TRUMPF Laser- und Systemtechnik GmbHLiquidiert
Johann-Maus-Straße 2, 71254 Ditzingen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Deborah Schmid seit 6.11.2023 | Prokura |
Moritz Dr. Ziegler seit 6.11.2023 | Prokura |
Tobias Dr. Brune seit 21.8.2023 | Prokura |
Andreas Peters seit 21.8.2023 | Prokura |
Hagen Dr. Zimer seit 6.7.2023 | Prokura |
Marco Klein seit 17.3.2023 | Prokura |
Arnim Brüchle seit 3.2.2023 | Prokura |
Joana Dr. Matera seit 9.2.2022 | Prokura |
Ralf Kimmel seit 1.6.2021 | Prokura |
Alexander Dr. Knitsch seit 19.1.2021 | Prokura |
Thomas Dr. Fehn seit 14.7.2020 | Geschäftsführer |
Richard Bannmüller seit 24.9.2019 | Geschäftsführer |
Andreas Frahm seit 24.9.2019 | Prokura |
Tanja Dörrich seit 20.7.2018 | Prokura |
Thomas Dr. Harrer seit 6.10.2015 | Prokura |
Günther Weinmann seit 10.11.2014 | Prokura |
Jürgen Rumberger seit 3.7.2014 | Prokura |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TRUMPF SE + Co. KG (vormals: TRUMPF GmbH + Co. KG)DitzingenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2021 bis zum 30.06.2022Konzernlagebericht Für das Geschäftsjahr 2021/22STRUKTUR UND TÄTIGKEITSBEREICHELicht und Maschinen - unser Portfolio Unser größter Tätigkeitsbereich sind Werkzeugmaschinen für die flexible Blech- und Rohrbearbeitung. Wir haben Maschinen zum Biegen, zum Stanzen, für kombinierte Stanz-Laser-Prozesse sowie für Laserschneid- und Laserschweißanwendungen im Programm. Vielfältige Automatisierungslösungen und ein breites Softwareangebot für vernetzte Fertigungslösungen runden das Portfolio ab. Unser Produktprogramm in der Lasertechnik umfasst Lasersysteme für das Schneiden, das Schweißen und die Oberflächenbearbeitung dreidimensionaler Teile. Wir bieten Hochleistungs-CO 2-Laser, Scheiben- und Faserlaser, Diodenlaser, Ultrakurzpulslaser sowie Beschriftungslaser und -systeme an. Teil der Lasertechnik ist das Geschäftsfeld Elektronik. Dieses umfasst Produkte mit Gleichstrom-, Hoch- und Mittelfrequenzgeneratoren für die induktive Materialerwärmung, für die Oberflächenbeschichtung und -bearbeitung mittels Plasmatechnologie sowie für die Laseranregung. 3D-Drucksysteme für metallische Bauteile oder medizinische Implantate gehören ebenfalls zu unserem Portfolio. Dafür nutzen wir im Rahmen von Additive Manufacturing die beiden relevanten Technologien Laser Metal Fusion und Laser Metal Deposition. Ein weiteres Geschäftsfeld sind CO 2-Laser für die EUV-Lithographie. Hierbei wird extrem ultraviolette Strahlung eingesetzt, um noch kleinere, effizientere Schaltkreise oder Mikrochips herstellen zu können. Zusätzlich zum bereits bestehenden Geschäft mit Hochleistungsdiodenlasern werden die Laserdioden des Geschäftsfelds Photonic Components in Smartphones, in der digitalen Datenübertragung sowie in Sensoren für das autonome Fahren eingesetzt. Organisationsstruktur Die Management-Holding TRUMPF SE + Co. KG bildet das organisatorische Dach der TRUMPF Gruppe. Die operative Verantwortung für die Geschäftsbereiche und Geschäftsfelder ist auf verschiedene Vorstandsmitglieder verteilt. Das operative Geschäft der TRUMPF Gruppe ist überwiegend in den beiden Geschäftsbereichen Werkzeugmaschinen und Lasertechnik organisiert. Innerhalb der Geschäftsbereiche werden einzelne Produkt- beziehungsweise Marktsegmente als eigene Geschäftsfelder geführt. Im Geschäftsbereich Werkzeugmaschinen betrifft dies beispielsweise unsere chinesische Werkzeugmaschinenmarke JFY und im Geschäftsbereich Lasertechnik die Elektronik. Die Geschäftsbereiche Werkzeugmaschinen und Lasertechnik werden durch eine Geschäftsbereichsgeschäftsführung verantwortet. Die jeweiligen geschäftsführenden Direktoren beziehungsweise Geschäftsführer der Geschäftsbereiche werden durch ein funktional organisiertes Managementteam unterstützt, das entlang der Wertschöpfungskette die Funktionsbereiche Forschung und Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Service sowie Finanzen und Personal abdeckt. Die beiden Geschäftsbereichsverantwortlichen sind gleichzeitig Mitglieder des Vorstands der Management-Holding. Neben den beiden Geschäftsbereichen werden die Geschäftstätigkeiten in den Bereichen EUV und Photonic Components sowie Financial Services in separaten Geschäftsfeldern geführt. Diese werden von eigenen Managementteams geleitet, die direkt jeweils an ein Vorstandsmitglied berichten. Weltweite Präsenz - nah an unseren Kunden Die TRUMPF Gruppe ist weltweit in allen für sie wichtigen Märkten vertreten. Wir haben 86 operativ tätige Tochtergesellschaften in Europa, Amerika und Asien-Pazifik. Unsere industriellen Produktionsstandorte liegen in Europa in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Österreich, Polen, in der Schweiz und in der Tschechischen Republik, auf dem amerikanischen Kontinent in den USA und in Mexiko sowie in China. Unser Stammsitz befindet sich in Ditzingen. Unsere Kunden unterstützen wir mit einem umfassenden Serviceangebot, das den gesamten Lebenszyklus unserer Produkte umfasst. Wir bieten alle Leistungen, von der Finanzierung über Werkzeuge und Ersatzteile, technischen Service, Beratung und Schulung bis hin zu Funktionserweiterungen, Prozessoptimierungskonzepten, Monitoring- und Analysetools und Gebrauchtmaschinenhandel. FINANZIELLE STEUERUNG DER TRUMPF GRUPPEGeschäftsbereiche und Geschäftsfelder Die TRUMPF Gruppe bildet die geschäftsbereichsorientierte Organisationsstruktur betriebswirtschaftlich durch eine Spartenrechnung ab. Dadurch werden unabhängig von der gesellschaftsrechtlichen Struktur innerhalb der einzelnen rechtlichen Einheiten alle Umsätze und Kosten den Geschäftsbereichen und Geschäftsfeldern zugeordnet, die hierfür die weltweite Managementverantwortung tragen. Funktionale Managementverantwortung Die Aufstellung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt bei TRUMPF nach dem Umsatzkostenverfahren. Hierdurch wird die Wahrnehmung der funktionalen Managementverantwortung in den Geschäftsbereichsgeschäftsführungen betriebswirtschaftlich unterstützt. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden die dem Umsatz gegenüberstehenden Herstellungskosten sowie die Kosten für Vertrieb, Forschung und Entwicklung als auch Verwaltung transparent gemacht. Nachhaltige Wertsteigerung Das oberste betriebswirtschaftliche Ziel der TRUMPF Gruppe ist die kontinuierliche Wertsteigerung des Unternehmens. Dies soll durch einen nachhaltig positiven Wertbeitrag erreicht werden. Der Wertbeitrag der TRUMPF Gruppe ist dabei definiert als operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT - Earnings Before Interest and Tax) abzüglich der Kapitalkosten des operativ investierten Kapitals. Die Kapitalkosten ergeben sich als Mindestverzinsung auf das durchschnittlich gebundene investierte Kapital. Die Mindestverzinsung (WACC - Weighted Average Cost of Capital) für das Geschäftsjahr 2021/22 in Höhe von 9,5 Prozent (Vorjahr 9,5 Prozent) versteht sich vor Steuern und ist aus einer repräsentativen Peer Group von Unternehmen aus den Geschäftsbereichen und Geschäftsfeldern abgeleitet. Der WACC wird regelmäßig überprüft. Das oberste betriebswirtschaftliche Ziel der kontinuierlichen Wertsteigerung wird bei TRUMPF in drei operative Ziele heruntergebrochen:
1) in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen enthalten 2) Durchschnitt über die 12 Monate des Geschäftsjahres Finanzielle Unabhängigkeit Die TRUMPF Gruppe ist ein Familienunternehmen. Das Ziel der Familie ist es, TRUMPF nachhaltig selbstständig und unabhängig von externen Kapitalgebern zu führen. Das nachhaltig hohe Wachstumsziel soll daher weitestgehend aus eigener Kraft erreicht werden. Die hierfür notwendigen Investitionen sollen in der Regel durch den operativen Cash Flow finanziert werden, um einen positiven Free Cash Flow zu generieren. Der positive Free Cash Flow wiederum dient der Stärkung der Nettofinanzposition. Eine starke Nettofinanzposition versetzt TRUMPF in die Lage, auch größere Einzelinvestitionen, wie zum Beispiel den Zukauf von Unternehmen, aus eigener Kraft zu finanzieren. Ebenso ist die Beibehaltung der hohen Eigenkapitalquote der Garant für wirtschaftliche Unabhängigkeit. Als zusätzliche Kennzahl dient das wirtschaftliche Eigenkapital, das die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern mit einbezieht. Diese langfristigen Verbindlichkeiten versteht die Eigentümerfamilie als Bestandteil der langfristigen Kapitalausstattung der TRUMPF Gruppe.
WIRTSCHAFTSBERICHTWirtschaftliches Umfeld
Pandemi e, Lieferketten sowie Inflation dominieren die globale Wirtschaftsentwicklung Die globale Wirtschaftsentwicklung zeigte nach mehr als einem Jahr im Zeichen der Coronapandemie zu Beginn des Geschäftsjahrs 2021/22 noch Erholungstendenzen. Diese waren jedoch nicht von Dauer, denn globale Lockdown-Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung, steigende Energiepreise sowie Lieferkettenprobleme erschwerten eine anhaltende Erholung zur Mitte des Geschäftsjahrs. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat aus Sicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu wirtschaftlichen Schäden geführt, die das globale Wachstum im gesamten Jahr 2022 stark beeinträchtigen und die Inflation anheizen. Nach Zahlen des Internationalen Währungsfonds (IWF) ist die globale Wirtschaft im Gesamtjahr 2021 um 6,1 Prozent gewachsen. Für das Gesamtjahr 2022 erwartet der IWF einen Anstieg von 3,2 Prozent. Im globalen Vergleich wuchs die Wirtschaftsleistung in den Industrieländern im Jahr 2021 deutlich um 5,2 Prozent. Ein etwas stärkeres Wachstum berechnet der IWF für den Euroraum mit 5,4 Prozent. Mit 2,9 Prozent gehört Deutschland zu den Ländern mit einem geringeren Wachstum als der Durchschnitt im Euroraum. Die USA hingegen verzeichneten mit 5,7 Prozent ein höheres Wachstum als der Durchschnitt der Industrieländer. Einzig Japan blieb ähnlich wie Deutschland mit einem leichten Wachstum von 1,7 Prozent am unteren Ende der Industrieländer. Auch in den Schwellenländern war der globale Wachstumstrend spürbar. Chinas Wirtschaft legte im Jahr 2021 um 8,1 Prozent zu, die indische um 8,7 Prozent. Auch die Volkswirtschaften in Brasilien sowie in Mexiko zogen deutlich um 4,6 Prozent beziehungsweise um 4,8 Prozent an. Als Ursache für die verhaltene Entwicklung im Jahr 2022 sieht der IWF die Abschwünge in China und Russland sowie die Konsumzurückhaltung in den USA. Hinzu kommen die globalen Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine sowie die weltweite Inflation, die insbesondere in den europäischen Volkswirtschaften und in den USA höher als erwartet ausfällt. Dies führt insgesamt zu steigenden Nahrungsmittel- und Energiepreisen, die zusammen mit der inflationsbedingten strafferen Geldpolitik das Wirtschaftswachstum verlangsamen. Deutsche Werkzeugmaschinenproduktion zeigt Widerstandsfähigkeit Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau verzeichnete erneut ein herausforderndes Jahr. Nach dem pandemiegeprägten Jahr 2020 blieb auch 2021 von einem Klima der Unsicherheit geprägt. Dennoch konnte der deutsche Maschinenbau einen Umsatzzuwachs von 8,7 Prozent verzeichnen - von 203,5 Milliarden Euro auf 221,3 Milliarden Euro. Aus Sicht des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) bleibt das Jahr 2022 trotz hohen Auftragseingangs in der Branche mit Unsicherheiten behaftet - vor allem die anhaltenden Lieferengpässe machen den Unternehmen zu schaffen. Markt für Lasertechnik wächst dank E-Mobilität Um 22,0 Prozent (Vorjahr -2,0 Prozent) nahm der Weltmarkt für Lasersysteme zur Materialbearbeitung im Gesamtjahr 2021 nach einer Untersuchung von Optech Consulting zu. Für diesen Bereich der Lasersysteme prognostiziert Optech Consulting für das Jahr 2022 ein Wachstum von etwas mehr als 10 Prozent. Elektronik, Automobil und Metallverarbeitung - alle wichtigen Kundenbranchen für industrielle Lasersysteme trugen zu dem starken Wachstum im Jahr 2021 bei: Während die Investitionen in der Automobilindustrie immer noch unter den schwachen Autoverkäufen leiden, gehen die Investitionen in die E-Mobilität weiter und beflügeln auch die Nachfrage nach Lasersystemen. Das Elektroniksegment profitierte von der gestiegenen Nachfrage nach elektronischen Geräten während der Pandemie. GESCHÄFTSVERLAUFGestörte Lieferketten prägten den Geschäftsverlauf TRUMPF konnte auch im abgelaufenen Geschäftsjahr beim Auftragseingang erneut einen starken Zuwachs gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Trotz der anhaltenden globalen Coronapandemie und der zunächst durch Lockdowns verursachten Störungen in den weltweiten Lieferketten zeigte der Auftragseingang insbesondere im zweiten und vierten Quartal eine kräftige Entwicklung. Für das gesamte Geschäftsjahr lag der Auftragseingang der TRUMPF Gruppe mit 5.577 Millionen Euro um 42,1 Prozent über dem Vorjahreswert von 3.925 Millionen Euro. Damit konnten wir auch die Planung deutlich übertreffen, die bereits einen kräftigen Anstieg im Auftragseingang vorgesehen hatte. Der Umsatz stieg ebenfalls deutlich, um 20,5 Prozent auf 4.223 Millionen Euro (Vorjahr 3.505 Millionen Euro). Allerdings konnte der Umsatz mit der positiven Entwicklung im Auftragseingang im Geschäftsjahr 2021/22 erneut nicht Schritt halten. Die Gründe dafür waren insbesondere die gestörten Lieferketten, die sich zunächst auf einige Elektronikbauteile auswirkten, im weiteren Verlauf des Geschäftsjahrs jedoch eine breite Palette an Materialien betrafen. Dadurch konnten viele Kundenaufträge nicht oder nur teilweise fertiggestellt und Maschinen nicht ausgeliefert werden. Dennoch sind wir mit der Umsatzentwicklung zufrieden. Das geplante starke Umsatzwachstum wurde nahezu erreicht. Unsere Book-to-Bill-Ratio, das Verhältnis zwischen Auftragseingang und Umsatz, lag bei 1,32 und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr (1,12) erneut erhöht. Das EBIT lag mit 468 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahr (370 Millionen Euro). Die Ergebnissteigerung ist insbesondere getrieben durch das hohe Umsatzwachstum. Das gute Renditeniveau des Vorjahrs wurde übertroffen. Die EBIT-Rendite stieg von 10,5 auf 11,1 Prozent. Das erwartete EBIT beziehungsweise die erwartete Rendite aus der Planung konnten wir jedoch nicht ganz erreichen. Das starke Wachstum im Auftragseingang erforderte einen moderaten Ressourcenaufbau. Hinzu kamen höhere Logistikkosten sowie gestiegene Ausgaben für Energie und Rohmaterialien, die durch die Lieferkettenprobleme, Inflation und globale Unsicherheiten entstanden sind. Dennoch sind wir mit der erzielten Rendite sehr zufrieden, insbesondere vor dem Hintergrund des sehr unsicheren wirtschaftlichen Umfelds. Wir erwirtschafteten im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 222 Millionen Euro wieder einen deutlich positiven Wertbeitrag. Das EBIT-Wachstum war deutlich höher als das Wachstum der durchschnittlichen Kapitalkosten, sodass der Wertbeitrag gegenüber dem Vorjahr (138 Millionen Euro) um 84 Millionen Euro gesteigert werden konnte. Der Wertbeitrag lag jedoch unter dem Planwert. Insgesamt konnten wir unsere Planung für das Berichtsjahr im Wesentlichen erreichen. Beim Auftragseingang haben wir die Planung deutlich übertroffen. Gestörte Lieferketten, ein dadurch notwendiger Vorratsaufbau, gestiegene Logistik- und Beschaffungskosten sowie die höhere Inflation sind Gründe, weshalb wir unsere Ziele für Umsatz, EBIT und Wertbeitrag nicht ganz erreicht haben.
Starkes Wachstum im Auftragseingang Der Auftragseingang lag mit 5.577 Millionen Euro um 42,1 Prozent über dem Vorjahresniveau (3.925 Millionen Euro). Beide Geschäftsbereiche, Werkzeugmaschinen (3.097 Millionen Euro) und Lasertechnik (1.824 Millionen Euro), haben sowohl ihre Vorjahreswerte als auch die Planwerte deutlich übertroffen. Einen sehr positiven Beitrag zur Gruppe leistete das Geschäftsfeld EUV (1.057 Millionen Euro), das seinen Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppeln konnte. Der Auftragsbestand lag zum Ende des Geschäftsjahrs bei starken 2.780 Millionen Euro (Vorjahr 1.425 Millionen Euro).
Der Umsatz wächst deutlich, bleibt jedoch hinter dem Auftragseingang zurück Aufgrund der anhaltenden Lieferkettenprobleme konnte die Umsatzentwicklung nicht mit der starken Entwicklung im Auftragseingang mithalten. Dennoch erzielten wir ein hohes Wachstum gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz stieg um 20,5 Prozent von 3.505 Millionen Euro auf 4.223 Millionen Euro. Der Umsatz unseres Geschäftsbereichs Werkzeugmaschinen stieg um 12,2 Prozent auf 2.289 Millionen Euro (Vorjahr 2.039 Millionen Euro). Der erwartete Umsatz aus der Planung konnte allerdings nicht ganz erreicht werden. Insbesondere im Geschäftsbereich Werkzeugmaschinen waren die Probleme der Lieferketten spürbar. Teilweise konnten Maschinen wegen fehlender Komponenten nicht ausgeliefert werden, insgesamt kam es immer wieder zu Lieferverzögerungen. Dadurch blieb das Umsatzwachstum hinter dem Wachstum der Gruppe zurück. Der Geschäftsbereich Lasertechnik erzielte mit 1.609 Millionen Euro (+21,7 Prozent; Vorjahr 1.322 Millionen Euro) ein deutlich höheres Umsatzniveau verglichen mit dem Vorjahr. Auch der geplante Umsatz wurde deutlich übertroffen. Insbesondere der Bereich Elektromobilität und das Elektronikgeschäft entwickelten sich erneut stark. Mit Blick auf die Geschäftsfelder legte das EUV-Geschäft stark zu. Nach einem Rückgang im Vorjahr stieg der Umsatz im aktuellen Geschäftsjahr um 81,6 Prozent auf 795 Millionen Euro (Vorjahr 437 Millionen Euro) und übertraf den geplanten Umsatz deutlich. Damit konnte EUV im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen Anteil am Gruppenumsatz erhöhen. Zwischen den Geschäftsbereichen und Geschäftsfeldern bestehen wesentliche Lieferbeziehungen. Der Umsatz der TRUMPF Gruppe ist um diese konsolidiert. Umsatzwachstum in allen Regionen, Niederlande nun umsatzstärkster Markt In unserem Heimatmarkt Deutschland konnten wir unseren Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht steigern. Dieser erhöhte sich um 1,6 Prozent auf 589 Millionen Euro (Vorjahr 579 Millionen Euro). Durch das deutlich höhere Wachstum in den Niederlanden und den USA ist Deutschland nun erstmalig nicht mehr der umsatzstärkste Einzelmarkt. Die Märkte im übrigen Europa entwickelten sich zumeist sehr erfreulich. Durch das starke Umsatzwachstum des Geschäftsfelds EUV mit unserem Kunden ASML sind die Niederlande nun erstmalig der umsatzstärkste Einzelmarkt für TRUMPF; dort stieg der Umsatz um 81,9 Prozent auf 838 Millionen Euro. Ein hohes Wachstum konnten wir außerdem in den großen westeuropäischen Märkten Italien (+30,7 Prozent), Österreich (+12,8 Prozent), Spanien (+18,1 Prozent) sowie Großbritannien (+29,6 Prozent) verzeichnen, während der Umsatz in Frankreich rückläufig war (-10,0 Prozent). In unserem großen osteuropäischen Markt, der Tschechischen Republik, war der Umsatz leicht rückläufig (-2,3 Prozent). In Polen (+16,9 Prozent) und Ungarn (+25,5 Prozent) konnten wir hingegen signifikant zulegen. Bedingt durch den Krieg in der Ukraine gingen die Umsätze dort sowie in Russland zurück (-34,4 Prozent beziehungsweise -28,2 Prozent). Allerdings sind beide Märkte mit einem kumulierten Umsatzanteil von unter einem Prozent wenig bedeutsam für TRUMPF. In Nordamerika legte der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr stark zu. Dies gilt insbesondere für die USA, die mit einem Wachstum von 35,4 Prozent auf 656 Millionen Euro jetzt der zweitgrößte Markt für TRUMPF sind. Auch in Kanada (+6,3 Prozent) und Mexiko (+14,5 Prozent) konnten wir unsere Umsätze im Vergleich zum Vorjahr steigern. Ein starkes Wachstum verzeichneten wir auch in Südamerika - im dort größten Markt Brasilien legte der Umsatz um 42,0 Prozent zu. Die asiatischen Märkte konnten mit den hohen Wachstumsraten in Europa und Amerika nicht mithalten. In China haben wir den Umsatz trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen auf 575 Millionen Euro gesteigert. Damit blieben wir aber mit 9,6 Prozent Umsatzwachstum deutlich hinter dem starken Wachstum des Vorjahrs zurück. In den restlichen asiatischen Märkten stieg der Umsatz in Summe nur leicht. Während Japan gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant blieb, mussten wir in Südkorea (-5,1 Prozent) sowie in Taiwan (-7,8 Prozent) Umsatzrückgänge verzeichnen. Erfreulich entwickelte sich Indien mit einem Umsatzwachstum von 96,4 Prozent. Umsatzanteile verändern sich zugunsten Europas und Amerikas Deutschlands Umsatzanteil verminderte sich zum Vorjahr auf 13,9 Prozent (Vorjahr 16,5 Prozent). Dagegen legte der Anteil von Europa ohne Deutschland signifikant zu und beträgt nun 42,0 Prozent (Vorjahr 38,1 Prozent). Der Anteil der amerikanischen Märkte erhöhte sich ebenfalls auf 19,4 Prozent (Vorjahr 17,9 Prozent). Hingegen lag der Anteil Asiens am Umsatz mit 24,2 Prozent deutlich unter dem Vorjahr (27,0 Prozent). Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Ergebnissteigerung durch hohes Umsatzwachstum Das EBIT lag mit 468 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahr (370 Millionen Euro). Die Ergebnissteigerung ist insbesondere getrieben durch das hohe Umsatzwachstum. Dadurch konnten wir das gute Renditeniveau des Vorjahrs übertreffen. Die EBIT-Rendite stieg von 10,5 Prozent im Vorjahr auf 11,1 Prozent im abgelaufenen Geschäftsjahr. In den Herstellungskosten werden sämtliche Aufwendungen ausgewiesen, die auf die im Geschäftsjahr abgesetzten Produkte oder Leistungen entfallen; hinzu kommen die verbleibenden, nicht auf Produkte und Leistungen verrechneten Kosten der operativen Bereiche Einkauf, Produktion und Service. Korrespondierend zur Umsatzentwicklung lagen die Herstellungskosten mit 2.556 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahr (2.131 Millionen Euro). Die Herstellungskostenquote war mit 60,5 Prozent nahezu konstant (Vorjahr 60,8 Prozent). Das Bruttoergebnis lag bei 1.667 Millionen Euro (Vorjahr 1.374 Millionen Euro). Die Vertriebskosten umfassen alle dem Vertriebsbereich zugeordneten Personalaufwendungen, sonstigen betrieblichen Aufwendungen (vor allem Reise- und Marketingkosten) sowie Abschreibungen und Materialkosten unserer Showrooms. Außerdem werden hier die Fracht- und Verpackungskosten ausgewiesen, soweit sie dem Weg vom Produktionswerk zum Kunden zuzuordnen sind. Der Anstieg um 21,6 Prozent auf 548 Millionen Euro ist zum einen auf umsatzbedingt höhere Provisions- und Frachtkosten zurückzuführen. Zum anderen stiegen die Personalaufwendungen und die Sachkosten durch den Wegfall der coronabedingten Kosteneinsparmaßnahmen des Vorjahrs sowie den Personalaufbau im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Vertriebskostenquote blieb im Geschäftsjahr 2021/22 mit 13,0 Prozent nahezu konstant (Vorjahr 12,9 Prozent). In den Forschungs- und Entwicklungskosten werden sämtliche Kosten ausgewiesen, die für Grundlagenforschung oder Neuentwicklungen aufgewendet werden und nicht im Zusammenhang mit der laufenden Produktion stehen. Dazu zählen insbesondere Personal-, Sach- und Materialkosten sowie Abschreibungen. Die Forschungs- und Entwicklungskosten stiegen im Geschäftsjahr 2021/22 von 382 Millionen Euro auf 448 Millionen Euro. Wie bei den Vertriebskosten waren entfallene coronabedingte Kosteneinsparungen sowie Personalaufbau die Treiber. Die Entwicklungskostenquote lag mit 10,6 Prozent etwas unter dem Vorjahr (10,9 Prozent). Historisch liegt sie weiter auf einem sehr hohen Niveau. Die Verwaltungskosten enthalten insbesondere Personalaufwendungen, Abschreibungen sowie übrige Sachkosten der Bereiche Geschäftsführung, IT, Personalwesen, Recht, Unternehmenskommunikation, Infrastruktur und Finanzen. Auch im Verwaltungsbereich stiegen die Kosten im Vergleich zum Vorjahr deutlich an. Sie betrugen 237 Millionen Euro (Vorjahr 197 Millionen Euro). Der Anstieg resultiert auch hier aus dem Wegfall der coronabedingten Kosteneinsparungen, dem Personalaufbau sowie insbesondere höheren IT-Aufwendungen. Die Verwaltungskostenquote blieb mit 5,6 Prozent konstant (Vorjahr 5,6 Prozent). Die sonstigen betrieblichen Erträge (267 Millionen Euro, Vorjahr 151 Millionen Euro) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (228 Millionen Euro, Vorjahr 128 Millionen Euro) enthalten vor allem nicht funktionsbereichsgetreu zuordenbare Posten sowie gegenläufige Währungskursgewinne und -verluste, die aus operativen Geschäften beziehungsweise Finanzierungsgeschäften und deren Absicherung resultieren. Der hohe Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert vor allem aus deutlich gestiegenen Währungskursgewinnen infolge des schwächeren Euro sowie aus einer Versicherungsentschädigung für einen Flugzeugabsturz am Standort Farmington (USA). Höhere Währungskursverluste sowie Kosten im Zusammenhang mit dem Flugzeugabsturz waren die wesentlichen Treiber für den deutlichen Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Insgesamt resultierte aus dem Flugzeugabsturz ein positiver Sondereffekt in Höhe von 20 Millionen Euro auf das Konzernergebnis, da die bereits erhaltene Versicherungsentschädigung auch Investitionen abdeckt, die erst nachgelagert anfallen. Im Vorjahr war ein Sondereffekt in Höhe von 13 Millionen Euro aus dem Verkauf der Anteile an der BeSpoon SAS enthalten. Das Finanz- und Beteiligungsergebnis fiel mit -64 Millionen Euro um 16 Millionen Euro schlechter aus als im Vorjahr (-48 Millionen Euro). Die Hauptursache für das schwächere Finanzergebnis liegt in Kursverlusten aus der Bewertung der Contractual-Trust-Agreement-Anlage in Höhe von 14 Millionen Euro. Im Vorjahr wurde hieraus noch ein Kursgewinn erzielt (9 Millionen Euro). Gegenläufig wirkten geringere Aufwendungen aus der Aufzinsung der langfristigen Rückstellungen (-33 Millionen Euro gegenüber -39 Millionen Euro im Vorjahr). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag im Geschäftsjahr 2021/22 betrugen 99 Millionen Euro und lagen damit um 25 Millionen Euro über dem Vorjahr (74 Millionen Euro). Insgesamt wurde ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von 310 Millionen Euro erzielt (Vorjahr 245 Millionen Euro).
Vermögens- und Finanzlage: Hoher Anstieg vor allem bei den Vorräten Die Bilanzsumme im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg um 8,5 Prozent auf 4.586 Millionen Euro (Vorjahr 4.225 Millionen Euro). Das Anlagevermögen erhöhte sich auf 1.656 Millionen Euro (Vorjahr 1.555 Millionen Euro) - das entspricht einem Plus von 6,5 Prozent. Der Anstieg ist größtenteils bedingt durch wieder angestiegene Neuinvestitionen im Bereich der Sachanlagen (siehe dazu die Erläuterungen im Abschnitt Investitionen). Das Umlaufvermögen einschließlich Rechnungsabgrenzungsposten und aktiver latenter Steuern stieg um 9,8 Prozent auf 2.930 Millionen Euro (Vorjahr 2.670 Millionen Euro). Die Vorräte (vor erhaltenen Anzahlungen) stiegen durch die deutlich höhere Produktionsleistung sowie die Lieferkettenproblematik um 57,7 Prozent auf 1.255 Millionen Euro (Vorjahr 796 Millionen Euro). Durch den größeren Anstieg der Vorräte im Vergleich zum Umsatzwachstum stieg die Vorratsreichweite (Days Inventories Outstanding - DIO) von 82 auf 107 Tage. Die erhaltenen Anzahlungen stiegen mit 93,7 Prozent stark an und erhöhten sich auf 458 Millionen Euro (Vorjahr 236 Millionen Euro). Dies ist insbesondere auf die starke Entwicklung im Auftragseingang sowie gestiegene Anzahlungsvolumina zurückzuführen. Die Reichweite der erhaltenen Anzahlungen (Days Payments Received - DPR) konnte damit um 15 Tage auf 39 Tage erhöht werden (Vorjahr 24 Tage). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 16,8 Prozent auf 845 Millionen Euro (Vorjahr 723 Millionen Euro). Die Forderungen stiegen damit unterproportional zum Umsatz, womit sich die Forderungsreichweite (Days Sales Outstanding - DSO) um 2 Tage auf 72 Tage reduzierte (Vorjahr 74 Tage). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 25,8 Prozent auf 420 Millionen Euro (Vorjahr 334 Millionen Euro). Dies ist insbesondere auf das deutlich gestiegene Einkaufsvolumen zurückzuführen. Die Verbindlichkeitenreichweite (Days Payables Outstanding - DPO) stieg auf 36 Tage (Vorjahr 34 Tage). Das Working Capital - die Summe aus Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich der erhaltenen Anzahlungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - erhöhte sich um 28,8 Prozent auf 1.222 Millionen Euro (Vorjahr 949 Millionen Euro). Durch die leicht überproportionale Erhöhung des Working Capitals im Vergleich zum Umsatz stieg die Working-Capital-Quote bezogen auf den Umsatz von 27,1 Prozent auf 28,9 Prozent. Die flüssigen Mittel sind um 17,6 Prozent auf 803 Millionen Euro (Vorjahr 974 Millionen Euro) gesunken. Der Mittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit lag mit 431 Millionen Euro unter dem Vorjahr (563 Millionen Euro). Negativ wirkte hier insbesondere die Erhöhung des Working Capitals. Bedingt durch das wieder angestiegene Investitionsbudget fiel der Mittelabfluss aus der operativen Investitionstätigkeit mit 219 Millionen Euro höher aus als im Vorjahr (172 Millionen Euro). Damit reduzierte sich der Free Cash Flow auf 212 Millionen Euro (Vorjahr 391 Millionen Euro). Der Mittelabfluss aus der übrigen Investitionstätigkeit beträgt 143 Millionen Euro (Vorjahr 81 Millionen Euro). Der Anstieg resultiert vor allem aus Nettoinvestitionen in das Finanzanlagevermögen sowie aus Zugängen im Konsolidierungskreis. Zusätzlich erhöhten sich die mittelfristigen Finanzanlagen (Anlagen mit Restlaufzeit von mehr als drei Monaten). Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit beträgt 280 Millionen Euro (Vorjahr 85 Millionen Euro). Im Geschäftsjahr 2021/22 wurden Verbindlichkeiten gegenüber externen Kreditgebern in Höhe von 52 Millionen Euro zurückgeführt und neue Verbindlichkeiten in Höhe von 31 Millionen Euro aufgenommen. Die Summe der zahlungsrelevanten Veränderungen des Finanzmittelbestands beträgt damit -210 Millionen Euro (Vorjahr 226 Millionen Euro). Die Nettofinanzposition - die Summe aus flüssigen Mitteln, Wertpapieren des Umlaufvermögens, Finanzforderungen und den mittelfristigen Finanzmittelanlagen in den sonstigen Vermögensgegenständen abzüglich der Finanzverbindlichkeiten - sank vor allem durch die höhere Investitionstätigkeit sowie Vorleistungen aus dem Aufbau des Working Capitals um 17,3 Prozent auf 727 Millionen Euro (Vorjahr 878 Millionen Euro). Das Eigenkapital erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 18,4 Prozent auf 2.387 Millionen Euro (Vorjahr 2.016 Millionen Euro). Der starke Anstieg resultiert vor allem aus einer Änderung der Gewinnverwendung. Abweichend zum Vorjahr wird über die Gewinnverwendung teilweise erst im Folgegeschäftsjahr entschieden, sodass ein dem Mutterunternehmen zuzurechnender Konzernjahresüberschuss im Eigenkapital ausgewiesen wird. Aufgrund des geringeren Anstiegs der Bilanzsumme erhöhte sich die Eigenkapitalquote auf 52,1 Prozent (Vorjahr 47,7 Prozent). Das wirtschaftliche Eigenkapital, das die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern miteinbezieht, stieg um 6,0 Prozent auf 2.500 Millionen Euro (Vorjahr 2.359 Millionen Euro). Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote sank von 55,8 Prozent auf 54,5 Prozent. Die Rückstellungen stiegen um 19,0 Prozent auf 864 Millionen Euro (Vorjahr 726 Millionen Euro). Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Aufbau der Personalrückstellungen sowie der kundenbezogenen Rückstellungen. Gegenläufig wirkte sich die Aufstockung der Investition in das Deckungsvermögen für die Pensionsrückstellungen aus. Die Verbindlichkeiten verringerten sich in Summe um 12,1 Prozent auf 1.227 Millionen Euro (Vorjahr 1.396 Millionen Euro). Die Entwicklung der Finanzverbindlichkeiten und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurde bereits oben erläutert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern verringerten sich um 38,6 Prozent von 606 Millionen Euro auf 372 Millionen Euro. Dies ist vor allem bedingt durch die oben beschriebene Änderung der Gewinnverwendung. Investitionen und Akquisitionen
Investitionsniveau steigt im Geschäftsjahr 2021/22 wieder an Um das in der Planung erwartete Wachstum zu bewältigen, haben wir unsere Investitionen im Geschäftsjahr 2021/22 wieder erhöht. Sie stiegen gegenüber dem Niveau des Vorjahrs (145 Millionen Euro) um 50,1 Prozent auf 218 Millionen Euro. Auf Sachanlagen entfielen dabei 200 Millionen Euro (exklusive der intern genutzten, selbst erstellten Maschinen in Höhe von 59 Millionen Euro) und auf immaterielle Vermögensgegenstände 18 Millionen Euro. Auf Grundstücke und bauliche Erweiterungen entfielen 30,8 Prozent der gesamten, oben genannten Investitionssumme. In technische Anlagen und Maschinen flossen 25,3 Prozent, in Betriebs- und Geschäftsausstattung 35,7 Prozent. In Deutschland tätigten wir 58,7 Prozent der Investitionen. Etwa 40,1 Prozent davon entfielen auf Bauinvestitionen, die überwiegend am Stammsitz in Ditzingen vorgenommen wurden. Es handelt sich hierbei um die Fortsetzung der bereits in Vorjahren begonnenen Bauvorhaben. 20,9 Prozent unserer Investitionen erfolgten im übrigen Europa. 7,9 Prozent der Investitionen entfielen auf Amerika, 12,4 Prozent auf Asien. Die Investitionsquote des Anlagevermögens bezogen auf den Umsatz betrug 5,2 Prozent (Vorjahr 4,1 Prozent). Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 218 Millionen Euro lagen in diesem Geschäftsjahr über dem Niveau der Abschreibungen in Höhe von 207 Millionen Euro (Vorjahr 197 Millionen Euro). Akquisitionen und Devestitionen Im Juli 2021 haben wir unsere bestehende Beteiligung am Dresdner Softwareunternehmen ZIGPOS GmbH von 25,1 Prozent auf 51,3 Prozent erhöht. Ziel der Anteilserhöhung ist die Vertiefung der Zusammenarbeit durch die gemeinsame Umsetzung von weiteren Produkten auf Basis des offenen Lokalisierungsstandards omlox. ZIGPOS liefert bereits unter anderem Softwarekomponenten für das Indoor-Lokalisierungssystem Track & Trace von TRUMPF. Im August 2021 haben wir mit STARMATIK S.r.l., einem auf Roboterautomatisierung von Biegemaschinen spezialisierten Unternehmen mit Sitz in Spresiano (Italien), eine strategische Partnerschaft vereinbart. In diesem Zusammenhang hat TRUMPF eine Beteiligung von 25,1 Prozent an STARMATIK erworben. STARMATIK liefert für die Smart-Factory-Lösungen von TRUMPF spezifische Baukastenlösungen, die dem allgemeinen Trend zur Automatisierung Rechnung tragen. Zur Stärkung unserer Additive-Manufacturing-Sparte haben wir zum Jahreswechsel 2021/22 den Anteil von SISMA S.p.A. in Piovene (Italien) am gemeinsamen Joint Venture TRUMPF SISMA S.r.l. übernommen und damit unsere Beteiligung von 55,0 Prozent auf 100,0 Prozent aufgestockt. Darüber hinaus werden wir das LMF-Geschäft (Laser Metal Fusion) von SISMA in der Industrie sowie im Zahnmedizin- und Medizintechnik-Markt fortführen. Anfang 2022 konnten wir eine Beteiligung von 80,0 Prozent an der Active Fiber Systems GmbH (AFS) erwerben, einem auf Ultrakurzpuls-Faserlasersysteme spezialisierten Unternehmen mit Sitz in Jena. TRUMPF erwartet von der Mehrheitsbeteiligung an AFS Synergieeffekte bei der Forschung und Weiterentwicklung des bestehenden eigenen Ultrakurzpuls-Laserportfolios und den Ausbau des Geschäfts in diesem wachsenden Bereich. Im Mai 2022 haben wir die noch ausstehenden 49,0 Prozent am indischen Softwareentwickler TRUMPF Metamation Private Limited erworben. Der Softwarestandort in Chennai ist spezialisiert auf die Entwicklung von CAD- und CAM-Softwareanwendungen sowie auf Steuerungslösungen von Maschinen. Mitarbeiter
Neue Mitarbeiter weltweit Die Anzahl der für TRUMPF weltweit tätigen Mitarbeiter ist im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich gestiegen, insbesondere in den Wachstumsfeldern EUV und Elektronik wurden neue Stellen geschaffen. Zum 30. Juni 2022 haben wir 16.554 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr 14.767 Mitarbeiter). In Deutschland beschäftigte TRUMPF zum Bilanzstichtag 8.417 Mitarbeiter (Vorjahr 7.602 Mitarbeiter). Das sind 10,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Außerhalb Deutschlands stieg die Anzahl der Beschäftigten um 13,6 Prozent auf 8.137 Mitarbeiter (Vorjahr 7.165 Mitarbeiter). Die Ausbildung junger Facharbeiter, Ingenieure, Betriebswirte und Informatiker ist uns sehr wichtig. Im Berichtsjahr absolvierten 521 junge Menschen eine Ausbildung oder ein Studium an der Dualen Hochschule. Die Ausbildungsquote lag damit bei 3,3 Prozent (Vorjahr 3,6 Prozent). FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGWeiterhin hohe Entwicklungskostenquote
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung lagen mit 448 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahr mit 382 Millionen Euro. Die Entwicklungskostenquote hat sich auf 10,6 Prozent leicht reduziert (Vorjahr 10,9 Prozent), befindet sich jedoch historisch weiter auf einem sehr hohen Niveau.
Die Anzahl der Mitarbeiter, die für TRUMPF an neuen Produkten arbeiten, stieg um 14,3 Prozent auf 2.623 Mitarbeiter (Vorjahr 2.294 Mitarbeiter). TRUMPF möchte durch ein intensives Technologiescouting Trends in den für die Gruppe relevanten Technologiebereichen frühzeitig bewerten und dann geeignete Maßnahmen anstoßen. Diese Maßnahmen reichen von der Initiierung des Aufbaus neuer Kompetenzen über die Anbahnung von Kooperationen mit Start-ups bis hin zu der Bewertung anorganischer Wachstumsoptionen entlang eines strategisch ausgerichteten Pre-M&A-Prozesses. Das Ziel ist dabei, neue Geschäftsmöglichkeiten zu entwickeln beziehungsweise bestehende Geschäftsfelder auszubauen. Neben Kooperationen mit Start-ups können diese auch als Zulieferer für TRUMPF gewonnen werden oder es können Venture-Capital-Projekte entstehen. So hat die TRUMPF Venture II GmbH unter anderem im Dezember 2021 in ein magnetisches Kühlungssystem für Quantencomputer investiert. Im Januar 2022 folgte eine Beteiligung an einem Start-up aus der Schweiz für Additive Manufacturing, das hohen Materialdurchsatz mit hoher Druckauflösung verbindet. Die Beteiligung an einem norwegischen Start-up, das Mikrofone mittels laseroptischer Verfahren entwickelt und fertigt, folgte im April 2022. Hiermit sollen beispielsweise künftig Windgeräusche bei Smartphones vermieden werden können. Seit über fünf Jahren betreibt TRUMPF das eigene Gründerprogramm "Internehmertum". Im Rahmen dieses Programms werden aus Ideen skalierbare Geschäftsmodelle entwickelt und eigenständige Unternehmen aufgebaut. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat TRUMPF die Investitionen in die bestehenden Start-ups Q.ant GmbH und Optimate GmbH erhöht. Q.ant erweitert sein Technologiespektrum um die Entwicklung photonischer Quantencomputer und Optimate verbessert mit Hilfe von KI die Konstruktion von Blechbauteilen. Im Geschäftsjahr 2021/22 hat TRUMPF ein weiteres Unternehmen, die TRUMPF Tracking Technologies GmbH, ausgegründet. Die TRUMPF Tracking Technologies entwickelt und produziert Ortungssoftware und -elektronik für Fabrikausrüster. CHANCEN UND RISIKENRisikomanagement TRUMPF ist als weltweit tätiges Hochtechnologieunternehmen einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Deshalb verfügen wir über ein differenziertes Risikomanagement-System. Gesteuert durch einen zentralen Risk Manager identifizieren und bewerten wir in allen Bereichen regelmäßig gruppenweit die Risiken und ermitteln die Zusammenhänge zwischen den Risiken. Die Ergebnisse werden der Geschäftsleitung regelmäßig vorgestellt. Das 2020 gestartete Business Continuity Management soll ergänzend sicherstellen, dass auch potenzielle Betriebsunterbrechungsrisiken mit hoher Schadensauswirkung auf TRUMPF betrachtet werden. Der Vorstand sowie die Verantwortlichen der Geschäftsbereiche und Zentralfunktionen werden monatlich über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage informiert. Die wichtige Kennzahl Auftragseingang wird tagesaktuell berichtet. Die Finanzkennzahlen und deren Analyse durch das Controlling bieten die Basis, anhand welcher der Vorstand mögliche Risiken identifizieren, bewerten und entsprechende Gegenmaßnahmen beschließen kann. Zur Risikoeinschätzung analysieren wir im Rahmen der Unternehmensplanung alternative Szenarien der möglichen Entwicklung der TRUMPF Gruppe. Ein monatlich tagender Zins- und Währungsausschuss führt auf Gruppenebene die Steuerung und Kontrolle der Cash Flow-, Währungs- und Zinsrisiken durch. Zusätzlich erhöhen Markt- und Wettbewerbsanalysen die Risikotransparenz. Die Störungen in den globalen Lieferketten und die damit einhergehende erhöhte Risikobewertung haben TRUMPF dazu veranlasst, die Krisenfestigkeit der Beschaffung im Rahmen eines geschäftsbereichsübergreifenden Projekts zu prüfen. Dieses wird durch den Zentralbereich Einkauf geleitet. Die Erkenntnisse hieraus sollen zukünftig für eine krisenfeste Beschaffung sorgen. Der Ukrainekrieg hat Fragen insbesondere zur Versorgungssicherheit von Energie und Materialien aufgeworfen, die derzeit gezielt betrachtet werden. Ziel ist es, Maßnahmen zur Risikoreduzierung sowie zur Notfallkonzeption gemeinsam mit den relevanten Bereichen zu entwickeln. Gleichzeitig ist die Risikowahrnehmung in Bezug auf IT-Risiken weiterhin hoch. Das Risikomanagement und das Business Continuity Management beobachten die Lage fortlaufend, um Betriebsunterbrechungsrisiken mit schweren Auswirkungen für die TRUMPF Gruppe zukünftig in die Szenariobetrachtung aufnehmen zu können. Die anhaltenden geopolitischen Spannungen, insbesondere der wirtschaftlichen Großmächte, beschäftigen TRUMPF auch weiterhin und sollen zukünftig regelmäßig analysiert und mit ihren möglichen Auswirkungen geprüft werden. Dazu wurde ebenfalls eine Arbeitsgruppe eingerichtet, bestehend aus Vertretern der Bereiche Customs & External Trade, Corporate Development, Risk Management und den Geschäftsbereichen. Zur Bewältigung der Auswirkungen der Coronapandemie arbeiten der Zentrale Krisenstab im Stammhaus sowie die lokalen Krisenstäbe der Tochtergesellschaften weiter eng zusammen. Die Entwicklungen rund um die Coronapandemie beobachten wir weiterhin genau. Marktchancen und -risiken Mit dem Abflauen der Pandemieauswirkungen stiegen die Hoffnungen auf eine baldige Erholung der Weltwirtschaft. Doch haben die andauernden Lieferengpässe, die hohe Inflationsrate, insbesondere in den Industrieländern sowie der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine die Wachstumserwartungen deutlich gedämpft. Der IWF erwartete im Juli 2022 für das Kalenderjahr ein globales Wachstum von 3,2 Prozent anstatt des ursprünglich prognostizierten von 4,4 Prozent. Im Jahr 2023 erwartet der IWF einen weiteren Rückgang des globalen Wachstums auf 2,9 Prozent. In den Industrieländern sieht der IWF für das Jahr 2022 ein Wachstum von 2,5 Prozent, für 2023 lediglich von 1,4 Prozent. Für die Schwellen- und Entwicklungsländer erwartet der IWF angesichts der weltweiten wirtschaftlichen Unsicherheit wie Inflation, Lieferketten und mögliche neue Corona-Ausbrüche ebenfalls ein geringeres Wachstum von 3,6 Prozent für 2022 und 3,9 Prozent für 2023. Einzig für Indien und Saudi-Arabien erwartet der IWF ein Wachstum über 7 Prozent für 2022, für 2023 jedoch ebenfalls einen Rückgang. China bleibt mit prognostizierten 3,3 Prozent im Jahr 2022 sowie 4,6 Prozent für 2023 unter dem Durchschnitt der Schwellen- und Entwicklungsländer Asiens. Für Russland sieht der IWF in diesem und im nächsten Jahr einen deutlichen Wirtschaftseinbruch von -6,0 beziehungsweise -3,5 Prozent. Durch unsere weltweite Präsenz sehen wir dennoch gute Chancen, vom Wachstum einzelner Märkte der globalen Weltwirtschaft zu profitieren. Gleichzeitig führen die genannten globalen Unsicherheiten zu Risiken für unser Geschäft. Darauf sind wir vorbereitet durch gezielte Maßnahmen insbesondere in Einkauf und Produktion sowie durch vorbereitete Maßnahmen, um globale wirtschaftliche Risiken zu kompensieren. Insgesamt überwiegen auch in unsicheren Zeiten für uns die Chancen deutlich. Chancen durch eine konsequente Digitalisierung der Prozesskette TRUMPF bietet seinen Kunden ein umfassendes Produktportfolio für die vernetzte Fertigung. Die Lösungsbausteine ermöglichen dabei sowohl die vertikale als auch die horizontale Vernetzung der Produktion bis hin zu Smart-Factory-Lösungen, also einer ganzheitlich vernetzten Fertigung. Bei der Einführung digital vernetzter Prozesse beraten wir unsere Kunden umfassend. Gerade bei indirekten Prozessen sehen wir immer wieder großes Verbesserungspotenzial. Auch unsere eigene Wertschöpfung digitalisieren wir konsequent. Dabei gehen wir fachbereichsübergreifend vor und digitalisieren ausgehend vom Order-to-Cash-Prozess unsere Ende-zu-Ende-Geschäftsprozesse. Chancen durch weiterhin wachsenden Bedarf an EUV-Lithographie Die Chancen durch den wachsenden Bedarf an EUV-Lithographie wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr bestätigt und sind weiterhin vorhanden. Die Hersteller von Mikrochips erweitern ihre Produktion um EUV-Lithographie-Anlagen signifikant. Neben dem Ausbau der absoluten Kapazitäten erweitern sie dabei auch ihren globalen Footprint über die bisherigen Fokusländer Taiwan, USA und Korea hinaus. Bei der Herstellung von Mikrochips mit EUV-Lithographie werden Hochleistungslaserverstärker von TRUMPF eingesetzt: Mit ihrer Hilfe wird ein leuchtendes Plasma erzeugt, das die extrem ultraviolette Strahlung (EUV) zur Belichtung der Wafer liefert. Wir gehen davon aus, dass ein nachhaltig steigender Bedarf an diesen Anlagen besteht. Chancen auf dem Additive-Manufacturing-Markt Der Markt für additive Herstellungsverfahren wächst stetig. Unsere Grundüberzeugung bleibt, dass Additive Manufacturing ein zukunftsweisendes Verfahren ist, mit dem TRUMPF ein Wachstumsfeld mit Potenzial besetzt haben wird. Viele Industrien, zum Beispiel Aerospace, die Automobilindustrie, die Medizintechnik und Dental oder der Werkzeug- und Formenbau nutzen die TruPrint Maschinen. TRUMPF bietet beide für den industriellen Metall-3D-Druck relevanten Verfahren an: Laser Metal Fusion und Laser Metal Deposition. Chancen durch unsere Absatzfinanzierung TRUMPF bietet seinen Kunden in rund 30 Ländern einen Zugang zu Investitionsfinanzierungen in Form von Kredit- oder Leasingangeboten. Neben der Finanzierung von TRUMPF Produkten ist auch die Finanzierung von Rohmaterialien zur Bearbeitung auf TRUMPF Maschinen im Rahmen einer Einkaufsfinanzierung möglich. Die TRUMPF Bank bietet darüber hinaus in vielen Märkten gedeckte Finanzkredite für die Exportfinanzierung an. Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken Die TRUMPF Gruppe sichert ihre Liquidität regelmäßig durch mittel- bis langfristige Maßnahmen. Unsere Liquiditätsreserven befinden sich immer noch auf einem hohen Niveau. Die liquiden Mittel sind zu großen Teilen kurzfristig am Geldmarkt angelegt. Bei der Anlage unserer Liquiditätsreserven achten wir auf eine Risikostreuung durch die Aufteilung der Anlagen auf mehrere Finanzinstitute und -instrumente. Wir berücksichtigen dabei ausschließlich Banken mit guter Bonität. Trotz dieser Vorgehensweise konnten wir auch im Geschäftsjahr 2021/22 die Verrechnung von Negativzinsen (Verwahrentgelte) durch unsere Kernbanken nicht vollständig vermeiden. Die 2020 erfolgreich abgeschlossene Konsortialkreditlinie über 500 Millionen Euro wurde Ende Februar 2022 planmäßig um ein weiteres Jahr bis 2027 verlängert. Gleichzeitig hat TRUMPF eine Nachhaltigkeitskomponente (ESG-Komponente) in die Kreditvereinbarung integriert. Damit ergeben sich die Konditionen der Kreditlinie auch aus den Fortschritten bei den vereinbarten ESG-Zielen. Diese bestehen aus den Kernkomponenten Mitarbeiterzufriedenheit, Arbeitssicherheit und Klimaschutz. Insgesamt bestehen zum Bilanzstichtag freie Kreditlinien in Höhe von 549 Millionen Euro. Unser Liquiditätsreportingsystem ermöglicht eine tagesaktuelle Abfrage der Liquidität aller unserer Tochtergesellschaften. Weitere finanzielle Risiken sind für uns Wechselkurs- und Zinsänderungsrisiken. Da der Euroraum mit 46,1 Prozent Umsatzanteil unseren Hauptabsatzmarkt darstellt und wir mit dem internationalen Produktionsverbund und weltweiten Einkauf zum Teil in der Lage sind, Fremdwährungszahlungen auszugleichen, betrachten wir unser Wechselkursrisiko als begrenzt. Derivative Finanzinstrumente werden bei TRUMPF nicht zu Spekulationszwecken, sondern ausschließlich zur Sicherung von Grundgeschäften eingesetzt. Somit steht dem Risiko der Marktpreisveränderung von Devisentermingeschäften eine gegenläufige Marktwertentwicklung der Grundgeschäfte entgegen. Die Sicherung erfolgt zum einen konzernintern, also mit den Gesellschaften der TRUMPF Gruppe, zur Abdeckung von Fremdwährungsrisiken aus gebuchten, schwebenden und antizipierten Grundgeschäften. Zum anderen werden entsprechend den intern abgeschlossenen Devisentermingeschäften unter Berücksichtigung der Net Exposures externe Sicherungsgeschäfte mit Banken getätigt. Wir sichern die Net Exposures in den Währungen US-Dollar, Japanischer Yen, Chinesischer Renminbi, Koreanischer Won, Schweizer Franken, Britisches Pfund und Polnischer Złoty systematisch ab und setzen dafür standardisierte Devisensicherungsinstrumente wie Devisentermingeschäfte und Währungsoptionen ein. Andere Währungen sichern wir projektbezogen. Im Euroraum konzentrieren wir unsere Liquidität täglich mit Hilfe eines Cash-Pool-Systems, das einen länderübergreifenden Liquiditätsausgleich gewährleistet. Ein vergleichbares System haben wir bei unseren Tochtergesellschaften in China im Einsatz. Ein multilaterales Netting der Forderungen und Verbindlichkeiten erhöht die Transparenz und erleichtert die Abwicklung der konzerninternen Zahlungsströme. Interne Audits sollen zusätzliche Transparenz über die finanzwirtschaftliche Lage unserer Tochtergesellschaften schaffen. Strategische und operative Chancen und Risiken Innovationen Technologietrends besetzen wir früh. Unser Innovationsmanagement sucht kontinuierlich nach Zukunftstechnologien und leitet Schritte ein, um diese in unsere Technologielandschaft einzubinden. Zudem suchen wir die Nähe zu Hochschulen, außeruniversitären Forschungsinstituten oder entsprechenden Start-ups - dies sehr gezielt auch über unsere Venture-Capital-Gesellschaft. Die institutionelle Forschung in Projekten mit mehreren Partnern spielt für uns eine zentrale Rolle, sodass es unser Ziel ist, bezüglich der Trends in unseren Hochtechnologiefeldern immer auf dem neuesten Stand zu sein. Einerseits garantieren Innovationen und neue Technologien nachhaltiges Wachstum. Andererseits sind damit Markteinführungsrisiken und Risiken bei der Produktentwicklung verbunden. Diesen potenziell auftretenden Technologie- und Qualitätsrisiken wirken wir mit konkreten Maßnahmen entgegen. Da es sich teilweise um die Erschließung neuer Technologien handelt, lassen sich Risiken nicht komplett ausschließen. Geistiges Eigentum Wir sichern unsere Investitionen in Forschung und Entwicklung durch die enge Zusammenarbeit zwischen Entwicklung, Produktmanagement und Patentabteilung. Ziel der Patentarbeit ist der Aufbau und das Management eines an der Geschäftsstrategie ausgerichteten Patentportfolios, das TRUMPF Vorteile hinsichtlich Handlungsfreiheit, Exklusivität und Verwertung von Patenten verschafft. Um dies zu erreichen, begleiten unsere Patentanwälte und IP-Manager den Einstieg in neue Technologien und sichern unser geistiges Eigentum durch proaktive Generierung, Verteidigung und Durchsetzung von Patenten und Designschutzrechten. Hierbei stehen unsere Kernmärkte im Fokus. Akquisitionen Um unsere strategischen Ziele zu erreichen, führen wir auch gezielte Unternehmensakquisitionen durch. Dies erfolgt ergänzend zum organischen Wachstum. Der Fokus liegt hierbei auf dem Erwerb von technologischem Know-how sowie neuen, nachhaltigen Geschäftsmodellen. Um eine möglichst große Gewissheit über das künftige Entwicklungspotenzial eines Akquisitionsprojekts zu erhalten, ist an den einzelnen Vorhaben eine Vielzahl von Experten und Entscheidungsträgern aus den Geschäfts- und den Zentralbereichen der Gruppe beteiligt. Beschaffung Wir überprüfen regelmäßig das Einkaufsvolumen auf Optimierungspotenziale und führen standortübergreifende Ausschreibungen zentral durch. Risiken wollen wir durch ein umfassendes Lieferantenmanagement gering halten. Eine sorgfältige Auswahl und kontinuierliche Bewertung unserer strategischen Lieferanten, auch mit Blick auf Ausfallwahrscheinlichkeiten, sowie ein stringenter Lieferantenfreigabeprozess verschaffen uns zu jeder Zeit die notwendige Transparenz zu möglichen Risiken. Aus einem kontinuierlichen Monitoring der Lieferqualität und -zuverlässigkeit leiten wir geeignete Qualitätssicherungs- und Lieferantenentwicklungsmaßnahmen ab. Unsere Grundversorgung durch Dritte wurde im vergangenen Geschäftsjahr durch Corona und Lieferengpässe stark gefordert, was sich in einzelnen Produktfamilien durch verlängerte Lieferzeiten bemerkbar machte. Durch ein aktives Bedarfs- und Eskalationsmanagement konnten die Versorgungsengpässe begrenzt werden. Bedingt durch Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine entstehende mögliche Engpässe in der Erdgasversorgung können eine zusätzliche Herausforderung für TRUMPF darstellen. Eine verringerte Verfügbarkeit von Erdgas kann sich sowohl direkt auf TRUMPF Standorte als auch indirekt auf die Lieferkette des Unternehmens auswirken. TRUMPF hat die in diesem Sinne kritischen Lieferanten identifiziert und steht mit diesen in Kontakt. So sollen Risiken frühzeitig im Auge behalten und Szenarien für die Versorgung sowie Sicherungsmaßnahmen entwickelt werden. Diese proaktiven Sicherungsmaßnahmen der Zulieferer werden jedoch den schon bestehenden Kostendruck weiter erhöhen. Aufgrund der getroffenen Maßnahmen gehen wir allerdings davon aus, dass sich die aktuell noch bestehenden Lieferkettenengpässe nicht signifikant auf den im folgenden Geschäftsjahr geplanten Umsatz auswirken werden. Produktion Die Prozesse in unserer Produktion entwickeln wir kontinuierlich weiter, denn die Digitalisierung des gesamten Order-to-Cash-Prozesses berührt auch weite Teile der Produktion. Dafür treiben wir die konsequente Standardisierung von Prozessen, Systemen und Daten weiter voran. Unsere schlanke Produktionsphilosophie mit dem Namen SYNCHRO ist dabei eine entscheidende Voraussetzung. Betriebsunterbrechungsrisiken in der Produktion haben wir definiert und entsprechend abgesichert. Kritische Produktionsprozesse haben wir untersucht und bewertet. Produktionsausfälle sollen sich durch die Erhöhung der Fertigungsflexibilität unserer Produktionsstätten oder kurzfristige Verlagerungen umgehen lassen. Dazu bestehen umfangreiche Notfallszenarien. Sach- und Feuerschäden, Betriebsunterbrechungen sowie Betriebs- und Produkthaftpflichtrisiken sind über ein internationales Versicherungsprogramm und lokale Deckungen versichert. Unsere Produktionsstandorte bewerten und auditieren wir regelmäßig mit unserem Versicherungsmakler. Cybersecurity Die IT-Risiken gehören zu den Fokusthemen: Wir überwachen unsere zentralen IT-Systeme permanent und haben ein mehrjähriges Projekt zum Abschluss gebracht, um unser Cybersecurity-Niveau an die deutlich gestiegene Bedrohungslage anzupassen. Durch die zunehmende Digitalisierung rückt auch die Sicherheit der Software in den TRUMPF Produkten in den Vordergrund. Wir haben deshalb die Governance für sichere Software-Entwicklung, zentrale Sicherheitsarchitekturvorgaben, Security Response und eine sichere Entwicklungsinfrastruktur in unserer Cybersecurity-Organisation zentralisiert. Die Entwicklungsteams in den Bereichen erhalten spezialisierte Schulungen und Unterstützung durch Experten, damit die Sicherheitsanforderungen schon früh im Entwicklungsprozess berücksichtigt werden. Um die vorgenannten Maßnahmen zum Schutz unserer Daten und der Daten unserer Kunden extern zu validieren, arbeiten wir an der ISO270001-Zertifizierung. Mitarbeiter Die Fluktuationsquote ist im vergangenen Geschäftsjahr in der Gruppe deutlich auf 6,0 Prozent gestiegen. Auch in Deutschland ist ein Anstieg auf 3,4 Prozent in der Fluktuationsquote zu verzeichnen. Der Anstieg der Fluktuationsquote ist ein gesamtwirtschaftliches Phänomen. Bedingt durch die Pandemie sind die Kündigungs- und Wechselbereitschaft massiv gestiegen. Für TRUMPF ist diese sogenannte "Great Resignation" Risiko und Chance zugleich. Das Risiko bewerten wir jedoch als sehr gering, da die Mitarbeiterbefragung Anfang 2022 gezeigt hat, dass der Gedanke über einen Wechsel der Firma nur für 15 Prozent der Mitarbeiter eine Rolle spielt. Damit liegt TRUMPF unterhalb von in Studien veröffentlichten Zahlen, die von rund 20 Prozent ausgehen. Die Chancen für TRUMPF in der "Great Resignation" liegen darin, die Aufbruchsstimmung von wechselwilligen Mitarbeitern anderer Firmen zu nutzen und diese durch unsere starke Employer Brand zu gewinnen und langfristig an das Unternehmen zu binden. Mit einem gruppenweit gültigen Arbeitssicherheitsziel haben wir uns vorgenommen, die Unfälle weltweit auf ein Best-in-Class-Niveau zu reduzieren. Dafür setzen wir unsere Arbeitssicherheits- und Gesundheitspolitik und die lokalen TRUMPF Sicherheitsstandards um. Durch einheitliche Prozesse und Instrumente sowie die Kontrolle durch gruppenweite Audits verfolgen wir das Ziel, das Arbeitsschutzniveau stetig zu verbessern. Compliance und Datenschutz Der Vorstand erwartet von allen Mitarbeitern, dass sie sich in ihrem geschäftlichen Handeln an Recht und Gesetz halten. Um dies sicherzustellen, entwickelt TRUMPF sein Compliance-Management-System kontinuierlich weiter. Das Compliance-Management-System wurde durch externe Experten auf Lücken überprüft und insgesamt als sehr angemessen bewertet. Einzelne Handlungsbedarfe zur Verbesserung wurden dabei identifiziert und konkrete Maßnahmen abgeleitet sowie umgesetzt. So wurde unter anderem der TRUMPF Verhaltenskodex wesentlich überarbeitet. Zudem wurde das Compliance-Training für Führungskräfte weiterentwickelt und digitalisiert. Neue Compliance-relevante Gesetze und Gesetzesvorhaben werden regelmäßig auf Handlungsbedarfe geprüft. So wurde beispielsweise in Bezug auf das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz gemeinsam mit dem Einkauf eine Projektorganisation aufgesetzt, die eine angemessene Vorbereitung bis zum Inkrafttreten des Gesetzes am 1. Januar 2023 gewährleisten soll. Auch der Schutz personenbezogener Daten ist dem Vorstand wichtig. TRUMPF hat zur Sicherstellung der gesetzlichen Anforderungen aus der EU-Datenschutzgrundverordnung ein Datenschutz-Management-System etabliert, das in der Systematik und im Aufbau dem Compliance-Management-System entspricht und ebenso kontinuierlich weiterentwickelt wird. Ein Schwerpunkt lag im letzten Geschäftsjahr auf der Überprüfung beziehungsweise Aktualisierung aller bestehenden Richtlinien im Rahmen des Datenschutz-Programms. Zudem wurde der Vertrag über den konzerninternen Datentransfer an die neuen EU-Vorgaben angepasst und weltweit ausgerollt. Übergeordnetes Ziel beider Management-Systeme ist es, eine Unternehmenskultur zu fördern, in der man offen über Compliance und Datenschutz spricht, die Regeln kennt und sich selbstverständlich an sie hält. Beurteilung der Risikosituation des Unternehmens Es sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand der Unternehmensgruppe substanziell gefährden könnten. Das praktizierte Risikomanagement soll es ermöglichen, Risiken zeitnah zu erfassen, um adäquate Maßnahmen einzuleiten und die Kontinuität des Geschäftsbetriebs sicherzustellen. Der Fokus der Aktivitäten liegt auf dem Management von finanziellen Risiken, Marktrisiken und Betriebsunterbrechungsrisiken sowie auf der Identifikation von unternehmerischen und technologischen Chancen. PROGNOSEBERICHTWerkzeugmaschinenindustrie erwartet geringeres Wachstum der Aufträge Nach dem Produktionszuwachs von 6 Prozent und einem Auftragszuwachs von 59 Prozent in der Werkzeugmaschinenindustrie im Jahr 2021 erwartet der VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) für das Jahr 2022 nur noch ein leichtes Plus von 7 Prozent bei der Produktion, bei den Aufträgen ein Wachstum von 22 Prozent. Für das Jahr 2023 erwartet der VDW ein nominales Plus beim Auftragseingang von 3 Prozent, bei der Produktion von 17 Prozent. Wachstum in der Laserindustrie erwartet Bei den Erwartungen für den Umsatz 2022 gegenüber 2021 ist man sich bei den Mitgliedern der VDMA Arbeitsgemeinschaft Laser einig: Alle Mitgliedsunternehmen der VDMA Arbeitsgemeinschaft Laser rechnen mit einem Umsatzanstieg gegenüber 2021. Über zwei Drittel der Unternehmen erwarten dabei zweistellige Umsatzsteigerungen. Die USA, Deutschland, Asien und dort besonders China sind die wichtigsten Absatzmärkte. Die bedeutendsten Anwendungsmärkte sind Medizin, Mobilität sowie Unterhaltungs- und Haushaltselektronik. Ausblick des Unternehmens TRUMPF rechnet mit starkem Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2022/23 Wir gehen davon aus, dass wir beim Auftragseingang auch im kommenden Geschäftsjahr ein ähnlich hohes Niveau erzielen können wie im abgelaufenen Geschäftsjahr. Eine erneute Steigerung gegenüber dem starken Wert des abgelaufenen Geschäftsjahrs sehen wir allerdings nicht. Für den Umsatz hingegen prognostizieren wir ein starkes Wachstum im unteren zweistelligen Prozentbereich. Wir gehen davon aus, dass sich die Lieferkettenprobleme im Geschäftsjahresverlauf abschwächen werden. Insgesamt erwarten wir für den Umsatz im kommenden Geschäftsjahr ein ähnlich hohes Niveau wie für den Auftragseingang. Das EBIT wird sich durch das erwartete starke Umsatzwachstum auch im kommenden Geschäftsjahr deutlich positiv entwickeln. In Summe erwarten wir eine leicht höhere EBIT-Rendite als in diesem Jahr. Dies wird voraussichtlich dazu führen, dass wir im nächsten Geschäftsjahr auch einen deutlich höheren Wertbeitrag als im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielen werden. Für unsere beiden Geschäftsbereiche Werkzeugmaschinen und Lasertechnik sehen wir im kommenden Geschäftsjahr eine unterschiedliche Entwicklung im Auftragseingang. Nach dem starken Wachstum der Aufträge im abgelaufenen Geschäftsjahr erwarten wir für die Werkzeugmaschinen einen Rückgang im Folgejahr. In der Lasertechnik soll der Auftragseingang erneut wachsen. Für beide Geschäftsbereiche erwarten wir einen starken Umsatzanstieg im Vergleich zum Vorjahr. Im Geschäftsfeld EUV sind unsere Prognosen weiterhin optimistisch. In der EUV-Lithographie für die Beschichtung von Mikroprozessoren rechnen wir auch für das kommende Geschäftsjahr mit deutlich steigenden Umsätzen. In diesem hochinnovativen Herstellungsprozess ist TRUMPF zusammen mit ZEISS nach wie vor der wesentliche Lieferant für den Kunden ASML. Dieser Bericht beinhaltet zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen künftiger Entwicklungen beruhen. Sie unterliegen damit Risiken und Unsicherheitsfaktoren, die außerhalb unserer Kontrolle oder präzisen Einschätzung liegen. Dies kann dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den hier getroffenen Aussagen abweichen.
Ditzingen, 5. September 2022 TRUMPF
SE + Co. KG
diese vertreten durch den, Vorstand Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende Dr.-Ing. E. h. Peter Leibinger, Stellvertretender Vorsitzender Dr.-Ing. Mathias Kammüller Dr. rer. pol. Lars Grünert Dipl.-Betriebsw. Oliver Maassen Dr.-Ing. Stephan Mayer Dr.-Ing. Christian Schmitz Konzernbilanz zum 30. Juni 2022AKTIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021/22
Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2021/22
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG für das Geschäftsjahr 2021/22
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021/22Grundlagen und MethodenMit Wirkung zum 9. Februar 2022 hat die Muttergesellschaft der TRUMPF Gruppe eine neue Komplementärin, die Leibinger SE (Amtsgericht Stuttgart, HRB 777882). Hierdurch wurde aus der GmbH + Co. KG eine SE + Co. KG. Die TRUMPF SE + Co. KG ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRA 201460 eingetragen und hat ihren Firmensitz in der Johann-Maus-Straße 2, 71254 Ditzingen, Deutschland. Die bisherige Komplementärin, die Berthold Leibinger GmbH (seit März 2022 Parsenn GmbH), ist seit Februar 2022 Kommanditistin der TRUMPF SE + Co. KG. Der vorliegende Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021/22 wurde gemäß § 264a HGB in Anwendung der Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB unter Berücksichtigung der gesonderten Regelungen für Personengesellschaften, den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags des Mutterunternehmens sowie unter teilweiser Ergebnisverwendung aufgestellt. Gemäß § 298 Absatz 1 i. V. m. § 244 HGB wurde der Konzernabschluss in Euro aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden verschiedene Posten der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Sie sind im Konzernanhang gesondert ausgewiesen. Im Hinblick auf die erforderliche Klarheit der Darstellung enthält die Konzernbilanz über das gesetzlich vorgeschriebene Gliederungsschema hinaus eine Detaillierung der Positionen Vorräte (nach Verrechnung mit erhaltenen Anzahlungen), Forderungen sowie Verbindlichkeiten. Bilanzierung und BewertungDie Abschlüsse der Gesellschaften, die in den Konzernabschluss einbezogen werden, sind unverändert nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Sind aufgrund landesrechtlicher Regelungen Anpassungen an konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften notwendig, so geschieht dies in einer Handelsbilanz II. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden grundsätzlich mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear. Waren niedrigere Wertansätze geboten, erfolgten außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Zeitwert. Die planmäßigen Abschreibungen gehen im Wesentlichen von folgenden Nutzungsdauern aus: 3 bis 5 Jahre für Software, 6 bis 8 Jahre für erworbene Kundenstämme, 5 bis 8 Jahre für Technologie-Know-how, 10 Jahre für Markenrechte, 25 bis 50 Jahre für Gebäude, 12 Jahre für technische Anlagen und Maschinen, 3 bis 20 Jahre für andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden basierend auf betriebsinternen Erfahrungswerten aus der Vergangenheit, insbesondere hinsichtlich der Produktlebenszyklen, über 5 Jahre abgeschrieben. Intern genutzte Maschinen werden zu Versuchs- oder Schulungszwecken genutzt oder als Showroom- und Vorführmaschinen eingesetzt. Diese werden im Anlagevermögen ausgewiesen und über 5 Jahre abgeschrieben. An Kunden verleaste Maschinen werden ebenfalls im Anlagevermögen ausgewiesen und über die Vertragslaufzeit abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert bilanziert. Bei den Finanzanlagen sind die Beteiligungen und die Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen mit den Anschaffungskosten beziehungsweise mit dem niedrigeren beizulegenden Wert und die Ausleihungen zum Nennwert angesetzt. Zur Bilanzierung und Bewertung von Anteilen an assoziierten Unternehmen verweisen wir auf die Ausführungen zu den Konsolidierungsgrundsätzen. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Wertpapiere des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren werden mit den Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Marktpreisen angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Neben den direkten Material- und Fertigungskosten werden dabei in angemessenem Umfang auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Kosten des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, berücksichtigt. In den Herstellungskosten sind Zinsen für Fremdkapital nicht einbezogen sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung nicht aktiviert. Die Vorräte werden auf den beizulegenden Wert abgeschrieben, wenn dieser aufgrund von gesunkenen Wiederbeschaffungskosten oder Absatzmarktpreisen, Überbestand oder Ungängigkeit am Abschlussstichtag niedriger ist als die Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Erhaltene Anzahlungen werden zum Nennwert bilanziert und offen von den Vorräten abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennwert beziehungsweise mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine angemessene Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet. Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit den Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag ausgewiesen. Liquide Mittel (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks) werden zum Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Disagiobeträge werden aktiviert und planmäßig über die Laufzeit der entsprechenden Darlehen aufgelöst. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- oder -entlastung mit den erwarteten unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird vom Aktivierungswahlrecht des § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Das Festkapital wird zum Nennwert bilanziert. Der Sonderposten enthält Investitionszuschüsse und -zulagen für das Anlagevermögen. Diese werden über die Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände ratierlich aufgelöst. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Entsprechend der Regelung in § 253 Absatz 1 HGB werden bei der versicherungsmathematischen Berechnung der Pensionsrückstellungen zukünftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen sowie die erwartete Fluktuation berücksichtigt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Im Geschäftsjahr 2021/22 wurden bei der Berechnung der Pensionsverpflichtungen folgende Parameter zugrunde gelegt:
Die Rückstellungen für die Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenständen saldiert. Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände wurde aus den Marktwerten abgeleitet. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Absatz 2 Satz 1 HGB abgezinst. Ökonomische Sicherungsbeziehungen zwischen derivativen Finanzinstrumenten und Grundgeschäften werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. Entsprechend wird bei effektiven Sicherungsbeziehungen auf die Bildung einer Drohverlustrückstellung bei Finanzinstrumenten mit negativem Marktwert verzichtet. Die zum Bilanzstichtag bestehenden Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit einem Rechnungszinsfuß von 0,34 Prozent p. a. (Vorjahr 0,39 Prozent p. a.) ermittelt. Sie wurden mit ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenständen verrechnet. Der beizulegende Zeitwert wurde aus den Marktwerten abgeleitet. Die zum Bilanzstichtag bestehenden Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit einem Rechnungszinsfuß von 1,34 Prozent p. a. (Vorjahr 1,44 Prozent p. a.) ermittelt. Die Rückstellungen für die Verpflichtungen aus dem TRUMPF Familien- und Weiterbildungskonto wurden mit ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenständen saldiert. Der beizulegende Zeitwert wurde aus den Marktwerten abgeleitet. Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. Anteilsbesitz und KonsolidierungskreisDie Familie Leibinger sowie die Berthold Leibinger Stiftung GmbH halten direkt und indirekt sämtliche Anteile an der TRUMPF SE + Co. KG, Ditzingen. Die TRUMPF SE + Co. KG übt die Leitung sämtlicher in- und ausländischer Tochterunternehmen der TRUMPF Gruppe aus. Die Konsolidierung erfolgt auf Ebene der TRUMPF SE + Co. KG als Mutterunternehmen. Zur Aufstellung des Anteilsbesitzes wird auf die gesonderte Anlage zum Konzernanhang verwiesen. Der Konsolidierungskreis umfasst - neben dem Mutterunternehmen - 28 (Vorjahr 27) deutsche und 56 (Vorjahr 54) ausländische Tochterunternehmen. Im Geschäftsjahr 2021/22 wurden drei Unternehmen erstmalig nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Die Erstkonsolidierungen hatten auf die Vermögens- und Ertragslage des Konzerns keine wesentlichen Auswirkungen, sodass die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr hierdurch nicht eingeschränkt ist. Ein nicht konsolidiertes Unternehmen wurde im Geschäftsjahr 2021/22 mit einem konsolidierten Unternehmen verschmolzen. 35 (Vorjahr 26) Tochterunternehmen und 5 (Vorjahr 5) assoziierte Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist, da ihr Jahresergebnis in Summe und ihre Umsatzerlöse in Summe weniger als 1 Prozent des Konzernergebnisses beziehungsweise des Konzernumsatzes ausmachen, werden nicht in den Konzernabschluss einbezogen. KonsolidierungsgrundsätzeDie Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 Absatz 1 HGB nach der Neubewertungsmethode. Dabei wird das Eigenkapital der Tochterunternehmen mit dem Betrag angesetzt, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände und Schulden entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert auf der Aktivseite ausgewiesen und über die betriebliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Zum Bilanzstichtag bestehen aktive Unterschiedsbeträge in Höhe von 76.895 T€. Die Abschreibung erfolgt planmäßig über 5 Jahre und ergibt sich aus der historischen Nutzbarkeit der erworbenen Firmenwerte. Resultieren aus den Konsolidierungsmaßnahmen der §§ 300 bis 305 HGB Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden und ihren steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder abbauen, so werden die sich zukünftig ergebenden Steuerentlastungen beziehungsweise Steuerbelastungen als aktive beziehungsweise passive latente Steuern in der Konzernbilanz angesetzt. Der Ermittlung der latenten Steuern werden die im Zeitpunkt des voraussichtlichen Abbaus der Differenzen geltenden unternehmensindividuellen Steuersätze zugrunde gelegt. Auf Konzernebene werden die Steuersätze der betroffenen Tochterunternehmen verwendet. Diese liegen zwischen 9 Prozent und 34 Prozent. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Die latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen werden mit den aus der Anwendung des § 274 HGB resultierenden passiven latenten Steuern in der Konzernbilanz zu einem Posten zusammengefasst. Zwischenergebnisse, die aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr resultieren, werden erfolgswirksam eliminiert. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Unternehmen werden aufgerechnet. Währungsbedingte Differenzen hieraus werden gemäß den Vorschriften des Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) 25 erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Erlöse aus Innenumsätzen sowie konzerninterne Erträge werden mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. WährungsumrechnungIn den Einzelabschlüssen werden Geschäftsvorfälle in fremder Währung grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Zum Bilanzstichtag werden die Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Absatz 1 i. V. m. § 252 Absatz 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Absatz 1 i. V. m. § 253 Absatz 1 Satz 1 HGB) beachtet. Bankguthaben in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Im Konzernabschluss erfolgt die Umrechnung der Bilanzposten von nicht in Euro bilanzierenden Tochterunternehmen gemäß § 308a HGB nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Dabei werden die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse, mit Ausnahme des Eigenkapitals, welches zum historischen Kurs umgerechnet wird, zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen der nicht in Euro bilanzierenden Tochterunternehmen werden mit dem monatlichen Durchschnittskurs umgerechnet. Die aus der Währungsumrechnung resultierenden Differenzen werden gemäß § 308a HGB innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung" ausgewiesen. Erläuterungen zur KonzernbilanzDie angegebenen Ziffern verweisen auf die entsprechende Position in der Konzernbilanz beziehungsweise der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung. 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist gesondert im Anlagespiegel dargestellt. Dabei wurden in den Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie in den kumulierten Abschreibungen Differenzen aus der Währungsumrechnung berücksichtigt. Die außerplanmäßigen Abschreibungen betragen im Geschäftsjahr 3.584 T€. 2. Vorräte (nach Verrechnung mit erhaltenen Anzahlungen)
3. Forderungen
4. Sonstige Vermögensgegenstände
Die übrigen Vermögensgegenstände umfassen im Wesentlichen Forderungen an das Finanzamt aus Ertrag- beziehungsweise Mehrwertsteuern. In den mittelfristigen Finanzmittelanlagen werden alle Finanzmittelanlagen mit einer Fristigkeit von mehr als drei Monaten ausgewiesen. Von den mittelfristigen Finanzmittelanlagen in Höhe von 232.101 T€ haben 112.000 T€ eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. 5. Liquide Mittel und Wertpapiere
In den liquiden Mitteln sind kurzfristige Finanzmittelanlagen mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten enthalten. 6. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Die sonstigen Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Urlaubszuschüsse, Versicherungsprämien, Mieten, Wartungsverträge, Beiträge und sonstige durch das abweichende Geschäftsjahr bedingte Abgrenzungen. 7. Aktive latente Steuern Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus Konsolidierungsmaßnahmen. Die saldierten passiven latenten Steuern resultieren aus latenten Steuerschulden auf Differenzen bilanzieller Wertansätze von immateriellen Vermögensgegenständen, Sachanlagevermögen und Rückstellungen.
8. Eigenkapital
Die Position Festkapital entspricht den Pflichteinlagen der Kommanditisten der TRUMPF SE + Co. KG. Die Pflichteinlagen der Kommanditisten sind mit den Hafteinlagen identisch. Das Grundkapital der persönlich haftenden Komplementärin beträgt 4.000 T€. Die Gewinnrücklagen enthalten Gewinne und Verluste, die auf die in- und ausländischen Tochterunternehmen zurückgehen, sowie Beträge aus der Verrechnung sonstiger Konsolidierungsmaßnahmen. Über die Gewinnverwendung der TRUMPF SE + Co. KG für das Geschäftsjahr 2021/22 wird abweichend zum Vorjahr gemäß Gesellschafterbeschluss im Folgegeschäftsjahr entschieden. Für das abgelaufene Geschäftsjahr wird daher ein Konzernjahresüberschuss ausgewiesen, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist. Die nicht beherrschenden Anteile betreffen im Wesentlichen die Beteiligungen an der TRUMPF Hüttinger Sp. z o. o. sowie der Auroma Technologies Co. Dba Access Laser Company. Die Anteile anderer Gesellschafter am Ergebnis entfallen mit 7.007 T€ (Vorjahr 7.634 T€) auf Anteile am Gewinn und mit 0 T€ (Vorjahr 1 T€) auf Anteile am Verlust. Die Gesamtentwicklung des Konzern-Eigenkapitals ist im Konzern-Eigenkapitalspiegel gesondert dargestellt. 9. Sonderposten Der Sonderposten betrifft erhaltene Investitionszuschüsse und -zulagen. 10. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Der beizulegende Zeitwert des verrechneten Deckungsvermögens entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten. Aus der Bewertung des Contractual Trust Agreements zum 30. Juni 2022 ergibt sich ein Aufwand von 14.101 T€. Dieser wurde mit dem Zinsaufwand für Pensionsrückstellungen, welche nach § 246 Abs. 2 HGB saldiert werden, in Höhe von 25.253 T€ verrechnet. Die historischen Anschaffungskosten des verrechneten Deckungsvermögens betragen 140.063 T€. Der Unterschiedsbetrag zwischen der Bewertung der Verpflichtung mit dem durchschnittlichen Marktzins von zehn Jahren und dem durchschnittlichen Marktzinssatz von sieben Jahren beträgt zum 30. Juni 2022 34.923 T€ (Vorjahr 52.668 T€). 11. Übrige Rückstellungen Der beizulegende Zeitwert des verrechneten Deckungsvermögens der Rückstellungen für Altersteilzeit beträgt 14.267 T€ (Vorjahr 14.039 T€) und entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Rückstellungen für Altersteilzeit beträgt zum Bilanzstichtag 12.971 T€ (Vorjahr 11.748 T€). Die historischen Anschaffungskosten des verrechneten Deckungsvermögens betragen 13.745 T€. Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände der Rückstellungen für die Verpflichtungen aus dem TRUMPF Familien- und Weiterbildungskonto beträgt 30.721 T€ (Vorjahr 25.437 T€) und entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt ebenfalls 30.721 T€ (Vorjahr 25.437 T€). Die historischen Anschaffungskosten des verrechneten Deckungsvermögens betragen 27.934 T€. Auf eine Saldierung von Aufwendungen und Erträgen wurde jeweils aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet.
Die sonstigen Rückstellungen betreffen überwiegend Verpflichtungen im Personal- und Sozialbereich, Garantieverpflichtungen, ausstehende Eingangsrechnungen sowie sonstige ungewisse Verbindlichkeiten. 12. Verbindlichkeiten
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die handelsüblichen Eigentumsvorbehalte. Die Finanzverbindlichkeiten beinhalten sämtliche verzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Dritten, die der Finanzierung dienen. Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 205.000 T€ (Vorjahr 240.000 T€). Die sonstigen Finanzverbindlichkeiten bestehen aus Darlehen und Spareinlagen. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten waren 5.346 T€ (Vorjahr 19.087 T€) durch Grundpfandrechte gesichert. 13. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um die Abgrenzung von Einnahmen aus Wartungsleistungen, Schulungen und Leasingverträgen, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung14. Umsatzerlöse Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen
Umsatzerlöse nach Regionen
Der Umsatz wurde zu 14 Prozent (Vorjahr 17 Prozent) in Deutschland und zu 86 Prozent (Vorjahr 83 Prozent) außerhalb Deutschlands erzielt. 15. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen In den Herstellungskosten (2.555.577 T€, Vorjahr 2.130.883 T€) werden sämtliche Aufwendungen ausgewiesen, die auf die im Geschäftsjahr abgesetzten Produkte oder Leistungen entfallen, sowie die verbleibenden nicht auf Produkte und Leistungen verrechneten Kosten der operativen Bereiche Produktion und Service. 16. Vertriebskosten Zu den Vertriebskosten in Höhe von 547.822 T€ (Vorjahr 450.623 T€) zählen alle dem Vertriebsbereich zugeordneten Personalaufwendungen, sonstigen betrieblichen Aufwendungen wie Provisionen, Reise- und Marketingkosten sowie Abschreibungen und Materialkosten unserer Showrooms. Außerdem werden hier die Fracht- und Verpackungskosten ausgewiesen, soweit sie dem Weg vom Produktionswerk zum Kunden zuzuordnen sind. 17. Forschungs- und Entwicklungskosten In den Forschungs- und Entwicklungskosten (448.007 T€, Vorjahr 382.455 T€) werden sämtliche Kosten ausgewiesen, die für Grundlagenforschung oder Neuentwicklungen aufgewendet werden und nicht im Zusammenhang mit der laufenden Produktion stehen. Dazu zählen insbesondere Personal-, Sach- und Materialkosten sowie Abschreibungen. 18. Allgemeine Verwaltungskosten Die allgemeinen Verwaltungskosten betragen im abgelaufenen Geschäftsjahr 236.772 T€ (Vorjahr 197.282 T€) und enthalten insbesondere Personalaufwendungen, Abschreibungen sowie übrige Sachkosten der Bereiche Geschäftsführung, IT, Personalwesen, Recht, Unternehmenskommunikation, Infrastruktur und Finanzen. 19. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Kursgewinne, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Erträge aus Anlagenabgängen und Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen. Weiterhin ist ein positiver Sondereffekt aus der Versicherungsentschädigung für einen Flugzeugabsturz am Standort Farmington (USA) in Höhe von 47.033 T€ enthalten sowie Forschungszuschüsse in Höhe von 3.252 T€. Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen 156.411 T€ (Vorjahr 73.751 T€). Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von 25.264 T€ (Vorjahr 35.444 T€). Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. 20. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Kursverluste, Aufwendungen aus Forderungsverlusten, Zuführungen zu Einzel- und Pauschalwertberichtigungen sowie betriebliche Aufwendungen, die keinem anderen Funktionsbereich eindeutig zugeordnet werden können. Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung belaufen sich auf 142.588 T€ (Vorjahr 77.015 T€). Aufwendungen aus der Bildung von Drohverlustrückstellungen bei Finanzinstrumenten sind in Höhe von 2.217 T€ (Vorjahr 1.773 T€) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 310 T€ (Vorjahr 226 T€). Aus dem Flugzeugabsturz am Standort Farmington (USA) resultieren 27.339 T€ an betrieblichen Aufwendungen. 21. Finanz- und Beteiligungsergebnis
22. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Bei der TRUMPF SE + Co. KG sowie den in- und ausländischen Tochterunternehmen fallen effektive und latente Gewerbe- und Körperschaftsteuern an. Die effektiven Steueraufwendungen betragen im Berichtsjahr 116.910 T€ (Vorjahr 71.581 T€). Die Erträge aus latenten Steuern betragen im Geschäftsjahr 17.552 T€ (Vorjahr Aufwand in Höhe von 2.483 T€). Diese resultieren aus unterschiedlichen Bilanzansätzen in der Handels- und Steuerbilanz und aus Konsolidierungsmaßnahmen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag der Gesellschafter wurden in Anlehnung an § 264c Absatz 3 HGB nachrichtlich nach dem Konzernjahresüberschuss dargestellt. Bei der Berechnung der latenten Steuern werden diese nicht berücksichtigt. 23. Personalaufwand In den Aufwandspositionen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind Personalaufwendungen in folgender Höhe enthalten:
Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung24. Zusammensetzung des Finanzmittelbestands In den Finanzmittelbestand werden liquide Mittel (803.084 T€) und jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten (393 T€) einbezogen. Die kurzfristigen Geldanlagen können innerhalb von maximal drei Monaten in Zahlungsmittel umgewandelt werden. Die jederzeit fälligen Bankverbindlichkeiten betreffen Kontokorrentverbindlichkeiten. Sonstige Angaben25. Haftungsverhältnisse
Aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmen, für die Bürgschaften sowie Gewährleistungsverträge übernommen wurden, wird das Risiko der Inanspruchnahme aus den Eventualverbindlichkeiten als gering eingeschätzt. 26. Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten
Bei den währungsbezogenen Geschäften handelt es sich um Devisentermingeschäfte in den Währungspaaren EUR/JPY, EUR/KRW, EUR/USD, EUR/CHF und EUR/PLN sowie FX-Bandbreitenoptionen (Zero-Cost Option) im Währungspaar EUR/USD. Für Sicherungsgeschäfte, die nicht in Bewertungseinheiten einbezogen wurden und die zum Bilanzstichtag einen negativen beizulegenden Zeitwert aufweisen, werden entsprechende Rückstellungen gebildet. Die Bewertung erfolgt dabei nach allgemein anerkannten Bewertungsmethoden wie zum Beispiel Barwertmodellen. Folgende Bewertungseinheiten wurden gebildet:
1Umfang der Sicherung für das Geschäftsjahr 2022/23 Bezüglich der zum Bilanzstichtag bestehenden Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gilt Folgendes: Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. Aufgrund der Übereinstimmung der wesentlichen wertbestimmenden Komponenten gleichen sich die gegenläufigen Wertänderungen zwischen Grund- und Sicherungsgeschäften über den gesamten Sicherungszeitraum vollständig aus. Zur Messung der Effektivität sowie der Ineffektivität der Sicherungsmaßnahmen werden diese im Rahmen des bestehenden Risikomanagements regelmäßig überwacht. Die Messung erfolgt mittels der Critical-Term-Match-Methode. Hierbei wird die Übereinstimmung der wesentlichen wertbestimmenden Komponenten, wie Währungspaar, Laufzeit und Nominalbeträge, geprüft. Des Weiteren werden retrospektiv die Zahlungsströme aus den Grundgeschäften mit den Zahlungen aus den Devisensicherungen verglichen. Es wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr keine wesentlichen Ineffektivitäten festgestellt. Bei der Absicherung bilanzwirksamer Grundgeschäfte wird in der Regel die Durchbuchungsmethode angewandt, d.h. sowohl die Grundgeschäfte als auch die Sicherungsgeschäfte werden zum Stichtag bewertet. Sich ausgleichende, gegenläufige Wertänderungen aus Grund- und Sicherungsgeschäften werden in der Gewinn- und Verlustrechnung brutto erfasst. Bei der Absicherung nicht bilanzwirksamer Grundgeschäfte werden Derivate als schwebende Geschäfte nicht bilanziert (Einfrierungsmethode). Gegebenenfalls erforderliche Anpassungen der Sicherungsstrategie werden zeitnah vorgenommen. Es kann daher sowohl prospektiv als auch retrospektiv von einer effektiven Sicherungsbeziehung ausgegangen werden. Zur Absicherung von Währungsrisiken aus mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Transaktionen werden Devisentermingeschäfte und FX-Bandbreitenoptionen abgeschlossen, die bezüglich Laufzeit, Nominalbetrag und Fremdwährung dem erwarteten Nettozahlungsstrom entsprechen (Macro Hedges). Die mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Ein- und Auszahlungen aus geplanten Absatz- und Beschaffungsgeschäften sind aus der Unternehmensplanung abgeleitet. Die vergangenheitsbezogene Überprüfung der Planung hat gezeigt, dass die angesetzten Transaktionen hoch wahrscheinlich sind. Die Devisentermingeschäfte und FX-Bandbreitenoptionen wurden für den Zeitraum vom GJ 2022/23 bis zum GJ 2025/26 abgeschlossen. Freistehende Derivate ohne Bewertungseinheit bestehen für das Währungspaar EUR/CNY. Hierbei handelt es sich um Devisentermingeschäfte mit einem Nominalwert von 851.580 TCNY. Der Gegenwert beträgt 117.504 T€. Es wurde eine Drohverlustrückstellung in Höhe des negativen Marktwerts gebildet, die mit einem Buchwert von -3.520 T€ unter dem Bilanzposten sonstige Rückstellung erfasst wurde. Der Marktwert wurde mit einer anerkannten Bewertungsmethode bestimmt (Barwertmethode). Für freistehende Derivate insbesondere des Währungspaars EUR/USD wurde eine Drohverlustrückstellung in Höhe des negativen Marktwerts gebildet, die mit einem Buchwert von -704 T€ unter dem Bilanzposten sonstige Rückstellungen erfasst wurde. Der Marktwert wurde mit einer anerkannten Bewertungsmethode bestimmt (Barwertmethode). 27. Außerbilanzielle Geschäfte Im Berichtsjahr bestehen außerbilanzielle Geschäfte in Form von Operate-Lease-Vertragsverhältnissen. Diese betreffen im Wesentlichen Kfz sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung und dienen der Kostenreduktion. Die Summe der laufenden Leasingraten beträgt im Geschäftsjahr 2021/22 11.056 T€. 28. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen aus Rahmenkontrakten und Anschaffungsgeschäften im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit in betriebsgewöhnlichem Umfang. 29. Abschlussprüferhonorar Das für das Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Gesamthonorar für den Konzernabschlussprüfer PricewaterhouseCoopers GmbH setzt sich wie folgt zusammen:
30. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:
31. Geschäftsführung Die Geschäftsführung obliegt der persönlich haftenden Gesellschafterin, die durch die unten genannten Personen vertreten wird. Die Bezüge des Vorstands der Leibinger SE für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen und den Tochterunternehmen betragen 15.395 T€ (Vorjahr 12.965 T€). Ehemaligen Mitgliedern der Geschäftsführung wurden Pensionszusagen in Höhe von 14.110 T€ (Vorjahr 13.952 T€) gewährt und zurückgestellt. Im Geschäftsjahr 2021/22 erhielten ehemalige Geschäftsführer beziehungsweise ihre Hinterbliebenen Bezüge in Höhe von 781 T€ (Vorjahr 955 T€). 32. Befreiung gemäß HGB Für folgende Kapitalgesellschaften wird von der Befreiung des § 264 Absatz 3 HGB Gebrauch gemacht: TRUMPF Werkzeugmaschinen Beteiligungs-GmbH, TRUMPF Werkzeugmaschinen Deutschland Vertrieb + Service Beteiligungs-GmbH, TRUMPF Werkzeugmaschinen Teningen GmbH, TRUMPF International Beteiligungs-GmbH, TRUMPF Laser- und Systemtechnik GmbH, TRUMPF Hüttinger Verwaltung GmbH, TRUMPF Laser GmbH, Celtia Verwaltungs-GmbH, TRUMPF Lasertechnik GmbH, TRUMPF Finance GmbH, Berthold Leibinger Immobilien GmbH, TRUMPF Kapitalbeteiligungen GmbH, TRUMPF Sachsen GmbH, TRUMPF Scientific Lasers Verwaltungsgesellschaft mbH, INGENERIC GmbH, TRUMPF Lasersystems for Semiconductor Manufacturing GmbH, TRUMPF New Business GmbH, Amphos GmbH, TRUMPF Tracking Technologies GmbH. Für folgende Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a Absatz 1 HGB wird von der Befreiung zur Aufstellung eines Jahresabschlusses gemäß § 264b HGB nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften Gebrauch gemacht: TRUMPF SE + Co. KG, TRUMPF Werkzeugmaschinen SE + Co. KG, TRUMPF Hüttinger GmbH + Co. KG, TRUMPF Immobilien GmbH + Co. KG, TRUMPF Werkzeugmaschinen Deutschland Vertrieb + Service GmbH + Co. KG, TRUMPF Scientific Lasers GmbH + Co. KG. 3 3 . Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Es wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt. 34. Gewinnverwendung Der Beschluss über die Gewinnverwendung der TRUMPF SE + Co. KG wird für das Geschäftsjahr 2021/22 im Folgejahr gefasst. 35. Nachtragsbericht Nach Ende des Geschäftsjahrs sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für den Konzernabschluss eingetreten.
Ditzingen, 5. September 2022 TRUMPF
SE + Co. KG
diese vertreten durch den, Vorstand Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende Dr.-Ing. E. h. Peter Leibinger, Stellvertretender Vorsitzender Dr.-Ing. Mathias Kammüller Dr. rer. pol. Lars Grünert Dipl.-Betriebsw. Oliver Maassen Dr.-Ing. Stephan Mayer Dr.-Ing. Christian Schmitz ENTWICKLUNG DES KONZERN-ANLAGEVERMÖGENS für das Geschäftsjahr 2021/22
Aufstellung des Anteilsbesitzes 30. Juni 2022
(1) Unternehmen, deren unbeschränkt haftender Gesellschafter ein anderes in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen ist. (2) Gesellschaften sind konsolidiert, da bei wirtschaftlicher Betrachtungsweise die Chancen und Risiken den Mutterunternehmen zuzurechnen sind. (3) In Liquidation. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die TRUMPF SE + Co. KG, Ditzingen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der TRUMPF SE + Co. KG, Ditzingen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. Juni 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der TRUMPF SE + Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 5. September 2022 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Marcus Nickel, Wirtschaftsprüfer Kai Mauden, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss zum 30. Juni 2022 wurde am 8. Dezember 2022 gebilligt. |
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