DEVK Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft

Riehler Straße 190, 50735 Köln, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 7935
Eingetragen
22.2.1977
Branche
Tätigkeiten von Versicherungsvertreterinnen und -vertreternTätigkeiten von Versicherungsmaklerinnen und -maklernMit Versicherungsdienstleistungen und Pensionskassen verbundene Tätigkeiten a. n. g.
Gegenstand
der Betrieb a) der Sachversicherung, b) der Haftpflicht-Versicherung, c) der Unfallversicherung, d) der Kraftfahrtversicherung, e) der Kraftfahrt-Strafrechtsschutzversicherung, f) der Kraftfahrt-Pannenversicherung, g) der Transportversicherung, h) der Rückversicherung, i) der sonstigen Schadenversicherung, j) der Versicherung gegen verschiedene finanzielle Verluste, k) der Auslandsreisekrankenversicherung, l) der Kautionsversicherung sowie m) der nichtsubstitutiven Krankenversicherung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Knaup
seit 29.1.2026
Vorsitzender des Vorstands
Manuela Moog
seit 18.11.2025
Vorstandsmitglied
Sebastian Baumgart
seit 22.7.2024
Prokura
André Michael Gassen
seit 28.6.2023
Prokura
Sebastian Schwartz
seit 30.1.2023
Prokura
Michael Dr. Zons
seit 4.7.2022
Vorstandsmitglied
Annette Hetzenegger
seit 4.7.2022
Vorstandsmitglied
Matthias Kroppen
seit 2.6.2021
Prokura
Alexander Stabenow
seit 2.6.2021
Prokura
Markus Kalkowski
seit 22.4.2021
Prokura
Alexander Erpenbach
seit 2.7.2020
Prokura
Marco Becker
seit 16.3.2020
Prokura
Rainer Dornseifer
seit 16.3.2020
Prokura
Ulrich Prang
seit 8.11.2017
Prokura
Thomas Funken
seit 18.4.2017
Prokura
Jean-Marc Minary
seit 9.11.2015
Prokura
Dietmar Scheel
seit 10.2.2015
Vorstandsmitglied
Jürgen Weiler
seit 7.11.2013
Prokura
Prokura

Beteiligungen
Beta

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DEVK Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Organe

Aufsichtsrat
Dr. Kristian Loroch Dr. Levin Holle Aref Ramli
Altenstadt Berlin Mutlangen
Vorsitzender Vorstand Finanzen und Logistik Stellv. Vorsitzender des Gesamt-
Stellv. Vorsitzender der Eisenbahn- Deutsche Bahn AG betriebsrats DEVK Versicherungen
und Verkehrsgewerkschaft (EVG) 1. Sachbearbeiter Vertriebs-
(ab 11. Mai 2023) Helmut Petermann service, DEVK Versicherungen,
Essen Regionaldirektion Stuttgart
Cosima Ingenschay Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats (ab 28. September 2023)
Berlin DEVK Versicherungen i. R.
Vorsitzende (bis 28. September 2023) Dirk Richter
Stellv. Vorsitzende der Eisenbahn- Fürth
und Verkehrsgewerkschaft (EVG) Norbert Quitter Vorsitzender des Betriebsrates
(bis 11. Mai 2023) Bensheim DB Regio AG, Region Bayern
Referent Grundsätze Bordservice (ab 11. Mai 2023)
Helmut Lind DB Fernverkehr AG
Reichertshausen (bis 11. Mai 2023) Mario Reiß
Stellv. Vorsitzender Süptitz
Vorsitzender des Vorstands Stellv. Bundesvorsitzender der
Sparda-Bank München eG i. R. Gewerkschaft Deutscher
Lokomotivführer (GDL)
(ab 11. Mai 2023)
Vorstand
Gottfried Rüßmann Michael Knaup Bernd Zens
Köln Hürth Königswinter
Vorsitzender
Dietmar Scheel Dr. Michael Zons
Annette Hetzenegger Bad Berka Köln
Bergisch Gladbach
Beirat
Alexander Kirchner Klaus-Dieter Hommel Claus Roelofsen
- Ehrenvorsitzender -
Rudi Schäfer Sedat Karaduman Martin Schmitz
- Ehrenvorsitzender -
Kurt Armberger Enrico Kraut Martin Sebert
Alexandra Bastian Stefan Leuschner Enrico Spittel
Antje Böttcher Wilfried Messner Andreas Springer
Philipp Collrep Siegfried Moog Manfred Stang
Helmut Diener Dr. Sigrid Nikutta Stephan Andreas Wißmann
Katrin Dornheim Ralf Poppinghuys Oliver Wolff
Dirk Flege Dr. Doris Radatz
Steffen Genz Jochen Ramakers

Lagebericht

Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell

Die Gesellschaft betreibt das selbst abgeschlossene und in Rückdeckung übernommene Schaden-/Unfallversicherungsgeschäft im Inland und Ausland, die selbst abgeschlossene Auslandsreise-Krankenversicherung und seit 2018 die nichtsubstitutive Krankenversicherung im Inland. Einzelheiten hierzu können der Anlage zum Lagebericht entnommen werden.

Die DEVK-Gruppe ist im gesamten Bundesgebiet mit 19 Niederlassungen und rund 1.160 Geschäftsstellen vertreten.

Verbundene Unternehmen, Beteiligungen

Verbundene Unternehmen der DEVK Allgemeine Versicherungs-AG sind der

DEVK Deutsche Eisenbahn Versicherung

Sach- und HUK-Versicherungsverein a.G.

Betriebliche Sozialeinrichtung der Deutschen Bahn, Köln,

und dessen unmittelbare und mittelbare Tochterunternehmen.

Das Grundkapital der DEVK Allgemeine Versicherungs-AG in Höhe von 195,0 Mio. € ist vollständig eingezahlt. Es wird zu 100 % gehalten durch die DEVK Rückversicherungs- und Beteiligungs-AG - DEVK RE, mit der ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht.

Die Angabe unmittelbarer Anteile unserer Gesellschaft an den wesentlichen verbundenen Unternehmen und Beteiligungen befindet sich im Anhang.

Wir weisen darauf hin, dass Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten können.

Die im Bericht mit 1 gekennzeichneten Abschnitte enthalten Angaben, die nicht vom Abschlussprüfer geprüft werden.

Funktionsausgliederung, organisatorische Zusammenarbeit

Aufgrund eines Generalagenturvertrags übernimmt der DEVK Sach- und HUK-Versicherungsverein a.G. die Funktion der Versicherungsvermittlung sowie die damit zusammenhängenden Aufgaben.

Allgemeine Betriebsbereiche, wie z. B. Rechnungswesen, Inkasso, IT, Kapitalanlage und -verwaltung, Personal, Revision sowie Allgemeine Verwaltung, sind für alle DEVK-Unternehmen organisatorisch zusammengefasst. Darüber hinaus wird auch die Bestandsverwaltung und Leistungsbearbeitung gemeinsam mit dem DEVK Sach- und HUK-Versicherungsverein a.G. durchgeführt.

Gemäß dem Gemeinschaftsvertrag stellt uns der DEVK Sach- und HUK-Versicherungsverein a.G. das erforderliche Innendienstpersonal zur Verfügung.

Unser Unternehmen hat separate Mietverträge und verfügt gemäß seiner Nutzung über eigenes Inventar und eigene Arbeitsmittel.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war 2023 insbesondere von der Inflation, der Reaktion der Notenbanken hierauf und der daraus resultierenden negativen Folgen für die Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen geprägt. Gleichzeitig nahmen geopolitische Spannungen zu, die das schwierige Kapitalmarktumfeld zusätzlich belastet haben. Politische Konflikte innerhalb der Bundesregierung beeinflussten die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland zusätzlich negativ.

Die Europäische Zentralbank erhöhte 2023 den Leitzins bis September in sechs Zinsschritten von 2,50 % auf 4,50 %, bevor sie in ihrer Oktobersitzung erstmalig seit Juli 2022 eine Zinspause beschloss, die bis zum Jahresende anhielt. Die amerikanische Notenbank Fed stoppte im September vorerst weitere Leitzinserhöhungen. Gleichzeitig fiel die Inflationsrate in Europa von 9,2 % zu Jahresanfang auf 2,9 % per Ende Dezember. Risikofreie Zinssätze (zum Beispiel der 10-jährige Euro-Swapsatz) stiegen seit Jahresanfang unter teilweise starken Schwankungen von 3,1 % bis Anfang Oktober um ca. 40 Basispunkte auf ihr Jahreshoch von gut 3,5 % an und fielen in der Folge - unter anderem als Reaktion auf die Entscheidung der Notenbanken, keine weiteren Zinserhöhungen vorzunehmen - wieder um knapp 70 Basispunkte bis Anfang Dezember. Zum Jahresende 2023 notierte der Wert mit 2,5 % 57 Basispunkte niedriger als zu Jahresbeginn. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe zeigte 2023 eine simultane Entwicklung und wies mit 2,1 % einen Wert auf dem Niveau des Initialwerts zu Jahresbeginn aus. Die Anfang 2023 stark gestiegene Inversion der Zinskurve nahm zum Jahresende hin ab. Für Langfristanleger (wie beispielsweise Lebensversicherungsunternehmen) ist insbesondere die Entwicklung am langen Ende der Zinsstrukturkurve wichtig, um die langfristigen versicherungstechnischen Verpflichtungen adäquat erfüllen zu können. Die Risikoaufschläge auf europäische Investmentgrade-Unternehmensanleihen bewegten sich in der Jahresbetrachtung - trotz der schwachen konjunkturellen Entwicklung in Euroland - seitwärts mit sehr geringer Volatilität, obwohl die Unternehmensinsolvenzen in Deutschland im Vorjahresvergleich zugenommen haben. Zuletzt stieg zudem die Anzahl der Großinsolvenzen (Unternehmen mit einem jährlichen Umsatz von mindestens 50 Millionen Euro) an. Im besonderen Maße war hiervon die Immobilienbranche betroffen.

Aktienmärkte zeigten 2023 eine überwiegend positive Entwicklung. Kurzfristige Verwerfungen an den globalen Aktienmärkten gab es im März im Zuge der Krise der Silicon Valley Bank. In der Folge spekulierten Marktteilnehmer über eine mögliche Zahlungsunfähigkeit der Credit Suisse und einer damit verbundenen erneuten globalen Finanzkrise. Unter Einflussnahme der Schweizer Aufsicht konnte diese Gefahr mit Übernahme des angeschlagenen Instituts durch die UBS AG abgewehrt werden. Im Zuge der folgenden Erholung erreichte der deutsche Leitindex DAX Ende Juli mit 16.469,75 Punkten ein neues Allzeithoch. Infolge der Entscheidungen der Notenbanken, im Sommer weitere Zinserhöhungen in Aussicht zu stellen, kam es zu einer Korrektur um im Schnitt 10 %. Der Angriff auf Israel seitens der Hamas Anfang Oktober und die damit verbundene Gefahr einer zunehmenden Eskalation im Nahen Osten wirkte sich kurzfristig negativ auf die Aktienmärkte aus. Die Tatsache, dass im Nahen Osten bisher kein politischer Flächenbrand entstanden ist und der teilweise deutliche Rückgang der Inflation sowie der damit verbundenen Zinspausen von Fed und EZB legten den Grundstein für den Beginn einer Jahresendrally, die den DAX zwischenzeitlich auf ein neues Allzeithoch von 17.003 Punkten brachte; die Jahresperformance lag bei 20,3 %.

Die hohe Inflation in Kombination mit einem höheren Kreditzinsniveau und nur allmählichen steigenden Reallöhnen belasteten die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland spürbar. Konnte das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal preisbereinigt noch 0,3 % im Vergleich zum Vorjahresquartal zulegen, sank dieses im zweiten Quartal um 0,4 % und 0,7 % im dritten Quartal. Mit einem Rückgang um 0,4 % im letzten Quartal des Jahres befand sich die Bundesrepublik Deutschland in der Rezession, während die Mehrzahl der anderen EU-Länder schon wieder positive Wachstumszahlen erreichte. Insbesondere geopolitische Unsicherheiten durch den Krieg im Nahen Osten und das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu einer strikten Auslegung der Schuldenbremse belasteten die konjunkturelle Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte nachhaltig. Nach Angaben des statistischen Bundesamts betrug der Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts in Deutschland 2023 0,3 %. Für das Folgejahr prognostizieren Volkswirte eine leichte Erholung des Wachstums in Höhe von 0,7 %. Zurückhaltend wird die wirtschaftliche Lage ebenfalls von Unternehmensseite beurteilt. So stieg der Ifo-Geschäftsklimaindex zwar zunächst bis April auf sein Jahreshoch von 93,1 Punkten, fiel jedoch in den folgenden Monaten auf sein Jahrestief im August von 85,8 Punkten. Seitdem folgte eine Erholung auf niedrigem Niveau auf 86,4 Punkte Ende des Jahres. Im Vergleich zum Euro-Raum schneidet Deutschland beim geschätzten BIP-Wachstum in beiden Jahren schlechter ab (Euro Raum 2023: 0,6 %, 2024: 1,1 %). Im globalen Vergleich wird für die US-amerikanische Volkswirtschaft nach einem verhältnismäßig starken Wachstum von 2,5 % in 2023 von einigen Volkswirten ein Rückgang auf 1,6 % für 2024 erwartet.

Nach Angaben des GDV auf seiner Jahresmedienkonferenz Ende Januar 2024 liegt die hochgerechnete kombinierte Schaden- und Kostenquote nach Abwicklungsergebnis (Combined Ratio) bei rund 98 % (Vorjahr 94,6 %). Brutto betrachtet, hat sich die Ertragssituation der Schaden- und Unfallversicherungsbranche damit gegenüber dem Vorjahr verschlechtert.

Den Anstieg der Bruttobeitragseinnahmen in der Schaden- und Unfallversicherung beziffert der GDV für 2023 mit 6,7 %.

In der Kraftfahrtversicherung liegt die hochgerechnete Steigerung der Beitragseinnahmen im Jahr 2023 mit +4,1 % deutlich über Vorjahr (+1,1 %). Die Combined Ratio beläuft sich nach Einschätzung des GDV auf rund 110 % (Vorjahr 101,2 %). Auf der Schadenseite haben sich steigende Kosten für Ersatzteile und Werkstattleistungen niedergeschlagen.

Geschäftsverlauf

Der Gesamtbestand ist im Geschäftsjahr um 1,8 % auf 8.682.771 Verträge (Vorjahr 8.841.249) gesunken. Hierbei wurden die Risiken der Kraftfahrthaftpflicht-, der Fahrzeugvoll- und der Fahrzeugteilversicherung einzeln gezählt. Die Mopedversicherungen blieben unberücksichtigt.

Die gebuchten Bruttobeiträge sind um 5,8 % auf 1.633,3 Mio. € gestiegen. Die Prognose von rund 5 % wurde damit übertroffen.

Für die versicherungstechnischen Nettoerträge und -aufwendungen hatten wir einen Anstieg in etwa gleichem Maße erwartet. Tatsächlich aber sind die versicherungstechnischen Nettoaufwendungen (1.420,0 Mio. €) mit 5,7 % stärker gestiegen als die versicherungstechnischen Erträge (1.337,2 Mio. €) mit 3,5 %.

Nach einer hohen Entnahme aus der Schwankungsrückstellung (48,1 Mio. €, Vorjahr 53,8 Mio. €) lag das versicherungstechnische Ergebnis f. e. R. mit -34,7 Mio. € weit unter Vorjahr (2,0 Mio. €) und auch unter unserer letztjährigen Erwartung (Verlust im einstelligen Millionenbereich).

Die Bruttoerträge der Kapitalanlagen stiegen 2023 von 68,0 Mio. € auf 75,7 Mio. €. Der Anstieg resultiert maßgeblich aus höheren Zuschreibungen (9,0 Mio. € nach 1,2 Mio. € im Vorjahr) und gestiegenen Erträgen aus Beteiligungen (12,8 Mio. € nach 10,7 Mio. € im Vorjahr). Dies konnte gleichzeitig gesunkene Abgangsgewinne auf Kapitalanlagen (4,0 Mio. € nach 6,5 Mio. €) deutlich überkompensieren. Die gesamten Aufwendungen der Kapitalanlagen sind 2023 deutlich von 29,0 Mio. € auf 12,5 Mio. € gesunken. Dieser deutliche Rückgang liegt in erster Linie in der starken Performance am Aktienmarkt begründet, wodurch die Abschreibungen auf Aktien und Spezialfonds von 22,7 Mio. € auf 2,9 Mio. € zurückgingen. Positiv wirkte sich zudem der Rückgang der Abgangsverluste von 1,0 Mio. € auf 0,2 Mio. € auf die gesamten Aufwendungen aus. Wie im Vorjahr spiegelt sich die hohe Inflation 2023 in den Verwaltungskosten wider, die einen Anstieg von 3,7 Mio. € auf 4,8 Mio. € verzeichnen.

Das Netto-Kapitalanlageergebnis stieg - wie erwartet - deutlich von 39,1 Mio. € auf 63,2 Mio. €. Dies ist auf die prognostizierten geringeren Abschreibungen auf Aktien zurückzuführen. Folglich lag die Nettoverzinsung mit 2,6 % - wie erwartet - deutlich oberhalb des Vorjahresniveaus (1,6 %). Der Kapitalanlagebestand ist im Jahr 2023 moderat und damit stärker als erwartet gewachsen. (Vorjahres-Prognose: Wir erwarten bei einem leichten Anstieg des Kapitalanlagebestands einen deutlichen Anstieg des absoluten Ergebnisses, da wir nicht mit Abschreibungen insbesondere auf Aktien in gleicher Höhe wie 2022 rechnen. Der höhere Zins für Neu- und Wiederanlagen wird unserer Einschätzung nach einen positiven Effekt auf die laufenden Zinserträge haben; zudem wird sich die Anpassung der Strategischen Asset Allokation positiv auf das Ergebnis auswirken. In der Folge wird in Summe die Nettoverzinsung unserer Planung nach deutlich oberhalb des Vorjahresniveaus liegen.).

Die Strategische Asset Allokation, also die Zielaufteilung der Kapitalanlagen, wurde Ende 2019 DEVK-weit angepasst. Die Zielquoten für Realwerte (insbesondere Immobilien und Alternative Investments) wurden dabei erhöht, um einerseits dem seinerzeit vorherrschenden Niedrigzinsniveau zu begegnen und andererseits den realen Werterhalt und somit insgesamt die langfristige Ertragssituation zu verbessern. Im Herbst 2023 wurde bei der Gesellschaft die strategische Zielquote für Aktien um weitere 2,5 % erhöht, während gleichzeitig die Immobilien-Zielquote um denselben Wert reduziert wurde. Im Jahresverlauf wurde die effektive Aktienquote zu Buchwerten insgesamt - mit Ausnahme einer Gegenbewegung im Herbst - moderat erhöht. Mittelfristig ist ein weiterer Aufbau der Aktienpositionen geplant. Der Aufbau anderer langfristig orientierter Realwerte im Bereich Private Equity, Alternativer Investments und Immobilien wurde im Jahr 2023 wie geplant fortgesetzt.

Insgesamt wurde die Prognose für das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit (35 Mio. € bis 45 Mio. €) mit 24,1 Mio. € deutlich unterschritten.

Nach Steuern betrug die Gewinnabführung an die DEVK Rückversicherungs- und Beteiligungs-AG - DEVK RE 23,2 Mio. € (Vorjahr 33,3 Mio. €).

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage des Unternehmens

Geschäftsjahr
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
Veränderung
Tsd. €
Versicherungstechnische Rechnung -34.718 1.953 -36.671
Ergebnis aus Kapitalanlagen 63.184 39.053 24.131
Sonstiges Ergebnis -4.361 -7.075 2.714
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 24.105 33.931 -9.826
Steuern 867 609 258
Gewinnabführung 23.238 33.322 -10.084
Jahresüberschuss - - -

Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung

Die gebuchten Bruttobeiträge der DEVK Allgemeine Versicherungs-AG sind um 5,8 % auf 1.633,3 Mio. € gestiegen. Wegen vergleichsweiser hoher Beitragsüberträge betrug der Anstieg der verdienten Beiträge f. e. R. lediglich 3,5 %.

Die Bruttoaufwendungen für Geschäftsjahresschäden nahmen um 3,3 % gegenüber dem Vorjahr zu. Die Gewinne aus der Abwicklung von Vorjahresschäden fielen mit 94,2 Mio. € höher aus als im Vorjahr (89,9 Mio. €). Insgesamt verbesserte sich die bilanzielle Schadenquote brutto auf 76,8 % (Vorjahr 77,6 %).

Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb sind gegenüber dem Vorjahr (366,0 Mio. €) um 7,1 % auf 392,0 Mio. € gestiegen. Der Anstieg ist vor allem auf höhere Abschlusskosten zurückzuführen.

Die Aufwendungen für Versicherungsfälle f. e. R. erhöhten sich mit 5,1 % im Vergleich zur Bruttobetrachtung deutlich stärker. Ihr Anteil an den verdienten Nettobeiträgen stieg damit auf 80,7 % (Vorjahr 79,5 %). Das Verhältnis der Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb f. e. R. zu den verdienten Beiträgen verschlechterte sich auf 25,0 % (Vorjahr 24,1 %).

Nach einer hohen Entnahme aus der Schwankungsrückstellung i. H. v. 48,1 Mio. € (Vorjahr 53,8 Mio. €) betrug das versicherungstechnische Ergebnis f. e. R. -34,7 Mio. € (Vorjahr 2,0 Mio. €).

Die Entwicklung in den einzelnen Versicherungszweigen stellt sich wie folgt dar:

Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung
Angaben
in Tsd. €
gebuchte Bruttobeiträge
Versicherungszweige Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
Unfall 139.554 138.230 1,0 %
Haftpflicht 106.224 106.458 -0,2 %
Kraftfahrzeug-Haftpflicht 562.619 544.718 3,3 %
sonstige Kraftfahrt 359.253 336.840 6,7 %
Feuer- und Sach 448.623 399.154 12,4 %
davon:
Feuer 3.604 3.011 19,7 %
Verbundene Hausrat 133.268 126.285 5,5 %
Verbundene Gebäude 280.017 239.963 16,7 %
sonstige Sach 31.735 29.895 6,2 %
Sonstige 17.012 18.403 -7,6 %
insgesamt 1.633.285 1.543.803 5,8 %
Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung
Angaben
in Tsd. €
Veränderung Schwankungsrückstellung Versicherungstechn. Ergebnis f. e. R.
Versicherungszweige Geschäftsjahr Vorjahr Geschäftsjahr Vorjahr
Unfall 276 332 34.772 34.555
Haftpflicht - - 9.393 14.703
Kraftfahrzeug-Haftpflicht 20.536 21.388 -38.113 -43.231
sonstige Kraftfahrt 29.665 36.357 -66.500 -14.590
Feuer- und Sach -4.281 -4.128 25.408 10.583
davon:
Feuer -2.184 -975 -1.701 -1.356
Verbundene Hausrat - - 23.225 23.241
Verbundene Gebäude 806 -2.748 8.216 -4.668
sonstige Sach -2.903 -405 -4.332 -6.634
Sonstige 1.908 -128 322 -67
insgesamt 48.104 53.821 -34.718 1.953

Versicherungstechnische Verluste in der Kraftfahrtversicherung, unter anderem wegen inflationsbedingt steigender Schadenaufwendungen und einer höheren Großschadenbelastung, wurden durch andere Sparten nur zum Teil kompensiert.

Kapitalanlageergebnis

Das Netto-Kapitalanlageergebnis ist gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. Zurückzuführen ist dies auf die starke Aktienmarktentwicklung, die zu deutlich geringeren Abschreibungen und einem deutlichen Anstieg der Zuschreibungen in diesem Segment geführt haben.

Die Bruttoerträge beliefen sich auf 75,7 Mio. € (Vorjahr 68,0 Mio. €). Neben deutlich gestiegenen laufenden Erträgen wurden Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen in Höhe von 4,0 Mio. € (Vorjahr 6,5 Mio. €) und Erträge aus Zuschreibungen in Höhe von 9,0 Mio. € (Vorjahr 1,2 Mio. €) erzielt. Die Aufwendungen für Kapitalanlagen fielen primär wegen des beschriebenen Rückgangs der Abschreibungen mit 12,5 Mio. € deutlich niedriger aus als im Vorjahr (29,0 Mio. €).

Per Saldo ergab sich ein Netto-Kapitalanlageergebnis in Höhe von 63,2 Mio. € nach 39,1 Mio. € im Vorjahr. Das Kapitalanlageergebnis stieg somit erwartungsgemäß deutlich aufgrund der beschriebenen Effekte gegenüber dem Vorjahreswert.

Sonstiges Ergebnis

Das sonstige Ergebnis inklusive des technischen Zinsertrags verbesserte sich auf -4,4 Mio. € (Vorjahr -7,1 Mio. €).

Steuern

Aufgrund des im Jahr 2002 geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der DEVK Rückversicherungs- und Beteiligungs-AG - DEVK RE wurde eine körperschaft- und gewerbesteuerliche Organschaft hergestellt. Die Aufwendungen für Körperschaft- und Gewerbesteuer werden daher von der DEVK Rückversicherungs- und Beteiligungs-AG - DEVK RE übernommen.

Der bei unserem Unternehmen 2023 angefallene Steueraufwand betrug deshalb nur 0,9 Mio. € (Vorjahr 0,6 Mio. €).

Geschäftsergebnis und Gewinnverwendung

Das Ergebnis vor Gewinnabführung belief sich auf 23,2 Mio. € (Vorjahr 33,3 Mio. €). Dieser Betrag wurde aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags an die DEVK Rückversicherungs- und Beteiligungs-AG - DEVK RE abgeführt.

Umsatzrendite

Als wesentliche Kennziffer zur Steuerung des Unternehmens wird die "bereinigte Umsatzrendite" des selbst abgeschlossenen Geschäfts verwendet. Diese ist definiert als Jahresüberschuss vor Steuern und Gewinnabführung, bereinigt um die Aufwendungen für Beitragsrückerstattung und den Rückversicherungssaldo sowie die Veränderung der Schwankungsrückstellung, im Verhältnis zu den gebuchten Bruttobeiträgen. Das in Rückdeckung übernommene Geschäft bleibt hierbei unberücksichtigt.

Die Umsatzrendite verbesserte sich auf 1,8 % (Vorjahr 0,2 %). Die Vorjahresprognose von rund 3 % wurde damit verfehlt. In der Versicherungstechnik wurden die prognostizierten Werte nicht erreicht.

Finanzlage des Unternehmens

Cashflow

Die zur Bestreitung der laufenden Zahlungsverpflichtungen erforderliche Liquidität ist durch eine laufende Liquiditätsplanung, die die voraussichtliche Liquiditätsentwicklung der folgenden zwölf Monate berücksichtigt, gewährleistet. Der Gesellschaft fließen durch Beitragseinnahmen, Kapitalanlageerträge und den Rückfluss von Kapitalanlagen laufend liquide Mittel zu. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit, das heißt der Mittelbedarf für das Nettoinvestitionsvolumen, betrug im Geschäftsjahr 51,4 Mio. €. Die hierfür erforderlichen Mittel wurden ausschließlich durch die laufende Geschäftstätigkeit erwirtschaftet.

Ratings 1

Die international renommierten Ratingagenturen S&P Global Ratings und Fitch beurteilen jährlich die finanzielle Leistungsfähigkeit und Sicherheit der DEVK.

S&P Global Ratings hat zuletzt im Juni 2023 das Rating erneuert. Der DEVK Sach- und HUK-Versicherungsverein a.G., die DEVK Allgemeine Versicherungs-AG, die DEVK Allgemeine Lebensversicherungs-AG sowie die DEVK Rückversicherungs- und Beteiligungs-AG - DEVK RE erhielten, wie in den Jahren 2008 bis 2022, ein "A+" (sehr gut). Die künftige Entwicklung schätzt S&P Global Ratings als "stabil" ein. Im Ergebnis wird damit die sehr gute finanzielle Ausstattung der DEVK-Unternehmen bestätigt.

Zu der gleichen Einschätzung ist die Rating-Agentur Fitch gekommen, die im Juli 2023 die Finanzstärke der Kerngesellschaften der DEVK unverändert mit "A+" einstufte. Beurteilt wurden neben unserem Unternehmen der DEVK Sach- und HUK-Versicherungsverein a.G., die DEVK Rückversicherungs- und Beteiligungs-AG - DEVK RE, die DEVK Rechtsschutz-Versicherungs-AG, die DEVK Krankenversicherungs-AG sowie die beiden Lebensversicherer DEVK Lebensversicherungsverein a.G. und DEVK Allgemeine Lebensversicherungs-AG. Der Ausblick für alle Unternehmen ist weiterhin "stabil".

Vermögenslage des Unternehmens

Geschäftsjahr
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
Veränderung
Tsd. €
Kapitalanlagen 2.485.398 2.354.709 130.689
Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft 17.415 6.477 10.938
Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 36.053 27.533 8.520
Sonstige Forderungen 1.645 3.902 -2.258
Zahlungsmittel 32 80 -47
Übrige Aktiva 44.956 40.869 4.087
Gesamtvermögen 2.585.498 2.433.569 151.929
Eigenkapital 417.171 342.171 75.000
Versicherungstechnische Rückstellungen 1.962.332 1.878.437 83.895
Andere Rückstellungen 12.544 12.197 347
Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 51.988 52.411 -422
Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft 58.703 68.331 -9.628
Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft 1.667 2.691 -1.024
Sonstige Verbindlichkeiten 80.596 76.793 3.803
Rechnungsabgrenzungsposten 497 539 -42
Gesamtkapital 2.585.498 2.433.569 151.929

Insgesamt ergaben sich in der Zusammensetzung des Kapitalanlagebestands 2023 zu Buchwerten keine wesentlichen materiellen Veränderungen. Der Anteil der Realwerte ist strategiegemäß insbesondere im Aktienbereich angewachsen.

Die stärkere Ausrichtung der Kapitalanlagestrategie in Richtung der Realwerte spiegelt sich somit in der Veränderung des Kapitalanlagebestands wider. Die Anpassung der Asset Allokation stellt dabei einen mittelfristigen Prozess dar. Temporär kann die taktische Steuerung der Kapitalanlagen zu einer Anpassung der Asset Allokation führen, um z. B. Risikopositionen kurzfristig zu reduzieren.

Das Eigenkapital der DEVK Allgemeine Versicherungs-AG wurde durch die DEVK Rückversicherungs- und Beteiligungs-AG - DEVK RE in Form einer "anderen Zuzahlung" nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB erhöht.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen die von der DEVK Allgemeine Versicherungs-AG vorzunehmende Gewinnabführung (23,2 Mio. €, Vorjahr 33,3 Mio. €) und Verbindlichkeiten aus der Liquiditätsverrechnung innerhalb der DEVK-Gruppe in Höhe von 52,3 Mio. € (Vorjahr 41,7 Mio. €).

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Kundenzufriedenheit

Die Kundenzufriedenheit ist für die DEVK das oberste strategische Ziel. Deshalb analysiert die DEVK jährlich die Zufriedenheit ihrer Kundinnen und Kunden.

Hierfür wird eine Versicherungsmarktstudie zugrunde gelegt, die die Kundenzufriedenheit von 21 Top-Serviceversicherern in Deutschland anhand einer Punkteskala abbildet. Entwicklungen im Zeitablauf und im Mitbewerbervergleich werden hierdurch anschaulich messbar. Im Hinblick auf die Gesamtzufriedenheit belegt die DEVK aktuell Platz 8. Als Ziel für die Kundenzufriedenheit hat sich die DEVK für die kommenden Jahre die Erreichung des ersten Platzes gesetzt.

Kundenzufriedenheitsindex Geschäftsjahr Punkte Vorjahr Punkte
Ist 772 769
Ziel 774 766

Für 2024 wurden 777 Punkte als Zielwert festgelegt.

Mitarbeitendenzufriedenheit

Der DEVK ist die Meinung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wichtig. Die Zufriedenheit und das Engagement der Mitarbeitenden in ihrem Arbeitskontext sowie mit ihren Führungskräften, Kolleginnen und Kollegen, Aufgaben sowie der Unternehmenskultur ist das Herzstück der Arbeitgeberattraktivität.

Im Herbst 2023 wurde eine große unternehmensweite Mitarbeitenden- und Auszubildendenbefragung durchgeführt. Alle Mitarbeitenden des Innendienstes und des angestellten Außendienstes waren eingeladen, Feedback zu zentralen Themenfeldern abzugeben. Hierbei wurden einige Neuerungen bei der Befragung umgesetzt. Unter anderem wurden erstmalig Mitarbeitende in agilen Strukturen gesondert angesprochen.

Mitarbeitendenzufriedenheitsindex Geschäftsjahr Punkte Vorjahr Punkte
Ist 708 753
Ziel 763 791

Für 2024 wurden 733 Punkte als Zielwert festgelegt.

Gesamtaussage zum Wirtschaftsbericht

Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens im Geschäftsjahr 2023 insgesamt zufriedenstellend entwickelt.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Für 2024 rechnen wir mit einem Beitragszuwachs von rund 6 %. Die versicherungstechnischen Nettoaufwendungen werden nach derzeitiger Einschätzung weniger stark steigen als die versicherungstechnischen Nettoerträge. Vor Veränderung der Schwankungsrückstellung erwarten wir deshalb ein stark verbessertes aber nach wie vor deutlich negatives versicherungstechnisches Ergebnis. Nach einer deutlich sinkenden Entnahme aus der Schwankungsrückstellung gehen wir von einem versicherungstechnischen Ergebnis in etwa auf Vorjahresniveau aus.

Die Entwicklung der (Kern-)Inflation wird in den kommenden Jahren einer der Hauptfaktoren für die gesamtwirtschaftliche Lage bleiben. Niedrigere Leitzinsen infolge gesunkener Inflationsraten könnten Investitionsanreize für Unternehmen setzen und das Wachstum fördern. Zweitrundeneffekte aus hohen Preissteigerungsraten (z. B. hohe Lohnanstiege) wirken lange in einer Ökonomie nach. Wir erwarten, dass die amerikanische Notenbank frühestens Ende des zweiten Quartals erste Zinssenkungsschritte vornehmen wird, wohingegen die EZB unseres Erachtens erst im späteren Jahresverlauf nachziehen wird. Daneben könnte sich ein Anstieg privater Konsumausgaben infolge steigender Reallöhne positiv auf den Handels- und Dienstleistungssektor auswirken. Negative Effekte auf die wirtschaftliche Entwicklung hingegen könnte eine weiterhin schleppende Erholung der Wirtschaft Chinas mit sich bringen, was insbesondere die deutsche Exportwirtschaft treffen würde. Zudem gehen wir davon aus, dass die bisher eingeleiteten wirtschaftspolitischen Maßnahmen in Deutschland nicht ausreichen werden, um eine nachhaltige Erholung der energieintensiven Industriezweige zu erzielen. Wichtige wirtschaftliche Frühindikatoren wie Einkaufsmanagerindizes sind im Jahresverlauf 2023 kontinuierlich gesunken. Zum Jahresende 2023 hin zeigten sich jedoch Erholungstendenzen. Auch vom ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland kamen zuletzt positive Signale. Die Erzeugerpreise hingegen stagnierten zum Jahresende, was jedoch im Wesentlichen auf Basiseffekte aufgrund des inflationsbedingt sehr hohen Preisniveaus 2022 zurückzuführen war.

Zunehmende militärische Konflikte verstärken unserer Einschätzung nach bereits bestehende deglobalisierende Tendenzen, was wiederum inflationär wirkt. Darüber hinaus könnte insbesondere eine Eskalation im Nahen Osten und der Eintritt weiterer Staaten in die militärische Auseinandersetzung massive Auswirkungen auf die Kapitalmärkte haben. In einem solchen Szenario erwarten wir zudem einen deutlichen Anstieg der Energiepreise, was wiederum die Inflation anheizen würde. Grundsätzlich erwarten wir für den Aktienmarkt 2024 ein volatiles Umfeld. Während die Berichtssaison im Herbst 2023 tendenziell positiv ausfiel, sind die Bewertungen an den globalen Märkten differenziert zu betrachten. So weisen deutsche und europäische Aktien tendenziell günstigere Unternehmensbewertungen auf, während amerikanische Unternehmensbewertungen im Schnitt auf einem höheren Niveau liegen.

Die globale Konjunktur steuert nach Prognosen des Internationalen Währungsfonds auf ein im historischen Kontext schwaches Wirtschaftswachstum von 3,1 % für 2024 zu und bewegt sich damit auf dem Niveau von 2023 mit 3,0 %. In China befindet sich der Immobilienmarkt, der einen großen Anteil am BIP hat, weiter in der Krise. Für 2023 erwartet der IWF für China ein Wachstum von 5,2 % und rechnet für 2024 mit 4,6 %. Gerade für exportgetriebene Länder wie Deutschland würde eine solche Entwicklung einen Wachstumsdämpfer darstellen.

Insgesamt erwarten wir aufgrund der beschriebenen Unsicherheiten einen anhaltend volatilen Kapitalmarkt im Jahr 2024. Im Rahmen der gesunkenen Inflation und einem zumindest vorläufigen Ende der Zinserhöhungspolitik sehen wir mittelfristig sinkende Renditen im kurz- und mittelfristigen Laufzeitenbereich. Dies führt zu einer Normalisierung der Zinsstrukturkurve, so dass die kurzfristigen Renditen wieder tiefer liegen als die langfristigen. Sollte das Renditeniveau bei längeren Laufzeiten - wie von uns erwartet - nicht so stark sinken, wäre dies für Langfristanleger wie Lebensversicherungen zur Abbildung versicherungstechnischer Verpflichtungen in der Kapitalanlage von Vorteil.

Für die DEVK Allgemeine Versicherungs-AG erwarten wir im Bereich der Kapitalanlagen im Jahr 2024 bei einem leichten Anstieg des Kapitalanlagebestands ein absolutes Ergebnis deutlich unterhalb des Vorjahresniveaus. Dies begründet sich einerseits durch die Erwartung sinkender Erträge aus Aktien aufgrund bestehender Unsicherheiten am Kapitalmarkt, andererseits erwarten wir Nachlaufeffekte im Immobilienbereich, was sich in einer negativen Wertentwicklung ausdrückt. Beides kann von zunehmenden Investitionsanreizen infolge sinkender Inflationsraten und der damit verbundenen erwarteten Zinssenkungen der Zentralbanken nicht überkompensiert werden. Die erwartete Normalisierung der Zinsstrukturkurve und die damit verbundene höhere Verzinsung in der Neu- und Wiederanlage am mittleren und hinteren Ende der Kurve wird unserer Einschätzung nach, noch keine positive Auswirkung auf die absolute laufende Verzinsung in Prozent der Kapitalanlagen zur Folge haben, was sich in einem moderaten Rückgang der Kennzahl niederschlägt. Insgesamt erwartet die Gesellschaft einen deutlichen Rückgang der Nettoverzinsung. Die prognostizierte Entwicklung kann bei einem Wiederanstieg der Inflation, einer tieferen und länger anhaltenden Rezession oder der zunehmenden Eskalation globaler militärischer Konflikte negativ abweichen. Frühere Zinssenkungen der Zentralbanken hingegen könnten das Ergebnis, insbesondere an den Aktienmärkten, positiv beeinflussen.

Insgesamt rechnen wir für 2024 mit einem Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in einer Größenordnung von 5 Mio. € bis 15 Mio. €.

Für die "bereinigte Umsatzrendite" des selbst abgeschlossenen Geschäfts ergibt sich auf dieser Basis ein Wert in der Größenordnung von rund 3 %.

Im Geschäftsjahr 2024 strebt die DEVK eine weitere Verbesserung der Kundenzufriedenheit an. Der zur Messung verwendete Index soll von 772 Punkten (Istwert 2023) auf 777 Punkte gesteigert werden.

Bezüglich der Mitarbeitendenzufriedenheit hat sich die DEVK einen Indexwert von 733 Punkten als Ziel gesetzt. Das Ziel für 2024 liegt damit 25 Punkte über dem Istwert 2023.

Chancenbericht

Wachstumschancen ergeben sich, wenn die Kundenforderungen nach Qualität, Service und Transparenz zu attraktiven Preisen in besonderem Maße erfüllt werden.

Wir sind für unsere Kunden flächendeckend über unser Vertriebsnetz, unsere Regionaldirektionen und unsere Zentrale telefonisch sowie persönlich erreichbar. Dabei erfolgt die Kommunikation über alle Medien. Es zeigt sich, dass dabei insbesondere dem Internet eine immer größere Bedeutung zukommt. Durch eine ständige Überarbeitung dieses Angebots sind wir hier gut positioniert.

Die dreiteilige Produktlinie (Aktiv-, Komfort- und Premium-Schutz) zeigt weiterhin eine sehr positive Resonanz. Hierbei ist besonders der beständig steigende hohe Anteil an Premium-Schutz im Bestand hervorzuheben.

Durch unsere stetigen Prozessoptimierungen sorgen wir dafür, dass unser Geschäft effektiv und effizient verarbeitet wird. Unterstützend wirkt hierbei die Einführung eines neuen einheitlichen Bestandsführungssystems für den Innendienst. Die Sparte Hausrat wurde 2019 umgesetzt, die Sparten Haftpflicht, Unfall, Glas, Reise und Cyber wurden 2021 erfolgreich in das neue Bestandsführungssystem migriert. 2022 wurde die Einführung mit der Sparte Moped fortgesetzt. Zuletzt wurde dann in 2023 die Migration der Kfz-Sparte erfolgreich durchgeführt.

Im Zusammenspiel von konkurrenzfähigen Produkten, einem guten Service sowie unserem leistungsstarken Vertrieb sehen wir uns daher sehr gut aufgestellt.

In der Kapitalanlage sehen wir im Jahr 2024 neben den Risiken und trotz des volatilen Marktumfeldes auch attraktive Investitionsmöglichkeiten. In der Regel steigen in einem Rezessionsumfeld die Risikoaufschläge auf Anleihen im Gesamtmarkt an, sodass auch Unternehmen mit guter Bonität höhere Renditen zahlen müssen. Hier bietet sich die Möglichkeit unter Chance-Risiko Gesichtspunkten Anleihen mit attraktiven Renditen zu erwerben. Eine zunehmende Normalisierung der risikolosen Zinsstrukturkurve würde zudem positiv auf Kapitalanlagen wirken, die, wie beispielsweise Immobilieninvestitionen (teilweise variabel) fremdfinanziert sind. Der Aktienmarkt wird sich infolge der erwarteten expansiveren Zentralbankpolitik vermutlich spätestens im zweiten Halbjahr positiv entwickeln, da wir davon ausgehen, dass die avisierten Zinssenkungen vorhandene Konjunktursorgen reduzieren.

Die Preise am Immobilienmarkt dürften sich nach zunächst erwarteten Wertkorrekturen bei einem im Jahresverlauf sinkenden Zinsniveau stabilisieren. Zudem sinkt das Risiko von Leerständen und die Ausfallwahrscheinlichkeit von Mieterträgen bei rückläufigen Zinsen bzw. verbesserten Konjunkturaussichten. Gegebenenfalls bietet sich die Opportunität, derzeit niedrig bewertete Immobilien in sehr guten Lagen mit langfristigen bonitätsstarken Mietern günstiger zu erwerben und hiermit die Chance, langfristig höhere Renditen zu realisieren.

Risikobericht

Gemäß § 289 Abs. 1 HGB und den Anforderungen des § 26 VAG in Verbindung mit den Mindestanforderungen an die Geschäftsorganisation von Versicherungsunternehmen (MaGo) wird an dieser Stelle über die Risiken der künftigen Entwicklung berichtet.

Risikomanagementsystem

Der Vorstand eines Versicherungsunternehmens ist nach § 26 Abs. 1 VAG für die Einrichtung eines angemessenen Risikomanagements verantwortlich. Die Grundlagen des Risikomanagements sowie die Aufgaben und Verantwortlichkeiten sind innerhalb der DEVK in der Risikostrategie sowie den Solvency II-Leitlinien zum Risikomanagement geregelt.

Die Risikomanagementfunktion und das zugehörige Risikomanagementsystem wurden gemäß den Solvency II-Anforderungen ausgerichtet. Die Risikomanagementfunktion wurde als Schlüsselfunktion in einer zentralen Einheit etabliert. Unterstützt wird die Risikomanagementfunktion durch dezentrale Risikomanagementeinheiten, wie z. B. Rückversicherung und Kapitalanlagen. Hierzu findet ein regelmäßiger Austausch, nicht zuletzt durch die dezentrale Risikorunde bzw. das Risikokomitee, statt. Das Risikomanagementsystem verfügt somit sowohl über eine zentral organisierte Einheit, deren Aufgabe es ist, das Risikomanagement übergreifend über alle Risikokategorien sicherzustellen, als auch über dezentrale Risikomanagementeinheiten, die mit ihrem Spezialwissen die Risikosituation vor Ort betrachten. Die operative Risikoverantwortung der Fachbereiche sowie die Verantwortung des Vorstands bleiben hiervon unberührt. Die Risikomanagementfunktion verantwortet die Methoden und Verfahren des Risikomanagements und ist für die konzeptionelle Entwicklung und Pflege des unternehmensweiten Risikomanagementsystems zuständig. Sie übernimmt die Koordinationsfunktion und unterstützt die Risikoverantwortlichen in den Fachbereichen.

Kernelemente zur Steuerung der Risiken der DEVK sind das Risikotragfähigkeitskonzept und das Limitsystem. Das Risikotragfähigkeitskonzept stellt eine ausreichende Hinterlegung von Eigenmitteln für alle wesentlichen Risiken sicher. Es dient dazu, den Risikoappetit des Unternehmens abzubilden und zu operationalisieren. Dafür werden für die wesentlichen Risiken ("Marktrisiko", "versicherungstechnisches Risiko" und "Ausfallrisiko") Grenzwerte bestimmt, um die Zielbedeckungsquote der Unternehmen für ein vordefiniertes Sicherheitsniveau sicherzustellen. Dadurch werden den genannten Risiken jährlich neue Maximalgrenzen für das jeweilige Risikokapital zugeordnet.

Zur Operationalisierung der Risikosteuerung wird innerhalb der DEVK ein Limitsystem als Überwachungssystem zur frühzeitigen Risikoidentifikation und -bewertung eingesetzt. Die Limitauslastung wird in Form von Risikokennzahlen dargestellt.

Zusätzlich wird halbjährlich eine umfassende Risikoinventur durchgeführt. Die Risiken werden strukturiert mit Hilfe einer Softwarelösung erhoben und nach Risikokategorien unterteilt. Die Risiken werden soweit möglich quantifiziert. Die zur Risikosteuerung notwendigen Maßnahmen werden erfasst. Zudem werden Risiken ad hoc betrachtet, sofern sie wesentlich sind.

Mit Hilfe von Risikotragfähigkeitskonzept, Limitsystem und Risikoinventur kann unmittelbar und angemessen auf Entwicklungen reagiert werden, die für die DEVK ein Risiko darstellen. Wirksamkeit und Angemessenheit werden durch die Interne Revision überwacht.

Die Risikolage der Einzelunternehmen und des Konzerns wird quartalsweise anhand des Risikoberichts in der dezentralen Risikorunde sowie im Risikokomitee erörtert. Hierbei werden die als wesentlich identifizierten Risiken, die Limitauslastungen und die aktuellen Risikotreiber berücksichtigt. Anschließend wird der Risikobericht den jeweils verantwortlichen Vorständen im Rahmen einer Vorstandsvorlage vorgelegt.

Versicherungstechnische Risiken

In der Schaden-/Unfallversicherung sind als versicherungstechnische Risiken insbesondere das Prämien-/Schadenrisiko und das Reserverisiko zu nennen. Diese werden mittels Standardformel ermittelt.

Das sogenannte Katastrophenrisiko bzw. Kumulrisiko bezeichnet das Risiko, das aus dem Eintritt extrem hoher Schadenereignisse resultiert. Hierbei wird zwischen Naturgefahren (Naturkatastrophen) und von Menschen verursachten Katastrophen (ManMade-Katastrophen) unterschieden.

Zunächst betrachten wir die Entwicklung der bilanziellen Schadenquote f. e. R. in den letzten zehn Jahren.

Bilanzielle Schadenquote f. e. R.
Jahr in % Jahr in %
2014 71,4 2019 73,0
2015 74,8 2020 67,5
2016 72,5 2021 70,9
2017 74,5 2022 79,5
2018 71,5 2023 80,7

Inflationsbedingt ist die bilanzielle Schadenquote f. e. R. 2023 auf den höchsten Wert im betrachteten Zeitraum gestiegen. Insgesamt ist im betrachteten 10-Jahres-Zeitraum aber nur eine geringe Schwankungsbreite festzustellen. Das ist u. a. darauf zurückzuführen, dass wir im Rahmen geeigneter Annahmerichtlinien regelmäßig nur einfaches, standardisiertes Geschäft zeichnen und für Verträge mit einem besonderen Versicherungsumfang unser Risiko durch Mit- bzw. Rückversicherungsverträge begrenzen.

Die Rückdeckung unseres Geschäfts war auf mehrere externe Rückversicherer und unseren konzerneigenen Rückversicherer, die DEVK Rückversicherungs- und Beteiligungs-AG - DEVK RE, verteilt. Bei der Auswahl der externen Rückversicherer wurde deren Rating berücksichtigt.

Unsere Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle bemessen wir durch vorsichtige Bewertung der bereits gemeldeten Schäden, durch zusätzliche Rückstellungen für statistisch zu erwartende, aber am Bilanzstichtag noch unbekannte Schäden und für solche, die nach dem Bilanzstichtag wiedereröffnet werden müssen. Dem Reserverisiko wird damit angemessen Rechnung getragen. Das belegen auch die Abwicklungsergebnisse der letzten zehn Jahre. Wie im Vorjahr haben sich auch 2023 Preissteigerungen belastend ausgewirkt.

Abwicklungsergebnis f. e. R. in % der Eingangsrückstellung
Jahr in % Jahr in %
2014 8,7 2019 8,6
2015 8,0 2020 6,5
2016 9,3 2021 7,3
2017 8,5 2022 6,3
2018 8,8 2023 4,5

Als weiteres Sicherheitspolster sind unsere Schwankungsrückstellungen zu nennen, die zu einer Glättung der versicherungstechnischen Ergebnisse beitragen. Zum 31. Dezember 2023 betrug ihr Volumen 67,6 Mio. € (Vorjahr 115,7 Mio. €).

Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft

Die Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft ergeben sich in der Erstversicherung aus Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern und Rückversicherern.

Unsere fälligen Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft betrugen im Beobachtungszeitraum der letzten drei Jahre durchschnittlich 36,78 Mio. €. Von diesen Forderungen sind im Mittel 6,0 % ausgefallen. Bezogen auf die durchschnittlich gebuchten Bruttobeiträge (1.499,4 Mio. €) belief sich die Ausfallquote der letzten drei Jahre auf 0,15 %. Das Ausfallrisiko ist daher für unser Unternehmen von untergeordneter Bedeutung.

Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft mit einer Laufzeit von mehr als 90 Tagen in Höhe von 5,0 Mio. €.

Die zum Jahresende bestehenden Abrechnungsforderungen gegenüber Rückversicherern beliefen sich auf 36,1 Mio. €. Darin enthalten sind Forderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Geschäft in Höhe von 8,8 Mio. €. Eine Übersicht über die Abrechnungsforderungen sowie das Rating unserer Rückversicherungspartner gibt die folgende Tabelle:

Ratingklasse Abrechnungsforderungen
in Mio. €
A++ 0,06
A+ 21,58
A 1,13
A- 4,21
AA- 0,27
ohne 8,80

Kapitalanlagerisiken

Die Risiken aus Kapitalanlagen umfassen:

das Risiko ungünstiger Marktpreisentwicklungen, insbesondere Zins-, Aktien-, Immobilien- oder Wechselkursrisiken,

das Risiko von Adressenausfällen (Bonitätsrisiko),

das Risiko stark korrelierender Risiken, die das Ausfallrisiko erhöhen (Konzentrationsrisiko),

das Liquiditätsrisiko, also das Risiko, Zahlungsverpflichtungen nicht jederzeit nachkommen zu können.

Seit 1. Januar 2017 gibt der interne Anlagekatalog die maßgeblichen Rahmenbedingungen für unsere Anlagepolitik vor. Die Strategische Asset Allokation konkretisiert die Anlagepolitik der DEVK. Seit 2020 beinhaltet die Strategische Asset Allokation eine eigene Assetklasse für Alternative Investments (Infrastruktur und Sonstiges). Durch den geplanten weiteren Ausbau von nicht-zinsabhängigen Kapitalanlagen infolge der Anpassung der Strategischen Asset Allokation steigen mittelfristig die potenziellen Wertschwankungen und sinkt teilweise die kurzfristige Handelbarkeit der Kapitalanlagen. Der geplante Ausbau von Realwerten im Portfolio erhöht mittelfristig somit das Risikoniveau der Kapitalanlagen.

Kurs- und Zinsrisiken wird weiterhin durch eine ausgewogene Mischung der Anlagearten begegnet. Darüber hinaus beschränken wir das Bonitätsrisiko bzw. das Konzentrationsrisiko durch sehr strenge Rating-Anforderungen und ständige Überprüfung der von uns gewählten Emittenten, so dass keine existenzgefährdenden Abhängigkeiten von einzelnen Schuldnern bestehen. Durch einen fortlaufenden ALM-Prozess (Asset-Liability-Management) wird die jederzeitige Erfüllung der bestehenden und zukünftigen Verpflichtungen sichergestellt.

Dem Liquiditätsrisiko wird durch die regelmäßige Ermittlung der Auslastung der Liquiditätsklassen im Rahmen des Risikomanagementprozesses begegnet. Diese Kennzahl fließt ins Limitsystem ein. Zusätzlich werden Liquiditätsstresse auf die Liquiditätsplanung des Unternehmens gerechnet, um adversen Ereignissen am Kapitalmarkt oder der Passivseite Rechnung zu tragen. Zudem werden anlassbezogene Sensitivitätsberechnungen durchgeführt.

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 haben wir einen eigenen Kapitalanlagestresstest durchgeführt. Dieser überprüft, ob das Versicherungsunternehmen trotz einer eintretenden, anhaltenden Krisensituation auf den Kapitalmärkten in der Lage ist, die gegenüber den Kunden eingegangenen Verpflichtungen zu erfüllen. Der Kapitalanlagestresstest simuliert eine kurzfristige, adverse Kapitalmarktveränderung und betrachtet die bilanziellen Auswirkungen für das Versicherungsunternehmen. Zielhorizont ist der nächste Bilanzstichtag. Es wird insbesondere eine negative Entwicklung auf dem Aktienmarkt bei gleichbleibendem Rentenmarkt, ein gleichzeitiger "Crash" auf dem Aktien- und Rentenmarkt sowie auf dem Aktien- und Immobilienmarkt unterstellt.

Liquiditätsrisiken werden anhand einer detaillierten mehrjährigen Kapitalanlageplanung gesteuert. Sollte sich zukünftig eine Liquiditätsunterdeckung ergeben, kann frühzeitig gegengesteuert werden. Zur besseren Einschätzung der Liquiditätsrisiken werden auch Liquiditätsstressszenarien abgeleitet aus den Solvency II-Stressen durchgeführt und bewertet. Darüber hinaus werden die Kapitalanlagen in verschiedene Liquiditätsklassen eingeteilt. Vorgegebene Grenzwerte in Relation zum Kapitalanlagebestand dürfen dabei nicht unterschritten werden. Die Einhaltung der Grenzen wird regelmäßig überprüft.

Zur Absicherung von Kapitalanlagerisiken bestehen Ende 2023 die folgenden Maßnahmen:

Flexible Steuerung der Investitionsquote in den Spezialfonds insbesondere im Aktienbereich z. B. über Indexfutures sowie teilweise die Implementierung von Wertuntergrenzen

Währungskongruente Refinanzierungen im Bereich der indirekten Immobilieninvestments

Anpassung von Aktienrisiken über Optionsgeschäfte.

Zinsblock

Per 31. Dezember 2023 beträgt der Zinsblock der Gesellschaft 1,725 Mrd. €. Dieser weist zum Stichtag eine negative Bewertungsreserve in Höhe von 137,1 Mio. € auf (im Vorjahr minus 206,6 Mio. €). Davon sind insgesamt 737,7 Mio. € als Inhaberpapiere (inkl. der reinen Rentenfonds) bei Zinsanstiegen abschreibungsgefährdet. Von diesen Inhaberpapieren haben wir gemäß § 341b HGB ein Volumen von 735,3 Mio. € dem Anlagevermögen gewidmet, da die Absicht besteht, diese Papiere bis zur Endfälligkeit zu halten und etwaige Kursschwankungen als vorübergehend eingeschätzt werden. Sollte sich insbesondere die zweite Einschätzung als nicht zutreffend erweisen, werden die notwendigen Abschreibungen zeitnah vorgenommen. Diese Kapitalanlagen weisen eine negative Bewertungsreserve in Höhe von 37,3 Mio. € aus. Darin enthalten sind stille Lasten in Höhe von 42,5 Mio. € (Vorjahr 71,9 Mio. €) sowie stille Reserven in Höhe von 5,2 Mio. € (Vorjahr 1,3 Mio. €). Da die Entwicklung der stillen Lasten primär auf die Marktzinsbewegung zurückzuführen ist und keine Anhaltspunkte für eine Bonitätsverschlechterung vorliegen, besteht aufgrund der Halteabsicht bis zur Endfälligkeit keine dauerhafte Wertminderung. Die Auswirkung einer Renditeverschiebung um +/- 1 %-Punkt bedeutet eine Wertveränderung von -89,4 Mio. € bzw. 92,0 Mio. €.

Die Angabe der Auswirkung eines Zinsanstiegs um einen Prozentpunkt gibt nur ansatzweise einen Hinweis auf den Einfluss auf unsere Ertragssituation. Grund dafür ist, dass sich innerhalb eines Jahres durch Restlaufzeitverkürzung der einzelnen Wertpapiere Marktwertveränderungen und Veränderungen der Zinssensitivität ergeben. Weiterhin ist der überwiegende Teil unserer Zinsanlagen in - dem Anlagevermögen gewidmeten - Inhaberschuldverschreibungen oder zum Nennwert bilanzierten Anleihen investiert. Hier führt ein Anstieg des Marktzinses aufgrund der Bilanzierungsvorschriften nicht zu Abschreibungen. Weisen die Wertpapiere noch stille Reserven aus, würden diese zunächst abgebaut. Ausnahme hiervon sind Wertverluste aufgrund von Bonitätsverschlechterungen, die sich bei den jeweiligen Emittenten ergeben könnten. Diese würden sich unter anderem in einer kurzfristigen Ausweitung der Risikozuschläge verdeutlichen. Sie bewegten sich im Jahr 2023 jedoch weitestgehend seitlich. Ansteigende Risikozuschläge infolge von Bonitätsverschlechterungen in einer wirtschaftlichen Abschwächung, Erwartung einer länger anhaltenden Rezession und einer wieder ansteigenden Inflation oder einer Aktienmarktkorrektur halten wir in 2024 für möglich.

Neben den Immobilienfinanzierungen in Höhe von 12,8 % im Verhältnis zu den gesamten Kapitalanlagen, erfolgen unsere Zinsanlagen überwiegend in Pfandbriefen und Bankschuldverschreibungen. Darüber hinaus wurde auch in Unternehmensanleihen investiert. Der Schwerpunkt der Rentenneuanlage lag im Jahr 2023 in nationalen und internationalen Inhaberschuldverschreibungen von Banken sowie staatsnahmen Emittenten. Bei den Rentenanlagen insgesamt handelt es sich um Inhaberpapiere, die größtenteils dem Anlagevermögen gewidmet sind, sowie Namenspapiere.

In einem niedrigen Umfang werden Anleihen von den europäischen Peripherieländern Italien, Spanien und Irland gehalten. Anleihen von Emittenten aus Russland und der Ukraine sind weder im Direktbestand noch in durchgeschauten Spezialfonds vorhanden. Hinsichtlich der Emittentenrisiken ist die Gesellschaft zu 6,0 % in Staatspapieren, 19,3 % in Unternehmensanleihen und 32,6 % in Wertpapieren und Anlagen von Kreditinstituten und anderen Finanzdienstleistern im Verhältnis zu den gesamten Kapitalanlagen investiert. Investitionen bei Kreditinstituten unterliegen größtenteils den verschiedenen gesetzlichen und privaten Einlagensicherungssystemen oder es handelt sich um Zinspapiere mit besonderen Deckungsmitteln kraft Gesetzes.

Unsere Zinsanlagen weisen folgende Ratingverteilung auf:

Ratingverteilung Geschäftsjahr Vorjahr
AA- und besser 50,3 % 48,3 %
A- bis A+ 32,5 % 33,3 %
BBB- bis BBB+ 14,5 % 15,9 %
BB+ und schlechter 2,7 % 2,5 %

Die Ratingverteilung der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr von "A- bis A+" und "BBB- bis BBB+" in Richtung der anderen Ratingklassen, insbesondere "AA- und besser", verschoben. Insgesamt hat sich dadurch die Risikolage leicht verbessert. Wir werden bei Neu- und Wiederanlagen weiterhin nahezu ausschließlich in Zinspapiere hoher Bonität investieren.

Aktienanlagen/Beteiligungen

Unsere Aktienanlagen sind schwerpunktmäßig am DAX und EuroStoxx50 ausgerichtet, so dass die Veränderung dieser Indizes auch die Wertänderung unseres Portfolios relativ exakt abbildet. Bei einer Marktveränderung von 20 % verändert sich der Wert unseres Aktienportfolios um etwa 39,3 Mio. €. Der deutsche Aktienindex hat sich inklusive Dividenden im Jahr 2023 positiv entwickelt, der europäische Aktienindex hat eine nur unwesentlich schlechtere Performance gezeigt. Die Schwankungen innerhalb des Jahres waren z. T. hoch. Mittelfristig erwarten wir eine positive Entwicklung, allerdings unter zum Teil hohen Volatilitäten.

Dem Anlagevermögen gewidmete Aktien bzw. Aktienfonds im Wert von 115,9 Mio. € weisen eine positive Bewertungsreserve in Höhe von 3,0 Mio. € aus. Darin sind keine stillen Lasten enthalten.

Vor dem Hintergrund unserer Markteinschätzung haben wir die effektive Aktienquote im Spezialfonds im Jahr 2023 aktiv mitunter deutlich angehoben mit abfallender Tendenz im Herbst 2023. Insgesamt liegt die effektive Aktienquote zum Jahresende in deutlich über dem Niveau des Werts vom Jahresanfang. Sollten sich zukünftig infolge z. B. der Eskalation militärischer Auseinandersetzungen oder einer tieferen Rezession wirtschaftliche Probleme ergeben, kann die Aktienquote aktiv angepasst werden.

Immobilien

Am Bilanzstichtag waren 328,9 Mio. € in Liegenschaften investiert. Davon sind 288,4 Mio. € in indirekten Mandaten investiert, unter anderem über Spezialfonds in Büro- und anderen gewerblichen Immobilien. Auf den Direktbestand in Höhe von 40,5 Mio. € erfolgen pro Jahr planmäßige Abschreibungen in einem Volumen von 0,8 Mio. €. Immobilienvermögen im Wert von 65,8 Mio. € sind dem Anlagevermögen gewidmet. Die Bewertungsreserven im Anlagevermögen liegen bei 10,0 Mio. €, stille Lasten liegen keine vor. Abgesehen vom Inflationsrisiko, das über eine Indexierung der Mietverträge begrenzt wird, liegen im direkten Immobilienbestand keine besonderen Risiken vor. Auf Immobilienfondsebene sehen wir keine außergewöhnlichen Risiken; hier kommt neben dem allgemeinen Immobilienrisiko noch teilweise ein Währungsrisiko hinzu, welches - soweit möglich - über währungskongruente Finanzierung und Währungs-Forwards abgesichert wird. Auswirkungen aus einem möglichen Abschwung am Immobilienmarkt werden durch vorhandene stille Reserven, Diversifizierung und möglichst langfristige, indexierte Mietverträge begrenzt.

Alternative Investments

Im Rahmen der Ende 2019 angepassten und 2023 überarbeiteten Strategischen Asset Allokation wurde beschlossen, diese Assetklasse weiter auszubauen. Der Bestand an Alternativen Investments (ohne Private Equity) verteilt sich auf Investitionen in Infrastruktur und Sonstiges. Das Volumen liegt zum 31. Dezember 2023 bei 123,9 Mio. € (Vorjahr 115,1 Mio. €). Dies entspricht 5,0 % (Vorjahr 4,9 %) der gesamten Kapitalanlagen zu Buchwerten. Der Bestand teilt sich zu 74:26 auf Infrastruktur und Sonstige Alternative Investments auf. Im Geschäftsjahr 2023 sind Abschreibungen in Höhe von 0,5 Mio. € entstanden (Vorjahr keine Abschreibungen), Zuschreibungen betragen 2023 0,3 Mio. € (Vorjahr 1,0 Mio. €). Der ordentliche Ertrag 2023 steigt von 2,7 Mio. € im Vorjahr auf 5,4 Mio. €. Konstruktionsbedingt entsteht bei Alternativen Investments der größte Teil der Kosten zu Beginn der Investitionsphase.

Operationelle Risiken

Operationelle Risiken entstehen aus unzulänglichen oder fehlgeschlagenen betrieblichen Abläufen, Versagen technischer Systeme, menschlichem Fehlverhalten oder externen Ereignissen. Rechtsrisiken sind Bestandteil der operationellen Risiken. Hierunter zählen auch Compliance-Risiken.

Das Management der operationellen Risiken erfolgt durch eine sorgfältige Ausgestaltung des Internen Kontrollsystems. Zur Sicherstellung der Funktionsfähigkeit der betrieblichen Abläufe sind zu den Risiken entsprechende Kontrollen eingerichtet. Deren Funktionsfähigkeit wird laufend überwacht, etwaige Kontrollschwächen werden beurteilt und gegebenenfalls beseitigt. Im Rahmen des Internen Kontrollsystem-Prozesses erfolgt eine Zuweisung klarer Zuständigkeiten für die regelmäßige Ermittlung, Dokumentation und Überwachung relevanter Exponierungen gegenüber dem Risiko.

Operationelle Risiken werden schwerpunktmäßig in der halbjährlichen Risikoinventur und fortlaufend in der Prozessdokumentation erfasst und beschrieben.

Die Unterstützung der Geschäftsprozesse durch den IT-Betrieb bringt eine Vielzahl operationeller Risiken mit sich. Die Sicherheit der Programme und der Datenhaltung sowie des laufenden Betriebs werden durch umfassende Zugangskontrollen und Schutzvorkehrungen sowohl in den internen Rechenzentren als auch in Rechenzentren der Drittanbieter (Cloud) gewährleistet. Die IT-Infrastruktur der DEVK ist redundant ausgelegt. Die beiden Rechenzentren sind über zwei getrennte Glasfaserleitungen miteinander verbunden. Es werden im Rahmen der Cloud-Strategie eine Vielzahl der Systeme in der Cloud betrieben.

Die Informationssicherheits-Strategie der DEVK nennt als Sicherheitsziele die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Daten, Anwendungen und der IT-Infrastruktur. Zentrale Elemente des Informationssicherheits-Managements der DEVK sind das Informationssicherheits-Board und der Informationssicherheits-Beauftragte. Das Informationssicherheits-Board dient der strategischen Steuerung der Informationssicherheit der DEVK-Gruppe und der Vorbereitung sicherheitsrelevanter Entscheidungsvorlagen für den Vorstand. Der Informationssicherheits-Beauftragte steuert den Informationssicherheits-Prozess. Um ein gleichmäßiges und angemessenes Sicherheitsniveau zu erreichen, werden die Sicherheitsmaßnahmen am Schutzbedarf und den Bedrohungen ausgerichtet. Die DEVK strebt im Hinblick auf das Gesetz zur Erhöhung der Sicherheit informationstechnischer Systeme (IT-Sicherheitsgesetz) für den IT-Betrieb die Zertifizierungsreife nach ISO27001 auf Basis des IT-Grundschutzes nach Standard des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik an.

Ein weiterer Baustein der Informationssicherheit ist auch die Sensibilisierung der Mitarbeitenden für die Gefahren aus Social Engineering, Datenschutz und Cyberkriminalität. Hierzu werden über unser Weiterbildungsportal entsprechende Schulungen angeboten bzw. verpflichtend absolviert.

Das Notfallmanagement (Business Continuity Management) ist Bestandteil des Internen Kontrollsystems. Es gewährleistet, dass die DEVK bei Unterbrechungen zeitkritischer Aktivitäten ihren Geschäftsbetrieb auf einem festgelegten Mindestniveau (Notbetrieb) fortsetzen und schnellstmöglich eine Wiederherstellung des Normalbetriebs erreichen kann. Zentraler Bestandteil des Notfallmanagements ist die Identifizierung der zeit- und geschäftskritischen Aktivitäten einschließlich der erforderlichen Ressourcen. Als kritische Aktivitäten werden all jene bezeichnet, durch deren Ausfall eine Bestandsgefährdung der DEVK-Gruppe erfolgen kann. Szenariospezifisch bestehen Notfallpläne, die einen definierten Notbetrieb gewährleisten und eine schnelle Rückkehr zum Normalbetrieb ermöglichen. Notfallübungen dienen der Überprüfung der getroffenen Maßnahmen.

Auf der Grundlage der Anforderungen wurde ein IT-Service Continuity Plan mit folgenden Bestandteilen entwickelt:

IT-Notfallhandbuch,

Wiederanlaufpläne für alle geschäftskritischen Anwendungs-Services und Basisdienste und

übergeordneter Wiederanlauf-Gesamtplan.

Der IT-Service Continuity Plan wird regelmäßig getestet, um sicherzustellen, dass die IT-Systeme effektiv wiederhergestellt werden können.

Das Management von Kopfmonopolen und Schlüsselpositionen ist grundsätzlich Bestandteil der Personalstrategie der DEVK-Gruppe. Im Rahmen der Personalplanung werden Kopfmonopole und Schlüsselpositionen regelmäßig erhoben. Zur Vermeidung von Kopfmonopolen wird Wissen auf mehrere Mitarbeitende verteilt. Dokumentationen unterstützen die Einarbeitung und Verteilung von Wissen.

Dem demografischen Risiko begegnet die DEVK-Gruppe mit Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitgeberattraktivität. Hierzu zählen verstärktes Personalmarketing und flexible Arbeitszeitmodelle zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Ein aktives Gesundheitsmanagement wirkt dem Krankheitsrisiko der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entgegen.

Rechtliche Risiken sind Bestandteil der operationellen Risiken. Rechtsänderungsrisiken bezeichnen Risiken, die sich aufgrund einer Änderung des Rechtsumfelds einschließlich der aufsichtsrechtlichen Anforderungen ergeben. Zu den Folgen aus Compliance-Risiken gehören rechtliche oder aufsichtsrechtliche Sanktionen und wesentliche finanzielle Verluste, die aus der Nichteinhaltung externer Anforderungen oder interner Vorgaben resultieren. Die DEVK hat ein Compliance-Management-System etabliert, das die Einhaltung externer Anforderungen und interner Vorgaben gewährleistet.

Solvency II

Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen von Solvency II wurden umgesetzt. Zur Optimierung der Umsetzung der Anforderungen stand auch im Jahr 2023 die weitere Automatisierung der Abläufe im Fokus.

Die DEVK Allgemeine Versicherungs-AG hat im Jahr 2023 sämtliche Berichtspflichten, wie den Geschäftsbericht, den Bericht über die Solvabilität und Finanzlage, den Regular Supervisory Report und den Bericht zur unternehmenseigenen Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung gegenüber der Aufsicht bzw. gegenüber der Öffentlichkeit erfüllt. Bei der aufsichtsrechtlichen Solvenzberechnung auf Basis der Standardformel zeigte sich für die DEVK Allgemeine Versicherungs-AG eine deutliche Überdeckung.

Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen nach Solvency II werden erfüllt. 1

Projektionsrechnungen im Rahmen des ORSA-Prozesses per 31. Dezember 2022 zeigen, dass eine ausreichende Bedeckung des Risikokapitals auch in Zukunft sichergestellt ist. 1

Insgesamt ist zurzeit keine Entwicklung erkennbar, die zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führt und damit den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnte.

 

Köln, 8. März 2024

Der Vorstand

Rüßmann

Hetzenegger

Knaup

Scheel

Zens

Dr. Zons

Anlage zum Lagebericht

Verzeichnis der im Geschäftsjahr betriebenen Versicherungszweige

Selbst abgeschlossenes Geschäft In Rückdeckung übernommenes Geschäft
Unfallversicherung Haftpflichtversicherung
Allgemeine Unfallversicherung
Kraftfahrtunfallversicherung Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung
Haftpflichtversicherung Sonstige Kraftfahrtversicherungen
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung Rechtschutzversicherung
Sonstige Kraftfahrtversicherungen Feuer- und Sachversicherungen
Fahrzeugvollversicherung Feuerversicherung
Fahrzeugteilversicherung Verbundene Hausratversicherung
Verbundene Gebäudeversicherung
Feuer- und Sachversicherungen
Feuerversicherung Sonstige Versicherungen
Einbruch-Diebstahlversicherung Mietverlustversicherung
Leitungswasserversicherung
Glasversicherung
Sturmversicherung
Verbundene Hausratversicherung
Verbundene Gebäudeversicherung
Caravan-Universalversicherung
Extended Coverage-Versicherung
Betriebsunterbrechungsversicherung
Reisegepäckversicherung
Allgefahrenversicherung
Sonstige Versicherungen
Versicherung gegen sonstige finanzielle Verluste
Cyberversicherung
Kautionsversicherung
Krankenversicherung
Auslandsreise-Krankenversicherung
nichtsubstitutive Krankenversicherung
(Krankentagegeld Restschuld)

Jahresabschluss

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

Vorjahr
Tsd. €
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
I. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.682.001 12.671
II. geleistete Anzahlungen 3.803.072 1.202
16.485.073 13.873
B. Kapitalanlagen
I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 40.492.338 41.131
II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 299.712.697 261.177
2. Beteiligungen 134.171.990 129.358
433.884.687 390.535
III. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 316.845.327 321.238
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 694.759.515 669.323
3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 318.977.795 318.525
4. Sonstige Ausleihungen 659.694.635 602.134
5. Einlagen bei Kreditinstituten 9.000.000 -
5. Andere Kapitalanlagen 11.743.158 11.822
2.011.020.430 1.923.042
2.485.397.455 2.354.709
C. Forderungen
I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an:
1. Versicherungsnehmer 10.755.890 6.477
2. Versicherungsvermittler 6.658.967 -
17.414.857 6.477
II. Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 36.052.494 27.532
davon:
an verbundene Unternehmen: 31.752.252 € 16.291
III. Sonstige Forderungen 1.644.723 3.902
davon: 55.112.074 37.912
an verbundene Unternehmen: 52.000 € 52.053
D. Sonstige Vermögensgegenstände
I. Sachanlagen und Vorräte 11.273.700 13.090
II. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand 32.349 80
III. Andere Vermögensgegenstände 2.405.057 6
13.711.106 13.175
E. Rechnungsabgrenzungsposten
I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten 14.068.669 13.794
II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 723.380 106
14.792.049 13.899
Summe der Aktiva 2.585.497.757 2.433.569

Ich bescheinige hiermit entsprechend § 128 Abs. 5 VAG, dass die im Sicherungsvermögensverzeichnis aufgeführten Vermögensanlagen den gesetzlichen und aufsichtsbehördlichen Anforderungen gemäß angelegt und vorschriftsmäßig sichergestellt sind.

 

Köln, 7. März 2024

Der Treuhänder

Sulitzky

Passivseite

Vorjahr
Tsd. €
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 195.000.000 195.000
II. Kapitalrücklage 175.302.633 100.303
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklage 383.469 383
2. andere Gewinnrücklage 46.484.692 46.485
46.868.161 46.868
417.170.794 342.171
B. Versicherungstechnische Rückstellungen
I. Beitragsüberträge
1. Bruttobetrag 29.785.328 5.602
2. davon ab: 1.445.202 86
Anteil für das in Rückdeckung 28.340.126 5.516
gegebene Versicherungsgeschäft
II. Deckungsrückstellung 24.618 26
III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
1. Bruttobetrag 2.316.329.520 2.220.909
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 460.704.137 474.692
1.855.625.383 1.746.217
IV. Rückstellung für erfolgsabhängige und 1.309.752 3.233
erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung
V. Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen 67.614.129 115.718
VI. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen
1. Bruttobetrag 9.619.147 8.056
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 201.352 328
9.417.795 7.728
1.962.331.803 1.878.437
C. Andere Rückstellungen
I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 12.090.567 11.796
II. Sonstige Rückstellungen 453.498 401
12.544.065 12.197
D. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft
51.988.193 52.411
E. Andere Verbindlichkeiten
I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber
- Versicherungsnehmern 58.702.936 68.331
II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft 1.667.286 2.691
davon:
gegenüber verbundenen Unternehmen: 553.686 € 1.767
III. Sonstige Verbindlichkeiten 80.596.189 76.793
davon: 140.966.411 147.814
aus Steuern: 11.714.005 € 9.630
gegenüber verbundenen Unternehmen: 59.051.001 € 65.033
F. Rechnungsabgrenzungsposten
496.491 539
Summe der Passiva 2.585.497.757 2.433.569

Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter dem Posten B. II. bzw. B. III. der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung in Höhe von 40.939.925,09 € unter Beachtung von § 341f und § 341g HGB sowie der aufgrund des § 88 Abs. 3 VAG erlassenen Rechtsverordnung berechnet worden ist.

 

Köln, 7. März 2024

Der Verantwortliche Aktuar

Weiler

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Posten Vorjahr
Tsd. €
I. Versicherungstechnische Rechnung
1. Verdiente Beiträge f. e. R.
a) Gebuchte Bruttobeiträge 1.633.285.444 1.543.803
b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge 275.072.247 254.152
1.358.213.197 1.289.651
c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge -24.183.384 392
d) Veränderung des Anteils der Rückversicherer an den Bruttobeitragsüberträgen 1.358.998 -2
-22.824.386 390
1.335.388.811 1.290.041
2. Technischer Zinsertrag f. e. R. 678.576 689
3. Sonstige versicherungstechnische Erträge f. e. R. 1.154.813 1.252
4. Aufwendungen für Versicherungsfälle f. e. R.
a) Zahlungen für Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag 1.140.422.160 1.125.998
bb) Anteil der Rückversicherer 172.567.168 208.898
967.854.993 917.100
b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag 95.420.308 72.176
bb) Anteil der Rückversicherer 13.987.731 35.686
109.408.039 107.862
1.077.263.032 1.024.962
5. Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen
a) Netto-Deckungsrückstellung 1.566 1
b) Sonstige versicherungstechnische Netto-Rückstellungen -1.804.056 -529
-1.802.490 -528
6. Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsun- 20.776 201
abhängige Beitragsrückerstattung f. e. R.
7. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb f. e. R.
a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb 392.039.857 365.998
b) davon ab: erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 58.647.424 54.481
333.392.433 311.517
8. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen f. e. R. 7.564.930 6.640
9. Zwischensumme -82.821.461 -51.868
10. Veränderung der Schwankungsrückstellung und 48.103.704 53.821
ähnlicher Rückstellungen
11. Versicherungstechnisches Ergebnis f. e. R. -34.717.757 1.953
Übertrag: -34.717.757 1.953
Posten Vorjahr
Tsd. €
Übertrag: -34.717.757 1.953
II. Nichtversicherungstechnische Rechnung
1. Erträge aus Kapitalanlagen
a) Erträge aus Beteiligungen 12.751.321 10.739
davon: 8.110
aus verbundenen Unternehmen: 7.134.893 €
b) Erträge aus anderen Kapitalanlagen
aa) Erträge aus Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.439.171 2.184
bb) Erträge aus anderen Kapitalanlagen 47.571.928 47.415
50.011.099 49.599
c) Erträge aus Zuschreibungen 8.990.339 1.219
d) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 3.968.983 6.477
75.721.741 68.035
2. Aufwendungen für Kapitalanlagen
a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen 4.777.890 3.699
b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen 7.538.013 24.278
c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 221.621 1.005
12.537.524 28.982
63.184.217 39.053
3. Technischer Zinsertrag 2.002.025 2.101
61.182.192 36.951
4. Sonstige Erträge 8.244.176 4.414
5. Sonstige Aufwendungen 10.603.451 9.388
-2.359.274 -4.974
6. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 24.105.161 33.931
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 293.942 203
8. Sonstige Steuern 573.089 406
867.030 609
9. Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrages 23.238.130 33.322
abgeführte Gewinne
10. Jahresüberschuss - -

Anhang

Bilanzierungs-, Ermittlungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände (EDV-Software) wurden zu Anschaffungskosten bewertet und mit Ausnahme der geleisteten Anzahlungen planmäßig abgeschrieben. Bei geringwertigen Anlagegütern, die dem Sammelposten zugeführt wurden, erfolgen Abschreibungen über fünf Jahre verteilt, jeweils beginnend mit dem Anschaffungsjahr. Andernfalls wurden diese im Jahr der Anschaffung als Betriebsausgabe erfasst.

Die Grundstücke, grundstücksgleichen Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken wurden mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen bewertet.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen wurden mit den Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Das Wertaufholungsgebot wurde beachtet.

Der Ansatz der Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere, der Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere erfolgte zu Anschaffungskosten, niedrigeren Börsenkursen oder zu dem niedrigeren beizulegenden Wert. Kapitalanlagen, die nach § 341b Abs. 2 HGB dem Anlagevermögen zugeordnet wurden, wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Kapitalanlagen, die dem Umlaufvermögen zugeordnet worden sind, wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Sofern in früheren Jahren eine Abschreibung auf einen niedrigeren Wert erfolgte, wurde eine Zuschreibung vorgenommen, wenn diesen Vermögensgegenständen am Bilanzstichtag wieder ein höherer Wert beigemessen werden konnte. Die Zuschreibungen erfolgten bis zur Höhe der Anschaffungskosten oder auf den niedrigeren Börsenwert.

Derivate wurden grundsätzlich zu Anschaffungskosten oder zu dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte wurden Marktwerte herangezogen. Für Aktienoptionen, deren Wert zum Stichtag die passivierte Verbindlichkeit überstieg, wurde eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Die Berechnung erfolgte nach der Glattstellungsmethode.

Die Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen sind zu Anschaffungskosten abzüglich einer Einzelwertberichtigung für das latente Ausfallrisiko bilanziert worden.

Die Bilanzwerte der Namensschuldverschreibungen entsprechen den Nennwerten. Agio und Disagio wurden durch Rechnungsabgrenzung auf die Laufzeit verteilt.

Zero-Namensschuldverschreibungen wurden mit den Anschaffungskosten zuzüglich des in Abhängigkeit vom Kapitalvolumen und der Verzinsungsvereinbarung ermittelten Zinsanspruchs aktiviert.

Die Bilanzwerte der Schuldscheinforderungen und Darlehen wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten zuzüglich oder abzüglich der kumulierten Amortisation, einer Differenz zwischen den Anschaffungskosten und den Rückzahlungsbeträgen, unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt.

Die Einlagen bei Kreditinstituten wurden mit dem Nennwert bilanziert.

Die anderen Kapitalanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Das Wertaufholungsgebot wurde beachtet.

Die Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft sind zu Nennwerten abzüglich Einzelwertberichtigungen und einer Pauschalabwertung für das latente Ausfallrisiko bilanziert worden.

Die Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft ergaben sich auf Grundlage der Rückversicherungsverträge und wurden zum Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Forderungen wurden zu Nennwerten bewertet.

Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden, soweit sie nicht die Betriebs- und Geschäftsausstattung betrafen, zu Nennwerten bewertet. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. Die Abschreibungen wurden nach der linearen Methode ermittelt. Bei geringwertigen Anlagegütern, die dem Sammelposten zugeführt wurden, erfolgen Abschreibungen über fünf Jahre verteilt, jeweils beginnend mit dem Anschaffungsjahr. Andernfalls wurden diese im Jahr der Anschaffung als Betriebsausgabe erfasst.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden neben Vorauszahlungen von Kosten für künftige Zeiträume die noch nicht fälligen Zinsansprüche und das Agio für Namensschuldverschreibungen zu Nennwerten angesetzt.

Die Bemessung der versicherungstechnischen Rückstellungen erfolgte nach den folgenden Grundsätzen:

Die Beitragsüberträge für das selbstabgeschlossene Versicherungsgeschäft wurden für jede Versicherung unter Berücksichtigung des individuellen technischen Versicherungsbeginns einzeln berechnet, wobei die steuerlichen Bestimmungen gemäß dem Erlass des Finanzministers NRW vom 30. April 1974 beachtet wurden. Die Beitragsüberträge für das in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft wurden entsprechend den Aufgaben des Vorversicherers gebildet. Der Anteil des in Rückversicherung gegebenen Versicherungsgeschäfts wurde den vertraglichen Regelungen entsprechend bewertet.

Die in der Kinder-Unfallversicherung im Leistungsfall zu bildende Deckungsrückstellung wurde individuell unter Berücksichtigung implizit angesetzter Kosten nach der prospektiven Methode ermittelt. Es wurde die Sterbetafel DAV 2006 HUR zu Grunde gelegt. Der Rechnungszins liegt zwischen 0,25 % und 4,0 % und ist abhängig von dem Zeitpunkt der erstmaligen Bildung der Rückstellung.

Gemäß § 5 Abs. 4 DeckRV wurde für Verträge mit einem Garantiezins von mindestens 1,75 % eine Zinszusatzreserve mit einem Referenzzins von 1,57 % gebildet.

Die Bruttobeträge für die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft wurden je Schadenfall einzeln ermittelt. Für unbekannte Spätschäden erfolgte die Bildung einer Rückstellung nach pauschalen Kriterien. In der Rückstellung wurden Beträge für die Schadenregulierung berücksichtigt. Die Brutto-Rückstellungen für das in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft wurden entsprechend den Aufgaben des Vorversicherers gebildet. Der Anteil des in Rückversicherung gegebenen Versicherungsgeschäfts wurde den vertraglichen Regelungen entsprechend bewertet.

Die Renten-Deckungsrückstellung wurde unter Beachtung von § 341g HGB berechnet. Es wurde die Sterbetafel DAV 2006 HUR zu Grunde gelegt. Der Rechnungszins liegt zwischen 0,25 % und 4,0 % und ist abhängig von dem Zeitpunkt der erstmaligen Bildung der Rückstellung.

Der Anteil des Rückversicherers wurde entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen ermittelt.

Die Rückstellungen aus HUK-Renten sind keine Deckungsrückstellungen im Sinne von § 341f HGB. Damit sind § 5 Abs. 3 und 4 DeckRV hier nicht einschlägig.

Der Referenzzins wurde auf dem Vorjahresniveau von 1,73 % gehalten und für Verträge mit einem Garantiezins von mindestens 1,75 % eine Zinsverstärkung gebildet.

Die Dotierung der Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung wurde aufgrund der Beschlüsse von Vorstand und Aufsichtsrat unter Berücksichtigung steuerlicher Vorschriften vorgenommen.

Die Rückstellung für erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung erfolgte aufgrund vertraglicher Vereinbarungen mit den Versicherungsnehmern.

Die Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen wurden nach der Anlage zu § 29 RechVersV berechnet.

Die sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen enthalten unverbrauchte Beiträge aus ruhenden Kraftfahrtversicherungen, die von der Verkehrsopferhilfe e. V. aufgegebene Rückstellung für Verkehrsopferhilfe, eine Stornorückstellung für Beitragsforderungen und eine Rückstellung für bereits vereinnahmte Beiträge sowie für Beitragsverpflichtungen und Stornorückstellungen im Rahmen der abgegebenen Rückversicherungsverträgen. Diese Rückstellungen wurden geschätzt oder soweit möglich auf der Grundlage entsprechender mathematischer Modelle ggf. auf der Basis von Vergangenheitswerten berechnet. Der Anteil des in Rückversicherung gegebenen Versicherungsgeschäfts wurde den vertraglichen Regelungen entsprechend bewertet.

Die anderen Rückstellungen wurden nach folgenden Grundlagen gebildet:

Die Berechnung der Pensionsrückstellung erfolgte nach der sogenannten Projected Unit Credit-Methode auf der Basis der HEUBECK-Richttafeln 2018 G. Der Diskontierungszinssatz wurde auf Basis der bisher gültigen Rückstellungsabzinsungsverordnung als 10-jähriger Durchschnitt festgelegt. Er wurde mit 1,83 % (Vorjahr 1,78 %) angesetzt und auf Basis einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ermittelt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Als Finanzierungsendalter wurde die vertragliche Altersgrenze verwendet.

Die Gehaltsdynamik wurde mit 2,0 % p. a., der Trend zur Beitragsbemessungsgrenze wurde mit 3,0 % p. a. und die Rentendynamik wurde je nach Zusage mit 1,0 %, 2,0 % bzw. 2,1 % p. a. angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen sind für das laufende Geschäftsjahr gebildet und bemessen sich nach dem nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag.

Die Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft resultieren aus einer Rückversicherungsvereinbarung zur Bedeckung von Schaden- und Rentendeckungsrückstellungen, bewertet mit dem Erfüllungsbetrag.

Die Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft und die sonstigen Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen bewertet.

Die Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft ergaben sich auf Grundlage der Rückversicherungsverträge und wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten wurde das Disagio aus Namensschuldverschreibungen sowie im Voraus empfangenen Mieten angesetzt.

Die Währungsumrechnung von Posten in fremder Währung erfolgte zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs.

Der technische Zinsertrag f. e. R. wurde mit 4,0 %, 3,25 %, 2,75 %, 2,25 %, 1,75 %, 1,25 %, 0,9 % bzw. 0,25 % aus dem jeweiligen arithmetischen Mittel des Anfangs- und Endbestands der Brutto-Rentendeckungsrückstellungen für Unfall-, Haftpflicht-, Kraftfahrt-Haftpflicht- und Kraftfahrtunfallversicherungen ermittelt.

Angaben zu latenten Steuern erfolgen aufgrund der steuerlichen Organschaft auf Ebene der Organträgerin DEVK Rückversicherungs- und Beteiligungs-AG - DEVK RE, Köln.

Entwicklung der Aktivposten A., B. I. bis III. im Geschäftsjahr 2023

Aktivseite Bilanzwerte Vorjahr
Tsd. €
Zugänge
Tsd. €
Umbuchungen
Tsd. €
Abgänge
Tsd. €
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.671 2.680 25 -
2. geleistete Anzahlungen 1.202 2.626 -25 -
3. Summe A. 13.873 5.306 - -
B. I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
41.131 181 - -
B. II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 261.177 38.536 - -
2. Beteiligungen 129.358 11.296 - 6.224
3. Summe B. II. 390.535 49.832 - 6.224
B. III. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Invest- 321.238 21.396 - 29.768
mentvermögen und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 669.323 26.864 - -
3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 318.525 60.148 - 59.695
4. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 406.241 45.373 - -
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 195.893 23.321 - 11.134
5. Einlagen bei Kreditinstituten - 1.422.000 - 1.413.000
6. Andere Kapitalanlagen 11.822 - - 57
7. Summe B. III. 1.923.042 1.599.102 - 1.513.654
insgesamt 2.368.581 1.654.421 - 1.519.878

Aktivseite

Zuschreibungen
Tsd. €
Abschreibungen
Tsd. €
Bilanzwerte Geschäftsjahr
Tsd. €
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten - 2.694 12.682
2. geleistete Anzahlungen - - 3.803
3. Summe A. - 2.694 16.485
B. I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
- 820 40.492
B. II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen - - 299.713
2. Beteiligungen 292 550 134.172
3. Summe B. II. 292 550 433.885
B. III. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 8.698 4.718 316.845
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere - 1.428 694.759
3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen - - 318.978
4. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen - - 451.614
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen - - 208.080
5. Einlagen bei Kreditinstituten - - 9.000
6. Andere Kapitalanlagen - 21 11.744
7. Summe B. III. 8.698 6.167 2.011.020
insgesamt 8.990 10.231 2.501.882

Bei den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Grundstücken, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken handelt es sich um planmäßige Abschreibungen. Aufgrund von voraussichtlich dauernder Wertminderungen wurden bei Vermögensgegenstände des Anlagevermögens außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 2,5 Mio. € vorgenommen.

Erläuterungen zur Bilanz

Zu Aktiva B.

Kapitalanlagen

Wir haben Kapitalanlagen, die dauerhaft im Kapitalanlagebestand gehalten werden sollen, gemäß § 341b Abs. 2 HGB dem Anlagevermögen zugeordnet. Die Kapitalanlagen weisen zum 31. Dezember 2023 folgende Buch- und Zeitwerte aus:

Kapitalanlagen Buchwert
Zeitwert
B. I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 40.492.338 40.410.000
B. II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 299.712.697 426.022.141
2. Beteiligungen 134.171.990 147.433.494
B. III. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 316.845.327 357.324.110
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 694.759.515 660.218.404
3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 318.977.795 283.583.896
4. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 451.613.667 395.024.461
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 208.080.968 200.297.065
5. Einlagen bei Kreditinstituten 9.000.000 9.000.000
6. Andere Kapitalanlagen 11.743.158 18.774.479
insgesamt 2.485.397.455 2.538.088.050
davon: 2.048.397.456 2.156.528.047
zu Anschaffungskosten bewertete Kapitalanlagen
davon: 917.042.238 892.758.904
Kapitalanlagen im Anlagevermögen gemäß § 341b Abs. 2 HGB

In den Bewertungsreserven sind insgesamt stille Lasten in Höhe von 151,0 Mio. € enthalten. Diese entfallen auf Grundstücke und auf die Sonstigen Kapitalanlagen.

Bei der Ermittlung der Zeitwerte wurden in Abhängigkeit von der jeweiligen Anlageart verschiedene Bewertungsmethoden angewandt.

Die Bewertung des Grundbesitzes erfolgte grundsätzlich nach dem Ertragswertverfahren. Alle am 31. Dezember 2023 vorhandenen Grundstücksobjekte sind zu diesem Termin neu bewertet worden.

Die Zeitwertermittlung für Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen erfolgte zum Teil auf der Basis von Ertragswerten, nach dem Substanzwertverfahren oder Buchwert gleich Marktwert.

Die Bewertung der grundpfandrechtlich gesicherten Darlehen erfolgte auf der Basis der tagesaktuellen Zinsstrukturkurve unter Berücksichtigung des Bonitäts- und Objektrisikos.

Sowohl Aktien, Anteile an Investmentvermögen und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren als auch die zu Anschaffungskosten bilanzierten festverzinslichen Wertpapiere wurden mit den Börsenjahresabschlusskursen bewertet. Die Zeitwerte der Namenschuldverschreibungen und Schuldscheinforderungen und Darlehen, sowie der Zero-Namensschuldverschreibung wurden gemäß § 56 RechVersV auf der Grundlage der Renditestrukturkurve zu marktüblichen Konditionen ermittelt. Die Zeitwertermittlung sonstiger anderer Kapitalanlagen erfolgte durch Net Asset Value.

Bei auf fremde Währung lautenden Kapitalanlagen wurde der entsprechende Devisenkassamittelkurs zum Jahresende in die Zeitwertermittlung einbezogen.

Finanzinstrumente i. S. d. § 285 Nr. 18 HGB, die über ihrem beizulegenden Zeitwert bilanziert wurden Buchwert
Tsd. €
beizulegender Zeitwert
Tsd. €
Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 25.530 22.464
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 522.975 483.508
Hypothekenforderungen 294.361 258.052
Sonstige Ausleihungen 499.356 430.271

Abschreibungen wurden unterlassen, da es sich nicht um voraussichtlich dauernde Wertminderungen handelt. Es ist beabsichtigt, die Wertpapiere bis zu ihrer Fälligkeit zu halten bzw. nach unserem Bewertungstool oder unseren Analysen nur von einer vorübergehenden Wertminderung auszugehen ist.

Derivative Finanzinstrumente und Vorkäufe gemäß § 285 Nr. 19 HGB Art Nominaler Umfang
Tsd. €
Buchwert Prämie
Tsd. €
beizulegender Wert der Prämie
Tsd. €
Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere Long-Call-Optionen 2.000 139 146
Sonstige Verbindlichkeiten Short-Put-Optionen 7.622 513 333
Short-Call-Optionen 2.600 61 68
Bewertungsmethode
Short-Optionen: europäische Optionen Black-Scholes
amerikanische Optionen Barone-Adesi
Anteile oder Anlageaktien an inländischen Investmentvermögen gemäß § 285 Nr. 26 HGB
Anlageziel Ausschüttung
Tsd. €
Zeitwert
Tsd. €
stille Reserven/ stille Lasten
Tsd. €
Beschränkung der täglichen Rückgabe
Aktienfonds 3.585 132.496 3.052
Rentenfonds 264 17.753 317
Mischfonds 454 20.924 187
Immobilienfonds 2.762 75.813 9.994 zwischen jederzeit bis nach 6 Monaten

Zu Aktiva B. II.

Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen Anteil
in %
Eigenkapital
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres
DEVK Europa Real Estate Investment Fonds SICAV-FIS, Luxemburg (L) 15,37 769.583.743 2 -20.209.663 2
DEVK Private Equity GmbH, Köln 20,00 419.895.199 33.079.935
DRED S.C.S. SICAV-FIS, Luxemburg (L) 14,21 575.999.072 -25.548.369
Grundversorgung S.C.S., Luxemburg (L) 21,61 173.155.206 2 1.838.068 2
Rotonda Infrastructure 1SCSp., Luxemburg (L) 3,23 57.582.660 77.723.572

2 Basis Teilkonzernabschluss

Zu Aktiva B. III.

Sonstige Kapitalanlagen

Die anderen Kapitalanlagen setzen sich aus Fondsanteilen zusammen.

Zu Aktiva E. II.

Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten
Agio aus Namensschuldverschreibungen 672.747 €
Vorauszahlungen für künftige Leistungen 50.633 €
723.380 €

Zu Passiva A. I.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von 195,0 Mio. € ist in 195,0 Mio. nennwertlose Stückaktien eingeteilt.

Zu Passiva A. II.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage wurde im Geschäftsjahr durch andere Zuzahlungen gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB der DEVK Rückversicherungs- und Beteiligungs-AG - DEVK RE um 75,0 Mio. € auf insgesamt 175,3 Mio. € erhöht.

Zu Passiva B.

Versicherungstechnische Rückstellungen
Angaben
in Tsd. €
Bruttorückstellung insgesamt davon: Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle davon: Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen
Versicherungszweige Geschäftsjahr Vorjahr Geschäftsjahr Vorjahr Geschäftsjahr Vorjahr
Unfall 179.778 174.258 179.047 173.284 328 604
Haftpflicht 114.265 106.018 113.323 105.251 - -
Kraftfahrzeug-Haftpflicht 1.761.008 1.729.385 1.745.402 1.702.724 - 20.536
sonstige Kraftfahrt 106.864 106.521 76.443 56.263 18.662 48.327
Feuer- und Sach 255.570 227.928 199.397 180.399 44.336 40.055
davon:
Feuer 11.628 9.346 4.630 4.537 6.897 4.713
Verbundene Hausrat 18.757 19.147 18.657 19.063 - -
Verbundene Gebäude 206.914 181.750 163.194 141.572 32.368 33.174
sonstige Sach 18.271 17.685 12.916 15.227 5.071 2.168
Sonstige 7.197 9.433 2.718 2.988 4.288 6.196
insgesamt 2.424.682 2.353.543 2.316.330 2.220.909 67.614 115.718

Das Abwicklungsergebnis f. e. R. des Geschäftsjahres beträgt 77.856 Tsd. € (Vorjahr 103.795 Tsd. €).

Zu Passiva B. IV.

Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung
a) erfolgsabhängig
Stand 31.12.2022 3.132.037 €
Entnahme 1.898.285 €
Stand 31.12.2023 1.233.752 €
b) erfolgsunabhängig
Stand 31.12.2022 100.500 €
Entnahme 65.034 €
Zuführung 40.534 €
Stand 31.12.2023 76.000 €

Zu Passiva F.

Rechnungsabgrenzungsposten
Disagio aus Namensschuldverschreibungen 442.814 €
Vorauszahlungen für künftige Leistungen 53.677 €
496.491 €

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Selbst abgeschlossenes und in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft
Geschäftsjahr
in Tsd. €
gebuchte Bruttobeiträge verdiente Bruttobeiträge verdiente Nettobeiträge
Unfall 139.554 139.532 109.618
Haftpflicht 106.224 106.059 104.995
Kraftfahrzeug-Haftpflicht 562.619 550.655 500.139
sonstige Kraftfahrt 359.253 349.922 279.486
Feuer- und Sach 448.623 445.864 325.310
davon:
Feuer 3.604 3.604 3.104
Verbundene Hausrat 133.268 133.268 85.139
Verbundene Gebäude 280.017 277.257 207.441
sonstige Sach 31.735 31.735 29.626
Sonstige 17.012 17.070 15.841
insgesamt 1.633.285 1.609.102 1.335.389
Selbst abgeschlossenes und in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft
Geschäftsjahr
in Tsd. €
Bruttoaufwendungen für
Versicherungsfälle den Versicherungsbetrieb Rückversicherungssaldo vers.-techn. Ergebnis f. e. R.
Unfall 46.072 48.481 -11.257 34.772
Haftpflicht 43.748 51.139 -1.839 9.393
Kraftfahrzeug-Haftpflicht 506.364 87.597 -16.168 -38.113
sonstige Kraftfahrt 389.729 65.243 9.221 -66.500
Feuer- und Sach 234.610 136.926 -35.746 25.408
davon:
Feuer 1.489 853 -458 -1.701
Verbundene Hausrat 42.479 49.523 -15.497 23.225
Verbundene Gebäude 179.142 67.280 -17.369 8.216
sonstige Sach 11.500 19.270 -2.422 -4.332
Sonstige 15.319 2.654 -698 322
insgesamt 1.235.842 392.040 -56.487 -34.718
Vorjahr
in Tsd. €
gebuchte Bruttobeiträge verdiente Bruttobeiträge verdiente Nettobeiträge
Unfall 138.230 138.230 108.556
Haftpflicht 106.458 106.194 105.257
Kraftfahrzeug-Haftpflicht 544.718 544.770 495.357
sonstige Kraftfahrt 336.840 336.832 271.547
Feuer- und Sach 399.154 399.445 291.841
davon:
Feuer 3.011 3.011 2.607
Verbundene Hausrat 126.285 126.285 79.336
Verbundene Gebäude 239.963 240.254 181.867
sonstige Sach 29.895 29.895 28.031
Sonstige 18.403 18.724 17.483
insgesamt 1.543.803 1.544.195 1.290.041
Vorjahr
in Tsd. €
Bruttoaufwendungen für
Versicherungsfälle den Versicherungsbetrieb Rückversicherungssaldo vers.-techn. Ergebnis f. e. R.
Unfall 48.438 47.462 -8.893 34.555
Haftpflicht 41.917 49.114 -515 14.703
Kraftfahrzeug-Haftpflicht 532.076 79.204 1.633 -43.231
sonstige Kraftfahrt 337.421 56.458 5.786 -14.590
Feuer- und Sach 224.409 129.758 -23.705 10.583
davon:
Feuer 1.854 767 -524 -1.356
Verbundene Hausrat 41.617 47.700 -11.456 23.241
Verbundene Gebäude 163.604 63.588 -10.816 -4.668
sonstige Sach 17.334 17.703 -909 -6.634
Sonstige 13.912 4.002 -768 -67
insgesamt 1.198.173 365.998 -26.462 1.953

Im gesamten Versicherungsgeschäft entfielen von den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb auf:

Abschlussaufwendungen 217.034.966 €
Verwaltungsaufwendungen 175.004.891 €
Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personalaufwendungen Geschäftsjahr
Tsd. €
Vorjahr
Tsd. €
1. Provisionen jeglicher Art der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft 216.282 190.507
2. Sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB - -
3. Löhne und Gehälter 759 767
4. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung - -
5. Aufwendungen für Altersversorgung 708 462
insgesamt 217.749 191.736

Die Pensionsrückstellung für die im Wege des Gemeinschaftsvertrags zur Verfügung gestellten Mitarbeiter wird bei der DEVK Rückversicherungs- und Beteiligungs-AG - DEVK RE bilanziert. Die Zuführung zur Pensionsrückstellung, mit Ausnahme der Zinszuführung, wird der DEVK Allgemeine Versicherungs-AG belastet.

Im Berichtsjahr betrugen die Bezüge des Vorstands 775.526 €. Die Ruhegehälter früherer Vorstandsmitglieder bzw. Hinterbliebener beliefen sich auf 533.663 €. Für diesen Personenkreis war am 31. Dezember 2023 eine Pensionsrückstellung von 7.018.009 € zu bilanzieren. Die Vergütungen des Aufsichtsrats beliefen sich auf 203.157 €. Die Beiratsbezüge betrugen 64.271 €.

Von den Erträgen aus Kapitalanlagen entfallen 10.532 € (Vorjahr 27.527 €) auf die Währungsumrechnung. Die Aufwendungen für Kapitalanlagen enthalten 981.122 € (Vorjahr 731.225 €) aus der Währungsumrechnung.

Abschlussprüferhonorare

Für Leistungen, die der Abschlussprüfer (KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) für das Unternehmen erbracht hat, wurden im Geschäftsjahr 283.447 € aufgewendet (inkl. 48.141 € Minderaufwand für 2022). Diese entfielen im vollem Umfang auf Abschlussprüfungsleistungen.

Sonstige Angaben

Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt zum Stichtag 115.456 € (Vorjahr 584.735 €) und resultiert aus der Pensionsrückstellung.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestanden am Bilanzstichtag finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 10,2 Mio. € aus offenen Short-Optionen. Die Auszahlungsverpflichtungen aus genehmigten, aber noch nicht ausgezahlten Hypothekendarlehen betrugen 11,4 Mio. €.

Die Resteinzahlungsverpflichtungen aus Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen betrugen zum Jahresende insgesamt 142,8 Mio. €. Hierauf entfallen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 98,2 Mio. €.

Im Rahmen einer Kautionsversicherung stellt die DEVK Allgemeine Versicherungs-AG eine Ausfallbürgschaft für den Fall der Insolvenz des Versicherungsnehmers zur Verfügung. Die Höhe dieser Bürgschaft beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 55,8 Mio. €. Zurzeit wird nicht von einer Inanspruchnahme ausgegangen, da das Insolvenzrisiko des Versicherungsnehmers als äußerst gering einzustufen ist.

Auswirkungen aus dem Mindeststeuergesetz (MinStG)

Das MinStG, das am 15. Dezember 2023 vom Bundesrat final beschlossen wurde, ist Teil des Mindestbesteuerungsrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (MinBestRL-UmsG), welches der nationalen Umsetzung der europäischen Richtlinie (EU) 2022/2523 des Rates vom 14. Dezember 2022 zur Gewährleistung einer globalen effektiven Mindestbesteuerung für multinationale Unternehmensgruppen und große inländische Gruppen in der Europäischen Union dient. Das MinStG wird grundsätzlich auf Geschäftsjahre anwendbar sein, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen.

Die Gruppenträgerin der deutschen Mindeststeuergruppe sowie gleichzeitig die oberste Muttergesellschaft i. S. d § 4 Abs. 3 MinStG ist der DEVK Deutsche Eisenbahn Versicherung Sach- und HUK-Versicherungsverein a.G. Betriebliche Sozialeinrichtung der Deutschen Bahn. Auswirkungen aus der Anwendbarkeit des MinStG sind daher auf Ebene der Berichtsgesellschaft nicht zu erwarten.

Um die potenzielle Belastung für die Gruppe zu analysieren, wird zum 1. Januar 2024 ein Projekt zur Betroffenheitsanalyse und anschließender Umsetzung der Regelungen initialisiert. Eine etwaige Belastung mit sogenannten Ergänzungssteuerbeträgen ist derzeit weder bekannt noch betragsmäßig zu beziffern.

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres waren keine Vorgänge oder Ereignisse zu verzeichnen, die die zukünftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinflussen.

Allgemeine Angaben

Anzahl der mindestens einjährigen Versicherungsverträge im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft Geschäftsjahr Vorjahr
Unfall 919.182 946.687
Haftpflicht 1.374.680 1.384.750
Kraftfahrzeug-Haftpflicht 2.431.483 2.503.421
sonstige Kraftfahrt 1.938.642 1.968.264
Feuer- und Sach 2.009.968 2.031.710
davon:
Feuer 9.143 9.131
Verbundene Hausrat 1.005.763 1.018.640
Verbundene Gebäude 452.862 455.840
sonstige Sach 542.200 548.099
Sonstige 8.816 6.417
insgesamt 8.682.771 8.841.249

Die DEVK Allgemeine Versicherungs-AG, Köln, ist beim Amtsgericht unter der Handelsregisternummer HRB 7935 eingetragen.

Die Aufstellung der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans, des Aufsichtsrats sowie des Beirats befinden sich vor dem Lagebericht.

Unser Unternehmen verfügt nicht über eigenes Personal.

An unserer Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag die DEVK Rückversicherungs- und Beteiligungs-AG - DEVK RE, Köln, mit 100 % beteiligt. Diese hat gemäß § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihr die Mehrheit der Stimmrechte zustehen.

Der Jahresabschluss wird gemäß den rechtlichen Vorschriften im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht.

Unsere Gesellschaft ist von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen, befreit.

Name und Sitz des Mutterunternehmens, das den befreienden Konzernabschluss aufstellt, in den das Unternehmen einbezogen wurde:

DEVK Deutsche Eisenbahn Versicherung

Sach- und HUK-Versicherungsverein a.G.

Betriebliche Sozialeinrichtung der Deutschen Bahn

Zentrale, Riehler Straße 190, 50735 Köln

Der Konzernabschluss ist auf der Homepage der DEVK unter www.devk.de eingestellt und wird im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht.

 

Köln, 8. März 2024

Der Vorstand

Rüßmann

Hetzenegger

Knaup

Scheel

Zens

Dr. Zons

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die DEVK Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft, Köln

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DEVK Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DEVK Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Versicherungsunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Bewertung der in der Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im selbst abgeschlossenen Schaden-/Unfallversicherungsgeschäft enthaltenen Teilschadenrückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle

Hinsichtlich der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze verweisen wir auf die Erläuterungen im Anhang der Gesellschaft im Abschnitt "Bilanzierungs-, Ermittlungs- und Bewertungsmethoden". Risikoangaben sind im Lagebericht im Abschnitt "Risikobericht" enthalten.

DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS

Die Brutto-Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle betragen EUR 2.316 Mio. Dies entspricht 89,6 % der Bilanzsumme, hieraus ergibt sich ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögenslage der Gesellschaft.

Die Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle setzt sich aus verschiedenen Teilschadenrückstellungen zusammen. Die Rückstellung für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle bilden hiervon den wesentlichen Teil.

Die Bewertung der Teilschadenrückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle unterliegt Unsicherheiten hinsichtlich der voraussichtlichen Schadenhöhe und ist daher insbesondere bezogen auf die unbekannten Versicherungsfälle stark ermessensbehaftet. Die Schätzung darf nach handelsrechtlichen Grundsätzen nicht risikoneutral im Sinne einer Gleichgewichtung von Chancen und Risiken durchgeführt werden, sondern hat unter Beachtung des Vorsichtsprinzips (§ 341e Abs. 1 Satz 1 HGB) zu erfolgen.

Die Rückstellungen für bekannte Versicherungsfälle werden nach dem voraussichtlichen Aufwand für jeden einzelnen Schadenfall gebildet. Für bereits eingetretene aber noch nicht gemeldete Schadenfälle (unbekannte Schadenfälle) werden pauschale Spätschadenrückstellungen gebildet, die überwiegend nach Erfahrungssätzen berechnet werden; dabei kommen anerkannte versicherungsmathematische Verfahren zur Anwendung.

Das Risiko für den Abschluss besteht bei den zum Bilanzstichtag bereits bekannten Schadenfällen darin, dass die noch zu erwartenden Schadenzahlungen nicht in zutreffender Höhe zurückgestellt werden. Bei den unbekannten Schadenfällen besteht daneben das Risiko, dass diese nicht in zutreffendem Umfang geschätzt werden.

UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNG

Bei der Prüfung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle haben wir (als Teil des Prüfungsteams) eigene Aktuare eingesetzt und risikoorientiert insbesondere folgende wesentliche Prüfungshandlungen durchgeführt:

Wir haben uns einen grundlegenden Überblick über den Prozess zur Ermittlung der Rückstellungen verschafft, wesentliche Prozessrisiken und die sie abdeckenden Kontrollen identifiziert und die identifizierten Kontrollen auf ihre Angemessenheit und Wirksamkeit hin getestet. Wir haben uns insbesondere davon überzeugt, dass die Kontrollen, mit denen die korrekte Bewertung sichergestellt werden soll, sachgerecht aufgebaut sind und wirksam durchgeführt werden.

Auf Basis einer Stichprobe sowie einer bewussten Auswahl haben wir die Höhe einzelner, bekannter Schadenrückstellungen anhand der Aktenlage für verschiedene Versicherungszweige und -arten nachvollzogen.

Wir haben die Berechnung der Gesellschaft zur Ermittlung der unbekannten Spätschäden für eine risikoorientierte Auswahl einzelner Sparten nachvollzogen. Dabei haben wir insbesondere die Herleitung der geschätzten Anzahl der Schäden und deren Höhe auf der Grundlage historischer Erfahrungen und aktueller Entwicklungen gewürdigt.

Die tatsächliche Entwicklung der im Vorjahr gebuchten Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle haben wir anhand der Abwicklungsergebnisse analysiert.

Anhand eines Zeitreihenvergleichs insbesondere von Schadenstückzahlen, Schadenhäufigkeiten, durchschnittliche Schadenhöhen sowie der Geschäftsjahres- und bilanziellen Schadenquoten haben wir die Entwicklung der Schadenrückstellung analysiert.

Wir haben eigene aktuarielle Berechnungen für ausgewählte Segmente durchgeführt, die wir auf Basis von Risikoüberlegungen ausgewählt haben. Hierbei haben wir jeweils eine Punktschätzung vorgenommen und diese mit den Berechnungen der Gesellschaft verglichen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht. Die sonstigen Informationen umfassen nicht den Jahresabschluss, die inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben sowie unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Versicherungsunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 12. Mai 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 5. Juni 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 1998 als Abschlussprüfer der DEVK Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Wir haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht des geprüften Unternehmens angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für das geprüfte Unternehmen bzw. für die von diesem beherrschten Unternehmen erbracht:

Prüfung der Solo-Solvabilitätsübersicht der Gesellschaft.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Colin Schenke.

 

Köln, den 27. März 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Schenke, Wirtschaftsprüfer

Bramkamp, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat während des Geschäftsjahres 2023 die Geschäftsführung des Vorstands aufgrund schriftlicher und mündlicher Berichterstattung laufend überprüft und sich in mehreren Sitzungen über die geschäftliche Entwicklung, die Geschäftspolitik und die Ertragslage des Unternehmens unterrichten lassen.

Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die gemäß den gesetzlichen Vorschriften zum Abschlussprüfer bestellt wurde, hat den vom Vorstand erstellten Jahresabschluss und Lagebericht 2023 geprüft. Diese Prüfung hat zu keinen Beanstandungen geführt. Der Bestätigungsvermerk wurde ohne Einschränkung erteilt. Der Aufsichtsrat hat die Prüfungsergebnisse zur Kenntnis genommen.

Der Aufsichtsrat hat nach Vorbereitung durch den Prüfungsausschuss den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht geprüft und gebilligt. Der Jahresabschluss 2023 ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit aus.

 

Köln, 16. Mai 2024

Der Aufsichtsrat

Dr. Loroch, Vorsitzender

Der Jahresabschluss 2023 der DEVK Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft wurde am 16. Mai 2024 festgestellt.

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