Golf 2 Acquisition GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Gerrit Schneider seit 16.1.2025 | Vorstandsmitglied |
Stephan Winand Dr. Kranz seit 29.5.2024 | Vorstandsmitglied |
Andreas König seit 27.10.2023 | Vorstandsmitglied |
Gerd Hiller seit 20.12.2019 | Prokura |
Alexander Boldyreff seit 3.6.2019 | Vorstandsmitglied |
Peter-Alexander Wankum seit 20.2.2017 | Prokura |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Werhahn Industrieholding SENeussKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023KONZERNLAGEBERICHTGesamtwirtschaftliche Entwicklung Geschäftsentwicklung und Ertragslage Natursteine Konsumgüter Vermögens- und Finanzlage Risikobericht Forschung und Entwicklung Nachhaltigkeit Prognose- und Chancenbericht Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Nachdem die Weltwirtschaft im ersten Quartal 2023 zunächst wieder Tritt gefasst zu haben schien, verlor sie im weiteren Jahresverlauf deutlich an Schwung. Verantwortlich dafür waren nach Auffassung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz neben den geopolitischen Spannungen vor allem zwei Faktoren: eine schwache Industrieproduktion sowie die in den meisten Weltregionen stark gestiegenen Zinsen, die besonders die Ausrüstungs- und Wohnungsbauinvestitionen bremsten. Ein weiterer Dämpfer war die verhaltene Entwicklung in China. In den Vorjahren war die starke Konjunktur in China der Motor des globalen Wirtschaftswachstums gewesen. Ungeachtet der zeitweise hohen Volatilität der Ölpreise sorgte die Stabilisierung der weltweiten Rohstoffpreise dafür, dass sich die Inflation in den meisten Ländern auf das Niveau von Anfang 2021 einpendelte. Obwohl sich die durch die Pandemie unterbrochenen Lieferketten weitgehend erholt hatten, verzeichnete der Welthandel nur ein schwaches Wachstum von 0,9 %. Der deutschen Wirtschaft gelang es im vergangenen Jahr nicht, sich weiter von dem tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 zu erholen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag 2023 preisbereinigt leicht unter dem Vorjahr. Gebremst wurde die Konjunktur von den nach wie vor hohen Preisen auf allen Wirtschaftsstufen. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch hohe Zinsen sowie eine geringe Nachfrage aus dem In- und Ausland. Der private Konsum, im Jahr zuvor eine Stütze der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, ging dem Statistischen Bundesamt zufolge 2023 preisbereinigt um 0,8 % zurück. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Europa war auch 2023 stark von den Folgen des Krieges in der Ukraine und des Konflikts im Nahen Osten geprägt. Hinzu kamen Material- und Lieferengpässe, eine nach wie vor hohe, wenn auch rückläufige Inflation sowie eine schwache Auslandsnachfrage. Nach Angaben des Statistischen Amtes der Europäischen Union stieg das Bruttoinlandsprodukt sowohl im Euroraum als auch in der EU im vergangenen Jahr um 0,5 %. Entwicklung des realen BIP in Europa
Die Entwicklung der Konjunktur in Nordamerika verlief besser als erwartet. Die US-amerikanische Wirtschaft profitierte von höheren Unternehmensinvestitionen und robustem Konsumwachstum. Die kanadische Wirtschaft wuchs trotz hoher Finanzierungskosten aufgrund niedrigerer Rohstoffpreise leicht. Chinas Wirtschaft wuchs im vergangenen Jahr zwar stärker als im Jahr zuvor, dennoch war dies eine der schwächsten Entwicklungen des Bruttoinlandsprodukts seit mehr als 30 Jahren. Insbesondere die Krise am Immobilienmarkt und der schwache Binnenkonsum belasteten die Konjunktur. Die japanische Wirtschaft verzeichnete ein leichtes Wachstum. Während der Export durch einen schwachen Yen begünstigt wurde, erwies sich der private Konsum 2023 als Wachstumsbremse. Die Wirtschaft in Russland erwies sich 2023 ungeachtet der Sanktionen, die viele westliche Länder als Reaktion auf den Angriff gegen die Ukraine ausgesprochen hatten, als robust. Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds stieg das russische Bruttoinlandsprodukt durch höhere Investitionen vor allem in die russische Kriegswirtschaft. Entwicklung des realen BIP der wichtigsten Weltregionen
Quellen zum BIP: Statista GmbH, nationale Nachrichtenagenturen Stand für das Jahr 2023: Februar 2024 Stand für das Jahr 2022: Wie im Vorjahr berichtet Geschäftsentwicklung und Ertragslage Die Werhahn Industrieholding SE (WIH-Gruppe) ist Teil der Werhahn-Gruppe. Sie ist ein zentraler Bestandteil zur Umsetzung der Diversifikation in der Werhahn-Gruppe. Ihre Aktivitäten im In- und Ausland umfassen den Geschäftsbereich Natursteine, den Unternehmensbereich Konsumgüter bestehend aus den Geschäftsbereichen Zwilling Küche und Zwilling Beauty Group sowie die Geschäftsaktivität FiberLean Technologies. Die WIH-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2023 beschlossen, die Geschäftsaktivität FiberLean Technologies nicht fortzuführen. Wesentliche Steuerungsgrößen der Bereiche sind die Kennzahlen Umsatz, operatives Ergebnis (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und nichtoperativen Abschreibungen 1) und das Ergebnis vor Steuern. Im Jahr 2023 erwirtschaftete die WIH-Gruppe einen konsolidierten Umsatz in Höhe von 2.485 Mio. € (i. Vj. 2.501 Mio. €). Der Umsatz verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 1 % und unterschritt damit das Vorjahr und die Prognose leicht. In den einzelnen Bereichen entwickelten sich die Umsätze unterschiedlich. Während die Umsätze in den Geschäftsbereichen Natursteine und Zwilling Beauty Group auf dem Vorjahresniveau lagen, sank der Umsatz des Geschäftsbereichs Zwilling Küche merklich unter den Vorjahreswert. Im Inland lag der Umsatz mit 1.443 Mio. € leicht über dem Niveau des Vorjahres (i. Vj. 1.388 Mio. €). Der Auslandsumsatz nahm mit 1.042 Mio. € (i. Vj. 1.113 Mio. €) spürbar ab. Damit sank der Anteil des Auslandsumsatzes am konsolidierten Umsatz leicht gegen- über dem Vorjahr (42 %, i. Vj. 45 %). Die Entwicklung des Umsatzes in Euro war durch Wechselkursänderungen, insbesondere des russischen Rubels, des US-Dollars und des chinesischen Renminbis, negativ beeinflusst. Überleitungsrechnung operatives Ergebnis (EBITA)
Der Materialaufwand der WIH-Gruppe ging um 4 % auf 1.399 Mio. € (i. Vj. 1.458 Mio. €) zurück. Die Verringerung des Materialaufwandes war im Wesentlichen auf den Rückgang der Absatzmengen zurückzuführen. Die Materialaufwandsquote 2 sank im Vergleich zum Vorjahr leicht. Der Geschäftsbereich Natursteine konnte durch ein aktives Preismanagement dem Anstieg der Beschaffungs- und Rohstoffkosten entgegenwirken. Im Geschäftsbereich Zwilling Küche war die Materialaufwandsquote durch den Bestandsabbau positiv beeinflusst, während sie im Geschäftsbereich Zwilling Beauty Group vor allem von geringeren Frachtkosten profitierte. Der Personalaufwand lag bei einer leicht erhöhten durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl mit 497 Mio. € spürbar über dem Vorjahresniveau (i. Vj. 470 Mio. €). Die Personalaufwandsquote lag mit 20 % auch infolge der Belastung durch Abfindungskosten leicht über dem Vorjahresniveau. Die Abschreibungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betrugen im Geschäftsjahr 175 Mio. € und lagen im Wesentlichen wegen der hohen Investitionen und der Abschreibungen aufgrund der anstehenden Beendigung der Geschäftsaktivität FiberLean Technologies sowie außerplanmäßiger Abschreibungen auf Firmenwerte deutlich über dem Niveau des Vorjahres (i. Vj. 135 Mio. €). Im Jahr 2023 lagen die Sonstigen betrieblichen Erträge mit 55 Mio. € um 9 % über dem Vorjahr (i. Vj. 50 Mio. €). Der Anstieg war überwiegend auf höhere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (18 Mio. €, i. Vj. 12 Mio. €), gestiegene Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen (4 Mio. €, i. Vj. 1 Mio. €) sowie gestiegene übrige sonstige Erträge (15 Mio. €, i. Vj. 12 Mio. €) zurückzuführen. Demgegenüber standen niedrigere Kursgewinne (8 Mio. €, i. Vj. 16 Mio. €). Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken von 452 Mio. € auf 439 Mio. €. Dies lag im Wesentlichen an gesunkenen Aufwendungen für Rückbau- und Rekultivierungsverpflichtungen (10 Mio. €, i. Vj. 26 Mio. €), die im Vorjahr inflationsbedingt erheblich negativ beeinflusst waren, sowie an niedrigeren Kursverlusten (9 Mio. €, i. Vj. 15 Mio. €) und gesunkenen Marketingaufwendungen (55 Mio. €, i. Vj. 58 Mio. €). Gestiegene wesentliche Einzelposten innerhalb der Sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren insbesondere die Aufwendungen für externe Dienstleistungen (94 Mio. €, i. Vj. 90 Mio. €), Instandhaltungsaufwendungen (91 Mio. €, i. Vj. 86 Mio. €) und Miet- und Leasingaufwendungen (56 Mio. €, i. Vj. 51 Mio. €). Das Beteiligungsergebnis stieg erheblich von 18 Mio. € auf 27 Mio. €. Es beinhaltete hauptsächlich die Ergebnisse aus Assoziierten Unternehmen. Das operative Ergebnis der WIH-Gruppe lag stark unter dem Vorjahr und deutlich unter der Prognose. Die Entwicklung in den Geschäftsbereichen verlief unterschiedlich. Während der Geschäftsbereich Natursteine das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr und zur Prognose kräftig übertreffen konnte, verfehlte der Geschäftsbereich Zwilling Küche auch aufgrund von Einmalbelastungen und Wertberichtigungen das Vorjahr und die Prognose erheblich. Der Geschäftsbereich Zwilling Beauty Group konnte sowohl im Vergleich zum Vorjahr als auch zur Prognose sichtbare Steigerungen verzeichnen. FiberLean Technologies verzeichnete hohe operative Verluste, die leicht über der Prognose und über dem Vorjahr lagen. Darüber hinaus belasteten die Abwertung von Vermögensgegenständen und weitere Aufwendungen im Zusammenhang mit der Beendigung des Engagements bei FiberLean Technologies das operative Ergebnis der WIH-Gruppe erheblich. Das Zinsergebnis inklusive der Erträge aus Ausleihungen minderte sich gegenüber dem Vorjahr um 15 Mio. € auf - 27 Mio. €. Grund hierfür ist das gestiegene Zinsniveau für die Finanzierung im Jahr 2023. Das Ergebnis vor Steuern lag mit 21 Mio. € erheblich unter dem Ergebnis des Vorjahres (i. Vj. 84 Mio. €) und unter der Prognose. Gründe hierfür waren neben dem Rückgang des operativen Ergebnisses auch der starke Anstieg der außerplanmäßigen Abschreibungen auf Firmenwerte und der Sonstigen Abschreibungen sowie der höhere Zinsaufwand. Die Steuerquote 3 stieg im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr beträchtlich. Insgesamt erzielte die WIH-Gruppe ein Konzernjahresergebnis von - 7 Mio. € nach 46 Mio. € im Vorjahr. Das Ergebnis war erheblich negativ durch Einmaleffekte in Höhe von 75 Mio. € beeinflusst. Hiervon entfielen auf die Beendigung der Geschäftsaktivität von FiberLean Technologies 38 Mio. € und 10 Mio. € auf außerplanmäßige Abschreibungen der Geschäfts- oder Firmenwerte. Insgesamt war die Ergebnissituation vor diesem Hintergrund und aufgrund der oben beschriebenen Geschäftsentwicklung nicht zufriedenstellend.
3 Die Steuerquote ergibt sich aus der Division
des Steueraufwands durch das Ergebnis vor Steuern.
Natursteine Der Geschäftsbereich Natursteine gewinnt und verarbeitet mineralische Rohstoffe für die Bauindustrie. Der Geschäftsbereich Natursteine bündelt unter Führung der Basalt-Actien-Gesellschaft (BAG) vier Geschäftsfelder: Mineralische Rohstoffe, Asphaltmischgut, Bauchemie sowie Baustoffrecycling/-deponie. Neben Deutschland, Schweden sowie Vertriebsaktivitäten in den Benelux-Staaten und der Schweiz ist der Geschäftsbereich in den mittel- und osteuropäischen Ländern Polen, Russland, Ukraine, Tschechien und Ungarn auch mit eigenen Produktionsstandorten tätig. Zu den Kunden zählen insbesondere Unternehmen des Verkehrswege-, Tief-, Hoch-, Wasser- und Gleisbaus, private und öffentliche Bauträger sowie Hersteller von Steinwolle und Betonproduzenten. Im Geschäftsfeld Mineralische Rohstoffe werden in 90 eigenen Steinbrüchen Hartgesteine gewonnen, aufbereitet und regional vermarktet. Ein wesentlicher Teil der Rohstoffe wird zudem für die Produktion von Asphaltmischgut in 161 eigenen Mischanlagen verwendet. Das Geschäftsfeld Bauchemie produziert und vertreibt überwiegend bituminöse Abdichtungsstoffe für den Straßen- und Hochbau. Im Geschäftsfeld Baustoffrecycling/-deponie werden unbelastete Baurestmassen bearbeitet, vermarktet und eingelagert. Abwärtstrend im öffentlichen Straßenbau Hohe Zinsen sowie inflationäre Entwicklungen der Energie- und Materialkosten sorgten dafür, dass die deutsche Bauwirtschaft 2023 keine Impulse für die Gesamtkonjunktur lieferte. Zwar wuchs das Bauhauptgewerbe nach Angaben des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie im vergangenen Jahr nominal um 3,5 %, preisbereinigt entsprach dies jedoch einem Umsatzrückgang von 3,2 %. Den kräftigsten Einbruch verzeichnete dabei der Wohnungsbau, aber auch der Wirtschaftsbau sowie der öffentliche Bau verfehlten preisbereinigt die Umsätze des Vorjahres. In dem für den Geschäftsbereich Natursteine besonders wichtigen Bereich des öffentlichen Straßenbaus blieb der baugewerbliche Umsatz preisbereinigt um 6,5 % unter dem Niveau des Vorjahres. Auch beim Auftragseingang verzeichnete der öffentliche Straßenbau ungeachtet hoher, teils nicht ausgeschöpfter Budgets einen Rückgang von real 7,2 %. Gründe dafür waren neben administrativen Problemen auch hohe Zinsen, steigende Baupreise sowie hohe Tarifabschlüsse. Der anhaltende Fachkräftemangel in Planungs- und Genehmigungsbehörden führte zu Verzögerungen bei der Planung, Ausschreibung und Vergabe von Aufträgen. Die weiterhin unzureichende Digitalisierung in den öffentlichen Bauverwaltungen reduzierte beziehungsweise verzögerte zudem die Ausschreibungstätigkeiten. Diese Faktoren sorgten dafür, dass sich die Marktvolumina unter den Erwartungen und Möglichkeiten bewegten. Die ausländischen Märkte, in denen der Geschäftsbereich vertreten ist, entwickelten sich 2023 insgesamt gut. Im Ländervergleich zeigten sich jedoch erhebliche Unterschiede. In Polen, dem wichtigsten Auslandsmarkt, florierte der Straßenbau und verhinderte, dass die gesamte Bauwirtschaft ins Minus rutschte. Die Entwicklung der ungarischen Bauwirtschaft wurde gebremst durch sinkende Infrastrukturinvestitionen infolge fehlender EU-Mittel, Konsolidierungsbemühungen der öffentlichen Finanzen sowie den hohen Preisanstieg für Baustoffe. In Tschechien schwächten insbesondere höhere Baukosten und Zinsen die Bautätigkeit und drückten die gesamte Branche mitsamt dem Verkehrsinfrastrukturbau in die Rezession. Die russische Wirtschaft wurde im vergangenen Jahr zunehmend intransparent. Ungeachtet des Krieges entwickelte sich die Wirtschaft in der Ukraine im vergangenen Jahr besser als erwartet. Allerdings ist das hohe Wachstum auch der niedrigen Vergleichsbasis geschuldet. Die schwedische Wirtschaft war belastet durch Inflation und Zinsen und schrumpfte im Berichtsjahr leicht. Insbesondere die Baubranche wurde durch hohe Bau- und Energiekosten sowie verschärfte Finanzierungsbedingungen belastet. Die Preise für Energieträger und Einsatzstoffe entspannten sich im Jahresverlauf 2023 gegenüber dem stark durch den Krieg in der Ukraine geprägten Vorjahr. Frühzeitig abgeschlossene Sicherungsgeschäfte ermöglichten es dem Geschäftsbereich, die Bitumenpreise bei temporären Angebotsverknappungen und zwischenzeitlich anziehenden Rohölnotierungen nahezu auf dem Vorjahresniveau zu halten. Die Kosten für Diesel und Heizöl entwickelten sich rückläufig. Dagegen zogen die Kosten für den fossilen Energieträger Braunkohlestaub durch die neue CO 2 -Bepreisung für Treibhausgasemissionen aus der Verbrennung von Kohle erheblich an. Auch die Stromkosten erhöhten sich trotz vorausschauender Absicherungsmaßnahmen infolge der gestiegenen geopolitischen Risiken deutlich gegenüber dem Vorjahr. Umsatzsteigerung in herausforderndem Marktumfeld Der Geschäftsbereich Natursteine erwirtschaftete 2023 einen Umsatz von 1.566 Mio. € und übertraf damit den Vorjahreswert und die Prognose leicht. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die erhöhten Mischgut- und Rohmaterialpreise zurückzuführen. Die gestiegenen Beschaffungskosten erforderten eine aktive und innovative Preispolitik, um die außergewöhnlich hohen Kostensteigerungen über höhere Erlöse zu kompensieren. Die nominale Umsatzsteigerung basiert insgesamt auf geringeren Absatzmengen. Der Rohmaterialabsatz lag im Inland leicht unter dem Niveau des Vorjahres und spürbar unter der Prognose. Die Mischgutabsätze entwickelten sich ebenfalls aufgrund geringerer Auftragsvergaben und steigender Preise schwächer und lagen geringfügig unter den Vorjahreswerten beziehungsweise sichtbar unter der Prognose. Der Auslandsabsatz von Rohmaterial übertraf das Vorjahresniveau leicht und bewegte sich spürbar über der Prognose. Diese Steigerung resultierte im Wesentlichen aus den wieder verbesserten Absätzen des ukrainischen Steinbruchs, dessen Betrieb im Vorjahr kriegsbedingt stark eingeschränkt war. Das operative Ergebnis des Geschäftsbereichs Natursteine übertraf das Vorjahresniveau und die Prognose erheblich. Dies wurde begünstigt durch eine aktive, der steigenden Kostenentwicklung angepasste Preispolitik, Effizienzsteigerungen sowie eine sehr gute Entwicklung der wesentlichen Auslandsmärkte. Positiv wirkten sich auch geringere Zuführungen zu den Rekultivierungsrückstellungen aus. Diese waren im Vorjahr inflationsbedingt außergewöhnlich hoch. Die Bauchemieaktivitäten verzeichneten trotz der äußerst schwachen Hochbaukonjunktur eine erfreuliche Ergebnisverbesserung. Möglich war das durch verbesserte operative Margen sowie Kosteneinsparungen. Analog zum operativen Ergebnis lag auch das Ergebnis vor Steuern erheblich über dem Vorjahreswert sowie der Prognose. Verhaltene Perspektiven in der Baubranche Die Perspektiven für die deutsche Bauwirtschaft bleiben auch 2024 trüb. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie erwartet einen realen Umsatzrückgang in Höhe von 3,5 %. Geprägt wird die Entwicklung von einem erneuten Einbruch im Wohnungsbau in Höhe von preisbereinigt 12 %. Für den Wirtschaftsbau wird eine reale Steigerung von 2 % erwartet. Der für den Geschäftsbereich Natursteine besonders relevante öffentliche Bau kann gemäß der Prognose mit einem realen Wachstum von 1 % rechnen. Die Entwicklung bei den Bundesfernstraßen bleibt problematisch, da im Bundeshaushalt eine Stagnation der Investitionen erwartet wird. Angesichts der erheblichen Kosten für Transformationsprozesse im Verkehrsbereich und hoher Baupreise wird prognostiziert, dass die realen Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur auch künftig geringer ausfallen. Die relevanten Auslandsmärkte des Geschäftsbereichs bleiben auch 2024 von geopolitischer Unsicherheit geprägt, jedoch wird erwartet, dass die wichtigsten Märkte wieder auf Wachstumskurs kommen. Polen wird gemäß der Prognose der EU-Kommission in diesem Jahr doppelt so stark zulegen wie das europäische Mittel. Impulse sollen dabei insbesondere von staatlichen Trägern ausgehen, vor allem beim Ausbau des Autobahn- und Schnellstraßennetzes. Auch für die ungarische Wirtschaft wird nicht zuletzt aufgrund der Auszahlung der bisher gestoppten beziehungsweise temporär ausgesetzten EU-Gelder eine kräftige Aufwärtsentwicklung erwartet. Die Wirtschaft in Tschechien erholt sich nur langsam, wobei von positiven Effekten aus der EU-Förderperiode 2021-2027 ausgegangen wird. Darüber hinaus setzt die Regierung auf den massiven Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, um das Land zu einer logistischen Drehscheibe zu machen. Die russische Wirtschaft könnte ungeachtet der westlichen Sanktionen auch 2024 geringfügig wachsen. Auch für die Wirtschaft in der Ukraine wird ein Wachstum auf niedriger Basis prognostiziert. Als Motor sollen dabei vor allem staatliche Investitionen wirken. Eine stabile Entwicklung ist angesichts des anhaltenden Krieges nach wie vor nicht möglich. Schwedens Wirtschaft wird voraussichtlich auch 2024 in der Rezession verbleiben. Hinweise auf explizite Infrastrukturmaßnahmen gibt es aktuell nicht. Der Geschäftsbereich Natursteine erwartet für 2024 in einem weiter schwierigen Marktumfeld im Inland einen Absatz von Rohmaterial und Asphaltmischgut leicht über dem Niveau des Vorjahres. Im Ausland werden nach einem starken Vorjahr in nahezu allen Ländern die Absatzmengen konservativ eingeschätzt. Begünstigt durch geringfügig höhere Inlandsabsätze und kosteninduziert verbesserte Erlöse wird 2024 ein Umsatz leicht über dem Niveau des Berichtsjahres erwartet. Eine weiterhin große Herausforderung wird es sein, die starken Preissteigerungen für Material und Leistungen im Markt weiterzugeben. Das operative Ergebnis wird das hohe Niveau des Vorjahres aufgrund rückläufiger Entwicklung in den Auslandsmärkten sowie hoher Kostenbelastungen, die nicht vollumfänglich im Markt durchgesetzt werden können, erheblich unterschreiten. Es wird erwartet, dass das Ergebnis vor Steuern ebenfalls stark unter dem Vorjahreswert liegen wird. Konsumgüter Der Unternehmensbereich Konsumgüter umfasst die beiden Geschäftsbereiche Zwilling Küche und Zwilling Beauty Group. Sie produzieren hochwertige Markenartikel für Küche und Körperpflege und sind mit ihren Sortimenten weltweit auf allen wichtigen Märkten vertreten. Zwilling Küche Der Geschäftsbereich Zwilling Küche bietet Premiumprodukte für die moderne Wohnküche sowie für den Bereich Outdoor Kitchen und BBQ an. Die Marken ZWILLING, STAUB, BALLARINI, MIYABI, DEMEYERE, SANTOS und FLAMMKRAFT dominieren das Sortiment, welches vor allem Messer, Kochgeschirr, Küchenhelfer, Vakuumiersysteme und elektrische Küchenkleingeräte sowie Grills und Grillzubehör beinhaltet. Der Geschäftsbereich unterhält sowohl in Europa als auch in Asien bedeutende eigene Produktionsstandorte. Die Marken von Zwilling Küche sind in Deutschland als Europas führendem Markt und auch in den wichtigen Weltmärkten USA, Kanada, China und Japan mit eigenen Gesellschaften vertreten. Konsumstimmung weltweit eingetrübt Die für die Geschäftsentwicklung von Zwilling Küche entscheidende Konsumneigung der Verbraucher wurde im vergangenen Jahr in den wichtigen Märkten gebremst. Die Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung, eine im langjährigen Vergleich immer noch hohe Inflation sowie geopolitische Verwerfungen veranlassten viele Konsumenten zu einem zurückhaltenden Ausgabeverhalten. Davon betroffen waren auch die Budgets für den gedeckten Tisch und die Küche. In China belasteten zudem eine tiefgehende Immobilienkrise, eine erhöhte Arbeitslosigkeit sowie gesunkenes Vertrauen in die politische Führung die Konsumlust vieler privater Haushalte. Schwache Nachfrage trifft auf gut gefüllte Läger Der Umsatz des Geschäftsbereichs Zwilling Küche verfehlte 2023 mit 813 Mio. € spürbar den Vorjahreswert und deutlich die Prognose. Dabei bewegte sich das Kerngeschäft nur leicht unter dem Niveau des Vorjahres, während das Sondergeschäft mit Produkten für Kundenbindungsprogramme erheblich weniger Umsatz erzielte. Die wesentlichen Ursachen für diese Entwicklung waren neben der hohen Inflation sowie der gebremsten Kauflaune der Verbraucher die noch gut gefüllten Läger des Handels sowie die ungünstige Entwicklung der Wechselkurse. Bereinigt um Wechselkursveränderungen blieb dabei das Kerngeschäft merklich hinter der Prognose zurück. Der Umsatz in dem mit Abstand weltweit stärksten Markt USA lag leicht unter dem Vorjahr und dabei erkennbar unter der Prognose. So konnten vor allem die aus der Insolvenz eines Großkunden resultierenden Umsatzrückgänge nicht komplett durch Zuwächse im Direktkundengeschäft ausgeglichen werden. Während das eigene Online-Geschäft zulegte, verfehlten die übrigen Vertriebskanäle die Prognose. In Kanada gelang es, den Umsatz spürbar zu steigern. Der Zuwachs resultierte vor allem aus einem Plus im Online-Geschäft sowie der guten Entwicklung im eigenen stationären Handel. Die Umsatzprognose wurde nahezu erreicht. Erhebliche Umsatzrückgänge verzeichnete Zwilling Küche im Berichtsjahr in China und unterschritt die Prognose drastisch. Grund dafür war die erhebliche Verunsicherung der Konsumenten, die maßgeblich durch die anhaltende Immobilienkrise verursacht wurde. Von den Vertriebskanälen litten insbesondere der Online-Handel, das Geschenkartikelgeschäft sowie der Bereich TV-Shopping. Im Gegensatz dazu entwickelte sich das Geschäft im stationären Handel nach den umfangreichen Lockdown-Beschränkungen im Vorjahr positiv. In Japan erzielte der Geschäftsbereich ein spürbares Umsatzplus, das vor allem aus einer positiven Entwicklung im eigenen stationären Handel, im eigenen Online-Handel sowie im TV-Shopping resultierte. Die Umsatzprognose wurde leicht übertroffen. In Deutschland erwirtschaftete der Geschäftsbereich trotz schwieriger Rahmenbedingungen ein deutliches Wachstum. Bereinigt um den stagnierenden Umsatz im Geschäftsfeld Barbecue wurde der Umsatz erkennbar gesteigert. Dieser Zuwachs resultierte insbesondere aus einem Plus im eigenen Retail und im Online-Handel. Die Umsatzprognose wurde insgesamt infolge der schwachen Entwicklung im Geschäftsfeld Barbecue spürbar verfehlt. Das übrige, um den Umsatz des Geschäftsfelds Barbecue bereinigte Kerngeschäft übertraf dagegen die Prognose leicht. In den anderen europäischen Ländern steigerte Zwilling Küche den Umsatz spürbar und übertraf die Prognose leicht. Die höchsten Zuwächse konnten in Skandinavien, Frankreich, den Benelux-Staaten und in der Türkei realisiert werden. Das operative Ergebnis des Geschäftsbereichs verfehlte im Jahr 2023 sowohl den Wert des Vorjahres als auch die Prognose erheblich. Gründe waren neben den Umsatzrückgängen höhere Bestandsabwertungen und Restrukturierungsaufwendungen. Das Ergebnis vor Steuern wurde von Sonderabschreibungen auf Firmenwerte sowie gestiegenen Zinsaufwendungen belastet und lag stark unter dem Wert des Vorjahres und der Prognose. Sichtbares Wachstum im Kerngeschäft für 2024 erwartet Die anhaltend angespannte geopolitische Lage sowie die schwache Konsumneigung sind weiterhin herausfordernd. Dennoch erwartet der Geschäftsbereich Zwilling Küche für 2024 auch durch den Wegfall von Einmalbelastungen des Jahres 2023 einen gegenüber dem Vorjahr spürbar höheren Umsatz. Dieser Zuwachs soll im Kerngeschäft vor allem durch intensiviertes E-Commerce-Geschäft, den Ausbau des Geschäftsfelds Barbecue sowie durch ein weiteres Wachstum der Produktgruppen Vakuum und Electrics erzielt werden. Wesentliche Wachstumsmärkte bleiben 2024 neben den europäischen Märkten auch die USA. In China wird eine vorsichtige Erholung der Umsatzentwicklung erwartet. Dabei sollen insbesondere das Online-Geschäft sowie das eigene stationäre Geschäft das Wachstum vorantreiben. Das Sondergeschäft wird auf niedrigem Niveau liegen. Eine spürbare Ergebnisverbesserung wird zudem durch ein bereits implementiertes Transformationsprogramm und strukturelle Optimierungsmaßnahmen erwartet. Der Geschäftsbereich geht daher für 2024 von einer erheblichen Verbesserung des operativen Ergebnisses und des Ergebnisses vor Steuern im Vergleich zum Vorjahr aus. Zwilling Beauty Group Der Geschäftsbereich Zwilling Beauty Group produziert und vertreibt unter den Marken ZWILLING und TWEEZERMAN hochwertige Pinzetten sowie Instrumente zur Maniküre und Pediküre. Ergänzt wird das Angebot durch Produkte der Marken TruYu und QVS sowie Handels- und Exklusivmarken. Die wichtigsten Absatzmärkte des Geschäftsbereichs sind neben den USA und Deutschland Großbritannien sowie China. Positiver Umsatz- und Ergebnistrend Auch die Entwicklung des Geschäftsbereichs Zwilling Beauty Group ist von der abkühlenden Konsumstimmung in den jeweiligen Märkten geprägt. Der Geschäftsbereich erwirtschaftete 2023 einen Umsatz von 110 Mio. € und lag damit leicht über dem Niveau des Vorjahres und erreichte nahezu die Prognose. Die unvorteilhafte Entwicklung der Wechselkurse machte sich insbesondere in den USA, dem mit Abstand wichtigsten Markt, bemerkbar. In lokaler Währung stieg der Umsatz in den USA jedoch spürbar über den Vorjahreswert. Der Online-Handel erwies sich als maßgeblicher Wachstumstreiber. Bei den Premium Retailern setzte sich der zuvor positive Umsatztrend nicht fort. Der Umsatz bewegte sich hier auf dem Niveau des Vorjahres. In Deutschland verzeichnete der Geschäftsbereich 2023 erneut einen kräftigen Umsatzanstieg und bestätigte die Prognose. Auch in Deutschland setzten die Online-Händler ihren Wachstumstrend fort. Der stationäre Handel mit den Premium Retailern sowie den Retailshops verzeichnete weiterhin eine erfreuliche Geschäftsentwicklung. In Großbritannien übertraf der Umsatz leicht das Niveau des Vorjahres und erfüllte die Prognose. Positiv entwickelte sich insbesondere die Marke TWEEZERMAN. Der chinesische Markt war weiterhin geprägt von einer deutlichen Konsumflaute. Der Umsatz, der ebenfalls durch die ungünstige Wechselkursentwicklung beeinflusst wurde, lag daher nahezu auf Vorjahresniveau. Die Prognose wurde erheblich verfehlt, da die Erwartung einer deutlichen Belebung der Kaufbereitschaft nach den Lockdowns nicht erfüllt wurde. Aufgrund der guten Umsatzentwicklung und stark gesunkener Containerfrachtraten übertraf das operative Ergebnis den Vorjahreswert und die Prognose spürbar. Das Ergebnis vor Steuern bewegte sich aufgrund des gestiegenen Zinsaufwandes dagegen nur leicht über dem Niveau des Vorjahres und sichtbar über der Prognose. Konsumbereitschaft sorgt für stabilen Umsatz in 2024 Die Geschäftsentwicklung der Zwilling Beauty Group hängt stark von der Konsumstimmung in den Kernmärkten USA, Deutschland sowie insbesondere in China ab. Das erwartet schwache Konsumklima wird sich auch auf die Geschäftsentwicklung des Geschäftsbereichs auswirken. So reduzieren Einzelhändler nach schwachen Verkaufszahlen in den vergangenen Jahren den Regalplatz für Beauty-Tools. Zudem ist der Retailbereich insbesondere in den USA und Deutschland durch mehrere Insolvenzen belastet. Es bestehen aber auch positive Einflussfaktoren. So wird erwartet, dass 2024 wieder vermehrt reisende Touristen aus Asien für höhere Verkaufszahlen sorgen. Zudem zeigt sich bei den Verbrauchern ein zunehmend hybrides Beauty-Verhalten. Sie sind gleichermaßen an professionellen Behandlungen als auch an Alltagsanwendungen zu Hause interessiert. Mit dem neuen Geschäftsfeld Petcare werden darüber hinaus Pflegeinstrumente für Haustiere im US-amerikanischen Markt eingeführt. Die Zwilling Beauty Group erwartet für 2024 einen Umsatz auf dem Vorjahresniveau sowie ein vor allem währungsbedingt und aufgrund von Investitionen in neue Produkte und Absatzkanäle deutlich unter dem Vorjahr liegendes operatives Ergebnis. Das Ergebnis vor Steuern wird sichtbar sinken. Vermögens- und Finanzlage Die konsolidierte Bilanzsumme der WIH-Gruppe verringerte sich zum 31. Dezember 2023 um 182 Mio. € auf 1.869 Mio. €. Das Anlagevermögen der WIH-Gruppe sank von 912 Mio. € auf 875 Mio. €. Es umfasste 96 Mio. € Immaterielle Vermögensgegenstände (i. Vj. 143 Mio. €), 729 Mio. € Sachanlagevermögen (i. Vj. 720 Mio. €) sowie 50 Mio. € Finanzanlagen (i. Vj. 49 Mio. €). Die Immateriellen Vermögensgegenstände sanken um 47 Mio. €. Der Rückgang war maßgeblich auf außerplanmäßige Abschreibungen im Zuge der Beendigung der FiberLean- Geschäftsaktivitäten sowie auf außerplanmäßige Firmenwertabschreibungen zurückzuführen. Insgesamt standen somit den laufenden Investitionen von 11 Mio. € Abschreibungen des Geschäftsjahres von 58 Mio. € gegenüber. Von den Abschreibungen betrafen 25 Mio. € Firmenwertabschreibungen. Bei den Sachanlagen standen den Investitionen von 134 Mio. € hauptsächlich die Abschreibungen des Geschäftsjahres von 117 Mio. € gegenüber. Der wesentliche Teil der Investitionen entfiel auf den anlagenintensiven Geschäftsbereich Natursteine (110 Mio. €, i. Vj. 84 Mio. €), der erheblich mehr investierte als noch im Jahr 2022. Die Investitionen im Unternehmensbereich Konsumgüter sanken im Vergleich zum Vorjahr (22 Mio. €, i. Vj. 33 Mio. €). Die Vorräte betrugen zum 31. Dezember 2023 511 Mio. € (i. Vj. 631 Mio. €). Die Minderung resultierte überwiegend aus dem geplanten Bestandsabbau im Geschäftsbereich Zwilling Küche. Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände inklusive Rechnungsabgrenzungsposten betrugen insgesamt 370 Mio. € (i. Vj. 389 Mio. €). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen mit 249 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres (i. Vj. 247 Mio. €). Den höchsten Forderungsbestand verzeichnete der Geschäftsbereich Zwilling Küche (149 Mio. €, i. Vj. 156 Mio. €). Dieser war vor allem aufgrund niedrigerer Umsätze gegen Ende des Geschäftsjahres geringer als zum 31. Dezember 2022. Der Rückgang wurde zum Großteil durch die höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des Geschäftsbereichs Natursteine (84 Mio. €, i. Vj. 75 Mio. €) kompensiert, die im Zuge der Geschäftsentwicklung deutlich stiegen. Die Forderungen gegen Verbundene Unternehmen von 32 Mio. € (i. Vj. 54 Mio. €) stehen nahezu ausschließlich im Zusammenhang mit der konzerninternen Finanzierung der Werhahn-Gruppe. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, stiegen um 3 Mio. € gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt 32 Mio. € an. Die Erhöhung betraf insbesondere den Geschäftsbereich Natursteine. Die Sonstigen Vermögensgegenstände gingen leicht um 3 Mio. € auf 49 Mio. € zurück. Dieser Rückgang entfiel ebenfalls vor allem auf den Geschäftsbereich Natursteine. Die Aktiven latenten Steuern betrugen zum Bilanzstichtag 5 Mio. € (i. Vj. 8 Mio. €). Die WIH-Gruppe verzichtete unverändert auf die Bilanzierung aktiver latenter Steuerüberhänge aus Einzelabschlüssen im Rahmen des Wahlrechts. Das Eigenkapital der Gruppe minderte sich von 856 Mio. € auf 768 Mio. €. Das entspricht einer Eigenkapitalquote von 41 % (i. Vj. 42 %). Die Veränderungen im Eigenkapital werden im Eigenkapitalspiegel detailliert dargestellt. Die Rückstellungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 4 Mio. € auf 345 Mio. €. Sie umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Rückbau- und Rekultivierungsverpflichtungen überwiegend im Geschäftsbereich Natursteine von 102 Mio. € (i. Vj. 103 Mio. €), sonstige Personalrückstellungen von 70 Mio. € (i. Vj. 65 Mio. €), Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen von 65 Mio. € (i. Vj. 62 Mio. €), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen von 27 Mio. € (i. Vj. 30 Mio. €) sowie Rückstellungen für Rabatte und Boni von 22 Mio. € (i. Vj. 30 Mio. €). Die Verbindlichkeiten inklusive Rechnungsabgrenzungsposten der WIH-Gruppe lagen mit 756 Mio. € unter dem Vorjahreswert von 854 Mio. €. Die Minderung resultierte insbesondere aus den aufgrund der Tilgung von Darlehen von Gesellschaften der Werhahn-Gruppe um 84 Mio. € auf 213 Mio. € gesunkenen Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich leicht auf 361 Mio. € (i. Vj. 354 Mio. €) und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken vor allem aufgrund des geplanten Bestandsabbaus im Geschäftsbereich Zwilling Küche um 14 Mio. € auf 100 Mio. €. Die Sonstigen Verbindlichkeiten von 40 Mio. € lagen insbesondere aufgrund der niedrigeren Verbindlichkeiten gegenüber Finanzbehörden um 9 Mio. € unter dem Vorjahreswert. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag trotz des erheblichen Rückgangs des Periodenergebnisses mit 233 Mio. € über dem Cashflow des Vorjahres (i. Vj. 73 Mio. €). Maßgeblich für diese positive Entwicklung war der Bestandsabbau im Geschäftsbereich Zwilling Küche. Das Geschäftsjahr 2022 war hingegen durch einen erheblichen Bestandsaufbau beeinflusst. Im Vergleich zum Vorjahr war das Periodenergebnis zudem mit deutlich höheren nicht zahlungswirksamen Abschreibungen belastet. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit (- 116 Mio. €, i. Vj. - 113 Mio. €) war von Investitionen in das Sachanlagevermögen (- 134 Mio. €) geprägt, die über dem Vorjahr (- 119 Mio. €) lagen. Gegenläufig wirkten sich hauptsächlich die um 8 Mio. € niedrigeren Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis aus. Der Free Cashflow verbesserte sich aufgrund des erheblich höheren Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit mit 118 Mio. € nach - 40 Mio. € im Vorjahr signifikant. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug - 139 Mio. € (i. Vj. - 160 Mio. €). Die Veränderung zum Vorjahr resultierte im Wesentlichen aus geringeren Abflüssen aus Dividendenzahlungen. Der Saldo aus der Aufnahme und Tilgung von Finanzkrediten lag trotz der hohen Darlehenstilgungen des Jahres 2023 nur um - 6 Mio. € unter dem Wert des Vorjahres, da auch im Geschäftsjahr 2022 mehrere Darlehen getilgt wurden. Der Finanzmittelfonds am Ende der Periode betrug - 424 Mio. € (i. Vj. - 400 Mio. €) und lag etwas unter dem Wert des Vorjahres. Die liquiden Mittel der WIH-Gruppe umfassten neben den Flüssigen Mitteln von 108 Mio. € zum 31. Dezember 2023 (i. Vj. 111 Mio. €) auch die Guthaben bei Banken der Werhahn-Gruppe, die in den Forderungen gegen Verbundene Unternehmen ausgewiesen werden. Ferner waren im Finanzmittelfonds jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (349 Mio. €, i. Vj. 340 Mio. €) sowie kurzfristige Kreditaufnahmen, die zur Disposition der liquiden Mittel gehören (199 Mio. €, i. Vj. 213 Mio. €), einbezogen. Die Finanzierung der WIH-Gruppe erfolgt hauptsächlich durch Gesellschaften der Werhahn-Gruppe und einen syndizierten Kreditvertrag. Am Bilanzstichtag standen der WIH-Gruppe freie, zugesagte Kreditlinien mit einem Volumen von 330 Mio. € zur Verfügung. Risikobericht Das Handeln der WIH-Gruppe ist darauf ausgerichtet, nachhaltig profitabel zu wachsen sowie Werte zu erhalten und zu erschaffen. Aufgrund ihrer nach Branchen und Regionen diversifizierten Struktur ist die WIH-Gruppe dabei unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Die WIH-Gruppe ist in das Risikomanagementsystem der Werhahn-Gruppe eingebunden, dessen Zielsetzung und Organisation nachfolgend beschrieben wird. Das Risikomanagementsystem der Werhahn-Gruppe stellt eine aktive Steuerung der Risiken sicher und ist ein integraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung und -strategie sowie der Corporate Governance. Risikomanagementsystem Zielsetzung des Risikomanagementsystems Ziel des Risikomanagements in der Werhahn-Gruppe ist es, Risiken mit besonderer Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage im Hinblick auf die langfristigen Unternehmensziele vorausschauend zu beurteilen. Zu diesem Zweck sollen besondere und große Risiken - ergänzend zu der laufenden Überwachung im Tagesgeschäft - frühzeitig erkannt, zutreffend bewertet sowie effektiv und effizient gesteuert werden. Risiken sind alle Ereignisse und möglichen Entwicklungen, die das Erreichen der Unternehmensziele beeinträchtigen oder die sich aus einer nicht genutzten Entwicklungsmöglichkeit und Chance ergeben können. Die Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit und des Ausmaßes zukünftiger Ereignisse und Entwicklungen unterliegt naturgemäß Unsicherheiten. Zielsetzung des Risikomanagementsystems ist die Förderung der Risikokultur und die Erstellung und Bewertung gruppenweiter Risikoberichte. Neben den Geschäftsbereichen werden auch die Zentralfunktionen, wie zum Beispiel die Revision und das Compliance-Committee, in das Risikomanagement eingebunden, um ein effizientes Risikomanagement in der Werhahn-Gruppe zu gewährleisten. Das Konzept des Risikomanagementsystems wurde im Geschäftsjahr umfänglich überarbeitet, um weitere Betrachtungsdimensionen ergänzt und mit einer Tragfähigkeitsanalyse ausgestattet. Die neue Berichtsform gewährleistet eine transparente Darstellung der Risikosituation auf Gruppenebene. Organisation des Risikomanagements Das Risikomanagement erstreckt sich über die gesamte Werhahn-Gruppe. Die Zentral- und Geschäftsbereiche sind eigenverantwortlich dafür zuständig, individuell anwendbare Regelungen und Vorschriften umzusetzen. Durch gruppenweit verbindliche Regelungen und die regelmäßige Einbindung der obersten Leitungsgremien der Werhahn- und der WIH-Gruppe wird sichergestellt, dass die Anforderungen des Risikomanagementsystems eingehalten und zielgerecht angewendet werden. Die aktuelle Risikolage sowie wesentliche Einzelrisiken werden regelmäßig in Vorstands-, Verwaltungsrats- und Aufsichtsratssitzungen besprochen. Neu erworbene Gesellschaften werden zügig an die gesetzten Standards herangeführt. Die Richtlinie des finanziellen Risikomanagements regelt die Rahmenbedingungen sowie die Vorgehensweise im Umgang mit finanziellen und nichtfinanziellen Risiken. Diese umfassen die Risikokategorien Marktrisiken, Prozessrisiken, Finanzmarktrisiken sowie ESG (Environment, Social, Governance), Recht und Compliance, welche in weitere Risikoarten unterschieden werden. Ziel ist es, die Risiken so zu begrenzen, dass die Werhahn-Gruppe auch bei wesentlich negativen Entwicklungen nicht gefährdet ist. Hierzu wird eine Risikotragfähigkeitsrechnung in den Dimensionen Eigenkapital und Liquidität erstellt und mit quantifizierten Risiken abgeglichen. Risiken fließen hierbei ein, wenn diese wertmäßig nach Geschäftsbereichen differenzierte Aufgriffsgrenzen bezogen auf die mögliche Schadenshöhe übersteigen. Die Aufgriffsgrenzen sind für alle Geschäftsbereiche und Zentralbereiche individuell festgelegt und werden jährlich validiert. Die dezentralen Compliance-Management-Systeme der Unternehmen der Werhahn-Gruppe werden durch die jeweiligen Compliance-Beauftragten überwacht. Die Compliance-Beauftragten in den Geschäftsbereichen entwickeln gemeinsam mit dem zentralen Compliance-Beauftragten die Compliance-Standards weiter und überwachen die Umsetzung von Maßnahmen in ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich. Zudem finden mehrmals im Jahr Sitzungen des Compliance-Committees der Werhahn-Gruppe statt, an denen das zuständige Vorstandsmitglied der Wilh. Werhahn KG teilnimmt. Das Compliance-Committee der Werhahn-Gruppe koordiniert die gruppenweiten Aktivitäten zur Einhaltung von Gesetzen und sonstigen Regeln sowie der selbst gesetzten Werte und Leitprinzipien für ein moralisch, ethisch und rechtlich korrektes Verhalten gemäß dem gruppenweit geltenden Verhaltenskodex. Der Verhaltenskodex wird unter anderem durch einen gesonderten Leitfaden zum Kartellrecht ergänzt. Es werden e-Learnings zum Verhaltenskodex und zu weiteren compliancerelevanten Themen angeboten und durchgeführt. Weiterhin können relevante Vorgänge weltweit kostenlos und anonym, sowohl telefonisch als auch über das in 17 Sprachen verfügbare Online-Hinweisgebersystem, an die jeweilige Gruppengesellschaft gemeldet werden. Als weitere Instanz überwacht der Zentralbereich Revision durch unabhängige Prüfungen die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und interner Richtlinien. Im Rahmen der Prüfungen werden zudem die Geschäftsprozesse und das interne Kontrollsystem der geprüften Gesellschaften evaluiert. Der Prüfungsumfang umfasst je nach Bedarf die Beurteilung der Angemessenheit und Wirksamkeit der implementierten Prozesse und Systeme zum Risikomanagement. Die interne Revision führt ihre Prüfungen auf Basis eines risikoorientierten Prüfungsansatzes durch, der den Umfang der Prüfungshandlungen an der Risikoeinschätzung des jeweiligen Prüffeldes ausrichtet. Der Verwaltungsrat der Wilh. Werhahn KG und der Aufsichtsrat der Werhahn Industrieholding SE beschäftigen sich vertiefend in einer Sitzung mit dem Risikomanagementsystem und der Risikobewertung. Die Überwachung des Konzernrechnungslegungsprozesses erfolgt über interne Kontrollsysteme. Der für die Abschlusserstellung maßgebliche rechnungslegungsbezogene Teil des internen Kontrollsystems umfasst dabei Maßnahmen, die gewährleisten sollen, dass Informationen, die für die Aufstellung des Konzernabschlusses sowie des Konzernlageberichts notwendig sind, vollständig, richtig und zeitgerecht übermittelt werden. Systemseitige und manuelle Maßnahmen sollen das Risiko einer materiellen Falschaussage im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht minimieren. Die Accounting-Richtlinie der Werhahn-Gruppe ist die Grundlage für eine gesetzeskonforme und konzerneinheitliche Bilanzierung und Konsolidierung. Sie wird stetig aktualisiert, vom Vorstand freigegeben und ist verbindlich von allen konsolidierten Unternehmen der Werhahn-Gruppe anzuwenden. Grundlage für die Aktualisierung der Accounting-Richtlinie ist die Analyse der Entwicklungen des Handelsrechts und der Deutschen Rechnungslegungs Standards im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht. Weitere wesentliche Bestandteile des Konzernrechnungslegungsprozesses sind der einheitliche Konzernkontenplan und der verbindliche Konzernabschlussterminplan. Die Erstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts erfolgt mithilfe einheitlicher IT-Systeme zur Konsolidierung und zur Erstellung von Konzernanhang und Konzernlagebericht. Die Systeme sind in die IT-Sicherheitsstrategie der Werhahn-Gruppe eingebunden, insbesondere gibt es ein detailliertes Berechtigungskonzept und festgelegte Change-Management-Verfahren. Unterstützt wird die Überwachung des Konzernrechnungslegungsprozesses durch die interne Revision. Auch die Wirtschaftsprüfer der Werhahn-Gruppe berichten über die Ergebnisse ihrer Prüfung und etwaige Feststellungen zum internen Kontrollsystem der konsolidierten Gesellschaften. Wo notwendig, werden zudem externe Experten hinzugezogen, zum Beispiel bei der Bewertung von Pensions- und Rekultivierungsrückstellungen oder bei der Erstellung von Kaufpreisallokationen bei Unternehmenserwerben. Ablauf des Risikomanagements Im ersten Schritt erfolgt eine jährliche Inventur der Risiken und Chancen auf Ebene der Geschäfts- und Zentralbereiche im Rahmen der Unternehmensplanung. Die Bewertung der identifizierten Risiken erfolgt anhand ihrer Schadenshöhe und prozentualen Eintrittswahrscheinlichkeit. Die Wirkung von geplanten Maßnahmen zur Risikoreduktion wird hierbei berücksichtigt. Die erhobenen Risiken und Chancen werden im Anschluss auf Gruppenebene unter Beteiligung des Vorstands der Wilh. Werhahn KG diskutiert und auf zusätzlichen Handlungsbedarf zur Risikosteuerung geprüft. Auf dieser Basis wird jährlich ein Konzern-Risikobericht erstellt. Dieser beinhaltet die Risikosituation der Werhahn-Gruppe insgesamt, wesentliche Einzelrisiken, die Maßnahmenwirkung zur Reduktion von Risiken sowie eine Darstellung der Risikotragfähigkeit. In Planungsrunden werden neben der Planung von finanzwirtschaftlichen Zahlen die wesentlichen Risiken sowie Maßnahmen zu deren Begrenzung und Chancen besprochen und aktualisiert. Bei Bedarf erfolgt eine Neubewertung der Risiken und Maßnahmen unter Einbeziehung des Vorstands der Wilh. Werhahn KG und eine Anpassung der jeweiligen Planung des Geschäftsbereichs. Unterjährig erfolgt eine erneute Bewertung der zum Planungszeitpunkt durchgeführten Risikoinventarisierung mit entsprechender Berichterstattung. Das Ergebnis des Risikomanagementprozesses wird in einem Bericht ausgewiesen. Hierbei werden unter anderem in einer Risikomatrix summierte Schadenserwartungswerte der einzelnen Risiken hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe in Bandbreiten eingeordnet. Sowohl bei der Bewertung als auch bei der Zuordnung der einzelnen Risiken zu den Bandbreiten sind geplante Maßnahmen zur Risikominimierung berücksichtigt. Durch die Verknüpfung der Kriterien Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe mit Wirkung auf das Ergebnis vor Steuern werden die Risiken in Risikofelder gemäß der folgenden grafischen Darstellung eingestuft.
Die Entwicklung der Einzelrisiken wird laufend von den Geschäfts- und Zentralbereichen beobachtet und zu festgelegten Terminen in den verschiedenen Gremien der Geschäftsbereiche sowie dem Vorstand der Wilh. Werhahn KG berichtet. Auch außerhalb der festgelegten Termine werden neue wesentliche Risiken und wesentliche Veränderungen an die zuständigen Gremien gemeldet. Die Effektivität des Risikomanagements wird jährlich validiert. Bei Bedarf wird das Risikomanagementsystem weiterentwickelt und verbessert. Aktuelle Risikosituation Nachfolgend sind die identifizierten zentralen Risiken der WIH-Gruppe aufgeführt, die wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Reputation der WIH-Gruppe haben können. Zusätzliche Risiken, die derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die derzeit als unwesentlich erachtet werden, können sich ebenfalls negativ auf die Geschäftstätigkeiten und -ziele auswirken. Marktrisiken Die Marktrisiken umfassen Risiken aus den Bereichen Absatzmärkte, Geschäftsmodell, Forderungsausfall, Preise und Margen, Beschaffung, Rohstoffe und Lieferfähigkeit. Die wirtschaftliche Lage der WIH-Gruppe ist hierbei auch maßgeblich von den mikro- und makroökonomischen Rahmenbedingungen beeinflusst. Im Geschäftsbereich Natursteine spielen Investitionen in öffentliche Infrastruktur eine wichtige Rolle. Insbesondere ist der Geschäftsbereich der Gefahr ausgesetzt, dass geplante Infrastrukturinvestitionen aufgrund der wirtschaftlichen Lage verschoben, aufgegeben oder mit einer reduzierten Mittelausstattung durchgeführt werden. Die hohe Inflation in den westlichen Industrienationen, die auch im Zusammenhang mit den gestiegenen Energiepreisen steht, kann sich spürbar auf die Nachfrage nach hochwertigen Küchen- und Körperpflegeartikeln aus dem Unternehmensbereich Konsumgüter auswirken, da die Kaufkraft der Verbraucher insgesamt nachlässt. Generell besteht aufgrund des dynamischen Umfelds in allen Geschäftsbereichen das Risiko von Kundeninsolvenzen, zum Beispiel im bauausführenden Gewerbe oder stationären Handel. Zur Risikobegrenzung werden unter anderem Kreditversicherungen abgeschlossen und ein aktives Forderungsmanagement betrieben. Im Bereich Beschaffung bestehen in den Geschäftsbereichen mit unterschiedlichem Ausmaß die größten Risiken vor allem in Form möglicher Verteuerung und Verknappung von Einsatzstoffen wie Energie, Treibstoff und Bitumen. Die höheren Kosten können sich wesentlich negativ auf die Ertragslage der WIH-Gruppe auswirken, da sie nicht, nur teilweise oder mit Verzögerung durch Erlössteigerungen oder Kosteneinsparungen kompensiert werden können. Für den Geschäftsbereich Natursteine und dessen Produktion von Asphaltmischgut für den Verkehrswegebau ist vor allem Bitumen ein äußerst bedeutsamer Einsatzstoff, der größeren Preisschwankungen unterliegt. Dem wird durch risikoreduzierende Maßnahmen hinsichtlich der Preisentwicklung wie zum Beispiel durch Bitumen-Festpreiskontingente oder Sicherungsgeschäfte Rechnung getragen. Absatzrisiken sind vor allem durch eine schwächere konjunkturelle Entwicklung, aber auch durch ein sich änderndes Kundenverhalten bedingt. Hierdurch kann die Nachfrage in den einzelnen Branchen und Märkten schwanken oder dauerhaft zurückgehen. Eine schwächere Nachfrageentwicklung birgt zusätzlich das Risiko für das Entstehen eines starken Wettbewerbs- und Preisdrucks. Im Geschäftsbereich Natursteine besteht das größte Risiko in einer rückläufigen Nachfrage der öffentlichen Haushalte nach Produkten für den Verkehrswegebau. Eventuell hierdurch entstehende regionale Überkapazitäten könnten zu einem intensiven Preiswettbewerb führen. Neben einer möglichen konjunkturbedingten schwächeren Nachfrage besteht im Unternehmensbereich Konsumgüter die Herausforderung, dem sich ändernden Einkaufsverhalten der Kunden durch die Wahl des richtigen Vertriebskanals gerecht zu werden. Die Erschließung neuer Absatzkanäle kann zu dauerhaft niedrigeren Margen führen. Zudem besteht das Risiko, dass sich traditionelle Vertriebswege am Markt nicht mehr dauerhaft behaupten können. Die WIH-Gruppe begegnet diesem Risiko durch eine intensive Beobachtung des Markt- und Kundenverhaltens und die kontinuierliche Überprüfung der Erschließung neuer Absatzwege. Naturgemäß ist die WIH-Gruppe dem Wettbewerb ausgesetzt. So kann ein intensiver Preiswettbewerb der Marktteilnehmer oder der Markteintritt neuer, disruptiver Wettbewerber wesentliche Auswirkungen auf die Profitabilität der Geschäftsbereiche der WIH- Gruppe haben. Insbesondere bei Investitionen in neue Technologien oder innovativen Geschäftsmodellen besteht das Risiko, dass diese die Kundenerwartungen nicht erfüllen und daher nicht erfolgreich am Markt platziert oder im Zuge der sich stetig ändernden Marktverhältnisse obsolet werden können. Die Herausforderung besteht darin, der Marktdynamik durch Flexibilität und Anpassungsfähigkeit zu begegnen. Die kontinuierliche Optimierung von Geschäftsmodellen und Technologien ist unabdingbar, um die Marktposition zu stärken. Prozessrisiken Zu den Prozessrisiken zählen insbesondere Risiken aus den Bereichen IT, Datenschutz, Cyber-Risiken, Personal sowie operationelle Risiken in den Unterstützungs- und Wertschöpfungsprozessen. Um die zur reibungslosen Abwicklung der Geschäftsprozesse notwendigen IT-Systeme vor unberechtigten Zugriffen und Datenverlusten sowie der immer größer werdenden Gefahr durch Cyber-Angriffe mit möglichen Reputationsschäden hieraus zu schützen, werden gruppenweit und geschäftsbereichsspezifisch zahlreiche technische und organisatorische Maßnahmen ergriffen und selektiv durch externe Audits überprüft. Darüber hinaus werden die IT-Strukturen der einzelnen Bereiche laufend dem Stand der Technik angepasst und die Mitarbeitenden durch regelmäßige Schulungen und Informationen sensibilisiert. Besonderes Augenmerk liegt auch auf der Einhaltung der Datenschutzbestimmungen. Es werden stetig umfassende Maßnahmen zur Einhaltung der EU-Datenschutz-Grundverordnung ergriffen. Produktionsrisiken wird mit vorbeugenden Instandhaltungs- und Qualitätssicherungsmaßnahmen sowie einer vorausschauenden Investitionsplanung begegnet. Dieses Vorgehen gewährleistet, dass Produktionskapazitäten zuverlässig zur Verfügung stehen und Schäden aus Produktionsausfällen vermieden werden können. Dabei haben auch die Belange des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit einen hohen Stellenwert. Im Konsumgüterbereich besteht neben den Risiken der Verteuerung und Verfügbarkeit das Risiko des Ausfalls von Lieferanten, was zu einem Produktionsstillstand führen könnte. Dem wird durch alternative Bezugsquellen entgegengewirkt. Die Mitarbeitenden der WIH-Gruppe sind auch bei Betrachtung der Prozessrisiken ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Es ist deswegen ein zentrales Anliegen der WIH-Gruppe, qualifizierte Beschäftigte zu gewinnen, sie beruflich und persönlich weiterzuentwickeln und Mitarbeitende dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Neben einer leistungsorientierten Vergütung von Fach- und Führungskräften investiert die WIH-Gruppe kontinuierlich in die flächendeckende Weiterbildung und Qualifikation sowie in Maßnahmen zum allgemeinen Schutz der Mitarbeitenden. Durch eine systematische Arbeitssicherheits-Organisation werden regelmäßige Schulungen zur Sensibilisierung der Mitarbeitenden zum Thema Arbeitssicherheit durchgeführt. Mit der Umsetzung von Maßnahmen zur Reduzierung von Risiken und Gefahren werden Unfälle vermieden und die Arbeitsbedingungen verbessert. Die kontinuierliche Analyse und Optimierung von Arbeitsabläufen sowie die regelmäßige Wartung und Inspektion von Geräten und Maschinen gehören beispielsweise zu den Maßnahmen zur Reduzierung der Risiken am Arbeitsplatz. Finanzmarktrisiken Die WIH-Gruppe ist einer Vielzahl finanzieller Risiken ausgesetzt. Diese bestehen insbesondere in Form von Liquiditäts-, Währungs-, Refinanzierungs- sowie Zinsänderungsrisiken. Zur Begrenzung von Liquiditätsrisiken erfolgt ein fortwährendes gruppenweites Management und eine Überwachung der aktuellen und zukünftigen verfügbaren Liquidität. Es ist zudem ein Monitoring zur Einhaltung von in Kreditverträgen enthaltenen Finanzkennzahlen installiert, um zeitnah eventuell mögliche Gegensteuerungsmaßnahmen ergreifen zu können. Im Zuge des gruppeninternen Cash-Managements und der konzerninternen Darlehensvergaben sind Kreditlimits festgelegt, um Liquiditätsrisiken zu vermeiden. Währungsrisiken werden durch die vollständige Sicherung von kontrahierten Verträgen und geplanten Cashflows eines festgelegten Zeitraums reduziert. Gegebenenfalls festgelegte Limits für ungesicherte Währungspositionen werden laufend überwacht und über externe Sicherungsgeschäfte gesteuert, wobei ausschließlich konservative Finanzinstrumente zum Einsatz kommen. ESG, Recht und Compliance In dieser Risikokategorie werden Risiken aus den Bereichen ESG (Environment, Social, Governance), interne und externe Betrugsrisiken, Compliance-Risiken, Rechtsrisiken sowie sonstige Risiken durch die Änderung von Gesetzeslagen, Regulatorik oder Enteignungen zusammengefasst. Die Geschäftstätigkeit der Geschäftsbereiche unterliegt insbesondere umweltrechtlichen Regelungen. Vor allem im Geschäftsbereich Natursteine ist die Geschäftstätigkeit mit unmittelbaren Eingriffen in natürliche Ressourcen verbunden. Neben der täglichen Sorgfalt im Geschäftsbetrieb werden plangemäß laufend Rückstellungen für auflagenkonforme Wiederherstellungsmaßnahmen gebildet. Für die ökonomischen Konsequenzen außergewöhnlicher Schadensereignisse besteht angemessener Versicherungsschutz. Im Hinblick auf die sich erweiternden gesetzlichen Anforderungen, insbesondere im Hinblick auf die CO 2 -Emissionen, arbeiten die Geschäftsbereiche zusammen mit der Wilh. Werhahn KG an einer Erfassung und Bewertung der Wirkungszusammenhänge (siehe Abschnitt zur Nachhaltigkeit). Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine birgt das Risiko, dass neben der Gefährdung der dortigen Standorte durch den Bruch rechtsverbindlicher Zusagen die Geschäftstätigkeit in beiden Ländern eingeschränkt oder verhindert wird. Aufgrund der wirtschaftlichen Belastungen und der Instabilität besteht zudem das Risiko, dass geplante Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur in den östlichen EU-Mitgliedstaaten, in Russland und den russischen Nachbarstaaten verschoben oder ganz gestrichen werden. Im Rahmen der geschäftlichen Aktivitäten ergeben sich zudem unter Umständen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und -verfahren. Hierzu gehören beispielsweise Risiken in Bezug auf Gewährleistungen und Produkthaftung, das Steuerrecht, das Vertragsrecht sowie das Wettbewerbsrecht. Derartige Risiken werden soweit möglich im Vorfeld durch umfassende rechtliche Beratung und die Implementierung interner Richtlinien begrenzt. Weiterhin bestehen für verschiedene rechtliche Risiken entsprechende Versicherungen. Bei schwebenden Verfahren wird, sofern eine Versicherungsdeckung nicht oder nicht in vollem Umfang besteht, finanzielle Vorsorge im Rahmen kaufmännischer Vorsicht, insbesondere durch Rückstellungen oder Wertberichtigungen, getroffen. Die Steuererklärungen werden mit großer Sorgfalt erstellt. Gleichwohl kann es im Rahmen von Betriebsprüfungen zu Steuernachforderungen kommen. Darüber hinaus ist spürbar wahrzunehmen, dass vor allem das Thema Nachhaltigkeit eine immer größere Rolle beim Kaufverhalten der Konsumenten spielt. Diesem Risiko wird durch vielfältige gruppenweite Maßnahmen Rechnung getragen, die im Abschnitt zur Nachhaltigkeit näher beschrieben werden. Beurteilung des Gesamtrisikos Das Gesamtrisiko für die WIH-Gruppe ist im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig. Aktuell ist ein einziges Risiko identifiziert, das nach Gegenrechnung der Maßnahmen in den roten Bereich der obigen Risikomatrix fällt und somit als wesentlich definiert ist. Es handelt sich um das Risiko: Geringere Investitionstätigkeit der öffentlichen Haushalte im Geschäftsbereich Natursteine. Dieses Risiko hat sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht, da die Planung von einer Zunahme der Aufträge der öffentlichen Hand ausgeht. Mit einem Gesamtrisiko leicht unter dem Vorjahresniveau sowie der auskömmlichen Risikotragfähigkeit bestehen nach derzeitigem Kenntnisstand keine bestandsgefährdenden Risiken für die WIH-Gruppe. Die Diversifikation der WIH-Gruppe über Märkte und Branchen trägt maßgeblich zu einer Verringerung der Auswirkungen des Eintritts von einzelnen Risiken auf die Gruppe bei. Ein Großteil der Risiken betrifft nur einzelne Geschäftsbereiche oder Regionen. Diese Risiken sind somit zwar für den Geschäftsbereich wesentlich, liegen in der Gesamtbetrachtung für die WIH-Gruppe jedoch lediglich im grünen und gelben Bereich der oben genannten Risikomatrix und sind damit von geringerer Bedeutung. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein einzelnes Risiko mit hoher Schadenswirkung alle Geschäftsbereiche gleichermaßen betrifft, schätzen wir daher als gering ein. Zudem können Risiken in einem Geschäftsbereich auch durch Chancen innerhalb eines Geschäftsbereichs oder zwischen Geschäftsbereichen kompensiert werden. Forschung und Entwicklung Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sind Treiber des technologischen Fortschritts und ein wesentlicher Erfolgsfaktor für nachhaltiges Wirtschaften. Die Mitarbeitenden in der Forschung antizipieren Kundenwünsche, die in den Entwicklungsabteilungen in marktreife Produkte umgesetzt werden. Darüber hinaus arbeiten die Beschäftigten in der Entwicklung daran, Produktionsprozesse und -rezepturen weiter zu optimieren, nachhaltiger zu gestalten und die Digitalisierung voranzutreiben. Der Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Geschäftsbereichs Natursteine lag 2023 auf der kontinuierlichen Weiterentwicklung der temperaturreduzierten Asphaltbauweise. Ab 2025 wird die Herstellung und Verarbeitung von Asphalt mit um 30 Grad Celsius abgesenkten Temperaturen zur Regelbauweise im deutschen Asphaltstraßenbau. Gemeinsam mit Kunden erprobte der Geschäftsbereich verschiedene Möglichkeiten, die Temperaturreduzierung sowohl bei der Herstellung als auch beim Einbau prozesssicher umzusetzen. Die Erarbeitung einer Umsetzungsstrategie zur flächendeckenden Herstellung von temperaturreduziertem Asphalt erfolgt durch das TechnologieCentrum des Geschäftsbereichs Natursteine gemeinsam mit den operativen Einheiten. Um Nachhaltigkeitserfolge künftig sichtbar machen zu können, wurden im Technologie-Centrum 2023 erste Erfahrungen mit der Erstellung von Umweltdeklarationen (Environmental Product Declarations, kurz: EPD) für Asphaltmischgutrezepturen gesammelt. EPD erfassen, welche Auswirkungen das Produkt im Rahmen seines Lebenszyklus auf die Umwelt hat. Es ist zu erwarten, dass diese Deklarationen in den nächsten Jahren eine bedeutende Rolle bei der Vergabe von Straßenbauaufträgen spielen werden. Die Digitalisierung nimmt eine wichtige Rolle im Geschäftsbereich Natursteine ein. Schwerpunkte sind die insgesamt höhere digitale Intensität in internen und kundenorientierten Prozessen, die Implementierung von Cloud-Services, der E-Commerce-Bereich sowie die Vernetzung von Daten. Mit der strategischen Initiative "Highway" werden digitale Kundenlösungen für die Geschäftsfelder Mineralische Rohstoffe, Asphaltmischgut und Baustoffrecycling entwickelt. Die digitalen Lösungen bieten ein Self-Service-Portal zum Abruf von Geschäftsaktivitäten sowie Analysemöglichkeiten. So lassen sich kundenrelevante Informationen optimal nutzen. Ein Beispiel sind Wiegenoten für im Umlauf befindliche Fahrzeuge nahezu in Echtzeit. Diese fördern insbesondere beim Asphalteinbau die pünktliche Fertigstellung, eine durchgehend hohe Einbauqualität sowie einen sparsamen Ressourceneinsatz. Die Initiative Highway erleichtert auch die kaufmännische Abwicklung und Bestellplanung. Dokumente werden digital geteilt, wodurch Medienbrüche vermieden und Ressourcen geschont werden. Um die interne Prozesseffizienz weiter zu steigern, arbeitet der Geschäftsbereich Natursteine auch mit Methoden der Künstlichen Intelligenz. Der Geschäftsbereich Zwilling Küche stellt die Themen Kundennutzen und Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt seiner Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. In 2023 wurde mit den Vorratsbehältern FRESH & SAVE CUBE das Produktsegment Vakuum um Produkte zur Trockenaufbewahrung ergänzt. Für das Vakuumsystem FRESH & SAVE und für den innovativen Messerschärfer V-Edge wurden in Europa Patente erteilt. Damit hält der Geschäftsbereich Zwilling Küche derzeit weltweit 99 technische Schutzrechte, davon 66 erteilte Patente. Darüber hinaus arbeitet der Geschäftsbereich Zwilling Küche an der Reduzierung der CO 2 -Emissionen seiner Produkte. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den indirekten Emissionen in der Lieferkette (Scope-3-Emissionen). Mit zwei Lieferanten schloss der Geschäftsbereich 2023 eine Kooperation zum Einsatz von CO 2 -reduzierten Werkstoffen in ausgewählten Solinger Messerserien ab. Stahl macht mehr als zwei Drittel des Kohlenstoff-Fußabdrucks eines Kochmessers aus. Mit dem Circle Green Stahl wird der CO 2 -Fußabdruck von Messerserien voraussichtlich um etwa ein Drittel reduziert werden können. Zudem qualifizierte der Geschäftsbereich neue Kunststoffe mit einem sehr hohen Recyclinganteil, die demnächst in Messerserien zum Einsatz kommen sollen. Auch der Geschäftsbereich Zwilling Beauty Group entwickelt sein Sortiment ständig weiter, greift Trends auf und setzt mit Innovationen Akzente. Im Berichtsjahr kreierte der Geschäftsbereich für die Marke ZWILLING mehrere Premiumprodukte zur Hand- und Fußpflege. So wurde eine innovative Edelstahl-Nagelfeile entwickelt, die anders als der Marktstandard nicht galvanisch-korund beschichtet ist. Das verwendete Ätzverfahren ermöglicht die Umsetzung eines neuartigen Produktdesigns und erhöht die Langlebigkeit der Feile. Zudem wurde die Entwicklung eines Premium-Design-Nagelknipsers gestartet, der im hochwertigen Metallpulverspritzguss-Verfahren ("Metal Injection Moulding") produziert werden wird. Für die Marke TWEEZERMAN wurde ein Fußnagelknipser entwickelt, der auf sehr spezielle Nagelsituationen zugeschnitten ist und damit neue Zielgruppen und Anwendungsbereiche erschließen wird. Im Zuge einer Kooperation von TWEEZERMAN mit Disney wurde eine Reihe hochwertiger Beauty-Tools marktreif gemacht. Nachhaltigkeit Langfristiges Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit werden nur in Einklang von Mensch und Umwelt zu erzielen sein. Daher ist nachhaltiges Wirtschaften ein wesentlicher Bestandteil der Strategie und der Unternehmenskultur der WIH-Gruppe. Alle zur Gruppe gehörenden Unternehmen betrachten es als Verpflichtung, Ressourcen zu schonen, Umweltbelastungen zu vermeiden und soziale Verantwortung zu übernehmen. Ein wirksames Nachhaltigkeitskonzept bildet das Fundament für ein verantwortungsbewusstes Handeln in einer Zeit, die von ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen geprägt ist. Das Nachhaltigkeitskonzept der Werhahn-Gruppe, die die WIH-Gruppe einschließt, umfasst die Handlungsfelder Environment, Social und Governance und richtet sich an den Anforderungen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) aus, deren Berichtsanforderungen die Werhahn-Gruppe ab dem Geschäftsjahr 2025 erfüllen muss. Mit Erreichen dieser regulatorischen Vorgaben will die Werhahn-Gruppe einen positiven Beitrag zu den Zielen des Pariser Klimaabkommens sowie den Ambitionen des Bundes-Klimaschutzgesetzes leisten, wonach Deutschland bis 2045 klimaneutral sein soll. Environment Die Nachhaltigkeitsaktivitäten im Handlungsfeld Environment zielen auf den Schutz und die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen sowie auf die Verringerung von Umweltauswirkungen durch Geschäftstätigkeiten. So hat sich der Geschäftsbereich Natursteine im Rahmen der strategischen Initiative "Der CO 2 -neutrale Steinbruch" zum Ziel gesetzt, seine CO 2 -Emissionen in den nächsten Jahren deutlich zu reduzieren und den Kunden CO 2 -neutral hergestelltes Gestein anzubieten. Ein wesentlicher Baustein dabei ist die Installation von großflächigen Photovoltaikanlagen in Steinbrüchen. Eine erste Welle dieser aus ökonomischen und ökologischen Aspekten vorteilhaften Investitionen ist bereits angelaufen. Der Geschäftsbereich Zwilling Küche hat seine Klimabilanzierung im vergangenen Jahr um die Ermittlung von sonstigen indirekten Emissionen aus vor- oder nachgelagerten Aktivitäten (Scope 3) erweitert. Für die Einsparung direkt und indirekt verursachter Emissionen (Scope 1 und 2) wurden Etappenziele entwickelt und mit möglichen Reduktionsmaßnahmen hinterlegt. Darüber hinaus vereinbarte Zwilling Küche mit Partnerunternehmen die Lieferung von Circle Green Stahl. Dieser CO 2 -optimierte Stahl hat einen etwa 50 % geringeren CO 2 -Fußabdruck und einen wesentlich höheren Recyclinganteil als der bisher verwendete Stahl. Im Mittelpunkt der Aktivitäten des Geschäftsbereichs Zwilling Beauty Group stand die Entwicklung nachhaltiger Produkte und Verpackungen sowie die Reduzierung der CO 2 -Emissionen. In den USA erzeugte Tweezerman International LLC bereits rund 70 % ihres Stromverbrauchs durch Solarenergie. Social Der Fokus der Werhahn-Gruppe im Handlungsfeld Social liegt auf der Verantwortung für Mitarbeitende und Gesellschaft. Für die Werhahn-Gruppe sind soziale Verantwortung und familiäre Verbundenheit integrale Bestandteile eines nachhaltig ausgerichteten Unternehmertums. Der Geschäftsbereich Zwilling Küche hat unter anderem im Geschäftsjahr 2023 mit dem weltweiten Rollout einer webbasierten Anwendung begonnen, über die Mitarbeitende die Möglichkeit haben, ihre Gedanken, Wünsche und Ideen anonym zu teilen. Das Management und die Personalabteilung haben jederzeit Zugriff auf die sich daraus ableitenden Reports und können aus den Ergebnissen der Befragung entsprechende Maßnahmen ableiten. Im Geschäftsbereich Zwilling Beauty Group wurden Gemeinschaftsprojekte wie die Bewirtschaftung von Gemüsegärten durch Mitarbeitende gefördert. Zudem unterstützten die Unternehmen der Werhahn-Gruppe diverse Wohltätigkeitsprojekte in unterschiedlichen Ländern wie Indien, Vietnam und den USA und boten den Mitarbeitenden die Möglichkeit, über sogenannte Social Days, sich selbst sozial zu engagieren. Die Übernahme von Verantwortung für Mitarbeitende ist ein zentraler Bestandteil des Nachhaltigkeitskonzepts der Werhahn-Gruppe. Die Unterstützung des Wohlbefindens, der beruflichen Entwicklung und der individuellen Entfaltung der Mitarbeitenden soll den nachhaltigen Erfolg des Unternehmens fördern. Die vielfältigen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in der Werhahn-Gruppe sind ein zentrales Element zur Mitarbeiterbindung und -entwicklung. Governance Zur Sicherstellung der Governance sind in der Werhahn-Gruppe verbindliche Verantwortlichkeiten etabliert. Es ist eine gesonderte Stabstelle Nachhaltigkeit in der Aufbauorganisation der Holding vorhanden, darüber hinaus gibt es verschiedene Strukturen und Gremien, zum Beispiel Lenkungs- und Expertenkreis, die die Interaktion zu Nachhaltigkeitsthemen zwischen Holding und Geschäftsbereichen sicherstellen. Neben den daraus resultierenden Prozessen sind zudem Regelwerke, wie beispielsweise der Code of Conduct, definiert. Diese Maßnahmen sollen gewährleisten, dass die Werte der Werhahn-Gruppe gelebt und sämtliche Gesetze und Vorgaben eingehalten werden. Das Werhahn-Wertesystem ist Kompass und Maßstab für den Umgang mit Mitarbeitenden, Kunden, Geschäftspartnern und Lieferanten. Im Geschäftsjahr 2023 lag der Schwerpunkt auf der Umsetzung des zum 1. Januar 2023 in Kraft getretenen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG). Die Werhahn-Gruppe entwickelte 2023 ein Risikoanalysesystem, mit dem die eigenen Gesellschaften sowie die unmittelbaren Lieferanten der Geschäftsbereiche bewertet werden. Zudem wurde eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt, um in den Lieferketten menschenrechtliche und umweltbezogene Risiken zu identifizieren, zu minimieren beziehungsweise ihnen vorzubeugen. So wurde zum einen eine für alle Unternehmen der Gruppe verbindliche Grundsatzerklärung formuliert, die den eigenen Umgang mit menschenrechts- und umweltbezogenen Sorgfaltspflichten erläutert. Zum anderen definiert ein neu aufgesetzter Verhaltenskodex für Lieferanten Anforderungen und Prinzipien an die Zusammenarbeit im Sinne des LkSG. Prognose- und Chancenbericht Gesamtwirtschaftliche Prognose Nach einer Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) aus dem Januar 2024 wird das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr um 3,1 % zulegen. Im Oktober 2023 war der IWF noch von einem Plus von lediglich 2,9 % ausgegangen. Für die Industrieländer wird ein BIP-Wachstum von rund 1,5 % prognostiziert. In den Schwellen- und Entwicklungsländern wird ein Plus von rund 4,1 % erwartet. Die höchsten Wachstumsraten erzielen laut den IWF-Prognosen in den kommenden Jahren Indien mit rund 6,5 % und China mit rund 4,6 %. In den USA wird das Wachstum mit 2,1 % voraussichtlich moderat ausfallen, wobei die Wahlen im Herbst einen hohen Unsicherheitsfaktor darstellen. Als Risiko sieht der IWF auch die geopolitischen Spannungen, insbesondere im Mittleren Osten. Der IWF verweist darauf, dass die Attacken der militant-islamistischen Huthi-Miliz auf Frachter im Roten Meer bereits zu einem erheblichen Anstieg der Preise für Frachtlieferungen zwischen Asien und Europa führten. Für die deutsche Wirtschaft hat der IWF Anfang Februar 2024 eine neue, pessimistische Prognose veröffentlicht. Die IWF-Ökonomen trauen der Volkswirtschaft für 2024 nur noch ein leichtes Wachstum von 0,5 % zu. Damit hinkt Deutschland der Entwicklung in den europäischen Nachbarländern deutlich hinterher. Zu den Belastungsfaktoren zählen die Kostensteigerungen insbesondere in energieintensiven Industrien, der zunehmende Facharbeitermangel, das weiterhin hohe Zinsniveau und die hohe Inflation, die sich negativ auf das Investitions- und das Konsumverhalten auswirkt. Chancen der zukünftigen Entwicklung Die WIH-Gruppe ist bestrebt, den Wert und die Attraktivität des Unternehmens für nachfolgende Generationen zu erhalten und zu steigern. Um den langfristigen Erfolg der WIH-Gruppe zu sichern, müssen Potenziale und Entwicklungsperspektiven als Chancen frühzeitig identifiziert, analysiert und ergriffen werden. Ein wesentliches Zukunftsthema ist dabei die Fokussierung auf die fortschreitende Digitalisierung. Hierbei sieht die WIH-Gruppe weitere Marktpotenziale bei der Erschließung digitaler Kundengruppen, bei der effizienteren Gestaltung von Produktions-, Vertriebs-, Einkaufs- und weiteren Unternehmensprozessen sowie der Nutzung von umfangreichen Datenmengen. Auch das Engagement im Hinblick auf die Nachhaltigkeit der Geschäftsaktivitäten, über das im Abschnitt zur Nachhaltigkeit berichtet wird, ist ein wesentlicher Faktor für eine langfristige Wertsteigerung. Auf Ebene der Geschäftsbereiche ergeben sich darüber hinaus noch weitere spezifische Chancen, die im Folgenden erläutert werden. Für den Geschäftsbereich Natursteine bieten unverändert der in weiten Teilen schlechte Zustand des deutschen Straßen- und Schienennetzes sowie das steigende Verkehrsaufkommen die Chance, dass Bund, Länder und Kommunen zusätzliche Investitionen in die Verkehrswege tätigen. Auch ein zur Stützung der deutschen Wirtschaft möglicherweise durchzuführendes Konjunkturprogramm würde sich positiv auf die Geschäftsentwicklung des Bereichs auswirken. Eine konsequente Kostendisziplin sowie Investitionen in die Modernisierung der Werke ermöglichen weitere Wachstumschancen. Chancen können sich auch aus einem positiven Ausgang des anhängigen Energiesteuerverfahrens sowie aus einer Entlastung durch Beihilfe aufgrund der erhöhten CO 2 -Bepreisung aus dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) ergeben. Die Innovationsstärke des Unternehmensbereichs Konsumgüter bietet Chancen, über neue Geschäftsfelder und Produktinnovationen weitere Märkte und Kunden zu erreichen. Weitere Möglichkeiten bestehen in der Marken-, Sortiments- und Kostenoptimierung. Großvolumige Projektgeschäfte können sich ebenfalls positiv auf die Ertragslage auswirken. Außerdem bestehen Chancen durch eine für den Unternehmensbereich günstige Entwicklung der Währungskurse. Ausblick 2024 Trotz eines fordernden gesamtwirtschaftlichen Umfelds geht die WIH-Gruppe, auf Basis aktueller Einschätzungen, für 2024 von einem leicht steigenden Umsatz und einem erheblich verbesserten operativen Ergebnis und Ergebnis vor Steuern aus. Neben dem Wegfall der im Jahr 2023 ergebnisbelastenden Einmal- und Sondereffekte werden dazu voraussichtlich die begonnenen Transformationsprojekte beim Geschäftsbereich Zwilling Küche wesentlich beitragen. Die Geschäftsbereiche Natursteine und Zwilling Beauty Group werden ihr sehr hohes operatives Ergebnis aus dem Jahr 2023 voraussichtlich nicht bestätigen können. Die vorstehend beschriebene Einschätzung über die erwartete Entwicklung der WIH-Gruppe wurde aufgrund volatiler und schwer einzuschätzender politischer und volkswirtschaftlicher Rahmenbedingungen unter erhöhter Prognoseunsicherheit getroffen. KONZERNABSCHLUSS Konzernbilanz Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns Anlagenspiegel des Konzerns Kapitalflussrechnung des Konzerns Eigenkapitalspiegel des Konzerns Konzernanhang Erläuterungen zur Bilanz Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Anteilsbesitzliste zum 31.12.2023 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Sonstige Angaben Bei gerechneten Werten können sich geringfügige Rundungsdifferenzen ergeben. KonzernbilanzAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns
Anlagenspiegel des Konzerns
Kapitalflussrechnung des Konzerns
1 Im Berichtsjahr neu eingefügte Zeile.
Siehe auch Ausführungen in den Erläuterungen zur
Kapitalflussrechnung.
Der Finanzmittelfonds setzt sich aus den folgenden Posten zusammen:
Eigenkapitalspiegel des Konzerns
KonzernanhangAllgemeine Angaben Der Konzernabschluss der Werhahn Industrieholding SE, mit Sitz in Neuss, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Neuss unter der Nummer HRB 18230, ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt und wird im Unternehmensregister veröffentlicht. Die Werhahn Industrieholding SE ist eine 100-prozentige Tochter der Wilh. Werhahn KG. Die Werhahn Industrieholding SE und ihre Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss der Wilh. Werhahn KG, Neuss (kleinster und größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird ebenfalls im Unternehmensregister veröffentlicht. Gemäß § 297 Abs. 1 HGB besteht der Konzernabschluss aus der Konzernbilanz, der Konzerngewinn- und -verlustrechnung, dem Konzernanhang, der Kapitalflussrechnung sowie dem Eigenkapitalspiegel. Die Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) wurden angewendet, sofern gesetzliche Anforderungen an die Rechnungslegung durch einen DRS konkretisiert werden und es sich dabei um Auslegung der allgemeinen gesetzlichen Grundsätze handelt. Der Konzernabschluss wurde in Tausend Euro aufgestellt. Zur besseren Übersicht sind in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung verschiedene Posten zusammengefasst und im Anhang erläutert. Zudem wurde die Gewinn- und Verlustrechnung um eine Zeile bezüglich Zuschreibungen von Finanzanlagen ergänzt. Konsolidierungskreis Der Anteilsbesitz ist auf den Seiten 61 bis 69 aufgeführt. In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 werden sämtliche dort unter 1. Verbundene konsolidierte Unternehmen ausgewiesene Gesellschaften einbezogen. Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Werhahn Industrieholding SE 55 inländische (i. Vj. 57) sowie 45 ausländische (i. Vj. 44) Gesellschaften. Im Berichtsjahr wurden zwei Gesellschaften erstmals einbezogen. Es wurde eine Gesellschaft akquiriert und ein ehemals verbundenes nicht konsolidiertes Unternehmen aufgrund der Überschreitung der Größenkriterien für eine Vollkonsolidierung in diesem Jahr in den Konsolidierungskreis einbezogen. Von den drei Abgängen des Berichtsjahres entfallen zwei Abgänge auf Unternehmen, die auf verbundene konsolidierte Tochtergesellschaften verschmolzen wurden, so dass deren Vermögenswerte den Konsolidierungskreis nicht verlassen haben. Zudem wurde ein Unternehmen wegen untergeordneter Bedeutung entkonsolidiert. Gemäß § 296 Abs. 2 HGB werden 52 Verbundene Unternehmen nicht konsolidiert, da deren Einfluss auf die Vermögens -, Finanz- und Ertragslage des Konzerns auch insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist. Auf eine Equity-Bewertung wird ebenfalls wegen untergeordneter Bedeutung verzichtet. Der Umsatz dieser Gesellschaften beträgt zusammen weniger als 4 % des Konzernumsatzes und die Vermögensgegenstände betragen zusammen weniger als 2 % der Konzernbilanzsumme. In den rechtlichen und geschäftlichen Beziehungen zu diesen Unternehmen ergeben sich keine Besonderheiten. Alle 14 unter 2. Assoziierte at-equity Unternehmen aufgeführten Gesellschaften werden nach der Equity-Methode bewertet. Weitere Assoziierte Unternehmen sind in Bezug auf Umsatz und Bilanzsumme und in Bezug auf deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wegen ihrer insgesamt untergeordneten Bedeutung nicht at-equity in den Abschluss einbezogen. Konsolidierungsgrundsätze Die Verbundenen konsolidierten Unternehmen werden zum Zeitpunkt der Erlangung der Beherrschung, ihrer Gründung oder bei Überschreitung von Größenkriterien, sofern bisher auf eine Einbeziehung wegen untergeordneter Bedeutung verzichtet wurde, in den Konzernabschluss einbezogen. Die Kapitalkonsolidierung der Gesellschaften erfolgt nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem Konzernanteil an deren neubewertetem Eigenkapital. Ein nach der Aufdeckung stiller Reserven verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Die Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt linear über ihre individuelle betriebliche Nutzungsdauer. Die Abschreibungsdauern der wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte des Konzerns werden in der folgenden Tabelle in Gruppen zusammengefasst und erläutert: Nutzungsdauer der Geschäfts- oder Firmenwerte
Werden nach Erlangung der Beherrschung weitere Anteile an Verbundenen konsolidierten Unternehmen ohne Statusveränderung erworben oder veräußert, werden diese Transaktionen nach der Erwerbsmethode konsolidiert. Assoziierte Unternehmen werden nach der Buchwertmethode at-equity bewertet. Die Ermittlung des Unterschiedsbetrags aus der Equity-Bilanzierung erfolgt zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen assoziiertes Unternehmen geworden ist bzw. zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung, sofern bisher wegen untergeordneter Bedeutung auf eine Einbeziehung verzichtet wurde. Ein bei erstmaliger Equity-Bewertung entstehender Geschäfts- oder Firmenwert wird innerhalb der Anteile an Assoziierten at-equity Unternehmen geführt und planmäßig über 15 Jahre abgeschrieben. Die Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Equity-Bewertung betrugen zum Bilanzstichtag 158 T €, bei Abschreibungen von 45 T €. Vor Durchführung der Equity-Bewertung bestand eine Differenz zwischen den Beteiligungsbuchwerten und dem anteiligen Eigenkapital der Assoziierten at-equity Unternehmen von 8.637 T € bzw. - 3.332 T €. Die vollkonsolidierten einbezogenen Abschlüsse der in- und ausländischen Tochtergesellschaften werden nach den in der Accounting-Richtlinie vorgegebenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden einheitlich aufgestellt. Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse zwischen konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Bei den nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen werden ebenfalls Zwischenergebnisse im Anlage- und Umlaufvermögen eliminiert. Währungsumrechnung Die Berichtswährung der WIH-Gruppe ist der Euro. Bei Abschlüssen konsolidierter Tochterunternehmen, die in fremder Währung aufgestellt sind, werden die Bilanzposten zum Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags in Euro bewertet. Ausnahme ist das Eigenkapital, das zum historischen Kurs angesetzt wird. Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zum Jahresdurchschnittskurs in Euro umgerechnet. Für die Währungsumrechnung werden die von der Europäischen Zentralbank veröffentlichten Devisenkassamittelkurse und Jahresdurchschnittskurse verwendet. Durch die Währungsumrechnung bedingte Differenzen werden erfolgsneutral innerhalb des Konzerneigenkapitals in der Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung ausgewiesen. Nach den Kriterien der DRS und den Verlautbarungen der International Practices Task Force (IPTF) gilt die Türkei als Hochinflationsland. Dies betrifft in der WIH-Gruppe die ZWILLING J A Henckels MUTFAK VE GÜZELLİK ÜRÜNLERİ LİMİTED ŞİRKETİ. Zur Inflationsbereinigung wird ein Hartwährungsabschluss aufgestellt. Die erstmalige Umstellung erfolgte zum 31. Dezember 2022. Die für die WIH-Gruppe wichtigsten Wechselkurse sind:
Befreiung von Offenlegungspflichten Die nachfolgenden Personengesellschaften sind gemäß § 264b HGB durch die Einbeziehung in den vorliegenden Konzernabschluss von der Verpflichtung des § 264a Abs. 1 HGB befreit:
Für folgende Tochtergesellschaften wird von der Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht:
Für folgende Tochtergesellschaften wird von der Befreiung gemäß § 341s Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht:
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der Werhahn Industrieholding SE gelten auch für den Konzernabschluss. Abschlüsse einbezogener Tochterunternehmen, die nach abweichenden Grundsätzen bilanzieren, werden angepasst. Nur in unwesentlichen Fällen unterbleibt eine Anpassung. Aktivierungswahlrechte werden überwiegend nicht in Anspruch genommen. Immaterielle Vermögensgegenstände einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung werden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode pro rata temporis über Nutzungsdauern von 5 bis 15 Jahren. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, sofern der beizulegende Zeitwert des Vermögensgegenstands den Buchwert unterschreitet. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 248 Absatz 2 HGB aktiviert. Diese umfassen selbst erstellte Software, die aufgrund ihrer besonderen Bedeutung auf die tatsächlichen Verhältnisse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bilanziell erfasst wird. In den Herstellungskosten für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden neben dem Werteverzehr des Anlagevermögens und den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht berücksichtigt. Die Entwicklungskosten werden ab dem Zeitpunkt der Erfüllung der Ansatzkriterien in die Herstellungskosten einbezogen. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, bei abnutzbaren Gegenständen abzüglich planmäßiger Abschreibungen auf Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 2 bis 50 Jahren. Abschreibungen auf Vermögensgegenstände, die vor dem 1. Januar 2010 angeschafft wurden, werden - soweit im Konzernabschluss zulässig - auf der Grundlage der steuerlich zulässigen Höchstbeträge vorgenommen. Danach erworbene Vermögensgegenstände werden linear pro rata temporis abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist. Sofern der Grund für die außerplanmäßige Abschreibung entfallen ist, erfolgen Zuschreibungen bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten. Zinsen für die Aufnahme von Fremdkapital finden keine Berücksichtigung in den Herstellungskosten. Anteile an Verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen, Sonstigen assoziierten Unternehmen und Sonstigen Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten bzw. fortgeführten niedrigeren Buchwerten bilanziert. Wesentliche Beteiligungen an Assoziierten Unternehmen werden at-equity nach der Buchwertmethode in den Konzernabschluss einbezogen. Ausleihungen sind mit dem Nennbetrag oder dem niedrigeren Barwert angesetzt. Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgen, sofern eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung vorliegt. Bei den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren zu ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten bestehen aus den Material- und Fertigungseinzelkosten sowie den Sondereinzelkosten der Fertigung. Daneben werden auch angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Werteverzehr von Anlagevermögen, soweit dies durch die Herstellung des Wirtschaftsguts veranlasst ist, einbezogen. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwendbarkeit ergeben, finden durch angemessene Wertabschläge Berücksichtigung. Der verlustfreien Bewertung wird Rechnung getragen. Geleistete Anzahlungen werden mit dem Nennwert angesetzt. Der Ansatz der Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu den jeweiligen Nennbeträgen. Möglichen Risiken wird durch individuelle Abschreibungen und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Umrechnung der langfristigen Fremdwährungsforderungen erfolgt zum Einbuchungs- bzw. zum ungünstigeren Kurs des Bilanzstichtags. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags umgerechnet. Kassen- und Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks werden mit dem Nominalwert angesetzt. Bestände in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags umgerechnet. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Zusätzlich werden latente Steuern auf steuerliche Verlust- und Zinsvorträge, die voraussichtlich innerhalb der nächsten fünf Jahre genutzt werden können, aktiviert. Von dem Wahlrecht zur Saldierung von aktiven und passiven latenten Steuern wird Gebrauch gemacht. Verbleibt anschließend ein Aktivüberhang aus dem Einzelabschluss, so wird dieser im Konzernabschluss nicht gebucht. Soweit sich ein Passivüberhang ergibt und weitere aufrechnungsfähige und unbeschränkt vortragsfähige Verlust- und Zinsvorträge bestehen, werden darauf bis zur Höhe des passiven Überhangs weitere latente Steuern aktiviert. Auf Geschäfts- oder Firmenwerte, die erst durch die Kapitalkonsolidierung entstehen, werden keine latenten Steuern passiviert. Nicht erfasst werden ebenfalls Latenzen auf Differenzen aus dem steuerlichen Wertansatz an einem Verbundenen konsolidierten oder Assoziierten at-equity Unternehmen und dem handelsrechtlichen Wert des im Konzernabschluss angesetzten Nettovermögens. Latente Steuern gemäß § 306 HGB werden mit denen aus Einzelabschlüssen gemäß § 274 HGB zusammengefasst. Es kommen die unternehmensindividuellen Steuersätze zur Anwendung, die zum Zeitpunkt der Auflösung der zeitlichen Differenzen voraussichtlich gelten. Die Steuersätze liegen zwischen 9,0 % und 34,5 %. Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrag angesetzt und bei einer Restlaufzeit von über einem Jahr mit dem von der Deutschen Bundesbank für die jeweilige Laufzeit ermittelten Marktzinssatz abgezinst. Der Erfüllungsbetrag von Pensionsrückstellungen wird soweit vorhanden mittels zukünftig zu erwartender Gehalts- und Rententrends von 0,0 % bis 8,0 % sowie Annahmen über zukünftige Mitarbeiterfluktuationen errechnet. Soweit zulässig wird das Teilwertverfahren auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck angewendet. Zur Abzinsung der Pensionsrückstellungen wird der von der Deutschen Bundesbank ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten 10 Jahre angewendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde zum 31. Dezember 2023 ein Zinssatz von 1,83 % herangezogen, der auf einer Prognose aus dem Oktober 2023 basiert. Der veröffentlichte Zinssatz zum 31. Dezember 2023 liegt bei 1,82 %. Die daraus resultierende Abweichung ist unwesentlich. Effekte aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen sowie aus der Änderung des Zinssatzes für die Abzinsung wurden im Zinsergebnis berücksichtigt. Bei Vorliegen von Vermögensgegenständen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen (Deckungsvermögen), erfolgte eine Verrechnung mit den Rückstellungen. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wird mittels externer Bewertungsgutachten oder kursnotierter Marktpreise ermittelt. Ein sich aus der Verrechnung ergebender Aktivüberhang wird als Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen. Bei der Bewertung der Jubiläumsrückstellungen werden grundsätzlich dieselben Bewertungsparameter wie für die Pensionsrückstellungen zugrunde gelegt, mit Ausnahme des durchschnittlichen Marktzinses der letzten sieben Jahre in Höhe von 1,75 %, der auf einer Prognose aus dem Oktober 2023 basiert. Der veröffentlichte Zinssatz zum 31. Dezember 2023 liegt bei 1,74 %. Die daraus resultierende Abweichung ist unwesentlich. Bei den Rückstellungen für Rückbau- und Rekultivierungsverpflichtungen wurde zur Verbesserung des Einblicks in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eine Präzisierung des Verfahrens zur Ermittlung der Schätzparameter für die zukünftige Kostenentwicklung im Geschäftsbereich Natursteine vorgenommen. Um auch weiterhin eine sachgerechte Bewertung der Rückstellung zu gewährleisten, wurde der bisher zur Kostenschätzung angewandte 20-jährige historische Durchschnitt der Baukostensteigerungen (auf Grundlage des Baupreisindex des Statistischen Bundesamts DESTATIS 61261-0004) nun auf einen 40-Jahres-Durchschnitt umgestellt und einzelne Spitzenwerte der Jahreswerte normalisiert. Dies wurde erforderlich, da es ansonsten zu einer temporären Überzeichnung der Rückstellungen durch die kürzlich erheblich gestiegenen Indexwerte käme. Der Index zeigt regelmäßig in konjunkturellen Umbruchphasen beträchtliche Ausschläge einzelner Jahreswerte, die deutlich vom langfristigen Trend abweichen. Mit der nun angewandten Berechnung wird eine Glättung erreicht und insgesamt eine dem langfristigen Trend näherliegende und somit sachgerechtere Schätzung gewährleistet. Dies trägt der meist sehr langfristigen Laufzeit der Rückstellungen Rechnung. Unverändert ist die sachgerechte Abbildung aktueller Kostensteigerungen im kurzfristigen Bereich durch die laufende Anpassung des Rückstellungsbestands an die jährliche Baupreissteigerung sowie die periodische Aktualisierung sämtlicher Rückstellungsparameter sichergestellt. Nach Neuberechnung des Schätzparameters auf eine erwartete künftige langfristige Kostensteigerung von 2,4 % beträgt die Rückstellung für Rückbau- und Rekultivierungsverpflichtungen unter dem 31. Dezember 2023 im Geschäftsbereich Natursteine 99,9 Mio. €. Ohne die oben genannte Präzisierung des Schätzfaktors ergäbe sich zum 31. Dezember 2023 ein Rückstellungsvolumen im Geschäftsbereich Natursteine in Höhe von 109,9 Mio. € (+ 10,0 Mio. €) bei einem langfristigen Kostensteigerungssatz von 3,7 %. In diesen Werten sind bereits tatsächlich eingetretene kurzfristige Kostensteigerungen auf den Rückstellungsbestand (abgeleitet aus dem Index) von 18,5 % für 2022 und 8,2 % für 2023 berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen und Steuerrückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Langfristige Verbindlichkeiten in fremden Währungen werden zum Kurs des Einbuchungs- bzw. zum ungünstigeren Kurs des Bilanzstichtags umgerechnet. Abweichend davon werden kurzfristige Verbindlichkeiten grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags bewertet. Erhaltene Anzahlungen sind mit dem Nennwert angesetzt. Stichtag der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen Die in den Konzernabschluss einbezogenen vollkonsolidierten Tochterunternehmen bilanzieren grundsätzlich zum 31. Dezember. Ausnahmen sind die Gesellschaften Tweezerman (India) Pvt. Ltd., Ital Beauty Nippers (India) Pvt. Ltd., ZWILLING Kitchen India Pvt. Ltd. sowie FiberLean Technologies India Pvt. Ltd., deren Abschlussstichtag der 31. März ist. Diese Gesellschaften werden mit einem Zwischenabschluss in den Konzernabschluss der WIH-Gruppe einbezogen. Stichtag der Assoziierten at-equity Unternehmen ist der 31. Dezember. Erläuterungen zur Bilanz 1 Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung des Immateriellen und des Sachanlagevermögens sowie der Finanzanlagen sind auf den Seiten 40/41 dargestellt. Insgesamt fielen im Geschäftsjahr Forschungs- und Entwicklungskosten von 12.238 T € an. Davon wurden 1.099 T € als Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert. Die Geschäfts- oder Firmenwerte stammen überwiegend aus der Kapitalkonsolidierung. Aus der Akquisition des Geschäftsjahres resultiert ein Zugang bei den Geschäfts- oder Firmenwerten in Höhe von 941 T €, der im Anlagenspiegel in der Spalte Änderungen im Konsolidierungskreis mitberücksichtigt ist. In den Abschreibungen sind außerplanmäßige Abschreibungen von 41.834 T € (i. Vj. 1.548 T €) enthalten. Im Wesentlichen entfallen diese mit 18.412 T € auf das Sachanlagevermögen, mit 12.664 T € auf sonstige Immaterielle Vermögensgegenstände sowie mit 9.780 T € auf Geschäfts- oder Firmenwerte. 2 Vorräte
3 Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände
Aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen resultieren 671 T € der Forderungen gegen Verbundene Unternehmen und 2.224 T € der Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht. In den Forderungen gegen Verbundene Unternehmen sind außerdem Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 16.015 T € enthalten. 4 Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks Von dem Bestand an Kassen- und Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks in Höhe von 107.996 T € unterliegen 1.919 T € einer Verfügungsbeschränkung. 5 Aktive latente Steuern Nach Saldierung mit Passiven latenten Steuern ergab sich im Konzernabschluss ein Überhang an Aktiven latenten Steuern von 5.124 T €. Passivüberhänge aus den Tochtergesellschaften in Höhe von 1.320 T € wurden von den Aktiven latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen überkompensiert. Unsaldiert ergeben sich Passive latente Steuern von 3.801 T € sowie Aktive latente Steuern von 8.925 T €. Dabei haben sich im Geschäftsjahr die Aktiven latenten Steuern um 3.589 T € und die Passiven latenten Steuern um 659 T € verringert. Die Passiven latenten Steuern resultieren überwiegend aus Sachanlagen und Immateriellen Vermögensgegenständen, wohingegen die Aktiven latenten Steuern im Wesentlichen bei Vorräten entstanden sind. Latente Steuern auf Verlustvorträge sind nur in geringem Umfang enthalten. Aktivüberhänge aus den Einzelgesellschaften werden nicht angesetzt. Aus der Aktivierung Selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände resultieren Passive latente Steuern von 149 T €. 6 Eigenkapital Das Grundkapital der Werhahn Industrieholding SE beträgt zum 31. Dezember 2023 54.120.000 €. Es ist in 54.120.000 Stück Stammaktien eingeteilt. Die Aktien sind Stückaktien und lauten auf den Namen. Die Werhahn Industrieholding SE hält zum 31. Dezember 2023 keine eigenen Aktien. Der Gewinnvortrag des Konzerns setzt sich aus anderen Gewinnrücklagen und dem Konzerngewinn- und -verlustvortrag zusammen. Die anderen Gewinnrücklagen beinhalten im Wesentlichen die Umstellungseffekte, die sich im Rahmen der erstmaligen Anwendung der Bewertungsregeln nach dem BilMoG ergeben haben. Die nicht beherrschenden Anteile betreffen außenstehende Gesellschafter in den Bereichen Natursteine und Konsumgüter. Die Anteile von nicht beherrschenden Gesellschaftern am Gewinn und Verlust betrugen 21.227 T € bzw. 2.074 T €. Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist im Eigenkapitalspiegel dargestellt. Zum Bilanzstichtag lagen Ausschüttungssperren nach deutschem Recht in Höhe von 1.526 T € und nach lokalem Recht in Höhe von 1.493 T € vor. 7 Rückstellungen
Mit den Pensionsrückstellungen und mit den Rückstellungen für Personalkosten sind Vermögensgegenstände zur Deckung von Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen mit Zeitwerten von insgesamt 215 T € bzw. 57 T € verrechnet worden. Die historischen Anschaffungskosten des Deckungsvermögens beziffern sich auf 215 T € bzw. 59 T €. Ohne Verrechnung hätten die Pensionsrückstellungen 65.064 T € und die Rückstellungen für Personalkosten 69.878 T € betragen. Der Unterschiedsbetrag zwischen der Bewertung der Pensionsrückstellungen mit dem 10-Jahres-Durchschnittszinssatz und dem 7-Jahres-Durchschnittszinssatz beträgt zum Bilanzstichtag 502 T €. 8 Verbindlichkeiten
Zum Stichtag lagen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren in Höhe von 4.590 T € (i. Vj. 5.957 T €) vor. Für Verbindlichkeiten in Höhe von 8.630 T € sind Sicherheiten in Form von Grundpfandrechten, Sicherungsübereignungen und sonstigen Rechten bestellt. Ursächlich für 949 T € der Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen und 7.924 T € der Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, waren Lieferungs- und Leistungsbeziehungen. In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind kurzfristige sogenannte Roll-over-Kredite in Höhe von 320 Mio. € enthalten, die Teil einer langfristig zugesagten Kreditlinie sind. Die Kreditlinie kann nur einseitig durch die Werhahn Industrieholding SE gekündigt werden. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. 9 Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse enthalten Erlöse aus dem Verkauf von Produkten vermindert um Skonti und Preisnachlässe sowie der Vermietung oder Verpachtung und aus der Erbringung von Dienstleistungen. Nach Bereichen
10 Sonstige betriebliche Erträge In diesem Posten sind im Wesentlichen die aperiodischen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (17.579 T €), Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen (4.348 T €), Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen (3.707 T €) sowie Zuschreibungen im Anlage- und Umlaufvermögen (240 T €) und Erträge aus Eingängen von bereits ausgebuchten Forderungen (39 T €) enthalten. Die Sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten zudem unter anderem Kursgewinne (8.345 T €, i. Vj. 15.696 T €). 11 Materialaufwand Der Materialaufwand betrug 1.399.346 T € (i. Vj. 1.458.324 T €), wovon 907.273 T € (i. Vj. 981.340 T €) für Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe und Waren und 492.073 T € (i. Vj. 476.984 T €) für bezogene Leistungen aufgewendet wurden. 12 Personalaufwand
Die Rückstellungen für Pensionen ehemaliger Vorstände bzw. deren Hinterbliebener beliefen sich auf 65 T € (i. Vj. 70 T €). Auf die Angabe der Gesamtbezüge für ehemalige Vorstandsmitglieder bzw. deren Hinterbliebene wird gemäß § 314 Abs. 3 i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 13 Sonstige betriebliche Aufwendungen Der Posten Sonstige betriebliche Aufwendungen umfasst unter anderem externe Dienstleistungen (93.565 T €), Instandhaltungsaufwendungen (90.650 T €), Leasing- und Mietaufwendungen (56.001 T €) sowie Marketingaufwendungen (54.828 T €). Darüber hinaus sind Versicherungsaufwendungen (12.621 T €), Aufwendungen für Rückbau- und Rekultivierungsverpflichtungen (10.277 T €) und Kursverluste (8.973 T €, i. Vj. 14.644 T €) enthalten. Außerdem werden in den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sonstige Steuern in Höhe von 6.327 T € (i. Vj. 6.065 T €) ausgewiesen. Von den aperiodischen Aufwendungen in Höhe von 4.256 T € entfallen 3.537 T € auf Wertberichtigungen auf Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände sowie 719 T € auf Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen. Das inländische Gesamthonorar an den Konzernabschlussprüfer PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft betrug im Berichtsjahr 2.295 T €. Davon betrafen das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen 2.206 T €, für andere Bestätigungsleistungen 56 T € und für sonstige Leistungen 33 T €. 14 Beteiligungsergebnis Diese Position enthält Ergebnisse aus Verbundenen Unternehmen (- 21 T €, i. Vj. 396 T €), Ergebnisse aus Assoziierten at-equity Unternehmen (22.525 T €, i. Vj. 15.268 T €) sowie Ergebnisse aus Sonstigen assoziierten Unternehmen und Sonstigen Beteiligungen (4.588 T €, i. Vj. 2.751 T €). Das Ergebnis aus Assoziierten at-equity Unternehmen entspricht grundsätzlich dem Konzernanteil am Jahresüberschuss bzw. -fehlbetrag dieser Unternehmen. Hierin ist auch die Eliminierung von Zwischenergebnissen berücksichtigt. 15 Zinsergebnis
Im Zinsergebnis sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 975 T € (i. Vj. 2.278 T €) sowie Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 3.088 T € (i. Vj. 1.166 T €) enthalten. 16 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Bei den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag handelt es sich im Wesentlichen um in- und ausländische Körperschaftsteuer sowie inländische Gewerbeertragsteuer. Darüber hinaus ist in der Position ein latenter Steueraufwand in Höhe von 2.945 T € (i. Vj. latenter Steuerertrag 762 T €) enthalten. 17 Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung Im Geschäftsjahr sind Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung aus der Beendigung des Engagements bei FiberLean Technologies in Höhe von 37.777 T € enthalten. Diese entfallen im Wesentlichen auf Abschreibungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen (29.076 T €), Sonstige betriebliche Aufwendungen (4.515 T €) und Personalaufwand (3.232 T €). Zudem sind im Geschäftsjahr 2023 Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung aufgrund von außerplanmäßigen Abschreibungen eines Geschäfts- oder Firmenwertes einer Gesellschaft im Geschäftsbereich Zwilling Küche in Höhe von 8.849 T € angefallen. Anteilsbesitzliste zum 31.12.2023 1. Verbundene konsolidierte Unternehmen
Konsumgüter
2. Assoziierte at-equity Unternehmen
3. Verbundene nicht konsolidierte Unternehmen
4. Sonstige assoziierte Unternehmen
5. Sonstige Beteiligungen
Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung wird nach DRS 21 erstellt und zeigt, wie sich der Finanzmittelbestand der WIH-Gruppe während des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert hat. Im Berichtsjahr wurde der Ausweis von Zahlungsflüssen aus erhaltenen und gezahlten Zinsen, welche im Zusammenhang mit der laufenden Geschäftstätigkeit oder dem Finanzmittelfonds stehen, infolge des geänderten Zinsumfeldes angepasst. Diese Zahlungsflüsse werden nun im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ausgewiesen. Die Vorjahreszahlen wurden angepasst, um eine bessere Vergleichbarkeit zu ermöglichen. Zu den Verfügungsbeschränkungen innerhalb des Finanzmittelfonds verweisen wir auf Tz. 4 des Konzernanhangs. Nachfolgend eine Kurzdarstellung der Kapitalflussrechnung:
Sonstige Angaben Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen grundsätzlich zu marktüblichen Bedingungen. Für Mitarbeitende bestehen teilweise standardisierte Rabatte auf spezifische Produkte aus dem Konzernverbund. Die Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem normalen Lieferungs- und Leistungsaustausch. Mindestbesteuerung In Deutschland sowie in weiteren Ländern, in denen die Werhahn-Gruppe tätig ist, wurde ein Gesetz zur Einführung einer globalen Mindestbesteuerung eingeführt, das einen effektiven Steuersatz von mindestens 15 % vorsieht und dem die Werhahn-Gruppe unterliegt. Da dieses Gesetz erst zum 1. Januar 2024 anwendbar ist, ergeben sich im Teilkonzernabschluss der Werhahn Industrieholding SE 2023 als Teil der Werhahn-Gruppe keine Auswirkungen. Die Regelung des § 274 Abs. 3 HGB über die Nichtberücksichtigung latenter Steuern aus der Anwendung in- oder ausländischer Mindestbesteuerungsgesetze ist gemäß Artikel 91 Abs. 2 EHGB bereits auf den Konzernabschluss zum 31.12.2023 anzuwenden. Sich gegebenenfalls aus dem Mindestbesteuerungsgesetz ergebende Steuern sind im Entstehungszeitpunkt als tatsächlicher Steueraufwand zu erfassen. Die Werhahn-Gruppe hat die Auswirkungen der Gesetze zur Einführung einer globalen Mindestbesteuerung für die einzubeziehenden Länder und Gesellschaften analysiert. Die Auswirkungen auf den Teilkonzernabschluss der Werhahn Industrieholding SE als Teil der Werhahn-Gruppe sind von untergeordneter Bedeutung. Auch in künftigen Perioden werden keine wesentlichen Auswirkungen erwartet. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind in den Unternehmen der WIH-Gruppe keine Ereignisse eingetreten, von denen eine wesentliche Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der WIH-Gruppe erwartet wird. Nicht in der Konzernbilanz enthaltene Geschäfte
Über die dargestellten Haftungsverhältnisse und Sonstigen finanziellen Verpflichtungen hinausgehende außerbilanzielle Geschäfte, die für die Beurteilung der Finanzlage des Konzerns erforderlich sind, bestehen nicht. Für alle erkennbaren Risiken aus Inanspruchnahme von Bürgschaften sind ausreichend Rückstellungen gebildet worden. Darüber hinaus wird keine Inanspruchnahme erwartet, da mit einem Ausfall des Schuldners nicht gerechnet wird. Derivative Finanzinstrumente Die WIH-Gruppe hat gemäß § 254 HGB Bewertungseinheiten gebildet. Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäften werden unter Anwendung der Einfrierungsmethode nicht bilanziert. Die Beurteilung der Effektivität der Bewertungseinheiten erfolgt über die Critical-Terms-Match-Methode und wird zu jedem Bilanzstichtag prospektiv festgestellt. Derivative Finanzinstrumente werden nach der Mark-to-Market-Methode bewertet. Zur Refinanzierung ausländischer Tochtergesellschaften werden Fremdwährungsdarlehen in lokaler Währung vergeben. Das aus Konzernsicht resultierende Währungsrisiko aus Tilgungs- und Zinszahlungen wird über Devisentermingeschäfte abgesichert. Die routinemäßige Beschaffung von Waren des operativen Geschäfts in Fremdwährung wird für einen bestimmten Zeitraum im Voraus geplant. Die sich aus diesen mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen ergebende Nettofremdwährungsposition wird im Rahmen von Portfolio-Hedges ebenfalls gegen Währungsrisiken abgesichert. Für den Produktionsprozess benötigte Rohstoffe für abgeschlossene Absatzgeschäfte werden über physische Lieferkontrakte auf Termin beschafft. Soweit die Lieferkontrakte variable Preise aufweisen, werden zur Vermeidung von Preisrisiken aus diesen Geschäften Commodity Swaps eingesetzt. Dabei handelt es sich überwiegend um Portfolio-Hedges mit Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. Sowohl bei den Micro- als auch Portfolio-Hedges werden die Grundgeschäfte zu 100 % abgesichert. Die nachfolgend genannten Grundgeschäfte sind in Bewertungseinheiten einbezogen:
Ergebnisverwendung Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, einen Betrag von 17.000 T € an den Alleinaktionär auszuschütten.
Neuss, 9. April 2024 Werhahn Industrieholding SE Alexander Boldyreff Andreas König Stephan Kühne Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Werhahn Industrieholding SE, Neuss Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Werhahn Industrieholding SE, Neuss, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Werhahn Industrieholding SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, den 9. April 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Heike Böhle, Wirtschaftsprüferin ppa. Dr. Robert Vollmer, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsratsder Werhahn Industrieholding SESehr geehrte Damen und Herren, das vergangene Jahr war weiterhin durch eine Vielzahl globaler Herausforderungen gekennzeichnet. Der anhaltende Ukraine-Krieg, der die Welt zunehmend spaltet, die schwache chinesische Wirtschaftsentwicklung und zuletzt der eskalierte Nahost-Konflikt sorgte für hohe Energie- und volatile Rohstoffpreise, Inflation und Zinsanstieg und damit für eine weltweite Dämpfung der Konjunktur und ein eingetrübtes Konsumklima. Insbesondere der Geschäftsbereich Zwilling Küche der Werhahn-Industrie holding-Gruppe ("WIH-Gruppe") war von diesen Entwicklungen betroffen, die insgesamt trotz sehr guter Ergebnisse im Baustoffbereich zu einem sehr unbefriedigenden Gesamtergebnis der WIH-Gruppe führten. Der Aufsichtsrat hat während des Geschäftsjahres die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und den Vorstand bei seiner Tätigkeit beraten und überwacht. Er kam im Jahr 2023 zu vier ordentlichen Sitzungen sowie einer außerordentlichen Sitzung zusammen und informierte sich darüber hinaus im Mai vor Ort in Italien über die Fertigungssituation von Ballarini. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat sich auch außerhalb der Sitzungen im Austausch mit dem Vorstand befunden und über wesentliche Geschäftsvorfälle beraten. In den Aufsichtsratssitzungen wurden neben der regelmäßigen Erörterung der geschäftlichen Lage und der Entwicklung der WIH-Gruppe unter anderem folgende Themen behandelt: die Situation und Aufstellung der einzelnen Geschäftsbereiche, der Status von Projekten sowie die operative Unternehmensplanung für das Jahr 2024. Ein Schwerpunkt der Beratungen war die Geschäftsentwicklung von FiberLean Technologies und daran anknüpfend die Diskussion der diesbezüglichen strategischen Optionen. Außerdem hat sich der Aufsichtsrat in mehreren Sitzungen intensiv mit der Geschäftsentwicklung von Zwilling-Küche und den verschiedenen Herausforderungen dieses Geschäftsbereichs befasst. Darüber hinaus waren der Vorstandsbericht Compliance sowie die Festlegung von Schwerpunkten für die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 Themen der Aufsichtsratssitzungen. In einer außerordentlichen Hauptversammlung am 24. Juli 2023 wurde die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen, zum Abschlussprüfer für den Jahres- und den Konzernabschluss 2023 gewählt. Der Auftrag wurde entsprechend der Beschlussfassung des Aufsichtsrats durch den Aufsichtsratsvorsitzenden erteilt. Der Konzernabschluss einschließlich Konzernlagebericht sowie der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 sind nach der Aufstellung durch den Vorstand vom Abschlussprüfer geprüft worden und haben den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk gemäß § 322 HGB erhalten. Der Aufsichtsrat hat beide Abschlüsse in seiner Sitzung am 29. April 2024 erörtert und geprüft. Nach Prüfung hat der Aufsichtsrat dem Jahresabschluss zugestimmt und den Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 festgestellt. Des Weiteren hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand gemäß § 312 AktG vorgelegten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Der Vorstand hat am Schluss des Berichts erklärt, dass die Gesellschaft bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und andere Maßnahmen im Sinne von § 312 AktG weder getroffen noch unterlassen wurden. Nach Prüfung hat der Aufsichtsrat der Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts zugestimmt. In der außerordentlichen Hauptversammlung am 24. Juli 2023 wurde zudem Herr Mathias Thielen mit Wirkung zum 1. September 2023 als Nachfolger von Herrn Dr. Wolfgang Klein, der sein Mandat im Aufsichtsrat der Werhahn Industrieholding SE niedergelegt hatte, für die restliche Amtszeit des ausgeschiedenen Mitglieds zum weiteren Mitglied des Aufsichtsrats der Gesellschaft gewählt. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Dr. Klein für seine langjährige und engagierte Tätigkeit im Audfsichtsrat. Im Zuge der Neuaufstellung des Vorstands hat der Aufsichtsrat am 21. September 2023 Herrn Andreas König zum weiteren Mitglied des Vorstands der Werhahn Industrieholding SE bestellt. Herr Paolo Dell' Antonio schied mit Wirkung zum Ablauf des 13. Oktober 2023 in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat aus dem Vorstand der Gesellschaft aus, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zuzuwenden. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Dell' Antonio für seinen Einsatz für das Unternehmen. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Führungskräften sowie allen Mitarbeitenden der WIH-Gruppe für ihr großes Engagement im vergangenen Jahr.
Neuss, den 29. April 2024 Der Aufsichtsrat Anton Werhahn, Vorsitzender des Aufsichtsrats |
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