PRR Beteiligungsholding GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Frauke Dr. Wildvang seit 15.1.2025 | Prokura |
René Dr. Rambusch seit 14.4.2011 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PRR Beteiligungsgesellschaft mbHWuppertalKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018
Konzernkapitalflussrechnung "für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018"
Konzerneigenkapitalspiegel "für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018"
Konzernanhang1. Allgemeine Angaben (1) Konzernrechnungslegung Die PRR Beteiligungsgesellschaft mbH hat ihren Sitz in Wuppertal und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Wuppertal (HRB 23343). Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte unter Beachtung der §§ 290 ff. HGB. (2) Konzernabschlussstichtag Der Konzernabschlussstichtag entspricht dem Abschlussstichtag der Muttergesellschaft (31.12.2018). Die Tochterunternehmen certoplast Technische Klebebänder GmbH, certoplast GmbH und PRR Asia Pacific Limited werden mit ihren Jahresabschlüssen zum 30.9.2018 in den Konzernabschluss einbezogen. Auf die Aufstellung von Zwischenabschlüssen auf den Konzernabschlussstichtag wurde verzichtet. Die Geschäftsjahre der übrigen in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen stimmen mit dem Kalenderjahr überein. Die certoplast Technische Klebebänder GmbH hat ihr Geschäftsjahr auf das Kalenderjahr umgestellt und für den Zeitraum vom 1.10.2018 bis zum 31.12.2018 ein Rumpfgeschäftsjahr gebildet. Das Unternehmen wurde daher mit einem Zeitraum von 15 Monaten (1.10.2017 bis zum 31.12.2018) in den Konzernabschluss einbezogen. Durch die zusätzliche Einbeziehung des Rumpfgeschäftsjahres sind der Konzernumsatz mit 12,4 Mio. € und das Konzernergebnis mit 1,0 Mio. € positiv beeinflusst. (3) Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss sind neben der PRR Beteiligungsgesellschaft mbH entsprechend den gesetzlichen Vorschriften die folgenden Unternehmen einbezogen:
Zwei Unternehmen wurden wegen untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Die certoplast Technische Klebebänder GmbH, Wuppertal, und die Poly-Chem GmbH, Bitterfeld, sind durch Aufstellung, Prüfung und Offenlegung des Konzernabschlusses unter den weiteren Voraussetzungen des § 264 Abs. 3 HGB von ihrer Verpflichtung befreit, einen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen, prüfen zu lassen und offenzulegen. 2. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden (1) Allgemeines Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Für den Konzern werden einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet. Grundlage für die Bewertung der Vermögensgegenstände des Anlage- und Umlaufvermögens bilden die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die Herstellungskosten umfassen die fertigungsbezogenen Einzel- und Gemeinkosten sowie Sonderkosten der Fertigung. Der Werteverzehr des Anlagevermögens ist in den Gemeinkosten verrechnet. In den Herstellungskosten sind keine Fremdkapitalzinsen enthalten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt. Ausfallrisiken wurden angemessen berücksichtigt. Fremdwährungsforderungen wurden zum Stichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken Rechnung tragen. Die Rückstellungen und Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden zum Stichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. (2) Währungsumrechnung Die Abschlüsse ausländischer einbezogener Unternehmen wurden nach der Stichtagskursmethode in Euro umgerechnet. Die Differenzen zwischen dem Saldo der umgerechneten Aktiva und Schulden und dem umgerechneten Eigenkapital wurden erfolgsneutral in einen Ausgleichsposten innerhalb des Eigenkapitals eingestellt. (3) Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung wurde nach der Neubewertungsmethode vorgenommen. Als Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wurde der Zeitpunkt der Einbeziehung in den Konzernabschluss bzw. das Datum des Erwerbs oder der Gründung gewählt. Die bei der Erstkonsolidierung entstandenen passiven Unterschiedsbeträge wurden in den Konzernergebnisvortrag umgegliedert, da sie aus thesaurierten Gewinnen aus der Zeit vor der Erstkonsolidierung resultierten. 3. Erläuterungen zur Bilanz (1) Anlagevermögen Die Entwicklung der Anlagepositionen ist dem nachfolgenden Anlagengitter zu entnehmen:
Immaterielle Vermögensgegenstände wurden auf eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren linear abgeschrieben. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung zeitanteilig. Die Abschreibungen auf den Altbestand wurden planmäßig fortgeführt. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu 800 € werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang im Anlagengitter ausgewiesen. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen:
(2) Vorräte Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und der Handelswaren erfolgte zu gewogenen Durchschnittpreisen. Ungängiger Vorratsbestand wurde hiervon abweichend jeweils mit einem angemessenen Abschlag versehen. Unfertige und fertige Erzeugnisse wurden zu den aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bewertet. Abschläge wurden für Ungängigkeit und nach den Grundsätzen der verlustfreien Bewertung vorgenommen. (3) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die erkennbaren Einzel- und latenten Risiken sowie die voraussichtlichen Zins- und Skontoverluste wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. (4) Eigenkapital Als gezeichnetes Kapital wird das Stammkapital der Muttergesellschaft ausgewiesen. Die Kapitalrücklage resultiert aus Einlagen der Gesellschafter in das Kapital der Muttergesellschaft. (5) Pensionsrückstellungen Die Pensionsrückstellungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Dr. K. Heubeck und eines durchschnittlichen Zinssatzes der vergangenen zehn Jahre von 3,21 % für eine Laufzeit von 15 Jahren nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Nach den Erfahrungswerten aus der Vergangenheit wurde eine Rentendynamik von 1 % in die Berechnung einbezogen. Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Zinssatz der vergangen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Zinssatz der vergangen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 143 T€. (6) Sonstige Rückstellungen Diese Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung bekanntgewordenen ungewissen Schulden und Risiken, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. (7) Verbindlichkeiten Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ist dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte und durch Sicherungsübereignung von technischen Anlagen und Vorräten, Globalzession bzw. Forderungsabtretungen gesichert. Für die übrigen Verbindlichkeiten bestehen Sicherheiten im üblichen Umfang. (8) Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern betreffen steuerliche Wahlrechte bei der Bilanzierung von Zuschüssen und Versicherungsentschädigungen. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 33 % zugrunde gelegt. Aktive latente Steuern wurden nicht gebildet. Die passiven latenten Steuern haben sich von 5.832 T€ im Vorjahr um 160 T€ auf 5.992 T€ erhöht. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (1) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden im Wesentlichen aus dem Verkauf von eigengefertigten Klebebändern und Klebstoffen erzielt. Auf das Inland entfielen 22,7 % (Vj.: 21,1 %), auf das EU- Ausland 21,8 % (Vj.: 21,8 %) und auf das übrige Ausland 55,5 % (Vj. : 57,1 %). (2) Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen Im Zusammenhang mit dem Brand am Standort in Bitterfeld im Jahr 2015 sind außergewöhnliche Erträge (insb. Versicherungsentschädigungen) von 1.627 T€ (Vj.: 9.116 T€) entstanden. Den Erträgen stehen hohe Investitionen für den Neuaufbau gegenüber. (3) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge von 249 T€ (Vj.: 160 T€) sowie Erträge aus der Währungsumrechnung von 747 T€ (Vj.: 77 T€). Die periodenfremden Erträge betreffen u.a. Gewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. (4) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen von 43 T€ (Vj.: 226 T€) sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von 188 T€ (Vj.: 1.412 T€). Die periodenfremden Aufwendungen betreffen u.a. Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens und Aufwendungen aus der Rückforderung von Zuschüssen für frühere Jahre. (5) Zinsen und ähnliche Aufwendungen Der Posten enthält Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen in Höhe von 79 T€ (Vj.: 71 T€). (6) Steuern Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten per Saldo Erträge von 92 T€, die frühere Perioden betreffen. Von den sonstigen Steuern entfallen 184 T€ auf frühere Perioden. 5. Sonstige Angaben (1) Geschäftsführer Dipl.-Kfm. Peter Rambusch, Dr. René Rambusch. (2) Haftungsverhältnisse Gegenüber einem nicht einbezogenen verbundenen Unternehmen bestehen Bürgschaftsverpflichtungen von 34 T€ und eine Garantieerklärung mit einem Höchstbetrag von 112 T€. Nach der geplanten Geschäftsentwicklung wird mit einer Inanspruchnahme nicht gerechnet. (3) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Miet-, Leasing- sowie Wartungs- und Dienstleistungsverträgen bestehen Verpflichtungen von rd. 0,5 Mio. €. Die Verträge haben Kündigungsfristen bzw. Restlaufzeiten von einem bis fünf Jahren. Mietverträge mit einem Jahresbetrag von 14 T€ sind auf unbestimmte Zeit abgeschlossen. Das Bestellobligo betrug zum Bilanzstichtag rd. 0,1 Mio. €. (4) Anzahl der Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten ohne Geschäftsführer beträgt bei den Angestellten 93 (Vj.: 86 ) und bei den Gewerblichen 105 (Vj.: 95 ). (5) Abschlussprüferhonorar Das von unserem Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt für Abschlussprüfungsleistungen 172 T€, für Steuerberatungsleistungen 54 T€ und für sonstige Leistungen 96 T€. (6) Kapitalflussrechnung Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds entspricht dem in der Bilanz ausgewiesenen Posten Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten. (7) Nachtragsbericht Die Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus stellt die Welt vor große und bislang nicht gekannte Herausforderungen. Nachdem das Virus im Dezember 2019 in China zum ersten Mal beobachtet wurde, breitet es sich inzwischen weltweit aus. Ausmaß, Dauer und negative Folgen für die Gesamtwirtschaft und Industrie sind derzeit noch nicht absehbar. Verlässliche Aussagen zum Einfluss der Epidemie auf die Geschäftsentwicklung des PRR Konzerns sind aktuell nicht möglich.
Wuppertal, 30. März 2020 gez. Peter Rambusch gez. Dr. Rene Rambusch Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018Grundlagen des Konzerns Die PRR Beteiligungsgesellschaft mbH ist eine Kapitalgesellschaft, welche ausschließlich die Beteiligungen an den Tochtergesellschaften hält. Diese sind in den Bereichen technische Klebebänder, selbstklebende Folien und Haftklebstoffe sowie Beteiligungs- und Immobilienmanagement tätig. Dabei folgt die Gruppe mit ihren Standorten den Kunden in die wesentlichen Märkte Europa und Asien sowie Nord Amerika. In den Konzernabschluss sind neben der PRR Beteiligungsgesellschaft mbH entsprechend den gesetzlichen Vorschriften die folgenden Unternehmen einbezogen:
Zwei weitere Unternehmen wurden wegen untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Die laufende Steuerung innerhalb der Gruppe basiert auf einem Berichtsystem, das in Form von monatlichen Reports erstellt wird und die Ergebnissituation der einzelnen Gesellschaften darstellt. Da die Gesellschaften in den wesentlichen Märkten Europa, Asien und Nordamerika mit eigenen Produktionsstätten und Vertriebseinheiten vertreten sind, erfolgt die Steuerung der einzelnen Standorte individuell. Wirtschaftsbericht Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Das Geschäftsjahr 2018 war gekennzeichnet durch eine überwiegend positive gesamtwirtschaftliche Lage. Trotz einiger Schwierigkeiten im europäischen Markt konnte die Automobilindustrie unverändert Exporterfolge verzeichnen. Die Weltautomobilproduktion der Personenkraftwagen deutscher Automobilkonzerne bewegte sich im Jahr 2018 mit 16,36 Mio. Einheiten in etwa auf Vorjahresniveau. Die Inlandsproduktion sank dabei um 9,3 % auf 5,12 Mio. während die Auslandsproduktion sich um 3,7 % auf 11,24 Mio. Einheiten erhöhte. Der Anteil der deutschen Hersteller an der Weltautomobilproduktion bei den Personenkraftwagen betrug im Jahr 2018 19,6 % nach 19,4 % in 2017. Da die Unternehmen der Gruppe mehr als 70 % ihres Umsatzes mit der Automobilindustrie tätigen, konnten wir daran partizipieren. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Das wesentliche Leistungsmerkmal unserer Ertragslage sind die Umsatzerlöse sowie das Betriebsergebnis aus unserer operativen Produktionstätigkeit. Die finanziellen Leistungsindikatoren der Vermögens- und Finanzlage sind für uns die Entwicklung der Eigenkapitalquote und der operative Cash Flow des Geschäftsjahres. Die Entwicklung der Gruppe wird neben den finanziellen Kennzahlen auch durch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren bestimmt, die an Bedeutung immer mehr zunehmen. Sie betreffen die Beziehungen unserer Unternehmen zu Arbeitnehmern und Kunden sowie mit steigender Bedeutung Umweltbelange. Im Personalbereich werden die Weiterbildung und das Gesundheitsmanagement konsequent verfolgt und ausgebaut. Unsere durchschnittliche Personalstärke konnte über das Geschäftsjahr wiederum gesteigert werden. Mit unseren Kunden verbindet uns eine überwiegend langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit. Gegenseitige Zuverlässigkeit und das stetige Arbeiten an technischen Problemlösungen prägen unsere Geschäftsbeziehungen. Der steigenden Bedeutung von Umweltbelangen kommen wir durch verstärkte Investitionen zur Optimierung von Produktionsverfahren und umweltbewusste Auswahl der Rohstoffe für unsere Produkte nach. Für unsere Klebebandprodukte setzen wir dementsprechend nur lösungsmittelfreie Kleber ein. Ertragslage Der Umsatz konnte im Vergleich zum Vorjahr um rd. 18 % gesteigert werden und beläuft sich nunmehr auf 128,7 Mio. €. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass durch die Einbeziehung einer Tochtergesellschaft mit einem Zeitraum von 15 Monaten der Umsatz positiv beeinflusst ist. Ohne Berücksichtigung des zusätzlich gebildeten Rumpfgeschäftsjahres hätte sich ein Umsatzanstieg um rd. 7 % auf 116,3 Mio. € ergeben. Sämtliche Standorte konnten eine Umsatzverbesserung verzeichnen. Die Betriebsleistung steigt bei geringem Bestandsaufbau entsprechend. Der Materialaufwand ist überproportional gegenüber der Betriebsleistung gesunken. Die Materialaufwandsquote beläuft sich auf rd. 60 % und liegt damit unter dem Niveau im Vorjahr (65 %). Der Rohertrag ist in Folge der Entwicklung um 13,6 Mio. € angestiegen. Das um Sondereffekte bereinigte Betriebsergebnis ist entsprechend um 6,8 Mio. € gestiegen und liegt bei 22,9 Mio. €. Ohne Berücksichtigung des zusätzlich gebildeten Rumpfgeschäftsjahres wäre das Betriebsergebnis um rd. 5,1 Mio. € auf 21,2 Mio. € gestiegen. Das Finanzergebnis beläuft sich unverändert auf - 0,4 Mio. €. Das gegenüber dem Vorjahr trotz Betriebsergebnisverbesserung niedrigere Konzernergebnis vor Steuern in Höhe von 22,8 Mio. € (Vj: 24,8 Mio. €) resultiert im Wesentlichen aus dem gegenüber dem Vorjahr niedrigeren als neutral zu klassifizierenden Ergebnis in Höhe von 0,2 Mio. € (Vj: 9,0 Mio. €). Neutral waren im Vorjahr vor allem die Erträge aus Versicherungsentschädigungen für Umsatzausfälle und Ersatzinvestitionen sowie für das abgebrannte Gebäude als Folge des Brandes bei der PolyChem GmbH in 2015. Nach Steuern von 6,1 Mio. € (Vj.: 8,8 Mio. €) beläuft sich der Jahresüberschuss auf 16,7 Mio. € und liegt im Vorjahresvergleich um 0,7 Mio.€ höher als 2017. Das zusätzlich gebildete Rumpfgeschäftsjahr hat den Jahresüberschuss in Höhe von rd. 1,0 positiv beeinflusst. Vermögens- und Finanzlage Das Vermögen des Konzerns erhöht sich um 11,1 Mio. € auf 127,6 Mio. €. Rund 63 % (Vj.: 62 %) entfallen hiervon auf das kurzfristige Vermögen. Das Anlagevermögen in Höhe von 47,6 Mio. € ist im Berichtsjahr um 3,6 Mio. € gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf Investitionen im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau der Produktionsstätte in Bitterfeld-Wolfen, Investitionen in den Maschinenpark und den Neubau einer Lagerhalle zurückzuführen. Im Umlaufvermögen sind die Vorräte, die Forderungen sowie die flüssigen Mittel gestiegen. Die liquiden Mittel in Höhe von 40,2 Mio. € machen rd. 32 % des Vermögens aus. Das Eigenkapital ist gegenüber dem Vorjahr um 16,0 Mio. € gestiegen. Gleichzeitig verringerten sich die Rückstellungen und Verbindlichkeiten um 4,9 Mio. €, so dass die Eigenkapitalquote sich um 6,7 % Prozentpunkte auf 74,5 % erhöhte. Das langfristig dem Konzern zur Verfügung stehende Fremdkapital sank im Berichtsjahr um 1,5 Mio. €. Beim kurzfristigen Kapital ist ein Rückgang um 3,4 Mio. € zu verzeichnen. Die Veränderung des kurzfristigen Kapitals betrifft im Wesentlichen eine Reduzierung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 3,3 Mio. €. Die Liquiditätskennzahlen haben sich insgesamt positiv entwickelt, die Investitionen wurden vollständig aus dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit finanziert. Die Zahlungsfähigkeit im Konzern war jederzeit gegeben. Nachtragsbericht Die Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus stellt die Welt vor große und bislang nicht gekannte Herausforderungen. Nachdem das Virus im Dezember 2019 in China zum ersten Mal beobachtet wurde, breitet es sich inzwischen weltweit aus. Ausmaß, Dauer und negative Folgen für die Gesamtwirtschaft und Industrie sind derzeit noch nicht absehbar. Verlässliche Aussagen zum Einfluss der Epidemie auf die Geschäftsentwicklung des PRR Konzerns sind aktuell nicht möglich. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Prognosebericht Die Entwicklung des Konzerns im Geschäftsjahr 2019 wird im Wesentlichen von der Konjunktur der Automobilindustrie bestimmt, die sich trotz der sogenannten Dieselkrise insbesondere im Ausland noch stabil darstellt. Darauf aufbauend erwarten wir für das Geschäftsjahr 2019 eine stabile Umsatzentwicklung auf Vorjahresniveau nach Eliminierung des zusätzlichen Rumpfgeschäftsjahres. Um den operativen Gewinn im Konzern trotz des gestiegenen Kostendrucks auf dem bisherigen Niveau zu halten, sind weitere Optimierungen in den Produktions- und Beschaffungsprozessen notwendig. Dies erfordert unverändert Investitionen zur Kostensenkung in allen betrieblichen Abläufen. Wir streben einen höheren Automatisierungsgrad an. Um auf den wachsenden Märkten bestehen zu können, sind weitere Aktivitäten im Bereich der Materialbeschaffung notwendig, um insbesondere die hohen Rohstoffkosten und deren Verknappung aufzufangen. Um das Wachstum im amerikanischen Markt und das damit verbundene Fremdwährungsrisiko bewältigen zu können, wird der Produktionsstandort in den USA weiter ausgebaut. Wir erwarten in 2019 ein vergleichbar gutes operatives Ergebnis wie in 2018, nach Eliminierung des zusätzlichen Rumpfgeschäftsjahres. Wir rechnen weiterhin mit einer stabilen Geschäftsentwicklung. Dies könnte sich jedoch durch die Coronavirus-Epidemie auch kurzfristig deutlich ändern. Chancen und Risiken Wesentliche Chancen unserer wirtschaftlichen Entwicklung für das Geschäftsjahr 2019 sehen wir in dem unverändert hohen Export der Automobilindustrie, an dem wir teilhaben. Im Inland sehen wir die Nachfrage auf einem stabilen Niveau. Risiken für unsere Produktionsstandorte in Deutschland und China sehen wir in der Verteuerung der Produktion durch Kostensteigerungen, die nicht an die Kunden weitergegeben werden können. Insbesondere bei der Beschaffung von Rohstoffen bestehen Risiken in der Verfügbarkeit und der Preisentwicklung, die auch durch die Wechselkursentwicklung beeinflusst sind. Zudem sehen wir auch in der Beschaffung von qualifiziertem Personal und der steigenden Lohnentwicklung ein Risiko. Darüber hinaus sehen wir für unseren Produktionsstandort in Deutschland insbesondere auch Risiken in der weiteren Entwicklung der Zuschläge auf Energiepreise in Deutschland. Im internationalen Vergleich wirken diese Faktoren stark belastend. Die Coronavirus-Epidemie stellt aktuell das größte Risiko für die Entwicklung der Gesamtwirtschaft, Industrie und des Geschäfts im Konzern dar. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Die von uns eingesetzten Finanzinstrumente in Form von Forderungen, Guthaben bei Kreditinstituten und Verbindlichkeiten, unterliegen einem relativ geringen Risiko. Unsere Umsätze mit Drittkunden werden überwiegend in Euro abgewickelt. Dollargeschäfte werden durch die Fertigung bei unserer Tochtergesellschaft in den USA abgewickelt, Fakturierungen mit dieser Tochter erfolgen teilweise in Dollar. Wir verfügen über einen solventen Kundenstamm, mit dem uns eine langjährige Zusammenarbeit verbindet. Wesentliche Forderungsausfälle hatten wir bisher nicht zu verzeichnen. Insbesondere Neukunden werden stets einer Bonitätsprüfung unterzogen. Im Einkaufsbereich finanzieren wir uns auch über Lieferantenkredite. Unsere Verbindlichkeiten werden stets pünktlich und wenn möglich unter Inanspruchnahme von Skonti beglichen. Fremdwährungsrisiken bestehen teilweise im Einkauf von Rohstoffen. Termingeschäfte zur Absicherung von Kursschwankungen wurden bisher nicht vorgenommen. Ziel unseres Finanz- und Risikomanagements ist eine möglichst hohe Absicherung gegen finanzielle Risiken.
Wuppertal, den 30. März 2020 PRR Beteiligungsgesellschaft mbH gez. Peter Rambusch gez. Dr. René Rambusch BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die PRR Beteiligungsgesellschaft mbH Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der PRR Beteiligungsgesellschaft mbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der PRR Beteiligungsgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wuppertal, den 7. April 2020 Breidenbach
und Partner PartG mbB
Eisenberg, Wirtschaftsprüfer Wendlandt, Wirtschaftsprüfer Die Billigung des Konzernabschlusses erfolgte am 24. April 2020. |
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