Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 532281
Vorher
Antriebssysteme Faurndau GmbH
Eingetragen
6.7.1994
Branche
Herstellung von Elektromotoren und GeneratorenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebReparatur und Instandhaltung von elektrischen Ausrüstungen
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Entwicklung, Herstellung, Reparaturen, Service und Handel von und mit Elektromotoren und deren Ersatzteilen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jörg Müller
seit 26.9.2025
Prokura
Yvonne Fulst
seit 20.8.2025
Prokura
Andreas Dr. Neubauer
seit 15.11.2023
Geschäftsführer
Dimitrij Lazutkin
seit 21.11.2022
Prokura
Stefan Andreas Götz
seit 15.9.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (4)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
ATON GmbH
Germany
409.600 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Antriebssysteme Faurndau GmbH

Göppingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Anlagevermögen 959.430,71 910.426,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 71.626,00 113.277,00
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.019,00 15.650,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 67.607,00 97.627,00
II. Sachanlagen 887.804,71 797.149,00
1. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 509,00 594,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 450.759,00 500.011,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 272.997,00 263.044,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 163.539,71 33.500,00
B. Umlaufvermögen 12.314.223,66 12.714.554,81
I. Vorräte 9.758.149,15 7.763.547,83
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.405.674,01 4.183.446,88
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.405.674,01 4.183.446,88
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 150.400,50 767.560,10
C. Rechnungsabgrenzungsposten 53.043,87 43.785,58
Bilanzsumme, Summe Aktiva 13.326.698,24 13.668.766,39

Passiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital 9.996.192,87 12.282.306,91
I. Gezeichnetes Kapital 409.600,00 409.600,00
II. Bilanzgewinn 9.586.592,87 11.872.706,91
B. Rückstellungen 495.830,09 897.803,23
C. Verbindlichkeiten 2.834.675,28 488.273,75
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 225,28 0,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 225,28 0,00
2. Sonstige Verbindlichkeiten 2.834.450,00 488.273,75
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.834.450,00 488.273,75
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 382,50
Bilanzsumme, Summe Passiva 13.326.698,24 13.668.766,39

Gewinn- und Verlustrechnung

01.01.2022 31.12.2022 01.07.2021 31.12.2021
EUR EUR
1. Rohergebnis 9.535.307,47 5.257.077,03
2. Personalaufwand 5.238.093,51 2.610.729,63
a) Löhne und Gehälter 4.378.651,05 2.194.571,84
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 859.442,46 416.157,79
davon für Altersversorgung 20.623,01 11.778,90
3. Abschreibungen 320.683,55 137.193,49
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 320.683,55 137.193,49
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.576.921,46 820.670,27
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.438,12 2.019,43
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.416,67 0
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 687.626,44 486.636,32
8. Ergebnis nach Steuern 1.718.003,96 1.203.866,75
9. Sonstige Steuern 4.118,00 2.255,00
10. Jahresüberschuss 1.713.885,96 1.201.611,75

Sonstige Berichtsbestsandsteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 13.10.2023 festgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Antriebssysteme Faurndau GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Göppingen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Ulm
Register - Nr.: HRB 532281

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss, zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches und des GmbH - Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren beibehalten.

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

Die allgemeinen Bewertungsgrundsätze (§ 252 Abs. 1 HGB) sind beachtet worden. Grundsätze und Methoden der Gliederung und der Bewertung sind unverändert gegenüber dem Vorjahr.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

Angabe und Erläuterung von nicht vergleichbaren Vorjahreszahlen

Zum 01.07.2021 wurden 100% der Gesellschaftsanteile der Antriebssysteme Faurndau GmbH durch die ATON GmbH in München übernommen. Als langfristig und technologisch orientiertes Familienunternehmen wurde die Antriebssysteme Faurndau GmbH im Segment Engineering der ATON Gruppe integriert.

Das bislang mit dem Zeitraum vom 01.07. des Jahres bis zum 30.06. des Folgejahres übereinstimmende Geschäftsjahr der Gesellschaft wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 28.06.2021 für die Zeit ab dem 01.01.2022 auf das Kalenderjahr umgestellt. Für die Zeit vom 01.07.2021 bis zum 31.12.2021 wurde ein Rumpfgeschäftsjahr gebildet. Die Zahlen der Gewinn- und Verlustrechnung sind daher mit den Vorjahreszahlen nur eingeschränkt vergleichbar.

Angaben zur Bilanz

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen angesetzt. Die zugrunde gelegte betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt für die Software drei, bzw. fünf Jahre.

Zum 01.07.2017 wurden im Rahmen der Verschmelzung der Tochtergesellschaft Antriebstechnik GmbH Faurndau ein entgeltlich erworbener Kundenstamm und entgeltlich erworbene technische Unterlagen übernommen, deren betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer weiter fortgeführt wird. Dies wurde, unter Berücksichtigung der Stabilität der Kundenbeziehungen sowie der Dauer der Lebenszyklen der technischen Produkte, ursprünglich auf fünfzehn Jahre festgelegt. Die Restnutzungsdauer beträgt zum Zeitpunkt der Verschmelzung noch rund acht Jahre.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Selbsterstellte Anlagen werden zu Herstellungskosten unter Einbeziehung anteiliger Gemeinkosten angesetzt.

Die Abschreibungen werden auf der Grundlage der geschätzten gewöhnlichen Nutzungsdauer der Gegenstände überwiegend nach linearer Methode vorgenommen. Bei beweglichen Anlagengegenständen, bei denen die Abschreibungen nach degressiver Methode vorgenommen werden, erfolgt der Übergang von der degressiven zu linearen Abschreibung sobald dies zu höheren Jahresabschreibungen führt. Voll abgeschriebene Vermögensgegenstände werden als Merkposten ohne Erinnerungswert ausgewiesen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis 250,00 Euro werden im Jahr des Zugangs als Betriebsausgabe berücksichtigt, solche mit Anschaffungskosten über 250,00 Euro bis 1.000,00 Euro werden aus Vereinfachungsgründen in einem Sammelposten geführt und in gleichen Jahresbeträgen über fünf Jahre abgeschrieben.

Die Entwicklung des Anlagevermögens einschließlich der Angaben der im Geschäftsjahr vorgenommenen Abschreibungen ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel. Er ist Bestandteil dieses Anhangs.

Vorräte

Die Vorräte sind mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-, bzw. Herstellungskosten bewertet.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Verwertbarkeit am Abschlussstichtag angesetzt. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Die Herstellungskosten werden unter Berücksichtigung des jeweiligen Fertigungsgrades ermittelt. In die Ermittlung werden neben den Materialeinzelkosten, den Fertigungslöhnen und den Sondereinzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen.

Soweit erforderlich, wurden Abschreibungen nach § 253 Abs.4 S.2 HGB auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Die geleisteten Anzahlungen werden zu Nennwerten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Nennwerten bewertet. Soweit Einzelabwertungen wegen bereits erkennbaren oder drohenden Forderungsausfällen notwendig waren, wurden entsprechende Einzelwertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Ausfallwagnis ist durch eine Pauschalwertberichtigung von 1 v.H. der Nettoforderungen Rechnung getragen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig in Höhe von 2.153,7 TEUR.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgewiesen werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die ausgewiesenen Abgrenzungsbeträge wurden zeitanteilig berechnet.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Gewährleistungsansprüche 77,0 TEUR
Jahresabschlusserstellung und Prüfung 50,5 TEUR
Aufbewahrungsverpflichtung 39,0 TEUR
Personalkosten 11,0 TEUR
Sonstige Rückstellungen 225,4 TEUR

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Urlaubsansprüche, für Beiträge zur Berufsgenossenschaft sowie für die Kosten einer Betriebsprüfung eingestellt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst und zum Barwert angesetzt.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren bestanden am Abschlussstichtag nicht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Globalabtretung und Sicherungsübereignung des Warenlagers gesichert.

Verbindlichkeiten bestehen insgesamt in Höhe von 2.834,7 TEUR, davon

gegenüber Gesellschafter in Höhe von 1.000,0 TEUR

gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 0,2 TEUR

aus erhaltenen Anzahlungen in Höhe von 665,4 TEUR

aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 869,0 TEUR

aus sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 300,1 TEUR

Haftungsverhältnisse

Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus dem Erwerb von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus den folgenden Verträgen:

Leasingverträge für Kraftfahrzeuge 84,6 TEUR
Mietverträge für Grundstücke und Gebäude 448,8 TEUR

Die Beträge geben die Höhe der jährlichen finanziellen Verpflichtung an.

Sonstige Angaben

Angaben zum Mutterunternehmen

Die Antriebssysteme FAURNDAU GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der ATON GmbH, München, welche wiederum von der ATON 2 GmbH, München, gehalten wird. Die Obergesellschaft ATON 2 GmbH, München, stellt einen Konzernabschluss nach den Vorschriften der von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) (kleinster und größter Kreis) auf, in den die Antriebssysteme FAURNDAU GmbH, einbezogen wird. Der Konzernabschluss der ATON 2 GmbH, München, wird beim Unternehmensregister elektronisch eingereicht und über die Publikations-Plattform (gemeinsames Portal von Bundesanzeiger und Unternehmensregister) veröffentlicht.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigen Mitarbeiter betrug in

2022 Vorjahr
Gewerbliche Mitarbeiter 55 57
Angestellte 24 22
Teilzeitbeschäftigte 7 6
Auszubildende 1 1

Leitungsorgane

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres waren zu Geschäftsführern bestellt:

Herr Dietmar Schmidt, Kaufmann (bis 15.09.2022)

Herr Peter Mühlbauer, Diplom-Kaufmann (bis 15.09.2022)

Herr Johannes Schwenger, Diplom-Ingenieur (ab 15.09.2022)

Herr Stefan Götz, Master of Business Administration (ab 15.09.2022)

Vom Schutzrecht nach § 286 Abs.4 HGB bezüglich der Vergütung der Geschäftsführungsorgane wird Gebrauch gemacht.

Ergebnisverwendung

Das Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Göppingen, den 22.02.2023

gez. J. Schwenger, Geschäftsführer

gez. S. Götz, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 31.12.2021 Zugänge Abgänge Umbuchung Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 468.553,62 0,00 0,00 0,00 468.553,62
2. Geschäfts- oder Firmenwert 232.717,00 0,00 0,00 0,00 232.717,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.476,19 0,00 0,00 0,00 12.476,19
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.051.594,86 79.393,11 43.933,45 -1.014,00 2.086.040,52
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.335.118,19 126.755,44 12.513,08 34.514,00 1.483.874,55
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 33.500,00 163.539,71 0,00 -33.500,00 163.539,71
Kumulierte Abschreibungen
Stand 31.12.2021 Zuführung Abgänge Umbuchung Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 452.903,62 11.631,00 0,00 0,00 464.534,62
2. Geschäfts- oder Firmenwert 135.090,00 30.020,00 0,00 0,00 165.110,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.882,19 85,00 0,00 0,00 11.967,19
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.551.583,86 127.631,11 43.933,45 0,00 1.635.281,52
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.072.074,19 151.316,44 12.513,08 0,00 1.210.877,55
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Nettobuchwerte
Stand 31.12.2022 Stand 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.019,00 15.650,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 67.607,00 97.627,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 509,00 594,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 450.759,00 500.011,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 272.997,00 263.044,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 163.539,71 33.500,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Die Antriebssysteme Faurndau GmbH mit Sitz in Göppingen - Faurndau wurde im Jahr 1946 als ELEKTRA - FAURNDAU gegründet. Nachdem sich das Unternehmen in der Anfangszeit mit der Reparatur von Elektromotoren und Transformatoren beschäftigt hatte, begann man im Laufe der Jahre mit der Entwicklung und Produktion drehzahlverstellbarer Drehstrom - Nebenschlussmotoren. Die Kernkompetenzen der Antriebssysteme Faurndau GmbH heute liegen in der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von Standard- und kundenspezifischen Sonderantrieben mit hoher Dynamik, maximalen Drehbeschleunigungen und geringen Massenträgheitsmomenten in Synchron- und Asynchrontechnik.

Ein weiterer Schwerpunkt des Unternehmens ist der Bereich Service. Dieser umfasst den weltweit tätigen Kundendienst, den Ersatzteilverkauf, sowie die Wartung und Instandsetzung von Motoren, Umrichtern, Stromrichtern und Gebersystemen sowie elektrisch rotierender Systeme aller Fabrikate.

Schwerpunktbranchen des Unternehmens sind der Bereich Automotive-Prüfstandstechnik, die Kunststoff-, Verpackungs- und Papierindustrie sowie der allgemeine Maschinenbau.

Wirtschaftliche und innovative Antriebslösungen, welche im eigenen Unternehmen entwickelt werden, sind in Verbindung mit höchsten Qualitätsansprüchen gemäß DIN ISO 9001:2015 die Eckpfeiler des Unternehmenserfolgs. Mit technologischem Know-how und einer klaren strategischen Ausrichtung stellt sich das Unternehmen den Herausforderungen des Marktes.

Das Handeln des Unternehmens orientiert sich an Werten wie soziale Verantwortung, Ethik, Qualität und Wachstum. Das Unternehmen bekennt sich zum Produktionsstandort Deutschland und untermauert dies durch kontinuierliche Investitionen in Entwicklung und Produktion.

Weltwirtschaftliches Umfeld

Die wirtschaftliche Entwicklung im Kalenderjahr 2022 war weiterhin, wenngleich abgeschwächt, geprägt durch die Folgen der Corona-Pandemie. Hinzu kamen die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine. Während es in den meisten Ländern angesichts steigender Impfraten zu weniger coronabedingten Einschränkungen kam, ergriff die chinesische Regierung beim Auftreten neuer Varianten und vergleichsweise kleinerer Ausbrüche stets großflächige Maßnahmen zur Eindämmung. Durch diese Lockdowns wurden die Wirtschaftstätigkeit in China, aber auch die globalen Lieferketten weiterhin beeinträchtigt. Der Krieg in der Ukraine brachte zusätzliche Disruptionen mit sich, insbesondere in Europa. Die Preise für Rohstoffe und Landwirtschaftsprodukte stiegen nach der Invasion Russlands stark an, da die Ukraine kriegsbedingt und Russland sanktionsbedingt als Lieferanten ausfielen. Die Verknappung der Erdgaslieferungen aus Russland in die Europäische Union (EU) führte zu einer erhöhten Unsicherheit bezüglich der Versorgungslage und enormen Preissteigerungen bei fossilen Brennstoffen. Hinzu kamen die nach wie vor pandemiebedingt gestörten Wertschöpfungsketten und die damit einhergehenden Preissteigerungen. Zusammen mit Nachholeffekten der privaten Haushalte und Unternehmen, zum Teil noch genährt durch staatliche Konjunkturpakete, führte dies zum starken Anstieg der Inflationsraten.

Trotz massivem Gegenwind zeigte sich die Konjunktur letztlich aber robuster als allgemein erwartet. Der Internationale Währungsfonds (IWF) nahm Ende Januar 2023 daher eine, wenn auch kleine Aufwärts-revision vor und schätzte den Zuwachs der globalen Wirtschaftsleistung für das Gesamtjahr 2022 zuletzt auf preisbereinigt 3,4 Prozent, nach einem kräftigen Anstieg von 6,2 Prozent im Jahr zuvor. Die globale Inflationsrate lag 2022 bei geschätzt 8,8 Prozent. Der weltweite Warenhandel wuchs im Gesamtjahr 2022 mit geschätzt 5,4 Prozent. Nachdem die Industrieproduktion im Jahr 2021 dynamisch um 7,8 Prozent zugelegt hatte, wuchs sie im Jahr 2022 nur um geschätzt 3,1 Prozent. Das Plus in den entwickelten Volkswirtschaften betrug voraussichtlich 2,2 Prozent, die Schwellen- und Entwicklungsländer kamen auf einen Anstieg von 3,9 Prozent.

Tabelle: Bruttoinlandsprodukt zum Vorjahr in Prozent

Land/Region 2022 (Schätzung) 2021 2020
Welt 3,4 6,2 -3,0
Entwickelte. Volkswirtschaften 2,7 5,4 -4,4
Euro-Zone 3,5 5,3 -6,1
Deutschland 1,9 2,6 -3,7
Frankreich 2,6 6,8 -7,9
Italien 3,9 6,7 -9,0
Spanien 5,2 5,5 -10,8
Vereinigtes Königreich 4,1 7,6 -9,3
USA 2,0 5,9 -3,4
Japan 1,4 2,1 -4,6
Aufstr. Märkte und Entwicklungsländer 3,9 6,7 -1,9
ASEAN * 5,2 3,8 -3,4
Brasilien 3,1 5,0 -3,9
China 3,0 8,4 2,2
Indien ** 6,8 8,7 -6,6
Russland -2,2 4,7 -2,7

*) Indonesien, Malaysia, Philippinen, Thailand, Vietnam.

**) Fiskaljahr vom 1.4. bis 31.3.

Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2023, für 2020: IMF October 2022 Database.

Branchenspezifische Entwicklung der Elektrotechnik- und Elektroindustrie

Im Jahr 2022 erhöhten sich die deutschen Elektroexporte um 8,6% auf einen neuen Rekord von 245,8 Mrd. €. Wie in Vorjahren war China wieder der größte Exportabnehmer unserer Branche. Insgesamt wurden Elektroerzeugnisse im Wert von 26,5 Mrd. € in das Land geliefert. Der Zuwachs war mit plus 5,5% allerdings unterdurchschnittlich. Weil gleichzeitig die Ausfuhren in die zweitplatzierten USA massiv anzogen (+23,8% auf 23,6 Mrd. €), hat sich der Abstand zwischen China und den USA wieder verringert, bleibt aber knapp drei Milliarden Euro hoch.

Die Produkte der Antriebstechnik - Elektromotoren und Frequenzumrichter (Variable Speed Drives) - sind die Enabler für energieeffiziente Lösungen in der Fabrik- und Prozessautomation. Im Trend steigt der weltweite Bedarf kontinuierlich an und hat den Corona-Rückgang schnell überwunden. Im Jahr 2021 hat der Weltmarkt - nach vorläufigen Berechnungen - ein Volumen von 148,6 Mrd. € erreicht. Das entspricht einem Anstieg von 9% gegenüber Vorjahr. Für 2022 rechnet der ZVEI mit einem nominalen Wachstum von 16%, das nicht nur mengenmäßig, sondern auch preisgetrieben ist. 2023 könnte es nach der ZVEI-Prognose noch einmal um 5% auf dann 181,0 Mrd. € aufwärts gehen.

Trotz Lieferkettenproblemen rechnet der ZVEI mit einem nominalen Wachstum der inländischen Produktion elektrischer Antriebe von 9,5% für das Jahr 2022. Ein Teil des nominalen Wachstums ist dabei auf das allgemeine Inflationsumfeld zurückzuführen. So dürfte das reale Produktionswachstum - angesichts der bestehenden Material- und Lieferengpässe - einige Prozentpunkte darunter liegen. Die Beschaffung von Vormaterialen und Komponenten, wie Elektrobleche und Leistungshalbleitern sind gegenwärtig eine große Herausforderung.

Geschäftsverlauf 2022

Die Zahlen der Gewinn- und Verlustrechnung 2022 sind mit den Vorjahreszahlen nur eingeschränkt vergleichbar, da bei den Vorjahreszahlen es sich um ein Rumpfwirtschaftsjahr mit nur 6 Monaten Dauer handelt.

Trotz der schwierigen Allgemeinsituation, zusätzlich mit Kriegsereignissen in der Ukraine und überproportionalen Energiepreissteigerungen nahm das abgelaufene Geschäftsjahr für die Antriebssysteme Faurndau GmbH einen positiven Verlauf.

Es wurden Umsatzerlöse in Höhe von 16,4 Mio. EUR erzielt. Die geplante Umsatzgröße in Höhe von 17,4 M€ konnte leider nicht erreicht werden. Hauptursachen hierfür waren Zeitverzögerungen bei Kunden im Bauvorschritt der Prüfstandsinfrastruktur. Daher wurden die Umsätze im Wert von ca. 1 Mio. EUR von 2022 nach 2023 verschoben.

Der Auftragsbestand im Bereich der Neufertigung lag zum Stichtag 31.12.2022 bei 6,1 Mio. EUR (31.12.2021: 3,96 Mio. EUR), (30.06.2021: 5,38 Mio. EUR).

Der Auftragsvorlauf zum Bilanzstichtag lag somit bei ca. 6,0 Monaten.

Der Auftragseingang für Neumotoren lag im abgelaufenen Geschäftsjahr über dem Niveau der letzten Jahre.

Am Bilanzstichtag 31.12.2022 waren bei der Antriebssysteme Faurndau GmbH 81 Mitarbeiter beschäftigt.

Freie Kapazitäten im Kalenderjahr 2022 wurden für zwei Entwicklungsprojekte und diverse Optimierungen im Bereich der Betriebsabläufe genutzt.

Der Focus liegt hierbei auf Elektromotoren mit hohen Drehzahlen, hohen Anlaufmomenten und höchster Dynamik in kompakten Bauformen bei niedrigster Schwingungs- und Geräuschentwicklung, um den zukünftigen Kundenanforderungen, vor allem auch im Bereich der Elektrifizierung und Heavy Duty Anwendungen (Radmaschinen) gerecht werden zu können.

Es wurden weiterhin Investitionen aus Eigenmitteln getätigt. Die alte intensivenergiekonsumierende Prüffeldinfrastruktur wurde umgebaut. Im Ergebnis konnte dadurch zu einem eine massive Prüfperformance-Erweiterung und zu anderem eine signifikante Energieeinsparung (min. 60.000 kWh/a) erreicht werden.

Ebenso wird ausreichend Finanzmittel für den Bereich Aus- und Fortbildung zur Verfügung gestellt, was aber ausgehend von der Pandemiesituation und der daraus noch resultierenden Zurückhaltung noch nicht umfassend genutzt wurde.

Das Unternehmen sieht qualifizierte Mitarbeiter als Kernkompetenz und Schwerpunktthema. Durch die geringe Fluktuation und die langjährige Erfahrung kann das Unternehmen auf sehr gut qualifizierte und motivierte Mitarbeiter zurückgreifen.

Ertrags- und Finanzlage / Vermögenslage

Die Antriebssysteme Faurndau GmbH hat im abgelaufenen Jahr verschiedene Verbesserungsmaßnahmen eingeleitet und einige davon bereits zum Jahresende umgesetzt. Die Auswirkungen auf die Ertragslage werden bereits 2023 zu verzeichnen sein.

Die Ertragslage des Berichtsjahres ist weiterhin als sehr gut zu beurteilen. Es wurde ein Jahresüberschuss von 1,71 Mio. EUR erreicht.

Eine hohe Eigenkapitalquote als Kenngröße für finanzielle Stabilität und Unabhängigkeit des Unternehmens ist weiterhin eine priorisierte Zielsetzung der Geschäftsleitung.

In Relation zum Umsatzvolumen lagen der sonstige betriebliche Aufwand und der Personalaufwand im Rahmen der angesetzten Planwerte.

Das Unternehmen ist ausreichend mit Liquidität ausgestattet und der finanzielle Spielraum der Gesellschaft ist als gut zu bezeichnen. Die eingeräumten Betriebsmittelkredite bei den Hausbanken werden derzeit nicht in Anspruch genommen. Lieferantenverbindlichkeiten wurden unter Ausnutzung eingeräumter Skonti ausgeglichen.

Die Aktivseite der Unternehmensbilanz beinhaltet weitgehend kurzfristig gebundenes Kapital. Einen wesentlichen Anteil nehmen die Vorräte mit 9.758 TEUR (VJ: 7.764 TEUR) und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 2.154 TEUR (VJ: 1.647 TEUR) ein. Das Anlagevermögen erhöht sich um 49 TEUR. Die Abschreibungen betrugen 320 TEUR.

Die Passivseite enthält Rückstellungen in Höhe von 496 TEUR (VJ: 898 TEUR) für Steuern, Gewährleistungen und für den Personalbereich. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen am Stichtag 869 TEUR (VJ: 156 TEUR), die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen zum Stichtag bei 0,2 TEUR (VJ: 0,0 TEUR). Die sonstigen Verbindlichkeiten zum Stichtag betrugen 1.300 TEUR (VJ: 126 TEUR) und beinhalten hauptsächlich Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (1.000 TEUR), Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer (46 TEUR) und Verbindlichkeiten aus Betriebssteuern (234 TEUR).

Das Eigenkapital betrug zum Stichtag 9.996 TEUR. Die Eigenkapitalquote lag zum Stichtag bei 75%.

Ausblick, Chancen und Risiken

Für das Gesamtjahr 2023 prognostiziert der Internationalen Währungsfonds (IWF) ein weltwirtschaftliches Wachstum von 2,9 Prozent. Das sind 0,2 Prozentpunkte mehr als im Oktober 2022 erwartet wurden. Globale Krisen belasten die Weltwirtschaft zwar weiter schwer, die totale Neuausrichtung der Corona-Politik Chinas könnte laut IWF aber den Weg zur Erholung ebnen. Gleichwohl wird auf etliche Risiken, die eine schlechtere Entwicklung zur Folge hätten, hingewiesen: So könnte sich in China die Corona-Situation und die Krise im Immobiliensektor verschlechtern, der Krieg in der Ukraine könnte weiter eskalieren und in den Schwellen- und Entwicklungsländern könnte es zu einer Schuldenkrise kommen.

Die Bundesregierung erwartet für das Jahr 2023 eine leichte Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 Prozent. Die deutsche Wirtschaft behauptet sich trotz Energiekrise und Lieferkettenproblemen. Die Inflation sinkt im Jahresverlauf zwar, bleibt aber auf einem hohen Niveau.

Von großem Interesse für unsere Branche ist, dass die starken Energie-Preisanstiege Investitionen in effiziente Antriebstechnik beim Endanwender in immer kürzere Amortisationszeiten schieben. Investitionen, die vor ein paar Jahren noch unrentabel waren, werden nun realisiert. Dieser Investitionsschub und die Digitalisierung mit Industrie 4.0- Optionen bieten der Antriebsindustrie neue Möglichkeiten zur Steigerung des Absatzes von Hard- und Software-Antriebslösungen. Die ZVEI-Prognose für 2023 ist daher noch einmal ein Zuwachs von 3%.

Die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt von vielen Faktoren ab, die aktuell nur schwer abschätzbar sind. Noch immer tobt in der Ukraine ein Krieg, der festgefahren scheint. Mit Blick auf den nächsten Winter stellt sich die Frage, ob die Energieversorgung in den Unternehmen sichergestellt werden kann. Noch haben viele Unternehmen ein solides Auftragspolster, dieses wird im Jahresverlauf aber teilweise schmelzen. Sorgen bereitet außerdem insbesondere der Fachkräftemangel. Viele Unternehmen möchten Personal einstellen, finden jedoch keine oder nur zu wenige Leute.

Dennoch ist die Antriebssysteme Faurndau GmbH verhalten optimistisch für den weiteren Geschäftsverlauf. Das Unternehmen erwartet aufgrund der aktuellen Auftragssituation, aufgrund in Aussicht gestellter Projekte sowie auf Grundlage eines stabilen Servicebereichs eine etwas belebte Geschäftsentwicklung. Eine hohe Eigenkapitalausstattung sowie optimierte Kostenstrukturen bilden eine solide Grundlage für angemessene Reaktionen auf mögliche Krisensituationen.

Chancen für die Entwicklung des Unternehmens liegen vor allem in der Erschließung von neuen Märkten mit bestehenden und neuen Produkten.

Risiken für das Unternehmen werden einerseits in einem stetig intensiven Wettbewerb sowie in der nachhaltigen Fortentwicklung von Materialpreisen gesehen.

Zur Beurteilung von weiterreichenden Entwicklungen wird die jeweils aktuelle Geschäftssituation aufmerksam verfolgt, um gegebenenfalls frühzeitig entsprechende Steuerungsmaßnahmen ergreifen zu können. Um die Prozessabläufe aufrechterhalten zu können, werden entsprechende Vorsichtsmaßnahmen im Unternehmen umgesetzt.

Es ist Ziel des Risikomanagements, eventuelle Risiken frühzeitig zu erkennen, um eine Bewertung der Risiken vornehmen und entsprechende Vorsorgemaßnahmen umsetzen zu können. Im Rahmen des Berichtswesens werden alle notwendigen betriebswirtschaftlichen Auswertungen und Kennzahlen zeitnah erfasst und ausgewertet, um eventuelle Abweichungen von Planzahlen rechtzeitig erkennen und geeignete Maßnahmen ergreifen zu können. Durch die intensive und direkte Kommunikation zwischen der Geschäftsführung und den Mitarbeitern des Unternehmens wird ein hohes Maß an Reaktionsgeschwindigkeit erreicht.

Die Qualitätsstrategie nach DIN EN ISO 9001:2015 bleibt weiterhin ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmenspolitik. Der Kreis unserer Kunden, insbesondere die Automobilindustrie, erfordert die konsequente Verfolgung von Qualitätszielen. Das letzte erfolgreiche Wiederholaudit fand im Oktober 2021 statt. Im Rahmen des QM - Systems werden im Rahmen interner und externer Audits die Prozesse im Unternehmen fortlaufend geprüft und bewertet und gegebenenfalls optimiert. In Verbindung mit einem aktiven Verbesserungs- und Vorschlagswesen kann sich das Unternehmen auf dieser Grundlage ständig weiterentwickeln.

Bestandsgefährdende materielle Risiken für die Firma aus bestehenden Vertragsverhältnissen, insbesondere auch aus den Beziehungen zu Kunden und Lieferanten, welche über das allgemeine wirtschaftliche Risiko aus Unternehmertätigkeit hinausgehen, sind nicht zu erkennen. Die Lieferketten blieben trotz Corona Situation stabil. Dennoch war auch durch ausreichende Lagerbevorratung die Lieferfähigkeit jederzeit gesichert.

Sämtliche betriebsherkömmliche Risiken sind versicherungstechnisch abgedeckt.

 

J. Schwenger, Geschäftsführer

S. Götz, Geschäftsführer

Berichtsprüfung

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den vollständigen handelsrechtlichen Jahresabschluss

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Antriebssysteme Faurndau GmbH, Göppingen

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Antriebssysteme Faurndau GmbH, Göppingen - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Anhang, ein schließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Antriebssysteme Faurndau GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

 

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022.

 

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführten Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

 

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

 

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

 

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

 

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

 

beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

 

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

 

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Göppingen, den 22.02.2023

gez. Claudia Möhring, Wirtschaftsprüferin

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