Land- und Forstwirtschaftsbetrieb Gut Krakau GmbH
Selbe AdresseErbringung von landwirtschaftlichen Dienstleistungen für den Pflanzenbau
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Clemens Grafe seit 23.11.2021 | Geschäftsführer |
Matthias Grafe seit 23.11.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GRAFE GmbH & Co. KGBlankenhainKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 11.10.2022 bis zum 31.12.2022KonzernlageberichtI. Lage der Gesamtwirtschaft weltweit Seit Beginn des Jahres 2022 hat sich die Weltwirtschaft merklich abgekühlt. Das liegt vor allem an den deutlich gestiegenen Energiepreisen, die die ohnehin erhöhten Produktionskosten der Unternehmen und die anhaltend hohe Verbraucherpreisinflation zusätzlich befeuert haben. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat zudem zu einer hohen wirtschaftlichen Unsicherheit geführt. Aufgrund der hohen Inflationsraten haben viele Zentralbanken die Leitzinsen erhöht. Darüber hinaus haben die gestiegene Zahl an Coronavirus-Infektionen und die damit verbundenen Produktionsausfälle, insbesondere in China, die Weltkonjunktur im Frühjahr 2022 gedämpft und zu neuen Lieferengpässen geführt. Diese Faktoren belasten den globalen konjunkturellen Ausblick, der sich im Vergleich zum Frühjahr 2022 deutlich verschlechtert hat. Die Energiepreise dürften insbesondere in Europa und Asien im Winterhalbjahr 2022/23 hoch bleiben und im nächsten Jahr nur langsam sinken. Dies dürfte die Produktionskosten weiter erhöhen und zu einer fortschreitenden Überwälzung auf die Verbraucherpreise führen, aufgrund derer die Verbraucherpreisinflation im Prognosezeitraum hoch bleibt. Die anhaltende Teuerung reduziert die Kaufkraft der privaten Haushalte, was den privaten Konsum belastet. Die Finanzierungsbedingungen dürften sich infolge der weltweiten Straffung der Geldpolitik weniger günstig entwickeln als in den vergangenen Jahren und die Nachfrage dämpfen. Mit Verzögerung dürfte dies der aufwärtsgerichteten Preisentwicklung entgegenwirken. Bei den angebotsseitigen Engpässen zeichnet sich insgesamt eine Entspannung auf hohem Niveau ab, nicht zuletzt aufgrund der nachlassenden globalen Nachfrage. Gleichzeitig dürfte der nach wie vor hohe Auftragsbestand vieler Unternehmen die Produktion stützen, wenn die angebotsseitigen Engpässe weiter abklingen. Insgesamt erwartet der Sachverständigenrat ein weltweites Wirtschaftswachstum von 2,8 Prozent für das Jahr 2022 und von 1,9 Prozent für das Jahr 2023. Das Wachstum des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) hat sich in der 1. Jahreshälfte 2022 gegenüber dem kräftigen Wachstum in der 2. Jahreshälfte 2021 deutlich verlangsamt. Die hohe Inflation, die große Unsicherheit sowie anhaltende Störungen der Lieferketten wirkten der wirtschaftlichen Expansion in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften und Schwellenländern entgegen. Sie waren mit einem Rückgang des globalen BIP im 2. Quartal 2022 verbunden. In vielen fortgeschrittenen Volkswirtschaften war das BIP-Wachstum in der 1. Jahreshälfte 2022 zwar noch positiv, verlangsamte sich jedoch deutlich gegenüber dem Jahresende 2021. Maßgeblich dafür waren die stark gestiegenen Energiepreise und - insbesondere in Japan - die Verbreitung der sehr ansteckenden Omikron-Varianten im 1. Quartal 2022. Im Euro-Raum belebte die Lockerung der Eindämmungsmaßnahmen für das Coronavirus die Konjunktur im 2. Quartal 2022 und trug zu einem positiven Wachstum im 1. Halbjahr 2022 bei. Unter den fortgeschrittenen Volkswirtschaften war einzig in den USA das BIP-Wachstum in der 1. Jahreshälfte 2022 negativ. Auch in den Schwellenländern war das BIP-Wachstum im 2. Quartal 2022 insgesamt negativ, getrieben durch das negative Wachstum Chinas. In anderen Schwellenländern, etwa in Latein- und Mittelamerika sowie in Asien, stieg die wirtschaftliche Aktivität hingegen kräftig. II. Lage im Euro-Raum Die Wirtschaftsleistung im Euro-Raum war im 1. Halbjahr 2022 in vielen Mitgliedstaaten noch aufwärtsgerichtet. Im Sommer 2022 haben sich die konjunkturellen Aussichten für den Euro-Raum aber erheblich verschlechtert. Die direkten und indirekten Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine, der Kaufkraftverlust infolge der hohen Inflationsraten sowie die abkühlende Weltwirtschaft belasten die Volkswirtschaften im Euro-Raum in immer stärkerem Maße. Da aktuell bei den Energiepreisen nicht mit einer raschen Entspannung zu rechnen ist, muss mindestens im Winterhalbjahr 2022/23 mit einer rückläufigen Wirtschaftsleistung im Euro-Raum gerechnet werden. Allem voran dürfte der Kaufkraftverlust die Konsumnachfrage in vielen Mitgliedstaaten deutlich zurückgehen lassen. Die Wirtschaftsleistung im Euro-Raum ist im 1. Halbjahr 2022 trotz der verschlechterten Rahmenbedingungen gestiegen. Dabei beschleunigte sich das Wachstum des preis-, kalender- und saisonbereinigten BIP im 2. Quartal 2022 leicht auf 0,8 Prozent, nachdem es bereits im 1. Quartal 2022 um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal gestiegen war. Damit lag das BIP rund 1,9 Prozent über dem Vor- Corona-Niveau aus dem 4. Quartal 2019. Neben dem Beitrag von Deutschland geht die Ausweitung des BIP im 1. Quartal 2022 vor allem auf das starke Wachstum in Irland von 6,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal zurück, was vor allem auf die Entwicklung von multinationalen Unternehmen zurückzuführen ist. Im 2. Quartal 2022 wuchsen die Niederlande und Österreich mit 2,6 Prozent und 1,9 Prozent recht stark. Zudem legte die Wirtschaftsleistung unter anderem in Griechenland, Italien und Spanien überdurchschnittlich zu. Demgegenüber war das Wachstum etwa in Belgien, Deutschland und Portugal gering oder stagnierte annähernd. In Estland und Luxemburg ging die Wirtschaftsleistung sogar zurück. Die heterogene konjunkturelle Entwicklung der Mitgliedstaaten im 2. Quartal 2022 ist vor allem auf die unterschiedlichen Wirtschaftsstrukturen und die damit einhergehende Betroffenheit durch die Lieferkettenstörungen sowie die direkten und indirekten Auswirkungen des russischen Angriffskrieges zurückzuführen. So unterscheiden sich die Energiepreisanstiege und die wirtschaftliche Unsicherheit über die Erdgasversorgungslage im Winterhalbjahr 2022/23 zwischen den Mitgliedstaaten. Darüber hinaus beeinflussten die Verbraucherpreisinflation und das Wachstum der kontaktintensiven Dienstleistungen in unterschiedlichem Maße die konjunkturelle Entwicklung in den Mitgliedstaaten. So dürften die geschrumpfte Kaufkraft und die hohe wirtschaftliche Unsicherheit die Erholung der privaten Konsumausgaben infolge der Lockerungen pandemiebedingter Einschränkungen in einigen Mitgliedstaaten gedämpft haben. Demgegenüber verzeichneten die meisten Mitgliedstaaten eine deutliche Zunahme des Tourismus, was dem Gastgewerbe insbesondere in den südeuropäischen Ländern Impulse gegeben hat. Zudem waren die Volkswirtschaften im Euro-Raum zu unterschiedlichen Zeitpunkten und in unterschiedlichem Ausmaß von der Omikron-Welle betroffen. Die Bruttowertschöpfung im Verarbeitenden Gewerbe stützte in einigen Mitgliedstaaten wie etwa den Niederlanden, Frankreich und Österreich das Wachstum im 1. Halbjahr 2022. Im 2. Quartal 2022 nahm das Wachstum aber ab und das Verarbeitende Gewerbe entwickelte sich in den Mitgliedstaaten recht heterogen. So schrumpfte etwa in Belgien, Deutschland und der Slowakei die BWS, während sie unter anderem in Italien, Spanien und Österreich recht kräftig anstieg. Während die Lieferengpässe zurückgingen, dürften in anderen Mitgliedstaaten die hohen Erzeugerpreise für das geringere Wachstum verantwortlich sein. III. Lage in Deutschland Zu Beginn des russischen Angriffskrieges im Februar 2022 war die deutsche Wirtschaft noch deutlich auf Erholungskurs. Nach der pandemiebedingten Stagnation im 4. Quartal 2021 expandierte das preis-, kalender- und saisonbereinigte BIP im 1. Quartal 2022 um 0,8 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Das BIP wuchs im 2. Quartal 2022 mit einer Rate von 0,1 Prozent deutlich langsamer, womit annähernd das Niveau des konjunkturellen Hochpunkts aus dem 4. Quartal 2019 erreicht wurde. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im 1. Halbjahr 2022 wurde wesentlich durch die privaten Konsumausgaben bestimmt. Diese wuchsen preis-, kalender- und saisonbereinigt in den ersten beiden Quartalen 2022 um jeweils 0,8 Prozent, insbesondere getrieben von den Dienstleistungsbereichen. Nachlassende wirtschaftliche Auswirkungen der Pandemie und die weitgehende Aufhebung der pandemiebedingten Eindämmungsmaßnahmen Ende März 2022 waren dafür maßgeblich verantwortlich. Die Wertschöpfung wuchs insbesondere in den Bereichen Freizeit und Unterhaltung beziehungsweise Beherbergung und Gastronomie. Lediglich der Handel und die Öffentlichen Dienstleister wiesen eine relativ schwache Entwicklung auf. Im Gegensatz zu den Dienstleistungsbereichen setzte das Verarbeitende Gewerbe seine schwache Entwicklung der Vorquartale weiter fort. Im 1. Halbjahr 2022 sank die Bruttowertschöpfung leicht um -0,5 Prozent gegenüber dem 4. Quartal 2021. Die vorliegenden Daten zur Industrieproduktion legen nahe, dass sich die Seitwärtsbewegung im 3. Quartal 2022 fortgesetzt hat. So fiel die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe im August um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat, lag damit aber um 0,5 Prozent über dem Niveau des Vorquartals. Wachstumsstützend wirkte der Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe, der trotz eines rückläufigen Auftragseingangs und der langsam nachlassenden Lieferengpässe noch außergewöhnlich hoch ist. Aufgrund der geringen Produktion erreichte der Auftragsbestand im August 2022 einen neuen Höchstwert, stieg allerdings mit geringerem Tempo als in den Vormonaten. Im Baugewerbe besteht zwar ebenfalls ein kräftiges Auftragspolster, allerdings mehren sich insbesondere dort die Stornierungen. Im Verarbeitenden Gewerbe dämpften Lieferengpässe bei Vorprodukten und Materialien nach wie vor die Produktion und verhinderten, dass die bislang hohe Nachfrage bedient werden konnte. Umfragen und globale Indikatoren deuten allerdings darauf hin, dass die Störungen zuletzt etwas zurückgingen. Dies ist wesentlich durch den Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage und geringere angebotsseitige Störungen, allen voran in China, zu erklären. In den Sommermonaten 2022 kamen durch das Niedrigwasser im Rhein verursachte temporäre Lieferstörungen hinzu. Diese behinderten die Versorgung der Industrie mit Energierohstoffen und Mineralölerzeugnissen und beeinträchtigten damit unter anderem die Stromproduktion. Das Verarbeitende Gewerbe ist zudem von den gestiegenen Preisen bei Strom und Erdgas betroffen. Dies gilt insbesondere in den energieintensiven Bereichen wie etwa der Chemiebranche sowie der Metallerzeugung und -verarbeitung. Hier fiel die Produktion im August um 8,6 Prozent gegenüber Februar 2022 und um 2,1 Prozent gegenüber Juli 2022. Die direkten Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Bruttowertschöpfung waren aufgrund des geringen Wertschöpfungsanteils der energieintensiven Wirtschaftsbereiche von etwa 4,4 Prozent im Jahr 2021 relativ gering. Da die energieintensiven Industrien für 76 Prozent des industriellen Energieverbrauchs verantwortlich sind, dürfte der bisherige Rückgang der Produktion in diesen Bereichen aber bereits zu einer deutlichen Reduktion des Energieverbrauchs geführt haben. Für die Abschnitte I. bis III. verweisen wir auf das Gutachten des Sachverständigenrats Gesamtausgabe 2022/2023 IV. Bundesweite Entwicklung der Kunststofferzeugenden und -verarbeitenden Industrie Das Jahr 2022 war grundsätzlich kein schlechtes Jahr für die Umsatzentwicklung der Unternehmen der kunststoffverarbeitenden Industrie. Die Herausforderungen der Vergangenheit, wie zum Beispiel die Corona-Pandemie und Lieferkettenprobleme, konnten nahezu bewältigt werden. Gleichzeitig sah man sich mit vielen unerwarteten Entwicklungen konfrontiert. Insbesondere die Auswirkungen des Ukrainekrieges führten zu dramatischen Preisentwicklungen für Energie sowie einer deutlichen Steigerung der Inflationsrate. Im Berichtszeitraum verzeichnete die kunststoffverarbeitende Industrie in Deutschland einen Umsatzzuwachs auf 78 Mrd. Euro, was einer Steigerung von 12 Prozent entspricht. Gleichzeitig sank die Menge, vor allem durch die ungünstigen Konjunkturbedingungen und dem damit einhergehenden Nachfragerückgang der Industrie, um 3 Prozent auf 13,6 Mio. Tonnen. Insgesamt war das Umsatzwachstum durch die allgemeinen Preissteigerungen, insbesondere bei der Energie, getrieben, wenngleich es nicht gelang, Kostensteigerungen vollumfänglich an die Kunden weiterzugeben. Die damit einhergehenden zurückgehenden Erträge bereiten vielen Branchenunternehmen zunehmend Sorge. Den deutlichsten Umsatzzuwachs verzeichnete die Verpackungsbranche mit knapp 14,9 Prozent. Es folgen der Bausektor mit 12,3 Prozent, technische Anwendungen mit 11,9 Prozent und letztlich Konsumprodukte mit 11,5 Prozent. Für die künftige Entwicklung sind die Erwartungen in der Branche eher verhalten. Die geopolitischen Entwicklungen, die zu erwartenden Preissteigerungen insbesondere für den Bereich Energie, der Fachkräftemangel sowie die Unsicherheit über die künftigen rechtlichen und wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen dämpfen die Aussichten. Des Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e.V. (GKV) warnt bereits vor möglichen Folgen für den Standort Deutschland sollte sich die Kostensituation für die Unternehmen der kunststoffverarbeitenden Industrie nicht verbessern. In einer Befragung deuteten 54 Prozent der Unternehmen einen möglichen Abbau von Arbeitsplätzen an. Für die Hälfte der Befragungsteilnehmer sind Überlegungen zu Kurzarbeit und für 41 Prozent eine Verlagerung der Produktion ins Ausland bereits relevant. "...Unternehmen, die Deutschland einmal verlassen haben, werden nicht wiederkommen. Eine Abwanderung der mittelständischen Industrie hätte irreversible Folgen für die Wertschöpfung, die Arbeitsplätze und die Zukunftsfähigkeit unseres Landes." - so Dr. Helen Fürst in Ihrer Rede zur Jahrespressekonferenz des GKV 2023. V. Lage des Konzerns Die GRAFE GmbH & Co. KG wurde am 11.10.2022 neu gegründet. Die Anteile an der GRAFE Advanced Polymers GmbH wurden zum 11.10.2022 im Rahmen einer Sacheinlage in die GRAFE GmbH & Co. KG eingebracht. Seither ist die GRAFE GmbH & Co. KG die Muttergesellschaft. Aus diesem Grund hat die GRAFE GmbH & Co. KG zum 31.12.2022 erstmals einen Konzernabschluss aufgestellt. Der Erstkonsolidierungszeitpunkt ist der 11.10.2022. Mit den Notarverträgen vom 01.12.2022 sowie 09.03.2023 hat die GRAFE Advanced Polymers GmbH Teile ihres Vermögens sowie Vertragsverhältnisse, incl. der Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge mit der GRAFE Polymer Solutions GmbH sowie der HD Kunststoffe, mit Wirkung zum 01.11.2022 auf die GRAFE GmbH & Co. KG übertragen. Die deutschen 100% Tochtergesellschaften haben ihren Sitz in Blankenhain. Muttergesellschaft ist die GRAFE GmbH & Co. KG. Die GRAFE Polska Sp. z o.o. (Sitz Lubliniec, Polen) sowie die GRAFE Italia S.r.l. (Sitz Bozen, Italien) fungieren als Service- und Vertriebsgesellschaften für den polnischen bzw. italienischen Markt für den sie unter anderem die Produktentwicklung betreiben. Die GRAFE Ceska republika s.r.o. soll zukünftig als Service- und Vertriebsgesellschaft für die Märkte Tschechien und Slowakei agieren. Am Standort Blankenhain finden sämtliche übrigen Aktivitäten zur Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Pigmentpräparationen und Compounds durch die GRAFE Polymer Solutions GmbH statt. Die HD Kunststoffe GmbH ergänzt das Sortiment um für die Anwendung im Bereich des Rotationsmoulding geeignete Produkte. Die Verwaltung der Grundstücke ist Aufgabe der GRAFE Facility Management GmbH. Die ARGUS Additive Plastics GmbH, Büren, ergänzt das Produktportfolio um den Bereich Additiv. Umsatz- und Ergebnisentwicklung Im Rahmen der Erstkonsolidierung zum 11.10.2022 wurde ein passiver Unterschiedsbetrag aus dem kleinsten Konsolidierungskreises auf Ebene der GRAFE Advanced Polymers GmbH der Rücklage zugeführt. Die nachfolgenden Ausführungen beziehen sich entsprechend auf das Rumpfgeschäftsjahr vom 11.10.2022 bis zum 31.12.2022. Vergleichszahlen können daher nicht angegeben werden. Für den Berichtszeitraum verzeichneten die Unternehmen der GRAFE - Gruppe einen konsolidiertes Rohergebnis in Höhe von 11.550 Tsd. Euro. Für das EBIT beträgt der Wert 3.939 Tsd. Euro und der Jahresüberschuss beläuft sich auf 2.984 Tsd. Euro.
Die Umsatzerlöse wurden in den Tätigkeitsbereichen Masterbatch mit einem Anteil von 92 Prozent, Compounds in Höhe von 6 Prozent und Sonstige in Höhe von 2 Prozent erzielt. Die Produkte aus den unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen wurden weltweit abgesetzt. Den größten geographischen Absatzmarkt stellt mit 65 Prozent Deutschland dar, gefolgt von der EU mit 27 Prozent und dem sonstigen Ausland mit einem Anteil in Höhe von 8 Prozent. Sowohl hinsichtlich der Umsatzentwicklung als auch der Entwicklung der Ertragskennzahlen liegen die Unternehmen der GRAFE - Gruppe damit im Rahmen der Mittel- und Langfristplanung. Die Entwicklung der Unternehmen der GRAFE - Gruppe im Geschäftsjahr wird als positiv bewertet und unsere Einschätzungen für das Jahr 2022 wurden unter Berücksichtigung der geopolitischen Rahmenbedingungen und deren globalen Auswirkungen bestätigt. Zielvorgabe für die nächsten Jahre ist es, das Umsatzniveau des Jahres 2022 zu halten, die Ertragslage auf hohem Niveau zu stabilisieren und unsere Marktposition weiter zu festigen. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen im Berichtszeitraum 149 Tsd. Euro. Auftragslage Die GRAFE Polymer Solutions GmbH verzeichnet aktuell für das Jahr 2023 einen Rückgang der Produktionsaufträge von 12,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Etwas höher fällt die Veränderung für die produzierte Menge aus. Diese sank um knapp ein Drittel im Vorjahresvergleich. Dies führt zu einem Rückgang der durchschnittlichen Chargengrößen je Produktionsauftrag um 21,1 Prozent. Hier zeigt sich die deutliche konjunkturelle Eintrübung und Verunsicherung auf den Märkten. Die derzeitige Auftragslage bewerten wir im Kontext der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen dennoch als moderat positiv. Für das Jahr 2023 erwarten wir ein Auftragsvolumen unter dem Vorjahresniveau. Forschung und Entwicklung Innovationen, Forschung und Entwicklung und die ständige Verbesserung unserer Produkte und unseres Produktionsprozesses sind weiterhin die tragenden Säulen unseres Unternehmens. Innovationsstärke durch Forschung und Entwicklung ist und bleibt ein Schlüsselfaktor zum Erfolg; 30 Prozent unserer Mitarbeiter waren zum Bilanzstichtag in diesem Bereich tätig. Die von uns betriebenen Forschungsprojekte laufen weiterhin äußerst erfolgreich. Beschaffung Der Aufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Leistungen der GRAFE - Gruppe betrug im Rumpfgeschäftsjahr 16.608 Tsd. Euro. Für diesen Bereich sahen wir uns auch 2022 mit einem weiterhin hohen Preisniveau auf den Rohstoffmärkten konfrontiert. Personal Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl der GRAFE - Gruppe im Rumpfgeschäftsjahr 2022 beläuft sich auf 331 Mitarbeiter. Die Anzahl für quotal in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen beträgt 77 Mitarbeiter. Der Personalaufwand betrug 3.801 Tsd. Euro. Langfristig ist auf Grund der Inflation und der entsprechenden tariflichen Angleichung mit einer Steigerung für diesen Posten zu rechnen. Aufgrund des sich abzeichnenden Fachkräftemangels unterstützen wir auch zukünftig die berufswahlvorbereitenden Kurse an Schulen und setzen uns für einen verstärkten Bekanntheitsgrad der in den kunststoffverarbeitenden Betrieben gelehrten Berufsbilder ein. Sonstige betriebliche Aufwendungen Für die sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergibt sich ein Ausweis in Höhe von 3.104 Tsd. Euro. Wesentliche Posten sind die Raumkosten mit 899 Tsd. Euro, die Kosten der Warenabgabe mit 780 Tsd. Euro und die sonstigen Kosten mit 821 Tsd. Euro. Investitionen und Abschreibungen Die GRAFE - Gruppe hat im Berichtszeitraum Investitionen im Bereich des Anlagevermögens getätigt. Nach Abschreibungen in Höhe von 705 Tsd. Euro beträgt der Wert des Anlagevermögens 29.896 Tsd. Euro. Finanzierung und Liquidität Das Liquiditätsmanagement der Unternehmensgruppe wird durch die GRAFE GmbH & Co. KG geführt. Alle am Standort Blankenhain operativen Gesellschaften, bis auf die Land- und Forstwirtschaftsbetrieb Gut Krakau GmbH, sind in den Cash-Pool der GRAFE - Gruppe eingebunden. Die Liquiditätskonzentration findet auf den Konten der GRAFE GmbH & Co. KG statt. Alle Zahlungsverpflichtungen im Berichtszeitraum konnten termingerecht eingehalten werden. Eingeräumte Kontokorrentlinien wurden nicht ausgeschöpft. Der Finanzmittelfonds zum 31.12.2022 beträgt 17,6 Mio. Euro. Während des gesamten Berichtszeitraums und auch darüber hinaus war die Liquidität der Unternehmen der GRAFE - Gruppe zu jeder Zeit gesichert. Alle Unternehmen konnten jederzeit den finanziellen Verpflichtungen nachkommen. Die Konzernkapitalflussrechnung ist als Anlage beigefügt. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Rumpfjahr 19.394 Tsd. Euro. Aufgrund der in Berichtszeitraum getätigten Investitionen ergab sich ein negativer Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von - 772 Tsd. Euro. Der Liquiditätsabfluss aus Finanzierungstätigkeit betrug 987 Tsd. Euro. Daraus ergibt sich insgesamt eine zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds in Höhe von 17.635 Tsd. Euro. Zahlungsunwirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds aus Erträgen bzw. Aufwendungen aus Kursdifferenzen betrugen im Rumpfjahr 1 Tsd. Euro. VI. Darstellung der Vermögenslage Die Bilanzsumme der GRAFE - Gruppe beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 98,5 Mio. Euro. Die Vermögens- und Kapitalstruktur stellt sich wie folgt dar:
*in den Summen kommt es zu rundungsbedingten
Abweichungen
Die immateriellen Vermögensgegenstände betragen zum Bilanzstichtag 2,2 Mio. Euro. Diese beinhalten einen Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 2,0 Mio. Euro und wurde im Rahmen der Erstkonsolidierung aus dem kleinsten Konzernkreis der GRAFE Advanced Polymers GmbH in Höhe von 2,4 Mio. Euro übernommen. Im Zugangszeitpunkt 2020 wurde eine Nutzungsdauer von 10 Jahren unterstellt. Im Rahmen der Erstkonsolidierung ist Sachanlagevermögen in Höhe von 27,2 Mio. Euro dem Konzern zugegangen. Investitionen sowie planmäßige Abschreibungen im Rumpfgeschäftsjahr führen zu einem Bilanzausweis in Höhe von 27,6 Mio. Euro. Das Vorratsvermögen beträgt zum Bilanzstichtag 29,9 Mio. Euro. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf 9,4 Mio. Euro. Weiterhin sind sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 11,6 Mio. Euro ausgewiesen. Diese betreffen im Wesentlichen Forderungen gegenüber Kommanditisten (1,2 Mio. Euro), Steuerrückforderungen sowie gewährte Darlehen. Für das Eigenkapital ergibt sich ein Bilanzausweis in Höhe von 56,5 Mio. Euro. Den wesentlichen Posten mit 55,3 Mio. Euro bildet die Rücklage aus der Erstkonsolidierung zum 11.10.2022. Die bilanzielle Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 57,3 Prozent. Die Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag 5,6 Mio. Euro und entfallen im Wesentlichen auf Steuerrückstellungen (3,3 Mio. Euro). Wesentliche Posten in den sonstigen Rückstellungen bilden Urlaubsrückstellungen sowie Rückstellungen für Gewährleistungen. Im Rahmen der Erstkonsolidierung wurden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 22,2 Mio. Euro übernommen. Durch planmäßige Tilgungen im Rumpfgeschäftsjahr in Höhe von 0,9 Mio. Euro ergibt sich ein Bilanzausweis in Höhe von 21,3 Mio. Euro. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Bilanzstichtag 3,1 Mio. Euro. In den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 11,7 Mio. Euro sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 9,6 Mio. Euro beinhaltet. VII. Risikobericht Um unsere starke Wettbewerbssituation zu schützen, weiter auszubauen und so den langfristigen Erfolg unserer Unternehmensgruppe sicherzustellen, halten wir es für notwendig, angemessene Risiken einzugehen. Unsere Risikomanagementgrundsätze und unser Risikomanagementsystem definieren, wie wir mit Risiken umzugehen haben. Sie geben vor, welche Risiken wir vermeiden, welche wir übertragen und welche Risiken wir unter Berücksichtigung der dafür notwendigen Vorkehrungen akzeptieren, um unser Gesamtrisiko zu minimieren, Chancen gleichzeitig aber bestmöglich zu nutzen. Risikomanagementprinzipien und -prozess Die GRAFE - Gruppe hat ein integriertes Risikomanagementsystem, da Risiken vor dem Hintergrund heterogener Risikoprofile in den Geschäftssegmenten am besten dort identifiziert, bewertet und gemanagt werden, wo sie auftreten. Im Zuge der Zertifizierung nach IATF 16949 wurden auch für das Risikomanagement konkrete Arbeitsanweisungen in allen Bereichen festgeschrieben. So kann das zentrale Risikomanagement noch effektiver relevantes Know-how bereitstellen, die Zusammenarbeit mit den jeweiligen Fachverantwortlichen intensivieren und die Entwicklung im Zeitablauf überwachen. Unser Management integriert fortlaufend diese Risikoinformationen in seinen Entscheidungsfindungsprozess. Der Risikomanagementprozess besteht aus den folgenden Schritten: Risikoidentifikation: Die GRAFE - Gruppe überwacht ständig das gesamtwirtschaftliche Umfeld und die Entwicklungen in der Kunststoffindustrie, sowie interne Prozesse, um Risiken so früh wie möglich zu identifizieren. Dafür haben wir einen Katalog mit potentiellen Risiken für unser Unternehmen, die Kunststoffindustrie und unser Unternehmensumfeld definiert, der unserem Management innerhalb unserer Organisation dabei hilft, Risiken zu erkennen. Risikobeurteilung: Identifizierte Risiken werden bezüglich ihres potentiellen Schadensausmaßes und ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit beurteilt. Das Ausmaß potentieller Verluste wird wenn möglich quantitativ gemessen. Dabei werden Best- und Worst-Case-Szenarien erstellt und deren mögliche Auswirkung auf die kurz- und langfristige Finanzlage unseres Unternehmens ermittelt. Wo Risiken nicht quantifiziert werden können, werden sie qualifiziert und ihre finanzielle Auswirkung abgeschätzt. Risikosteuerung: Ausgehend von unseren Risikomanagementgrundsätzen entscheidet das Management darüber, welche Risiken wir vermeiden, reduzieren, übertragen oder akzeptieren. Risiken der künftigen Entwicklung Risiken aus der Corona Pandemie. Die Pandemie scheint augenscheinlich überwunden. Die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft beurteilen wir derzeit als gering angesehen. Die Einschränkungen auf die globale Wirtschaft in Form von Lockdowns, Lieferengpässe und Materialknappheit haben sich normalisiert. Risiken aus dem Ukrainekonflikt. Die Auswirkungen betreffen insbesondere den Finanz- und Energiesektor. Die hohe Inflation sowie die deutlich gestiegenen Zinsen als Reaktion der Europäischen Zentralbank auf diese Preisentwicklung führen aktuell zu einem deutlichen Rückgang der Konsum- und Investitionsneigung. Bisher ist es nicht gelungen, das Preisniveau für Strom und Gas auf das Niveau vor dem Beginn des Krieges zu senken wodurch die wirtschaftliche Entwicklung weiterhin gebremst wird. Vielmehr ist aktuell von einer Rezession, insbesondere in Deutschland, auszugehen. Gesamtwirtschaftliche Risiken. Die Umsätze der GRAFE - Gruppe werden im Wesentlichen mit entwicklungsintensiven chemischen Produkten erzielt, die als Roh- und Hilfsstoffe in der kunststoffverarbeitenden Industrie benötigt werden. Diese unterliegen zeitlich versetzt konjunkturellen Schwankungen der Gesamtwirtschaft, weisen jedoch in der Regel höhere Ausschläge auf. Die aktuellen Veränderungen der weltweiten Wirtschaftslage werden sich demnach auf die weitere geschäftliche Entwicklung auswirken, die konkreten Auswirkungen dieser Risiken lassen sich jedoch nicht abschätzen. Branchenrisiken. Das Geschäft der GRAFE - Gruppe ist von den Branchenzyklen der kunststoffverarbeitenden Industrie abhängig. Die dortige Entwicklung wird zu einem großen Teil von den Rohstoffkosten mitbestimmt und ist zudem sehr energieintensiv. Die aktuellen geopolitischen Entwicklungen stellen, neben möglichen Steigerungen des Erdölpreises, ein nicht zu vernachlässigendes Risiko für die Energiekosten dar. Auch sieht sich die Branche mit der Thematik der Nachhaltigkeit stark konfrontiert. Zwar sind Fortschritte bei der Transformation in Richtung Kreislaufwirtschaft erkennbar, die konkreten Auswirkungen dieser Entwicklung jedoch schwer abschätzbar. Schwankungen der zyklischen Märkte können weiterhin die Zahlungsfähigkeit der Kunden beeinflussen. Diesem Risiko begegnet die GRAFE - Gruppe durch Prüfung der Kreditwürdigkeit von Neukunden, laufende Überwachung der Außenstände, zeitnahes Mahnwesen und die Absicherung hoher Forderungen bei Warenkreditversicherern. Risiken aus der Finanzierung. Durch regelmäßige Liquiditätsberichte, die unter anderem die freien Banklinien und die Tagesbewegungen wichtiger Konten zeigen, wird die Liquidität überwacht. Eine integrierte Jahresbudgetplanung und eine laufende Monatsprognose der Liquidität tragen zur Effektivität unserer Finanzplanung bei. Währungsrisiken. Währungsänderungsrisiken begegnet die GRAFE - Gruppe durch ein spezielles Risikomanagement-System. Konkrete Verantwortlichkeiten, in Richtlinien festgelegte Absicherungsstrategien, Limits und Kontrollen sollen Fehler und Spekulationen verhindern. Zinsrisiken. Die langfristigen Darlehen der GRAFE - Gruppe beinhalten sowohl solche mit festen, als auch Darlehen mit variablen Zinssätzen. Für Darlehen mit variablen Zinssätzen werden als Zinssicherungselemente Zinscaps eingesetzt. Aufgrund der Zinsfestschreibungen und der Zinsabsicherungen ist das kurzfristige Zinsänderungsrisiko für die GRAFE - Gruppe sehr gering. Rechtliche Risiken. Rechtliche Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens haben könnten, liegen nach unserer Einschätzung und der Einschätzung unserer Anwälte nicht vor. IT-Risiken. Die GRAFE - Gruppe arbeitet mit einem unternehmensweiten Intranet, in welches sowohl das interne Rechnungswesen, als auch die Produktionsplanung und -steuerung und das Vertriebssystem eingebunden sind. Ein kompletter Ausfall des IT-Systems würde somit nahezu alle Teile der Unternehmensgruppe betreffen. Um dem entgegenzuwirken, sind die Datenleitungen und Datensicherungen redundant ausgelegt, die Energieversorgung wird durch unterbrechungsfreie Stromversorgungen vor Stromschwankungen gesichert. Der Gefahr von Schäden durch Viren und Hacker wird durch interne und externe Sicherungsmaßnahmen begegnet. Chancen der künftigen Entwicklung Das Sortiment der GRAFE - Gruppe besteht zu großen Teilen aus technisch hochwertigen Produkten. Eine Zunahme der Qualitätsanforderungen unserer Kunden, insbesondere in den Ländern Osteuropas, sehen wir als Chance zur Erschließung weiterer geographischer Absatzmärkte und damit einhergehender Umsatzpotentiale. Hinsichtlich des technologischen Wandels sehen wir künftig einen verstärkten Einsatz von Kunststoffen und damit einhergehend weiteres Wachstum für unsere Branche. So dürfte weiterhin die aktuelle Entwicklung zum Thema Elektromobilität den Automobilsektor sowie die Zulieferindustrie vor neue Herausforderungen stellen. Eine Verdrängung bisheriger Werkstoffe durch modifizierte Kunststoffe ist sehr wahrscheinlich. Vor dem Hintergrund des Nachhaltigkeitsgedanken macht die Kunststoffindustrie deutliche Fortschritte bei der Transformation in Richtung Kreislaufwirtschaft. Hieraus eröffnen sich perspektivisch neue Anwendungsfelder. Andere mögliche Einsatzgebiete auf Grund neuer Technologien oder politischer Rahmenbedingungen lassen sich hingegen nach jetzigem Stand lediglich erahnen. VIII. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag sind im Anhang des Konzernabschlusses erläutert. IX. Ausblick Trotz der anhaltend schwierigen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen können wir als Unternehmensgruppe mit dem Geschäftsjahr 2022 zufrieden sein. Wir verzeichnen eine Stabilisierung unserer Geschäftsentwicklung für 2023 sowie einen Umsatz der leicht unter dem Niveau des Jahres 2022 liegt. Für die Ertragslage sehen wir, dass das EBIT, auf Grund der Entwicklung der Personalkosten, der anhaltend hohen Inflation sowie der fehlenden Entspannung auf den Energiemärkten deutlich stärker als der Umsatz zurückgeht.
Blankenhain, im Februar 2024 GRAFE GmbH & Co. KG GRAFE Management GmbH gez. Matthias Grafe, Geschäftsführer gez. Clemens Grafe, Geschäftsführer KonzernbilanzAKTIVA
PASSIVA
Konzerngewinn- und Verlustrechnung
KonzernanhangI. Allgemeine Angaben Die Obergesellschaft des Konzerns ist die GRAFE GmbH & Co. KG mit Sitz in Blankenhain (Deutschland). Die Gesellschaft ist eingetragen in das Handelsregister des Amtsgerichts Jena unter HRA 506248. Mit der Gründung der GRAFE GmbH & Co. KG am 11.10.2022 ist ein neuer Konzern entstanden, welcher nun den größten Konsolidierungskreis darstellt. Die funktionale Währung und die Berichtswährung ist der Euro. Der Konzernabschluss der GRAFE GmbH & Co. KG wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches und der vom deutschen Standardisierungsrat verabschiedeten "Deutschen Rechnungslegungs Standards" (DRS) aufgestellt. Ergänzend wurden die Vorschriften des deutschen GmbHG und des Gesellschaftsvertrages beachtet. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft hat per 31.12.2022 erstmalig einen Konzernabschluss aufgestellt. Das Rumpfgeschäftsjahr beginnt am 11.10.2022 und endet am 31.12.2022. Vergleichszahlen können daher nicht angegeben werden. Nach den in § 293 Abs. 1 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft als Mutterunternehmen verpflichtet, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht zu erstellen. II. Abgrenzung des Konsolidierungskreises In den Konzernabschluss sind neben der GRAFE GmbH & Co. KG mit Sitz in Blankenhain neun Tochterunternehmen in den Konsolidierungskreis einbezogen worden. Die Buchwerte der GRAFE GmbH & Co. KG gehörenden Anteile werden im Rahmen der unten beschriebenen Kapitalkonsolidierung mit dem Anteil der GRAFE GmbH & Co. KG am Eigenkapital des jeweiligen Tochterunternehmens verrechnet. Anteile Konzernfremder am Reinvermögen der konsolidierten Tochterunternehmen sind zum 31. Dezember 2022 nicht vorhanden. Der Konsolidierungskreis stellt sich wie folgt dar: Die GRAFE GmbH & Co. KG hält zum 31.12.2022 100 % der Anteile an der GRAFE Advanced Polymers GmbH, der GRAFE Polymer Solutions GmbH, der GRAFE Facility Management GmbH, der Land- und Forstwirtschaftsbetrieb Gut Krakau GmbH sowie der HD Kunststoffe GmbH. Die Gesellschaft bildet somit den größten Konsolidierungskreis. Das Tochterunternehmen GRAFE Advanced Polymers GmbH hält 100 % der Anteile an der GRAFE Polska Sp. z o.o., der GRAFE Italia S.r.L sowie der GRAFE Ceska republika s.r.o. und 50 % der Anteile an der ARGUS Additive Plastics GmbH und bildet damit den kleinsten Konsolidierungskreis. Die 100 % Tochtergesellschaften GRAFE Polyrapid GmbH sowie GRAFE Geschäftsführungs GmbH wurde gemäß § 296 Abs. 2 S. 1 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Die in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten verbundenen Unternehmen sind in der Weise im Konzernabschluss abgebildet, als ob es sich bei dem Konzern um ein einziges Unternehmen handelt.
2) Anteilige Konsolidierung gemäß
§ 310 HGB
3) Tochterunternehmen der GRAFE GmbH & Co.
KG
4) Tochterunternehmen der GRAFE Advanced
Polymers GmbH
Die Jahresabschlüsse aller aufgeführten Tochterunternehmen laut Konsolidierungstabelle wurden in den Konzernabschluss der GRAFE GmbH & Co. KG, Blankenhain, mit einbezogen, welcher im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht wird. Die GRAFE Advanced Polymers GmbH, die GRAFE Polymer Solutions GmbH, die GRAFE Facility Management GmbH, die HD Kunststoffe GmbH sowie die Land- und Forstwirtschaftsbetrieb Gut Krakau GmbH haben im Geschäftsjahr 2022 teilweise von der Befreiungsvorschrift gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. III. Konsolidierungsgrundsätze 1. Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Anteile an der GRAFE Advanced Polymers GmbH wurden zum 11.10.2022 im Rahmen einer Sacheinlage in die GRAFE GmbH & Co. KG eingebracht. Seither ist die GRAFE GmbH & Co. KG die Muttergesellschaft. Aus diesem Grund hat die GRAFE GmbH & Co. KG zum 31.12.2022 erstmals einen Konzernabschluss aufgestellt. Der Erstkonsolidierungszeitpunkt ist der 11.10.2022. Die GRAFE Advanced Polymers GmbH hat als Muttergesellschaft für den kleinsten Konzernkreis von Unternehmen einen Teilkonzernabschluss zum 11.10.2022 aufgestellt. Dieser Teilkonzernabschluss wurde der Erstkonsolidierung zum 11.10.2022 zugrunde gelegt. Zu diesem Zeitpunkt hielt die GRAFE Advanced Polymers GmbH sämtliche Beteiligungen an den Tochterunternehmen. Mit Notarverträgen vom 01.12.2022 sowie vom 09.03.2023 hat die GRAFE Advanced Polymers GmbH Teile ihres Vermögens sowie Vertragsverhältnisse, inkl. der Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge mit der GRAFE Polymer Solutions GmbH sowie der HD Kunststoffe GmbH, mit Wirkung zum 01.11.2022 auf die GRAFE GmbH & Co. KG übertragen. Entsprechend den gesetzlichen Vorschriften werden die Abschlüsse der einzelnen Gesellschaften zur Einbeziehung in den Konzernabschluss nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien aufgestellt. Die Abschlüsse sind grundsätzlich auf den 31. Dezember erstellt worden. Die Abschlüsse sämtlicher Konzerngesellschaften beinhalten den Zeitraum vom 12. Oktober bis zum 31. Dezember 2022. Die Einbringung der Anteile an der GRAFE Advanced Polymers GmbH in die Muttergesellschaft erfolgte im Rahmen einer Sacheinlage zu Buchwerten. Im Rahmen der Erstkonsolidierung wurden die der Muttergesellschaft gehörenden Anteile mit dem Eigenkapital des Teilkonzerns der GRAFE Advanced Polymers GmbH zum 11.10.2022 verrechnet. Daraus ergab sich ein passivischer Unterschiedsbetrag in Höhe von 55.728.042,13 Euro. Dieser hat den Charakter eines technischen passivischen Unterschiedsbetrages und wurde ergebnisneutral in der Rücklage erfasst. Der Konzernabschluss ist unter Berücksichtigung der §§ 290 ff. HGB aufgestellt worden. Die Bilanz zum 31. Dezember 2022 ist aus den Ansätzen der Erstkonsolidierung unter Berücksichtigung der Geschäftsvorfälle des laufenden Rumpfgeschäftsjahres entwickelt. Die Berichtswährung ist Euro. Die Umrechnung der Abschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften erfolgt einheitlich für alle Positionen der Bilanz mit dem Stichtagskurs zum Bilanzstichtag bzw. für alle Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Durchschnittskurs der Berichtsperiode. Differenzen aus den unterschiedlichen Umrechnungen werden gemäß § 308a HGB erfolgsneutral in einer gesonderten Eigenkapitalposition ausgewiesen. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten aus der laufenden Geschäftstätigkeit und mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs vom Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder mehr werden das Realisations- bzw. das Imparitätsprinzip beachtet. Umrechnungsdifferenzen haben keinen wesentlichen Einfluss auf die Ertragslage des Konzerns. Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens aufgestellt. Dieser Stichtag entspricht auch dem jeweiligen Abschlussstichtag sämtlicher in den Konzernabschluss einbezogener Unternehmen. Zwischenabschlüsse bei Tochterunternehmen waren damit nicht notwendig. Die Aufstellung erfolgte gemäß denen für die Tochterunternehmen geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Sofern erforderlich, wurden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen an die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns angepasst. Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgt nach § 308 HGB bei konzerngleichen Sachverhalten, sowohl für die Vollkonsolidierung als auch die anteilige Konsolidierung gemäß § 310 HGB, einheitlich. 2. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB. Die Anschaffungskosten der Beteiligungen werden mit dem neu bewerteten Eigenkapitalanteil der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet. Die sich aus der Konsolidierung ergebenden aktiven Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte aktiviert. Die jeweiligen Beteiligungen an den Tochterunternehmen sollen weiterhin langfristig gehalten werden. Die Stabilität und die voraussichtliche Bestandsdauer der Branche und der erworbenen Tochterunternehmen rechtfertigen eine Abschreibungsdauer von 10 Jahren. 3. Sonstiges Konzerninterne Salden und Transaktionen werden ebenso wie nicht realisierte Gewinne aus den konzerninternen Transaktionen vollumfänglich eliminiert. Im Rahmen der Zwischenergebniseliminierung werden Gewinne infolge konzerninterner Liefer- und Leistungsbeziehungen eliminiert. IV. Erläuterungen zur Konzernbilanz Immaterielle Vermögensgegenstände Die Aufgliederung und Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände geht aus dem Konzernanlagenspiegel hervor. Bei den unter der Position "entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten" bilanzierten immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich um entgeltlich erworbene Software-Lizenzen. Diese Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden grundsätzlich über einen Zeitraum von 3 Jahren vorgenommen. Im Rahmen der Erstkonsolidierung wurde ein Geschäfts- oder Firmenwert aus dem kleinsten Konzernkreis der GRAFE Advanced Polymers GmbH in Höhe von 2.418.127,35 Euro übernommen. Im Zugangszeitpunkt 2020 wurde eine Nutzungsdauer von 10 Jahren unterstellt. Durch die planmäßige Abschreibung in Höhe von 64.785,34 Euro sowie nachträglich Veränderungen der Anschaffungskosten in Höhe von - 309.804,50 Euro ergibt sich ein Schlussbestand in Höhe von 2.043.537,51 Euro. Sachanlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung des Sachanlagevermögens geht aus dem Konzernanlagenspiegel hervor. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bewertet, vermindert um planmäßige, soweit gesetzlich zulässig nach der geometrisch-degressiven Methode bzw. den höheren linearen Abschreibungen. Die Nutzungsdauern werden konzerneinheitlich bestimmt. Bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten einen Wert von 800,00 Euro nicht übersteigen, werden seit dem Kalenderjahr 2010 im Jahr des Zugangs voll. Buchgewinne und -verluste aus Abgängen werden zum Zeitpunkt des Abgangs ergebniswirksam. Die geschätzte Nutzungsdauer liegt für unbewegliche Wirtschaftsgüter zwischen 10 und 25 Jahren, für technische Anlagen, Maschinen sowie Büro- und Geschäftsausstattungen zwischen 3 und 10 Jahren. Finanzanlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung des Finanzanlagevermögens geht aus dem Konzernanlagenspiegel hervor. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten i. S. d. § 255 Abs. 1 HGB bewertet.
Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zum Bilanzstichtag unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Marktpreis bewertet. Fertige Erzeugnisse wurden unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Herstellungskosten oder zum niedrigeren Marktpreis bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die direkt der Fertigung zurechenbaren Materialien- und Lohnkosten, anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den durch die Fertigung veranlassten Werteverzehr des Anlagevermögens. Zinsen für Fremdkapital sind nicht in die Herstellungskosten einbezogen worden. Handelswaren wurden zum Bilanzstichtag unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Marktpreis bewertet. Konzerninterne Ergebnisse wurden bei der Ermittlung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten eliminiert. Die Vorräte betragen zum Bilanzstichtag 29.888.191,64 Euro, davon Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 19.531.844,25 Euro. Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert und unter Beachtung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die wahrscheinlichen Ausfallrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen und eine angemessene Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Unter den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind folgende Posten zusammengefasst:
Die sonstigen Vermögensgegenstände entfallen im Wesentlichen auf Steuerrückforderungen vergangener Jahre und gewährte Darlehen. Wertpapiere Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Markt- oder Börsenpreisen angesetzt. Zum Bilanzstichtag betrug der Wertansatz 669.730,99 Euro. Liquide Mittel Bargeld sowie alle Finanzmittel mit einer ursprünglichen Fälligkeit von bis zu drei Monaten werden als liquide Mittel ausgewiesen. Die Höhe der liquiden Mittel betrug zum Bilanzstichtag 16.966.758,23 Euro. Aktive Rechnungsabgrenzung Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet vor allem Aufwendungen für Versicherungen sowie kommende Messen. Insgesamt beträgt die Höhe des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens 113.449,08 Euro. Eigenkapital Das in der Bilanz ausgewiesene Kommanditkapital beträgt zum Bilanzstichtag 1.227.425,13 Euro, davon offen abgesetzte eigene Anteile in Höhe von 200,00 Euro. Die Einzahlung erfolgte im Jahr 2023. Die Rücklagen in Höhe von 55.336.969,76 Euro betreffen den passiven Unterschiedsbetrag in Höhe von 55.728.042,13 Euro, welcher sich aus der Erstkonsolidierung zum 11.10.2022 ergibt. Weiterhin ist ein Betrag in Höhe von 5.001.136,85 Euro als Resultat der Übertragung von Teilen des Vermögens von der GRAFE Advanced Polymers GmbH auf die GRAFE GmbH & Co. KG zum 01.11.2022 hier ausgewiesen. Letztlich sind hier weitere - 5.392.209,22 Euro ausgewiesen. Dieser Betrag betrifft die nicht auf die Gesellschafter der GRAFE GmbH & Co. KG verteilten Gewinnanteile des Geschäftsjahres. Die Zusammensetzung und Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist aus dem Konzerneigenkapitalspiegel ersichtlich. Rückstellungen Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Sie decken die möglichen Risiken in ausreichendem Maße ab. Die Rückstellungen beinhalten Steuerrückstellungen in Höhe von 3.279.629,55 Euro und sonstige Rückstellungen in Höhe von 2.278.461,48 Euro. Die sonstigen Rückstellungen betreffen in erster Linie Rückstellungen für Gewährleistungen, Tantiemen, Berufsgenossenschaft, Abschluss- und Prüfungskosten, Urlaubsansprüche sowie noch ausstehende Rechnungen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten sind unter Beachtung des Imparitätsprinzips mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 931.250,00 Euro durch Grundschulden, Pfandrechte oder ähnliche Rechte oder durch Sicherungsübereignungen gesichert. Passive latente Steuern Auf Grund unterschiedlicher Wertansätze in der Handels- und Steuerbilanz ergeben sich passive latente Steuern. Betroffen hiervon sind die Sonderposten mit Rücklageanteil für Investitionszuschüsse. Für die Ermittlung der latenten Steuerlasten bzw. -vorteile wurde ein Steuersatz in Höhe von 30 Prozent zugrunde gelegt. Daraus ergibt sich ein Konzernbilanzausweis in Höhe von 385.202,86 Euro. Die Entwicklung stellt sich wie folgt dar:
In der Position der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" sind Erträge aus der Auflösung latenter Steuern in Höhe von 6.225,39 Euro enthalten. V. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die ausgewiesenen Umsatzerlöse umfassen die Erlöse aus Lieferungen und Leistungen an Konzernfremde. Umsätze aus Lieferungen werden realisiert, wenn das wirtschaftliche Eigentum auf den Käufer übergegangen ist. Die Umsatzerlöse wurden in den Tätigkeitsbereichen Masterbatch mit einem Anteil von 92 Prozent, Compounds in Höhe von 6 Prozent und Sonstige in Höhe von 2 Prozent erzielt. Die Produkte aus den unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen wurden weltweit abgesetzt. Den größten geographischen Absatzmarkt stellt mit 65 Prozent Deutschland dar, gefolgt von der EU mit 27 Prozent und dem sonstigen Ausland mit einem Anteil in Höhe von 8 Prozent. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind die Erträge aus Währungsdifferenzen in Höhe von 39.470,27 Euro enthalten. Periodenfremde Erträge Die periodenfremden Erträge betragen 2.335,95 Euro und betreffen die Auflösungen von Rückstellungen sowie die Auswirkungen einer Betriebsprüfung. Personalaufwand Unter dem Posten Personalaufwand sind dargestellt:
Abschreibungen Die Abschreibungen wurden vorgenommen auf:
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen Allgemeine Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen werden zum Zeitpunkt ihres Anfalls als Aufwand erfasst. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsdifferenzen in Höhe von 15.287,84 Euro enthalten. Periodenfremde Aufwendungen Die periodenfremden Aufwendungen betragen 82,56 Euro und betreffen die Auswirkungen einer Betriebsprüfung. VI. Erläuterungen zu der Konzernkapitalflussrechnung Die Konzernkapitalflussrechnung zeigt die Herkunft und Verwendung der Zahlungsströme im Geschäftsjahr für die laufende Geschäftstätigkeit, die Investitionstätigkeit und die Finanzierungstätigkeit. Der Finanzmittelbestand setzt sich wie folgt zusammen:
Von den Guthaben bei Kreditinstituten entfallen 8.881.817,63 Euro auf quotal in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. VII. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz erscheinen, keine Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB darstellen und für die Beurteilung der Finanzlage des Konzerns von Bedeutung sind, bestehen nicht. VIII. Sonstige Angaben Kreditrisiken Die Gesellschaften prüfen grundsätzlich die Bonität ihrer Kunden. Sicherheiten werden üblicherweise nicht verlangt. Gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen bleibt das rechtliche Eigentum an den verkauften Gegenständen bis zur vollständigen Zahlung im Eigentum der Gesellschaft. Die Kundenforderungen sind durch eine Warenkreditversicherung bei der Hermes Kreditversicherung AG versichert. Honorar des Abschlussprüfers Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Jahr 2022 beträgt 82.250,00 Euro. Hiervon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen 73.750,00 Euro, Steuerberatungsleistungen 5.500,00 Euro und sonstige Leistungen 3.000,00 Euro. Anzahl der Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt waren 331 Mitarbeiter im Konzern tätig. Hiervon waren 126 Angestellte und 205 Arbeiter. Hierbei entfielen 77 Mitarbeiter auf Unternehmen, die gemäß § 310 HGB in den Konzernabschluss einbezogen wurden. Weiterhin waren 18 Auszubildende beschäftigt. Haftungsverhältnisse Die GRAFE GmbH & Co. KG hat sich gegenüber der GRAFE Advanced Polymers GmbH, der GRAFE Polymer Solutions GmbH, der GRAFE Facility Management GmbH, der Land- und Forstwirtschaftsbetrieb Gut Krakau GmbH sowie der HD Kunststoffe GmbH unkündbar verpflichtet, sicherzustellen, dass die Gesellschaften bis zum 31. Dezember 2023 in der Weise geleitet und finanziell ausgestattet werden, dass sie stets in der Lage sind, ihren Verpflichtungen gegenüber ihren Gläubigern fristgemäß nachzukommen. Ergebnisverwendung Das Jahresergebnis der GRAFE GmbH & Co. KG wurde vertragsgemäß auf die Gesellschafter verteilt. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag bestehen nicht. Persönlich haftende Gesellschafterin Persönlich haftende Gesellschafterin im Geschäftsjahr war die GRAFE Management GmbH mit Sitz in Blankenhain. Sie wird unter der Nummer HRB 520070 des Amtsgerichts Jena geführt und weist ein Stammkapital in Höhe von 25.000,00 Euro aus. Geschäftsführung Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens wird durch die GRAFE Management GmbH vorgenommen. Deren Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2022: Herr Dipl. Kfm. Matthias Grafe, Weimar, Geschäftsführer, GRAFE Management GmbH Herr Dipl. Ing. Clemens Grafe, Weimar, Geschäftsführer, GRAFE Management GmbH
Blankenhain, im Februar 2024 GRAFE GmbH & Co. KG GRAFE Management GmbH gez. Matthias Grafe, Geschäftsführer gez. Clemens Grafe, Geschäftsführer Konzernkapitalflussrechnung
Konzerneigenkapitalspiegel
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die GRAFE GmbH & Co. KG Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der GRAFE GmbH & Co. KG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 11. Oktober 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzern-Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzern-Lagebericht der GRAFE GmbH & Co. KG für das Rumpfgeschäftsjahr vom 11. Oktober 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzern-Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzern-Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzern-Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzern-Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzern-Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzern-Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzern-Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzern-Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzern-Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzern-Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzern-Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzern-Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Fulda, 16. Februar 2024 alt
GmbH
Diplom-Kaufmann Hans-Dieter Alt, Wirtschaftsprüfer |
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