Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 301221
Vorher
Hausemann &, Franzen Ingenieur- und Montagebau GmbHHausemann GmbH Ingenieur- und Montagebau
Eingetragen
21.10.1991
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenIngenieurbüros für TragwerksplanungIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und Verkehrsanlagen
Gegenstand
der Ingenieur- und Komplettbau, Planung, Statik, Industrie-, Dach- Wand- und Fertigbaumontage, die Herstellung und der Vertrieb von Formteilen aus Metall sowie der An- und Verkauf von Baustoffen aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Hofmann
seit 17.6.2022
Prokura
Matthias Kührt
seit 23.8.2018
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Beteiligungen

NameAnteil
25.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hausemann GmbH

Suhl

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht

A. Unternehmensstruktur und Geschäftstätigkeit

Wir fertigen und montieren Dach- und Fassadenelemente. Daneben stellen wir Kant- und Sonderteile aus Metall her. Wir übernehmen die gesamte Bauplanung, Rohbaukonstruktionen sowie die Errichtung von schlüsselfertigen Industrie- und Gewerbebauten.

B.  Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Laut Internationalen Währungsfonds (IWF) belief sich das Wachstum der Weltwirtschaft in 2021 auf 6,1 %.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands war im Jahr 2021 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 2,7 % höher als im Jahr 2020. Die deutsche Wirtschaft konnte somit die Rezession im Corona-Krisenjahr 2020 (-4,9 %) nicht ausgleichen.

Die Baubranche zählt zu den bedeutendsten Wirtschaftszweigen in Deutschland: Ca. 11 % des deutschen Bruttoinlandsprodukts werden für Bauinvestitionen verwendet.

II. Baubranche

Die Bauwirtschaft hat lt. Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. (HDB) in den Corona-Jahren 2020 und 2021 die Gesamtwirtschaft gestützt. In der Addition beider Jahre legten die Bauinvestitionen sowie die Bruttowertschöpfung im Baugewerbe preisbereinigt jeweils um 3,2 % zu, die Zahl der Beschäftigten im Baugewerbe stieg um 2,4 %. Damit blieb die gesamtwirtschaftliche Bedeutung hoch.

Das Baugewerbe 2021 lag sowohl bei der Produktion als auch bei der Beschäftigung noch vor so wichtigen deutschen Industriebereichen wie dem Maschinenbau oder der Chemischen Industrie.

Der Wirtschaftsbau konnte in 2021 gem. dem HDB ein nominales Umsatzplus von 2,3 % verzeichnen und schnitt im Baugewerbe am besten ab.

2021 erwirtschafteten die Betriebe des Bauhauptgewerbes einen baugewerblichen Umsatz von 145 Mrd. Euro, jedoch lag der Umsatz je Beschäftigten im deutschlandweiten Durchschnitt 2021 bei 159.000 Euro und damit etwas niedriger als 2020. "Der Umsatz legte im Gesamtjahr 2021 nur um nominal 1,2 % zu, real ist dies ein Rückgang von 6 %", erläuterte Herr Müller (Hauptgeschäftsführer der BAUINDUSTRIE). Er erläuterte weiterhin, dass "die Bauunternehmen […] aufgrund von Lieferengpässen bei Materialien ihre Aufträge nicht so schnell abarbeiten" konnten.

Den Unternehmen im Bauhauptgewerbe gelang es gem. dem Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) wiederum, den Beschäftigtenstand weiter aufzubauen. Nach 892.663 Beschäftigten in 2020 stieg die Zahl der Beschäftigten in 2021 auf 911.481; (+18.818 Beschäftigte = +2,1 %). Damit hat das Bauhauptgewerbe seit 2010 ca. 200.000 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Der Umsatz im Wirtschaftsbau erreichte in 2021 ca. 51,0 Mrd. Euro nach 49,8 Mrd. Euro im Vorjahr; (+2,3 %). Die Wachstumsrate spiegelte dabei gleichermaßen die Entwicklung im Hochbau wie im Tiefbau wieder. Der Hochbau trug zur Umsatzentwicklung ca. 29 Mrd. Euro bei, der Tiefbau 22 Mrd. Euro. Der Wirtschaftshochbau war in der ersten Jahreshälfte noch von den Corona-Auswirkungen gezeichnet, hat aber im zweiten Halbjahr wieder Fahrt aufgenommen. So erreicht das Segment der Handelsgebäude, das schwer von der Corona-Pandemie betroffen war, per November zumindest wieder ein Nachfrage-Niveau wie 2020. Zum Niveau in 2019 fehlen allerdings immer noch 7 %; (bemessen nach Baukosten).

Anders als nach dem Trend zum Homeoffice zu vermuten war, hat die Nachfrage nach Bürogebäuden wieder kräftig angezogen. Per November wurden sowohl nach Baukosten als auch umbauten Raum fast 20 % mehr Baugenehmigungen erteilt als 2020. Die Nachfrage liegt hier auch oberhalb des Niveaus aus 2019. Bei Fabrikgebäuden ist noch kein Nachholeffekt der Nachfrage zu sehen. Per November 2021 wurden Genehmigungen auf Vorjahresniveau erteilt. (Quelle: ZDB)

C.  Geschäftsverlauf

Die Bautätigkeit war während des Jahres 2021 nur wenig von der Witterung und Corona beeinflusst. Auf diese Weise wurden die aus dem Vorjahr übertragenen Auftragsbestände in Teilen abgearbeitet. Trotz der ganzjährig guten Auftragslage sank die Gesamtleistung um ca. 1,1 %. Aufgrund steigender Auftragswerte und damit einhergehend auch längeren Auftragszeiten nahmen die angefangenen/unfertigen Erzeugnisse um 1,55 Mio. Euro zu.

I. Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist mit 9,24 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr (9,18 Mio. Euro) nahezu identisch.

Die gesamten Investitionen in das Anlagevermögen des Geschäftsjahres beliefen sich auf ca. 295 TEuro. Abschreibungen wurden in Höhe von 321 TEuro (Vorjahr 331 TEuro) verrechnet. Im Wesentlichen wurde in Lizenzen, Maschinen und Betriebsausstattung sowie im Bereich der Finanzanlagen investiert. Insgesamt hat sich das Anlagevermögen von 3.451 TEuro auf 3.425 TEuro gemindert. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt -279 TEuro (Vorjahr -264 TEuro). Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt 37,1 % (Vorjahr 37,6 %).

Das Umlaufvermögen einschließlich der Rechnungsabgrenzung stieg um 89 TEuro auf 5.809 TEuro. Einzelne Positionen veränderten sich dabei unterschiedlich: Die Vorräte erhöhten sich um 86 TEuro auf 1.735 TEuro. Dabei stiegen die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und unfertigen Leistungen um 1.752 TEuro auf 9.285 TEuro, die davon offen abgesetzten erhaltenen Anzahlungen erhöhten sich von 5.885 TEuro um 1.666 TEuro auf 7.551 TEuro.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände stiegen um 836 TEuro auf 2.098 TEuro. Dabei nahmen insbesondere die Leistungsforderungen aufgrund rechtzeitiger Bauabnahmen erheblich zu, die sonstigen Forderungen blieben fast unverändert.

Die liquiden Mittel reduzierten sich um 833 TEuro auf 1.977 TEuro. Die Liquidität 2. Grades beträgt zum Bilanzstichtag 850 TEuro (Vorjahr 1.204 TEuro). Die Liquidität war im Berichtsjahr jederzeit gewährleistet.

II. Finanzlage

Das Eigenkapital per 31.12.2021 ist absolut leicht gefallen und beträgt 4.759 TEuro (Vorjahr 5.234 TEuro). Dies entspricht einer konstanten Eigenkapital-Quote von 51,5 % (Vorjahr 57,0 %). Die Hausemann GmbH erwarb im Mai 2020 eigene Anteile in Höhe von 25 % am Gesamtkapital der Gesellschaft.

Das Fremdkapital ist absolut von 3.942 TEuro um 537 TEuro auf 4.479 TEuro gestiegen. Ursächlich ist im Wesentlichen die Zunahme der Verbindlichkeiten (841 TEuro). Die Rückstellungen sanken um 252 TEuro gegenüber dem Vorjahr, die passiven latenten Steuern nahmen um 52 TEuro ab.

Aufgrund eines neuen Darlehens sowie planmäßiger Tilgungsleistungen veränderten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten kaum (+18 TEuro). Die bestehenden kurzfristigen Kreditlinien wurden nicht in Anspruch genommen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+112 TEuro) sowie die sonstigen Verbindlichkeiten (+838 TEuro) erhöhten sich. Reduziert haben sich hingegen die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern um 128 TEuro.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt -765 TEuro (Vorjahr -1.110 TEuro).

Die Kontokorrent- und Avallinie wird durch Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsbürgschaften zu ca. 72 % (Vorjahr ca. 73 %) in Anspruch genommen.

III. Ertragslage

Die Geschäftstätigkeit führte 2021 zu einem Rohergebnis von 7.223 TEuro (Vorjahr 8.165 TEuro). Unsere Schätzung, ein Betriebsergebnis in Höhe von 0,6 Mio. Euro zu erwirtschaften wurde mit erzielten 0,5 Mio. Euro nicht ganz erreicht.

Der Jahresüberschuss beläuft sich auf 389 TEuro (nach Steuern). Dies stellt einen Rückgang um 444 TEuro gegenüber dem Vorjahr dar (Vorjahr 733 TEuro nach Steuern).

Im Bereich der wesentlichen Beschaffungsmärkte (Material und Personal) haben sich folgende Änderungen ergeben:

Die Einkaufskonditionen für Warmbandstahl und weitere Vorprodukte sind gerade gegen Ende 2021 merklich gestiegen, um diese Entwicklung etwas abzumildern haben wir unsere Bestände insoweit erhöht.

Insgesamt erhöhte sich der Materialeinsatz um 20 %, wohingegen die Aufwendungen für Fremdleistungen (Nachunternehmer) im Geschäftsjahr 2021 gegenüber dem Vorjahr um 17 % gesunken sind.

Das Rohergebnis ist im Geschäftsjahr 2021 um 942 TEuro gefallen.

Die Personalkosten sind leistungsbedingt fast konstant geblieben, bezogen auf die Gesamtleistung ist der Anteil ebenso unverändert.

Die Abschreibungen betragen relativ konstante 321 TEuro (Vorjahr 331 TEuro).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verminderten sich um 217 TEUR auf 1.572 TEuro (Vorjahr 1.790 TEuro). Veränderungen gab es insbesondere im Bereich Reparaturen und Instandhaltungen (+49 TEuro), Gewährleistungen (-161 TEuro), Rechts- und Beratungskosten (-100 TEuro).

Das Finanzergebnis beläuft sich auf -74 TEuro (Vorjahr -67 TEuro).

Analog zur Ergebnisreduktion veränderte sich auch die Steuerbelastung. Aufgrund des geringeren operativen Ergebnisses sank auch die Ertrag- bzw. Einkommensteuerbelastung um 132 TEuro auf 149 TEuro.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt +210 TEuro (Vorjahr +818 TEuro).

Zum Ende des Geschäftsjahres beschäftigte die Gesellschaft 100 Mitarbeiter (Vorjahr 94).

Insgesamt ist die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft geordnet.

D.  Risikobericht

I. Allgemeiner Risikobericht

1. Risikomanagement

Ein konsequentes Risikomanagement bei der Auftragsauswahl und deren Kalkulation sowie permanente Überprüfungen der Bauprojekte während der Ausführung lassen Abweichungen von den Soll-Zuständen zeitnah erkennen. Durch die permanente Überprüfung und die zeitnahe Kostenerfassung der Projekte ist es möglich, Fehlentwicklungen schneller zu erkennen und diesen gegebenenfalls entgegen zu steuern.

Im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses bei der Leistungserstellung stellt die Geschäftsführung sicher, dass sich Verfahren, Techniken und Abläufe auf dem aktuellen Stand befinden. Durch unser Leistungsvermögen, unseren Service und hohe Qualitätsstandards heben wir uns vom Markt ab. Darüber hinaus findet ein stetiger Optimierungsprozess statt, um langfristig konkurrenzfähig zu bleiben.

Auswirkungen durch den Ukraine-Krieg sind in ihrer weltwirtschaftlichen und somit auch unternehmensweiten Auswirkung noch nicht seriös zu beurteilen; das Unternehmen hat keine direkten Geschäftsbeziehungen mit Russland und auch nicht mit der Ukraine. Wir gehen aber davon aus, dass die Belastung für unser Unternehmen durch die durch den Krieg hervorgerufene Energiepreissteigerung ca. 100 TEuro in 2022 betragen wird.

2. Marktrisiken

Marktrisiken wird durch breite, schon in frühen Projektphasen einsetzende Akquisition entgegengewirkt.

Eine Herausforderung bleiben Projektverzögerungen bzw. -verlängerungen, z.B. witterungsbedingt, durch lange Genehmigungsläufe oder die Tendenz zu immer größeren, geografisch weiter entfernten Projekten und proportional kürzeren Bauzeiten. Durch kleinere und schnell realisierbare Projekte versuchen wir dies zu kompensieren. Auch durch hohe Flexibilität und Reaktionsbereitschaft gelingt es uns, den sich daraus ergebenden negativen Konsequenzen erfolgreich entgegenzuwirken.

Auch sind wir darauf angewiesen, dass die Vorarbeiten anderer Unternehmer rechtzeitig und in erwarteter Qualität ausgeführt werden. Andernfalls kann es zu zeitlichen Verschiebungen und unerwarteten Mehraufwand kommen, der nur begrenzt aufgefangen bzw. weiterbelastet werden kann.

Auf dem Beschaffungsmarkt haben sich die Einkaufskonditionen insbesondere im Jahr 2021 spürbar verändert. Die realisierten Preissteigerungen können häufig nur bedingt an Kunden weitergegeben werden. Die im Ausland erheblich günstigeren Personalkosten üben überdies einen stetigen Druck auf die Margen in Deutschland aus. Auch wir versuchen durch entsprechende Nachunternehmer an diesem Trend teilzuhaben.

II. Spezieller Risikobericht

1. Liquiditäts-, Zins und Preisrisiken

Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend und langfristige Finanzierungen wurden zu festen Zinssätzen abgeschlossen. Derivative Finanzinstrumente werden nicht vereinbart. Es sind derzeit keine finanziellen Engpässe zu erwarten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen, in der Regel unter Einbehaltung von Skonti, gezahlt.

Nach wie vor ist der Baumarkt durch einen gewissen Preiswettbewerb gekennzeichnet. Erwartungsgemäße Margen lassen sich vornehmlich dort erzielen, wo wir uns durch wettbewerbsüberlegene Professionalität auszeichnen; wir versuchen diese Strategie beizubehalten und fokussieren uns daher auf unsere Kernkompetenzen.
                                                         
2. Ausfallrisiken

Aufgrund der jahrelangen partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit vielen Kunden betrachten wir unsere Markt­position als gefestigt. Neben einem effizienten Forderungsmanagement wird der größte Teil der bestehenden Forderungen über eine Warenkreditversicherung abgesichert. Im Vorfeld eines Auftrages werden immer Informationen über rechtliche Verhältnisse und die Zahlungsfähigkeit beeinflussende Faktoren eingeholt. Sobald Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden diese mittels Anzahlungen oder Bürgschaften abgesichert.

3. Personal

Der Mangel an verfügbaren Facharbeitern hat sich im deutschen Baugewerbe zum größten Geschäftsrisiko entwickelt. In einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages nannten 78 % der Unternehmen des Baugewerbes zu Jahresbeginn 2022 diesen Mangel als Risiko für die eigene wirtschaftliche Entwicklung. Zum Jahresbeginn 2010 waren es dagegen nur 21 %.

Trotz eines leistungsgerechten Entlohnungssystems, kontinuierlicher Aus- und Fortbildung, flacher Hierarchien und einer 4-Tage-Woche in der Montage stellt der Fachkräftemangel unser größtes Problem dar. Es ist fast unmöglich entsprechendes Fachpersonal im Bereich der Montage, welche den Grundpfeiler des Unternehmens bildet, zu finden. Diesem Problem lässt sich auch nur schwer mit höherer Entlohnung und besseren Arbeitsbedingungen entgegenwirken, da die Auswärtsmontage sowie handwerkliche Tätigkeiten zunehmend an Attraktivität verlieren.

4. Währungsrisiken

Da alle Verträge ausschließlich in Euro abgeschlossen werden, sind keine Finanzierungsinstrumente zur Währungsabsicherung notwendig.

5. Inflationsrisiken

Ob bestehende Inflationsrisiken nur temporär oder dauerhaft bestehen und ob daraus resultierende Kostensteigerungen weiterbelastet werden können, ist zurzeit nicht einschätzbar.

6. Rechtliche Risiken

Wir unterliegen einer Vielzahl von rechtlichen Risiken. Hierzu zählen insbesondere Risiken aus den Bereichen der vertragskonformen Erfüllung bestehender Verträge, dem Arbeitsrecht und -schutz oder dem Umweltschutz. Wir versuchen die daraus resultierenden Risiken durch Versicherungsleistungen abzudecken. Darüber hinaus können entsprechenden Kosten oder Rückstellungsdotierungen anfallen. Unser Versicherungskonzept sichert die Deckung von wesentlichen Großschäden ab. Zur Schadensvorsorge sind umfangreiche Maßnahmen getroffen (z. B. Feuer-, Haftpflicht-, Gebäude-, Elektronik-, Einbruchdiebstahl- bzw. Betriebsunterbrechungsversicherung).

7. IT-Sicherheit           

Zur Gewährleistung der IT-Sicherheit wurden im Unternehmen angemessene Vorkehrungen getroffen.

III. Zusammenfassung

Alle uns bekannten Risiken sind soweit möglich nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Vorsorge oder Versicherungen ausreichend abgedeckt. Das Gesamtbild der Risikolage, welches sich aus der Zusammenfassung der beschriebenen Risiken anhand von Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit ergibt, führt zu unserer Einschätzung, dass weder einzelne Risiken noch die Risiken in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdenden Charakter haben. Wir hoffen, die sich aus den oben genannten Risiken ergebenden Herausforderungen auch in den kommenden Jahren erfolgreich zu meistern, wenngleich die Rahmenbedingungen schwerer werden. Die größte Herausforderung wird für uns sein, trotz des deutschlandweiten und branchenbekannten Mangels, nachhaltig ausreichend eigene Montagemitarbeiter rekrutieren zu können.

E.   Prognose- und Chancenbericht

Die schleppende wirtschaftliche Entwicklung in China und den USA führt nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu einem weltweit langsameren Wirtschaftswachstum. Der IWF senkte seine globale Wachstumsprognose für das laufende Jahr 2022 auf 3,2 % und für 2023 auf 2,9 % (Stand Juli 2022).

Auch die Wachstumsprognose für Deutschland senkte der IWF deutlich ab. Er rechnete für 2022 nur noch mit einem Wirtschaftswachstum von 1,2 % - im April hatte er noch 2,1 % vorhergesagt. Auch für 2023 senkte der Währungsfonds seine Prognose für Deutschland im Vergleich zu April deutlich um 1,9 Prozentpunkte auf jetzt 0,8 % ab (Stand Juli 2022).

"Verschiedene Schocks haben die Weltwirtschaft getroffen, die bereits durch die Auswirkungen der Pandemie geschwächt war", erklärte der IWF. Vor allem der Krieg in der Ukraine belaste das Wachstum. Der russische Angriff auf das Nachbarland habe zu hohen Energie- und Nahrungsmittelpreisen geführt und so die Inflation nach oben getrieben.

Zugleich rechnet die EU-Kommission für dieses Jahr mit einer Teuerungsrate von 7,6 Prozent (bisher 6,1 Prozent). EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Paolo Gentiloni sieht die Folgen des Krieges vor den Toren der EU als Treiber der Entwicklung
Die schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit anhaltender Corona-Pandemie, gestörten Lieferketten, steigenden Preisen und dem Krieg in der Ukraine schlagen sich lt. dem Statistischen Bundesamt (Destatis) deutlich in der konjunkturellen Entwicklung nieder.

"Der Mix aus steigenden Lebenshaltungskosten, Preissteigerungen und Lieferschwierigkeiten für Baumaterial und Zinserhöhungen lassen die Baukonjunktur an Fahrt verlieren", sagte Marcus Nachbauer, Vorsitzender der Bundesvereinigung Bauwirtschaft. Der Neubau verliere 2022 an Fahrt, stützend wirke sich die Nachfrage nach Sanierungen aus, betonte er. Rechnet man die höheren Preise heraus, erwarteten die Mitgliedsunternehmen ein reales Umsatzminus von ein bis zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Schwierigkeiten bereitet vielen Bau- und Ausbaubetrieben nach wie vor die Beschaffung von Baustoffen und deren Preisentwicklung. "Das Preisniveau im Einkauf bleibt auf historisch hohem Niveau", sagte Nachbauer. Insgesamt seien die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe im ersten Halbjahr 2022 real um drei Prozent auf 51 Milliarden Euro zurückgegangen. Der Zentralverband des deutschen Baugewerbes (ZDB) verkündete in seinen Prognosen für die Bauwirtschaft im Jahr 2023einen um real 7 % sinkenden Umsatz im Bauhauptgewerbe. Der nominale Umsatz soll im Jahr 2023 auf 154,6 Milliarden Euro (-2 % ggü. Vorjahr) fallen, der reale Umsatz im Wirtschaftsbau soll um 6 % sinken. Erstmals seit 2009 soll die Anzahl der Beschäftigten um 7.000 Mitarbeitende sinken.

Zum Jahreswechsel 2021/2022 hätten alle Ampeln für die Baubranche noch auf grün gestanden, betonte Präsident Peter Hübner vom Branchenverband HDB. Man habe damals nominal für dieses Jahr noch ein Wachstum von 5,5 Prozent angepeilt. Nach Abzug steigender Baupreise wäre dies real ein Plus von 1,5 Prozent gewesen. Der Einmarsch Russlands in die Ukraine habe die Lage aber völlig verändert. Denn allein ein Drittel der vom Verband befragten Firmen beziehe Baumaterial aus diesen beiden Ländern. Neun von zehn Betrieben beklagen direkte oder indirekte Auswirkungen des Krieges auf ihr Unternehmen.

"Die Probleme liegen hauptsächlich in der mangelnden Verfügbarkeit beziehungsweise den starken Preissteigerungen bei diversen Baumaterialien sowie beim Bruch von Logistikketten", erklärte der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB). Es gebe Verzögerungen bei Bauprojekten und zunehmend auch Stornierungen.

Nach wie vor sind wir der Auffassung, dass die hauptsächlichen Ursachen für Erfolg oder Misserfolg von Unternehmen in der Zusammenarbeit zwischen der Geschäftsführung und den Mitarbeitern sowie dem täglichen Umgang mit Auftraggebern, Nachunternehmern, Kollegen und Geschäftspartnern liegen. Alle gemeinsam "ins Boot" der Projektverantwortung zu holen, ist ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg. Durch ehrliches Lob, Anerkennung und Einbindung in den unternehmerischen Entscheidungsprozess, versuchen wir innere Verbindung und Treue zum eigenen Unternehmen zu erreichen.

Aufgrund des Auftragsüberhangs aus 2021 und des bisher in 2022 zu verzeichnenden Auftragseinganges (Stand Ende Oktober 2022) rechnen wir mit einem Abrechnungsvolumen für 2022 in Höhe von 20 Mio. Euro. Als Zielstellung für 2022 streben wir eine Gesamtleistung von 17,5 bzw. 18,0 Mio. Euro sowie ein Betriebsergebnis von ca. 0,7 Mio. Euro an. Langfristig wird unsere unternehmenseigene Montagekapazität wegen der Fachkräfteproblematik jedoch sinken, was einen Umsatzrückgang zur Folge haben wird.

Suhl, den 30. Dezember 2022
Hausemann GmbH Stefan Hausemann Geschäftsführer
Dieser Bericht enthält Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf der Gesellschaft. Diesen Aussagen liegen Annahmen zur wirtschaftlichen Entwicklung, insbesondere des Baugewerbes zugrunde, die wir auf Basis uns vorliegender und als realistisch empfundener Informationen getroffen haben. Aufgrund dieser, mit Risiken behafteten Einschätzungen, kann die tatsächliche Entwicklung von den Planungen abweichen. Sollte es daher zu unerwarteten Veränderungen kommen, kann das unsere Geschäftsentwicklung entsprechend beeinflussen.

Bilanz

Aktiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen 3.424.602,96 3.450.653,02
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 14.338,00 28.597,00
II. Sachanlagen 3.168.126,24 3.180.476,24
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.173.333,24 2.300.620,24
2. technische Anlagen und Maschinen 638.637,00 468.960,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 356.156,00 410.896,00
III. Finanzanlagen 242.138,72 241.579,78
B. Umlaufvermögen 5.809.672,95 5.720.820,64
I. Vorräte 1.734.771,00 1.648.439,14
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7.550.640,55 5.884.834,25
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.097.820,18 1.262.040,36
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.977.081,77 2.810.341,14
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.980,00 4.921,26
Aktiva 9.238.255,91 9.176.394,92

Passiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital 4.759.297,72 5.234.046,02
I. ausgegebenes Kapital 19.173,44 19.173,44
1. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
2. eigene Anteile -6.391,15 -6.391,15
II. Gewinnrücklagen 1.436.285,15 1.436.285,15
III. Gewinnvortrag 3.015.087,43 3.045.657,54
IV. Jahresüberschuss 288.751,70 732.929,89
B. Rückstellungen 1.768.950,03 2.020.954,00
C. Verbindlichkeiten 2.710.008,16 1.868.794,90
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 862.454,86 843.749,80
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 127.551,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.847.553,30 897.494,10
D. Passive latente Steuern 0,00 52.600,00
Passiva 9.238.255,91 9.176.394,92

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Rohergebnis 7.222.920,80 8.164.850,86
2. Personalaufwand 4.808.614,90 4.825.376,23
a) Löhne und Gehälter 3.915.618,91 3.906.307,06
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 892.995,99 919.069,17
davon für Altersversorgung 24.856,47 27.312,95
3. Abschreibungen 320.764,01 330.561,66
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 320.764,01 330.561,66
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.572.493,33 1.789.859,77
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.190,27 997,63
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 650,00
davon Erträge aus Abzinsung   100,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 73.376,45 67.495,51
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 14.199,00 17.726,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 148.631,29 280.825,00
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 52.600,00  
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern   52.600,00
9. Ergebnis nach Steuern 300.231,09 872.380,32
10. sonstige Steuern 11.479,39 139.450,43
11. Jahresüberschuss 288.751,70 732.929,89

Anhang

A. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Hausemann GmbH (geändert mit Eintragung im Handelsregister am 17. Juni 2022; zuvor Hausemann GmbH Ingenieur- und Montagebau) hat ihren Sitz in Suhl. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Jena unter HRB 301221 eingetragen.

B. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze auf der Grundlage der für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Die Vorjahreszahlen sind vergleichbar. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht dem Gliederungsschema nach § 275 HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG).

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Die Gliederung der Bilanz wurde gem. § 265 Abs. 6 i. V. m. § 266 Abs. 2 A. III HGB um die Position Genossenschaftsanteile erweitert.

C.  Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss wurden die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vorgenommen, die um nutzungsbedingte planmäßige Abschreibungen vermindert wurden. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Bewertung einbezogen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung bildete die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen und dem unbeweglichen Sachanlagevermögen erfolgte die Abschreibung linear. Die beweglichen Anlagegüter wurden linear abgeschrieben.

Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis Euro 800,00 Euro wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Finanzanlagen

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten. Soweit eine dauernde Wertminderung vorlag wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

Vorräte

Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wurde zu Anschaffungskosten bewertet, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war.

Die unfertigen Leistungen wurden mit den nach Fertigungsgrad angefallenen Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Herstellungskosten umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten. Somit wurden für die Ermittlung der Herstellungskosten neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten, die auf der Grundlage der innerbetrieblichen Kostenrechnung der Hausemann GmbH ermittelt wurden, mit einbezogen. Vertriebskosten, Fremdkapitalzinsen und Gewinnaufschläge wurden nicht mit in die Bewertung einbezogen. Dem Prinzip der verlustfreien Bewertung wurde Rechnung getragen und auf Basis von Einzelermittlungen beruhende Abwertungen vorgenommen. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Vorräte wurden mit dem Rückzahlungsbetrag offen von dem Posten Vorräte abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wurde durch Bildung angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Bankguthaben, Kassenbestand

Liquide Mittel wurden zu Nominalwerten angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Aufwendungen wurden aktiviert und entsprechend der Laufzeit der zugrunde liegenden Verträge aufgelöst.

Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie wurden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Die Steuerrückstellungen beinhalten im Wesentlichen die das Vorjahr betreffenden, bis zum Bilanzstichtag noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zum Abschlussstichtag entstandenen und bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Die Dotierung erfolgte mit dem vorsichtig geschätzten Erfüllungsbetrag, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Latente Steuern

Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden sich daraus - nach Saldierung - insgesamt ergebende Steuerbelastungen passiviert und Steuerentlastungen passiviert.

D. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie der Abschreibungen wurde im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Forderungen enthalten im Wesentlichen folgende noch nicht vereinnahmte Beträge:

Steuerrückforderungen lfd. Jahr; GewSt, USt, KSt
248 TEuro
Bonusabrechnungen
166 TEuro
debitorische Kreditoren/ Lieferantengutschriften
20 TEuro
Forderungen gegen Bundesagentur
20 TEuro


Die sonstigen Forderungen haben in der Regel eine Laufzeit unter einem Jahr. Sonstige Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen in Höhe von 0 TEuro (Vorjahr 0 TEuro).

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktive Rechnungsabgrenzung enthält ausschließlich transitorische Posten im engeren Sinne; sie beinhaltet im Wesentlichen einen Service- und Leasingvertrag in Höhe von 4 TEuro.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) beträgt 50.000,00 DM. Dies entspricht 25.564,59 Euro.

Rückstellungen für Pensionen

Die Pensionsrückstellung wurde nach der PUC-Methode (Projected Unit Credit Method) gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt:

- durchschnittlicher Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre in Höhe von 1,87 % für eine Laufzeit von 15 Jahren, der von der deutschen Bundesbank bekanntgegeben wurde
- Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden nicht berücksichtigt
- Sterbetafel nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G"         

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein ausschüttungsgesperrter Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 11.519,00 Euro.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten Steuernachzahlungen aus den zum Bilanzstichtag noch nicht veranlagten Steuern des Geschäftsjahres in Höhe von 37 TEuro.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:

Art der Verbindlichkeit zum
Gesamtbetrag
davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2021

kleiner 1 J.
1 bis 5 J.
größer 5 J.


TEuro
TEuro
TEuro
gegenüber Kreditinstituten
862,5
236,4
424,1
202,0

(Vj. 843,7)
(Vj. 100,4)
(Vj. 401,4)
(Vj. 342,0)
sonstige Verbindlichkeiten
1.847,6
1.542,2
305,4
0,0

(Vj. 897,4)
(Vj. 897,4)
(Vj. 0,0)
(Vj. 0,0)
gegenüber Gesellschaftern
0,0
0,0
0,0
0,0

(Vj. 127,6)
(Vj. 127,6)
(Vj. 0,0)
(Vj. 0,0)
Summe
2.710,1
1.778,5
729,5
202,0

(Vj. 1.868,8)
(Vj. 1.125,4)
(Vj. 401,4)
(Vj. 342,0)



Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist durch Grundpfandrechte gesichert. Darüber hinaus bestehen für die Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetztes entstehende Sicherheitseinbehalte.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten 80,9 TEuro (Vorjahr 59,4 TEuro) Verbindlichkeiten aus Steuern und 11,9 TEuro (Vorjahr 9,9 TEuro) Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit.

Latente Steuern

Aufgrund temporäre Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen bei Vermögensgegenständen und Schulden werden folgende latente Steuern ausgewiesen, die mit einem Steuersatz von 30 % bewertet wurden:


Stand zum 31.12.2020

Veränderung
Stand zum 31.12.2021

in Euro
in Euro
in Euro
aktive latente Steuern
2.900
-2.900
0
Anlagevermögen
60
-60

Rückstellungen
2.840
-2.840

passive latente Steuern
55.500
-55.500
0
Anlagevermögen
0
0

Umlaufvermögen
55.500
-55.500

Rückstellungen
0
0

Saldo passive latente Steuern
52.600
-52.600
0


E. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der GuV

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Erläuterung der periodenfremden Erträge und Aufwendungen

In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von 99,0 TEuro enthalten. Die Erträge wurden in den Posten sonstige betriebliche Erträge erfasst und betreffen überwiegend die Auflösung von Rückstellungen des Vorjahres und Buchgewinne aus der Veräußerung von Gegenständen des Anlagevermögens.

Im Personalaufwand des Vorjahres sind nicht regelmäßig wiederkehrende Aufwendungen in Höhe von 36,9 TEuro enthalten.

F. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum 31.12.2021 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten folgende finanzielle Verpflichtungen:


des folgenden
Geschäftsjahres
der folgenden fünf
Geschäftsjahre

TEuro
TEuro

Verpflichtungen aus Leasingverträgen (netto)

199,6

375,1


Diese Vorgehensweise trägt zur Verringerung der Kapitalbindung bei und belässt das Investitionsrisiko beim Leasinggeber.

Außerdem stehen für den Zufluss von Forderungen in Höhe der zu gewährenden Gewährleistungseinbehalte unsere Avallinien i.H.v. 6.500 TEuro bereit. Dafür werden als Sicherheiten im Wesentlichen unsere Finanzanlagen i.H.v. 237 TEuro sowie Grundpfandrechte i.H.v. 300 TEuro genutzt.

Aus den Erfahrungswerten der Vergangenheit rechnen wir nicht mit einer Inanspruchnahme.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer


2021
2020
gewerbliche Arbeitnehmer
65
64
Angestellte
28
28
Arbeitnehmer i.S.d. § 267 HGB / § 285 Nr. 7 HGB
93
92
Geschäftsführer
1
1
Azubis
3
3

97
96


Namen der Mitglieder der Geschäftsführung

Als Geschäftsführer war Herr Stefan Hausemann, kaufmännischer Angestellter, bestellt. Er ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Vergütung der Organmitglieder  

Die Angabe der Bezüge zu den tätigen sowie früheren Organen der Gesellschaft unterbleibt  gem. § 286 Abs. 4 HGB.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Jahresüberschuss beträgt 288.751,70 Euro. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrages ergibt sich ein Betrag von 3.303.839,13 Euro, der zu verwenden ist. Auf neue Rechnung werden 3.303.839,13 Euro vorgetragen.

Ereignisse von besonderer Bedeutung

Mit dem Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine im Februar 2022 und den gegen Russland verhängten Sanktionen sind insbesondere die Energiepreise stark gestiegen. Die bereits seit der Corona-Pandemie bestehenden Tendenzen zu Lieferengpässen und steigenden Einkaufspreisen haben sich damit noch weiter verschärft. Die bestehende Inflation führt zu steigenden Zinsen bei Investitionsfinanzierungen. Die Auswirkungen all dessen ist für die Zukunft nicht abschätzbar.

Zweifel an der Fortbestehensprognose des Unternehmens bestehen derzeit nicht.

Suhl, den 30. Dezember 2022
Hausemann GmbH
Stefan Hausemann Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile


Anschaffungs-, Herstellungs-
kosten
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Anschaffungs-, Herstellungs-
kosten

01.01.2021



31.12.2021

EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
A. Anlagevermögen





I. Immaterielle Vermögensgegenstände





1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände
181.224,02
1.520,00
0,00
0,00
182.744,02
 Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
181.224,02
1.520,00
0,00
0,00
182.744,02
II. Sachanlagen





1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
3.229.513,22
0,00
0,00
0,00
3.229.513,22
2. technische Anlagen und Maschinen
1.011.719,75
50.645,41

179.910,00
1.242.275,16
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.010.188,09
62.082,60
45.015,28

1.027.255,41
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00
179.910,00
0,00
-179.910,00
0,00
 Summe Sachanlagen
5.251.421,06
292.638,01
45.015,28
0,00
5.499.043,79
III. Finanzanlagen





1. Wertpapiere des Anlagevermögens
236.579,78
558,94
0,00
0,00
237.138,72
2. sonstige
5.000,00
0,00
0,00
0,00
5.000,00
 Summe Finanzanlagen
241.579,78
558,94
0,00
0,00
242.138,72
 Summe Anlagevermögen
5.674.224,86
294.716,95
45.015,28
0,00
5.923.926,53

kumulierte Abschreibung
Abschreibung Geschäftsjahr
Abgänge
kumulierte Abschreibung
Buchwert
Buchwert

01.01.2021


31.12.2021
31.12.2021
Vorjahr

EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
A. Anlagevermögen






I. Immaterielle Vermögensgegenstände






1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände
152.627,02
15.779,00
0,00
168.406,02
14.338,00
28.597,00
 Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
152.627,02
15.779,00
0,00
168.406,02
14.338,00
28.597,00
II. Sachanlagen






1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
928.892,98
127.287,00
0,00
1.056.179,98
2.173.333,24
2.300.620,24
2. technische Anlagen und Maschinen
542.759,75
60.878,41
0,00
603.638,16
638.637,00
468.960,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
599.292,09
116.819,60
45.012,28
671.099,41
356.156,00
410.896,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
 Summe Sachanlagen
2.070.944,82
304.985,01
45.012,28
2.330.917,55
3.168.126,24
3.180.476,24
III. Finanzanlagen






1. Wertpapiere des Anlagevermögens
0,00
0,00
0,00
0,00
237.138,72
236.579,78
2. sonstige
0,00
0,00
0,00
0,00
5.000,00
5.000,00
 Summe Finanzanlagen
0,00
0,00
0,00
0,00
242.138,72
241.579,78
 Summe Anlagevermögen
2.223.571,84
320.764,01
45.012,28
2.499.323,57
3.424.602,96
3.450.653,02

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 24.02.2023 festgestellt.

Der Bestätigungsvermerk

des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Hausemann GmbH Ingenieur- und Montagebau
Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Hausemann GmbH Ingenieur- und Montagebau - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hausemann GmbH Ingenieur- und Montagebau für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse · entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und · vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus · identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungs­legungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir · zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
· beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
· führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Hof, den30. Dezember 2022

abts GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Diplom-Betriebswirt (FH)
Bernd Herpich
Wirtschaftsprüfer

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7 nahegelegene Organisationen

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