Reparatur und Instandhaltung von Schienenfahrzeugen
Magnesia GmbH
Max-Jenne-Straße 2, 21337 Lüneburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Johann Wilhelm Studtmann seit 7.2.2018 | Geschäftsführer |
Thomas Raab seit 20.5.2014 | Prokura |
Markus Cording seit 11.11.2013 | Geschäftsführer |
Oliver Stapelfeldt seit 15.10.2012 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (4)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 55.00% | |
| 15.00% | |
| 15.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 4 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Magnesia GmbHLüneburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens Die Magnesia GmbH mit Sitz in Lüneburg ist ein international tätiges, mittelständisches Unternehmen. Die Magnesia GmbH liefert hochwertige mineralische Rohstoffe wie Magnesium- und Calciumverbindungen an die Pharma-, Lebensmittel-, Nahrungsergänzungsmittel- und chemisch technische Industrie. II. Ziele und Strategien Geschäftsmodell: Die Strategie der Magnesia GmbH ist auf nachhaltiges, organisches Wachstum ausgerichtet. Dies soll durch den Ausbau der grundlegenden Wertschöpfungsbestandteile erreicht werden. Die Wertschöpfung für die Kunden entsteht aus einem Mix aus einem spezialisierten Produktportfolio, dem Kundenservice - sowohl im Presales als auch im Aftersales - der Lagerhaltung und der kurzfristigen Bereitstellung von Teilmengen bis hin zu LKW-/Container-Ladungen und der Qualifizierung von Lieferanten, Produkten und Dienstleistern. Der Ausbau des Produktportfolios erfolgt sowohl in der Tiefe als auch in der Breite, in dem neue Kooperationen zu Rohstofflieferanten erschlossen werden. Diese werden durch das Qualitätsmanagement der Magnesia GmbH qualifiziert, sodass die Produkte für die verschiedenen Branchen verkehrsfähig sind. Hierdurch werden sowohl neue Kundensegmente mit neuen Produktbereichen, als auch bestehende Kundensegmente mit alternativen Lieferquellen bedient. Neben dem klassischen Distributionsgeschäft wird auch der Bereich des Projekt- und Serviceangebotes weiter ausgebaut. So werden durch Veredelungen der Produkte mit einem Partnernetzwerk kundenspezifische Projekte initiiert, die wiederum für weitere Kunden genutzt werden können. Geographisch ist Europa der Kernmarkt der Magnesia, in dem der Marktanteil der Magnesia GmbH in den nächsten Jahren durch eine intensive, anwendungsbezogene Betreuung weiter ausgebaut werden soll. Ein weiterer wichtiger Faktor im strategischen Ausbau des Unternehmens sind das Qualitätsmanagement und die Qualifizierung von Produkten, Lieferanten und Dienstleistern. Speziell in den stark regulierten Produktbereichen wie der Pharma-, Lebensmittel-, Nahrungsergänzungsmittel- oder Kosmetikindustrie sind entsprechende Zertifizierungen oder ein vergleichbares Qualitätsmanagementsystem oftmals eine Grundanforderung zur Lieferung. Dementsprechend hat die Magnesia GmbH in den letzten Jahren das Qualitätslevel immer weiter ausgebaut und hält zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine ISO-, HACCP-, IFS Logistics und Brooker und GDP-Zertifizierung. Die GDP Zertifizierung wurde in 2023 durch das Gewerbeaufsichtsamt Lüneburg als zuständige Behörde neu auditiert und ist nun für weitere 5 Jahre gültig. Finanzstrategie: Die Magnesia GmbH verfolgt eine Finanzpolitik, die sich auf den langfristigen Fortbestand und die Entwicklung des Unternehmens ausrichtet. Die erwirtschafteten Jahresüberschüsse verbleiben zu einem Großteil im Unternehmen. Durch Thesaurierung der Gewinne der letzten Jahre beträgt die Eigenkapitalquote der Magnesia GmbH zum 31. Dezember 2023 56,73 % (Bezugsgröße: Gesamtkapital). Weitere 17,71 % des Fremdkapitals sind gewährte Darlehen durch nahestehende Personen. Investitionen werden aus dem eigenen erwirtschafteten Cashflow finanziert. Langfristige Darlehen von Banken oder anderen externen Kapitalgebern liegen nicht vor. III. Steuerungskennzahlen der Magnesia GmbH Das finanzielle Steuerungssystem der Magnesia fokussiert sich in erster Linie auf die folgenden drei Kennzahlen: Umsatzerlöse sind definiert als Erlöse aus Warenverkäufen an Kunden abzüglich Erlösminderungen. Der EBT ist die wichtigste Bewertungskennzahl für die Bewertung der laufenden operativen Geschäftstätigkeit extern. IV. Corporate Social Responsibility Das Thema Corporate Social Responsibility (CSR) nimmt bei der Magnesia GmbH einen hohen Stellenwert ein. So sind für diverse Ressorts Beauftragungen vergeben, die speziell für Entwicklungen und Zielerreichungen in den Bereichen Datenschutz, Umweltschutz, Arbeitssicherheit, Qualitätsmanagement und weiteren Aspekten verantwortlich sind und hierüber jährlich berichten. Die Stabsstelle CSR koordiniert mit einem interdisziplinären Team den Aufbau und die Umsetzung der CSR-Strategie. Hierbei liegt ein Fokus zum einen in der Analyse, Reduktion und Kompensation des CO 2 -Fußabdruckes und zum anderen im Screening der gesamten Lieferkette in Hinblick auf die menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten. Magnesia hat sich bereits heute auf eigene Initiative verpflichtet, intern als auch entlang der Lieferkette einen Großteil der UN-Nachhaltigkeitsziele zu berücksichtigen. Die Bewertung auf der Online Plattform Ecovadis konnte in 2023 auf das Gold-Level erhöht werden, nachdem zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung abgearbeitet wurden. Weiterhin arbeiten wir mit weiteren Nachhaltigkeitsplattformen wie z.B. der weltweit größten Kooperationsplattform "Sedex Advance", bei der die Magnesia ebenfalls über eine Selbstauskunft verfügt. Mit dem ESG-Softwareananbieter "Code Gaia" wurde in 2023 für das Berichtsjahr 2022 erstmalig ein Nachhaltigkeitsbericht inklusive einer THG-Emmissions-Bilanz (Scope 1-3) der Magnesia GmbH erstellt. Darüber hinaus wurden im Jahre 2023 erneut 100.000 € an die Rudolf und Renate Seidel Stiftung gespendet, die wiederum die Mittel nutzte, um die Hochschule für Musik und Theater in Hamburg und weitere durch den Stifter ausgewählte Talente zu unterstützen. V. Forschung und Entwicklung Die Magnesia GmbH betreibt keine eigenen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten. VI. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft konnte in 2023 kräftig starten. Es kam allerdings zu einer deutlichen Verlangsamung im Laufe des Sommers, verursacht im Wesentlichen durch eine schwache Industrieproduktion und den in den meisten Weltregionen stark gestiegenen Zinsen. Es wird erwartet, dass der Welthandel nach einem Wachstum von 5,1% in 2022 lediglich 0,9% in 2023 wächst und sich erst in 2024 wieder weiter erholt. Der IWF geht davon aus, dass sich das globale Wachstum auf 3,0 % in diesem und 2,9 % im nächsten Jahr (von 3,5 % im Jahr 2022) abschwächen wird. Dies wird vor allem auf die nachlassende Erholung nach der Pandemie, den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und die strafferen geldpolitischen und finanziellen Rahmenbedingungen zurückgeführt. Infolge der strafferen Geldpolitik und sinkender Rohstoffpreise hat sich die Gesamtinflation verringert. Die Kerninflation erweist sich als hartnäckig und bleibt in den meisten Volkswirtschaften über dem Zielwert. Diese Hartnäckigkeit nährt die Erwartung, dass die Zinssätze auch längerfristig hoch bleiben könnten. In der chemisch-pharmazeutischen Industrie geht der VCI von einem Produktionsrückgang von 8 Prozent in 2023 aus. Der Branchenumsatz wird voraussichtlich um 14 Prozent sinken. Aus dem Quartalsbericht 3.2023 des VCI ist zu entnehmen, dass die Lage für die chemischpharmazeutische Industrie auch im dritten Quartal 2023 schwierig bleibt. Die Talsohle scheint zwar erreicht, eine Trendwende ist aber noch nicht erkennbar. Das Produktionsniveau verharrte weiterhin auf einem Tiefpunkt. Kunden im In- und Ausland hielten sich mit Bestellungen zurück. Die Erzeugerpreise und der Branchenumsatz sanken. "Die deutsche Chemieindustrie tritt auf der Stelle und die Hoffnungen auf eine Besserung zum Jahresende schwinden. Hohe Energie- und Rohstoffpreise und der Auftragsmangel werden die Geschäfte weiterhin belasten", stellt VCI-Präsident Markus Steilemann fest. Vergleich der Prognose mit dem tatsächlichen Geschäftsverlauf Die Magnesia GmbH hatte für das Jahr 2023 einen Umsatzzuwachs von ca. 13 % geplant. Der Jahresüberschuss wurde mit ca. 21 % über dem Vorjahr geplant. Das Jahr 2023 wurde weiterhin durch den russischen Krieg in der Ukraine beeinflusst. Die hierdurch steigende Inflation, die vordergründig auf steigenden Energiepreisen beruht, wirkte sich für die Magnesia GmbH vor allem in einer Steigerung der Rohstoffpreise aus. Sowohl die Energiepreise als auch die Inflation haben sich im Laufe des Jahres 2023 wieder stabilisiert, liegen jedoch noch deutlich über den Werten vor Ausbruch des Krieges. Darüber hinaus erfolgte im Oktober 2023 ein terroristischer Anschlag der radikal-islamistischen Organisation Hamas auf Israel. Ein Produktionsstopp in den jeweiligen Gebieten resultierte hieraus nicht. Jedoch mussten aufgrund von Raketenangriffen auf den internationalen Schiffsverkehr der Huthi-Miliz im Jemen Schiffsrouten umgeleitet werden. Hierdurch entstanden z.T. Lieferverzögerungen und Mehrkosten. Die Umsatzerlöse konnten im Jahr 2023 nicht planmäßig gesteigert werden. Diese lagen im Jahr 2023 auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr und somit ca. 14 % unter dem geplanten Jahresziel. Der Rohertrag konnte im Vergleich zum Vorjahr zwar gesteigert werden, liegt jedoch auch unter den gesetzten Budgetzielen. Der Jahresüberschuss konnte auch aufgrund geringerer sonstiger betrieblicher Aufwendungen und der Auflösung von Rückstellungen dennoch gegenüber dem Vorjahr um ca. 19 % gesteigert werden und liegt damit nur ca. 3 % unter dem gesetzten Jahresziel. Die Entwicklung der Magnesia GmbH im tatsächlichen Geschäftsverlauf liegt trotz der nicht vollumfänglich erreichten Ziele über dem Verlauf und der Prognose der Gesamtwirtschaft. VII. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage Geschäftsverlauf: Die Magnesia GmbH hat ertragsseitig den positiven Trend der letzten Jahre trotz des Russland- Krieges und weiterer Auswirkungen durch die kriegerische Auseinandersetzung im Nahen Osten auch im Jahr 2023 bestätigen können. Der Umsatz konnte im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr nicht gesteigert werden und beläuft sich nun auf 43,6 Mio. € (Vorjahr = 44,5 Mio. €) - dies entspricht einem Rückgang von ca. 2 %. Im Einkauf wurden Wareneingänge von ca. 17.125 t erfasst. Die Belieferung erfolgt zum größten Teil von langjährigen, qualifizierten Kooperationspartnern. Die Preise für Waren aus europäischer Produktion verharren weiterhin auf hohem Niveau. Aufgrund fallender Frachtraten und sinkender Energiekosten sind aber die Preise aus dem überseeischen Raum rückläufig. Im Berichtsjahr beschäftigte das Unternehmen durchschnittlich 57 Mitarbeiter*innen (Vorjahr = 54 Mitarbeiter*innen). Durch Neueinstellungen sowie Gehaltserhöhungen stieg der Personalaufwand im Berichtszeitraum auf 5,4 Mio. € und ist damit um 13,75 % gegenüber dem Vorjahr (4,7 Mio. €) gestiegen. Die Zinsaufwendungen (113 T€) liegen aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus ca. 80 % über dem Vorjahr. Der EBT mit 3.381 T€ (2022: 2.849 T€) und der Jahresüberschuss mit 2.344 T€ (2022: 1.976 T€) liegen beide jeweils bei einer positiven Entwicklung von ca. 19 % zum Vorjahr. Ertragslage: Die Entwicklung der Ertragslage der Magnesia GmbH im Jahr 2023 ist auch ohne eine Steigerung der Umsatzerlöse als positiv zu bewerten. Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Inland, Europa und Drittland stellt sich wie folgt dar:
Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 liegt mit 8,1 Mio. € auf gleichem Niveau wie im Vorjahr (8,2 Mio. €). Die Magnesia GmbH zieht für die interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzerlöse und EBT heran. Diese haben sich wie folgt entwickelt:
Die wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden. Vermögens- und Finanzlage: Die Magnesia GmbH weist unverändert eine sehr solide Vermögens- und absolut sichere Finanzlage auf. Die Eigenkapitalquote der Magnesia GmbH zum 31. Dezember 2023 liegt bei 56,73 % und ist somit gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen (2022: 43,74 %). 1.200.000 € des Fremdkapitals werden durch nahestehende Personen bereitgestellt. Es liegen somit keine Abhängigkeiten zu externen Geldgebern vor. Eine vorliegende Kreditlinie bei der Hausbank musste zum 31.12.2023 nicht in Anspruch genommen werden. Das Geschäftsjahr wurde mit einem operativen Cashflow in Höhe von +3.042 T€ abgeschlossen. Investitionen wurden in Höhe von 79 T€ getätigt. Im Bereich Finanzen gab es eine Gewinnausschüttung an den Gesellschafter in Höhe von 400 T€. Zudem wurde ein kurzfristig gewährtes Darlehen in Höhe von 750 T€ zurückgezahlt. Insgesamt wurde das Jahr mit einem Zuwachs der Finanzmittel in Höhe von 1.815 T€ abgeschlossen. VIII. Risiko- und Chancenbericht Risikomanagement: Das Geschäftsumfeld der Magnesia GmbH wird durch verschiedene Risiken beeinflusst. Neben den in der Vergangenheit bereits beschriebenen Risiken durch Cyber-Kriminalität, Währungsschwankungen oder schwankenden Rohstoffpreisen entsteht zunehmend ein ernstes Risiko durch Kriege, terroristische Angriffe und politische Auseinandersetzungen. In der Folge besteht eine nachhaltige Gefahr der Unterbrechung von Lieferfähigkeiten seitens der qualifizierten Lieferanten entweder durch unmittelbare Kriegseinflüsse, Unterbrechung oder Störung der Lieferketten oder politisch motivierte Embargos. Die Magnesia versucht diese inzwischen deutlich gewichtigeren Risiken dadurch zu beherrschen, den Austausch mit potenziell gefährdeten Partnern intensiver zu verfolgen und darüber hinaus Maßnahmenpläne zu entwickeln, die Backup-Strategien enthalten, alternative Lieferanten zu entwickeln oder alternative Lieferrouten zu nutzen. Um Risiken generell besser zu beherrschen und in Krisensituationen schneller geeignete Maßnahmen zu ergreifen, wurde der Prozess für Krisenmanagement bereits vollständig überarbeitet. Darüber hinaus werden die Betrachtungen von Risiken und Chancen, die in unterschiedlichen Bereichen unabhängig voneinander durchgeführt werden, weiter konsolidiert. Dies schließt auch die Betrachtung von Food-Fraud und Food-Defence im Rahmen der IFS-Zertifizierung mit ein. Chancenmanagement: Neben den beschriebenen Risiken ergeben sich für die Magnesia GmbH in den nächsten Jahren ebenfalls diverse Chancen. Im derzeitigen Geschäftsmodell bestehen diese aus dem Aufbau und Erhalt von Vertriebspartnerschaften, der Erschließung neuer Märkte (sowohl kunden- als auch produktseitig) und der Bindung und Weiterentwicklung der eigenen Mitarbeiter. Im Mittelpunkt steht auch die Sicherstellung der Verfügbarkeit von Produkten für die Kunden in Zeiten von Energiekrise und schwierigen Lieferketten. Hierfür steht die Magnesia GmbH in einem intensiven Austausch mit den Vertriebspartnern, betreibt viel Recherche hinsichtlich neuer Produkte, die das Portfolio ergänzen, ergänzt die eigene Dienstleistung im Bereich der Anwendungsberatung und schafft arbeitnehmerfreundliche Strukturen, um die Mitarbeiter langfristig zu binden. Darüber hinaus besteht eine große Chance in der Weiterentwicklung und Erweiterung des eigenen IT-Knowhows und der Nutzung digitaler Strukturen und Vermarktungsansätzen. Hierfür investiert die Magnesia GmbH zum einen in aktuelle IT-Software und Hardware und zum anderen in Personal im Bereich IT, um die eigenen Kompetenzen in diesem Bereich zu erweitern. Eine weitere Chance, die im abgelaufenen Jahr intensiv bearbeitet wurde, bezieht sich auf die Schaffung einer progressiven Unternehmenskultur. In verschiedenen Workshops wurden Handlungsrahmen und Erwartungshaltungen für die Zusammenarbeit innerhalb der Bereiche erarbeitet und Empfehlungen für die Umsetzung in allen Hierarchieebenen gegeben. Gesamtaussage: Es liegen im Umfeld der Magnesia GmbH diverse Chancen und Risiken vor. Ein Fokus liegt hierbei auf der Digitalisierung, die zum einen als Risiko durch aufkommende disruptive Lösungen (Plattformen o.Ä.) aber auch als Chance (Erschließung neuer Geschäftsmodelle, Steigerung der Produktivität) wahrgenommen wird. Es werden Maßnahmen sowohl für Chancen als auch für Risiken getroffen. Eine intensive Beschäftigung mit den Chancen und Risiken, die das Geschäftsumfeld mit sich bringt, ist somit ein elementarer Bestandteil der strategischen Ausrichtung. IX. Prognosebericht Die Entwicklung der Magnesia GmbH im Jahr 2024 wird weiterhin trotz widriger Rahmenbedingungen positiv eingestuft und entsprechend budgetiert. Die weltweiten kriegerischen Auseinandersetzungen sind für die Märkte weiterhin eine große Herausforderung. Die Auswirkungen der Energiekrise und steigenden Kosten für Strom und Gas in Europa haben auch in 2024 weiterhin entscheidenden Einfluss auf die Rohstoffpreise. Insgesamt wird für das Jahr 2024 eine Umsatzsteigerung von 9,75 % erwartet. Die Erwartungen für den Jahresüberschuss liegen ca. 7 % über dem Vorjahr. Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung im Jahr 2023 und des hohen Eigenkapitals können wir von einem Fortbestehen des Unternehmens über 2024 hinaus ausgehen.
Lüneburg, den 16. Februar 2024 Die Geschäftsführung Markus Cording Johann Wilhelm Studtmann AKTIVA
PASSIVA
I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Magnesia GmbH ist beim Handelsregister des Amtsgerichts Lüneburg unter der Registernummer HRB 629 eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in 21337 Lüneburg, Max-Jenne-Straße 2-4. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 des Handelsgesetzbuches auf. Die handelsrechtlich zulässigen, größenabhängigen Erleichterungen wurden bei der Aufstellung des Anhangs in Anspruch genommen. II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die auf die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie deren Gliederung entsprechen den handelsrechtlichen Vorschriften. Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen, bilanziert. Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis 800 Euro wurden im Jahr des Zugangs in voller Höhe als Aufwand ergebniswirksam gebucht. Die Bewertung der Vorräte erfolgte - unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips - zu durchschnittlichen Anschaffungskosten. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die übrigen Aktiva wurden mit dem Nominalwert bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Zur Berücksichtigung allgemeiner Ausfallrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine nach betrieblichen Erfahrungswerten ermittelte Pauschalwertberichtigung abgesetzt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des Betrages ab, der zu ihrer Erfüllung nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte zu den Erfüllungsbeträgen. Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte bei den Vermögensgegenständen und den Verbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. III. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist in der Anlage zu diesem Anhang dargestellt. Das gezeichnete Kapital betrug zum 31. Dezember 2023 TEUR 2.000 und ist in voller Höhe eingezahlt. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden teilweise die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte gewährt. Als Sicherheit für eine kurzfristige Darlehensverbindlichkeit von TEUR 100 wurden Warenvorräte in derselben Höhe an den Darlehensgeber sicherungsübereignet. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten eine Spende an die Dr. Rudolf und Renate Seidel Stiftung, Lüneburg, von EUR 100.000,00, die u. a. zur Unterstützung der Hochschule für Musik und Theater Hamburg verwendet wird. V. Sonstige Angaben Die sonstigen, nicht in der Bilanz erscheinenden finanziellen Verpflichtungen beschränken sich im Wesentlichen auf die üblichen Verpflichtungen aus Dauerschuldverhältnissen (Miet- und Leasingverträge) und betragen TEUR 2.160. Nach den vertraglich vereinbarten Restlaufzeiten verteilt sich der Gesamtbetrag wie folgt auf die nachfolgenden Geschäftsjahre:
Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 57 Arbeitnehmer, davon 3 gewerbliche und 54 kaufmännische Arbeitnehmer. Im Geschäftsjahr 2023 und danach waren als Geschäftsführer mit Gesamtvertretungsbefugnis bestellt:
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres lagen nicht vor.
Lüneburg, den 16. Februar 2024 Die Geschäftsführung Markus Cording Johann Wilhelm Studtmann Entwicklung der Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Magnesia GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Magnesia GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Magnesia GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Hamburg, den 12. April 2024 GOESSLER
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Cornelia Ziegert, Wirtschaftsprüferin |
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