Zechbauer Immo-Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Emmanuel Huet seit 13.11.2025 | Geschäftsführer |
Gianluca Andriani seit 1.10.2025 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
PRADA S.p.A. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PRADA Germany GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Wirtschaftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023A. Rückblick auf die Geschäftsentwicklung Die Modebranche hat in den letzten Jahren ihre Resilienz unter Beweis gestellt und im Jahr 2022 mehr als doppelt so hohe wirtschaftliche Gewinne erzielt wie in allen Jahren zwischen 2010 und 2020, mit einer Ausnahme. Im Jahre 2023 stand die Branche vor anhaltenden und sich verschärfenden Herausforderungen. Obwohl sich für den Luxussektor in der ersten Hälfte des Jahres 2023 ein positiveres Bild ergab als für den Rest des Marktes, war bei der Kauflust der Verbraucher für Mode in der zweiten Jahreshälfte auf breiter Front eine Abnahme zu verzeichnen, was zu einer Verlangsamung des Umsatzes und einer uneinheitlichen Entwicklung führte. Selbst der Luxussektor begann nach einer langen Wachstumsphase, von der die gesamte Branche profitierte, die Krise zu spüren. Mit Blick auf das Jahr 2024 rechnen die führenden Modeunternehmen mit weiterem Gegenwind und sind unsicher, was die Aussichten für das kommende Jahr angeht. Tatsächlich handelt es sich bei dem am häufigsten verwendeten Begriff um das Wort "Unsicherheit". Das Verbrauchervertrauen wird weiterhin fragil bleiben, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen in den wichtigsten Märkten der Welt. Insgesamt wird für die Modeindustrie für das Jahr 2024 ein jährliches Umsatzwachstum im Einzelhandel zwischen 2 und 4 Prozent prognostiziert. Im Jahr 2024 wird die Branche voraussichtlich die Auswirkungen der Nachfrageschwankungen der letzten Jahre zu spüren bekommen. In solchen Zeiten kommt es in den Versorgungsketten zu einem "Bullwhip-Effekt", bei dem geringe Absatzschwankungen hohe Volatilitäten verursachen, die zu einer Unterauslastung der Fabriken und zu verzögerten Infrastrukturinvestitionen führen. Um diese Herausforderungen zu meistern, sollten Modemarken in Erwägung ziehen, in die Entwicklung transparenterer und kooperativerer Beziehungen zu ihren Lieferanten zu investieren. In der Zwischenzeit könnten die Lieferketten der Modeindustrie aufgrund neuer Vorschriften an mehreren Fronten einer genaueren Prüfung unterzogen werden. Dazu gehören auch die neuen Vorschriften über Nachhaltigkeit in der Europäischen Union, die Marken und Hersteller dazu verpflichten, ihre Initiativen zur Verringerung von Treibhausgasemissionen und Abfall zu verdoppeln und gleichzeitig Geschäftsmodelle zu entwickeln, die natürliche Ressourcen schützen und erhalten. Da die Verbraucher im kommenden Jahr mit neuer Begeisterung reisen werden, müssen Modeunternehmen möglicherweise ihren Umgang mit Verbrauchern, die im Ausland einkaufen, umgestalten. Zum ersten Mal seit der Covid-19-Pandemie wird für das Jahr 2024 ein höheres Reiseaufkommen als im Jahre 2019 prognostiziert. Neben der Rückkehr zur Reiselust ist auch eine Verlagerung dahingehend zu verzeichnen, mehr Zeit im Freien zu verbringen, was die Nachfrage nach Outdoor-Bekleidung im Jahr 2024 ankurbeln und die Grenzen zwischen Funktionalität und Stil weiter verwischen wird. (McKinsey State of Fashion 2024) B. Darstellung des Geschäftsverlaufs Die PRADA Germany GmbH vertreibt exklusive Lederwaren, Handtaschen, Schuhe, Bekleidung, Accessoires und Schmuck der Marken PRADA und Miu Miu, die in Deutschland hauptsächlich über ihre eigenen Geschäfte (Stores) (15 Stores, Stand am 31. Dezember 2023) und die E-Commerce-Kanäle der Prada-Gruppe verkauft werden. Das Unternehmen verkauft in seinen Outlets in Metzingen und Ingolstadt auch Schuhe der Marken Church's und Car Shoe. Das Jahr 2023 war durch herausfordernde makroökonomische Bedingungen infolge der Fortsetzung des Krieges in der Ukraine und im Mittleren Osten sowie Zinserhöhungen gekennzeichnet. Der Luxusgütersektor, gestärkt durch starke regionale Nachfrage sowie eine gewisse Erholung der weltweiten Tourismusströme, zeigte sich jedoch widerstandsfähig und bot Wachstumsmöglichkeiten. Die Marken Prada and MiuMiu führen beide das Lyst-Ranking im Zeitraum 2023 an; bei Lyst handelt es sich um ein Datenanalyse-Tool, das vierteljährlich die Kaufgewohnheiten von mehr als 200 Millionen Verbrauchern weltweit untersucht und eine Momentaufnahme der beliebtesten Marken und Produkte liefert. Laut Lyst hat die Marke Prada ihren Bekanntheitsgrad mit der Eröffnung der öffentlichen Ausstellung Pradasphere II in Schanghai und der Zusammenarbeit mit Axiom Space bei den Mond-Raumanzügen der NASA gestärkt; beide Marken haben eine Weihnachtskampagne mit Prominenten und Influencern veröffentlicht. Ab Oktober 2022 präsentierte Prada Eternal Gold, die erste nachhaltige Schmuckkollektion aus 100 % zertifiziertem, recyceltem Gold, die ihren Umsatz im Vergleich zu 2022 um gerade 39 % steigern konnte. Dies bindet nachhaltige Praktiken ein, die sich in jedem Aspekt der Geschäftstätigkeit der Gruppe widerspiegeln. Im Jahr 2023 waren mehrere erfolgreiche Markteinführungen in den Bereichen Lederwaren und Schuhe sowie eine starke Performance im Bereich Ready-to-Wear zu verzeichnen, was die Positionierung der Marke als Trendsetter festigte. Auch die viralen Kooperationen mit New Balance und MiuMiu erweiterten die Reichweite auf eine breitere Community und spiegelten die dynamische Identität der Marke wider. Das Kundenerlebnis liegt auch weiterhin im Mittelpunkt der Einführung von "Client Journey", einem weltweiten Projekt zur Stärkung der Kundenzentrierung durch die Optik von Einfühlungsvermögen, Wärme, Leidenschaft und Energie. Das Unternehmen investierte in Kunden mit maßgeschneiderten und ansprechenden Initiativen, um die Loyalität und den Lifetime Value über den Store hinaus zu maximieren. Um eine engere Verbindung zu jungen Menschen herzustellen und das Thema Recycling zu unterstützen, hat Prada in diesem Jahr mit NEWU zusammengearbeitet und kleine Stände eröffnet, an denen Blumen an Passanten verteilt wurden. Die Marke arbeitete mit Snapchat zusammen, um ein AR-Tool zu entwickeln, mit dem die Menschen Produkte auf interaktivere Weise ausprobieren können. Im digitalen Bereich konzentrierten sich die Bemühungen auf ein mehrjähriges Transformationsprogramm zur Verbesserung der gesamten technologischen Infrastruktur, um die betriebliche Effizienz und das Umsatzwachstum zu unterstützen. Das Programm beinhaltet Initiativen, die Omnichannel- Funktionen, den Produktlebenszyklus, Finanz- und Einzelhandels-ERP, Reporting und die Integration von Planungsprozessen umfassen. Infolgedessen stiegen die E-Commerce-Umsätze für die Gesellschaft im Jahr 2023 um 4 % im Vergleich zu 2022 und machten etwa 14 % des gesamten Einzelhandelsumsatzes aus. Insgesamt stiegen die Umsatzerlöse im Jahr 2023 um 1,5% im Vergleich zum Vorjahr auf 101.400 TEUR. Die Prognose einer Umsatzsteigerung von 15 % konnte aufgrund eines Umsatzrückgangs bei Kunden (-5 % im Vergleich zum Vorjahr) und beim Verkauf von Handtaschen (-14 % im Jahresvergleich) nicht erreicht werden. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 beträgt 851 TEUR. Für das Jahr 2023 wurde ein Jahresüberschuss von ca. 1.800 TEUR prognostiziert, der aufgrund eines geringeren Nettoumsatzes als im Budget angesetzt, nicht erreicht wurde. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 19,25 %. Die Prognose von 20,6% konnte damit nahezu erreicht werden. C. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Finanzielle Leistungsindikatoren sind Umsatzerlöse, Jahresergebnis und Eigenkapitalquote. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind Kundenzufriedenheit und Mitarbeiterfluktuation. Kundenzufriedenheit Die Kundenzufriedenheit wird durch den Net Promoter Score (NPS) gemessen. Der Net Promoter Score (NPS) misst die Loyalität des Kundenstamms einer Marke mit einer Punktzahl von -100 bis +100, die sich aus den Antworten der Kunden auf die Frage "Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie diese Marke einem Freund oder Kollegen empfehlen?" ergibt. Der Kundenstamm gliedert sich wie folgt:
NPS = Promoter % - Detractor % Das Unternehmen misst diesen Index für die Marken Prada und MiuMiu. Im Folgenden ist die Entwicklung vom letzten Jahr bis zum aktuellen Stand und die erwartete Entwicklung für das nächste Jahr zu sehen:
Mitarbeiter Nettofluktuation Die Mitarbeiter Nettofluktuation stellt die prozentuale Veränderung der Zahl der Beschäftigten im Vergleich zur durchschnittlichen jährlichen Zahl dar. Sie wird als Verhältnis zwischen der Differenz zwischen der Zahl der eingestellten und ausgetretenen Beschäftigten und der durchschnittlichen jährlichen Zahl der Beschäftigten zu einem bestimmten Zeitpunkt berechnet. Im Folgenden die Entwicklung des Verhältnisses in den letzten vier Jahren:
Für 2024 wird erwartet, dass die Mitarbeiter Nettofluktuation mit schätzungsweise 13,76 % wieder positiv sein wird. D. Darstellung der Finanzlage des Unternehmens Vermögens- und Finanzlage Das Anlagevermögen macht 18,71 % (Vorjahr: 19,11 %) der Bilanzsumme aus, die einen Gesamtwert von 66.405 TEUR (Vorjahr: 64.754 TEUR) hat. Der Buchwert der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens abzüglich der Abschreibungen betrug zum Ende des Geschäftsjahres 12.424 TEUR (Vorjahr: 12.374 TEUR). Die Zugänge zum Anlagevermögen (3.618 TEUR) sind im Wesentlichen auf die Investitionen für den Umzug der Miu Miu-Konzession im KaDeWe Berlin (1.069 TEUR), die im Mai 2023 fertiggestellt wurde, und das Restyling der Konzession Prada Kadewe Shoes in Berlin für 1.212 TEUR, zurückzuführen. Andere geringfügig kapitalisierte Investitionen beziehen sich auf den Ersatz von Mobiliar und Einrichtungsgegenständen in mehreren Stores. Die Strategie bezüglich der MiuMiu-Standorte änderte sich im Laufe des Jahres: der Mietvertrag der Boutique in Düsseldorf wurde nicht verlängert und das Unternehmen verließ die Räumlichkeiten Ende September; außerdem rationalisierte das Unternehmen die Präsenz der Marke in den Kaufhäusern des KaDeWe, um das Kundenerlebnis durch die Möglichkeit, alle Accessoires für den Look an einem einzigen Ort zu finden, zu verbessern. In diesem Zusammenhang wurden sowohl das MiuMiu KaDeWe Shoes in Berlin als auch die MiuMiu RTW in München zugunsten der Hauptstandorte, an denen Lederwaren verkauft werden, geschlossen. Diese Änderungen führten zu Verlusten aus der Ausmusterung von Anlagevermögen in Höhe von 233 TEUR. Der Lagerbestand wuchs zum Jahresende 2023 auf 32.547 TEUR (Vorjahr: 31.909 TEUR): das Wachstum steht im Einklang mit der weiterhin erwarteten hohen Nachfrage. Da das Vertragsverhältnis, auf dem das Rückgabe- und Erstattungsrecht beruht, unverändert bleibt, kann nach Saisonende der Restbestand (out of collection) zum ursprünglichen Kaufpreis an die Muttergesellschaft zurückgegeben werden. Die Rückgaben an die Muttergesellschaft beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf 20.179 TEUR (2021: 11.747 TEUR). Die Retouren Steigerung, insbesondere durch den E-Commerce, machte es auch erforderlich, die Risikobewertung der Lagerbestände zu erneut zu prüfen: es wurden im aktuellen Jahr entsprechende Wertberichtigungen auf den verbleibenden Bestand in Höhe von 55 TEUR vorgenommen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen 14.642 TEUR (Vorjahr: 14.136 TEUR). Diese Entwicklung steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Erhöhung der Verrechnungspreisanpassung (8.216 TEUR im Jahr 2023 und 4.006 TEUR im Jahr 2022), während das Cash-Pooling-Konto im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen ist (412 TEUR im Jahr 2023 und 6.074 TEUR im Jahr 2022). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 1.639 TEUR (Vorjahr: 3.468 TEUR). Der Rückgang ist auf die Bildung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 1.900 TEUR in Zusammenhang mit der Situation der KaDeWe Gruppe zurückzuführen. Am 29. Januar 2024 meldete das KaDeWe Einkaufszentrum beim Amtsgericht Charlottenburg formell Insolvenz an und offenbarte damit die finanziellen Schwierigkeiten des Unternehmens und auch der österreichischen Muttergesellschaft Signa, die im November 2023 Konkurs angemeldet hatte. Da der Ausgang des Verfahrens schwer vorherzusagen ist, hat das Unternehmen zum 31. Dezember 2023 Wertberichtigungen auf einen Betrag von 2.071 TEUR an Forderungen und 1.644 TEUR an auszustellenden Rechnungen gebildet. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Steuerforderungen aus Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer aus Vorauszahlungen in Höhe von 1.812 TEUR (Vorjahr: 846 TEUR). Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 19,25 % (Vorjahr: 18,43 %). Die Eigenkapitalrentabilität stieg von -0,43 % im Vorjahr auf 6,65 % in 2023 an. Die Steuerrückstellungen in Höhe von 3.386 TEUR (Vorjahr: 2.478 TEUR) betreffen 2023 die aus der Betriebsprüfung für die Jahre 2012 - 2015 resultierende Quellensteuer in Höhe von 527 TEUR auf die Dividendenausschüttung an die Muttergesellschaft und die Steuerrückstellung für die Jahre 2023, 2022 und 2021 von 2.858 TEUR (Vorjahr: 1.950 TEUR). Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 11.355 TEUR (Vorjahr: 10.646 TEUR) betreffen im Wesentlichen noch zu erhaltende Rechnungen der kontrollierenden Muttergesellschaft (4.269 TEUR) sowie abgegrenzte Mieten (1.491 TEUR). Diese beinhalten auch eine Rückstellung in Höhe von 217 TEUR für die Geschäftsjahre 2019-2021 für die Körperschaftssteuern, die in Bezug auf die Verrechnungspreisanpassungen zu bezahlen sind, die sich aus der Umsetzung des fünfjährigen bilateralen Vorabverständigungsabkommens (Bilateral Advance Pricing Agreement, BAPA) ergeben, das - am Ende des Geschäftsjahres 2022 - zwischen den zuständigen italienischen und deutschen Behörden unterzeichnet wurde. Die Rückstellung im Jahr 2022 belief sich auf 1.314 TEUR. Die Rückstellung in Höhe von 330 TEUR für das im Rahmen der laufenden Betriebsprüfung für die Geschäftsjahre 2016-2018 identifizierte Steuerrisiko wurde in Höhe von 228 TEUR verbraucht und die restliche Rückstellung in Höhe von 70 TEUR aufgelöst. Im Jahr 2023 bildete das Unternehmen eine Rückstellung in Höhe von 834 TEUR für Abgangskosten in 2024, in Zusammenhang mit Vereinbarungen, die mit einigen Mitarbeitern und dem Geschäftsführer gegen Ende des Jahres unterzeichnet wurden, die entweder im Laufe des Jahres ersetzt wurden oder mit der Schließung der Filiale in Ingolstadt zusammenhängen. Die noch zu erhaltenden Rechnungen für Anlagen im Bau betreffen hauptsächlich das Metzingen relamping Projekt und einige andere Engineering Projekte der Muttergesellschaft und betragen zum Jahresende 1.034 TEUR (Vorjahr: 309 TEUR). Die Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen gegenüber verbundenen Unternehmen, resultierend aus dem Transfer von Waren, Dienstleistungen und Darlehen. Darin enthalten sind auch zwei von der Muttergesellschaft gewährte Darlehen in Höhe von 20.000.000 EUR und 7.300.000 EUR. Finanzierung Im Geschäftsjahr 2023 wurden alle Investitionen aus dem laufenden Cashflow unter Verwendung von Bankguthaben finanziert. In diesem Geschäftsjahr wurde von dem Unternehmen kein neues Konzerndarlehen aufgenommen. Das bestehende Darlehen in Höhe von 20.000.000 EUR wurde bis zum 27. Januar 2025 verlängert, während das bestehende Darlehen in Höhe von 7.300.000 EUR zunächst bis zum 27. Januar 2024 verlängert und dann um ein weiteres sechs Monate lang verlängert wurde. Es war zudem nicht erforderlich, Darlehen außerhalb der PRADA-Gruppe aufzunehmen. Ertragslage Die Gesamterlöse für das Geschäftsjahr 2023 belaufen sich auf 101.400 TEUR (Vorjahr: 99.931 TEUR), was einer Steigerung von 1,5 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Alle Produktkategorien verzeichneten einen Anstieg im Vergleich zum Jahr 2022: Bekleidung 11 %, Schuhe 14 % und Accessoires 34 %. Lederwaren waren der einzige Produktstrom, der im Vergleich zu 2022 um 14 % zurückging. Prada bestätigt sich als attraktivste Marke der Gruppe, die 92 % des Gesamtumsatzes ausmacht; ein leichter Rückgang gegenüber 2022 (-3 %): im Jahr 2023 belaufen sich die "Prada" Umsatzerlöse auf 87.559 TEUR, verglichen mit 90.018 TEUR im Vorjahr. Miu Miu verzeichnete im Jahr 2023 einen deutlichen Anstieg mit +38 % im Vergleich zum Vorjahr: die beschriebene Strategie hat sich bereits ausgezahlt (7.650 TEUR im Jahr 2023, 5.551 TEUR im Jahr 2022). Die Umsätze in den Geschäften (81.014 TEUR) reduzierten sich im Vergleich zu 2022 (82.865 TEUR) nur leicht: Der Umsatz durch Touristen betrug im Jahr 2023 27.528 TEUR, +14 % gegenüber 2022), während die Beliebtheit der Marken des Unternehmens bei den deutschen Kunden (67.916 TEUR im Jahr 2023, -5 % gegenüber 2022, einschließlich E-Commerce-Umsätze) leicht abschwächte. Hier folgt eine Übersicht über die Zusammensetzung der Kunden nach Staatsangehörigkeit in TEUR:
Die sonstigen Erträge betragen 526 TEUR (Vorjahr: 895 TEUR). Die Summe der Material- und Personalkosten, der Abschreibungen und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist im Vergleich zu 2022 um +1,1 % gestiegen, was im Einklang mit der Umsatzsteigerung steht. Im Geschäftsjahr 2023 betrugen die Anschaffungskosten der Waren 45.240 TEUR (Vorjahr: 49.950 TEUR). Der Anteil an Musterwaren für die PR-Arbeit betrug 1.139 TEUR (Vorjahr 853 TEUR). Die Personalkosten sind im Vergleich zum Vorjahr um 14,5 % gestiegen. Die Ausgaben für Löhne und Gehälter stiegen um 14,33 %, obwohl die Anzahl der Mitarbeiter lediglich um ca. 5 % zunahm (im Durchschnitt 221 Mitarbeiter im Jahr 2023, 211 im Jahr 2022). Die Erhöhung der Personalaufwendungen in Höhe von 834 TEUR resultieren aus Aufwendungen für Abgangskosten von Mitarbeitern, die das Unternehmen im Jahr 2024 verlassen werden. Die Abschreibungen reduzierten sich von 4.312 TEUR im Jahr 2022 auf 3.329 TEUR im Jahr 2023, da einige Vermögensgegenstände das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht haben oder verschrottet wurden (232 TEUR im Jahr 2023). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 32.969 TEUR (Vorjahr: 28.473 TEUR). Trotz der von der Unternehmensleitung während der Corona-Krise durchgeführten Kostenrationalisierung trug die Inflation zum Anstieg der Betriebskosten im Jahr 2023 bei. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen diese aufgrund der Erhöhung der Mietkosten (15.866 TEUR im Jahr 2023, 15.027 TEUR im Jahr 2022), was in erster Linie auf die jährliche Indexierung der Mietpreise zurückzuführen ist. Zudem erhöhten sich die Aufwendungen der IT-Beratungskosten für Marketing und E-Commerce (2.254 TEUR im Jahr 2023, 2.093 TEUR im Jahr 2022). Die vollständige Wiederaufnahme von Geschäftsreisen, die zuvor durch den Notstand im Rahmen von Covid-19 eingeschränkt waren, führte zu einem Anstieg der Reisekosten (965 TEUR im Jahr 2023, 813 TEUR im Jahr 2022). Als weiterer Grund für den Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist die neue Rückstellung für die Schließung des Stores in Ingolstadt zu nennen, der im Februar 2024 geschlossen wurde (100 TEUR). Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 beträgt 851 TEUR (Vorjahr: Jahresfehlbetrag von 51 TEUR). Die Unternehmensleitung hatte für das Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss von ca. 1.800 TEUR prognostiziert. Dieser konnte aufgrund eines geringeren Nettoumsatzes als im Budget veranschlagt und durch die erhöhte Wertberichtigung auf Forderungen, nicht erreicht wurde. E. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Interne Verwaltungsrichtlinien stellen ein einheitliches Verhaltensregelungssystem sicher und sind vor allem auf ein stark von der Unternehmensleitung und der Muttergesellschaft kontrolliertes Kostenbewusstsein ausgerichtet. Die Gesellschaft unterliegt nur einem sehr geringen Beschaffungsmarkt- bzw. Beschaffungspreisrisiko, da die vertriebenen Produkte ausschließlich innerhalb der PRADA Gruppe bezogen werden. Die Ziele des Risikomanagementsystems der Gesellschaft liegen darin, eventuelle Risiken, die einen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben, frühzeitig zu erkennen und zu analysieren, um angemessen und zeitnah darauf reagieren zu können. Ebenfalls sollen mit diesem System Chancen und das damit verbundene Ergebnispotential frühzeitig erkannt und genutzt, beziehungsweise verstärkt werden. Die Grundlage für dieses System stellt die monatliche Konsolidierung, welche einen Monatsabschluss nach Konzernrichtlinien beinhaltet, dar. Außerdem müssen vierteljährlich eventuelle Abweichungen von den Zielen und Budgetvorgaben gegenüber der Muttergesellschaft gerechtfertigt werden. Risiken werden nach ihrer Schadenhöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit regelmäßig durch die Unternehmensleitung bewertet. Die bedeutendsten Risiken unterteilen wir dabei in folgende Kategorien: Unternehmensrisiko Es könnte das Risiko bestehen, dass sich die Prada-Gruppe aus Deutschland zurückzieht. Derzeit gibt es keine Parameter, sodass das Risiko als gering eingestuft werden kann. Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, das sich aus der Unfähigkeit ergibt, Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit vollständig und rechtzeitig zu erfüllen. Aufgrund der Eigenkapitalsituation und der Sicherstellung der Liquidität durch den Anteilseigner ist eine Anfälligkeit für Zins- und Liquiditätsrisiken weitestgehend ausgeschlossen. Währungsrisiko Das Währungsrisiko bezieht sich auf das Risiko von Unternehmen, die in verschiedenen Ländern tätig sind, in Bezug auf unvorhersehbare Gewinne oder Verluste aufgrund von Änderungen des Wertes einer Währung im Verhältnis zu einer anderen Währung. Währungsrisiken sind von untergeordneter Bedeutung, da Rechnungen ausschließlich in Euro ausgestellt werden sowie auch der überwiegende Teil der Einkaufsrechnungen. Steuer- und Compliance-Risiko Das Steuerrisiko ist das Risiko, das mit Änderungen der geltenden Steuergesetze, einer falschen Auslegung dieser Steuergesetze, Streitigkeiten mit den zuständigen Steuerbehörden im Zusammenhang mit historischen Transaktionen oder der Anfechtung durch eine zuständige Steuerbehörde verbunden ist. Mögliche Risiken aus dem Steuerrecht, Wettbewerbsrecht und Kartellrecht werden mit einer umfassenden rechtlichen Beratung durch interne und externe Experten abgesichert. Eine weitere wesentliche Unterstützung leistet die interne Rechts- und Steuerabteilung. Das Risiko wird als gering eingestuft. Forderungsausfallrisiko Das Kreditrisiko ist definiert als das Risiko eines finanziellen Verlusts, der dadurch entsteht, dass eine Gegenpartei ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Das Unternehmen betrachtet als Forderungsausfallrisiko die ausstehenden Beträge, die nicht mehr als einbringlich angesehen werden und abgeschrieben werden müssen. Ein Risiko von Forderungsausfällen von Endkunden ist sehr minimal, da die Kunden vor Ort mit Kreditkarte oder bar bezahlen und die Gesellschaft sehr eng mit den Kreditkarteninstituten zusammenarbeitet. Forderungsausfälle, die aufgrund der Zusammenarbeit mit Konzessionspartnern entstehen, werden dagegen als mittel eingestuft. Was uneinbringliche Forderungen anderer Geschäftspartner betrifft, so mildert das Unternehmen die damit verbundenen Auswirkungen durch ein Kontrollsystem, das auf der Überwachung der Kreditwürdigkeit und Zahlungsfähigkeit des Geschäftspartners beruht und umgehend entsprechend eine Wertberichtigung für uneinbringliche Forderungen bildet, wie dies bei der KaDeWe-Gruppe geschehen ist. Das Risiko kann als niedrig eingestuft werden. Wirtschaftliche Risiken Die Leistungsfähigkeit des Luxusgütermarktes wird von der Konsumneigung des Einzelnen und der Wirtschaft im Allgemeinen beeinflusst. Eine ungünstige Konjunktur könnte die Ausgabebereitschaft für Luxusgüter beeinträchtigen und sich nachteilig auf die Ergebnisse, den Cashflow und die Finanzlage des Unternehmens auswirken. Da ein erheblicher Teil des Umsatzes mit Kunden erzielt wird, die ins Ausland reisen, können sich ungünstige wirtschaftliche Bedingungen, soziale, gesundheitliche und staatliche Reisebeschränkungen nachteilig auf Umsatz, Ergebnis, Cashflow und die allgemeine Finanzlage des Unternehmens auswirken. Der andauernde Krieg in der Ukraine könnte immer noch zu negativen Entwicklungen führen, welche nicht vorhersehbar sind, aber die Geschäftsentwicklung des Unternehmens bislang nicht beeinträchtigt haben. Die Geschäftsführer sind der Ansicht, dass mit einer ausgewogenen Vorort-Shop-Präsenz und einer Omnichannel-Strategie mit einer diversifizierten Produktpalette Risiken für die Geschäftsentwicklung vermieden werden. Daher kann das Risiko als gering eingestuft werden. Risiken aus Pandemien und anderen weltweiten Notständen Obwohl es scheint, dass die Corona-Krise vorbei ist, könnte es in Zukunft zu neuen restriktiven Maßnahmen aufgrund neuer weltweiter Notstände kommen. Das Unternehmen hat aus den Schwierigkeiten und Herausforderungen während der Corona-Pandemie in den Jahren 2020 und 2021 gelernt und die Unternehmensleitung ist bereit, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um möglichen neuen Notständen in der Zukunft entgegenzutreten. Daher kann das Risiko als mittel eingestuft werden. F. Erwartete Entwicklung Das Ziel der Geschäftsführung für das Jahr 2024 ist es, den Weg eines soliden und über dem Markt liegenden Wachstums fortzusetzen, indem in die Attraktivität der Marke und in die Neugestaltung des Store-Netzes investiert und sich auf Nachhaltigkeit konzentriert wird, angetrieben von den Unternehmenswerten, auf denen die Prada-Gruppe beruht. Das Jahr 2024 begann mit einer schwachen Umsatzentwicklung, die im ersten Quartal insgesamt um 9,2 % im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Jahres 2023 zurückging. Es ist zu beachten, dass der Beginn des Jahres 2023 eine deutliche Umsatzentwicklung verzeichnete, da es noch drei MiuMiu-Stores gab, die derzeit geschlossen sind; werden die beiden Zeiträume verglichen und nur die im Jahr 2024 aktiven Stores berücksichtigt, ergibt sich aus diesem Grund ein Rückgang von 6 %: der Umsatz in den Stores reduzierte sich um 6 %, während der Umsatz im E-Commerce um 6,9 % zurückging. Die Strategie der Gruppe zielt darauf ab, die Attraktivität ihrer Produkte über den Kanal Einzelhandel zu erhöhen und das Konzept des Luxus weiter voranzutreiben: aus diesem Grund wird die Schließung der Filiale in Ingolstadt es dem Unternehmen ermöglichen, höhere Bruttomargen zu erzielen. In diesem Zuge wird von einem Umsatzanstieg um 9 %, einem Jahresüberschuss von 1.900 TEUR und einer Eigenkapitalquote von 61,5 % ausgegangen. Das makroökonomische und geopolitische Umfeld bleibt jedoch unsicher.
München, den 27. Juni 2024 Gez. die Geschäftsführung Francesca Bertoncini Mara Brognoli BILANZ zum 31. Dezember 2023PRADA Germany GmbH, MünchenAKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023PRADA Germany GmbH, München
Anhang für das Wirtschaftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma PRADA Germany GmbH mit Sitz in München im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 182593 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert zum Vorjahr die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer von 9 bis 10 Jahren um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die geleisteten Anzahlungen sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Die Vorräte beinhalten nur Handelswaren. Diese wurden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten vermindert um Anschaffungskostenminderungen bewertet. Die Ermittlung erfolgt dabei nach dem gewogenen Durchschnittspreis. Die nach Ende der Saison nicht verkaufte Ware, die nicht mehr verkäuflich ist (Saisonware) wird an die PRADA S.p.A. zurückgeschickt und in Höhe der ursprünglichen Anschaffungskosten (Einkaufspreise) abgerechnet. Die zeitlosen Produkte hingegen werden weiterhin auf dem lokalen Markt angeboten. Die Rücksendungen im Wirtschaftsjahr 2023 beliefen sich auf TEUR 20.179. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu ihren Nominalwerten bilanziert. Die Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Bilanzstichtag gebildet, die für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag zu Aufwendungen und Erträgen führen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- bzw.-entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Die Steuerrückstellungen sowie die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Forderungen und Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, mit ausschließlicher Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Die im Laufe des Jahres getätigten Zugänge sind hauptsächlich mit der Renovierung des Layouts des Prada Shoes Stores in KaDeWe und des Umzugs der Miu Miu Konzession innerhalb des KaDeWe in Berlin verbunden. Die Abgänge bezogen sich auf die Schließung von zwei MiuMiu-Konzessionen in KaDeWe (MiuMiu Shoes und MiuMiu RTW) sowie des MiuMiu-Geschäfts in Düsseldorf. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 1.639 (Vj. TEUR 3.468), mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und betrafen grundsätzlich Forderungen aus Konzessionen. Am 29. Januar 2024 meldete das KaDeWe Einkaufszentrum beim Amtsgericht Charlottenburg formell Insolvenz an und offenbarte damit die finanziellen Schwierigkeiten des Unternehmens und auch der österreichischen Muttergesellschaft Signa, die im November 2023 Konkurs angemeldet hatte. Da der Ausgang des Verfahrens schwer vorherzusagen ist, hat das Unternehmen zum 31. Dezember 2023 eine Wertberichtigung in Höhe von TEUR 1.900 an Forderungen gebildet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 14.642 (Vj. TEUR 14.136), mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und betreffen im Wesentlichen Kostenumlagen aus erbrachten Leistungen und Forderungen von TEUR 412 (Vj. TEUR 6.074) aus Cash-Pooling gegenüber Konzernunternehmen. Ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr betrifft das Transfer Pricing Adjustment, welches sich für das Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 8.216 (Vj. TEUR 4.006) beläuft. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Steuerforderungen für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer aus Vorauszahlungen für die Jahre 2023, 2022 und 2021 in Höhe von TEUR 1.812 (Vj. TEUR 846). Des Weiteren enthalten die sonstigen Vermögensgegenstände eine Forderung gegenüber der Muttergesellschaft in Höhe von TEUR 527 (Vj. TEUR 527) über Quellensteuer auf die Ausschüttung von Dividenden, die sich im Zuge der Betriebsprüfung für die Jahre 2012-2015 ergeben hat. Im Jahr 2023 sind in dieser Kategorie Konzessionsumsätze, die von KaDeWe noch nicht in Rechnung gestellt wurden, in Höhe von TEUR 1.644 enthalten. Dieser Betrag wurde in der Wertberichtigung für uneinbringliche Forderungen bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfasst. Der Kassenbestand beläuft sich auf TEUR 805 (Vj. TEUR 596). Alle anderen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bilanzdifferenzen bei den sonstigen Rückstellungen aus Aufwendungen für mietfreien Zeiten. Diese aktiven latenten Steuern unterliegen einer Ausübung des Wahlrechts und wurden nicht aktiviert. Eigenkapital Das Stammkapital beträgt TEUR 215 (Vj. TEUR 215) und wird in voller Höhe von der alleinigen Gesellschafterin PRADA S.p.A. mit Sitz in Mailand/Italien gehalten. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 3.386 (Vj. TEUR 2.478) beinhalten Aufwendungen für Körperschaftsteuern aus dem Jahr 2023 in Höhe von TEUR 2.858 (Vj. TEUR 1.950). Des Weiteren enthalten diese Verbindlichkeiten für Quellensteuer auf die Ausschüttung von Dividenden an die Muttergesellschaft, die sich im Zuge der Betriebsprüfung für die Jahre 2012-2015 ergeben haben in Höhe von TEUR 527. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 11.355 (Vj. TEUR 10.646) beinhalten Rückstellungen für ausstehende Rechnungen gegenüber Lieferanten von TEUR 6.591(Vj. TEUR 4.807). Die Rückstellungen für mietfreie Zeiten belaufen sich auf TEUR 1.491 (Vj. TEUR 1.778). Zuletzt wurde eine Rückstellung für die in den Geschäftsjahren 2019-2021 zu zahlenden Körperschaftsteuern in Bezug auf die Transfer Pricing Adjustments gebildet, die sich aus der Umsetzung des fünfjährigen Bilateral Advance Pricing Agreement (BAPA) ergeben, das zum Ende des Geschäftsjahres 2022 zwischen den zuständigen italienischen und deutschen Behörden unterzeichnet wurde. Diese Rückstellung wurde größtenteils im Laufe des Jahres 2023 in Anspruch genommen, die verbleibende Rückstellung betrug TEUR 217. Die Rückstellung in Höhe von TEUR 330 für das im Rahmen der laufenden Betriebsprüfung für die Geschäftsjahre 2016-2018 identifizierte Steuerrisiko wurde in Höhe von TEUR 228 verbraucht und die restliche Rückstellung in Höhe von TEUR 70 aufgelöst. Rückstellungen in Höhe von TEUR 850 (Vj. TEUR 1.024) wurden für Rückbauverpflichtungen, MBO-Boni Rückstellungen in Höhe von TEUR 570 (Vj. TEUR 557) und Rückstellungen für Retouren im Zusammenhang mit dem Geschäftsbereich E-Commerce in Höhe von TEUR 330 (Vj. TEUR 275) gebildet. Im Jahr 2023 wurde eine Rückstellung in Höhe von TEUR 834 für die Kosten des Ausscheidens von Mitarbeitern, durch die Schließung des Ingolstadt Village in 2024, gebildet. Schließlich wurden die im Vorjahr ausgewiesene Rückstellung in Höhe von TEUR 107 für die Umsatzsteuer für die Geschäftsjahre 2015 und 2016 im Zusammenhang mit der Lohnsteuerprüfung für den Zeitraum 2012 bis 2018 verbraucht. Verbindlichkeiten Es bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 38.759 (Vj. TEUR 39.395). Diese betreffen im Wesentlichen auf Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 34.880 (Vj. TEUR 34.862). Davon entfallen TEUR 27.300 (Vj. TEUR 27.300) auf Verbindlichkeiten gegenüber der alleinigen Gesellschafterin PRADA S.p.A und betreffen zwei gewährte, verzinsliche Darlehen davon TEUR 7.300 mit einer Laufzeit von einem Jahr und TEUR 20.000 mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr. Die Darlehen gegenüber PRADA S.p.A. sind nicht besichert. Die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Gesellschafterin Prada S.p.A. betragen TEUR 6.839 (Vorjahr TEUR 7.343). Es bestehen zum 31. Dezember 2023 Verbindlichkeiten aus Anzahlungen von Kunden in Höhe von TEUR 705 (Vj. TEUR 853) sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von EUR 99 (Vj. EUR 357), jeweils mit Restlaufzeit von, wie im Vorjahr, weniger als einem Jahr. Weiterhin bestehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten in Höhe von TEUR 1.386 (Vj. TEUR 1.293). Diese haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen insgesamt TEUR 1.787 (Vj. TEUR 2.386) und haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Sie beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer für das Kalenderjahr 2023 in Höhe TEUR 1.409 (Vj. TEUR 2.034) abzüglich der Vorauszahlung, und Verbindlichkeiten aus Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von TEUR 398 (VJ. TEUR 340). Passive Rechnungsabgrenzung Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beträgt TEUR 119 (Vj. TEUR 301) und betrifft einen erhaltenen Baukostenzuschuss für Baumaßnahmen für den Prada Uomo Laden in Frankfurt. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt direkt beim Kauf der Waren durch Kunden. Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen und wurden ausschließlich im Inland erwirtschaftet:
Bei den Umsatzerlösen mit verbundenen Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus Konzernumlagen bzw. Kostenweiterbelastungen sowie sonstige Erlöse für erbrachte Leistungen an verbundene Unternehmen. Diese Erlöse betreffen hauptsächlich die Weiterberechnung von Retail und Corporate Leistungen, sowie Unterstützung und Beratungen im Bereich PR und Marketing. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 526 (Vj. TEUR 895) beinhalten den erhaltenen staatlichen Baukostenzuschuss für Baumaßnahmen des Prada Uomo Shops in Frankfurt, der linear über die Laufzeit des ursprünglichen Mietvertrages aufgelöst wurde, in Höhe von TEUR 182 (Vj. TEUR 274). Materialaufwand Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe belaufen sich TEUR 45.240 (Vj. TEUR 49.950). Personalaufwand Die Personalkosten belaufen sich auf TEUR 16.507 (Vj. TEUR 14.418) und enthalten außer dem Personalaufwand für Löhne und Sozialversicherung, Aufwendungen für Abfindungsrückstellungen bei Arbeitnehmern in Höhe von TEUR 834 (Vj. TEUR 52), die das Unternehmen im Jahr 2024 verlassen werden. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 32.969 (Vj. TEUR 28.473) und bestehen im Wesentlichen aus Miet- und Leasingaufwendungen in Höhe von TEUR 12.866 (Vj. TEUR 12.178). Außerdem beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen Mietnebenkosten in Höhe von TEUR 970 (Vj. TEUR 1.036) und Provisionen für Konzessionen in Höhe von TEUR 2.029 (Vj. TEUR 1.954). Weitere Aufwendungen in dieser Kategorie:
Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsaufwendungen enthalten überwiegend Zinsen für das Gesellschafterdarlehen der PRADA S.p.A. in Höhe von TEUR 1.149 (Vj. TEUR 311). Steuern vom Einkommen und Ertrag Der Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für das Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR 1.039 (Vj. TEUR 2.753) und setzt sich wie folgt zusammen:
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, die sich auf Vorjahre beziehen, belaufen sich auf TEUR 72 und beziehen sich hauptsächlich auf die Rückstellung für das zwischen den zuständigen italienischen und deutschen Behörden unterzeichnete BAPA (TEUR 217 zum Jahresende). Darüber hinaus wurde kein Ertrag aus Steuern in 2023 erfasst. In 2022, wurde ein Ertrag in Höhe von TEUR 154 (Vj. TEUR 0) aufgrund der Erstattung der Körperschaftsteuer für das Geschäftsjahr 2019 verbucht. GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 3.564.854,25 bestehend aus dem Gewinnvortrag von EUR 2.714.168,50 und dem Jahresüberschuss 2023 von EUR 850.685,75 auf neue Rechnung vorzutragen. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 88.400 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte: Miet- und Leasingverträge: TEUR 87.339 Sonstige Verpflichtungen: TEUR 1.061, dabei handelt es sich im Wesentlichen um Verpflichtungen aus Wartungs- und Dienstleistungsverträgen. Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträge verteilen sich wie folgt:
Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Wirtschaftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023:
Am 15. Januar 2024 ist Frau Lupas als Geschäftsführerin zurückgetreten; an ihrer Stelle wurde Frau Francesca Bertoncini am 22. Januar 2024 als Geschäftsführerin bestellt. Jeder Geschäftsführer hat die Befugnis, die Gesellschaft allein zu vertreten. Die Geschäftsführer sind gemäß Handelsregister von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Kein Geschäftsführer erhielt Bezüge von der Gesellschaft. Mitarbeiter Im Wirtschaftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 wurden durchschnittlich 221 (Vj. 211) Mitarbeiter beschäftigt. Die Mitarbeiter teilen sich wie folgt auf:
Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss der PRADA Germany GmbH, München, wird über ihre alleinige Gesellschafterin, die PRADA S.p.A., Mailand, Italien, (Registernummer: C.C.I.A.A. Milano Nr. 10115350158) in den Konzernabschluss der PRADA S.p.A. einbezogen. Dabei stellt die PRADA S.p.A., den kleinsten und größten Konsolidierungskreis dar. Der Konzernabschluss ist auf Anfrage bei der PRADA S.p.A., Via Antonio Fogazzaro 28, 20135 Mailand, Italien erhältlich. Honorar des Abschlussprüfers Das für das Wirtschaftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 42. Dieses bezieht sich ausschließlich auf Abschlussprüfungskosten. Nachtragsbericht Die Muttergesellschaft Prada S.p.A. unterzeichnete die Rekapitalisierung der Prada Germany GmbH und verzichtete auf die sofortige Rückzahlung des Darlehens in Höhe von TEUR 27.300. Die Entscheidung folgt dem Wunsch der Gruppe, das Unternehmen zu stärken und ein Liquiditätsrisiko zu vermeiden.
München, den 27. Juni 2024 Geschäftsführung Francesca Bertoncini Mara Brognoli Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Niederschrift über Gesellschafterbeschlüsse der Verbale dell'assemblea dei soci diPRADA Germany GmbH
Milan, 27.06.2024 PRADA S.p.A.
Zusammenfassend stellen wir nach § 321 Abs. 1 Satz 2 HGB fest, dass wir die Lagebeurteilung durch die gesetzlichen Vertreter, insbesondere die Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit und die Beurteilung der künftigen Entwicklung des Unternehmens, wie sie im Jahresabschluss und im Lagebericht ihren Ausdruck gefunden haben, als realistisch ansehen. 3 Wiedergabe des Bestätigungsvermerks Wir haben dem Jahresabschluss und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 der PRADA Germany GmbH, München, in der Fassung der Anlage 1 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die PRADA Germany GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der PRADA Germany GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PRADA Germany GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 27. Juni 2024 Deloitte
GmbH
gez. Michael Müller, Wirtschaftsprüfer gez. Axel Zeltner, Wirtschaftsprüfer" |
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