Avient S.à r.l., Germany Branch
Selbe AdresseGroßhandel mit chemischen Erzeugnissen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Philip Theophiel Anna Van den Brande seit 4.4.2025 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Avient Luxembourg S.à r.l. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Avient Th. Bergmann GmbHGaggenauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023INHALTSVERZEICHNIS Bestätigungsvermerk 1. Bilanz zum 31. Dezember 2023 2. Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023 3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023 4. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Allgemeine Auftragsbedingungen Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Avient Th. Bergmann GmbH, Gaggenau Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Avient Th. Bergmann GmbH, Gaggenau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Avient Th. Bergmann GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 15. November 2024 Forvis
Mazars GmbH & Co. KG
Lisa-Katrin Lohrmann, Wirtschaftsprüferin Axel Holtz, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Hinweise Die Avient Th. Bergmann GmbH, Gaggenau, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter HRB 521568 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke teilweise im Anhang gemacht. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, wurden in ausreichendem Umfang berücksichtigt. Unfertige und fertige Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne sowie die Material- und Fertigungsgemeinkosten. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. Für ungängige und technisch veraltete Erzeugnisse wurden ausreichende Bewertungsabschläge vorgenommen. Die Erzeugnisse wurden verlustfrei bewertet. Handelswaren wurden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten unter Berücksichtigung der Einsatzmöglichkeiten der Bestände bewertet. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, wurden in ausreichendem Umfang vorgenommen. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Delkredererisiko ist durch Pauschalwertberichtigung sowie Kreditversicherung abgedeckt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach dem Projected-Unit-Credit-(PUC)-Verfahren berechnet. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Dabei dürfen die Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen pauschal mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst werden, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Berechnung der Pensionsverpflichtungen liegen die Wahrscheinlichkeitswerte nach den "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Für die Abzinsung wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,83% (Vj.: 1,78%) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 11. März 2016 verwendet. Darüber hinaus wurde eine Rentenanpassungsrate von 2,0% in der Rechnung verwendet. Bei der Berechnung werden keine Lohn- und Gehaltssteigerungen und keine Fluktuationsrate berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung notwendig ist, um alle am Bilanzstichtag drohenden Verluste sowie erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem jeweils laufzeitadäquaten Zinssatz gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. 3. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Zur Verbesserung des Einblicks in die Vermögenslage, haben wir einige Anlagen mit einem Gesamtrestbuchwert von EUR 201.917,94 von "Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung" nach "Technische Anlagen und Maschinen" umgegliedert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Bei den Forderungen gegen Gesellschafter handelt es sich um Finanzforderungen; sie beinhalten Forderungen aus Cash-Pool und aus dem Ergebnisabführungsvertrag. Die Forderungen gegen die übrigen verbundenen Unternehmen betreffen Lieferungen und Leistungen. Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr keine Restlaufzeiten von über einem Jahr. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 S. 1 HGB im Rahmen der Bewertung der unmittelbaren Pensionsverpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn bzw. sieben Jahre beträgt 9 TEUR (Vj.: 52 TEUR). Zudem ist dieser grundsätzlich ausschüttungsgesperrt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Verpflichtungen aus erfolgsabhängigen Vergütungen, aus Kundenrabatten und Gewährleistungsansprüchen sowie aus Urlaubs- und Abfindungsansprüchen gebildet. Verbindlichkeitenspiegel
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2.021 TEUR (Vj.: 562 TEUR). Alle Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr unbesichert und weisen eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr auf. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus einer Ausgleichszahlung einer spanischen Schwestergesellschaft für die Verlagerung einer Produktgruppe in Höhe von 2.800 TEUR (Vj.: 0 TEUR) enthalten. Diese Erträge stellen Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung dar. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 144 TEUR (Vj.: 262 TEUR) enthalten. Im Geschäftsjahr 2023 sind wie im Vorjahr keine wesentlichen periodenfremden Erträge enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 209 TEUR (Vj.: 324 TEUR) ausgewiesen. Im Berichtsjahr ergaben sich wie im Vorjahr keine wesentlichen periodenfremden Aufwendungen. 5. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft haftet gemäß § 73 AO für solche Steuern des Organträgers, für welche die Organschaft zwischen beiden steuerlich von Bedeutung ist. Das Risiko der Inanspruchnahme wird infolge der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Organträgers als gering eingeschätzt. Weitere Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen im Einzelnen folgende Sachverhalte:
Die zukünftigen Verpflichtungen verteilen sich vertragsgemäß wie folgt:
Die Miet- und Leasingverträge vermindern das betriebsnotwendige Kapital gegenüber Eigeninvestitionen. Risiken verbleiben beim Vermieter oder Leasinggeber. Die Verwaltung wird ausgelagert und liquide Mittel werden freigesetzt. Risiken sind nicht erkennbar. Mit Vertrag vom 9. Dezember 2016 wurden Grundstück und Gebäude in der Adolf-Dambacher-Straße 2 an die Konzerngesellschaft Avient International Real Estate Corporation, Avon/Ohio, USA, veräußert. Gleichzeitig wurde zwischen den Parteien ein Rückmietvertrag mit unbestimmter Laufzeit vereinbart. Geschäftsführung: Geschäftsführer der Avient Th. Bergmann GmbH, Gaggenau, sind:
Bezüglich der Bezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Konzernverhältnisse Gesellschafterin der Avient Th. Bergmann GmbH, Gaggenau, ist die Avient Deutschland GmbH, Gaggenau, die wiederum Tochterunternehmen der Avient Corporation, Cleveland/USA, ist. Damit ist die Avient Th. Bergmann GmbH gemäß § 271 Abs. 2 HGB ein verbundenes Unternehmen zur Avient Corporation, Cleveland/USA, und wird in deren Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis der Konzernunternehmen mit einbezogen. Der Konzernabschluss der Avient Corporation ist am Sitz der Gesellschaft in Cleveland/USA erhältlich und wird unter der Gesellschaft Avient Deutschland GmbH, Gaggenau, in englischer Sprache im Unternehmensregister offengelegt. Der Konzernabschluss wird nach den US-amerikanischen Rechnungslegungsgrundsätzen "US- GAAP" aufgestellt. Ergebnisverwendung Gemäß Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Avient Deutschland GmbH, Gaggenau, wird das Jahresergebnis durch die Avient Deutschland GmbH ausgeglichen. Prüfungshonorare Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers muss nicht angegeben werden, da es in die Angaben im Konzernabschluss der Avient Corporation, Cleveland/USA, einbezogen wird. Nachtragsbericht Berichtspflichtige Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, ergeben sich nicht.
Gaggenau, 5. November 2024 Die Geschäftsführung Holger Kronimus Muriel-Hélène Buchet Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Geschäft und Rahmenbedingungen Die Avient Th. Bergmann GmbH ist eine deutsche Tochtergesellschaft der weltweit tätigen Unternehmensgruppe Avient (bis 2020: PolyOne) mit Hauptsitz in den USA. Die Gesellschaft ist im Bereich der Herstellung und des Vertriebs von Kunststoffen und Kunststoffcompounds tätig. Im November 2018 wurde der Vertriebsbereich der Avient Th. Bergmann GmbH an die Avient S.a.r.l., Pommerloch, Luxemburg, veräußert und als deren deutsche Niederlassung mit dem Namen Avient S.a.r.l. Germany Branch neu aufgestellt. Der Vertrieb im In- und Ausland erfolgt seit der Umstellung ausschließlich über die deutsche bzw. die ausländischen Niederlassungen der Avient S.a.r.l. Im Februar 2023 gab es eine Veränderung in der Geschäftsleitung der Avient Th. Bergmann GmbH. Frau Zaneta Potoczny wurde als Geschäftsführerin abberufen; Frau Muriel-Helene Buchet wurde zur weiteren Geschäftsführerin ernannt. Die strategischen Planungs- und Steuerungsaktivitäten für Europa werden für die deutschen Avient-Gesellschaften unverändert von der Avient Deutschland GmbH aus koordiniert. Wirtschaftliches Umfeld Geprägt durch die Folgen des Kriegs in der Ukraine und daraus resultierenden hohen Preisen und steigenden Zinsen sank die Leistung der deutschen Wirtschaft im Jahr 2023 leicht ab. Insgesamt sank das Bruttoinlandsprodukt im Jahresdurchschnitt um 0,3% gegenüber dem Vorjahr. Im produzierenden Gewerbe musste aufgrund der hohen Energiepreise und anhaltender Einschränkungen in der Verfügbarkeit von Vorprodukten ein Rückgang von 2,0% im Vorjahresvergleich festgestellt werden. 1 Die Entwicklung in der chemischen Branche im Jahr 2023 stellte sich ernüchternd dar. Die Produktion brach um 8,0% ein, bei gleichzeitig steigenden Kosten. Der Umsatz sank im Vorjahresvergleich um 12,0%, auch die Produktionszahlen waren rückläufig. Mit Blick auf die globalen Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine, die steigenden Energiepreise sowie Lieferengpässe aufgrund gedrosselter Produktionen fällt der Ausblick der Branche für das Jahr 2024 düster aus. Die Herausforderungen der Branche sind nicht zu unterschätzen: Auftragsmangel, gestörte Lieferketten, hohe Energiekosten. Eine Besserung ist nicht in Sicht, es wird weiterhin eine negative Entwicklung erwartet. 2 Ertragslage Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind die Umsatzerlöse und das operative Ergebnis, welche im Folgenden erläutert werden. Die Entwicklung der chemischen Branche spiegelt sich bei der Avient Th. Bergmann GmbH ebenfalls wieder. Der Umsatz ging um 29% auf EUR 42,01 Mio. zurück. Der Materialaufwand konnte im Vorjahresvergleich ebenfalls um 30% auf EUR 29,1 Mio. gesenkt werden, so dass die Margen stabil gehalten werden konnten. In 2023 wurde die Produktion der Produktgruppe "Bergamid" an die Avient Espana S.L.U. in Spanien verlagert. Bei dieser Produktgruppe handelt es sich um Polymer- Compounds auf Basis von Polyamiden, die zusätzlich mit Glasfasern und/oder Glaskugeln gefüllt sind und dadurch hitzestabilisiert sind. Für den Verlust dieser Produktgruppe erhielten wir eine einmalige Ausgleichszahlung von EUR 2,8 Mio. die in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst wurde. Der Personalaufwand blieb gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert bei EUR 10,6 Mio. (Vj.: EUR 10,7 Mio.). Dies ist trotz Tariferhöhungen vor allem darauf zurückzuführen, dass Stellen in 2023 gezielt abgebaut und nicht nachbesetzt wurden. Ebenso kam Kurzarbeit punktuell zum Einsatz. Im Geschäftsjahr 2023 lag das Ergebnis nach Steuern trotz des einmaligen Sonderertrags aus dem Produkttransfer bei einem negativen Ergebnis von TEUR -2.525 gegenüber TEUR -1.238 im Vorjahr. Die Verschlechterung ist primär auf den Umsatzeinbruch und das zögernde Verhalten der Kunden im Hinblick auf die allgemeine wirtschaftliche Lage zurückzuführen. Der Stellenabbau führte kurzfristig ebenfalls zu zusätzlichen Kosten. Finanzlage Über Avient Deutschland wird auch die Finanzierung der Gesellschaft gestaltet und größtenteils abgewickelt. Der tägliche Finanzbedarf wird über den Cash Pool bezogen. Die Gesellschaft finanziert sich weitgehend aus eigener Kraft bzw. über Konzerngesellschaften. Eine externe Kreditlinie ist nicht existent. Vermögenslage und Investitionen Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Bilanzsumme nur marginal um ca. TEUR 76 reduziert. Dabei zeichnet sich eine Verschiebung von den Vorräten hin zu Forderungen gegen verbundene Unternehmen ab. Lagen die Vorräte im Vorjahr noch bei EUR 5,1 Mio., sanken sie zum Ende des Geschäftsjahres 2023 auf EUR 3,0 Mio. Im Gegenzug stiegen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um EUR 2,8 Mio. auf EUR 14,4 Mio. Das Anlagevermögen ist mit TEUR 5.141 im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 843 gesunken. Im Geschäftsjahr 2023 wurden neue Investitionsprojekte gestartet und Anzahlungen für Anlagen im Bau (TEUR 40) geleistet sowie in andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 127) investiert. Der Rückgang resultiert aus den laufenden Abschreibungen (TEUR 866) sowie dem Verkauf einer Laborlinie (TEUR 154). Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Neben den finanziellen Leistungsindikatoren kommt den nicht finanziellen Leistungsindikatoren ebenfalls eine besondere Bedeutung zu. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um die beiden nachstehend beschriebenen Indikatoren. Ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmenskultur und nachhaltigen Unternehmensentwicklung sind die Mitarbeiter. Sie tragen mit ihrem Fachwissen und ihrem Engagement maßgeblich zum Unternehmenserfolg bei. Durch regelmäßige interne und externe Aus- und Weiterbildung wird ein hohes Ausbildungsniveau gewährleistet, das den aktuellen Anforderungen gerecht wird. So haben wir im Jahr 2023 unsere zwei Auszubildenden in Festanstellung übernommen. Sechs Mitarbeiter haben innerhalb des Konzerns gewechselt, um Entwicklungsmöglichkeiten wahrzunehmen. Weitere sechs Mitarbeiter sind nach langjähriger Mitarbeit in den Ruhestand gegangen. Ein weiterer Leistungsindikator ist die Beziehung zu unseren Kunden. Die Mitarbeiter in den Unternehmensbereichen sind sich dabei ihrer Verantwortung in Bezug auf die Kundenzufriedenheit bewusst und sichern mit ihrem kundenorientierten Auftreten eine hohe Kundenzufriedenheit. Risikobericht Wir verfügen über eine der Unternehmensgröße entsprechende interne Berichterstattung, mittels derer wir anhand geeigneter Auswertungen und Kennzahlen Frühindikatoren für eventuelle Risiken, die einen Einfluss auf die Geschäftslage haben könnten, frühzeitig erkennen und analysieren. Auf Basis dieser Informationen werden ggf. angemessene Reaktionen abgeleitet. Währungsrisiken stufen wir weiterhin als gering ein, da der Großteil unserer Rechnungen in Euro erstellt wird. Nur mit einer geringen Anzahl an Kunden wird in Fremdwährungen abgerechnet. Die gängigste Fremdwährung ist hierbei der US- Dollar. Ebenso werden die Bonitätsrisiken weiterhin als gering eingeschätzt. Jeder Kunde wird fortlaufend mittels klar definierter Risikoparameter auf seine Zahlungsfähigkeit analysiert. Neukunden sollten die Anforderungen der Avient Corporation erfüllen. Bestehende Kunden sollten sich im Rahmen der teils kundenspezifisch festgelegten Risikoparameter bewegen. Preisrisiken könnten sich durch Schwankungen am Rohstoffmarkt und Engpässe der Lieferketten ergeben. Aufgrund des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine beobachten wir steigende Rohstoffpreise und eine erst seit Kurzem wieder rückläufige Inflation. Es ist fraglich, inwiefern die Preisanstiege an die Kunden weitergegeben werden können. Dank unserer strategischen Ausrichtung auf die fokussierte Entwicklung von Spezialprodukten und den weiteren Ausbau unseres besonderen technischen Service könnten auch die anhaltenden erheblichen Preiskämpfe, speziell im Geschäft mit den Standardprodukten, nur einen geringen negativen Einfluss auf das Preisgefüge haben. Anknüpfend an die letzten Jahre soll der Anteil an Spezialprodukten und somit die durchschnittliche Marge weiter erhöht werden. Das Risiko der konjunkturellen Entwicklung sehen wir als unverändert an. Bereits in den letzten Jahren wurden ausreichende Maßnahmen zur Liquiditätsvorsorge getroffen. Trotz des negativen Ergebnisses der Gesellschaft und der damit verbundenen Liquiditätsabflüsse steht nach Ansicht der Geschäftsführung über den Konzernverbund im Bedarfsfall ausreichend Liquidität zur Verfügung. Insgesamt hat sich die Risikolage nicht wesentlich gegenüber dem Vorjahr verändert. Bei weiterhin stark volatilem Umfeld aufgrund der geopolitischen Lage wird es schwierig, sichere Prognosen abzugeben, allerdings wird davon ausgegangen, dass sich die Chancen-/Risikosituation insgesamt auch nicht wesentlich verändert. Über die oben beschriebenen Risiken hinaus, welche die geplanten Umsatz- und Ergebnisziele beeinflussen können, sehen wir als Geschäftsführer keine weiteren, wesentlichen Risiken der zukünftigen Entwicklung. Insbesondere sehen wir keine Risiken, die den Fortbestand unseres Unternehmens gefährden können. Chancen und Ausblick Seit Jahren liegt unser Hauptaugenmerk auf Spezialmärkten, in denen hohe Margen erreicht werden können. Diese Spezialisierung macht uns auch weniger anfällig für Preiskämpfe und Marktverluste. Auch die Produktneuentwicklungen bieten uns Chancen zur Erhöhung unserer Marktanteile in den Spezialmärkten. Investitionen in neue Produkte und Technik werden natürlich auch in 2024 vorangetrieben. Wir sehen daher die Chance in Märkten, in denen wir uns hauptsächlich bewegen als gut an. Die in 2024 fortgesetzte Erweiterung unserer Produktpalette sowie weitere gezielte Investitionen in neue Produkte und technologieorientierte Märkte werden uns mittelfristig weitere Chancen zur Erhöhung des Umsatzes und der Rentabilität eröffnen. Wir als Geschäftsleitung haben alle notwendigen Maßnahmen zur geordneten Weiterführung des Geschäftsbetriebes ergriffen. Zudem stehen ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung. Mit Ausfällen im Bereich des Forderungsmanagements rechnen wir nicht. Für das Jahr 2024 wird eine Stabilisierung der Lage und eine Verbesserung des Ergebnisses erwartet. Die Gesellschaft plant mit einem minimalen Umsatzrückgang von ca. 2% auf 41,2 Mio. EUR. Im Vergleich zur Prognose für das Geschäftsjahr 2023 wird für das Geschäftsjahr 2024 eine Steigerung der Margen im mittleren einstelligen Prozentbereich sowie ein ausgeglichenes Jahresergebnis erwartet. Es zeichnet sich bereits eine Verbesserung der Einkaufspreise auf dem Rohstoffmarkt ab, welche sich bei gleichbleibender Verkaufspreisgestaltung positiv auf unsere Margen auswirken. Ebenso ist geplant, Einsparungen im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu erzielen, um die verhaltene Nachfrage zu kompensieren. Diese Prognose steht allerdings unter dem Vorbehalt, dass die Rohstoff- und Energieversorgung weiter gesichert bleibt, sich die Rohstoffpreise nicht signifikant erhöhen und sich die allgemeine wirtschaftliche Lage nicht weiter verschlechtert.
Gaggenau, 5. November 2024 Die Geschäftsführung Holger Kronimus Muriel-Hélène Buchet |
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