CEDS Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marc Knief seit 11.2.2025 | Prokura |
Nikolaus Benecke seit 12.12.2023 | Geschäftsführer |
Holger Bernd Sissingh seit 16.8.2023 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
A*** M**** K*** | 4.84% |
| 3.30% | |
| 1.49% |
| Name | Anteil |
|---|---|
specTra Industriekapital GmbHEigenbeteiligung | 6.70% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
CEDS DURADRIVE GmbHSalzbergenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023der CEDS DURADRIVE GmbH, Salzbergen1. Die Gesellschaft Die CEDS DURADRIVE GmbH (CEDS) entwickelt und fertigt elektrische Antriebe und Generatoren für den Maschinen- und Anlagenbau, die Windkrafttechnik, den maritimen Bereich sowie die Verteidigungsindustrie. Bei Motoren konzentriert sich CEDS auf Servo- und Torque-Motoren bis 1 MW, bei Generatoren auf Synchron- und Asynchronmotoren bis 500 kW. Sämtliche hochkomplexe Produkte werden sowohl elektrisch als auch mechanisch individuell auf die Bedürfnisse der Kundenanwendung konstruiert und gebaut. CEDS sieht sich als Qualitätsführer im Markt für elektrische Antriebe mit über 50-jähriger Erfahrung. Grundsätzlich produziert CEDS als Auftragsfertiger Prototypen, Kleinserien und mittlere Serien auf Bestellung. CEDS betreibt keine eigene Forschung. Da Motoren regelmäßig auf individuelle Kundenbedürfnisse konstruiert werden, erfolgt zum Bau von Prototypen eine permanente Entwicklungsleistung in der mechanischen und elektrischen Konstruktionsabteilung. In diesem Bereich arbeiten insgesamt 8 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 2. Gesamtwirtschaftliches Umfeld Das Jahr 2023 war in Deutschland gekennzeichnet durch eine anhaltende Inflation von im Durchschnitt 5,9% (Statistisches Bundesamt). In der Europäischen Union schwankte die Inflation zwischen 5,3% und 8,1% (ec.europa.eu). Im Vergleich zum Vorjahr sank damit der Teuerungsrate für Waren und Dienstleistungen, verblieb aber im Vergleich zu den Jahren vor Corona und dem Ukraine-Konflikt auf vergleichsweise hohem Niveau. Das BIP sank 2023 im Vergleich zum Vorjahr um ca. 0,3% (Statistisches Bundesamt). Das krisengeprägte Umfeld wurde durch ein anhaltend hohes Zinsniveau zudem belastet, so dass die gesamtwirtschaftliche Entwicklung angespannt blieb. Im Jahr 2023 belief sich der Kapitalmarktzins in Deutschland auf durchschnittlich etwa 2,43 Prozent - der erste Wert über zwei Prozent seit dem Jahr 2011. Das verarbeitende Gewerbe, das fast 85% des produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4%) bei der Bruttowertschöpfung. Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen, wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. In der deutschen Elektro- und Digitalindustrie fielen die Auftragseingänge in 2023 im Vergleich zum Vorjahr um ca. 2,2%. Hierbei stiegen die inländischen Bestellungen um ca. 2,6%, wohingegen die Auslandsorders um ca. 6,1% sanken. Umsatzseitig stiegen die Erlöse in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie um ca. 6% im Vergleich zum Vorjahr bei einem Gesamtumsatz von 238,1 Mrd. € in 2023. Ca. 115 Mrd. € entfielen hierbei auf Inlandsumsätze (+7,2%) und ca. 123,1 Mrd. € auf Umsätze mit dem Ausland (+5,1%) (ZVEI Konjunkturbarometer Februar 2024). 3. Geschäftsverlauf Die Erwartungen aus 2022 für das Geschäftsjahr 2023 haben sich umsatzseitig erfüllt. Ein guter Auftragseingang und damit -bestand, der in 2023 realisiert werden konnte, trug dazu bei. Wir gingen von einer leichteren Steigerung beim Umsatz aus, der sich mit +8,6% sogar deutlich gesteigert hat. Jedoch wurde die Betriebsleistung aufgrund eines starken Bestandsabbaus um ca. 257 T€ verringert. Dieser Bestandsabbau war so nicht vorhersehbar. Das Jahresergebnis wurde schlechter, als in 2022 erwartet, da es Sonderbelastungen gab, die die Ergebnissituation belastet haben. Ein nicht geplanter positiver Sondereffekt, die Auflösung latenter Steuern, führte dann zu einem positiven neutralen Ergebnis und letztendlich zu einem Jahresergebnis von -34 T€ und damit einem nur leicht schlechteren Jahresergebnis als im Vorjahr (46 T€). Der Rohertrag der Gesellschaft blieb mit 8,8 Mio. € hinter dem des Vorjahres von 9,7 Mio. €, was im Wesentlichen bedingt war durch einen Bestandsabbau im Gegensatz zu einem entsprechenden Bestandsaufbau im Vorjahr und einem um ca. 660 T€ höheren Materialaufwand. Diese Effekte auf den Rohertrag konnten auch durch einen höheren Umsatz zum Vorjahr nicht kompensiert werden. Die Geschäftsführung ergriff in 2023 Maßnahmen, um die Liquidität der Gesellschaft zu sichern. Die CEDS DURADRIVE unterhält selbst keine Darlehens- oder Kreditverbindlichkeiten. Die Liquidität wird über die Gruppe gesteuert und durch Zurverfügungstellung von Gesellschafterdarlehen oder aus dem Verbundbereich gesteuert. Mit der Sparkasse Emsland, der Hausbank der Dachgesellschaft CEDS Beteiligungs GmbH, konnte ein Moratorium zur Stundung der Zins- und Tilgungsleistung bis Ende des Jahres 2023 vereinbart werden. Ein hierfür notwendiges Gutachten nach IDW S6 Standard wurde von der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft GmbH, Düsseldorf, im Sommer/Herbst 2023 erstellt. Der daraus resultierende Liquiditätseffekt konnte die Gesellschaften der Gruppe und damit die CEDS DURADRIVE GmbH entlasten. Darüber hinaus hat der mittelbare Gesellschafter, die BPE Beteiligungen GmbH, der CEDS-Gruppe eigenkapitalähnliche Mittel von ca. 0,8 Mio. € zur Verfügung gestellt. Durch den Abbau von Vorratsvermögen in Höhe von ca. 1,5 Mio. € konnte ebenfalls Liquidität generiert werden, was dazu beitrug, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um ca. 897 T€ zurückzuführen. Im November 2023 wurde die Geschäftsführung gewechselt. Herr Georg Behrendt verließ das Unternehmen und Herr Nikolaus Benecke übernahm die Geschäftsführung. 4. Ertragslage Die Steuerung unseres Unternehmens erfolgt über zentral ermittelte finanzielle Leistungsindikatoren, insbesondere über die Umsatzerlöse, den Rohertrag (siehe Geschäftsverlauf), das EBITDA und den Jahresüberschuss. Die Ertragslage der Gesellschaft hat sich zum Vorjahr auf Ebene des Jahresergebnisses um ca. 80 T€ verschlechtert. Das Ergebnis, das die liquiditätsnahe Situation aus dem operativen Geschäft beschreibt, das EBITDA, liegt bei -244 T€ und damit deutlich unter dem EBITDA aus 2022 von 358 T€. Der Jahresfehlbetrag beträgt -34 T€ und ist damit geringer als im Vorjahr mit 46 T€. Belastet wurde das Ergebnis durch die außergewöhnlichen Kosten für Beratungsleistungen in Verbindung mit der Erstellung des IDW S 6 Gutachtens in Höhe von 375 T€. Die Personalkosten erhöhten sich um ca. 132 T€. Bedingt waren diese i.W. durch Lohnerhöhungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken zum Vorjahr um ca. 446 T€. Wesentlich trugen hierbei geringere Kosten aus einem Geschäftsbesorgungsvertrag mit der CEDS Beteiligungs GmbH (-396 T€ zum Vorjahr) bei. Hier wurde die Berechnungssystematik ggü. dem Vorjahr angepaßt. Positiv wirkte auf das Ergebnis ein in 2023 abgeschlossener Gewinnabführungsvertrag mit der CEDS Beteiligungs GmbH, welcher zu einer Auflösung von passiven latenten Steuern in Höhe von 603 T€ führte. Das Ergebnis nach Steuern betrug ca. -34 T€ und war damit nur geringfügig schlechter als im Vorjahr (+46 T€). Durch den Gewinnabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft liegt damit ein ausgeglichenes Jahresergebnis vor. 5. Finanzlage Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit reduzierte sich zum Vorjahr um 323 T€ auf 326 T€. Die freie Liquidität erhöhte sich zum Jahresende auf ca. 0,7 Mio. € (Vorjahr ca. 0,5 Mio. €). Gesellschafterdarlehen i.H.v. 8,8 Mio. € sind im Rang hinter allen anderen Verbindlichkeiten des Unternehmens zurückgetreten und werden zu marktüblichen Konditionen verzinst. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich um ca. 0,9 Mio. € auf ca. 0,7 Mio. € zum Stichtag. 6. Vermögenslage Die Vermögenslage des Unternehmens verteilt sich mit ca. 7 Mio. € auf das Anlagevermögen und ca. 8,3 Mio. € auf das Umlaufvermögen. Hierbei fallen rund 4 Mio. € auf Forderungen im Verbundbereich und ca. 3 Mio. € auf Vorräte, die sich damit zum Vorjahr um ca. 1,5 Mio. € verringert haben. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich zum 31. Dezember 2023 auf 216 T€ (Vorjahr 174 T€). Die Gesellschaft nutzt weiterhin ein Forderungsfactoring. Der Vertrag besteht mit der TARGO Commercial Finance AG, Mainz. Das Eigenkapital der Gesellschaft belief sich zum Bilanzstichtag auf -494 T€ (Vorjahr -494 T€), womit ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag vorliegt. Da für Gesellschafterdarlehen ein qualifizierter Rangrücktritt erklärt wurde, liegt lediglich eine bilanzielle und keine tatsächliche Überschuldung vor. Das wirtschaftliche Eigenkapital unter Berücksichtigung der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beträgt ca. 9,1 Mio. € und somit ca. 57% der Bilanzsumme von ca. 16 Mio. €. Mit der Muttergesellschaft, der CEDS Beteiligungs GmbH, wurde unterjährig ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen, sodass das Eigenkapital der Gesellschaft durch eine Verlustübernahme im Vergleich zum Vorjahr unverändert bleibt. 7. Zusammenfassende Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Planung für 2023 nicht erreicht wurde. CEDS ist es im Jahr 2023 nicht gelungen, den geplanten Turnaround zu realisieren. Kundenseitig war das Auftragsvolumen deutlich geringer als erwartet, was dem Umstand geschuldet ist, dass unsere Kunden immer schwerer die Abnahmen ihrer Kunden planen können. Eine zeitnahe Disposition an Vorräten und Produktionskapazitäten ist dadurch erschwert und die Reaktionszeit zum Gegensteuern bei operativen Prozessen nur mit Zeitversatz möglich. Das zu geringe Ergebnis hat in Verbindung mit einer Produkt- und Absatzkrise sowie einer Liquiditätskrise dazu geführt, dass in 2023 die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft damit beauftragt wurde, ein Gutachten nach IDW S6 Standard für die gesamte Unternehmensgruppe zu erstellen. Dies geschah in Abstimmung mit der die Gruppe kreditfinanzierenden Bank, der Sparkasse Emsland, welche dem dem Gutachten zugrundeliegenden Finanzierungskonzept zugestimmt hat. Das Gutachten hat über mehrere Wochen zu intensiven Analysen in allen Geschäftsbereichen geführt und Handlungsempfehlungen gegeben, die bereits im Spätsommer zu Maßnahmepaketen geführt haben. Das Gutachten kommt in der Gesamtaussage zu der Erkenntnis, dass per Stichtag 1. September 2023 keine Zahlungsunfähigkeit sowie keine Überschuldung vorliegt und die Unternehmensgruppe bei objektiver Betrachtung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit saniert werden kann. Nach wie vor wird die Liquidität eng gesteuert und es wird konsequent auf die Realisierung von Umsätzen bei strikter Kostenkontrolle geachtet. In den ersten Monaten des Jahres 2024 wurden die im Gutachten definierten Maßnahmen weiterhin umgesetzt und größtenteils abgeschlossen. Weitere Maßnahmen sind als Prozesse zu begreifen, die auf Dauer angelegt sind. Insgesamt ist die Geschäftsentwicklung damit aus Sicht der Geschäftsführung unbefriedigend. Die großen Potentiale der Gesellschaft als Spezialelektromaschinenhersteller müssen konsequenter genutzt werden. Es kam zum Ende des Geschäftsjahres zu einem Wechsel in der Geschäftsführung. Der klare Fokus der neuen Geschäftsführung ist eine Konzentration auf den Vertrieb und das Tagesgeschäft ohne störende Sonderprojekte. Die Gesellschaft muss sein Geschäft sanieren und konsolidieren, um eine gesunde Basis für die Folgejahre zu schaffen. Ziel ist ein ausgeglichenes Ergebnis in 2024. Großes Potential sieht die Geschäftsführung für das weiterhin angestrebte Wachstum im maritimen Markt, der zunehmend von fossilen Antrieben auf Elektromobilität setzt. Dieser gesellschaftspolitisch getriebene Trend bietet große Chancen für CEDS, die es zu heben gilt. 8. Chancen- und Risikobericht Chancen: Durch die weitergehende Elektrifizierung wird der Markt für elektrische Antriebslösungen für die CEDS weiterwachsen. Große Maschinen- und Anlagebauer, die zu den Bestandskunden von CEDS gehören, sind auf elektrische Antriebe angewiesen. Auch die Windkraftanlagenproduzenten fragen nach Motoren und Generatoren von CEDS nach. Für den indischen Markt konnte über den Jahreswechsel ein Großauftrag für sog. Pitch-Motoren abgeschlossen werden. Für den US-amerikanischen und kanadischen Markt zur Belieferung von Windkraftanlagen, befindet sich CEDS im Prozess zur Zulassung auf diesen Märkten durch Prüfung durch die Underwriters Laboratories (UL). UL ist eine unabhängige US-amerikanische Organisation, die Produkte nach ihren hauseigenen Normen auf die Erfüllung von Sicherheitsanforderungen prüft. Es handelt sich bei UL um eines von 19 in den USA staatlich anerkannten Prüflaboren. Zu einer Zertifizierung durch die UL wird für Produkte, die von Europa nach Nordamerika exportiert werden sollen, dringend angeraten. Wesentliche Treiber für die Erweiterung des Umsatzes werden der Ausbau des Kundenportfolios in neuen Zielmärkten, wie dem maritimen Bereich, die Pflege der Bestandskunden und der weitere Ausbau des Servicegeschäftes sein. Die Intensivierung der Vertriebsaktivitäten bei Bestands- und Neukunden wird konsequent umgesetzt und durch die Geschäftsleitung regelmäßig begleitet und gesteuert. Ein neu eingestellter Vertriebsmitarbeiter schließt zudem eine Lücke, die sich in den vergangenen Jahren durch den Fortgang von Schlüsselpersonen im Vertrieb ergeben hatte. Durch Umsetzung professioneller Begleitung von Marketingmaßnahmen werden die gezielten Vertriebsaktivitäten nunmehr unterstützt. Die Außendarstellung auf unserer Homepage wurde überarbeitet und Präsentationsunterlagen modernisiert. Schlagwörter für Google wurden mit relevanten Suchbegriffen (Ad Words) erweitert. In Mailingaktionen mit Newslettern werden potenzielle Kunden und Bestandskunden regelmäßig über relevante Neuigkeiten bei CEDS informiert. Zum Ende des Jahres wurde erfolgreich die Zertifizierung nach DIN EN 9100 auditiert. Die Zertifizierung erfolgte im Mai 2024. Dieses Zertifikat wird für Unternehmen gefordert, die im Bereich der Luft- und Raumfahrttechnik und der Verteidigungsindustrie agieren. CEDS erschließen sich hierdurch neue Kundensegmente und das Zertifikat stellt ein Qualitätsmerkmal dar, das einen klaren Wettbewerbsvorteil gegenüber Antriebsherstellern ohne ein solches darstellt. Zum März 2024 konnte mit der Nord Leasing GmbH eine Sale-and-rent-back-Finanzierung umgesetzt werden. Freie Maschinen und Anlagen wurden an die Nord Leasing GmbH verkauft und werden über einen Zeitraum von 4 Jahren zurückgemietet. Der dadurch resultierende Liquiditätseffekt verschafft der CEDS Spielräume, um zeitnah notwendiges Material für bestehende Aufträge zu beschaffen, die mit langen Lieferzeiten verbunden sind. Zudem ermöglicht diese Finanzierung der Gesellschaft, das geplante Wachstum zu realisieren, da damit verstärkte Anstrengungen in den Ausbau der Vertriebs- und Marketingaktivitäten möglich waren. Risiken: Der Zeitversatz zwischen Erstkontakt zu Kunden bis zum Seriengeschäft bleibt ein Risiko für die Umsatzplanung und Realisierung. Zudem ist die Unsicherheit der Kunden in Bezug auf deren Absatzplanung ein weiterer Risikofaktor. Somit ist die Steuerung des operativen Geschäftes bis auf Weiteres schwer zu planen. Umsatzverfehlungen, zu geringe Auftragseingänge und Verschiebungen im Auftragsbestand haben unmittelbare Folgen für die Liquidität der CEDS. Nach wie vor agiert CEDS ohne Kontokorrentlinien. Ein Restdarlehen der CEDS Beteiligungs GmbH, bei der Sparkasse Emsland, wird bis Ende des Jahres 2024 zurückgeführt sein. Es muss das Ziel bleiben, eine adäquate Finanzierungsstruktur aufzubauen. Hierfür ist das Ergebnis in 2024 für interessierte Banken relevant. Auch bleibt es weiterhin eine Herausforderung, die bestehenden Aufträge zeitgerecht an die Kunden auszuliefern. Bezogene Vorprodukte kommen teilweise aus Indien und haben lange Lieferzeiten. Aufgrund des vorbeschriebenen Sale-and-rent-back-Projektes und unserer mittel- und langfristigen Finanzierung durch verbundene Gesellschaften und die Gesellschafterin, sowie den Ausbau der Vertriebsaktivitäten bei gleichzeitiger Kostenkontrolle, sehen wir derzeit keine Finanzierungsrisiken. Das Debitorenausfallrisiko ist aufgrund der Kundenstruktur und der Vergangenheitswerte grundsätzlich weiterhin als minimal zu bezeichnen. Die Forderungen gegenüber Kunden werden grundsätzlich warenkreditversichert, so dass das Ausfallrisiko minimiert wird. Im Rahmen des Factorings hat unsere Warenkreditversicherung die Ansprüche an die TARGO Commercial Finance AG abgetreten. Der Fachkräftemangel stellt Herausforderungen hinsichtlich der Besetzung von vakant werdenden Stellen in Produktion und Verwaltung durch Mitarbeiter, die in den Ruhestand gehen, dar. Die Gesellschaft unternimmt dazu weitergehende Ausbildungs- und Motivationsmaßnahmen. Im Jahr 2023 bildete die Gesellschaft 10 Auszubildende aus. Nach Abschluss der Ausbildung wird motivierten und erfolgreichen Auszubildenden ein Angebot zur Festanstellung unterbreitet, um sie langfristig an das Unternehmen zu binden. 9. Ausblick Aufgrund der weiterhin positiven Entwicklung beim Auftragseingang und des bisherigen Umsatzwachstums gehen wir von einer stabilen Weiterentwicklung auf dem bisherigen Niveau aus. Ziel der Geschäftsführung ist es, in 2024 eine Konsolidierung zu erreichen, um auf dieser Basis weiteres Wachstum zu ermöglichen. Von daher wird ein Umsatz geplant, der auf dem Niveau des Jahres 2023 liegt, aber ein ausgeglichenes Ergebnis vorsieht. Hierzu wird zukünftig weiterhin auf eine klare Kostenkontrolle und ein aktives Liquiditätsmanagement geachtet. Eine maßvolle Bevorratung unter Sicherstellung der Verfügbarkeit notweniger Vorräte zur zeitgerechten Bedienung von Kundenaufträgen gehört zu den täglichen Routinen des Liquiditätsmanagements. Eine aktive Kostensteuerung im Bereich der Beschaffung sollte die Materialquote senken helfen, so dass ein besserer Rohertrag geplant ist. Eine vorsichtige Entwicklung des Personalbestandes gehört ebenso zu den wesentlichen Steuerungselementen zur Absicherung der Liquidität und des Ergebnisses. Ein wesentlicher Fokus liegt auf dem Ausbau des Vertriebs und der Intensivierung der Marketingaktivitäten. Der Auftragseingang zur Mitte des Jahres 2024 bestätigt diese Aktivitäten. Im EBITDA werden sich diese Ziele positiv niederschlagen, so dass wir auch im Jahresüberschuss mit einem ausgeglichenen Ergebnis ohne Sondereffekte rechnen. Unser Dank gilt an dieser Stelle allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dem Betriebsrat, den Kunden und Lieferanten, Finanzierungspartnern, sonstigen Stakeholdern und den Gesellschaftern, die die CEDS weiterhin aktiv unterstützen.
Salzbergen, den 14. Oktober 2024 CEDS DURADRIVE GmbH Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
ANHANG zum 31.12.2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Der Jahresabschluss der CEDS DURADRIVE GmbH, Salzbergen, wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Für die Offenlegung wurde von den Erleichterungen gem. §§ 266 Abs. 1, 276, 288 und 327 HGB Gebrauch gemacht. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag ein negatives Eigenkapital in Höhe von T€ 494 aus und ist damit bilanziell überschuldet. Eine insolvenzrechtliche Überschuldung im Sinne des § 19 Abs. 2 S. 1 InsO liegt nicht vor, da die Fortführung des Unternehmens nach den Umständen überwiegend wahrscheinlich ist. Die Gesellschafterin hat am 9. April 2021 einen qualifizierten Rangrücktritt im Sinne des § 39 Abs. 2 InsO für Darlehensforderungen in Höhe von T€ 2.526 ausgesprochen, so dass diese Forderungen bei der Ermittlung des insolvenzrechtlichen Überschuldungsstatus nach § 19 Abs. 2 S. 2 InsO nicht zu berücksichtigen sind. Die Bewertung wird daher unverändert nach der Prämisse der Unternehmensfortführung vorgenommen worden. II. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von € 800,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die Bestände der unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden grundsätzlich mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, höchstens jedoch mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Herstellungskosten setzen sich aus den Materialeinzelkosten, den Fertigungseinzelkosten sowie angemessenen Anteilen der Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten zusammen. Die Waren werden zu Anschaffungskosten oder, soweit erforderlich, mit dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Der Ungängigkeit von Vorräten wurde anhand von Wertabschlägen Rechnung getragen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Nennwert angesetzt. Für das allgemeine Ausfallrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Die sonstigen Vermögensgegenstände sowie Kassen- und Bankbestände wurden zum Nennwert bewertet. Auf der Aktivseite wurden Ausgaben, die vor dem Abschlussstichtag geleistet worden sind und Aufwand nach diesem Tag darstellen, als Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Pensionsrückstellungen Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellung wurde gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Teilwertverfahren angewendet. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Die Abzinsung erfolgt gemäß § 253 Abs. 2 S. 1 und 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Von dem Ansammlungswahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB (jährliche Zuführung von mindestens 1/15 bis zum 31. Dezember 2024) wurde kein Gebrauch gemacht. Jubiläumsrückstellungen Zur Ermittlung der Jubiläumsrückstellung wurde ebenfalls das Teilwertverfahren angewendet. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Es bestehen passive latente Steuern, die sich aus den verschiedenen Wertansätzen zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz ergeben. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. III. Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss 1. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die nach § 284 Abs. 3 HGB geforderten Angaben können dem Anlagespiegel zum 31. Dezember 2023 entnommen werden. Die Gesellschaft ist zum 31. Dezember 2023 an folgenden Gesellschaften beteiligt: CEDS Verwaltungs GmbH
CEDS Besitz GmbH & Co. KG
Es handelt sich dabei um verbundene Unternehmen. Pensionsrückstellungen Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von € 8.527,00 (Vorjahr: € 38.333,00). Für die Berechnung des Unterschiedsbetrages nach § 253 Abs. 6 HGB wurde ein Zinssatz in Höhe von 1,74% (Vorjahr: 1,44%) zu Grunde gelegt. Dieser Unterschiedsbetrag ist zur Ausschüttung gesperrt. Die Pensionsrückstellungen betragen € 683.684 (Vorjahr: € 680.049). Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen in Höhe von T€ 9.643 (Vorjahr: T€ 9.542) sowie in Höhe von T€ 3.698 (Vorjahr: T€ 3.092) gegenüber verbundenen Unternehmen. Hiervon haben Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 8.818 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von T€ 2.526 sind mit einem Rangrücktritt versehen, wonach der Darlehensgeber mit seiner Forderung hinter alle anderen Verbindlichkeiten der Darlehensgläubigerin zurücktritt. Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern im Geschäftsjahr 2023 aufgrund der seit 1. Januar 2023 mit der CEDS Beteiligungs GmbH bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft vollständig aufgelöst. 2. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung enthalten. Diese betreffen Beratungskosten (T€ 375), ISO 9100 Zertifizierung (T€ 47) sowie sonstige Personalkosten (Fort-u. Weiterbildung T€ 46 sowie Berufskleidung u. Arbeitsschutz T€ 12). 3. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Nutzungs-, Miet- und Leasingverträgen in Höhe von € 4.677.112,65 (Vorjahr: € 7.321.351,64). Durch den Abschluss von Nutzungs-, Miet- und Leasingverträgen wird die Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb der Vermögensgegenstände gemindert, mit dem Ziel, dieses Kapital im Unternehmen ertragsbringend zu investieren. Risiken ergeben sich insoweit, sofern nicht mehr ausreichend Liquidität bezüglich der Zahlung von Nutzungsentgelten, Miet- und Leasingraten bestehen würde. Daneben bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB) in Höhe von T€ 205 (Vorjahr: T€ 209). Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt ohne Auszubildende 83. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Herr Christian Georg Behrendt (bis 1. November 2023) Herr Nikolaus Benecke (seit 1. November 2023) Außerbilanzielle Geschäfte Zur Beschaffung liquider Mittel für die Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit werden laufend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft. Zum Bilanzstichtag war ein Forderungsbestand von T€ 2.157 (Vorjahr T€ 1.930) verkauft und auf dem Abrechnungskonto des Factoring-Unternehmens war ein Betrag von T€ 216 (Vorjahr T€ 193) als Liquidität abrufbar. Konzernzugehörigkeit Die CEDS Beteiligungs GmbH mit Sitz in Salzbergen stellt freiwillig den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis, in den der Einzelabschluss der CEDS DURADRIVE GmbH einbezogen wird, auf. Der Konzernabschluss wird nicht veröffentlicht. Unterschrift der Geschäftsführung
Salzbergen, 14. Oktober 2024 CEDS DURADRIVE GmbH Geschäftsführung Nikolaus Benecke Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersDer Jahresabschluss wird wegen der Inanspruchnahme von Erleichterungen nur teilweise offengelegt. Der folgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss: An die CEDS DURADRIVE GmbH, Salzbergen PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der CEDS DURADRIVE GmbH, Salzbergen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CEDS DURADRIVE GmbH, Salzbergen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit und, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben und ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 14. Oktober 2024 ALPERS
WESSEL DORNBACH GmbH
C. Wessel, Wirtschaftsprüfer M. Meyer, Wirtschaftsprüfer Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 3. Dezember 2024 festgestellt. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
5 nahegelegene Organisationen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Herstellung von Elektromotoren und Generatoren
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen