TRIWO Egelsbach Airfield GmbH
Selbe AdresseBetrieb von Flughäfen und Landeplätzen für Luftfahrzeuge
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Majer seit 12.1.2023 | Prokura |
Erwin Rischan seit 23.3.2021 | Prokura |
Peter Karl-Heinz Adrian seit 23.3.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 51.00% | |
Austro Control Österreichische Gesellschaft für Zivilluftfahrt mit beschränkter Haftung | 49.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TRIWO AGTrierKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Inhaltsverzeichnis 1. Grundlagen und Geschäftsmodell des Konzerns 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.2. Geschäftsverlauf 2.2.1 Bestandsbewirtschaftung 2.2.2 Verkauf von Bestandsimmobilien 2.2.3 Planung, Baubetreuung und Sonstiges 2.2.4 Investitionen in den Bestand 2.2.5 Personal 2.3. Geschäftsergebnis 2.3.1 Ertragslage 2.3.2 Vermögens- und Finanzlage 2.4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 3. Prognose-, Chancen und Risikobericht 3.1 Prognosebericht 3.2 Risikomanagement 3.2.1 Umfeld- und Branchenrisiko 3.2.2 Regulatorische Risiken 3.2.3 Leerstand 3.2.4 Zinsrisiken 3.2.5 Rechtliche Risiken 3.3 Chancen der zukünftigen Entwicklung 3.4 Gesamteinschätzung 1. Grundlagen und Geschäftsmodell des Konzerns Der TRIWO-Konzern mit Hauptsitz in Trier beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Errichtung und der Haltung und langfristigen Vermietung von Industrie- und Gewerbeliegenschaften in ganz Deutschland. Ergänzend hierzu werden Serviceleistungen im Facility Management überwiegend für die eigenen Standorte ausgeführt. Darüber hinaus beschäftigt sich das Unternehmen mit dem Betrieb von Teststrecken für die Automobilindustrie und dem Betrieb von Flugplätzen einschließlich aller dazugehörigen Serviceleistungen, insbesondere auch im Bereich des Mineralölhandels. Im Geschäftsjahr 2021 wurde der Geschäftsbetrieb um den Bereich Spezialmaschinenbau durch Neuerwerb von zwei Tochtergesellschaften erweitert. Für den TRIWO Konzern ist ein Konzernabschluss zu erstellen, da zwei von drei Größenmerkmalen in zwei aufeinanderfolgenden Jahren überschritten wurden (§ 293 Absatz 1 HGB). Der TRIWO-Konzern umfasst eine Gruppe von 41 nationalen und internationalen Gesellschaften, die unter der Führung der TRIWO AG stehen. Zum 31.12.2022 waren folgende Unternehmen einzubeziehen:
Die Tochterunternehmen der TRIWO AG sind wirtschaftlich, finanziell und organisatorisch, so eingegliedert, dass, mit Ausnahme der BEWO Oberpfaffenhofen GmbH, der EDMO Flugbetrieb GmbH und der Köhl Maschinenbau AG ein umsatzsteuerlicher Organkreis entstanden ist. Die TRIWO AG ist außerdem durch Ergebnisabführungsverträge mit den folgenden Gesellschaften organschaftlich verbunden:
Entstandene Gewinne bzw. Verluste sind körperschaftsteuerlich der TRIWO AG zuzurechnen. Einschränkend muss jedoch gesagt werden, dass steuerlich die Ergebnisabführungsverträge mit den Sarl's von der Finanzverwaltung bisher nicht anerkannt wurden, da das luxemburger Recht nicht die Möglichkeit vorsieht, Ergebnisabführungsverträge im Handelsregister eintragen zu lassen. Durch die grenzüberschreitende Umwandlung in deutsche GmbH's und Sitzverlegung der Gesellschaften nach Deutschland, werden die Ergebnisabführungsverträge ab dem Jahr 2021 auch von der Finanzverwaltung anerkannt. Die TRIWO AG übernimmt die Geschäftsführung einzelner Gesellschaften, verwaltet eigenen Grundbesitz und übernimmt zusammen mit der TRIWO Facility Management GmbH (ehemals FM Facility Management GmbH) die Bau- und Projektentwicklung von Projekten der Tochtergesellschaften und für fremde Auftraggeber. Die TRIWO Facility Management GmbH (ehem. FM Facility Management GmbH) und die TRIWO FM Gebäudetechnik GmbH (ehem. FM Betriebsgesellschaft mbH) erbringen Hausverwaltungs- und Hausmeisterleistungen für den gesamten TRIWO-Konzern sowie für fremde Dritte. Die TRIWO Airport Services GmbH (ehem. TRIWO KFZ-Testcenter GmbH) betreibt den Flughafen Zweibrücken überwiegend für die Business Aviation und nutzt gleichzeitig die Flughafeninfrastruktur als Teststrecke für die Automobilindustrie. Außerdem wurde der Geschäftszweig um den Betrieb der Brandsimulationsanlage für die Feuerwehr erweitert. Die EDMO-Flugbetrieb GmbH betreibt den Forschungsflughafen Oberpfaffenhofen als Sonderflughafen und führt in diesem Zusammenhang alle für den Flughafenbetrieb notwendigen Serviceleistungen, mit Ausnahme des Handlings aus. Die TRIWO Egelsbach Airfield GmbH (ehemals Hessische Flugplatz GmbH Egelsbach) betreibt den Verkehrslandeplatz Egelsbach. Die TRIWO Automotive Testing GmbH betreibt im Gewerbepark Pferdsfeld, Bad Sobernheim die als Sondergebiet KFZ-Testing ausgewiesene Liegenschaft als KFZ-Test- und Entwicklungszentrum für Automobilhersteller und -zulieferer. Die Köhl Maschinenbau AG, Luxemburg und die Köhl Maschinenbau GmbH, Trier sind als Spezialmaschinenbau-Unternehmen seit vielen Jahren am Markt. - Die weiteren Konzerngesellschaften erbringen im wesentlichen Vermietungs- und Verwaltungsleistungen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft hat sich trotz der Inflation. der Energiekrise und Lieferkettenprobleme im Jahr 2022 gut behauptet. Nach den ersten Berechnungen des statistischen Bundesamtes ist das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 % angestiegen. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war in 2022 deutlich von den Folgen des Kriegs in der Ukraine sowie den daraus resultierenden Energiepreiserhöhungen geprägt. In Deutschland hat sich die deutsche Wirtschaft trotzdem als sehr widerstandsfähig erwiesen. Insbesondere die Nachholeffekte nach der Corona-Pandemie sowie das Nachlassen der Lieferengpässe, haben zu dieser positiven Entwicklung beigetragen. Die wichtigste Stütze der deutschen Wirtschaft waren die privaten Haushalten mit einer Steigerung von 4,6 % im Vergleich zum Vorjahr. Dagegen sind die Konsumausgaben des Staates im Vergleich zum Vorjahr nur um 1,1 % gestiegen. Insbesondere gab der Staat vor allem Geld aus, um die zahlreichende Schutzsuchenden aus der Ukraine und anderen Staaten zu verpflegen und unterzubringen. Die staatlichen Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie sind dagegen stark gesunken. Die Corona Pandemie veränderte die Immobilienbranche nachhaltig. Insbesondere gingen Verkauftransaktionen zurück und Mietverträge wurden nicht verlängert. Im Jahr 2022 strahlt die Immobilienbranche wieder deutliche Zuversicht aus. Der Bereich der Büroimmobilien hat sich im Geschäftsjahr zuletzt deutlich besser entwickelte als der Bereich der Einzelhandelsimmobilien. Insbesondere der verstärkte und politisch gewollte Trend zu mehr Homeoffice sorgen für einen erheblichen Rückgang auf dem Markt der Büroimmobilien. Die Nachwirkungen der von der Regierung beschlossenen Corona-Schutzmaßnahmen hatten einen erhebliche Einfluss auf den starken Rückgang bei der Vermietung von Einzelhandelsimmobilien. Einige Einzelhändler zollten dem, durch die Pandemie und der bestehenden Energiekrise beschleunigten Trend zum Onlineshopping Tribut und mussten Insolvenz anmelden. Die Renditen von Gewerbeimmobilien sind derzeit mager und das Investitionsrisiko in Anbetracht der ungewissen Dauer der Energiekrise sehr hoch. Der Bereich der Wohnungsneubaus ist stark von den Auswirkungen des Angriffskrieges gegen die Ukraine betroffen .Die Branche ist von Stornierungen von Aufträge und einer schwierigen Auftragsvergaben geprägt, da die weltwirtschaftliche Lage zur Zeit ein Planung für die Zukunft unmöglich machen. Insbesondere die Probleme des Fachkräftemangels, der Materialbeschaffung und den nachfolgenden Preiserhöhungen beim Einkauf haben die Abarbeitung der hohen Auftragsbestände und die Fertigstellung von Neubauten gebremst. 2.2. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf im Jahr 2022 war für den TRIWO-Konzern in seinem Hauptgeschäftsfeld, der Bestandsvermietung von Gewerbe- und Industrieliegenschaften, trotz der Nachwirkungen der Corona-Krise, des Ukraine Krieges und der steigenden Energiepreise von einer positiven Entwicklung, d.h. steigenden Umsätzen und Gewinnen gekennzeichnet. Bei der Vermietung von Liegenschaften wurde gegenüber dem Vorjahr ein höheres Ergebnis erzielt. Das Konzerngeschäftsjahr 2022 schließt mit einem Konzernjahresüberschuss von 17.878,3 TEuro (Vorjahr: 13.352,3 TEuro). 2.2.1 Bestandsbewirtschaftung Auch im Geschäftsjahr 2022 entfiel der größte Teil der erzielten Umsätze auf die Vermietung des Grundbesitzes der im Eigentum der Konzerngesellschaften stehenden Gewerbeeinheiten. Insgesamt wurden Umsatzerlöse aus der Vermietung und Verwaltung in Höhe von 74.192,2 TEuro erzielt (=67,03 % des Gesamtumsatzes) (Vorjahr: 64.507,2TEuro erzielt (=61,9 % des Gesamtumsatzes). 2.2.2 Verkauf von Bestandsimmobilien Im Berichtsjahr wurden keine Bestandsimmobilien veräußert. 2.2.3 Planung, Baubetreuung und Sonstiges Im Geschäftsjahr wurden lediglich 1.324,2 TEuro Erlöse (=1,52 %) aus der Planung und Baubetreuung für fremde Auftraggeber erzielt (Vorjahr: 1.249,4 TEuro). Die Sonstigen Erlöse in Höhe von 11.415,1 TEuro (=10,31 %) enthalten Vergütungen für die Geschäftsbesorgung (quotal) der BEWO GmbH und der EDMO Flugbetrieb GmbH und Treibstofflieferungen auf den Flugplätzen (Vorjahr:6.424,3 Euro). Die Erlöse für Landegebühren auf den Flugplätzen betrugen im Geschäftsjahr 2.734,8 TEuro (=2,47 %) (Vorjahr 2.288,3 TEuro). Im Bereich der Überlassung von Teststrecken betrugen die Erlöse im Geschäftsjahr 3.686,5 TEuro (= 2,33 %) (Vorjahr: 2.460,3 TEuro). Im Bereich Maschinenbau und Robotic-Technik konnten wir im Geschäftsjahr Erlöse in Höhe von 17.328,2 (=15,66 %) (Vorjahr: 26.940,7 TEuro) erwirtschaften. 2.2.4 Investitionen in den Bestand Die größten Investitionen im Geschäftsjahr 2022 entfielen auf:
2.2.5 Personal Im Konzern waren im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 396 Mitarbeiter (Vorjahr 383 Mitarbeiter) beschäftigt (TRIWO AG: 19, TRIWO Facility Management GmbH: 41, TRIWO Airport Services GmbH: 79, TRIWO Automotive Testing GmbH: 16, TRIWO Egelsbach Airfield GmbH: 29, EDMO Flugbetrieb GmbH: 61, TRIAC GmbH: 3, Köhl Maschinenbau GmbH: 48 ; Köhl Maschinenbau AG: 100). 2.3. Geschäftsergebnis 2.3.1 Ertragslage
Der TRIWO-Konzern erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr Umsatzerlöse aus der Vermietung und Verwaltung von Grundbesitz in Höhe von 74.192,2 TEuro, aus dem Betrieb von Teststrecken bzw. Flugplätzen 3.686,5 TEuro, aus Planung und Baubetreuung 1.324,2, aus Flugverkehr in Höhe von 2.734,8 TEuro, aus Maschinenbau 17.328,2 TEuro und aus sonstigen Geschäftstätigkeiten 11.415,1 TEuro, in Summe 110.681,0 TEuro. Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge enthalten mit 4.493,2 TEuro primär die Erlöse aus der Auflösung des passiven Unterschiedsbetrags aus der Neubewertung des Konzernvermögens. Korrespondierend zur Minderung des neubewerteten Vermögens in Folge von Objektverkäufen und laufenden Abschreibungen ist der Unterschiedsbetrag fortzuentwickeln. Der Auflösungsbetrag resultiert dabei mit 0,00 TEuro aus unterjährigen Objektverkäufen und mit 1.283,0 TEuro aus laufenden Abschreibungen. Der Materialaufwand gliedert sich in Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 21.629,6 TEuro, bezogene Leistungen 5.178,5 TEuro, Grundstücksverwaltungen 14.604,0 TEuro und aus Grundstücksverkäufen 931,7 TEuro. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe betreffen im Wesentlichen den Einkauf von Energie und Treibstoffen, welche zur Weiterveräußerung bestimmt sind und Einkauf von Material für den Bereich des Maschinenbau. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen enthalten hauptsächlich Objektschutz und -pflege durch Fremddienstleister. Die Aufwendungen für . Grundstücksverwaltungen beinhalten Raumkosten wie Heizung, Strom- und Wasserversorgung, Instandhaltungen, Reparaturen, öffentliche Abgaben Hausverwaltungskosten usw. für die bewirtschafteten Objekte. Das Konzerngeschäftsjahr 2022 schließt mit einem Konzernjahresüberschuss von 17.878,3 TEuro (Vorjahr: 13.352,3 TEuro). Zur Erläuterung der Ertragslage dienen folgende Kennzahlen:
2.3.2 Vermögens- und Finanzlage Die Vermögens- und Kapitalstruktur des Konzerns stellt sich wie folgt dar:
Das Vermögen des TRIWO-Konzerns ist dem Geschäftszweck entsprechend auf das Sachanlagevermögen konzentriert. Das neubewertete Sachanlagevermögen beträgt zum 31.12. des Geschäftsjahres 628.017,6 TEuro. Darin sind stille Reserven in Höhe von 82.715,1 TEuro aufgrund der Neubewertung des Immobilienbestandes gem. § 301 Abs. 1 S. 2 HGB zum jeweiligen Erstkonsolidierungszeitpunktes enthalten. Das Sachanlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr gegenüber dem Anfangsbestand um 34.405,5 TEuro (=5,08 %) erhöht. Investitionen von 51.680,1 TEuro standen Abgänge von 2.391,0 TEuro und Abschreibungen von 14.883,5 TEuro gegenüber. Die größten Investitionen im Geschäftsjahr 2022 entfielen auf:
Die Summe aus Eigenkapital und Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung ist gegenüber dem 31.12.2021 unter Berücksichtigung von Ausschüttungen um 13.058,6 TEuro gestiegen und hat sich damit um 10,35 %-Punkte erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen von 382.709,7 TEuro zu Beginn des Geschäftsjahres 2022 auf 399.282,7 TEuro zum 31.12. des Berichtszeitraumes. Gleichzeitig verringerten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 10.089,5 TEuro um 3.691,3 TEuro auf 6.398,2 TEuro zum Ende des Geschäftsjahres, die erhaltene Anzahlungen auf Bestellung stiegen von 12.394,5 TEuro auf 29.374,5 TEuro und die sonstigen Verbindlichkeiten von 29.676,4 TEuro um 6.274,2 TEuro auf 35.950,7 TEuro. Die zuvor genannten Projekte sowie die Investitionen in die Gemeinschaftsunternehmen BEWO GmbH und EDMO Flugbetrieb GmbH wurden i. W. fremdfinanziert. Die Kredite sind alle durch Grundpfandrechte an den finanzierten Grundstücken und Bürgschaften der TRIWO AG besichert. 2.4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die für den TRIWO-Konzern bedeutesten Leistungskennzahlen stellen sich wie folgt dar:
EBITDA (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization)
3. Prognose-, Chancen und Risikobericht 3.1 Prognosebericht Die konjunkturelle Stimmung in Deutschland ist zur Zeit insgesamt pessimistisch. Der Energiepreisschock infolge der Reduzierung der russischen Gaslieferungen kommt immer mehr in der Breite der deutschen Volkswirtschaft ab und sorgtunter anderem dafür, dass viele Produktionsprozesse unrentabel und die Nachfrage zurückgehen wird. Insgesamt wird die deutsche Wirtschaft weiterhin durch die steigende Inflation, die anhaltenden hohen Energiepreise und die damit verbundenen Kaufkraftverluste belastet. Sowohl die Geschäftserwartungen der Unternehmen als auch das Konsumklima liegen nach wie vor auf Tiefständen. Das Ifo-Institut erwartet im kommenden Jahr einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,3 % im Vergleich zum Jahr 2022, die Bundesregierung rechnet mit einem Rückgang von 0,4 %. Zum heutigen Zeitpunkt zeichnen sich für Deutschland ein Konjunktureinbruch ab der sich auf die Immobilienwirtschaft auswirken könnte. Unser Konzern versucht auch weiterhin in 2023 attraktive Chancen am Markt zu nutzen und eigene Standorte mit Entwicklungspotential weiter zu optimieren. Über attraktive Ankäufe soll unser Portfolio weiter ausgebaut werden. Die im Vorjahr prognostizierte Umsatz- und Ergebnissteigerung von 5,00 % im operativen Bereich "Vermietung und Verpachtung" konnten vollständig realisiert werden. Für das Geschäftsjahr 2023 halten wir eine kontinuierliche Umsatzsteigerung im operativen Bereich "Vermietung und Verpachtung" von 6,0 % für realistisch. Die für den Konzern bedeutsame Kennzahl der Anlagenintensität wird aufgrund des unveränderten Betätigungsfeldes auch in der kommenden Periode oberhalb von 90,0% liegen. Die Entwicklung der Eigenkapitalquote sowie des EBITDA sind aufgrund des Geschäftszweckes immer auch abhängig von individuellen Objektverkäufen, die für das Jahr 2023 zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig absehbar und damit prognostizierbar sind. Auch die Auswirkungen der Energiekrise und des Ukraine Krieges auf unseren Konzern sind zur Zeit noch nicht vollständig abschätzbar. Dennoch wird für 2023 ein im Vergleich zum aktuellen Jahr leicht verbessertes EBITDA erwartet. 3.2 Risikomanagement Mit dem Aufsichtsrat wurde ein Risikomanagementsystem abgestimmt, bei dem als Schwerpunkt das Mietausfallrisiko, das Baukostenänderungsrisiko und das Zinsänderungsrisiko laufend kontrolliert und überwacht wird und verschiedene Szenarien planmäßig abgebildet werden. Das daraus erarbeitete Risikomanagement dient der Unternehmenssteuerung und wird quartalsmäßig angepasst. Für das Liquiditätsrisikomanagement wurde ein angemessenes Konzept zur Steuerung der kurz-, mittel- und langfristigen Finanzierungs- und Liquiditätsanforderungen aufgebaut. Das Management steuert Liquiditätsrisiken durch ständiges Überwachen der prognostizierten und der tatsächlichen Zahlungsflüsse. Zur Zeit gehen wir davon aus, dass der Ukraine Krieg auch weiterhin auf unsere Unternehmensgruppe keine wesentliche Auswirkungen haben wird. Von den Flughäfen des Konzerns werden keine Linienflüge angeboten bzw. durchgeführt. Die Flughäfen werden überwiegend Business Aviation genutzt. Aber die Auswirkungen der Energie Krise sind für unser Unternehmen zur Zeit noch nicht absehbar. 3.2.1 Umfeld- und Branchenrisiko Der deutsche Immobilienmarkt ist von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der Nachfrage nach Immobilien in Deutschland abhängig. Unser Portfolio ist im Branchenvergleich breit gestreut und weist damit eine günstige Risikoverteilung, auch in der Mieterstruktur, mit Mietern aus den verschiedensten Branchen, mit kleinen, großen, mittelgroßen bis zu börsennotierten Unternehmen, auf. 3.2.2 Regulatorische Risiken Auch unser Konzern ist Veränderungen ausgesetzt, die sich aus Änderungen gesetzlicher Rahmenbedingungen (z. B. Miet- und Baurecht) ergeben, woraus sich aber auch neue Chancen ergeben können. Das sich die deutsche Volkswirtschaft bisher aber durch relativ hohe gesellschaftliche und regulatorische Stabilität ausgezeichnet hat, schätzen wir auch für die Zukunft die Risiken geringer als die Chancen daraus ein. 3.2.3 Leerstand Leerstände sowie der Ausfall von Mietern können zu Einnahmeausfällen führen und zusätzlich Kosten verursachen. Unsere starke und kontinuierliche Vermietungsleistung bzw.-arbeit führt nachhaltig zu einer Leerstandsquote von lediglich 7,9 %. 3.2.4 Zinsrisiken Die Aktivitäten unserer Unternehmensgruppe ist finanziellen Risiken durch Zinsänderungen ausgesetzt. Zum weit überwiegenden Teil werden Bankkredite nur mit fixer Verzinsung und langfristiger Festschreibung abgeschlossen. Das niedrige Zinsniveau haben wir zur Optimierung unserer Finanzstruktur genutzt und unseren Finanzierungsbedarf über klassische Bankfinanzierung mit unterschiedlichen Partnerbanken langfristig abgedeckt, wodurch auch langfristige Planungssicherheit erreicht wurde. 3.2.5 Rechtliche Risiken Potentielle Rechtsstreitigkeiten betreffen u. a. die Auseinandersetzung mit Baumängeln, Mietangelegenheiten und verwaltungsrechtlichen Verfahren. Wir prüfen im Vorfeld alle relevanten Unternehmenshandlungen sorgfältig auf diese Risiken ab, um solche Konflikte zu vermeiden. Auf Ebene der TRIWO Gewerbepark Mannheim GmbH wurde aufgrund einer anhängigen Klage eine Rückstellung in Höhe von 500,0 TEuro gebildet. Wesentliche weitere rechtliche Auseinandersetzungen mit höherem Risiko sind deshalb aktuell nicht absehbar. 3.3 Chancen der zukünftigen Entwicklung Die Entwicklung des bundesdeutschen Mietmarktes für Gewerbeimmobilien lässt für die kommenden Jahre trotz der bestehenden Energiekrise und des Ukraine Krieges eine Weiterentwicklung der positiven Ergebnisse erwarten. Die Investitionsschwerpunkte des TRIWO AG und der mit ihr verbundenen Unternehmen werden in den nächsten Jahren im Großraum Köln - Bonn - Düsseldorf - Aachen - Rhein - Main - Gebiet - Rhein -Neckar -Raum- Leipzig und im Großraum München liegen. Die besondere Dynamik in diesen Regionen rechtfertigt aus Sicht der Unternehmensleitung die regionale Schwerpunktsetzung unserer Investitionen. 3.4 Gesamteinschätzung Dem Vorstand sind nach heutiger Einschätzung keine Risiken bekannt, die sich bestandsgefährdend auswirken könnten. Der TRIWO-Konzern ist überzeugt, die sich bietenden Chancen und Herausforderungen auch in Zukunft nutzen zu können, ohne dabei unvertretbar hohe Risiken eingehen zu müssen.
Trier, den 13. März 2023 Der Vorstand gez. Peter Adrian, Vorsitzender gez. Johannes Sieringer KONZERNBILANZ 31.12.2022AKTIVA
PASSIVA
KONZERN GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2022 bis 31.12.2022
Konzernabschluss zum 31.12.2022
Konzerneigenkapitalspiegel
KONZERNANHANG zum 31. Dezember 2022TRIWO AGTrierInhaltsverzeichnis 1. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss 1.1. Allgemeine Angaben 1.2. Konsolidierungskreis 2. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden 2.1. Konsolidierungs- und Neubewertungsgrundsätze 2.2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 3. Erläuterungen zur Konzernbilanz 3.1 Anlagevermögen 3.2 In Ausführung befindliche Bauaufträge 3.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.4 Eigenkapital 3.5 Rückstellungen 3.6 Verbindlichkeiten 3.7. Latente Steuern 4. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 4.1 Umsatzerlöse 4.2 Sonstige betriebliche Erträge 5. Sonstige Angaben 5.1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer 5.2. Gesellschaftsorgane 5.3. Vergütungen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats 5.4 Ergänzende Angaben zur Kapitalflussrechnung nach DRS 21 5.5. Honorar des Abschlussprüfers 5.6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen 5.7. Haftungsverhältnisse 5.8. Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahrs 5.9. Konzernabschluss 5.10. Ergebnisverwendungsvorschlag ANLAGEN Anlagespiegel Verbindlichkeitsspiegel 1. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss 1.1. Allgemeine Angaben Die TRIWO AG hat ihren Sitz in Trier und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Wittlich Abteilung B unter Nr. 2591 eingetragen. Die Aufstellung des Konzernabschlusses der TRIWO-Gruppe erfolgte unter Anwendung der Konzernrechnungslegungsvorschriften der §§ 290 ff. HGB und des Aktiengesetzes. Die Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Das Gliederungsschema der Gewinn- und Verlustrechnung wurde im Posten Materialaufwand erweitert um die Positionen Aufwendungen für Grundstücksverwaltungen und Aufwendungen aus Grundstücksverkäufen. Bilanzstichtag ist der Stichtag des Mutterunternehmens (31. Dezember); die Jahresabschlüsse sämtlicher Tochterunternehmen werden ebenfalls auf diesen Stichtag aufgestellt. Zur Klarheit und Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses wurden die für einzelnen Posten geforderten Zusatzangaben in den Konzernanhang übernommen. 1.2. Konsolidierungskreis Neben der TRIWO AG als Mutterunternehmen werden die folgenden Tochtergesellschaften als vollkonsolidierte Unternehmen in den Konsolidierungskreis einbezogen. Die Erleichterungen bezüglich der Offenlegung gemäß § 264 Absatz 3 HGB werden von allen Tochterunternehmen bis auf die EDMO Flugbetriebs GmbH, die BEWO Oberpfaffenhofen GmbH und der Köhl Maschinenbau AG in Anspruch genommen. Entsprechende Beschlüsse wurden gefasst.
Die folgenden Gesellschaften wurden gemäß § 310 HGB nur mit dem Anteil des Kapitals der TRIWO AG im Rahmen der Quotenkonsolidierung als Gemeinschaftsunternehmen berücksichtigt:
Die IBG GmbH stellt aus Sicht der TRIWO AG eine sog. Zweckgesellschaft nach § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB dar, an der die TRIWO AG selbst jedoch keinen Kapitalanteil hält. Aufgrund der für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage untergeordneten Bedeutung verzichtet die TRIWO AG gemäß § 296 Abs. 2 HGB auf die Einbeziehung der IBG GmbH in den Konzernabschluss. Mit folgenden Gesellschaften unterhält die TRIWO AG Gewinnabführungsverträge:
Mit Urkunden Nr. 54/2020, 56/2020 und 58/2020 des Notars Dr. Peter Wirth vom 08. Januar 2020 wurden die folgende Gesellschaften im Jahr 2020 umfirmiert:
Mit Urkunde Nr. 1983/2020 des Notars Bernd Steup vom 30. September 2020 wurden die Hessische Flugplatz GmbH Egelsbach in TRIWO Egelsbach Airfield GmbH umfirmiert. Mit Urkunden Nr. 18160/2020, 18161/2020 und 18162/ 2020 der Notarin Danielle Kolbach, Junglister und Urkunden Nr. 2919/2020-2924/2020 des Notar Dr. Peter Wirth, Trier wurden die folgenden Gesellschaft in deutsche GmbH's umgewandelt und der Sitz von Luxemburg nach Deutschland verlegt:
Die Eintragung der Gesellschaft im Handelsregister Wittlich erfolgte am 29. Januar 2021. 2. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden 2.1. Konsolidierungs- und Neubewertungsgrundsätze Die erstmalige Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode auf den 01. Januar 2017. Dabei wurden entsprechend § 301 Abs. 2 S. 3 HGB die Wertansätze der einbezogenen Tochterunternehmen zu diesem Zeitpunkt zugrunde gelegt und stille Reserven auf Grund und Boden in Höhe von 12.734,2 TEuro, auf Gebäude in Höhe von 90.726,4 TEuro sowie in Sonstigem Vermögen in Höhe von 12.699,4 TEuro aufgedeckt. Der aus der Kapitalkonsolidierung resultierende Unterschiedsbetrag in Höhe von 110,3 TEuro wurde gemäß § 301 Abs. 3 HGB als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Die planmäßigen Abschreibungen dieses Geschäfts- oder Firmenwerts erfolgt über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von fünf Jahren. Aufgrund der Neubewertung auf den 01.01.2017 ist ein passiver Unterschiedsbetrag in Höhe von 92.167,6 TEuro entstanden. Im Rahmen der erstmaligen Kapitalkonsolidierung zum 01.01.2017 wurden gemäß § 301 HGB die Beteiligungsbuchwerte der der TRIWO AG gehörenden Anteile an den im Konzernabschluss als vollkonsolidierte Gesellschaften einbezogenen Tochterunternehmen mit dem neubewerteten, anteiligen Eigenkapital verrechnet. Neben den vorstehend beschriebenen passiven Unterschiedsbeträgen, die aus der Neubewertung resultieren, ergaben sich aus der erstmaligen Kapitalkonsolidierung weitere passive Unterschiedsbeträge in Höhe von 3.327,5 TEuro. Diese wurden innerhalb des Konzerneigenkapitals (Konzerngewinnrücklagen) erfasst, da es sich um Gewinnthesaurierungen nach Anteilserwerb und vor Erstkonsolidierung handelt. Auf den Unterschiedsbetrag aus Neubewertung wurden passive latente Steuern mit dem jeweiligen individuellen Steuersatz (von 15,825 % bzw. 30,875 %) angesetzt. Der unterjährige Erwerb der Anteile an der Hessische Flugplatz GmbH Egelsbach im Jahr 2019 wurde nach der Neubewertungsmethode bewertet. Aufgrund der Neubewertung wurde ein passivischer Unterschiedsbetrag in Höhe von 570,6 TEuro gebildet. Auf den Unterschiedsbetrag aus der Neubewertung wurden passive latente Steuern mit dem Steuersatz vom 29,125 % angesetzt. Der unterjährige Erwerb der Anteile an der Köhl Maschinenbau GmbH und Köhl Maschinenbau AG wurde nach der Neubewertungsmethode bewertet. Aufgrund der Neubewertung wurde ein aus der Kapitalkonsolidierung resultierender Unterschiedsbetrag in Höhe von 29.246,05 TEuro als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Die planmäßige Abschreibung diese Geschäfts- oder Firmenwerts erfolgt über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 5 Jahren. Nicht dem Konzern zuzurechnende Anteile anderer Gesellschafter werden unter dem Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter (nicht beherrschte Anteile) ausgewiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises werden eliminiert. Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 298 i.V.m. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. 2.2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungsdauer ergibt sich aus der wirtschaftlichen Nutzungsmöglichkeit für diese Rechte und Werte (3 bis 5 Jahre). Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Den Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Die im Rahmen der Neubewertung auf die Immobilien aufgedeckten stillen Reserven werden ebenfalls mit einer Nutzungsdauer von 50 Jahren abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert bis zu 800,00 Euro wurde im Geschäftsjahr voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen stehen mit den Anschaffungskosten zu Buch, soweit kein Abwertungsbedarf bestand. Die in Ausführung befindlichen bzw. fertig gestellten Aufträge wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, unter Einbeziehung fertigungsbezogener Gemeinkosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Ein Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der TRIWO AG ist die Planung und Realisierung von größeren Gewerbeobjekten. Im Durchschnitt vergehen von der baurechtlichen Erschließung der Grundstücke bis zur Übergabe der fertigen Bauwerke an die Auftraggeber bzw. Erwerber vier bis fünf Jahre. Dem Realisationsprinzip des § 252 Absatz 1 Nr. 4 HGB folgend, werden während der Bauphase nur die angefallenen Aufwendungen projektbezogen aktiviert, wobei die Regelungen des § 255 Abs. 2 HGB beachtet wurde. Von der eigentlich sachgerechteren Teilgewinnrealisierung bei langfristiger Fertigung wurde aber bisher mangels gesetzlich nicht definierter Kriterien abgesehen. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum Nennwert bewertet. Die Liquiden Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt. Bei sämtlichen Vermögensposten des Umlaufvermögens ist das strenge Niederstwertprinzip beachtet. Die als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesenen Posten stellen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag dar, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag sind. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen waren Rückstellungen zu bilden. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen einschließlich der Abzinsung erfolgte nach den Vorschriften des § 253 HGB Es handelt sich um eine wertpapiergebundene Versorgungszusage, so dass die Bewertung nach § 253 Abs. 1 S. 3 HGB erfolgt - die Höhe der Altersversorgungsverpflichtung entspricht dem beizulegenden Zeitwert der Rückdeckung. Das Deckungsvermögen wird gem. § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Bewertung der Pensionsrückstellung erfolgte nach der sog. "projected unit credit method" auf Grundlage eines Rechnungszinssatzes von 1,78 % und der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Da im Falle wertpapiergebundener Versorgungszusagen bereits durch die Anpassung des Buchwerts der Verpflichtungen an den (höheren) beizulegenden Zeitwert der korrespondierenden Wertpapiere eine Ausschüttungssperrwirkung erzielt wird, greift die Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 Satz 3 i.V.m. Satz 1 insoweit nicht. Der Ausweis der Verzinsung der Pensionsverpflichtungen erfolgt im Zinsergebnis. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Gehaltsfortzahlungen und Sterbegeld waren Rückstellungen zu bilden. Die Bewertung der Verpflichtungen einschließlich der Abzinsung erfolgte nach den Vorschriften des § 253 HGB. Als Abzinsungsfaktor wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre verwendet. Die Rückstellungsbildung wurde auf der Basis versicherungsmathematischer Berechnungen nach der PUC-Methode vorgenommen. Der Rechnungszins beruht auf dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinssatz von 1,78 %. Den Berechnungen liegen die Richttafeln "2018 G" nach Prof. Dr. Klaus Heubeck zu Grunde. Der Ausweis der Verzinsung der Sterbegeldverpflichtungen erfolgt im Zinsergebnis. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 3 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellung bei Anwendung des sieben- und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beträgt 76,00 Euro. Der Betrag unterliegt gemäß § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre. Die Rückstellungen werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt dabei nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung. Sofern anwendbar, wurde bei der Bewertung des Erfüllungsbetrags eine Kostensteigerung von 2,0 % berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden- soweit vorhanden - mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Jubiläum waren Rückstellungen zu bilden. Die Bewertung der Verpflichtungen einschließlich der Abzinsung erfolgte nach den derzeitigen Vorschriften des § 253 HGB. Als Abzinsungsfaktor wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre verwendet. Die Rückstellungsbildung wurde auf der Basis versicherungsmathematischer Berechnungen nach der PUC-Methode vorgenommen. Der Rechnungszins beruht auf dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinssatz von 1,44 %. Den Berechnungen liegen erstmals die Richttafeln "2018 G" nach Prof. Dr. Klaus Heubeck zu Grunde. Der Ausweis der Verzinsung der Jubiläumsverpflichtungen erfolgt im Zinsergebnis. Verbindlichkeiten wurden ebenfalls zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die als passive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesenen Posten stellen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag dar, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag sind. 3. Erläuterungen zur Konzernbilanz 3.1 Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Konzernanlagevermögens ist in dem als Anlage I beigefügten Anlagespiegel dargestellt. 3.2 In Ausführung befindliche Bauaufträge Die in Bau befindlichen Bauaufträge haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
3.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben grundsätzlich eine Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit über 1 Jahr bestehen in Höhe von 161,1 TEuro (Vorjahr: 181,3 TEuro). 3.4 Eigenkapital Die Entwicklung des Eigenkapitals ist aus dem beigefügten Eigenkapitalspiegel ersichtlich. 3.5 Rückstellungen Pensionsrückstellungen bestehen auf Ebene der EDMO Flugbetriebs GmbH in Höhe von 162,6 TEuro (Vorjahr 182,7 TEuro). Die Erläuterungen zu den angewendeten Bewertungsmethoden wurden bereits zuvor näher erläutert. Die Steuerrückstellungen in Höhe von 2.852,2 TEuro (Vorjahr 4.894,4 TEuro) entfallen mit 2.165,6 TEuro (3.329,6 TEuro) auf Rückstellungen für Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag, mit 0,00 T Euro (64,8 TEuro) auf Rückstellung für Vermögenssteuer in Luxemburg und mit 686,6 TEuro (1.590,0 TEuro) auf Rückstellungen für Gewerbesteuer. Die Sonstigen Rückstellungen in Höhe von 7.012,2 TEuro (Vorjahr 10.295,00 TEuro) bestehen im Wesentlichen aus der Rückstellung für Urlaub- und Überstunden in Höhe von 453,5 TEuro, Tantieme in Höhe von 3.299,00 TEuro für das Geschäftsjahr, Bonuszahlungen an Mitarbeiter in Höhe von 181,0 TEuro, Rückstellung Beiträge an ZVK in Höhe von 491,0 TEuro, unterlassene Instandhaltungen 720,0 TEuro und Prozesskosten von 500,0 TEuro. 3.6 Verbindlichkeiten Die Fristigkeit und Besicherung der Verbindlichkeiten ist in dem als Anlage II beigefügten Verbindlichkeitenspiegel ersichtlich. 3.7. Latente Steuern Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanzansätzen im Einzelabschluss der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Gesellschaften bestehen bei den in der folgenden Tabelle aufgeführten Bilanzposten. In der Tabelle ist gekennzeichnet, inwieweit es sich um Differenzen handelt, die zu aktiven oder passiven latenten Steuern führen können. Bei den grundstücksverwaltenden Gesellschaften wurde mit einem Steuersatz von 15,825 %, bei der Hessischen Flugplatz GmbH Egelsbach mit 29,125 % und bei den sonstigen Gesellschaften mit einem Steuersatz von 30,875 % gerechnet:
Aus Konsolidierungsvorgängen ergeben sich passive latenten Steuern, die sich wie folgt entwickelten:
Damit sind in der Konzernbilanz zum 31.12 des Geschäftsjahres insgesamt 19.823.314,60 Euro passive latente Steuern auszuweisen. In Ausübung des Wahlrechts wurden aktive latente Steuern weder in der Bilanz des Mutterunternehmens, noch in den Bilanzen der Tochterunternehmen ausgewiesen. 4. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 4.1 Umsatzerlöse Die Umsätze des Berichtsjahres sind ausschließlich im Inland erzielt worden und gliedern sich in folgende Tätigkeitsbereiche:
4.2 Sonstige betriebliche Erträge Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge enthalten mit 4.493,2 TEuro (Vorjahr 3.877,6 TEuro) primär die Erlöse aus der Auflösung des passiven Unterschiedbetrages aus Neubewertung des Konzernvermögens zum Erstkonsolidierungszeitpunkt. Der Auflösungsbetrag resultiert dabei mit 0,0 TEuro (Vorjahr: 11,4 TEuro) aus unterjährigen Objektverkäufen und mit 1.282,5 TEuro (Vorjahr 1.284,0 TEuro) aus laufenden Abschreibungen. 5. Sonstige Angaben 5.1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Im Konzern waren im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 396 Mitarbeiter (Vorjahr 383 Mitarbeiter) beschäftigt (TRIWO AG: 19, TRIWO Facility Management GmbH: 41, TRIWO Airport Services GmbH: 79, TRIWO Automotive Testing GmbH: 16, TRIWO Egelsbach Airfield GmbH: 29, EDMO Flugbetrieb GmbH: 61, TRIAC GmbH: 3, Köhl Maschinenbau GmbH: 48 ; Köhl Maschinenbau AG: 100). 5.2. Gesellschaftsorgane Während des Geschäftsjahres gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:
Durch Beschluss des Aufsichtsrates vom 29. Juni 2020 wurde mit Wirkung vom 01. Juli 2020 die folgenden Personen zu weiteren alleinvertretungsberechtigten Vorstandsmitgliedern bestellt:
Mit Wirkung zum 22. Oktober 2022 ist Herr Lars Kollmann aus dem Vorstand ausgeschieden. Mit Wirkung vom 01. Februar 2023 ist Herr Dr. Marcel Lang auf dem Vorstand ausgeschieden. Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs gehörten folgende Personen dem Aufsichtsrat an:
5.3. Vergütungen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats Bezüglich der Vorstandsvergütung macht die Gesellschaft von der Befreiungsvorschrift des § 286 Absatz 4 HGB Gebrauch. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates für das Jahr 2022 betragen insgesamt 72,0 TEuro. 5.4 Ergänzende Angaben zur Kapitalflussrechnung nach DRS 21 Der Finanzmittelfonds in der Kapitalflussrechnung nach dem DRS 21 stellt sich wie folgt dar:
5.5. Honorar des Abschlussprüfers Das auf den gesetzlichen Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 entfallende Gesamthonorar beträgt 53,5 TEuro und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen für den Konzernabschluss sowie zwei einbezogener Tochterunternehmen. 5.6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Leasing- und Mietverpflichtungen bestehen in nachfolgendem Umfang:
5.7. Haftungsverhältnisse Die TRIWO AG hat zur Sicherung der Darlehen der Tochtergesellschaften Bürgschaften in Gesamthöhe von 285.424,9 TEuro und Pfandrechte in Höhe von 23.800,0 TEuro übernommen. Die Tochtergesellschaften haben die Darlehen mit Grundschulden in Höhe von 397.715,5 TEuro gesichert. Die TRIWO technopark bruchsal GmbH hat zur Sicherung der Darlehen der Schwestergesellschaft TRIWO Industriepark Ludwigshafen VVW GmbH eine Grundschuld in Höhe von 14.500,0 TEuro übernommen. Die TRIWO AG hat zur Sicherung des Darlehens des Anteilskauf der Köhl Gesellschaften sämtliche Aktien an den Köhl Gesellschaften in Höhe von 24.020,0 TEuro verpfändet. Für die Unternehmensfinanzierung der TRIWO AG in Höhe von 25.000,0 TEuro sind die folgenden Tochtergesellschaften Garanten:
Aufgrund der derzeitigen wirtschaftlichen Situation der TRIWO AG und ihrer Tochtergesellschaften sieht die Geschäftsführung bezüglich einer möglichen Inanspruchnahme der Gesellschaften kein wesentliches Risiko. 5.8. Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahrs Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Geschäftsjahresschluss, über die zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet. 5.9. Konzernabschluss - Die Gesellschaft stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss gemäß §§ 290 ff. HGB (kleinster und größter Konsolidierungskreis) auf. Dieser wird beim elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. 5.10. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Ergebnisverwendungsvorschlag der TRIWO AG sieht vor, aus dem dortigen Jahresüberschuss in Höhe von 12.493.605,61 Euro einen Dividende von 3,6 Mio. Euro auszuschütten und das restlichen Jahresergebnis in Höhe von 8.864.005,61 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.
Trier, den 13. März 2023 Der Vorstand gez. Peter Adrian gez. Johannes Sieringer Vorsitzender Verbindlichkeitsspiegel
Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2022Der Aufsichtsrat ist im Berichtszeitraum bei Teilnahme des Vorstandes insgesamt zu vier Sitzungen zusammengekommen. Gegenstand der Besprechungen waren die Lage der Gesellschaft, Ihre Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der Geschäftsführung, bedeutsame Geschäftsvorfälle und die Erörterung besondere Ereignisse. Im Jahr 2021 konnten als besondere Ereignisse die Nachwirkungen der Corona-Pandemie, die Auswirkungen des Ukraine-Krieges sowie die gestiegenen Energiekosten erörtert und untersucht werden. Die Neuinvestitionen bzw. geplante Anschaffung größerer Gewerbeimmobilien wurden vom Vorstand dem Aufsichtsrat zur Entscheidung vorgelegt. Die Informationen über die laufende Geschäftsentwicklungen erfolgten umfassend durch den Vorstand. Der Aufsichtsrat hat die Entscheidungen des Vorstands begleitet und sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt.
Trier, Im März 2023 Nick Reh, Vorsitzender des Aufsichtsrates Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersBESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS An die TRIWO AG Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der TRIWO AG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der TRIWO AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung des Vorstandes und des Aufsichtsrates für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren trägt der Vorstand die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
St. Ingbert, den 31. März 2023 ACT
Audit Consulting Tax GmbH
Gerhard Jochum, Wirtschaftsprüfer Ulrich Kiefer, Wirtschaftsprüfer Gerhard Jochum, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater §§ 264 Abs. 3, § 264 b HGB zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 Die folgenden Gesellschaften werden in den Konzernabschluss der TRIWO AG, Trier, einbezogen und nehmen gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264 b HGB die Möglichkeit zur Befreiung von der Pflicht in Anspruch, den Jahresabschluss um einen Anhang zu erweitern, einen Lagebericht aufzustellen, durch einen Abschlussprüfer prüfen zu lassen sowie den Jahresabschluss offenzulegen:
Die TRIWO AG stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht auf. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der TRIWO AG sowie der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers werden im Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Befreiung wird im Anhang des Konzernabschlusses der TRIWO AG angegeben. Die jeweilige Gesellschafterversammlung der oben genannten Gesellschaften hat durch Beschluss in 2022 der Inanspruchnahme der Erleichterungen gem. § 264 Abs. 3 HGB für das Geschäftsjahr 2022 zugestimmt. Die TRIWO AG hat folgende Verpflichtungserklärung für die oben genannten Gesellschaften abgegeben, die die Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch nehmen können. Die Firma TRIWO AG verpflichtet sich sicher zu stellen, dass die oben genannten Gesellschaften in der Weise geleitet und ausgestattet werden, dass sie stets in der Lage sind ihren Verpflichtungen gegenüber ihren Gläubigern fristgemäß nachzukommen. Außerdem besteht zwischen der TRIWO AG und den folgenden Gesellschaften
ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag, aufgrund dessen die Muttergesellschaft verpflichtet ist, etwaige Verluste der Gesellschaft gem. § 302 AktG zu übernehmen.
Trier, den 29. Dezember 2022 Vorstände der Triwo AG Gezeichnet Peter Adrian Gezeichnet Dr. Marcel Lang gezeichnet Johannes Sieringer |
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