OpenTAS GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Philip Flick seit 6.5.2025 | Geschäftsführer |
Enrico Bille seit 29.3.2023 | Prokura |
Rolf Peter Adam seit 3.11.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 86.44% | |
implico GmbHEigenbeteiligung | 13.56% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
implico GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023IMPLICO GMBH, HAMBURGA. Überblick über den Geschäftsverlauf
B. Darstellung der Lage der Gesellschaft
C. Prognosebericht
D. Risiken und Chancen
E. Sonstige Angaben
Überblick über den Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2023 konnte implico die Gesamtleistung um 8% von 23,6 MEUR auf 25,4 MEUR steigern. Das EBITDA konnte um 23,4 Prozent gesteigert werden, wodurch eine Umsatzrendite von 7,7 Prozent erzielt wurde. I. Beschreibung Geschäftsgegenstand Unser Geschäftsgegenstand ist die Beratung von Wirtschaftsunternehmen hauptsächlich in der Öl- und Gasbranche zur Optimierung von Geschäftsprozessen durch den Einsatz geeigneter Softwarelösungen. Darüber hinaus bietet implico selbst entwickelte Standardsoftware zur Umsetzung dieser Logistikprozesse an. Unsere Geschäftstätigkeit richtet sich mit einem Lösungsumfang aus Beratung, Software, Implementierung und langfristiger Betreuung / Betrieb hauptsächlich auf:
Unser Hauptstandort ist Hamburg. Zum 31.12.2023 ist die implico GmbH eine 100% Tochtergesellschaft der implico Beteiligungs GmbH, die implico Inc. (Philadelphia; 100% Anteil) sowie die implico B.V. (Utrecht; 100% Anteil) sind Tochtergesellschaften der implico GmbH. Unsere wichtigsten Produkte (Dienstleistungen / Geschäftsprozesse) sind die Softwarelösungen openTAS für die Administration und Logistik in Raffinerien, Mineralöldepots und Tankstellenversorgung sowie die Softwarelösung SAP SDM (Secondary Distribution Management) für den Handel (Unterstützung Telefonverkauf, Aufbau und Abschluss von Geschäftsprozessen in diesen Zusammenhängen) und SAP RFNO für die Abbildung der Tankstellen Prozesse. Darüber hinaus haben zunehmend mobile Anwendungen und Cloud-Lösungen bei unserer Produktentwicklung eine hohe Priorität. Wir vertreiben unsere Produkte weltweit im Bereich Öl & Gas. Implico arbeitet gemeinsam mit SAP im Rahmen einer engen Vertriebs- und Entwicklungspartnerschaft. Die von implico entwickelten Softwareprodukte werden als SAP Standard-Software angeboten und die Kunden erhalten regelmäßig neue Releases. Die neuen Funktionalitäten sind über die geschlossenen Wartungs- und Supportverträge mit den Kunden abgedeckt. Die Änderungen bezüglich der Tätigkeit und Zusammensetzung der Gesellschaftsstruktur wird im Teil III Prognosebericht dargestellt. II. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft wuchs in 2023 mit 3,0% und damit in etwa auf einem durchschnittlichen Niveau vergangener Jahre. Tabelle 1: Bruttoinlandsprodukt und Verbraucherpreisen der Welt:
Prozent. Gewicht: gemäß Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 nach Kaufkraftparität. - Bruttoinlandsprodukt, Verbaucherpreise: Veränderungen gegenüber dem Vorjahr; Ostasiatische Schwellenländer: Thailand, Malaysia, Indonesien und Philippinen; Fortgeschrittene Länder: Die Werte stimmen nicht notwendigerweise mit denen in Tabelle 3 überein, da der Länderkreis hier breiter gefasst ist und ein anderes Konzept bei der Gewichtung verwandt wird. Quelle: IMF, International Financial Statistics; OECD, Main Economic Indicators; Berechnungen des IfW Kiel; grau hinterlegt: Prognose des IfW Kiel. Die noch im Vorjahr gestiegene Inflation schwächte sich im Berichtszeitraum ab und lag gemäß ifw im November 2023 bei 2,9%. Es wird erwartet, dass die Notenbanken in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften die Zinsen im Verlauf des Jahres 2024 moderat senken werden. Insgesamt erwartet das IfW in Kiel ein Wachstum der Weltwirtschaft für 2024 in Höhe von 2,8% (im Vergleich zum Vorjahr 2024 von 3,0%). Für implico relevant ist die Branchenentwicklung in der weltweiten Öl- und Gasindustrie. Laut einer in Auftrag gegebenen Marktstudie von EY-Parthenon (02/2024) nimmt die weltweite Nachfrage nach Öl- und Gas in den kommenden Jahren um ca. 3-5 Prozent weiter zu. Der weltweite Nachfrageanstieg wird vor allem von den schneller wachsenden Volkswirtschaften in den Entwicklungsregionen getragen. Die Politik der Energiewende und Effizienzsteigerungen haben jedoch zu einem Rückgang der Ölnachfrage in Europa und Nordamerika geführt. (weitere Details siehe C. Prognosebericht II. Branchenbezogener Ausblick) III. Wesentliche Entwicklungen im abgelaufenen Geschäftsjahr Die Geschäftsführung beurteilt den operativen Geschäftsverlauf positiv. Unsere Prognosen bzgl. Umsatz und operativem Ergebnis sind im abgelaufenen Geschäftsjahr erfüllt worden. Für das Geschäftsjahr 2023 hatte implico mit einer Gesamtleistung i.H.v. 25,4 MEUR und einem Ergebnis von 1,3 MEUR geplant. Die Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2023 konnte wie geplant erreicht werden. Das Ergebnis vor Abführungen liegt abweichend bei -2,9 MEUR, welches jedoch maßgeblich durch Abschreibungen auf Finanzanlagen i.H.v. 4,5 MEUR negative beeinflusst wurde. Es ergaben sich als wesentliche Entwicklungen:
Die zukünftige Entwicklung wird detailliert im Bereich C.III. Prognose für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 B. Darstellung der Lage der Gesellschaft I. Darstellung der Vermögenslage Die Bilanzsumme beträgt 16.048 TEUR (16.983 TEUR). Der Saldo der Vorräte und der davon abgesetzten erhaltenen Anzahlungen reduzierte sich abrechnungsbedingt von 180 TEUR auf 107 TEUR in 2023. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 480 TEUR von 1.753 TEUR auf 2.234 TEUR. Diese waren Stichtagsbedingt höher, da überfällige Kundenzahlungen erst Anfang 2024 eingegangen sind. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen 10.213TEUR im Berichtsjahr (Vorjahr: 6.664 TEUR) und beinhalten i.W. Darlehen. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens reduzierten sich durch Veräußerung um 414 TEUR auf 331 TEUR (Vorjahr: 746 TEUR). Die Liquidität sank von 1.542 TEUR auf 1.331 TEUR. Auf der Passivseite bleibt das Eigenkapital als Folge des Ergebnisabführungsvertrages mit der implico Beteiligungs GmbH mit 2.378 TEUR unverändert. Die Eigenkapitalquote ist leicht gestiegen auf 14,8% (Vorjahr: 14,0%). Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen sanken um 162 TEUR auf 1.890 TEUR gegenüber 2.053 TEUR im Vorjahr. Die Reduzierung der sonstigen Rückstellungen auf 998 TEUR betrifft i.W. personalbezogene Rückstellungen (Vorjahr: 1.543 TEUR). Die Bankverbindlichkeiten reduzierten sich durch Tilgungen um 1.051 TEUR auf 3.150 TEUR. Der passivisch ausgewiesene Überhang erhaltener Anzahlungen sank leicht um 25 TEUR und belief sich auf 58 TEUR gegenüber 83 TEUR im Vorjahr. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 206 TEUR auf 682 TEUR (Vorjahr: 477 TEUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen 3.819 TEUR (Vorjahr: 3.173 TEUR) und resultieren im Wesentlichen aus einem Softwareerwerb aus der niederländischen Tochtergesellschaft sowie dem abzuführenden Gewinn des abgelaufenen Geschäftsjahres. Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhen sich um 182 TEUR auf 2.702 TEUR (Vorjahr: 2.520 TEUR) und betreffen im Wesentlichen Altersversorgungsverpflichtungen. II. Darstellung der Ertragslage und des Geschäftsergebnisses Die wesentlichen Veränderungen sind nachfolgend erläutert: Der Rohertrag erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens auf 23.790 TEUR (Vorjahr: 21.282 TEUR). Die im Rohertrag enthaltenen sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um 917 TEUR auf 1.295 TEUR (Vorjahr: 378 TEUR) im Wesentlichen aufgrund von Rückstellungsauflösungen, Versicherungsentschädigungen und Erträgen aus Währungsumrechnung. Der Materialaufwand beinhaltet im Wesentlichen bezogene Dienstleistungen und erhöhte sich projektbedingt von 2.729 TEUR im Vorjahr auf 2.930 TEUR im Berichtsjahr. Der Personalaufwand reduzierte sich im Bereich Altersversorgung u.a. aufgrund veränderter Kapitalmarktbedingungen (gestiegene Zinsen) um 175 TEUR auf 13.715 TEUR (Vorjahr: 13.889 TEUR). Die operativen Abschreibungen stiegen auf 1.485 TEUR (Vorjahr: 315 TEUR). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus den Abschreibungen auf die gekaufte Software aus der niederländischen Gesellschaft in Höhe von 1.079 TEUR. In Folge der in 2023 getroffenen Entscheidung, die Entwicklung der neuen Terminal-Management-Software zukünftig aus Hamburg heraus zu betreiben, wurden die entsprechenden Software-Module durch die implico GmbH Ende 2023 erworben. Im Rahmen der Neubewertung des Geschäfts in den Niederlanden wurden die die Anteile an verbundenen Unternehmen, welche die implico B.V. in einer Höhe von 4.474 TEUR betreffen, vollumfänglich im Geschäftsjahr 2023 abgeschrieben. In diesem Kontext erfolgte auch die außerplanmäßige Abschreibung der Software aus den Niederlanden i.H.v. 1.079 TEUR. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die Gewinne unserer Tochtergesellschaft in den USA ausgeschüttet, weshalb die Beteiligungserträge signifikant um 294 TEUR auf 296 TEUR stiegen. Die Zinsaufwendungen bewegten sich mit 307 TEUR in etwa auf Höhe des Vorjahres (317 TEUR). Im Zuge der steuerlichen Organschaft mit der implico Beteiligungs GmbH fallen grundsätzlich keine Ertragsteuern mehr an. Der Steueraufwand im Berichtsjahr (28 TEUR) betrifft ausländische Quellensteuer. Das Ergebnis vor Ergebnisabführung beläuft sich auf -2.850 TEUR (Vorjahr: -850 TEUR). Das operative Ergebnis EBITDA i.H.v. 1.970 TEUR (Vorjahr: 1.597 TEUR) wird von der Geschäftsführung aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens positiv bewertet. III. Darstellung der Finanzlage Unsere Finanzierung basiert im Wesentlichen auf dem Eigenkapital, Anzahlungen aus Kundenaufträgen sowie bankfinanzierten Krediten. Im Geschäftsjahr 2023 war rückblickend die Finanzierung der implico GmbH durchgehend sichergestellt. Leasing wird für Kraftfahrzeuge angewendet. Die Büroräume sind gemietet. Nach der Finanzplanung für das Geschäftsjahr 2024 sind keine Liquiditätsengpässe absehbar (mehr Details siehe Abschnitt D.1.1). Die Liquiditätssituation der implico GmbH wurde durch zusätzliche Gesellschafterdarlehen im Geschäftsjahr 2024 und einer vereinbarten Stundung laufender Kredite seitens der kreditfinanzierenden Bank beeinflusst. Die für das zweite Halbjahr 2024 fälligen Tilgungen in Summe von 1.450 TEUR wurden gestundet und erst im Juni 2025 mit den anderen noch offenen Tilgungsraten endfällig gestellt. Des Weiteren hat der Hauptgesellschafter im Jahr 2024 (März 2024 bis Oktober 2024) weitere Gesellschafterdarlehen in Summe von 1.555 TEUR an Liquidität zur Verfügung gestellt. IV. Bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren Nachfolgend sind die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren im Vergleich zum Vorjahr aufgeführt so wie in den letzten Lageberichten der Vorjahre gezeigt:
Bis zum Geschäftsjahr 2022 wurden Eigenkapitalquote, Eigenkapitalrendite, Umsatzrendite, Liquiditätsgrad I-III als finanzielle Leistungsindikatoren im Vergleich zum Vorjahr berichtet. Ab dem Geschäftsjahr 2023 hat sich die Geschäftsführung für eine Anpassung der für die Steuerung des Unternehmens relevanten KPIs entschieden. Der Fokus liegt nunmehr auf der Gesamtleistung, der Ergebnisentwicklung sowie der Gesamtleistungsrendite. Diese KPIs entsprechen mehr den von der Geschäftsführung verfolgten und gegenüber internen und externen Stakeholdern kommunizierten Zielsetzungen zur Weiterentwicklung des Unternehmens.
C. Prognosebericht I. Gesamtwirtschaftlicher Ausblick Nachdem sich die Konjunktur bereits 2023 deutlich schwächer zeigte, rechnet das IfW in Kiel (Kieler Konjunkturberichte Nr. 111 2024/Q2) damit, dass die fortgeschrittenen Länder mit +1,4% nochmals geringer wachsen als noch im Vorjahr (2023: +1,6%). Für die EU wird mit einem Wachstum von +0,8% gerechnet nach +0,5% in 2022. Die USA erreichen ein höheres Niveau von +2,1%. Für 2024 wird ein Rückgang der Inflation prognostiziert, welches sich dem Ziel der Zentralbanken nähert. Tabelle 2: Bruttoinlandsprodukt, Verbraucherpreise und Arbeitslosenquote in den fortgeschrittenen Ländern
Prozent. Gewicht: gemäß Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 in US-Dollar. - Bruttoinlandsprodukt: preisbereinigt, Veränderung gegenüber dem Vorjahr. - Verbraucherpreise: Veränderung gegenüber dem Vorjahr, Europäische Union und Norwegen: harmonisierter Verbraucherpreisindex (HVPI). - Arbeitslosenquote: standardisiert nach dem ILO-Konzept. Ländergruppen gewichtet auf der Grundlage der Erwerbspersonenzahl von 2022. Quelle: Eurostat, VGR; OECD, Main Economic Indicators; IMF World Economic Outlook Database; Statistics Canada, Canadian Economic Account: grau hinterlegt: Prognose des IfW Kiel. II. Branchenbezogener Ausblick Bezogen auf den Ausblick in der IT-Branche geht der Branchenverband Bitkom e.V. davon aus, dass die Digitalisierung interner IT-Prozesse bei Unternehmen weiter zunehmen wird. Im Cloud Report 2024 geben die Unternehmen an, dass insbesondere die Digitalisierung interner Prozesse beim Umstieg in die Cloud relevant sei. Hier ist der Bedarf in 2024 gegenüber 2023 um +16% gestiegen (Cloud Report 2024; Bitkom, 03.07.24) Der 'Investitionsreport 2024 der SAP-Anwendergruppe e.V.(DSAG) geht davon aus, dass die IT- und SAP Investitionsbudgets der Unternehmen im Allgemeinen und im Besonderen im Bereich der Migration zu SAP-S/4 HANA weiter steigen werden. Zudem sei die erhöhe sich die Relevanz von SAP für die Unternehmen zusehends. (; DSAG, 21.03.2024) Eine Marktstudie von EY-Parthenon beziffert die Höhe der Investitionen in SaaS Lösungen (Cloud) innerhalb der Öl- und Gasindustrie auf ca. 0,9 Milliarden Dollar im Jahr 2025 und geht von einem jährlichen Wachstum im Zeitraum 2019 bis 2025 von ca. 10 Prozent pro Jahr aus. Die Experten von EY-Parthenon gehen ferner davon aus, dass die Ausgaben für IT-Leistungen innerhalb der Öl- und Gasindustrie im Zeitraum 2023 bis 2030 mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 22 Prozent pro Jahr steigen werden. EY beschreibt außerdem, dass die Anzahl weltweiter Tankterminals in den nächsten Jahren weiter zunehmen wird. Hierbei ist hervorzuheben, dass in den Terminals zunehmend alternative Kraftstoffe wie Biofuels, Hydrogen und Biomethane gelagert werden. III. Prognose für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 Allgemein Im Geschäftsjahr 2024 wurde die openTAS GmbH als Schwestergesellschaft der implico GmbH und hundertprozentige Tochter der implico Beteiligungsgesellschaft gegründet. Im Rahmen eines Asset Deals wurden Assets, Forderungen und Verbindlichkeiten (inkl. der implico B.V. in den Niederlanden) des TMS Geschäfts von der implico GmbH an die openTAS GmbH übertragen. Im Anschluss daran wurde die openTAS Beteiligungsgesellschaft gegründet und die openTAS GmbH von der implico Beteiligungsgesellschaft an die neu gegründete openTAS Beteiligungsgesellschaft mit Wirkung zum 26.02.2025 verkauft Im Ergebnis verblieb zum 01.09.24 das operative SAP Geschäft in der implico GmbH. Zu diesem zählt weiterhin unverändert die implico Inc. als Tochtergesellschaft der implico GmbH. Ab dem 27.02.2025 gilt die Trennung zwischen SAP und TMS Geschäft ebenso auf Holdingebene der Implico Beteiligungsgesellschaft, so dass für die Betrachtung der implico GmbH sowie der implico Beteiligungsgesellschaft ab dem Geschäftsjahr 2025 nur noch die Entwicklung des SAP Geschäfts relevant ist. Darüber hinaus fand ein Gesellschafterwechsel auf Ebene der implico Beteiligungs GmbH zum 24.02.2025 statt. Dabei kam es zu einer vollständigen Ablösung aller Finanzverbindlichkeiten der bisherigen Finanzierungstruktur i.H.v. TEUR 22.192 durch eine vorerst durch den Gesellschafter im Rahmen eines "Equity Committment Letters" garantierten Finanzierung. Eine neue Finanzierungsstruktur wird durch den neuen Gesellschafter im laufenden Geschäftsjahr 2025 angestrebt. Die mittelbare Verpflichtung gegenüber der Unterstützungskasse i.H.v. 2.268 TEUR, welche aus der Unterdeckung resultiert (auf Basis des vorliegenden Gutachtens zum 31.07.24) hat sich durch die Übernahme von sechszehn aktiven Mitarbeitern im Rahmen des Asset Deals der openTAS GmbH reduziert. Die mittelbare Verpflichtung verbleibt dann weiterhin bei der implico GmbH. Zum 31. Dezember 2024 betrugen die Liquiden Mittel der implico GmbH TEUR 3.190. Alle bestehenden Finanzverbindlichkeiten wurden durch den Verkauf getilgt. Die vorliegende Ertragsplanung für die beiden folgenden Geschäftsjahre 2025 und 2026 ist positiv. Für das Jahr 2024 wird auf Basis unserer Planung eine Gesamtleistung i.H.v. 20,98 Mio. € und ein EBITDA von ca 1,05 Mio. € erwartet.
Für das Geschäftsjahr 2025 erwartet das Management eine Gesamtleistung von 19,32 Mio. €, ein EBITDA von 5,97 Mio.€ sowie eine resultierende Umsatzrendite von 30,9 Prozent für den verbliebenen SAP-Bereich. Der weitere Ausbau des Subskiptionsgeschäfts bedingt durch die sich seitens der SAP zunehmend wachsende Umstellung der SAP-Kunden auf SAP S4/HANA wirkt sich weiter positiv auf das Produktgeschäft von implico aus. Der Anteil der Lizenzumsätze an der Gesamtleistung wird in den kommenden Jahren stetig wachsen und einen Wert signifikant >50 Prozent erreichen. Aktuell geht die Geschäftsleitung im für implico wichtigen Projektgeschäft von einer Auslastung von ca. 75% aus. In 2024 wird der Anteil des Produktgeschäfts an der Gesamtleistung ca. 50 Prozent betragen. D. Risiken und Chancen I. Risiken 1. Planungs- und Liquiditätsrisiko: In den Geschäftsjahren 2023 und 2024 war insbesondere das Liquiditätsrisiko für implico relevant. Aufgrund der durch den Gesellschafter zur Verfügung gestellten weiteren Darlehen in 2024 konnte der Eintritt dieses Risikos vermieden werden. Für 2025 ist die Finanzierung durch den neuen Gesellschafter vertraglich gesichert. Die Ausgestaltung der Finanzierung im Anschluss an die Transaktion ist noch ausstehend. Hieraus könnten sich gegeben falls erneut Risiken bzgl. der Liquidität für implico ergeben, sollte der Business Plan, der dem neuen Gesellschafter vorliegt, signifikant untererfüllt werden. Eine Quantifizierung dieses Risikos ist zum aktuellen Zeitpunkt jedoch noch nicht möglich, daher wird im Folgenden nur auf das operative Planungsrisiko der Gesellschaft für das anstehende Geschäftsjahr 2025 eingegangen und ein Vergleich zum bereits abgelaufenen Geschäftsjahr 2024 gezogen. Das Planungsrisiko steht maßgeblich mit dem im Weiteren aufgeführten Marktrisiko in Wechselwirkung. Potentiale für derartig qualifizierte Abweichungen besteht insbesondere in den personalintensiven Bereichen, die das SAP Consulting Geschäft betreffen. Hier plant implico einen Anstieg des Umsatzes aus Beratungsleistungen bei der implico GmbH von GJ24 auf GJ25 in Höhe von +3,4 MEUR. Dieser ist inhaltlich mit der notwendigen SAP S/4HANA Migration vieler SAP-Kunden in den kommenden Jahren begründet. Dem geplanten Umsatzanstieg stehen ein Anstieg der Personalkosten in diesem Bereich von +0,5 MEUR sowie ein Anstieg der externen Beratungskosten um +1,3 MEUR gegenüber. Sollten die geplanten SAP Großprojekte sich verzögern, würden auch die Kosten entsprechend nicht entstehen bzw. erst zu einem späteren Zeitpunkt anfallen. Das Ergebnisrisiko wird auf ca. 0,8 MEUR quantifiziert. Das Risiko wird als moderat eingestuft. Zusätzlich zu den Umsatz- und Kostensteigerungen im SAP Consulting Bereich plant implico mit höheren SAP Wartungs- und Lizenzeinnahmen in GJ25 (+0,6 MEUR gegenüber Vorjahr). Dieser Anstieg begründet sich vornehmlich aus laufenden Sales-Initiativen in GJ24 und dem geplanten Hochlauf der Subskriptionsverträge mit den SAP-Kunden. Das Risiko, dass die Umsatzerlöse im Wartungs- und Lizenzgeschäft nicht gemäß Planung realisiert werden, wird als gering quantifiziert. 2. Politische und regulatorische Risiken Terroranschläge, politische Unruhen und bürgerkriegsähnliche Zustände (wie z. B. Ukraine Krieg, Krieg in Syrien und Krieg im Nahen Osten) können sich nicht nur auf die Wirtschaft der betroffenen Länder negativ auswirken, sondern haben möglicherweise weitreichendere Folgen. Das gilt aktuell insbesondere für den Krieg in der Ukraine und den Konflikt im Nahen Osten. So können Kundenbeziehungen nicht nur unter dem direkten Einfluss derartiger Ereignisse leiden, auch Sanktionen oder Embargos stellen ein Risiko für die wirtschaftlichen Chancen unseres Unternehmens dar. Im Rahmen des Ukraine Krieges hat implico alle seine Kundenbeziehungen auf Verbindungen zu Russland überprüft und konnte keine direkte Kundenbeziehung mit Unternehmen aus Russland identifizieren. Bei Neuvertragsabschlüssen überprüfen wir, ob eine Beziehung zu einer in den Krieg involvierten Partei besteht. Zudem prüft implico jährlich über die EU-Sanctionsmap, ob Vertragspartner mit internationalen Sanktionen belegt sind, die auf Implico Anwendung finden. implico ist ISO27001 zertifiziert. Im Rahmen des jährlichen Zertifizierungsprozesses wird das Rechtskataster geprüft und aktualisiert. Implico begegnet diesem Risiko zudem durch eine sorgfältige Beobachtung und Auswahl der Regionen, in denen implico wirtschaftlich aktiv sein möchten. 3. Markt- und strategische Risiken Unser Geschäft ist durch zunehmende Vernetzung der Märkte, Kunden und in deren Folge auch der jeweiligen Geschäftsprozesse gekennzeichnet. Gleichzeitig werden einzelne Projekte im Umfang größer und dadurch schwerer kaufmännisch zu kalkulieren. Die zeitgerechte und entlang der geplanten Kosten qualitativ Umsetzung der Projekte ist für implico zunehmend schwieriger. Auch können wir nicht ausschließen, dass Kunden Investitionsvorhaben aufschieben oder erteilte Aufträge stornieren. Für die zukünftig geplanten Umsätze im Bereich SAP gilt sowohl für die Subskriptionsumsätze, als auch für die damit in Verbindung stehenden Consulting Umsätze, dass durch strategische Entscheidungen der Kunden - insbesondere Investitionen in die Migration von SAP S/4 HANA zu schieben - der Umsatz von implico sich ebenfalls nach hinten verschiebt. Gleiches gilt für unsere produktbezogenen Services. Sollten Bestandskunden Support- und Wartungsverträge kündigen oder keine neue Software lizenzieren, hätte dies unmittelbare Auswirkungen auf unsere Finanz- und Ertragslage. 4. Einkaufsrisiken Im Zuge der gestiegenen Inflationsraten im abgelaufenen Geschäftsjahr rechnet die Geschäftsleitung mittelfristig mit steigenden Einkaufspreisen für externe Dienstleister. Der Anteil der Subunternehmer hat sich im Rahmen der umfangreich geplanten Beratungsaufträge weiter erhöht, was zu einem ebenfalls höheren Risiko auf der Einkaufsseite führt. Implico setzt bei dem Abschluss von neuen Verträgen mit externen Dienstleistern im Projektumfeld auf Standardverträge, um rechtliche und kommerzielle Risiken bestmöglich zu steuern. Um das kommerzielle Risiko von Preisanpassungen seitens der externen Dienstleister zu reduzieren, setzt implico standardmäßig auf geringe Kündigungsfristen bei den eingekauften externen Ressourcen als bei den eigenen Projektverträgen mit den Kunden. 5. Personalrisiken Unsere Produkte und Beratungsdienstleistungen setzen stets hoch qualifiziertes und motiviertes Personal voraus. Der Fachkräftemangel in Deutschland macht es zunehmend schwer die notwendigen Mitarbeiter zu gewinnen. Durch projektbedingte Auslastungsrisiken sehen wir uns veranlasst, auch mit externen Subunternehmern sowie Partnern im Falle von Auslastungsspitzen zu kooperieren - dieses erfolgt jedoch sehr zielgerichtet und soll mittelfristig weiter reduziert werden (siehe Einkaufsrisiken) Wir wirken diesem Trend entgegen, indem wir unsere Mitarbeiter im internationalen Umfeld rekrutieren. Durch projektbedingte Auslastungsrisiken sehen wir uns veranlasst, auch mit externen Subunternehmern sowie Partnern im Falle von Auslastungsspitzen zu kooperieren - dieses erfolgt jedoch sehr zielgerichtet und soll mittelfristig weiter reduziert werden (siehe Einkaufsrisiken) implico hat zudem ein internen Anreizsystem im GJ23 implementiert, um im Recruiting schnellere Erfolge zu erzielen. Darüber hinaus ist implico mit Hochschulen in direkten Kontakt getreten, um neues Personal frühzeitiger rekrutieren zu können. 6. IT-Risiken Neben der eigenen IT-Umgebung betreibt implico Hardware und Software zur Verwaltung und Bearbeitung von Daten für Kunden. Ein für implico relevantes Risiko sind Cyberangriffe (z.B. gefälschte Emails, Phishing, Schadsoftware). Um dieses Risiko zu reduzieren hat implico u.a. Firewalls und Antivirus-Software auf allen genutzten Systemen installiert. Darüber hinaus gibt es regelmäßige Sicherheitsupdates, die durch die interne IT zentral gesteuert und nachgehalten werden. Implico führt zudem regelmäßig Mitarbeiterschulungen zum Thema IT-Sicherheit durch und informiert die Mitarbeitenden über das Intranet und via Email über mögliche IT-Sicherheitsrisiken. Jährlich führt die IT von implico einen Pen-Test mit einem externen Dienstleister durch, um Schwachstellen aufzuzeigen und ggfs. zu beseitigen. Des Weiteren hat implico seit 2021 eine Cyber-Versicherung abgeschlossen. Ein weiteres Risiko ist der Verlust von Daten. Die Sicherung von Daten erfolgt über die international üblichen Datensicherungsregeln (gem. BSI-Vorgaben). Seit März 2024 betreibt implico keine eigenen Rechenzentren mehr, sondern hat diesen Service an externe zertifizierte Dienstleister ausgelagert. Seit 2019 ist implico ISMS zertifiziert (ISO27001). 7. Datenschutzrisiken Durch möglicherweise unerlaubte Weitergabe von vertraulichen Informationen an die Öffentlichkeit sind wir Risiken ausgesetzt, die direkt wirtschaftlichen Schaden oder einen Ansehensverlust auslösen können. Wir beugen diesen Risiken so weit möglich vor, in dem wir beispielsweise unsere Mitarbeiter wie auch unsere Partner zum Datenschutz verpflichten und schulen. Auch haben wir entsprechende organisatorische Voraussetzungen geschaffen und unsere IT-Systeme mit Berechtigungskonzepten versehen. Bei Vertragsabschlüssen mit Lieferanten achten wir auf die Einhaltung der korrekten vertraglichen Basis (innerhalb der EU: Nutzung von Auftragsverarbeitungsverträge; außerhalb der EU: bspw. Nutzung von EU Standardvertragsklausel). Implico ist weiterhin ISO27001 zertifiziert in welcher der Datenschutz ein wesentlicher Bestandteil ist. Diese externe Zertifizierung wird jährlich durch einen Auditor überprüft und erteilt. Aus heutiger Sicht sind für die gesetzlichen Vertreter, außer den bereits in Anhang und Lagebericht dargestellten, keine weiteren bestandsgefährdenden bzw. die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigenden Risiken erkennbar. Zusammenfassende Gesamtdarstellung der Risiken
Aufgrund der getroffenen Maßnahmen im GJ23 konnte die Eintrittswahrscheinlichkeit bei den Einkaufsrisiken aus Sicht von implico reduziert werden. Die Eintrittswahrscheinlichkeit der beschriebenen IT-Risiken hat sich aus Sicht von implico im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Dies belegen auch Zahlen des Branchenverbandes bitkom, die in der Studie Wirtschaftsschutz 2024 von +4 Prozent in der Kategorie Digitaler Schutz von Geschäftsdaten und von +7 Prozent in der Kategorie Digitale Sabotage von Informations- und Produktionssystemen oder Betriebsabläufen berichten (; Wirtschaftsschutz 2024). II. Chancen 1. Marktchancen Durch die Abkündigung der Wartung seitens SAP sind Bestandskunden der SAP gezwungen kurz- bis mittelfristig ihre SAP-Lösungen zu migrieren. Für implico ergibt sich dadurch die Chance auf höhere Subskriptionsumsätze sowie neue Consultingprojekte für die Einführung bzw. Migration von SAP S4/HANA Systemen. Angesichts des wirtschaftlichen Drucks suchen Unternehmen vermehrt nach Wegen, ihre Prozesse zu optimieren und die Betriebskosten zu senken. Hier bietet sich eine ausgezeichnete Chance für Unternehmen wie implico mit den SAP-Lösungen Marktpotentiale zu heben. Implico kann hierbei seine Expertise nutzen, um maßgeschneiderte Implementierungsstrategien zu entwickeln, die den spezifischen Bedürfnissen der Kunden in der Öl- und Gasbranche gerecht werden. 2. Technologische Chancen Durch den Einsatz von AI können Unternehmen Effizienzsteigerungen, Kostensenkungen und verbesserte Entscheidungsfindung erreichen. Implico kann im Rahmen der von SAP vorangetriebenen BTP Cloudstrategie Applikationen maßgeschneidert für individuelle Kundenanforderungen entwickeln. Der SAP BTP Ansatz ermöglicht eine einheitliche Umgebung für effiziente Datennutzung und -analyse, künstliche Intelligenz, und Anwendungsentwicklung. Die neue Entwicklungsplattform fördert so auch für implico und die potentiellen Kunden die Entwicklung technologischer, branchenspezifischer Lösungen für die Öl- und Gas Branche. 3. Politische und regulatorische Chancen Durch die verstärkte Förderung von Infrastrukturprojekten und die Lockerung von Regulierungen im Energiesektor schafft die US-amerikanische Regierung ein günstiges Umfeld für Investitionen in innovative IT-Lösungen. Implico kann diese Gelegenheit nutzen, um die eigenen SAP Softwarelösungen und Dienstleistungen anzubieten, die die Effizienz in der Öl- und Gasindustrie verbessern. Zusammenfassende Gesamtdarstellung der Chancen
E. Sonstige Angaben I. Risikomanagementziele Implico verfolgt Risikomanagementziele wie die Sicherstellung der Geschäftskontinuität, den Schutz von Daten und Systemen, die Kostenkontrolle sowie die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben. Dazu werden für das Management regelmäßige Reports unter zur Hilfenahme von aussagekräftigen KPIs erstellt (z.B. Kennzahlen wie die Fluktuationsrate, Utilisationrate, Projektmarge). Regelmäßig extern durchgeführte Audits (u.a. ISMS, ISO27001) und Pen-Tests unterstützen das implico Management dabei Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und zu steuern, um den langfristigen Erfolg und die Stabilität des Unternehmens sicherzustellen. II. Forschung und Entwicklung Implico entwickelt die eigenen Standardprodukte permanent weiter. Die Produkte von implico finden derzeit hauptsächlich in der Öl- und Gasindustrie Anwendung. Dabei handelt es sich um maßgeschneiderte Lösungen, die speziell auf die Anforderungen dieser Branche abgestimmt sind. In jüngster Zeit beobachten wir jedoch ein zunehmendes Interesse und Potenzial für den Einsatz unserer Technologien in angrenzenden Branchen. Insbesondere in Bereichen wie der Chemie-, und der Logistikbranche erkennen wir wachsendes Interesse an unseren Lösungen. Im Bereich der Baustoffindustrie konnte implico zusammen mit einem namhaften Unternehmen ein erstes Pilotprojekt durchführen. Diese Entwicklung ermöglicht es implico die eigene Marktpräsenz zu erweitern und neue Geschäftsfelder zu erschließen, wodurch wir unsere Position als führender Anbieter innovativer SAP-Technologielösungen weiter stärken können. Im Bereich Forschung und Entwicklung konzentriert implico sich auf die Verbesserung und Erweiterung der SAP-Produkte RFNO und SDM im SAP S/4HANA Umfeld für die Öl- und Gasindustrie. Eine weitere Entwicklungsmöglichkeit besteht zudem in der Erweiterung der Produktpalette im Rahmen der SAP Business Technology Platform (BTP). Darüber hinaus arbeitet implico an der Entwicklung fortschrittlicher Analytik, um präzise Vorhersagen und Optimierungen im Betriebsablauf der Kunden zu ermöglichen. Schließlich zielt unsere Forschung auf die Entwicklung benutzerfreundlicherer Schnittstellen und mobiler Anwendungen ab, um die Zugänglichkeit und Benutzerfreundlichkeit unserer Lösungen weiter zu verbessern und den Bedienkomfort zu erhöhen. Diese Initiativen sollen unseren Kunden helfen, ihre Geschäftsprozesse zu optimieren und wettbewerbsfähig zu bleiben. III. Organisatorische Veränderungen Herr Dr. Volker Braun ist am 10.01.2023 aus der Geschäftsführung ausgeschieden. Auf die vorgenommenen Umstrukturierungen in GJ24 wird in Abschnitt III. Prognose für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 eingegangen.
Hamburg, 26.02.2025 implico GmbH Rolf Adam BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023IMPLICO GMBH, HAMBURGAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023IMPLICO GMBH, HAMBURGI. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss der Firma implico GmbH wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde unverändert das Gesamtkostenverfahren angewendet. Bei der Bewertung wurde von der Unternehmensfortführung im Sinne des §252 Absatz 1 Nr.2 HGB ausgegangen. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht:
II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2019 wurde vom Wahlrecht der Aktivierung der Herstellungskosten von selbst geschaffener Software gem. § 248 HGB Gebrauch gemacht. Dies führte zu einer Erhöhung der Gesamtleistung um TEUR 1.192 und einem Ergebniseffekt von TEUR 1.145. Die selbst geschaffene Software wird planmäßig mit einer Nutzungsdauer von 10 Jahren bzw. 6 Jahren abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden auf der Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 800,00 werden sofort in voller Höhe abgeschrieben (Ausübung des Wahlrechts). Die Finanzanlagen (Beteiligungen) sind zu Anschaffungskosten bilanziert worden. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um die Finanzanlagen mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist. Die Vorräte wurden höchstens zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum Nennwert bewertet. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung angemessen Rechnung getragen. Sämtliche Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs bewertet. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag auszuweisen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das Eigenkapital ist voll eingezahlt. Es bestehen eigene Anteile iHv. TEUR 16. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden gemäß § 249 Abs. 1 HGB i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 2 und § 246 Abs. 2 HGB als Saldo aus dem Erfüllungsbetrag (TEUR 3.351), abgetretenem Deckungskapital (TEUR 1.401) und einem abgetretenen Bankguthaben (TEUR 60) ausgewiesen. Die Berechnung des Erfüllungsbetrages erfolgte nach der PUC-Methode auf Basis eines Rechnungszinses von 1,82 % (1,78 % im Vorjahr) und den Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck. Bei den Anwärtern wurde ein Rententrend von 0 % bzw. 1 % und ein Gehaltstrend von 0% zu Grunde gelegt. Der Rechnungszins von 1,82 % zum 31.12.2023 beruht auf dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre. Der Rechnungszins auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes für die letzten sieben Jahre beträgt zum gleichen Zeitpunkt 1,74 %. Der daraus resultierende Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich daher auf 32.871 EUR. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen enthalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag. III. Angaben zur Bilanz Zur Ausschüttung gesperrt gemäß § 268 Absatz 8 HGB sind 700.162,07 EUR, welche sich aus dem Differenzbetrag wegen der unterschiedlichen Zinssätze zwischen sieben- und zehnjähriger Durchschnittsbetrachtung bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen (33 TEUR) sowie aus der Aktivierung von selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen (667 TEUR) ergeben. Die entgeltlich erworbene Software umfasst die im Geschäftsjahr aus den Niederlanden erworbene Software. Auf Grund werterhellender Tatsachen aus der Neubewertung des Geschäfts aus der Niederländischen Gesellschaft wurde die Software in voller Höhe (1.096 TEUR) außerplanmäßig abgeschrieben. Entwicklung des Anlagevermögenshistorische Anschaffungskosten
kummulierte Abschreibungen
Buchwert
In den Finanzanlagen ist die Beteiligung an der implico B.V. (vormals: Brainum B.V.) bilanziert. Die ursprünglichen Anschaffungskosten betragen 6,2 Mio EUR. Im Geschäftsjahr 2022 wurde eine Wertberichtigung in Höhe von 1,7 Mio EUR auf einen Restbuchwert von 4,5 Mio EUR vorgenommen. In Vorjahren wurden wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung Wertberichtigungen von TEUR 45 vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden die Anteile im Rahmen der Neubewertung des Geschäfts vollumfänglich abgeschrieben. Die Bewertung hat das Unternehmen auf Grundlage einer aktualisierten Planungsrechnung in Anlehnung an die DCF-Methode vorgenommen. Aufstellung des Anteilsbesitzes
Zum 1. Januar 2023 wurden die bereits abgewerteten Anteile an der implico (M) SDN BHD / Kuala Lumpur, Malaysia ausgebucht. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände/Verbindlichkeiten Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben grundsätzlich eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen im Wesentlichen auf eine Forderung gegenüber der Muttergesellschaft implico Beteiligungs GmbH aus einer Darlehensforderung in Höhe von 5.901 TEUR (Vorjahr: 5.664 TEUR) mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Position sonstige Vermögensgegenstände beinhaltet im Wesentlichen geleistete Anzahlungen (66 TEUR) sowie Vorsteuerforderungen über 46 TEUR (Vorjahr: 30 TEUR). Wertpapiere Die Wertpapiere enthalten eine zur Abdeckung von Altersversorgungsansprüchen längerfristig vorgesehene, wenn auch kurzfristig verfügbare Anlage in Höhe von EUR 331.246,08. Pensionsrückstellung Die Erstanwendung der Bewertungsvorgaben des § 253 HGB bei der Berechnung des Erfüllungsbetrages der Pensionsrückstellungen führte im Jahr 2010 zu einem Zuführungsbetrag in Höhe von EUR 148.941,00, der in voller Höhe zugeführt und unter den außerordentlichen Aufwendungen ausgewiesen wurde. Der Wert für die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen gemäß § 249 Abs. 1 HGB i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 2 und § 246 Abs. 2 HGB ergibt sich aus dem Saldo des Erfüllungsbetrages in Höhe von EUR 3.351.289,00, dem Zeitwert des abgetretenen Deckungsvermögens in Höhe von EUR 1.400.550,39 und einem abgetretenen Bankguthaben in Höhe von EUR 59.698,88. Für das laufende Jahr betrug die Auflösung der Pensionsrückstellungen EUR 604.182,00, Zinsaufwand aus der Abzinsung entstand in Höhe von EUR 69.015,00. Diverse Pensionsverpflichtungen für Arbeitnehmer (insgesamt 73 Anwärter, 4 Bezieher; Vorjahr: 74 Anwärter, 4 Bezieher) werden über eine eigens dafür eingerichtete Unterstützungskasse verwaltet, für die die implico GmbH in der Subsidiärhaftung verbleibt (mittelbare Verpflichtung). Für diese mittelbaren Verpflichtungen wurde zum Stichtag 31.12.2023 eine versicherungsmathematische Bewertung durchgeführt. Daraus ergab sich eine Unterdeckung von ca. TEUR 2.268 (Vorjahr ca. TEUR 2.124). Verbindlichkeiten Verbindlichkeitenspiegel implico GmbH 31.12.2023
Sonstige finanzielle Verpflichtungen An sonstigen finanziellen Verpflichtungen (Miete/Leasing etc.) ergeben sich p.a. Zahlungen in Höhe von TEUR 3.484 (Vorjahr: 815 TEUR). IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Steuern vom Einkommen und Ertrag belasten grundsätzlich ausschließlich das Ergebnis vor Ertragsteuern laut Steuerbilanz. Im Geschäftsjahr beträgt die Reduktion der Pensionsverpflichtungen EUR 535.167,00; demgegenüber beträgt die Verringerung des Deckungsvermögens EUR 156.607,79, so dass sich per Saldo eine Reduktion von EUR 378.559,21 ergibt. Die Position "Erträge aus Verlustübernahme" i. H. v. TEUR 2.850 beinhaltet den Verlust 2023, der von der implico Beteiligungs GmbH, Hamburg, ausgeglichen wurde. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen i.H.v. TEUR 787 (Vorjahr: TEUR 90), Aufwendungen aus Währungsumrechnung i. H. v. TEUR 51 (Vorjahr: Ertrag TEUR 203), Erträge aus sonstigen Wertpapieren i.H.v. 52 TEUR (Vorjahr: TEUR 11) sowie periodenfremde Erträge i. H. v. TEUR 69 (Vorjahr: TEUR 16) sowie Versicherungsentschädigungen i.H.v. TEUR 64 (Vorjahr: TEUR 12) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Erträge aus Währungsumrechnung i. H. v. TEUR 85 (Vorjahr: Aufwendungen TEUR 221). V. Sonstige Pflichtangaben 1. Geschäftsführer Die Geschäfte wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr von folgenden Personen/Kaufleuten geführt: Rolf Adam (eingetreten am 01.11.2022) - CEO Dr. Volker Braun (ausgeschieden am 10.01.2023) - CTO Die Gesamtbezüge für die Geschäftsführertätigkeit werden über die implico Beteiligungs GmbH abgerechnet und der Gesellschaft im Rahmen einer Managementvergütung belastet. Die Gesellschaft macht von der Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. Für ausgeschiedene Geschäftsführer wurden insgesamt Ruhegehälter TEUR 92 (Vorjahr: TEUR 80) und eine einmalige Abfindung von TEUR 350 gezahlt; die dafür gebildeten Rückstellungen umfassen die unmittelbaren Pensionsrückstellungen der Gesellschaft. 2. Anzahl der Mitarbeiter Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich 167 Mitarbeiter (Vorjahr: 165) beschäftigt. Bei der Berechnung wurden Auszubildende und Geschäftsführer nicht berücksichtigt. 3. Konzernzugehörigkeit Die implico Beteiligungs GmbH, Hamburg, stellt einen Konzernabschluss und -lagebericht auf, in den die implico GmbH und deren Tochterunternehmen einbezogen werden. Die implico Beteiligungs GmbH, Hamburg, stellt das unmittelbare und gleichzeitig oberste Mutterunternehmen dar, das einen Konzernabschluss und -lagebericht aufstellt. 4. Abschlussprüferhonorar Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorares wird gem. § 288 Abs. 2 Satz 3 HGB verzichtet. 5. Gewinnverwendung Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. Der entsprechende Jahresfehlbetrag (TEUR 2.850) wurde in voller Höhe durch einen Ergebnisabführungsvertrag an die Muttergesellschaft implico Beteiligungs GmbH übertragen. 6. Nachtragsbericht Im Geschäftsjahr 2024 wurde die openTAS GmbH als Schwestergesellschaft der implico GmbH und hundertprozentige Tochter der implico Beteiligungsgesellschaft gegründet. Im Rahmen eines Asset Deals wurden Assets, Forderungen und Verbindlichkeiten (inkl. der implico B.V. in den Niederlanden) des TMS Geschäfts von der implico GmbH an die openTAS GmbH übertragen. Im Anschluss daran wurde die openTAS Beteiligungsgesellschaft gegründet und die openTAS GmbH von der implico Beteiligungsgesellschaft an die neu gegründete openTAS Beteiligungsgesellschaft mit Wirkung zum 24.02.2025 verkauft Im Ergebnis verblieb zum 01.09.24 das operative SAP Geschäft in der implico GmbH. Zu diesem zählt weiterhin unverändert die implico Inc. als Tochtergesellschaft der implico GmbH. Ab dem 27.02.2025 gilt die Trennung zwischen SAP und TMS Geschäft ebenso auf Holdingebene der implico Beteiligungsgesellschaft, so dass für die Betrachtung der implico GmbH sowie der implico Beteiligungsgesellschaft ab dem Geschäftsjahr 2025 nur noch die Entwicklung des SAP Geschäfts relevant ist. Darüber hinaus fand ein Gesellschafterwechsel auf Ebene der implico Beteiligungs GmbH zum 26.02.2025 statt. Dabei kam es zu einer vollständigen Ablösung aller Finanzverbindlichkeiten der bisherigen Finanzierungstruktur i.H.v. TEUR 22.192 durch eine vorerst durch den Gesellschafter im Rahmen eines "Equity Committment Letters" garantierten Finanzierung. Eine neue Finanzierungsstruktur wird durch den neuen Gesellschafter im laufenden Geschäftsjahr 2025 angestrebt. Die mittelbare Verpflichtung gegenüber der Unterstützungskasse i.H.v. 2.268 TEUR, welche aus der Unterdeckung resultiert (auf Basis des vorliegenden Gutachtens zum 31.07.24) hat sich durch die Übernahme von sechszehn aktiven Mitarbeitern im Rahmen des Asset Deals der openTAS GmbH reduziert. Die mittelbare Verpflichtung verbleibt weiterhin bei der implico GmbH. Zum 31. Dezember 2024 betrugen die Liquiden Mittel der implico GmbH TEUR 3.190. Alle bestehenden Finanzverbindlichkeiten wurden durch den Verkauf getilgt. Die vorliegende Ertragsplanung für die beiden folgenden Geschäftsjahre 2025 und 2026 ist positiv
Hamburg, 26.02.2025 implico GmbH Rolf Adam In dem vorstehenden Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteil: Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt, der hier wiedergegeben wird: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die implico GmbH, Hamburg: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der implico GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der implico GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unsere Prüfungsurteile zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 28. Februar 2025 Hamburger
Treuhand Gesellschaft
gez. Comberg gez. Munstermann Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 27.05.2025. |
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