Lufthansa Technical Training GmbH

Weg beim Jäger 193, 22335 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 57467
Vorher
Lufthansa Technical Trading GmbH
Eingetragen
4.1.1995
Branche
BeteiligungsgesellschaftenReparatur und Instandhaltung von zivilen Luft- und RaumfahrzeugenBetrieb von Flughäfen und Landeplätzen für Luftfahrzeuge
Gegenstand
die Aus- und Weiterbildung von luftfahrttechnischem Personal sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marc Wilken
seit 21.7.2021
Geschäftsführer
Harald Apfelthaler
seit 29.11.2017
Prokura
Yvonne Meisenzahl
seit 19.10.2016
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Lufthansa Technical Training GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Lufthansa Technical Training GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Lufthansa Technical Training GmbH, Hamburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lufthansa Technical Training GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 20. Juni 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Weiß, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Nutzungsrechte 335.465,93 472.353,97
2. Geleistete Anzahlungen 200.700,27 175.434,70
536.166,20 647.788,67
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 484.552,47 336.024,52
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.323.034,32 1.091.174,11
1.807.586,79 1.427.198,63
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 49.980,00 49.980,00
2. Sonstige Ausleihungen 27.040,00 29.800,00
77.020,00 79.780,00
2.420.772,99 2.154.767,30
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 323.070,99 277.683,81
2. Unfertige Leistungen 160.007,08 310.316,08
483.078,07 587.999,89
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 558.708,49 612.795,54
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 45.994.901,08 41.654.320,89
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 110.818,86
4. Sonstige Vermögensgegenstände 90.415,83 57.424,29
46.644.025,40 42.435.359,58
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 543.223,24 539.428,19
47.670.326,71 43.562.787,66
C. Rechnungsabgrenzungsposten 135.517,49 66.454,47
50.226.617,19 45.784.009,43

Passiva

31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 260.000,00 260.000,00
II. Gewinnrücklagen
1. Andere Gewinnrücklagen 3.897.623,03 3.897.623,03
III. Bilanzgewinn 1.444.725,45 0,00
5.602.348,48 4.157.623,03
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 34.804.624,61 36.089.456,79
2. Sonstige Rückstellungen 4.800.967,93 4.975.719,85
39.605.592,54 41.065.176,64
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 65.105,62 269.164,05
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 118.097,83 105.543,09
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.629.779,04 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 205.693,68 186.502,62
davon aus Steuern EUR 159.926,23 (Vj. TEUR 80)
5.018.676,17 561.209,76
50.226.617,19 45.784.009,43

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 33.978.649,93 24.691.967,11
2. Verminderung oder Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen -150.309,00 236.479,38
3. Sonstige betriebliche Erträge 600.913,12 655.163,73
34.429.254,05 25.583.610,22
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -582.477,44 -356.403,69
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -6.255.557,62 -4.388.813,28
-6.838.035,06 -4.745.216,97
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -13.314.193,40 -12.342.900,18
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.873.044,35 -2.326.605,18
davon für Altersversorgung EUR 722.164,60 (Vj. TEUR 398)
-16.187.237,75 -14.669.505,36
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -587.495,57 -576.446,78
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.500.343,26 -4.852.158,10
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.968.654,80 2.561,54
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -13.744,94 -5.751.164,20
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -784.545,41 12.053,56
11. Ergebnis nach Steuern 5.486.506,86 -4.996.266,09
12. Sonstige Steuern -11.695,43 -1.672,73
13. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne -4.030.085,98 0,00
14. Erträge aus Verlustübernahme 0,00 4.513.882,23
15. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 1.444.725,45 -484.056,59
16. Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen 0,00 484.056,59
17. Bilanzgewinn 1.444.725,45 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben

Die Lufthansa Technical Training GmbH, Hamburg, registriert beim Amtsgericht Hamburg unter der Nummer HRB 57467, ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Die Geschäftsanteile der Lufthansa Technical Training GmbH (LTT) befinden sich im alleinigen Besitz der Lufthansa Technik Aktiengesellschaft, Hamburg (LHT); zwischen LTT und LHT besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Über die LHT ist die LTT mit den im Konzernabschluss der Deutschen Lufthansa AG (DLH), Köln, genannten übrigen Konzerngesellschaften verbunden.

Der Jahresabschluss der LTT wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) gem. §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Gesellschaft gehört dem ertragsteuerlichen Organkreis der Deutschen Lufthansa AG an, so dass im handelsrechtlichen Jahresabschluss der LTT keine latenten Steuern gebildet wurden.

2. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

Der Gliederung der Bilanz zum 31. Dezember 2023 liegen die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§ 267 Abs. 2 HGB) sowie des GmbHG zugrunde.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen zudem den Bilanzierungsrichtlinien der Deutschen Lufthansa AG.

Anlagevermögen

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie das Sachanlagevermögen werden mit Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben bzw. auf ihren niedrigeren beizulegenden Zeitwert.

Das Wahlrecht, selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe der Entwicklungskosten zu aktivieren, wird nicht ausgeübt.

Zugänge zum Sachanlagevermögen werden linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig unter Berücksichtigung der nachfolgenden Nutzungsdauern.

• Software und Nutzungsrechte: 5 Jahre
• Technische Anlagen und Maschinen: zwischen 10 und 15 Jahre
• Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: zwischen 3 und 13 Jahren

Zugänge von Vermögensgegenständen, deren Anschaffungskosten € 250,00 nicht übersteigen werden sofort voll abgeschrieben. Für geringwertige Wirtschaftsgüter (auch Software) mit Anschaffungskosten von € 250,01 bis € 1.000,00 wird ein Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet, der linear über 5 Jahre gewinnmindernd aufgelöst wird.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung notwendiger Wertberichtigungen oder erforderlicher Wertaufholungen bilanziert. Ausleihungen werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.

Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt.

Umlaufvermögen

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten, die Unfertigen Leistungen mit den anteiligen Umsatzerlösen abzüglich eines Abschlags für kalkulatorische Gewinne und nicht aktivierungsfähigen Aufwendungen bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennbetrag bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Individuelle Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Vermögensverrechnung

Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der Altersversorgung sowie aus Altersteilzeitansprüchen der Mitarbeiter sind entsprechende Mittel in insolvenzgeschützten Fondsanlagen beziehungsweise Rückdeckungsversicherungen angelegt, die dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen sind.

Die Deckungsvermögen werden zum beizulegenden Zeitwert unter Zugrundelegung von extern bereitgestellten Kursinformationen durch einen Gutachter nach den allgemein anerkannten Regelungen der Versicherungsmathematik bewertet und mit den jeweils zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Zeitwert des jeweiligen Deckungsvermögens die korrespondierende Verpflichtung, erfolgt ein gesonderter Ausweis als "aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz.

Soweit die Zeitbewertung des jeweiligen Deckungsvermögens über den historischen Anschaffungskosten liegt, unterliegt die Differenz zwischen dem Zeitwert und den historischen Anschaffungskosten gemäß § 268 Abs. 8 Satz 3 HGB der Ausschüttungs-/Abführungssperre.

Es besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 5.342 (Vorjahr TEUR 3.898), die sich aus dem Unterschiedsbetrag aus der die Anschaffungskosten übersteigenden Bewertung des Deckungsvermögens zum beizulegenden Zeitwert (TEUR 25.984) ergibt. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der letztgenannte Bestandteil der Ausschüttungssperre aufgrund der positiven Marktentwicklung des Deckungsvermögens um TEUR 1.445 erhöht. Dem ausschüttungsgesperrten Betrag stehen freie Gewinnrücklagen in ausreichender Höhe gegenüber.

Rückstellungen

Für Mitarbeiter im Inland sowie für die ins Ausland entsandten Mitarbeiter bestehen betriebliche Altersversorgungszusagen. Die Versorgungsansprüche sind teilweise durch Dotierungen in externes, zugriffsbeschränktes Treuhandvermögen ausfinanziert.

Daneben existieren Verpflichtungen aus Gehaltsumwandlungen, denen Vermögen aus Rückdeckungsversicherungen gegenübersteht.

Die Pensionsverpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens unter Verwendung der Heubeck Richttafeln 2018 G ermittelt. Neben einem angemessenen Fluktuationstrend werden dabei wie im Vorjahr ein Gehaltstrend von grundsätzlich 2,5 Prozent sowie ein Rententrend von grundsätzlich 1 Prozent bzw. in Einzelfällen von 2,25 Prozent berücksichtigt.

Die Abzinsung erfolgt mit dem von der Bundesbank zum 31. Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser liegt bei 1,82 Prozent. Der Zinssatz für die Bewertung zum 31. Dezember 2022 betrug 1,78 Prozent. Der Effekt aus dieser Zinssatzänderung wird im Zinsaufwand erfasst.

Für die Differenz zwischen den mit dem 10-Jahresbzw. 7-Jahresdurchschnittszinssatz per 31. Dezember 2023 ermittelten Rückstellungsbeträgen wird aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages kein ausschüttungsgesperrter Betrag ermittelt und einbehalten. Der für die Ermittlung dieses Unterschiedsbetrages korrespondierende 7-Jahresdurchschnittszinssatz beträgt zum 31. Dezember 2023 1,74 Prozent (Vorjahr 1,44 Prozent).

Versorgungsverpflichtungen aus kapitalmarktabhängigen bzw. versicherungsförmig rückgedeckten Altersversorgungszusagen werden zum beizulegenden Zeitwert der zugrundeliegenden Wertpapiere angesetzt, soweit dieser Wert den Barwert der Garantieleistung überschreitet.

Für den Bilanzausweis werden die versicherungsmathematischen Verpflichtungen mit dem jeweiligen Deckungsvermögen zum beizulegenden Zeitwert am 31. Dezember 2023 saldiert. Die historischen Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen zum 31. Dezember 2023 TEUR 20.655, der beizulegende Zeitwert liegt zum 31. Dezember 2023 bei TEUR 25.984. Der versicherungsmathematische Erfüllungsbetrag zum 31. Dezember 2023 wird mit TEUR 60.488 angesetzt.

Mit den Aufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.142 und der Umbewertung der Verpflichtung auf den im Vergleich zum vorjährigen Stichtag gestiegenen Rechnungszins in Höhe von TEUR 441 (Ertrag) wurden Erträge aus der Marktbewertung des Deckungsvermögens in Höhe von TEUR 1.566 verrechnet.

Aus dem Vergleich der mit dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz bzw. dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz ermittelten Erfüllungsbeträge ergibt sich zum 31.12.2023 ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 888.

In den Pensionsrückstellungen sind weiterhin Pensionsverpflichtungen der Betriebsstätte in Manila mit einem Erfüllungsbetrag zum 31. Dezember 2023 von TEUR 413 enthalten und mit einem Deckungsvermögen von TEUR 113 verrechnet. Der Zinsaufwand beträgt TEUR 13.

Die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen wird mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Höhe des Erfüllungsrückstandes ergibt sich aus den bis zum 31. Dezember 2023 ausstehenden Gehaltszahlungen, die in der Freistellungsphase fällig werden, sowie den zusätzlichen Arbeitgeberbeiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung und den Aufstockungsbeträgen. Die Rückstellung wird unter angemessener Berücksichtigung biometrischer Wahrscheinlichkeiten und eines kurz- bis mittelfristigen Gehaltstrends von 4,1 Prozent ermittelt. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der durchschnittlichen vertraglichen Restlaufzeiten mit einem auf den 31. Dezember 2023 prognostizierten 7-Jahresdurchschnittszinssatz. Er beträgt 1,07 Prozent (Vorjahr 0,59 Prozent).

Die Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Mit den Verpflichtungen in Höhe von TEUR 2.638 (Vorjahr TEUR 2.951) wird das Deckungsvermögen mit einem beizulegenden Zeitwert von TEUR 1.867 (Vorjahr TEUR 1.780) verrechnet. Die historischen Anschaffungskosten des Deckungsvermögens liegen bei TEUR 2.116.

Den verrechneten Erträgen aus Deckungsvermögen von TEUR 66 stehen Aufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellung von TEUR 14 gegenüber.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Beträge für Ergebnisbeteiligung und leistungsvariable Vergütung, Personalabbau, noch ausstehende Rechnungen für im Geschäftsjahr erhaltene Lieferungen und Leistungen, Jubiläumszahlungen, Rückbauverpflichtungen für Mietflächen sowie Arbeitszeit- und Urlaubsguthaben, und sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt und haben allesamt eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Fremdwährungsumrechnung

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie flüssige Mittel, die in Fremdwährung valutieren, werden generell zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Langfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) sind mit ihrem Entstehungskurs oder dem niedrigeren Stichtagsmittelkurs angesetzt.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) sind mit ihrem Entstehungskurs, entsprechend dem zum Zugangszeitpunkt gültigen und von der Abteilung Finanzplanung und Zahlungsverkehr im Lufthansa Intranet veröffentlichten Monatskurs, oder dem niedrigeren Stichtagsmittelkurs bewertet.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software und Nutzungsrechte
2. Geleistete Anzahlungen 175.434,70 185.074,58 0,00 -159.809,01 200.700,27
11.582.522,21 192.494,28 33.349,74 -56.348,01 11.685.318,74
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.811.154,49 234.300,73 7.086,13 0,00 2.038.369,09
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.173.464,50 429.466,25 408.273,50 56.348,01 6.251.005,26
7.984.618,99 663.766,98 415.359,63 56.348,01 8.289.374,35
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 430.170,60 0,00 0,00 0,00 430.170,60
2. Sonstige Ausleihungen 29.800,00 0,00 2.760,00 0,00 27.040,00
459.970,60 0,00 2.760,00 0,00 457.210,60
20.027.111,80 856.261,26 451.469,37 0,00 20.431.903,69
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Wertaufholung Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software und Nutzungsrechte
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
10.934.733,54 247.768,74 0,00 33.349,74 11.149.152,54
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.475.129,97 85.772,78 0,00 7.086,13 1.553.816,62
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.082.290,39 253.954,05 0,00 408.273,50 4.927.970,94
6.557.420,36 339.726,83 0,00 415.359,63 6.481.787,56
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 380.190,60 0,00 0,00 0,00 380.190,60
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
380.190,60 0,00 0,00 0,00 380.190,60
17.872.344,50 587.495,57 0,00 448.709,37 18.011.130,70
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software und Nutzungsrechte 472.353,97
2. Geleistete Anzahlungen 200.700,27 175.434,70
536.166,20 647.788,67
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 484.552,47 336.024,52
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.323.034,32 1.091.174,11
1.807.586,79 1.427.198,63
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 49.980,00 49.980,00
2. Sonstige Ausleihungen 27.040,00 29.800,00
77.020,00 79.780,00
2.420.772,99 2.154.767,30

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen enthalten mit TEUR 50 Beteiligungen und mit TEUR 27 Sonstige Ausleihungen. Die Beteiligungen bestehen mit 40,83 % an der AviationPower GmbH, Hamburg, Deutschland (TEUR 50) und mit 50 % an der Lufthansa HNA Technical Training Co., Ltd, Hainan, China (TEUR 0).

Aufstellung des Anteilsbesitzes:

Gesellschaft Beteiligungsquote Eigenkapital 2023 * Jahresergebnis 2023 * Jahresergebnis 2022 *
% TEUR TEUR TEUR
Lufthansa HNA Technical Training Co., Ltd. 50,00 2.618 -393 -1.404
AviationPower GmbH 40,83 -2.775 85 -386

* LTTH testierte Werte; AviationPower vorläufige Werte

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 45.995 (Vorjahr TEUR 41.654) resultieren im Wesentlichen aus Guthaben der LTT auf dem DLH Finanzverrechnungskonto in Höhe von TEUR 45.331 (Vorjahr TEUR 36.691). Wie im Vorjahr sind die Forderungen kurzfristig fällig (unter einem Jahr).

Sonstige Vermögensgegenstände

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 90 (Vorjahr TEUR 57) sind unter anderem Mitarbeitervorschüsse von TEUR 32 (Vorjahr TEUR 36) enthalten. Wie im Vorjahr sind die sonstigen Vermögensgegenstände kurzfristig fällig (unter einem Jahr).

Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital von TEUR 260 wird ausschließlich von der Lufthansa Technik Aktiengesellschaft, Hamburg, gehalten, mit der ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag besteht.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen konzernexterner Lieferanten in Höhe von TEUR 118 (Vorjahr TEUR 106) sowie aus Erhaltenen Anzahlungen für Bestellungen in Höhe von TEUR 65 (Vorjahr TEUR 269).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen gegen die Gesellschafterin und beinhalten die Ergebnisabführung und Steuerumlagen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus noch abzuführenden Steuerabgaben in Höhe von TEUR 160 (Vorjahr TEUR 80).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse liegen um TEUR 9.287 und somit rund 38% über dem Vorjahresniveau; der Anstieg resultiert aus der starken Nachfrage nach Flugreisen und dem hohen Wachstum im Geschäftsfeld Technik.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus

der Auflösung von sonstigen Rückstellungen von TEUR 452 (Vorjahr TEUR 247)

der Währungsumrechnung von TEUR 85 (Vorjahr TEUR 108)

Materialaufwand

Wesentlichster Bestandteil des Materialaufwands in Höhe von TEUR 6.838 (Vorjahr TEUR 4.745) ist der Aufwand für bezogene Trainerressourcen in Höhe von TEUR 2.560 (Vorjahr TEUR 1.659) sowie die Mietkosten für Lehrsäle und Ausbildungswerkstätten in Höhe von TEUR 2.491 (Vorjahr TEUR 1.938). Der Materialaufwand wurde im Wesentlichen durch den Zuwachs im Geschäftsbetrieb aber auch durch inflationsbedingte Kostensteigerungen getrieben und liegt rund 44% über dem Aufwand im Vorjahr.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten unter anderem Aufwendungen aus

der Währungsumrechnung von TEUR 173 (Vorjahr TEUR 106).

der Einstellung von Wertberichtigungen auf Forderungen von TEUR 137 (Vorjahr TEUR 13)

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge belaufen sich auf TEUR 1.969 (Vorjahr TEUR 3) und beinhalten Erträge aus dem Deckungsvermögen saldiert mit Zinsaufwendungen für die korrespondierenden Pensionsrückstellungen und Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TEUR 986 (Vorjahr TEUR 0) sowie Zinserträge von verbundenen Unternehmen von TEUR 982 (Vorjahr TEUR 0).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 14 (Vorjahr TEUR 5.751) und enthalten, wie im Vorjahr, fast ausschließlich die Abzinsung der Rückstellungen für die betriebliche Altersversorgung sowie im Vorjahr zusätzlich Altersteilzeitverpflichtungen.

Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Zum Bilanzstichtag beschäftigte die Gesellschaft 206 Mitarbeiter (Vorjahr 189), von denen 13 Mitarbeiter (Vorjahr 12) im Freizeitblock der Altersteilzeit waren.

Mitarbeiter Köpfe per 31.12 2023 2022
Lehrkräfte 120 114
Übrige Mitarbeiter 73 63
ATZ-Mitarbeiter im Freizeitblock 13 12
206 189

Durchschnittlich stellt sich der Personalstand in Beschäftigungsjahren wie folgt dar:

Mitarbeiter Beschäftigungsjahre 2023 2022
Lehrkräfte 113 115
Übrige Mitarbeiter 61 59
175 174

Geschäftsführung

 

Herr Marc Wilken, Hamburg, Geschäftsführer, Diplom-Ingenieur Luft- und Raumfahrttechnik

Die Vergütung der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben.

Honorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr 2023 als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer beträgt aufgeschlüsselt für a.) die Abschlussleistungen TEUR 35 und für b.) andere Bestätigungsleistungen TEUR 0 und für c.) sonstige Leistungen TEUR 3.

Haftungsverhältnisse und Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es besteht eine gesamtschuldnerische Haftung gegenüber einem Kreditinstitut für Verbindlichkeiten der DLH aus einer Vereinbarung über ein Automatisches Cash-Management-System (Zero Balancing). Zum Bilanzstichtag besteht keine diesbezügliche Verbindlichkeit. Das Risiko der Inanspruchnahme wird als gering eingestuft.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen für das folgende Geschäftsjahr rd. TEUR 6.615 (Vorjahr TEUR 5.711) und resultieren im Wesentlichen aus Mietverträgen (TEUR 3.355, Vorjahr TEUR 2.870) sowie Dienstleistungsverträgen (TEUR 2.898, Vorjahr TEUR 2.664) hauptsächlich mit Konzerngesellschaften der Deutsche Lufthansa Aktiengesellschaft (TEUR 6.217, Vorjahr TEUR 5.494). Die Mietverträge sind in der Regel langfristig.

Konzernzugehörigkeit

Über die LHT ist die LTT mit den im Konzernabschluss der Deutsche Lufthansa AG (DLH), Köln, genannten übrigen Konzerngesellschaften verbunden. In Anwendung des § 296 Abs. 2 HGB wird die Gesellschaft nicht in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 einbezogen. Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Deutschen Lufthansa AG, Köln, werden nach § 325 HGB im Unternehmensregister bekannt gemacht.

Jahresergebnis

Der Gewinn für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 5.475 wird in Höhe von TEUR 4.030 aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages an die Gesellschafterin abgeführt. Die Erhöhung der Ausschüttungssperre (TEUR 1.445) ist durch die positive Marktentwicklung des Deckungsvermögens für Altersversorgungs- und Altersteilzeitverpflichtungen bedingt und erhöht den Bilanzgewinn.

 

Hamburg, den 13. Juni 2024

Marc Wilken, Geschäftsführer

Lagebericht 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Lufthansa Technical Training GmbH (LTT) ist Europas führender herstellerunabhängiger Anbieter von technischem Training in der Luftfahrtbranche. Zur Lufthansa Technical Training gehören Schulungs- und Ausbildungsbetriebe in Hamburg, Frankfurt und München sowie die Niederlassung in Manila, Philippinen. Insgesamt beschäftigt die Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 206 Mitarbeiter im In- und Ausland. Zudem ist das Unternehmen zu 40,83 % an der AviationPower GmbH, Hamburg Deutschland und zu 50,00 % an der Lufthansa HNA Technical Training Co., Ltd., Hainan, China beteiligt. Die LTT ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Lufthansa Technik AG, die in vollständigem Besitz der Deutschen Lufthansa AG ist, so dass die LTT zu den Lufthansa Konzernunternehmen zählt.

Lufthansa Technical Training bietet behördlich anerkannte sowie kundenspezifische Schulungsmaßnahmen zur Wartung von zivilen Verkehrsflugzeugen ("EASA Gruppe 1") über drei Produktbereiche an: die Berufsausbildung, das Grundlagentraining sowie das Flugzeugmustertraining. Das Portfolio umfasst dabei unterschiedlich strukturierte Produkte und Produktkombinationen - von der Schulung einzelner Personen bis zur Beratung und Umsetzung voll integrierter Trainingsleistungen bei namhaften internationalen Airline Kunden. Das breite Leistungsspektrum der LTT garantiert Kunden eine Komplettbetreuung bis hin zum Trainingsmanagement.

Neben der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen entsprechend der Bedürfnisse der Lufthansa Technik Gruppe sowie der Lufthansa Airline an allen internationalen Standorten, ist die LTT anerkannter Partner namhafter Flugzeughersteller.

Die Vorbereitung auf neue Flugzeugtypen und -technologien sowie die Unterstützung der Kunden beim Entry into Service (EIS) steht weiter im Fokus und wird durch entsprechende Entwicklungsaktivitäten der LTT unterstützt. Vor allem die in den Lufthansa Flotten betriebenen Flugzeugtypen initiieren eine kontinuierliche Ausweitung und Anpassung des LTT-Produktportfolios. Außer den gegebenenfalls damit verbundenen Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung, werden die selbsterstellten Weiterentwicklungen neuer Trainings- und Dienstleistungskonzepte nicht bilanziell aktiviert.

Der Ausbau von Partnerschaften in Wachstumsmärkten durch Kooperationen und gezielte Zusammenarbeit mit Lufthansa Technik Gesellschaften, Trainingsanbietern, Airlines und Herstellern sind Teil der Unternehmensstrategie.

Insbesondere strategische Partnerschaften innerhalb der Lufthansa Gruppe werden gepflegt und ausgebaut, um vorhandene Synergien im Konzerninteresse besser nutzen zu können.

Um die Produktionssicherheit und die Produktdifferenzierung durch ein Ordnungssystem zu gewährleisten, hat die Gesellschaft ein Qualitätsicherungssystem (QMS) etabliert. Hiermit werden sowohl luftfahrtrechtliche Anforderungen erfüllt als auch die relevanten Funktionsbereiche des Unternehmens beschrieben. Das QMS der LTT dokumentiert eine vollständige Beschreibung der Aufbau- und Ablauforganisation. Alle Mitarbeiter und Hierarchieebenen der LTT sind in dieses Ordnungssystem eingebunden. Die niedergeschriebene Prozesslandschaft umfasst alle Bereiche und relevanten Aktivitäten des Unternehmens, wie Produktplanung und Leistungserbringung, finanzielle und personelle Ressourcen, Betriebseinrichtungen und Betriebsmittel, Überwachung, Vertrieb etc. Das gesamte QMS verfügt über eine Vielzahl angemessener Prüfpunkte, um ein korrektes Funktionieren und damit die Erfüllung der an das Unternehmen gestellten Anforderungen sicherzustellen. Das Qualitätssicherungssystem der LTT wird aktiv gemanagt und ist auf die Erschließung und Umsetzung kontinuierlicher Verbesserungen ausgelegt.

Das QMS entspricht der DIN ISO 9001, in Teilen auch DIN EN 9100. Eine gleichlautende Zertifizierung ist nicht vorhanden. Die Vorgaben der DIN ISO 9001 / EN 9100 werden in den Forderungen der EASA und anderer Luftfahrtbehörden analog abgebildet, deren Zertifizierung die LTT hält.

Die wichtigsten bestehenden Zertifikate der LTT für die Luftfahrzeuggrundlagensowie musterspezifische Schulung sind das EASA Part-147 Europa, CAA Taiwan, SAR-147 Singapur, CAAP ATO Philippinen, GCAA CAR 147 United Arab Emirates sowie das Transport Canada Approval ATOTC Kanada.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Entwicklung der Luftverkehrsbranche hat Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung aller Geschäftsfelder der Lufthansa Group - unmittelbar auf die Fluggesellschaften und mittelbar durch den Einfluss auf die Nachfrage der maßgeblichen Kundengruppen der Aviation Services.

Die globale Luftfahrtindustrie verzeichnete im Jahr 2023 deutliche Anstiege im Passagierverkehr und konnte ihren Absatz somit steigern. Vor allem die steigende Nachfrage nach Flugreisen, insbesondere zu touristischen Urlaubsdestinationen, führte zu einem weiteren Ausbau der Kapazitäten im globalen Passagierverkehr. Insgesamt stieg der weltweite Absatz (verkaufte Passagierkilometer) im Berichtsjahr gemäß Berechnungen der International Air Transport Association (IATA) gegenüber Vorjahr um 37 %.

Der Markt für Wartungs-, Reparatur- und Überholungsdienstleistungen für Flugzeuge (MRO) entwickelte sich im Berichtsjahr ebenfalls positiv. Die hohe Nachfrage nach Flugreisen führte zu einer weiter gestiegenen Nachfrage nach Wartungs- und Reparaturleistungen und übertrifft erstmals das Vorkrisenniveau 2019.

Lufthansa Technik legt Ende 2023 das Programm "Ambition 2030" auf, welches für die kommenden Jahre umfassende Investitionen in den Ausbau des Kerngeschäfts, die Erweiterung von Standorten und der internationalen Präsenz, potenziell auch durch Unternehmenszukäufe, sowie den Ausbau digitaler Geschäftsmodelle vorsieht.

Vom hohen Wachstum und damit einhergehenden steigenden Bedarfen an qualifiziertem Fachpersonal, profitierte auch das Geschäftsaufkommen der LTT. Insbesondere der Ausbildungsbetrieb für Lufthansa Technik konnte im Berichtsjahr einen kräftigen Zuwachs an Auszubildenden verzeichnen. Ebenso stark expansiv zeigte sich die Nachfrage und das Schulungsaufkommen im Trainingscenter Manila.

Die Lufthansa Technical Training verzeichnete im Berichtsjahr einen äußerst positiven Geschäftsverlauf. Trotz angespannter Lieferketten, steigender Material- und Lohnkosten und der leichten Abwertung des US-Dollars erzielte Lufthansa Technical Training ein herausragend gutes Ergebnis.

Zur Sicherstellung einer langfristig starken Position im unabhängigen MRO-Trainingsmarkt und zur Erreichung einer verbesserten Wettbewerbsfähigkeit erfolgte eine umfangreiche Reorganisation des Unternehmens sowie die Neugestaltung der strategischen Ausrichtung.

Fokus der Strategie liegt auf konsequenter Ausrichtung an den Kundenbedürfnissen, Innovation und Digitalisierung. Innovations- und Digitalisierungspotenziale werden gezielt zur Entwicklung kundenorientierter Angebote und zur Effizienzsteigerung genutzt.

Zum Wettbewerbsumfeld der Lufthansa Technical Training zählen andere unabhängige Trainingsanbieter, Airline-interne MRO-Betriebe, Flugzeug-, Triebwerks- und Gerätehersteller sowie Erstausrüster (OEM).

Die Markt- und Wettbewerbsbedingungen in der Luftfahrtbranche entwickeln sich sehr dynamisch. Exogene Unsicherheiten, Ressourcenengpässe, hohe Inflation und Verschiebungen in der Wertschöpfungskette sowie veränderte Kundenanforderungen erfordern permanenten Wandel und eröffnen gleichzeitig Chancen.

2.2. Geschäftsverlauf und Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Lufthansa Technical Training haben sich im Geschäftsjahr 2023 mit 34 Mio. € um 38 % gegenüber Vorjahr verbessert. Dabei ist das Geschäft mit Konzernkunden im In- und Ausland stärker angestiegen (+43 % zum Vorjahr) als das mit konzernexternen Kunden (+17 % zum Vorjahr).

Der Personalaufwand liegt trotz fast gleichbleibender Eigenpersonalstärke mit 16,2 Mio. € gut 10 % über dem Vorjahresniveau aufgrund entfallender Krisenbeiträge, der Rückkehr der vollen Personalaufwände sowie der Tariferhöhungen.

Die zwischen der Vereinigten Dienstleistungsgewerkschaft e.V. (ver.di) und dem AGVL bereits am 4. August 2022 erzielte tarifliche Einigung auf neue Vergütungsbedingungen für die tariflichen Bodenmitarbeiter in Deutschland, insbesondere der Deutschen Lufthansa AG, Lufthansa Technik und Lufthansa Cargo, ist mit Wirkung zum Ende des 31. Dezember 2023 gekündigt. Zum Januar 2023 erfolgte eine Erhöhung der Grundvergütung um einen Festbetrag von 125 € pro Monat beziehungsweise eine lineare Erhöhung um 2,5 %. Auf dieser Grundlage erfolgte im Juli 2023 eine weitere Erhöhung der Grundvergütung um 2,5 %.

Der Materialaufwand hat sich mengen- und preisbedingt um 44 % gegenüber Vorjahr erhöht, insbesondere beim Zukauf von Trainerressourcen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Berichtsjahr im Vergleich zu den Umsatzerlösen proportional um 34 % auf 6,5 Mio. €; im Wesentlichen aufgrund inflations- und tarifbedingter Erhöhungen der Raum- und Mietkosten sowie entsprechender Verteuerung von IT-Services und sonstiger Fremdleistungen.

Der wichtigste Absatzmarkt des Unternehmens bleibt unverändert Europa. Der Umsatzanteil dieser Region beläuft sich bei gestiegenem Umsatzniveau auf 76 % (Vorjahr 85 %). In der Region Asien/Pazifik konnten die Umsätze nahezu verdreifacht und der Umsatzanteil auf 15 % gesteigert werden (Vorjahr 7 %). Im nordamerikanischen Markt hat sich der Umsatz um rund 54 % verbessert, bei einem Umsatzanteil von 9 % (Vorjahr 8 %).

Zur Steuerung der finanziellen Mittel und der Liquidität wird die gleitende Außenstandsquote über alle konzernexternen Kunden herangezogen und kontinuierlich überwacht. Die Kennzahl berechnet sich durch das Verhältnis der durchschnittlichen Außenstände der letzten 12 Monate zum Rechnungsvolumen der 12 Vormonate. Zu den Außenständen zählen dabei alle überfälligen Forderungen gegenüber konzernexternen Kunden sowie Minderheitsbeteiligungen ohne Anzahlungsrechnungen, einzelwertberichtigte Forderungen sowie Korrekturwerte zum Beispiel für vereinbarte Zahlungspläne.

Die gleitende Außenstandsquote lag im Jahr 2023 bei 5,9 % (Vorjahr 4,5 %), und bewegte sich damit über dem kritischen Schwellwert im LHT-Konzern von 5,5 %.

Die notwendigen Maßnahmen des Forderungsmanagements zur Verbesserung der Außenstandsquote werden kontinuierlich ergriffen.

Zur wirtschaftlichen Steuerung werden vor allem die folgenden Indikatoren herangezogen:

Die Umsatzentwicklung, die Befüllung der Auftragsbücher sowie die Anfrage- und Angebotspotentiale und Vertriebsopportunitäten werden regelmäßig ausgewertet und überwacht, so dass zu Zwecken der Vertriebs- und Einlastungssteuerung qualifizierte Aussagen über die Höhe der kontrahierten Monatsumsätze, der zusätzlich noch im Anfrage- oder Angebotsstatus befindlichen Umsatz- und Einlastungspotentiale sowie etwaige Einlastungslücken gemacht werden können.

Des Weiteren ist das Verhältnis zwischen dem erzielten Umsatz im LHT-Konzern zum Drittmarktumsatz eine wichtige Kennzahl.

Besondere Beachtung finden im monatlichen Management Reporting außerdem die Entwicklung des Personalstands und der Arbeitszeit- und Urlaubskonten sowie der flexible Zukauf von Personalressourcen.

Als übergreifende und wichtigste Kennzahl wird das Betriebsergebnis EBIT monatlich überwacht und ausgewiesen sowie quartalsweise auf Basis neuester Kenntnisse und Entwicklungen ein Prognosewert Forecast auf das Jahresende entwickelt.

Diese Werte wurden für das Geschäftsjahr 2023 wie folgt realisiert:

Der Umsatz lag mit 34 Mio. € deutlich über dem krisenbedingt reduzierten Vorjahresniveau bei gleichzeitigem Anstieg des Konzernanteils.

Die Eigenpersonalkapazität ist auf nahezu gleichem Niveau wie im Vorjahr. Die meist altersbedingte und im Rahmen von Altersteilzeitvereinbarungen zum Teil auch incentivierte Fluktuation konnte durch Neueinstellungen insbesondere in den Ausbildungszentren in Hamburg, München und Frankfurt kompensiert werden.

Die Arbeitszeit- und Urlaubskonten der Mitarbeiter haben sich saisonal wie im Vorjahresverlauf entwickelt. Die absolute Höhe bzw. der Saldo über alle Zeitguthaben und Resturlaubsansprüche per 31.12.2023 hat sich aufgrund der guten Einlastungs- und Beschäftigungssituation erkennbar gegenüber Vorjahr erhöht (+367 Tage zum Vorjahr).

Das Unternehmen konnte im Geschäftsjahr 2023 mit einem EBIT von 4,3 Mio. € (+3,6 Mio. € zum Vorjahr) eine herausragende Umsatzrendite von 13 % (Vorjahr 3 %) realisieren.

Der erhebliche Unterschiedsbetrag zwischen EBIT und EBT von +2,0 Mio. € (Vorjahr -5,7 Mio. €) ist auf die im drastischen Gegensatz zum defizitären Vorjahr sehr positive Wertentwicklung der für Altersversorgungsverpflichtungen dienenden Deckungsvermögen sowie die Zinserträge aus Festgeldanlagen der Cash- Guthaben zurückzuführen.

2.3. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der LTT belief sich zum 31.12.2023 auf 50,2 Mio. € und lag damit 4,4 Mio. € über dem Vorjahresstichtag.

Im Geschäftsjahr wurden Investitionen vor allem in die Erweiterung, Ausstattung und Modernisierung der Ausbildungswerkstätten getätigt. Am 31.12.2023 belief sich der Restbuchwert des Anlagevermögens auf 2,4 Mio. € (Vorjahr 2,2 Mio. €).

Investitionen in das Finanzanlagevermögen wurden keine getätigt. Die Beteiligungen an der AviationPower GmbH, Hamburg Deutschland 40,83 % LTT-Anteil und der Lufthansa HNA Technical Training, China 50 % LTT-Anteil blieben unverändert. Die Ausleihungen an Mitarbeiter haben sich im Geschäftsjahr weiter abgebaut.

Mit 47,7 Mio. € lag das Umlaufvermögen um 4,1 Mio. € über dem Vorjahreswert, im Wesentlichen aufgrund erhöhter Barmittelbestände (inkl. Cash-Pool) gegenüber Vorjahr. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen (+4,3 Mio. € zum Vorjahr) waren im Vorjahr die Forderung auf Verlustausgleich durch die Gesellschafterin in Höhe von 4,7 Mio. € enthalten. Der Saldo im aktuellen Geschäftsjahr besteht aus den Guthaben aus dem Cash-Pooling (+8,6 Mio. € zum Vorjahr) sowie den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an verbundene Unternehmen (+0,4 Mio. € zum Vorjahr).

Die Gesellschaft ist in das Cash-Pooling der Deutschen Lufthansa AG eingebunden und war jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Die auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesenen Pensionsrückstellungen belaufen sich zum 31.12.2023 auf 34,8 Mio. € (-1,3 Mio. € zum Vorjahresstichtag) und verstehen sich nach Saldierung der Verpflichtung von 60,4 Mio. € (+0,7 Mio. € zum Vorjahresstichtag) mit den in ein Treuhandvermögen ausfinanzierten Anteilen von 26,0 Mio. € (+2,0 Mio. € zum Vorjahresstichtag).

Auslöser für die im Vergleich zum Vorjahr mäßigen Rückgang der Pensionsrückstellung ist der für die Diskontierung der Pensionsverpflichtung relevante und gegenüber dem Vorjahr erhöhte Rechnungszins von 1,82 % (Vorjahr 1,78 %) sowie der deutliche Wertzuwachs beim saldierten Deckungsvermögen.

Die sonstigen Rückstellungen bewegen sich per 31.12.2023 auf Vorjahresniveau.

Das Eigenkapital der LTT setzt sich zusammen aus 0,3 Mio. € gezeichnetem Kapital durch die alleinige Muttergesellschaft LHT AG sowie 5,3 Mio. € Gewinnrücklagen für die von der Gewinnabführung gesperrten und aus der Zeitbewertung des Deckungsvermögens für Altersteilzeit- und Pensionsverpflichtungen resultierenden Überhänge.

Das Fremdkapital besteht aus Rückstellungen in Höhe von 39,6 Mio. € (Vorjahr 41,1 Mio. €) und Verbindlichkeiten in Höhe von 5,0 Mio. € (Vorjahr 0,6 Mio. €). Der Anstieg der Verbindlichkeiten bezieht sich im Wesentlichen auf die Ergebnisabführungsansprüche der Muttergesellschaft LHT für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 4,0 Mio. €.

Wesentliche außerbilanzielle Verpflichtungen bestehen nicht, ebenso wenig langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Währungsrisiken bestehen grundsätzlich, jedoch gesteuert und auf niedrigem Niveau für die aus dem operativen Geschäft resultierenden Nettoüberschüsse in US-Dollar und Philippinischen Peso; Fremdwährungsrisiken aus Finanzierungen oder Finanzverbindlichkeiten bestehen nicht.

2.4. Gesamtbeurteilung der wirtschaftlichen Lage

Der Geschäftsverlauf der Lufthansa Group ist von starker Nachfrage nach Flugreisen und hohem Wachstum im Geschäftsfeld Technik, dem Kernmarkt der Lufthansa Technical Training geprägt.

Infolgedessen zeigte sich auch die mehrfach abgeleitete Nachfrage nach MRO- Training ansteigend und übertraf in einigen Geschäftssparten sogar das Vorkrisenniveau im Jahr 2019.

Insgesamt verzeichnet die LTT im Berichtsjahr eine äußerst positive operative und finanzielle Entwicklung, die in dieser Form nicht geplant war, so dass die Prognose des Vorjahres übertroffen wurde.

3. Chancen- und Risikobericht

Das Management von Chancen und Risiken ist in allen Geschäftsprozessen integriert. Chancen bieten sich sowohl von außen, zum Beispiel durch neue Kundenwünsche, Marktstrukturen, fortschreitende Konsolidierung oder Veränderungen regulatorischer Rahmenbedingungen, als auch von innen durch neue Produkte, Innovationen, Qualitätsverbesserungen und weitere Wettbewerbsdifferenzierung.

Mitarbeiter und Management identifizieren Chancen im Rahmen der täglichen Prozesse und Marktbeobachtungen. Darüber hinaus ist das Chancenmanagement integraler Bestandteil der jährlichen Strategie- und Planungsprozesse.

Das Risikomanagement der Lufthansa Technical Training ist eingebettet in das Risikomanagement-System der Lufthansa Technik Gruppe und somit im System des Lufthansa Konzerns.

Ziel des Risikomanagements ist es, wesentliche Risiken, die bei Eintritt die Geschäftstätigkeit oder den Unternehmenserfolg maßgeblich beeinträchtigen können, vollständig zu identifizieren, transparent und vergleichbar darzustellen, zu bewerten und zu steuern; weiterhin sollen Maßnahmen definiert und umgesetzt werden, um die Eintrittswahrscheinlichkeit oder das Schadensausmaß bei Eintritt zu verringern.

Sowohl die Systematik der Risikoerfassung, deren Bewertung und Klassifizierung als auch das Monitoring und Reporting folgen den Vorgaben und Standards der Lufthansa Technik.

Dieses Risikomanagement-System sieht vor, dass vierteljährlich eine Risiko- Neubewertung Risk Assessment stattfindet und eine überarbeitete Risiko-Matrix an die Lufthansa Technik gemeldet wird, zwecks Konsolidierung der Risiken über alle LHT-Tochtergesellschaften. Einmal im Jahr wird dieses Risk Assessment als vollständige Neuerstellung (full bottom up) der Risk-Map durchgeführt, drei Mal im Jahr als Überarbeitung und Neubewertung der vorhandenen Risk-Map (top down check).

Die standardisierte Erfassung und Bewertung von Risiken erfolgt über eine sogenannte Risk-Map. Diese gliedert sich in drei Teile für jedes Risiko:

Beschreibung und Kategorisierung

Bewertung und Gewichtung

Maßnahmenfestlegung und Verantwortlichkeitszuweisung

Im Rahmen der Risikobewertung wird für jedes Risiko das Schadenspotenzial bewertet und die Eintrittswahrscheinlichkeit abgeschätzt. Aus dieser Bewertungsmatrix leitet sich für jedes Risiko eine der möglichen Risikoklassen A bis D ab. Für jedes Risiko werden Maßnahmen zur Risikominimierung beschrieben und Mitarbeiter benannt, die für die Abarbeitung der Maßnahmen verantwortlich sind. Zusätzlich wird jedem Risiko ein sogenannter Risiko-Eigner zugewiesen, in dessen fachlichen Verantwortungsbereich das Risiko fällt und der die Abarbeitung der definierten Maßnahmen sicherstellt und überwacht.

3.1. Risikobericht

Die LTT Risk Map umfasst aktuell insgesamt elf Risiken in den nach möglicher Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit gestuften Kategorie A, B, C, D. Davon sind drei Risiken der Kategorie A zugeordnet:

Verlust der EASA Part-147 Zulassung Betriebsgenehmigung

Die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos wird zwar als niedrig bewertet, im Eintrittsfall wäre die Auswirkung aber sehr hoch. Aus diesem Grund kommt der Einhaltung von behördlichen Standards und der definierten Geschäftsprozesse eine besondere Bedeutung zu. Diesem Umstand wird durch eine detaillierte Dokumentation der relevanten Prozesse (Process Excellence ProX), eine permanente Überprüfung durch Audits, einen standardisierten Beanstandungs- und einen raschen Behebungsprozess bei erkannten Fehlern Rechnung getragen.

Erhöhung der Trainer-Eigenpersonal Utilization gelingt nicht

Restriktive Maßnahmen zur Fremdpersonal-Compliance schränken den flexiblen Zukauf von Freelancer Kapazitäten ein und verstärken Kapazitätsengpässe in bestimmten Produktbereichen. Die Liefer- und Leistungsfähigkeit ist im Wesentlichen durch das Trainer-Eigenpersonal darzustellen; Kapazitäten müssen durch zusätzliche Aufnahme von Trainer-Eigenpersonal sowie verbesserte Utilization geschöpft werden. Dem Risiko wird eine mäßig hohe Eintrittswahrscheinlichkeit jedoch massive negative Wirkung auf das Geschäftsergebnis zugeordnet und mit verstärkten Steuerungsfunktionen, Leistungsdialogen sowie dem Aufbau eines speziellen Incentivierungs-Modells begegnet.

Veraltete IT-Kernsysteme

Krisenbedingte Investitionsstopps und Einsparprogramme haben zu Erneuerungsstau bei den IT-Kernsystemen geführt, den es zügig und oft zeitgleich aufzulösen gilt. Dem Risiko wird mit konkreten Erneuerungsprojekten, entsprechenden Verantwortlichkeiten, Projektplanung und -steuerung sowie der Schaffung von Support Strukturen begegnet.

Weiterhin bestehen vier Risiken der Kategorie B, eines der Kategorie C und drei der Kategorie D.

3.2. Chancenbericht

Aufgrund des sich akut verändernden wie auch steigenden Qualifizierungsbedarfs, im Besonderen bei den Approved Training Anforderungen der MRO-Betriebe, ergeben sich für die LTT mit ihrem umfangreichen Portfolio neue Produkt- und Absatzchancen.

Die Kombination von eigenen Type Training Unterlagen in Verbindung mit Basic Training Konzepten stellt für die LTT in dem sich verändernden Umfeld gute Entwicklungschancen dar. Dieses wird gefördert durch die Tatsache, dass die Gesellschaft durch Eigenentwicklung vollständig das geistige Eigentum Intellectual Property Rights, IPR an den Trainingskonzepten, -medien und -unterlagen im Grundlagen Maintenance Training innehält. Diesen Baustein können die wenigsten Trainingsanbieter weltweit in der vorliegenden Qualität anbieten.

Neue Technologien mit neuen Materialien, Fertigungs- und Reparaturmethoden bei Flugzeugen, ihren Komponenten und Triebwerken verlangen erweiterte Fähigkeiten und Qualifizierungsmaßnahmen, die maßgeblich von LTT abgebildet werden.

Der Wissensvorsprung und die hohe Integration der LTT in den Initialphasen des Entry-into-Service neuer Flugzeugflotten oder der Gründung und Ingangsetzung neuer Instandhaltungsbetriebe stellt einen Wettbewerbsvorteil dar, bietet Absatz- und Wachstumspotentiale und ist als eine der wesentlichen Chancen einzustufen. Weiterhin stellt die damit aufgebaute Trainingskapazität eine ideale Ausgangsbasis für mögliche Kooperationen mit OEMs (Original Equipment Manufacturers) dar.

Training und Qualifikation sind Erfolgsfaktoren in der MRO-Industrie und spielen häufig eine wesentliche Rolle bei der Entwicklung und Gewinnung von Geschäftspotentialen. Die Lufthansa Technical Training ist als Partner zur Realisierung dieser Erfolgspfade bestens geeignet und aufgestellt.

Die Zusammenarbeit mit Kunden, um deren spezifische Qualifizierungsanforderungen umfassend leistungs- und kostengerecht erfüllen zu können, ist eine der Hauptaufgaben des Vertriebs und des Key Account Managements, die als vorrangige Impulsgeber für die positive Weiterentwicklung der LTT-Produkte fungieren.

Durch die Corona-Krise und die vorübergehende Einstellung des klassischen Präsenzunterrichts im Lehrsaal sowie praktischer Schulungseinheiten am Fluggerät hat LTT die Möglichkeit und das Angebot von Online Distance Unterricht forciert und umgesetzt. Das Online Distance Learning wie auch das Student Centered Learning werden als Chance begriffen, die Digitalisierung von Aus- und Weiterbildung ergänzend und begleitend zu den bewährten klassischen Unterrichtsmethoden voranzutreiben und insbesondere auch im investiven Business to Business Bereich zu etablieren.

Lufthansa Technical Training konzentriert sich auf die Adaption des Leistungsportfolios und der Kapazität in einem veränderten Marktumfeld nach Corona. Das Leistungsportfolio wird mit den Schwerpunkten auf Digitalisierung, den Ausbau von Partnerschaften und die Erschließung neuer Geschäftsbereiche verstärkt.

3.3. Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken durch die Geschäftsleitung

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaften der Lufthansa Group war im Geschäftsjahr 2023 weiterhin von einer deutlich zunehmenden Nachfrage nach Flugreisen geprägt. Im Vorjahreszeitraum, vor allem im ersten Quartal, war die Geschäftstätigkeit noch von den Auswirkungen der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Restriktionen und Quarantäneregelungen betroffen.

Aktuelle weltweite sicherheitspolitische Entwicklungen, unter anderem der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, der Konflikt zwischen Israel und der Hamas, diverse Staatsstreiche in Afrika, anhaltende Spannungen zwischen China und Taiwan und mögliche weitergehende Auswirkungen auf die internationalen wirtschaftlichen Verflechtungen stellen ein Risiko für die weitere Entwicklung des Geschäfts dar.

Die Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2024 und darüber hinaus wird durch das Ausmaß der wirtschaftlichen Auswirkungen der oben genannten Krisen beeinflusst werden. Hohe Inflationsraten, steigende Zinsen und volatile Energiepreise wirken sich bereits belastend auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland aus. Weitere wesentliche Risikofaktoren bestehen in der Bewältigung operativer Probleme bedingt durch Lieferkettenprobleme und Personalengpässen in der Flugverkehrsbranche.

In den aktuellen Unternehmensplanungen wird für die Lufthansa Technical Training für das Jahr 2024 ein deutlich unter dem Vorjahr liegendes EBIT prognostiziert. Die potenziellen Auswirkungen der oben genannten Konflikte und Risiken stellen weitere Unsicherheitsfaktoren für die Ergebnisentwicklung dar. Mittelfristig geht die Unternehmens-leitung von einem profitablen Wachstumspfad und einer nachhaltigen Rentabilität aus.

Weiterhin setzt die Lufthansa Group wie auch Lufthansa Technical Training in diesem herausfordernden Umfeld auf ihre Fähigkeiten, Kapazitäten und Ressourcen flexibel an die sich ändernden Marktbedingungen anzupassen und damit auch Chancen für die langfristige Entwicklung des Unternehmens zu ergreifen.

Grundsätzlich bleibt die Geschäftsleitung von der Wirksamkeit des Chancen- und Risikomanagement-Systems überzeugt und strebt weiterhin ein ausgewogenes Verhältnis von Chancen und Risiken an. Im Kontext der erfolgreichen Krisenbewältigung sowie auf Basis der abgeschlossenen Maßnahmen der Restrukturierung und in der operativen Konzernplanung unterstellten Szenarien sieht die Geschäftsleitung den Bestand des Unternehmens weiterhin nicht gefährdet.

4. Prognosebericht

Insgesamt verzeichnet die LTT im Berichtsjahr eine äußerst positive operative und finanzielle Entwicklung, die in dieser Form nicht geplant war, so dass die Prognose des Vorjahres übertroffen wurde. Nur bei der Außenstandsquote hat sich temporär mit zwei externen Großkunden eine negative Abweichung zur Zielstellung ergeben.

Entwicklung wesentlicher Kennzahlen Prognose 2023 Ergebnis 2023
Umsatzwachstum 10% 38%
Umsatzrendite 4% 13%
gleitende Außenstandsquote < 5,5% 5,9%

Die International Air Transport Association (IATA) geht davon aus, dass der globale Passagierverkehr - gemessen an den weltweit verkauften Passagierkilometern - im Jahr 2024 eine Wachstumsrate von 10 % gegenüber Vorjahr aufweisen wird (Vorjahr: Wachstum um 37 %). Damit würde der Passagierverkehr das Vorkrisenniveau von 2019 um 5 % übertreffen.

Die Luftfahrtindustrie befindet sich in einer Transformationsphase von den gängigen Flugzeugmustern hin zu neuen, effizienteren Technologien. Die führenden Flugzeughersteller erreichen allerdings aufgrund von Lieferkettenproblemen noch nicht die ursprünglich geplanten Produktionsraten.

Zudem müssen die neuen Triebwerkstechnologien mit behördlich angeordneten Upgrades und Modifikationen nachgerüstet werden. Dies hat zur Folge, dass neue Triebwerke früher als erwartet in die noch im Aufbau befindlichen Reparaturnetzwerke integriert werden müssen. Gleichzeitig besteht eine weiterhin hohe Nachfrage nach Wartungsleistungen für bestehende Motormodelle, da die Fluggesellschaften sich gezwungen sehen, diese länger zu nutzen.

Gemäß der Prognose des Beratungsunternehmens ICF wird für das Jahr 2024 ein globales Wachstum des MRO-Markts von 7 % gegenüber dem Vorjahr erwartet. Die Wachstumsraten in den einzelnen Regionen sind dabei nahezu ausgeglichen mit je 8 % für Amerika sowie APAC (Asien/Pazifik) und 6 % für EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika). Allerdings kann dieses Wachstum auch weiterhin durch äußere Einflüsse wie geopolitische Faktoren, Inflation oder Lieferketteninstabilität massiv beeinflusst werden.

Im Geschäftsfeld Technik liegt die Rekrutierung neuer Fachkräfte im Fokus. Der Bedarf an qualifiziertem Fachpersonal, sowohl im produktiven als auch in administrativen Bereichen, hat im Berichtsjahr weiterhin deutlich zugenommen. Es besteht realer Bedarf an qualifizierten Technikern im weltweiten MRO-Arbeitsmarkt und entsprechenden Aus- und Weiterbildungslösungen. LTT nimmt ihren Geschäftszweck, die Entwicklung und Bereitstellung hochwertiger Qualifizierungslösungen, auch im Jahr 2024 aktiv wahr.

Die regionale Ausprägung wie auch die Ausrichtung des Angebots ist auf Wachstumsmärkte, neue Flugzeuggenerationen und die Digitalisierung in der Aus- und Weiterbildung fokussiert. Die Kundenbedürfnisse sind Anlass und Antrieb für das Geschäftsmodell sowie Anpassungen an sich ändernde Wertschöpfungsketten und Wettbewerbsbedingungen. Synergien innerhalb der Lufthansa Group werden konsequent genutzt. Alle geschäftspolitischen und strategischen Vorhaben der Lufthansa Technik und Lufthansa Group werden bestmöglich und mit noch verbesserter Kosten- und Produktivitätskonstellation unterstützt.

Lufthansa Technical Training ist produkt- und prozessorientiert ausgerichtet, Verantwortungen sind gebündelt und Hierarchien reduziert. Die Organisationsstruktur wird an veränderte Rahmenbedingungen angepasst. Chancen zur Effizienzsteigerung werden im Rahmen der kontinuierlichen Verbesserung ergriffen und in den Planungen berücksichtigt.

Durch weiterhin aktives Forderungsmanagement soll die Außenstandsquote über alle konzernexternen Kunden im Folgejahr wieder unter den kritischen Schwellwert von 5,5 % gebracht werden.

Der Erfolg der Lufthansa Technical Training hängt in hohem Maße von der Kompetenz, der Begeisterung, dem Engagement und den Ideen ihrer Mitarbeiter ab. Besonders wichtig sind die Aufrechterhaltung und Entwicklung des Mitarbeiterengagements, die Rekrutierung neuer Mitarbeiter sowie Maßnahmen zur Wahrung der Attraktivität als Arbeitgeberin.

Der Ausbau und die Stärkung der Kapazitäten sowie operationelle Stabilität und Leistungsfähigkeit haben höchste Priorität.

In dieser Konsequenz rechnet die LTT für 2024 mit einer höheren Ausbringung an Aus- und Weiterbildungsleistungen und daraus resultierend mit Umsatzerlösen in der Größenordnung 34,7 Mio. €. Weiterhin plant die LLT mit einer Rückführung der gleitenden Außenstandsquote konzernexterner Kunden unter den kritischen Schwellwert, einem positiven Betriebsergebnis EBIT in der Größenordnung von 1,6 Mio. € sowie einer im Vergleich zum Vorjahr gedämpften Umsatzrendite aufgrund der Aufbau- und Anlernphase für das neu hinzugekommene und auch im Folgejahr noch zu rekrutierende Personal, weiterer Tariferhöhungen sowie der Investitionen in die digitale Transformation des Unternehmens.

 

Hamburg, den 13. Juni 2024

Marc Wilken, Geschäftsführer

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