HORIBA FuelCon GmbH
Otto-von-Guericke-Allee 20, 39179 Barleben, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Julian Hartung seit 25.2.2026 | Prokura |
Enrico Schneider seit 25.2.2026 | Prokura |
Ken Mitera seit 24.7.2025 | Geschäftsführer |
Hiromi Harada seit 17.12.2024 | Geschäftsführer |
Michael Roger Conrad seit 16.12.2024 | Geschäftsführer |
George Thompson Dr. Gillespie seit 20.2.2024 | Geschäftsführer |
Laurent Adrien Hippolyte Fullana seit 13.10.2023 | Geschäftsführer |
Kazufumi Uie seit 16.6.2022 | Geschäftsführer |
Tetsuhiro Habe seit 6.7.2021 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Horiba Ltd. | 75.00% |
Horiba Europe Holding | 25.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HORIBA FuelCon GmbHBarlebenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023GeschäftstätigkeitDas Unternehmen entwickelt, produziert und verkauft insbesondere Prüfstände für den E-Mobilitätssektor im Bereich der Batterie- und Brennstoffzellentechnik, die dazugehörige Software sowie das Zubehör und erbringt hiermit im Zusammenhang stehende Dienstleistungen. Die Geschäftstätigkeit umfasst auch die Forschung und Entwicklung von neuen Produkten im Geschäftssegment. Hierbei arbeitet die Gesellschaft mit führenden Forschungseinrichtungen der Region zusammen. Der Vertriebsbereich unserer Gesellschaft umfasst im Wesentlichen die Märkte Europa und Asien. Die Gesellschaft ist indirekt eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der HORIBA Ltd., Kyoto, Japan. Die finanzielle Eingliederung in den HORIBA-Konzern ist über die direkte Gesellschafterin HORIBA Europe GmbH (HE) mittels Ergebnisabführungsvertrag, Konzerndarlehen und Einbindung in das Cash-Pooling gewährleistet. GeschäftsverlaufDie Entwicklung der Weltwirtschaft wurde weiterhin durch diverse Faktoren belastet. Vor allem der Krieg in der Ukraine sorgte durch die Sanktionen und Gegensanktionen weiterhin für eine hohe Unsicherheit und beeinträchtigte den Handel wie auch die Lieferketten erheblich. Es kam zeitweise zu deutlichen Preiserhöhungen sowohl bei Rohstoffen als auch bei Energiepreisen (z.B. Gas und auch Treibstoff). Neben dem Krieg in der Ukraine wurde die Weltwirtschaft weiterhin in ihrer Entwicklung durch die Krise in Nahost beeinträchtigt. Das Resultat der zuvor genannten Einflüsse waren länderübergreifend anhaltend hohe Inflationsraten, die zu Gegenmaßnahmen der Zentralbanken in Form von Erhöhungen der Leitzinssätze führten. Die genannten Einflüsse auf die Weltwirtschaft haben auch den Geschäftsverlauf im Jahr 2023 für das Unternehmen ungünstig beeinflusst. Als finanzielle Leistungsindikatoren dienen der Gesellschaft hauptsächlich Umsatz und das Ergebnis vor Steuern und Zinsen sowie vor Ergebnisausgleich durch HE. Die Erwartungen für das Jahr 2023 von Ende des Jahres 2022 (Umsatz: EUR 37,5 Mio. und Ergebnis vor Zinsen und Steuern: EUR - 6,3 Mio.) wurden leider deutlich verfehlt (Umsatz: EUR 25,1 Mio. und Ergebnis vor Zinsen und Steuern: EUR - 11,1 Mio.). Die Auftragseingänge im Geschäftsjahr sanken auf EUR 16,7 Mio. (Vorjahr: 70,5 Mio.). Die Umsatzerlöse der Gesellschaft erhöhten sich leicht auf EUR 25,1 Mio. (Vorjahr: EUR 23,3 Mio.). Das geplante Niveau von bis zu EUR 37,5 Mio. konnte maßgeblich durch die globalen Beeinträchtigungen und deren Auswirkungen (Lieferverzögerungen) und Projektverschiebungen bzw. Abnahmehindernisse nicht erreicht werden. Eine Folge davon ist zwar ein produktionsbedingter Anstieg der Bestände an unfertigen Erzeugnissen um EUR 9,1 Mio. Aufgrund der verlustfreien Bewertung haben die Bestände am Bilanzstichtag 31.12.2023 aber noch das übliche Ausmaß überschreitende Abwertungen in Höhe von insgesamt EUR 3,7 Mio. erfahren. Die Gesellschaft hat ihre Stellung und den Marktanteil als Lieferant von technisch anspruchsvollen und hochwertigen Systemlösungen in Deutschland und Europa weiter stabilisieren können. Der Umsatz im Bereich der Batterieteststände stieg von EUR 3,4 Mio. im Jahre 2022 auf EUR 5,2 Mio. Die Umsätze im Bereich der Brennstoffzellentechnik verzeichneten lediglich einen geringfügigen Anstieg auf EUR19,8 Mio. (Vorjahr: EUR 19,7 Mio.). Der Exportanteil am Gesamtumsatz betrug im Berichtszeitraum 50,3 % (Vorjahr: 50,8 %). Seit Mai 2022 wird im neuen Fabrikgebäude produziert. Dadurch bestehen wesentliche neue Kapazitäten, die die Basis für ein künftiges organisches Wachstum der Gesellschaft darstellen. ErtragslageBetriebsergebnis Durch erheblich gegenüber Plan zurückgebliebene Umsatzerlöse belief sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern auf EUR -11,1 Mio. (Vorjahr: EUR -10,4 Mio.). Wesentliche Verlustursachen waren, außergewöhnliche Projektkosten, Beratungskosten, Strafen wegen Lieferverzögerungen und Lieferkettenprobleme sowie die damit einhergehenden Preiserhöhungen. Neben dem Anstieg der Umsatzerlöse um EUR1,7 Mio. trug auch der Aufbau der unfertigen Erzeugnisse um EUR 9,1 Mio. zu einem Anstieg der Gesamtleistung auf EUR 35,0 Mio. (Vorjahr: EUR 32,7 Mio.) bei. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) sank um 18,7 %-Punkte auf 50,1 %. Der im Betriebsaufwand enthaltene Personalaufwand stieg um EUR 4,3 Mio. (50,6 %). Ursache für diesen Anstieg war die Erhöhung des Personalbestandes zur Realisierung des geplanten Umsatzwachstums. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um EUR 5,1 Mio. (86,5 %). Ursache ist insbesondere der Sonderaufwand für externe Services aus mehreren größeren Projekten sowie erhöhte Strom- und Gaskosten. Zinsergebnis Das negative Zinsergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr vor allem wegen des Anstiegs der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf TEUR -1.697 (Vorjahr TEUR -334) erhöht. Jahresergebnis Das Jahresergebnis vor Ergebnisausgleich fiel auf EUR -12,8 Mio. (Vorjahr: EUR -10,8 Mio.). VermögenslageDie Bilanzsumme zum 31.12.2023 stieg um 51,5 % auf EUR 76,5 Mio. (Vorjahr: EUR 50,5 Mio.). Das Anlagevermögen stieg leicht auf EUR 29,1 Mio. (Vorjahr: EUR 28,7 Mio.). Den Anlagenzugängen in Höhe von EUR 2,1 Mio. standen planmäßige Abschreibungen und Abgänge von EUR 1,6 Mio. gegenüber. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme sank auf 38,1 % (Vorjahr: 56,9 %). Die unfertigen Erzeugnisse stiegen auf EUR 16,0 Mio. (Vorjahr: EUR 10,6 Mio.). Zum gesamten Vorratsvermögen in Höhe von EUR 41,1 Mio. (Vorjahr: EUR 14,7 Mio.) liegen Anzahlungen über EUR 29,1 Mio. (Vorjahr: EUR 31,2 Mio.) vor. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um EUR 1,3 Mio. auf EUR 6,2 Mio. (Vorjahr: EUR 4,9 Mio.). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind insbesondere infolge des Anspruchs auf Verlustausgleich für das Jahr 2023 auf EUR 26,9 Mio. angestiegen. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert TEUR 52. Daneben bestehen andere Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 35 sowie vororganschaftliche Gewinnvorträge in Höhe von TEUR 984. Die Eigenkapitalquote sank ausschließlich infolge der Bilanzverlängerung auf 1,4 % (Vorjahr: 2,1 %). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 65,3 Mio. (Vorjahr: EUR 24,7 Mio.) bestehen im Wesentlichen aus Gesellschafterdarlehen (EUR 13,6 Mio.) und Cashpool-Verbindlichkeiten (EUR 49,6 Mio.). Sie dienen zur Finanzierung des Net Working Capital sowie der Investitionen in das Anlagevermögen. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft wird durch das Gesellschafterdarlehen sowie durch Ausschöpfung des Cashpooling aufrechterhalten. Außerdem bestehen bis 31.12.2025 befristete Patronatserklärungen der Gesellschafterin und des Mutterunternehmens zugunsten der Gesellschaft. FinanzlageDer Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Jahr 2023 EUR 35,8 Mio. Die Mittelabflüsse für Investitionen betrugen EUR 2,1 Mio. Die Mittelabflüsse aus der Finanzierungstätigkeit von EUR 1,7 Mio. beschränken sich auf eine Tilgung des Gesellschafterdarlehens durch Verrechnung mit dem Cash-Pool sowie Zahlungen von Zinsen und Avalprovisionen. Der negative Finanzmittelfonds (Flüssige Mittel und Cash-Pool-Verbindlichkeiten) ist um EUR 39,6 Mio. auf EUR -49,6 Mio. erhöht worden. PersonalDie HORIBA FuelCon GmbH beschäftigte zum Ende des Geschäftsjahres 228 Mitarbeiter (Vorjahr: 158). Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenDie Gesellschaft ist gem. ISO 9001:2015, ISO 14001:2015 und ISO 45001:2018 zertifiziert, das letzte Audit fand vom 28.02. - 03.03.2023 statt, in welchem die Konformität erfolgreich bestätigt und die Gesellschaft in die Matrixzertifizierung der HORIBA Europe Gruppe aufgenommen wurde. Die Zertifizierung hat eine Gültigkeit bis zum 16.09.2026. Die Prüfung nach TISAX (Trusted Information Security Assessment Exchange) für HORIBA FuelCon GmbH wurde am 07.08.2024 abgeschlossen und das Zertifikat ist in Vorbereitung. Das bisherige Zertifikat war bis zum 08.04.2024 gültig. Forschung und EntwicklungDie Produktentwicklung erfolgt im Wesentlichen durch die Gesellschaft selbst, die weltweite Verantwortung trägt die Muttergesellschaft in Japan, die laufend über die Geschäftstätigkeit und die Marktsituation im Produktbereich der Gesellschaft informiert wird. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass durch diese Produktentwicklung auch in Zukunft marktfähige Produkte zur Verfügung gestellt werden und die Risiken des Geschäftsbetriebes hinreichend minimiert werden. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr insgesamt EUR 3,2 Mio. in die Weiterentwicklung des Produktportfolios investiert. RisikomanagementDem Management von Risiken haben wir im Berichtszeitraum unverändert hohe Aufmerksamkeit geschenkt. Entsprechend den Vorgaben der Muttergesellschaft haben wir ein Risikomanagement und Kontrollsystem eingerichtet, die jährlich hinsichtlich ihrer Wirksamkeit überprüft werden. Identifizierte Risiken wurden mit Maßnahmen zur Risikobegrenzung hinterlegt und deren Umsetzung laufend überwacht und der Geschäftsführung berichtet. In diesem Zusammenhang werden von der Gesellschaft u. a. folgende Risiken im Rahmen des Risikomanagements zeitnah beobachtet und bewertet:
Forderungen und Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen in EURO. Zur Finanzierung der Gesellschaft durch die HORIBA Europe GmbH stehen durch das Mutterunternehmen in Japan gesicherte Kreditlinien bei Banken in ausreichender Höhe zur Verfügung. Die Gesellschaft ist bezüglich ihrer Finanzinstrumente den allgemeinen Ausfallrisiken ausgesetzt. Diese werden durch ein Forderungsmanagementsystem gemindert, das eine laufende Überwachung der Forderungen enthält. Für langfristige Projekte werden Anzahlungen vereinbart. Konkrete Ausfallrisiken und wesentliche Auswirkungen auf die Ertragslage sind nicht erkennbar. Insgesamt sind keine Risiken erkennbar, die den Bestand des Unternehmens gefährden können. Ausblick, Chancen und Risiken der zukünftigen EntwicklungEinleitend sei gesagt, dass sich die Ukraine-Krise auch im Jahr 2024 weiterhin auf die weltweiten Aktivitäten unseres Unternehmens auswirkte. Gerade Störungen in den globalen Lieferketten (insbesondere bei der Chipherstellung der Halbleiterindustrie), aber auch im allgemeinen Transportwesen blieben im Jahr 2024 weiterhin kritische Faktoren, die den wirtschaftlichen Erfolg maßgeblich beeinflusst haben. Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 betrug der Auftragsbestand der HORIBA FuelCon GmbH EUR 74,7 Mio. Für 2024 ist aufgrund des "Rückstaus" an Investitionen in der Automobilindustrie nach der weltweiten Pandemie mit einem deutlichen Anstieg der Auftragseingänge zu rechnen. Zu Beginn des IV. Quartals des Geschäftsjahres 2024 ist ein Auftragsbestand von EUR 75,5 Mio. vorhanden. Trotz einiger negativer Effekte, wie z.B. dem Rückgang von OEM-Investitionen im Bereich Automotive und den bereits erwähnten Versorgungsengpässen, sehen wir dennoch, dass die Marktsegmente "Automotive" und "Neue Energien" im laufenden Geschäftsjahr 2024 einen deutlichen Zuwachs erfahren haben. Wir erwarten im Geschäftsjahr 2024 Umsatzerlöse auf gestiegenem Niveau von ca. EUR 53,0 Mio. Grund ist die starke Nachfrage, insbesondere nach Messtechnik im Brennstoffzellenbereich, auf den verschiedenen Märkten. Bei der HORIBA FuelCon GmbH werden sogenannte Stock-Sales-Aktivitäten gefördert, von denen wir eine Reduzierung der Herstellungskosten sowie der Vorlaufzeit bis zur Auslieferung der Produkte erwarten. Der zeitgleich erhöhte Preisdruck sowie eine starke Verknappung verfügbarer Fachkräfte, führen im laufenden Geschäftsjahr 2024 zu einer geringeren Gesamtmarge. Hinzu kommen Profitabilitätsverluste durch Transformationskosten von einem mittelständischen Unternehmen hin zu einem industriellen Fertiger und Kompetenz-Center für Brennstoffzellen, Batterien und Elektrolyse. Ebenfalls ist das operative Ergebnis stark beeinflusst durch Investitionen in Personal (Kosten Recruiting, Anlernen) sowie Kosten für notwendige konzerninterne und externe operative und strategische personelle Ressourcen. Wir erwarten für das laufende Geschäftsjahr 2024 ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen von EUR - 3,0 Mio. Durch den Neubau des kombinierten Büro- und Fabrikgebäudes, des sogenannten "eHUB", wurden für die Zukunft wesentliche neue Kapazitäten erschlossen, die das geplante organische Wachstum der Gesellschaft sicherstellen können. Mit dieser Investition sehen wir uns für die weitere Entwicklung sehr gut am Markt aufgestellt. Chancen und Risiken sind weiterhin
Die unverändert hohe Nachfrage nach unseren Produkten und die moderne Kapazität zur Fertigung stützen unsere zukünftigen Umsatzplanungen mit weiter steigenden Umsätzen nach dem Jahr 2025. Nach dem Ende der Anlaufphase, die mit der Inbetriebnahme des eHUB im Mai 2022 begonnen hat und derzeit noch andauert, rechnen wir fest damit, dass wir dauerhaft positive operative Ergebnisse erzielen können. Bezüglich der aktuellen Russland-Ukraine-Krise sehen wir die Risiken für unsere Gesellschaft als sehr gering an, da wir kundenseitig keinen Auftrag mit einem russischen oder ukrainischen Kunden haben. Lieferantenseitig sehen wir aktuell ebenfalls keine nennenswerten Risken, da wir keinerlei Lieferanten aus diesen Ländern haben. Ein verbleibendes Risiko besteht, sollte es zu weitreichenden Embargos kommen, welche auch die globalen Lieferanten und Lieferketten einschränken würden. Gleiches gilt für das Risiko von Marktbeschränkungen auf dem chinesischen Absatzmarkt aufgrund von Krisensituationen. Dem Risiko der steigenden Preise wird durch Preiserhöhungen bereits in der Angebotskalkulation begegnet. Da dieses Risiko nicht nur für die HORIBA FuelCon GmbH existent ist, sondern auch für etwaige Konkurrenten, sehen wir unsere Konkurrenzfähigkeit nicht wesentlich beeinflusst. Den Risiken aus langfristiger Fertigung begegnen wir durch entsprechende Vertragsgestaltung bzw. durch eine verlustfreie Bewertung unseres Bestands an unfertigen Erzeugnissen. Wir werden weiter in die Verbesserung unserer Prozesse sowie in Digitalisierung investieren, um unseren Strukturwandel fortsetzen zu können und eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit zu erzielen. Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine AngabenDie HORIBA FuelCon GmbH (nachfolgend "HFC") hat ihren Sitz in Barleben und ist beim Amtsgericht Stendal unter der Nummer HRB 26320 eingetragen. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 und 4 HGB. Der Jahresabschluss der HFC wird freiwillig nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses werden die Aufstellungserleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB i.V.m. § 285 Nr. 32 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen. Gesellschafterin und Mutterunternehmen ist die HORIBA Europe GmbH, Oberursel, (nachfolgend "HE") welche wiederum ein verbundenes Unternehmen der HORIBA Ltd., Kyoto, Japan, ist. Die HORIBA FuelCon GmbH wird in den Konzernabschluss der HORIBA Ltd. (als größten und kleinsten Konsolidierungskreis) einbezogen. Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt beim Ministry of Finance Local Finance Bureaus in Tokio, Japan, unter der Nummer 6856. Die HE (Organträger) hat mit der HFC (Organgesellschaft) am 21.12.2018 einen Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Der Vertrag ist mit Zustimmung der Gesellschafter und Eintragung in das Handelsregister wirksam geworden und gilt rückwirkend ab dem 01.01.2019. Die Gesellschafterin hat am 14.12.2023 zugunsten der HFC eine Patronatserklärung mit einer Befristung bis zum 31.12.2025 abgegeben. Für die Gewinn- und Verlustrechnung kommt das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB zur Anwendung. Aus Gründen der Übersichtlichkeit werden Darstellungswahlrechte in der Weise ausgeübt, dass Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten des Jahresabschlusses grundsätzlich im Anhang erfolgen. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind mit ihren Anschaffungskosten abzüglich planmäßig linearer Abschreibungen bilanziert. Für die Abschreibungen wird eine Nutzungsdauer von 3 Jahren zugrunde gelegt. Das Sachanlagevermögen wird zu fortgeschriebenen Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten werden um erhaltene Zuschüsse gekürzt. Die Herstellungskosten für selbst erstellte Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens umfassen die Materialeinzelkosten und die direkt zuordenbaren Personalkosten auf der Basis von vorsichtig ermittelten Stundenverrechnungssätzen, in denen angemessene Teile der Gemeinkosten für Material, Fertigung und Verwaltung enthalten sind. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear und pro rata temporis ermittelt. Dabei werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- und Herstellungskosten zwischen EUR 250 und EUR 1.000 werden jährlich zusammengefasst und als Sammelposten über 5 Jahre abgeschrieben, ohne den tatsächlichen Abgang zu berücksichtigen. Für die Vermögenslage ist dies ohne Bedeutung. Die Vorräte sind grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Das Material für die Produktion der Teststände wird zu Anschaffungs- bzw. niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bewertet und in den Vorräten als Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ausgewiesen. Als unfertige Erzeugnisse werden die in Montage befindlichen Brennstoffzellen- und Batterieteststände mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Materialeinzelkosten, Sondereinzelkosten der Fertigung und die direkt zuordenbaren Personalkosten auf der Basis von vorsichtig ermittelten Stundenverrechnungssätzen, in denen angemessene Teile der Gemeinkosten für Material, Fertigung und Verwaltung enthalten sind. Für die unfertigen Erzeugnisse werden zu erwartende Verluste aus schwebenden Geschäften bilanziert, wenn die aktivierten Herstellungskosten zuzüglich der noch anfallenden Herstellungskosten (Einzel- und Gemeinkosten der Produktion) den vereinbarten Auftragswert überschreiten. Die Verluste werden vorrangig von den aktivierten Herstellungskosten aktivisch abgesetzt. Geleistete Anzahlungen sind zum Nennbetrag angesetzt. Erhaltene Anzahlungen werden offen von den Vorräten abgesetzt. Sie sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch entsprechende Bewertungsabschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert berücksichtigt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Guthaben in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, werden als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten gezeigt. Künftige Steuerbelastungen oder -entlastungen aus temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Buchwerten und den korrespondierenden steuerlichen Wertansätzen im Jahresabschluss der HORIBA FuelCon GmbH werden in die Steuerabgrenzungen des Organträgers einbezogen, sodass im vorliegenden Jahresabschluss keine latenten Steuern gebildet werden. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden gemäß § 253 Abs. 1 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre abgezinst. Rückstellungen für allgemeine Gewährleistungsrisiken werden in Höhe von 0,5 % der Umsatzerlöse für Testsysteme angesetzt. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Erläuterungen zu Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnunga) Erläuterungen zur Bilanz Die einzelnen Posten des Anlagevermögens sind unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Unter Grundstücke und Bauten sind das Betriebsgrundstück für die neue Fabrik (TEUR 330), Fabrikbauten (TEUR 19.924), Außenanlagen (TEUR 1.560) und Mietereinbauten (TEUR 6) bilanziert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Für zweifelhafte Forderungen bestehen Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 287 (Vj: TEUR 535). Zu den Forderungen gegen verbundene Unternehmen gehören Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr in Höhe von TEUR 3.264 (Vj: TEUR 5.121), davon richten sich TEUR 51 (Vj: TEUR 1.708) an die Gesellschafterin. Die Forderungen an die Gesellschafterin aufgrund der Verlustübernahme betragen TEUR 23.624 (Vj: 10.779). Der Bilanzgewinn enthält den Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von TEUR 984 (Vj: TEUR 984). Sonstige Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 1.111), ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 505) sowie für Gewährleistungsrisiken (TEUR 2.054). Im Übrigen (TEUR 701) sind Drohverluste, Vertriebsprovisionen, nachlaufende Projektkosten sowie Jahresabschlusskosten zurückgestellt.
Die erhaltenen Anzahlungen betragen insgesamt TEUR 29.057 (Vj: TEUR 31.207) und wurden in Höhe von TEUR 29.057 (Vj: 14.705) offen von den Vorräten abgesetzt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen mit TEUR 64.985 (Vj: TEUR 24.570) gegenüber der Gesellschafterin und mit TEUR 287 (Vj: TEUR 141) gegenüber anderen Konzernunternehmen aus Lieferungen und Leistungen. Für die Liefer- & Leistungsverpflichtungen bestehen Eigentumsvorbehalte im branchenüblichen Umfang.
Die Verbindlichkeiten aus der Konzernfinanzierung betreffen Darlehen, die formal mit einer Frist von 3 Monaten bzw. mit einer Frist von 3 Monaten zum 15.03. eines Jahres gekündigt werden können, aufgrund der Patronatserklärung aber nicht innerhalb des kommenden Jahres zurückgezahlt werden. Seit dem 01.12.2019 besteht mit der Gesellschafterin eine Cash Concentrating-Vereinbarung bei der Commerzbank AG. Die Verbindlichkeiten hieraus betragen TEUR 49.637. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen mit TEUR 987 Sicherheitseinbehalte aus dem Baugeschehen und mit TEUR 91 Verbindlichkeiten aus der Umsatzsteuer. b) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse lassen sich nach Geschäftsbereichen gliedern:
Regional entfallen die Umsatzerlöse mit TEUR 12.444 (Vj: TEUR 11.863) auf das Inland und mit TEUR 12.618 (Vj: TEUR 11.481) auf das Ausland. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus Weiterbelastungen TEUR 322 (VJ: TEUR 112), Währungsgewinne in Höhe von TEUR 11 (Vj: TEUR 22) sowie Erträge aus Sachbezügen an Arbeitnehmer TEUR 21 (VJ: TEUR 11) enthalten. Als Abschreibungen auf das Umlaufvermögen sind die Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegen Wert der unfertigen Erzeugnisse gesondert ausgewiesen worden, da diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen für Gewährleistungen, weiterbelastete Dienstleistungen der Gesellschafterin, Mieten und Nebenkosten, Reisekosten, Frachten sowie allgemeine Verwaltungskosten enthalten. Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 6 (Vj: TEUR 7). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung im Sinne von § 285 Nr. 31 HGB enthalten. Es handelt sich um Beratungsaufwendungen und vom Gesellschafter weiterbelastete Kosten für fremde Dienstleistungen in Höhe von TEUR 4.332 (VJ: TEUR 2.078), die im Rahmen des Aufbaus und der Inbetriebnahme der neuen Fabrik angefallen sind. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen mit TEUR 1.625 (Vj: TEUR 332) verbundene Unternehmen. Sonstige AngabenArbeitnehmer: Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 205 (Vj: 136) Arbeitnehmer beschäftigt, davon 163 Angestellte und 34 gewerbliche Arbeitnehmer sowie 8 Werkstudenten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen: Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag aus Mietverhältnissen mit TEUR 283. Bereits gewährte Fördermittel in Höhe von TEUR 1.645 der Investitionsbank des Landes Sachsen-Anhalt sind nach der Verwendung bis zum Ablauf der Zweckbindung bedingt rückzahlbar. Ergebnisverwendung: Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages wird der Verlust von der Gesellschafterin übernommen. Der Bilanzgewinn soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Geschäftsführung: Die Geschäftsführung der Gesellschaft setzt sich wie folgt zusammen:
Im Hinblick auf die Angabe der Bezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans verweisen wir auf die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB, da im Geschäftsjahr nur Herr Dr. Benecke und Herr Knott von der Gesellschaft Bezüge erhalten haben bzw. Gehaltskosten für Herrn Uie an die Gesellschaft weiterbelastet wurden. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Ablauf des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich bis zum heutigen Datum nicht ereignet.
Barleben, den 17.10.2024 Dr. Ingo Benecke, Geschäftsführer Dr. George Gillespie, Geschäftsführer Kazufumi Uie, Geschäftsführer Tetsuhiro Habe, Geschäftsführer Hiroyuki Urabe, Geschäftsführer Laurent Fullana, Geschäftsführer Hiroshi Nakamura, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die HORIBA FuelCon GmbH, Barleben Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der HORIBA FuelCon GmbH, Barleben, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HORIBA FuelCon GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, den 17. Oktober 2024 PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Carl Erik Daum, Wirtschaftsprüfer ppa. Dirk Leja, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 25.10.2024 festgestellt. |
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