Angaben zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse enthalten im Wesentlichen die Nettoerlöse aus der Personalvermittlung und Personalüberlassung und werden ausschließlich im Inland erzielt. 2. Abschreibungen Die Abschreibungen betreffen immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen einschließlich Abschreibungen für geringwertige Wirtschaftsgüter. Außerplanmäßige Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 und 4 HGB waren nicht gegeben. 3. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Position steht für die Körperschaftsteuer nebst Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer. Die Steuern betreffen das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. E. Sonstige Angaben 1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind sonstige finanzielle Verpflichtungen, soweit diese Angaben zur Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, in Form von üblichen Miet- und Leasingverträgen zur Steuerung der Investitionstätigkeit gegeben. Das Unternehmen hat außerdem für die Abwicklung des laufenden Geschäftes einen Kreditrahmen über TEUR 2.000 gemeinsam mit einem verbundenen Unternehmen abgeschlossen. Hierfür hat die Gesellschaft die gesamtschuldnerische Haftung zusammen mit dem verbundenen Unternehmen erklärt. Das verbundene Unternehmen hat diesen Kredit zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen. Für diesen Betrag haftet die Jobactive GmbH, wie oben beschrieben. Das Risiko der Inanspruchnahme ist derzeit als gering einzuschätzen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen, soweit sie für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen aufgrund bestehender Leasing-, Miet- und Pachtverträge wie folgt:
Von einem Kreditinstitut ist ein Avalkreditrahmen in Höhe von EUR 384.208,78 gewährt worden. Dieser ist zum Bilanzstichtag mit EUR 384.208,78 in Anspruch genommen. 2. Beziehungen zu anderen Unternehmen Es bestehen folgende Beteiligungen: - Die Gesellschaft hält 100 v. H. der Anteile an der actcon GmbH mit Sitz in Köln. Das Stammkapital des verbundenen Unternehmens beträgt TEUR 25. Gemäß dem letzten vorliegenden Jahresabschluss 2023 beträgt der Jahresüberschuss EUR 621.063,11 und das Eigenkapital TEUR 1.237. - Die Gesellschaft hält 100 v. H. der Anteile an der Jobactive Recruiting GmbH mit Sitz in Köln. Das Stammkapital des verbundenen Unternehmens beträgt TEUR 25. Gemäß dem letzten vorliegenden Jahresabschluss 2023 beträgt der Jahresüberschuss EUR 102.363,49 und das Eigenkapital TEUR 118. - Die Gesellschaft hält 100 v. H. der Anteile an der Jobactive GmbH mit Sitz in Zürich. Das Stammkapital des verbundenen Unternehmens beträgt CHF 20.000. Gemäß dem letzten vorliegenden Jahresabschluss 2023 beträgt der Jahresfehlbetrag CHF 63.945,24 und das Eigenkapital CHF -184.665,04. Gemäß Protokoll vom 16. Oktober 2023 wurde die Liquidation der Schweizer Gesellschaft beschlossen und entsprechend wurde der Beteiligungsbuchwert bereits in 2023 außerplanmäßig i.H.v. EUR 18.622,81 abgeschrieben. - Die Gesellschaft hält 50 v. H. der Anteile an der Jobactive & hanfried Consulting GmbH mit Sitz in Hamburg. Das Stammkapital des Unternehmens beträgt TEUR 35. Gemäß dem letzten vorliegenden Jahresabschluss 2023 beträgt der Jahresüberschuss EUR 81.657,41 und das Eigenkapital TEUR 103. - Die Gesellschaft hält 38,7 v. H. der Anteile an der Tissue Systems Holding GmbH mit Sitz in Göttingen. Das Stammkapital des Unternehmens beträgt TEUR 33. Gemäß dem letzten vorliegenden Jahresabschluss 2023 beträgt der Jahresfehlbetrag EUR 13.310,60 und das Eigenkapital TEUR 57. - Die Gesellschaft hält 38,7 v. H. der Anteile an der Myriamed GmbH mit Sitz in Göttingen. Das Stammkapital des Unternehmens beträgt TEUR 33. Gemäß dem letzten vorliegenden Jahresabschluss 2023 beträgt der Jahresüberschuss EUR 124.157,35 und das Eigenkapital TEUR - 918. 3. Angaben zu den Organen der Gesellschaft Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch die alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführer Peter Beyer, Personal und Vertrieb, Köln, Dr. Timm Eifler, Controlling und Vertrieb, Hamburg, Arne Östlind, Finanzen und Vertrieb, Winsen (Luhe),Ralf Künzel, Personal und Vertrieb, Leverkusen, geführt. Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung nach § 285 Nr. 9 a) und b) HGB betragen TEUR 932. Forderungen gegen Geschäftsführer sind in Höhe von EUR 157.050,00 in den sonstigen Vermögensgegenständen enthalten. Die Forderung ist mit 3 v.H. p.a. zu verzinsen und hat eine Laufzeit von drei Jahren. 4. Anzahl der Mitarbeiter Die Gesellschaft hat während des Geschäftsjahres durchschnittlich 306 Mitarbeiter beschäftigt. Hiervon entfallen auf die Bereiche
Die Anzahl der Mitarbeiter nach § 285 Nr. 7 i.V.m. § 267 Abs. 5 HGB beträgt 302 (Vorjahr: 341). 5. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag gemäß § 285 S. 1 Nr. 33 HGB sind im laufenden Jahr 2024 nicht zu nennen. 6. GewinnverwendungsvorschlagLaut § 10 Abs. 3 des Gesellschaftsvertrages beschließt die Gesellschafterversammlung über die Verwendung des Ergebnisses. Die Gesellschafter schlagen vor, den Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 2.135 auf neue Rechnung vorzutragen.
sonstige Berichtsbestandteile
Leverkusen, den 25. November 2024 Die Geschäftsführer gez. Dr. Timm Eifler gez. Peter Beyer gez. Arne Östlind gez. Ralf Künzel Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 27.11.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkBei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Jobactive GmbH, Leverkusen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Jobactive GmbH, Leverkusen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 25. November 2024 Rödl
& Partner GmbH
gez. Stramitzer, Wirtschaftsprüfer gez. Schönhals, Wirtschaftsprüfer |
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