TTAMBS Verwaltungs-GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Oliver Schepers seit 20.12.2022 | Geschäftsführer |
Matthias Koch seit 7.1.2022 | Prokura |
Jasmin Rosenkranz seit 7.1.2022 | Prokura |
Ralf Ulrich Keller seit 21.11.2018 | Geschäftsführer |
Thomas Dipl. Wirtschaftsingenieur Schneider seit 21.11.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Popken Fashion Group GmbH & Co. KGRastedeKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
PASSIVA
Konzerngewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022A. Allgemeine Angaben Der Konzernabschluss der Popken Fashion Group GmbH & Co. KG wurde entsprechend den Konzernrechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs nach den §§ 290 ff. HGB aufgestellt und gibt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zutreffend wieder. Der Konzernabschluss besteht aus der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzernanhang, der Konzernkapitalflussrechnung und dem Konzerneigenkapitalspiegel. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Angaben, die wahlweise in der Konzernbilanz, in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder im Konzernanhang gemacht werden können, sind insgesamt im Konzernanhang aufgeführt. 1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
B. Konsolidierungskreis 1. Angaben zu allen Konzernunternehmen In den Konzernabschluss wurden neben der Popken Fashion Group GmbH & Co. KG 10 inländische und 11 ausländische Unternehmen konsolidiert. Es ergaben sich keine Änderungen des Konsolidierungskreises. Aufstellung des Anteilsbesitzes des Konzerns gemäß § 313 HGB:
C. Konsolidierungsgrundsätze Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse der in- und ausländischen Tochter- und Gemeinschaftsunternehmen wurden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der Popken Fashion Group GmbH & Co. KG geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. 1. Angaben zum Konsolidierungsstichtag Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens aufgestellt. Der Bilanzstichtag der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember 2022. 2. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung für nach dem 31. Dezember 2009 erstmals vollkonsolidierten Tochterunternehmen wird gemäß § 301 Abs. 1 HGB sowie unter Beachtung des DRS 4 nach der Neubewertungsmethode durchgeführt. Für vor dem 1. Januar 2010 erfolgte Erwerbe wird die Buchwertmethode beibehalten. 3. Zeitpunkt der Erstkonsolidierung Zeitpunkt der Verrechnung des konsolidierungspflichtigen Kapitals i.S.d. § 301 Abs. 2 HGB ist grundsätzlich der Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss. 4. Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung entstandene aktive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- und Firmenwert unter den Immateriellen Vermögensgegenständen aktiviert und innerhalb der erwirtschafteten Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Die als Firmenwert aktivierten Unterschiedsbeträge aus der Konsolidierung sind bereits in Vorjahren vollständig abgeschrieben worden. Passive Unterschiedsbeträge, die aufgrund der Kapitalkonsolidierung entstanden sind, sind ebenfalls in Vorjahren vollständig ergebniswirksam aufgelöst worden. 5. Schuldenkonsolidierung Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden eliminiert. Bei den Pflichtangaben zu Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind die Positionen gegenüber einbezogenen Unternehmen eliminiert. D. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Bilanzierungs-und Bewertungsgrundsätze Die für den Konzernabschluss geltenden Vorschriften des § 298 HGB wurden beachtet. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert: Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Auf die Warenbestände wurden Teilwertabschläge für noch anfallende Verkaufskosten und zu erwartende Preisabschriften vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Das Kommanditkapital wurde zum Nennbetrag angesetzt. Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten wurden gemäß § 253 Abs. 1 HGB zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Fremdwährungen wurden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt. 2. Währungsumrechnung Die Jahresabschlüsse der einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen sind, mit Ausnahme des konsolidierungspflichtigen Kapitals, nach der Stichtagsmethode unter Anwendung des Devisenkassamittelkurses des Bilanzstichtages umgerechnet; die Umrechnung des konsolidierungspflichtigen Kapitals erfolgte mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Anschaffung. Die aus der Währungsumrechnung resultierenden Währungsdifferenzen sind bei den jeweiligen Bilanzposten berücksichtigt. E. Erläuterungen zur Konzernbilanz 1. Bruttoanlagenspiegel Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachstehenden Anlagenspiegel dargestellt: Konzernanlagenspiegel
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände des Geschäftsjahres und des Vorjahres haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 3. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
4. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind dem nachstehenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 5.436 (Vj.: TEUR 6.027) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 513 (Vj.: TEUR 308) enthalten. 5. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen Neben den in der Konzernbilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen.
F. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse im Konzern gliedern sich wie folgt:
2. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 357 (Vj.: TEUR 1.149) und aus abgeschriebenen Forderungen in Höhe von TEUR 19 (Vj.: TEUR 16) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen aus Anlagenabgängen in Höhe von TEUR 838 (Vj.: TEUR 1.173) enthalten. 3. Außergewöhnliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außergewöhnliche Erträge in Höhe von TEUR 313 aus staatlichen Corona-Hilfen sowie TEUR 704 aus pandemiebedingten Mietanpassungen enthalten. 4. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung In dem Posten Soziale Abgaben sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 149 (Vj.: TEUR 42) enthalten. 5. Aufwendungen und Erträge aus Währungsumrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 2.055 enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 2.244 enthalten. G. Sonstige Angaben 1. Derivative Finanzinstrumente Zum Bilanzstichtag bestanden folgende derivative Finanzpositionen zur Absicherung der Wareneinkäufe in Fremdwährungen:
Die Finanzinstrumente zur Währungsabsicherung enthalten Optionen, Swaps, Kassa- und Termingeschäfte. Die ausgewiesenen Zeitwerte (=Marktwerte) entsprechen dem Preis, zu dem Dritte die Rechte oder Pflichten aus dem Finanzinstrument übernehmen würden. Die Marktwerte sind die Tageswerte der derivaten Finanzinstrumente ohne Berücksichtigung gegenläufiger Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften. Die Marktwerte der eingesetzten derivaten Finanzinstrumente werden durch finanzmathematische Berechnungen auf der Grundlage marktüblicher Modelle ermittelt. 2. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer
3. Gesellschafter Folgende Gesellschaften sind persönlich haftende Gesellschafter:
4. Abschlussprüferhonorar Das als Aufwand erfasste Honorar des Konzernabschlussprüfers beträgt für die Abschlussprüfungen TEUR 106 sowie für andere Bestätigungsleistungen TEUR 4. 5. Latente Steuern Latente Steuern werden nicht ausgewiesen, da bestehende Aktivüberhänge im Rahmen der Einzelabschlüsse der Konzernunternehmen unter Ausnutzung des Wahlrechts des § 274 HGB bilanziell nicht angesetzt wurden. 6. Geschäftsführer Der Geschäftsführung des Mutterunternehmens gehörten im Berichtszeitraum an:
Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer haben im Berichtsjahr TEUR 1.606 betragen. 7. Befreiungen gem. § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB Die folgenden inländischen Gesellschaften nehmen die Erleichterungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB in Anspruch:
Rastede, 9. August 2023 gez. Thomas Schneider, Geschäftsführer gez. Ralf Keller, Geschäftsführer gez. Barbara Arnold-Reinschmidt, Geschäftsführer gez. Oliver Schepers, Geschäftsführer Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2022
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20221. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen Die Popken Fashion Group ist ein international bekanntes und im Plus-Size-Markt führendes deutsches Familienunternehmen. Die erfolgreiche Ausrichtung des Unternehmens ist seit jeher von einer familienorientierten Unternehmenskultur geprägt. Unsere Produkte zeichnen sich durch eine sehr gute Qualität, Passform und Individualität aus. Das Sortiment wird über die Damenmode-Marken "Ulla Popken" und "Studio Untold" sowie "JP 1880" im Herrenmode-Segment weltweit in verschiedenen Vertriebskanälen angeboten, in Europa insbesondere über eigene Retail-Stores und digitale Vertriebskanäle wie Onlineshops und Online-Marktplätze. In vielen weiteren Ländern werden die Marken über Franchise- und B2B-Partner vertrieben. Die Anschlussgrößen-Marke "Gina Laura" wird insbesondere in Deutschland und Österreich über unseren eigenen Onlineshop angeboten. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland stieg 2022 gegenüber dem Vorjahr um 1,9 % an. Dabei hatten die Nachwirkungen der weltweiten COVID-19-Pandemie die Entwicklung in den ersten Monaten des Jahres 2022 noch erheblich gebremst, bevor dann der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die parallel rasant ansteigende Inflation die europäischen Volkswirtschaften fest in den Griff nahmen. Die Unsicherheit über die weitere Energiepreisentwicklung in Verbindung mit der hohen Inflation wirkten sich negativ auf das Konsumklima aus, das im Laufe des Jahres 2022 sein Allzeittief erreichte und sich erst zum Ende des Jahres wieder leicht erholen konnte. Speziell im Einzelhandel hat die allgemeine Kaufzurückhaltung erhebliche Auswirkungen auf die Unternehmen. Zwar hat der Einzelhandel mit Bekleidung in Deutschland gegenüber dem Vorjahr einen starken Umsatzzuwachs von rund 28% verzeichnet. Allerdings konnten die Corona-bedingten Verluste aus den Vorjahren noch nicht ausgeglichen werden (gegenüber 2019 beträgt das Minus noch 7,6 %). Anders stellte sich die Umsatzentwicklung für Unternehmen des Versand- und Onlinehandel im Bekleidungsbereich dar: Nach dem Rekordjahr 2021 konnten viele Unternehmen im Jahr 2022 den erfolgreichen Trend nicht halten - die Umsätze sanken gegenüber dem Vorjahr um rund 6 %, der Anteil des Distanzhandels am Gesamtumsatz hat sich auf 28,5 % reduziert (2021: 33 %). a) Entwicklung Popken Fashion In den Popken Fashion-Vertriebsgesellschaften werden die Marken "Ulla Popken", "Studio Untold" und "JP 1880" vertrieben. Im Berichtsjahr 2022 haben die in- und ausländischen Vertriebsgesellschaften insgesamt einen deutlichen Umsatzzuwachs von 12,1 % erzielen können. Das erste Quartal 2022 war im stationären Einzelhandel noch sehr von den Beschränkungen und Maßnahmen aufgrund der COVID-19-Pandemie beeinflusst, erst mit deren vollständiger Aufhebung haben sich die Frequenzen in den Innenstädten wieder deutlich erholt. So konnte im Stationärhandel insgesamt ein Umsatzwachstum von 39 % erreicht werden, obwohl im Laufe des Jahres das Filialnetz um weitere 13 Standorte auf nunmehr 243 Filialen reduziert wurde. Auch im Versandhandelsgeschäft haben sich die Popken Fashion-Marken deutlich besser als der Gesamtmarkt entwickelt. Während die Gesamtumsätze im Markt rückläufig waren, haben die Popken Fashion-Marken einen Umsatzzuwachs von 3,7 % erzielt. Der Vertrieb auf internationalen Online-Marktplätzen konnte deutlich ausgeweitet werden und unterstützte die positive Entwicklung der Popken Fashion Group. b) Entwicklung Gina Laura Die bereits im Vorjahr begonnene Anpassung des Geschäftsmodells von der ursprünglichen Ausrichtung auf den Stationärhandel hin zu einem reinen Online-Versandhändler prägte den Verlauf des Jahres für die Marke "Gina Laura". Alle noch verbliebenen Filialen wurden im Geschäftsjahr 2022 geschlossen. Der daraus resultierende geplante Umsatzrückgang konnte teilweise durch Sortiments- und Marketingmaßnahmen im Versandhandel aufgefangen werden. Insgesamt aber ist der Umsatz um 61 % gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. c) Entwicklung Popken Fashion Group Während die gesamtwirtschaftliche Entwicklung der Vorjahre maßgeblich durch die COVID-19-Pandemie geprägt war, stand in Europa die Inflation sowohl bei den Regierungen als auch bei den Verbrauchern im Mittelpunkt der Besorgnisse. Der Anstieg der Energiepreise im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine und den gegen Russland verhängten Sanktionen belastet die Kaufkraft in ganz Europa. Die Inflation nahm seit Ende 2021 stetig zu und erreichte in vielen europäischen Ländern 2022 von Monat zu Monat neue Höchststände. Spät begann die Europäische Zentralbank, sich mit deutlichen Leitzinserhöhungen der Inflation entgegenzustemmen, nachdem andere Zentralbanken bereits seit Anfang des Jahres kräftige Zinsschritte unternommen hatten. Diese negativen Entwicklungen hatten erhebliche Auswirkungen auf die Verbraucherstimmung und führten auch im Bekleidungshandel zu einer geringeren Konsumneigung. Dazu kamen die bis weit in das Jahr 2022 gestörten Lieferketten, die zu erheblichen Lieferverzögerungen führten und entsprechend enttäuschte Kunden hinterließen. Durch verkürzte Verkaufszeiträume entstandene Überbestände mussten in der Folge zum Teil mit überdurchschnittlichen Reduzierungen verkauft oder auf das neue Jahr vorgetragen werden. Dabei hat das Zusammenspiel von Geschäftsführung, Mitarbeitern, Geschäftspartnern und Kreditinstituten zur Bewältigung der immer wieder neuen Situationen auch im Jahr 2022 sehr gut funktioniert. Die Popken Fashion Group musste, wie nahezu alle Unternehmen der Branche, ihre ursprünglichen Jahresplanungen revidieren, hat sich dann aber im Berichtsjahr im Rahmen der Erwartungen entwickelt. So konnten in allen Vertriebskanälen Umsatzzuwächse erzielt werden. Insbesondere neue internationale Onlineshops der Marken Ulla Popken und JP 1880 sowie die gestiegene Nachfrage auf den Online-Marktplätzen trugen zur weiteren Internationalisierung und Diversifikation des Geschäftes bei. Der Konzernjahresgewinn in Höhe von TEUR 3.106 ist vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Herausforderungen und der angefallenen Restrukturierungsaufwendungen für die endgültige Abwicklung der Gina Laura-Filialkette als zufriedenstellend zu bezeichnen (Konzerngewinn 2021: TEUR 1.867). Parallel konnte der EBITDA mit TEUR 17.955 (2021: TEUR 15.861) erneut verbessert werden. 2. Lage des Konzerns Die Vermögens- und Finanzlage der Popken Fashion Group ist trotz der herausfordernden politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa weiterhin als stabil und auf hohem Niveau zu bezeichnen. Die Vermögensstruktur hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr nur leicht verändert, der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen ist um 4,0 %-Punkte auf 38,8 % gesunken. Im laufenden Jahr wurden erneut erhebliche Investitionen in den Bereichen der IT-Infrastruktur und ERP-Software getätigt, dagegen wirkte sich die strategisch geplante Reduzierung des Filialnetzes verringernd auf das Anlagevermögen aus. Der vor drei Jahren gestartete und auf Erweiterungen ausgelegte Logistikneubau wurde im laufenden Geschäftsjahr durch neue Investitionen ergänzt. Diese Erweiterungsinvestitionen unterstützen das zukünftige Wachstum der Popken Fashion Group und die weitere Internationalisierung im Versand- und Marktplatzgeschäft. Im Bereich des Umlaufvermögens ist der Anteil der Vorräte am Gesamtvermögen um 4,0 %-Punkte auf 43,6 % gestiegen. Der absolute Anstieg ist überwiegend auf nicht erfüllte Umsatzerwartungen sowie bis weit in das Jahr 2022 bestehende Lieferverzögerungen aufgrund der gestörten Lieferketten zurückzuführen. Die Wertberichtigungen wurden unter Berücksichtung der zukünftigen Abverkaufschancen angepasst. Die Kapitalstruktur ist durch das Eigenkapital und die Gesellschaftermittel geprägt. Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote unter Einbeziehung der Verrechnungskonten zu den Gesellschaftern und nahestehenden Personen liegt weiterhin auf einem sehr hohen Niveau 40,4 % (Vorjahr: 39,1 %). Langfristige Verbindlichkeiten bestehen neben den im Rahmen der Corona-Krise in Anspruch genommenen KfW-Darlehen anlässlich der Finanzierung des neuen Logistikzentrums. Durch eine geplante Umstrukturierung der Verbindlichkeiten stieg der Anteil der mittelfristigen Schulden auf 17,2 % (Vorjahr 14,7 %). Es wurden planmäßige Tilgungsleistungen in Höhe von EUR 7,5 Mio. erbracht. Der Anteil der kurzfristigen Schulden ist mit 42,4 % um 3,8 %-Punkte gesunken. Um Wechselkursrisiken beim Wareneinkauf zu begegnen, wurden für das folgende Wirtschaftsjahr Devisentermingeschäfte in verschiedenen Währungen zur Absicherung unserer Waren-Einkaufsvolumen abgeschlossen. Die Ertragslage hat sich gegenüber dem vorherigen Wirtschaftsjahr, trotz aller gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen und weiterer Restrukturierungsmaßnahmen bei den Gina Laura-Markengesellschaften, deutlich verbessert. Die Konzernumsätze konnten insgesamt um 5,9 % gesteigert werden. Dies ist überwiegend auf das sehr gute Wachstum im stationären Einzelhandel sowie auf den digitalen Marktplätzen zurückzuführen. Auch alle weiteren Vertriebswege konnten ihre Umsätze gegenüber dem Vorjahr steigern, so dass die Umsatzrückgänge der Marke Gina Laura mehr als ausgeglichen wurden. Die Rohertragsmarge konnte im Berichtsjahr konstant gehalten werden und liegt nun bei 68,5 % (2021: 68,6 %). Erreicht wurde dies trotz herausfordernder Umstände wie Wechselkurschwankungen, Lieferverzögerungen, gestiegener Transportkosten und deutlich erhöhter Bestände durch die gute Zusammenarbeit mit den langjährigen Lieferanten und einer selektiven und fokussierten Rabatt- und Reduzierungsstrategie. Im Bereich der betrieblichen Aufwendungen wurden diverse Maßnahmen zur Kostenreduzierung initiiert und umgesetzt. Die Personalkosten gingen im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 % zurück. Dieser planmäßige Rückgang ist im Wesentlichen auf die Schließung des Stationärhandels bei der Marke Gina Laura zurückzuführen. Durch weitere erfolgreiche Verhandlungen mit unseren Vermietern über Mietreduzierungen sowie weiteren Standortschließungen auch im Ulla Popken-Filialnetz konnten die Mietaufwendungen insgesamt reduziert werden. Insgesamt führte die um 3,7 %-Punkte auf 68,2 % gesenkte Kostenquote zu einer positiven Entwicklung des Betriebsergebnisses. Der erwirtschaftete EBITDA des Wirtschaftsjahres lag mit EUR 18,0 Mio. über dem Niveau des vorherigen Wirtschaftsjahres (EUR 15,9 Mio.). Das entsprechende Betriebsergebnis der Popken Fashion Group lag im abgelaufenen Wirtschaftsjahr bei EUR 7,3 Mio. (2021: EUR 5,6 Mio.). 3. Risikobericht Risiken werden von der Gesellschaft durch das eingerichtete Risikomanagementsystem in angemessenem Umfang identifiziert, analysiert und bewertet sowie deren mögliche Auswirkungen auf die weitere Entwicklung der Gesellschaft geprüft. Grundsätzlich kann man in gesamtwirtschaftliche, branchenspezifische und unternehmensbezogene Risiken unterteilen. Im Bereich der gesamtwirtschaftlichen Risiken wirken insbesondere politische, konjunkturelle und gesellschaftliche Entwicklungen auf die Stimmung und Ausgabebereitschaft der Konsumenten und damit auch auf die Nachfrage nach den Sortimenten der Popken Fashion Group. Die Konsumstimmung in Europa hatte sich im Berichtsjahr 2022 deutlich verschlechtert. Während zu Beginn des Jahres noch die Maßnahmen zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie die Frequenzen in den Innenstädten erheblich beeinflussten, hatte sich mit dem russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 die Gesamtsituation dramatisch verändert. Ein Anstieg der Inflation auf ein seit Jahrzehnten nicht gekanntes Niveau, hohe Energiepreise bei gleichzeitig unsicherer Versorgungslage für die Wintermonate und in der Folge ein deutlich ansteigendes Zinsniveau haben die Konsumneigung in Europa und insbesondere in Deutschland auf historische Tiefststände absinken lassen. Die Popken Fashion Group hat durch langfristige Energielieferverträge in Deutschland und in weiteren europäischen Ländern unter den gegebenen Bedingungen das Preisrisiko weitgehend ausgeschlossen. Die allgemeine Kaufzurückhaltung hat den langjährigen Trend der rückläufigen Frequenzen in den Innenstädten deutlich verschärft. Sich ausbreitende Leerstände in vorher gut funktionierenden Fußgängerzonen mittlerweile auch großer Städte stellen das Geschäftsmodell des stationären Einzelhandels vor große Herausforderungen. Hohe Fixkostenanteile (Personal- und Mietkosten, Abschreibungen) führen bei stagnierenden oder rückläufigen Umsätzen verstärkt zu dauerhaft negativen Deckungsbeiträgen und in der Folge zu weiteren Filialschließungen. Diesem langfristigen Trend begegnet die Popken Fashion Group mit permanenten Investitionen in das Filialnetz, Anpassungen in der Fixkostenstruktur und weiterer Vernetzung der Vertriebskanäle Versand- und Filialhandel. Der Ausbau der Omni-Channel-Prozesse wie Onlinereservierung/-bestellung von Ware oder die Annahme/Ausgabe von Versandhandels-Retouren/-Lieferungen in den Filialen helfen, die Kundenfrequenz und damit die Umsatzchancen im Stationären Handel zu stabilisieren. Die Popken Fashion Group wird auch weiterhin systematisch im Rahmen ihrer Strategie diese Prozesse optimieren und weiter ausbauen. Auf der Beschaffungsseite sehen wir uns als Gruppe in fast allen Bereichen mit Preissteigerungen konfrontiert. Dies ist zum einen inflationsbedingt, aber auch getrieben durch hohe Tarif- und Lohnabschlüsse in vielen Branchen. Auch die Entwicklung der Rohstoffpreise, insbesondere für Baumwolle, stellt ein Risiko dar. Nach dem Anstieg der Baumwollpreise mit dem 10-Jahres-Hoch im Mai 2022 ist die Preisentwicklung seitdem deutlich rückläufig und nähert sich dem langfristigen Durchschnitts-Niveau an. Ein weiteres Risiko bilden die globalen Transportketten insbesondere aus Ostasien. Die Popken Fashion Group hat auf die Lieferverzögerungen mit alternativen Transportmitteln und der Ausweitung der Kollektions-Vorlaufzeiten reagiert. Seit Ende 2022 sind Entspannungen in den Lieferverzögerungen und in den Frachtraten erkennbar. Branchenspezifische Risiken ergeben sich im Wesentlichen durch das Marktumfeld. Die seit Jahren anhaltenden Frequenz- und damit Umsatzverluste im stationären Textilhandel in den Innenstädten werden weiterhin ein erhebliches Risiko darstellen. Modeunternehmen, die stark vom eigenen Filialgeschäft oder vom Verkauf auf fremden Flächen in Rahmen von Kooperationen abhängig sind, bekommen dies weiterhin deutlich zu spüren. Dies spiegelt sich auch in den aktuellen Insolvenzanmeldungen von namhaften Einzelhändlern in der Bekleidungsbranche wider. Die rückläufigen Umsätze im Stationärhandel bei gleichzeitig steigenden fixen Kosten haben auch zu einer strategischen Neuausrichtung des Geschäftsmodells der Marken der Popken Fashion Group geführt. Die auch weiterhin zu erwartenden Frequenzverluste in vielen Innenstädten führen auch bei der Marke Ulla Popken zu deutlich höheren Anforderungen bei den Standortbewertungen und im Ergebnis zu einer weiteren Reduzierung des Filialportfolios. Die schon vor Jahren begonnene Neuausrichtung des Geschäftsmodells der Popken Fashion Group mit einer stärkeren Fokussierung auf das Online-Geschäft führt zu einer deutlich variableren Kostenstruktur und damit verbesserten Reaktionsmöglichkeiten auf sich verändernde Marktverhältnisse. Aufgrund ihrer globalen Ausrichtung unterliegt die Popken Fashion Group auch Währungsschwankungen. Im operativen Geschäft resultieren diese durch Einkauf und Vertrieb der Produkte in unterschiedlichen Währungen. Die Popken Fashion Group sichert sich frühzeitig und umfassend gegen die Wechselkursrisiken ab, die geplanten Beschaffungsvolumina für das Geschäftsjahr 2023 sind zum Zeitpunkt der Berichtserstellung vollständig abgesichert. Das Liquiditätsmanagement der Popken Fashion Group ist zentral organisiert. Die rollierende Liquiditätsplanung und ein enger und offener Austausch mit den finanzierenden Kreditinstituten dienen der jederzeitigen Sicherstellung ausreichender Liquidität. Daher bestehen aus heutiger Sicht hinsichtlich der Entwicklung und des Fortbestehens der zum Konzern gehörenden Gesellschaften nach unserer Überzeugung keine nicht beherrschbaren Risiken. 4. Prognosebericht Während die gesamtwirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre maßgeblich durch die COVID-19-Pandemie beeinflusst wurde, stehen in Europa der seit Anfang 2022 in der Ukraine andauernde Krieg, ein sich zunehmend bemerkbar machender Fachkräftemangel und eine für den Euro-Raum hohe Inflation bei Regierungen und Verbrauchern im Mittelpunkt der Diskussionen. Der Anstieg der Lebenshaltungskosten, eine deutlich erhöhte Zinslandschaft, die insbesondere in Deutschland sehr politische Diskussion über Maßnahmen und Gesetze im Rahmen der Energiewende in Verbindungen mit eher trüben Konjunkturdaten belasten die Konsumstimmung weiterhin. Hohe Tarifabschlüsse über alle Branchen hinweg sorgen für erhebliche Belastungen der Wirtschaft. Nachdem die Konsumneigung im Vorjahr auf einen Tiefpunkt gefallen war, stieg er in den letzten Monaten auf niedrigem Niveau wieder leicht an (GFK-Konsumklima-Index). Die durch die Europäische Zentralbank eingeleiteten Maßnahmen zur Eindämmung der sehr hohen Inflation zeigen allmählich Wirkung, die Inflation nimmt seit einigen Monaten kontinuierlich ab und erreichte im Euroraum im Juni 2023 mit 5,5 % den niedrigsten Wert seit über einem Jahr. Nach einer langen Phase sehr niedriger Frequenzen in den Vorjahren kehren die Käufer und Käuferinnen allmählich in die Innenstädte zurück. Auch bei der Popken Fashion Group nähern sich seit dem Frühsommer die Umsätze in den Filialen wieder den Werten aus dem Jahr 2019 an, dem letzten vergleichbaren Jahr vor der COVID-19-Pandemie. Insgesamt erwarten wir für den Stationärhandel im laufenden Jahr auf vergleichbarer Basis ein deutliches Umsatzwachstum. Im Katalog- und Onlinegeschäft waren die Erwartungen nach den erfolgreichen Vorjahren hoch, eine deutlich breitere Kundenbasis in den Bestandsmärkten, Ganzjahreseffekte aufgrund einiger neuer Ländershops ließen eine Umsatzsteigerung von über 5 % in die Planung der Distanzhandelsumsätze einfließen. Diese Erwartungen haben sich im laufenden Geschäftsjahr bisher nicht erfüllt, insbesondere in etablierten Märkten wie Deutschland, Schweiz oder in den Niederlanden können die geplanten Umsatzzuwächse bisher nicht erreicht werden, wir gehen aktuell nur noch von einer leichten Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr aus. Die gute Erfahrung aus den Vorjahren bezüglich "neuer" Märkte wie Tschechien, Italien (beide seit 2021), Spanien und Finnland (beide seit 2022) haben uns dazu bewogen, die Internationalisierung der Popken Fashion Group weiter voranzutreiben. So wurden in den ersten Monaten des aktuellen Jahres Ulla Popken-Onlineshops in Norwegen und Dänemark bereits live genommen. Bei der Herrenmarke "JP 1880" werden im laufenden Jahr ebenfalls reine Marken-Onlineshops eröffnet. Dies wird der noch jungen Marke "JP 1880" zu einem weiteren Wachstumsschub verhelfen. Parallel dazu wächst die "Markenfamilie" der Popken Fashion Group weiter: Mit der Marke LAURASØN wird seit dem Frühsommer eine junge, norddeutsche Marke mit dem Fokus auf Allwetter-Mode und einem besonderen nordischen Design aufgebaut und etabliert. Der Marktstart dieser zunächst ausschließlich online angebotenen Marke verläuft sehr erfolgversprechend. Markenübergreifend sind die Zielsetzungen im Online- und Versandhandelsgeschäft weiterhin auf rentables Wachstum ausgerichtet. Neben einem starken eigenen Kundenwachstum bei allen Marken und in allen Märkten werden wir auch die Kooperation mit führenden digitalen Marktplätzen vor allem international weiter intensivieren. Durch den weiteren Ausbau des neuen, hoch automatisierten Logistikzentrums im Verlauf des Jahres wurden wichtige Grundlagen für die weitere Expansion in diesem Geschäftsfeld geschaffen. Die aktuelle Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, unter anderem die hohe Inflation, ungelöste gesellschaftspolitische Herausforderungen und eine historisch schlechte Konsumstimmung, ist herausfordernd für eine zuverlässige Prognose für das Gesamtjahr 2023. Trotz der aktuell unsicheren Situation rechnen wir aber mit einem weiteren Umsatzzuwachs gegenüber 2022 in einem Bereich zwischen 2 und 3 %. Weitere betriebliche Kostenreduzierungen und niedrigere Frachtraten in der Beschaffung werden zu einem positiven Ergebnisbeitrag führen. Wir erwarten daher ein operatives Ergebnis, welches über dem Niveau des Berichtsjahres liegen sollte. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Popken Fashion Group bleibt die kundenorientierte enge Verzahnung und Vernetzung der Vertriebskanäle Filial- und Onlinehandel. Dafür sind kanalübergreifend die Informations-, Bestell- und Lieferprozesse permanent auf die Kundenbedürfnisse anzupassen und zu verbessern. Dies erfordert erhebliche Investitionen insbesondere in der Anpassung der IT-Systeme in allen Vertriebskanälen sowie der technischen Ausstattung der Filialen. Neben den oben genannten kunden- und marktbezogenen Investitionen setzen wir die IT-Strategie hin zu einer modernen, integrierten und cloudbasierten IT-Systemlandschaft weiter um. Die im Vorjahr erfolgreich abgeschlossene Implementierung eines neuen ERP-Systems, welches seit November 2021 erfolgreich im Einsatz ist, lässt die Popken Fashion Group auch in Zukunft technologisch auf dem neuesten Stand der Technik sein. Somit ist die Basis für zuverlässigere und schnellere Backoffice-Prozesse gelegt. Die Popken Fashion Group ist ein norddeutsches Familienunternehmen mit einer langfristigen Perspektive und einer sehr starken Eigenkapitalausstattung. Auf dieser Grundlage und versehen mit einer hervorragenden Marktposition im Plus-Size-Markt zeigt sich das Unternehmen in dieser für die gesamte Volkswirtschaft seit Jahren herausfordernden Situation robust und widerstandsfähig. Die Fähigkeit und Bereitschaft, notwendige Veränderungen in Strukturen und Prozessen einzuleiten und schnell umzusetzen, hat sich als ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Stabilität der Unternehmensgruppe erwiesen. Wir sind fest davon überzeugt, dass die Popken Fashion Group für die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen hervorragend gerüstet ist.
Rastede, 9. August 2023 gez. Thomas Schneider, Geschäftsführer gez. Ralf Keller, Geschäftsführer gez. Barbara Arnold-Reinschmidt, Geschäftsführerin gez. Oliver Schepers, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Popken Fashion Group GmbH & Co. KG Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Popken Fashion Group GmbH & Co. KG - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Popken Fashion Group GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Oldenburg, 10. August 2023 Qualitatus
Revision GmbH
Rohsiepe, Wirtschaftsprüfer Kumpfer, Wirtschaftsprüfer Mitteilung gemäß §§ 264 Abs. 3, 264 b HGB der Gina Laura GmbH & Co. KG RastedeDie Gina Laura Verwaltungs GmbH als Komplementärin und die Popken Fashion Group GmbH & Co. KG als Kommanditistin, stimmen als alleinige Gesellschafter der Gina Laura GmbH & Co. KG der Befreiung gem. § 264 b HGB für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 zu. Die Gesellschaft ist im Konzernabschluss der Popken Fashion Group GmbH & Co. KG, Rastede konsolidiert.
Rastede, den 28. Juni 2023 Gina Laura Verwaltungs GmbH Komplementärin Thomas Schneider Popken Fashion Group GmbH & Co. KG Kommanditistin Vertreten durch: Popken Verwaltungsgesellschaft mbH Ralf Keller Mitteilung gemäß §§ 264 Abs. 3, 264 b HGBder Popken Fashion Group GmbH & Co. KGRastedeDie Popken Verwaltungsgesellschaft mbH, Herr Friedrich Popken, Herr Thomas Schneider, Frau Astrid Schneider und die BTM Schneider GbR stimmen als alleinige Gesellschafter der Befreiung der Popken Fashion Group GmbH & Co. KG gem. § 264 b HGB für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 zu. Die Gesellschaft ist im Konzernabschluss der Popken Fashion Group GmbH & Co. KG, Rastede, konsolidiert.
Rastede, den 14. Juli 2023 Popken Verwaltungsgesellschaft mbH Ralf Keller Komplementärin Friedrich Popken Kommanditist Astrid Schneider Kommanditistin vertreten durch Thomas Schneider Thomas Schneider Kommanditist BTM Schneider GbR Kommanditist vertreten durch Thomas Schneider Mitteilung gemäß §§ 264 Abs. 3, 264 b HGBder PFG USA Beteiligungs GmbH & Co. KGRastedeDie PFG USA GmbH als Komplementärin und die Popken Fashion Group GmbH & Co. KG als Kommanditistin, stimmen als alleinige Gesellschafter der Befreiung der PFG USA Beteiligungs GmbH & Co. KG gem. § 264 b HGB für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 zu. Die Gesellschaft ist im Konzernabschluss der Popken Fashion Group GmbH & Co. KG, Rastede, konsolidiert.
Rastede, den 24. Mai 2023 Popken Fashion Group GmbH & Co. KG Kommanditistin Vertreten durch die Popken Verwaltungsgesellschaft mbH diese vertreten durch den Geschäftsführer Ralf Keller PFG USA GmbH Komplementärin Thomas Schneider Erklärung zur Befreiung gem. § 264 Abs. 3 HGBDie Popken Fashion Group GmbH & Co. KG, vertreten durch ihre alleinige persönlich haftende Gesellschafterin die Popken Verwaltungsgesellschaft mbH, vertreten durch ihren Geschäftsführer Herrn Ralf Keller, gibt folgende Erklärung ab: Die Popken Fashion Group GmbH & Co. KG, ist die alleinige Gesellschafterin folgender Gesellschaften:
Die vorgenannten Gesellschaften werden als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Popken Fashion Group GmbH & Co. KG zum 31.12.2022 einbezogen. Die Tochterunternehmen nehmen die Erleichterungen gem. § 264 Abs. 3 S. 1 HGB für das Geschäftsjahr 2022 in Anspruch. Die Popken Fashion Group GmbH & Co. KG stimmt der Inanspruchnahme der Erleichterungen gem. § 264 Abs. 3 S. 1 Nr. 1 HGB ausdrücklich zu. Die Popken Fashion Group GmbH & Co. KG erklärt sich als Mutterunternehmen bereit, für die von den Tochterunternehmen bis zum Abschlussstichtag 31.12.2022 eingegangenen Verpflichtungen im folgenden Geschäftsjahr, d. h. bis zum 31.12.2023, einzustehen und stellt sicher, dass die Tochterkapitalgesellschaften jederzeit in der Lage sind, ihre Verpflichtungen zu erfüllen und sie bei Bedarf mit den notwendigen Zahlungsmitteln auszustatten, um Liquiditätsengpässe auszugleichen. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Popken Fashion Group GmbH & Co. KG werden nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und im Einklang mit den in § 264 Abs. 3 S. 1 Nr. 3 a) und b) HGB genannten Richtlinien des Europäischen Parlaments und des Rates aufgestellt und geprüft. Die Befreiung der Tochterunternehmen wird im Anhang des Konzernabschlusses der Popken Fashion Group GmbH & Co. KG angegeben (§ 264 Abs. 3 S. 1 Nr. 4 HGB). Die Tochterunternehmen werden die in § 264 Abs. 3 S. 1 Nr. 5 i. V. m. § 325 Abs. 1 bis 1b HGB genannten Unterlagen offenlegen.
Rastede, 9. August 2023 Popken Fashion Group GmbH & Co. KG Vertreten durch: Popken Verwaltungsgesellschaft mbH Ralf Keller |
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