DEVK Krankenversicherungs-Aktiengesellschaft

Riehler Straße 190, 50735 Köln, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 24806
Eingetragen
11.4.1994
Branche
Tätigkeiten von Versicherungsmaklerinnen und -maklernTätigkeiten von Versicherungsvertreterinnen und -vertreternManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit aktivem Versicherungsgeschäft
Gegenstand
der unmittelbare und mittelbare Betrieb der privaten Krankenversicherung. Die Gesellschaft ist berechtigt, Mit- und Rückversicherung gleicher Art für andere Versicherungsunternehmen zu übernehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Martin Wierer
seit 19.7.2024
Vorstandsmitglied
Dirk Kopisch
seit 3.6.2020
Vorstandsmitglied
Iris Kluge
seit 2.1.2019
Prokura
Peter Dr. Bruns
seit 15.7.2013
Prokura
Jürgen Dürscheid
seit 23.8.2006
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

NameAnteil
5.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DEVK Krankenversicherungs-Aktiengesellschaft

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Organe

Aufsichtsrat
Gottfried Rüßmann Hanka Knoche Wolfgang Müller
Köln Idstein Zülpich
Vorsitzender Mitglied des Vorstands Mitglied des Betriebsrats
Vorsitzender der Vorstände BAHN-BKK DEVK Versicherungen
DEVK Versicherungen Zentrale Köln
Manuel Krempf (ab 10. Mai 2023)
Dr. Kristian Loroch Übach-Palenberg
Altenstadt Beauftragter für Nachhaltigkeit Frank Schmidt
Stellv. Vorsitzender der Eisenbahn- DEVK Versicherungen Troisdorf
und Verkehrsgewerkschaft (EVG) Zentrale Köln Fachgebietsleiter
(bis 10. Mai 2023) Produktentwicklung/Geschäfts-
Hans-Jörg Gittler steuerung Sach/HUK
Kestert DEVK Versicherungen
Vorsitzender des Vorstands Zentrale Köln
BAHN-BKK
Vorstand
Jürgen Dürscheid Dirk Kopisch Dr. Michael Zons
Köln Düsseldorf Köln

Lagebericht

Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell

Die Gesellschaft betreibt das selbst abgeschlossene Private Krankenversicherungsgeschäft und seit dem 1. Januar 2000 auch das in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft im Inland. Hinsichtlich der betriebenen Versicherungsarten verweisen wir auf die Anlage zum Lagebericht.

Verbundene Unternehmen, Beteiligungen

Verbundene Unternehmen der DEVK Krankenversicherungs-AG sind der

DEVK Deutsche Eisenbahn Versicherung

Sach- und HUK-Versicherungsverein a.G.

Betriebliche Sozialeinrichtung der Deutschen Bahn, Köln,

und dessen unmittelbare und mittelbare Tochterunternehmen.

Das Grundkapital unserer Gesellschaft beträgt 8,0 Mio. € und ist zu 100 % eingezahlt. Es wird von der DEVK Rückversicherungs- und Beteiligungs-AG - DEVK RE, mit der ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht, zu 100 % gehalten.

Die Angabe unmittelbarer Anteile unserer Gesellschaft an den wesentlichen verbundenen Unternehmen und Beteiligungen befindet sich im Anhang.

Funktionsausgliederung, organisatorische Zusammenarbeit

Aufgrund des Generalagenturvertrags übernimmt der DEVK Sach- und HUK-Versicherungsverein a.G. die Funktion der Versicherungsvermittlung sowie die damit zusammenhängenden Aufgaben.

Allgemeine Betriebsbereiche, wie z. B. Rechnungswesen, Inkasso, IT, Kapitalanlage und -verwaltung, Personal, Revision sowie Allgemeine Verwaltung, sind für alle DEVK-Unternehmen organisatorisch zusammengefasst. Darüber hinaus wird die Bestandsverwaltung und Leistungsbearbeitung gemeinsam mit der DEVK Allgemeine Versicherungs-AG durchgeführt. Jedes Unternehmen hat jedoch separate Mietverträge und verfügt gemäß seiner Nutzung über ein eigenes Inventar und eigene Arbeitsmittel.

Wir weisen darauf hin, dass Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten können.

Die im Bericht mit 1 gekennzeichneten Abschnitte enthalten Angaben, die nicht vom Abschlussprüfer geprüft werden.

Gemäß dem Gemeinschaftsvertrag mit dem DEVK Sach- und HUK-Versicherungsverein a.G. wird uns das erforderliche Innendienstpersonal zur Verfügung gestellt. Dieses unterliegt in den Gebieten Mathematik, DV-Entwicklung, Antrags-, Bestands- und Leistungstätigkeiten sowie in der Vermögensanlage und -verwaltung allein der Aufsicht und den Weisungen unseres Unternehmens.

Unser Unternehmen hat separate Mietverträge und verfügt gemäß seiner Nutzung über eigenes Inventar und eigene Arbeitsmittel.

Mit dem DEVK Sach- und HUK-Versicherungsverein a.G., der DEVK Allgemeine Versicherungs-AG und der DEVK Rückversicherungs- und Beteiligungs-AG - DEVK RE bestehen aktive Rückversicherungsverträge bezüglich des Auslandsreise-Krankenversicherungsrisikos.

Mit anderen Krankenversicherungsunternehmen bestehen Pool-Verträge zur Abwicklung der Pflegepflichtversicherung und der Standard- und Basistarife.

Die Gesellschaft ist Mitglied der "Gemeinschaft privater Versicherungsunternehmen zur Durchführung der Pflegeversicherung nach dem PflegeVG für die Mitglieder der Postbeamtenkrankenkasse und der Krankenversorgung der Bundesbahnbeamten (GPV)".

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war 2023 insbesondere von der Inflation, der Reaktion der Notenbanken hierauf und der daraus resultierenden negativen Folgen für die Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen geprägt. Gleichzeitig nahmen geopolitische Spannungen zu, die das schwierige Kapitalmarktumfeld zusätzlich belastet haben. Politische Konflikte innerhalb der Bundesregierung beeinflussten die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland zusätzlich negativ.

Die Europäische Zentralbank erhöhte 2023 den Leitzins bis September in sechs Zinsschritten von 2,50 % auf 4,50 %, bevor sie in ihrer Oktobersitzung erstmalig seit Juli 2022 eine Zinspause beschloss, die bis zum Jahresende anhielt. Die amerikanische Notenbank Fed stoppte im September vorerst weitere Leitzinserhöhungen. Gleichzeitig fiel die Inflationsrate in Europa von 9,2 % zu Jahresanfang auf 2,9 % per Ende Dezember. Risikofreie Zinssätze (zum Beispiel der 10-jährige Euro-Swapsatz) stiegen seit Jahresanfang unter teilweise starken Schwankungen von 3,1 % bis Anfang Oktober um ca. 40 Basispunkte auf ihr Jahreshoch von gut 3,5 % an und fielen in der Folge - unter anderem als Reaktion auf die Entscheidung der Notenbanken, keine weiteren Zinserhöhungen vorzunehmen - wieder um knapp 70 Basispunkte bis Anfang Dezember. Zum Jahresende 2023 notierte der Wert mit 2,5 % 57 Basispunkte niedriger als zu Jahresbeginn. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe zeigte 2023 eine simultane Entwicklung und wies mit 2,1 % einen Wert auf dem Niveau des Initialwerts zu Jahresbeginn aus. Die Anfang 2023 stark gestiegene Inversion der Zinskurve nahm zum Jahresende hin ab. Für Langfristanleger (wie beispielsweise Lebensversicherungsunternehmen) ist insbesondere die Entwicklung am langen Ende der Zinsstrukturkurve wichtig, um die langfristigen versicherungstechnischen Verpflichtungen adäquat erfüllen zu können. Die Risikoaufschläge auf europäische Investmentgrade-Unternehmensanleihen bewegten sich in der Jahresbetrachtung - trotz der schwachen konjunkturellen Entwicklung in Euroland - seitwärts mit sehr geringer Volatilität, obwohl die Unternehmensinsolvenzen in Deutschland im Vorjahresvergleich zugenommen haben. Zuletzt stieg zudem die Anzahl der Großinsolvenzen (Unternehmen mit einem jährlichen Umsatz von mindestens 50 Millionen Euro) an. Im besonderen Maße war hiervon die Immobilienbranche betroffen.

Aktienmärkte zeigten 2023 eine überwiegend positive Entwicklung. Kurzfristige Verwerfungen an den globalen Aktienmärkten gab es im März im Zuge der Krise der Silicon Valley Bank. In der Folge spekulierten Marktteilnehmer über eine mögliche Zahlungsunfähigkeit der Credit Suisse und einer damit verbundenen erneuten globalen Finanzkrise. Unter Einflussnahme der Schweizer Aufsicht konnte diese Gefahr mit Übernahme des angeschlagenen Instituts durch die UBS AG abgewehrt werden. Im Zuge der folgenden Erholung erreichte der deutsche Leitindex DAX Ende Juli mit 16.469,75 Punkten ein neues Allzeithoch. Infolge der Entscheidungen der Notenbanken, im Sommer weitere Zinserhöhungen in Aussicht zu stellen, kam es zu einer Korrektur um im Schnitt 10 %. Der Angriff auf Israel seitens der Hamas Anfang Oktober und die damit verbundene Gefahr einer zunehmenden Eskalation im Nahen Osten wirkte sich kurzfristig negativ auf die Aktienmärkte aus. Die Tatsache, dass im Nahen Osten bisher kein politischer Flächenbrand entstanden ist und der teilweise deutliche Rückgang der Inflation sowie der damit verbundenen Zinspausen von Fed und EZB legten den Grundstein für den Beginn einer Jahresendrally, die den DAX zwischenzeitlich auf ein neues Allzeithoch von 17.003 Punkten brachte; die Jahresperformance lag bei 20,3 %.

Die hohe Inflation in Kombination mit einem höheren Kreditzinsniveau und nur allmählichen steigenden Reallöhnen belasteten die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland spürbar. Konnte das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal preisbereinigt noch 0,3 % im Vergleich zum Vorjahresquartal zulegen, sank dieses im zweiten Quartal um 0,4 % und 0,7 % im dritten Quartal. Mit einem Rückgang um 0,4 % im letzten Quartal des Jahres befand sich die Bundesrepublik Deutschland in der Rezession, während die Mehrzahl der anderen EU-Länder schon wieder positive Wachstumszahlen erreichte. Insbesondere geopolitische Unsicherheiten durch den Krieg im Nahen Osten und das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu einer strikten Auslegung der Schuldenbremse belasteten die konjunkturelle Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte nachhaltig. Nach Angaben des statistischen Bundesamts betrug der Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts in Deutschland 2023 0,3 %. Für das Folgejahr prognostizieren Volkswirte eine leichte Erholung des Wachstums in Höhe von 0,7 %. Zurückhaltend wird die wirtschaftliche Lage ebenfalls von Unternehmensseite beurteilt. So stieg der Ifo-Geschäftsklimaindex zwar zunächst bis April auf sein Jahreshoch von 93,1 Punkten, fiel jedoch in den folgenden Monaten auf sein Jahrestief im August von 85,8 Punkten. Seitdem folgte eine Erholung auf niedrigem Niveau auf 86,4 Punkte Ende des Jahres. Im Vergleich zum Euro-Raum schneidet Deutschland beim geschätzten BIP-Wachstum in beiden Jahren schlechter ab (Euro Raum 2023: 0,6 %, 2024: 1,1 %). Im globalen Vergleich wird für die US-amerikanische Volkswirtschaft nach einem verhältnismäßig starken Wachstum von 2,5 % in 2023 von einigen Volkswirten ein Rückgang auf 1,6 % für 2024 erwartet.

Auch im Jahr 2023 wurden wieder eine Anzahl gesundheitspolitischer Themen bewegt. Sie reichen von der Neuaufstellung der unabhängigen Patientenberatung über ein Gesetz zur Bekämpfung von Arzneimittel-Lieferengpässen, das Pflegeunterstützungs- und -entlastungsgesetz, eine Vorlage zur Stärkung des Pflegeberufs, zwei Digitalisierungsgesetze, die die Ausweitung der elektronische Patientenakte und die Nutzung von Gesundheitsdaten vorantreiben sollen, bis zum Einstieg in eine Krankenhausreform.

Auch die privaten Krankenversicherer haben sich maßgeblich in die Themen des Gesundheitssystems eingebracht und die Diskussion über die tragfähige Finanzierung der Sozialversicherungssysteme als Anknüpfungspunkt genutzt, um die Herausforderungen zur Zukunftsfähigkeit der sozialen Sicherheit zu dokumentieren und den wichtigen Beitrag der Privaten Krankenversicherung für die medizinische Versorgung herauszustellen.

Die privaten Krankenversicherer verstehen sich nach wie vor als "Antreiber für die beste Gesundheit". Die Dualität von gesetzlicher und privater Krankenversicherung hat sich auch in 2023 bewährt. Die privaten Krankenversicherer können mit Stolz auf das letzte Jahr zurückblicken, in dem sich die Tragfähigkeit ihres Sicherungsmodells auch in den weiterhin schwierigen Zeiten gezeigt hat und optimistisch auf das nächste Jahr schauen.

Der Bestand an vollversicherten Personen im Markt ist nahezu konstant geblieben (+ 0,0 %). Die Zahl der Zusatzversicherungen ist hingegen weiter gestiegen (+ 3,7 %). Die Beitragseinnahmen in der privaten Kranken- und Pflegeversicherung stiegen in 2023 um 2,9 %, die Versicherungsleistungen um 10,6 %.

Geschäftsverlauf

Die DEVK Krankenversicherungs-AG, welche im Jahr 1994 anlässlich der Deregulierung des Krankenversicherungsmarktes gegründet wurde, hat sich Zeit ihres Bestehens als verlässlicher Partner unserer Kunden bewiesen. Diesen Anspruch bekräftigen wir auch anlässlich unseres 30-jährigen Jubiläums und verfolgen nach wie vor eine Strategie, die den Kunden in den Mittelpunkt unseres wirtschaftlichen Handelns stellt.

Der wichtigste Träger des Neugeschäfts bei der DEVK Krankenversicherungs-AG war im Einklang zu den vergangenen Jahren der Bereich der Zusatzversicherungen für Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung. Im Einzelnen sind die Versicherungsarten als Anlage zu diesem Lagebericht aufgeführt. In dem immer stärker umkämpften Bereich der Zusatzversicherungen konnte die DEVK ihr Volumen ausbauen, allerdings zeigte sich im Markt ein noch stärkeres Wachstum. Somit reduzierte sich der Marktanteil der DEVK leicht von 1,21 % auf 1,19 % (nach gebuchten Bruttobeiträgen).

Der Monatssollbeitrag belief sich im Gesamtbestand zum Jahresende auf 9,61 Mio. € (Vorjahr 9,34 Mio. €). Die Beitragseinnahmen netto stiegen im abgelaufenen Jahr um 3,5 % auf 115,2 Mio. €, was die Prognose von 116 Mio. € fast erfüllt. Wesentliche Treiber der Veränderung der Netto-Beitragseinnahmen waren zum einen Beitragsanpassungen und zum anderen das Neugeschäft im Bereich der Krankheitskostenteilversicherung.

Das Netto-Ergebnis aus Kapitalanlagen ist 2023 deutlich von 7,9 Mio. € auf 9,7 Mio. € gestiegen und entspricht der Erwartungshaltung für das abgelaufene Geschäftsjahr. Zurückzuführen ist der Anstieg vor allem auf deutlich gesunkene Abschreibungen (0,5 Mio. € nach 1,6 Mio. € im Vorjahr) und gestiegen Zuschreibungen (0,5 Mio. € nach 0,0 Mio. € im Vorjahr). Beides ist auf die Erholung an den Aktienmärkten zurückzuführen. Abgangsgewinne (0,3 Mio. € nach 0,9 Mio. €) und -verluste (0,0 Mio. € nach 0,3 Mio. €) wurden 2023 in geringerem Umfang realisiert. Insgesamt steigt die Nettoverzinsung deutlich auf 2,2 % (Vorjahr 1,9 %) und übertrifft damit die Prognose aus dem Vorjahr.

Das anhaltend höhere Zinsniveau in der Neu- und Wiederanlagen führte - im Rahmen der Erwartung - zu einer nur noch leicht gestiegenen laufenden Verzinsung bezogen auf das durchschnittliche Kapitalanlagevolumen von 2,1 % auf 2,2 %. Der Kapitalanlagebestand stieg im Jahr 2023 erwartungsgemäß moderat von 424,4 Mio. € auf 450,5 Mio. € (Vorjahres-Prognose: Wir erwarten im Jahr 2023 bei moderat steigendem Kapitalanlagebestand ein absolutes Ergebnis deutlich oberhalb des Vorjahresniveaus. Insgesamt erwartet die Gesellschaft eine moderate Erhöhung der Nettoverzinsung).

Die Strategische Asset Allokation, also die Zielaufteilung der Kapitalanlagen, wurde Ende 2019 DEVK-weit angepasst. Die Zielquoten für Realwerte (insbesondere Immobilien und Alternative Investments) wurden dabei erhöht, um einerseits dem seinerzeit vorherrschenden Niedrigzinsniveau zu begegnen und andererseits den realen Werterhalt und somit insgesamt die langfristige Ertragssituation zu verbessern. Im Jahresverlauf wurde die effektive Aktienquote zu Buchwerten insgesamt - mit Ausnahme einer Gegenbewegung im Herbst - deutlich erhöht. Mittelfristig ist ein weiterer Aufbau der Aktienpositionen geplant. Der Aufbau anderer langfristig orientierter Realwerte im Bereich Private Equity und Alternativer Investments wurde im Jahr 2023 wie geplant fortgesetzt. Eine Ausnahme stellt der Immobilienbestand dar, welcher zwar in der absoluten Betrachtung anstieg, relativ zum wachsenden Kapitalanlagebestand jedoch gesunken ist.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage des Unternehmens

Geschäftsjahr
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
Veränderung
Tsd. €
Versicherungstechnisches Ergebnis vor Beitragsrückerstattung 15.109 20.356 -5.247
Aufwendungen für Beitragsrückerstattung 9.441 14.987 -5.546
Versicherungstechnisches Ergebnis 5.668 5.369 299
Nichtversicherungstechnisches Ergebnis -2.609 -2.301 -308
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 3.059 3.067 -8
Steuern 59 67 -8
Gewinnabführung 3.000 3.000 -
Jahresüberschuss - - -

Beitragseinnahmen

Die gebuchten Bruttobeiträge belaufen sich per Jahresultimo auf 115,2 Mio. € und liegen 0,3 Mio. € unter dem prognostizierten Wert. Die Beiträge nahmen dabei um 3,6 Mio. € zu (Vorjahr 2,9 Mio. €), was eine prozentuale Steigerung von 3,2 % bedeutet.

Versicherungsfälle

Die Steigerungen der Aufwendungen für Versicherungsfälle f. e. R. (gezahlt und zurückgestellt, einschließlich Regulierungsaufwendungen) waren in der Vergangenheit volatil. Nachdem diese im Vorjahr um 10,6 Mio. € gestiegen waren, war dieses Jahr ein erneuter starker Anstieg um 6,8 Mio. € auf 82,3 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen, was den prognostizierten Wert in Höhe von 80,0 Mio. € übertroffen hat.

Auch die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb liegen naturgemäß über dem Niveau des Vorjahres (12,5 Mio. €) und betragen 14,9 Mio. €. In den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb sind Abschlusskosten in Höhe von 8,1 Mio. € (Vorjahr 7,3 Mio. €) sowie Verwaltungskosten in Höhe von 6,8 Mio. € (Vorjahr 5,2 Mio. €) enthalten.

Kapitalanlagen

Die Kapitalanlagen umfassten zum Jahresende einen Bestand in Höhe von 450,5 Mio. € (Vorjahr 424,4 Mio. €) und stiegen damit im Jahr 2023 im Rahmen der Erwartungshaltung an. Die Struktur der Kapitalanlagen zu Buchwerten hat sich 2023 nicht signifikant geändert. Der effektive Aktienbestand sowie der Anteil Alternativer Investments an den gesamten Kapitalanlagen ist entsprechend der Strategischen Asset Allokation leicht gestiegen.

Kapitalerträge

Im Kapitalanlagebereich wurde im Jahr 2023 mit 9,7 Mio. € erwartungsgemäß ein deutlich höheres Netto-Ergebnis gegenüber dem Vorjahr mit 7,9 Mio. € erzielt. Die Gründe hierfür liegen maßgeblich in deutlich reduzierten Abschreibungen, insbesondere im Aktien Direktbestand, von 1,2 Mio. € auf 0,4 Mio. € und einem deutlichen Anstieg der Zuschreibungen, ebenfalls im Aktienbereich (0,5 Mio. € nach unter 0,0 Mio. €). Abgangsverluste (unter 0,0 Mio. € nach 0,3 Mio. €) und -gewinne (0,3 Mio. € nach 0,9 Mio. €) auf Kapitalanlagen sanken jeweils deutlich im Vorjahresvergleich. Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen gemäß Berechnungsmethode des Verbandes der Privaten Krankenversicherung e.V. ist, wie zuvor beschrieben, deutlich und somit stärker als erwartet auf 2,22 % (Vorjahr 1,91 %) gestiegen.

In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft

Im Jahr 2023 wurde Geschäft in Rückdeckung übernommen. Es handelte sich hierbei ausschließlich um Krankenversicherungsgeschäft für kurzfristige Auslandsreisen. Hieraus ergaben sich Prämieneinnahmen in Höhe von ca. 1,8 Mio. € (Vorjahr 1,8 Mio. €). Nach Abzug der Kosten, der Aufwendungen für Versicherungsfälle und der Gewinnbeteiligung verblieb ein Überschuss in Höhe von 1,0 Mio. € (Vorjahr 0,9 Mio. €). Gegenüber dem Vorjahr ist ein geringfügiger Rückgang der Leistungen in der in Rückdeckung genommenen Auslandsreisekrankenversicherung zu verzeichnen, die den Überschuss im Vergleich zum Vorjahr erhöht hat.

Rückstellung für Beitragsrückerstattung

Der RfB wurden im Geschäftsjahr 9,4 Mio. € zugeführt (Vorjahr 15,0 Mio. €), womit die Prognose von 16 Mio. € deutlich unterschritten wurde. 19,0 Mio. € (Vorjahr 8,6 Mio. €) wurden aus der RfB zur Begrenzung von Prämienanpassungen inkl. Rechnungszinsabsenkungen entnommen. Von der Möglichkeit einer Zinstreppe hat die DEVK Krankenversicherungs-AG bisher im Sinne des Kunden keinen Gebrauch gemacht. Darüber hinaus wurde im Tarif AM-V eine Beitragsrückerstattung bei Leistungsfreiheit durchgeführt. In Abhängigkeit von den leistungsfreien vollen Versicherungsjahren wurden bis zu vier Monatsbeiträge rückerstattet. Hierfür wurden der RfB, der Prognose entsprechend, wie im Vorjahr 0,4 Mio. € entnommen.

Steuern

Aufgrund des im Jahr 2002 geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der DEVK Rückversicherungs- und Beteiligungs-AG - DEVK RE wurde eine körperschaft- und gewerbesteuerliche Organschaft hergestellt.

Steuern vom Einkommen und Ertrag resultierten aus ausländischer Quellensteuer und aus den Bestimmungen des § 36a EStG. Bei den sonstigen Steuern handelt es sich zum überwiegenden Teil um Lohnsteuer.

Geschäftsergebnis und Gewinnverwendung

Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung betrug, wie im Vorjahr, 3,0 Mio. € und liegt somit unter dem prognostizierten Wert von 3,5 Mio. €. Das Ziel einer Gewinnabführung von mindestens 3,0 Mio. € wurde dennoch erreicht.

Als versicherungstechnisches Ergebnis wurde ein Gewinn in Höhe von 5,7 Mio. € (Vorjahr 5,4 Mio. €) ausgewiesen. Dies weicht nur geringfügig vom prognostizierten Wert in Höhe von 5,8 Mio. € ab.

Finanzlage des Unternehmens

Cashflow

Die zur Bestreitung der laufenden Zahlungsverpflichtungen erforderliche Liquidität ist durch eine laufende Liquiditätsplanung, die die voraussichtliche Liquiditätsentwicklung der folgenden zwölf Monate berücksichtigt, gewährleistet. Der Gesellschaft fließen durch Beitragseinnahmen, durch die Kapitalanlageerträge und durch den Rückfluss von Kapitalanlagen laufend liquide Mittel zu. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit, das heißt der Mittelbedarf für das Nettoinvestitionsvolumen, betrug im Geschäftsjahr 8,1 Mio. €. Die hierfür erforderlichen Mittel wurden durch die laufende Geschäftstätigkeit erwirtschaftet.

Rückstellung für Beitragsrückerstattung

Die RfB in Höhe von 39,6 Mio. € liegt deutlich unterhalb des Vorjahreswerts von 50,4 Mio. €. Dies ist einerseits auf die verringerte Zuführung in Höhe von 9,4 Mio. € gegenüber 15,0 Mio. € im Vorjahr zurückzuführen. Dieser Wert liegt dabei noch etwas unter dem prognostizierten Wert von 16,0 Mio. €. Andererseits wurden Limitierungsmittel zur Begrenzung der Beitragsanpassungen in Höhe von 19,0 Mio. € und damit deutlich mehr als im Vorjahr (8,6 Mio. €) verwendet. Die RfB-Quote sinkt 2023 daher deutlich von zuvor 44,3 % auf 33,6 %. Die RfB ist dennoch nach wie vor in ausreichender Höhe dotiert, um auch zukünftige Limitierungen finanzieren zu können.

Rating 1

Die Rating-Agentur Fitch hat 2023 die Finanzstärke der DEVK Krankenversicherungs-AG unverändert mit "A+" eingestuft. Der Ausblick ist weiterhin "stabil".

Vermögenslage des Unternehmens

Geschäftsjahr
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
Veränderung
Tsd. €
Kapitalanlagen 450.541 424.449 26.092
Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft 1.174 1.142 31
Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 825 161 664
Sonstige Forderungen 40 988 -948
Übrige Aktiva 13.348 13.211 137
Gesamtvermögen 465.928 439.952 25.976
Eigenkapital 32.177 32.177 -
Versicherungstechnische Rückstellungen 416.363 393.317 23.046
Andere Rückstellungen 5.574 5.282 292
Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft 581 766 -185
Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft 28 23 5
Sonstige Verbindlichkeiten 7.367 6.721 646
Übrige Passiva 3.838 1.666 2.172
Gesamtkapital 465.928 439.952 25.976

Insgesamt ergaben sich in der Zusammensetzung des Kapitalanlagebestands 2023 zu Buchwerten keine wesentlichen materiellen Veränderungen. Der Anteil der Alternativen Investments sowie der Aktienblock ist angewachsen.

Die stärkere Ausrichtung der Kapitalanlagestrategie in Richtung der Realwerte spiegelt sich in der Veränderung des Kapitalanlagebestandes nur in geringem Maße wider. Dies liegt zum einen daran, dass die Anpassung der Asset Allokation insbesondere bei illiquiden Kapitalanlagen einen mittelfristigen Prozess darstellt. Zum anderen erfolgt zur Risikosteuerung eine taktische Anpassung der Kapitalanlagen, welche Anpassungen kompensieren oder auch verstärken kann.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Kundenzufriedenheit

Unsere seit Jahren geringe Zahl an BaFin- und Ombudsmannbeschwerden zeigt eine hohe Kundenzufriedenheit.

Die Kundenzufriedenheit ist für die DEVK das oberste strategische Ziel. Deshalb analysiert die DEVK jährlich die Zufriedenheit der eigenen Kunden.

Hierfür wird eine Versicherungsmarktstudie zugrunde gelegt, die die Kundenzufriedenheit von 21 Top-Serviceversicherern in Deutschland anhand einer Punkteskala abbildet. Entwicklungen im Zeitablauf und im Mitbewerbervergleich werden hierdurch anschaulich messbar. Im Hinblick auf die Gesamtzufriedenheit belegt die DEVK aktuell Platz 8. Als Ziel für die Kundenzufriedenheit hat sich die DEVK für die kommenden Jahre die Erreichung des ersten Platzes gesetzt.

Kundenzufriedenheitsindex Geschäftsjahr Punkte Vorjahr Punkte
Ist 772 769
Ziel 774 766

Gesamtaussage zum Wirtschaftsbericht

Insgesamt hat sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens im Geschäftsjahr 2023 zufriedenstellend entwickelt und befindet sich unverändert auf einem hohen Niveau. Letzteres gilt insbesondere für die RfB, auch wenn diese im Geschäftsjahr dadurch verringert wurde, dass der Limitierungsbedarf höher als die Zuführung ausgefallen ist. Die DEVK Krankenversicherungs-AG sieht sich damit in der Lage, auch zukünftig Beitragsanpassungen im Sinne der Bestandskunden zu vermeiden oder abzumildern.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Die Zusatzversicherung zur gesetzlichen Krankenversicherung ist und bleibt für die DEVK Krankenversicherungs-AG das zentrale Wachstums- und Geschäftsfeld. Insgesamt muss sich hier unverändert auf eine verstärkte Wettbewerbssituation eingestellt werden, der durch entsprechende Vertriebsaktivitäten begegnet wird. Für das Jahr 2024 wird eine Beitragseinnahme in Höhe von insgesamt 120,5 Mio. € prognostiziert. Bei den Aufwendungen für Versicherungsfälle f. e. R. (gezahlt und zurückgestellt, einschließlich Regulierungsaufwendungen) wird im Wesentlichen aufgrund von Nachholeffekten in der ambulanten und dentalen Zusatzversicherung und weiterhin in der Auslandsreise-Krankenversicherung zum einen und wegen inflationären Effekten zum anderen eine Steigerung auf ca. 86,5 Mio. € erwartet.

Im Jahr 2024 ist eine Beitragsrückerstattung bei Leistungsfreiheit in dem Tarif AM-V in vergleichbarer Höhe zu 2023 vorgesehen.

Von der zum 31. Dezember 2023 bestehenden erfolgsabhängigen RfB in Höhe von 38,7 Mio. € sind 19,1 Mio. € zur Begrenzung von Beitragsanpassungen zum 1. Januar 2024 und für Beitragsreduzierungen für ältere Versicherte festgelegt.

Für 2024 werden Aufwendungen für Beitragsrückerstattungen in Höhe von 9,0 Mio. € und ein versicherungstechnisches Ergebnis von 5,7 Mio. € erwartet.

Gemäß der Mittelfristplanung wird weiterhin davon ausgegangen, dass sich das Wachstum und die Ertragssituation der DEVK Krankenversicherungs-AG auch in den kommenden Jahren fortsetzen werden.

Die Entwicklung der (Kern-)Inflation wird in den kommenden Jahren einer der Hauptfaktoren für die gesamtwirtschaftliche Lage bleiben. Niedrigere Leitzinsen infolge gesunkener Inflationsraten könnten Investitionsanreize für Unternehmen setzen und das Wachstum fördern. Zweitrundeneffekte aus hohen Preissteigerungsraten (z. B. hohe Lohnanstiege) wirken lange in einer Ökonomie nach. Wir erwarten, dass die amerikanische Notenbank frühestens Ende des zweiten Quartals erste Zinssenkungsschritte vornehmen wird, wohingegen die EZB unseres Erachtens erst im späteren Jahresverlauf nachziehen wird. Daneben könnte sich ein Anstieg privater Konsumausgaben infolge steigender Reallöhne positiv auf den Handels- und Dienstleistungssektor auswirken. Negative Effekte auf die wirtschaftliche Entwicklung hingegen könnte eine weiterhin schleppende Erholung der Wirtschaft Chinas mit sich bringen, was insbesondere die deutsche Exportwirtschaft treffen würde. Zudem gehen wir davon aus, dass die bisher eingeleiteten wirtschaftspolitischen Maßnahmen in Deutschland nicht ausreichen werden, um eine nachhaltige Erholung der energieintensiven Industriezweige zu erzielen. Wichtige wirtschaftliche Frühindikatoren wie Einkaufsmanagerindizes sind im Jahresverlauf 2023 kontinuierlich gesunken. Zum Jahresende 2023 hin zeigten sich jedoch Erholungstendenzen. Auch vom ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland kamen zuletzt positive Signale. Die Erzeugerpreise hingegen stagnierten zum Jahresende, was jedoch im Wesentlichen auf Basiseffekte aufgrund des inflationsbedingt sehr hohen Preisniveaus 2022 zurückzuführen war.

Zunehmende militärische Konflikte verstärken unserer Einschätzung nach bereits bestehende deglobalisierende Tendenzen, was wiederum inflationär wirkt. Darüber hinaus könnte insbesondere eine Eskalation im Nahen Osten und der Eintritt weiterer Staaten in die militärische Auseinandersetzung massive Auswirkungen auf die Kapitalmärkte haben. In einem solchen Szenario erwarten wir zudem einen deutlichen Anstieg der Energiepreise, was wiederum die Inflation anheizen würde. Grundsätzlich erwarten wir für den Aktienmarkt 2024 ein volatiles Umfeld. Während die Berichtssaison im Herbst 2023 tendenziell positiv ausfiel, sind die Bewertungen an den globalen Märkten differenziert zu betrachten. So weisen deutsche und europäische Aktien tendenziell günstigere Unternehmensbewertungen auf, während amerikanische Unternehmensbewertungen im Schnitt auf einem höheren Niveau liegen.

Die globale Konjunktur steuert nach Prognosen des Internationalen Währungsfonds auf ein im historischen Kontext schwaches Wirtschaftswachstum von 3,1 % für 2024 zu und bewegt sich damit auf dem Niveau von 2023 mit 3,0 %. In China befindet sich der Immobilienmarkt, der einen großen Anteil am BIP hat, weiter in der Krise. Für 2023 erwartet der IWF für China ein Wachstum von 5,2 % und rechnet für 2024 mit 4,6 %. Gerade für exportgetriebene Länder wie Deutschland würde eine solche Entwicklung einen Wachstumsdämpfer darstellen.

Insgesamt erwarten wir aufgrund der beschriebenen Unsicherheiten einen anhaltend volatilen Kapitalmarkt im Jahr 2024. Im Rahmen der gesunkenen Inflation und einem zumindest vorläufigen Ende der Zinserhöhungspolitik sehen wir mittelfristig sinkende Renditen im kurz- und mittelfristigen Laufzeitenbereich. Dies führt zu einer Normalisierung der Zinsstrukturkurve, so dass die kurzfristigen Renditen wieder tiefer liegen als die langfristigen. Sollte das Renditeniveau bei längeren Laufzeiten - wie von uns erwartet - nicht so stark sinken, wäre dies für Langfristanleger wie Lebensversicherungen zur Abbildung versicherungstechnischer Verpflichtungen in der Kapitalanlage von Vorteil.

Für die DEVK Krankenversicherungs-AG erwarten wir im Bereich der Kapitalanlagen im Jahr 2024 bei moderat steigendem Kapitalanlagebestand ein absolutes Ergebnis in etwa auf Vorjahresniveau. Die Erwartung sinkender Erträge aus Aktien aufgrund bestehender Unsicherheiten am Kapitalmarkt sowie die erwarteten Nachlaufeffekte im Immobilienbereich, wirken aufgrund der geringen relativen Anteile der Assetklassen verglichen mit dem Zinsblock nur gering auf das Ergebnis. Die erwartete Normalisierung der Zinsstrukturkurve und die damit verbundene höhere Verzinsung in der Neu- und Wiederanlage am mittleren und hinteren Ende der Kurve wird unserer Einschätzung nach, noch keine positive Auswirkung auf die absolute laufende Verzinsung in Prozent der Kapitalanlagen zur Folge haben, was sich in einem moderaten Rückgang der Kennzahl niederschlägt. Insgesamt erwartet die Gesellschaft einen moderaten Rückgang der Nettoverzinsung. Die prognostizierte Entwicklung kann bei einem Wiederanstieg der Inflation, einer tieferen und länger anhaltenden Rezession oder der zunehmenden Eskalation globaler militärischer Konflikte negativ abweichen. Frühere Zinssenkungen der Zentralbanken hingegen könnten das Ergebnis, insbesondere an den Aktienmärkten, positiv beeinflussen.

Es ist unser Ziel, in den nächsten Jahren unser derzeitiges Niveau der Gewinnabführung in Höhe von 3,0 Mio. € zu halten. Für 2024 wird daher eine gleichbleibende Gewinnabführung von 3,0 Mio. € prognostiziert.

Im Geschäftsjahr 2024 strebt die DEVK eine weitere Verbesserung der Kundenzufriedenheit an. Der zur Messung verwendete Index soll von 772 Punkten (Istwert 2023) auf 777 Punkte gesteigert werden.

Chancenbericht

Unsere Zeichnungspolitik und unser Rückversicherungskonzept bilden die Chancen für ein weiteres solides Wachstum der Gesellschaft.

Die nach wie vor erfolgreiche Kooperation im Bereich der gesetzlichen Krankenkassen bietet weiterhin ein großes Potenzial für neue Kundenbeziehungen. Hier können den Mitgliedern bedarfsgerechte Produkte zu besonders günstigen Konditionen angeboten werden. Hervorzuheben ist an dieser Stelle die nunmehr seit 20 Jahren bestehende Kooperation zwischen unserem Unternehmen und der Bahn-BKK. 1

Für die Zukunft sieht die DEVK Krankenversicherungs-AG ein großes Potenzial im weiteren Ausbau der betrieblichen Krankenversicherung.

Die Einbettung unserer Gesellschaft in einen Versicherungskonzern, der im Privatkundensegment umfassenden Versicherungsschutz anbietet, eröffnet uns die Möglichkeit, spartenübergreifende Synergieeffekte zu nutzen.

Im Zusammenspiel von konkurrenzfähigen Produkten, einem guten Service sowie unserem leistungsstarken Vertrieb sehen wir uns daher weiterhin sehr gut aufgestellt.

Durch die Einführung eines neuen Bestandsführungssystems wurden der DEVK Krankenversicherungs-AG neue Möglichkeiten der Prozessoptimierung sowie der automatisierten Verarbeitung eröffnet. Zudem wurde die zukünftige Abbildung neuartiger Tarife, z. B. im Bereich der betrieblichen Krankenversicherung, erleichtert. Die Einführung des neuen Bestandsführungssystems wurde in zwei Phasen vorgenommen, von denen die erste mit der Umstellung der Auslandsreise-Krankenversicherung bereits im Januar 2020 und die zweite Phase Mitte 2023 erfolgreich abgeschlossen wurde.

Die Migration von Beständen und Leistungen in die neuen operativen Systeme wurde dabei möglichst schlank gehalten: Für den Bestand wurden die zum Zeitpunkt der Migration gültigen Vertragsstände vollständig migriert. Zudem wurden die grundlegenden historischen Versicherungsverläufe ab 1. Januar 2015 zwecks der Abrechnung von Spätschäden migriert. Auf der Leistungsseite wurde die Migration auf solche Leistungen beschränkt, die sich auf Selbstbehalts- oder Limitkonten auswirken.

Die darüberhinausgehenden historischen Daten, sowohl in Bezug auf den Bestand als auch auf die Leistungen, bleiben selbstverständlich dauerhaft beauskunftbar.

Seit 2020 haben wir unseren Fokus noch stärker auf die Zielgruppen des Verkehrsmarktes gelegt, um insbesondere den Wünschen und Bedürfnissen der Mitarbeitenden im Schienen-, Personen- und Güterverkehr gerecht zu werden. Für das Jahr 2024 ist hier eine Aktion in Kooperation mit der Bahn-BKK geplant. Diese beinhaltet Vorteile im Bonusprogramm der Bahn-BKK für Versicherte, die gleichzeitig eine Krankenzusatzversicherung bei der DEVK Krankenversicherungs-AG haben. Auch in Zukunft werden wir mit verschiedenen Maßnahmen den Verkehrsmarkt im Fokus behalten und unsere Kundenbindungen weiter ausbauen.

In der Kapitalanlage sehen wir im Jahr 2024 neben den Risiken und trotz des volatilen Marktumfeldes auch attraktive Investitionsmöglichkeiten. In der Regel steigen in einem Rezessionsumfeld die Risikoaufschläge auf Anleihen im Gesamtmarkt an, sodass auch Unternehmen mit guter Bonität höhere Renditen zahlen müssen. Hier bietet sich die Möglichkeit unter Chance-Risiko Gesichtspunkten Anleihen mit attraktiven Renditen zu erwerben. Eine zunehmende Normalisierung der risikolosen Zinsstrukturkurve würde zudem positiv auf Kapitalanlagen wirken, die, wie beispielsweise Immobilieninvestitionen (teilweise variabel) fremdfinanziert sind. Der Aktienmarkt wird sich infolge der erwarteten expansiveren Zentralbankpolitik vermutlich spätestens im zweiten Halbjahr positiv entwickeln, da wir davon ausgehen, dass die avisierten Zinssenkungen vorhandene Konjunktursorgen reduzieren.

Die Preise am Immobilienmarkt dürften sich nach zunächst erwarteten Wertkorrekturen bei einem im Jahresverlauf sinkenden Zinsniveau stabilisieren. Zudem sinkt das Risiko von Leerständen und die Ausfallwahrscheinlichkeit von Mieterträgen bei rückläufigen Zinsen bzw. verbesserten Konjunkturaussichten. Gegebenenfalls bietet sich die Opportunität, derzeit niedrig bewertete Immobilien in sehr guten Lagen mit langfristigen bonitätsstarken Mietern günstiger zu erwerben und hiermit die Chance, langfristig höhere Renditen zu realisieren.

Risikobericht

Gemäß § 289 Abs. 1 HGB und den Anforderungen des § 26 VAG in Verbindung mit den Mindestanforderungen an die Geschäftsorganisation von Versicherungsunternehmen (MaGo) wird an dieser Stelle über die Risiken der künftigen Entwicklung berichtet.

Risikomanagementsystem

Der Vorstand eines Versicherungsunternehmens ist nach § 26 Abs. 1 VAG für die Einrichtung eines angemessenen Risikomanagements verantwortlich. Die Grundlagen des Risikomanagements sowie die Aufgaben und Verantwortlichkeiten sind innerhalb der DEVK in der Risikostrategie sowie den Solvency II-Leitlinien zum Risikomanagement geregelt.

Die Risikomanagementfunktion und das zugehörige Risikomanagementsystem wurden gemäß den Solvency II-Anforderungen ausgerichtet. Die Risikomanagementfunktion wurde als Schlüsselfunktion in einer zentralen Einheit etabliert. Unterstützt wird die Risikomanagementfunktion durch dezentrale Risikomanagementeinheiten, wie z. B. Rückversicherung und Kapitalanlagen. Hierzu findet ein regelmäßiger Austausch, nicht zuletzt durch die dezentrale Risikorunde bzw. das Risikokomitee, statt. Das Risikomanagementsystem verfügt somit sowohl über eine zentral organisierte Einheit, deren Aufgabe es ist, das Risikomanagement übergreifend über alle Risikokategorien sicherzustellen, als auch über dezentrale Risikomanagementeinheiten, die mit ihrem Spezialwissen die Risikosituation vor Ort betrachten. Die operative Risikoverantwortung der Fachbereiche sowie die Verantwortung des Vorstands bleiben hiervon unberührt. Die Risikomanagementfunktion verantwortet die Methoden und Verfahren des Risikomanagements und ist für die konzeptionelle Entwicklung und Pflege des unternehmensweiten Risikomanagementsystems zuständig. Sie übernimmt die Koordinationsfunktion und unterstützt die Risikoverantwortlichen in den Fachbereichen.

Kernelemente zur Steuerung der Risiken der DEVK sind das Risikotragfähigkeitskonzept und das Limitsystem. Das Risikotragfähigkeitskonzept stellt eine ausreichende Hinterlegung von Eigenmitteln für alle wesentlichen Risiken sicher. Es dient dazu, den Risikoappetit des Unternehmens abzubilden und zu operationalisieren. Dafür werden für die wesentlichen Risiken ("Marktrisiko", "versicherungstechnisches Risiko" und "Ausfallrisiko") Grenzwerte bestimmt, um die Zielbedeckungsquote der Unternehmen für ein vordefiniertes Sicherheitsniveau sicherzustellen. Dadurch werden den genannten Risiken jährlich neue Maximalgrenzen für das jeweilige Risikokapital zugeordnet.

Zur Operationalisierung der Risikosteuerung wird innerhalb der DEVK ein Limitsystem als Überwachungssystem zur frühzeitigen Risikoidentifikation und -bewertung eingesetzt. Die Limitauslastung wird in Form von Risikokennzahlen dargestellt.

Zusätzlich wird halbjährlich eine umfassende Risikoinventur durchgeführt. Die Risiken werden strukturiert mit Hilfe einer Softwarelösung erhoben und nach Risikokategorien unterteilt. Die Risiken werden soweit möglich quantifiziert. Die zur Risikosteuerung notwendigen Maßnahmen werden erfasst. Zudem werden Risiken ad hoc betrachtet, sofern sie wesentlich sind.

Mit Hilfe von Risikotragfähigkeitskonzept, Limitsystem und Risikoinventur kann unmittelbar und angemessen auf Entwicklungen reagiert werden, die für die DEVK ein Risiko darstellen. Wirksamkeit und Angemessenheit werden durch die Interne Revision überwacht.

Die Risikolage der Einzelunternehmen und des Konzerns wird quartalsweise anhand des Risikoberichts in der dezentralen Risikorunde sowie im Risikokomitee erörtert. Hierbei werden die als wesentlich identifizierten Risiken, die Limitauslastungen und die aktuellen Risikotreiber berücksichtigt. Anschließend wird der Risikobericht den jeweils verantwortlichen Vorständen im Rahmen einer Vorstandsvorlage vorgelegt.

Versicherungstechnische Risiken

In der Krankenversicherung sind dies im Wesentlichen das Änderungs-, Irrtums- und Zufallsrisiko sowie das Zinsrisiko. Diese werden mittels Standardformel ermittelt.

Das Änderungsrisiko besteht im Wesentlichen darin, dass sich aufgrund von Entwicklungen im Gesundheitswesen, durch die häufigere Leistungsinanspruchnahme durch die Versicherten oder durch geändertes Kundenverhalten die Rechnungsgrundlagen für die Tarife ändern.

Das Irrtumsrisiko besteht darin, dass bei der Erstkalkulation eines Tarifs eine fehlerhafte Risikoeinschätzung erfolgte, die durch eine spätere Beitragsanpassung nicht mehr korrigiert werden kann.

Das Risiko, dass zufallsbedingt höhere Schadenaufwendungen als erwartet bzw. kalkuliert entstehen, wird Zufallsrisiko genannt.

Den oben genannten Risiken treten wir durch ausführliche Arbeitsrichtlinien und durch ständige Weiterbildungsmaßnahmen unserer Mitarbeiter entgegen. Mit Hilfe unserer Planungs- und Steuerungselemente können wir unerwünschte Vertriebs-, Bestands- und Schadenentwicklungen frühzeitig erkennen und ggf. entgegenwirken. Zahlungen und Verpflichtungserklärungen unterliegen strengen Regelungen hinsichtlich Vollmachten und Berechtigungen, deren Einhaltung durch ein mehrstufiges Stichprobenverfahren geprüft wird.

Durch eine sorgfältige Produktentwicklung und ständige aktuarielle Verlaufsanalysen stellen wir sicher, dass die verwendeten Rechnungsgrundlagen angemessen sind und ausreichende Sicherheitsmargen enthalten. Darüber hinaus ist in allen Allgemeinen Versicherungsbedingungen eine Beitragsanpassungsklausel enthalten, so dass die Tarifbeiträge an eine Veränderung der Schadenaufwendungen angepasst werden können.

Zusätzlich werden unerwünschte größere Schwankungen unserer Risikoergebnisse durch geeignete Rückversicherungsverträge verhindert.

Das Zinsrisiko besteht darin, dass dem zum aktuellen Vertragsstand vereinbarten Rechnungszins über einen längeren Zeitraum niedrigere Marktrenditen gegenüberstehen. Der verwendete durchschnittliche unternehmensindividuelle Rechnungszins (duRz) lag in diesem Geschäftsjahr unterhalb der Nettoverzinsung. Für das Neugeschäft war im Jahr 2023 ein Rechnungszins in der Spanne von 1,55 % bis 2,20 % einkalkuliert. Zum 31. Dezember 2023 lag der duRz bei 1,823 % (Vorjahreswert 1,965 %).

Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft

Die Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft ergeben sich in der Erstversicherung aus Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern, Versicherungsvermittlern und Rückversicherern. Zur Reduzierung des Risikos des Ausfalls von Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern und Versicherungsvermittlern besteht ein etabliertes Kontrollsystem.

Unsere fälligen Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft betrugen im Beobachtungszeitraum der letzten drei Jahre durchschnittlich 2,05 Mio. €. Von diesen Forderungen sind im Mittel 0,05 Mio. € (2,3 %) ausgefallen. Bezogen auf die durchschnittlich gebuchten Bruttobeiträge (107,6 Mio. €) belief sich die Ausfallquote der letzten drei Jahre auf 0,04 %. Das Ausfallrisiko ist daher für unser Unternehmen von untergeordneter Bedeutung.

Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft mit einer Laufzeit von mehr als 90 Tagen in Höhe von 1,0 Mio. €.

Die zum Jahresende bestehenden Abrechnungsforderungen gegenüber Rückversicherern beliefen sich auf 0,82 Mio. €. Eine Übersicht über die Abrechnungsforderungen sowie das Rating unserer Rückversicherungspartner gibt die folgende Tabelle:

Ratingklasse Abrechnungsforderungen
in Mio. €
A+ 0,82

Kapitalanlagerisiken

Die Risiken aus Kapitalanlagen umfassen:

das Risiko ungünstiger Marktpreisentwicklungen, insbesondere Zins-, Aktien-, Immobilien- oder Wechselkursrisiken,

das Risiko von Adressenausfällen (Bonitätsrisiko),

das Risiko stark korrelierender Risiken, die das Ausfallrisiko erhöhen (Konzentrationsrisiko),

das Liquiditätsrisiko, also das Risiko, Zahlungsverpflichtungen nicht jederzeit nachkommen zu können.

Seit 1. Januar 2017 gibt der interne Anlagekatalog die maßgeblichen Rahmenbedingungen für unsere Anlagepolitik vor. Die Strategische Asset Allokation konkretisiert die Anlagepolitik der DEVK. Seit 2020 beinhaltet die Strategische Asset Allokation eine eigene Assetklasse für Alternative Investments (Infrastruktur und Sonstiges). Durch den geplanten weiteren Ausbau von nicht-zinsabhängigen Kapitalanlagen infolge der Anpassung der Strategischen Asset Allokation steigen mittelfristig die potenziellen Wertschwankungen und sinkt teilweise die kurzfristige Handelbarkeit der Kapitalanlagen. Der geplante Ausbau von Realwerten im Portfolio erhöht mittelfristig somit das Risikoniveau der Kapitalanlagen.

Kurs- und Zinsrisiken wird weiterhin durch eine ausgewogene Mischung der Anlagearten begegnet. Darüber hinaus beschränken wir das Bonitätsrisiko bzw. das Konzentrationsrisiko durch sehr strenge Rating-Anforderungen und ständige Überprüfung der von uns gewählten Emittenten, so dass keine existenzgefährdenden Abhängigkeiten von einzelnen Schuldnern bestehen. Durch einen fortlaufenden ALM-Prozess (Asset-Liability-Management) wird die jederzeitige Erfüllung der bestehenden und zukünftigen Verpflichtungen sichergestellt.

Dem Liquiditätsrisiko wird durch die regelmäßige Ermittlung der Auslastung der Liquiditätsklassen im Rahmen des Risikomanagementprozesses begegnet. Diese Kennzahl fließt ins Limitsystem ein. Zusätzlich werden Liquiditätsstresse auf die Liquiditätsplanung des Unternehmens gerechnet, um adversen Ereignissen am Kapitalmarkt oder der Passivseite Rechnung zu tragen. Zudem werden anlassbezogene Sensitivitätsberechnungen durchgeführt.

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 haben wir einen eigenen Kapitalanlagestresstest durchgeführt. Dieser überprüft, ob das Versicherungsunternehmen trotz einer eintretenden, anhaltenden Krisensituation auf den Kapitalmärkten in der Lage ist, die gegenüber den Kunden eingegangenen Verpflichtungen zu erfüllen. Der Kapitalanlagestresstest simuliert eine kurzfristige, adverse Kapitalmarktveränderung und betrachtet die bilanziellen Auswirkungen für das Versicherungsunternehmen. Zielhorizont ist der nächste Bilanzstichtag. Es wird insbesondere eine negative Entwicklung auf dem Aktienmarkt bei gleichbleibendem Rentenmarkt, ein gleichzeitiger "Crash" auf dem Aktien- und Rentenmarkt sowie auf dem Aktien- und Immobilienmarkt unterstellt.

Liquiditätsrisiken werden anhand einer detaillierten mehrjährigen Kapitalanlageplanung gesteuert. Sollte sich zukünftig eine Liquiditätsunterdeckung ergeben, kann frühzeitig gegengesteuert werden. Zur besseren Einschätzung der Liquiditätsrisiken werden auch Liquiditätsstressszenarien abgeleitet aus den Solvency II-Stressen durchgeführt und bewertet. Darüber hinaus werden die Kapitalanlagen in verschiedene Liquiditätsklassen eingeteilt. Vorgegebene Grenzwerte in Relation zum Kapitalanlagebestand dürfen dabei nicht unterschritten werden. Die Einhaltung der Grenzen wird regelmäßig überprüft.

Zur Absicherung von Kapitalanlagerisiken bestehen Ende 2023 die folgenden Maßnahmen:

Flexible Steuerung der Investitionsquote insbesondere im Spezialfonds, z. B. über Indexfutures sowie teilweise die Implementierung von Wertuntergrenzen

Anpassung von Aktienrisiken über Optionsgeschäfte.

Zinsblock

Per 31. Dezember 2023 beträgt der Zinsblock der Gesellschaft zu Buchwerten 382,3 Mio. €. Dieser weist zum Stichtag eine negative Bewertungsreserve in Höhe von 42,3 Mio. € auf (im Vorjahr minus 57,6 Mio. €). Insgesamt 231,9 Mio. € sind als Inhaberpapiere (inkl. Rentenfonds) bei Zinsanstiegen abschreibungsgefährdet. Von diesen Inhaberpapieren haben wir gemäß § 341b HGB ein Volumen von 231,9 Mio. € dem Anlagevermögen gewidmet, da die Absicht besteht, diese Papiere bis zur Endfälligkeit zu halten und etwaige Kursschwankungen als vorübergehend eingeschätzt werden. Sollte sich insbesondere die zweite Einschätzung als nicht zutreffend erweisen, werden die notwendigen Abschreibungen zeitnah vorgenommen. Diese Kapitalanlagen weisen eine negative Bewertungsreserve in Höhe von 20,2 Mio. € aus. Diese teilt sich auf stille Lasten in Höhe von 21,2 Mio. € (Vorjahr 33,5 Mio. €) sowie stille Reserven in Höhe von 1,1 Mio. € (Vorjahr 0,1 Mio. €) auf. Da die Entwicklung der stillen Lasten primär auf die Marktzinsbewegung zurückzuführen ist und keine Anhaltspunkte für eine Bonitätsverschlechterung vorliegen, besteht aufgrund der Halteabsicht bis zur Endfälligkeit keine dauerhafte Wertminderung. Die Auswirkung einer Renditeverschiebung um +/- 1 %-Punkt bedeutet eine Wertveränderung von -23,4 Mio. € bzw. 26,3 Mio. €.

Die Angabe der Auswirkung eines Zinsanstiegs um einen Prozentpunkt gibt nur ansatzweise einen Hinweis auf den Einfluss auf unsere Ertragssituation. Grund dafür ist, dass sich innerhalb eines Jahres durch Restlaufzeitverkürzung der einzelnen Wertpapiere Marktwertveränderungen und Veränderungen der Zinssensitivität ergeben. Weiterhin ist der überwiegende Teil unserer Zinsanlagen in - dem Anlagevermögen gewidmeten - Inhaberschuldverschreibungen oder zum Nennwert bilanzierten Anleihen investiert. Hier führt ein Anstieg des Marktzinses aufgrund der Bilanzierungsvorschriften nicht zu Abschreibungen. Weisen die Wertpapiere noch stille Reserven aus, würden diese zunächst abgebaut. Ausnahme hiervon sind Wertverluste aufgrund von Bonitätsverschlechterungen, die sich bei den jeweiligen Emittenten ergeben könnten. Diese würden sich unter anderem in einer kurzfristigen Ausweitung der Risikozuschläge verdeutlichen. Sie bewegten sich im Jahr 2023 jedoch weitestgehend seitlich. Ansteigende Risikozuschläge infolge von Bonitätsverschlechterungen in einer wirtschaftlichen Abschwächung, Erwartung einer länger anhaltenden Rezession und einer wieder ansteigenden Inflation oder einer Aktienmarktkorrektur halten wir in 2024 für möglich.

Unsere Zinsanlagen erfolgen überwiegend in Pfandbriefen und Bankschuldverschreibungen sowie internationalen Unternehmensanleihen. Der Schwerpunkt der Rentenneuanlage lag im Jahr 2023 in nationalen und internationalen Inhaberschuldverschreibungen von Banken sowie staatsnahen Emittenten. Bei den Rentenanlagen insgesamt handelt es sich um Inhaberpapiere, die größtenteils dem Anlagevermögen gewidmet sind, sowie Namenspapiere.

In einem niedrigen Umfang werden Anleihen von den europäischen Peripherieländern Italien und Spanien gehalten. Anleihen von Emittenten aus Russland und der Ukraine sind weder im Direktbestand, noch in durchgeschauten Spezialfonds vorhanden. Hinsichtlich der Emittentenrisiken ist die Gesellschaft zu 5,9 % in Staatspapieren, 33,8 % in Unternehmensanleihen und 39,5 % in Wertpapieren und Anlagen von Kreditinstituten und anderen Finanzdienstleistern im Verhältnis zu den gesamten Kapitalanlagen investiert. Investitionen bei Kreditinstituten unterliegen größtenteils den verschiedenen gesetzlichen und privaten Einlagensicherungssystemen oder es handelt sich um Zinspapiere mit besonderen Deckungsmitteln kraft Gesetzes.

Unsere Zinsanlagen weisen folgende Ratingverteilung auf:

Ratingverteilung Geschäftsjahr Vorjahr
AA- und besser 46,0 % 42,4 %
A- bis A+ 30,8 % 32,4 %
BBB- bis BBB+ 22,7 % 25,0 %
BB+ und schlechter 0,5 % 0,3 %

Die Ratingverteilung der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr etwas von "A-bis A+" und "BBB- bis BBB+" in Richtung "AA- und besser" verschoben. Insgesamt hat sich dadurch die Risikolage leicht verbessert. Wir werden bei Neu- und Wiederanlagen weiterhin nahezu ausschließlich in Zinspapiere hoher Bonität investieren.

Aktienanlagen

Unsere Aktienanlagen sind schwerpunktmäßig am DAX und EuroStoxx50 ausgerichtet, so dass die Veränderung dieser Indizes auch die Wertänderung unseres Portfolios relativ exakt abbildet. Bei einer Marktveränderung von 20 % verändert sich der Wert unseres Aktienportfolios um 6,3 Mio. €. Es wurden keine Aktienanlagen dem Anlagevermögen gewidmet. Somit liegen bei Aktienanlagen keine stillen Lasten im Anlagevermögen vor. Der deutsche Aktienindex hat sich inklusive Dividenden im Jahr 2023 positiv entwickelt, der europäische Aktienindex hat eine nur unwesentlich schlechtere Performance gezeigt. Die Schwankungen innerhalb des Jahres waren z. T. hoch. Mittelfristig erwarten wir eine positive Entwicklung, allerdings unter zum Teil hohen Volatilitäten.

Vor dem Hintergrund unserer Markteinschätzung haben wir die effektive Aktienquote im Spezialfonds im Jahr 2023 aktiv mitunter deutlich angehoben mit abfallender Tendenz zum Jahresende. Insgesamt liegt die effektive Aktienquote zum Jahresende in etwa auf dem Niveau des Werts vom Jahresanfang. Sollten sich zukünftig infolge z. B. der Eskalation militärischer Auseinandersetzungen oder einer tieferen Rezession wirtschaftliche Probleme ergeben, kann die Aktienquote aktiv angepasst werden.

Immobilien

Am Bilanzstichtag waren 13,4 Mio. € in Immobilienfonds und 10,6 Mio. € in Grundstücksbeteiligungen investiert. Auswirkungen aus einem möglichen Abschwung am Immobilienmarkt werden durch vorhandene stille Reserven, Diversifizierung und möglichst langfristige Mietverträge begrenzt. Abgesehen vom Inflationsrisiko, das über eine Indexierung der Mietverträge begrenzt wird, liegen keine besonderen Risiken vor.

Alternative Investments

Im Rahmen der Ende 2019 angepassten Strategischen Asset Allokation wurde beschlossen, diese Assetklasse weiter auszubauen. Der Bestand an Alternativen Investments (ohne Private Equity) verteilt sich auf Investitionen in Infrastruktur und Sonstiges. Das Volumen liegt zum 31. Dezember 2023 bei 9,9 Mio. € (Vorjahr 7,2 Mio. €). Dies entspricht 2,2 % (Vorjahr 1,7 %) der gesamten Kapitalanlagen zu Buchwerten. Der Bestand teilt sich auf in 75 % Infrastruktur und 25 % Sonstige Alternative Investments. Im Geschäftsjahr 2023 sind - wie schon im Vorjahr - keine Zu- und Abschreibungen entstanden. Der ordentliche Ertrag 2023 sinkt von 0,2 Mio. € im Vorjahr auf 0,1 Mio. €. Konstruktionsbedingt entsteht bei Alternativen Investments der größte Teil der Kosten zu Beginn der Investitionsphase.

Operationelle Risiken

Operationelle Risiken entstehen aus unzulänglichen oder fehlgeschlagenen betrieblichen Abläufen, Versagen technischer Systeme, menschlichem Fehlverhalten oder externen Ereignissen. Rechtsrisiken sind Bestandteil der operationellen Risiken. Hierunter zählen auch Compliance-Risiken.

Das Management der operationellen Risiken erfolgt durch eine sorgfältige Ausgestaltung des Internen Kontrollsystems. Zur Sicherstellung der Funktionsfähigkeit der betrieblichen Abläufe sind zu den Risiken entsprechende Kontrollen eingerichtet. Deren Funktionsfähigkeit wird laufend überwacht, etwaige Kontrollschwächen werden beurteilt und gegebenenfalls beseitigt. Im Rahmen des Internen Kontrollsystem-Prozesses erfolgt eine Zuweisung klarer Zuständigkeiten für die regelmäßige Ermittlung, Dokumentation und Überwachung relevanter Exponierungen gegenüber dem Risiko.

Eine Risikoentlastung der DEVK Krankenversicherungs-AG wurde durch die Einführung des neuen Bestandsführungssystems erreicht, da seit der Einführung eine zeitgemäße Umgebung zur Optimierung der Arbeitsabläufe, zur Abbildung moderner Tarife (z. B. im Bereich betriebliche Krankenversicherung) sowie zur Umsetzung gesetzlicher Anforderungen zur Verfügung steht.

Operationelle Risiken werden schwerpunktmäßig in der halbjährlichen Risikoinventur und fortlaufend in der Prozessdokumentation erfasst und beschrieben.

Die Unterstützung der Geschäftsprozesse durch den IT-Betrieb bringt eine Vielzahl operationeller Risiken mit sich. Die Sicherheit der Programme und der Datenhaltung sowie des laufenden Betriebs werden durch umfassende Zugangskontrollen und Schutzvorkehrungen sowohl in den internen Rechenzentren als auch in Rechenzentren der Drittanbieter (Cloud) gewährleistet. Die IT-Infrastruktur der DEVK ist redundant ausgelegt. Die beiden Rechenzentren sind über zwei getrennte Glasfaserleitungen miteinander verbunden. Es werden im Rahmen der Cloud-Strategie eine Vielzahl der Systeme in der Cloud betrieben.

Die Informationssicherheits-Strategie der DEVK nennt als Sicherheitsziele die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Daten, Anwendungen und der IT-Infrastruktur. Zentrale Elemente des Informationssicherheits-Managements der DEVK sind das Informationssicherheits-Board und der Informationssicherheits-Beauftragte. Das Informationssicherheits-Board dient der strategischen Steuerung der Informationssicherheit der DEVK-Gruppe und der Vorbereitung sicherheitsrelevanter Entscheidungsvorlagen für den Vorstand. Der Informationssicherheits-Beauftragte steuert den Informationssicherheits-Prozess. Um ein gleichmäßiges und angemessenes Sicherheitsniveau zu erreichen, werden die Sicherheitsmaßnahmen am Schutzbedarf und den Bedrohungen ausgerichtet. Die DEVK strebt im Hinblick auf das Gesetz zur Erhöhung der Sicherheit informationstechnischer Systeme (IT-Sicherheitsgesetz) für den IT-Betrieb die Zertifizierungsreife nach ISO27001 auf Basis des IT-Grundschutzes nach Standard des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik an.

Ein weiterer Baustein der Informationssicherheit ist auch die Sensibilisierung der Mitarbeitenden für die Gefahren aus Social Engineering, Datenschutz und Cyberkriminalität. Hierzu werden über unser Weiterbildungsportal entsprechende Schulungen angeboten bzw. verpflichtend absolviert.

Das Notfallmanagement (Business Continuity Management) ist Bestandteil des Internen Kontrollsystems. Es gewährleistet, dass die DEVK bei Unterbrechungen zeitkritischer Aktivitäten ihren Geschäftsbetrieb auf einem festgelegten Mindestniveau (Notbetrieb) fortsetzen und schnellstmöglich eine Wiederherstellung des Normalbetriebs erreichen kann. Zentraler Bestandteil des Notfallmanagements ist die Identifizierung der zeit- und geschäftskritischen Aktivitäten einschließlich der erforderlichen Ressourcen. Als kritische Aktivitäten werden all jene bezeichnet, durch deren Ausfall eine Bestandsgefährdung der DEVK-Gruppe erfolgen kann. Szenariospezifisch bestehen Notfallpläne, die einen definierten Notbetrieb gewährleisten und eine schnelle Rückkehr zum Normalbetrieb ermöglichen. Notfallübungen dienen der Überprüfung der getroffenen Maßnahmen.

Auf der Grundlage der Anforderungen wurde ein IT-Service Continuity Plan mit folgenden Bestandteilen entwickelt:

IT-Notfallhandbuch,

Wiederanlaufpläne für alle geschäftskritischen Anwendungs-Services und Basisdienste und

übergeordneter Wiederanlauf-Gesamtplan.

Der IT-Service Continuity Plan wird regelmäßig getestet, um sicherzustellen, dass die IT-Systeme effektiv wiederhergestellt werden können.

Das Management von Kopfmonopolen und Schlüsselpositionen ist grundsätzlich Bestandteil der Personalstrategie der DEVK-Gruppe. Im Rahmen der Personalplanung werden Kopfmonopole und Schlüsselpositionen regelmäßig erhoben. Zur Vermeidung von Kopfmonopolen wird Wissen auf mehrere Mitarbeitende verteilt. Dokumentationen unterstützen die Einarbeitung und Verteilung von Wissen.

Dem demografischen Risiko begegnet die DEVK-Gruppe mit Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitgeberattraktivität. Hierzu zählen verstärktes Personalmarketing und flexible Arbeitszeitmodelle zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Ein aktives Gesundheitsmanagement wirkt dem Krankheitsrisiko der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entgegen.

Rechtliche Risiken sind Bestandteil der operationellen Risiken. Rechtsänderungsrisiken bezeichnen Risiken, die sich aufgrund einer Änderung des Rechtsumfelds einschließlich der aufsichtsrechtlichen Anforderungen ergeben. Zu den Folgen aus Compliance-Risiken gehören rechtliche oder aufsichtsrechtliche Sanktionen und wesentliche finanzielle Verluste, die aus der Nichteinhaltung externer Anforderungen oder interner Vorgaben resultieren. Die DEVK hat ein Compliance-Management-System etabliert, das die Einhaltung externer Anforderungen und interner Vorgaben gewährleistet.

Solvency II

Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen von Solvency II wurden umgesetzt.

Die DEVK Krankenversicherungs-AG hat im Jahr 2023 sämtliche Berichtspflichten, wie den Geschäftsbericht, den Bericht über die Solvabilität und Finanzlage, den Regular Supervisory Report (als Änderungsbericht) und den Bericht zur unternehmenseigenen Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung gegenüber der Aufsicht bzw. gegenüber der Öffentlichkeit erfüllt. Bei der aufsichtsrechtlichen Solvenzberechnung auf Basis der Standardformel zeigte sich für die DEVK Krankenversicherungs-AG eine deutliche Überdeckung.

Die Angemessenheit der Standardformel wurde im ORSA-Bericht der DEVK Krankenversicherungs-AG ausführlich nachgewiesen.

Aufgrund der Umstellung auf die neue Taxonomie 2.8.0 des Solvency II Regelwerks ab dem Stichtag 31.12.2023 ergab sich ein Anpassungsaufwand, aber keine wesentliche Auswirkung auf die Bedeckungsquote.

Für die kommenden Jahre erwarten wir nach wie vor Diskussionen über weitere Aspekte der Standardformel und damit einhergehend mögliche Modelländerungen und dadurch bedingte Volatilitäten in den aufsichtsrechtlichen Solvenzbedeckungsquoten.

Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen nach Solvency II werden erfüllt. 1

Projektionsrechnungen im Rahmen des letzten ORSA-Prozesses per 31. Dezember 2022 zeigen, dass eine ausreichende Bedeckung des Risikokapitals auch in Zukunft sichergestellt ist. 1

Insgesamt ist zurzeit keine Entwicklung erkennbar, die zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führt und damit den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnte.

 

Köln, 8. März 2023

Der Vorstand

Dürscheid

Kopisch

Dr. Zons

Anlage zum Lagebericht

Verzeichnis der im Geschäftsjahr betriebenen
Versicherungszweige
Selbst abgeschlossenes Geschäft In Rückdeckung übernommenes Geschäft
Krankheitskostenvollversicherung Reisekrankenversicherung
Ergänzende Krankheitskostenversicherung
Krankentagegeldversicherung
Krankenhaustagegeldversicherung
Reisekrankenversicherung
Pflegepflichtversicherung
Ergänzende Pflegezusatzversicherung
Geförderte Pflegezusatzversicherung

Die von uns eingesetzten Rechnungsgrundlagen tragen den Erfordernissen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes Rechnung. Nähere Hinweise zur Herleitung von biometrischen Rechnungsgrundlagen finden sich unter www.aktuar.de. Darüber hinaus werden jährlich spezifische Daten (Wahrscheinlichkeitstafeln, Kopfschäden) auf der Homepage der BaFin veröffentlicht (www.bafin.de).

Jahresabschluss

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

Vorjahr
Tsd. €
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
I. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.590.460 3.014
II. geleistete Anzahlungen 276.769 5.474
8.867.229 8.488
B. Kapitalanlagen
I. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 19.943.018 14.901
2. Beteiligungen 15.469.378 13.986
35.412.396 28.887
II. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 55.869.399 53.064
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 206.387.874 203.466
3. Sonstige Ausleihungen 150.371.301 137.782
4. Andere Kapitalanlagen 2.500.000 1.250
415.128.574 395.562
450.540.970 424.449
C. Forderungen
I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an:
davon:
1. Versicherungsnehmer 1.015.397 1.004
2. Versicherungsvermittler 158.072 134
3. Mitglieds- und Trägerunternehmen - 4
II. Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 1.173.469 1.142
davon: 824.946 161
an verbundene Unternehmen: 809.819 € 161
III. Sonstige Forderungen 40.346 988
davon: 2.038.761 2.291
an verbundene Unternehmen: - € 988
D. Sonstige Vermögensgegenstände
- Sachanlagen und Vorräte 753.663 1.006
E. Rechnungsabgrenzungsposten
I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten 3.637.936 3.562
II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 89.606 155
3.727.542 3.717
Summe der Aktiva 465.928.165 439.952

Passivseite

Vorjahr
Tsd. €
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 8.000.000 8.000
II. Kapitalrücklage 23.143.000 23.143
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklage 657.000 657
2. andere Gewinnrücklagen 377.128 377
1.034.128 1.034
32.177.128 32.177
B. Versicherungstechnische Rückstellungen
I. Beitragsüberträge 2.515.093 2.494
II. Deckungsrückstellung 354.778.902 322.936
III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 19.372.409 17.381
IV. Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige
Beitragsrückerstattung
1. erfolgsabhängige 38.667.842 49.441
2. erfolgsunabhängige 971.706 1.006
39.639.547 50.447
V. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen 57.064 57
416.363.015 393.317
C. Andere Rückstellungen
I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 5.445.273 5.166
II. Sonstige Rückstellungen 128.556 115
5.573.829 5.282
D. Andere Verbindlichkeiten
I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber
1. Versicherungsnehmern 579.818 766
2. Mitglieds- und Trägerunternehmen 1.398 -
581.216 766
II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft 22.920 55
davon:
gegegegenüber verbundenen Unternehmen: 27.835 € -
III. Sonstige Verbindlichkeiten 7.367.147 6.721
davon: 7.976.199 7.510
aus Steuern: 16.179 € 15
gegenüber verbundenen Unternehmen: 6.665.392 € 6.325
F. Rechnungsabgrenzungsposten
3.837.994 1.666
Summe der Passiva 465.928.165 439.952

 

Köln, 7. März 2024

Der Treuhänder Sulitzky

Ich bescheinige hiermit entsprechend § 128 Abs. 5 VAG, dass die im Sicherungsvermögensverzeichnis aufgeführten Vermögensanlagen den gesetzlichen und aufsichtsbehördlichen Anforderungen gemäß angelegt und vorschriftsmäßig sichergestellt sind.

Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter dem Posten Passiva B. II. eingestellte Deckungsrückstellung in Höhe von 354.778.902 € unter Beachtung des § 156 Abs. 2 Nr. 1 VAG berechnet worden ist.

 

Köln, 7. März 2024

Der Verantwortliche Aktuar

Dr. Bruns

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Posten Vorjahr
Tsd. €
I. Versicherungstechnische Rechnung
1. Verdiente Beiträge f. e. R.
a) Gebuchte Bruttobeiträge 115.177.086 111.623
b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge 296.208 303
114.880.878 111.320
c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge -20.640 -50
114.860.238 111.270
2. Beiträge aus der Brutto-Rückstellung für 18.971.894 8.611
Beitragsrückerstattung
3. Erträge aus Kapitalanlagen
a) Erträge aus Beteiligungen 749.188 912
davon: aus verbundenen Unternehmen 295.120 € 479.446
b) Erträge aus anderen Kapitalanlagen 8.972.405 8.123
c) Erträge aus Zuschreibungen 507.899 13
d) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 257.599 920
10.487.091 9.969
4. Sonstige versicherungstechnische Erträge f. e. R. 678.055 391
5. Aufwendungen für Versicherungsfälle f. e. R.
a) Zahlungen für Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag 80.370.182 73.619
bb) Anteil der Rückversicherer 106.322 16
80.263.860 73.602
b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 1.990.912 1.818
82.254.772 75.420
6. Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen
a) Deckungsrückstellung -31.842.756 -19.812
b) Sonstige versicherungstechnische Netto-Rückstellungen 164 5
-31.842.592 -19.807
7. Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattungen f. e. R.
a) erfolgsabhängige 8.507.490 14.104
b) erfolgsunabhängige 933.652 884
9.441.142 14.987
8. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb f. e. R.
a) Abschlussaufwendungen 8.081.200 7.274
b) Verwaltungsaufwendungen 6.831.671 5.235
c) davon ab: 14.912.871 12.509
Erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 35.925 74
14.876.946 12.435
9. Aufwendungen für Kapitalanlagen
a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen 254.084 248
b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen 538.574 1.563
c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 3.109 308
795.767 2.119
10. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen f. e. R. 117.837 103
11. Versicherungstechnisches Ergebnis f. e. R. 5.668.222 5.369
Übertrag: 5.668.222 5.369
Posten Vorjahr
Tsd. €
Übertrag: 5.668.222 5.369
II. Nichtversicherungstechnische Rechnung
1. Sonstige Erträge 804.984 162
2. Sonstige Aufwendungen 3.413.858 2.463
-2.608.874 -2.301
3. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 3.059.348 3.067
4. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 37.186 60
5. Sonstige Steuern 22.162 7
59.348 67
6. Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne 3.000.000 3.000
7. Jahresüberschuss - -

Anhang

Bilanzierungs-, Ermittlungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände (EDV-Software) wurden zu Anschaffungskosten bewertet und mit Ausnahme der geleisteten Anzahlungen planmäßig abgeschrieben. Bei geringwertigen Anlagegütern, die dem Sammelposten zugeführt wurden, erfolgen Abschreibungen über fünf Jahre verteilt, jeweils beginnend mit dem Anschaffungsjahr. Anderenfalls wurden diese im Jahr der Anschaffung als Betriebsausgabe erfasst.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden mit den Anschaffungskosten ausgewiesen.

Der Ansatz der Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren, der Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren erfolgte zu Anschaffungskosten, niedrigeren Börsenkursen oder zu dem niedrigeren beizulegenden Wert. Kapitalanlagen, die nach § 341b Abs. 2 HGB dem Anlagevermögen zugeordnet wurden, wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Kapitalanlagen, die dem Umlaufvermögen zugeordnet worden sind, wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Sofern in früheren Jahren eine Abschreibung auf einen niedrigeren Wert erfolgte, wurde eine Zuschreibung vorgenommen, wenn diesen Vermögensgegenständen am Bilanzstichtag wieder ein höherer Wert beigemessen werden konnte. Die Zuschreibungen erfolgten bis zur Höhe der Anschaffungskosten oder auf den niedrigeren Börsenwert.

Derivate wurden grundsätzlich zu Anschaffungskosten oder zu dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte wurden Marktwerte herangezogen. Für Aktienoptionen, deren Wert zum Stichtag die passivierte Verbindlichkeit überstieg, wurde eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Die Berechnung erfolgte nach der Glattstellungsmethode.

Die Bilanzwerte der Namensschuldverschreibungen entsprechen den Nennwerten. Agio und Disagio wurden durch Rechnungsabgrenzung auf die Laufzeit verteilt.

Die Bilanzwerte der Schuldscheinforderungen und Darlehen und der übrigen Ausleihungen wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten zuzüglich oder abzüglich der kumulierten Amortisation, einer Differenz zwischen den Anschaffungskosten und den Rückzahlungsbeträgen, unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt.

Die anderen Kapitalanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft sind zu Nennwerten abzüglich einer Wertberichtigung für das latente Ausfallrisiko sowie eine Pauschalwertberichtigung auf die restlichen Forderungsbestände bilanziert worden.

Die Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft ergaben sich auf Grundlage der Rückversicherungsverträge und wurden zum Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden, soweit sie nicht die Betriebs- und Geschäftsausstattung betrafen, zu Nennwerten bewertet. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bilanziert. Die Abschreibungen wurden nach der linearen Methode ermittelt. Bei geringwertigen Anlagegütern, die dem Sammelposten zugeführt wurden, erfolgen Abschreibungen über fünf Jahre verteilt, jeweils beginnend mit dem Anschaffungsjahr. Anderenfalls wurden diese im Jahr der Anschaffung als Betriebsausgabe erfasst.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden neben Vorauszahlungen von Kosten für künftige Zeiträume die noch nicht fälligen Zinsansprüche und das Agio für Namensschuldverschreibungen zu Nennwerten angesetzt.

Die Bemessung der versicherungstechnischen Rückstellungen erfolgte nach folgenden Grundsätzen:

Die Berechnung der Beitragsüberträge erfolgte Tag genau unter Berücksichtigung des individuellen Versicherungsbeginns und unter Abzug der nicht übertragungsfähigen Teile gemäß dem Schreiben des Bundesministers der Finanzen vom 30. April 1974. Die Beitragsüberträge für das in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft wurden entsprechend den Aufgaben des Vorversicherers gebildet. Der Anteil des in Rückversicherung gegebenen Versicherungsgeschäfts wurde den vertraglichen Regelungen entsprechend bewertet.

Die Deckungsrückstellung wurde einzeln unter Beachtung des tatsächlichen Versicherungsbeginns ermittelt, bei der Pflegepflichtversicherung und im Basistarif wurde ein mittlerer Versicherungsbeginn zum 1. Juli zu Grunde gelegt.

Die Deckungsrückstellung enthält ebenfalls Mittel zur Finanzierung der Beitragsentlastung im Alter gemäß § 149 VAG und § 150 VAG, soweit sie nicht in der Rückstellung für erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung thesauriert wurden. Für den Teil der Deckungsrückstellung, der aus dem Mitversicherungsvertrag der Gemeinschaft privater Versicherungsunternehmen (GPV) resultiert, wurde der vom Geschäftsführer der GPV genannte Betrag übernommen.

Die Direktgutschriften entsprechend §150 (2) VAG als Bestandteil der Deckungsrückstellung wurden mit der Einführung eines neuen Verwaltungssystems auf eine neue Berechnungslogik umgestellt, in der sowohl die Direktgutschrift selbst als auch die Zuführung zur Direktgutschrift entsprechend der Berechnung der Bilanzalterungsrückstellung auf den Bilanzstichtag interpoliert wird. Zuvor ist in dem bisher verwendeten Verwaltungssystem keine Interpolation durchgeführt worden. Hier hat es nur geringfügige Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage gegeben.

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wird mit dem ChainLadder-Verfahren unter Verwendung der erst nach dem Bilanzstichtag gezahlter, aber bereits zuvor angefallener Schadenzahlungen vergangener Geschäftsjahre, berechnet. In der Rückstellung wurden Schadenregulierungsaufwendungen unter Berücksichtigung des Erlasses des Finanzministeriums NRW vom 2. Februar 1973 (Seite 2750 - 24 - VB4) berücksichtigt. Die Brutto-Rückstellungen für das in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft wurden entsprechend den Aufgaben des Vorversicherers gebildet. Der Anteil des in Rückversicherung gegebenen Versicherungsgeschäfts wurde den vertraglichen Regelungen entsprechend bewertet.

Die sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen enthalten eine Stornorückstellung für die Deckung künftig eintretender Verluste aus dem überrechnungsmäßigen vorzeitigen Abgang. Die Rückstellung wurde prozentual aus der Summe aller negativen Alterungsrückstellungen berechnet.

Die anderen Rückstellungen wurden nach folgenden Grundlagen gebildet:

Die Berechnung der Pensionsrückstellung erfolgte nach der sogenannten Projected Unit Credit-Methode auf der Basis der HEUBECK-Richttafel 2018 G. Der Diskontierungszinssatz wurde auf Basis der bisher gültigen Rückstellungsabzinsungsverordnung als 10-jähriger Durchschnitt festgelegt. Er wurde mit 1,83 % (Vorjahr 1,78 %) angesetzt und auf Basis einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ermittelt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Als Finanzierungsendalter wurde die vertragliche Altersgrenze verwendet. Die Gehaltsdynamik wurde mit 2,0 % p. a., der Trend zur Beitragsbemessungsgrenze wurde mit 3,0 % p. a. und die Rentendynamik wurde je nach Zusage mit 2,1 %, 2,0 % bzw. 1,0 % p. a. angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen sind für das laufende Geschäftsjahr gebildet und bemessen sich nach dem nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag.

Die Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft und die sonstigen Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

Die Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft ergaben sich auf der Grundlage der Rückversicherungsverträge und wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten wurde das Disagio aus Namensschuldverschreibungen angesetzt.

Die Währungsumrechnung von Posten in fremder Währung erfolgte zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs. Die Währungsumrechnung von Leistungen der Auslandsreise-Krankenversicherung erfolgte bedingungsgemäß zum Kurs des Tages, an dem die Belege beim Versicherer eingingen, es sei denn, dass der Versicherungsnehmer einen ungünstigeren Kurs nachwies.

Angaben zu latenten Steuern erfolgen aufgrund der steuerlichen Organschaft auf Ebene der Organträgerin DEVK Rückversicherungs- und Beteiligungs-AG - DEVK RE, Köln.

Entwicklung der Aktivposten A., B. I. bis II. im Geschäftsjahr 2023

Aktivseite Bilanzwerte Vorjahr
Tsd. €
Zugänge
Tsd. €
Umbuchungen
Tsd. €
Abgänge
Tsd. €
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.014 1.246 5.404 -
2. geleistete Anzahlungen 5.474 207 - 5.404 -
3. Summe A. 8.488 1.453 - -
B. I. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 14.901 5.042 - -
2. Beteiligungen 13.986 1.810 - 328
3. Summe B. I. 28.887 6.852 - 328
B. II. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 53.064 3.663 956
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 203.466 10.492 - 7.441
3. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 100.000 24.000 - 4.500
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 37.782 98 - 7.009
4. Andere Kapitalanlagen 1.250 1.250 - -
5. Summe B. II. 395.562 39.503 - 19.906
insgesamt 432.937 47.808 - 20.234
Aktivseite Zuschreibungen
Tsd. €
Abschreibungen
Tsd. €
Bilanzwerte Geschäftsjahr
Tsd. €
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten - 1.074 8.590
2. geleistete Anzahlungen - - 277
3. Summe A. - 1.074 8.867
B. I. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen - - 19.943
3. Beteiligungen - - 15.468
4. Summe B. I. - - 35.411
B. II. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 508 410 55.869
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere - 129 206.388
3. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen - - 119.500
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen - - 30.871
4. Andere Kapitalanlagen - - 2.500
5. Summe B. II. 508 539 415.128
insgesamt 508 1.613 459.406

Bei den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenständen handelt es sich um planmäßige Abschreibungen. Aufgrund von voraussichtlich dauernder Wertminderungen wurden bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 0,1 Mio. € vorgenommen.

Die Steigerung der immateriellen Vermögensgegenstände resultiert aus der Einführung eines neuen Bestandsführungs- und Leistungssystem (KLuB). Es ist eine lineare Abschreibung mit einer Laufzeit von zehn Jahren geplant.

Erläuterungen zur Bilanz

Zu Aktiva B.

Kapitalanlagen

In gewissem Umfang haben wir Kapitalanlagen, die dauerhaft im Kapitalanlagebestand gehalten werden sollen, gemäß § 341b Abs. 2 HGB dem Anlagevermögen zugeordnet. Die Kapitalanlagen weisen zum 31. Dezember 2023 folgende Buch- und Zeitwerte aus:

Kapitalanlagen Buchwert
Zeitwert
B. I. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 19.943.018 21.979.592
2. Beteiligungen 15.469.378 24.640.298
B. II. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 55.869.399 66.335.894
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 206.387.874 186.667.177
3. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 119.500.000 101.132.351
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 30.871.301 27.108.050
4. Andere Kapitalanlagen 2.500.000 2.500.000
insgesamt 450.540.970 430.363.362
davon: 331.040.970 329.231.010
zu Anschaffungskosten bewertete Kapitalanlagen
davon: 245.269.560 227.652.747
Kapitalanlagen im Anlagevermögen gemäß § 341b Abs. 2 HGB

In den Bewertungsreserven sind insgesamt stille Lasten in Höhe von 43,5 Mio. € enthalten. Diese entfallen auf die Sonstigen Kapitalanlagen.

Bei der Ermittlung der Zeitwerte wurden in Abhängigkeit von der jeweiligen Anlageart verschiedene Bewertungsmethoden angewandt.

Die Zeitwertermittlung für Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen erfolgte zum Marktwert oder zum Buchwert.

Sowohl Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und anderen nicht festverzinsliche Wertpapiere, als auch die zu Anschaffungskosten bilanzierten festverzinslichen Wertpapiere, wurden mit den Börsenjahresabschlusskursen bewertet. Die Zeitwerte der sonstigen Ausleihungen wurden gemäß § 56 RechVersV auf der Grundlage der Renditestrukturkurve zu marktüblichen Konditionen ermittelt.

Die Zeitwertermittlung sonstiger anderer Kapitalanlagen erfolgte Buchwert gleich Marktwert.

Bei auf fremde Währung lautenden Kapitalanlagen wurde der Devisenkassamittelkurs zum Jahresende in die Zeitwertermittlung einbezogen.

Finanzinstrumente i. S. d. § 285 Nr. 18 HGB, die über ihrem beizulegenden Zeitwert bilanziert wurden Buchwert
Tsd. €
beizulegender Zeitwert
Tsd. €
Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen 4.714 4.148
und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 170.873 150.202
Namensschuldverschreibungen 107.000 88.539
Schuldscheinforderungen und Darlehen 28.846 25.019

Abschreibungen wurden unterlassen, da es sich nicht um voraussichtlich dauernde Wertminderungen handelt. Es ist beabsichtigt, diese Wertpapiere bis zu ihrer Fälligkeit zu halten bzw. nach unserem Bewertungstool oder unseren Analysen nur von einer vorübergehenden Wertminderung ausgegangen wird.

Derivative Finanzinstrumente und Vorkäufe gemäß § 285 Nr. 19 HGB Art nominaler Umfang
Tsd. €
Buchwert Prämie
Tsd. €
beizulegender Wert der Prämie
Tsd. €
Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und Long-Put-Optionen 310 15 10
andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere
Long-Call-Optionen 1.000 70 73
Sonstige Verbindlichkeiten Short-Put-Optionen 777 44 32
Short-Call-Optionen 360 8 13
Bewertungsmethode
Optionen: europäische Optionen Black-Scholes
amerikanische Optionen Barone-Adesi
Anteile oder Anlageaktien in inländischem Investmentvermögen gemäß § 285 Nr. 26 HGB Anlageziel Ausschüttung
Tsd. €
Zeitwert
Tsd. €
stille Reserven/ stille Lasten
Tsd. €
Beschränkung der täglichen Rückgabe
Rentenfonds 461 20.911 118
Immobilienfonds 570 15.927 2.552 zwischen jederzeit
bis nach 6 Monaten

Zu Aktiva B. I.

Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen Anteil
in %
Eigenkapital
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres
Grundversorgung S.C.S., Luxemburg (L) 4,27 173.155.206 2 1.838.068 2
Sana Kliniken AG, Ismaning 0,58 1.178.831.000 3 54.944.000 3

2 Basis Teilkonzernabschluss 3 Basis Geschäftsjahr 2022

Zu Aktiva B. II.

Sonstige Kapitalanlagen

Die anderen Kapitalanlagen setzten sich aus Private Equity Dachfondsanteilen zusammen, die primär in Private Equity Zielfonds investieren.

Zu Akiva E. II.

Rechnungsabgrenzungsposten
Vorauszahlungen für künftige Leistungen 53.825 €
Agio aus Namensschuldverschreibungen 35.780 €
89.605 €

Zu Passiva A. I.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von 8,0 Mio. € ist in 8,0 Mio. nennwertlose Stückaktien eingeteilt.

Zu Passiva B. II.

Deckungsrückstellung

In der Position Passiva B. II. sind Deckungsrückstellungen in Höhe von 40.987 € enthalten, welche auf zum 31. Dezember des Geschäftsjahres gekündigte Verträge entfallen. Es handelt sich hierbei um Verträge, für die ein Übertragungsanspruch eines Nachversicherers der privaten Krankheitskostenvollversicherung und Pflegepflichtversicherung gemäß § 146 Abs. 1 VAG besteht.

Zu Passiva B. IV.

Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung

Zerlegung der Rückstellung für Beitragsrückerstattung und Betrag gemäß § 150 VAG

Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung Rückstellung für erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung
Tsd. € Poolrelevante RfB aus der PPV Betrag nach § 150 Abs. 4 VAG Sonstiges
1. Bilanzwerte Vorjahr 49.441 - 127 879
2. Entnahme zur Verrechnung 18.883 - 89 -
3. Entnahme zur Barausschüttung 398 - - 879
4. Zuführung 8.507 - 18 915
5. Bilanzwerte Geschäftsjahr 38.667 - 56 915
6. Gesamter Betrag des Geschäftsjahres nach § 150 VAG: 472,8 Tsd. €

Zu Passiva E.

Rechnungsabgrenzungsposten
Disagio aus Namensschuldverschreibungen 3.837.994 €

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft Geschäftsjahr
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
gebuchte Bruttobeiträge
- Einzelversicherungen 108.675 105.136
- Gruppenversicherungen 4.705 4.659
gebuchte Bruttobeiträge
- laufende Beiträge 107.251 103.746
- Einmalbeiträge 6.129 6.049
gebuchte Bruttobeiträge
- Krankheitskostenversicherungen 5.353 5.195
- Krankentagegeldversicherungen 6.521 6.348
- selbstständige Krankenhaustagegeldversicherungen 1.992 1.947
- sonstige selbstständige Teilversicherungen 92.202 89.357
- Pflegepflichtversicherungen 1.183 901
- Auslandsreise-Krankenversicherung 6.129 6.049
Beitragszuschlag nach § 149 VAG 325 318
Rückversicherungssaldo -154 -213

Zum 31. Dezember 2023 beträgt der in den Tarifen der DEVK Krankenversicherungs-AG einkalkulierte durchschnittliche unternehmensindividuelle Rechnungszins (duRz) 1,823 %.

Zu Posten I. 4.

Sonstige versicherungstechnische Erträge f. e. R.

In den sonstigen versicherungstechnischen Erträgen sind Übertragungswerte von Vorversicherungsunternehmen der privaten Krankheitskostenvollversicherung und der Pflegepflichtversicherung gemäß § 146 Abs. 1 VAG in Höhe von 79.007 € enthalten.

Zu Posten I. 6.

Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen

In der Veränderung der Alterungsrückstellung ist eine Direktgutschrift gemäß § 150 Abs. 2 VAG in Höhe von 454.748 € enthalten.

Zu Posten I. 7.

Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung f. e. R.

In den Aufwendungen für erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung sind Aufwendungen gemäß § 150 Abs. 4 VAG in Höhe von 18.017 € enthalten.

Zu Posten I. 10.

Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen f. e. R.

In den sonstigen versicherungstechnischen Aufwendungen sind Übertragungswerte gemäß § 146 Abs. 1 VAG, die auf Nachversicherungsunternehmen der privaten Krankheitskostenvollversicherung und der Pflegepflichtversicherung übertragen wurden, in Höhe von 41.468 € enthalten.

Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personalaufwendungen Geschäftsjahr
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
1. Provisionen jeglicher Art der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft 4.533 4.399
2. Sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB - -
3. Löhne und Gehälter 399 359
4. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung - -
5. Aufwendungen für Altersversorgung 367 549
insgesamt 5.299 5.307

Die Pensionsrückstellung für die im Wege des Gemeinschaftsvertrags zur Verfügung gestellten Mitarbeiter wird bei der DEVK Rückversicherungs- und Beteiligungs-AG - DEVK RE bilanziert. Die Zuführung zur Pensionsrückstellung, mit Ausnahme der Zinszuführung, wird der DEVK Krankenversicherungs-AG belastet.

Im Berichtsjahr betrugen die Bezüge des Vorstands 421.750 €. Die Ruhegehälter früherer Vorstandsmitglieder bzw. Hinterbliebener beliefen sich auf 149.847 €. Für diesen Personenkreis war am 31. Dezember 2023 eine Pensionsrückstellung von 3.055.562 € bilanziert. Die Vergütungen des Aufsichtsrats beliefen sich auf 68.663 €.

Von den Erträgen aus Kapitalanlagen entfallen - € (Vorjahr 41.880 €) auf die Währungsumrechnung. Die Aufwendungen für Kapitalanlagen enthalten 3.109 € (Vorjahr 8.886 €) aus der Währungsumrechnung.

Abschlussprüferhonorare

Für Leistungen, die der Abschlussprüfer (KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) für das Unternehmen erbracht hat, wurden im Geschäftsjahr 78.655 € aufgewendet (inkl. 10.879 € Minderaufwand für 2022). Diese entfielen in vollem Umfang auf Abschlussprüfungsleistungen.

Sonstige Angaben

Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt zum Stichtag 58.515 € (Vorjahr 292.033 €) und resultiert aus der Pensionsrückstellung.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Resteinzahlungsverpflichtungen aus Immobilien und Anteilen an verbundenen Unternehmen betrugen zum Jahresende 18,6 Mio. €. Hierauf entfallen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 14,5 Mio. €.

Es bestanden am Bilanzstichtag finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 1,1 Mio. € aus offenen Short-Optionen.

Aufgrund der gesetzlichen Regelungen in den §§ 221 ff. VAG sind die Krankenversicherer zur Mitgliedschaft in einem Sicherungsfonds verpflichtet. Der Sicherungsfonds kann nach der Übernahme der Versicherungsverträge zur Erfüllung seiner Aufgaben Sonderbeiträge in Höhe von max. 2 ‰ der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen erheben. Demnach würde sich für 2023 eine Zahlungsverpflichtung von 832.726 € ergeben.

Auswirkungen aus dem Mindeststeuergesetz (MinStG)

Das MinStG, das am 15. Dezember 2023 vom Bundesrat final beschlossen wurde, ist Teil des Mindestbesteuerungsrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (MinBestRL-UmsG), welches der nationalen Umsetzung der europäischen Richtlinie (EU) 2022/2523 des Rates vom 14. Dezember 2022 zur Gewährleistung einer globalen effektiven Mindestbesteuerung für multinationale Unternehmensgruppen und große inländische Gruppen in der Europäischen Union dient. Das MinStG wird grundsätzlich auf Geschäftsjahre anwendbar sein, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen.

Die Gruppenträgerin der deutschen Mindeststeuergruppe sowie gleichzeitig die oberste Muttergesellschaft i. S. d. § 4 Abs. 3 MinStG ist der DEVK Deutsche Eisenbahn Versicherung Sach- und HUK-Versicherungsverein a.G. Betriebliche Sozialeinrichtung der Deutschen Bahn. Auswirkungen aus der Anwendbarkeit des MinStG sind daher auf Ebene der Berichtsgesellschaft nicht zu erwarten.

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres waren keine Vorgänge oder Ereignisse zu verzeichnen, die die zukünftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinflussen.

Allgemeine Angaben

Anzahl der versicherten natürlichen Personen im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft Geschäftsjahr Vorjahr
Zahl der versicherten natürlichen Personen 482.613 479.285
- Krankheitskostenversicherung 1.474 1.450
- Krankentagegeldversicherungen 136.940 126.477
- selbstständige Krankenhaustagegeldversicherungen 58.960 58.342
- sonstige selbstständige Teilversicherungen 344.912 341.720
- Pflegepflichtversicherungen 1.724 1.717

Die DEVK Krankenversicherungs-AG, Köln, ist beim Amtsgericht unter der Handelsregisternummer HRB 24806 eingetragen.

Die Aufstellung der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans und des Aufsichtsrats befinden sich vor dem Lagebericht.

Unser Unternehmen verfügt nicht über eigenes Personal.

An unserer Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag die DEVK Rückversicherungs- und Beteiligungs-AG - DEVK RE, Köln, mit 100 % beteiligt. Die Gesellschaft DEVK Rückversicherungs- und Beteiligungs-AG - DEVK RE, Köln, hat gemäß § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihr die Mehrheit der Stimmrechte zustehen.

Der Jahresabschluss wird gemäß den rechtlichen Vorschriften im Unternehmensregister veröffentlicht.

Name und Sitz des Mutterunternehmens, das den Konzernabschluss aufstellt, in den das Unternehmen einbezogen wurde:

DEVK Deutsche Eisenbahn Versicherung

Sach- und HUK-Versicherungsverein a.G.

Betriebliche Sozialeinrichtung der Deutschen Bahn

Zentrale, Riehler Straße 190, 50735 Köln

Der Konzernabschluss ist auf der Homepage der DEVK unter www.devk.de eingestellt und wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

 

Köln, 8. März 2024

Der Vorstand

Dürscheid

Kopisch

Dr. Zons

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die DEVK Krankenversicherungs-Aktiengesellschaft, Köln

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DEVK Krankenversicherungs-Aktiengesellschaft, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DEVK Krankenversicherungs-Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Versicherungsunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Bewertung von in der Deckungsrückstellung enthaltenen tariflichen Alterungsrückstellung

Hinsichtlich der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze verweisen wir auf die Erläuterungen im Anhang der Gesellschaft im Abschnitt "Bilanzierungs-, Ermittlungs- und Bewertungsmethoden". Risikoangaben sind im Lagebericht im Abschnitt "Risikobericht" enthalten.

DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS

Die Gesellschaft weist in ihrem Jahresabschluss eine Bilanz-Deckungsrückstellung in Höhe von EUR 354,8 Mio aus. Das entspricht 76,1 % der Bilanzsumme; hieraus ergibt sich ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögenslage der Gesellschaft.

Die Bilanz-Deckungsrückstellung setzt sich zusammen aus der tariflichen Alterungsrückstellung, den angesammelten Mitteln aus der Direktgutschrift gemäß § 150 VAG und der Rückstellung für den gesetzlichen Zuschlag gemäß § 149 VAG:

Die tarifliche Alterungsrückstellung ergibt sich grundsätzlich als Summe der einzelvertraglich ermittelten Alterungsrückstellungen. Die Alterungsrückstellungen der einzelnen Versicherungen werden tarifabhängig auf Basis von Inputparametern durch eine Vielzahl von Berechnungsschritten im Rechenkern ermittelt.

Dabei sind neben den handelsrechtlichen auch aufsichtsrechtliche Vorschriften zu beachten. Insbesondere sind der Berechnung der Alterungsrückstellungen zwingend dieselben Bewertungsparameter zugrunde zu legen, die auch bei der Prämienberechnung verwendet wurden. Dazu gehören insbesondere die Annahmen zu den rechnungsmäßigen Kopfschäden (durchschnittliche Schadenleistungen pro Person pro Jahr) sowie die Annahmen zum Rechnungszins, Kosten, Storno und der Ausscheideordnung.

Die Höhe der tariflichen Alterungsrückstellungen wird dabei wesentlich durch die Annahmen zu den rechnungsmäßigen Kopfschäden (durchschnittliche Schadenleistungen pro Person pro Jahr) sowie den Annahmen zum Zins und Storno bestimmt. Bei Beitragsanpassungen erfolgt die Umsetzung der Änderungen in den Annahmen erst nach Zustimmung durch den unabhängigen Treuhänder.

Das Risiko für den Abschluss besteht insoweit in einer inkonsistenten, nicht korrekten Verwendung oder Anpassung der Berechnungsmethodik, der Berechnungsparameter sowie der eingeflossenen Daten, so dass die tariflichen Alterungsrückstellungen nicht in der gesetzlich vorgeschriebenen Höhe gebildet werden.

UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNG

Bei der Prüfung der Deckungsrückstellung haben wir als Teil des Prüfungsteams eigene Aktuare eingesetzt und folgende wesentlichen Prüfungshandlungen durchgeführt:

Wir haben uns davon überzeugt, dass die Versicherungsverträge in den Bestandsführungssystemen vollständig in die tariflichen Alterungsrückstellungen eingeflossen sind. Hierbei haben wir die von der Gesellschaft eingerichteten Kontrollen auf ihre Angemessenheit und Wirksamkeit hin getestet. Einen besonderen Fokus haben wir auf Kontrollen gelegt, die sicherstellen, dass neue Tarife richtig erfasst werden bzw. Annahmeänderungen richtig in den Systemen umgesetzt werden. Dabei haben wir im Rahmen von Abstimmungen zwischen dem Bestandsführungssystem, Rechenkern und dem Inkassosystem beurteilt, ob die Verfahren zur Übertragung der Werte fehlerfrei arbeiten.

Um festzustellen, dass die einzelvertraglichen tariflichen Alterungsrückstellungen entsprechend den Festlegungen der sogenannten Technischen Berechnungsgrundlagen vorgenommen wurden, haben wir für einen bewusst ausgewählten Teilbestand die Alterungsrückstellungen mit eigenen EDV-Programmen berechnet und die Ergebnisse mit den von der Gesellschaft ermittelten Werten verglichen.

Wir haben die zur Ermittlung der tariflichen Alterungsrückstellungen verwendeten Bewertungsparameter (Rechnungszins, rechnungsmäßige Kopfschäden, Kosten, Sterbe- und Stornotafeln) mit denen der Prämienkalkulation abgestimmt; für jeden Tarif die durchschnittliche Alterungsrückstellung pro Tarifversichertem ermittelt und die Veränderungen zu den Vorjahren analysiert.

Im Rahmen unserer Prüfungshandlungen zu den im Geschäftsjahr 2023 durchgeführten Beitragsanpassungen haben wir uns davon überzeugt, dass der unabhängige Treuhänder den vorgenommenen Änderungen zugestimmt hat. Im Falle von Änderungen des Rechnungszinses haben wir beurteilt, ob der verwendete Rechnungszins im Einklang mit dem sogenannten Aktuariellen Unternehmenszinses (AUZ) steht.

Zur Sicherstellung der korrekten Umsetzung der vom unabhängigen Treuhänder genehmigten Beitragsanpassung haben wir für bewusst ausgewählte Tarife die korrekte Anwendung der neuen Rechnungsgrundlagen überprüft. Darüber hinaus haben wir die Ermittlung der Limitierungsmittel aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattungen nachvollzogen.

Wir haben aus der Gesamtveränderung der Deckungsrückstellung bekannte Effekte wie Limitierungsmittel aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattungen, Direktgutschriften, rechnungsmäßige Zinsen und Zillmerbeträge separiert und die restliche Veränderung (sog. "bereinigte Veränderung") im Zeitablauf analysiert.

Ausgehend von der Nettoverzinsung haben wir die Ermittlung der Direktgutschrift nach § 150 Abs. 1 und 2 VAG nachvollzogen und die entsprechende Zuschreibung zur Deckungsrückstellung abgestimmt.

UNSERE SCHLUSSFOLGERUNGEN

Die verwendeten Methoden zur Bewertung der in der Deckungsrückstellung enthaltenen tariflichen Alterungsrückstellung sind sachgerecht und stehen im Einklang mit den handels- und aufsichtsrechtlichen Vorschriften. Die zur Bewertung erforderlichen Berechnungsparameter und Daten sind angemessen abgeleitet und verwendet worden.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht. Die sonstigen Informationen umfassen nicht den Jahresabschluss, die inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben sowie unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Versicherungsunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümer ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender und geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden in der Aufsichtsratssitzung am 10. Mai 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 5. Juni 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 1998 als Abschlussprüfer der DEVK Krankenversicherungs-Aktiengesellschaft tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Wir haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für das geprüfte Unternehmen bzw. für die von diesem beherrschten Unternehmen erbracht:

Prüfung der Solo-Solvabilitätsübersicht der Gesellschaft.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Colin Schenke.

 

Köln, den 27. März 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft AG

Schenke, Wirtschaftsprüfer

Bramkamp, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat während des Geschäftsjahres 2023 die Geschäftsführung des Vorstands auf Grund schriftlicher und mündlicher Berichterstattung laufend überprüft und sich in mehreren Sitzungen über die geschäftliche Entwicklung, die Geschäftspolitik und die Ertragslage des Unternehmens unterrichten lassen.

Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die gemäß den gesetzlichen Vorschriften zum Abschlussprüfer bestellt wurde, hat den vom Vorstand erstellten Jahresabschluss und den Lagebericht 2023 geprüft. Diese Prüfung hat zu keinen Beanstandungen geführt. Der Bestätigungsvermerk wurde ohne Einschränkung erteilt. Der Aufsichtsrat hat die Prüfungsergebnisse zur Kenntnis genommen.

Der Aufsichtsrat hat nach Vorbereitung durch den Prüfungsausschuss den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht geprüft und gebilligt. Der Jahresabschluss 2023 ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit aus.

 

Köln, 15. Mai 2024

Der Aufsichtsrat

Rüßmann, Vorsitzender

Der Jahresabschluss 2023 der DEVK Krankenversicherungs-Aktiengesellschaft wurde am 15. Mai 2024 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

28 nahegelegene Organisationen

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