Bädergesellschaft Iserlohn mbH

Stefanstraße 4, 58638 Iserlohn, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Iserlohn HRB 1313
Eingetragen
20.12.1989
Branche
Betrieb von SportanlagenBetrieb von KläranlagenBetrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich Omnibusbahnhöfen
Gegenstand
Der Betrieb von öffentlichen Bädern und einer Eissporthalle.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Reiner Timmreck
seit 23.10.2014
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bädergesellschaft Iserlohn mbH

Iserlohn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Bädergesellschaft Iserlohn mbH

Geschäftsverlauf

Neben der sich allmählich ausschleichenden COVID-19-Pandemie war das Jahr 2023 weiterhin durch den am 24.02.2022 begonnenen Krieg der Russischen Föderation gegen die Ukraine geprägt. Der immer noch andauernde Krieg wirkt sich mittelbar auch auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Haushalte, Unternehmen und der öffentlichen Hand in Deutschland aus. Insbesondere die gestiegenen Preise für Lebensmittel und Energie bedeuten auch für die Gäste unserer Betriebsstätten eine hohe finanzielle Belastung.

Trotz dieser Krisen konnte die Bädergesellschaft Iserlohn im Berichtsjahr eine leichte Steigerung bei den Besucherzahlen feststellen. Die konsequente Umsetzung der Strategie, den Bürgerinnen und Bürgern ein attraktives und bezahlbares Bäder- und Eislauf-Angebot zu machen und gleichzeitig die hohe Qualität der Anlagen zu sichern, zahlt sich aus.

Anlässlich einer drohenden Gasmangellage im Winter 2022/2023 wurde auch für die Betriebsstätten der Bädergesellschaft Iserlohn entschieden, bis Ende März 2023, Energieeinsparmaßnahmen umzusetzen. Aufgrund günstiger Witterungsverhältnisse hatte sich der Gasverbrauch insgesamt reduziert, sodass die beschlossenen Maßnahmen bereits einen Monat vorher zurückgenommen werden konnten.

Gemäß Vorschlag aus dem "Strategiekonzept Lehrschwimmbecken Iserlohn" und Beschluss des Rates der Stadt Iserlohn, wird die Bädergesellschaft Iserlohn im Ortsteil Hennen ein neues, freistehendes Lehrschwimmbecken bauen und an das Seilerseebad und Aquamathe jeweils ein Lehrschwimmbecken anbauen. Da im Ortsteil Hennen bereits ein komplett neues Baugebiet mit Wohnbebauung, neuer Sporthalle und Freizeitplätzen entsteht, wird der Bau des Lehrschwimmbeckens Hennen vorrangig betrachtet.

Die Betriebe der Bädergesellschaft Iserlohn gehören zu den beliebtesten Adressen im lokalen Sport- und Fitnessmarkt. Darum müssen nicht planbare, technische Störungen, die trotz aller organisatorischen Vorkehrungen unmittelbare Auswirkungen auf den Betrieb haben, so gering wie möglich gehalten werden. Regelmäßige Investitionen mit entsprechender Weitsicht sorgen hier für die notwendige Betriebssicherheit.

So wurde im Berichtsjahr das Schwimmhallendach im Aquamathe saniert und im Seilerseebad diverse Schaltschränke erneuert.

Besucherzahlen (nicht finanzieller Leistungsindikator) und Umsatzerlöse sowie deren Entwicklung in 2023:

Öffnungstage Besucherzahlen Umsatzerlöse
in T€
2023 2022 2023 2022 2023 2022
Seilerseebad Sportbad 342 341 100.300 96.700 374 302
Solebad 342 341 56.800 52.000 594 437
Sauna 342 341 10.300 9.600 74 57
Aquamathe Sportbad 343 336 46.300 40.300 193 135
Sauna 343 336 8.300 7.700 81 60
Eissporthalle 251 259 38.300 29.800 677 604
Sonstiges 342 238
Summe 260.300 236.100 2.335 1.833

Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2023 um 502 T€ (+ 27,4 %) auf 2.335 T€ gestiegen.

Ab dem 01.10.2022 wurden aufgrund der Energiekrise Energiesparmaßnahmen in den Bädern und in der Eissporthalle beschlossen. Unter anderem wurde die Wassertemperatur in den Bädern abgesenkt, der Warmbadetag gestrichen und die Sauna-Öffnungstage eingeschränkt.

Diese Beschränkungen wurden zum 01.03.2023 aufgehoben.

Das Seilerseebad war vom 23.04.2023 bis zum 08.05.2023 aufgrund der Grundreinigung geschlossen. Im Aquamathe fand die diesjährige Grundreinigung vom 27.11.2023 bis zum 11.12.2023 statt.

Die Erlöse aus dem Bäderbetrieb sind bei einer Zunahme der Besucherzahl (+ 14.400 Personen bzw. + 8,0 %) um 287 T€ (+ 33 %) auf 1.161 T€ gestiegen.

Im Seilerseebad ist eine Erlössteigerung von 228 T€ zu verzeichnen, die Besucherzahl ist um 8.400 höher als im Vorjahr.

Im Aquamathe ist eine Erlössteigerung von 59 T€ zu verzeichnen, die Besucherzahl ist um 6.000 höher als im Vorjahr.

Die Zahl der Saunabesucher ist im Berichtsjahr um 1.300 Personen (+ 8,0 %) auf 18.600 Personen gestiegen; die Erlöse sind um T€ 38 (+ 32,0 %) höher als im Vorjahr.

Die Erlöse aus der Eissporthalle sind um 42 T€ (+ 8 %) gestiegen.

Durch die ganzjährige Öffnung der Betriebsstätten sind die Personalaufwendungen wieder auf das Niveau vor der Pandemie gestiegen.

Der Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme (finanzieller Leistungsindikator) beträgt 4.730 T€. Die Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH hat den Verlust aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages zu übernehmen.

Der Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme reduzierte sich gegenüber der Prognose (5.192 T€) um 462 T€. Hier führten im Wesentlichen gestiegene Umsatzerlöse und die Reduzierung der Energiekosten durch die Energiepreisbremse zu der positiven Abweichung.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahresbilanzstichtag um 42 T€ auf 14.527 T€ gestiegen. Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme beträgt unverändert 68 %; das Anlagevermögen ist vollständig durch Eigenkapital gedeckt.

Die Liquidität der Gesellschaft war in 2023 durch die Finanzierung im Konzern der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH gesichert.

Die finanziellen Anforderungen werden durch den Ergebnisabführungsvertrag sichergestellt.

Investitionen

Investitionen wurden in Höhe von 147 T€ getätigt; davon entfallen 3 T€ auf immaterielle Vermögensgegenstände, 19 T€ auf Grundstücke und Bauten, 85 T€ auf technische Anlagen und Maschinen, 25 T€ auf Betriebs- und Geschäftsausstattung und 15 T€ auf Anlagen im Bau. Abschreibungen sind in Höhe von 1.046 T€ angefallen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Zum 31.12.2023 beschäftigte die Gesellschaft 96 (i.Vj. 88) Mitarbeitende, davon 52 (i.Vj. 46) geringfügig Beschäftigte. Außerdem bestanden drei Ausbildungsverhältnisse.

Risikobericht

Die Gesellschaft setzt gemeinsam mit den übrigen Konzerngesellschaften der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH zur Identifizierung wesentlicher Risiken eine standardisierte Software ein. Für Einzelrisiken werden Schadenshöhen mit einer angesetzten Eintrittswahrscheinlichkeit quantitativ ermittelt.

Eine Überprüfung der gegenwärtigen Lage der Gesellschaft hat ergeben, dass keine den Fortbestand gefährdenden Risiken vorliegen.

Aus dem Russland-Ukraine Krieg werden unmittelbar keine wesentlichen Risiken für die Gesellschaft gesehen. Durch die bestehende Energiepreiskrise ist auch die Bädergesellschaft von überdurchschnittlich hohen Energiekosten weiterhin betroffen.

Der bestehende Ergebnisabführungsvertrag gewährleistet den Fortbestand der Gesellschaft.

Chancen

Chancen auf eine nachhaltige, wesentliche Ergebnisverbesserung werden nicht gesehen.

Ausblick

Die Bädergesellschaft Iserlohn agiert als eine von vielen Teilnehmern am regionalen Freizeitmarkt und unterliegt einem stetigen Wettbewerbsdruck. Neben Badbetreibern im direkten Umland sowie Fitnessanbietern entsteht darüber hinaus auch ein Wettbewerb mit branchenfremden Akteuren des Sport- und Freizeitmarktes, wie Indoor- und Outdoorspielplätzen und diversen Hochseilgärten.

Sie trägt dabei eine besondere gesellschaftliche Verantwortung für ein sozialverträgliches, bedarfsgerechtes Freizeit-, Sport- und Gesundheitsangebot und erfüllt auf diese Weise ein wichtiges staatliches Interesse.

Die Bädergesellschaft Iserlohn wird auch weiterhin einen wichtigen Beitrag zur Daseinsvorsorge in Iserlohn leisten und ein abwechslungsreiches, qualitativ hochwertiges Freizeit- und Vereinsangebot rund um Wasser und Eis bieten.

Zur Sicherung des Betriebes sind umfangreiche Investitionen auch künftig erforderlich. Im Aquamathe ist der Austausch des BHKW-Motors vorgesehen und in der Eissporthalle soll das unterirdische Schieberkreuz der Seewasserkühlung/des Kühlturmes saniert werden. Aus eher kosmetischen Gründen sollen die Fliesenbeläge in den Duschen des Sportbades erneuert werden.

In Bezug auf das "Strategiekonzept Lehrschwimmbecken Iserlohn" ist für den Herbst 2024 der Abriss des alten Lehrschwimmbeckens in Hennen sowie die Grundsteinlegung für den Neubau geplant. Für die geplanten Anbauten am Seilerseebad und am Aquamathe ist eine Architektenausschreibung in Vorbereitung.

Das Seilerseebad wurde 1999 eröffnet und feiert im Jahr 2024 sein 25jähriges Bestehen.

Die Versorgung der Iserlohner Bevölkerung mit einem Schwimm- und Eislaufangebot wird die Bädergesellschaft Iserlohn auch weiter nicht allein mit eigenen finanziellen Mitteln erfüllen können.

Für das Geschäftsjahr 2024 wird aufgrund der gestiegenen Energiekosten von einem um 117 T€ höheren Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme von 4.847 T€ ausgegangen.

In der Wirtschaftsplanung 2024 wird eine Gesamtbesucherzahl von 241.900 erwartet.

 

Iserlohn, den 17. Juni 2024

Bädergesellschaft Iserlohn mbH

Timmreck, Geschäftsführer

Bilanz zum 31.12.2023

AKTIVA

Anhang 31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen (1)
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte und Werte 4.234,00 5.454,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.853.867,00 3.535.426,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.480.480,00 1.705.994,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 102.708,00 116.274,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 24.782,39 16.757,79
4.461.837,39 5.374.451,79
4.466.071,39 5.379.905,79
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (2) 148.245,03 92.130,45
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen (3) 9.523.969,20 8.758.717,69
3. Sonstige Vermögensgegenstände (4) 143.464,86 11.516,05
9.815.679,09 8.862.364,19
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 245.207,72 242.804,38
10.060.886,81 9.105.168,57
14.526.958,20 14.485.074,36

PASSIVA

Anhang 31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital (5)
I. Gezeichnetes Kapital 2.046.000,00 2.046.000,00
II. Kapitalrücklage 7.846.293,79 7.846.293,79
9.892.293,79 9.892.293,79
B. Sonderposten wegen Investitionszuschüssen zum Anlagevermögen (6) 67.182,00 101.613,00
C. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen (7) 136.049,00 149.934,00
D. Verbindlichkeiten (8)
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.746.828,91 2.038.926,47
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 112.144,30 106.010,37
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.227.812,98 1.883.965,33
4. Sonstige Verbindlichkeiten 344.647,22 312.331,40
davon aus Steuern: EUR 0,00 Vorjahr: EUR 17.833,97
4.431.433,41 4.341.233,57
14.526.958,20 14.485.074,36

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. - 31.12.2023

Anhang 2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse (9) 2.335.206,16 1.833.013,54
2. Sonstige betriebliche Erträge (10) 117.361,97 465.773,27
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren (11) -2.242.293,42 -966.589,44
b) Aufwendungen für bezogenen Leistungen -1.120.993,70 -906.119,63
-3.363.287,12 -1.872.709,07
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.895.891,61 -1.730.451,44
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -504.643,34 -490.817,00
davon für Altersversorgung: EUR 117.334,16 Vorjahr: EUR 116.975,30
-2.400.534,95 -2.221.268,44
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.045.644,81 -1.054.957,88
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -391.344,82 -406.478,70
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 145.035,45 8.559,85
davon an verbundene Unternehmen: EUR 144.098,05 Vorjahr: EUR 8.559,85
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -76.552,96 -93.138,41
davon an verbundene Unternehmen: EUR 54.141,92 Vorjahr: EUR 67.552,19
9. Ergebnis nach Steuern -4.679.761,08 -3.341.205,84
10. Sonstige Steuern -49.862,83 -48.287,28
11. Erträge aus Verlustübernahme (12) 4.729.623,91 3.389.493,12
12. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der Bädergesellschaft Iserlohn mbH

Gesellschaftsrechtliche Grundlagen

Die Bädergesellschaft Iserlohn mbH mit Sitz in Iserlohn ist im Handelsregister des Amtsgerichts Iserlohn, Abteilung B, unter Nr. 1313 eingetragen.

Gegenstand der Gesellschaft ist der Betrieb von öffentlichen Bädern und einer Eissporthalle. Die Gesellschaft betreibt das Aquamathe in Letmathe, das Seilerseebad und die Eissporthalle in Iserlohn.

Form und Darstellung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist gemäß Gesellschaftervertrag in entsprechender Anwendung der für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz wurde gemäß § 265 Abs. 5 HGB um den Posten "Sonderposten wegen Investitionszuschüssen zum Anlagevermögen" erweitert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden. Erweitert wurde die Gliederung um den Posten "Erträge aus Verlustübernahme".

Die Ziffern in Klammern in der Vorspalte der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung geben Hinweise auf die betreffenden Positionen im Anhang. Soweit Berichtspflichten in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang erfüllt werden können, werden die Angaben überwiegend in den Anhang übernommen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden linear abgeschrieben.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer überwiegend linear abgeschrieben. Bis 2017 werden geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten 150 € nicht übersteigen, im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen 151 € und 1.000 € liegen, werden als Jahressammelposten aktiviert und über fünf Jahre linear abgeschrieben. Ab 2018 werden geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten 800 € nicht übersteigen, im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Bei den geringwertigen Wirtschaftsgütern aus der Betriebs- und Geschäftsausstattung wird eine Abgangsfiktion unterstellt. Alle geringwertigen Wirtschaftsgüter, die älter als 10 Jahre sind, gehen anlagentechnisch ab.

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer für Neuanlagen beträgt für immaterielle Vermögensgegenstände 3 bis 5 Jahre, für Gebäude 25 bis 33 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen 5 bis 25 Jahre und für Anlagen der Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 20 Jahre. Sofern gebrauchtes Vermögen übernommen wurde, wurden entsprechend kürzere Nutzungsdauern bezogen auf die voraussichtliche Verwendung angesetzt.

Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Erkennbare Ausfallrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die liquiden Mittel und das Eigenkapital sind zum Nennwert bilanziert.

Die Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen werden zum Nennwert in einem Sonderposten auf der Passivseite ausgewiesen und entsprechend der Nutzungsdauer der begünstigten Sachanlagen erfolgswirksam aufgelöst.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Der Wertansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Erläuterungen zur Bilanz

(1)

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Entwicklung der Abschreibungen im Geschäftsjahr können aus dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel entnommen werden, der Bestandteil des Anhangs ist.

(2)

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen 10 T€ (Vj. 9 T€) Forderungen gegen Gesellschafter. Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben - wie im Vorjahr - Restlaufzeiten bis zu einem Jahr.

(3)

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit 9.524 T€ (Vj. 8.698 T€) die Gesellschafterin Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH; sie betreffen neben dem Anspruch auf Verlustübernahme für 2023 im Wesentlichen einen Saldo aus laufender Verrechnung. Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben - wie im Vorjahr - Restlaufzeiten bis zu einem Jahr.

(4)

Die sonstige Vermögensgegenstände bestehen im Wesentlichen aus Erstattungsansprüchen für Umsatzsteuer 143 T€ und haben - wie im Vorjahr - Restlaufzeiten bis zu einem Jahr.

(5)

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert 2.046 T€. Anteilseigner sind die Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH (95 %) und die Stadt Iserlohn (5 %).

(6)

Der Sonderposten wegen Investitionszuschüssen zum Anlagevermögen enthält Landeszuschüsse.

(7)

Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für Urlaubsrückstände und Überstunden, Jahresabschlusskosten.

(8)

Verbindlichkeitenspiegel

31.12.2023 Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamt
T€
bis 1 Jahr
T€
über 1 Jahr
T€
davon über 5 Jahre
T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.747 294 1.453 517
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 112 112 0 0
3 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.228 774 1.454 514
4. Sonstige Verbindlichkeiten 344 344 0 0
4.431 1.524 2.907 1.031
31.12.2022 Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamt
T€
bis 1 Jahr
T€
über 1 Jahr
T€
davon über 5 Jahre
T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.039 292 1.747 569
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 106 106 0 0
3 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.884 212 1.672 760
4. Sonstige Verbindlichkeiten 312 312 0 0
4.341 922 3.419 1.329

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch die Stadt Iserlohn in Höhe von 744 T€ (Vj. 931T€) verbürgt. Für Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 776 T€ (Vj. 827 T€) ist eine Grundschuld eingetragen. Ein Darlehen 227 T€ (Vj. 281 T€) ist durch Sicherungsübereignung eines BHKW gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen ein Darlehen von der Stadtwerke Iserlohn GmbH in Höhe von 1.672 T€ (Vj. 1.884 T€).

Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

(9)

Von den Umsatzerlösen in Höhe von 2.335 T€ (Vj. 1.833 T€) entfallen 1.241 T€ (Vj. 926 T€) auf das Seilerseebad, 315 T€ (Vj. 225 T€) auf das Aquamathe und 779 T€ (Vj. 682 T€) auf die Eissporthalle. Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich in Deutschland erzielt.

(10)

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind vor allem Erstattungen von Erdgassteuer für Vorjahre von 55 T€ (Vj. 47 T€), die Auflösung des Sonderpostens wegen Investitionszuschüssen zum Anlagevermögen in Höhe von 34 T€ (Vj. 35 T€) und die Einspeisevergütungen für das BHKW von 11 T€ (Vj. 355 T€) enthalten.

(11)

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren enthalten zum größten Teil Energie- und Wasserbezugskosten von 1.967 T€ (Vj. 731 T€). Die Aufwendungen für bezogene Leistungen resultieren vor allem aus der Verwaltungskostenumlage der Stadtwerke Iserlohn GmbH und aus Aufwendungen für Wartung und Instandhaltung der Einrichtungen.

(12)

Der Verlust von 4.730 T€ (Vj. 3.389 T€) ist von der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH zu übernehmen.

Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren 92 Mitarbeitende (Vj. 87) beschäftigt (hierin enthalten sind 49 geringfügig Beschäftigte), davon 36 kaufmännische Mitarbeitende sowie 56 gewerbliche Mitarbeitende. Am Bilanzstichtag bestanden drei Ausbildungsverhältnisse.

Die Altersversorgung für die Mitarbeitenden der Gesellschaft ist im Tarifvertrag geregelt. Die Mitarbeitenden sind bei den Kommunalen Versorgungskassen Westfalen-Lippe (kvw-Zusatzversorgung) versichert. Hinsichtlich des Fehlbetrages aus den Versorgungsansprüchen und dem auf die Gesellschaft entfallenden anteiligen Deckungskapital der kvw-Zusatzversorgung liegt eine subsidiäre Einstandspflicht der Bädergesellschaft Iserlohn mbH als Arbeitgeber vor. Nach Auffassung des Hauptfachausschusses des IDW liegt bei dieser Art der Zusatzversorgung eine mittelbare Pensionsverpflichtung vor, für die nach Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB ein Passivierungswahlrecht besteht. Die Bädergesellschaft Iserlohn mbH hat auf eine Passivierung verzichtet. Die Verpflichtung betrug zum 31.12.2022 3.815 T€.

Aufsichtsrat

Fabian Tigges Ratsmitglied der Stadt Iserlohn
Vorsitzender Geschäftsleitung Kitas und Leiter Unternehmenskommunikation
Peter Leye Ratsmitglied der Stadt Iserlohn
stv. Vorsitzender Rentner
John Haberle Ratsmitglied der Stadt Iserlohn
Dipl. Sozialwissenschaftler
Marcel Jimenez Albarrán Ratsmitglied der Stadt Iserlohn
Selbstständiger Finanzberater
Michael Joithe Bürgermeister der Stadt Iserlohn
Silke Kaqija Betriebsratsvorsitzende
Fachangestellte für Bäderbetriebe
Eva Kirchhoff Ratsmitglied der Stadt Iserlohn
Architektin
Detlef Köpke Ratsmitglied der Stadt Iserlohn
Rentner
Christian Kohlstädt Ratsmitglied der Stadt Iserlohn
Elektrotechniker
Benjamin Korte Ratsmitglied der Stadt Iserlohn
Jurist
Klaus Laatsch Ratsmitglied der Stadt Iserlohn
Elektriker
Karsten Meininghaus Ratsmitglied der Stadt Iserlohn
Oberstudienrat am Berufskolleg
Sylvia Patscher Ratsmitglied der Stadt Iserlohn
Kfm. Angestellte
Andreas Seckelmann Ratsmitglied der Stadt Iserlohn
Lager-Versandleiter
Stefan Woelk Ratsmitglied der Stadt Iserlohn
Geschäftsführer
Michael Wojtek Kämmerer der Stadt Iserlohn

Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten für ihre Tätigkeit keine Vergütung von der Gesellschaft.

Geschäftsführung

Reiner Timmreck, Iserlohn (Geschäftsführer der Stadtwerke Iserlohn GmbH, Iserlohn)

Der Geschäftsführer erhält für seine Tätigkeit keine Vergütung von der Gesellschaft.

Angaben zum Mutterunternehmen

Die Bädergesellschaft Iserlohn mbH ist in den Konzernabschluss der Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH, Iserlohn, einbezogen. Die Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für den größten/kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht. Die Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts Iserlohn unter HRB 1312 eingetragen.

Die Angaben zum Abschlussprüferhonorar sind im Konzernabschluss der Gesellschaft enthalten. Auf die Angabe an dieser Stelle wird daher aufgrund der befreienden Konzernklausel des § 285 Nr. 17 HGB verzichtet.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres, über die zu berichten wäre, sind nicht eingetreten.

Ergebnisverwendung

Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages hat die Gesellschaft für Kommunalwirtschaft Iserlohn mbH den Verlust der Bädergesellschaft Iserlohn mbH von 4.730 T€ (Vj. 3.389 T€) übernommen.

 

Iserlohn, den 17. Juni 2024

Bädergesellschaft Iserlohn mbH

Timmreck, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Gesamt Stand 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchung
Stand 31.12.2023
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, Rechte und ähnliche Werte 51.889,50 2.552,41 0,00 0,00 54.441,91
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.598.680,82 18.936,50 11.063,06 0,00 17.606.554,26
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.727.406,23 85.560,41 85.617,70 0,00 8.727.348,94
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.333.464,61 24.932,38 23.691,12 0,00 1.334.705,87
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 16.757,79 14.722,80 6.698,20 0,00 24.782,39
27.676.309,45 144.152,09 127.070,08 0,00 27.693.391,46
GESAMT 27.728.198,95 146.704,50 127.070,08 0,00 27.747.833,37
Abschreibungen
Gesamt Stand 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchung
Stand 31.12.2023
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, Rechte und ähnliche Werte 46.435,50 3.772,41 0,00 0,00 50.207,91
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.063.254,82 700.405,53 10.973,09 0,00 14.752.687,26
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.021.412,23 302.968,49 77.511,78 0,00 7.246.868,94
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.217.190,61 38.498,38 23.691,12 0,00 1.231.997,87
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
22.301.857,66 1.041.872,40 112.175,99 0,00 23.231.554,07
GESAMT 22.348.293,16 1.045.644,81 112.175,99 0,00 23.281.761,98
Buchwerte
Gesamt Stand 31.12.2023
Stand 31.12.2022
T€
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, Rechte und ähnliche Werte 4.234,00 6
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.853.867,00 3.535
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.480.480,00 1.706
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 102.708,00 116
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 24.782,39 17
4.461.837,39 5.374
GESAMT 4.466.071,39 5.380

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Bädergesellschaft Iserlohn mbH, Iserlohn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Bädergesellschaft Iserlohn mbH, Iserlohn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bädergesellschaft Iserlohn mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bielefeld, den 27. August 2024

WIBERA Wirtschaftsberatung
Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Moritz Meyer, Wirtschaftsprüfer

Sven Galbarski, Wirtschaftsprüfer

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