Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 111115
Eingetragen
31.1.2000
Branche
Erbringung von ergotherapeutischen DienstleistungenBereitstellung von DatenverarbeitungsdienstenErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Gegenstand
die Erbringung von Dienstleistungen aller Art, insbesondere Personalabrechnung und - verwaltung, Datenverarbeitung, Organisation, Buchung laufender Geschäftsvorfälle, Nahwärmeservice, Investionsvorbereitung und -durchführung, Anschlußwesen und vergleichbare Tätigkeiten für die Stadtwerke Erfurt GmbH und ihre Töchter. Ausgenommen von der Regelung nach Satz 1 ist der Bereich Nahwärmeservice, dessen Leistungen auch Dritten angeboten worden können.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Karolin Fiebig
seit 29.1.2025
Prokura
Kathleen Stollberg
seit 29.5.2024
Prokura
Mirko Utecht
seit 13.11.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert92.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Landeshauptstadt Erfurt
92.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
SWE Stadtwerke Erfurt GmbH
Germany
46.000 €
92.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SWE Service GmbH

Erfurt

Jahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die SWE Service GmbH (SWE S GmbH) versteht sich als zentrale Organisationseinheit der Stadtwerke Erfurt Gruppe (SWE Gruppe) mit umfassendem Fachwissen in Querschnittsprozessen und einem langjährigen Erfahrungsschatz. Im Rahmen des Shared-Service-Modells unterstützt die Gesellschaft ihre Auftraggeber kompetent und bedarfsorientiert, so dass diese sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können. Konkret verfolgt die SWE S GmbH das strategische Ziel, einen sehr hohen Standard als Shared-Service-Unternehmen zu erreichen, der sowohl prozessual als auch technologisch mit hoch motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in einer ausgewogenen Altersstruktur organisch weiterentwickelt werden kann. Weiterhin sieht die Strategie der SWE S GmbH vor, kontinuierlich Prozesse zu verbessern, um die Professionalität und Wertschaffung für die SWE Gruppe zu steigern sowie positive Ergebnisbeiträge über neue Leistungsangebote zu generieren, um damit die Ergebniserwartung des Gesellschafters sicherzustellen.

Das Leistungsspektrum der SWE S GmbH umfasste im Geschäftsjahr 2023 Verbrauchsabrechnungen, Einkauf- und Infrastrukturdienstleistungen, personalwirtschaftliche, organisatorische, kaufmännische sowie weitere zentrale Dienste, wie Leistungen für Liegenschaften und Versicherung. Diese wurden für die Kompetenzfelder Versorgung, Mobilität, Freizeit, Umwelt und Service der SWE Gruppe erbracht. Die Gesellschaft ist als Shared-Service-Unternehmen innerhalb der SWE Gruppe nahezu ausschließlich für diese tätig. Der Hauptsitz der SWE S GmbH ist die Magdeburger Allee 34 in Erfurt. Weitere Standorte sind nicht vorhanden.

2. Tätigkeiten gemäß § 6b EnWG

Die SWE S GmbH übt energiespezifische Dienstleistungen nach § 6b Abs. 1 EnWG aus. Als energiespezifische Dienstleistung wurde die Verbrauchsabrechnung sowie das Geografische Informationssystem (GIS) definiert. Aufgrund der zusätzlichen Bestimmungen der Bundesnetzagentur vom 25. November 2019 für die Erstellung und Prüfung von Jahresabschlüssen für die Unternehmen der SWE Gruppe, die energiespezifische Dienstleistungen gegenüber dem Tätigkeitsbereich Elektrizitätsübertragung und/oder Elektrizitätsverteilung sowie Gasverteilung eines verbundenen, vertikal integrierten Unternehmens erbringen, ist die SWE S GmbH verpflichtet, im Zuge des Jahresabschlusses, zusätzlich einen entsprechenden Tätigkeitsabschluss für die einzelnen Bereiche zu erstellen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Winter 2023/24 kehren die Schlagworte der Corona-Pandemie zurück ins öffentliche Bewusstsein. Mit dem Abbau der Corona-Schutzmaßnahmen im Frühjahr 2023 waren die Infektionsrisiken zunächst in den Hintergrund gerückt. Das Virus ist über den Sommer aber nicht verschwunden. Der Erreger zirkuliert weiter in der Bevölkerung, was in vielen Unternehmen zu einem Personalmangel führt.[1]

Die Corona-Pandemie und die Energiekrise haben in Europa und insbesondere in Deutschland deutliche Spuren hinterlassen. Die deutsche Wirtschaftsleistung liegt derzeit nahezu auf demselben Niveau wie zu Beginn der Corona-Pandemie. Deutschland verzeichnet damit seit Beginn der Corona-Pandemie das geringste Wachstum aller Volkswirtschaften des Euro-Raums. Zwar ist man hierzulande zunächst gut durch die Pandemie gekommen, während der Energiekrise entwickelte sich die deutsche Wirtschaft jedoch sehr schwach.[2]

Die konjunkturelle Schwäche ist mittlerweile auf dem Arbeitsmarkt angekommen. Angesichts der notorischen und sich perspektivisch weiter verschärfenden Personalknappheit in vielen Bereichen, erwarten die Institute allerdings nur einen moderaten Anstieg der Arbeitslosigkeit auf 2,6 Millionen Personen im Jahr 2023.[3] Die konjunkturelle Schwäche spiegelt sich derzeit nicht in den Arbeitslosenzahlen wider. Dies liegt an den gegenläufigen Effekten der schwächelnden Konjunktur und steigender Arbeitskräfteknappheit, die sich maßgeblich durch den demografischen Wandel verschärft. Dementsprechend verliert der Arbeitsmarkt an Dynamik, aber ein größerer Beschäftigungsabbau zeigt sich nicht. Die demografische Alterung belastet im Prognosehorizont zunehmend die Entwicklung der Erwerbstätigkeit. Diese Hemmnisse zeichnen sich bereits seit vielen Jahren ab und wurden bisher nicht ausreichend adressiert. Es ist absehbar, dass durch die demografische Alterung der Anteil der 20- bis 64-Jährigen an der Gesamtbevölkerung sinken wird und das inländische Arbeitsvolumen zurückgeht.[4] Arbeitskräfte sind heute so knapp wie seit dem Wirtschaftswunder nicht mehr. Die Wirtschaft kann in der Tat nur Leistungen erbringen, soweit es das Potenzial hergibt.[5] Deutschland steht vor großen Herausforderungen. Bis 2035 könnten sieben Millionen Erwerbstätige fehlen. Dies kann nur ausgeglichen werden, wenn ältere Menschen länger im Erwerbsleben bleiben, wenn die berufliche Entwicklung von Frauen trotz der Kinderphase gefördert und gleichzeitig eine offene Zuwanderungspolitik und eine entsprechende Integration in den Arbeitsmarkt betrieben wird.[6]

Die Inflationsrate ist im November 2023 auf den niedrigsten Stand seit Juni 2021 gesunken. Die Inflationsrate − gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat - lag im November 2023 bei +3,2 Prozent.[7] Das Wirtschaftsforschungsinstitut Ifo sieht einen nachlassenden Preisdruck in Deutschland. Zwar ist die Inflationsrate im Dezember 2023 vorübergehend auf +3,7 Prozent gestiegen.[8] Sie soll aber bereits zu Beginn des kommenden Jahres auf unter 3 Prozent sinken.[9] Besonders auffällig war der Rückgang der Energiekosten. Die Preise für Energieprodukte lagen im November 2023 um 4,5 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats und dämpften somit die Inflationsrate. Wesentlich für die Preisrückgänge seit Oktober 2023 war das sehr hohe Niveau der Energiepreise im Kriegs- und Krisenjahr 2022 (Basiseffekt). Die Preise für Kraftstoffe gingen von November 2022 bis November 2023 um 6,9 Prozent zurück.[10] Positiv für den Energiemarkt war, dass sich der Konflikt im Nahen Osten nicht ausgeweitet hat, so dass zeitweilig befürchtete Einschränkungen bei den Öl- und Gaslieferungen ausblieben.[11] Die staatlichen Gas- und Strompreisbremsen werden zum Jahresende eingestellt. Dieser Schritt ist eine Konsequenz aus dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts vom 15. November 2023. Eigentlich sollten die Preise für einen Großteil des Strom- und Gasverbrauchs noch für drei weitere Monate gedeckelt werden.[12]

Die hohen Inflationsraten waren der Hauptgrund, warum die Europäische Zentralbank (EZB) in den vergangenen anderthalb Jahren die Leitzinsen so stark erhöht hat. Dadurch gab es zwar mehr Zinsen auf das Ersparte, wer aber einen Kredit brauchte, musste mit entsprechend höheren Zinssätzen kalkulieren.[13] Die Deutsche Bank erwartet, dass die EZB die Zinsen ab Frühjahr 2024 schnell und kräftig senkt. Die Gründe seien der starke Rückgang der Inflation bei gleichzeitig schwacher Konjunktur und dennoch steigenden Realeinkommen.[14]

Der Ausgleich der hohen Inflationsraten ist ebenso ein zentrales Thema in den aktuellen Tarifverhandlungen (Stand 15. Dezember 2023). Die Gewerkschaften fordern teils zweistellige Lohnerhöhungen, um die stark gestiegenen Lebenshaltungskosten zu kompensieren. Die Arbeitgeber wollen vielfach stärker auf Einmalzahlungen setzen und verweisen dabei auch auf die Gefahr einer Lohn-Preis-Spirale. Tarifstreitigkeiten sind daher vorprogrammiert.[15]

Geschäftsverlauf

Als kommunales Unternehmen, welches maßgeblich die Infrastruktur der Landeshauptstadt Erfurt absichert, stellt die weiterhin andauernde Energiekrise für die SWE Gruppe eine enorme wirtschaftliche Herausforderung dar, insbesondere im Hinblick auf die Entwicklung der Erdöl- und Erdgaspreise und die damit verbundenen Preiserhöhungen von Dienstleistern und Lieferanten. Die Umsetzung der Beschlüsse der Bundesregierung zur Deckelung der Strom- und Gaspreise, zur befristeten Absenkung der Umsatzsteuer für Gas- und Fernwärmelieferungen und die damit verbundene Anpassung der Abschlagsplanungen beeinflussten die Geschäftstätigkeit der gesamten SWE S GmbH im Geschäftsjahr 2023.

Trotz dieser Herausforderungen verlief die gewöhnliche Geschäftstätigkeit der SWE S GmbH im Geschäftsjahr 2023 planmäßig. Der Fokus des Unternehmens lag aufgrund der hohen Bedeutung weiterhin auf der Digitalisierung und damit vor allem auf der Anpassung und Ablösung analoger Prozesse durch effizientere digitale Prozesse.

Der Projektstart zur Umstellung von SAP R/3 zu dem ERP Nachfolger SAP S/4HANA stellte dabei einen wesentlichen Meilenstein dar. Das europaweite Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb zur Beauftragung eines qualifizierten Dienstleisters konnte mit Auftragserteilung am 26. Juni 2023 abgeschlossen werden. Neben vorbereitenden Maßnahmen fanden im Geschäftsjahr 2023 verschiedene Workshops statt, das Projekt wurde im Detail geplant, die Anforderungen der SWE Gruppe identifiziert sowie die Prozesse im neuen SAP-System dokumentiert. Im Anschluss erfolgt auf dieser Grundlage die Implementierung und Konfiguration des SAP-Systems. Im Fokus der Projektumsetzung steht der GoLive-Termin zum 1. Januar 2025. Dieser soll durch eine konsequente Priorisierung und damit auch eine eventuell erforderliche Umfangsreduzierung auf erfolgskritische Anforderungen sichergestellt werden.

Zur Vorbereitung der anstehenden Transformation auf SAP S/4HANA Utilities fanden im Geschäftsjahr 2023 erste Abstimmungen in Workshops zur Planung einer Roadmap und zur Vorbereitung der Vorstudie statt. Die SWE S GmbH nimmt bei diesem Großprojekt eine unterstützende Rolle ein, die Federführung liegt bei den Unternehmen des Kompetenzfeldes Versorgung. Die Vorstudie soll im ersten Halbjahr 2024 fertiggestellt werden und bildet damit die Voraussetzung für die europaweite Ausschreibung des Transformationsprojektes.

Das Portal für Employee Self Services/Manager Self Services (ESS/MSS) wurde auch im Geschäftsjahr 2023 für die Einführung in weiteren Unternehmen der SWE Gruppe intensiv vorbereitet. Mithilfe dieses Portals erhalten die Beschäftigten die Möglichkeit, Bescheinigungen selbstständig und digital abzurufen sowie wesentliche Funktionalitäten im Bereich der Zeitwirtschaft, die den papierbasierten Prozess durch einen digitalen Workflow ersetzen, digital zu nutzen. Als Hemmnisse erwiesen sich bei den Vorbereitungen im Geschäftsjahr 2023 die nicht flächendeckende Ausstattung mit geeigneten Endgeräten und damit die IT-technische Anbindungsmöglichkeit der Beschäftigten sowie neue, vom Standard stark abweichende Anforderungen an die ESS/MSS-Funktionalitäten.

Weitere Digitalisierungsprojekte im Geschäftsjahr 2023 umfassten beispielsweise die Einführung der elektronischen Personalakte, die Digitalisierung des Reisemanagementprozesses oder die Einführung einer Software im Arbeitsmedizinischen Zentrum. Für die Einführung der elektronischen Personalakte wurden die Ausschreibung vorbereitet, die Anforderungen beschrieben und der Maßnahmenplan erstellt. Eine Umsetzung ist für das folgende Geschäftsjahr 2024 geplant. Im Zuge der Digitalisierung des Reisemanagementprozesses konnten insbesondere die Beantragung und Abrechnung von Dienstreisen sowie die Abrechnungs- und Bezahlmodalitäten digitalisiert werden. Für das Arbeitsmedizinische Zentrum wurde eine Software eingeführt, welche die Führung der Vorsorgekartei der Beschäftigten sowie die Einladung zu arbeitsmedizinischen Vorsorge- und Eignungsuntersuchungen ermöglicht. Durch die stetige Digitalisierung konnten die Patientenakten in Papierform in den letzten zwei Jahren auf rund ein Drittel reduziert werden. Ziel ist es, im Geschäftsjahr 2024 gänzlich auf Patientenakten in Papierform verzichten zu können.

Die Auftraggeber der SWE S GmbH forderten eine verursachungsgerechte Abrechnung der Dienstleistungen innerhalb der Gesellschaft, eine Transparenz hinsichtlich Qualität und Quantität in den Dienstleistungsentgelten sowie die Gewährleistung eines kontinuierlichen Vergleiches mit Leistungen am Markt. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, wurde im Geschäftsjahr 2023 ein Produktkatalog in der SWE S GmbH eingeführt, welcher mithilfe eines entsprechenden Kalkulationstools stetig qualifiziert werden wird.

Am 31. Dezember 2023 waren 185 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 85 Auszubildende im Unternehmen tätig. Die SWE S GmbH beschäftigt im Rahmen der Verbundausbildung die Auszubildenden aller Gesellschaften der SWE Gruppe, ausgenommen der SWE Netz GmbH (SWE N GmbH). Die Tarife haben sich überdurchschnittlich entwickelt. Im Geschäftsjahr 2022 wurden die Tabellenentgelte ab November um 1,5 Prozent erhöht, im Geschäftsjahr 2023 ab September um 6 Prozent. Allen Beschäftigten und Auszubildenden wurde zudem eine Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 3.500 € ausgezahlt. Die Anpassung der Qualifikationsanforderungen mit einer Verjüngung der Altersstruktur im Zusammenhang mit altersbedingt ausscheidenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern konnte auch im Geschäftsjahr 2023 sichergestellt werden. Diese positive Entwicklung wird vor allem in der sinkenden Altersstruktur deutlich, welche sich von 45,92 Jahre (Stichtag 31. Dezember 2022) auf 45,77 Jahre (Stichtag 31. Dezember 2023) verringerte. Des Weiteren lag der Krankenstand der SWE S GmbH mit 6,1 Prozent (Stichtag 31. Dezember 2023) deutlich unter dem Vorjahreswert von 8,8 Prozent. Auch im Vergleich zu den anderen Unternehmen der SWE Gruppe lag der Krankenstand der SWE S GmbH klar unter dem Konzerndurchschnitt von 8,63 Prozent.

Die SWE S GmbH prognostizierte für das Geschäftsjahr 2023 ein auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2022 liegendes EBITDA von 198 T€ sowie ein verbessertes Ergebnis vor Gewinnabführung von 63 T€. Erreicht wurde im Geschäftsjahr 2023 ein EBITDA von +112 T€ und ein Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von 145 T€.

Lage des Unternehmens

Ertragslage

Die SWE S GmbH erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von 18.521 T€ (Vorjahr 16.735 T€). Davon entfallen auf konzerninterne Leistungen 18.488 T€ (Vorjahr 16.718 T€) und Leistungen Dritter 33 T€ (Vorjahr 17 T€). Die im Vergleich zum Vorjahr deutlich höheren Umsatzerlöse resultieren maßgeblich aus der Verrechnung der nicht aktivierungsfähigen Leistungen des Projektes Transformation auf SAP S/4HANA, aus der geplanten Erhöhung des Dienstleistungsentgeltes sowie aus den vertraglich vereinbarten Zusatzleistungen. Die aktivierungsfähigen Leistungen des Projektes Transformation auf SAP S/4HANA werden gesammelt und erst nach Abschluss des Projektes an die SWE Digital GmbH (SWE D GmbH) abgerechnet. Somit ergaben sich im Geschäftsjahr 2023 bei der SWE S GmbH Bestandsveränderungen in Form von noch nicht abgerechneten Leistungen in Höhe von 451 T€ (Vorjahr 168 T€). Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit 440 T€ auf dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr 420 T€), wobei als wesentliche Posten die Auflösung der Verbindlichkeit für eine Schadensersatzforderung im Rahmen eines Ausschreibungsverfahrens gegenüber der SWE S GmbH aus dem Geschäftsjahr 2020, die Erträge aus der Mittagsversorgung sowie die Weiterberechnung von verauslagten Verwahrentgelten zu nennen sind.

Der Materialaufwand in Höhe von insgesamt 270 T€ (Vorjahr 215 T€) lag über dem Vorjahreswert, da die Kosten für die Mittagsverpflegung inflationsbedingt gestiegen sind.

Der Personalaufwand lag im Geschäftsjahr 2023 bei 13.495 T€ (Vorjahr 12.385 T€) und somit mit 1.110 T€ deutlich über dem Vorjahreswert. Im Wesentlichen ist diese Entwicklung auf die Verhandlungen des Tarifverbandes energie- und versorgungswirtschaftlicher Unternehmen e.V. (AVEU) im Geschäftsjahr 2023 zurückzuführen. Hieraus ergaben sich Tarifsteigerungen von 6 Prozent sowie die Zahlung einer Inflationsausgleichsprämie pro Mitarbeitenden und Auszubildenden.

Der sonstige betriebliche Aufwand in Höhe von 5.519 T€ (Vorjahr 4.475 T€) lag deutlich über dem Vorjahreswert. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die Fremdleistungen des Projektes Transformation auf SAP S/4HANA zurückzuführen.

Das Finanzergebnis der SWE S GmbH wurde mit 241 T€ (Vorjahr 21 T€) positiv durch die Zinsentwicklung und die gleichzeitigen höheren Einlagen in den Cashpool beeinflusst.

Die SWE S GmbH weist im Geschäftsjahr 2023 ein adjustiertes EBITDA (ohne Berücksichtigung von sonstigen betrieblichen Erträgen aus der Auflösung von Sonderposten) in Höhe von +112 T€ (Vorjahr +224 T€) und ein Ergebnis vor Gewinnabführung in Höhe von +145 T€ (Vorjahr -10 T€) aus. Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 lag vor allem aufgrund der Einsparungen im Optimierungsbudget sowie des günstigen Finanzergebnisses über dem des Vorjahres. 145 T€ des Ergebnisses werden gemäß Bestätigung des Gesellschafters vom 12. Februar 2024 aufgrund von zwei erforderlichen Projekten, die die SWE S GmbH in den Folgejahren zu finanzieren hat, in die Gewinnrücklage eingestellt. Somit wird kein Ergebnis gemäß Ergebnisabführungsvertrag vom 27. Dezember 2001, zuletzt geändert mit Vertrag vom 19. November 2014, an die SWE Stadtwerke Erfurt GmbH (SWE GmbH) abgeführt.

Finanzlage

Die Liquidität der SWE Gruppe und der SWE S GmbH war im Berichtszeitraum zu jedem Zeitpunkt gesichert.

2023
T€
2022
T€
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -2.095 482
Cashflow aus Investitionstätigkeit -3.103 -513
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 16 -50
Veränderung Finanzmittelfonds -5.182 -81

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich auf -2.095 T€ (Vorjahr 482 T€) reduziert. Maßgeblich hierfür ist die Zunahme der Zinserträge in Höhe von 1.824 T€, während im Vorjahr nur Zinserträge von 187 T€ zu verzeichnen waren. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit enthält im Wesentlichen die Einzahlungen aus Rückzahlungen der Kreditnehmer in Höhe von 700 T€ (Vorjahr 750 T€) sowie Auszahlungen für Darlehen an andere Gesellschaften innerhalb der SWE Gruppe in Höhe von 5.500 T€. In immaterielle Vermögensgegenstände wurden 33 T€ (Vorjahr 131 T€) und in Sachanlagen 95 T€ (Vorjahr 69 T€) investiert. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wird maßgeblich durch die Höhe der Einzahlungen aus Verlustübernahme durch das Mutterunternehmen in Höhe von 10 T€ geprägt.

Der Finanzmittelfonds der SWE S GmbH setzt sich aus den liquiden Mitteln sowie den Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber den Unternehmen der SWE Gruppe aus dem konzerninternen Cashpool und intern vergebenen Krediten zusammen. Zum 31. Dezember 2023 hat sich der Finanzmittelfonds der Gesellschaft auf -2.633 T€ (Vorjahr 2.550 T€) reduziert.

Die Gesellschaft ist im Geschäftsjahr allen finanziellen Verpflichtungen nachgekommen.

Vermögenslage

Die SWE S GmbH ist in das Zentrale Finanzmanagement der SWE Gruppe integriert, welches aktiv von ihr gesteuert wird. Im Rahmen des Zentralen Finanzmanagements betreibt die SWE S GmbH den Cashpool der SWE Gruppe.

Zum Bilanzstichtag haben die Unternehmen der SWE Gruppe Mittel in Höhe von 62.231 T€ (Vorjahr 98.066 T€) in den Cashpool eingelegt und in Höhe von 25.133 T€ (Vorjahr 17.876 T€) aus dem Cashpool entnommen. Neben der Steuerung des Cashpools hat die SWE S GmbH zum 31. Dezember 2023 Darlehensforderungen aus Krediten mit einer anfänglichen Laufzeit von über einem Jahr gegen Gesellschaften der SWE Gruppe in Höhe von 7.100 T€ (Vorjahr 2.300 T€).

Die SWE S GmbH verfügt zur Wahrnehmung des Zentralen Finanzmanagements über vertraglich zugesagte Kontokorrentlinien, die zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen wurden.

Die betriebswirtschaftliche Steuerung erfolgt hauptsächlich durch eine Wirtschafts- und Mittelfristplanung. Die wesentlichen Leistungsindikatoren sind hierbei das adjustierte EBITDA und das EBT.

Gesamtaussage

Trotz der geopolitischen Herausforderungen und der damit verbundenen erheblichen Kostensteigerungen konnte die SWE S GmbH dank ihrer erfahrenen und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neben dem operativen Geschäft auch das Großprojekt der Umstellung auf SAP S/4HANA solide vorbereiten und termingerecht starten. Auch die wirtschaftliche Lage spiegelt diesen insgesamt positiven Verlauf des Geschäftsjahres 2023 wider.

Die Geschäftsführung ist mit dem Geschäftsverlauf 2023 sehr zufrieden und schätzt diesen positiv ein.

III. Prognose, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Die Herausforderungen für die SWE S GmbH werden auch in Zukunft darin bestehen, neben dem anhaltenden Fachkräftemangel, dem hohen Altersdurchschnitt am Arbeitsmarkt[1] und der überdurchschnittlich steigenden Tarifentwicklung aufgrund der anhaltend hohen Inflationsraten[2], Standardleistungen auf hohem Niveau und zu attraktiven Konditionen anzubieten. Dabei stehen unveränderlich die Optimierung und Straffung der Geschäftsprozesse sowie die Zufriedenheit der Auftraggeber im Vordergrund.

Zum 1. Januar 2024 erfolgen wesentliche Strukturänderungen in der SWE S GmbH, welche unter anderem mit dem Geschäftsführerwechsel in der SWE D GmbH und der damit verbundenen Gesamtverantwortung für das Kompetenzfeld Service durch Herrn Mirko Utecht zusammenhängen.

Die Umstellung von SAP R/3 zu dem ERP Nachfolger SAP S/4HANA wird sich bis ins Geschäftsjahr 2025 erstrecken und umfangreiche personelle sowie finanzielle Ressourcen beanspruchen. Ebenso wird die Transformation auf SAP S/4HANA Utilities durch die intensive Unterstützung der SWE S GmbH bis zum Geschäftsjahr 2027 entsprechende Ressourcen einnehmen.

Aufgrund der negativen Entwicklung der Miet- und Mietnebenkosten wird sich die SWE S GmbH zukünftig konzeptionell mit den Möglichkeiten und Rahmenbedingungen moderner Büroorganisationen durch Shared Desk Modelle auseinandersetzen. Dies gilt auch und gerade vor dem Hintergrund des mobilen Arbeitens.

Gleichzeitig wird mit der gesamten Führungsmannschaft aktiv an der Vision der SWE S GmbH gearbeitet. Aus der bereits abgeleiteten und durch Maßnahmen operationalisierten Strategie wird das Motto für das Geschäftsjahr 2024 "Spaß an Prozessen!" lauten. Viele damit verbundene Projekte und Vorhaben werden sich im Geschäftsjahr 2024 und darüber hinaus wiederfinden.

Aufgrund des hohen Ressourceneinsatzes für das Großprojekt Transformation auf SAP S/4HANA unterstützt die SWE GmbH finanziell. Gleichzeitig wird die SWE S GmbH von überdurchschnittlich hohen Kosten- und Tarifsteigerungen belastet, welche nicht vollständig durch Umsatzerhöhungen kompensiert werden können. Somit erwartet die SWE S GmbH im Geschäftsjahr 2024 ein im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 deutlich geringeres EBITDA von -11 T€ sowie ein schlechteres Ergebnis vor Verlustübernahme von -186 T€.

Risikobericht

Die SWE S GmbH ist ein Unternehmen der SWE Gruppe. Die SWE Gruppe betreibt ein konzernweit einheitliches Risikomanagementsystem, in dem wesentliche Risiken der SWE Gruppe erfasst, bewertet und den Geschäftsführungen sowie verantwortlichen Gremien in standardisierter Form berichtet werden. Ziel ist es, bestandsgefährdende Zustände und Situationen frühzeitig zu erkennen und Maßnahmen zur Gegensteuerung zu ergreifen, zu überwachen und zu berichten. Durch seine Verzahnung mit der Wirtschaftsplanung stellt es eine wichtige Unterstützung der Steuerungs- und Führungsprozesse im Unternehmen dar.

Aufbauend auf einer Risikoinventur im Zuge der jährlichen Planung werden alle relevanten Risikopotenziale des Wirtschaftsplanjahres und der dazugehörigen vier Vorschaujahre strukturiert nach Risikokategorien bei den Beteiligungsgesellschaften erfasst und nach prozentualer Eintrittswahrscheinlichkeit[3] und finanzieller Schadenshöhe[4] als voraussichtliche Abweichung vom geplanten EBT bewertet. Die Schadenshöhe und die Eintrittswahrscheinlichkeit bestimmen die Einordnung eines Risikos im Risikoportfolio (Eintrittswahrscheinlichkeiten-Schadenshöhen-Kombinationen). Die Anordnung im Risikoportfolio ermöglicht die Identifizierung kritischer, latenter und irrelevanter Risiken. Mindestens die kritischen Risikogruppen des aktuellen Geschäftsjahres werden zur Sicherung der Frühwarnfunktion kontinuierlich beobachtet und berichtet. Mit der quartalsweisen Risikoberichterstattung und einer Sofortberichterstattung werden unterjährige signifikante Veränderungen der Risiken erfasst und gesteuert. Um den Ordnungsrahmen für das Risikomanagementsystem sicherzustellen, sind Verfahrensweisen und Verantwortlichkeiten in einer Konzernanweisung zum Risikomanagement eindeutig geregelt. Der Risikomanagementprozess wird durch eine Risikomanagementsoftware unterstützt. Die Verantwortung für ein angemessenes Risikomanagement tragen die Geschäftsleitungen der Gesellschaften im Konzernverbund.

Gegenwärtig besteht für die SWE S GmbH das latente Risiko, dass im Zuge der jährlichen Neukalkulation des Produktkataloges der SWE D GmbH ungeplante und nicht beeinflussbare IT-Betriebskosten auf die SWE S GmbH zukommen können. Darüber hinaus können die Kosten aus den laufenden IT-Projekten überdurchschnittlich ansteigen. Trotz der Einstufung dieses Risikos als latent, sind die Gegenmaßnahmen geeignet gewesen, das Risiko im Geschäftsjahr 2023 vollumfänglich aufzufangen.

Die Büroräume im Kommunalen Dienstleistungszentrum in der Magdeburger Allee 34 werden zu einem großen Teil von der SWE S GmbH genutzt, so dass vor allem die steigenden Energiepreise in Form von erhöhten Mietnebenkosten die Gesellschaft belasten. Eine überdurchschnittlich hohe Steigerung der Mietnebenkosten wurde bereits in der Wirtschaftsplanung 2023 ff. angenommen. Die tatsächliche Entwicklung für die Folgejahre ist jedoch ungewiss, so dass ein latentes Risiko für die Zukunft besteht.

Unsicher ist derzeit vor allem die nicht beeinflussbare tarifliche Entwicklung der Personalkosten, die bei der SWE S GmbH ein latentes Risiko darstellt. Mit dem Ukraine-Krieg und der damit einhergehenden Energiekrise geht seit dem Geschäftsjahr 2022 eine deutliche Preissteigerung in sämtlichen Lebensbereichen einher. So lag die Inflationsrate im Jahresdurchschnitt 2023 bei 5,9 Prozent[5]. An dieser weiterhin steigenden Entwicklung orientiert, ist mit Blick auf die anstehenden Tarifverhandlungen zum AVEU im April 2025 damit zu rechnen, dass es zu einer weiterhin deutlichen Tarifsteigerung kommen wird. Diese wird in der Wirtschaftsplanung 2025 ff. berücksichtigt. Mögliche Kompensationsmöglichkeiten der Mehraufwendungen für das Geschäftsjahr 2023 wurden in der monatlichen Berichterstattung erörtert und konnten durch starke Kostenbudgetreduzierungen ausgeglichen werden.

Als weiteres Risiko wird die nicht unwesentliche Zahl an in den nächsten Jahren altersbedingt ausscheidenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gesehen, welchem durch vermehrte Anstrengungen im Rahmen der Personalentwicklung und Einführung von IT-Systemen begegnet wird. Ebenso steigt das Risiko, dass keine geeigneten Fachkräfte rekrutiert werden können, zum einen aufgrund des Fachkräftemangels auf dem Arbeitsmarkt, zum anderen aufgrund einer stetig hohen arbeitnehmer- und arbeitgeberbedingten Fluktuationsquote innerhalb der SWE S GmbH von 1,53 Prozent (Vorjahr 4,55 Prozent).

Risiken können ebenfalls bei veränderten Abnahmemengen der Auftraggeber entstehen, auf welche die SWE S GmbH aufgrund eines hohen Anteils an Fixkosten nicht in ausreichendem Maße flexibel reagieren kann. Diese Risiken werden von der Gesellschaft als latent eingestuft.

Gegenwärtig sind keine Risiken erkennbar, die unter die kritischen Risikogruppen der SWE S GmbH fallen.

Mit der Implementierung eines Tax Compliance Management Systems (TCMS) kann der Steuerpflichtige nachweisen, dass alle erforderlichen Maßnahmen zur Vermeidung von Fehlern und Organisationsverschulden getroffen wurden und dass unrichtige oder unvollständige Steuererklärungen nicht billigend in Kauf genommen werden, da klare Prozesse und Strukturen zur Vermeidung von Fehlern geschaffen wurden. Zum Ende des Geschäftsjahres 2022 wurde der Grundstein für die Implementierung einer Tax Compliance Funktion in der SWE S GmbH gelegt, welche das TCMS für den gesamten SWE Konzern ab dem Geschäftsjahr 2023 überwacht. Die Steuerstrategie beinhaltet die folgenden wesentlichen Ziele der Geschäftsführungen der SWE Gruppe: Die ordnungsgemäße Erfüllung der steuerlichen Pflichten und die Minimierung von steuerlichen Risiken hat dabei höchste Priorität. Sämtliche Steuern und Abgaben werden fristgerecht angemeldet und gezahlt. Weiterhin schließt die SWE Gruppe aus, sich einer aggressiven Steuergestaltung zu bedienen.

Da die SWE S GmbH zentrale kaufmännische Dienstleistungen im Konzernverbund erbringt, wurde für die Steuerarten Lohnsteuer und Ertragsteuern jeweils eine zentrale Risiko-Kontroll-Matrix (RKM) für die gesamte SWE Gruppe erstellt. Aufgrund der unterschiedlichen Prozesse und steuerlichen Risiken in den SWE Unternehmen wurde für die Steuerart Umsatzsteuer eine eigene RKM für die SWE S GmbH erstellt. Eine systemgestützte Darstellung wurde im Geschäftsjahr 2023 in ein IT-gestütztes Managementsystem überführt, so dass jederzeit eine Dokumentation der steuerlichen Risiken in den einzelnen Prozessen, der Risikomaßnahmen inkl. der Risikokontrollen gegeben ist. Eine systemgestützte jährliche Überprüfung der Risikobewertung wurde mit dem Geschäftsjahr 2023 eingeführt.

Ab dem Geschäftsjahr 2024 erfolgt eine regelmäßige Berichterstattung und Dokumentation der steuerlichen Risiken in den einzelnen Prozessen einschließlich der Maßnahmen und Kontrollen. Hierzu erfolgt auch eine systemseitige Anpassung, um eine bessere Auswertbarkeit zu gewährleisten.

Chancenbericht

Chancen sieht die SWE S GmbH innerhalb der SWE Gruppe in der Integration von dezentral organisierten Querschnittsaufgaben und der Schaffung des daraus resultierenden Mehrwerts für die SWE Gruppe, in der Weiterentwicklung von Self Services, welche zu Ressourcenoptimierungen über Unternehmensgrenzen hinweg führen, in einer verbesserten und zielgerichteten Zusammenarbeit mit der SWE D GmbH, in einer kundenorientierten und transparenten Prozessoptimierung sowie in einer zukunftsfähigen Personalausstattung.

Außerhalb der SWE Gruppe sieht die SWE S GmbH ihr Potenzial in einem breiten Dienstleistungsangebot sowie in der Geschäftsfeldentwicklung auf den Gebieten E-Mobilität und Breitband.

Die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft wird zudem durch ein angemessenes Budget für IT-Projekte sowie strukturierte Organisations- und Prozessoptimierungen mit dem Ziel der Erhöhung des Automatisierungsgrades gesichert.

Darüber hinaus sieht die SWE S GmbH eine große Chance in der zentralen Geschäftsführung des Kompetenzfeldes Service. Sie bietet die Möglichkeit, das vernetzte Planen, Arbeiten und Kommunizieren zwischen der SWE S GmbH und der SWE D GmbH zu intensivieren und zu qualifizieren. Es sollen Austauschplattformen und Kooperationsmodelle geschaffen werden, die über die bereits sehr gute Projektarbeit hinausgehen. Gerade im Hinblick auf die drei SAP-Transformationen tragen die beiden Shared-Service-Gesellschaften eine hohe Verantwortung für die Zukunftsfähigkeit der SWE Gruppe.

 

Erfurt, 28. März 2024

SWE Service GmbH

Mirko Utecht, Geschäftsführer

[1] Sachverständigenrat - https://www.sachverstaendigenratwirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/gutachten/jg202324/JG202324_Gesamtausgabe.pdf, Jahresgutachte 2023/2024

[2] Tagesschau - https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/tarifrunde-127.html, 15.12.2023

[3] Eintrittswahrscheinlichkeitsklassen - Gering (0% bis 20%) - Mittel (20% bis 50%) - Hoch (50% bis 100%)

[4] Auswirkungsklassen - Niedrig (25 bis 50 TEUR) - Moderat (50 bis 100 TEUR) - Wesentlich (100 bis 250 TEUR) - Gravierend (250 bis 1.000 TEUR)

[5] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1046/umfrage/inflationsrate-veraenderung-des-verbraucherpreisindexes-zum-vorjahr/ (aufgerufen am 08.01.2024)

[1] ntv - https://www.n-tv.de/panorama/Coronavirus-aktuelle-Zahlen-Daten-zur-Corona-Lage-in-Deutschlandarticle21604983.html, 11.12.2023

[2] Sachverständigenrat - https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/jahresgutachten-2023.html Jahresgutachten 2023/2024

[3] Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2023 - https://gemeinschaftsdiagnose.de/wpcontent/uploads/2023/10/IfW_Kiel_GD_2_2023_RZ_3_web.pdf, 28.09.2023

[4] Sachverständigenrat - https://www.sachverstaendigenratwirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/gutachten/jg202324/JG202324_Gesamtausgabe.pdf, Jahresgutachte 2023/2024

[5] Tagesschau - https://www.tagesschau.de/wirtschaft/arbeitsmarkt/interview-enzo-weber-arbeitsmarkt-fachkraeftemangel100.html, 06.12.2023

[6] Tagesschau - https://www.tagesschau.de/wirtschaft/arbeitsmarkt/interview-enzo-weber-arbeitsmarkt-fachkraeftemangel100.html, 06.12.2023

[7] Destatis - https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/12/PD23_466_611.html, 08.12.2023

[8] https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html, 07.02.2024

[9] Ifo Institut, https://www.ifo.de/fakten/2023-11-29/etwas-mehr-unternehmen-wollen-ihre-preise-erhoehen, Konjunkturumfrage, 29.11.2023

[10] Destatis - https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/12/PD23_466_611.html, 08.12.2023

[11] Sparkasse - https://www.sparkasse.de/aktuelles/inflation-aktuell.html, 01.12.2023

[12] WirtschaftsWoche - https://www.wiwo.de/politik/deutschland/strom-und-gaspreise-schlechte-nachricht-fuer-verbraucherenergiepreisbremsen-laufen-doch-zum-jahresende-aus/29522434.html, 24.11.2023

[13] Sparkasse - https://www.sparkasse.de/aktuelles/inflation-aktuell.html, 01.12.2023

[14] Business Insider - https://www.businessinsider.de/wirtschaft/ezb-leitzins-zinsen-sinken-frueher-schneller-tiefer-sagt-diedeutsche-bank-soft-landing/, 10.12.2023

[15] Tagesschau - https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/tarifrunde-127.html, 15.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN 259.999,60 388.981,91
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 170.302,26 315.407,38
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen rechten und Werten 149.510,56 278.210,69
2. Geleistete Anzahlungen 20.791,70 37.196,69
II. Sachanlagen 89.697,34 73.574,53
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.807,97 894,83
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.460,63 9.393,26
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 76.428,74 63.286,44
B. UMLAUFVERMÖGEN 68.367.824,32 103.762.874,98
I. Vorräte 619.356,20 167.862,13
1. Unfertige Leistungen 619.356,20 167.862,13
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 33.283.350,83 20.758.683,55
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.616,11 2.370,78
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 33.262.004,03 20.641.913,67
davon gegen Gesellschafter 850.421,49 € (Vorjahr 976.915,21 €)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 8.730,69 114.399,10
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 34.465.117,29 82.836.329,30
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 9.176,87 8.257,76
68.637.000,79 104.160.114,65

PASSIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. EIGENKAPITAL 408.556,36 263.418,16
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklage 150.292,40 150.292,40
III. Gewinnrücklagen 208.263,96 63.125,76
Andere Gewinnrücklagen 208.263,96 63.125,76
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE ZUM ANLAGEVERMÖGEN 43.623,96 56.160,84
C. RÜCKSTELLUNGEN 4.976.878,79 5.032.548,32
1. Rückstellungen für Pensionen 1.222.844,00 1.260.909,00
2. Sonstige Rückstellungen 3.754.034,79 3.771.639,32
D. VERBINDLICHKEITEN 63.207.441,68 98.805.987,33
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 23,51 97.700,47
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 486.007,41 264.595,99
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 62.592.293,22 98.318.728,70
davon gegenüber Gesellschafter 16.769.251,72 € (Vorjahr 22.268.422,30)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 129.117,54 124.962,17
davon aus Steuern 126.315,09 € (Vorjahr 111.317,13 €)
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 500,00 2.000,00
68.637.000,79 104.160.114,65

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 18.521.228,52 16.734.894,48
2. Verminderung / Erhöhung des Bestandes an unfertigen Leistungen 451.494,07 167.862,13
3. Aktivierte Eigenleistungen 2.494,80 0,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 439.570,11 419.574,42
5. Materialaufwand 269.541,27 214.829,83
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 135.671,49 74.377,87
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 133.869,78 140.451,96
6. Personalaufwand 13.494.999,77 12.384.694,83
a) Löhne und Gehälter 11.187.399,32 10.286.081,64
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 2.307.600,45 2.098.613,19
davon für Altersversorgung 306.945,48 € (Vorjahr 284.326,05 €)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 227.306,97 278.558,42
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.519.237,41 4.475.400,23
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.656.533,97 359.631,04
davon Erträge aus Abzinsung 2.996,06 € (Vorjahr 1.355,74 €)
davon aus verbundenen Unternehmen 957.520,81 € (Vorjahr 194.714,83 €)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.415.097,85 338.151,67
davon Aufwendungen aus Aufzinsung 39.998,13 € (Vorjahr 32.197,73 €)
davon an verbundene Unternehmen 2.367.291,37 € (Vorjahr 301.298,65 €)
11. Ergebnis nach Steuern 145.138,20 -9.672,91
12. Erträge aus Verlustübernahme 0,00 9.672,91
13. Jahresüberschuss 145.138,20 0,00
14. Einstellung in Gewinnrücklagen
- in andere Rücklagen 145138,2 0
15. Bilanzgewinn 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die SWE Service GmbH (SWE S GmbH) hat ihren Sitz in Erfurt unter der Geschäftsadresse Magdeburger Allee 34, 99086 Erfurt und wird im Handelsregister B des Amtsgerichts Jena unter der Registernummer HRB 111115 geführt.

Der Jahresabschluss ist unter Beachtung des Gesellschaftsvertrages gemäß den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des 3. Buches des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt worden. Ergänzend wurden die Vorschriften des GmbH-Gesetzes berücksichtigt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Von der Möglichkeit, Berichtspflichten im Anhang statt in der Bilanz oder in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfüllen, wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Die SWE S GmbH wird als 100 %ige Tochter der SWE Stadtwerke Erfurt GmbH (SWE GmbH), Erfurt, in den Konzernabschluss der SWE GmbH einbezogen; mit dieser besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

II. Angaben und Erläuterungen zu Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten (bzw. Einbringungswerten) vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Den linearen Abschreibungen liegen grundsätzlich die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern, welche an die amtlichen Afa-Tabellen angelehnt sind, zu Grunde.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen ausgewiesen. Die linearen Abschreibungen werden auf Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern, in Anlehnung an die amtlichen Afa-Tabellen, vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von 250,01 € bis 800,00 € werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und grundsätzlich einzeln inventarisiert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nominalwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die flüssigen Mittel werden zum Nominalwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit diese Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem darstellen.

Das Stammkapital ist zum Nennwert bilanziert.

Investitionszuschüsse werden unter dem Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen ausgewiesen und korrespondierend zur Abschreibungsdauer der bezuschussten Sachanlagen aufgelöst.

Die Pensionsrückstellungen sind gemäß den handelsrechtlichen Vorschriften für Direktzusagen nach der Projected-Unit-Credit-Methode bzw. für leistungsbezogene Zusagen nach dem Teilwertverfahren, unter Anwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck, nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß der Gutachten der Mercer Deutschland GmbH mit einem Rechnungszinsfuß von 1,83 % (Vorjahr 1,79 %) berechnet. Der Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen von 15 Jahren. Der Rententrend wurde ab Beginn der Altersrente mit 1,00 % bzw. 2,00 % (Vorjahr 1,00 % bzw. 2,00 %) Steigerung p.a. berücksichtigt. Die Pensionsrückstellung wird in Anwendung des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB soweit möglich mit dem Rückdeckungsversicherungsanspruch saldiert. Die Zinsaufwendungen der Verpflichtung sowie Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Abzinsungssatzes und aus Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens werden in den Finanzierungsaufwendungen verrechnet ausgewiesen.

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und der Bewertung der Rückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt 11 T€ (Vorjahr 61 T€). Dieser Betrag ist grundsätzlich gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB für Ausschüttungen gesperrt, jedoch gemäß BMF-Schreiben vom 23. Dezember 2016 (IV C 2 - S 2770/16/10002) nicht in die Abführungssperre im Sinne des § 301 AktG einzubeziehen.

Die SWE S GmbH führte im Berichtsjahr Beiträge in Höhe von 316.887,18 € an die ZVK Thüringen (Zusatzversorgungskasse), Artern ab. Der Zusatzbeitrag im Jahr 2023 betrug 5,60 % und wird bis 2025 auf 5,80 % ansteigen. Er gliedert sich in einen Arbeitnehmer- sowie einen Arbeitgeberanteil. Für diese mittelbaren Pensionsverpflichtungen wird gemäß Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB keine Rückstellung gebildet. Eine Aufteilung der zukünftigen Versorgungsverpflichtungen der ZVK Thüringen, die sich aus den Anwartschaften der angemeldeten Pflichtversicherten und Rentenberechtigten ergeben, ist mit vertretbarem Aufwand nicht ermittelbar.

Die Bewertung der Rückstellung für Altersteilzeit erfolgt nach den Regelungen der IDW Stellungnahme IDW RS HFA 3 vom 19. Juni 2013. Hierbei wird ein Rechnungszinssatz von 1,05 % (Vorjahr 0,52 %) sowie ein Gehaltstrend mit 2,75 % (Vorjahr 2,75 %) berücksichtigt.

Die Jubiläumsrückstellung ist unter Verwendung der Projected-Unit-Credit-Methode mit einem Rechnungszinssatz von 1,76 % (Vorjahr 1,45 %) sowie einem Gehaltstrend von 2,75 % (Vorjahr 2,75 %) unter Anwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck berechnet. Für die Berücksichtigung der Fluktuation werden alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten verwendet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung und werden zum Erfüllungsbetrag passiviert. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen - von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten - Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 S. 1 HGB).

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten wird für Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Erträge für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen, gebildet.

III. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

Der Bestand und die Entwicklung des Anlagevermögens im Berichtszeitraum sind in der gesonderten Übersicht "Entwicklung des Anlagevermögens" dargestellt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen den Cash-Pool für das Zentrale Finanzmanagement in Höhe von 25.133 T€ (Vorjahr 17.877 T€) und interne Kredite in Höhe von 7.100 T€ (Vorjahr 2.300 T€), davon haben die Kredite in Höhe von 3.050 T€ (Vorjahr 1.600 T€) eine Laufzeit von über einem Jahr. Die restlichen Forderungen haben, analog zum Vorjahr, eine Laufzeit von weniger als einem Jahr und betreffen mit 458 T€ solche aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegen die Gesellschafterin SWE GmbH entfallen auf folgende Positionen:

Bezeichnung 31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
Verwahrentgelt Cash-Pool 13 13
Lieferungen und Leistungen 196 55
Kapitalertragsteuer 490 43
Umsatzsteuer 13 0
Verlustübernahme durch SWE GmbH 0 10
Summe 712 121

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen basieren auf versicherungsmathematischen Gutachten. Die Pensionsrückstellungen beinhalten den Erfüllungsbetrag in Höhe von 1.345 T€ (Vorjahr 1.375 T€) sowie den beizulegenden Zeitwert des Anspruchs aus der Rückdeckungsversicherung in Höhe von 122 T€ (Vorjahr 114 T€). Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens entsprechen dem Deckungskapital des Versicherungsvertrages und damit dem beizulegenden Zeitwert. Durch das Gebot der Saldierung der Rückdeckungsversicherungsansprüche mit den Pensionsrückstellungen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB werden die Rückstellungen mit einem Saldo in Höhe von 1.223 T€ (Vorjahr 1.261 T€) ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen insbesondere Personalverpflichtungen in Höhe von 2.771 T€ (Vorjahr 2.770 T€), Rückstellungen für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen in Höhe von 349 T€ (Vorjahr 360 T€) sowie Rückstellungen für die im Rahmen der Dienstleistungsverträge mit den Unternehmen der SWE Gruppe anfallenden Aufwendungen für die Unterstützung bei der Jahresabschlusserstellung in Höhe von 236 T€ (Vorjahr 218 T€) und eigene Jahresabschlusskosten in Höhe von 54 T€ (Vorjahr 39 T€).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Einlagen in den Cash-Pool für das Zentrale Finanzmanagement in Höhe von 62.231 T€ (Vorjahr 98.066 T€).

Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin SWE GmbH entfallen auf folgende Positionen:

Bezeichnung 31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
Umsatzsteuer 0 39
Lieferungen und Leistungen 16 5
Cash-Pool 16.745 22.224
ATZ Entgelt + Avalprovision 8 0
Summe 16.769 22.268

IV. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

Umsatzerlöse 2023
T€
2022
T€
innerhalb der SWE Gruppe 18.488 16.718
externe Unternehmen 33 17
Summe 18.521 16.735

Das Unternehmen erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von 18.521 T€ (Vorjahr 16.735 T€). Davon entfallen 18.488 T€ (Vorjahr 16.718 T€) auf konzerninterne Leistungen und 33 T€ (Vorjahr 17 T€) auf Leistungen an externe Unternehmen. Die im Vergleich zum Vorjahr höheren Umsatzerlöse resultieren maßgeblich aus der geplanten Erhöhung des Dienstleistungsentgeltes sowie aus den vertraglich vereinbarten Zusatzleistungen, vor allem aus dem Projektgeschäft.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 440 T€ (Vorjahr 420 T€) sind neben den Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 104 T€ (Vorjahr 66 T€) auch Erträge aus der Auflösung des Sonderposten für Investitionszuschüsse in Höhe von 19 T€ (Vorjahr 23 T€) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von 90 T€ (Vorjahr 11 T€) enthalten.

In den Materialaufwendungen in Höhe von 270 T€ (Vorjahr 215 T€) sind sämtliche Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Leistungen enthalten, die bei der betrieblichen Leistungserstellung angefallen sind. Die Steigerung resultiert aus inflationsbedingt gestiegenen Kosten für die Mittagsverpflegung.

Der Personalaufwand mit 13.945 T€ (Vorjahr 12.385 T€) enthält neben den Aufwendungen für Löhne und Gehälter sowie sozialen Abgaben auch die Aufwendungen für Altersversorgung. Darin enthalten ist auch die Zuführung zur Pensionsrückstellung in Höhe von 24 T€ (Vorjahr 27 T€). Der starke Anstieg der Personalaufwendungen liegt im Wesentlichen an den Auswirkungen der Tarifverhandlungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit 5.519 T€ (Vorjahr 4.475 T€) umfassen im Wesentlichen Aufwendungen für IT-Leistungen mit 1.988 T€ (Vorjahr 1.598 T€), Aufwendungen für Mieten und Pachten mit 1.178 T€ (Vorjahr 1.144 T€) und Aufwendungen für andere Serviceleistungen innerhalb der SWE Gruppe mit 447 T€ (Vorjahr 459 T€). Weiterhin enthalten sind Beratungskosten mit 114 T€ (Vorjahr 141 T€), Aufwendungen für Schadensfälle mit 2 T€ (Vorjahr 92 T€) sowie periodenfremde Aufwendungen mit 22 T€ (Vorjahr 15 T€).

Die Zinsaufwendungen berücksichtigen neben den saldierten Aufwendungen und Erträgen aus Vermögensgegenständen des Deckungsvermögens 20 T€ (Vorjahr 21 T€) auch die saldierten Zinsanteile in Höhe von 3 T€ (Vorjahr 6 T€) aus der Zuführung von Pensionsrückstellungen.

Vom Ergebnis werden gemäß Bestätigung der Gesellschafterin vom 12. Februar 2024 145 T€ in die Gewinnrücklage eingestellt. Entsprechend dem Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Gesellschafterin wird für das Geschäftsjahr demnach kein Gewinn an die SWE GmbH abgeführt (Vorjahr Verlust 10 T€).

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus abgeschlossenen Miet- und Pachtverträgen sowie Wartungsverträgen für Software. Der daraus resultierende Aufwand beträgt im Jahr 2024 voraussichtlich 1.319 T€, davon 1.165 T€ gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Miet-, Pacht- und Wartungsverträge sind unbefristet.

Die Gesellschaft bürgt selbstschuldnerisch für die GWA Gesellschaft für Wasser- und Abwasserservice mbH (GWA mbH) zur Erfüllung der Verpflichtungen aus dem Vertrag zur Trinkwasserverprobung und -analytik vom 1. Oktober 2019 zwischen GWA mbH (Hauptschuldner) und Wasser- und Abwasserzweckverband Apfelstädt-Ohra (Begünstigter) in Höhe von 2 T€. Es handelt sich lediglich um eine allgemeine Sicherheit, eine Inanspruchnahme droht nicht.

Gemäß § 6b Abs. 2 EnWG sind die Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen Unternehmen darzustellen. Die SWE S GmbH hat Dienstleistungsverträge mit der SWE Energie GmbH (SWE E GmbH), der SWE Netz GmbH (SWE N GmbH) und der SWE Erneuerbare Energien GmbH (SWE EE GmbH) über die Erbringung von Dienstleistungen im Rahmen des Shared-Service Modells abgeschlossen. Für diese Leistungen erhält die SWE S GmbH ein Entgelt in Höhe von insgesamt 8.338 T€. Weiterhin sind in den Umsatzerlösen Entgelte aus erbrachten Dienstleistungen in Höhe von 10.150 T€ für die übrigen verbundenen Unternehmen enthalten.

Geschäfte mit verbundenen Unternehmen wurden ausschließlich zu marktüblichen Konditionen durchgeführt.

Der Ausweis der latenten Steuern erfolgt beim Organträger.

Die Anzahl der durchschnittlich Beschäftigten betrug im Berichtszeitraum 258 Mitarbeiter, davon waren 177 Angestellte, 76 Auszubildende und 5 geringfügig Beschäftigte. Die Berechnung erfolgte methodisch gemäß § 267 Abs. 5 HGB.

Die erforderlichen Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB sind im Konzernabschluss der SWE GmbH enthalten.

Geschäftsführer war im Berichtsjahr Herr Mirko Utecht. Die Gesamtbezüge des Geschäftsführers belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 auf 182 T€. Darin enthalten sind das Bruttogehalt in Höhe von 130 T€, die Tantieme des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von 30 T€ sowie die Vergütung für die Bereitstellung eines Dienstfahrzeuges und die Zuschüsse für eine arbeitgeberfinanzierte Altersversorgung. Die Tantieme des Geschäftsjahres 2023 wird im Jahr 2024 vergütet.

Der Konzernabschluss erfolgt durch die SWE GmbH, Erfurt, als Mutterunternehmen des größten Konsolidierungskreises. Der Konzernabschluss wird beim Unternehmensregister elektronisch eingereicht.

VI. Nachtragsbericht

Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit, welche aus dem derzeitigen Ukraine-Krieg entstehen könnten, sind aktuell nicht bekannt. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage der Gesellschaft haben, bestehen nicht.

 

Erfurt, 28. März 2024

SWE Service GmbH

Mirko Utecht, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel)

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.202.700,61 20.011,10 266.943,17 1.955.768,54
2. Geleistete Anzahlungen 37.196,69 11.980,70 28.385,69 20.791,70
2.239.897,30 31.991,80 295.328,86 1.976.560,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.491,39 5.423,87 0,00 6.915,26
2. Technische Anlagen und Maschinen 18.229,98 396,00 4.999,99 13.625,99
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 740.885,97 89.523,67 39.398,39 791.011,25
760.607,34 95.343,54 44.398,38 811.552,50
Summe 3.000.504,64 127.335,34 339.727,24 2.788.112,74
Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1924489,92 148711,23 266943,17 1806257,98
2. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
1924489,92 148711,23 266943,17 1806257,98
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 596,56 510,73 0,00 1.107,29
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.836,72 1.703,64 4.375,00 6.165,36
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 677.599,53 76.381,37 39.398,39 714.582,51
687.032,81 78.595,74 43.773,39 721.855,16
Summe 2.611.522,73 227.306,97 310.716,56 2.528.113,14
Buchwerte
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 149.510,56 278.210,69
2. Geleistete Anzahlungen 20.791,70 37.196,69
170.302,26 315.407,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.807,97 894,83
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.460,63 9.393,26
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 76.428,74 63.286,44
89.697,34 73.574,53
Summe 259.999,60 388.981,91

Erläuterungen zum Tätigkeitsabschluss Elektrizitätsverteilung für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Nach § 6b Absatz 3 EnWG müssen vertikal integrierte Energieversorgungsunternehmen i.S.v. § 3 Nr. 38 EnWG, einschließlich rechtlich selbständiger Unternehmen, die zu einer Gruppe verbundener Elektrizitäts- oder Gasunternehmen gehören und mittelbar oder unmittelbar energiespezifische Dienstleistungen erbringen, für ihre Tätigkeiten jeweils getrennte Konten führen und für jede Tätigkeit eine Bilanz sowie eine Gewinn- und Verlustrechnung nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsrechts aufstellen.

Die SWE Service GmbH (SWE S GmbH) erbringt für die SWE Netz GmbH (SWE N GmbH), SWE Energie GmbH (SWE E GmbH) und SWE Erneuerbare Energien GmbH (SWE EE GmbH) energiespezifische Dienstleistungen. Unter die Regelungen des § 6b EnWG fallen die energiespezifischen Dienstleistungen der Verbrauchsabrechnung sowie des Geografischen Informationssystems (GIS). Diese werden in folgende Tätigkeitsbereiche unterschieden:

(1) Tätigkeitsbereich "Elektrizitätsverteilung":

- Dieser enthält die Leistungen für die Elektrizitätsverteilung der SWE N GmbH.

(2) Tätigkeitsbereich "Gasverteilung":

- Dieser enthält die Leistungen für die Gasverteilung der SWE N GmbH.

(3) Tätigkeitsbereich "giMSB":

- Dieser enthält Leistungen des grundzuständigen Messstellenbetriebs für moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme der SWE N GmbH.

(4) Tätigkeitsbereich "andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors":

- Dieser enthält die Leistungen für den Stromvertrieb der SWE E GmbH und SWE EE GmbH.

(5) Tätigkeitsbereich "andere Tätigkeiten innerhalb des Gassektors":

- Dieser enthält die Leistungen für den Gasvertrieb der SWE E GmbH und SWE EE GmbH.

(6) Tätigkeitsbereich "Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors":

- Dieser enthält die sonstigen Leistungen der SWE S GmbH.

Soweit eine direkte Zuordnung von Konten zu den einzelnen Tätigkeiten nicht möglich ist oder mit unvertretbarem Aufwand im Verhältnis zum erreichten Informationsgewinn verbunden wäre, sind Schlüsselungen vorzunehmen, die sachgerecht und für Dritte nachvollziehbar sein müssen (§ 6b Abs. 3 Satz 5 EnWG). Grundsätzlich sollten möglichst wenige und ggf. jährlich zu aktualisierende Schlüssel angewandt werden. Unter diesem Aspekt kommen für die Zuordnung folgende Basisschlüssel in Betracht:

(1) Umsatzschlüssel,

- Der Umsatzschlüssel ergibt sich aus dem Verhältnis der Umsatzerlöse des entsprechenden Unternehmens zu dem Gesamtumsatz der SWE S GmbH.

(2) Dienstleistungsentgeltschlüssel,

- Der Dienstleistungsentgeltschlüssel wird auf Basis der Dienstleistungsentgelte, welche von der SWE N GmbH an die SWE S GmbH entrichtet werden, nach Elektrizität und Gas ermittelt. Die Verteilung bei der Verbrauchsabrechnung orientiert sich am Netzkundenschlüssel, welcher sich aus der Anzahl der Messlokationen je Tätigkeiten zusammensetzt. Die Verteilung des GIS erfolgt anhand der Tätigkeitserfassung der Mitarbeiter*innen in der SWE S GmbH.

(3) Kundenschlüssel,

- Die Schlüsselung nach Kundenstellen wird bei der Verteilung der Leistungen nach Elektrizität und Gas für die SWE E GmbH genutzt und basiert auf der Anzahl der Kundenstellen der SWE E GmbH.

(4) Abrechnungsschlüssel

- Grundlage des Abrechnungsschlüssels bilden die Abrechnungsbelege, die an die SWE EE GmbH durch die Verbrauchsabrechnung der SWE S GmbH gelegt werden. Dieser Schlüssel dient zur Aufteilung der Leistungen nach Elektrizität und Gas für die SWE EE GmbH.

Bei der Zuordnung zu Tätigkeiten ist die Gleichbehandlung von korrespondierenden Bilanz- und GuV-Positionen gewährleistet. Die geforderten Teilabschlüsse für die vorgegebenen Tätigkeiten werden aus dem handelsrechtlichen Jahresabschluss abgeleitet und dargestellt. Daraus folgt, dass Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte z. B. in den Bilanzen der einzelnen Tätigkeiten nicht erneut ausgeübt werden.

Der Tätigkeitsabschluss ist für den Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung gemeinsam mit dem Jahresabschluss beim Unternehmensregister zur Bekanntmachung elektronisch einzureichen.

II. Erläuterungen zur Tätigkeitsbilanz

Prinzipiell gilt, dass die Zuweisung der Konten in der Bilanz zu den einzelnen Tätigkeiten analog der korrespondierenden Erträge und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung vorzunehmen ist. Soweit möglich, erfolgt die Zuordnung der Kontensalden direkt. Entweder weist bereits die Kontobezeichnung auf die dazugehörige Tätigkeit hin oder der gebuchte Sachverhalt auf dem jeweiligen Konto ist einer der Tätigkeiten direkt zurechenbar. Ist die direkte Zuordnung eines Kontos auf die einzelnen Aktivitäten nicht oder nur mit unvertretbar hohem Aufwand möglich, werden Schlüssel zur Aufteilung genutzt.

Der Kapitalausgleichsposten wird als Posten eigener Art auf der Aktivseite ausgewiesen.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

III. Erläuterungen zur Tätigkeiten-Gewinn- und Verlustrechnung

Basis der Tätigkeiten-Gewinn- und Verlustrechnung bildet die Kostenstellenrechnung der SWE S GmbH für das Geschäftsjahr 2023. Auf der Grundlage der vorhandenen Kostenstellenstruktur erfolgt die direkte Zuordnung der energiespezifischen Dienstleistungen der Verbrauchsabrechnung und des GIS. Im ersten Schritt wurde eine Aufteilung der Erlöse und Aufwendungen nach Unternehmen anhand des Umsatzschlüssels vorgenommen. Im zweiten Schritt wurden diese mithilfe des unternehmensspezifischen Schlüssels den Tätigkeiten zugeordnet. Die Kostenstellen der allgemeinen Verwaltung (Geschäftsführung sowie übergeordnete Abteilungen und Bereiche) wurden wiederum über sachgerechte Schlüssel den Aufgabengebieten zugeordnet.

 

Erfurt, den 28. März 2024

SWE Service GmbH

Mirko Utecht, Geschäftsführer

Tätigkeiten - Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Tätigkeiten Elektrizitätsverteilung 31.12.2023
Tätigkeiten Elektrizitätsverteilung 31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN 12.595,00 9.280,82
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4.726,55 7.237,01
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.726,55 7.237,01
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
II. Sachanlagen 7.868,45 2.043,81
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.868,45 2.043,81
B. UMLAUFVERMÖGEN 0,00 9.969,09
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 0,00 9.969,09
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 9.969,09
C. KAPITALAUSGLEICHSPOSTEN 252.627,21 229.655,02
265.222,21 248.904,93

PASSIVA

Tätigkeiten Elektrizitätsverteilung 31.12.2023
Tätigkeiten Elektrizitätsverteilung 31.12.2022
A. EIGENKAPITAL 19.679,71 8.258,18
I. Gezeichnetes Kapital 3.810,00 3.650,00
II. Gewinnrücklagen 15.869,71 4.608,18
Andere Gewinnrücklagen 15.869,71 4.608,18
B. RÜCKSTELLUNGEN 245.542,50 240.646,75
1. Rückstellungen für Pensionen 33.273,92 32.747,78
2. Sonstige Rückstellungen 212.268,58 207.898,97
265.222,21 248.904,93

Tätigkeiten - Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Tätigkeiten
Elektrizitätsverteilung
2023
2022
1. Umsatzerlöse 1.412.300,16 1.222.342,34
2. Sonstige betriebliche Erträge 18.568,89 26.664,86
3. Materialaufwand 14.636,10 9.005,51
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 14.636,10 7.940,74
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 0 1.064,77
4. Personalaufwand 1.064.991,22 929.208,97
a) Löhne und Gehälter 880.680,40 764.933,50
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 184.310,82 164.275,47
davon für Altersversorgung 24.525,81 21.611,54
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 14.712,81 26.080,75
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 339.547,62 260.891,03
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0 1.835,03
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.163,03 2.011,03
davon Aufwendungen aus Aufzinsung 2.421,76 1.607,37
9. Ergebnis nach Steuern -6.181,73 23.644,94
10. Erträge aus Verlustübernahme 6.181,73 -23.644,94
11. Jahresüberschuss 0 0

Tätigkeiten - Rückstellungsspiegel zum 31. Dezember 2023

Tätigkeiten Elektrizitätsverteilung
31.12.2022
Verbrauch Auflösung Aufzinsung Zuführung 31.12.2023
RÜCKSTELLUNGEN 240.646,76 108.335,70 2.211,77 1.629,26 113.813,95 245.542,50
1. Rückstellungen für Pensionen 32.747,78 1.025,45 110,45 239,13 1.422,91 33.273,92
Personalrückstellungen
- Altersteilzeit 108.459,58 51.737,32 0,00 795,85 45.757,52 103.275,63
- Übrige 54.414,05 32.387,71 836,66 190,58 38.886,11 60.266,37
Archivierung 26.309,83 4.932,29 1.130,57 403,70 5.953,21 26.603,88
Jahresabschlusskosten 18.715,52 18.252,93 134,09 0,00 21.794,20 22.122,70
2. Sonstige Rückstellungen 207.898,98 107.310,25 2.101,32 1.390,13 112.391,04 212.268,58

Erläuterungen zum Tätigkeitsabschluss Gasverteilung für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Nach § 6b Absatz 3 EnWG müssen vertikal integrierte Energieversorgungsunternehmen i.S.v. § 3 Nr. 38 EnWG, einschließlich rechtlich selbständiger Unternehmen, die zu einer Gruppe verbundener Elektrizitäts- oder Gasunternehmen gehören und mittelbar oder unmittelbar energiespezifische Dienstleistungen erbringen, für ihre Tätigkeiten jeweils getrennte Konten führen und für jede Tätigkeit eine Bilanz sowie eine Gewinn- und Verlustrechnung nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsrechts aufstellen.

Die SWE Service GmbH (SWE S GmbH) erbringt für die SWE Netz GmbH (SWE N GmbH), SWE Energie GmbH (SWE E GmbH) und SWE Erneuerbare Energien GmbH (SWE EE GmbH) energiespezifische Dienstleistungen. Unter die Regelungen des § 6b EnWG fallen die energiespezifischen Dienstleistungen der Verbrauchsabrechnung sowie des Geografischen Informationssystems (GIS). Diese werden in folgende Tätigkeitsbereiche unterschieden:

(1) Tätigkeitsbereich "Elektrizitätsverteilung":

• Dieser enthält die Leistungen für die Elektrizitätsverteilung der SWE N GmbH.

Tätigkeiten - Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Tätigkeiten Gasverteilung 31.12.2023
Tätigkeiten Gasverteilung 31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN 2.456,78 2.695,37
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 859,65 2.002,52
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 859,65 2.002,52
II. Sachanlagen 1.597,13 692,85
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.597,13 692,85
B. UMLAUFVERMÖGEN 0,00 5.191,27
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 0,00 5.191,27
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 5.191,27
C. KAPITALAUSGLEICHSPOSTEN 65.849,59 73.250,80
68.306,37 81.137,44

PASSIVA

Tätigkeiten Gasverteilung 31.12.2023
Tätigkeiten Gasverteilung 31.12.2022
4.442,14 2.534,02
A. EIGENKAPITAL 860,00 1.120,00
I. Gezeichnetes Kapital 3.582,14 1.414,02
II. Gewinnrücklagen 3.582,14 1.414,02
Andere Gewinnrücklagen 63.864,23 78.603,42
B. RÜCKSTELLUNGEN 5.671,62 8.733,92
1. Rückstellungen für Pensionen 58.192,61 69.869,50
2. Sonstige Rückstellungen 68.306,37 81.137,44

Tätigkeiten - Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

1. Umsatzerlöse 317.770,59 374.197,54
2. Sonstige betriebliche Erträge 5.843,83 8.774,75
3. Materialaufwand 3.949,90 3.186,33
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 3.949,90 2.800,70
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 0 385,63
4. Personalaufwand 228.122,08 281.201,09
a) Löhne und Gehälter 188.309,56 231.543,05
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 39.812,52 49.658,04
davon für Altersversorgung 5.249,83 6.538,73
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.972,52 8.628,30
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 78.117,17 88.150,34
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0 647,21
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 810,96 677,58
davon Aufwendungen aus Aufzinsung 610,95 535,21
9. Ergebnis nach Steuern 7.641,79 1.775,87
10. Aufwendungen aus Gewinnabführung -7.641,79 -1.775,87
11. Jahresüberschuss 0 0

Tätigkeiten - Rückstellungsspiegel zum 31. Dezember 2023

Tätigkeiten Gasverteilung
31.12.2022
Verbrauch Auflösung Aufzinsung Zuführung 31.12.2023
RÜCKSTELLUNGEN 78.603,42 37.851,31 654,83 370,88 23.396,07 63.864,23
1. Rückstellungen für Pensionen 8.733,92 3.068,78 26,90 33,38 0,00 5.671,62
Personalrückstellungen
- Altersteilzeit 39.881,41 14.749,48 0,00 203,37 10.147,38 35.482,68
- Übrige 16.172,10 11.453,03 239,87 43,01 7.189,08 11.711,29
Archivierung 8.073,15 2.955,72 346,92 91,12 1.143,43 6.005,06
Jahresabschlusskosten 5.742,84 5.624,30 41,14 0,00 4.916,18 4.993,58
2. Sonstige Rückstellungen 69.869,50 34.782,53 627,93 337,50 23.396,07 58.192,61

Sonstiger Berichtsbestandteil

Auszug aus dem Festlegungsprotokoll über die 49. Versammlung der Gesellschafter der SWE Service GmbH (SWE S GmbH) am 29. April 2024 in Erfurt

Tagesordnungspunkt 2

Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 der SWE Service GmbH

Beschluss SWE S GV 290424-2:

Die Gesellschafterversammlung stellt den vorgelegten Jahresabschluss 2023 per 31. Dezember 2023 der SWE Service GmbH fest.

 

Erfurt, 25. Juli 2024

Peter Zaiß, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung

Tobias Gazda, Protokollführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SWE Service GmbH, Erfurt

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SWE Service GmbH, Erfurt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SWE Service GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DER EINHALTUNG DER RECHNUNGSLEGUNGSPFLICHTEN NACH § 6B ABS. 3 ENWG

Prüfungsurteile

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten Elektrizitätsverteilung und Gasverteilung nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung des Tätigkeitsabschlusses - geprüft.

• Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

• Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen die beigefügten Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,

• ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und

• ob die Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG entsprechen.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.

 

Erfurt, 28. März 2024

BBH AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jürgen Gold, Wirtschaftsprüfer

Bianca Engel, Wirtschaftsprüferin

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