Stammdaten

Register
Amtsgericht Oldenburg HRB 120235
Eingetragen
14.7.1986
Branche
Großhandel mit Geräten der UnterhaltungselektronikReparatur und Instandhaltung von elektrischen AusrüstungenGroßhandel mit elektrischen Haushaltsgeräten
Gegenstand
Handel mit Geräten und Einrichtungen der Radio- und Fernsehtechnik, der Elektround Haushaltstechnik sowie deren Reparatur, Wartung und Installation einschließlich der Neuinstallation, Wartung und Reparatur von elektrotechnischen Anlagen, sowie Alarm- und Fernwirksystemen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Elke Stöver
seit 3.5.2024
Prokura
Daniel Zobel
seit 29.11.2018
Prokura
Arno Logemann
seit 24.10.2017
Geschäftsführer
Holger Bölts
seit 10.10.2011
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Detlef Coldewey GmbH

Westerstede

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

der Detlef Coldewey GmbH, Westerstede

A. Tätigkeitsfeld

Die Detlef Coldewey GmbH ist regional im Nordwesten der Bundesrepublik verankert. Sie ist als diversifiziertes Unternehmen in folgenden Bereichen etabliert tätig:

- Kommunikations- und Mobilfunktechnik, IT- und Software-Lösungen, einschließlich bereichsbezogenes Consulting im Sinne eines Systemhausanbieters

- Gebäudetechnik in den Bereichen Elektroinstallation, Netzwerktechnik, Sicherheitstechnik sowie Klimatechnik und regenerativer Energie

- Fachhandel für Audio- und Videotechnik, insbesondere im gehobenen High-End Gerätesegment sowie im Bereich Handel mit Elektrogroß und -kleingeräten

Im Hinblick auf den bestehenden regionalen Bezug unterliegt unsere Gesellschaft vornehmlich den Einflüssen der binnenmarktwirtschaftlichen Entwicklung. Hier wiederum sind angesichts der Diversifizierung gleichermaßen die Markt- und die Nachfrageentwicklungen der Bauwirtschaft als auch die Konsumnachfrage und das Konsumverhalten des regionalen Marktes wesentliche Einflussfaktoren für die Entwicklung unseres Unternehmens.

B. Branchenentwicklung und Geschäftsverlauf

1. Branchenentwicklung

In Folge der in 2020 weltweit um sich greifenden Corona-Pandemie und des seit Februar 2022 andauernden Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine, hat sich ein deutlicher Rückgang des Wirtschaftswachstums, sowohl bundes- als auch weltweit, eingestellt. Nach Angaben führender Wirtschaftsforschungsinstitute hat sich die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands zwar in den Jahren 2021 und 2022 gegenüber dem Krisenjahr 2020 stabilisiert, ist jedoch gesamt jeweils hinter den Erwartungen für die betreffenden Jahre zurückgeblieben. Für das Jahr 2023 hat sich keine weitere Erholung der deutschen Wirtschaft eingestellt. Entsprechend stellt das Statistische Bundesamt für das abgelaufene Jahr einen leichten Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 0,3% fest.

Ausschlaggebend für diese Entwicklung, so die Angaben führender Wirtschaftsforschungsinstitute, war die bereits 2022 einsetzende Inflationsentwicklung in Folge der vorbezeichneten Einflüsse aus den Jahren 2020 bis 2022, die trotz einer sich zuletzt leicht abschwächenden Entwicklung, bedeutende Preissteigerungen auf allen Wirtschaftsstufen mit sich geführt und ein deutlich ungünstigeres Finanzierungsumfeld in Folge eines Anstiegs des Zinsniveaus induziert hat. Dies wiederum hat auf breiter Basis zu einem nennenswerten Rückgang der Nachfrage aus dem In- und Ausland geführt. Positiv wird in diesem Kontext ein unverändert robuster Arbeitsmarkt hervorgehoben.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stellen sich mithin weiter als schwierig dar.

Vor dem Hintergrund der Eingangs erwähnten Diversifizierung besitzt die baukonjunkturelle Entwicklung im Hinblick auf unseren Tätigkeitsschwerpunkt Gebäudetechnik weiter einen bedeutenden Einfluss auf die Geschäftsentwicklung unserer Gesellschaft. Nach Angaben führender Fachverbände der Bauindustrie und des Baugewerbes verzeichnet die Branche nach 2022 auch für das Jahr 2023 einen weiteren preisbereinigten Umsatzrückgang von ca. -5,2 % (Vorjahr: - 5,1 %). Branchenbezogen wird diese Entwicklung insbesondere den deutlich gestiegenen Baukosten als auch den deutlich ungünstigeren Finanzierungsbedingungen in Folge des gestiegenen Zinsniveaus zugeschrieben.

Der vorgenannte branchenbezogene Auftrags- und Umsatzrückgang hat sich in den bautypologischen Ausprägungen differenziert vollzogen. Während die Fachverbände für den Bereich Tiefbau als auch den Bereich des Ausbaugewerbes Umsatzzuwächse verzeichnen, werden dem Bereich des Hochbaus deutliche Rückgänge im Auftrags- und Umsatzvolumen zugerechnet.

Der Bereich Wohnungsbau konnte angesichts bestehender Knappheit von Wohnraum, insbesondere in den Ballungszentren, in den zurückliegenden Jahren regelmäßig von einer stabilen Nachfrage profitieren und zur Stabilisierung der Branche beitragen. In 2023 hat sich die Nachfrage in diesem Segment rückläufig entwickelt. Kennzeichnend ist sowohl ein deutlicher Rückgang in den Bauantragstellungen als auch ein Rückgang der in 2023 fertiggestellten Wohneinheiten. Nach Branchenangaben lag die Anzahl der in 2023 fertiggestellten Wohneinheiten bei ca. 271.000 (Vorjahr: ca. 295.300 Wohneinheiten) und blieb damit, wie bereits in Jahren zuvor, deutlich hinter dem Bedarf und dem politischen formulierten Ziel, jährlich 400.000 zusätzliche Wohneinheiten zu schaffen, zurück. Für die deutsche Bauwirtschaft und das Ausbaugewerbe leitet sich hieraus grundsätzlich ein hinreichendes Auftragspotenzial ab. Diesem Entwicklungspotential stehen allerdings deutlich schwierigere Finanzierungsbedingungen und -risiken auf Seiten potenzieller Investoren gegenüber, die sich belastend auf die Nachfrage ausgewirkt haben.

Für den Bereich Wirtschaftsbau stellen die Branchenverbände im Hinblick auf die bestehenden Unsicherheiten für die künftige wirtschaftliche Entwicklung wie bereits im Vorjahr eine deutlich zurückhaltende Nachfrage und Investitionsneigung für 2023 fest. Nach Angaben von Fachverbänden beliefen sich die Orderrückgänge im Bereich Wirtschaftshochbau in 2023 auf ca. 10 %. Vom Nachfragerückgang waren, wenn auch in unterschiedlicher Ausprägung, gleichermaßen die Hochbausegmente Industrie und Gewerbe, Handel, Büro- und Verwaltungsbauten sowie Hotelbauten betroffen.

Für den Bereich des öffentlichen Baus stellen die Branchenverbände trotz einer generell angespannten Haushaltslage ein Wachstum fest. Analog zum Wohnungsbau identifiziert die Branche für diesen Bausektor generell ein vergleichsweise hohes Nachfragepotenzial in Folge eines identifizierten Investitionsstaus. Diesem stehen allerdings Budgetbeschränkungen auf kommunaler, Landes- und Bundesebene gegenüber.

Aus Sicht unseres Unternehmens, das sich auf einem regional begrenzten Markt insbesondere im Ausbaugewerbe für Wohn- und Wirtschaftsbauten bewegt, stellen sich die branchenbezogenen Rahmenbedingungen spürbar schwieriger dar. Entsprechend prognostizieren die Branchenverbände für das Jahr 2024 einen weiteren Rückgang in der baukonjunkturellen Entwicklung auf dem deutschen Markt.

Neben der Entwicklung der Baubranche besitzt die Entwicklung von Konsumverhalten und Konsumnachfrage einen ebenso bedeutenden Einfluss auf die Geschäftsentwicklung unseres Unternehmens. Dies gilt gleichermaßen für den Bereich unseres stationären Fachhandels für Audio und Videotechnik als auch hinsichtlich unseres Leistungsangebots als Systemhausanbieter im Bereich Kommunikations-, Mobilfunk- und IT-Technik.

Insgesamt hat sich die Konsumnachfrage in 2023, trotz deutlicher Preissteigerungen im Konsumgütermarkt als auch dem zu verzeichnenden deutlichen Anstieg des Zinsniveaus, als robust erwiesen.

Das nach Angaben von Fachverbänden in Folge des Einflusses Corona-Pandemie veränderte Konsumverhalten mit einer umfangreichen Abwanderung der Nachfrage zum konkurrenzstarken Onlinehandel ist weiter festzustellen.

Hinsichtlich der Nachfrageentwicklung im Bereich Kommunikations- und Mobilfunktechnik sowie IT-Technik, wird für 2023, analog zu den Vorjahren, Stabilität festgestellt. Getragen wurde diese Entwicklung, neben stetiger Neuentwicklungen, durch eine anhaltende Dynamik in der Schaffung von Digitalisierungsprozessen sowie die Etablierung eines wachsenden Anteils an Homeofficelösungen.

2. Geschäftsverlauf

Unsere Gesellschaft konnte sich in 2023, trotz der vorstehend skizzierten belastenden Einflussfaktoren, weitestgehend von der gesamtwirtschaftlichen als auch von der jeweiligen branchenspezifischen Entwicklung abkoppeln. Kennzeichnend für die Geschäftsentwicklung des Jahres 2022/2023 ist eine gegenüber dem Vorjahr insgesamt zu verzeichnende verbesserte Auftragslage sowie eine daran anknüpfende Umsatzsteigerung von 11,9 %. Die Gesamtleistung liegt 2,5 % über der des Vorjahres. Angesichts einer stabilen Wareneinsatzquote auf dem Vorjahresniveau können wir für das abgelaufene Geschäftsjahr 2022/2023 gegenüber dem Vorjahr ein um T€ 447 verbessertes Rohergebnis verzeichnen.

Getragen wurde die positive Gesamtentwicklung des abgelaufenen Geschäftsjahres von einer weiterhin starken Nachfrage im Bereich Gebäudetechnik, unter dem wir unsere dem Bauhauptgewerbe nahestehenden Leistungen Elektroinstallation, Netzwerktechnik, Sicherheitstechnik, Klimatechnik, einschließlich Installation regenerativer Energieträger, fassen. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang insbesondere die gute Geschäftsentwicklung im Bereich regenerative Energien, die sich in Folge des russischen Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine aus der aufkommenden Energiekrise und einem damit verbundenen deutlichen Anstieg der Energiekosten herausgebildet hat.

Der Bereich Kommunikationstechnik, Mobilfunk und IT, der für unser Unternehmen bereits seit Jahren einen bedeutenden Stellenwert für die Entwicklung von Umsatz und Ergebnis einnimmt, weist für das Geschäftsjahr 2022/2023 mit Realisierung eines Umsatzes auf Vorjahresniveau einen stabilen Geschäftsverlauf auf und hat damit, wie bereits in Vorjahren, entscheidend zur Ergebnisstabilisierung beigetragen.

Der Bereich Elektrohandel, der unter anderem den Bereich des Handels mit Hifi- und Audio High-End Geräten fasst, hat sich umsatzseitig weitestgehend stabil auf Vorjahresniveau bewegt. Ergebnisbezogen können wir für diesen Umsatzbereich im Vergleich zum Vorjahr eine leichte Verbesserung feststellen. Diese aus unserer Sicht positive Entwicklung schreiben wir insbesondere unserer bereits in Vorjahren getroffenen strategischen Entscheidung, den Fokus unseres Angebots auf beratungsintensive High-End Produkte im Bereich Audio- und Videotechnik zu legen, zu. Wir konnten uns insofern vom vorstehend beschriebenen Branchentrend einer weiteren Abwanderung der Konsumentennachfrage in das Segment des Onlinehandels abkoppeln.

Zur Entwicklung der Wareneinsatzquote und Kostenstruktur stellen wir Folgendes heraus:

Die Wareneinsatzquote hat sich, wie vorstehend bereits vermerkt, gesamt auf dem Vorjahresniveau bewegt. Diese Entwicklung führen wir in Teilen auf eine Stabilisierung der Preisentwicklung auf dem Beschaffungsmarkt zurück. Zudem war es uns auch in 2022/2023 möglich, wesentliche Teile der Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite am Markt weiter zu geben.

Die Kostenstruktur unseres Unternehmens hat sich, im Vergleich zum Vorjahr, weitestgehend unverändert gezeigt. Der leichte Rückgang der Personalkosten ist vorrangig dadurch, dass wir die sich am Arbeitsmarkt bildende Kostenentwicklung bereits im Vorjahr durch Anpassung des Lohn- und Gehaltsgefüge sowie durch die Leistung von Inflationsausgleichsprämien antizipiert haben. Der unverändert durch den Fachkräftemangel bestimmte Arbeitsmarkt birgt allerdings latent die Gefahr weiterer künftiger Lohn- und Gehaltsanpassungen mit entsprechender Ergebnisbelastung.

Hinsichtlich der weiteren Kostenpositionen haben sich in 2022/2023 keine gravierenden Veränderungen eingestellt. Der Anstieg der Abschreibungen ist vorrangig durch die erhöhte Investitionstätigkeit der zurückliegenden zwei Geschäftsjahre bestimmt. Der zu verzeichnende leichte Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergibt sich bei einer sonst stabilen Kostenentwicklung vorrangig aus verminderten Gewährleistungsaufwendungen.

Insgesamt können wir für das Geschäftsjahr 2022/2023 mit Realisierung eines Jahresüberschusses von T€ 1.932 (Vorjahr: T€ 1.301) einen sehr positiven, durchaus über den Erwartungen liegenden Geschäftsverlauf feststellen.

C. Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft

Die Entwicklung der Vermögens- und Kapitalstruktur unserer Gesellschaft ist stichtagsbezogen durch einen Anstieg der Bilanzsumme um 18,6 % gekennzeichnet. Ausschlaggebend hierfür ist vorrangig ein deutlicher Anstieg des Vorratsvermögens von T€ 1.742, der sich vor dem Hintergrund bestehender Lieferengpässe, insbesondere auf eine strategische Aufstockung des Waren- und Materialbestands um T€ 1.304 auf T€ 5.030 zurückführen lässt.

Aufgrund der teilweise langen Projektreichweiten unserer Aufträge im Bereich Gebäudetechnik ist die Entwicklung der Vermögens- und Kapitalstruktur sowie der Finanzlage unserer Gesellschaft im Weiteren regelmäßig durch die Entwicklung und die Relation der zu bilanzierenden auftragsbezogenen unfertigen Leistungen und der damit verbundenen erhaltenen Anzahlungen von Auftraggebern zueinander beeinflusst. Hinsichtlich des auftragsbezogenen Bestandes an unfertigen Leistungen hat sich stichtagsbezogen ein Rückgang um T€ 833 auf T€ 6.735 (Vorjahr: T€ 7.569) ergeben. Dem Rückgang der bilanzierten unfertigen Projektleistungen steht eine gleichgerichtete Veränderung der sachlich im Zusammenhang mit den unfertigen Leistungen stehenden vereinnahmten projektbezogenen Anzahlungen von Auftraggebern in Höhe von T€ 1.101 auf T€ 5.893 (Vorjahr: T€ 6.994) gegenüber. Im Hinblick auf die vorgenommene offene aktivische Absetzung erhaltener Anzahlungen von den unfertigen Leistungen hat sich aus der vorstehenden Entwicklung eine Erhöhung des Vorratsvermögens von T€ +549 ergeben. Der passivisch ausgewiesene Überhangbetrag der erhaltenen Anzahlungen hat sich dem gegenüber um T€ 281 erhöht.

Die Investitionen des Geschäftsjahres 2022/2023 beliefen sich gesamt auf T€ 1.275. Der wesentliche Teil der Investitionen entfiel, neben laufenden Reinvestitionen, auf die weitere Umstellung des Fahrzeugbestands auf E-Mobilität sowie die bedarfsorientierte Errichtung einer neuen Lagerhalle nebst PV-Anlage. Die Investitionen sind überwiegend durch Fremdkapital und in Teilen durch Zuschüsse der öffentlichen Hand finanziert worden.

Den Investitionen des Jahres 2022/2023 stehen planmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 454 (Vorjahr: T€ 351) gegenüber.

Die Erhöhung des Eigenkapitals stellt sich als Unterschiedsbetrag zwischen realisiertem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022/2023 in Höhe von T€ 1.932 und der in 2023 erfolgten Gewinnausschüttung in einem Umfang von T€ 1.000 dar. Die Eigenkapitalquote ist trotz der stichtagsbezogenen Erhöhung der Bilanzsumme leicht von vormals 24,9 % auf nunmehr 29,3 % gestiegen.

Die finanziellen Verhältnisse unserer Gesellschaft können als geordnet bezeichnet werden.

Zur Entwicklung der Finanzlage sowie die Entwicklung der Liquidität unserer Gesellschaft lässt sich ergänzend aus der nachfolgend dargestellten verkürzten Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022/2023 in Gegenüberstellung zu den Zahlen des Vorjahres entnehmen:Kapitalflussrechnung

scroll
2022/23
T€
2021/22
T€
Jahresergebnis 1.932 1.301
+ Abschreibungen + 454 + 351
= einfacher CashFlow 2.386 1.652
+ Zunahme / ./. Abnahme der Rückstellungen - 276 + 1.185
= erweiterter CashFlow 2.110 2.837
+ Mittelzuflüsse/ ./. Mittelabfluss aus lfd. Geschäftstätigkeit - 1.426 - 429
./. Auszahlungen für Investitionen - 1.275 - 570
./. Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit und Eigenmittel- verwendung - 311 - 1.014
= Liquiditätsveränderung gesamt (NettoCashFlow) - 902 + 824
+ flüssige Mittel zu Beginn des Geschäftsjahres + 1.629 + 805
= flüssige Mittel zum Ende des Geschäftsjahres + 727 + 1.629

D. Prognose der zukünftigen Entwicklung: Chancen und Risiken

1. Markt, Branche und Auftragslage

Eine Prognose für das Geschäftsjahr 2024 erweist sich vor dem Hintergrund der Folgewirkungen des anhaltenden Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine, einer Zunahme an geopolitischen Spannungen, der jüngsten Inflationsentwicklungen mit entsprechendem deutlichen Anstieg des Zinsniveaus, als auch vor dem Hintergrund eines weiterhin bestehenden branchenübergreifenden Fachkräftemangels sowohl gesamtwirtschaftlich als auch branchenbezogen, als schwierig und zudem mit erheblichen Unsicherheiten belegt.

Den jüngsten Prognosen des Sachverständigenrats für Wirtschaft zu Folge, ist für das Jahr 2024 gesamtwirtschaftlich von einem nur marginalen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) auszugehen. Positiv stimmt die Erwartung zu einer sich stabilisierenden Inflationsentwicklung.

Ausgehend von den vorstehend skizzierten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen erwarten die Fachverbände der Bauindustrie und des Bauhauptgewerbes für 2024 gesamt eine Entwicklung in Anknüpfung an das Jahr 2023. Kennzeichnend wird, so die Brancheneinschätzung, ein weiterer erwarteter Umsatzsatzrückgang auf dem Niveau des Jahres 2023 sein.

Optimistisch blickt die Baubranche auf das generell bestehende Nachfragepotential, das sich aus dem unverändert hohen Bedarf an zusätzlichem Wohnraum, insbesondere in den Ballungsgebieten sowie den Großstädten und größeren Provinzregionen Deutschlands in Folge der deutlich unter dem Bedarf und der politischen Zielsetzung, jährlich 400.000 zusätzliche Wohneinheiten zu errichten, ableiten lässt.

Im Weiteren geht der Bausektor davon aus, dass der politische Wille zur Umsetzung der Energiewende dazu geeignet ist, die Nachfrage im Bereich Sanierung von Bestandsimmobilien zu stärken. Dies schließt auch eine Umstellung der Gebäudetechnik auf erneuerbare Energieträger ein.

Ob und wann die identifizierten Nachfragepotenziale zu tatsächlichen Auftragseingängen für das Bauhauptgewerbe führen, wird u. a. von der politischen Gestaltung investiver Rahmenbedingungen abhängig sein.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich nach Einschätzungen von Branchenverbänden der Bauindustrie, angesichts ungünstiger Rahmenbedingungen, für 2024 weitere Einschnitte in der Auftrags- und Umsatzentwicklung abzeichnen, sich allerdings vor dem Hintergrund eines identifizierbaren Bedarfs im Wohnungsbau als auch im öffentlichen Hochbau ab 2025 eine Stabilisierung in der Branchenentwicklung erwarten lässt. Vor diesem Hintergrund stellen sich die markt- und auftragsbezogenen Chancen und Risiken für den Bereich Gebäudetechnik aus unserer Sicht ausgewogen dar. Die gegenwärtige Auftragslage, die uns bis in die zweite Jahreshälfte 2024 im Bereich Gebäudetechnik eine gute Auslastung gewährleistet, bestätigt unsere Einschätzungen für die Geschäftsentwicklung 2023/2024.

Neben den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stellen Konsumnachfrage sowie der stete Wandel im Konsumverhalten sowie die Fähigkeit zur Anpassung an sich ändernde Nachfrageströmungen wesentliche Einflussfaktoren für die Entwicklung unseres Unternehmens dar. Dies trifft insbesondere für den Bereich des Elektrohandels als den Bereich Kommunikations- und Mobilfunktechnik sowie IT-Lösungen zu.

Im Bereich des Elektrohandels hat sich aus einer rückwärtigen Betrachtung heraus, ähnlich wie in anderen Konsumgütersparten, eine preisdifferenzierte Konsumnachfrage eingestellt. Hier steht die preisbewusste Nachfrage nach Elektro- und Unterhaltungstechnik einer Nachfrage nach qualitativ hochwertigen und zugleich teuren Produkten, deren Vertrieb eine intensive und qualifizierte Beratung voraussetzt, gegenüber. Diese Entwicklung wird sich nach Einschätzungen der Fachverbände der Elektroindustrie verstetigen und zeigt sich in der Breite des Konsumverhalten und der Nachfrageentwicklungen für den Bereich der Unterhaltungstechnik (Audio, Hifi, Video). Wir haben diese Entwicklung bereits frühzeitig aufgegriffen und unser Leistungsangebot, das wir stetig an Entwicklungstendenzen im Markt anpassen, für den Bereich Audio- und Videotechnik darauf ausgerichtet. Die Entwicklung der zurückliegenden Jahre hat gezeigt, dass unsere strategische Entscheidung einer Fokussierung auf das obere Preissegment mit entsprechend sorgfältiger und fachlich kompetenter Beratung sowie der Gewährleistung eines After-Sale-Services für unser Unternehmen eine solide Basis geschaffen hat. Darüber hinaus gewährleistet unser Leistungsangebot, Kunden individuelle Komplettlösungen aus einer Hand anbieten zu können, eine klare Abgrenzung zum Wettbewerb, insbesondere gegenüber dem wettbewerbsstarken Online-Handel. In dem für unser Unternehmen regional zugänglichen Markt im Nordwesten besitzen wir mit unserem Angebotskonzept ein Alleinstellungsmerkmal. Die gegenwärtigen Risiken für diesen Geschäftsbereich sehen wir vordergründig in der zurückliegenden Inflationsentwicklung, die einen nennenswerten Rückgang der Konsumentennachfrage erwarten lässt. Das hieraus ableitbare generelle Gefährdungspotential sehen wir allerdings für unser Unternehmen im Hinblick auf unsere strategische Marktpositionierung als Anbieter qualitativ und preislich hochwertiger Unterhaltungstechnik weniger bedeutend, als für Produktanbieter im unteren und mittleren Preissegment.

Im Bereich Kommunikations- und Mobilfunktechnik zeichnet sich angesichts stetiger Neuentwicklungen weiterhin eine stabile Nachfrage ab. Diese, so die Erwartung, wird u. a. durch die Intensivierung von Digitalisierungsprozessen gestärkt. Ähnlich wie im vorgenannten Geschäftsbereich sind wir auch in diesem Geschäftsfeld bestrebt, uns mittels qualitativer Beratungsleistungen sowie Kundenservice vom Wettbewerb abzugrenzen. Die bereichsbezogene Konzentration auf Geschäftskunden hat bereits in der Vergangenheit zur nachhaltigen Stabilisierung von Umsatz und Ertrag geführt. Auch vor dem Hintergrund der sich aktuell ergebenen wirtschaftlichen Unsicherheiten und Unwägbarkeiten sind wir vorsichtig optimistisch, dass sich auch dieses Geschäftsfeld in 2023/2024 weitestgehend stabil entwickeln wird. Auch hier können wir mit Blick auf den gegenwärtigen Geschäftsverlauf 2023/2024 keine bedeutenden Einschnitte feststellen.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass sich die markt- und auftragsbezogenen Chancen und Risiken aus unserer Sicht gegenwärtig ausgewogen gegenüber stehen. Allerdings erkennen wir in der aktuellen Entwicklung ein hinreichendes Gefährdungspotenzial für die Gesamtwirtschaft, dass auch die Geschäftsentwicklung unseres Unternehmens belasten könnte. Vor dem Hintergrund der aufgezeigten Chancen sowie einer gegenwärtig guten Auftragslage im Bereich Gebäudetechnik, zeigt sich für das Geschäftsjahr 2023/2024 eine stabile Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Perspektivisch ergeben sich unserer Einschätzung nach aus den weiterhin bestehenden Unwägbarkeiten in der Energiepreisentwicklung sowie dem politischen Willen zur Abkehr von fossilen Energieträgern zu Gunsten erneuerbaren Energiequellen im Bereich Gebäudetechnik hinreichend Nachfrage- und Entwicklungspotentiale, aus den wir unsere Erwartung für eine ebenfalls stabile Umsatz- und Ergebnisentwicklung 2024/2025 ableiten. Wir erkennen allerdings gleichermaßen an, dass die gegenwärtige Entwicklung in den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im hohen Maße Risiken für weitgehende Beeinträchtigungen in der Unternehmensentwicklung in 2024/2025 birgt.

2. Wettbewerb

Hinsichtlich bestehender Wettbewerbsrisiken, die sich aus der regionalen Verortung und Konzentration auf nur einen Standort ergeben, können wir Folgendes ausführen:

Wie bereits vorstehend angeführt, haben wir uns in den zurückliegenden Jahren als ein hinreichend diversifiziertes Unternehmen mit dem Angebot für gesamtheitliche individuelle Lösungen hinsichtlich Qualität, Service und Beratung auf dem für uns zugänglichen Markt im Nordwesten etabliert und haben insofern ein gewisses Alleinstellungsmerkmal mit entsprechender Abgrenzung zu konkurrierenden Marktteilnehmern erzielt. Die Markteintrittsbarrieren für potentielle Wettbewerber können als vergleichsweise hoch angesehen werden. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf unser Leistungsangebot im qualitativ und preislich höherwertigem Segment des Elektrohandels und des Handels mit Unterhaltungselektronik, der einen überdurchschnittlichen Anspruch an Beratungskompetenz und Service voraussetzt. Dieser Aspekt schafft insbesondere eine klare Wettbewerbsabgrenzung zum Wachstumsmarkt Elektro-Online-Handel, der diesen Anforderungen nicht gerecht wird.

Weiterhin sehen wir Wettbewerbsvorteile aus der bestehenden Diversifizierung unseres Unternehmens. Wir erachten uns hinreichend gut aufgestellt, um den Anforderungen, die sich aus Trendthemen der Branche, wie ganzheitliche Gebäudevernetzung, für den Bereich Kommunikation, Energie und Sicherheitstechnik ergeben, gerecht zu werden.

Die Aufrechterhaltung unseres Leistungsniveaus gewährleisten wir unter anderem durch intensive Fortbildungen unserer Mitarbeiter, die Nutzung eines implementierten Qualitätsmanagements sowie die laufende Optimierung von Arbeits- und Ablaufprozessen.

Wir werden auch in den kommenden Jahren unsere erfolgreiche Nischenstrategie, d. h. die Konzentration auf Qualität, Innovation und Service weiterverfolgen, dies insbesondere vor dem Hintergrund einer notwendigen Abgrenzung gegenüber Wettbewerbern am regionalen Markt sowie eine Abgrenzung zum Online-Handel zu gewährleisten.

3. Personal

Der Fachkräftemangel ist branchenübergreifend weiterhin allgegenwärtig. Dies spiegelt sich entsprechend auch in der Entwicklung des Gehaltsniveaus und der Personalkostenentwicklung der zurückliegenden Jahre wider. Die Bereitschaft von Mitarbeitern, die berufliche Position durch einen Arbeitgeberwechsel aufzuwerten, ist weiterhin latent. Insofern werden wir diesen Aspekt nicht aus den Augen verlieren und unseren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen gegenüber weiterhin durch das Angebot zur qualifizierten Aus- und Weiterbildung sowie der Bereitstellung eines modernen Arbeitsplatzes als attraktiver Arbeitgeber auftreten. Zudem stehen wir in Kooperation mit Partnerunternehmen, die hinsichtlich des Ausbildungsstands ein vergleichbares Ausbildungsniveau und vergleichbare Qualitätsansprüche verfolgen und als kompetente Subunternehmer in Auftragsabwicklungen einbezogen werden können.

Neben dem Risiko einer kostenintensiven Personalfluktuation, birgt die Inflationsentwicklung ein weiteres Kostenrisiko, das sich durchaus nachhaltig ergebnisbelastend für unser Unternehmen entwickeln kann.

4. Finanzierung

Vor dem Hintergrund geordneter finanzieller Verhältnisse sowie stabilen Beziehungen zu unseren Finanzierungspartnern, ergeben sich aus heutiger Sicht keine bedeutenden Finanzierungsrisiken. Unser Unternehmen befand sich im Geschäftsjahr 2022/2023 jederzeit in der Lage, den bestehenden finanziellen Verpflichtungen nach zu kommen. Dies gewährleisten wir unter anderem durch die Vornahme fortlaufender Ertrags- und Liquiditätsplanungen.

5. Gesamteinschätzung

Eine Prognose für die künftige Geschäftsentwicklung erweist sich vor dem Hintergrund der belastenden Rahmenbedingungen als schwierig und ist weiterhin mit deutlichen Unwägbarkeiten und Unsicherheiten verbunden.

Vor dem Hintergrund der derzeitigen Auftragslage und Auftragsstruktur sowie einer stabilen Geschäftsentwicklung in 2023/2024, zeichnen sich aktuell keine Einschnitte in die Geschäftsentwicklung unserer Gesellschaft ab. Insofern besteht unserer Einschätzung nach ein hinreichender zeitlicher Handlungsspielraum, um uns an einen denkbaren Auftrags- und Umsatzrückgang strukturell anzupassen.

 

Westerstede, den 19. Februar 2025

Detlef Coldewey GmbH
Westerstede

gez. Holger Bölts, Geschäftsführer

gez. Arno Logemann, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

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30.9.2023
EUR
30.9.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.677.549,00 856.657,31
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 24.914,00 33.099,00
II. Sachanlagen 1.639.635,00 810.558,31
III. Finanzanlagen 13.000,00 13.000,00
B. Umlaufvermögen 9.550.282,70 8.619.543,69
I. Vorräte 7.191.748,25 5.450.967,52
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.631.598,91 1.540.012,10
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 726.935,54 1.628.564,07
C. Rechnungsabgrenzungsposten 25.825,55 13.276,83
Bilanzsumme, Summe Aktiva 11.253.657,25 9.489.477,83

Passiva

30.9.2023
EUR
30.9.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.296.227,94 2.363.710,62
I. gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
II. Kapitalrücklage 300.000,00 300.000,00
III. Gewinnrücklagen 300.000,00 300.000,00
IV. Gewinnvortrag 513.710,62 212.558,42
V. Jahresüberschuss 1.932.517,32 1.301.152,20
B. Rückstellungen 2.705.791,89 2.982.366,00
C. Verbindlichkeiten 5.251.637,42 4.143.401,21
Bilanzsumme, Summe Passiva 11.253.657,25 9.489.477,83

Gewinn- und Verlustrechnung

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1.10.2022 - 30.9.2023
EUR
1.10.2021 - 30.9.2022
EUR
1. Rohergebnis 13.663.750,02 13.199.861,00
2. Personalaufwand 8.349.067,31 8.709.933,23
a) Löhne und Gehälter 6.705.349,95 7.010.382,95
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.643.717,36 1.699.550,28
3. Abschreibungen 454.253,93 350.526,43
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 454.253,93 350.526,43
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.102.937,59 2.267.654,15
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.099,54 1.080,14
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 63.963,81 39.687,80
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 749.915,48 517.702,00
8. Ergebnis nach Steuern 1.946.711,44 1.315.437,53
9. sonstige Steuern 14.194,12 14.285,33
Jahresüberschuss 1.932.517,32 1.301.152,20

Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023

der Detlef Coldewey GmbH, Westerstede

A. Allgemeine Hinweise

Die Gesellschaft mit Sitz in Westerstede, eingetragen beim Amtsgericht Oldenburg unter HRB 120235, ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 ist gemäß den allgemeinen Vorschriften der §§ 242 ff. HGB, den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie unter Berücksichtigung des Gesellschaftsvertrags erstellt worden. Die größenabhängigen Erleichterungen bei der Aufstellung des Anhangs wurden teilweise in Anspruch genommen.

Die Gesellschaft hat ihre Bilanz nach dem Gliederungsschema des § 266 HGB aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung entspricht dem Gesamtkostenverfahren des § 275 Abs. 2 HGB.

Soweit gemäß den Vorschriften des § 268 HGB Angaben wahlweise in der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang dargestellt werden können, sind diese Angaben im Wesentlichen im Anhang angeführt.

B. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibung bewertet. Die Abschreibungen werden unter Berücksichtigung betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauer von 3 Jahren linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden auf der Grundlage betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauern von 10 bis 20 Jahren für Bauten auf fremden Grundstücken und 3-20 Jahren für technische Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung linear vorgenommen.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird diesem Umstand durch außerplanmäßige Abschreibung oder Wertberichtigung Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen. Im Geschäftsjahr sind weder außerplanmäßige Abschreibungen noch Wertaufholungen vorgenommen worden.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren bilanziert. Soweit die Bewertung zu einem niedrigeren beizulegenden Wert geboten ist, wird diesem Umstand durch die Vornahme entsprechender Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten unter Einbeziehung auftrags- und projektbezogener interner und externer Leistungen bilanziert. Neben den direkt zurechenbaren projektbezogenen Einzelkosten erfolgt zur Ermittlung der Herstellungskosten auch eine anteilige Einbeziehung von Gemeinkosten, einschließlich anteiliger Verwaltungskosten. Fremdkapitalzinsen werden bei der Ermittlung der Herstellungskosten nicht mit einbezogen.

Die im Zusammenhang mit den unfertigen Leistungen stehenden erhaltenen Anzahlungen werden in Ausübung des bestehenden Wahlrechts aktivisch von den unfertigen Leistungen offen abgesetzt. Die Bilanzierung erfolgt mit ihren Nennbeträgen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit ihrem Nennwert bilanziert. Zur Berücksichtigung erkennbarer Einzelrisiken werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Dem bestehenden allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert.

Die Pensionsverpflichtungen werden mit ihrem Erfüllungsbetrag nach den Anwartschaftbarwertverfahren ermittelt und bilanziert. Der Bilanzierung liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten zugrunde.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, sie sind mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Enthaltene Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst worden.

C. Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten

I. Posten der Bilanz

1. Einzelposten des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres für die Einzelposten des Anlagevermögens ergeben sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel:

2. unfertige Leistungen

Die erhaltenen Anzahlungen für unfertige bereits erbrachte Leistungen werden in Ausübung des bestehenden Wahlrechts aktivisch offen von den unfertigen Leistungen abgesetzt soweit die erhaltenen Anzahlungen die bilanzierten Herstellungskosten der unfertigen Leistungen im Einzelnen nicht übersteigen. Ein etwaiger Überhangsbetrag wird auf der Passivseite unter dem entsprechenden Posten ausgewiesen.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen sowie sonstige Vermögensgegenstände besitzen gesamt eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

4. Pensionsrückstellungen

Die Pensionsverpflichtung ist nach dem Anwartschaftbarwertverfahren ermittelt worden. Sie wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die Rückstellung für Pensionen wurde mit einem Rechnungszins von 1,81 % (Vorjahr: 1,76 %) unter Berücksichtigung der Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G" bewertet. Der Zinsänderungseffekt beläuft sich auf € -4.961,00.

Bei der Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde eine Rententrendentwicklung von 2 % berücksichtigt.

Die Übergangsregelung des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurde hinsichtlich des sich nach dem BilMoG zum 01.10.2010 ergebenden Bewertungsanpassungsbetrags in Anspruch genommen. Der sich zum Bilanzstichtag ergebende und in den kommenden Jahren ratierlich aufzulösende Abgrenzungsbetrag beläuft sich auf € 28.373,00 (Vorjahr: 42.562,00).

Der Unterschiedsbetrag, der sich gemäß § 253 Abs. 6 i.V.m. Abs. 2 HGB aus der Berücksichtigung eines durchschnittlichen Marktzinses von zehn und zuvor sieben Jahren ergibt, beträgt zum Stichtag € 15.023,00 (Vorjahr: € 42.179,00).

5. Verbindlichkeiten

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Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr
zwischen einem und fünf Jahren
von mehr als fünf Jahren
gesamt
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 162.843,47 756.641,67 222.222,20 1.141.707,34
(Vorjahr) (151.184,28) (61.335,65) (240.000,00) (452.519,93)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 610.000,00 0,00 0,00 610.000,00
(Vorjahr) (0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
übrige Verbindlichkeiten 3.499.930,08 0,00 0,00 3.499.930,08
(Vorjahr) (3.690.881,28) (0,00) (0,00) (3.690.881,28)
4.272.773,55 756.641,67 222.222,20 5.251.637,42
(Vorjahr) (3.842.065,56) (61.335,65) (240.000,00) (4.143.401,21)
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten Verbindlichkeiten:
- aus Steuern: € 342.496,99 (Vorjahr: € 394.324,36)
- im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 1.137,98 (Vorjahr: € 0,00)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von € 1.141.172,83 (Vorjahr: € 452.519,93) sind durch folgende Pfandrechte gesichert:

- Grundschuldbestellungen seitens der Gesellschafterin Coldewey Holding GmbH zu Gunsten der Gesellschaft

- Sicherungsübereignung des Warenbestands

- Forderungsabtretung sämtlicher Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

- Sicherungsübereignung von Finanzierungsobjekten

6. Haftungsverhältnisse

Aus gewährten Avalkrediten bestehen Haftungsverpflichtungen in Höhe von € 896.838,75 (Vorjahr: € 840.341,74). Die Avalkredite beziehen sich auf Erfüllungs- und Gewährleistungsbürgschaften. Eine Passivierung von Verpflichtungen ist nicht erfolgt, da eine Inanspruchnahme höchst unwahrscheinlich ist. Die Gesellschaft wird aufgrund der bestehenden wirtschaftlichen Verhältnisse ihren Verpflichtungen mit höchster Wahrscheinlichkeit nachkommen können. Für bekannte Gewährleistungsrisiken sind bilanziell entsprechende Rückstellungen gebildet worden.

II. Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Erträge aus der Währungsumrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 32.178,15 (Vorjahr:€ 34.495,55)

2. Aufwendungen für Altersversorgung

Im Gesamtbetrag der Aufwendungen sind enthalten Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung in Höhe von € 79.899,39 (Vorjahr: € 112.300,22).

3. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 36.824,17 (Vorjahr: 43.049,81).

4. Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB

Die umstellungsbedingte Zuführung für die Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen beträgt € 14.189,00 (Vorjahr: € 14.189,00).

5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten einen Zinsanteil aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen in Höhe von € 14.219,00 (Vorjahr: € 16.282,00)

D. Sonstige Pflichtangaben

I. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB

Aus dem bestehenden Pachtvertrag für die betrieblich genutzte Immobilie ergeben sich jährliche Zahlungsverpflichtungen in Höhe von T€ 561 (Vorjahr: T€ 543). Die Pachtverpflichtung besteht gegenüber der alleinigen Gesellschafterin der Detlef Coldewey Holding GmbH.

Aus sonstigen mehrjährigen Miet-, Leasing- und Pachtverträgen bestanden im Berichtsjahr finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 190 (Vorjahr: T€ 243).

Es kann in diesem Zusammenhang davon ausgegangen werden, dass nach Ablauf der bestehenden Verträge erneut vergleichbare Miet-, Leasing und Pachtverträge abgeschlossen werden. Insofern sind vorstehend nicht die Gesamtverpflichtungen für die Restlaufzeit der bestehenden Verträge angegeben, sondern die zur Zeit bestehenden jährlichen Verpflichtungen.

II. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Im Durchschnitt des Geschäftsjahres waren folgende Mitarbeiter beschäftigt:

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2023
Angestellte 79
gewerbliche Arbeitnehmer 77
Zwischensumme 156
Aushilfen 8
Gesamt 164

III. Organe der Gesellschaft und Gesamtbezüge

Als einzelvertretungsberechtigte hauptberufliche Geschäftsführer sind Herr Holger Bölts, Westerstede und Herr Arno Logemann, Westerstede, bestellt.

Die Geschäftsführer sind gesamt von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Sie sind gemeinschaftlich für alle Geschäftsbereiche zuständig.

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführungsmitglieder werden unter Hinweis auf die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 i.V.m. § 285 Nr. 9 HGB nicht dargestellt.

IV. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022/2023 in Höhe von € 1.932.517,32 nach der Berücksichtigung der mit Gesellschafterversammlung vom 13. September 2024 beschlossenen Vorabgewinnausschüttung in Höhe von € 1.001.312,38 auf neue Rechnung vorzutragen.

V. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach den Bilanzstichtag

Es haben sich keine berichtenswerten Ereignisse ergeben.

 

Westerstede, 19. Februar 2025

Detlef Coldewey GmbH
Westerstede

gez. Holger Bölts, Geschäftsführer

gez. Arno Logemann, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Anlagespiegel

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
Vortrag 1.1.2023
Zugänge
Umbuchung
Abgänge
Stand 30.09.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 207.321,31 26.094,10 0,00 39.877,64 193.537,77
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 9.577,64 0,00 705.437,01 1.643,83 713.370,82
2. technische Anlagen und Maschinen 134.261,05 0,00 0,00 0,00 134.261,05
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.522.703,65 674.304,82 0,00 105.236,21 2.091.772,26
4. geleistete Anzahlungen und Anlage im Bau 130.600,31 574.836,70 -705.437,01 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 1.797.142,65 1.249.141,52 0,00 106.880,04 2.939.404,13
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 13.000,00 0,00 0,00 0,00 13.000,00
Summe Finanzanlagen 13.000,00 0,00 0,00 0,00 13.000,00
Summe Anlagevermögen 2.017.463,96 1.275.235,62 0,00 146.757,68 3.145.941,90
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Abschreibungen
Vortrag 01.01.2023
Geschäftsjahr
Umbuchungen
Abgänge
Stand 30.09.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 174.222,31 34.271,10 0,00 39.869,64 168.623,77
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 6.832,64 6.646,01 0,00 1.619,83 11.858,82
2. technische Anlagen und Maschinen 134.259,05 0,00 0,00 0,00 134.259,05
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 845.492,65 413.336,82 0,00 105.178,21 1.153.651,26
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 986.584,34 419.982,83 0,00 106.798,04 1.299.769,13
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 1.160.806,65 454.253,93 0,00 146.667,68 1.468.392,90
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Buchwert 30.09.2023
Buchwert 30.09.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 24.914,00 33.099,00
II. Sachanlagen
1. Bauten uf fremden Grundstücken 701.512,00 2.745,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2,00 2,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 938.121,00 677.211,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 130.600,31
Summe Sachanlagen 1.639.635,00 810.558,31
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 13.000,00 13.000,00
Summe Finanzanlagen 13.000,00 13.000,00
Summe Anlagevermögen 1.677.549,00 856.657,31

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 20.02.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Detlef Coldewey GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Detlef Coldewey GmbH, Westerstede, - bestehend aus Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023.

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolosen Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Oldenburg, 19. Februar 2025

COMMERZIAL TREUHAND
Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Dipl.-Kfm. Timo Cybucki, Wirtschaftsprüfer

gez. Dipl.-Kfm. Matthias Eggers, Wirtschaftsprüfer

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