Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 745826
Vorher
Blitz 13-396 GmbHVACE Engineering Deutschland GmbH
Eingetragen
14.6.2013
Branche
BeteiligungsgesellschaftenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Erbringung und Vermittlung von lngenieurdienstleistungen und sonstigen Dienst- und Werkleistungen für Unternehmen im Bereich der Automobilindustrie

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Aline Ohnmacht
seit 6.5.2025
Prokura
Guido Dr. Vielsack
seit 6.5.2025
Prokura
Gerhard Schummer
seit 21.10.2014
Geschäftsführer
Peter Radi
seit 14.8.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
ACONEXT Holding GmbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

ACONEXT Holding GmbH
Germany
108.892 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ACONEXT Stuttgart GmbH

Fellbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ACONEXT Stuttgart GmbH, Fellbach

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ACONEXT Stuttgart GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ACONEXT Stuttgart GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 15. Februar 2022

INTARIA partners GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Christian-Roller, Wirtschaftsprüfer

Sabrina Rettenmayr, Wirtschaftsprüfer

1. Jahresabschluss und Lagebericht

1.1. Bilanz zum 31. Dezember 2021

AKTIVA

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 8.124,00 5.576,88
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 14.906,83 20.372,83
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 48.409,29 30.012,51
63.316,12 50.385,34
71.440,12 55.962,22
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
Unfertige Leistungen 197.159,69 98.701,89
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.501.729,61 2.052.192,47
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 509,02 1.077,31
3. Forderungen gegen Gesellschafter 3.794.649,14 2.982.785,07
4. Sonstige Vermögensgegenstände 32.517,18 105.296,85
7.329.404,95 5.141.351,70
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.239,05 1.413,39
7.527.803,69 5.241.466,98
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 27.867,46 2.574,68
7.627.111,27 5.300.003,88

PASSIVA

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 111.115,00 111.115,00
II. Kapitalrücklage 556.205,52 556.205,52
III. Gewinnvortrag 2.092.236,80 1.438.520,75
IV. Jahresüberschuss 1.787.309,79 653.716,05
4.546.867,11 2.759.557,32
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 476.349,61 796.487,96
2. Sonstige Rückstellungen 1.381.950,74 871.819,01
1.858.300,35 1.668.306,97
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 114.030,66 134.621,90
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 25.851,65 45.010,12
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.082.061,50 692.507,57
- davon aus Steuern EUR 1.081.059,05 (Vj. EUR 692.040,04)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 692,35 (Vj. EUR 0,00)
1.221.943,81 872.139,59
7.627.111,27 5.300.003,88

1.2. Gewinn- und Verlustrechnung für 2021

2021 2020
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 24.387.246,09 17.871.711,65
2. Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen 98.457,80 -104.245,22
3. Sonstige betriebliche Erträge 52.574,33 21.719,08
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -52.487,38 -3.390,07
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -660.613,99 -565.027,26
-713.101,37 -568.417,33
5. Rohergebnis 23.825.176,85 17.220.768,18
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -15.861.183,74 -11.706.509,19
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.984.757,69 -2.287.372,39
- davon für Altersversorgung EUR 56.722,72 (Vj. EUR 56.881,52)
-18.845.941,43 -13.993.881,58
7. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -39.435,51 -54.605,86
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.383.383,54 -2.230.891,89
9. Betriebsergebnis 2.556.416,37 941.388,85
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 195,76
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (Vj. EUR 22,07)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 -54,00
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -757.600,20 -273.843,56
13. Ergebnis nach Steuern 1.798.816,17 667.687,05
14. Sonstige Steuern -11.506,38 -13.971,00
15. Jahresüberschuss 1.787.309,79 653.716,05

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

ALLGEMEINE ANGABEN

Die ACONEXT Stuttgart GmbH hat ihren Sitz in Fellbach und ist unter HRB 745826 beim Amtsgericht Stuttgart registriert.

Der Jahresabschluss der ACONEXT Stuttgart GmbH für das am 31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung wurde unter Anwendung der Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die größenabhängigen Erleichterungsvorschriften gemäß § 288 HGB finden in diesem Anhang grundsätzlich Anwendung.

Beträge sind in Tausend Euro (TEUR), sowie nicht anders angegeben.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden einzelne Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Anlagevermögen

Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die planmäßige Abschreibung angesetzt. Die Abschreibungen erfolgten nach der linearen Methode.

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Software 3 Jahre

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die voraussichtliche Nutzungsdauer des Sachanlagevermögens ist wie folgt:

Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 Jahre
Einbauten Mieter 3 - 5 Jahre
EDV Hardware 3 Jahre

Die Anschaffungskosten für geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von netto EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung oder Herstellung vollständig in Abzug gebracht.

Vorräte

Die Bewertung der unfertigen Leistungen basiert auf Stundenaufzeichnungen je Mitarbeiter für angearbeitete Projekte. Die entsprechenden Stunden werden anhand eines durchschnittlichen Herstellungskostensatzes pro geleistete Ingenieurstunde bewertet, der sich im Wesentlichen aus den Personalkosten, Abschreibungen, direkt zurechenbaren Sachkosten sowie aus den Verwaltungskosten ergibt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bzw. ihrem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bilanziert. In Einzelfällen werden risikobehaftete Posten durch Bildung angemessener Einzelwert- bzw. Pauschalwertberichtigungen angepasst. Sämtliche Forderungen und andere Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Liquide Mittel

Der Kassenbestand ist zum Nennwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Aktive latente Steuern

Es wurde von dem Wahlrecht, keine aktiven latenten Steuern nach § 274 HGB zu bilden, Gebrauch gemacht.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen beinhalten unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen mit dem Betrag ihrer voraussichtlichen Inanspruchnahme. Diese sind mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt.

Umsatzerlöse werden erfasst, wenn die mit den Leistungen verbundenen Risiken und Chancen übertragen worden sind und werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu beanspruchenden Gegenleistung bewertet.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Anlagevermögen

Eine von den gesamten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der Posten des Anlagevermögens und der auf sie entfallenden Abschreibungen ist als Anlage zum Anhang wiedergegeben.

Vorratsvermögen

Die Vorräte bestehen aus Unfertigen Leistungen in Höhe von TEUR 197 (Vj.: TEUR 99).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind solche aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegen den Gesellschafter betreffen in voller Höhe Forderungen aus dem Cash Pooling Vertrag.

Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene Stammkapital ist in Höhe von EUR 111.115 voll einbezahlt.

Die Kapitalrücklage beinhaltet die über das Nennkapital einbezahlten Beträge.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 476 bestehen aus Körperschaftsteuerrückstellungen (TEUR 256 inkl. Soli) und Gewerbesteuerrückstellungen (TEUR 220). Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 857 (Vj.: TEUR 420) sowie Rückstellungen für nachlaufende Projektkosten in Höhe von TEUR 258 (Vj.: TEUR 253). Die Verpflichtungen haben eine Restlaufzeit kleiner einem Jahr, auf eine Abzinsung wurde daher verzichtet.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben analog dem Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 1.081 (Vj.: TEUR 692).

Für die Verbindlichkeiten bestehen keine Sicherheiten.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse

Die Gesellschaft schließt mit ihren Kunden in der Regel Dienstverträge ab, hierbei erfolgt die Umsatzrealisierung zeitanteilig. Im Falle von Werkverträgen erfolgt die Umsatzrealisierung im Zeitpunkt der Abnahme des Werkes durch den Kunden. Für nach Abnahme eines Werkes gegebenenfalls noch anfallende Kosten wird eine Rückstellung gebildet. Zum Ende des Geschäftsjahres beträgt die Rückstellung TEUR 258 (Vj.: TEUR 253). Die Zuführung zur Rückstellung sowie deren Verbrauch wird über den Personalaufwand dargestellt.

Der im Gesamtumsatz von TEUR 24.387 (Vj.: TEUR 17.872) enthaltene Umsatz mit Endkunden betrug in 2021 TEUR 24.346 (Vj.: TEUR 17.655). Der restliche Umsatz wurde mit verbundenen Unternehmen getätigt.

Materialaufwendungen

Aufgrund der Geschäftstätigkeit (Werkleistungen, Arbeitnehmerüberlassungen) bestehen Materialaufwendungen in Höhe von TEUR 52 (Vj.: TEUR 3) aus Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren und in Höhe von TEUR 661 (Vj.: TEUR 565) aus Aufwendungen für bezogene Leistungen.

Personalangaben

Während des Jahres beschäftigte das Unternehmen im Durchschnitt 260 (Vj.: 237) Mitarbeiter ohne Einbezug der Geschäftsführer, davon 11 (Vj.: 11) leitende Angestellte.

Der gesamte Personalaufwand betrug TEUR 18.846 (Vj.: TEUR 13.994).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen im Wesentlichen aus Konzernumlagekosten (TEUR 731; Vj.: TEUR 739) sowie Miet- und Leasingaufwendungen (TEUR 715; Vj.: TEUR 663). Des Weiteren werden hierunter KFZ-Kosten, Reise- und Fahrtkosten, Werbung sowie Kommunikations- und sonstiger Büroaufwand gegliedert.

SONSTIGE ANGABEN

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende Verpflichtungen gegenüber Dritten aus Miet- und Leasingverträgen:

2022: TEUR 631
2023-2024: TEUR 733

Die Miet- und Leasingverträge sind als Operating Leasing ausgestaltet und daher außerbilanzielle Geschäfte nach § 285 Nr. 3 HGB. Die Vorteile liegen in der Finanzierung sowie der Kalkulierbarkeit der Kosten; Nachteile ergeben sich aus der längeren Bindung an einen Vertragspartner.

Geschäftsführung

Geschäftsführer während des abgelaufenen Geschäftsjahres waren die Herren

 

Peter Radi (Dipl. Ingenieur FH), Böblingen

 

Gerhard Schummer (Dipl. Ingenieur), Winnenden

Auf die Angaben über die Bezüge der Geschäftsführung wird mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Fellbach, 9. Februar 2022

Die Geschäftsführung

gez. Peter Radi

gez. Gerhard Schummer

Entwicklung des Anlagevermögens 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 501.285,28 7.500,00 0,00 508.785,28
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 29.884,26 0,00 0,00 29.884,26
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 734.273,63 47.413,41 805,99 780.881,05
764.157,89 47.413,41 805,99 810.765,31
1.265.443,17 54.913,41 805,99 1.319.550,59
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 495.708,40 4.952,88 0,00 500.661,28
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 9.511,43 5.466,00 0,00 14.977,43
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 704.261,12 29.016,63 805,99 732.471,76
713.772,55 34.482,63 805,99 747.449,19
1.209.480,95 39.435,51 805,99 1.248.110,47
Buchwerte
31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 8.124,00 5.576,88
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 14.906,83 20.372,83
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 48.409,29 30.012,51
63.316,12 50.385,34
71.440,12 55.962,22

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

Der Gegenstand unseres Unternehmens ist die Erbringung von Consulting- und Engineering-IT-Dienstleistungen für Unternehmen der Automobil- und Automobilzuliefererindustrie. Schwerpunkte der Geschäftsaktivitäten sind entwicklungsbegleitende und produktionsnahe Dienstleistungen wie Product-Lifecycle-Management, digitale Prozessabsicherung, Consulting, Training, Elektrik & Elektronik, Entwicklung und Konstruktion sowie After Sales.

Die ACONEXT Stuttgart GmbH (AXS) ist ein Tochterunternehmen der ACONEXT Holding GmbH (AXH), welche wiederum von der VACE Beteiligungs GmbH, Linz (Österreich), der HA Consulting GmbH (Pucking, Österreich) und zwei weiteren geschäftsführenden Gesellschaftern gehalten wird.

ACONEXT Stuttgart GmbH (AXS) ist ein junges, dynamisches Unternehmen, welches seinen Kunden entlang der Wertschöpfungskette Dienstleistungen in den oben genannten Bereichen anbietet. Die interne Organisation der AXS in den drei unternehmensweiten Fachbereichen Systems Engineering, Model Based Engineering und PLM/EngineeringIT stärkt das unternehmensweite Netzwerk der Kompetenzen. AXS ist auch dadurch in kurzer Zeit ein verlässlicher Entwicklungspartner renommierter Kunden in der Automobil- und Automobilzuliefererindustrie geworden.

Die Geschäftsführung der AXS leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Die Gesellschafterversammlung überwacht und berät die Geschäftsführung und ist in Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind, unmittelbar eingebunden.

Forschung und Entwicklung außerhalb der Kundenprojekte ist für die AXS als Servicedienstleister von untergeordneter Bedeutung. Aus diesem Grund wird im Folgenden auf Forschung und Entwicklung nicht näher eingegangen.

B. Darstellung des Geschäftsverlaufs / Wirtschaftsbericht

1. Markt- und Preisentwicklung

Geschäftsmodell und Trends

Die wirtschaftliche Situation der Hersteller und Zulieferer in der Automobilindustrie hat direkten Einfluss auf den Markt für Entwicklungsdienstleistungen. Die anhaltend hohe Modellvielfalt und die damit verbundenen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen sind die Basis für das gestiegene Outsourcingvolumen. Die Bereitschaft der Automobilhersteller und -zulieferer, F&E-Projekte outzusourcen, ist nach eigener Einschätzung im abgelaufenen Geschäftsjahr noch einmal gewachsen.

Aufgrund verkürzter Entwicklungszeiten und neuer Technologien nimmt die Komplexität individueller Lösungen in der Automobilindustrie fortwährend zu. Trends wie beispielsweis alternative Antriebe, autonomes und vernetztes Fahren, steigende Modell- und Variantenvielfalt bei Elektro- oder Hybridfahrzeugen erfordern detailliertes technisches Wissen und ganzheitliches Denken in der Produktentwicklung. Als Mitgestalter von Zukunfts-Technologien passt ACONEXT sein Leistungsspektrum stets den Bedürfnissen der Kunden und den sich ändernden Marktbedingungen an. Die interdisziplinäre Vernetzung und Weiterentwicklung von Wissen befördert unseren Anspruch, zu einem anerkannten Partner für Entwicklungsleistungen zu zählen.

Aufgrund der wachsenden Kunden- und Themenvielfalt prüft ACONEXT auch Opportunitäten im Bereich des anorganischen Wachstums.

Die für eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung beschriebenen Markttrends sind im Detail:

• Umweltfreundliche Antriebe

Die Elektrifizierung von Fahrzeugen spielt bei der Reduzierung von Emissionen eine große Rolle. Einerseits werden hybride Antriebsformen durch eine Kombination von Verbrennungsmotoren mit Elektromotoren zur Reduzierung von Emissionen entwickelt. Andererseits ermöglichen die Fortschritte in der Batterietechnologie auch die Entwicklung vollelektrischer Fahrzeuge. Darüber hinaus investieren die Hersteller im Bereich der Lastkraftwagen und Busse zunehmend in die Brennstoffzellentechnik. Alle Marktteilnehmer treiben die Entwicklung der alternativen Antriebe mit großem Aufwand voran, wobei dieser Trend im Wesentlichen von der Politik induziert wurde, um die Schadstoffemissionen zu reduzieren.

• Autonomes und vernetztes Fahren

In den letzten Jahren ist die Anzahl der Investitionen und Innovationen im Bereich der Assistenz- und Sicherheitssysteme stark angestiegen. Fahrzeuge des Premiumsegments besitzen bereits heute Funktionen wie teilautonomes Fahren, Situationen, in denen der Fahrer allerdings seine Hände weiterhin am Lenkrad halten muss. Es befinden sich bereits Fahrzeuge mit einem höheren Automatisierungsgrad in der Entwicklung, die allerdings die Marktreife noch nicht erreicht haben. In diesem Bereich werden die Investitionen in den kommenden Jahren deutlich ansteigen, um die notwendigen Hardware- und Softwarekomponenten zur Marktreife zu bringen.

• Modell- und Variantenvielfalt

Um Kosten zu sparen und die Effizienz in der Produktion zu steigern setzen die Automobilhersteller zunehmend stark auf Plattform- und Modulstrategien. Dieser Trend ermöglicht ihnen auch bei einer geringen Anzahl einer Fahrzeugserie eine gewinnbringende Produktion, und ermöglicht damit die Abdeckung noch so kleiner Marktnischen. Darüber hinaus werden vorhandenen Modelle zunehmend durch Hybrid- und vollelektrifizierte Varianten erweitert.

• Industrie 4.0

Die Verbindung von Informations- und Kommunikationstechnologie mit der Automatisierungstechnik ist die wesentliche Grundlage der Industrie 4.0. Sie ermöglicht die vollständige digitale Integration der Wertschöpfungsketten von den Lieferanten bis hin zu dem Kunden. Durch die Digitalisierung und Integration der Wertschöpfungsketten werden sich die Geschäftsprozesse stark verändern, der Aufbau von Organisationen verändern und die Flexibilität deutlich erhöhen. Für die Umsetzung der Digitalisierung sind hohe Investitionen notwendig, um die Informationen in den Geschäftsprozessen aufzunehmen, zu speichern und zu verarbeiten.

Die Markttrends führen zu einer zunehmenden Komplexität der Projektbearbeitung. Dies wirkt sich in einer steigenden Verantwortung der externen Partner aus, da höhere Entwicklungsumfänge in kürzerer Zeit bearbeitet und bei steigender Qualität termingerecht geliefert werden müssen. Von Entwicklungsdienstleistern erfordert dies die Bereitschaft, sich schnellstmöglich in neue und vielschichtige Prozessabläufe einzuarbeiten und diese an interne Arbeitsstrukturen anzupassen. Eine Schlüsselkompetenz stellt dabei ein funktionierendes und effizientes Projektmanagement dar, da interne und externe Prozessabläufe koordiniert und gesteuert werden müssen. Die Automobilindustrie hat zur Bewältigung dieser Transformation einen neuen Standard (TISAX) geschaffen, welcher die projekt- und IT-mäßige Integration der Entwicklungsdienstleister in den Wertschöpfungsprozess der OEM's ermöglicht.

Wirtschaftliche Entwicklung

Die makroökonomischen Rahmenbedingungen waren auch im ersten Halbjahr 2021 von der Corona-Pandemie geprägt. Die wirtschaftliche Entwicklung litt daher bis in den Frühsommer hinein unter den von der Politik auferlegten Restriktionen wie Geschäftsschließungen und Kontaktverbote. Erst mit sinkenden Infektionszahlen im Sommer 2021 erholten sich die gesamtwirtschaftlichen Perspektiven.

Die Automobilindustrie war auch im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin von den Auswirkungen der Corona-Pandemie gekennzeichnet. Die Automobilhersteller litten bei insgesamt steigender Nachfrage allesamt unter Lieferengpässen und -verzögerungen bei Zulieferteilen, insbesondere Halbleitern. Insgesamt war unser Geschäftsjahr einerseits, insbesondere in der ersten Jahreshälfte, von den Auswirkungen der Corona-Pandemie gekennzeichnet, andererseits allerdings auch von einer stark ansteigenden Nachfrage im Entwicklungsumfeld nach unseren Dienstleistungen, insbesondere im zweiten Halbjahr. Im Ergebnis sank einerseits der Absatz der Automobilhersteller aufgrund der Marktstörungen bei konstant hoher Nachfrage nach deren Produkten, andererseits müssen sie unter diesen Einschränkungen in die Entwicklung neuer Fahrzeuggenerationen investieren.

2. Umsatz- und Absatzentwicklung der Gesellschaft

Grundlage des Geschäftsmodells der ACONEXT Stuttgart GmbH ist die strategische Ausrichtung des gesamten Unternehmens auf eine Follow-the-customer-Strategie mit unternehmensweiten Fachbereichen. Die erfolgreiche Umsetzung dieser Strategie verdankt das Unternehmen der Zusammenarbeit innerhalb der Fachbereiche, einer breiten und unternehmerisch orientierten Führungsstruktur sowie der Leistungsbereitschaft aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Abgerundet wird das Geschäftsmodell durch eine dezentrale Organisation der Recruitingprozesse, die kontinuierliche Weiterbildung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ein nachhaltiges Qualitätsmanagement-System sowie die zentralisierte Organisation der Querschnittsfunktionen des Unternehmens.

Der Geschäftsverlauf des Geschäftsjahres 2021 wurde einerseits geprägt von den Auswirkungen der Corona-Pandemie und andererseits von der steigenden Nachfrage im Entwicklungsumfeld. Insbesondere das erste Quartal war noch stark geprägt von dem sogenannten zweiten harten Lockdown. Erst ab Ende Mai 2021 entspannte sich das Infektionsgeschehen so weit, dass Ende Juni viele Restriktionen beendet wurden.

Gleichzeitig schreiten die Entwicklungsprozesse in der Automobilindustrie weiter voran. Die Entwicklung neuer Fahrzeuggenerationen unter strengeren gesetzlichen Vorgaben entwickeln einen hohen Innovationsdruck. Diese Entwicklung führte im zweiten Halbjahr 2021 zu einer stark steigenden Nachfrage nach unseren Dienstleistungen.

Die im Geschäftsjahr 2020 implementierten Maßnahmen zur Kompensation der Unterauslastung wurden auch im Geschäftsjahr 2021 teilweise, jedoch mit abnehmendem Trend, aufrechterhalten. So nutzten auch im Geschäftsjahr 2021 viele Mitarbeiter das mobile Arbeiten. Damit konnte die operative Leistungsfähigkeit des Unternehmens aufrechterhalten und unsere Mitarbeiter bestmöglich geschützt werden. Wir werden die positiven Erfahrungen aus dem mobilen Arbeiten auch in Zukunft nutzen, um unseren Mitarbeitern ein möglichst flexibles Arbeitsumfeld zu bieten. Parallel wurden interne und staatliche Möglichkeiten der Aufwandsreduktion wie der Abbau von Urlaub und Überstunden oder Programme der Kurzarbeit genutzt. Mit diesen Maßnahmen sollen nachhaltige Optimierungsmöglichkeiten generiert werden, gleichzeitig aber soll das Unternehmen auch gezielt auf die Zukunft ausgerichtet werden.

C. Darstellung der Lage

1. Ertragslage

In den Planungen für das Geschäftsjahr 2021 waren wir von einer verhaltenen Entwicklung der Gesamtleistung im ersten Halbjahr sowie einem signifikanten Anstieg im zweiten Halbjahr ausgegangen. Der tatsächliche Geschäftsverlauf entsprach weitestgehend diesen Annahmen. Vor diesem Hintergrund stieg der Gesamtumsatz im Geschäftsjahr von TEUR 17.872 um TEUR 6.515 auf TEUR 24.387.

Die Hauptursache für diesen signifikanten Anstieg war die stark gestiegene Nachfrage für unsere Dienstleistungen in allen Bereichen. Aufgrund der hohen nationalen und internationalen Nachfrage nach Produkten unserer Kunden, insbesondere im Bereich der Luxus- und Sportklassen, erhöhten unsere Hauptkunden ihre Entwicklungsbudgets wieder auf die übliche Höhe. Vergeben werden vor allem Dienstleistungsprojekte mit einer Dauer von 1 - 2 Jahren, aber auch einige längerfristigen Projekte. Entscheidend war es im abgelaufenen Geschäftsjahr im "war for talents" zu bestehen, und die notwendigen Experten auf dem Arbeitsmarkt anzuziehen. In diesem Wettbewerb für Talente konnten wir uns gut behaupten und unsere Belegschaft um 56 Mitarbeiter (24%) aufstocken.

Der Materialaufwand enthält im Wesentlichen zugekaufte Dienstleistungen und sank im Geschäftsjahr 2021 auf 2,9 % im Verhältnis zur Betriebsleistung (im Vorjahr 3,2 %). Grundsätzlich sind wir weiterhin bestrebt, die Leistung vorwiegend durch eigene Mitarbeiter zu erbringen.

Vor dem Hintergrund der sinkenden Auswirkungen der Pandemie und der stark gestiegenen Leistung stieg bei einem weiterhin strikten Kostenmanagement auch der Personalaufwand. Der Personalaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr von TEUR 13.994 um TEUR 4.852 auf TEUR 18.846. In dieser Entwicklung spiegeln sich unterschiedliche Einflussfaktoren wider. Einerseits stieg die Mitarbeiterzahl im abgelaufenen Geschäftsjahr von 231 Mitarbeiter im Dezember 2020 auf 287 im Dezember 2021. Durchschnittlich stieg die Anzahl der Mitarbeiter von 235 auf 260. Darüber hinaus wirkten sich andere Maßnahmen im Vorjahr wie Urlaubs- und Überstundenabbau sowie die Inanspruchnahme von Kurzarbeit mindernd auf den Personalaufwand 2020 aus. Die Personalrückstellungen stiegen beispielsweise von TEUR 420 auf TEUR 857. Die staatlichen verordneten Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie führten zu Projektunterbrechungen und -verzögerungen vor allem im ersten Halbjahr. Die Nachfrage nach unseren Dienstleistungen stieg daher im Laufe des Geschäftsjahres an. Daher sank die Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld von TEUR 1.757 in 2020 auf TEUR 905 in 2021. Diese unterschiedlichen Einflussfaktoren spiegeln sich in einer gestiegenen Auslastung von 87 % (im Vorjahr 72 %), welche allerdings immer noch unter der Auslastung von 2019 lag (91 %). Die Personalaufwandsquote sank dank der gesetzten Optimierungsmaßnahmen leicht auf 77 % (im Vorjahr 78 %).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen leicht um TEUR 152 auf TEUR 2.383 (im Vorjahr TEUR 2.231). Ausschlaggebend für den leichten Anstieg waren insbesondere gestiegene Miet- und Leasingaufwendungen und Software-Wartungsaufwendungen. Die Aufwandsquote sank aufgrund der strikten Optimierungsmaßnahmen und Einsparungen auf rund 10 % (im Vorjahr 12 %). Die Einsparungen bezogen sich im Wesentlichen auf die Reisekosten aufgrund von vermehrtem mobilen Arbeiten und im Bereich des Messewesens.

Das EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen, Betriebsergebnis) belief sich im Geschäftsjahr 2021 auf TEUR 2.556 (im Vorjahr TEUR 941). Dies entspricht einer Marge von 10,4% (im Vorjahr 5,3%). Im ersten Quartal waren der erwartete Preisdruck in einigen Teilbereichen und kundenspezifischen Projektverzögerungen die wesentlichen Einflussfaktoren. In den darauffolgenden drei Quartalen erholte sich die Marktstimmung stufenweise in unseren Zielmärkten und führte in Verbindung mit den gesetzten Kostenmaßnahmen (Kurzarbeit, Einsparungen durch mobiles Arbeiten, mehr Social-Media-Aktivitäten und weniger Messen) und der konsequenten strategischen Ausrichtung des Unternehmens auf die Kundenbedarfe annähernd zu einer Verdoppelung der EBIT-Profitabilität.

Mit dieser Entwicklung von Leistung und EBIT konnte die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2021 die prognostizierten Zielgrößen (Umsatzerlöse: EUR 20 - 22 Mio.; EBIT-Marge: 6 - 8 %; Mitarbeiteraufbau: +5 - 10 %) durch einen Anstieg der Gesamtleistung auf rund 24 Millionen Euro und des EBIT vor Holdingumlagen von rund 2,9 Millionen nicht nur erreichen, sondern sogar übertreffen.

Die ACONEXT-Gruppe, bestehend aus AXS, AXE und AXH, hat in Anbetracht des sehr heterogenen Marktumfeldes das Geschäftsjahr 2021 sehr gut bewältigen können und hat trotz der Herausforderungen der Corona-Krise und der Transformation der Automobilindustrie sowohl in der Leistung (rund EUR 31,6 Millionen) als auch im EBIT (rund EUR 3,6 Millionen) die Werte des Geschäftsjahres 2019, d.h. Finanzzahlen vor der Corona-Pandemie (Leistung EUR 31,4 Millionen; EBIT EUR 2,5 Millionen), überschritten.

Im Geschäftsjahr 2021 ergab sich ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.787 (Vorjahr: TEUR 654).

2. Vermögenslage

Die ACONEXT Stuttgart GmbH verfügt über eine fristenkongruente Bilanzstruktur. Mit einer Eigenkapitalquote von rund 59,6 % (im Vorjahr rund 52,1 %) gehört AXS zu den substanzstarken mittelständischen Unternehmen in der EngineeringIT-Branche. Die Bilanzsumme stieg im Geschäftsjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.327 auf TEUR 7.627.

Das Anlagevermögen besteht aus den immateriellen Vermögensgegenständen (TEUR 8) und dem Sachanlagevermögen (TEUR 63) mit einem Gesamtbuchwert zum 31.12.2021 von TEUR 71. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Software, Computer sowie Büroausstattung. Die Anlagenintensität ist bei einem Beratungsunternehmen naturgemäß niedrig und betrug rund 1 % (im Vorjahr rund 1 %).

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vorräte stiegen aufgrund des angewachsenen Geschäftsvolumens von TEUR 2.151 auf TEUR 3.699. Die Forderung im Cash-Pooling der Gruppe stieg aufgrund des Ergebnisanstiegs von TEUR 2.983 auf TEUR 3.795.

Die liquiden Mittel zum Bilanzstichtag belaufen sich auf TEUR 1; diese umfassen lediglich Kassenbestände, da die Gesellschaft mit ihrer Muttergesellschaft einen Cash-Pooling-Vertrag abgeschlossen hat. Angesichts des positiven Cash Flows aus laufender Geschäftstätigkeit in Verbindung mit den positiven Geschäftsaussichten ist die Geschäftsführung der Ansicht, dass die derzeitige Liquidität für die momentane Unternehmensentwicklung ausreichend ist.

Auf der Passivseite sanken die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbezogen von TEUR 135 auf TEUR 114. Die Schulden im Verbundbereich sinken von TEUR 45 auf TEUR 26.

Die Steuerrückstellungen sanken gegenüber dem Vorjahr aufgrund der festgesetzten und bezahlten Steuervorauszahlungen auf TEUR 476 (im Vorjahr TEUR 796).

Die sonstigen Rückstellungen sind von TEUR 872 auf TEUR 1.382 gestiegen. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Personalrückstellungen wie Urlaub und Überstunden sowie den Anstieg variabler Gehaltsbestandteile zurückzuführen. Zudem wurde eine Rückstellung zum Bilanzstichtag für Fremdleistungen gebildet (TEUR 46; im Vorjahr TEUR 0).

Die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen aufgrund der gestiegenen Umsatzsteuerverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lohnsteuern auf TEUR 1.082 (im Vorjahr 693). Diese Entwicklung ist auf den gestiegenen Umsatz und Personalbestand gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen.

3. Finanzlage

Die Finanzierung erfolgte über Eigenmittel sowie über Fremdmittel, welche über das Cash-Pooling der ACONEXT-Gruppe zur Verfügung gestellt wurden. Das Finanzmanagement der AXS umfasst die Themengebiete Liquiditätsmanagement und Ausfallrisiken. Das Finanzmanagement wird für alle Tochtergesellschaften der ACONEXT-Gruppe zentral von der Geschäftsführung der ACONEXT Holding GmbH auf Basis der Geschäftsordnung, interner Richtlinien und Risikoparameter gesteuert.

Die Kapitalflussrechnung zeigt im Vergleich zum Vorjahr folgendes Bild:

2021 2020
TEUR TEUR
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 867 2.465
Cash Flow aus Investitionstätigkeit -55 -34
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit -812 -2.431

Die Kapitalflussrechnung zeigt Zu- und Abflüsse der Zahlungsmittel nach Arten der Geschäftstätigkeit.

Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit ist mit TEUR 867 (im Vorjahr TEUR 2.465) deutlich positiv. Dieser wurde in Höhe von TEUR 812 zum Aufbau von Finanzierungsforderungen verwendet.

Der Finanzmittelfonds inkl. des Cash-Pools setzte sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

TEUR 2021 2020
Kassenbestand 1 1
Guthaben bei Kreditinstituten 0 0
Schecks 0 0
Forderungen aus Cash-Pooling 3.795 2.983
3.796 2.984

Die Investitionspolitik ist weiterhin an die Marktbedingungen angepasst. Die getätigten Investitionen liegen mit TEUR 55 (im Vorjahr TEUR 34) über dem Vorjahresniveau. Der Fokus der Investitionstätigkeit lag - analog dem Vorjahr - überwiegend im Bereich der Ersatzinvestitionen. Investitionen konnten vollständig aus dem Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit durchgeführt werden.

Das Eigenkapital stieg um TEUR 1.787 auf TEUR 4.547. Die Veränderung resultiert ausschließlich aus dem erzielten Jahresüberschuss.

Zusammenfassend verlief das Geschäftsjahr 2021 erwartungsgemäß; im ersten Halbjahr führte die Corona-Pandemie und die daraufhin auferlegten staatlichen Restriktionen zu außergewöhnlichen Rahmenbedingungen, welche sich dann im zweiten Halbjahr jedoch deutlich verbesserten. In Verbindung mit dem anhaltenden Transformationsprozess in der Automobilindustrie stellten diese Rahmenbedingungen unser Unternehmen vor Herausforderungen, welche wir jedoch sehr effizient bewältigen konnten, was sich auch in den Geschäftszahlen widerspiegelt. Dank der nachhaltigen Umsetzung des Pandemie Plans, einem strikten Kostenmanagement und einer leistungsfähigen IT-Infrastruktur konnte die Leistungsfähigkeit des Unternehmens aufrechterhalten werden. Auch wenn die Automobilindustrie im Bereich der Produktion aufgrund der Pandemie aktuell noch unter großen Unsicherheiten und Risiken leidet, sind die Entwicklungsbudgets unserer Hauptkunden deutlich angestiegen und damit ist auch die Nachfrage nach unseren Dienstleistungen deutlich gestiegen. Die Megatrends Digitalisierung, autonomes Fahren, Vernetzung und Elektromobilität bieten weiterhin gute Perspektiven für die Zukunft. Mit unserer strategischen Ausrichtung, einer Eigenkapitalquote von knapp 60% und frei von Fremdkapitalgebern, sind die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft geschaffen.

D. Voraussichtliche Entwicklung und Chancen sowie Risiken der künftigen Entwicklung

1. Risikobericht, Risikomanagementziele und -methoden

Das Risikomanagementsystem der ACONEXT-Gruppe identifiziert und dokumentiert ergebnis- und bestandsgefährdende Risiken. Eine regelmäßige Risikoerhebung bewertet alle möglichen Risiken, welche die Geschäfts- und Ergebnisentwicklung beeinflussen könnten. In Abhängigkeit vom Ergebnis werden kurzfristig Gegenmaßnahmen definiert und zeitnah umgesetzt.

Mögliche Risiken sind nach wie vor der Verlust von Großkunden, ein weiter anhaltender Preisdruck auf dem relevanten Markt sowie der Mangel an hochqualifiziertem Personal auf dem Rekrutierungsmarkt bzw. die verstärkte Übernahme von technischem Personal der AXS durch die Hauptkunden. Zunehmend ist auch eine Verlagerung von F&E-Aktivitäten der Automobilhersteller, Automobilzulieferer und der Luftfahrtindustrie in die neuen EU-Mitgliedsstaaten sowie in den asiatischen Raum festzustellen.

Durch die zunehmende Modellvielfalt und die verkürzten Modellzyklen in der Automobilindustrie ist das Outsourcingvolumen in den letzten Jahren stark angestiegen. Davon konnte die ACONEXT Stuttgart GmbH (AXS) in den letzten Jahren profitieren. Es ist für die Zukunft nicht auszuschließen, dass die Hersteller Entwicklungsarbeiten wieder verstärkt selbst übernehmen, um eigene Entwicklungsressourcen besser auszulasten. Dies könnte kurzfristig zu einer negativen Beeinflussung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen.

Die Orientierung an technischen und technologischen Bedürfnissen unserer Kunden ist ein fester Bestandteil unseres Geschäftsmodells. Dies bringt die kontinuierliche Implementierung von neuen Systemen, Softwaretools und Prozessen mit sich. Eine fehlerhafte Implementierung könnte ein Risiko für die zukünftige Umsatz- und Ertragsentwicklung führen. AXS hat daher Managementsysteme eingeführt, welche Mitarbeiter darauf fokussieren fehlerfrei zu arbeiten, Optimierungspotentiale zu identifizieren und an der Weiterentwicklung der Prozesse mitzuarbeiten. Das Managementsystem wird in regelmäßigen Zeitabständen von Zertifizierungsstellen geprüft. Grundlage bilden die Anforderungen und Vorgaben der Norm DIN EN ISO 9001 Qualitätsmanagement und der Branchenstandard TISAX/Prototypenschutz des VDA (Verband der Automobilindustrie).

Die Verschiebung von Entwicklungsvorhaben kann für einzelne Fachbereiche zu kurzfristigen Unterauslastungen führen, welche unter Umständen kurzfristig nicht kompensierbar sind. Managementwechsel und Veränderungen von Konzernstrukturen der Hauptkunden, können zu einer Überprüfung der Modellpalette, Verschiebung von Entwicklungsvorhaben und Veränderungen von Lieferantenstrukturen führen.

AXS ist als ein in Deutschland tätiger Dienstleister Finanzrisiken und Risiken aus Finanzinstrumenten ausgesetzt. Diese Risiken umfassen im Wesentlichen Ausfallrisiken für Kundenforderungen und Liquiditätsrisiken. Eine kurz- bis mittelfristige Liquiditätsvorschau in Verbindung mit nicht ausgenutzten Kreditlinien innerhalb der ACONEXT-Gruppe stellt jederzeit die Liquiditätsversorgung sicher. Sämtliche Verbindlichkeiten der Gesellschaft sind kurzfristiger Natur. Die Finanzierung über den Gesellschafter wird im niedrigen einstelligen Prozentbereich fix verzinst, daher sieht die AXS kein Zinsrisiko. Risiken aus Fremdwährungen ergeben sich aufgrund des Geschäfts nicht.

Außerdem besteht ein Ausfallrisiko hinsichtlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das Risiko nennenswerter Forderungsausfälle wird jedoch aufgrund der guten Bonität der Kunden sowie des implementierten Forderungsmanagements auch künftig als sehr gering eingeschätzt.

Die persönlichen Fähigkeiten und das Wissen unserer Mitarbeiter sind ein entscheidender Erfolgsfaktor. Durch die Fluktuation besteht das Risiko, wesentliche Kompetenzen zu verlieren und damit Vorteile gegenüber den Wettbewerbern einzubüßen. Durch Programme zur Reduzierung der Fluktuation wie betriebliche Altersvorsorge, leistungs- und ergebnisorientierte Vergütungsstrukturen sind wir bemüht, das Know-how im Unternehmen zu halten und auf andere Mitarbeiter zu übertragen. Zusätzlich sorgen wir durch unser breites Ausbildungsangebot für qualifizierte Nachwuchskräfte. Entsprechend bewegt sich unsere Fluktuationsrate im Rahmen der branchentypischen Bandbreite.

Ein weiteres Risiko könnte ein erneutes, stärkeres Aufflammen der Corona-Pandemie ("Sechste-Welle") sein. Eine wieder verstärkte nationale und internationale Verbreitung weiterer Varianten des Corona-Virus, könnte erneut zu dem Zusammenbruch der internationalen Lieferketten in der Automobilindustrie führen. Es wäre dann zu befürchten, dass die Automobilhersteller ihre Entwicklungsaktivitäten aus Liquiditätsgründen erneut deutlich verlangsamen könnten. Diese Entwicklung könnte in weiterer Folge auch in unserem Unternehmen zu stärkeren Projektverschiebungen und weiteren Unterauslastungen führen.

Bestandsgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Risiken sind aufgrund der derzeitigen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bei der Gesellschaft nicht erkennbar.

2. Chancenbericht

Die AXS steht als Technologieunternehmen als kompetenter Partner an der Seite ihrer Kunden. Das Ziel ist das Unternehmen durch eine nachhaltige Unternehmensführung erfolgreich am Markt zu positionieren, und seine Marktstellung durch ein immer breiteres und tieferes Dienstleistungsportfolio auszubauen. Durch die dezentrale Struktur mit Standorten in direkter Kundennähe kann ACONEXT Stuttgart GmbH (AXS) Kundenbedürfnisse direkt aufnehmen und zeitnah in Projekten umsetzen. Aufgrund der hohen Varianten- und Modellvielfalt bei den Automobilherstellern und deren weiterhin steigenden Bereitschaft zu Fremdvergaben, gehen wir davon aus, dass sich AXS weiterhin als vertrauensvoller Entwicklungspartner bewähren und entwickeln kann. Mit unserer Fokussierung auf die Premiumhersteller der deutschen Automobilindustrie und deren Systemlieferanten in Verbindung mit dem klaren technologischen Fokus auf zukunftsorientierte Themen wie PLM/EngineeringIT, Elektromobilität, Digitalisierung, aber auch technologieübergreifendes Projektmanagement werden wir nach dem abzusehenden Ende der Pandemie wieder ein überdurchschnittliches Wachstum erreichen. Die Positionierung als langjähriger und vertrauensvoller Entwicklungspartner wird es uns weiterhin ermöglichen neue Entwicklungsbereiche für uns zu erschließen und damit die vorhandenen Cross-Selling Potentiale zu nutzen. Für das zweite Halbjahr 2022 sagen viele Forschungsinstitute einen verstärkten Wirtschaftsaufschwung voraus.

3. Prognosebericht

Die voraussichtliche Entwicklung der Wirtschaftsleistung ist aufgrund der Corona-Pandemie noch immer mit Unsicherheiten und Risiken behaftet. Die Wirtschaftsforschungsinstitute am Anfang der Corona-Pandemie noch von einer schnellen Erholung der Wirtschaft ausgingen (V-Effekt), so gehen sie heute eher von einer verlangsamten Erholung der Wirtschaft ab der zweiten Jahreshälfte 2022 aus. Die Erholung der Wirtschaft hängt einerseits mit dem Abklingen der Pandemie und andererseits mit möglicherweise veränderten nationalen und internationalen politischen Rahmenbedingungen zusammen.

Trotz der temporären Unsicherheiten bedingt durch die Coronavirus-Pandemie sind jedoch die Megatrends in der Automobilindustrie wie Elektromobilität, Modell- und Variantenvielfalt und Digitalisierung weiterhin intakt. Die Entwicklungen an den Technologien der Zukunft wurden bereits im zweiten Halbjahr 2021 verstärkt aufgenommen und werden in der Zukunft voraussichtlich noch einmal verstärkt fortgesetzt werden.

Durch die zu erwartende positive Entwicklung in den für die AXS relevanten Märkten, d.h. in der Automobil- und Automobilzulieferindustrie, wird AXS mittelfristig bei steigendem Umsatzvolumen ein EBIT von voraussichtlich rund 12 - 14 % vom Umsatz vor Holdingkosten erreichen können. Für 2022 gehen wir von Umsatzerlösen in Höhe von rund EUR 27 - 29 Mio. und einer EBIT-Marge im Rahmen von 9 - 11 % aus. Hintergrund der Planung für 2022 sind erwartete Umsatzvolumina mit den bestehenden Kunden, sowie die geschätzten Entwicklungen der für die AXS relevanten Branchen im Allgemeinen. Bei dieser Prognose wird unterstellt, dass die Corona-Pandemie nach und nach im Laufe des Geschäftsjahres endet, und die Wertschöpfungsketten wieder zur Normalität zurückkehren. Um den prognostizierten Umsatzanstieg zu realisieren wird ein Mitarbeiteraufbau (+5 - 10 %) angestrebt.

AXS wird sich damit weiter als einer der wenigen mittelständischen Beratungs- und Entwicklungspartner im F&E-Umfeld für die deutschen Premiumhersteller entwickeln. Diese Strategie wird unter den deutlich erschwerten Rahmenbedingungen der Pandemie eine Verbesserung der Auslastung ermöglichen und die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens weiterhin stärken.

4. Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB

Zweigniederlassungen bestehen derzeit an den Standorten Böblingen und Weissach/Flacht.

 

Fellbach, den 14. Februar 2022

Die Geschäftsführung

gez. Peter Radi

gez. Gerhard Schummer

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