Logstor Deutschland GmbH
Selbe AdresseWärme- und Kältehandel
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Torsten Thiemann seit 8.5.2024 | Geschäftsführer |
Jan-Hendrik Starken seit 8.5.2024 | Geschäftsführer |
Gunnar Jahnke seit 8.5.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Shell Petroleum B.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
CARISSA GmbH (vormals: CARISSA Einzelhandelund Tankstellenservice GmbH )Hamburg (vormals: Oststeinbek)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023B. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die CARISSA GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der CARISSA GmbH (vormals: CARISSA Einzelhandel-und Tankstellenservice GmbH & Co. KG), Oststeinbek (seit dem 8. Mai 2024: Hamburg) - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrech-nung für das Geschäftsjahr vom 1 . Januar bis zum 31 . Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CARISSA GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen." F. Schlussbemerkung Den vorstehenden Bericht über unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 der CARISSA GmbH (vormals: CARISSA Einzelhandel- und Tankstellenservice GmbH & Co. KG), Oststeinbek (seit dem 8. Mai 2024: Hamburg), erstatten wir in Übereinstimmung mit § 321 HGB unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., Düsseldorf (IDW PS 450 n. F. (10.2021)).
Hamburg, 28. Juni 2024 EY
GmbH & Co. KG
Philipp Rathjen, Wirtschaftsprüfer Robert Schlenther, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die CARISSA GmbH ist durch formwechselnde Umwandlung der CARISSA Einzelhandel- und Tankstellenservice GmbH & Co. KG (Amtsgericht Lübeck, HRA 2078) auf Grund des Umwandlungsbeschlusses vom 24.08.2023 entstanden. Grundlage für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die gesetzlichen Vorschriften der §§ 242 ff. sowie § 264 ff. HGB und die ergänzenden Bestimmungen des GmbHG. Es gelten die Vorschriften des § 267 Abs. 3 HGB für große Kapitalgesellschaften. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke teilweise an dieser Stelle gemacht. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma CARISSA GmbH mit Sitz in Oststeinbek im Handelsregister des Amtsgerichts Lübeck unter der Nummer HRB 24134 HL eingetragen. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend der jeweiligen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 werden aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung in Sammelposten eingestellt. Diese werden über eine Laufzeit von fünf Jahren pauschalierend jeweils mit 20,0 % p.a. aufgelöst. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch Bildung einer auf Erfahrungswerten basierenden Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Liquide Mittel sind zum Nennwert bilanziert. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wird für bis zum Bilanzstichtag erfolgte Auszahlungen gebildet, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag sind. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden für alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet und in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages einschließlich zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Die Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive latente Steuern werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. III. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Gliederung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2023 sind im Anlagenspiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Im Jahr 2023 bestanden Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 62.989 (Vj. TEUR 53.183), wovon TEUR 74 (Vj. TEUR 616) aus Lieferungen und Leistungen stammten. Die restlichen Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus sonstiger Finanzverrechnung. Latente Steuern Aufgrund des ausgeübten Wahlrechtes, auf den Ansatz aktiver latenter Steuern zu verzichten, wurde kein Bilanzposten angesetzt. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen betreffen die Gewerbesteuer für 2022. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Bonusverpflichtungen gegenüber Tankstellenpächtern, Personalkosten, Beiträge an die Industrie- und Handelskammer sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 115.783 (Vj. TEUR 91.450), die zu TEUR 0 (Vj TEUR 16.936) aus Liefer- und Leistungsverkehr resultieren und zu TEUR 115.783 (Vj TEUR 74.514) aus sonstigen Verbindlichkeiten. IV. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse von insgesamt TEUR 1.287.234 (Vj. TEUR 1.240.276) resultieren überwiegend aus dem Verkauf von Waren an das Tankstellengewerbe, der Erbringung von Dienstleistungen sowie der Vereinnahmung von Werbungskostenzuschüssen (WKZ). Die Verkäufe wurden ausschließlich auf dem inländischen Markt getätigt; die Dienstleistungen wurden ausschließlich im Inland erbracht. Die Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen setzen sich wie folgt zusammen:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten mit TEUR 690 (Vj. TEUR 555) periodenfremde Erträge. Sie resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 657, Vj. TEUR 537). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 478. Weiterhin sind Forderungsverluste von TEUR 141 angefallen. Steuern vom Ertrag Der ausgewiesene Betrag beinhaltet einen Steueraufwand aus früheren Perioden in Höhe von TEUR 29. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 5.752. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u.a. zwei langfristige Mietverträge in Höhe von TEUR 4.712, sieben langfristige Serviceverträge in Höhe von TEUR 576 sowie mehrjährige Kfz-Leasingverträge in Höhe von TEUR 464. Die Miet-, Service- und Leasingverträge enden zwischen Juli 2024 und Dezember 2033. V. Sonstige Angaben Konzernverhältnisse Die CARISSA GmbH, Oststeinbek gehört über ihre alleinige Gesellschafterin, die Shell Deutschland GmbH, Hamburg, ('SDE'), zur Shell plc, London, Großbritannien. Der Konzernabschluss und -lagebericht der Shell plc, London, Großbritannien, zum 31. Dezember 2023 wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Der Konzernabschluss der Shell plc. wird im Unternehmensregister veröffentlicht. Der Geschäftsbericht der Shell plc, London, Großbritannien, einschließlich des Konzernabschlusses der Shell plc ist in englischer Sprache und in einer deutschen Kurzfassung bei der Shell Deutschland GmbH, Öffentlichkeitsarbeit, Suhrenkamp 71-77, 22335 Hamburg, erhältlich. Die vorgenannte Muttergesellschaft stellt im Sinne von § 285 Nr. 14 HGB für den größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss auf. Ein Konzernabschluss für einen kleineren Kreis von Unternehmen wird nicht erstellt. Die zur internationalen Shell Gruppe gehörenden Unternehmen werden im vorliegenden Jahresabschluss als verbundene Unternehmen behandelt. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt. Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss wird in voller Höhe an die Gesellschafterin aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführt. Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beläuft sich für das Jahr 2023 auf TEUR 33 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. Mitarbeiter Im Berichtsjahr wurden im Jahresdurchschnitt 128 Angestellte (77 im Innen- und 45 im Außendienst) beschäftigt. Gesellschaftervertreter Die Gesellschaftervertreter bestanden im Geschäftsjahr 2023 aus den Personen:
Geschäftsführung Geschäftsführer der CARISSA GmbH waren:
Gesamtbezüge der Organe Die Bezüge der Geschäftsführung beliefen sich für das Jahr 2023 auf EUR 581.313,26. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.
Oststeinbek, 28. März 2024 CARISSA GmbH Die Geschäftsführung Jan-Hendrik Starken Gunnar Jahnke Torsten Thiemann Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Gesellschaftsstrukturen und Geschäftstätigkeit Die CARISSA GmbH (im Folgenden kurz "CARISSA" genannt) ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der SDE, die wiederum zur Shell plc Gruppe gehört. Das Aufgabenspektrum der CARISSA umfasst Tätigkeiten im Zusammenhang mit den Tankstellenshops unter der Shell Marke in Deutschland. Dazu gehören ein professionelles Category Management, die Entwicklung und Implementierung von Shop Formaten sowie die Versorgungslogistik. Die CARISSA versorgt ihre Kunden mit Waren für den Convenience-Shop und bietet dazu Konzepte mit intensiver Fachberatung durch den eigenen Außendienst an. Diese Konzepte gehen über Kaffee, Food- und Tabak bis hin zu LED- und Ladenbau. Außerdem bietet die CARISSA ihren Kunden individuelles Marketing, wie zum Beispiel die Erstellung stationsindividueller Partnerwerbung, an. Zudem übernimmt die CARISSA im Auftrag der SDE administrative Aufgaben im Zusammenhang mit dem Marketing für die Shell-Stationen. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist nach der Erholung im Vergleichsjahr 2022 im Berichtsjahr 2023 um 0,3% gesunken. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort (Quelle: destatis.de). Auf dem Arbeitsmarkt stieg die Zahl der Erwerbstätigen 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 0,4%. Der langfristige Aufwärtstrend auf dem Arbeitsmarkt setzte sich somit im Vorjahresvergleich mit nachlassender Dynamik fort. Gegenüber Dezember 2022 stieg die Zahl der Erwerbslosen im Dezember 2023 um 1,0%. Die Erwerbslosenquote im Dezember 2023 lag wie im Vorjahresmonat bei 2,9% (Quelle: destatis.de). Die Verbraucherpreise in Deutschland stiegen im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9% und damit geringer als im Vorjahr 2022 (6,9%). Die Inflationsrate für das Jahr 2023 lag unter dem historischen Höchststand des Jahres 2022, ist aber weiterhin auf einem hohen Stand. Insbesondere Nahrungsmittel verteuerten sich im Jahresdurchschnitt 2023 besonders stark. Die Teuerung für das Jahr 2023 wurde, wie im vorangegangenen Jahr von den Auswirkungen von Kriegs- und Krisensituationen beeinflusst, die die Preisentwicklung auf allen Wirtschaftsstufen prägte. Die monatlichen Inflationsraten wurden wie bereits in 2022 auch in 2023 zeitweise durch Entlastungsmaßnahmen abgemildert. Die Energieprodukte verteuerten sich in 2023 gegenüber dem Vorjahr um 5,3%, nach einem deutlichen Anstieg um 29,7% in 2022. Im Jahresverlauf 2023 zeigte sich von März bis Dezember bei der Energie insgesamt eine Entspannung bei der Preisentwicklung. Davon wurden im Oktober und November 2023 sogar eine rückläufige Preisentwicklung ausgewiesen. Im Jahresdurchschnitt erhöhten sich die Preise in 2023 insbesondere für Erdgas (+14,7%) und Strom (+12,7%). Hingegen verbilligte sich leichtes Heizöl im Jahresdurchschnitt 2023 gegenüber 2022 deutlich (-22,2 %). Kraftstoffe wurden ebenfalls im Jahresdurchschnitt günstiger (-5,8 %). Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Jahresteuerungsrate 2023 bei +6,0 % gelegen. Wie in 2022 erhöhten sich die Preise auch im Berichtsjahr für Nahrungsmittel (+12,4%) und Dienstleistungen (+4,4%) besonders stark. Branchenentwicklung Das Shopgeschäft an den Tankstellen konnte ein sehr gutes Ergebnis erzielen. Kernkategorien weisen eine positive Umsatzentwicklung gegenüber dem Vorjahr auf (EKW Daten): Getränke +6,1%, Snacks +19,1%, Kaffee +10,2%, Fast Food +9,4%. Die Entwicklung der Tankstelle zur convenienten Alternative zum Lebensmitteleinzelhandel (LEH) und Kiosk hält an. Tanken bleibt ein wesentlicher Frequenzbringer für die Tankstellenshops. Die Kraftstoffentwicklung hat sich im Jahr 2023 ebenfalls positiv gegenüber dem Vorjahr entwickelt (+2,5%). Der Convenience Markt bleibt attraktiv für neue Marktteilnehmer. Discounter und LEHs verstärkten weiter ihre Anstrengungen im "on the Go"-Geschäft. Auch viele lokale Anbieter, insbesondere Bäckereien und Schlachtereien, professionalisieren zunehmend ihre Shops. Zunehmend intensiviert sich der Wettbewerb im Bereich der Lieferdienste. Insgesamt blieb das Tabakgeschäft mit deutlichem Abstand zu anderen Kategorien der größte Umsatzträger der Branche. Der Trend geht dabei weg vom klassischen hin zu alternativem Tabakkonsum, wie der e-Zigarette oder "heat not burn" Produkten. Dort gibt es zweistellige Wachstumsraten, auf geringem, aber steigenden Niveau. Unter diesen Rahmenbedingungen konnte die Carissa die Ertragsziele für 2023 übertreffen. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Die wesentlichen finanziellen Kennzahlen zur Steuerung des Unternehmens sind der Umsatz und die Marge C2 (Umsatz minus Materialaufwand). Weitere zentrale Basis unserer Aktivitäten sind die Bereiche Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit (HSSE - Health Safety Security & Environment). Verbindliche Standards, Dokumentationen und regelmäßige Informationen bzw. Schulungen tragen wesentlich dazu bei, das Bewusstsein bei den Mitarbeitern für diese Thematik zu erhöhen. Der nicht finanzielle Leistungsindikator ist die Anzahl der Betriebsunfälle. Wir verfolgen das Ziel "Goal Zero" (Null Unfälle). Entwicklung in unseren Geschäftsbereichen Im Vorjahr wurde eine C2-Marge von € 60 Mio. bis € 100 Mio. prognostiziert. Diese wurde mit € 135 Mio. sogar übertroffen, was insbesondere an den gestiegenen Umsatzerlösen lag. Der prognostizierte Umsatz zwischen € 1.100 Mio. und € 1.300 Mio. ist eingetreten. Das Tabakgeschäft ist im Geschäftsjahr 2023 +3,17% positiv. Die Tankstelle bleibt kanalübergreifend eine der bevorzugten Verkaufsstelle für Tabakprodukte. Durch ein eng abgestimmtes Lieferantenmanagement konnte sichergestellt werden, dass die erhöhte Nachfrage an unseren Tankstellen durch ausreichende Warenverfügbarkeit befriedigt werden konnte. In Folge zunehmenden Gesundheitsbewusstseins der Kunden erweitert die Carissa weiter das Angebot von Next Generation Products (NGP). Der NGP-Markt bleibt stark fragmentiert, es ist zu beobachten, dass etablierte Tabakhersteller vermehrt in diesen Markt drängen und neue Produkte platzieren. Der Umsatzanteil dieser Produkte bleibt im Vergleich zur klassischen Zigarette noch gering. Die Carissa konnte durch ihr bewährtes und breites Fachhandelskonzept die Umsätze im Tabakbereich auf einem hohen Niveau von € 1.042 Mio. halten (€ 1.010 Mio. in 2022). Hierzu hat auch die zunehmende Fokussierung auf die operativen Standards und Umsetzung aktueller Planogramme in den Shops beigetragen. In der Kategorie Food befanden sich die Umsätze in 2023 mit € 138,6 Mio. deutlich über dem Vorjahresniveau (€ 132,4 Mio.). In urbanen Lagen ist zu beobachten, dass die Verbraucher, die vom LEH gebotenen langen Öffnungszeiten mehr annehmen. LEH-Lieferdienste gewinnen weiter an Bedeutung. Die Konsumgewohnheiten verändern sich. Die Kategorien Fast Food und Coffee haben sich nach der Corona Pandemie in 2023 deutlich erholt. Die Konsumentennachfrage nach Kaffee und anderen Fast Food Produkten ist in 2023 als Folge wieder erstarkter Mobilität gestiegen. Der Umsatz dieser Kategorien lag mit € 42,0 Mio. auch deutlich über dem Vorjahr (€ 38,8 Mio.). Der Non Food-Bereich unterliegt beim Absatz von Car Care-Artikeln naturgemäß wetterbedingten und saisonalen Schwankungen. Der Umsatz von Car-Produkten belief sich auf € 13,9 Mio. und lag somit unter Vorjahresniveau von € 17,0 Mio. Im Bereich E-Loading/Telefonkarten waren die Provisionen mit knapp € 2,3 Mio. leicht unter Vorjahresniveau. Insbesondere Anpassungen im Geldwäschegesetz wirken sich negativ auf Umsätze für PaySave Transaktionen aus. In 2023 haben die Umsätze im Bereich Technisches Versandgeschäft gegenüber dem Vorjahr nachgelassen. Dies lag einerseits an der großen Anzahl Kaffeemaschinen, die bereits in 2021 ersetzt wurden, andererseits an der Investitionszurückhaltung der Tankstellenpächter. Die Umsätze in 2023 lagen bei € 1,6 Mio. (Vorjahr: € 3,0 Mio.). Der Vertrieb von Auto- und Motorrad-Schmierstoffen war in 2023 leicht positiv und lag bei € 4,8 Mio. (Vorjahr: € 4,4 Mio.). Insgesamt lagen die Umsatzerlöse aus Warenverkäufen mit € 1.245 Mio. über dem Vorjahresniveau von € 1.208 Mio. Der Geschäftsverlauf wird von der Geschäftsführung als zufriedenstellend beurteilt. Mitarbeiterentwicklung Im Berichtsjahr wurden im Durchschnitt 128 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 80 Mitarbeiter). Die Zahl der Mitarbeiter ist in 2023 deutlich angestiegen, da wir weiterhin die notwendige Rekrutierung neuer Mitarbeiter für die Umsetzung des neuen MBA-Vertrages (Standardvertrag eines Tankstellenpächters) im Tankstellennetz der SDE durchführen mussten. Bei den aufgebauten Mitarbeitern handelt es sich zum Großteil um Außendienststellen. Goal Zero Das Ziel von Goal Zero, nämlich keine betrieblichen Unfälle zu haben, wurde für 2023 leider nicht erfüllt. Es gab einen Unfall im Innen- und einen im Außendienst. Bei beiden Unfällen kam es glücklicherweise nur zu leichten Verletzungen. Vermögenslage Die Vermögenslage ist geordnet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Bilanzstichtag im Vergleich zum Vorjahr um € 12,4 Mio. auf € 78,2 Mio. gestiegen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich um € 9,8 Mio. erhöht. Sie betragen zum Bilanzstichtag € 63,0 Mio. Die Bilanzsumme hat sich auf € 155,6 Mio. erhöht. Finanzlage Der Liquiditätsbedarf ist durch die Teilnahme unserer Gesellschaft am Cash-Pooling- Verfahren unter der Kontoführerschaft der Shell Deutschland GmbH, Hamburg, sichergestellt. Zum 31.12.2023 waren liquide Mittel von € 0,5 Mio. vorhanden. Die Gesellschaft war zu jedem Zeitpunkt des Geschäftsjahres in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Der vereinfachte operative Mittelzufluss (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand abzüglich Personalaufwand abzüglich sonstiger betrieblicher Aufwendungen) betrug € 112,9 Mio. Das Eigenkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr betragsmäßig nicht verändert und beträgt weiterhin EUR 50.000. Lediglich durch den Formwechsel wird nunmehr ein gezeichnetes Kapital statt der Kapitalanteile ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen befanden sich mit € 24,0 Mio. um € 2,8 Mio. unter Vorjahresniveau. Die Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen betragen zum 31.12.2023 € 8,4 Mio. Ertragslage Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 3,8% auf € 1.287 Mio. gestiegen. Hauptumsatzträger war der Bereich Tabakwaren (83,7%), gefolgt von Food (11,1%) und Fast Food und Coffee (3,4%). Der Materialaufwand ist von € 1.122 Mio. auf € 1.152 Mio. gestiegen. Der Personalaufwand lag mit € 11,9 Mio. weit über Vorjahresniveau. Das ist auf die stark ansteigende Mitarbeiterzahl zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit € 10,4 Mio. weit unter Vorjahresniveau. Das ist dadurch begründet, dass es in 2022 einen Sondereffekt der Betriebsprüfung der Jahre 2017-2019 gab in Höhe von € 16,9 Mio. Der Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) ist deutlich über Vorjahresniveau mit € 135,1 Mio. (Vorjahr € 118,2 Mio.). Die Umsatzrendite lag nach Steuern bei 9,0% und damit weit über Vorjahresniveau (Vorjahr: 6,0%). Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Die Chancen und Risiken sind weiterhin mit möglichen Gesetzesänderungen sowie der Entwicklung der Wettbewerbssituation verbunden. Auch die Diskussion rund um die Frage der Zukunft der Mobilität in Deutschland wird langfristig Auswirkungen auf die Betriebsform Tankstelle haben, insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden Elektromobilität. In den vergangenen Jahren hat es immer wieder Veränderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen gegeben, die sich auf das Geschäft der Carissa ausgewirkt haben. Durch eine intensive und enge Zusammenarbeit mit der Industrie sowie umfangreiche Marktkenntnisse wurden solche Veränderungen in der Vergangenheit frühzeitig antizipiert und entsprechende Maßnahmen abgeleitet. Dabei lässt die derzeitige Situation nicht erwarten, dass veränderte Rahmenbedingungen die Carissa in absehbarer Zeit einem erhöhten Risiko aussetzen werden. Aufgrund der Wichtigkeit des Tankstellenshops im Rahmen der Energiewende ist zu erwarten, dass die Wettbewerbsintensität zunehmen wird. Neue Marktteilnehmer, wie CircleK als Shopbetreiber der Total-Tankstellen erhöhen den Wettbewerb im Convenience Segment in Deutschland. Neben dem richtigen Preisniveau wird es deshalb auch in Zukunft darum gehen, unsere Kunden über fundierte Markt- und Produktkenntnisse sowie integrierte Beratung zu überzeugen. Um die Entwicklung des Shopgeschäfts bestmöglich steuern zu können, wird die SDE beginnend in 2024 einen neuen Franchise Vertrag mit den Tankstellenpächtern in den Markt bringen. Besonderer Fokus wird auf die systemkonforme Umsetzung von Standards, als auch auf die vollständige Umsetzung von Planogrammen und Promotionen gelegt. Ein einheitlicher Fokus zwischen Tankstellenpächter, SDE und Carissa soll unterstützt werden. Zielsetzung bleibt, ein einheitliches Kundenerlebnis in den Shell Tankstellenshops zu erzielen. Weiterhin unterstützt die Carissa die Tankstellenbetreiber bei der Erschließung von Potenzialen mit entsprechenden Konzepten und bei operativen Verbesserungen. Ein professionelles Category Management dient dazu, die Kundenbedürfnisse zu antizipieren und erfolgreich für den Conveniencekanal Tankstelle umzusetzen. Trotz vieler Veränderungen im Markt und andauernder Diskussionen über die Zukunft der Mobilität hat sich die Anzahl der Tankstellen in Deutschland in den letzten Jahren nicht signifikant verändert. Die individuelle Mobilität bleibt wichtig und ist nach wie vor stark abhängig von Benzin- und Diesel-Kraftstoffen. Die Betriebsform Tankstelle bleibt für die absehbare Zukunft alternativlos und der Kraftstoffabsatz in Deutschland stabil. Neben Angeboten rund um Mobilität bietet die Betriebsform Tankstelle zudem noch Potenziale bei Dienstleistungen, wie z.B. der Bargeldversorgung, Paketdiensten oder Ähnlichem. Es ist zu beobachten, dass die Anzahl der Tankstellenkunden, die nicht tanken, stetig steigt. Dieser Trend unterstreicht die zunehmende Bedeutung der Tankstelle im Convenience Bereich. Die Carissa wird diese Potenziale bei der Entwicklung und Einführung neuer Konzepte berücksichtigen. Die Carissa befindet sich in enger Geschäftsbeziehung zu einigen wenigen großen Lieferanten. Das bedingt eine gewisse Abhängigkeit und damit ein Risiko. Dieses Risiko wird regelmäßig betrachtet und bewertet. Die finanzielle Ausstattung der Lieferanten wird als solide angesehen. Außerdem gäbe es alternative Lieferanten, die die Geschäftsvolumina abdecken könnten. Das Risiko wird somit als überschaubar eingestuft. Die Geschäftsbeziehung mit dem wichtigsten Lieferanten wurde für die Folgejahre verlängert. Risikomanagement/Internes Kontrollsystem Das Risikomanagement unserer Gesellschaft (einschließlich der Preisänderungs-, Forderungsausfall- und Liquiditätsrisiken) findet über das monatliche Berichtswesen, die Anpassung der Aufbau- und Ablauforganisation an das wirtschaftliche Umfeld, die Einrichtung eines internen Kontrollsystems sowie über die Liquiditätsbereitstellung im Cash- Pooling-Verfahren mit der Deutschen Shell Holding GmbH statt. Es gibt einen Prozess der Risikoidentifizierung nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung. Jährlich wird für jeden Geschäftsbereich jeweils eine Matrix der Risikoreaktion erstellt, die dann kontinuierlich überprüft wird. Forderungsausfallrisiken wird präventiv über Kreditwürdigkeitsanalysen und die Vergabe von Kreditlimits - teilweise unter Einbeziehung externer Ratingagenturen - sowie einer regelmäßigen Analyse der Altersstruktur der Forderungen begegnet. Die Shell-Gruppe hat die Anforderungen an ein funktionsfähiges internes Kontrollsystem hinsichtlich der Aufbau- und Ablauforganisation in den Grundsätzen zur Risikopolitik (Risk Management Manual) formuliert, dokumentiert und kommuniziert. Basierend auf den Unternehmensgrundsätzen der Shell-Gruppe ist die Steuerung der einzelnen Risiken im Unternehmen in Richtlinien und Anweisungen, wie z. B. Financial Control Handbook, Beschaffungsrichtlinien, Organisationshandbuch, Sicherheitsprogrammen und -inspektionen sowie HSSE-Grundsätzen und -leitlinien einschließlich Umweltschutzvorgaben, dokumentiert. Das interne Kontrollsystem umfasst darüber hinaus Maßnahmen und Programme zur Begrenzung betrieblicher, finanzwirtschaftlicher und externer Risiken. Diese Maßnahmen manifestieren sich u. a. in
Das Risikomanagement sowie das interne Kontrollsystem werden regelmäßig durch interne Kontrollen überprüft. Das Organisationshandbuch (einschließlich Befugnisregelung) wird regelmäßig nach erfolgten organisatorischen Änderungen überarbeitet. Ausblick Die Umsatzerlöse konnten in 2023 gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Gleichzeitig blieb die C2 Marge leicht gegenüber dem Vorjahr zurück, da insbesondere die Segmente Food, Non-Food und Food Service ihre Marge gemessen am Vorjahr nicht erreichen konnten. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland wird im Jahr 2024 nach aktueller Einschätzung insbesondere durch die gesteigerte Inflation und dadurch angepasstes Konsumentenverhalten beeinflusst werden. Eine detaillierte Prognose der Ergebnisbeiträge für das Jahr 2024 und darüber hinaus lässt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht ableiten. Die Bundesregierung rechnet für das Jahr 2024 in einer Konjunkturprognose mit einem geringen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,2%. Ende 2023 hatte die Regierung noch ein Wachstum von 1,3% antizipiert. In Folge der zunehmenden Wettbewerbsintensität ist zu erwarten, dass der Kampf um Marktanteile aggressiver wird. Die Carissa wird in diesem Wettbewerb, unterstützt durch den neuen Franchisevertrag, auch in Zukunft auf integrierte Konzepte sowie entsprechende Beratung setzen. Als Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung dieser Strategie verfügt die Carissa über ein professionelles Category Management, Formate Management und einen geschulten und flächendeckend operierenden Außendienst. Dieser wird durch maßgeschneiderte Trainingsmaßnahmen weiterentwickelt, um auch neue Formate und Markttrends frühzeitig und kompetent abdecken zu können. Auch in Zukunft liegen die Chancen der Carissa in der nachhaltigen Kundenbindung, die nicht nur auf kurzfristigen Optimierungen basiert, sondern auf einer andauernden Unterstützung bei administrativen Themen, wie Stammdatenpflege sowie lokalen Werbemaßnahmen und Kampagnen/ Promotionen mit messbaren Auswirkungen auf Umsatz und Ertragskraft der Tankstelle. Zudem wird eine enge Verzahnung mit dem Loyalitätsprogramm der SDE (Shell Clubsmart) für den Shopbereich intensiviert. Das Tabaksortiment mit dem schnellen Wachstum der NGP bietet weitere Ertragspotentiale. Fast Food und insbesondere Kaffee werden Wachstumstreiber für die Carissa bleiben. Wir erwarten, dass der Trend zur bewussten Ernährung sich immer stärker in den Sortimenten der Tankstelle widerspiegeln wird. Die zunehmenden Trends des Unterwegskonsum und "Snackification" bieten weiter große Ertragspotentiale. Die Muttergesellschaft SDE sieht dieses wachsende Potenzial im Convenience Kanal und dessen Bedeutung für das Tankstellengeschäft im Rahmen der Energiewende. Dies festigt die Stellung der Carissa im Konzernverbund. Für das kommende Geschäftsjahr prognostizieren wir Umsatzerlöse zwischen € 1.200 Mio. und € 1.400 Mio. Die C2 Marge erreicht nach unseren Planungen einen Betrag zwischen € 110 Mio. und € 130 Mio. Es werden keine Betriebsunfälle erwartet.
Oststeinbek, 28. März 2024 CARISSA GmbH Jan-Hendrik Starken Gunpar Jahnke Torsten Thiemann Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 der CARISSA GmbH, Hamburg, wurde am 19.07.2024 festgestellt. |
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