North Sea OFW N-9.4 GmbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Roman Wenger seit 22.1.2024 | Prokura |
Helmut Zimmermann-Leroy seit 22.1.2024 | Geschäftsführer |
Klaus Schröter seit 22.1.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TotalEnergies Holdings Deutschland GmbHBerlinKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die TotalEnergies Holdings Deutschland GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der TotalEnergies Holdings Deutschland GmbH, Berlin, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der TotalEnergies Holdings Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung feststellen.
Berlin, 16. August 2022 Ernst
& Young GmbH
Bilz, Wirtschaftsprüfer Pfeiffer, Wirtschaftsprüfer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2021
Konzern-Kapitalflussrechnung für 2021
Entwicklung des Konzerneigenkapitals für 2021
Konzernanhang für 2021ALLGEMEINE HINWEISE Die Muttergesellschaft TOTAL Mineraloel und Chemie GmbH wurde in TotalEnergies Holdings Deutschland GmbH umfirmiert. Die Umbenennung wurde im September 2021 im Handelsregister eingetragen. Die TotalEnergies Holdings Deutschland GmbH, Berlin, (THD) hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften für Kapitalgesellschaften sowie nach den Vorschriften des GmbHG und des DMBilG aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Sitz der Muttergesellschaft TotalEnergies Holdings Deutschland GmbH ist Berlin. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 80333 im Register des Amtsgerichts Charlottenburg eingetragen. KONSOLIDIERUNGSKREIS Neben der THD sind 11 inländische Tochterunternehmen im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Der Konsolidierungskreis verringerte sich 2021 um ein Tochterunternehmen. Ein Tochterunternehmen wurde gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da diese Gesellschaft für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowohl einzeln als auch insgesamt nur von untergeordneter Bedeutung ist. Eine Beteiligung an assoziierten Unternehmen wird nach der Equity-Methode bewertet. 8 Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden gemäß § 311 Abs. 2 HGB nicht nach der Equity-Methode bewertet, da die Gesellschaften für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE Der Konzernabschluss sowie die Einzelabschlüsse sämtlicher in den Konzernabschluss einbezogener Unternehmen wurden einheitlich auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens aufgestellt. Die Konzerngesellschaften wurden mit ihrem für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 für Konsolidierungszwecke erstellten Abschluss in den Konzernabschluss einbezogen. Die Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie die Erträge und Aufwendungen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind mit den in den entsprechenden Einzelabschlüssen ausgewiesenen Werten nach den notwendigen Anpassungen in den Konzernabschluss übernommen worden. Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die vor dem 1. Januar 2010 erstmals konsolidiert wurden, erfolgt nach der Buchwertmethode. Für solche Unternehmen, die aufgrund eines Erwerbs nach dem 1. Januar 2010 konsolidiert wurden, erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Erwerbsmethode. Grundsätzlich wurde die Verrechnung des gezeichneten Kapitals gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB vorgenommen (Neubewertungsmethode). Das Eigenkapital wurde dementsprechend mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Nach Zuordnung aufgedeckter stiller Reserven auf entsprechende Vermögensgegenstände werden verbleibende aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung gemäß § 309 Abs. 1 Satz 3 HGB a. F. i. V. m. Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB über 15 Jahre abgeschrieben. Die Nutzungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwerts resultiert aus der Fortführung der bisherigen bilanziellen Behandlung vor BilMoG. Auf der Passivseite auszuweisende Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden ergebniswirksam aufgelöst, soweit eine zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile erwartete ungünstige Entwicklung der künftigen Ertragslage des Unternehmens eingetreten ist oder zu diesem Zeitpunkt erwartete Aufwendungen zu berücksichtigen sind. Die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital werden gem. § 307 HGB innerhalb des Eigenkapitals unter der Bezeichnung "Ausgleichsposten für Anteile in Fremdbesitz" ausgewiesen. In diesen Ausgleichsposten werden auch die Beträge einbezogen, die aufgrund der Neubewertungsmethode dem Anteil der anderen Gesellschafter am Eigenkapital entsprechen. Den anderen Gesellschaftern zustehenden Anteile am Jahresüberschuss werden in einem gesonderten Posten unterhalb des Konzernjahresüberschusses ausgewiesen. Die Beteiligungen an den assoziierten Unternehmen werden in der Konzernbilanz gemäß § 312 Abs. 1 Satz 1 HGB mit dem Buchwert angesetzt. Die der Bewertung zugrunde liegenden Bilanzen der assoziierten Unternehmen wurden von diesen mit denselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie der Konzernabschluss aufgestellt. Der Wertansatz der Beteiligungen wurde auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt des Erwerbs ermittelt und gemäß § 312 Abs. 4 HGB in den Folgejahren fortgeschrieben. Ausleihungen und andere Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind gegeneinander verrechnet. In den Konzernabschluss zu übernehmende Vermögensgegenstände, die ganz oder teilweise auf Lieferungen zwischen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beruhen, wurden gemäß § 304 Abs. 1 HGB mit den Werten in der Konzernbilanz angesetzt, die sich nach der Eliminierung von Zwischengewinnen ergeben. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind Erlöse und sonstige Erträge aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden. Konzerninterne Ergebnisse aus Lieferungen und Leistungen mit assoziierten Unternehmen werden wegen geringer Bedeutung nicht eliminiert. Passive latente Steuern werden für zeitliche Bewertungsunterschiede in den Einzelabschlüssen, zeitliche Differenzen aus der Anpassung der Einzelabschlüsse an konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze und ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge gebildet. Aktive latente Steuern werden auf zeitliche Differenzen aus der Anpassung der Einzelabschlüsse an konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze und ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge gebildet. Für Unterschiede zwischen der Steuerbilanz und der Handelsbilanz I werden gemäß dem Wahlrecht in § 274 in Verbindung mit § 298 Abs. 1 HGB keine aktiven latenten Steuern gebildet. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Dabei werden immaterielle Vermögensgegenstände über einen Zeitraum von 3 bis 15 Jahren linear abgeschrieben. Die Abschreibungen werden bei Gebäuden wie auch beim beweglichen Anlagevermögen überwiegend linear auf Basis der Nutzungsdauer vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, sofern diese erforderlich sind. Die Nutzungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwerts resultierte aus der Fortführung der bisherigen bilanziellen Behandlung vor BilMoG. Bei neu erworbenen und zu konsolidierenden Unternehmen werden sämtliche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im Rahmen einer Kaufpreisallokation neu bewertet. Ein entstandener Goodwill wird aktiviert und nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Ein passivischer Unterschiedsbetrag wird auf der Passivseite gezeigt. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt, sofern keine außerplanmäßigen Abschreibungen erforderlich sind. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden im Konzernabschluss gemäß § 312 Abs. 1 Satz 1 HGB mit dem Buchwert angesetzt. Der Wertansatz der Beteiligungen wird auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt des Erwerbs ermittelt und gemäß § 312 Abs. 4 HGB in den Folgejahren fortgeschrieben. Die Zugänge bei Beteiligungen an assoziierten Unternehmen enthalten neben erworbenen Anteilen Einlagen und anteilige Jahresüberschüsse. Unter den Abgängen sind anteilige Jahresfehlbeträge sowie Dividendenausschüttungen und veräußerte Anteile erfasst. Die Vorräte werden zu Konzernanschaffungs- bzw. Konzernherstellungskosten oder zu niedrigeren Marktwerten angesetzt. Rohstoffe werden unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Mineralölprodukte werden nach der LIFO-Methode unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus langen Lagerreichweiten oder verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch Wertminderungen berücksichtigt. CO 2 -Zertifikate werden mit dem gewogenen Durchschnitt bewertet. Bei der Rückstellung für die Abgabe von Emissionsberechtigungen wurden die Grundsätze für die Bewertung von Sachleistungsverpflichtungen berücksichtigt. Der Wertansatz entspricht den für das Geschäftsjahr zur Verfügung stehenden Emissionsberechtigungen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert ausgewiesen. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Zwischen der Konzerngesellschaft TotalEnergies Marketing Deutschland GmbH, Berlin, (TMD) und der TotalEnergies Treasury Belgium S.A:, Brüssel, Belgien, (TTB) besteht seit 2013 eine Vereinbarung zur Abtretung von Forderungen, welche die TMD gegen Kunden aus dem Raffinagebereich hat. Diese dient der Optimierung des konzernweiten Forderungsmanagements, insbesondere für Großkunden, die mit mehreren Gruppengesellschaften Geschäftsbeziehungen unterhalten. Die Veräußerung der Forderung wird mit Entstehung der Forderung wirksam. Die an den Factor (TTB) veräußerten Forderungen werden neben den noch nicht abgerufenen Kaufpreisanteilen als Forderung gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen. Durch den Verkauf der Forderungen ist das Delkredererisiko auf den Factor übergegangen. Im Rahmen der weiteren Verbesserung der Finanz- und Fälligkeitsstruktur erfolgte am 19. Dezember 2014 der Abschluss eines zweiten Forderungsverkaufsprogramms zwischen der TMD, TotalEnergies Wärme&Kraftstoff GmbH, Duisburg, (TWK) und einem externen Factor zur Abtretung von Forderungen aus dem Bereich Marketing. Diese Vereinbarung wurde auch in 2021 fortgeführt. Das Programm hat ein Gesamtvolumen von MEUR 235,0 und wurde Ende 2021 mit MEUR 186,9 ausgenutzt. Für beide Factoringprogramme sind in 2021 Kosten in Höhe von insgesamt TEUR 9.114 angefallen.Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Auf der Passivseite werden Rechnungsabgrenzungsposten für Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Pensionsverpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method, kurz PUC-Verfahren) unter Verwendung der modifizierten "Heubeck-Richttafeln 2005 G" ermittelt. Diese Richttafeln sind als Generationentafeln konzipiert, bei denen die biometrischen Rechnungsgrundlagen nicht nur vom Geschlecht und Alter, sondern auch vom Geburtenjahrgang abhängen. Da das Unternehmen die Richttafeln "RT 2005 G" für zurückliegende Abschlussstichtage bereits individuell modifiziert und somit bereits aktuellere Schätzwerte berücksichtigt hat, ergeben sich keine wesentlichen Unterschiede zu den Richttafeln "RT 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten 10 Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,87 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,00 % und erwartete Rentensteigerungen in Höhe von 1,5 % je nach Versorgungsordnung berücksichtigt. Für den Unterschiedsbetrag zwischen den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen mit siebenjähriger und mit zehnjähriger Durchschnittsbildung besteht eine Ausschüttungssperre. Die Steuerrückstellungen werden auf Basis des erzielten Jahresüberschusses ermittelt, bereits getätigte Vorauszahlungen werden hierbei berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet und sind entsprechend der Vorschriften nach BilMoG zu dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. In der Gewinn- und Verlustrechnung sind die Energiesteuer und die BEHG CO 2 Abgabe in den Umsatzerlösen und im Materialaufwand enthalten. Forderungen und Guthaben sowie Verbindlichkeiten in Fremdwährung und Valutabestände werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs bewertet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Hs. 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 S. 1 HGB) beachtet. Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung: Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit dem Unternehmenssteuersatz zum Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Aktive und passive Steuerlatenzen werden unsaldiert ausgewiesen. Die Aktivierung latenter Steuern, die aus den Unterschieden zwischen Handelsrecht und Steuerrecht in den Jahresabschlüssen der konsolidierten Unternehmen resultieren, unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt. Im Geschäftsjahr erfolgten keine außerplanmäßigen Abschreibungen. (Vorjahr: TEUR 29.000). Es erfolgten wie im Vorjahr keine Zuschreibungen im Anlagevermögen. In die Anschaffungs- und Herstellungskosten des Anlagevermögens im Zusammenhang mit dem Bau der Raffinerie wurden Fremdkapitalzinsen von ursprünglich insgesamt TEUR 89.367 einbezogen. Vorräte Der Unterschiedsbetrag zu den Börsen- und Marktpreisen zum Bilanzstichtag beträgt TEUR 439. Dieser Unterschied resultiert aus der Anwendung der LIFO-Methode. Betroffen sind alle Mineralölprodukte sowie Rohöl. Emissionsberechtigungen Mit Bescheiden des Umweltbundesamtes vom 20. und 21. Februar 2008 sowie Änderungsbescheid aufgrund von Kapazitätserweiterungen der TOTAL Raffinerie Mitteldeutschland GmbH vom 18. und 24. Februar 2010 wurden den vollkonsolidierten Tochterunternehmen TOTAL Bitumen Deutschland GmbH, Brunsbüttel, und TOTAL Raffinerie Mitteldeutschland GmbH, Leuna, nach den Vorschriften des Treibhausgas- Emissionshandelsgesetzes (TEHG) für die Zuteilungsperiode 2013 bis 2021 insgesamt 18.895.848 Emissionsberechtigungen für den Betrieb der Destillen und Nebenanlagen sowie für den Betrieb der Mineralölraffinerie und des Raffineriekraftwerks zugeteilt. Die Zuteilungsmenge für das Kalenderjahr 2021 beträgt 1.886.827 Emissionsberechtigungen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten langfristige Forderungen aus Schmierstoffdarlehen in Höhe von TEUR 3.927,3 (Vorjahr TEUR 5.388,7). Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen nicht (Vorjahr TEUR 0). Im Jahr 2021 wurde das Factoring für die Profitcenter Marketing und Raffinage weitergeführt. Der Liquiditätserlös aus dem Profitcenter Raffinage wird in der Position "Forderungen gegen verbundene Unternehmen bis ein Jahr" ausgewiesen. Der Liquiditätserlös aus dem Profitcenter Marketing wird in der Position "Bankguthaben und Kassenbestand" ausgewiesen. Es bestehen keine Forderungen gegen den Gesellschafter. Flüssige Mittel In den flüssigen Mitteln sind in Höhe von TEUR 12.417 erhaltene Barkautionen enthalten, die dem Unternehmen nicht zur Verfügung stehen. Latente Steuern Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern wurden für eliminierte Zwischengewinne sowie die Anpassung an die konzerneinheitliche Bewertung gemäß § 306 HGB gebildet. Die aktiven latenten Steuern auf Konzernebene (TEUR 1.707) betreffen hauptsächlich die Eliminierung des Sonderverlustkontos (Basissatz 30,7 %). Das Sonderverlustkonto beinhaltet den Verbrauch der Rückstellungen für Altlastensanierungen. Die passiven latenten Steuern auf Konzernebene (TEUR 11.267) resultieren im Wesentlichen aus den Beteiligungsansätzen. Auf Einzelabschlussebene werden die aktiven und passiven latenten Steuern nach § 274 HGB saldiert. Wenn ein aktiver Überhang von latenten Steuern besteht, wird von der Ausübung des Ansatzwahlrechts nach § 274 HGB kein Gebrauch gemacht. Die folgende Darstellung der latenten Steuern betrifft die Firmen, die im Organkreis der TMD und der THD enthalten sind. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 30,7 % bzw. 26,2 % zu Grunde gelegt, ausländische Tochtergesellschaften werden nicht mit einbezogen.
Entwicklung latenter Steuern Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt
Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung Nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB wurden Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von MEUR 12,8 (Vorjahr MEUR 9,9) mit den Rückstellungen zur Altersteilzeit und Langzeitarbeitskonten verrechnet. Der beizulegende Zeitwert übersteigt den Betrag dieser Verpflichtungen um TEUR 727 (Vorjahr TEUR 190). Eigenkapital Mit Gesellschafterbeschluss vom 11. Juni 2021 wurde eine Ausschüttung des Bilanzgewinns der TotalEnergies Marketing Deutschland GmbH, Berlin, (TMD) an die Gesellschafter beschlossen. TEUR 4.918 wurden an die Minderheitsgesellschafter ausgeschüttet. Mit Gesellschafterbeschluss vom 31. Mai 2021 wurde eine Ausschüttung in Höhe von TEUR 109.184 aus dem Bilanzgewinn der Konzerngesellschaft THD beschlossen. Die Zahlung erfolgte im Juni 2021. Die Kapitalrücklage setzt sich aus Rücklage der Muttergesellschaft in Höhe von TEUR 1.295.468 (Vorjahr TEUR 1.295.468) sowie dem verrechneten Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von TEUR 35.953 zusammen. Die Gewinnrücklage ist in Höhe von TEUR 71.118 in 2003 aus der Auflösung und erfolgsneutralen Umgliederung von steuerlich bedingten Sonderposten mit Rücklageanteil gem. Art. 54 EGHGB entstanden. Ausgleichsposten für Investitionszulagen zum Anlagevermögen Der Ausgleichsposten für Investitionszulagen wurde entsprechend dem Abschreibungsverlauf der begünstigten Wirtschaftsgüter aufgelöst. Die Auflösung betrug im Geschäftsjahr TEUR 227 (Vorjahr TEUR 603). Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Sachanlagevermögen Die Investitionszuschüsse werden entsprechend dem Abschreibungsverlauf der bezuschussten Wirtschaftsgüter aufgelöst. Im Geschäftsjahr ergab sich eine erfolgswirksame Auflösung von TEUR 1.291 (Vorjahr TEUR 1.291). Pensionsrückstellungen Im Geschäftsjahr 2007 wurden Pensionsverpflichtungen für Pensionäre/Rentner von Konzerngesellschaften auf einen externen Pensionsfonds übertragen. Der verbleibende Rückstellungsbetrag in Höhe von TEUR 77.963 betrifft im Wesentlichen unverfallbar ausgeschiedene Pensionsberechtigte. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 6.264 und unterliegt einer Ausschüttungssperre. Aufgrund der frei verfügbaren Kapitalrücklagen ist der ausschüttungsgesperrte Betrag abgedeckt. Steuerrückstellungen In den Steuerrückstellungen sind Ertragsteuern i. H. v. TEUR 58.938 (Vorjahr TEUR 57.011) und sonstige Steuern, insbesondere für die Energiesteuer, enthalten. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ausstehende Lieferantenrechnungen, für Sanierung, für Abbruchkosten, für Personalaufwendungen sowie für Risiken aus schwebenden Gerichtsverfahren und bestehenden Verträgen gebildet. Mit den langfristigen Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen und Langzeitarbeitskonten wurden Wertpapiere im Umfang von MEUR 9,3 verrechnet. Der aktive Unterschiedsbetrag, der aus der Saldierung nach § 298 Abs. 1 i.V. m. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i. S.d. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB) resultiert, beträgt in 2021 TEUR 727 (Vorjahr TEUR 190). Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Wertpapiere mit einem Anschaffungswert von TEUR 13.437 (Vorjahr TEUR 10.068). Der beizulegende Zeitwert der Wertpapiere liegt zum 31. Dezember 2021 bei TEUR 13.291 (Vorjahr TEUR 10.639). Die Altersteilzeitverpflichtungen haben zum Stichtag eine Höhe von TEUR 13.494 (Vorjahr TEUR 10.558). Verbindlichkeitsspiegel
Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert und enthalten keine Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse beinhalten MEUR 3.232 Energiesteuer (Vorjahr MEUR 3.479) und MEUR 530 (Vorjahr MEUR 0) BEHG CO 2 Abgabe. Personalaufwand Der Personalaufwand hat sich auf TEUR 184.305 erhöht (Vorjahr TEUR 175.559), was hauptsächlich aus den gestiegenen Aufwendungen für Löhne und Gehältern und sozialen Verpflichtungen resultiert. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von MEUR 16,9 (Vorjahr: MEUR 17,0) enthalten. Die Position beinhaltet hauptsächlich Erstattungen von Strom- und Energiesteuern für 2020. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von MEUR 19,6 (Vorjahr MEUR 16,3) enthalten, hauptsächlich durch die Zahlung der Stromsteuer für 2020. Latente Steuern In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 160 enthalten. Latente Steuern wurden im Geschäftsjahr aufgrund der bestehenden Organschaftsverhältnisse mit einem Steuersatz von 26,2 % bzw. 30,7 % berechnet. SONSTIGE ANGABEN Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Es gibt keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu marktunüblichen Bedingungen. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag wurden Sicherheiten in Höhe von MEUR 38,9 gegeben. Das Risiko einer Inanspruchnahme der Sicherheiten und Bürgschaften wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der betreffenden Tochtergesellschaften als gering eingeschätzt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten vor allem langfristige Pachtverträge für Betriebsmittel und Produktionsanlagen sowie finanzielle Verpflichtungen aus abgeschlossenen Verträgen über die Versorgung der Raffinerie mit Erdgas, Stickstoff, Sauerstoff und Wasserstoff. Es besteht ein Vertrag mit der Mineralölverbundleitung GmbH, Schwedt (MVL) zur Pipelineversorgung. Mit diesen langfristigen Verträgen soll die Versorgung der Raffinerie mit Strom und allen benötigten Rohstoffen gesichert und Produktionsausfallrisiken gemindert werden. Sonstige Risiken aus den genannten Verträgen sind derzeit nicht bekannt. Die sonstigen vertraglichen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
Weiterhin bestehen zum Bilanzstichtag folgende Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverhältnissen:
In den Mietverpflichtungen sind Verpflichtungen für Bürogebäude und Stellflächen enthalten. Die restlichen Verpflichtungen betreffen hauptsächlich Tankstellenmieten, um damit langfristig Standorte und günstige Mietbedingungen zu sichern. Sollten sich die Wirtschaftsbedingungen in den nächsten Jahren stark ändern, resultieren aus diesen langfristigen Bindungen auch finanzielle Risiken. Das Bestellobligo für Investitionen liegt im industrieüblichen Rahmen. Zwischen den Konzerngesellschaften TotalEnergies Holdings GmbH, Berlin, TotalEnergies Marketing Deutschland GmbH, Berlin, TotalEnergies Wärme&Kraftstoff Deutschland GmbH, Duisburg und BOU Verwaltungs GmbH, Berlin, auf der einen und der Allianz Pensionsfonds AG, Stuttgart, auf der anderen Seite sind mit Vereinbarung vom 20. Dezember 2007 die laufenden Rentenverpflichtungen aus den Direktzusagen dieser Gesellschaften auf die Allianz Pensionsfonds AG übertragen worden. Aus dieser Vereinbarung besteht in dem Fall, dass die vorhandenen Mittel der Gesellschaften in Summe nicht ausreichen, eine Nachschusspflicht der Gesellschaften für den Anteil der Unterdeckung. Zudem besteht eine Nachschusspflicht, wenn die vorhandenen Mittel 50 % der für die Versorgungsverpflichtungen der Gesellschaften notwendigen Mittel unterschreiten oder die Gesellschaften die Unterdeckung durch einen arbeitgeberbedingten Anlass verursacht haben. Bei Ausbleiben einer Nachschusszahlung nach Ablauf einer Frist von vier Wochen werden die Versorgungsverhältnisse unverzüglich auf eine versicherungsförmige Absicherung umgestellt. In diesem Fall haftet die jeweilige Gesellschaft gegenüber den Versorgungsberechtigten für hieraus eventuell resultierende Leistungskürzungen. Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung von Preisrisiken schließen die Konzerngesellschaft TMD und TBD über die TotalEnergies Trading S.A., Genf/Schweiz, Hedgingverträge an der International Petroleum Exchange in London ab. Da die Gesellschaft ihre Produkte zum Monatsdurchschnittspreis bezieht, entstehen die Preisrisiken insbesondere bei Einlagerungen über das Monatsende oder durch Festpreisverkäufe an Kunden. Die Hedgingaktivitäten dienen ausschließlich der Sicherung der physischen Geschäfte. Eine spekulative Anlage wird nicht betrieben, so dass alle Positionen vor der Fälligkeit glattgestellt werden. Je nach Einzelfall bedient sich die Gesellschaft dabei standardisierter Gasoil Futures oder individualisierter Swaps im "Over The Counter" Handel. Negativen beizulegenden Zeitwerten wurde durch Bildung einer Drohverlustrückstellung Rechnung getragen. Dem negativen beilzulegenden Zeitwert wurde durch Bildung einer Drohverlustrückstellung in Höhe von TEUR 328 Rechnung getragen. Bewertungseinheiten Für die Absicherung von Kursrisiken führen die TMD und die TBD für USD Forderungen und Verbindlichkeiten Devisentermingeschäfte mit TotalEnergies Treasury durch. Zum Bilanzstichtag haben diese Gesellschaften Devisenterminzukäufe in Höhe von TUSD 539.608 und Devisenterminverkäufe in Höhe von TUSD 55.763 abgeschlossen. Der anhand der Mark-to-market Methode ermittelte Zeitwert der Kaufgeschäfte beträgt zum Stichtag TEUR 476.433 der Zeitwert der Verkaufsgeschäfte beläuft sich auf TEUR 49.234. Folgende Bewertungseinheiten wurden gebildet:
Die gegenläufigen Zahlungsströme von Grund- und Sicherungsgeschäft gleichen sich im Sicherungszeitraum Januar 2022 - Februar 2022 im Wesentlichen aus. Dies wird erreicht, in dem zeitnah nach Entstehung des Grundgeschäftes in gleicher Höhe und für den gleichen Zeitraum Devisentermingeschäfte in USD zur Sicherung der Wechselkursänderungen abgeschlossen werden. Angaben zur Kapitalflussrechnung Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, d. h. Kassenbestände, und Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie innerhalb von drei Monaten ohne nennenswerte Wertschwankungen verfügbar sind. Im Geschäftsjahr wurden MEUR 1,5 Zinsen gezahlt. Von Konzerngesellschaften wurden TEUR 47.579 an Ertragsteuerzahlungen geleistet. Auf Minderheitsgesellschafter entfallen von den Auszahlungen an Gesellschafter TEUR 4.918. Angaben zum Konzerneigenkapitalspiegel Das erwirtschaftete Konzerneigenkapital beträgt im Geschäftsjahr TEUR -99.483 (Vorjahr TEUR 131.673). Geschäftsführung der Muttergesellschaft Geschäftsführer der Muttergesellschaft waren im Geschäftsjahr 2021:
Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2021 wird in analoger Anwendung von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Nach Segmenten ergibt sich folgende Aufteilung:
Honorar des Konzernabschlussprüfers Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Konzernabschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 820. Weiterhin wurden keine anderen Bestätigungsleistungen erbracht. Anteilsbesitz des Konzerns Die Angaben gemäß § 313 Abs. 2 HGB werden gesondert in einer Aufstellung des Anteilbesitzes gemacht. Erleichterungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB Die nachfolgend aufgeführten Tochtergesellschaften, die in den Konzernabschluss der THD einbezogen werden, nehmen die Erleichterungsvorschriften gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch:
Nachtragsbericht Insbesondere das Thema Ukraine Russland Krieg wird ausführlich im Lagebericht behandelt. Daher wird hier für nähere Informationen auf den Lagebericht verwiesen, wo wir unter "Chancen und Risiken" sowie im "Prognosebericht" näher eingehen. Weitere Ereignisse mit wesentlichen Einflüssen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft sind nach dem Abschlussstichtag nicht zu verzeichnen.
Berlin, 30. Juni 2022 TotalEnergies Holdings Deutschland GmbH gez. Christian Cabrol gez. Thomas Behrends Entwicklung des Anlagevermögens 2021
Aufstellung des Anteilsbesitzes per 31.12.2021
KONZERNLAGEBERICHT Geschäftsjahr 2021Inhaltsverzeichnis1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen 1.1. Geschäftsmodell 1.2. Gesamtwirtschaftliches und politisches Umfeld 1.3. Lage am Mineralölmarkt 2021 1.3.1. Rohöllieferungen 1.3.2. Deutsche Ölrechnung und Preisentwicklung 1.3.3. Verbrauch 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Leistungsindikatoren 2.2. Ergebnis und Geschäftsverlauf 2.3. Ergebnis nach Steuern 2.4. Neutrales Ergebnis 2.5. Finanz- und Beteiligungsergebnis 2.6. Cashflow-Rechnung 2.7. Vermögens- und Kapitalstruktur 2.8. Gesetzliche Anforderungen 3. Lage der Geschäftsbereiche 3.1. Raffinerie 3.2. Marketing 3.2.1. Tankstellen 3.2.2. Handels- und Verbrauchergeschäft 3.2.3. Spezialitäten 3.3. Gesamtaussage 4. Forschungs- und Entwicklungsarbeiten 5. Chancen- und Risikobericht 5.1. Steuerungs- und Kontrollsysteme 5.1.1. Managementsysteme 5.1.2. Risikomanagement 5.1.3. Einsatz von Finanzinstrumenten 5.2. Chancen und Risiken der Geschäftsbereiche 6. Prognosebericht 6.1. Prognosen der Geschäftsbereiche 6.2. Zusammenfassung 1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen 1.1. Geschäftsmodell TotalEnergies Holdings Deutschland GmbH (THD) ist ein Teilkonzern des weltweit agierenden TotalEnergies Konzerns ("Company"), der Energie produziert und vermarktet. Die Arbeit der THD teilt sich in die zwei Geschäftsbereiche Raffinage und Marketing auf. Zu dem Bereich Raffinage gehört die TotalEnergies Raffinerie Mitteldeutschland GmbH (TRM) in Leuna. Der Bereich Marketing beinhaltet die Geschäftsfelder Tankstellen, Handels- und Verbrauchergeschäft, Neue Energien sowie Spezialitäten und beschränkt sich im Wesentlichen auf die Aktivitäten der Gesellschaften TotalEnergies Marketing Deutschland GmbH (TMD), TotalEnergies Wärme&Kraftstsoff GmbH (TWK), TotalEnergies Bitumen Deutschland GmbH (TBD), Mineralölwerk Osnabrück GmbH (MWO) und PitPoint.DE GmbH. 1.2. Gesamtwirtschaftliches und politisches Umfeld Die konjunkturelle Entwicklung war auch im Jahr 2021 stark abhängig vom Corona-Infektionsgeschehen und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen. Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Vorjahr erholen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahresdurchschnitt 2021 um 2,7 % höher als im Vorjahr (-5,0%). 1 1.3. Lage am Mineralölmarkt 2021 1.3.1. Rohöllieferungen Im Vergleich zum Jahr 2020 sanken die Rohöleinfuhren nach Deutschland um 1,6 % von 82,7 auf 81,4 Mio. Tonnen. 2. 1.3.2. Deutsche Ölrechnung und Preisentwicklung Die deutsche Rohölrechnung von Januar bis Dezember fiel mit 35,5 Milliarden Euro um 12,5 Milliarden Euro höher aus als 2020. Der Grenzübergangspreis lag für die Tonne Importrohöl aktuell mit 436,21 Euro (vorher 278,38 Euro) im Schnitt um 56,7 % höher. 3 Die Ölpreise und der Euro-/US-Dollar-Devisenkurs entwickelten sich 2021 mit erheblichen kurzfristigen Schwankungen. Im Jahr 2021 zeigte sich eine eindeutige Tendenz der Ölpreise nach oben. Die Preise stiegen im Laufe des Jahres kontinuierlich und erreichten Ende Oktober ein Hoch mit knapp 86 US-Dollar je Barrel. Sie sanken danach bis auf rund 70 US-Dollar je Barrel Anfang Dezember. Die Preise erholten sich anschließend und erreichten knapp 79 US-Dollar je Barrel Ende 2021. Diese steigende Tendenz ist Anfang 2022 weiterhin zu beobachten.
1
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/01/PD22_020_811.html
Der Euro-Kurs sank im Laufe des 1. Quartals bis auf 1,1725 US-Dollar Ende März. Er erholte sich im April und erreichte im Mai 1,2264 US-Dollar. Danach sank der Kurs kontinuierlich und erreichte im November ein Tief von 1,1206 US-Dollar. Der Kurs blieb im Dezember stabil und endete 2021 bei 1,1326 US-Dollar (Ende 2020: 1,2271). 4 1.3.3. Verbrauch Der Mineralölverbrauch in Deutschland ist 2021 mit 132,3 Mio. t SKE im Vergleich zum Vorjahr um 5,1 % gesunken. 5 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Leistungsindikatoren Nicht finanzieller Leistungsindikator: Im Bereich Sicherheit ist sowohl innerhalb der TotalEnergies Company als auch bei den Wettbewerbern in der Mineralölbranche der sogenannte TRIR ("Total recordable injury rate") die Schlüsselkennziffer. Der TRIR errechnet sich aus der Gesamtzahl der "meldepflichtigen" Unfälle dividiert durch die insgesamt geleisteten Arbeitsstunden und dann multipliziert mit einer Million. Erfasst werden dabei sowohl Unfälle von TotalEnergies-Mitarbeitern und auch von Mitarbeitern von Kontraktoren (sofern diese jährlich mehr als 100 Stunden im Auftrag der TotalEnergies-Company tätig sind). Der TRIR wird getrennt ermittelt für den Bereich Marketing und für die Raffinerie. Weiter wird der Konzern über die folgenden finanziellen Leistungsindikatoren gesteuert: Das operative Ergebnis bedeutet hier das Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Der CMO (Capitaux mis en Œuvre bzw. eingesetztes Kapital) gehört mit dem operativen Ergebnis zu den Hauptindikatoren zur Rentabilitätsmessung, die in der TotalEnergies-Company verwendet und nach IFRS ermittelt werden. Der CMO misst, wie viel Kapital im Unternehmen für die Erwirtschaftung des operativen Gewinnes eingesetzt wird und berechnet sich wie folgt:
Das im CMO enthaltene Working Capital bzw. Netto-Umlaufvermögen ist dabei der Teil des Umlaufvermögens, der nicht zur Deckung kurzfristiger Verbindlichkeiten gebunden ist, sondern aktiv im Unternehmen im Produktions- und/oder Beschaffungsprozess "arbeiten" kann. Das Working Capital stellt gleichzeitig den langfristig finanzierten Teil des Umlaufvermögens dar. Die Ermittlung und Steuerung über den CMO erfolgt getrennt für Marketing und die Raffinerie.
4 https://www.ag-energiebilanzen.de
2.2. Ergebnis und Geschäftsverlauf THD wies im Geschäftsjahr 2021 einen Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von MEUR -93,2 vor Minderheitenbeteiligungen aus (Vj. MEUR 137,7). Ursprünglich wurde für das Geschäftsjahr 2021 insgesamt von einem positiven, aber geringeren operativen Konzernergebnis im Vergleich zum Vorjahr (Vj. MEUR 207,0) ausgegangen. Der Umsatz des Geschäftsjahres betrug MEUR 13.992 (Vj.12.414) und weicht damit deutlich von der ursprünglichen Planung ab. 2.3. Ergebnis nach Steuern Die Darstellung der Ertragslage ist der nachfolgenden Übersicht zu entnehmen:
Im Geschäftsjahr 2021 wurde ein Konzernumsatz inklusive Energiesteuer und BEHG CO 2 Abgabe von MEUR 13.991,7 (Vj. MEUR 12.414,1) erzielt, welcher auf die folgenden Sparten entfiel:
Zu den übrigen Umsatzerlösen gehören u. a. das Shopgeschäft (MEUR 708) und die BEHG CO 2 Abgabe (MEUR 530). Die Veränderung der gesamten Umsatzerlöse i. H. v. +12,7 % ist vor allem auf durch Preiseffekte gestiegene Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Mineralölprodukten zurückzuführen. Der Materialaufwand ist mit MEUR 13.006,5 (+14,7 % im Vergleich zum Vorjahr) gestiegen bedingt durch die höheren Aufwendungen für Mineralölprodukte (+ MEUR 1.700,8). Der Rohertrag, ermittelt aus der Gegenüberstellung der Umsatzerlöse, der Bestandsveränderung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und den Materialaufwendungen, beläuft sich auf MEUR 984,8. Dieser sinkt um MEUR 87,8 verglichen mit dem Rohertrag des Vorjahres (MEUR 1.072,6). Dies resultiert vor allem aus dem aufgrund von Preiseffekten überproportional gestiegenen Materialaufwand (+14,7%) im Vergleich zu 2020. Die sonstigen betrieblichen Erträge setzten sich größtenteils aus Erträgen aus dem Abgang von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen, aus periodenfremden Erträgen und aus Erträgen aus Auflösungen von Rückstellungen zusammen. Sie stiegen auf MEUR 71,2 (Vj. MEUR 57,8) hauptsächlich bedingt durch den gestiegenen Erlös aus dem Abgang von Sachanlagen MEUR 21,1 (Vj. MEUR 2,6), der hauptsächlich aus dem Verkauf des Grosstanklager-Ölhafen-Rostock GmbH resultierte. Der Personalaufwand stieg 2021 auf MEUR 184,3 (Vj. MEUR 175,6). Diese Entwicklung war auf gestiegene Löhne und Gehälter (+ MEUR 4,7) und gestiegene Sozialabgaben (+ MEUR 4,0. Die größten Posten beim sonstigen Betriebsaufwand sind Reparatur- und Instandhaltungskosten, Lager- und Umschlagskosten, Aufwand für Verkaufsprovisionen und Rechts- und Beratungskosten. Er stieg auf MEUR 799,4 (Vj. MEUR 643,5). Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen die gestiegenen Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen (+ MEUR 177,9), die aus dem geplanten Shutdown der Raffinerie resultierten. Das operative Ergebnis wird ermittelt aus der Gegenüberstellung der Umsatzerlöse und der Kosten. Es sank insgesamt auf MEUR -27,1 (Vj. MEUR 207,0) hauptsächlich bedingt durch den gestiegenen Materialaufwand und die geplanten Reparatur- und Instandhaltungskosten im Rahmen des Shutdown der Raffinerie. 2.4. Neutrales Ergebnis Das neutrale Ergebnis ist die Differenz zwischen den neutralen Erträgen und den neutralen Aufwendungen, die nicht im Rahmen der eigentlichen Betriebstätigkeit angefallen sind und ist der nachfolgenden Übersicht zu entnehmen:
Der Rückgang des neutralen Ergebnisses lag hauptsächlich an dem erhöhten Aufwand aus dem Abgang von Finanzanlagen (MEUR +31 im Vergleich zu 2020) bedingt durch den Verkauf von TEG. Gleichzeitig sind die Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen im Vergleich zum Vorjahr um 19 MEUR gestiegen, resultierend unter anderem aus dem Verkauf von Tanklager GÖR. 2.5. Finanz- und Beteiligungsergebnis Das Finanz- und Beteiligungsergebnis stieg von MEUR +0,2 auf MEUR +2,1. Die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr resultierte zum größten Teil aus den geringeren Zinsaufwendungen (MEUR -1,6). 2.6. Cashflow-Rechnung
Der Finanzmittelfonds der Company besteht aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Veränderung der innerhalb des französischen Mutterkonzerns angelegten liquiden Mittel wird innerhalb des Cashflows aus Investitionstätigkeit dargestellt. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit resultiert aus den Ein- und Auszahlungen, die durch die betriebliche Tätigkeit entstehen. Der Anstieg beruhte u. a. aus den gesunkenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (2021: MEUR 317; 2020: MEUR -242) und den verhältnismäßig weniger gesunkenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (2021: MEUR -97 MEUR; 2020: MEUR 159). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit wird vor allem durch die Veränderung der Finanzmittelanlagen im Rahmen der künftigen Finanzdisposition generiert. Hier werden die Finanzmittelüberschüsse in den Cash Pool der TotalEnergies Treasury eingelegt, die im Geschäftsjahr von MEUR 324,8 auf MEUR 0 stark gesunken sind. Zudem waren Netto-Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von MEUR 197,0 (Vj. MEUR 141) zu verzeichnen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit resultiert größtenteils aus Ausschüttungen/Dividenden an Unternehmenseigner von MEUR -114 in 2021 (2020 MEUR -263). Die Finanzierung des Konzerns erfolgt im Wesentlichen durch die TotalEnergies Company. Die verfügbare Liquidität des Konzerns spiegelt sich in den Forderungen aus Cash Pool, angelegt bei der TotalEnergies Treasury, wider (MEUR 664,8). 2.7. Vermögens- und Kapitalstruktur
Die Bilanzsumme des Konzerns THD stieg im Geschäftsjahr im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um MEUR 189,9 auf MEUR 3.063,3. Diese Veränderung resultierte hauptsächlich aus einem gestiegenen Umlaufvermögen und dort vor allem aus den gestiegenen Forderungen im Verbundbereich. Sachanlagevermögen Die Erhöhung des Sachanlagevermögens resultierte im Wesentlichen aus Netto-Zugängen in Höhe von MEUR 197,0, die hauptsächlich aus Investitionen in die Raffinerie stammten. Den Netto-Zugängen standen planmäßige Abschreibungen von MEUR 96,2 gegenüber. Vorräte Die Vorräte zum Stichtag sanken um MEUR 16,3 auf MEUR 271,7 und wurden im Wesentlichen nach der LIFO-Methode bewertet. Die Veränderung der LIFO-Reserve MEUR 391,3 auf MEUR 229,8 resultierte hauptsächlich aus dem Bestandsabbau vom Rohöl. Nicht-Rohöle und Nicht-Kraftstoffe wurden zum gleitenden Durchschnitt bewertet. Es ergab sich bei den CO 2 Zertifikaten eine Steigerung von MEUR +27,9 auf MEUR 30,2 in 2021; Nicht-Rohöle und Nicht-Kraftstoffe stiegen von MEUR 11,7 auf MEUR 12,3. Kurzfristige Forderungen Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen war per 31. Dezember 2021 ein Rückgang um MEUR 125,0 auf MEUR 366,6 zu verzeichnen bedingt durch Änderungen im Konsolidierungskreis. Die kurzfristigen Forderungen im Verbundbereich stiegen um MEUR 239,9 auf MEUR 1.064,0 aufgrund gestiegener Umsätze. Eigenkapital Die Eigenkapitalquote des Konzerns THD sank in 2021 von 44,2 % auf 34,7 %. Die Eigenkapitalrentabilität sank von 10,85 % im Vorjahr auf -8,77 % im Jahr 2021. Vorjahresergebnisausschüttungen an die Anteilseigner erfolgten in Höhe von MEUR 114,1. Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Im Geschäftsjahr 2007 wurden Pensionsverpflichtungen für Pensionäre/Rentner auf einen externen Pensionsfonds übertragen. 2021 erfolgte keine weitere Auslagerung. Die Rückstellungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um MEUR 6,3 auf MEUR 78,0 aufgrund sinkender Rechnungszinsen (1,87 %, Vj. 2,31 %). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betrugen 2021 MEUR 536,8 und sind im Vergleich zum Vorjahr um MEUR 48,1 gestiegen. Dies resultiert vor allem aus einer Erhöhung der kurzfristigen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen um MEUR 55,0. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen stiegen in 2021 um MEUR 8,4 auf MEUR 77,3. Die Veränderung war bedingt durch die erhöhten Rückstellungen für sonstige Steuern, die sich hauptsächlich aus Energiesteuerrisiken zusammensetzten. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten stiegen gegenüber dem Vorjahr um MEUR 336,1 auf MEUR 1.288,7, was im Wesentlichen auf preisbedingt gestiegene Verbindlichkeiten im Verbundbereich (MEUR +226,0) zurückzuführen ist. Ebenfalls sind die sonstigen Verbindlichkeiten (MEUR +86,9) aufgrund von höheren Energiesteuerverbindlichkeiten gestiegen. 2.8. Gesetzliche Anforderungen Im Jahr 2021 konnte TotalEnergies die gesetzlich geforderte Treibhausgasminderungs- Quote von -6 % erfüllen. Seit dem Januar 2021 mussten Inverkehrbringer von Brennstoffen (hierzu zählen Otto- und Dieselkraftstoffe, Heizöle, Flüssiggase und Erdgas) für die aus ihrer Verwendung entstehenden Emissionen Emissionszertifikate zukaufen. 3. Lage der Geschäftsbereiche 3.1. Raffinerie Die TRM betreibt in Leuna eine der modernsten Raffinerien in Europa. Seit ihrer Inbetriebnahme im November 1997 stieg die jährliche Rohölverarbeitung von anfangs knapp 9 Mio. t auf über 11 Mio. t. Die Raffinerie arbeitet auf höchstem Sicherheitsstandard. Jährlich werden für laufende Sicherheits- und Umweltschutzmaßnahmen sowie Anpassungen an die sich verändernden Marktbedingungen nötige und wichtige Investitionen getätigt. Das Jahresziel für den TRIR von max. 1,05 konnte mit einem Wert von 1,04 unterboten werden. Das operative Ergebnis der Raffinerie lag mit MEUR -112,0 (Vj. MEUR 54,5) deutlich unter der Prognose. Ursachen hierfür waren hauptsächlich der Stillstand der Raffinerie und die Auswirkungen der Corona Krise. Der CMC der TRM verschlechterte sich auf MEUR 409,0 (Vj. MEUR 298,6) und lag leicht unter der Prognose für 2021. Ein Schwerpunkt im Berichtsjahr war die Durchführung des geplanten Großstillstandes, einschließlich der im Rahmen der Abstellung sich bietenden Möglichkeit zur Einbindung bereits vorbereiteter Investitionsprojekte, um deren Realisierung voranzutreiben. Wegen des Stillstandes erreichte die verarbeitete Menge Rohöl 2021 7,8 Mio. t (Vj. 9,7 Mio. t) nicht das Vorjahresniveau. Die Umsatzerlöse der Raffinerie lagen im Berichtsjahr bei MEUR 5.245,1 (Vj. MEUR 4.264,5). Die Vermarktung der Produkte erfolgt fast ausschließlich durch die TMD und ihre Tochtergesellschaften. Dazu gehörten 3,0 Mio. t Diesel (Vj. 3,5 Mio. t), 1,7 Mio. t Ottokraftstoff (Vj. 2,1 Mio. t), 0,8 Mio. t Heizöl (HEL) (Vj. 1,4 Mio. t) und 266 kt Jet (Vj. 259 kt). Nach dem erfolgreich durchgeführten Großstillstand galt es 2021 die Anlagen zu stabilisieren und die erwarteten Verfügbarkeiten zu sichern, unter Einhaltung der Sicherheitsstandards und des vorgegebenen Kostenrahmens. Seit Jahresmitte allerdings waren wesentliche Preissteigerungen bei Energiekosten erkennbar. 3.2. Marketing Im Jahr 2021 ereignete sich 1 Unfall, so dass ein TRIR- Wert von 0,76 bei der Vorgabe von 1,0 erreicht wurde. Es wurden weiterhin umfangreiche neue Sicherheitsrichtlinien zur Verbesserung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes insbesondere in den Bereichen Tankstellen und Tanklager und für die Kontraktorenfirmen eingeführt und deren Anwendung und Umsetzung begleitet und kontrolliert. Im Bereich Marketing lag das operative Ergebnis mit MEUR 198,3 (Vj. MEUR 266,3) deutlich über der Prognose. Gute Margen aufgrund vorteilhafter Pricing Lage vor allem im Tankstellenbereich waren unter anderem hierfür verantwortlich. Der CMO verbesserte sich deutlich auf MEUR 216,5 gegenüber dem Vorjahr (MEUR 427,2) und unterbot die Prognose deutlich. 3.2.1. Tankstellen Die Tankstellenabsätze lagen auch im Jahr 2021 durch COVID-19 und den damit verbundenen Maßnahmen (Lockdown, Home-Office Pflicht) unter dem Niveau vor der Pandemie. Preisschwankungen bei den Verkaufspreisen für Benzin und Diesel führten zu positiven Margeneffekten. Das operative Ergebnis lag dadurch über den Prognosen. Erhebliche Zuwächse bei den Erträgen kamen neben dem Verkauf von Kraftstoffen auch aus dem NonFuel-Geschäft, welches in der strategischen Ausrichtung des Tankstellenbereiches ein wesentlicher Faktor ist. Das Tankkartengeschäft trug zur Begrenzung der Absatzverluste im Jahr 2021 bei. Neben der 2019 gestarteten Karten-Partnerschaft (Cross-Acceptance) mit Aral / BP konnten weitere Partner für die Akzeptanz von Flottenkarten akquiriert werden. Bei der Investitionspolitik lag der Schwerpunkt auf der TotalEnergies Marken-Umstellung, aber auch der Neubau und die Übernahme von Tankstellen standen weiter im Fokus der Aktivitäten. Der Ausbau alternativer Kraftstoffe spielte bei TotalEnergies in 2021 eine große Rolle. Das Angebot von AdBlue wurde weiter ausgebaut. TotalEnergies hat 250 (Vj. 234) Ad-Blue Standorte in Deutschland. Neben den Bereichen Wasserstoff und Gas, bestimmen zunehmend auch Elektromobilitäts-Projekte die Wachstumsstrategie des Unternehmens. 3.2.2. Handels- und Verbrauchergeschäft Das gesamte Marktumfeld des Handels - und Verbrauchergeschäftes ist sehr wettbewerbsintensiv und mittelständisch geprägt. Im Jahr 2021 ist das operative Ergebnis des Handels- und Verbrauchergeschäfts im Vergleich zu 2020 außergewöhnlich stark gesunken. Ursächlich für diese negative Entwicklung waren vor allem die hohen Füllstände im B2C Bereich resultierend aus dem Jahr 2020, welche eine reduzierte Nachfrage zur Folge hatten sowie die zusätzlichen Belastungen im Rahmen der BEHG Bestimmungen. 3.2.3. Spezialitäten Der Bereich Spezialitäten umfasst die Produkte Flugtreibstoffe, Schmierstoffe, Bitumen, Gase und Spezialprodukte (bis Ende 2021). Das operative Ergebnis des Bereichs Spezialitäten für 2021 lag über den Prognosen dank sehr guter Ergebnisse bei Bitumen. Es lag jedoch unter dem Vorjahresergebnis u. a. aufgrund von einer Versorgungskrise im Schmierstoffbereich, von Rebranding Kosten und von niedrigeren Margen bei der lokalen Luftfahrt. 3.3. Gesamtaussage Das Geschäftsjahr 2021 war einerseits durch die preisbedingten sehr guten Ergebnisse aus dem Marketingbereich und die andererseits hauptsächlich durch den geplanten Shutdown verursachten rückläufigen Ergebnisse im Raffineriebereich geprägt. Das angestrebte Konzernergebnis konnte in 2021 nicht realisiert werden. Der CMO für Marketing verbesserte sich deutlich gegenüber dem Vorjahr und der Prognose, wohingegen sich der CMO für die Raffinerie deutlich verschlechterte gegenüber Vorjahr und leicht unter der Prognose für 2021 lag. Die Sicherheitsziele des TRIRs wurden sowohl im Marketing als auch bei der Raffinerie erfolgreich erreicht. 4. Forschungs- und Entwicklungsarbeiten Forschungs- und Entwicklungsarbeiten werden auf Ebene der Konzernmutter TotalEnergies S.E. durchgeführt und sind in keinem der Geschäftsbereiche enthalten. 5. Chancen- und Risikobericht Die Geschäftsfelder von TotalEnergies sind einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Dabei sind jedoch für die TotalEnergies Konzern keine bestandsgefährdenden Risiken bereits eingetretener oder künftiger Entwicklungen ersichtlich. Zur Absicherung von erkennbaren Risiken wurde ein Business Continuity Management (BCM) und einem Desaster Recovery Plan (DRP) entwickelt. Die Company ist bestrebt, durch Akquisition zusätzlicher Kunden ihre Marktposition zu sichern bzw. auszubauen. 5.1. Steuerungs- und Kontrollsysteme Um Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und ihre möglichen Auswirkungen zu begrenzen, werden Steuerungs- und Kontrollsysteme eingesetzt, die der jeweiligen Größe und dem Geschäftsmodell der verschiedenen Bereiche entsprechen. 5.1.1. Managementsysteme Das integrierte Managementsystem (IMS) der Totalenergies Deutschland bestehend aus den Normen DIN ISO 9001:2015 Qualitätsmanagement, DIN ISO 14001:2015 Umweltmanagement, DIN EN ISO 50001:2011 Energiemanagement und DIN EN ISO 45001:2018 Arbeitssicherheitsmanagement wurde im externen Re-Zertifizierungsaudit 2021 bestätigt. Die Zertifikate für die TMD und die Tochtergesellschaften TBD und TWK wurden entsprechend erteilt. Das Integrierte Managementsystem der TRM wurde, in Übereinstimmung mit den Normen DIN EN ISO 9001:2015, DIN EN ISO 4001:2015, DIN EN ISO 50001:2018 und DIN ISO 45001:2018, im Jahr 2021 im Überwachungsaudit als normenkonform bewertet. Darüber hinaus wurde erfolgreich ein Gruppenaudit, mit dem Fokus auf Arbeits- und Gesundheitsschutz, Anlagensicherheit und Umweltmanagement absolviert. Die externe Überwachung der werkseigenen Produktionskontrolle zur vorgeschriebenen CE-Zertifizierung des von TRM produzierten Straßenbaubitumens erfolgte auch 2021 ohne Beanstandungen. Die Arbeitsgruppe Produktkonformität, zur Diskussion von Themen zur Produktqualität, wurde regelmäßig durchgeführt. Das Raffinerielabor hat erfolgreich die Akkreditierung des Labors nach DIN EN ISO/IEC 17025:2018 aufrechterhalten können. Zur nachhaltigen Reduzierung der CO 2 Emissionen, die in der kurzfristigen Planung fest verankert und für langfristige Planung bereits sehr genau definiert sind, wurde bereits im Vorjahr eine CO 2 -Roadmap erstellt und verabschiedet. 5.1.2. Risikomanagement Im Rahmen des Risikomanagements reagiert TotalEnergies regelmäßig auf die sich verändernde Risikolandschaft. Hierbei werden die Risiken der Gesellschaft in regelmäßigen Abständen systematisch analysiert, qualitativ bewertet und priorisiert. Außerdem wird dabei auf die möglichen Auswirkungen, die Eintrittswahrscheinlichkeiten und den Grad der Beherrschung eingegangen. Die möglichen Auswirkungen werden anhand von drei Kategorien bewertet
Risikomanagement bezeichnet alle Tätigkeiten, die darauf ausgerichtet sind, Risiken frühzeitig und systematisch zu erfassen, zu steuern und zu überwachen. Neben bereits vorhandenen Risiken sind damit durch das Risikomanagement auch geplante Maßnahmen und Entscheidungen zu betrachten, speziell im Hinblick auf durch diese möglicherweise verursachten zukünftigen Risiken. Der Begriff umfasst zudem die nachvollziehbare und regelmäßige Identifikation von neuen Risiken, deren Analyse und Bewertung, die Implementierung geeigneter Risikosteuerungsmaßnahmen und deren Kontrolle sowie die regelmäßige Berichterstattung und die fortlaufende Überwachung der Risiken. Die Ausgestaltung und kontinuierliche Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems bei der TotalEnergies erfolgt auf Grundlage der internen Unternehmensvorgaben (Risk Mapping Methodology, Governance Framework, Anweisungshandbuch zum Risikomanagement), sowie der externen Vorgaben des DIIR Revisionsstandards Nr. 2, der aus den gesetzlichen Anforderungen an ein Risikomanagementsystem in Deutschland abgeleitet ist. Grundsätzlich umfasst die Risikoidentifikation und -erfassung die methodische Ermittlung aller für die Aufgaben und Ziele relevanten Risiken. Eine Risikoinventur wird regelmäßig durchgeführt, um neue oder im Umfang wesentlich veränderte Risiken früh zu erkennen. Die Identifikation der Risiken erfolgt dabei dezentral durch die jeweiligen Fachbereiche im Rahmen des Risk Mapping Prozesses. Die Koordinierung, Umsetzung und Dokumentation erfolgten hingegen durch den Bereich Governance und interne Kontrollen. Es wird auf eine angemessene Strukturierung und Konsolidierung von Risiken konsistent abgezielt. Zudem werden Interdependenzen zwischen verschiedenen Risiken bei der Bewertung berücksichtigt (z. B. geht das Risiko von Image Schäden in der Öffentlichkeit / bei Stakeholdern mit dem Fraud-Risiko einher). Die Steuerungsmaßnahmen orientieren sich an der Risikostrategie und können die Risikovermeidung (Einstellung bzw. Unterlassung von Aktivitäten), Risikoübertragung (Lieferanten, Kunden, Kapitalmarkt, Versicherungen), Risikoreduktion (markt- oder prozessorientierte Maßnahmen) oder Risikoakzeptanz zum Ziel haben. Sie setzen bei den Risikoauswirkungen (Impact), bei der Eintrittswahrscheinlichkeit (frequency of occurance) oder bei beiden Größen an und sind darauf ausgerichtet, dass die Unternehmensziele erreicht werden und der Fortbestand nicht gefährdet wird. 5.1.3. Einsatz von Finanzinstrumenten Die Absicherung des Wechselkursrisikos im Tagesgeschäft für Transaktionen in US-Dollar erfolgt über den Zu- und Verkauf von Devisen auf Ziel oder Spot bei der TotalEnergies Trading S.A., Genf/Schweiz, oder durch Derivate, die bei der Bank gesichert werden. Weitere Finanzinstrumente, über die gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 1 HGB zu berichten wäre, werden nicht eingesetzt. 5.2. Chancen und Risiken der Geschäftsbereiche Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz haben im Konzernmanagement und bei den Mitarbeitern höchste Priorität. Das Risiko von Unfällen bei Straßen- und Bahntransporten sowie bei der Arbeit in Lagerstätten für Mineralöle wird durch eine Reihe von Maßnahmen, wie Schulungen und Sensibilisierung der Mitarbeiter (z. B. Fahrsicherheitstrainings, Sicherheitskampagnen, betriebliches Gesundheitsmanagement), permanente Überprüfung der technischen Anlagen sowie genaue Sicherheitsanweisungen für unsere Kontraktoren, minimiert. Von der Öffentlichkeit wird das Verhalten von Unternehmen in Fragen der Ethik und Nachhaltigkeit vermehrt wahrgenommen. Es ist für den Konzern unerlässlich, dass das unternehmerische Handeln mit ethischen sowie gesetzlichen Regeln übereinstimmt. Um die Geschäftsbeziehungen zu Kunden und Lieferanten vertrauensvoll zu betreiben, wird der sichere Umgang mit sensiblen Daten vorausgesetzt. Zum aktuellen Zeitpunkt hat der Russland Ukraine Krieg keine Auswirkung auf die Geschäftstätigkeiten. Die konkreten Risiken, die durch den Krieg existieren, werden kontinuierlich analysiert und entsprechend entgegengewirkt sowohl für die Raffinerie als auch für Marketing: Marktrisiko und Chance: In Anbetracht der sich verschlechternden Lage in der Ukraine und des Vorhandenseins alternativer Quellen für die Versorgung Europas hat TotalEnergies einseitig beschlossen, keine Verträge über den Kauf von russischem Erdöl oder russischen Erdölprodukten mehr abzuschließen oder zu verlängern, um schnellstmöglich und bis spätestens Ende 2022 jeden Kauf von russischem Erdöl und russischen Erdölprodukten einzustellen. Diese Verträge betreffen in erster Linie die Versorgung der TRM, die bislang über die russische Druschba-Pipeline versorgt wird. Die Verträge betreffen ebenfalls die europäische Versorgung mit Dieselkraftstoff. In enger Abstimmung mit der deutschen Regierung wird TotalEnergies alternative Lösungen durch den Import von Öl über Polen schaffen. TotalEnergies wird Erdölprodukte aus anderen Kontinenten importieren, insbesondere Anteile an dem von der Raffinerie Satorp in Saudi-Arabien produzierten Dieselkraftstoffs erhöhen. Die Versorgung ist weiterhin gesichert. Durch die sich verändernde Versorgungssituation wird davon ausgegangen, dass vermutlich die Zukaufspreise, die Energiekosten und die Logistikkosten aber auch die Marktpreise stark beeinflusst werden. Demzufolge würden sich die Aufwendungen für Roh-, Hilfs und Betriebsstoffe, die Verbindlichkeiten, die Umsatzerlöse und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verändern und können starken Schwankungen unterliegen. Durch die neue Versorgungssituation ist die Auswirkung auf THD schwierig einzuschätzen, stellt jedoch keine Bestandsgefährdung der Gesellschaft dar. Operative Risiken: Derzeit wird intensiv an alternativen Versorgungsmöglichkeiten gearbeitet, z. B. Cargo Lieferungen vom internationalen Markt über Ölterminals an der Ostsee. Dies sind herausfordernde logistische Aufwendungen, die sich sowohl organisatorisch als auch kostenmäßig niederschlagen werden. Politische/Regulatorische Risiken: Die strikte Einhaltung der derzeitigen und zukünftigen europäischen Sanktionen wird sichergestellt. Hierzu ist ein umfangreicher Due Diligence Prozess etabliert worden, um diesen Risiken rechtzeitig zu begegnen und rechtzeitig zu reagieren. Unabhängig vom Ukrainekonflikt ergeben sich Risiken auf der Beschaffungsseite für den Konzern aus den Preisschwankungen bei Rohstoffen und Mineralölprodukten und der sich hieraus für den Konzern ergebenden Margen mit finanziellen Auswirkungen. Im Folgenden wird kurz auf Chancen und Risiken für ausgewählte Konzernbereiche eingegangen. Die Chancen und Risiken hinsichtlich der Ukraine Krise sind bereits im oberen Absatz analysiert worden und sind nicht Teil der jeweiligen Geschäftsbereiche. Alle Geschäftsbereiche unterliegen Marktrisiken wie Änderungen von Preisen und der Wettbewerbssituation, die Einfluss auf die Ergebnisse haben. Trotz der verschiedenen branchenbedingten sowie aus dem gesetzgeberischen und gesamtwirtschaftlichen Umfeld resultierenden Risiken, bestehen für die TotalEnergies-Company auch Wachstumschancen oder Möglichkeiten, die erreichten Marktpositionen in den verschiedenen Segmenten zu stabilisieren: Die TRM arbeitet weiter an ihren Nachhaltigkeitsambitionen zusammen mit Industriepartnern und kommunalen Energieversorgern. Die Produktionskapazität wird mehr und mehr durch logistische Einschränkungen, u.a. durch Arbeiten am Streckennetz der DB eingeschränkt. Der Bereich Elektromobilität bleibt ein Schwerpunkt für die Entwicklung von neuen Geschäftsfeldern und bietet vielfältige Chancen. Erste Projekte mit HPC-Anlagen (High-Power-Charging) wurden umgesetzt und weitere befinden sich kurz vor der Realisierung und eine große Anzahl weitere Anlagen ist auch in den kommenden Jahren vorgesehen. Das von der Regierung im September 2019 angekündigte Klimaschutzpaket dürfte kurzfristig keinen sofortigen Einfluss auf unsere unmittelbare Geschäftsentwicklung haben. Ab dem Jahr 2026 sind weitere Restriktionen für die Installation neuer Heizölanlagen vorgesehen. Spätestens ab diesem Zeitpunkt erwarten wir eine Absatzverringerung in unserem B2C Bereich. Darüber hinaus sehen wir die Notwendigkeit und Chance zur weiteren Anpassung unseres Produktmixes an CO 2 -haltigen Produkten als festen Bestandteil unserer Strategie "Net zero emission 2050". Bei Bitumen bieten größere Investitionen im Ausbau des deutschen Straßennetzes durch den Bund auch in den folgenden Jahren Chancen für den Bitumenabsatz der TBD. Die Umsetzung stockt dauerhaft aufgrund mangelnder Fachkräfte in der Planung und Ausführung. 6. Prognosebericht Die dargestellten Einschätzungen für den künftigen Geschäftsverlauf orientieren sich an den Chancen und Risiken, welche die erwarteten Marktbedingungen und die Wettbewerbssituation im Planungszeitraum bieten und wurden auf Basis der zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen (Marktanalysen, Erfahrungswerte, Börsennotierungen) getroffen. Die Prognosen beinhalten nicht die Auswirkungen des Russland Ukraine Krieges. 6.1. Prognosen der Geschäftsbereiche Allgemeine Prognose Das Energiekonzept 2050 der Bundesregierung (Klimaschutzplan) hat die Umgestaltung der deutschen Energieversorgung zum Ziel: Weitgehende Treibhausgasneutralität bis voraussichtlich 2045. Für 2021 war die gestiegene THG-Minderungsverpflichtung von -6 % eine Herausforderung sowie die weiteren zukünftig geplanten Steigerungen bis hin zu 25 % Treibhausgasminderung im Jahre 2030 stellen eine immense Herausforderung dar. Nur wenn alle erarbeiteten Strategien umgesetzt werden können, ist eine Erfüllung gesichert. Des Weiteren wird der Preis für Emissionszertifikate auf 55 €/t CO 2 bis 2025 ansteigen. Ab dem Jahr 2026 werden die Zertifikate, ähnlich wie beim Europäischen Emissionshandel, an der Börse gehandelt. Fossile Kraftstoffe für Verkehr und Wärme werden somit entsprechend teurer. Bereich Raffinerie Zukünftig geht die Raffinerie von einem leicht sinkenden TRIR und leicht sinkendem CMO aus. Parallel zur Umstellung der Raffinerie auf nicht-russisches Rohöl, wird die Inflation insbesondere durch die enorm steigenden Kosten für Energien sichtbar. Priorität für die Raffinerie ist das sichere Betreiben der Anlagen mit hoher Verfügbarkeit zur Gewährleistung und Fortsetzung der Belieferung der Kunden. Perspektivisch schreiten die Arbeiten an den strategischen Projekten der Raffinerie voran, insbesondere derjenigen, die im Kontext der Langzeitplanung Themen der Energiewende und des Klimaschutzes bedienen. Bereich Marketing Zukünftig geht der Bereich Marketing von einem leicht sinkendem TRIR und steigenden CMO aus. Im Tankstellengeschäft wird 2022 trotz der durch COVID-19 verursachten Mengenverluste von einer weitgehend stabilen Entwicklung des operativen Ergebnisses ausgegangen, begünstigt auch durch den weiteren Ausbau des Non-Fuel Geschäftes. Durch die Home-Office Pflicht im ersten Quartal 2022 und dem gegenüber Nachbarländern hohen Niveau der Kraftstoffpreise ist jedoch im Vergleich zum Vorjahr nur mit einem geringen Anstieg der Kraftstoffnachfrage für PKWs zu rechnen. Die Priorität der TotalEnergies bleibt es, ihren Kunden qualitativ hochwertige Produkte und Dienstleistungen anzubieten und sie hierüber zu binden. Deshalb wird TotalEnergies in Deutschland unter anderem das Tankkartenangebot weiter voranbringen und somit Mengen und Fuel-Erlöse langfristig sichern. Weitere Schwerpunkte bilden die Entwicklung neuer Shop- und Autowaschkonzepte und der Ausbau des Angebotes erneuerbarer Energien. Für das Jahr 2022 rechnen wir mit starken Nachholeffekten im Heizölbereich, aufgrund der geringen Tankfüllstände zum Jahresende 2021. Trotz der Schwierigkeit, den Effekt der Ukrainekrise vorherzusehen, rechnen wir weiterhin mit einer positiven Jahresentwicklung im Jahr 2022 Die Bitumensaison 2022 profiliert sich besser als in 2021, bedingt durch die Umsetzung erster großer Straßenbaustellen bestellt vom Bund und Ländern. Prognosen für 2022 lassen sich mit jetzigem Stand jedoch schwierig ermitteln, durch den Krieg in der Ukraine, der die Bitumenpreise extrem beeinflusst und die Umsetzung dieser Straßenbauprojekte folglich gefährdet. 6.2. Zusammenfassung Insgesamt wird für 2022 von einem leicht sinkenden TRIR, einem deutlich über dem Jahr 2021 liegendem operativem Gewinn und steigendem CMO ausgegangen. Im Marketingbereich wird mit leicht sinkenden Umsätzen und in der Raffinerie mit deutlich steigenden Umsätzen gerechnet. Die Anstrengungen, die Unfälle zu minimieren, werden weiter konsequent durchgeführt. Obwohl die Prognosen noch nicht die Auswirkungen des Ukraine Russland Krieges beinhalten, reagiert TotalEnergies zeitnah auf die Geschehnisse und trifft entsprechende Maßnahmen. Die genauen Auswirkungen, durch die sich verändernde Versorgungssituation auf die THD, sind schwierig zum aktuellen Zeitpunkt einzuschätzen, stellen jedoch keine Bestandsgefährdung der Gesellschaft dar. Die Inlandsnachfrage nach Mineralölhauptprodukten wird langfristig insgesamt rückläufig sein. Die Rohölmargen werden weiterhin unter Druck stehen und bedeutenden Schwankungen unterliegen. Die Maßnahmen zur Verbesserung der Kundennähe werden sich weiterhin positiv auf die Ergebnisse auswirken und die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns in einem schwierigen Marktumfeld nachhaltig sichern.
Berlin, 30. Juni 2022 Christian Cabrol Thomas Behrends Konzernstruktur zum 31. Dezember 2021
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