Avient S.à r.l., Germany Branch
Selbe AdresseGroßhandel mit chemischen Erzeugnissen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Philip Theophiel Anna Van den Brande seit 19.2.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Avient Luxembourg S.à r.l. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Avient ECCOH High Performance Solutions GmbHGaggenauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023INHALTSVERZEICHNIS Bestätigungsvermerk 1. Bilanz zum 31. Dezember 2023 2. Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023 3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023 4. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Avient ECCOH High Performance Solutions GmbH, Gaggenau Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Avient ECCOH High Performance Solutions GmbH, Gaggenau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Avient ECCOH High Performance Solutions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 28. November 2024 Forvis
Mazars GmbH & Co. KG
Lisa-Katrin Lohrmann, Wirtschaftsprüfern Axel Holtz,Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke teilweise im Anhang gemacht. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma Avient ECCOH High Performance Solutions GmbH mit Sitz in Gaggenau im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HRB 722265 eingetragen. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Bei der Überprüfung der Werthaltigkeit kommt ein Ertragswertverfahren zur Anwendung. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in ausreichendem Umfang berücksichtigt. Fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne sowie die Material- und Fertigungsgemeinkosten. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert. Für ungängige und technisch veraltete Erzeugnisse werden ausreichende Bewertungsabschläge vorgenommen. Die Erzeugnisse wurden verlustfrei bewertet. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in ausreichendem Umfang vorgenommen. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Projected- Unit-Credit-(PUC)-Verfahren berechnet. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Dabei dürfen die Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen pauschal mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst werden, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Berechnung der Pensionsverpflichtungen liegen die Wahrscheinlichkeitswerte nach den "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Für die Abzinsung wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,83% (Vj.: 1,78%) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 11. März 2016 verwendet. Der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren betrug 1,75% (Vj.: 1,44%). Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich künftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Der passive Rechnungsposten betrifft Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Ertrag nach dem Bilanzstichtag sind. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beiträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. 3. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Die Abschreibung wird nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.
Finanzanlagen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus einem verzinslichen Cash-Pooling-Guthaben in Höhe von 7.348 TEUR (Vj.: 7.352 TEUR) und ein verzinsliches Darlehen in Höhe von 5.910 TEUR (Vj.: 5.910 TEUR) gegen Avient International Finance UnLtd Co, Dublin, Irland, enthalten. Die restlichen Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen den Liefer- und Leistungsverkehr. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB im Rahmen der Bewertung der unmittelbaren Pensionsverpflichtung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn bzw. sieben Jahre beträgt 63 TEUR (Vj.: 219 TEUR) und unterliegt der Ausschüttungssperre. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Erfolgsprämien, Urlaubsansprüche Garantien und Abschlusskosten gebildet. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen mit 1.038 TEUR (Vj.: 1.005 TEUR) aus Lieferungen und Leistungen sowie mit 62.486 TEUR (Vj.: 62.486 TEUR) aus konzerninternen Darlehen. Sie beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von 321 TEUR (Vj.: 381 TEUR). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten weisen höchstens eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben 62.486 TEUR eine Restlaufzeit zwischen 1-5 Jahren; im übrigen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 14 TEUR (Vj.: 25 TEUR), enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 36 TEUR (Vj.: 41 TEUR ) enthalten. 4. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen im Einzelnen folgende Sachverhalte:
Die zukünftigen Verpflichtungen verteilen sich vertragsgemäß wie folgt:
Die Miet- und Leasingverträge vermindern das betriebsnotwendige Kapital gegenüber Eigeninvestitionen. Risiken verbleiben beim Vermieter oder Leasinggeber. Die Verwaltung wird ausgelagert und liquide Mittel werden freigesetzt. Risiken sind nicht erkennbar. Geschäftsführung Geschäftsführer der Avient ECCOH High Performance Solutions GmbH, Gaggenau, sind:
Bezüglich der Bezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Konzernverhältnisse Gesellschafterin der Avient ECCOH High Performance Solutions GmbH, Gaggenau, ist die Avient Deutschland GmbH, Gaggenau, die wiederum Tochterunternehmen der Avient Corporation, Cleveland/USA, ist. Damit ist die Avient ECCOH High Performance Solutions GmbH gemäß § 271 Abs. 2 HGB ein verbundenes Unternehmen zur Avient Corporation, Cleveland/USA, und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Die Avient Corporation erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen. Der Konzernabschluss der Avient Corporation ist am Sitz der Gesellschaft in Cleveland/USA erhältlich und wird unter der Gesellschaft Avient Deutschland GmbH, Gaggenau, in englischer Sprache im Unternehmensregister offengelegt Der Konzernabschluss der Avient Corporation, Cleveland/USA, ist nach US GAAP erstellt. Er enthält folgende, vom deutschen Recht abweichende, wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden:
Prüfungshonorare Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers muss nicht angegeben werden, da es in die Angaben im Konzernabschluss der Avient Corporation, Cleveland/USA, einbezogen wird. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag 2023 auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Berichtspflichtige Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, ergeben sich nicht.
Gaggenau, 19. November 2024 Die Geschäftsführung Holger Kronimus Philip Van den Brande Muriel-Helene Buchet Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Geschäft und Rahmenbedingungen Die Avient ECCOH High Performance Solutions GmbH ist eine deutsche Tochtergesellschaft der weltweit tätigen Unternehmensgruppe Avient (bis 2020: PolyOne) mit einer börsennotierten Konzernmutter in den USA, welche im Bereich der Herstellung und des Vertriebs von Kunststoffen tätig ist. Die Gesellschaft bedient in der Unternehmensgruppe das SEM-Segment, speziell stellt es raucharme, nicht halogenhaltige Compoundierungen für flammhemmende Anwendungen her. Wesentliche Absatzmärkte sind Deutschland und der Mittlere Osten. Gesellschafterin der Avient ECCOH High Performance Solutions GmbH, Gaggenau, ist die Avient Deutschland GmbH, Gaggenau, die wiederum Tochterunternehmen der Avient (ehemals PolyOne) Corporation, Cleveland/USA, ist. Im November 2018 wurde die Unternehmensstruktur neu geordnet. Der Vertriebsbereich der Avient ECCOH High Performance Solutions GmbH wurde an die Avient S.a.r.l., Pommerloch/Luxemburg, veräußert und als deren deutsche Niederlassung mit dem Namen Avient S.a.r.l. Germany Branch neu aufgestellt. Der Vertrieb im In- und Ausland erfolgt seit der Umstellung ausschließlich über die deutsche bzw. die ausländischen Niederlassungen der Avient S.a.r.l. Im Februar 2023 gab es eine Veränderung in der Geschäftsleitung der Avient ECCOH High Performance Solutions GmbH. Frau Zaneta Gabriela Potoczny wurde als Geschäftsführerin abberufen; Frau Muriel-Helene Buchet wurde zur weiteren Geschäftsführerin ernannt. Im Januar 2024 ist der bisherige Geschäftsführer Herr Christoph Palm in den Ruhestand gegangen und daher aus dem Unternehmen ausgeschieden. Herr Philip Van den Brande wurde als Nachfolger zum weiteren Geschäftsführer ernannt. Wirtschaftliches Umfeld Geprägt durch die Folgen des Kriegs in der Ukraine und daraus resultierenden hohen Preisen und steigenden Zinsen sank die Leistung der deutschen Wirtschaft im Jahr 2023 leicht ab. Insgesamt sank das Bruttoinlandsprodukt im Jahresdurchschnitt um 0,3% gegenüber dem Vorjahr. Im produzierenden Gewerbe musste aufgrund der hohen Energiepreise und anhaltende Einschränkungen in der Verfügbarkeit von Vorprodukten ein Rückgang von 2,0% im Vorjahresvergleich festgestellt werden. 1 Die Entwicklung in der chemischen Branche im Jahr 2023 stellte sich ernüchternd dar. Die Produktion brach um 8,0% ein, bei gleichzeitig steigenden Kosten. Der Umsatz sank im Vorjahresvergleich um 12,0%, auch die Produktionszahlen waren rückläufig. Mit Blick auf die globalen Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine, die steigenden Energiepreise sowie Lieferengpässe aufgrund gedrosselter Produktionen fällt der Ausblick der Branche für das Jahr 2024 düster aus. Die Herausforderungen der Branche sind nicht zu unterschätzen: Auftragsmangel, gestörte Lieferketten, hohe Energiekosten. Eine Besserung ist nicht in Sicht, es wird weiterhin eine negative Entwicklung erwartet. 2 Ertragslage Die negative Entwicklung der chemischen Branche im Geschäftsjahr 2023 lässt sich auch für die Avient ECCOH High Performance Solutions GmbH bestätigen. Das Umsatzvolumen sank im Geschäftsjahr 2023 um 18,1% auf € 22 Mio. Die Vorjahresprognose ging noch von einem konstanten Umsatz aus. Ein Grund für die Abweichungen war vor allem die schlechte Kundennachfrage. Die angespannte Lage hat viele Kunden veranlasst ihre Aufträge zurückzustellen. Da jedoch auch die Materialaufwendungen um 20,2% gegenüber dem Vorjahr gesenkt werden konnten, und sich die Bestandsveränderung und die sonstigen betrieblichen Erträge besser entwickelten, ist das Rohergebnis nur um 9,1% zurückgegangen. Der Personalaufwand ist um 36,3% gestiegen und geht im Wesentlichen auf die erforderlichen Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen zurück. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten um 2,9% gegenüber dem Vorjahr reduziert werden. Dies betraf im Wesentlichen geringere Konzernumlagen (T€ -112) sowie gesunkene Kosten der Warenabgabe (T€ -128), die mit dem Umsatzrückgang einhergingen. Die Umsatzrendite auf Basis des operativen Ergebnisses (EBIT) fiel im Vergleich zum Jahr 2022 um 4,6 Prozentpunkte von 12,0% auf 7,4%.
1 Vgl. Statistisches Bundesamt
(https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html);
Vgl. VCI - Verband der Chemischen Industrie e.V.
(https://www.vci.de/ergaenzende-downloads/kennzahlentabelle-pk-2023.pdf).
Finanzlage Die Gesellschaft finanziert das operative Geschäft weitgehend aus eigener Kraft bzw. über Konzerngesellschaften. Der tägliche Finanzbedarf wird über den Cash Pool bezogen. Zur Finanzierung des Erwerbs der Anteile an der Tochtergesellschaft IQAP Masterbatch Group S.L., Vic, Spanien, hatte die Gesellschaft im September 2019 ein Darlehen in Höhe von € 62,5 Mio. von der Avient International Finance Unlimited Company, Dublin, Irland, aufgenommen. Dieses Darlehen räumt dem Darlehensgeber das Recht ein, die sofortige Rückzahlung des Darlehens zu verlangen. Eine weitere Kreditlinie ist nicht existent. Mit Schreiben vom 15. Oktober 2024 teilte der Darlehensgeber der Avient ECCOH High Performance Solutions GmbH mit, das Darlehen bis zum 15. April 2026 nicht fällig zu stellen. Vermögenslage Gegenüber dem Vorjahr ist die Bilanzsumme um € 0,4 Mio. auf € 86 Mio. gesunken. Die wesentlichen Veränderungen auf der Aktivseite der Bilanz resultieren aus dem Anstieg der Geleisteten Anzahlungen im Anlagevermögen um € 1,1 Mio. sowie dem Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um € 1,7 Mio., was mit geringeren Umsatzerlösen gegenüber dem Vorjahr verbunden ist. Im Anlagevermögen sind die Sachanlagen um T€ 935 angestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus den geleisteten Anzahlungen für den geplanten Umzug in 2024 in ein neues Produktions- und Bürogebäude am Werksstandort Melle (Anlagen im Bau). Auf der Passivseite verminderten sich im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um T€ 337 sowie das Eigenkapital, bedingt durch den Jahresfehlbetrag 2023. Qualität und Sicherheit Arbeitssicherheit und Umweltschutz haben in der Avient ECCOH High Performance Solutions GmbH höchste Priorität. Die Gesellschaft ist in diesem Zusammenhang nach ISO 9001 zertifiziert. Im Rahmen des Energiemanagements besteht eine Zertifizierung gemäß ISO 5001. Im Geschäftsjahr 2023 gab es wie in den vergangenen Jahren keinen meldepflichtigen Arbeitsunfall im Werk. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Neben den finanziellen Leistungsindikatoren kommt den nicht finanziellen Leistungsindikatoren ebenfalls eine besondere Bedeutung zu. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um die beiden nachstehend beschriebenen Indikatoren. Ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmenskultur und nachhaltigen Unternehmensentwicklung sind die Mitarbeiter. Sie tragen mit ihrem Fachwissen und ihrem Engagement maßgeblich zum Unternehmenserfolg bei. Durch regelmäßige interne und externe Aus- und Weiterbildung wird ein hohes Ausbildungsniveau gewährleistet, das den aktuellen Anforderungen gerecht wird. Ein weiterer Leistungsindikator ist die Beziehung zu unseren Kunden. Die Mitarbeiter in den Unternehmensbereichen sind sich dabei ihrer Verantwortung bewusst und sichern mit ihrem kundenorientierten Auftreten eine hohe Kundenzufriedenheit. Risikobericht Wir verfügen über eine der Unternehmensgröße entsprechende interne Berichterstattung, mittels derer wir anhand geeigneter Auswertungen und Kennzahlen Frühindikatoren für eventuelle Risiken, die einen Einfluss auf die Geschäftslage haben könnten, frühzeitig erkennen und analysieren. Auf Basis dieser Informationen werden ggf. angemessene Reaktionen abgeleitet. Währungsrisiken stufen wir weiterhin als gering ein, da der Großteil unserer Rechnungen in Euro erstellt wird. Nur mit einer geringen Anzahl an Kunden wird in Fremdwährungen abgerechnet. Die gängigste Fremdwährung ist hierbei der US-Dollar. Preisrisiken könnten sich durch Schwankungen am Rohstoffmarkt und Engpässe der Lieferketten ergeben. Rohstoffpreisrisiken werden im Konzernverbund zentral gemanagt, die Avient ECCOH High Performance Solutions GmbH schließt hier keine eigenen Warensicherungsgeschäfte ab. Die Kreditrisiken werden weiterhin als gering eingeschätzt, da wir uns abgesehen von Lieferantenverbindlichkeiten ausschließlich über den Konzernverbund finanzieren. Eine außerordentliche Kündigung des Intercompany-Darlehens, welches wir für den Erwerb der IQAP Masterbatch Group S.L. von der Avient International Finance Unlimited Company, Dublin, Irland, aufgenommen hatten, ist aufgrund schriftlicher Bestätigung bis zum 15. April 2026 nahezu ausgeschlossen. Dank unserer strategischen Ausrichtung auf die fokussierte Entwicklung von Spezialprodukten und den weiteren Ausbau unseres technischen Service könnten auch die anhaltenden erheblichen Preiskämpfe, speziell im Geschäft mit den Standardprodukten, nur einen geringen negativen Einfluss auf das Preisgefüge haben. Anknüpfend an die letzten Jahre soll der Anteil an Spezialprodukten und somit die durchschnittliche Marge weiter erhöht werden. Insgesamt hat sich die Risikolage nicht wesentlich gegenüber dem Vorjahr verändert. Bei weiterhin stark volatilem Umfeld aufgrund der geopolitischen Lage wird es schwierig, sichere Prognosen abzugeben, allerdings wird davon ausgegangen, dass sich die Chancen-/Risikosituation insgesamt auch nicht wesentlich verändert. Für das Geschäftsjahr 2024 sehen wir keine Risiken, die als bestandsgefährdend einzustufen wären. Chancen und Ausblick Chancen zur Erhöhung unserer Marktanteile in den Spezialmärkten bieten uns neue Produktentwicklungen. Die Investition in neue Produkte wird auch in 2024 vorangetrieben. Dies eröffnet uns Chancen zur Erhöhung des Umsatzes und der Rentabilität. Die Gesellschaft plant im Geschäftsjahr 2024 aufgrund der absehbaren allgemeinen schwierigen Wirtschaftslage und der daraus resultierenden Nachfrageschwäche mit einem Umsatzrückgang um etwa 13% auf € 19 Mio. Trotz rückläufiger Umsätze wird mit einem zum Vorjahr 2023 gleichbleibendem Jahresergebnis 2024 gerechnet. Ursächlich hierfür sind die mittlerweile deutlich gesunkenen Rohstoffkosten, die zu einer verbesserten Materialmarge führen und die, die für den Umzug zusätzlich geplanten Kosten voraussichtlich abfangen werden. Der ursprünglich für Mai 2024 geplante Umzug der Produktion in ein neues Produktions- und Bürogebäude am Werksstandort Melle verzögert sich auf voraussichtlich Ende September 2024. Der Abbau, Umzug und Wiederaufbau am neuen Standort wird im Oktober und November 2024 durchgeführt. Die Aufnahme der Produktion am neuen Standort ist für Ende November 2024 vorgesehen. Um den Produktionsausfall zu minimieren, wird soweit wie möglich der Lagerbestand durch "Vorproduktion" erhöht.
Gaggenau, 19. November 2024 Die Geschäftsführung Holger Kronimus Philip Van den Brande Muriel-Helene Buchet |
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