SINGLE TEMPERIERTECHNIK GMBH

Ostring 17, 73269 Hochdorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 214065
Eingetragen
2.3.2000
Branche
Herstellung von Heizkörpern für ZentralheizungenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Temperaturregelgeräten und allen damit zusammenhängenden Vorrichtungen, Apparaten und Anlagen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ulrich Walk
seit 6.11.2023
Geschäftsführer
Michael Konrad
seit 7.4.2022
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
SINGLE Holding GmbH
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
SINGLE Holding GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SINGLE TEMPERIERTECHNIK GMBH

Hochdorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 40.255,00 80.510,00
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 21.140,00 71.125,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 2,50 2,50
61.397,50 151.637,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 26.876,00 30.317,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 21.250,50 36.020,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 132.819,50 170.743,50
180.946,00 237.081,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
25.000,00 25.000,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 57.563,00 19.554,76
57.563,00 19.554,76
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 59.381,71 14.645,50
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.919.748,41 3.253.502,09
3. Sonstige Vermögensgegenstände 127.783,00 965.372,36
6.106.913,12 4.233.519,95
III. Flüssige Mittel 826,94 1.361,03
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.976,91 15.496,39
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 6.380.537,25 6.542.479,06
12.816.160,72 11.226.129,69

Passiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 8.705.735,43 8.705.735,43
III. Verlustvortrag -15.273.214,49 -15.825.741,92
IV. Jahresüberschuss 161.941,81 552.527,43
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 6.380.537,25 6.542.479,06
0,00 0,00
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 6.607.491,00 6.917.252,00
2. Steuerrückstellungen 111.323,00 209.575,00
3. Sonstige Rückstellungen 168.355,58 397.431,55
6.887.169,58 7.524.258,55
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 459.818,93 199.173,33
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 53.272,37
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 71.458,44 92.330,84
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.285.850,64 3.296.492,21
5. Sonstige Verbindlichkeiten 111.863,13 60.602,39
5.928.991,14 3.701.871,14
12.816.160,72 11.226.129,69

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 5.353.195,38 29.730.999,96
2. Erhöhung (i. V. Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 79.534,11 -1.924.519,06
3. Sonstige betriebliche Erträge 238.702,38 806.904,73
5.671.431,87 28.613.385,63
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 130.143,82 14.021.651,13
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 48.984,79 812.269,52
179.128,61 14.833.920,65
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.871.936,50 3.450.040,71
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 717.474,19 914.085,00
3.589.410,69 4.364.125,71
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 153.058,89 164.485,46
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.387.873,02 7.933.449,79
361.960,66 1.317.404,02
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 100.554,76 402.638,47
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 99.067,09 361.548,12
-199.621,85 -764.186,59
10. Ergebnis nach Steuern 162.338,81 553.217,43
11. Sonstige Steuern 397,00 690,00
12. Jahresüberschuss 161.941,81 552.527,43

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen

I. Allgemeine Angaben

Die Single Temperiertechnik GmbH hat ihren Sitz in Hochdorf und wird unter HRB 214065 beim Amtsgericht Stuttgart geführt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden hinsichtlich der Bewertung und des Ausweises die Vorschriften des Handelsgesetzbuches, des GmbH-Gesetzes und die Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages beachtet. Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgen unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Zum 31. Dezember 2023 besteht ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von TEUR 6.381. Die Gesellschaft ist somit bilanziell überschuldet. Diese Überschuldung resultiert insbesondere aus den planmäßigen Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert aus der Vergangenheit. Die Finanzierung erfolgt im Wesentlichen aus Gesellschaftermitteln, welche von der Single Group GmbH zur Verfügung gestellt werden. Die Finanzierung der Single Group GmbH wiederum, erfolgt durch ein festverzinsliches Darlehen der SIHAG über 7,0 Mio. EUR mit einer Laufzeit von 5 Jahren. Das Darlehen wurde zu marktüblichen Konditionen im Jahr 2015 ausgereicht und wurde Anfang 2020 um weitere 5 Jahre verlängert. Zudem existiert noch ein Bankdarlehen über TEUR 3.200 mit einer Laufzeit bis Ende 2024 sowie ein KfW Darlehen mit TEUR 1.125. Im Dezember 2023 wurde durch die finanzierenden Banken ein Sanierungsgutachten nach IDW- S6 Standard angefordert. Dieses Gutachten wurde im Zeitraum Januar - Juni 2024 erstellt und bildet die Grundlage für einen Sanierungsprozess bis Ende 2026. Die Finanzierung für den gesamten Sanierungszeitraum bis Ende 2026 wurde über einen Kreditvertrag mit den Finanzierungspartnern sichergestellt, der am 27.06.2024 unterzeichnet wurde.

II. Anlagevermögen

1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Materialkosten, Einzelkosten sowie angemessene Teile zugehöriger Gemeinkosten. Alle Anlagengegenstände werden dabei einzeln anhand ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauern betragen zwischen 3 und 21 Jahren.

2. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG werden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben.

3. Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vermindert um Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert, am Bilanzstichtag bewertet.

III. Umlaufvermögen

1. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind zum 31.7.2022 an die Single Group GmbH verkauft worden. Es sind noch kleine Bestandwerte vorhanden, dabei handelt es sich um angearbeitete Fertigungsaufträge für die Single Group GmbH.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet, wobei Risiken im Forderungsbestand angemessen berücksichtigt werden. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos und des nachlaufenden Skontoaufwands werden Pauschalwertberichtigungen gebildet. Kurzfristige Forderungen in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr waren zum Devisenkassamittelkurs bewertet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss realisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Zum 31.12.23 gibt es keine Forderung in Fremdwährung mehr.

3. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

4. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

IV. Passivposten

1. Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages nach Maßgabe der voraussichtlichen Inanspruchnahme durch die Gesellschaft bemessen. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt wurde, abgezinst.

2. Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Verbindlichkeiten in fremder Währung sind zum 31.12.2023 nicht mehr vorhanden.

V. Angaben zu Pensionsrückstellungen

1. Die in den Rückstellungen enthaltenen Pensionsrückstellungen basieren auf einem versicherungsmathematischen Gutachten und sind nach der Projected-Unit-Credit-Methode und unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet worden. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzins bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Der Rechnungszinssatz beträgt 1,82% (10-Jahres-Durchschnitt) für Altersvorsorgeverpflichtungen und 1,72% (7-Jahres-Durchschnitt) für den Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB. Für Gehaltssteigerungen wurde von 0%, für Rentensteigerungen von 0% ausgegangen. Die Fluktuationswahrscheinlichkeit ist mit 0% berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag (§ 253 Abs. 6 HGB) zum 31. Dezember 2023 beträgt EUR 101.669,00 und ist ausschüttungsgesperrt.

2. Zum 31. Dezember 2023 bestehen nicht in der Bilanz ausgewiesene Pensionsverpflichtungen aus der im Jahr 2010 erfolgten Umstellung auf das BilMoG in Höhe von EUR 68.379. In Anwendung des Übergangswahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB soll der ursprüngliche Unterschiedsbetrag über eine Laufzeit von 15 Jahren verteilt werden. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte entsprechend der Vorgehensweise im Vorjahr eine Zuführung zu den Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 68.375,00, die nach den Regelungen durch das BilRUG in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen wird. Im Vorjahr war die Zuführung ebenfalls in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.

3. Pensionsverpflichtungen wurden in Höhe von EUR 6.607.491,00 gebildet. Innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung wurden Zinsaufwendungen aus der Pensionsverpflichtung in Höhe von EUR 79.254 ausgewiesen.

VI. Angaben zu Altersteilzeitrückstellungen

Die Rückstellung für Altersteilzeit beträgt 194.098 €.

B. Angaben zur Bilanz

I. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.

II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Restlaufzeit
Gesamt unter 1 Jahr über 1 Jahr
Art der Forderung TEUR TEUR TEUR
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 59 59 0
Vorjahr 15 15 0
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.920 5.920 0
Vorjahr 3.254 3.254 0
3. Sonstige Vermögensgegenstände 128 0 0
Vorjahr 965 375 590
Summe Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 6.107 5.979 0
Vorjahr 4.234 3.644 590

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Vermögenswerte aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 890) ausgewiesen.

Von den Ford gegen verb. Unternehmen entfallen auf Liefer- und Leistungsverkehr TEUR 5.893, davon TEUR 59 gegenüber Single China sowie TEUR 5.834 gegenüber Single Group.

III. Eigenkapital

Es besteht zum 31. Dezember 2023 eine Ausschüttungssperre in Höhe EUR 141.924.

Diese setzt sich zusammen aus dem Unterschied der Pensionsrückstellungen (EUR 101.669,00) und dem Buchwert der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagenvermögens (EUR 40.255,00).

IV. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Urlaubsrückstellungen (TEUR 113) und Berufsgenossenschaftsrückstellungen (TEUR 50).

V. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten zeigen folgende Zusammensetzung:

Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit Gesamt unter 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 460 460 0 0
Vorjahr 199 199 0 0
2. Erhaltene Anzahlungen 0 0 0 0
Vorjahr 53 53 0 0
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 71 71 0 0
Vorjahr 146 146 0 0
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.286 4.863 423 0
Vorjahr 3.296 2.873 423 0
5. Sonstige Verbindlichkeiten 112 112 0 0
Vorjahr 61 61 0 0
- davon aus Steuern 91 91 0 0
Vorjahr 35 35 0 0
Summe Verbindlichkeiten 5.929 5.506 423 0
Vorjahr 3.755 3.332 423 0

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch branchenüblichen Eigentumsvorbehalt gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 5.286 (Vorjahr: TEUR 3.296) aus Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung, hauptsächlich gegenüber der Single Group GmbH (TEUR 4.035). Die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit TEUR 1.251 entfallen auf die Single Distribution GmbH.

C. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den Umsatzerlösen sind TEUR 5.229 aus dem Verkauf an verbundene Unternehmen.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 239 sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 103 und Erträge aus Währungen in Höhe von TEUR 122 enthalten. Die Aufwendungen aus Währungen betragen TEUR 158 und sind in den Sonst. betr. Aufwendungen enthalten.

Unter dem Personalaufwand sind Erträge aus Altersvorsorge in Höhe von TEUR 290 enthalten. Diese resultieren aus der Anpassung der Pensionsrückstellung.

In den Zinsaufwendungen sind TEUR 79 aus der Anpassung der Pensionsrückstellung enthalten.

D. Sonstige Angaben

I. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne des § 285 HGB in Höhe von TEUR 34 (Vorjahr: TEUR 183), die im Wesentlichen KFZ-Leasing betrifft.

II. Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch für Verbindlichkeiten eines verbundenen Unternehmens gegenüber einem Kreditinstitut. Die Verbindlichkeiten valutieren zum Bilanzstichtag mit TEUR 4.325. Für diese Verbindlichkeiten hat die Gesellschaft Sicherheiten in Form einer Globalabtretung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Raumsicherungsübereignungen zur Verfügung gestellt. Zum 31. Dezember 2023 sind diese abgetretenen und sicherungsübereigneten Vermögensgegenstände mit TEUR 6.083 bewertet. Aufgrund der stabilen Vermögenssituation des verbundenen Unternehmens bestehen keine wesentlichen Anhaltspunkte für eine Inanspruchnahme der Gesellschaft aus der gesamtschuldnerischen Haftung.

E. Organe der Gesellschaft

Die Gesellschaft macht von den Erleichterungen des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

Geschäftsführung

Geschäftsführer war im Geschäftsjahr:

Nicolas Beyl (M. Eng.), München bis 31.10.2023

Ulrich Walk, Regensburg ab 01.11.2023

I. Beschäftigte

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug:

2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 57 59
Angestellte 4 9
GESAMT 61 68

F. Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft ist eine Tochtergesellschaft der Single Group GmbH, Hochdorf. Dies ist auch der kleinste Kreis, für den ein Konzernabschluss freiwillig aufgestellt wird, da die Single Group GmbH nach § 293 HGB von der gesetzlichen Aufstellungspflicht befreit ist. Den Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis stellt die SIHAG Swiss Industrial Holding AG, Uetikon am See, Schweiz, auf, der aber nicht in Deutschland publiziert wird.

Anteilsbesitz

Die Gesellschaft besitzt Anteile an folgenden Unternehmen:

Name, Sitz Anteile in % Eigenkapital am 31.12.2023 Jahresergebnis zum 31.12.2023
T EUR T EUR
Single Distribution GmbH, Pforzheim, Deutschland 100,0 25 312

G. Ergebnisverwendung

Der Jahresgewinn in Höhe von EUR 161.941,81 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

H. Nachtragsbericht

Die Finanzierung für den gesamten Sanierungszeitraum bis Ende 2026 wurde über einen Kreditvertrag mit den Finanzierungspartnern sichergestellt, der am 27. Juni 2024 unterzeichnet wurde.

 

Hochdorf, 2. Juli 2024

Single Group GmbH

Ulrich Walk, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens der Single Temperiertechnik GmbH, Hochdorf, im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 201.275,00 0,00 201.275,00
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 705.122.88 0,00 705.122,88
3. Geschäfts- oder Firmenwert 39.282.439,29 0,00 39.282.439,29
40.188.837,17 0,00 40.188.837,17
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 101.091,18 3.162,39 104.253,57
2. Technische Anlagen und Maschinen 264.340,53 0,00 264.340,53
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.684.069,45 3.521,50 1.687.590,95
2.049.501,16 6.683,89 2.056.185,05
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 0,00 25.000,00
25.000,00 0,00 25.000,00
42.263.338,33 6.683,89 42.270.022,22
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 120.765,00 40.255,00 161.020,00
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 633.997.88 49.985,00 683.982.88
3. Geschäfts- oder Firmenwert 39.282.436,79 0,00 39.282.436,79
40.037.199,67 90.240,00 40.127.439,67
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 70.774,18 6.603,39 77.377,57
2. Technische Anlagen und Maschinen 228.320,03 14.770,00 243.090,03
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.513.325,95 41.445,50 1.554.771,45
1.812.420,16 62.818,89 1.875.239,05
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
41.849.619,83 153.058,89 42.002.678,72
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 40.255,00 80.510,00
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 21.140,00 71.125,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 2,50 2,50
61.397,50 151.637,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 26.876,00 30.317,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 21.250,50 36.020,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 132.819,50 170.743,50
180.946,00 237.081,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
25.000,00 25.000,00
267.343,50 413.718,50

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die SINGLE Temperiertechnik GmbH (STG) ist eine Produktionsfirma von Temperiergeräten. Zum Produktionsportfolio zählen hochwertige Temperiersysteme mit Wasser oder Öl als Umlaufmedium, Kältetechnik für Prüfstände sowie individuell konfigurierte und kundenspezifische Sonderserien und Sonderlösungen. Seit August 2022 fertigt die SINGLE Temperiertechnik GmbH ausschließlich für die SINGLE Group GmbH, welche den Vertrieb und die Auftragsabwicklung übernimmt. Bis Ende Juli 2022 hat die Gesellschaft dies noch selbst verantwortet.

Endkunden der gefertigten Produkte von SINGLE sind Kunststoffverarbeiter, Hersteller von Kunststoffmaschinen, die Anwender von Druckgießtechnik, die chemische und pharmazeutische Industrie, die Galvano- und Lebensmitteltechnik sowie die Prüfstandstechnik und die Halbleiterindustrie.

2. Konzernzugehörigkeit

Die SINGLE Temperiertechnik GmbH ist nach § 293 HGB von der Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit. Die SINGLE Group GmbH, Hochdorf, ist als Gesellschafterin der SINGLE Temperiertechnik GmbH, Hochdorf, ebenfalls nach § 293 HGB von der gesetzlichen Aufstellungspflicht befreit. Der größte Kreis der Gesellschaften, die einen Konzernabschluss aufstellen könnten, ist der von SIHAG Swiss Industrial Holding AG, Schweiz, die keiner Registerpublizität in Deutschland unterliegt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Die SINGLE Temperiertechnik GmbH fungiert seit dem 1. August 2022 als Montagegesellschaft inkl. den indirekten Funktionen der Logistik.

Die Gesamtentwicklung in der produzierenden Industrie war in Deutschland im Jahr 2023 leicht rückläufig (-0,5% gegenüber 2022) lt. Statistischem Bundesamt. U.a. deshalb ist diese Industrie immer noch stark kostenorientiert, wobei man nach COVID und dem aktuellen Krieg in der Ukraine schon vereinzelt feststellen kann, dass Unternehmen auch wieder die Produktion nach Deutschland holen. Allerdings überwiegt klar die Kosten- und somit auch Produktivitätssicht in Deutschland bei der sich die Produktionsunternehmen gegen den Wettbewerb, vor allem aus dem Osten, durchsetzen müssen.

2. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die SINGLE Gruppe verwendet zur internen Steuerung folgende bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren, die regelmäßig im Führungskreis sowie gegenüber dem Gesellschafter kommuniziert werden und deren Entwicklung regelmäßig analysiert wird. Hierzu zählen aufgrund des Geschäftsmodells die Umsatzerlöse und das EBIT.

3. Ertragslage

Die SINGLE Temperiertechnik GmbH erwirtschaftete in 2023 einen Umsatz von 5.353 TEUR (Vorjahr 29.731 TEUR). Das Geschäftsjahr endete mit einem EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) von 362 TEUR (Vorjahr 1.317 TEUR). Der Personalaufwand liegt bei 3.589 TEUR (Vorjahr 4.364 TEUR). Die Sonstigen betrieblichen Erträge haben sich reduziert auf 239 TEUR von 807 TEUR im Vorjahr und die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich ebenfalls reduziert auf 1.388 TEUR nach 7.933 TEUR im Vorjahr.

4. Vermögens- und Finanzlage

Das Sachanlagevermögen betrug 181 TEUR (Vorjahr 237 TEUR). Die immateriellen Vermögenswerte betrugen 61 TEUR (Vorjahr 152 TEUR).

Die Rohmaterial-, Halbfertig- und Fertigwarenbestände wurden aufgrund des geänderten Geschäftsmodels verkauft und bestehen noch aus 58 TEUR (Vorjahr 20 TEUR) an noch nicht abgerechneten Leistungen.

Die Forderungen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 5.952 TEUR (Vorjahr 2.765 TEUR) und entfallen mit 59 TEUR (Vorjahr 15 TEUR) auf externe Kunden sowie auf verbundene Unternehmen mit 5.893 TEUR (Vorjahr 2.750 TEUR)

Es bestanden sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 128 TEUR (Vorjahr 965 TEUR). Wesentliche Bestandteile der sonstigen Vermögensgegenstände sind Steuerrückforderungen in Höhe von 101 TEUR.

Die liquiden Mittel betrugen zum Jahresende 1 TEUR (Vorjahr 1 TEUR).

Die Pensionsrückstellungen sind im Geschäftsjahr um 310 TEUR auf 6.607 TEUR gefallen.

Zum 31. Dezember 2023 besteht ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von 6.381 TEUR. Die Gesellschaft ist somit bilanziell überschuldet.

Diese Überschuldung resultiert insbesondere aus den planmäßigen Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert aus der Vergangenheit.

Die Finanzierung erfolgt im Wesentlichen aus Gesellschaftermitteln, welche von der Single Group GmbH zur Verfügung gestellt werden. Die Finanzierung der Single Group GmbH wiederum, erfolgt durch ein festverzinsliches Darlehen der SIHAG über 7,0 Mio. EUR mit einer Laufzeit von 5 Jahren. Das Darlehen wurde zu marktüblichen Konditionen im Jahr 2015 ausgereicht und wurde Anfang 2020 um weitere 5 Jahre verlängert. Zudem existiert noch ein Bankdarlehen über 3.200 TEUR mit einer Laufzeit bis Ende 2024 sowie ein KfW Darlehen mit 1.125 TEUR. Im Dezember 2023 wurde durch die finanzierenden Banken ein Sanierungsgutachten nach IDW-S6 Standard angefordert. Dieses Gutachten wurde im Zeitraum Januar - Juni 2024 erstellt und bildet die Grundlage für einen Sanierungsprozess bis Ende 2026. Die Finanzierung für den gesamten Sanierungszeitraum bis Ende 2026 wurde über einen Kreditvertrag mit den Finanzierungspartnern sichergestellt, der am 27.06.2024 unterzeichnet wurde.

5. Gesamtaussage

Die SINGLE Temperiertechnik GmbH blickt auf ein angespanntes Jahr mit volatilen Dynamiken und einem geändertem Geschäftsmodell zurück. Sukzessive hat sich das neue ERP-System bewährt und die überarbeiteten Prozesse funktionierten um ein Vielfaches besser als im Vorjahr. Trotz weiterhin auftretender Probleme in der Lieferkette, die zu Materialengpässen in der Montage führten, konnte bis zum Jahressende der sehr hohe Auftragsbestand stark zurückgeführt werden, so dass man in das Jahr 2024 gut hineinstarten konnte. Allerdings muss man konstatieren, dass erhebliche Produktivitätsverluste durch den "stop-and-go-Betrieb" im Jahr 2023 hingenommen werden mussten. Diese sind auf die wackligen Lieferketten und eine erhöhte Krankenquote zurückzuführen.

Sukzessive arbeitet man an den notwendigen Produktivitätsverbesserungen in allen Bereichen des Unternehmens und arbeitet zusammen mit dem Betriebsrat an den notwendigen Flexibilisierungsmöglichkeiten zur Sicherung und dem Erhalt des deutschen Standortes. Die Umsetzung der Flexibilisierungsmöglichkeiten und die Steigerung der Produktivität stehen im Mittelpunkt der Herausforderungen und sind ausschlaggebend für die künftige Wirtschaftlichkeit.

III. Chancen- und Risikobericht

Wir sind gesetzlich dazu verpflichtet, auf wesentliche Risiken der zukünftigen Entwicklung, die bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, hinzuweisen. Das laufende Risikomanagement basiert auf einer monatlichen Berichterstattung der wesentlichen Finanzkennzahlen verbunden mit einer Abweichungsanalyse. Auf Basis der in der Berichterstattung enthaltenen Prognosen werden frühzeitig eventuell notwendige Gegenmaßnahmen abgeleitet, welche die Fortführung sicherstellen sollen.

Die Geschäftsleitung sieht im Zuge der bestehenden und erwarteten allgemeinen wirtschaftlichen Gesamtlage und den internen Herausforderungen einer noch notwendigen erhöhten Produktivität sowie Flexibilität eine insgesamt weiterhin erhöhte Risikosituation.

Die angespannte Konjunktur und die stark reduzierten Auftragseingänge in den letzten Monaten führen dazu, dass viele, schon bestellte Aufträge, von den Kunden verschoben werden und somit nur mit starker Verzögerung ausgeliefert werden. Die daraus resultierenden Leerlaufzeiten müssen aufgrund einer ebenfalls angespannten Liquiditätssituation finanziell abgefangen werden. Deshalb hat sich die Geschäftsführung entschlossen die Möglichkeiten der Kurzarbeit in diesem Falle zu nutzen. Weitere Einsparpotentiale bei Unterauslastung und schlechter Produktivitätskennzahlen werden sukzessive abgewogen und je nach Bedarf eingesetzt werden.

Nach Einschätzung der Geschäftsführung wird sich die Situation kurzfristig nicht verbessern, so dass stärkere Einschnitte unabdingbar sind und auch in der SINGLE Temperiertechnik GmbH Kürzungen in allen Bereichen vorgenommen werden müssen, um die Gesellschaft wettbewerbsfähig zu machen. Es müssen neue, flexible und wirtschaftlich sinnvolle Lösungen gefunden und geschaffen werden. Die Finanzierung ist bis Ende 2026 sichergestellt, wenn die Unternehmensentwicklung sich im Sanierungskorridor bewegt.

Der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland und die damit verbundenen Sanktionen gegen Russland stellen für die SINGLE zurzeit kein besonderes hohes Risiko dar, da weder der russische noch der ukrainische Markt für SINGLE eine besondere Relevanz haben. Das Werk in Polen befindet sich 350 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt. Und ist damit, solange sich der Konflikt auf die Ukraine beschränkt, nicht direkt betroffen. Das Risiko einer Ausweitung des Konflikts auf das NATO- Mitglied Polen gilt derzeit als äußerst unwahrscheinlich.

Die Inflation hat sich im Jahr 2023 um 1% gegenüber. Vorjahr (6,9%) zurück entwickelt. Die noch hohen Energiepreise sind für SINGLE gut zu managen, da SINGLE nicht in einer energieintensiven Branche tätig ist. Auswirkungen ergeben sich allerdings immer noch durch angestiegene Materialpreise und auch sonstige Kostensteigerungen belasten das Unternehmen.

In den zurückliegenden Geschäftsjahren hat die SINGLE immer wieder hohe Anstrengungen unternommen, um sich auf schwankende Umsätze und die notwendigen Personalanpassungen einstellen zu können. Eine längere Periode mit einer stark reduzierten Auftragslage ist allerdings nur schwer mit konventionellen Mitteln zu handhaben, so dass Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet werden müssen.

Die finanzielle Situation ist stark von der konjunkturellen Entwicklung in den Hauptmärkten Europa und USA abhängig. SINGLE hat preislich und qualitativ wettbewerbsfähige Produkte, in Nischen mit Wettbewerbsvorteilen, die von den Kunden weltweit nachgefragt werden. Bei der Montage der Temperiergeräte hat sich SINGLE in den letzten beiden Jahren eine sehr gute Ausgangsposition im Wettbewerb erarbeitet und kann mit dem Standort in Polen auf sehr attraktive Bedingungen zurückgreifen. Am Standort in Deutschland muss über eine Anpassung der Kostenstruktur und Produktivitätssteigerungen sowie Flexibilisierungswerkzeuge an der Wettbewerbsfähigkeit gearbeitet werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte man aufgrund stockender Prozesse und Störungen die geplante Produktivität nicht erreichen.

Die finanzielle Situation und das Zahlungsverhalten bei unseren Kunden sind seit Jahren konstant positiv. Es kam zu keinen signifikanten Forderungsausfällen. Durch das Factoring sind mögliche Forderungsausfälle noch weiter reduziert.

Der Euro unterlag während des Jahres 2023 nur kleinen Schwankungen gegenüber dem US-Dollar (~5%. Eine Prognose über die Währungskursentwicklungen in der Zukunft ist schwierig. In Anbetracht eines geplanten wachsenden Umsatzanteils, der direkt in US-$ fakturiert wird, wird auch die zukünftige Absicherung von Währungsrisiken, abhängig von der tatsächlichen Entwicklung, in Betracht gezogen.

Ein weiteres Risiko liegt in der Zinsentwicklung. Die Darlehenszinsen der SINGLE können wahlweise an den 3-/6- Monats Euribor gebunden werden. Der Anstieg war auch in 2023 spürbar. Für den Zeitraum bis Ende 2026 wurden die Zinsen mit der Bank festgelegt. Insbesondere das langfristige Darlehen wird zu gleichen Konditionen weitergeführt. Die kurzfristigen Kontokorrentbedarfe orientieren sich am €STR (Euro Short Term Range) und sind mit einer Risikomarge versehen.

Chancen der SINGLE liegen in einer schnelleren Erholung der Konjunktur und steigenden Marktanteilen, in bereits bedienten Exportmärkten und der Erschließung neuer (Groß-) Kunden, neuen Applikationen sowie in zusätzlichen marktreifen Innovationen. Des Weiteren ist die Kostenstruktur, welche stark durch die Produktivität und Flexibilität beeinflusst wird, bei den Produktionsgesellschaften ausschlaggebend für die Wettbewerbsfähigkeit. Strategisches Ziel bleibt in Deutschland mit anerkannten Fachkräften zu zeigen, dass SINGLE komplexe Temperiertechnik wirtschaftlich attraktiv für die Kunden produzieren kann.

Die am 1. Oktober 2020 gegründete weitere Produktionsgesellschaft der SINGLE Gruppe in Polen hat ihren Marktanteil an Montagedienstleistungen innerhalb der SINGLE Gruppe weiter ausgebaut und im Jahr 2023 die 50% Hürde überwunden. Die Gesellschaft in Polen übernimmt somit nicht mehr nur seriennahe Standardgeräte mit geringer und moderater Komplexität, sondern sukzessive auch komplexere Produktgruppen in kleineren Stückzahlen. Im Jahr 2024 wird die SINGLE Polen für weitere Produkte qualifiziert und vermehrt Aufgaben in der Logistik übernehmen, um als unabhängiger Standort agieren zu können. Die SINGLE Polen trägt durch ihre Produktivität und Flexibilität zu einem bedeutenden Teil zu der Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit in der SINGLE Gruppe bei.

IV. Prognose

Im Jahr 2024 wird die SINGLE Gruppe ein Restrukturierungsprogramm durchlaufen, in das die strategischen Maßnahmen für nachhaltige Optimierungen in der Produktivität und Flexibilität einfließen aber auch Personalmaßnahmen unvermeidbar sind. Auf Basis eines Sanierungsgutachtens ist das Zielbild der SINGLE Temperiertechnik GmbH definiert, um im aktuellen als auch in den Folgejahren umgesetzt zu werden.

Deshalb geht die Geschäftsführung 2024 von einem in jeder Hinsicht schwierigen Jahr aus. Die Finanzierung wurde auf Basis des Gutachtens im Rahmen der darin enthaltenen Planungen für die nächsten Jahre sichergestellt. Das Gutachten sieht große Handlungsbedarfe bei Personalkosten und Prozessverbesserungen, um die Produkte in der erforderlichen Zeit und mit den geplanten Kosten herzustellen.

Da die SINGLE Temperiertechnik GmbH aufgrund ihrer tariflichen Vergangenheit ein grundsätzlich höheres Kostenniveau hat als der Montagestandort in Polen werden künftig an dem deutschen Standort nur noch wenige ausgewählte Produkte hergestellt.

Im Restrukturierungsjahr 2024 geht die Geschäftsleitung von einem EBITDA in Höhe von 538 TEUR aus.

Die für die Sanierung notwendige Liquidität bis zum Ende des Sanierungszeitraums im Dezember 2026 wird über Vereinbarungen mit den Finanzierungspartnern und Gesellschaftern sichergestellt. Die Vereinbarungen wurden am 27. Juni 2024 unterschrieben.

 

Hochdorf, 2. Juli 2024

Ulrich Walk, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Single Temperiertechnik GmbH, Hochdorf

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der Single Temperiertechnik GmbH, Hochdorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Single Temperiertechnik GmbH, Hochdorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen,

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss erstreckt sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 4. Juli 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Patrick Huhn, Wirtschaftsprüfer

Markus Will, Wirtschaftsprüfer

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