Stammdaten

Register
Amtsgericht Arnsberg HRB 7990
Eingetragen
24.8.2007
Branche
HochschulklinikenBetrieb von Einrichtungen für kunstschaffende Tätigkeiten und darstellende Künste a. n. g.Beteiligungsgesellschaften
Gegenstand
gemeinnütziger Betrieb der Klinik am Hellweg sowie aller damit zusammenhängenden Einrichtungen, Nebeneinrichtungen und Hilfsbetrieben

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Gabriele Kegel
seit 17.5.2017
Prokura
Stephan Eydt
seit 1.2.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert97.16% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (5)

NameAnteil
Kreis Soest
47.45%
Gemeinde
28.47%
Stadt Lippstadt
11.39%
Gemeinde Bad Sassendorf
5.10%
Bad Sassendorf
4.75%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Saline Bad Sassendorf GmbH
Germany
50.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Klinik am Hellweg GmbH

Bad Sassendorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

a) Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Klinik am Hellweg GmbH (nachfolgend: Klinik am Hellweg) ist eine Rehabilitationseinrichtung für Anschlussheilbehandlungen, Rehabilitations- und Präventionsmaßnahmen mit spezieller Schmerztherapie. Die Einrichtung ist staatlich anerkannt nach § 30 GewO, ist nach den Richtlinien der Beihilfeverordnung beihilfeberechtigt und verfügt über einen Versorgungsvertrag nach § 111 SGB V. Zudem werden ambulante physikalische und physiotherapeutische Maßnahmen nach § 124 SGB V angeboten.

Die Einrichtung wird belegt durch die DRV Westfalen (Federführung), die DRV Bund und in Ausnahmefällen auch andere Rentenversicherungsträger, Krankenkassen, private Versicherungen, BGSW und Selbstzahler.

Die Klinik am Hellweg wurde mit notariellem Vertrag vom 12. Juli 2007 gegründet und am 24. August 2007 beim Amtsgericht Arnsberg in das Handelsregister eingetragen. Alleinige Gesellschafterin ist die Saline Bad Sassendorf GmbH, Moor- und Solebad (im Folgenden: Saline Bad Sassendorf GmbH genannt).

Zweck der Gesellschaft ist gemäß § 2 des Gesellschaftsvertrages die Förderung der öffentlichen Gesundheitspflege und der vorbeugenden Heilfürsorge.

Gegenstand des Unternehmens ist der gemeinnützige Betrieb der Klinik am Hellweg sowie aller damit zusammenhängenden Einrichtungen, Nebeneinrichtungen und Hilfsbetriebe.

b) Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Lage 2023 in Deutschland war geprägt von dem Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt Deutschlands lag 0,3 % niedriger als in 2022. Die Verbraucherpreise waren im Vergleich zum Vorjahr um 5,9 % höher.

Nach Angaben des Landesbetriebes Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) stieg die Zahl der Gästeankünfte in den nordrhein-westfälischen Mineral-, Moor-, Sole- und Thermalbädern im Zeitraum Januar bis Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 15,3 % auf rund 1.231.024, die Zahl der Übernachtungen erhöhte sich entsprechend um 8,9 % auf nunmehr rund 5,231 Mio.

Die Zahl der Anreisen in den Vorsorge- und Reha-Kliniken stieg 2023 im Vergleich zu 2022 um 7,7 % auf 124.916; auch die Zahl der Übernachtungen stieg um 8,2 % auf 2,915 Mio. Auf Landesebene nahm die Zahl der Anreisen in Vorsorge- und Rehabilitationskliniken nach Angaben der Landesdatenbank NRW um 6,6 % auf jetzt 230.534 zu. Die Übernachtungen in Vorsorge- und Rehakliniken lagen 2023 bei rund 6,004 Mio. und damit um 7,1 % höher als 2022.

Gemäß den Statistiken der Landesdatenbank NRW ist in Bad Sassendorf die Anzahl der Gästeankünfte in 2023 gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 13,8 % gestiegen und liegt nun bei 97.736. Die Anzahl der Übernachtungen betrug insgesamt 556.221 und erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 44.140 (Vorjahr: 512.081). In den Vorsorge- und Reha-Kliniken am Standort Bad Sassendorf stieg die Zahl der Ankünfte im Vergleich zum Vorjahr um 4,9 % auf jetzt 17.919.

In Verbindung mit der mittleren Verweildauer von 21,4 Tagen im Berichtsjahr führte dieses zu einem Anstieg der Übernachtungen in Höhe von 6,9 % auf 382.582 (Vorjahr: 358.013).

Laut dem Forschungsportal der Deutschen Rentenversicherung (DRV) verzeichnete die DRV im Jahr 2023 bundesweit einen Anstieg bei den Anträgen für Maßnahmen zur medizinischen Rehabilitation gegenüber dem Vorjahr um 10,1 %. Die Ausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung für Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen sind laut den Angaben des GKV-Spitzenverbandes 2023 ebenfalls gegenüber dem Vorjahr um rund 9,7 % (Vorjahr: Anstieg um 10,7 %) auf 4,20 Mrd. € gestiegen.

In den Kliniken der Saline Bad Sassendorf GmbH wurden im Geschäftsjahr 2023 217.166 Übernachtungen (Vorjahr: 208.834 Übernachtungen) gezählt (+4,0 %). Die Zahl der vollstationären Fälle stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 % auf 10.182 Fälle. Dieser Anstieg ist durch die generell höhere Nachfrage an Reha- bzw. Anschlussheilverfahren zu erklären.

2. Geschäftsverlauf

Die Klinik am Hellweg war im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 durchschnittlich mit 241,4 (Vorjahr: 234,4) Patienten und Begleitpersonen zu 95,7 % (Vorjahr: 87,6 %) ausgelastet. Die durchschnittliche Verweildauer stieg um 1,0 von 21,2 Tage auf 22,2 Tage.

Trotz der deutlichen prozentualen Auslastungssteigerung, verzeichnet die Klinik am Hellweg einen leichten Rückgang von 74 Fällen im vollstationären Bereich. Damit wurden im Berichtsjahr 3.917 Fälle aufgenommen. Dieser Effekt ergibt sich durch die, im Vergleich zum Vorjahr, geringere Kapazität.

Trotz der verringerten Kapazität, ist es der Klinik mit Hilfe der sehr guten Auslastung gelungen, mehr Pflegetage als im Vorjahr zu generieren. Dieses, in Verbindung mit einer Umstellung im Abrechnungsverfahren, führt zu einer deutlichen Verbesserung des Betriebsergebnisses im Vergleich zum Vorjahr. Die Klinik schließt das Jahr mit einem Jahresüberschuss in Höhe von Euro 506.366,94 ab.

3. Lage

a) Ertragslage

Die Ertragslage der Klinik am Hellweg hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert.

Die Umsatzerlöse stiegen deutlich um Euro 1.598.531,38 auf Euro 15.267.036,33. Dieser Zuwachs ist erklärbar durch die gestiegene Anzahl an abrechenbaren Pflegetagen. Die Pflegetage sind um 2.559 Tage (3,0 %) auf 88.095 Pflegetage (Patienten inklusive Begleitpersonen) gestiegen. Hinzu kommt, dass das Abrechnungsverfahren im Berichtsjahr umgestellt wurde.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind hingegen um Euro 162.474,74 auf Euro 139.001,79 gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr fehlt die Ausgleichszahlung im Rahmen des Hilfsfonds des Bundes für Rehabilitation und Teilhabe nach § 36a SGB IX. Dieser Sachverhalt stellt den Hauptfaktor für den Rückgang dar.

Der Materialaufwand ist zwar um Euro 108.799,81 auf Euro 6.799.210,81 gesunken, jedoch ist das hohe, inflationsgetriebene Preisniveau deutlich spürbar. In nahezu allen Bereichen, sind die Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Lediglich im Bereich der Energieversorgung, des medizinischen Bedarfes wie auch der Instandhaltung sind Rückgänge zu verzeichnen. Diese Rückgänge sind aber nach der Energiekrise und einer "Normalisierung" der Energiepreise, einer Entschärfung des Angebot-/Nachfrage-Verhaltens in Bezug auf Corona-Schutz-Artikel und aufgrund der abgeschlossenen Baumaßnahmen der Klinik zu erwarten gewesen.

Die Personalkosten sind im Berichtsjahr um Euro 292.467,75 gestiegen und belaufen sich auf Euro 4.615.873,17. Dieses kann durch die Steigerung der durchschnittlichen Vollzeitkräfte um 3,168 auf 75,52 Vollzeitkräfte erklärt werden. Außerdem wurden im Berichtsjahr Gehaltsanpassungen vorgenommen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um Euro 107.950,98 auf Euro 3.360.154,33. Während auch hier eine Steigerung der Aufwendungen in weiten Bereichen zu verzeichnen ist, macht sich die Anpassung der Pacht im Berichtsjahr positiv bemerkbar und ist die Hauptursache für diese Reduktion.

Nach Verrechnung der Abschreibungen sowie der sonstigen Steuern in Höhe von insgesamt Euro 132.608,89 sowie dem positiven Finanzergebnis ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von Euro 506.366,94 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag Euro 835.098,43).

b) Finanzlage

Über die Finanzlage gibt die folgende Kapitalflussrechnung Aufschluss.

Kapitalflussrechnung Klinik am Hellweg für das Geschäftsjahr 2023
2022
1. +/- Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 506.366,94 -835.098,43
2. + / - Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 131.480,44 101.489,02
3. + / - Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -25.270,00 26.505,00
4. + / - Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 87,35 1.724,06
5. - / + Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 183.856,90 -527.683,50
6. + / - Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -93.190,66 -632.893,55
7. = Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 703.330,97 -1.865.957,40
8. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens / immateriellen Anlagevermögens 200,00 0,00
9. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -163.000,79 -411.504,08
10. = Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -162.800,79 -411.504,08
11. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes 540.530,18 -2.227.461,48
12. + Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 1.860.623,43 4.138.084,91
13. = Finanzmittelbestand am Ende der Periode 2.401.153,61 1.860.623,43

Im Ergebnis stieg der Finanzmittelbestand per 31. Dezember 2023 um Euro 540.530,18 auf Euro 2.401.153,61 (Vorjahr: Euro 1.860.623,43).

Die Zahlungsbereitschaft der Gesellschaft war stets gewährleistet.

Die Liquiditätslage bleibt gesichert.

c) Vermögenslage

Das langfristige Vermögen, bestehend ausschließlich aus immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen, erhöht sich im Berichtsjahr um Euro 31.233,00 auf Euro 660.746,00. Den Investitionen in Höhe von Euro 163.000,79 standen Abschreibungen von Euro 131.480,44 sowie Abgänge in Höhe von Euro 287,35 gegenüber. Bei den Zugängen handelt es sich primär um Anschaffungen im Bereich Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie um technische Anlagen und Maschinen.

Das kurzfristige Vermögen, mit einem Anteil von 84,3 % am Gesamtvermögen, erhöhte sich im Berichtsjahr um Euro 360.331,60 auf Euro 3.687.579,61, im Wesentlichen bedingt durch den Zuwachs der liquiden Mittel auf der einen, wie auch die Abnahme der sonstigen Forderungen auf der anderen Seite.

Das gezeichnete Kapital entspricht dem des Gesellschaftsvertrages und ist vollständig eingezahlt. Das Eigenkapital erhöht sich um den Jahresüberschuss in Höhe von Euro 506.366,94 auf Euro 3.676.485,52. Die Eigenkapitalquote steigt gegenüber dem Vorjahr um 4,5 Prozentpunkte auf 84, 0%. Dem stärker gestiegenem Eigenkapital (+16,0 %) steht eine um 9,7 % gestiegene Bilanzsumme gegenüber, was diesen Anstieg erklärt.

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Zur Steuerung des Unternehmens stützt sich die Gesellschaft insbesondere auf die Kennzahlen Pflegetage, Verweildauer und Fallzahlen nach Kostenträger, Kostenträgerstruktur, durchschnittlicher Umsatz je Pflegetag, Vollkräftestatistik, Personalaufwandsquote sowie die kurz- und mittelfristige Liquiditätsentwicklung, wobei den Pflegetagen und der Personalaufwandsquote eine hohe Bedeutung zugeschrieben wird. Im Geschäftsjahr fiel die Personalaufwandsquote um 1,8 Prozentpunkte auf 41,8 % gegenüber dem Vorjahr. Diese Entwicklung basiert auf den im Vergleich zu den Personalkosten stärker gestiegenen Erlösen.

Bei den Pflegetagen ist im Geschäftsjahr ein Zuwachs von 2.398 Pflegetagen auf 87.122 Pflegetage (ohne Begleitpersonen) zu verzeichnen. Dieser Anstieg ist auf die bereits erwähnte höhere Auslastung der Klinik zurückzuführen.

Zweck der Einrichtung ist gem. § 2 Punkt 1 des Gesellschaftsvertrags die Förderung der öffentlichen und der vorbeugenden Heilfürsorge in Bad Sassendorf. In diesem Sinne strebt die Einrichtung nicht in erster Linie die Erzielung von Gewinnen an, sondern eine langfristige Substanz- und Vermögenserhaltung. Dieses Ziel wurde in 2023 erreicht.

Vor diesem Hintergrund zeigt sich die Leistungsfähigkeit der Gesellschaft nicht nur in finanziellen Kennzahlen und der Erfüllung der Vorgaben des Gesellschaftsvertrages, sondern wird maßgeblich auch durch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren bestimmt.

Ein wichtiges Ziel der Gesellschaft ergibt sich bereits aus dem Leitbild, nämlich die Erlangung der bestmöglichen physischen und psychischen Gesundheit der Rehabilitanden, der Förderung ihrer Selbstständigkeit und gleichberechtigten Teilhabe am Leben in der Gesellschaft.

Um dieses Ziel zu erreichen, liegt es im Interesse der Gesellschaft, die Mitarbeiter im Rahmen ihrer Begabungen und Qualifikationen und mit Blick auf die Bedürfnisse der Rehabilitanden zu fordern und zu fördern. So gibt es jährliche Mitarbeitergespräche, die die Potentiale, Stärken und Schwächen der Mitarbeiter ermitteln, um die Stärken mit Weiter- und Fortbildungsmöglichkeiten gezielt auszubauen. Da uns die Gesundheit der Mitarbeiter wichtig ist, bieten wir im Rahmen eines betrieblichen Gesundheitsmanagements eine Vielzahl an Angeboten aus den Bereichen Fitness, Bewegung und Ernährung an. Ein funktionsfähiges betriebliches Eingliederungsmanagement wurde erfolgreich im Unternehmen etabliert.

Der ständige Wandel in medizinischer, gesundheitspolitischer sowie ökonomischer Hinsicht ist vor dem Hintergrund der ökologischen Ressourcen für die Gesellschaft und die verbundenen Rehabilitationskliniken die Grundlage innovativer Entscheidungen. Die Übernahme und Erarbeitung neuer medizinisch-therapeutischer Konzepte und Behandlungsmethoden sind Bestandteil unserer Strategie. Um dauerhaft die Vielfalt an medizinisch-therapeutischen Angeboten auf hohem Qualitätsniveau zu halten, sind gefestigte regionale und überregionale Kooperationen ein wichtiger Bestandteil.

Mit dem Projekt "Energieeffizienz" sorgt die Gesellschaft für einen schonenden Umgang mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen. Bereits seit einigen Jahren setzt die Gesellschaft auf einen sukzessiven Umbau hin zu effizienteren Techniken. So sorgen mehrere Blockheizkraftwerke, Delta-Volt- oder Photovoltaikanlagen für eine höhere Nutzungsrate von erzeugter Energie bzw. die Reduktion von Verlusten. Das spart Kosten und schont die Umwelt.

Im Rahmen des innerbetrieblichen Vorschlagswesens reichen Mitarbeiter ihre Ideen zur Verbesserung der Prozesse, zu Kosteneinsparungen oder Maßnahmen zur Verbesserung unserer Leistungen ein. In Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat werden die eingereichten Ideen bewertet. Für zur Umsetzung vorgeschlagene Maßnahmen erhalten die Mitarbeiter eine Prämie. So werden das Wissen und die Ideen der Mitarbeiter gewinnbringend für die Unternehmung erschlossen.

III. Prognosebericht

Wie im Lagebericht 2022 prognostiziert, sind sowohl die Pflegetage gestiegen, wie auch die Personalaufwandsquote gesunken. Während bei der Personalaufwandsquote die Prognose (Rückgang von 1,3 Prozentpunkten) mehr als erfüllt wurde, fiel der Anstieg der Pflegetage nicht so stark aus, wie prognostiziert wurde. Grund hierfür ist die prozentual schwächere Belegung.

Die vorhandene gute Marktpositionierung der Klinik wird behutsam weiterentwickelt und es werden weiterhin alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, um die üblicherweise gute und stabile Belegung zu sichern bzw. zu erhöhen. Dabei räumt die Geschäftsführung den Themen Instandhaltung und Qualitätsmanagement eine hohe Priorität ein. Dieses dient u.a. insbesondere dem Erhalt bzw. der Verbesserung der aus Sicht unserer Rehabilitanden überdurchschnittlich hohen Aufenthalts- und Versorgungsqualität der Klinik.

Das Problem einer sich immer weiter öffnenden Kosten-Erlös-Schere bleibt jedoch weiter bestehen. Wie schon in der Vergangenheit müssen die Anbieter rehabilitativer Leistungen noch vorhandene Effizienzpotentiale im Personal- und Sachkostenbereich erschließen und u.a. mit neuen Angeboten zusätzliche Belegung generieren, um die Lücke zwischen steigenden Kosten und nahezu stagnierenden Tagessätzen zu schließen. Im Bereich der Kosten sind insbesondere die steigenden Personalkosten bedingt durch die hohe Zahl an Mitarbeitern, die ins Rentenalter gelangen und durch neue Mitarbeiter ersetzt werden müssen, die auf dem aktuell leergefegten Arbeitsmarkt nur schwer zu finden sind, zu nennen. Eine weitere Belastung sind die insgesamt gestiegenen Einkaufspreise, bedingt durch die hohe Inflation. Bei den jährlichen Vertragsverhandlungen mit den Kostenträgern müssen daher ähnliche Steigerungen erzielt werden, damit der Mehraufwand, der entsteht, aufgefangen werden kann.

Bei den Personalkosten ist aufgrund eines spürbaren Fachkräftemangels auch mit einer entsprechenden Steigerung der Gehälter zu rechnen. Verstärkt wird dies noch durch das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz, welches zwar für die Bereiche Krankenhäuser und Altenpflege Anwendung findet, jedoch nicht im Bereich der Rehabilitation.

Die Planung der Klinik am Hellweg GmbH für das Geschäftsjahr 2024 sieht bei einer stabilen Auslastung von 90,0 % und einer verringerten Kapazität ein positives Jahresergebnis von Euro 132.602,00 vor. Aktuell liegt die Gesellschaft dank einer sehr guten Auslastung über Plan, so dass ein besseres Jahresergebnis erreicht werden könnte.

Bei der Personalaufwandsquote wird mit einem weiteren Rückgang von 2,4 Prozentpunkten auf 39,4 % gerechnet. Den gestiegenen Personalkosten steht eine stärkere Umsatzsteigerung entgegen, so dass der Rückgang der Personalaufwandsquote die entsprechende Konsequenz darstellt.

Bei den Pflegetagen ist aufgrund eines Rückgangs der Kapazität und basierend auf der Wirtschaftsplanung ein Rückgang im Jahr 2024 auf 74.155 Pflegetage zu erwarten.

Im Jahr 2023 wurde eine Wahlleistungsstation "Hellweg Premium" im 5. OG geschaffen. Die Zimmer bieten eine gehobene Ausstattung und die Patienten erhalten zusätzliche Leistungen wie z. B. den Zugang zu einer Lounge mit Kaffeespezialitäten, Erfrischungsgetränken, Obst, Tageszeitungen usw. Das Angebot steht allen Patienten offen und kann bei Verfügbarkeit als private Zusatzleistung gebucht werden. Die Nachfrage ist groß und es besteht mittlerweile eine gute Auslastung dieser Zimmer.

Die Projekte "Energieeffizienz" und das innerbetriebliche Vorschlagswesen der Konzerngesellschaften werden aufrecht erhalten bleiben.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Einen übergeordneten und schwer einzuschätzenden Einflussfaktor auf die zukünftige Unternehmensentwicklung bilden die politischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (Wirtschaftswachstum, Haushaltslage, Entwicklung des Reha-Budgets) bzw. deren Entwicklung. Nach dem Wegfall der Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ist in Bezug auf mögliche zukünftige Pandemien dennoch ein gewisses Maß an Vorsicht zu wahren.

Ein höheres Risiko stellt jedoch der andauernde Krieg zwischen der Ukraine und Russland und der aktuelle Nahostkonflikt dar. Gerade im Bereich der Energieversorgung können sie sich in Form deutlich steigender Preise niederschlagen. Für die Abnahme von Gas besteht zwar ein langjähriger Vertrag, welcher der Gesellschaft wie auch den Unternehmen im Konzernverbund einen stabilen Preis garantieren sollte, dieser muss jedoch für das Geschäftsjahr 2025 neu ausgeschrieben werden. Dann könnte die unsichere Situation des Energiemarktes zu steigenden Preisen sowohl beim Gas als auch beim Strom führen.

Inwiefern der Energiemarkt von diesen Krisen betroffen sein wird, und auf welches Preisniveau die verschiedenen Energien sich einpendeln, ist mit Sorgfalt zu beobachten.

Das inflationsbedingte hohe Preisniveau stellt ein Risiko für den ganzen Konzernverbund dar. Bei den jährlichen Vertragsverhandlungen mit den Kostenträgern müssen daher ähnliche Steigerungen erzielt werden, damit der Mehraufwand, der entsteht, aufgefangen werden kann.

Der Geschäftserfolg der Klinik am Hellweg GmbH hängt wesentlich davon ab, dass sich das Unternehmen flexibel auf die rechtlichen Änderungen einstellt und sich aktiv mit seinem Leistungsangebot an die veränderten Marktbedingungen und Nachfragestrukturen nach medizinischer Leistung anpasst. Genauso flexibel wie die Konzeption und das Leistungsangebot müssen Vertrieb und Marketing gehandhabt werden.

Die betrieblichen Risiken liegen vor allem in hohen fixen Vorhaltekosten, die nur bis zu einem gewissen Umfang durch Flexibilisierung der betriebsinternen Abläufe kompensiert werden können. Auch die hohe Inflation und der damit einhergehende Preisanstieg für diverse Leistungen und Produkte, wie z. B. Lebensmittel oder Wäschereinigung, wirken sich merklich auf die Ertragslage aus.

Das Unternehmen wird weiterhin Maßnahmen umsetzen, die durch neue Leistungsangebote die Belegung stabilisieren und über einen regelmäßig neu verhandelten Pflegesatz die Erlöse erhöhen soll. Risiken, die sich aus dem Betreiben von Rehabilitationseinrichtungen und dem Umgang mit dem Patienten und Gast ergeben, werden durch zertifizierte Qualitätsmaßnahmen minimiert und sind ein wichtiger Bestandteil der Risikovorsorge und der Früherkennung im Bereich des operativen Leistungsgeschehens.

2. Chancenbericht

Politische, rechtliche und gesetzliche Rahmenbedingungen werden die weitere Entwicklung des Gesundheitswesens beeinflussen. Nachfragebedingt wird eine Zunahme der stationären Reha-Fälle erwartet. Wichtige Gründe dafür sind z. B. die schrittweise Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre, die Umsetzung des Grundsatzes "Reha vor Pflege", das DRG-Fallpauschalensystem im Akutbereich und die demografische Entwicklung.

Die Geschäftsführung rechnet damit, dass in 2024 die Ausgaben für Rehabilitation leicht steigen werden und dass die Nachfrage nach Rehaleistungen im orthopädischen Bereich stabil bleibt.

Mit den im März 2022 fertiggestellten Neubau- und Umbaumaßnahmen ist die notwendige Modernisierung erfolgt. Durch die Schaffung des Angebots "Hellweg Premium" wurde die Attraktivität der Klinik am Hellweg weiter gesteigert. Nun muss die Position der Klinik am Markt gefestigt werden bzw. weiter ausgebaut werden. Des Weiteren sollen Arbeitsabläufe optimiert und Energiekosten minimiert werden.

Uns ist bewusst, dass in Bezug auf den anhaltenden Ukraine-Russland-Krieg und den aktuellen Nahost-Konflikt auch für die Zukunft eine gewisse Unsicherheit im Bereich der weiteren Kostenentwicklung bestehen bleibt.

3. Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir vor allem durch die Beeinflussung von politischen, rechtlichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen, steigende Personalkosten, dem Bewilligungs- und Zahlungsverhalten der Kostenträger, sowie dem Nahost-Konflikt und Ukraine-Russland-Krieg. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns jedoch für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Wir wissen jedoch auch, dass bei den im Verhältnis zu den Erlösen stark steigenden Kosten eine entsprechende Verhandlungsstrategie in Bezug auf die Vergütungsvereinbarungen von Nöten ist.

Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, sind derzeit nicht erkennbar.

Hinsichtlich der Leistungsindikatoren verweisen wir auf die Aussage im Prognosebericht unter III. Prognosebericht.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Finanzierung der Leistungen erfolgt im Wesentlichen über Leistungsentgelte öffentlich-rechtlicher Kostenträger, die jährlich im Rahmen von Neuverhandlungen aktualisiert werden. Forderungsausfälle sind somit eher die Ausnahme. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen ausgeglichen.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft über die erzielten Entgelte.

Zur Absicherung des Liquiditätsrisikos wird ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt und kontinuierlich aktualisiert wird.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements des Unternehmens ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt die Gesellschaft über ein adäquates Debitorenmanagement und hält engen Kontakt mit den Kostenträgern.

 

Bad Sassendorf, 20. November 2024

Stephan Eydt, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVSEITE

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 3.456,00 6.221,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 316.678,00 350.309,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 340.612,00 272.983,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 8.008,07 9.743,06
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.278.417,93 1.456.881,52
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.661,87 26.043,23
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.401.153,61 1.860.623,43
C. Rechnungsabgrenzungsposten 28.179,80 31.838,12
Summe Aktiva 4.376.505,41 3.988.599,13

PASSIVSEITE

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Gewinnvortrag 3.120.118,58 3.955.217,01
III. Jahresüberschuss / -fehlbetrag 506.366,94 -835.098,43
B. Rückstellungen 214.300,00 239.570,00
C. Verbindlichkeiten 485.719,89 578.910,55
- davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 239.810,61 384.042,35
Summe Passiva 4.376.505,41 3.988.599,13

Gewinn- und Verlustrechnung 2023

2023
2022
1. Rohergebnis 8.606.827,31 7.061.970,86
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.902.559,64 -3.671.404,52
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -713.313,53 -4.615.873,17 -652.000,90
- davon für Altersversorgung € -91.827,53 (€ -88.273,87)
3. Abschreibungen auf Sachanlagen -131.480,44 -101.489,02
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.360.154,33 -3.468.105,31
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.176,02 687,07
6. Ergebnis nach Steuern 507.495,39 -830.341,82
7. Sonstige Steuern -1.128,45 -4.756,61
8. Jahresüberschuss / -fehlbetrag 506.366,94 -835.098,43

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Klinik am Hellweg GmbH hat ihren Sitz in Bad Sassendorf. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Arnsberg unter HRB 7990 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des GmbH-Gesetzes sowie des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf, hat aber nach § 10 des Gesellschaftsvertrages den Jahresabschluss und den Lagebericht nach den handelsrechtlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften aufzustellen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer 1 bis 23 Jahre), bewertet.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert ausgewiesen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sowie die Rechnungsabgrenzungsposten sind zu Nominalwerten bilanziert.

Die Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.

IV. Angaben zur Bilanz

Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2023 sind aus dem beiliegenden Anlagenspiegel ersichtlich.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von Euro 3.661,87 entfallen in voller Höhe auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: Euro 24.122,42). Im Vorjahr bestanden noch sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von Euro 1.920,81.

Zu den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von Euro 239.810,61 (Vorjahr: Euro 384.042,35) entfallen ebenfalls in voller Höhe auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Im Vorjahr bestanden noch sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von Euro 5.243,91. Ein Teilbetrag dieser Verbindlichkeiten (Euro 157.493,97) betrifft Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin (Vorjahr: Euro 384.042,35).

An Haftungsverhältnissen bestanden zum Abschlussstichtag Bürgschaften in Höhe von Euro 19.800.000,00 für diverse Konten der Muttergesellschaft (verbundenes Unternehmen), die zugleich auch Gesellschafterin ist. Hierbei handelt es sich um Darlehen zur Finanzierung von Investitionen für die Klinik am Hellweg. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.

Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von Euro 47.845.011,45. Diese Verpflichtungen setzen sich aus Dienstleistungsverträgen (Euro 1.579.463,85), Mietverträgen (Euro 2.798,40), Leasingverträgen (Euro 91.249,20) sowie einem Pachtvertrag (Euro 46.171.500,00) zusammen.

Der Großteil dieser Verpflichtungen entfällt auf Verträge mit verbundenen Unternehmen für Pacht (Euro 46.171.500,00) und für Dienstleistungen (Euro 951.392,00). Diese Verträge mit verbundenen Unternehmen sichern ab, dass die liquiden Mittel im Unternehmensverbund verbleiben. Vorteile hier sind die besseren Konditionen für das Unternehmen. Das Risiko besteht in der Abhängigkeit zum Konzernverbund. Gleiches gilt für den Pachtvertrag. Die weiteren Dienstleistungsverträge sind teilweise über die Westfälisches Gesundheitszentrum Holding GmbH geschlossen und bieten durch das dadurch entstehende größere Volumen eine bessere Verhandlungsposition bzw. Synergieeffekte. Zweck und zugleich Vorteil des Mietvertrages ist die Sicherstellung der Mietsache. Das Risiko besteht in der Vertragsbindung.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

VI. Sonstige Angaben

Zahl der Durchschnittlichen Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt 2023 betrug die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer:

Kopfzahl
Arztabteilung 25
Pflege 31
Therapie und Beratung 27
Verwaltung 10
Sonstige 16
109

Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung durch den Geschäftsführer:

- Herr Stephan Eydt, Ass. iur.

Der Geschäftsführer hat von der Gesellschaft keine Bezüge erhalten.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von Euro 506.366,94 auf neue Rechnung vorzutragen.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft ist nach § 271 Abs. 2 HGB Tochterunternehmen der Saline Bad Sassendorf GmbH, Moor- und Solebad, Bad Sassendorf. Diese wiederum gehört zum Konzern der Westfälisches Gesundheitszentrum Holding GmbH, Bad Sassendorf, die den Konzernabschluss und Konzernlagebericht für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

VII. Nachtragsbericht

Uns sind keine Sachverhalte nach dem Bilanzstichtag bekannt geworden, die einen wesentlichen Einfluss für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unseres Unternehmens haben.

 

Bad Sassendorf, den 20. November 2024

Stephan Eydt, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Entwicklung der Anschaffungswerte
Stand 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 8.295,97 0,00 0,00 8.295,97
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 643.340,08 19.609,23 0,00 662.949,31
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 546.248,28 143.391,56 28.588,44 661.051,40
Summe Sachanlagen 1.189.588,36 163.000,79 28.588,44 1.324.000,71
Summe I. und II. 1.197.884,33 163.000,79 28.588,44 1.332.296,68
Entwicklung der Abschreibungen Restbuchwerte
Stand 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2023
Stand 31.12.2023
Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 2.074,97 2.765,00 0,00 4.839,97 3.456,00 6.221,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 293.031,08 53.240,23 0,00 346.271,31 316.678,00 350.309,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 273.265,28 75.475,21 28.301,09 320.439,40 340.612,00 272.983,00
Summe Sachanlagen 566.296,36 128.715,44 28.301,09 666.710,71 657.290,00 623.292,00
Summe I. und II. 568.371,33 131.480,44 28.301,09 671.550,68 660.746,00 629.513,00

Ergebnisverwendungsbeschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde von den Gesellschaftern am 05. März 2025 festgestellt. Der Jahreüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Klinik am Hellweg GmbH, Bad Sassendorf:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Klinik am Hellweg GmbH, Bad Sassendorf, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Klinik am Hellweg GmbH, Bad Sassendorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und der Gesellschafterversammlung für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Die Gesellschafterversammlung ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen.

Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Gütersloh, am 20. November 2024

ETL WRG GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Schürmann, Wirtschaftsprüfer (digital signiert)

Dr. Vaubel, Wirtschaftsprüfer (digital signiert)

Der bei der Offenlegung wiedergegebene Bestätigungsvermerk ist für den vollständigen Jahresabschluss erteilt worden und bezieht sich nicht auf die verkürzte offengelegte Fassung des Jahresabschlusses.

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