Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 56007
Vorher
BBC Worldwide Germany GmbH
Eingetragen
3.1.2001
Branche
Vermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und WerbeflächenBeteiligungsgesellschaftenFernsehveranstalter und Verbreitung von Videoinhalten
Gegenstand
die Entwicklung, die Produktion und die umfassende Auswertung von audiovisuellen, Audio- und sonstigen medialen Produktionen, einschließlich deren Finanzierung und der Beteiligung an solchen Produktionen. Die Auswertung umfasst den Vertrieb und die Lizenzierung sämtlicher Haupt- und Nebenrechte an solchen Produktionen (einschließlich Merchandising) sowie Werbung und Öffentlichkeitsarbeit in allen Medien. Gegenstand des Unternehmens ist weiter die Organisation, Durchführung und Auswertung von Veranstaltungen aller Art, die Herstellung und der Vertrieb von Verlagsprodukten, die Entwicklung und der Vertrieb von Hard- und Software sowie die Lizenzierung von Markenrechten und Knowhow.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Carsten Coenen
seit 30.7.2025
Prokura
Jacob Daniel De Boer
seit 19.2.2021
Geschäftsführer
Philipp Tobias Schmid
seit 10.10.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
BBC STUDIOS DISTRIBUTION LIMITEDGBR
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

BBC STUDIOS DISTRIBUTION LIMITED
United Kingdom
50.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BBC Studios Germany GmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

INHALTSVERZEICHNIS

BESTÄTIGUNGSVERMERK

ANLAGEN

BILANZ zum 31.03.2024

GEWINN-UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 01.04.2023 bis 31.03.2024

ANHANG

LAGEBERICHT

ALLGEMEINE AUFTRAGSBEDINGUNGEN

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die BBC Studios Germany GmbH, Köln

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BBC Studios Germany GmbH, Köln - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BBC Studios Germany GmbH, Köln für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden, handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 19. März 2025

RHS Rein . Hambrecht . Singer GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Singer, Wirtschaftsprüfer

Buchner, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31.03.2024

der BBC Studios Germany GmbH

AKTIVA

31.03.2024 31.03.2023
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.282,50 0,00
II. SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 102.385,03 55.362,79
III. FINANZANLAGEN
Beteiligungen 83.062,31 83.062,31
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. VORRÄTE
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.348.487,95 3.403.659,44
II. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.978.963,64 3.636.450,04
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 49.301,95 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 12.196.570,44 19.224.836,03 12.209.059,29
II. KASSENBESTAND, GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN UND SCHECKS 271.368,26 186.752,14
23.032.422,08 19.574.346,01

PASSIVA

31.03.2024 31.03.2023
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Gewinnvortrag 1.519.005,43 991.293,17
III. Jahresüberschuss 1.959.313,70 3.503.883,72 527.712,26
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 2.269.236,50 1.357.658,25
2. Sonstige Rückstellungen 954.273,74 3.223.510,24 947.907,83
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.254.884,32 1.253.269,16
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 166.139,31 146.491,25
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 8.879.611,60 9.216.498,36
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 152.737,19 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.364.541,71 11.817.914,13 834.007,49
- davon aus Steuern: € 241.590,02 (Vorjahr: € 387.324,29)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 0,00 (Vorjahr: € 212,36)
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 4.487.113,99 4.273.943,65
23.032.422,08 19.574.346,01

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.04.2023 bis 31.03.2024

2023/2024 2022/2023
1. Umsatzerlöse 30.772.127,04 33.563.579,82
2. Bestandveränderung -55.171,49 205.922,03
3. Sonstige betriebliche Erträge 260.575,37 352.798,53
4. Materialaufwand 22.285.559,63 29.870.731,55
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.830.896,40 1.980.167,67
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
- davon für Altersversorgung € 12.462,93 (Vj.: € 6.026,29) 624.501,47 332.459,62
4.455.397,87 2.312.627,29
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 26.790,09 14.040,75
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.001.020,24 798.605,16
- davon aus Währungsumrechnung € 90.754,06 (Vj: € 0.00)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 31.872,78 0,00
- davon aus Abzinsung, bzw. Aufzinsung: € 0.00 (Vj: € 0.00)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 252.238,01 258.987,35
- davon aus Abzinsung, bzw. Aufzinsung € 0.00 (Vj: € 0.00)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.029.084,16 339.596,02
11. Jahresüberschuss 1.959.313,70 527.712,26

ANHANG zum 31. März 2024

BBC Studios Germany GmbH

Köln

Angaben zum Unternehmen

Die BBC Studios Germany GmbH hat ihren Sitz in 50672 Köln, Kaiser-Wilhelm-Ring 17-21. Sie ist eingetragen unter HRB 56007 des Amtsgerichts Köln.

Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) unter Beachtung der Regelungen des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Gesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Die Finanzanlagen sind zu den Anschaffungskosten angesetzt.

Die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen sind zu Herstellungskosten angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken grundsätzlich durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Bei der Bildung der sonstigen Rückstellungen wurde den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind in Höhe der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträge angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag, der dem Rückzahlungsbetrag entspricht, angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden, sofern vorhanden, zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag angesetzt.

Entwicklung des Anlagevermögens vom 01. April 2023 bis 31. März 2024 (alle Beträge in EUR)

Anschaffungskosten
Stand 01.04.2023 Zugänge in 2023/2024 Abgänge in 2023/2024 Stand 31.03.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 2.490,00 0,00 2.490,00
0,00 2.490,00 0,00 2.490,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 191.169,85 73.604,81 0,00 264.774,66
191.169,85 73.604,81 0,00 264.774,66
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 83.062,31 0,00 0,00 83.062,31
83.062,31 0,00 0,00 83.062,31
274.232,16 76.094,81 0,00 350.326,97
Abschreibungen
Stand 01.04.2023 Zugänge in 2023/2024 Abgänge in 2023/2024 Stand 31.03.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 207,50 0,00 207,50
0,00 207,50 0,00 207,50
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 135.807,04 26.582,59 0,00 162.389,63
135.807,04 26.582,59 0,00 162.389,63
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
135.807,04 26.790,09 0,00 162.597,13
Buchwerte
Stand 31.03.2024 Stand 31.03.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.282,50 0,00
2.282,50 0,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 102.385,03 0,00
102.385,03 55.362,81
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 83.062,31 83.062,31
83.062,31 83.062,31
187.729,84 138.425,12

Erläuterungen zur Bilanz

Die Aufgliederung des Anlagevermögens und der Abschreibungen des Geschäftsjahres gehen aus dem vorangestellten Anlagespiegel (Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.03.2024) hervor.

Die Gesellschaft hält eine Beteiligung von 100% an der Erste Weltweit Medien GmbH, Köln in Höhe von T€ 83. Der vorliegende letzte Jahresabschluss dieser Gesellschaft zum 31.03.2023 weist ein Eigenkapital in Höhe von T€ 143 (VJ: T€ 143) und einen Jahresfehlbetrag von € 805,79 (VJ: € 190,72) aus.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen aus Kommissionsgeschäft von T€ 3.024 (VJ: T€ 2.444) sowie weitere Ansprüche aus Kommissionsgeschäft von T€ 6.427 (VJ: T€ 4.553), Ansprüche aus Produktionsgeschäften von T€ 163 sowie weitere T€ 2.573 (VJ: 0) aus einer zu erwartenden Quellensteuererstattung.

Die sonstigen Rückstellungen betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr T€ 954 (VJ: T€ 948) und beinhalten im Wesentlichen ausstehende Lieferantenrechnungen, Rückstellungen für den Personalbereich, die Jahresabschlusserstellung sowie die Prüfung.

Die ausgewiesenen Forderungen und Verbindlichkeiten haben allesamt Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten enthalten eine verzinsliche Darlehensverbindlichkeit von T€ 3.967 gegenüber der Gesellschafterin.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von T€ 280 (VJ: T€ 280). Wesentliche Bestandteile ergeben sich aus bestehenden Mietverträgen in Köln T€ 156 und Berlin T€ 111 sowie weiterer Verträge für Büromaschinen in Höhe von T€ 13.

Die durchschnittliche Zahl, der während des Geschäftsjahres 2023/2024 beschäftigten Arbeitnehmer, betrug 89 (VJ: 32); es handelte sich dabei um durchschnittlich 40 Mitarbeiter aus dem Core Team sowie 49 Produktionsmitarbeiter.

Die Geschäftsführung oblag während des Geschäftsjahres 2023/2024 und bis zu dem heutigen Tag den folgenden Personen (Eintragungsdaten im Handelsregister):

Herr Phillip Schmid, Köln (seit dem 10.10.2019, HR-Eintrag)
Herr Jacob Daniel De Boer, Bussum, Niederlande (seit dem 19.02.2021, HR-Eintrag)

Von der Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführers wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 abgesehen.

Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die BBC Studios Germany GmbH wird in den Teilkonzern des BBC Studios Distribution Ltd., London, einbezogen. Oberstes Mutterunternehmen ist die British Broadcasting Corporation (BBC), London, Großbritannien, deren Rechtsform, mit der einer Anstalt öffentlichen Rechts vergleichbar ist. Der Teilkonzernabschluss der BBC Studios Distribution Ltd. wird in den Konzernabschluss der BBC einbezogen.

Nach dem Abschlussstichtag sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft beeinflusst haben oder beeinflussen werden.

Der ausgewiesenen Jahresüberschuss von T€ 1.959 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Köln, den 17.03.2025

Philipp Schmid

Jacob De Boer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024

1) GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT

Die BBC Studios Germany GmbH (nachstehend auch: BBC GmbH) war im Geschäftsjahr 2023/2024 im Wesentlichen für die Vermittlung von Lizenzverkäufen (Film- und Fernsehrechten) - dem Distribution Bereich - als auch als Auftragsproduzent - dem Produktionsbereich - im deutschsprachigen Fernsehmarkt tätig.

Das Geschäftsfeld Distribution unterteilt sich in den Vertrieb des Fiction-Genres (vor allem TV-Serien), den Vertrieb von Non-Fiction Programmen (vor allem Dokumentationen) und die genreübergreifende Verbreitung von BBC Studios Programmen auf Streaming- oder Pay-TV Plattformen.

Hauptauftraggeber der BBC GmbH im Bereich Produktion sind dabei die privatrechtlichen Sendeanstalten (insbesondere RTL und Sat.1), im Bereich Distribution sind die wichtigsten Partner die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten (insbesondere das ZDF).

Im Produktionsbereich spielen Koproduktionsaktivitäten eine wesentliche Rolle, bei denen bereits in der Finanzierungsphase von TV-Serien oder Dokumentationen Vereinbarungen mit Fernsehsendern getroffen werden, um diesen Exklusivrechte für den deutschsprachigen Markt einzuräumen. Aufgrund der jeweiligen Projektvolumina sind diese Aktivitäten von großer Bedeutung für die Gesellschaft.

Die BBC Studios Germany GmbH ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der BBC Studios Distribution Ltd, London.

2) WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1) Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 sowie im Jahresverlauf 2024 war die deutsche Wirtschaft von schwachem Wachstum, hoher Inflation und den Folgen von geopolitischen Konflikten, insbesondere des Ukraine-Kriegs, geprägt.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach Berechnung des statistischen Bundesamtes im Jahr 2023 um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Dies ist vor allem auf gestiegene Energiepreise und einer schwachen globalen Nachfrage, insbesondere aus China, zurückzuführen. Energieintensive Industrien litten besonders unter den hohen Kosten, während die Exporte rückläufig waren. 1

Die Inflation blieb auf hohem Niveau, insbesondere bei Energie und Nahrungsmitteln. Die Europäische Zentralbank (EZB) erhöhte mehrfach den Leitzins, um die Inflation zu bekämpfen, was allerdings die Investitionsbereitschaft hemmte und den Konsum schwächte.

Trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen blieb der Arbeitsmarkt stabil. Die Arbeitslosenquote war niedrig, auch wenn bestimmte Branchen, etwa die Bauindustrie, Einbußen verzeichneten, bestand der Fachkräftemangel in Sektoren wie IT und Pflege weiter fort.

2.2) Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Der deutsche Fernsehmarkt ist weitgehend werbefinanziert. Für die Fernsehsender stellen Werbeeinnahmen daher eine der Hauptquellen für die Finanzierung von Produktionen und den Betrieb der Fernsehproduzenten dar. Allerdings sehen sich die Fernsehsender immer mehr mit einem rückläufigen Werbemarkt konfrontiert. Dieser Trend scheint sich laut verlässlichen Medienberichten im Jahr 2024 jedoch nicht fortzusetzen. 2

So lagen die Bruttoerlöse der Fernsehsender laut Marktforschungsunternehmen Nielsen im Juni 2023 bei 1,16 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahres-Juni entspricht das einem Zuwachs von mehr als 5 Prozent, außerdem war es die höchste Juni-Summe seit sechs Jahren. Insgesamt betrugen die Brutto- Werbespendings im Juni 2,72 Milliarden Euro im Vorjahr 2,49 Milliarden Euro.

1 Pressemitteilung vom 15. Jan. 2024 Statistisches Bundesamt
2 DWDL v. 15.07.2024

Die TV- und Videolandschaft in Deutschland verändert sich kontinuierlich, wobei lineares Fernsehen und Video on Demand (VoD) komplementär genutzt werden. Obwohl sich der Markt in Richtung nonlinear verschiebt, wird das klassische Fernsehen auch in einigen Jahren noch genutzt werden. Auch in der Generation 65+ schauen bereits 12 Prozent der Befragten überwiegend non-linear, wobei jedoch ältere Zuschauer preissensitiv sind und wenig offen für Bezahlinhalte.

Es zeichnet sich ab, dass VoD-Abos eine Sättigungsgrenze erreicht haben, und die Zahl der Abos pro Haushalt nur moderat steigt. 3

2.3) Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme zum 31.03.2024 beträgt 23,03 Millionen Euro (VJ. 19,57 Millionen Euro).

Die kurzfristigen Vermögenswerte belaufen sich auf 22,84 Millionen Euro (VJ. 19,44 Millionen Euro). Darin enthalten sind liquide Mittel in Höhe von 0,27 Millionen Euro (VJ. 0,19 Millionen Euro). Die unfertigen Leistungen betrugen zum Bilanzstichtag 3,35 Millionen Euro (VJ. 3,40 Millionen Euro) und liegen damit in Etwa auf dem Vorjahresniveau.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhen sich im Vergleich zum Vorjahr von 3,64 Millionen Euro um 3,34 Millionen Euro auf 6,98 Millionen Euro.

Die sonstigen Vermögensgegenstände bewegen sich mit 12,20 Millionen Euro auf Vorjahresniveau (VJ. 12,21 Millionen Euro).

Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft Verbindlichkeiten von insgesamt 11,82 Millionen Euro aus (VJ. 11,45 Millionen Euro). Darin enthalten ist ein Darlehen der Muttergesellschaft BBC Studios Distribution Ltd i.H.v. 3,97 Millionen Euro (VJ. 3,71 Millionen Euro). Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus den gebuchten Darlehenszinsen.

Weiterhin weist die Gesellschaft Rückstellungen von insgesamt 3,22 Millionen Euro aus (VJ. 2,30 Millionen Euro). Die Erhöhung um 0,92 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Steuerrückstellungen.

3 Deloitte Media Consumer Survey 2024

2.4) Ertragslage

Die BBC GmbH hat das Ziel, den langfristigen Unternehmenserfolg diszipliniert und mit klarem Fokus auf Umsatz und Ergebnis zu sichern und auf Basis finanzieller sowie nicht - finanzieller Steuerungsgrößen zu messen und zu bewerten. Die verwendeten finanziellen Steuerungskennzahlen sind im Wesentlichen Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis (Umsatz, +/- Bestandsveränderungen, sonstige betriebliche Erträge abzgl. Filmherstellungsaufwand, Personalaufwand und sonstige betriebliche Aufwendungen).

Die BBC GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2023/2024 Umsatzerlöse in Höhe von insgesamt 30,77 Millionen Euro (VJ. 33,56 Millionen Euro) und realisierte dabei einen Gewinn von 1,96 Millionen Euro (VJ. 0,53 Millionen Euro).

Der Umsatzrückgang im Bereich Produktion basiert im Wesentlichen auf der im Geschäftsjahr 2023/2024 vom Sender ausgesetzten Produktion "Das große Backen - Profis". Zusätzliche Distributionserlöse kompensieren den Umsatzrückgang im Produktionsbereich. Das Betriebsergebnis betrug 3,2 Millionen Euro.

Der gesamte Personalaufwand im Geschäftsjahr 2023/2024 betrug 4,46 Millionen Euro (VJ.2,31 Millionen Euro). Der erhöhte Aufwand resultiert im Wesentlichen aus dem generellen Anstieg der Mitarbeiterzahl.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 1,00 Millionen Euro (VJ. 0,80 Millionen Euro). Der Anstieg um 0,20 Millionen Euro steht im Zusammenhang mit dem Ausbau der internen Verwaltung.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen im Berichtsjahr 0,26 Millionen Euro (VJ. 0,35 Millionen Euro). Der größte Posten hierbei sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (0,23 Millionen Euro).

Die BBC GmbH erwirtschaftete einen Jahresüberschuss in Höhe von 1,96 Millionen Euro (VJ. Jahresüberschuss 0,53 Millionen Euro).

Auch im noch laufenden Geschäftsjahr ist es der Gesellschaft erneut gelungen, die bestehenden Produktionen aus der Reihe "Das Große Backen" (Sat.1) - in Zusammenarbeit mit TOWER Production GmbH - sowie eine neue Staffel "Let's Dance" (RTL) - produziert in Zusammenarbeit mit Seapoint Productions GmbH & Co. KG - erfolgreich zu produzieren. Alle Formate konnten bei ihrer Ausstrahlung erneut eine hohe bis sehr hohe Zuschauerakzeptanz verzeichnen. So lag die durchschnittliche Einschaltquote der 16. "Let's Dance" Staffel bei 18,2% in der Zielgruppe 14- bis 59- Jährige 4 und auch die im Oktober produzierte Staffel "Das große Backen" erreichte in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen einen Marktanteil von 10,4% und lag damit deutlich über dem Senderdurchschnitt. 5

Mit der Show "Das 1% Quiz, wie clever ist Deutschland" - basierend auf dem BBC-Format "The 1% Club"-wurde eine neue Show für Sat.1 für den deutschen Markt adaptiert und mit 6 Folgen erfolgreich produziert. Ebenso wurde die überwiegend im Geschäftsjahr 2022/2023 für RTL produzierte Gameshow "Jetzt knallt's - Die Show mit dem Bäng Moment" realisiert. Die Show basiert auf dem BBC- Format "Breaking Point" und wurde im Sommer 2023 ausgestrahlt.

2.5) Nicht finanzielle Leistungsindikatoren 6

Als wesentlicher nichtfinanzieller Leistungsindikator fungiert für die Gesellschaft die Zuschauerakzeptanz der produzierten oder vertriebenen TV-Sendungen - gemessen in Einschaltquoten und Reichweiten bzw. gemessen an Streaming Abrufzahlen. Diese Kennzahlen geben im gewissen Umfang Aufschluss über die Chancen der Gesellschaft, für die jeweilige Produktion Folgeaufträge erlangen zu können oder weitere Programmlizenzen zu verkaufen.

Grundsätzlich kann der Produzent davon ausgehen, dass die Sender bei guten Einschaltquoten eine weitere Folge oder Staffel in Auftrag geben. In Einzelfällen kann aber eine Änderung in der Programmstrategie der Sender Einfluss auf die Beauftragung nehmen. Im Produktionssegment profitiert die Gesellschaft davon, dass die von ihr langjährig produzierten Reihen "Das Große Backen" (Sat.1) oder auch "Let's Dance" (RTL) in der Regel eine hohe bis sehr hohe Zuschauerakzeptanz haben und somit wiederkehrend gute Chancen für die Gesellschaft bestehen, dass senderseitig weitere Staffeln der jeweiligen Senderreihen beauftragt werden. Unterstützend kommt hinzu, dass viele von der Gesellschaft produzierten Sendungen von der Kritik positiv bewertet werden.

Typischerweise beauftragen die Sender für die jeweiligen Produktionen sog. Staffeln, die aus mehreren einzelnen Folgen bzw. Episoden bestehen. Der Umfang dieser Staffeln-die Anzahl der Episoden-wird mit dem jeweiligen Sender individuell verhandelt. Bedingt durch die Produktionszyklen erfolgt die Ausstrahlung einer Staffel in den meisten Fällen im gleichen Jahr wie die Durchführung der Produktion, so dass im Berichtsjahr die Einschaltquoten der jeweiligen Produktionen auch sofort messbar sind und analysiert werden können.

Im Programmvertrieb hingegen können diese Leistungsindikatoren oft erst zeitlich versetzt bewertet werden, da zwischen dem Erwerb der Programmlizenzen und der Ausstrahlung durch die Sender mehr Zeit vergehen kann. Aber auch in diesem Geschäftssegment kann die Gesellschaft auf starke Marken und Erfolge aufbauen - vor allem im Bereich der High End Naturdokumentationen im Stil von "Planet Earth", die regelmäßig bei dem Koproduktionspartner ZDF für sehr hohe Zuschauerzahlen sorgen.

2.6) Gesamtaussage

Es ist der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/2024 erneut gelungen, sowohl im Segment Distribution als auch im Segment Produktion einen positiven EBITDA zu erwirtschaften.

Im Vorjahr wurde für das Geschäftsjahr 2023/2024 ein starker Anstieg der Umsatzerlöse prognostiziert. Die Umsätze waren jedoch im Vergleich zum Vorjahr um Mio. EUR 2,8 rückläufig. Dabei war bei den Umsätzen, die auf den Distributionsanteil entfallen ein Anstieg zu verzeichnen, der den Rückgang bei den Umsätzen im Produktionsbereich jedoch nicht vollständig kompensieren konnte. Der Rückgang im Produktionsbereich basiert im Wesentlichen aus dem Pausieren der Produktion "bake-off Profis". Der prognostizierte starke Umsatzanstieg konnte somit nicht erreicht werden.

Für das Betriebsergebnis wurde, ausgehend von dem Ergebnis des Vorjahres, welches bei TEUR 528 lag, ein moderater Anstieg prognostiziert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte ein Ergebnis von TEUR 1.959 erreicht werden, sodass die Prognose dahingehend als übertroffen angesehen werden kann. Hauptgrund hierfür war der Rückgang der Produktionsaufwendungen.

Im Geschäftsjahr 2023/2024 ist es der Gesellschaft gelungen, trotz des weiterhin schwierigen Marktumfeldes im deutschen Fernsehmarkt, im Bereich Produktion sowohl bestehende Produktionen fortzusetzen als auch neue Formate zu entwickeln, zu produzieren und zu verkaufen.

Der Bereich Distribution verlief, bezogen auf Umsatz und Gewinn, im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr moderat ansteigend.

Ebenfalls trägt die schon seit Jahren schlanke Overheadstruktur dazu bei, dass es der Gesellschaft immer wieder möglich ist, in einem margenschwachen Markt mit hohem Preisdruck profitabel zu agieren. Durch das stark gewachsene eigene Produktionsgeschäft hat die Gesellschaft zwar an Schlüsselpositionen wie Legal, Finance und IT ihre Strukturen erweitert, aber im Verhältnis zum Ertrag sind diese Overhead Kosten noch immer auf einem schlanken und nachhaltigen Niveau.

3) Chancen- und Risikobericht

3.1) Risiken der künftigen Entwicklung

Insgesamt herrscht im deutschen Fernsehmarkt ein intensiver Wettbewerb, sowohl zwischen den einzelnen Sendeanstalten als auch zwischen den Produzenten. Der geringen Anzahl von Sendern steht eine große Anzahl von Produktionsfirmen gegenüber. Darüber hinaus besteht bei einigen Sendern die Tendenz, Produktionsaufträge von ihren eigenen Tochtergesellschaften durchführen zu lassen. Unter Einbeziehung des derzeit stagnierenden bis nur moderat wachsenden Gesamtmarktes unterliegt die Gesellschaft in Bezug auf das Produktionsgeschäft daher einem permanenten Wettbewerbsdruck. Die Gesellschaft stuft dieses Risiko als mittleres Risiko ein.

Eine der wichtigsten Produktion (Let's Dance) wird durch die Gesellschaft nur indirekt produziert, d.h. der Produktionsauftrag wird durch den Sender RTL (Let's Dance) zwar direkt mit der BBC GmbH vereinbart, die eigentliche Produktion wird hingegen durch einen Subproduzenten durchgeführt. Das setzt ein hohes Maß an Vertrauen in den Subproduzenten voraus. Aus diesem Grund unterliegen die Produktion in allen Produktionsstufen einer permanenten Überwachung durch die BBC GmbH. Aufgrund der erfolgreichen langjährigen Produktionen kann angesichts der hohen Erfahrungswerte und eingespielten Kontrollprozesse von einem mittleren Risiko ausgegangen werden.

Für TV-Produktionsfirmen besteht das Risiko, dass Aufträge nicht verlängert werden bzw. neue Aufträge nicht oder nur zeitversetzt erteilt werden. Die Gesellschaft trägt durch eine verstärkte Entwicklungstätigkeit sowie durch den exklusiven Zugang zum Rechtekatalog der Muttergesellschaft in London dazu bei, frühzeitig neue Projekte zu generieren, um somit einem modifizierten Nachfrageverhalten der TV-Sender mit einem entsprechenden Angebot begegnen zu können. Hier ist von einem mittleren Risiko auszugehen.

Die Auftragsproduktionen der BBC GmbH unterliegen einem Produktionsrisiko, da die Entwicklung und Produktion in der Regel sehr kostenintensiv sind. Die Verfügbarkeit von ausreichend Finanzmitteln für die Entwicklung von Programmen und für deren Herstellung sowie die Fähigkeit, eine Produktion im Rahmen der zur Verfügung stehenden Finanzierung zu realisieren, ist existenziell. Die Gesellschaft verfügt aufgrund der hohen Erfahrung mit Schlüsselpositionen wie Herstellungs- und Produktionsleiter über langjähriges Know-How, um das Produktionsrisiko bei der Herstellung von Formaten, Serien und Fernsehfilmen kontrollieren zu können. In der Regel wird erreicht, dass das Finanzrisiko vollständig auf den auftraggebenden Sender übergeht, so dass die Gesellschaft nur im begrenzten Rahmen in die Vorfinanzierung zu gehen hat. Ebenso stehen bisher ausreichend Projektkreditlinien seitens der Kreditinstitute zur Verfügung, die die Gesellschaft bisher jedoch nicht in Anspruch nehmen musste. Auch dieses Risiko ist als mittleres Risiko einzustufen.

Im Rahmen der Verträge, die die BBC GmbH mit Kunden, Dienstleistern und Mitwirkenden eingeht, bestehen die allgemeinen vertraglichen Risiken, wie z.B. das Vertragserfüllungsrisiko. Darüber hinaus müssen im Rahmen der Verträge eine Reihe von Urheber-, Leistungsschutz- und sonstigen Rechten von der Gesellschaft an die jeweiligen Sender und dementsprechend auch von den jeweiligen Rechteinhabern (z.B. Autoren, Moderatoren, Mitwirkende, Künstler etc.) an die BBC GmbH übertragen werden. Um die daraus resultierenden rechtlichen Risiken zu minimieren, nutzt die Gesellschaft die hauseigene Rechtsabteilung. Dieses Risiko lässt sich als geringes Risiko einstufen.

Der wirtschaftliche Erfolg der Gesellschaft hängt in hohem Maße von den Leistungen einzelner Mitarbeiter ab. Der Erfolg der einzelnen Projekte hängt insbesondere von der Qualität der an der Entwicklung und Produktion beteiligten Personen, sowohl im kreativen als auch im organisatorischen Bereich, ab. Die Fähigkeit, qualifizierte Mitarbeiter zu halten, neu anzuwerben und langfristig zu binden, ist auch eine wesentliche Voraussetzung für die weitere Entwicklung der Gesellschaft. Insbesondere vor dem Hintergrund des nicht nur in Deutschland aktuell sehr großen Fachkräftemangels muss das Risiko als mittel bis hoch eingestuft werden.

Der Grad der Digitalisierung der TV- und Kommunikationslandschaft nimmt stetig zu. Aus Sicht der BBCS ist diese Entwicklung zweiseitig zu beurteilen. Auf der einen Seite ist festzustellen, dass sich die derzeitige Einnahmesituation der aktuellen Abnehmer (Free-TV-Sender) im Bereich der Werbeeinnahmen im Jahr 2024 etwas stabilisiert. Allerdings ist nicht zu erwarten, dass sich diese Erholung bei den Produzenten in steigenden Einnahmen widerspiegelt. Der schon im Vorjahr existierende Preisdruck wird für die Produzentenseite weiterhin eher konstant bleiben. Aber auch im Bereich VOD machen sich Veränderungen bemerkbar. So ist die Anzahl der Abonnements pro Haushalt nur noch moderat von 2,2 auf 2,5 gestiegen, was auf reife Marktstrukturen hinweist.

Derzeit halten sich Chancen und Risiken noch die Waage.

Dem Risiko von Forderungsausfällen wird durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen sowie durch ein zeitnahes Forderungsmanagement Rechnung getragen. Hierbei handelt es sich um ein geringes Risiko.

Die Sicherheit von Bankguthaben und die Verfügbarkeit von bestehenden Kreditlinien für Produktions- und allgemeine Betriebsfinanzierungen unterliegen im Rahmen der weltweiten Finanzmarktkrise auch der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung der kreditgebenden Bankinstitute. Derzeit arbeitet die BBCS lediglich mit der HBSC Bank, das Risiko ist jedoch als eher gering einzustufen.

Insgesamt unterliegt die Gesellschaft wie im Vorjahr einem gleichbleibenden Risiko. Das Sehverhalten und die Zuschauerakzeptanz bestimmen das Risiko, mit zunehmender Digitalisierung und Marktentwicklung durch Streamingdienste reduziert sich das Risiko aber über die nächsten Jahre.

3.2) Chancen der künftigen Entwicklung

Diesen Risiken stehen aber auch unverkennbare Chancen gegenüber.

Im Entertainment Segment liefern die etablierten Formatmarken "Das 1% Quiz", "Das große Backen" (Sat.1) und "Let's Dance" (RTL) durch ihren jahrelangen Erfolg stabile Produktionsmargen. In einem Marktumfeld, in dem Neustarts und das Etablieren neuer Marken sehr schwer ist, bieten diese Marken der Gesellschaft auch in der Zukunft die Möglichkeit, neue Spin-Offs zu entwickeln.

Für 2025 ist dies bereits im Kontext einer dritten Version von "Das große Backen" gelungen, hier wird die Gesellschaft eine "Profi-Variante" mit professionellen Konditoren und Patissiers produzieren.

Auch bei den Neustarts an Produktionen kann die Gesellschaft positiv in die Zukunft blicken. Die Comedy Serie "Ghost" wird in ihren ersten Rohschnittfassungen als positiv bewertet und ein Entwicklungsvertrag mit dem WDR für eine zweite Staffel wird bereits verhandelt.

Ebenfalls positiv zu bewerten sind die Erfolge in der Neukundengewinnung. Eine erste Entertainment Show wird für ProSieben produziert - eine Formatadaption des britischen Showtitels "Silence is Golden" - und die Gesellschaft befindet sich ebenfalls in Verhandlungen zu einer Beauftragung des Formats "Norway's Dumbest", welches kürzlich auf der Fernsehmesse MIPCOM in Cannes intensives Marktinteresse hervorgerufen hat. Entsprechend bewertet die Gesellschaft die Chance auf ein solides Wachstum im Entertainment Segment als hoch ein.

Ebenfalls sieht die Gesellschaft im Segment "Spielfilm und Serie" gute Potentiale. Auch wenn dieses Genre durch etwas geringere Margen und längere Entwicklungszyklen geprägt ist, hat die Gesellschaft bereits einen weiteren Produktionsauftrag vom ZDF erhalten. Die Serie "Chabos" beruht auch auf einer britischen Vorlage und wird voraussichtlich im Sommer 2025 abgeliefert und bei ZDF Neo und in der ZDF-Mediathek ausgewertet. Zudem hat die Gesellschaft diverse Entwicklungsverträge mit renommierten Produzenten und Autoren abgeschlossen, die sich wiederum durch neue Auftragsgewinnung bezahlt machen sollen.

Abschließend sollte neben den Formatadaptionen durch den starken BBC-Katalog noch auf die Chancen in der lokalen Eigenentwicklung hingewiesen werden. In einem risikoscheuen Markt bleibt der Hauptreflex vieler programmverantwortlicher Auftragsgeber oft auf etablierte Hits zu vertrauen. Doch die geringe Anzahl solcher globalen Erfolgsgeschichten hat auch in Deutschland zu einer erhöhten Bereitschaft geführt, originären Ideen eine Chance zu geben. Mit einem starken Kreativteam, welches aber trotzdem mit langen Entwicklungszyklen und recht hohen Risiken konfrontiert ist, bewertet die Gesellschaft die Chancen in diesem Arbeitsbereich als moderat ein.

3.3) Gesamtaussage der zukünftigen Entwicklung

Die positive Prognose der Gesellschaft bezüglich der zukünftigen Geschäftsentwicklung muss allerdings in den Kontext einer generell angespannten Marktsituation gesetzt werden.

Die Welt der Unterhaltung und Medien befindet sich in einem dynamischen Ökosystem, das Chancen und Risiken birgt. Im Jahr 2024 wird die Unterhaltungs- und Medienbranche weiter um 3,1 Milliarden Euro auf 109,8 Milliarden Euro zunehmen. Diese gebremste Wachstumsrate von 3,0% verdeutlicht das weiterhin zurückhaltende Konsumverhalten der Gesellschaft aufgrund der wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten. Die gesamtwirtschaftliche Situation nach Ende der Coronapandemie sowie im Kontext der anhaltenden Ukrainekrise, trifft weiterhin den deutschen Werbemarkt empfindlich. 7

Trotz dieses Ausbleibens der Entspannung der Marktsituation priorisieren die Sender ihre Budgets weiterhin sehr stark mit Fokus auf Primetime Programmplätze und gleichzeitig ist weiterhin nicht absehbar, wie der anhaltende Konflikt zwischen Israel und der Hamas sowie des Libanons als Einflussfaktor einzuschätzen ist. Fest steht, dass diese Herausforderungen einen direkten negativen Effekt auf deutsche Produktionsfirmen, insbesondere auf solche, die vornehmlich für geringer budgetierte Programmplätze produzieren, haben werden.

Aufgrund der Produktion von ausschließlich 20:15h Programmplätzen sieht sich die Gesellschaft hier nur in geringem Ausmaß betroffen.

Mit Fortführung des Fokus auf Neugeschäft und Kostenkontrolle sieht sich die Gesellschaft weiterhin für diese unruhige Marktsituation bestens gewappnet.

4.) Prognosebericht

Die Gesellschaft verfügt über ein sehr stabiles und erfolgreiches Grundgeschäft durch etablierte Formate wie "Das 1% Quiz", "Let's Dance" und "Das große Backen". Der nachhaltige Erfolg dieser Produktionen erlaubt es der BBC GmbH, durch punktuelle Investitionen in Schlüsselpositionen den ausgerufenen Kurs eines ambitionierten Wachstums weiter zu verfolgen. Durch weitere strukturelle Investitionen wird der starke Umsatzanstieg von mehr als 10% zu einem moderaten Anstieg des Betriebsergebnisses führen. Hierbei stehen weitere Primetime Studioproduktionen wie "Silence is Golden" oder eine Adaption von "Norways Dumbest" sowie hochwertige Show-Entwicklungen für Sender und Streamer im Fokus. Des Weiteren gilt es, den Aufbau einer Spielfilm- und Serienabteilung mit Nachdruck voranzutreiben und auf die erfolgreiche Auftragsgewinnung des ersten Jahres aufzubauen.

7 PWC Media Outlook 24-28

 

Köln, den 17. März 2025

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