LAP Group MEP GmbH & Co. KG
Selbe AdresseGroßhandel mit Flachglas
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marlit Süling seit 16.10.2025 | Geschäftsführer |
Martin Alexander Dronsek seit 28.12.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Alphafour International S.à r.l. | 91.30% |
| 4.70% | |
| 4.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LAP Group Holding GmbHLüneburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20221 Allgemeine Grundlagen des Konzerns 1.1 Geschäftsmodell der LAP Gruppe Die LAP Gruppe ist ein weltweit führender Anbieter von Systemen zur Steigerung von Qualität und Effizienz durch Laserprojektion, Lasermessung und weiterer Verfahren. Sie hat sich zu einem global tätigen Technologieunternehmen mit derzeit weltweit acht Standorten entwickelt und liefert Produkte insbesondere an Kunden aus den Branchen Strahlentherapie, Stahlerzeugung und Composite-Verarbeitung. Die LAP Gruppe umfasst die LAP Group Holding GmbH mit Sitz in Lüneburg als Muttergesellschaft und ihre Tochterunternehmen (nachfolgend bezeichnet als "LAP", "LAP Gruppe", die "Gruppe" oder "wir"). Das operative Geschäft wird von den mittelbaren Tochterunternehmen der LAP Group Holding GmbH geführt. Am Stammsitz des Unternehmens in Lüneburg (L A P GMBH LASER APPLIKATIONEN, LAP Measurement Technology GmbH) und an den Standorten Schwarzenbruck (LAP Sued GmbH) sowie Tyler/USA (LifeLine Software, Inc.) entwickeln und fertigen unsere Mitarbeiter diese Laser- und angrenzenden Hard- und Softwarelösungen. Durch unsere weiteren Tochtergesellschaften in den USA, Frankreich, China und Singapur haben wir weltweit Standorte und sichern zusammen mit einem Netz von Partnern die weltweite Betreuung unserer Kunden. Die LAP Gruppe beschäftigte im Geschäftsjahr 2022 im Jahresdurchschnitt insgesamt 316 (Vj. 303) Mitarbeiter 1. LAP hat eine starke Präsenz in attraktiven wachsenden Märkten. Mit einer ganzheitlichen Systemkompetenz entwickelt, produziert und vertreibt LAP ein vielfältiges Angebot innovativer Produkte, angrenzende Produkte und Dienstleistungen. Das Geschäftsmodell der LAP Gruppe beruht auf der genauen Kenntnis von Anforderungen und Rahmenbedingungen der Medizintechnik sowie der industriellen Fertigung in unterschiedlichen nationalen und internationalen Märkten. Die Geschäftsaktivitäten der LAP Gruppe sind in zwei Vertriebseinheiten (Business Units) entsprechend der Kundenstruktur unterteilt: Die Business Unit Healthcare bietet Produkte für die Strahlentherapie an. Der Einsatz der LAP Lasersysteme unterstützt die erfolgreiche Strahlentherapie für den Patienten und sichert die effiziente Maschinennutzung durch schnelle und wiederholbare Positionierung in der Bildgebung und am Behandlungsgerät. LAP Lasersysteme ermöglichen eine sichere und schonende Behandlung durch präzise Markierung und reproduzierbare Positionierung des Patienten. In der Strahlentherapie ist die exakte Dosierung und Fokussierung ionisierender Strahlung ein kritischer Erfolgsfaktor. Dies erfordert zum einen die regelmäßige Kontrolle und Justierung der strahlentherapeutischen Anlagen, zum anderen ist die exakte Positionierung des Patienten mit hoher Wiederholgenauigkeit über verschiedene Therapieinstanzen kritisch. Wichtige Behandlungsbereiche werden durch Laserlinien und deren Schnittpunkte auf der Haut des Patienten dargestellt. Innovative Lösungen aus Lasertechnik und Software, die genau auf die Anforderungen des Patienten, des medizinischen Personals sowie des Behandlungsablaufs abgestimmt sind, haben die LAP Gruppe zu einem weltweit führenden Hersteller im Markt für Patientenpositionierung in der Strahlentherapie gemacht. Ergänzend vertreibt die LAP Gruppe in der Business Unit Healthcare Produkte zur Qualitätssicherung in der Strahlentherapie. Die Phantome und Qualitätssicherungssoftware von LAP sind für die unterschiedlichsten Qualitätssicherungsaufgaben entwickelt worden. Medizinische Geräte sowie die Behandlungspläne der Patienten müssen im klinischen Alltag kontinuierlich geprüft werden. Mit sogenannten "Secondary Checks", die mithilfe von Qualitätssicherungssoftware durchgeführt werden, findet beispielsweise eine Überprüfung der Parameter des Behandlungsplanes und der errechneten Strahlendosis statt. LAP ist mit dieser Software der führende Hersteller auf dem Weltmarkt. Zu den Kunden aus der Medizintechnik gehören alle marktführenden Gerätehersteller. Die Business Unit Industry vertreibt zum einen Projektionssysteme, die in vielen Industrien bei visuell gesteuerten Positioniervorgängen unterstützen. Zum anderen bietet sie Produkte der Lasermessung in der Stahlindustrie an. Bewährte laserbasierte Produkte und robuste Systeme, die tief in die Prozess- und Regelungstechnik der Auftraggeber integriert sind, ermöglichen effiziente Produktionsabläufe und Qualitätssicherung bei der Herstellung von Stahlblech und Draht, aber auch bei Rotoren für Windkraftanlagen, Pipelinerohren oder Autoreifen. In der Luftfahrtindustrie unterstützen Projektionssysteme von LAP die Fertigung von Strukturbauteilen, Tragflächen und Leitwerken. Bei der Herstellung von Betonteilen und in der Holzbearbeitung sorgen diese Systeme für Form- und Maßgenauigkeit. Durch integrierte Kamerasysteme lassen sich versehentliche Toolverschiebungen im Produktionsprozess sofort erkennen und korrigieren. Laserprojektionen werden automatisch in die richtige Position nachgeführt und Fehler in der Produktion somit vermieden. Die Lösung herausfordernder Messaufgaben in der industriellen Produktion gehört seit jeher zu unseren Kernkompetenzen. Innerhalb dieser beiden Business Units stellen wir umfassende Dienstleistungen entlang der gesamten Kundenwertschöpfungskette zur Verfügung, darunter Planung und Gestaltung, Instandhaltung, Training und Schulungen. 1.2 Forschung und Entwicklung Unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zielen darauf ab, unseren Kunden innovative und nachhaltige Lösungen zu bieten und gleichzeitig unsere Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und zu verbessern. Daher konzentrieren wir unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf ausgewählte Technologien und Innovationen. Die LAP Gruppe investierte 2022 insbesondere in die Erweiterung des Produktportfolios durch Neu- und Weiterentwicklungen. Die Produkte und Anwendungen auf dem Markt sowie in der Innovationspipeline in verschiedenen Stadien der Produktentwicklung sollen die Produktivität unserer Kunden weiter steigern. Neben der Erweiterung unseres Portfolios bemüht sich unser Forschungs- und Entwicklungsteam um eine kontinuierliche Verbesserung der bestehenden Produkte und Lösungen. Unsere Forschungs- und Entwicklungsbelegschaft umfasst 41 Mitarbeiter. Wir ergänzen unsere internen Fähigkeiten durch unsere Beziehungen zu externen Partnern. Für den Bereich Healthcare entwickelt LAP ein neues Produkt zur oberflächengeführten Strahlentherapie (SGRT - "Surface Guided Radiotherapy System"), bei der mithilfe der Stereovisionstechnologie die Oberfläche des Patienten in 3D verfolgt wird, sowohl für die Positionierung als auch für das Bewegungsmanagement während der Behandlung, um eine sichere, präzise und schonende Bestrahlung zu gewährleisten. Im Geschäftsjahr 2022 ist die Hard- und Software-Implementierung in diesem Projekt vorangetrieben worden. Erste Demo-Versionen des Systems konnten potenziellen Kunden präsentiert werden. Des Weiteren wurde die Entwicklung von Nachfolgeprodukten für die Patientenmarkierung und -positio- nierung wie geplant weiterführt. Für den THALES 3D MR SCANNER und THALES 3D SCANNER wurden weitere technische Zusatzfunktionen realisiert. Zudem wurde mit der Produktentwicklung zum Einsatz des THALES Produktes in 1,5T MR-LINAC Systemen auf Basis des erfolgreichen Proof-of-Concept aus 2021 begonnen. Den Funktionsumfang unserer RadCalc Software haben wir mit der im 4. Quartal 2022 veröffentlichen Version 7.2.2 um neue Workflow-Funktionen für intelligente Automatisierung und 3D-Monte- Carlo-Berechnungen für die Tomotherapie erweitert. Für die Business Unit Industry haben wir die Entwicklung des Prototyps der Nachfolgegeneration des LAP Produktes CAD-PRO trotz herausfordernder Beschaffungslage elektronischer Komponenten weitgehend abgeschlossen. Die Finalisierung und Überführung der Prototypen in die Serienproduktion ist die Zielstellung für das Jahr 2023. Die getätigten Investitionen der LAP Gruppe in Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten beliefen sich im Geschäftsjahr 2022 auf TEUR 8.715 (Vj. TEUR 5.149). Die resultierende Forschungs- und Entwicklungs-Intensität, definiert als das Verhältnis von Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen zu Umsatzerlösen, lag bei ca. 14 % (Vj. 9 %). Von den Entwicklungsaufwendungen des Jahres 2022 wurden TEUR 7.114 (Vj. TEUR 3.807) aktiviert. Damit entsprach der Anteil der aktivierten Entwicklungskosten an den gesamten Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen 82 % (Vj. 74 %). 1.3 Geschäftsumfeld Wir sind in einem Wachstumsmarkt tätig, der sich durch langfristige Stabilität auszeichnet, die durch die nachfolgend beschriebenen Haupttrends unterstützt wird. Innerhalb der langfristigen Entwicklung des Marktes kann es auch zu kurzfristigen Schwankungen kommen, die sich aus makroökonomischen und politischen Entwicklungen ergeben. Einer unserer wichtigen Märkte, China, ist mit Unsicherheiten konfrontiert. China wird verstärkt seine Wirtschaftsstrategie des "doppelten Kreislaufs" fortsetzen, um externe Abhängigkeiten zu verringern und den Binnenkonsum anzukurbeln. Einerseits ist China weiterhin bestrebt, die Öffnung seiner Märkte auszuweiten, um das Wachstum zu fördern und die Globalisierung und integrative Entwicklung voranzutreiben. Auf der anderen Seite führt die von der Regierung unterstützte Modernisierung der lokalen Fertigungsindustrie zusammen mit einer verstärkten Politik der lokalen Bevorzugung zu einem stärkeren Wettbewerb zwischen multinationalen Unternehmen und lokalen Anbietern, die sich schnell entwickeln. In Europa setzen der derzeitige Krieg in der Ukraine und seine Folgen für die Volkswirtschaften angesichts steigender Energie- und Rohstoffkosten die öffentlich finanzierten Gesundheitssysteme und Unternehmen unter Druck. Im Strahlentherapiemarkt gibt es vielfältige Trends. Die langfristige weltweite Nachfrage nach Radioonkologie wird von einer höheren Anzahl von Krebspatienten weltweit gestützt, der Nachfrage nach multimodalen Präzisionsbehandlungspfaden in der Krebstherapie sowie dem Bedarf an wertorientierter Versorgung. Die Gesamtnachfrage nach Strahlentherapie wird durch eine prognostizierte Zunahme der Krebsneuerkrankungen von etwa 19 Millionen (in 2020) auf jährlich 30 Millionen bis 2040 getrieben. Schnellere Zunahmen der Neuerkrankungen in Ländern mit niedrigen bis mittleren Einkommen und unzureichender Infrastruktur sowie Mangel an Personal, um diese wachsende Zahl an Krebsfällen zu bewältigen, beschleunigen die Nachfrage nach Strahlentherapie als kostengünstige und hochwertige Modalität bei der Krebsbehandlung. Technologische Fortschritte mit optimierten und automatisierten klinischen Werkzeugen zur Verbesserung der Genauigkeit in der Strahlentherapie und Strahlenchirurgie treiben die weltweite Nachfrage nach neuen Geräten mit digitalen Lösungen und Applikationen weiter voran, um ein breiteres Spektrum von Fällen zu behandeln, die Behandlungszeit zu verkürzen und den Patientendurchsatz zu erhöhen. Der Mangel an ausgebildetem klinischem Personal in Schwellenländern und die Fokussierung auf operative Effizienz und Kostensenkung in entwickelten Märkten forcieren die Nachfrage nach stärker automatisierten Produkten und Dienstleistungen, die in klinische Arbeitsabläufe integriert werden können, um Behandlungen schneller und kostengünstiger zu machen. Digitalisierung und Künstliche Intelligenz ("KI") werden voraussichtlich Schlüsselfaktoren für Gesundheitsversorger werden, da diese sich zunehmend darauf fokussieren, die ganzheitliche Patientenerfahrung zu optimieren, mit besseren Behandlungsergebnissen und einer allgemeinen Verringerung der Behandlungskosten. Die industrielle Fertigung steht vor großen Umwälzungen. Produzenten von Investitionsgütern müssen in dem heute zunehmend digitalen Umfeld ihre Produktionskapazitäten modernisieren, insbesondere um die Produktionsflexibilität zu erhöhen und die Markteinführungszeit zu reduzieren. Darüber hinaus ist die Automatisierung eines der Schlüsselelemente der modernen industriellen Fertigung. Die Verringerung der menschlichen Beteiligung an sich wiederholenden Vorgängen macht die Fertigungslinie sicherer und für die Fabriken vorteilhafter. Die Fortschritte vieler Hersteller hängen von der Industrie 4.0 ab, die auch als Industrial Internet of Things ("IIoT") oder Smart Manufacturing bezeichnet wird. Dabei geht es um die intelligente Vernetzung von Maschinen und Prozessen in der Industrie, basierend auf Informations- und Kommunikations-Technologien ("IKT"), im weiteren Sinne um sämtliche Veränderungen, die durch eine Kombination von Fortschritten im Bereich der künstlichen Intelligenz, dem IIoT, Robotik, Cloud-Computing, 3D-Druck und weiteren Technologien ausgelöst werden. Ein weiterer wichtiger Punkt zur Digitalisierung ist der Einsatz von KI. Gemeint ist hierbei die Nutzung von Daten mithilfe neuester Technologien und darauf basierend die Entwicklung neuer datenbasierter Geschäftsmodelle und smarter Produkte. Das ist der langfristige Schlüssel zum Erfolg für Fertigungsunternehmen. KI bringt langfristige Wettbewerbsvorteile, Differenzierung und Marktführerschaft. Während Industrie 4.0 auch im Jahr 2023 noch äußerst relevant ist, erlebt die Branche gleichzeitig die Vorteile der nächsten industriellen Revolution. Industrie 5.0 zielt darauf ab, den Fertigungssektor mit Technologien für vernetzte Arbeitskräfte wie IIoT, Big Data und cyber-physischen Systemen voranzubringen, die den Menschen gezielt unterstützen und befähigen sollen. Diese grundlegenden Trends beeinflussen das Geschäft und eröffnen langfristige Wachstumsperspektiven. 1.4 Finanzielle Leistungsindikatoren Wir steuern und überwachen unsere Geschäftstätigkeit anhand der Umsatzerlöse. Zur Steuerung der operativen Leistung nutzen wir das adjusted EBITDA als KPI. Das adjusted EBITDA ist definiert als das Konzernjahresergebnis vor Ertragsteuern, Zinsergebnis und Abschreibungen, bereinigt um nicht operative Positionen. Die Bereinigungen umfassen periodenfremde oder außergewöhnliche Aufwendungen und Erträge sowie derartige wesentlichen Erfolgsbeiträge, die nicht durch das Geschäftsmodell begründet sind und somit nicht die operative Leistung der betrachteten Perioden widerspiegeln. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Marktentwicklung Im Geschäftsjahr 2022 schwächte sich das Wachstum der Weltwirtschaft, speziell in den meisten großen Volkswirtschaften, wie USA, China und der Europäischen Union, ab. Makroökonomische und geopolitische Herausforderungen haben die letzten Monate geprägt. Die steigenden Inflationsraten, Unterbrechungen in den Lieferketten und der Krieg in der Ukraine führten zu wirtschaftlichen Störungen. Zudem beeinflusste COVID-19 und seine Ausbreitung fast drei Jahre nach dem Auftreten des ersten Falls nach wie vor die Gesundheitssysteme und die Volkswirtschaften weltweit. Die langfristigen Markttrends blieben insgesamt intakt, wobei die COVID-19-Pandemie und die Preisinflation einige dieser Markttrends verstärkten und so zum Beispiel den ohnehin zunehmenden Kostendruck auf Gesundheitssysteme und Kunden auf ein unvorhergesehenes Niveau angehoben haben. Insbesondere in Ländern mit schwerwiegenden COVID-19-Ausbrüchen zeigte sich ein signifikanter Effekt auf die wirtschaftliche Situation des Gesundheitswesens, wie zum Beispiel in USA und Deutschland, insbesondere durch weitere Kostensteigerungen bei gleichzeitigen Umsatzeinbußen der Krankenhäuser. Der Mangel an Personal verschärfte sich und führte bei vielen Krankenhauseinrichtungen zu deutlichen Engpässen in der Versorgung und zur Überlastung des Gesundheitssystems. Eine positive Folge der Pandemie waren verstärkte Innovationen und eine Beschleunigung des digitalen Wandels. China ist ein wesentlicher Wachstumstreiber. Der chinesische Markt hat nach weitgehend erfolgreicher Virus-Bekämpfung im Geschäftsjahr 2022 wieder COVID-19-Ausbrüche erlitten. Das führte zu einer erneuten Null-COVID-Politik und damit verbundenen Ausgangsbeschränkungen mit Auswirkungen auf Handel, Reisen und Industrie. In China war die Entwicklung insbesondere im industriellen Markt rückläufig. Es wurden Wachstumschancen durch die COVID-19 bedingten Einschränkungen verhindert. Im Strahlentherapiemarkt verzögerten diese in der zweiten Geschäftsjahreshälfte einige Ausschreibungen, Aufträge und Kundenkontakte, was das Marktwachstum im Jahr 2022 beeinträchtigte. So hat der Markt zwar sehr stark zugenommen in der Region, allerdings in geringerem Maße als im Vorjahr erwartet. Die Störungen hinsichtlich der Lieferketten wirkten sich auf den Zeitpunkt der Investitionen aus. Im Allgemeinen entwickelten sich unsere adressierten Märkte im Geschäftsjahr 2022 positiv. Der von LAP global adressierte Markt ist im Geschäftsjahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um ca. 10 % gewachsen. Der adressierbare Markt der Business Unit Healthcare belief sich im Geschäftsjahr 2022 auf etwa EUR 500 Mio. Die Business Unit Industry adressiert deutlich kleinere Märkte für Projektions- und Messsysteme, hat aber einen höheren Marktanteil. Der global adressierbare Markt für das Industry-Geschäft wuchs im Geschäftsjahr 2022 gegenüber dem Vorjahr auf EUR 140 Mio. Im Markt für Strahlentherapie wurde das beträchtliche Wachstum des gesamten Marktes in erster Linie sowohl durch Ersatzbeschaffungen und Neugeschäft als auch durch das Wachstum des Dienstleistungsgeschäfts bestimmt. In den USA und Westeuropa führten Produkt- und Dienstleistungsinnovationen zu höheren Kundeninvestitionen. In anderen Märkten wurde das Wachstum durch die Notwendigkeit, den Zugang zu onkologischen Geräten und Dienstleistungen auf unterversorgte Bevölkerungsgruppen und Regionen auszuweiten, gestützt. Makroökonomischer Gegenwind, Herausforderungen in den Lieferketten und geopolitische Spannungen drückten auf das Marktwachstum und verzögerten die Investitionen der Kunden. Das Gesundheitswesen in den USA, dem größten Markt der Region Amerika, stand im Geschäftsjahr 2022 Herausforderungen wie Inflation, geringem Wirtschaftswachstum, einer anhaltenden pandemischen COVID-19 Situation und Mangel an klinischem Personal gegenüber. Die Fertigungsindustrie stand im Geschäftsjahr 2022 Herausforderungen wie geopolitischen Krisen, Rohstoffknappheit und Nachhaltigkeitsregulierung sowie dem Fachkräftemangel gegenüber. Der von Russland begonnene Krieg in der Ukraine und seine Auswirkungen haben Deutschlands Wirtschaft und den europäischen Wirtschaftsraum nach der Pandemie stark getroffen. Neue Technologien, ein intensiver globaler Wettbewerb und regulatorische Anforderungen, wie zum Beispiel das Lieferkettengesetz, setzen Unternehmen und besonders deren bestehende Geschäftsmodelle unter Druck. Das zwingt insbesondere Unternehmen der Fertigungsindustrie zu tiefgreifenden Veränderungen bestehender Prozesse und zum kurzfristigen Realisieren von Innovationen. Im Geschäftsjahr 2022 verbesserte sich das Marktumfeld für die Business Unit Industry weiterhin, da sich das globale verarbeitende Gewerbe über das Geschäftsjahr hinweg von den Belastungen in Verbindung mit COVID-19 erholte. 2.2 Ertragslage
Der Krieg in der Ukraine, die Null-COVID-Strategie in China, Unterbrechungen und Engpässe in den globalen Lieferketten, steigende Rohstoffpreise, zunehmende Inflation - im Geschäftsjahr 2022 haben sich die globalen Krisen gehäuft, gegenseitig verstärkt und auch das Geschäft der LAP Gruppe beeinträchtigt. Bei einem Auftragseingang von TEUR 67.064 (Vj. TEUR 56.465) hat die LAP Gruppe im Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz von TEUR 64.459 erzielt. Damit stiegen die Umsatzerlöse um 10 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zu diesem Wachstum haben beide Segmente beigetragen.
Die Umsatzerlöse der Business Unit Healthcare stiegen nominal um 10 % auf TEUR 39.868 (Vj. TEUR 36.357). Geografisch betrachtet erhöhten sich die Umsatzerlöse insbesondere in der EMEA Region und den USA. Die im Geschäftsjahr 2021 erfolgte Einführung eines neuen Lizensierungsmodells für die RadCalc Software in den USA hat sich als sehr erfolgreich erwiesen. LAP wird in ausgewählten Märkten dieses Abonnement-Modell weltweit weiterhin ausrollen. Die Umsatzerlöse der Business Unit Industry erhöhten sich nominal um 11 % auf TEUR 24.591 (Vj. TEUR 22.095). Insbesondere der Produktbereich Stahl hat zu diesem Wachstum beigetragen (+ 86 % ggü. Vorjahr). Dagegen lagen die Umsätze im Produktbereich Industry Products aufgrund des rückläufigen Geschäfts in China leicht unter Vorjahr. Im Geschäftsjahr 2022 konnten aber auch international attraktive Kunden insbesondere in der Windindustrie, aber auch aus der Luft- und Raumfahrt außerhalb der "Commercial Aviation" ausgebaut werden. Bei allen marktbedingten Volatilitäten profitierte LAP von seiner breiten geografischen Aufstellung und der stark fragmentierten Kundenbasis: Während das Geschäft in China unter der dortigen Null-COVID-Strategie rückläufig war, waren die Regionen EMEA, APAC und USA durch sehr gutes Wachstum geprägt. Das Rohergebnis (inkl. sonstige betriebliche Erträge) der LAP Gruppe lag bei TEUR 61.154 und erhöhte sich damit um TEUR 6.923 gegenüber dem Vorjahr (Vj. TEUR 54.231). Das Rohergebnis enthält aktivierte Eigenleistungen von TEUR 7.114 (Vj. TEUR 3.807) sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen, insbesondere für den Zukauf externer Entwicklungsressourcen i.H.v. TEUR 3.013 (Vj. TEUR 716). Die Rohergebnismarge erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 %-Punkte und betrug im Geschäftsjahr 2022 94,9 % (Vj. 92,8 %). Begründen lässt sich dies mit den wesentlichen Währungseffekten, mit einer geringeren Materialeinsatzquote bedingt durch Preiserhöhungen und einem veränderten Produktmix. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen aufgrund von Währungseffekten von TEUR 5.595 (Vj. TEUR 4.582) und erhaltenen Zuwendungen aus der Endabrechnung des Bundesprogramms "Corona- Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen" im Geschäftsjahr 2022 signifikant an. Der Personalaufwand erhöhte sich aufgrund variabler Vergütungen und höher dotierter Neueinstellungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich aufgrund von Währungseffekten von TEUR 4.668 (Vj. TEUR 1.807) im Vergleich zum Vorjahr. Bereinigt um die Währungseffekte liegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen über dem Vorjahresniveau. Insbesondere die umsatzabhängigen Kosten, Rechts- und Beratungskosten sowie die Kosten für IT haben sich erhöht. Vor dem Hintergrund der positiven Umsatzentwicklung stieg das adjusted EBITDA um 8 % gegenüber dem Vorjahr. Kostenanstiege, insbesondere bei Beschaffung und Logistik, Lockdowns in China belasteten die adjusted EBITDA-Marge im Geschäftsjahr 2022, die nach 31,0 % im Vorjahr bei 30,3 % lag. Überleitung zum Konzernergebnis Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung vom adjusted EBITDA zum Konzernergebnis:
Die Bereinigungen beziehen sich auf Positionen, die als einmalig und nicht operativ zu bewerten sind. Dazu gehören personalbezogene Kosten, wie z.B. Abfindungen, die ca. 70 % der Bereinigungen ausmachen. Darüber hinaus wurden Beratungskosten bereinigt, die sich auf Projekte zur Effizienzsteigerung und Implementierung von Software beziehen. Die Bereinigungen enthalten auch Kosten im Zusammenhang mit der Markteinführung neuer Produkte. Gegenläufig wurden Erträge aus Währungsbewertung bereinigt. Die Abschreibungen von insgesamt TEUR 19.687 (Vj. TEUR 18.549) entfallen in Höhe von TEUR 15.460 unverändert zum Vorjahr auf den im Rahmen der Akquisition der LAP Gruppe entstandenen Geschäfts oder Firmenwert sowie auf die im Rahmen der Kaufpreisallokation bewerteten immateriellen Vermögensgegenstände. Das Finanzergebnis verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr. Darin enthalten sind Zinsaufwendungen für das bestehende Konsortialdarlehen und das "Shareholder Loan Agreement". Auf Basis der zuvor beschriebenen Effekte verbesserte sich das Konzernjahresergebnis leicht, so dass sich der Konzernjahresfehlbetrag im Geschäftsjahr 2022 auf TEUR 7.922 (Vj. TEUR 9.159) verringerte. 2.3 Vermögens- und Finanzlage 2.3.1 Vermögenslage und Kapitalstruktur
Das Anlagevermögen erfasst vor allem mit TEUR 62.822 den akquisitionsbedingten Geschäfts- oder Firmenwert sowie mit TEUR 44.527 die infolge der Erstkonsolidierung zum 1. Januar 2019 allokierten entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände. Darüber hinaus beinhaltet das Anlagevermögen aktivierte Eigenleistungen von TEUR 18.144 (Vj. TEUR 12.641). Das Anlagevermögen verringerte sich zum 31. Dezember 2022 im Wesentlichen abschreibungsbedingt auf TEUR 135.015 (Vj. TEUR 145.636). Das Umlaufvermögen erhöhte sich um TEUR 6.225 auf TEUR 48.370 (Vj. TEUR 42.145). Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus einer Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 2.027 aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens, insbesondere im 4. Quartal 2022, sowie einer Erhöhung der liquiden Mittel um TEUR 1.231. Die Gesellschaften der LAP Gruppe haben zur Optimierung der Liquiditätsverwaltung einen Liquiditätsverbund (Cash Pool) gebildet. Innerhalb der Vorräte erhöhte sich der Bestand der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe um TEUR 2.087 und der Bestand an fertigen Erzeugnissen und Waren um TEUR 292. Der Bestandsaufbau resultiert zum einen aus den Maßnahmen im Zusammenhang mit der Sicherstellung der Lieferfähigkeit und der damit verbundenen Bevorratung mit Komponenten. Andererseits ist der Bestandsaufbau der fertigen Erzeugnisse und Waren im Wesentlichen auf Projekte aus dem Bereich Industrie zurückzuführen, für die im Folgejahr 2023 eine Realisierung geplant ist. Auf der Aktivseite wird zum 31. Dezember 2022 erstmalig der Posten "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" von TEUR 2.645 ausgewiesen. Der Posten stellt einen rechnerischen Gegenposten zum Eigenkapital dar, da das Eigenkapital durch das negative Konzernergebnis aufgebraucht ist und somit ein Überschuss der Passiv- über die Aktivposten vorliegt. Das negative Konzernergebnis resultiert nicht aus dem operativen Geschäft der Einzelgesellschaften - es liegt keine insolvenzrechtliche Überschuldungssituation vor, sondern ist allein auf Konsolidierungseffekte zurückzuführen. In Folge der sog. Kaufpreisbilanzierung wurden ein Geschäfts- oder Firmenwert und weitere immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert und über einen Zeitraum von 10-15 Jahren abgeschrieben. Lediglich die Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts und der weiteren aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände führt zu dem negativen Konzernergebnis sowie dem nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag. Neben dem Bankdarlehen wurde für die Finanzierung des damaligen Kaufpreises ein Gesellschafterdarlehen aufgenommen. Aufgrund der Strukturierung des Gesellschafterdarlehens wird dieses nicht im Eigenkapital, sondern unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. In der folgenden Übersicht wird eine Überleitung vom bilanziellen zum wirtschaftlichen Eigenkapital (vor Konsolidierungseffekten) dargestellt, welches die operative Leistungsfähigkeit der LAP Gruppe widerspiegelt. Für diese Zwecke werden die o.g. Konsolidierungseffekte eliminiert und das Gesellschafterdarlehen dem Eigenkapital hinzugerechnet.
Der Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen wurde für die gewährten Zuschüsse der Bezirksregierung Lüneburg und der Investitions- und Förderbank Niedersachsen GmbH - NBank gebildet. Der Posten wird entsprechend der Nutzungsdauer des bezuschussten Anlagevermögens aufgelöst. Die Rückstellungen erfassen mit TEUR 3.888 Pensionsrückstellungen, mit TEUR 2.020 Steuerrückstellungen sowie mit TEUR 4.593 sonstige Rückstellungen, die im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern enthalten. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich zum Ende des Geschäftsjahres 2022 auf TEUR 153.283 (Vj. TEUR 150.509). Hierin nahmen vor allem die Verbindlichkeiten aus dem "Shareholder Loan Agreement" aufgrund der kapitalisierten Zinsen um TEUR 2.086 zu. Zum 31. Dezember 2022 beträgt der Buchwert des Gesellschafterdarlehens inklusive aufgelaufener Zinsen TEUR 71.615 (Vj. TEUR 69.529). Das Gesellschafterdarlehen hat eine Restlaufzeit bis zum 25. Juli 2029. Darüber hinaus erhöhten sich aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens, insbesondere im 4. Quartal 2022, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Gegenläufig verringerten sich die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen aufgrund der Realisierung von Projekten insbesondere im 4. Quartal 2022. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten erhöhte sich aufgrund der höheren Anzahl der abzugrenzenden erhaltenen Vorauszahlungen auf Umsätze des Folgejahres. Die passiven latenten Steuern wurden im Wesentlichen im Rahmen der Kaufpreisallokation auf angesetzte immaterielle Vermögenswerte und Gebäude zum 1. Januar 2019 gebildet. Dies ist vor allem auf Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen der Handels- und Steuerbilanz zurückzuführen. 2.3.2 Cashflow
Insgesamt ergibt sich im Geschäftsjahr 2022 eine Erhöhung der Zahlungsmittel um TEUR 1.231 auf TEUR 16.903 (Vj. TEUR 15.672). Die aus der Endabrechnung des Geschäftsjahres 2021 im Geschäftsjahr 2022 erhaltenen Corona-Überbrückungshilfen wurden für Zwecke der Lageberichterstattung aufgrund ihres Charakters als Aufwandskompensation dem operativen Cashflow anstatt des Finanzierungsbereichs zugeordnet. Die Zahlungsmittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit betragen für das Geschäftsjahr 2022 TEUR 11.307 (Vj.TEUR 13.243). Positiv trugen zu dieser Entwicklung vor allem Mittelzuflüsse aus dem EBITDA von TEUR 17.284 sowie die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen Rückstellungen bei. Gegenläufig wirkten sich der Bestandsaufbau der Vorräte im Zusammenhang mit der Sicherstellung der Lieferfähigkeit sowie der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens, insbesondere im 4. Quartal 2022, und die Erhöhung des sonstigen Nettoumlaufvermögens aus. Letzteres resultiert aus Währungseffekten, die in den Bilanzpositionen Cashflow-neutral gestellt werden. Die Zahlungsmittelabflüsse aus Investitionstätigkeit von TEUR 7.582 im Geschäftsjahr 2022 beziehen sich auf aktivierte Eigenleistungen (TEUR 7.114) und Investitionen in das Sachanlagevermögen. Die Zahlungsmittelabflüsse aus Finanzierungstätigkeit betrugen im Geschäftsjahr 2022 TEUR 2.513. Aus gezahlten Zinsen resultierten Mittelabflüsse von TEUR 2.613. 2.3.3 Gesamtbeurteilung der Lage des Konzerns Gemäß unserer im Konzernlagebericht 2021 gegebenen Prognose erwarteten wir für das Geschäftsjahr 2022 ein Umsatzwachstum von 13 % und ein auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2021 liegendes operatives Ergebnis (EBITDA). Im Vergleich zu dem im Konzernlagebericht 2021 gegebenen Ausblick ist der Geschäftsverlauf im Jahr 2022 vor dem Hintergrund der zum Prognosezeitpunkt unbekannten Auswirkungen infolge des Krieges in der Ukraine und den damit verbundenen Sanktionen und der Lockdowns in China sowie der Kostenanstiege, insbesondere bei Personal, Beschaffung und Logistik, als insgesamt sehr positiv zu beurteilen. Im Geschäftsjahr 2022 lag das tatsächlich realisierte Umsatzwachstum der LAP Gruppe bei 10 % und damit wurde die Prognose für 2022 nahezu erreicht. Das prognostizierte EBITDA konnte im Geschäftsjahr 2022 aufgrund der Kostenanstiege und der Lockdowns in China nicht vollständig erzielt werden. 3 Prognosebericht 3.1 Erwartete Marktentwicklung Die Entwicklung der COVID-19-Pandemie ist nach wie vor von Volatilität und schnellen Veränderungen geprägt. Auch wenn die Einführung von Impfstoffen und Therapien dazu beigetragen hat, Todesfälle und Krankenhausaufenthalte einzudämmen, und die vorherrschende Virus-Variante (Omikron), die Anfang des Geschäftsjahres 2022 vorherrschte, weniger schwere Erkrankungen verursachte, bleibt eine gewisse Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung und dem Auftreten eventueller, neuer Varianten mit ungewissen Auswirkungen. So stellt die Pandemie immer noch eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite dar, und es ist ungewiss, wann sich ein endemischer Zustand einstellt. Neben den Herausforderungen durch COVID-19 beeinflussen weitere geopolitische und makroökonomische Risiken das Marktumfeld. So können sich Inflation, die Instabilität und Ungewissheit in der Ukraine und in den Lieferketten und daraus entstehende Folgen negativ auf die von LAP adressierten Märkte auswirken. Die Krankenhäuser sind neben den Folgen der Pandemie und des ohnehin bestehenden Personalmangels nun zusätzlich durch die gestiegenen Energiepreise gefordert. Dabei können sich Einschränkungen der verfügbaren Budgets im Gesundheitswesen, eventuell stattfindende Budgetverschiebungen und eine erhöhte Preissensitivität in den Märkten der einzelnen Geschäftsgebiete unterschiedlich auswirken. Ein möglicher Anstieg der Kundenverkaufspreise in der Medizintechnik aufgrund der hohen globalen Inflation, der gestiegenen Kosten in der Produktion, des Materials und der Lieferketten kann zu einer schwächeren Nachfrage führen. Um die Resilienz der Gesundheitssysteme zu stärken und zugleich die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern, ist für viele Gesundheitssysteme weltweit geplant, unter anderem die Prävention von Pandemien zu verbessern. Dies schließt größere Investitionen in die nationalen Gesundheitssysteme und das Vorantreiben von Innovation ein. Die positiven Auswirkungen auf relevante Marktsegmente innerhalb der Medizintechnik sowie bestimmte digitale Technologien (z. B. Telemedizin, künstliche Intelligenz und Big Data) könnten in den nächsten Geschäftsjahren anhalten. Nach wie vor ist es schließlich herausfordernd, die Auswirkungen von COVID-19 und der oben genannten geopolitischen und makroökonomischen Risiken auf unsere adressierten Märkte und eine entsprechende erwartete Marktentwicklung verlässlich einzuschätzen. Durch diese Unvorhersehbarkeiten können gewöhnliche und vergangene Entwicklungsmuster der LAP-Märkte nur bedingt für Prognosezwecke eingesetzt werden. Nichtsdestotrotz gehen wir davon aus, dass die zugrunde liegenden Trends intakt sind und bleiben werden. Für den Strahlentherapie-Markt erwarten wir, dass sich das Wachstum fortführen wird. Ungeachtet des makroökonomischen Gegenwinds und der globalen Herausforderungen in der Lieferkette gehen wir davon aus, dass Investitionen in der Onkologie wieder ansteigen werden. In den entwickelten Märkten werden diese Investitionen voraussichtlich durch die Kundennachfrage nach neuen Produkten und Dienstleistungen vorangetrieben, die die Einführung fortschrittlicher Therapien zur Krebsbehandlung und Lösungen ermöglichen. In den Entwicklungsmärkten werden die Investitionen durch den nach wie vor für viele Patienten unzureichenden Zugang zu grundlegenden onkologischen Geräten und Dienstleistungen gestützt. Auch für den Markt der industriellen Fertigung, insbesondere für die von LAP adressierten Industrien erwarten wir, dass sich das Wachstum im Geschäftsjahr 2023 fortsetzen wird. Die industrielle Fertigung steht vor großen Umwälzungen. Der Industriestandard 4.0 sowie die damit zunehmende Digitalisierung, Automatisierung und Vernetzung wird die industrielle Fertigung komplett verändern. Bei der Smarten Produktion sind alle Komponenten via IIoT miteinander vernetzt und tauschen Daten aus. Cyber-physische Systeme ermöglichen die Selbstorganisation und die Anpassung an veränderte Produktionsbedingungen und die Auftragslage im Unternehmen. Die Fertigung ist vollautomatisiert, wodurch menschliche Eingriffe wesentlich seltener notwendig sind. Die zukünftige Fokussierung in der Stahlindustrie auf hohe Qualität und bessere Effizienz in Verbindung mit hohem Druck, Energiekosten zu reduzieren und im Kontext der Digitalisierung unterstützen lassen höhere Investitionen im Bereich der messenden Systeme erwarten. Zusätzlich zu den oben beschriebenen adressierbaren Produktmärkten bietet der produktbezogene Servicemarkt nachhaltiges Wachstumspotenzial. Durch die beständig wachsende installierte Basis erwarten wir, dass sich das Service-Geschäft positiv entwickelt. 3.2 Erwartete Geschäftsentwicklung Die LAP Gruppe setzt auch weiterhin auf eine Wachstumsstrategie für die kommenden Jahre. Das Geschäftsjahr 2023 wird von signifikanten Investitionen in das Produktportfolio geprägt sein, welche die LAP Gruppe auf die Grundpfeiler für zukünftiges Wachstum stellen werden. Der Ausblick für die Business Unit Healthcare basiert primär auf den Annahmen, dass sich das Marktumfeld weiter kontinuierlich verbessert sowie Produktneuheiten einen positiven Beitrag auf die Geschäftsentwicklung leisten. Im Geschäftsjahr 2023 erwarten wir für die Business Unit Healthcare ein Umsatzwachstum von 11 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Business Unit Healthcare legt den Fokus neben dem Marktwachstum im Bereich der Lasersysteme vor allem auf den Ausbau der Umsätze mit Produkten im Bereich der Qualitätssicherung in der Strahlentherapie. Mit dem Produkt Thales 3D MR Scanner bietet die LAP Gruppe ein Messsystem für die Kommissionierung von Linearbeschleunigern mit kombinierter MR-Technologie an. Die Version 2 dieses Produktes, die Ende 2021 auf den Markt gebracht wurde, unterstützt nun auch konventionelle Linearbeschleuniger. Im Geschäftsjahr 2023 ist weiteres Umsatzwachstum mit diesem Produkt geplant, da sich die Marktchancen durch die Version 2 deutlich erhöht haben. Der Verkauf der Software RadCalc als Abonnement-Model in den USA wird weiter ausgebaut. Zusätzlich liegt im Geschäftsjahr 2023 ein starker Fokus auf den Märkten außerhalb der USA, in denen softwaregestützte Qualitätssicherung noch keine große Verbreitung hat. In der Business Unit Industry ergeben sich für die nächsten Jahre in den verschiedensten Industrien international sehr gute Ausbaumöglichkeiten, die mit der nötigen Nachhaltigkeit vertrieblich und technisch erschlossen werden. Im Geschäftsjahr 2023 erwarten wir für die Business Unit Industry ein Umsatzwachstum von 14 % im Vergleich zum Vorjahr. Der weltweite Ausbau der erneuerbaren Energien sichert in der Windindustrie in den kommenden Jahren weiteres Potenzial. Durch Luft- und Raumfahrtprojekte außerhalb der kommerziellen Luftfahrt im asiatischen Raum werden die europäischen Aktivitäten im Bereich Air-Taxi, Helikopter und Raumfahrt substanziell flankiert. Eine nachhaltigere Erholung in der kommerziellen Luftfahrt ist allerdings erst ab 2024 zu erwarten. Weitere Branchen wie die Holz- und Betonbranche bieten für die Business Unit neues Potenzial in den Regionen EMEA, USA, Canada und Australien. An die positive Entwicklung im Geschäftsjahr 2022 anknüpfend erwarten wir ein weiteres globales Wachstum in diesen Branchen. In der Stahlindustrie sind für 2023, mit einer guten Auftragslage zu Jahresbeginn, die Realisation neuer Projekte als Wachstumschance in APAC, Südamerika und den USA zu sehen. Durch neue vertriebliche Maßnahmen mit einer weiteren Digitalisierung des Verkaufsprozesses soll die Produktgruppe Linienlaser insbesondere in EMEA und den USA weiterwachsen. Das Geschäftsumfeld im chinesischen Markt wird aufgrund der Verstärkung der Wirtschaftsstrategie des "doppelten Kreislaufs" schwieriger. Als größte regulatorische Herausforderung betrachten wir die Vorzugsbehandlung lokaler Wettbewerber - eine Auswirkung von Autarkie-Tendenzen in China. Mit der Wirtschaftsstrategie der zwei Kreisläufe (Dual circulation) versucht die chinesische Regierung die Abhängigkeit von ausländischen Unternehmen zu verringern. Um weiterhin unsere Marktanteile in China zu sichern, werden wir unsere Geschäftsaktivitäten in der Business Unit Industry stärker lokalisieren. Dazu gehört die Investition in eine lokale Fertigung und ein Umbau unserer Lieferketten. LAP wird im kommenden Jahr das Servicegeschäft stärker ausbauen. Hierzu wurde bereits im Geschäftsjahr 2022 ein Projekt abgeschlossen mit dem Ziel, das Produktportfolio zu schärfen und auf die Bedürfnisse der Kunden zuzuschneiden. Ziel ist es, das Geschäft mit wiederkehrendem Umsatz zu steigern. LAP erwirtschaftet schon heute einen Serviceumsatz von über 10 % des Jahresumsatzes in beiden Business Units. 3.3 Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung Unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2023 basiert auf mehreren Annahmen. Dazu gehört die Erwartung, dass aktuelle und potenzielle zukünftige Maßnahmen, um die COVID-19-Pandemie unter Kontrolle zu halten, sich nicht negativ auf die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen auswirken. Bezüglich der Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine ist unterstellt, dass diese nicht zu wesentlichen Beeinträchtigungen unserer Geschäftstätigkeit führen. Von dieser Prognose sind zudem Belastungen aus rechtlichen, steuerlichen und regulatorischen Themen und Rahmenbedingungen ausgenommen. Unter diesen Voraussetzungen erwarten wir für das Geschäftsjahr 2023 ein Umsatzwachstum von 12 % im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 und ein bereinigtes operatives Ergebnis (adjusted EBITDA), welches um 9 % gegenüber dem Geschäftsjahres 2022 wächst. Die LAP Gruppe ist Wechselkurseinflüssen ausgesetzt, insbesondere im Zusammenhang mit dem US-Dollar und Schwellenländerwährungen wie dem chinesischen Yuan. Wir gehen davon aus, dass die Volatilität auf den weltweiten Devisenmärkten im Geschäftsjahr 2023 anhalten wird. LAP ist nach wie vor ein Netto-Exporteur aus der Eurozone in den Rest der Welt. Das heißt, dass absolut betrachtet ein schwacher Euro generell positiv und ein starker Euro in der Regel nachteilig für das Geschäft der LAP Gruppe ist. Zur Absicherung der Währungsrisiken in unserem Geschäft setzen wir derivative Finanzinstrumente ein. Wir erwarten, mit dieser Maßnahme die Effekte aus Wechselkursschwankungen auf die Erträge im Geschäftsjahr 2023 begrenzen zu können. Die tatsächliche Entwicklung der LAP Gruppe und deren Business Units kann aufgrund der im folgenden Kapitel beschriebenen Chancen und Risiken oder für den Fall, dass die Erwartungen und Annahmen nicht eintreten, sowohl positiv als auch negativ von unseren Prognosen abweichen. Nach dem heutigen Stand gehen wir von der Erreichbarkeit des für 2023 aufgestellten Budgets aus. 4 Chancen- und Risikobericht 4.1 Risikomanagement Unsere Risikopolitik entspricht dem Bestreben, nachhaltig zu wachsen und damit den Unternehmenswert zu steigern. Wesentlich dafür ist es, Risiken und Chancen angemessen zu steuern. Das unternehmensweite Risikomanagement ist daher ein integraler Bestandteil der Planung und Umsetzung der Geschäftsstrategien. Wir bedienen uns einer Reihe aufeinander abgestimmter Risikomanagement- und Kontrollsysteme. Diese sollen uns unterstützen, Entwicklungen, die den Fortbestand unseres Geschäfts gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen. Das größte Gewicht haben dabei unsere unternehmensweiten Prozesse für die strategische Unternehmensplanung und für das interne Berichtswesen. Die strategische Unternehmensplanung soll uns helfen, potenzielle Risiken lange vor wesentlichen Geschäftsentscheidungen abzuschätzen. Das interne Berichtswesen soll es uns ermöglichen, solche Risiken im Geschäftsverlauf genauer zu überwachen. Unser Risikomanagementsystem zielt auf eine frühzeitige Identifizierung, Bewertung und Steuerung von Risiken und Chancen ab, die das Erreichen der strategischen, operativen, finanziellen und Compliance- bezogenen Unternehmensziele in wesentlichem Maß beeinflussen können. 4.2 Risiken Im Folgenden werden die Risiken beschrieben, die erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftsziele, Vermögens-, Finanz- (einschließlich Auswirkungen auf Vermögenswerte, Schulden und Cashflows) und Ertragslage sowie die Reputation der LAP Gruppe haben können. Strategische Risiken Wirtschaftliche und politische Entwicklungen Die LAP Gruppe betreibt Vertriebsstätten in verschiedenen Ländern und vermarktet ihre Produkte, Dienstleistungen und Lösungen weltweit Aufgrund des internationalen Rahmens der Geschäftstätigkeit ist die LAP Gruppe einer Vielzahl von Risiken und Herausforderungen ausgesetzt, von denen manche außerhalb unseres Einflussbereichs liegen. Globale oder regionale wirtschaftliche, politische und geopolitische Instabilität sowie anhaltende Unsicherheiten und herausfordernde Bedingungen in manchen Märkten könnten erhebliche nachteilige geschäftliche Auswirkungen haben, einschließlich nicht nachhaltiger Geschäftsentwicklungen, erhöhtem Zeitaufwand für das Management oder geringerer Wettbewerbsfähigkeit. Der staatliche Protektionismus hat in den letzten Jahren aufgrund des politischen Umfeldes zugenommen. Wir könnten mit protektionistischer Handelspolitik und Handelsbarrieren wie Import- und Exportkontrollen, Zöllen und nicht abzugsfähigen Steuern auf ausländische Wertschöpfung konfrontiert sein. Protektionistische Handelspolitik und Änderungen im politischen und regulatorischen Umfeld in den Märkten könnten unser Geschäft in nationalen Märkten beeinträchtigen und sich negativ auf das Geschäft sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken. Zusätzlich könnten sie zu Strafen, anderen Sanktionen und Reputationsschäden führen. Die USA und China sind wichtige Märkte der LAP Gruppe und der Handelskonflikt zwischen den beiden Ländern könnte das dortige Geschäft belasten. Zusätzliche staatliche Einflüsse und Vorschriften in wichtigen Ländern, wie zum Beispiel Chinas Fünf-Jahres-Plan, könnten sich negativ auf unsere Entwicklung in diesen Ländern auswirken und zu einem Verlust von Marktanteilen führen. Weitere Risiken ergeben sich aus geopolitischen Spannungen (zum Beispiel in Zusammenhang mit Russland, Ukraine, China, Taiwan, Iran, Syrien und Nordkorea) und den Konflikten, die daraus entstehen könnten. Insbesondere der Krieg in der Ukraine und seine weitreichenden geopolitischen und makroökonomischen Folgen könnten sich weiterhin negativ auf unser Geschäft auswirken. Außerdem könnten wir aufgrund steigender Inflationsraten mit höheren Kosten für die Beschaffung von Materialien, Teilen und Komponenten konfrontiert werden. Es könnte sein, dass wir nicht in der Lage sind, unsere Produktions- und Kostenstruktur erfolgreich an die Veränderungen auf unseren Märkten anzupassen, was zu einer Erosion der Gewinnspanne führen könnte. Wenn wir den Marktanforderungen nicht gerecht werden, könnte die Nachfrage nach unseren Produkten zurückgehen und wir könnten Marktanteile an unsere Wettbewerber verlieren. Um diesen Risiken zu begegnen, werden laufend die weltweiten Entwicklungen und ihre Indikatoren beobachtet, um kritische Fälle zu identifizieren. Weitere Maßnahmen sind die Umsetzung von Produktivitätsmaßnahmen oder Preiserhöhungen. Wettbewerbsumfeld Die weltweiten Märkte für unsere Produkte, Lösungen und Dienstleistungen sind mit Blick auf Preisbildung, Produkt- und Servicequalität, Produktentwicklungs- und Produkteinführungszeiten, Kundenservice und Finanzierungsbedingungen hochgradig wettbewerbsintensiv. Auch die Marktnachfrage ist Veränderungen unterworfen, die zum Teil durch rasante und signifikante Änderungen infolge der Einführung innovativer und disruptiver Technologien bedingt sind. Neuer Wettbewerb in Form von Unternehmen aus dem Niedrigpreissegment oder aus Nischenmärkten sowie unabhängige Dienstleister oder Global Player, die ihr Geschäft mit neuen Portfolio-Elementen erweitern oder neue Geschäftsmodelle einführen wollen, könnten zu höherem Druck auf Preise oder zum Verlust von Marktanteilen führen. Zusätzlich existiert das Risiko, dass vor dem Hintergrund des rasanten technologischen Fortschritts neue, bisher branchenfremde Unternehmen in unsere Märkte vordringen. Wir begegnen diesem Risiko, indem wir sowohl die bestehenden Wettbewerber, bekannte potenzielle Wettbewerber sowie die Markteintrittsbarrieren laufend beobachten als auch unsere Strategien und Maßnahmen entsprechend adaptieren. Andere Maßnahmen umfassen strategische Initiativen, Vertriebsinitiativen sowie die Umsetzung von Produktivitätsmaßnahmen. Operative Risiken Cybersicherheit Wir beobachten eine weltweite kontinuierliche Zunahme von Bedrohungen der Cybersicherheit und ein höheres Maß an Professionalität in der Cyberkriminalität. Wir legen großen Wert auf die Cybersicherheit, um unsere Kunden und uns selbst vor Cyberangriffen zu schützen. Auch wenn wir Sicherheitsmaßnahmen implementiert haben, um unsere Hardware- und Softwareprodukte vor unbefugtem Zugriff zu schützen, sind diese Maßnahmen möglicherweise nicht ausreichend wirksam, um die Produkte zu sichern, zumal sich die Techniken, die zur Erlangung eines unbefugten Zugriffs oder zur Sabotage von Systemen eingesetzt werden, häufig ändern und im Allgemeinen erst erkannt werden, wenn sie gegen ein Ziel eingesetzt wurden. Neben unseren etablierten technischen und organisatorischen Kontrollen stärken wir kontinuierlich das Bewusstsein der Mitarbeiter, damit sie Angriffe frühzeitig erkennen und besser darauf reagieren können. Dies ist besonders wichtig, da die Zahl der Mitarbeiter, die mobil arbeiten, voraussichtlich auf einem hohen Niveau bleiben wird. Daher konzentrieren wir uns weiterhin auf die Erweiterung, Anpassung und Verbesserung der etablierten Sicherheitskontrollen im gesamten Unternehmen. Supply Chain Management (SCM) Wir kaufen Teile, Komponenten, Dienstleistungen und Materialien von Drittanbietern, Auftragsherstellern und Dienstleistern aus der ganzen Welt. Daher könnten wir dem Risiko von Verzögerungen und Unterbrechungen in der Lieferkette infolge globaler wirtschaftlicher und geopolitischer Dynamiken, extremer Ereignisse (einschließlich Pandemien), von Cyber-Vorfällen oder finanzieller Schwierigkeiten von Lieferanten ausgesetzt sein, insbesondere wenn es uns nicht gelingt, rechtzeitig oder überhaupt alternative Bezugsquellen oder Transportmöglichkeiten zu etablieren. Darüber hinaus sind wir auf die Versorgung mit bestimmten Ressourcen wie Rohstoffe und Energie angewiesen. Die weltweite Nachfrage, Verfügbarkeit und Preisgestaltung dieser Rohstoffe waren in letzter Zeit volatil, und wir gehen davon aus, dass sie auch in Zukunft schwanken werden. Änderungen in der Kundennachfrage und Marktschwankungen bei kritischen Teilen und Komponenten könnten zu Schwierigkeiten führen, unsere Qualitätsanforderungen zu erfüllen und gleichzeitig ausreichende Mengen zu wettbewerbsfähigen Marktpreisen einzukaufen. Verzögerungen, Einschränkungen, Engpässe oder Nichtverfügbarkeit von Lieferungen könnten zu unvorhergesehenen Preiserhöhungen führen und unsere Produktion der betroffenen Produkte einschränken, was wiederum unsere Gewinnspannen verringern oder unsere Leistung anderweitig beeinträchtigen könnte. Wenn wir nicht in der Lage sind, die gestiegenen Preise für bestimmte Materialien und Komponenten zu kompensieren, die Abhängigkeit von ihnen zu reduzieren oder geeignete Alternativen zu finden, könnte dies zu zusätzlichen Kosten führen und unsere Kundenbeziehungen beeinträchtigen. Einige der Komponenten, die in unseren Produkten enthalten sind, werden von einer begrenzten Gruppe von Lieferanten oder von einem einzigen Zulieferer bezogen. Zudem sind wir auch von eigenen Produktions- und Vertriebsstandorten abhängig. Wenn der Betrieb eines Zulieferers unterbrochen wird, wir einen kritischen Zulieferer verlieren oder wenn einer von ihnen die Leistungs- oder Qualitätsanforderungen nicht mehr erfüllt, müssen wir möglicherweise einen oder mehrere Ersatzlieferanten finden und qualifizieren. Ein solches Ereignis kann auch dazu führen, dass wir unsere Produkte umgestalten oder modifizieren müssen, um neue Teile einzubauen, und/oder dass wir eine Freigabe, Qualifizierung, Zertifizierung oder andere geltende behördliche Genehmigungen für diese Produkte einholen müssen. Derartige Ereignisse könnten die Kosten für das betroffene Produkt beträchtlich erhöhen und zu erheblichen Verzögerungen bei der Auslieferung unserer Produkte führen, was sich nachteilig auf unsere Finanz- und Ertragslage auswirken könnte. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, arbeiten wir eng mit zuverlässigen und kompetenten Lieferanten zusammen, um eine gleichbleibende Versorgung zu gewährleisten und Unterbrechungen in unserer Lieferkette zu minimieren. Zusätzlich halten wir gewisse Sicherheitsbestände vor und qualifizieren Zweitlieferanten für wesentliche Komponenten. Außerdem steuern wir die Beschaffung und Preisgestaltung durch Maßnahmen wie langfristige Verträge. Darüber hinaus beobachten wir aktiv die Preisentwicklung, um frühzeitig auf Marktveränderungen reagieren zu können. Produktentwicklung und -einführung Wir entwickeln, produzieren und vertreiben ein vielfältiges Portfolio an Produkten und Lösungen für ein breites Spektrum von Kunden. Unsere Produkte und Weiterentwicklungen durchlaufen oftmals lange Entwicklungszyklen. Deshalb müssen wir relevante Veränderungen im Markt, in der Technologie und bei den Kundenanforderungen möglichst genau und frühzeitig voraussehen. Die Einführung neuer Produkte und Technologien erfordert ein starkes Engagement in Forschung und Entwicklung. Es kann sein, dass wir mehr Zeit und Geld als erwartet aufwenden müssen, um neue Produkte oder Produktverbesserungen zu entwickeln und einzuführen, und dass wir möglicherweise nicht in der Lage sind, alle oder einen bedeutenden Teil unserer Investitionen zu amortisieren. Unsere Ertragslage könnte negativ beeinflusst werden, wenn wir in Technologien investieren, die nicht wie erwartet funktionieren oder integriert werden können oder die nicht die erwartete Marktakzeptanz finden. Gleiches gilt, wenn unsere Produkte und Lösungen, insbesondere im Vergleich zu unseren Wettbewerbern, nicht rechtzeitig am Markt oder zu den angestrebten Margen eingeführt werden können oder sogar obsolet werden. Dies könnte negative finanzielle Auswirkungen haben, wie zum Beispiel den möglichen Ausweis eines Wertminderungsaufwands. Außerdem könnten Fehler im Produktdesign oder operative Störungen in unserer Wertschöpfungskette zu Qualitätsproblemen sowie zu potenziellen Produkt-, Arbeitssicherheits-, regulatorischen sowie Umweltrisiken führen. Die Fehlerbehebung kann zu ungeplanten Kosten führen, gleichzeitig Garantie- oder Gewährleistungsansprüche zur Folge haben und darüber hinaus unsere Reputation nachteilig beeinflussen. Es kann sein, dass unsere Patente und andere Rechte an geistigem Eigentum nicht verhindern können, dass Wettbewerber selbst Produkte entwickeln und verkaufen, die den unseren gleichen oder ihnen sehr ähnlich sind. Wenn es uns nicht gelingt, unsere Rechte an geistigem Eigentum zu schützen und wirksam gegen Dritte durchzusetzen, könnten wir unsere Technologieführerschaft und Marktanteile verlieren, was zu negativen finanziellen Auswirkungen, Reputationsverlust oder Verlust von Kunden führen könnte. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, veranlassen und implementieren wir kontinuierlich Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung, zum Projektrisikomanagement und zur Schadensvermeidung, die dazu beitragen, bestehende Risiken zu mitigieren. Außerdem überwachen wir die Marktentwicklungen genau und stehen in regelmäßigem Austausch mit Kunden, um neue Anforderungen frühzeitig zu identifizieren und darauf zu reagieren. Wir melden laufend neue Patente an und pflegen aktiv unser Portfolio geistigen Eigentums, um unsere führende Technologieposition zu sichern. Im Rahmen der Neuentwicklung von Produkten oder Produktverbesserungen führen wir mit anwaltlicher Unterstützung Patent Recherchen durch, um Patentverletzungen von vornherein auszuschließen. Nichtsdestotrotz können wir eventuelle Patentverletzungsklagen unserer Wettbewerber nicht ausschließen. Patentverletzungsklagen könnten dazu führen, dass wir unsere Technologieführerschaft und Marktanteile verlieren, was zu negativen finanziellen Auswirkungen, Reputationsverlust oder Verlust von Kunden führen könnte. Aktuell wird versucht, eine etwaige Patentverletzung juristisch feststellen zu lassen. Die Geschäftsführung und Fachanwälte erachten einen Erfolg der gegnerischen Partei als nicht wahrscheinlich, so dass das Risiko hieraus entsprechend niedrig eingeschätzt wird. COVID-19-Pandemie Seit Beginn des Kalenderjahres 2020 sind wir von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie betroffen. Die nach wie vor dynamische Situation und ihre Konsequenzen sowie die unterschiedlichen Regelungen weltweit könnten uns dem Risiko verschiedener negativer Effekte auf unser Unternehmen aussetzen. Unter anderem könnten die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter beeinträchtigt werden. Lockdowns und daraus resultierende Unterbrechungen in der Lieferkette oder COVID-19-infektionen bei Mitarbeitern könnten unsere Produktion beeinträchtigen und in der Folge Lieferungen und Installationen bei Kunden unterbrechen. Es könnte auch zu Schwierigkeiten bei der Erfüllung von Serviceverträgen kommen. Außerdem könnte die erzwungene Einschränkung von Verkaufsaktivitäten zu negativen Auswirkungen bei der Akquisition von Aufträgen führen. Darüber hinaus könnten wir auch mit einer schwankenden oder rückläufigen Nachfrage nach bestimmten Produkten und Dienstleistungen oder mit Verzögerungen bei der zeitlichen Abwicklung von Aufträgen konfrontiert sein, was zu Schwankungen in unserer Ertragslage, einschließlich der Bestellungen, Umsätze, Margen und Cashflows, führen kann. Aufgrund der Unvorhersehbarkeit der Entwicklungen kann es zu zusätzlichen unvorhergesehenen Ausgaben kommen, die sich nachteilig auf unsere Finanzlage auswirken könnten. Wir haben eine Reihe von situationsbezogenen Maßnahmen eingeleitet, um dem Risiko zu begegnen und die Auswirkungen der Pandemie auf unser Geschäft zu reduzieren. Diese beinhalten unter anderem den Schutz unserer Mitarbeiter (beispielsweise durch mobiles Arbeiten, COVID-19-Tests und Impfungen). Wir beobachten die Lage kontinuierlich, einschließlich der Veränderungen von pandemiebezogenen Restriktionen, um neue Entwicklungen schnell zu erkennen, potenzielle Auswirkungen zu evaluieren, Risiken zu bewerten und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen. Finanzielle Risiken Marktpreisrisiken Wir unterliegen dem Einfluss von Wechselkursschwankungen, insbesondere zwischen dem US-Dollar und dem Euro. In Abhängigkeit von den Sicherungsaktivitäten der LAP Gruppe kann die Abwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro einen erheblich negativen Einfluss auf das Ergebnis haben. Eine Aufwertung des Euros könnte einen Einfluss auf unsere Wettbewerbsposition haben. Eine weitere, in Bezug auf einen Fremdwährungseffekt wesentliche Währung ist der chinesische Yuan. Zudem können zunehmende Wechselkursschwankungen zu einem erheblichen Volatilitätsrisiko bei Ertrag und Zahlungsmittelflüssen (Cashflow) führen. Ebenso sind wir Risiken aus Zinsschwankungen ausgesetzt. Wir versuchen, diese Risiken in erster Linie durch derivative Finanzinstrumente, wenn dies zweckmäßig ist, zu steuern und zu kontrollieren. Compliance Risiken Rechtliches und regulatorisches Umfeld Als ein weltweit tätiges und diversifiziertes Unternehmen sind wir unterschiedlichen, zunehmend komplexeren produkt- und länderbezogenen Regelungen, Gesetzen und Richtlinien ausgesetzt, die unsere Geschäftsaktivitäten und Prozesse beeinflussen. Eine Nichteinhaltung aktueller Vorgaben oder veränderte und neue regulatorische Anforderungen könnten zu behördlichen Strafzahlungen oder anderen Sanktionen, zur zeitweisen oder dauerhaften Schließung von Produktionsstätten, zu Ansprüchen von Dritten, Importbeschränkungen und negativer öffentlicher Aufmerksamkeit führen. Dies könnte unsere Lieferfähigkeit, die Markteinführung bestimmter Produkte oder Produktlebenszyklen beeinflussen und dadurch zu unvorhergesehenen Kosten führen und sich negativ auf unsere Finanzlage auswirken. Wir sind zur Einhaltung und Sicherstellung der Anforderungen verpflichtet, um die Produktsicherheit zu gewährleisten. Um den zuvor genannten Risiken entgegenzuwirken, überwachen wir das politische und regulatorische Umfeld in allen unseren Schlüsselmärkten, um mögliche Problembereiche zu antizipieren mit dem Ziel, möglichst schnell unsere Geschäftsaktivitäten und Prozesse an die veränderten Bedingungen anzupassen. Außerdem geben wir interne Regelungen und Vorgaben heraus, führen kontinuierlich Schulungs- und Kommunikationsprogramme sowie aufeinander abgestimmte Umsetzungen von Maßnahmen durch. Zusätzlich werden interne und externe Prüfungen im Hinblick auf die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften durchgeführt. Einhaltung von Gesetzen Im Zusammenhang mit unseren weltweiten Geschäftsaktivitäten müssen wir die Einhaltung von Karteil und Wettbewerbsrecht, Antikorruptionsgesetzen, Datenschutzvorschriften und sonstigen Gesetzen sicherstellen. Zur Einhaltung der Vorgaben haben wir Compliance- und Risikomanagementsysteme eingerichtet. Dennoch gibt es keine Garantie dafür, dass wir mit diesen Systemen sämtliche Risiken in jeder Jurisdiktion vermeiden können. Risiken bestehen dabei beispielsweise in Form von Datenschutzverletzungen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten unserer Mitarbeiter, Kunden, der Patienten unserer Kunden oder anderer Geschäftspartner. Es könnten auch Risiken im Zusammenhang mit Verstößen gegen andere Gesetze und Rechtsvorschriften bestehen, wie zum Beispiel Exportkontroll- und Embargobestimmungen. All diese Risiken könnten Gesetzesverletzungen mit schwerwiegenden Konsequenzen zur Folge und negative Auswirkungen auf unser Geschäft und unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Folglich begegnen wir diesen Risiken fortwährend mit zielgerichteten Maßnahmen. Den Rahmen dafür bildet unser Compliance-Management, das die Einhaltung von gesetzlichen Bestimmungen und unternehmensinternen Richtlinien sicherstellt. Es wird fortlaufend auf die jeweils geltenden Anforderungen hin überprüft und weiterentwickelt. Das Herzstück des Compliance-Managements bildet dabei der global geltende Verhaltenskodex, der sowohl für alle Mitarbeiter als auch Lieferanten und Vertriebspartner verbindlich ist. Er definiert die wesentlichen Prinzipien und Grundwerte, denen wir uns im Umgang mit Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten, der Gesellschaft und der Umwelt im Rahmen des unternehmerischen Handelns verpflichtet fühlen. Der Kodex umfasst die Beachtung von Recht und Gesetz im Allgemeinen und enthält Bestimmungen zum Verbot von Korruption und Bestechung sowie Grundsätze zum fairen Wettbewerb und Kartellrecht, zur Achtung der Grundrechte der Beschäftigten, ihrer Gesundheit und Sicherheit und weitere relevante Aspekte. Es ist essenziell, dass die Mitarbeiter die für sie geltenden rechtlichen Verpflichtungen kennen und einhalten. Um Verstößen gegen Compliance-Grundsätze vorzubeugen, nehmen unsere Mitarbeiter aus allen Geschäftsbereichen in regelmäßigen Abständen an Schulungen zu Compliance-Themen teil. Des Weiteren finden an allen Standorten der LAP Gruppe regelmäßige interne Compliance-Audits statt, die ein widerrechtliches Handeln aufdecken sollen. Zudem erfolgt eine jährliche Nachhaltigkeitsberichterstattung zur Begutachtung der Umwelt-, Sozial-, und Governance-Aspekte (kurz "ESG"). Diese ESG-Berichterstattung dient dazu, sowohl ESG-relevante Risiken als auch Verbesserungspotenziale zu identifizieren und anhand von Handlungsempfehlungen und eines Maßnahmenplans die ESG-Leistung der LAP Gruppe zu verbessern. Darüber hinaus werden wir durch unsere Geschäftspartner regelmäßig auf mögliche Compliance- Risiken überprüft. Zudem ermöglichen wir mit der Bereitstellung eines externen Hinweisgebersystems, dass interne und externe Hinweisgeber jederzeit den Verdacht von Regel- und Rechtsverstößen an den externen Compliance- Beauftragten der LAP Gruppe melden können. Ein nächster Schritt zur Steigerung der ESG Performance ist die Etablierung eines ESG Compliance Boards, welches sich aus Vertretern aller ESG-relevanten Unternehmensbereiche zusammensetzen wird. So können die ESG Themen im Unternehmen zukünftig zentral gesteuert und vorangetrieben werden. Durch diese Maßnahme bereitet sich LAP außerdem auf die Umsetzung der EU Corporate Sustainability Reporting Directive vor. Darüber hinaus wird das interne Schulungsangebot zu ESG Themen fortlaufend erweitert, um so verstärkt die ESG Bedeutung in die gesamte Organisation zu transportieren. 4.3 Gesamtbeurteilung der Risiken des Konzerns Die Reihenfolge der dargestellten Risiken in jeder der vier obigen Kategorien - strategische Risiken, operative Risiken, finanzielle Risiken und Compliance-Risiken - spiegelt die gegenwärtige Einschätzung des Risikomaßes wider. Die wesentlichsten Risiken, denen wir uns ausgesetzt sehen, sind Cybersicherheit und Supply Chain Management. Im Vergleich zum Vorjahr sind die wirtschaftlichen, politischen und geopolitischen Entwicklungen das wesentlichste Risiko. Darüber hinaus hat sich das Risiko Supply Chain Management aufgrund der Entwicklungen im Geschäftsjahr kontinuierlich erhöht, so dass es eines der wesentlichsten Risiken darstellt. Alle anderen oben genannten Risiken werden von uns als weniger hoch eingestuft als die drei wesentlichsten Risiken. Gegenwärtig haben wir keine Risiken identifiziert, die, allein oder in Kombination, die Fortführung unseres Geschäfts gefährden. 4.4 Chancen Im Folgenden werden die wesentlichen Chancen der LAP Gruppe beschrieben. Die beschriebenen Chancen sind nicht notwendigerweise die einzigen, die sich uns bieten. Des Weiteren ist unsere Einschätzung der Chancen Änderungen unterworfen, da sich das Unternehmen, unsere Märkte und Technologien kontinuierlich weiterentwickeln. Wachstumsfelder Wir investieren signifikant in Forschung und Entwicklung, um innovative Produkte, Lösungen und Dienstleistungen für die Kunden zu entwickeln. Damit bezweckt LAP gleichzeitig auch ihre Wettbewerbsfähigkeit zu untermauern. Wir gehen davon aus, die künftigen Bedürfnisse, die sich aus der globalen Entwicklung ergeben, erfüllen zu können. Zu diesen Entwicklungen gehören der demografische Wandel und das weltweite Bevölkerungswachstum, aber auch steigende Belastungen durch chronische Erkrankungen. Wir sind kontinuierlich bestrebt, in etablierten Märkten zu wachsen und zu expandieren, neue Märkte zu erschließen und unsere installierte Basis zu stärken, um einen höheren Marktanteil und eine verbesserte Profitabilität zu erzielen. Darüber hinaus wollen wir unser Produktportfolio weiterentwickeln und in angrenzende, wachstumsstarke Kundensegmente vordringen. Dies wird über verschiedene Maßnahmen erreicht, wie gezielte Produktentwicklung. Des Weiteren sehen wir Chancen, mit neuen und innovativen digitalen Produkten, Dienstleistungen und Lösungen zusätzliches Umsatzvolumen und Ergebnis zu generieren. Ferner könnten sich neue geschäftliche Chancen aus langfristigen Partnerschaften bieten. Effizienzsteigerungen Unser Ansatz für unsere interne digitale Transformation und die damit verbundenen Investitionen könnten unser Wachstum unterstützen, unsere Kostenposition verbessern und unsere Attraktivität als Arbeitgeber steigern. Durch die Nutzung unserer digitalen Kompetenzen, Infrastruktur, Tools und Daten könnten wir eine signifikante Steigerung unserer wirtschaftlichen Leistung über die gesamte Wertschöpfungskette des Unternehmens hinweg erzielen. Weitere Investitionen in Effizienzmaßnahmen könnten zu weiteren Verbesserungen unserer Prozesse und Kostenstrukturen führen. Die Evaluierung bestimmter interner Prozesse und Systeme kann uns helfen, Potenziale für Produktivität und operative Exzellenz zu erkennen. Wir realisieren dieses Potenzial durch Reduzierung der Komplexität bestehender Prozesse sowie durch deren Vereinheitlichung und Modernisierung. Die Lokalisierung bestimmter Aktivitäten in der Lieferkette wie Beschaffung, Produktion, Logistik, Wartung und Service, zum Beispiel in Schwellenländern wie China, könnte es uns ermöglichen, Kosten zu senken und unsere globale Wettbewerbsposition zu stärken. Zusammenschlüsse, Akquisitionen, Beteiligungen und Partnerschaften Wir beobachten kontinuierlich unsere gegenwärtigen und potenziellen Märkte im Hinblick auf Chancen für strategische Zusammenschlüsse, Akquisitionen, Beteiligungen und Partnerschaften, mit denen wir unser organisches Wachstum ergänzen können. Derartige Aktivitäten können uns dabei unterstützen, unsere Position in unseren derzeitigen Märkten zu stärken, neue oder unterversorgte Märkte zu erschließen oder unser Technologieportfolio in strategischen Bereichen zu ergänzen.
Lüneburg, 31. März 2023 Thomas Simmerer Jens Gauthier Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20221 Allgemeine Angaben zum Konzern Die LAP Group Holding GmbH, Lüneburg, (kurz "LAP Holding") (Amtsgericht Lüneburg, HRB 208928) ist gemäß § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Der Konzernabschluss wurde unter Beachtung der Vorschriften des HGB und des GmbHG erstellt. Der Konzernabschluss wird in EURO (€) aufgestellt. 2 Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss wurden gemäß § 294 Abs. 1 HGB die LAP Holding als Mutterunternehmen sowie vier (Vj. fünf) inländische und sechs ausländische Tochterunternehmen einbezogen. Neben dem Mutterunternehmen, der LAP Holding, umfasst der Konsolidierungskreis die folgenden Unternehmen, an denen die LAP Holding direkt oder indirekt jeweils 100 % des Kapitalanteils hält:
Die am 14. Dezember 2017 in Florida gegründete LAP U.S., LLC wird nach § 296 Abs. 2 HGB aus Wesentlichkeitsgründen unverändert nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Im Geschäftsjahr 2022 ergaben sich folgende Änderungen des Konsolidierungskreises: Mit Wirkung zum 1. Januar 2022 wurde die im Vorjahr in den Konzernabschluss einbezogene LAP MLC Sales GmbH, Schwarzenbruck, auf die LAP Sued GmbH verschmolzen. Die LAP Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH, die L A P GMBH LASER APPLIKATIONEN und die LAP Measurement Technology GmbH machen von den Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB HGB (Inanspruchnahme von Erleichterungen bei der Aufstellung, Prüfung und Offenlegung von Jahresabschlüssen) Gebrauch. 3 Konsolidierungsgrundsätze 3.1 Allgemeines Der Konzernabschluss wird nach § 299 Abs. 1 HGB auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens LAP Holding zum 31. Dezember 2022 aufgestellt, der mit dem Bilanzstichtag aller einbezogenen Unternehmen übereinstimmt. Der Grundsatz der Stetigkeit der Konsolidierungsmethoden und der Währungsumrechnung wird beachtet. 3.2 Kapitalkonsolidierung Nach § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB erfolgte die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode zum 1. Januar 2019. Hierbei wurde der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochtergesellschaften verrechnet. Das Eigenkapital wurde dabei entsprechend der Neubewertungsmethode mit dem Betrag angesetzt, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entsprach, der diesen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt 1. Januar 2019 beizulegen war. Rückstellungen waren nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3 und Abs. 2 HGB und latente Steuern nach § 274 Abs. 2 HGB zu bewerten. Die Verrechnung erfolgte gemäß § 301 Abs. 2 HGB zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Aus der Erstkonsolidierung ergab sich ein Zugang zu den Geschäfts- oder Firmenwerten in Höhe von TEUR 97.498. Die Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung werden über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Die Folgekonsolidierung - und damit auch die Konsolidierung zum 31. Dezember 2022 - erfasst den Konzernanteil der nach dem Stichtag der Erstkonsolidierung erwirtschafteten Ergebnisse der Konzerngesellschaften im Konzernergebnis. 3.3 Schuldenkonsolidierung Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften werden nach § 303 Abs. 1 HGB verrechnet. Währungsbedingte Aufrechnungsdifferenzen wurden grundsätzlich ergebnisneutral in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" eingestellt. 3.4 Zwischenergebniseliminierung Aus den in den Konzernabschluss zu übernehmenden Gegenständen des Anlagevermögens und des Vorratsvermögens, die ganz oder teilweise aus Lieferungen und Leistungen zwischen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beruhen, werden nach § 304 Abs. 1 HGB diejenigen Zwischenergebnisse eliminiert, die die Konzernanschaffungskosten bzw. die Konzernherstellungskosten übersteigen. Die vor dem 31. Dezember 2022 zwischen den Unternehmen der LAP Gruppe gelieferten Gegenstände des Anlage- sowie des Vorratsvermögens werden zu fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten der Landesgesellschaft bilanziert. 3.5 Aufwands- und Ertragskonsolidierung Innenumsätze zwischen den konsolidierten Unternehmen werden nach § 305 Abs. 1 Nr. 1 HGB mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet. Sonstige Erträge und Zinsen werden gemäß § 305 Abs. 1 Nr. 2 HGB mit den entsprechenden Aufwendungen beim Empfänger der Leistungen verrechnet. 3.6 Währungsumrechnung Die Aktiv- und Passivposten der auf fremde Währung lautenden Bilanzen der ausländischen Gesellschaften werden mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs in Euro umzurechnen ist, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zum Jahresdurchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die Währungsunterschiede, die sich durch die Umrechnung der Vermögens-, Kapital- und Schuldposten der auf fremde Währung lautenden Abschlüsse von voll einbezogenen Konzerngesellschaften sowie Währungsunterschiede, die sich aus der historischen Umrechnung des Eigenkapitals von in fremder Währung geführten Gesellschaften ergeben, werden erfolgsneutral der "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" zugeordnet. 4 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 4.1 Bewertungsgrundsätze Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Gesellschaften wurden die nach landesrechtlichen Vorschriften aufgestellten Jahresabschlüsse der Konsolidierung zu Grunde gelegt. Die Jahresabschlüsse der ausländischen und inländischen Konzernunternehmen wurden, soweit dies erforderlich war, im Rahmen der Konsolidierung an die konzerneinheitlichen Bilanzierungsgrundsätze angepasst. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Konzernabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 4.2 Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Herstellungskosten, den produktionsbezogenen Vollkosten, die zum Zeitpunkt der Erfüllung der Ansatzvoraussetzungen entstanden sind, angesetzt. Sie sind klar von vorgelagerten Forschungskosten abzugrenzen, die bei der Suche nach neuen wissenschaftlichen oder technischen Erkenntnissen anfallen. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungsdauer beträgt für den Kundenstamm 15 Jahre, für den Geschäfts- oder Firmenwert 10 Jahre und für selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte 5-7 Jahre. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Soweit ihre Nutzung zeitlich begrenzt ist, sind die Anschaffungskosten um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibung von Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung erfolgt grundsätzlich nach der linearen Methode. Die Abschreibungsdauer beträgt bei Gebäuden i.d.R. 50 Jahre, bei technischen Anlagen 5-15 Jahre, bei Werkzeugen 2-3 Jahre sowie bei Betriebs- und Geschäftsausstattung 2-15 Jahre. 4.3 Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Erzeugnisse und Leistungen, fertige Erzeugnisse und Handelswaren sind zu Konzernanschaffungs- oder Konzernherstellungskosten bewertet. Das strenge Niederstwert- prinzip wird beachtet. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch entsprechende Abwertungen berücksichtigt. 4.4 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips und des Grundsatzes der Einzelbewertung höchstens mit dem Nennbetrag angesetzt. Alle erkennbaren Risiken werden durch entsprechende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das verbleibende allgemeine Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung abgedeckt. 4.5 Rechnungsabgrenzungsposten Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben periodengerecht abgegrenzt, die Aufwendungen für die Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen periodengerecht abgegrenzt, die Erträge für die Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. 4.6 Sonderposten für Zuwendungen Unter dem Sonderposten für Zuwendungen werden erhaltene Investitionszuschüsse der Bezirksregierung Lüneburg und der Investitions- und Förderbank Niedersachsen GmbH - NBank in 2010 mit ihrem Nominalbetrag passiviert und über die Laufzeit des jeweiligen geförderten Vermögensgegenstandes des Anlagevermögens aufgelöst. 4.7 Pensionsrückstellungen Die Pensionsverpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Heubeck-Richttafeln 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 2,0 % bei den Renten ausgegangen. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei der Abzinsung pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Der Rechnungszinssatz basiert entsprechend § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB auf dem von der Deutsche Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre und beträgt zum Abschlussstichtag 1,79 % bei der L A P GMBH LASER APPLIKATIONEN und der LAP Measurement Technology GmbH bzw. 1,78 % bei der LAP Sued GmbH. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2022 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre eine Verminderung der Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 227 (Vj. TEUR 364) (Unterschiedsbetrag). Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind, sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen (Deckungsvermögen), werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet. Das Deckungsvermögen ist zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherungen) entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB und besteht aus dem so genannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines gegebenenfalls vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (so genannte unwiderrufliche Überschussbeteiligung). 4.8 Steuer- und sonstige Rückstellungen Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. 4.9 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind mit dem Nennwert angesetzt. 4.10 Latente Steuern Latente Steueransprüche und -schulden werden für temporäre Differenzen zwischen der Steuerbasis der Vermögenswerte und Schulden und ihren Buchwerten im HGB-Abschluss angesetzt. Latente Steueransprüche und -schulden werden unter Anwendung der Steuersätze und der Gesetze bewertet, die am Bilanzstichtag in den jeweiligen Ländern gelten. 4.11 Währungsumrechnung Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Konzernabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit zum Bilanzstichtag größer einem Jahr erfolgt die Bewertung zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederst- wertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite. 4.12 Derivative Finanzinstrumente Alle derivativen Finanzinstrumente, die zu Sicherungszwecken eingesetzt werden, werden mit den abgesicherten Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Bewertungseinheiten werden nach der Einfrierungsmethode bilanziert. Devisentermingeschäfte werden grundsätzlich vollständig zur Bewertungseinheit designiert. In diesem Fall werden bei der Bildung von Bewertungseinheiten die Wertänderungen aus den Grundgeschäften und aus der Kassakomponente der Devisentermingeschäfte einander gegenübergestellt. Die unrealisierten Gewinne und Verluste aus dem effektiven Teil gleichen sich vollständig aus und werden weder bilanziell noch ergebniswirksam erfasst. 4.13 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Als Steuern vom Einkommen und Ertrag werden die in den einzelnen Ländern erhobenen Steuern auf den steuerpflichtigen Gewinn ausgewiesen. 5 Erläuterungen zur Konzernbilanz 5.1 Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zu diesem Anhang (Anlagenspiegel) dargestellt. Im Geschäftsjahr 2022 sind insgesamt TEUR 8.715 (Vj. TEUR 5.149) an Forschungs- und Entwicklungskosten angefallen, von denen TEUR 7.114 (Vj. TEUR 3.807) auf die aktivierten, selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens entfallen. Darüber hinaus wurden nicht erfasste Entwicklungsleistungen des Vorjahres von TEUR 127 (Vj. TEUR 171) nachaktiviert. Im Rahmen der Erstkonsolidierung zum 1. Januar 2019 wurden selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 9.318 infolge der Kaufpreisallokation entgeltlich erworben. Der Ausweis erfolgt unter den entsprechenden Bilanzposten. Zum Bilanzstichtag beträgt der Restbuchwert dieser entgeltlich erworbenen Vermögensgegenstände TEUR 3.281 (Vj. TEUR 4.251). Weiterhin wurden im Rahmen der Erstkonsolidierung zum 1. Januar 2019 bisher nicht aktivierte immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 58.704 bilanziert, die im Zuge der Kaufpreisallokation als entgeltlich erworben auszuweisen sind. Der Ausweis erfolgt unter den entsprechenden Bilanzposten. Zum Bilanzstichtag beträgt der Restbuchwert dieser entgeltlich erworbenen Vermögensgegenstände TEUR 39.754 (Vj. TEUR 43.135). 5.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Unter den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von TEUR 378 mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Vj. TEUR 24) ausgewiesen. Diese sind im Wesentlichen auf Sicherungseinbehalte bei der chinesischen Vertriebsgesellschaft zurückzuführen. 5.3 Flüssige Mittel Der Posten enthält den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. 5.4 Eigenkapital Auf der Aktivseite wird zum 31. Dezember 2022 erstmalig der Posten "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" von TEUR 2.645 ausgewiesen. Der Posten stellt einen rechnerischen Gegenposten zum Eigenkapital dar, da das Eigenkapital durch das negative Konzernergebnis aufgebraucht ist und somit ein Überschuss der Passiv- über die Aktivposten vorliegt. Das negative Konzerneigenkapital resultiert nicht aus dem operativen Geschäft der Einzelgesellschaften - es liegt keine insolvenzrechtliche Überschuldungssituation vor, sondern diese ist allein auf Konsolidierungseffekte zurückzuführen. In Folge der sog. Kaufpreisbilanzierung wurden zum 1. Januar 2019 Geschäfts- oder Firmenwerte und weitere immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert und über 10 Jahre bzw. 15 Jahre abgeschrieben. Lediglich die Abschreibungen der Geschäfts- oder Firmenwerte und der weiteren aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände führt zu dem negativen Konzerneigenkapital. Neben einem Bankdarlehen wurde für die Finanzierung des damaligen Kaufpreises ein Gesellschafterdarlehen aufgenommen. Aufgrund der Strukturierung des Gesellschafterdarlehens wird dieses nicht im Eigenkapital, sondern unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. In der folgenden Übersicht wird eine Überleitung vom bilanziellen zum wirtschaftlichen Eigenkapital vor Konsolidierungseffekten dargestellt, welches die operative Leistungsfähigkeit der LAP Gruppe widerspiegelt. Für diese Zwecke werden die o.g. Konsolidierungseffekte eliminiert und das Gesellschafterdarlehen dem wirtschaftlichen Eigenkapital hinzugerechnet.
5.5 Einlagen stiller Gesellschafter Im Rahmen der Mitarbeiterkapitalbeteiligung werden berechtigte Mitarbeiter (typische) stille Gesellschafter (§ 230 ff. HGB) am jeweiligen Unternehmen. Es werden keine Anteile an der Gesellschaft erworben. Berechtigt zur Teilnahme an der Mitarbeiterkapitalbeteiligung sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesellschaften der LAP Gruppe, die zum Zeitpunkt des Beteiligungsangebots vom 1. November 2022 mindestens seit einem Jahr sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren. Der Ausweis des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms erfolgt nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften im Eigenkapital bzw. in den sonstigen Verbindlichkeiten. Die Gesamtsumme der im Eigenkapital ausgewiesenen Mitarbeiterbeteiligungen an den Gesellschaften der LAP Gruppe beträgt TEUR 387 (Vj. TEUR 288) bzw. TEUR 33 (Vj. TEUR 35), die in den sonstigen Verbindlichkeiten bilanziert werden. Die Einlagen stiller Gesellschafter betreffen Leistungen in das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm, die handelsrechtlich als Eigenkapital zu qualifizieren sind. 5.6 Pensionsrückstellungen Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB ergeben sich folgende Angaben zur Verrechnung mit dem Deckungsvermögen:
5.7 Sonstige Rückstellungen LAP ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit Rechtsstreitigkeiten konfrontiert. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt erwartet LAP aus diesen Rechtsstreitigkeiten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. 5.8 Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus der folgenden Übersicht:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen einen Konsortialkreditvertrag über TEUR 75.000, welcher mit Wirkung zum 25. Juli 2019 im Rahmen des Erwerbs der LAP Gruppe abgeschlossen wurde. Das Darlehen ist endfällig in 2026 zu tilgen und hat somit eine Restlaufzeit von mehr als einem und bis zu fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind vollständig durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte (u.a. Abtretung von Intellectual Property-Rechten und Geschäftsanteilen) gesichert. Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Ebenfalls mit Wirkung zum 25. Juli 2019 hat die LAP Holding mit der Alphafour International S.à.r.l., Luxemburg, ein "Shareholder Loan Agreement" über TEUR 64.726 geschlossen. Das Gesellschafterdarlehen hat eine Laufzeit bis zum 25. Juli 2029 und wird mit 3 % p.a. verzinst. Das Darlehen und die daraus resultierenden Zinsen sind endfällig zu tilgen. 5.9 Latente Steuern Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen im Konzernabschluss und den steuerrechtlichen Wertansätzen von erworbenen und selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen, Sachanlagen, Vorräten, Forderungen und Pensionsrückstellungen im jeweiligen landesrechtlichen Jahresabschluss ermittelt. Latente Steueransprüche und -schulden werden unter Anwendung länderspezifischer Steuersätze ermittelt. Insgesamt entsprechen diese einem durchschnittlichen Konzernsteuersatz von ca. 30 %. Des Weiteren wurden latente Steuern auf Konsolidierungsbuchungen entsprechend § 306 HGB gebildet. Aktive und passive latente Steuern wurden ohne Inanspruchnahme des Saldierungswahlrechts als Aktiva bzw. als Passiva ausgewiesen. Die aktiven latenten Steuern nahmen im Geschäftsjahr um TEUR 101 auf TEUR 627 (Vj. TEUR 728) ab und setzen sich wie folgt zusammen:
Die passiven latenten Steuern verringerten sich um TEUR 22 auf TEUR 19.908 (Vj. TEUR 19.930) und setzen sich wie folgt zusammen:
6 Erläuterungen zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung 6.1 Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt auf die Tätigkeitsbereiche:
Die Umsatzerlöse setzten sich nach Regionen wie folgt zusammen:
6.2 Sonstige betriebliche Erträge Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 221 (Vj. TEUR 310) ausgewiesen. Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge für nachgeholte im Vorjahr nicht aktivierte Entwicklungskosten, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 5.595 (Vj. TEUR 4.582) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten mit TEUR 366 (Vj. TEUR 730) Erträge aus der Endabrechnung von erhaltenen Zuwendungen aus dem Bundesprogramm "Corona-Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen" im Jahr 2021. Dieser Sachverhalt ist als außergewöhnlich zu deklarieren. 6.3 Personalaufwand Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 294 (Vj. TEUR 698) enthalten. 6.4 Sonstige betriebliche Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 109 (Vj. TEUR 73) insbesondere für Forderungsverluste sowie aus der Heraufsetzung von Pauschalwertberichtigungen ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 4.668 (Vj. TEUR 1.807). 6.5 Finanzergebnis Die Zinsaufwendungen beinhalten in Höhe von TEUR 124 (Vj. TEUR 84) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen. 6.6 Steuern Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten Erträge aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 249 (Vj. Aufwendungen TEUR 2.526). 7 Sonstige Angaben 7.1 Haftungsverhältnisse Die L A P GMBH LASER APPLIKATIONEN gibt Garantien auf ihre Produkte und ist somit Gewährleistungsrisiken ausgesetzt. Sofern eine Zahlungsverpflichtung aus den abgegebenen Garantien erwartet wird, werden entsprechende Rückstellungen gebildet. 7.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Unternehmen der LAP Gruppe haben im Wesentlichen Miet- und Leasingvereinbarungen für Büroräume und Pkw. Die monatlichen Raten werden als sonstiger betrieblicher Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Aus bestehenden Verträgen haben die Gesellschaften der LAP Gruppe die folgenden Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen:
Die LAP Gruppe hat sich im Wesentlichen zur Abnahme von elektronischen und optoelektronischen Komponenten gegenüber Lieferanten verpflichtet. Aus bestehenden Rahmenverträgen hat die LAP Gruppe Verpflichtungen in Höhe von TEUR 4.991 (Vj. TEUR 6.547), die sich auf einen Zeitraum bis Ende 2023 erstrecken. 7.3 Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente werden, sofern die Voraussetzungen dafür erfüllt sind und die Entscheidung für die Ausübung des Wahlrechts getroffen wurde, mit den abgesicherten Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Zum Bilanzstichtag bestehen Portfolio-Hedge-Vereinbarungen, so dass hierdurch Risiken mehrerer, hinsichtlich Laufzeit, Art und Risikofaktor, gleichartiger Grundgeschäfte durch ein oder mehrere Sicherungsinstrumente abgedeckt werden. Diese Portfolio-Hedges sind überwiegend antizipativ ausgestaltet, da die Grundgeschäfte noch nicht abgeschlossene Rechtsgeschäfte, sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit vorgesehene Transaktionen darstellen. Die Bildung von Bewertungseinheiten erfolgt auf Basis der Critical-Terms-Match-Methode. Die Gesellschaft hat im Dezember 2022 verschiedene Devisentermingeschäfte über den Verkauf von insgesamt TUSD 10.200 sowie insgesamt TCNH 24.000 mit jeweiligen Laufzeiten von Januar bis Dezember 2023 zu einem festen Terminkurs abgeschlossen. Hierdurch werden zukünftige Fremdwährungsdifferenzen durch die mit dem jeweils kalkulierten Terminkurs abgeschlossenen Sicherungsgeschäften ausgeglichen. Der Marktwert zum 31. Dezember 2022 beträgt TEUR + 612. Die Bewertung erfolgt durch Abzinsung von Zahlungsströmen unter Berücksichtigung marktgerechter Zinsstrukturkurven. 7.4 Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2022 beschäftigte die LAP Gruppe im Durchschnitt folgende Mitarbeiter:
7.5 Ergänzende Angaben zum Eigenkapitalspiegel Zum Bilanzstichtag stehen beim Mutterunternehmen LAP Holding unter Verwendung der frei verfügbaren Kapitalrücklage insgesamt TEUR 40.097 zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung. 7.6 Ergänzende Angaben zur Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds beinhaltet Kassenbestände und Bankguthaben in Höhe von TEUR 16.903 (Vj. TEUR 15.672). Die Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von stillen Gesellschaftern erfolgte durch Verrechnung mit den Löhnen und Gehältern im Wege des verkürzten Zahlungsweges. 7.7 Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Verlustvortrag und den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022 der LAP Holding auf Einzelgesellschaftsebene auf neue Rechnung vorzutragen. 7.8 Geschäftsführung Zu Geschäftsführern der LAP Holding sind bestellt: Thomas Simmerer, CEO, Oberursel Jens Gauthier, Managing Director Healthcare Business, Reppenstedt 7.9 Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Angabe zu den Bezügen der Geschäftsführung unterbleibt gem. § 286 Abs. 4 HGB. 7.10 Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer nach § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB erfasst mit TEUR 82 Abschlussprüfungsleistungen sowie mit TEUR 15 übrige Bestätigungsleistungen. 8 Nachtragsbericht Seit dem 31. Dezember 2022 sind keine Geschäftsvorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der LAP Gruppe zu erwarten ist.
Lüneburg, den 31. März 2023 Thomas Simmerer Jens Gauthier Entwicklung des Konzernanlagevermögens der LAP Group Holding GmbH, Lüneburg, im Geschäftsjahr 2022
Konzernkapitalflussrechnung der LAP Group Holding GmbH, Lüneburg, für das Geschäftsjahr 2022
Konzerneigenkapitalspiegel der LAP Group Holding GmbH, Lüneburg, im Geschäftsjahr 2022
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die LAP Group Holding GmbH, Lüneburg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der LAP Group Holding GmbH, Lüneburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der LAP Group Holding GmbH, Lüneburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 31. März 2023 Ebner
Stolz GmbH & Co. KG
Julian Breidthardt, Wirtschaftsprüfer Jürgen Richter, Wirtschaftsprüfer Billigung des KonzernabschlussesDer Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 2. Mai 2023 gebilligt. |
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