Aquantum GmbH
Josephspitalstraße 15, 80331 München, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Carina Polzer seit 19.1.2021 | Geschäftsführer |
Christian Schneider seit 16.11.2017 | Geschäftsführer |
Thomas Paul Morrow seit 16.11.2017 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 33.30% | |
T***** M***** | 12.95% |
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Aquantum Holding GmbHEigenbeteiligung | 12.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Aquantum GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Aquantum GmbH1. Geschäftliche Rahmenbedingungen 1.1. Unternehmensstruktur und Geschäftstätigkeit Die Aquantum GmbH ("Aquantum") ist ein Wertpapierinstitut im Sinn des WpIG und eine Wertpapierfirma im Sinne der IFR. Darüber hinaus ist die Aquantum bei der US-amerikanischen Commodity Futures Trading Commission (CFTC) als Commodity Trading Advisor (CTA) registriert und ist Mitglied der National Futures Association (NFA). Die Firma wurde im Januar 2012 gegründet und war im Geschäftsjahr in der Finanzportfolioverwaltung tätig. Die Aquantum Holding GmbH (Muttergesellschaft) hält 100% an der Aquantum (Tochtergesellschaft). Die Muttergesellschaft erbringt maßgeblich Leistungen in den Bereichen der strategischen Entwicklung des Geschäftsmodells und in der Konzeptionierung von Produkt- und Dienstleistungsstrukturen für die Aquantum Gruppe. Aufsichtspflichtige Leistungen werden nicht erbracht. 1.2. Geschäftszweck der Gesellschaft Maßgeblicher Geschäftszweck der Aquantum ist das Finanzportfoliomanagement von Vermögensverwaltungsmandaten, die sowohl in Form von Fonds als auch in Form von Managed Accounts (maßgeblich als Segmente anderer Fonds) umgesetzt werden können. Dabei agiert die Gesellschaft international. Die Gesellschaft konzentriert sich als spezialisierter Anbieter auf die Entwicklung und Umsetzung von systematischen Portfoliomanagement-Strategien, maßgeblich im Derivate-Bereich (Liquid Alternatives). 2. Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf 2.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Entwicklung der Asset Management Branche im Bereich Liquid Alternatives Im Jahr 2023 verzeichnete die Weltwirtschaft ein leichtes Wachstum, das jedoch unter dem Niveau des Vorjahres lag. Einer der Treiber des Wachstums war die robuste Entwicklung des Dienstleistungssektors in führenden Industrieländern. Belastend wirkten hingegen geopolitische Ereignisse und Schwierigkeiten in den Lieferketten. An den europäischen und amerikanischen Kapitalmärkten setzte sich im Berichtszeitraum der bereits im Jahr 2022 begonnene Aufwärtstrend besonders am Aktienmarkt fort. Der Rentenmarkt war ebenfalls durch erhebliche Mittelzuflüsse geprägt. Aufgrund der insgesamt stabilen weltweiten Wirtschaftslage und der Hoffnung auf mögliche Zinssenkungen konnten führende Aktienindizes neue Höchststände im Berichtszeitraum verzeichnen. Der Bereich des Asset Managements war weiterhin durch ein starkes Interesse der Anleger an passiven und alternativen Anlageklassen geprägt. Gleichwohl kam es im CTA Sektor in den Segmenten Managed Futures und Systematic Trading zu leichten Mittelabflüssen verglichen mit dem Vorjahr, was maßgeblich auf die wieder erstarkte Attraktivität und Zugkraft der steigenden Aktienmärkte zurückzuführen war. Im Berichtsjahr setzte sich zudem der ausgeprägte Trend zur Allokation in Anlageklassen mit technologielastigen Research- und Produktionsprozessen und zu ESG-Strategien weiter fort. Der globale industrieweite Anteil von Assets-under-Management (AuM) in systematischen und Managed Futures Handelsstrategien, für welche auch die von Aquantum entwickelten und gehandelten Strategien maßgeblich stehen, war nach den vorliegenden Marktinformationen insgesamt leicht rückläufig. Gemäß den von Barclay Hedge für das Jahr 2023 veröffentlichten Daten betrugen die AuM im Managed Futures Segment im 4. Quartal 2023 US$ 336,4 Mrd. während sie im Vorjahr 2022 insgesamt noch bei US$ 365 Mrd. und im Systematic Traders Segment bei US$ 299,1 Mrd. (Vorjahr insgesamt US$ 323,6 Mrd.) lagen[1]. Die weltweiten AuM im Handelssegment Optionsstrategien beliefen sich im Jahr 2023 weltweit auf US$ 48,7 Mrd. nach insgesamt US$ 49,3 Mrd. im Vorjahr[2]. 2.2. Marktpositionierung von Aquantum Aquantum verfolgt maßgeblich systematische und disziplinierte Investmentansätze, deren Ziel es ist, attraktive risikoadjustierte Renditen mit geringer Korrelation zu anderen Anlageklassen (traditionelle wie alternative) zu generieren. Darüber hinaus zeichnen sich Aquantums Handelsstrategien durch ihre Unabhängigkeit von makroökonomischen und monetären Einflüssen aus. Ein hohes Maß an Diversifikation und hohe Liquidität bilden weitere Eckpfeiler. Die Gesellschaft verfügt durch ihre Handelsansätze über Leistungsmerkmale, die sich deutlich vom Markt abheben und global nur durch wenige Spezialanbieter produziert werden. Mit ihren Absolut-Return Ansätzen im Bereich des options- und futuresbasierten Spread-Tradings sieht sich das Unternehmen im Verhältnis zum Wettbewerb gut positioniert. 2.3. Geschäftsverlauf und Entwicklung der Gesellschaft Das Berichtsjahr 2023 entwickelte sich für Aquantum in Bezug auf die beiden relevantesten Leistungsindikatoren Bruttoprovisionsumsatz und die verwalteten AuM/Trade Levels fortgesetzt positiv. Die verwalteten AuM und der Bruttoprovisionsumsatz stiegen im Berichtszeitraum an, was sich in der wiederholt positiven Entwicklung der Ertragslage widerspiegelt. Im Berichtszeitraum konnte Aquantum die verwalteten AuM/Trade Levels zum 29. Dezember 2023 von US$ 387 Mio. im Vorjahr auf US$ 558 Mio. ausbauen. Die deutliche Zunahme der AuM war weitgehend auf die erfolgreiche Entwicklung der Aquantum Active Range (AAR) Strategie und den verstärkten Ausbau im internen und externen Vertrieb zurückzuführen. Alle Handelsprogramme konnten im Geschäftsjahr 2023 eine robuste Performance erwirtschaften. So schlossen die Handelsprogramme Aquantum Active Range (AAR), Aquantum Commodity Spread (ACS) und Aquantum Commodity Spread Energies (ACS Energies) mit einer positiven Jahresperformance. 3. Darstellung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage 3.1. Ertragslage Die Provisionserträge aus der Dienstleistung Finanzportfoliomanagement stiegen im Geschäftsjahr 2023 insgesamt auf 5.241 TEUR (Vorjahr 4.428 TEUR). Die Erträge konnten somit im Vergleich zum Vorjahr um 813 TEUR gesteigert werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen 69 TEUR (Vorjahr 173 TEUR). Den Provisionserträgen stehen Provisionsaufwendungen in Höhe von 2.855 TEUR (Vorjahr 2.635 TEUR) gegenüber. Die restlichen Aufwendungen setzen sich vor allem aus den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 2.259 TEUR (Vorjahr 1.708 TEUR) und den Abschreibungen in Höhe von 9 TEUR (Vorjahr 23 TEUR) zusammen. Das Geschäftsjahr schließt mit einem positiven Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von 106 TEUR (Vorjahr 146 TEUR) und einem Jahresüberschuss in Höhe von 76 TEUR (Vorjahr 100 TEUR) ab. 3.2. Finanzlage Die Gesellschaft steuert ihre Finanzlage ohne den Einsatz von Fremdkapital. Die laufenden Ausgaben sollen planmäßig durch die operativen Erträge gedeckt werden. Das Eigenkapital soll vor allem zur Erfüllung der aufsichtsrechtlichen Vorgaben dienen. Die Liquiditätslage der Gesellschaft war im Berichtsjahr 2023 wie bereits in den Vorjahren stets positiv. Die Zahlungsfähigkeit war zu jedem Zeitpunkt gegeben. Die liquiden Mittel sowie die kurzfristigen Forderungen der Gesellschaft belaufen sich auf 2.075 TEUR (Vorjahr 1.893 TEUR). 3.3. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 beträgt 2.200 TEUR (Vorjahr 2.011 TEUR). Die Forderungen an Kreditinstitute (Kontokorrent und Sichteinlagen), hier täglich fällig, haben zum 31. Dezember 2023 einen Anteil von 53% (Vorjahr 51%) an der Bilanzsumme und belaufen sich auf insgesamt 1.158 TEUR (Vorjahr 1.029 TEUR). Die Forderungen an Kunden belaufen sich auf 918 TEUR (Vorjahr 864 TEUR). Die Rückstellungen betragen 635 TEUR (Vorjahr 803 TEUR). Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft (inklusive Nachrangkapital) beträgt 45% (Vorjahr 45%). Die aufsichtsrechtlich geforderten Eigenmittelvorgaben wurden in 2023 eingehalten. Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft ist geordnet. 4. Risikobericht 4.1. Risikomanagementsystem Die Gesellschaft verfügt über ein angemessenes und wirksames Risikomanagement. Auf Basis der Geschäftsstrategie haben die Geschäftsleiter eine Risikostrategie etabliert. Die Risikostrategie bildet die Grundlage für das umfassende Risikomanagementsystem der Gesellschaft. In Übereinstimmung mit branchenüblichen Standards und gesetzlichen Bestimmungen wurden im Rahmen des Risikomanagementprozesses Maßnahmen getroffen, mit denen die Risikoanalyse, die Risiko(früh)erkennung und die Risikokommunikation sichergestellt werden. Der dafür erforderliche effiziente Risikomanagementprozess umfasst die Identifizierung, Bewertung, Messung, Steuerung und Überwachung der Risiken der Gesellschaft und dient der jederzeitigen und nachhaltigen Sicherstellung der Risikotragfähigkeit der Gesellschaft sowie der gezielten Reduzierung einzelner Risiken bzw. von Risikokonzentrationen. Die Verantwortung für das Risikomanagement liegt bei den Geschäftsleitern der Gesellschaft. Das Überwachungssystem soll dazu beitragen, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, frühzeitig aufzudecken. In einem kontinuierlichen Prozess überwachen die Geschäftsleiter den Geschäftsverlauf sowie die finanziellen Rahmenbedingungen der Gesellschaft. Durch diese Maßnahmen wird sichergestellt, dass die Geschäftsleitung wesentliche Risiken frühzeitig erkennen und entsprechende Maßnahmen ergreifen kann. Das Überwachungssystem ist als integraler Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse der Gesellschaft implementiert. Die Risikotragfähigkeit der Gesellschaft war im Berichtszeitraum jederzeit in vollem Umfang gewährleistet. 4.2. Definition von Risiken Die Gesellschaft erachtet alle Risiken, die die Vermögenslage (inklusive der Kapitalausstattung), die Ertragslage oder die Liquiditätslage wesentlich beeinträchtigen können, als Risiken im Kontext ihres Risikomanagements. 4.3. Identifizierung von Risiken Im Rahmen von vierteljährlich stattfindenden Risikoinventuren werden alle Risiken aufgenommen und bewertet. Die Gesellschaft hat die nachfolgenden Risiken (Risikobereiche) aufgrund ihrer derzeitigen Geschäftsaktivität und Positionierung im Markt als wesentliche Risiken identifiziert:
Nachhaltigkeitsrisiken werden im Rahmen der Risikoanalyse als Faktor in den bestehenden Risikobereichen berücksichtigt und im Rahmen der Risikoinventur bewertet. Sonstige unwesentliche Risiken werden ebenfalls beobachtet und analysiert und deren Einordnung als wesentlich oder unwesentlich in regelmäßigen Abständen überprüft. 4.4. Geschäftsrisiko und strategisches Risiko (inklusive sonstiger Risiken) Unter Geschäftsrisiko und strategischem Risiko versteht die Gesellschaft die Gefahr von unerwarteten Verlusten, die sich aus Entscheidungen zur geschäftspolitischen Positionierung (i.d.R. wesentliches Abweichen vom Business Plan) oder aus unerwarteten Veränderungen des Marktumfelds mit negativen Auswirkungen auf die Ertragslage des Instituts ergeben. Einem wesentlichen Abweichen vom Business Plan begegnet die Gesellschaft mit klaren Budgetierungsmaßnahmen, kontinuierlicher Pflege und Kontrolle der Finanzen und einer kontinuierlichen Überprüfung des Unternehmens im Lichte des Businessplans. Strategische Risiken werden durch regelmäßigen Kontakt zu Kunden, Geschäftspartnern, Gegenparteien, Wirtschaftsprüfern und Lobbyverbänden begegnet. Des Weiteren findet eine regelmäßige Risiko- und Performance-Überwachung statt. 4.5. Adressenausfallrisiken Unter Adressenausfallrisiken versteht die Gesellschaft mögliche Wertverluste, die durch den Ausfall oder eine Bonitätsverschlechterung von Kunden oder Geschäftspartnern entstehen können. Adressenausfallrisiken der Gesellschaft können im Einzelnen aus den folgenden bilanziellen Posten resultieren:
Die Gesellschaft stellt im Rahmen regelmäßiger Prüfung sicher, dass das Adressenausfallrisiko und damit verbundene Risikokonzentrationen begrenzt werden. Um das Adressenausfallrisiko gegenüber Kunden oder Geschäftspartnern gering zu halten, wird z.B. das Rating und die damit verbundene Ausfallwahrscheinlichkeit beobachtet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr bestand ein Adressenausfallrisiko maßgeblich gegenüber einem Kreditinstitut, dessen Überwachung jedoch aufgrund des bestehenden laufenden Informationsaustausches stets gewährleistet war. Ein Adressenausfallrisiko gegenüber Kunden besteht nur in geringem Umfang, da Gebühren durch die Gesellschaft regelmäßig in Rechnung gestellt werden. Länderrisiken wurden in dem abgelaufenen Geschäftsjahr nicht identifiziert. 4.6. Marktpreisrisiken Das Marktpreisrisiko ist der potentielle Verlust, der durch die Veränderung von Preisen an Finanzmärkten für Positionen in Finanzinstrumenten der Gesellschaft entstehen kann. Die Gesellschaft ist ein Nichthandelsbuchinstitut. Im Rahmen der Zulassung darf die Gesellschaft jedoch Eigengeschäfte tätigen. Die Gesellschaft unterscheidet zwischen konjunkturellen Risiken, dem Risiko des Verlustes von Vermögen durch Finanzmarktkrisen, Wechselkursrisiken und Zins(änderungs)risiken. Mögliche Anlagen der Aquantum in Finanzinstrumente dienen ausschließlich der mittel- und langfristigen Anlage von Vermögen ohne kurzfristige Gewinnmaximierung und sind dem Anlagebuch zuzuordnen. Finanzinstrumente werden daher nicht zum Zwecke der Erzielung eines kurzfristigen Handelserfolges erworben. Derzeit werden nur Anlagen in Tagesgeld/Festgeld gehalten. Daneben ist die Anlage in eigene Investmentprogramme (z.B. über Fonds) möglich. Geringe Wechselkursrisiken können gegenüber Kunden entstehen, soweit Vergütungen für Portfoliomanagementleistungen oder andere Leistungen der Gesellschaft auf eine andere Währung als Euro lauten. Zur Verhinderung von Zinsrisiken können Verträge mit Zinsbindung oder klarer Zinsdefinition abgeschlossen werden. 4.7. Liquiditätsrisiken Die Gesellschaft hat sicherzustellen, dass sie ihre Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllen kann und ein sich abzeichnender Liquiditätsengpass frühzeitig erkannt wird. Im Mittelpunkt steht daher die jederzeitige Sicherstellung der ordnungsgemäßen Geschäftstätigkeit. Die Gesellschaft führt die Liquiditätssteuerung anhand eines mehrjährigen Geschäftsplans durch. In einem regelmäßigen Turnus erfolgt eine Gegenüberstellung von Mittelzu- und Mittelabflüssen. Diese Aufstellung gewährleistet, dass sich ein möglicher Liquiditätsengpass erkennen und planen lässt. Die Gesellschaft legt darüber hinaus ihr Vermögen derzeit nur in liquide Geldmarktinstrumente (Tagesgeld und Festgeld) an. Die Vermögensanlage gewährleistet daher eine zeitnahe Verfügbarkeit von Liquidität, soweit erforderlich. Die Darstellung der Liquiditätssituation der Gesellschaft erfolgt im Rahmen des Risikoreports. 4.8. Operationelle Risiken Die frühzeitige Erkennung von operationellen Risiken steht im absoluten Fokus der Gesellschaft und ist durch ein hohes Sicherheitsstreben gekennzeichnet. Auf Basis des Geschäftsmodells und bedingt durch Art und Umfang der Geschäftstätigkeit bestehen operationelle Risiken vor allem in den Bereichen Portfoliomanagementprozesse, IT-Systeme, Personal und Auslagerungen. Risiken im Portfoliomanagementprozess begegnet die Gesellschaft mit einem hohen Maß an Automatisierung und stabilen Produktionsprozessen. Durch ein umfangreiches Notfallkonzept wird die jederzeitige Aufrechterhaltung bzw. die kurzfristige Wiederaufnahme des regulären Geschäftsbetriebs systemisch und personell sichergestellt. Durch ein angemessenes Auslagerungscontrolling und durch ein auf Art und Umfang der Gesellschaft angepasstes internes Kontrollsystem, inkl. der Prüfungen der Internen Revision, werden die Risiken ausreichend überwacht und weiter minimiert. Rechtliche Risiken werden durch gezielte Einbeziehung von externen Rechtsanwälten minimiert. Die Gesellschaft verwendet zudem weitgehend marktübliche Vertragswerke. Risiken im Personalbereich sowie Prozessrisiken werden durch kontinuierliche Verbesserungen bei der Aufbau- und Ablauforganisation weitestgehend minimiert. Schlüsselpersonenrisiken lassen sich in der Regel nur schwerlich komplett vermeiden bzw. ab- oder überwälzen. Aquantum setzt hier auf eine breite Schulung und Einbindung aller Mitarbeiter und ein hohes Maß an Systemunterstützung bei der Umsetzung seiner Handelsprogramme. Nach Auffassung der Geschäftsführung werden operationelle Risiken ausreichend überwacht und minimiert. 4.9. Nachhaltigkeitsrisiken und nachhaltige Anlageprodukte Im Rahmen der Anlage-, Analyse- und Entscheidungsprozesse berücksichtigt die Gesellschaft die gestiegene Nachfrage nach geeigneten ESG-verpflichteten Anlagealternativen im Bereich börsengehandelter Derivate. Die Risikoanalyse- und Managementprozesse der Gesellschaft berücksichtigen potenzielle Nachhaltigkeitsrisiken, die mit bestehenden und neu entwickelten Anlageprogrammen verbunden sind und sich letztlich auf das Unternehmen auswirken können. Als Ergebnis einer umfassenden ESG Impact- und Risikoanalyse des Handels mit börsennotierten Optionen und Futures-Kontrakten als Teil der Investitionsprogramme bewertet die Gesellschaft ihre Portfolio-Investitionstätigkeit derzeit als ESG-neutral, d. h. ohne negative oder positive Auswirkungen auf die ESG-Nachhaltigkeitsfaktoren des Basiswerts, während den Märkten für börsengehandelte Optionen und Futures gleichzeitig zusätzliche Liquidität zur Verfügung gestellt wird. Auf der Grundlage des eigenen Research geht die Gesellschaft derzeit davon aus, dass die Performance der bestehenden Handelsstrategien und Anlageprogramme nicht durch potenzielle oder tatsächliche ESG-Risiken in Bezug auf den Basiswert der gehandelten börsengehandelten Optionen und Futures-Kontrakte negativ beeinflusst wird. Die Beachtung der internen Grundsätze zur Berücksichtigung und Verhinderung von Nachhaltigkeitsrisiken durch die Mitarbeiter von Aquantum ist Bestandteil für die Bemessung der erfolgsabhängigen Vergütung. Die Gesellschaft legt im Research verstärkt einen Schwerpunkt auf die Entwicklung von Anlagestrategien und Programmen, welche einen positiven ESG-Ansatz im Sinn der Offenlegungsverordnung verfolgen. 4.10. Berichterstattung der Risiken Die Gesellschaft hat für die Steuerung und Überwachung der Risiken ein Risikoberichtssystem implementiert, das die identifizierten Risiken darstellt, beurteilt und in nachvollziehbarer und aussagekräftiger Art und Weise an die Geschäftsleitung kommuniziert. Für unvorhersehbare Ereignisse ist ein Prozess zur anlassbezogenen Berichterstattung implementiert. 4.11. Zusammenfassung im Bereich Risikomanagement Das Risikotragfähigkeitskonzept der Gesellschaft hat dazu geführt, dass die zur Verfügung stehende Risikodeckungsmasse im abgelaufenen Geschäftsjahr stets ausreichend war. Die Gesellschaft sieht sich ausreichend vorbereitet, um zukünftigen Risiken bzw. Risikoveränderungen begegnen zu können. Die Eigenmittelanforderungen wurden stets eingehalten. Die Gesellschaft verfügt über ausreichend Liquidität. Über die branchenüblichen Risiken hinausgehende Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Die den aktuellen Entwicklungen entsprechende Fortentwicklung des Risikomanagementsystems wird auch im kommenden Geschäftsjahr einen hohen Stellenwert einnehmen. 5. Prognosebericht 5.1. Entwicklung der Branche Im Jahr 2023 setzte sich zunehmend ein positiveres Sentiment bezüglich der Märkte und der Resilienz der westlichen Volkswirtschaften durch und so waren auch die globalen Finanz- und Kapitalmärkte von einer im Vergleich zum Jahr 2022 deutlich positiveren Grundstimmung geprägt. Die globale Hedge-Fonds Branche konnte im Berichtsjahr 2023 weitere Mittelzuflüsse bei den AuM von US$ 4.843,6 Mrd. im Vorjahr auf US$ 4.959,1 Mrd. im 3. Quartal 2023 verzeichnen[3]. Wir gehen davon aus, dass diese Entwicklung weiter anhalten wird. 5.2. Entwicklung der Gesellschaft mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken Die im Jahr 2023 erzielte deutliche Steigerung der AuM bestätigt die Annahme, dass institutionelle Investoren auch weiterhin vermehrt nach unkorrelierten und nachhaltigen Renditebeiträgen suchen. Aus Sicht der Geschäftsleitung hat die Gesellschaft dafür eine stabile Wettbewerbspositionierung und eine günstige Ausgangslage für einen weiteren Ausbau der AuM im kommenden Geschäftsjahr. Diese basiert maßgeblich auf den weltweit nur von wenigen Wettbewerbern umgesetzten Handelsansätzen der Gesellschaft, auf dem mehrjährigen Track-Record der eingesetzten Handelsprogramme und einem stabilen operationellen Set-up. Im Berichtzeitraum wurde der externe Vertrieb im Rahmen einer Kooperation mit einer deutschen Privatbank weiter ausgebaut, was wirtschaftlich verstärkt ab 2024 zum Tragen kommen soll. Darüber hinaus entwickelte die Gesellschaft eine neue systematische Anlagestrategie, die seit dem 01.02.2024 im Fonds ADR Managed Futures live gehandelt wird. Auch diese Strategie strebt eine geringe Korrelation zu den Märkten und bestimmten Anlageklassen und einen absoluten Return an. Der Fonds zeichnet sich insbesondere durch die Erfüllung der ESG-Kriterien im Sinn des Art. 8 der Offenlegungsverordnung aus, was verstärktes Kundeninteresse auslösen soll. Insgesamt strebt die Gesellschaft einen deutlichen Ausbau der verwalteten Mittel im Geschäftsjahr 2024 an. Auf Basis der Planung von Geschäftsentwicklung und Liquidität und unter Aufrechterhaltung einer ausgeprägten Kostendisziplin strebt die Gesellschaft zudem eine weiterhin stabile und positive Ertrags- und Finanzlage für das Geschäftsjahr 2024 an. Die Chancen für die Gesellschaft innerhalb des nächsten Jahres liegen darin, dass trotz der aktuell hohen geopolitischen Unsicherheit und den damit einhergehen Risiken für die Kapitalmärkte Aquantums unkorrelierte Handelsprogramme weiterhin auf Interesse potentieller Investoren stoßen und somit ein Ausbau der Assets under Management erreicht werden kann. Dafür strebt die Gesellschaft neben der Erhöhung der verwalteten Mittel in den bestehenden Mandaten den Ausbau weiterer Mandate im Fonds- und Managed Account-Bereich an. Risikoseitig können nachhaltige Performanceprobleme, längere Drawdown-Phasen und andauernde Unsicherheiten an den Finanz- und Kapitalmärkten erhebliche, auch kurzfristige Mittelabflüsse auslösen. Darüber hinaus können regulatorische Vorgaben oder weitergehende Einschränkungen des Handels in spezifischen Märkten Aquantums Handelskapazität bedeutsam einschränken oder den operativen Betrieb erschweren. Ungeplante Mittelabflüsse können jedoch aufgrund der hohen Liquidität der Handelsprogramme jederzeit erfolgen und sind im Lichte der aktuellen geopolitischen und konjunkturellen Risikofaktoren kaum vorhersehbar. Der Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen über die erwartete Entwicklung. Diese Aussagen beruhen auf aktuellen Einschätzungen und sind daher mit Risiken und Unsicherheiten behaftet.
München, den 25.03.2024 Aquantum GmbH gez. Thomas P. Morrow gez. Carina Polzer gez. Christian Schneider [1] Vgl. hier und nachfolgend BarclayHedge, CTA Industry - Assets under Management für das Jahr 2023, https://www.barclayhedge.com/solutions/assets-under-management/cta-assets-under-management/ [2] siehe BarclayHedge. Assets under Management Historical Growth of Assets - Option Strategies, https://www.barclayhedge.com/solutions/assets-under-management/hedge-fund-assets-under-management/Options-Strategies/ [3] Barclay Hedge "Hedge Fund Industry - Assets und Management, https://www.barclayhedge.com/solutions/assets-under-management/hedge-fund-assets-under-management/ BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangangabenAngaben zur Identifikation der Gesellschaft
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der Aquantum GmbH, München, zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Des Weiteren waren die Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages zu beachten. Bei der Gesellschaft handelt es sich um ein kleines Wertpapierinstitut, das dem WpIG unterliegt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen der Kreditinstituts-Rechnungslegungsverordnung - RechKredV - für Finanzdienstleistungsinstitute zu beachten. Die Pflicht zur Aufstellung des Jahresabschlusses nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften ergibt sich für Institute, die unter § 1 i.V.m. § 2 Abs. 1 WpIG fallen, aus § 340 Abs. 4a i.V.m. § 340a Abs. 1 HGB. Nach § 267 i.V.m. §340a HGB handelt es sich bei der Gesellschaft um eine große Kapitalgesellschaft. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind grundsätzlich im Anhang aufgeführt. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die dem Vorjahresabschluss zum 31. Dezember 2022 zugrundeliegenden Ansatz-, Bewertungs- und Ausweismethoden werden unverändert fortgeführt. Die Bilanzierung und Bewertung des Vermögens und der Schulden erfolgte gem. §§ 340 ff HGB. Die Forderungen an Kreditinstitute sind zu Nominalwerten bilanziert. Die Forderungen an Kunden und die sonstigen Vermögensgegenstände sind unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Der Ansatz erfolgte zum Nennwert. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Geringwertige Wirschaftsgüter (bis EUR 800,00) wurden gem. § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Die Rechnungsabgrenzungsposten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag berücksichtigt und auf die jeweilige Laufzeit verteilt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die anderen Rückstellungen wurden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (Erfüllungsbetrag). Es besteht, bis auf die Rückstellungen für Aufbewahrungspflicht, keine Rückstellung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Zugangsbewertung von Vermögensgegenständen bzw. Schulden erfolgt zum Umrechnungskurs des Erfassungstages im Buchhaltungsprogramm. Erträge und Aufwendungen in fremder Währung wurden zum Kurs der Transaktion am jeweiligen Stichtag umgerechnet. Der Gesamtbetrag der Vermögensgegenstände, die auf fremder Währung lauten, beläuft sich auf EUR 324.674,89 (VJ: 404.212,20). Der Gesamtbetrag der Schulden, die auf Fremdwährung lauten, beträgt EUR 33.737,43 (VJ: EUR 5.907,13). Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von insgesamt EUR 27.038,47 wurden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen wurden EUR 18.515,23 als Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung ausgewiesen. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz Forderungen an Kreditinstitute Es handelt sich um Guthaben bei der Hausbank der Gesellschaft. Forderungen an Kunden Bei den Forderungen an Kunden wurden Beträge für noch nicht vereinnahmte Leistungen aus dem Dienstleistungsgeschäft ausgewiesen. Die Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten in Höhe von EUR 917.747,63 (Vorjahr EUR 863.724,37). Forderungen mit unbestimmter Restlaufzeit sind nicht vorhanden. Brutto-Anlagenspiegel Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagewerte ist dem nachfolgenden Anlagespiegel zu entnehmen.
Sonstige Vermögensgegenstände Bei den sonstigen Vermögensgegenständen werden Forderungen gegen das Personal in Höhe von EUR 46.630,00 (Vorjahr EUR 32.810,00), Forderungen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 313,40 (Vorjahr EUR 15.651,40), sowie Forderungen ggü. dem Finanzamt für Steuern des aktuellen Jahres in Höhe von EUR 27.788,45 (Vorjahr EUR 42.891,42) ausgewiesen. Die Restlaufzeit der sonstigen Vermögensgegenstände beträgt nicht mehr als ein Jahr. Rechnungsabgrenzungsposten Bei der Aktiven Rechnungsabgrenzung in Höhe von EUR 34.055,80 (Vorjahr EUR 16.502,94) handelt es sich um Betriebsausgaben, die auf Ihre jeweilige Laufzeit verteilt wurden. Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG) Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:
Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf insgesmt EUR 573.165,84 (Vorjahr EUR 293.165,45). Diese beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 411.677,15 (Vorjahr EUR 192.796,62), Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von EUR 21.007,90 (Vorjahr EUR 64.491,68) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit EUR 140.480,79 (Vorjahr 35.877,15). Bei allen sonstigen Verbindlichkeiten beträgt die Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Andere Rückstellungen Die anderen Rückstellungen belaufen sich auf insgesamt EUR 635.225,00 (Vorjahr 781.590,00). Diese beinhalten Rückstellungen für sonstige Betriebsausgaben in Höhe von EUR 232.300,00 (Vorjahr EUR 378.625,00), Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von EUR 319.975,00 (Vorjahr EUR 291.890,00), Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von EUR 21.000,00 (Vorjahr EUR 43.750,00), die Berücksichtigung der Aufbewahrungspflicht in Höhe von EUR 2.000,00 (Vorjahr EUR 2.000,00) sowie Zinsrückstellungen für den Einlagennennbetrag bzw. Partizipation in Höhe von EUR 59.950,00 (Vorjahr EUR 65.325,00). Haftungsverhältnisse gemäß § 34 Abs. 2 Nr. 4 RechKredV Am Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse gemäß § 34 Abs. 2 Nr. 4 RechKredV. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt (Netto-Belastung) EUR 225.000,00. Diese beinhalten Mietkosten mit einer Restlaufzeit von bis zu 5 Jahren. Des Weiteren hat die Gesellschaft insgesamt EUR 37.429,00 an die Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg im Wesentlichen zur Sicherung der oben genannten Mietforderungen verpfändet. Eigenkapital Die Bilanz wurde unter vollständiger Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Der Bilanzgewinn in Höhe von EUR 191.232,90 umfasst den Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von EUR 114.760,53 verrechnet mit dem Jahresüberschuss für 2023 in Höhe von EUR 76.472,37. Das Eigenkapital setzt sich wie folgt zusammen: - Gezeichnetes Kapital in Höhe von EUR 550.000,00 - Einlage stille Gesellschaft von EUR 250.000,00 - Bilanzgewinn von EUR 191.232,90 An der Gesellschaft ist unmittelbar die Aquantum Holding GmbH (100%) beteiligt. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Provisionserträge Die Provisionserträge betreffen Vergütungen, die für Dienstleistungen in der Finanzportfolioverwaltung (ausschließlich in europäischen Mitgliedsstaaten und in Drittländern) erbracht wurden. Die Provisionserträge betrugen in 2023 EUR 5.240.904,65 (im Vorjahr EUR 4.428.458,04). Die Dienstleistungen wurden maßgeblich für Kunden in Europa und in den USA erbracht. Provisionsaufwendungen Bei den Provisionsaufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Zahlungen an Dritte, die für die Zuführung institutioneller Kunden vergütet wurden, um variable Vergütungen und um die Konzernumlage. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von EUR 69.307,65 (im Vorjahr EUR 172.839,69) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Vermietung von Büroräumen in Höhe von EUR 8.650,00 (im Vorjahr EUR 15.550,00), Erstattungen Aufwendungesausgleichsgesetz in Höhe von EUR 34.579,20 (im Vorjahr EUR 4.504,83), Erträge aus der Währungsrechnung in Höhe von EUR 18.515,23 (im Vorjahr EUR 23.680,57) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 7.520,22 (im Vorjahr EUR 28.723,37). Allgemeine andere Verwaltungsaufwendungen Die anderen Verwaltungsaufwendungen beinhalten im Wesentlichen Mietkosten in Höhe von EUR 138.926,02 (im Vorjahr EUR 129.025,36), Rechts- und Beratungskosten sowie Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von EUR 99.055,60 (im Vorjahr EUR 106.667,50), IT-Leasing inkl. Lizenzkosten in Höhe von EUR 216.051,48 (im Vorjahr EUR 132.259,46) und Gehaltsverrechnungen in Höhe von EUR 464.699,94 (im Vorjahr EUR 469.260,77). Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigen Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2023 wurden im Durchschnitt 6,00 Arbeitnehmer beschäftigt. Zum Stichtag beschäftigte die Gesellschaft sieben Mitarbeiter. Vergütung der Geschäftsführer Die Angabe der Vergütung der Geschäftsführung unterbleibt gemäß §285 Nr. 9a HGB i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB. Name der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch die folgenden Personen geführt:
Honorar des Abschlussprüfers Im Berichtsjahr wurden für den Abschlussprüfer folgende Honorare als Aufwand erfasst:
Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit der Gesellschafterin die folgende Ergebnisverwendung vor: Es wird vorgeschlagen den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 191.232,90 auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Nach dem 31. Dezember 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten und bekannt. Bezüglich der Ausführung zu den Auswirkungen der Ukraine- und Nahen Osten-Krise verweisen wir auf den Lagebericht der Gesellschaft. Unterschrift der Geschäftsführung
München, den 25.03.2024 gez. Thomas Paul Morrow gez. Carina Polzer gez. Christian Schneider BestätigungsvermerkAn die Aquantum GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Aquantum GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Aquantum GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen
Frankfurt am Main, den 28. Mai 2024 GAR
Gesellschaft für Aufsichtsrecht und Revision mbH
Barac, Wirtschaftsprüfer van Werden, Wirtschaftsprüfer |
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