Hausemann
GmbH
Suhl
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021
Lagebericht
A.
Unternehmensstruktur und
Geschäftstätigkeit
Wir fertigen und montieren Dach- und
Fassadenelemente. Daneben stellen wir Kant- und Sonderteile
aus Metall her. Wir übernehmen die gesamte Bauplanung,
Rohbaukonstruktionen sowie die Errichtung von
schlüsselfertigen Industrie- und Gewerbebauten.
B.
Wirtschaftsbericht
I.
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Laut Internationalen Währungsfonds
(IWF) belief sich das Wachstum der Weltwirtschaft in
2021 auf 6,1 %.
Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP)
Deutschlands war im Jahr 2021 nach Berechnungen des
Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 2,7 % höher
als im Jahr 2020. Die deutsche Wirtschaft konnte somit die
Rezession im Corona-Krisenjahr 2020 (-4,9 %) nicht
ausgleichen.
Die Baubranche zählt zu den bedeutendsten
Wirtschaftszweigen in Deutschland: Ca. 11 % des deutschen
Bruttoinlandsprodukts werden für Bauinvestitionen
verwendet.
II.
Baubranche
Die Bauwirtschaft hat lt. Hauptverband der Deutschen
Bauindustrie e.V. (HDB) in den Corona-Jahren 2020 und 2021
die Gesamtwirtschaft gestützt. In der Addition beider
Jahre legten die Bauinvestitionen sowie die
Bruttowertschöpfung im Baugewerbe preisbereinigt
jeweils um 3,2 % zu, die Zahl der Beschäftigten im
Baugewerbe stieg um 2,4 %. Damit blieb die
gesamtwirtschaftliche Bedeutung hoch.
Das Baugewerbe 2021 lag sowohl bei der Produktion als
auch bei der Beschäftigung noch vor so wichtigen
deutschen Industriebereichen wie dem Maschinenbau oder der
Chemischen Industrie.
Der Wirtschaftsbau konnte in 2021 gem. dem HDB ein
nominales Umsatzplus von 2,3 % verzeichnen und schnitt im
Baugewerbe am besten ab.
2021 erwirtschafteten die Betriebe des
Bauhauptgewerbes einen baugewerblichen Umsatz von 145 Mrd.
Euro, jedoch lag der Umsatz je Beschäftigten im
deutschlandweiten Durchschnitt 2021 bei 159.000 Euro und
damit etwas niedriger als 2020. "Der Umsatz legte im
Gesamtjahr 2021 nur um nominal 1,2 % zu, real ist dies ein
Rückgang von 6 %", erläuterte Herr Müller
(Hauptgeschäftsführer der BAUINDUSTRIE). Er
erläuterte weiterhin, dass "die Bauunternehmen
[…] aufgrund von Lieferengpässen bei
Materialien ihre Aufträge nicht so schnell abarbeiten"
konnten.
Den Unternehmen im Bauhauptgewerbe gelang es gem. dem
Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) wiederum, den
Beschäftigtenstand weiter aufzubauen. Nach 892.663
Beschäftigten in 2020 stieg die Zahl der
Beschäftigten in 2021 auf 911.481; (+18.818
Beschäftigte = +2,1 %). Damit hat das Bauhauptgewerbe
seit 2010 ca. 200.000 neue Arbeitsplätze geschaffen.
Der Umsatz im Wirtschaftsbau erreichte in 2021 ca.
51,0 Mrd. Euro nach 49,8 Mrd. Euro im Vorjahr; (+2,3 %).
Die Wachstumsrate spiegelte dabei gleichermaßen die
Entwicklung im Hochbau wie im Tiefbau wieder. Der Hochbau
trug zur Umsatzentwicklung ca. 29 Mrd. Euro bei, der
Tiefbau 22 Mrd. Euro. Der Wirtschaftshochbau war in der
ersten Jahreshälfte noch von den Corona-Auswirkungen
gezeichnet, hat aber im zweiten Halbjahr wieder Fahrt
aufgenommen. So erreicht das Segment der
Handelsgebäude, das schwer von der Corona-Pandemie
betroffen war, per November zumindest wieder ein
Nachfrage-Niveau wie 2020. Zum Niveau in 2019 fehlen
allerdings immer noch 7 %; (bemessen nach Baukosten).
Anders als nach dem Trend zum Homeoffice zu vermuten
war, hat die Nachfrage nach Bürogebäuden wieder
kräftig angezogen. Per November wurden sowohl nach
Baukosten als auch umbauten Raum fast 20 % mehr
Baugenehmigungen erteilt als 2020. Die Nachfrage liegt hier
auch oberhalb des Niveaus aus 2019. Bei Fabrikgebäuden
ist noch kein Nachholeffekt der Nachfrage zu sehen. Per
November 2021 wurden Genehmigungen auf Vorjahresniveau
erteilt. (Quelle: ZDB)
C.
Geschäftsverlauf
Die Bautätigkeit war während des Jahres
2021 nur wenig von der Witterung und Corona beeinflusst.
Auf diese Weise wurden die aus dem Vorjahr
übertragenen Auftragsbestände in Teilen
abgearbeitet. Trotz der ganzjährig guten Auftragslage
sank die Gesamtleistung um ca. 1,1 %. Aufgrund steigender
Auftragswerte und damit einhergehend auch längeren
Auftragszeiten nahmen die angefangenen/unfertigen
Erzeugnisse um 1,55 Mio. Euro zu.
I. Vermögenslage
Die Bilanzsumme ist mit 9,24 Mio. Euro gegenüber
dem Vorjahr (9,18 Mio. Euro) nahezu identisch.
Die gesamten Investitionen in das Anlagevermögen
des Geschäftsjahres beliefen sich auf ca. 295 TEuro.
Abschreibungen wurden in Höhe von 321 TEuro (Vorjahr
331 TEuro) verrechnet. Im Wesentlichen wurde in Lizenzen,
Maschinen und Betriebsausstattung sowie im Bereich der
Finanzanlagen investiert. Insgesamt hat sich das
Anlagevermögen von 3.451 TEuro auf 3.425 TEuro
gemindert. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit
beträgt -279 TEuro (Vorjahr -264 TEuro). Der Anteil
des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt
37,1 % (Vorjahr 37,6 %).
Das Umlaufvermögen einschließlich der
Rechnungsabgrenzung stieg um 89 TEuro auf 5.809 TEuro.
Einzelne Positionen veränderten sich dabei
unterschiedlich: Die Vorräte erhöhten sich um 86
TEuro auf 1.735 TEuro. Dabei stiegen die Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe und unfertigen Leistungen um 1.752 TEuro auf
9.285 TEuro, die davon offen abgesetzten erhaltenen
Anzahlungen erhöhten sich von 5.885 TEuro um 1.666
TEuro auf 7.551 TEuro.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände stiegen um 836 TEuro auf
2.098 TEuro. Dabei nahmen insbesondere die
Leistungsforderungen aufgrund rechtzeitiger Bauabnahmen
erheblich zu, die sonstigen Forderungen blieben fast
unverändert.
Die liquiden Mittel reduzierten sich um 833 TEuro auf
1.977 TEuro. Die Liquidität 2. Grades beträgt zum
Bilanzstichtag 850 TEuro (Vorjahr 1.204 TEuro). Die
Liquidität war im Berichtsjahr jederzeit
gewährleistet.
II. Finanzlage
Das Eigenkapital per 31.12.2021 ist absolut leicht
gefallen und beträgt 4.759 TEuro (Vorjahr 5.234
TEuro). Dies entspricht einer konstanten Eigenkapital-Quote
von 51,5 % (Vorjahr 57,0 %). Die Hausemann GmbH erwarb im
Mai 2020 eigene Anteile in Höhe von 25 % am
Gesamtkapital der Gesellschaft.
Das Fremdkapital ist absolut von 3.942 TEuro um 537
TEuro auf 4.479 TEuro gestiegen. Ursächlich ist im
Wesentlichen die Zunahme der Verbindlichkeiten (841 TEuro).
Die Rückstellungen sanken um 252 TEuro gegenüber
dem Vorjahr, die passiven latenten Steuern nahmen um 52
TEuro ab.
Aufgrund eines neuen Darlehens sowie
planmäßiger Tilgungsleistungen veränderten
sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
kaum (+18 TEuro). Die bestehenden kurzfristigen
Kreditlinien wurden nicht in Anspruch genommen. Die
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+112
TEuro) sowie die sonstigen Verbindlichkeiten (+838 TEuro)
erhöhten sich. Reduziert haben sich hingegen die
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern um 128
TEuro.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
beträgt -765 TEuro (Vorjahr -1.110 TEuro).
Die Kontokorrent- und Avallinie wird durch
Gewährleistungs- und
Vertragserfüllungsbürgschaften zu ca. 72 %
(Vorjahr ca. 73 %) in Anspruch genommen.
III. Ertragslage
Die Geschäftstätigkeit führte 2021 zu
einem Rohergebnis von 7.223 TEuro (Vorjahr 8.165 TEuro).
Unsere Schätzung, ein Betriebsergebnis in Höhe
von 0,6 Mio. Euro zu erwirtschaften wurde mit erzielten 0,5
Mio. Euro nicht ganz erreicht.
Der Jahresüberschuss beläuft sich auf 389
TEuro (nach Steuern). Dies stellt einen Rückgang um
444 TEuro gegenüber dem Vorjahr dar (Vorjahr 733 TEuro
nach Steuern).
Im Bereich der wesentlichen Beschaffungsmärkte
(Material und Personal) haben sich folgende Änderungen
ergeben:
Die Einkaufskonditionen für Warmbandstahl und
weitere Vorprodukte sind gerade gegen Ende 2021 merklich
gestiegen, um diese Entwicklung etwas abzumildern haben wir
unsere Bestände insoweit erhöht.
Insgesamt erhöhte sich der Materialeinsatz um 20
%, wohingegen die Aufwendungen für Fremdleistungen
(Nachunternehmer) im Geschäftsjahr 2021 gegenüber
dem Vorjahr um 17 % gesunken sind.
Das Rohergebnis ist im Geschäftsjahr 2021 um 942
TEuro gefallen.
Die Personalkosten sind leistungsbedingt fast
konstant geblieben, bezogen auf die Gesamtleistung ist der
Anteil ebenso unverändert.
Die Abschreibungen betragen relativ konstante 321
TEuro (Vorjahr 331 TEuro).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verminderten
sich um 217 TEUR auf 1.572 TEuro (Vorjahr 1.790 TEuro).
Veränderungen gab es insbesondere im Bereich
Reparaturen und Instandhaltungen (+49 TEuro),
Gewährleistungen (-161 TEuro), Rechts- und
Beratungskosten (-100 TEuro).
Das Finanzergebnis beläuft sich auf -74 TEuro
(Vorjahr -67 TEuro).
Analog zur Ergebnisreduktion veränderte sich
auch die Steuerbelastung. Aufgrund des geringeren
operativen Ergebnisses sank auch die Ertrag- bzw.
Einkommensteuerbelastung um 132 TEuro auf 149 TEuro.
Der Cashflow aus der laufenden
Geschäftstätigkeit beträgt +210 TEuro
(Vorjahr +818 TEuro).
Zum Ende des Geschäftsjahres beschäftigte
die Gesellschaft 100 Mitarbeiter (Vorjahr 94).
Insgesamt ist die Ertrags-, Vermögens- und
Finanzlage der Gesellschaft geordnet.
D.
Risikobericht
I. Allgemeiner Risikobericht
1. Risikomanagement
Ein konsequentes Risikomanagement bei der
Auftragsauswahl und deren Kalkulation sowie permanente
Überprüfungen der Bauprojekte während der
Ausführung lassen Abweichungen von den
Soll-Zuständen zeitnah erkennen. Durch die permanente
Überprüfung und die zeitnahe Kostenerfassung der
Projekte ist es möglich, Fehlentwicklungen schneller
zu erkennen und diesen gegebenenfalls entgegen zu steuern.
Im Rahmen eines kontinuierlichen
Verbesserungsprozesses bei der Leistungserstellung stellt
die Geschäftsführung sicher, dass sich Verfahren,
Techniken und Abläufe auf dem aktuellen Stand
befinden. Durch unser Leistungsvermögen, unseren
Service und hohe Qualitätsstandards heben wir uns vom
Markt ab. Darüber hinaus findet ein stetiger
Optimierungsprozess statt, um langfristig
konkurrenzfähig zu bleiben.
Auswirkungen durch den Ukraine-Krieg sind in ihrer
weltwirtschaftlichen und somit auch unternehmensweiten
Auswirkung noch nicht seriös zu beurteilen; das
Unternehmen hat keine direkten Geschäftsbeziehungen
mit Russland und auch nicht mit der Ukraine. Wir gehen aber
davon aus, dass die Belastung für unser Unternehmen
durch die durch den Krieg hervorgerufene
Energiepreissteigerung ca. 100 TEuro in 2022 betragen wird.
2. Marktrisiken
Marktrisiken wird durch breite, schon in frühen
Projektphasen einsetzende Akquisition entgegengewirkt.
Eine Herausforderung bleiben
Projektverzögerungen bzw. -verlängerungen, z.B.
witterungsbedingt, durch lange Genehmigungsläufe oder
die Tendenz zu immer größeren, geografisch
weiter entfernten Projekten und proportional kürzeren
Bauzeiten. Durch kleinere und schnell realisierbare
Projekte versuchen wir dies zu kompensieren. Auch durch
hohe Flexibilität und Reaktionsbereitschaft gelingt es
uns, den sich daraus ergebenden negativen Konsequenzen
erfolgreich entgegenzuwirken.
Auch sind wir darauf angewiesen, dass die Vorarbeiten
anderer Unternehmer rechtzeitig und in erwarteter
Qualität ausgeführt werden. Andernfalls kann es
zu zeitlichen Verschiebungen und unerwarteten Mehraufwand
kommen, der nur begrenzt aufgefangen bzw. weiterbelastet
werden kann.
Auf dem Beschaffungsmarkt haben sich die
Einkaufskonditionen insbesondere im Jahr 2021 spürbar
verändert. Die realisierten Preissteigerungen
können häufig nur bedingt an Kunden weitergegeben
werden. Die im Ausland erheblich günstigeren
Personalkosten üben überdies einen stetigen Druck
auf die Margen in Deutschland aus. Auch wir versuchen durch
entsprechende Nachunternehmer an diesem Trend teilzuhaben.
II. Spezieller Risikobericht
1. Liquiditäts-, Zins und Preisrisiken
Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend und
langfristige Finanzierungen wurden zu festen
Zinssätzen abgeschlossen. Derivative Finanzinstrumente
werden nicht vereinbart. Es sind derzeit keine finanziellen
Engpässe zu erwarten. Die Verbindlichkeiten aus
Lieferung und Leistung werden innerhalb der vereinbarten
Zahlungsfristen, in der Regel unter Einbehaltung von
Skonti, gezahlt.
Nach wie vor ist der Baumarkt durch einen gewissen
Preiswettbewerb gekennzeichnet. Erwartungsgemäße
Margen lassen sich vornehmlich dort erzielen, wo wir uns
durch wettbewerbsüberlegene Professionalität
auszeichnen; wir versuchen diese Strategie beizubehalten
und fokussieren uns daher auf unsere Kernkompetenzen.
2. Ausfallrisiken
Aufgrund der jahrelangen partnerschaftlichen
Zusammenarbeit mit vielen Kunden betrachten wir unsere
Marktposition als gefestigt. Neben einem effizienten
Forderungsmanagement wird der größte Teil der
bestehenden Forderungen über eine
Warenkreditversicherung abgesichert. Im Vorfeld eines
Auftrages werden immer Informationen über rechtliche
Verhältnisse und die Zahlungsfähigkeit
beeinflussende Faktoren eingeholt. Sobald Ausfall- und
Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden diese mittels
Anzahlungen oder Bürgschaften abgesichert.
3. Personal
Der Mangel an verfügbaren Facharbeitern hat sich
im deutschen Baugewerbe zum größten
Geschäftsrisiko entwickelt. In einer Umfrage des
Deutschen Industrie- und Handelskammertages nannten 78 %
der Unternehmen des Baugewerbes zu Jahresbeginn 2022 diesen
Mangel als Risiko für die eigene wirtschaftliche
Entwicklung. Zum Jahresbeginn 2010 waren es dagegen nur 21
%.
Trotz eines leistungsgerechten Entlohnungssystems,
kontinuierlicher Aus- und Fortbildung, flacher Hierarchien
und einer 4-Tage-Woche in der Montage stellt der
Fachkräftemangel unser größtes Problem dar.
Es ist fast unmöglich entsprechendes Fachpersonal im
Bereich der Montage, welche den Grundpfeiler des
Unternehmens bildet, zu finden. Diesem Problem lässt
sich auch nur schwer mit höherer Entlohnung und
besseren Arbeitsbedingungen entgegenwirken, da die
Auswärtsmontage sowie handwerkliche Tätigkeiten
zunehmend an Attraktivität verlieren.
4. Währungsrisiken
Da alle Verträge ausschließlich in Euro
abgeschlossen werden, sind keine Finanzierungsinstrumente
zur Währungsabsicherung notwendig.
5. Inflationsrisiken
Ob bestehende Inflationsrisiken nur temporär
oder dauerhaft bestehen und ob daraus resultierende
Kostensteigerungen weiterbelastet werden können, ist
zurzeit nicht einschätzbar.
6. Rechtliche Risiken
Wir unterliegen einer Vielzahl von rechtlichen
Risiken. Hierzu zählen insbesondere Risiken aus den
Bereichen der vertragskonformen Erfüllung bestehender
Verträge, dem Arbeitsrecht und -schutz oder dem
Umweltschutz. Wir versuchen die daraus resultierenden
Risiken durch Versicherungsleistungen abzudecken.
Darüber hinaus können entsprechenden Kosten oder
Rückstellungsdotierungen anfallen. Unser
Versicherungskonzept sichert die Deckung von wesentlichen
Großschäden ab. Zur Schadensvorsorge sind
umfangreiche Maßnahmen getroffen (z. B. Feuer-,
Haftpflicht-, Gebäude-, Elektronik-,
Einbruchdiebstahl- bzw.
Betriebsunterbrechungsversicherung).
7.
IT-Sicherheit
Zur Gewährleistung der IT-Sicherheit wurden im
Unternehmen angemessene Vorkehrungen getroffen.
III. Zusammenfassung
Alle uns bekannten Risiken sind soweit möglich
nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende
Vorsorge oder Versicherungen ausreichend abgedeckt. Das
Gesamtbild der Risikolage, welches sich aus der
Zusammenfassung der beschriebenen Risiken anhand von
Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit ergibt,
führt zu unserer Einschätzung, dass weder
einzelne Risiken noch die Risiken in ihrer Gesamtheit
bestandsgefährdenden Charakter haben. Wir hoffen, die
sich aus den oben genannten Risiken ergebenden
Herausforderungen auch in den kommenden Jahren erfolgreich
zu meistern, wenngleich die Rahmenbedingungen schwerer
werden. Die größte Herausforderung wird für
uns sein, trotz des deutschlandweiten und branchenbekannten
Mangels, nachhaltig ausreichend eigene Montagemitarbeiter
rekrutieren zu können.
E.
Prognose- und Chancenbericht
Die schleppende wirtschaftliche Entwicklung in China
und den USA führt nach Einschätzung des
Internationalen Währungsfonds (IWF) zu einem weltweit
langsameren Wirtschaftswachstum. Der IWF senkte seine
globale Wachstumsprognose für das laufende Jahr 2022
auf 3,2 % und für 2023 auf 2,9 % (Stand Juli 2022).
Auch die Wachstumsprognose für Deutschland
senkte der IWF deutlich ab. Er rechnete für 2022 nur
noch mit einem Wirtschaftswachstum von 1,2 % - im April
hatte er noch 2,1 % vorhergesagt. Auch für 2023 senkte
der Währungsfonds seine Prognose für Deutschland
im Vergleich zu April deutlich um 1,9 Prozentpunkte auf
jetzt 0,8 % ab (Stand Juli 2022).
"Verschiedene Schocks haben die Weltwirtschaft
getroffen, die bereits durch die Auswirkungen der Pandemie
geschwächt war", erklärte der IWF. Vor allem der
Krieg in der Ukraine belaste das Wachstum. Der russische
Angriff auf das Nachbarland habe zu hohen Energie- und
Nahrungsmittelpreisen geführt und so die Inflation
nach oben getrieben.
Zugleich rechnet die EU-Kommission für dieses
Jahr mit einer Teuerungsrate von 7,6 Prozent (bisher 6,1
Prozent). EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Paolo
Gentiloni sieht die Folgen des Krieges vor den Toren der EU
als Treiber der Entwicklung
Die schwierigen weltwirtschaftlichen
Rahmenbedingungen mit anhaltender Corona-Pandemie,
gestörten Lieferketten, steigenden Preisen und dem
Krieg in der Ukraine schlagen sich lt. dem Statistischen
Bundesamt (Destatis) deutlich in der konjunkturellen
Entwicklung nieder.
"Der Mix aus steigenden Lebenshaltungskosten,
Preissteigerungen und Lieferschwierigkeiten für
Baumaterial und Zinserhöhungen lassen die
Baukonjunktur an Fahrt verlieren", sagte Marcus Nachbauer,
Vorsitzender der Bundesvereinigung Bauwirtschaft. Der
Neubau verliere 2022 an Fahrt, stützend wirke sich die
Nachfrage nach Sanierungen aus, betonte er. Rechnet man die
höheren Preise heraus, erwarteten die
Mitgliedsunternehmen ein reales Umsatzminus von ein bis
zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Schwierigkeiten
bereitet vielen Bau- und Ausbaubetrieben nach wie vor die
Beschaffung von Baustoffen und deren Preisentwicklung. "Das
Preisniveau im Einkauf bleibt auf historisch hohem Niveau",
sagte Nachbauer. Insgesamt seien die Auftragseingänge
im Bauhauptgewerbe im ersten Halbjahr 2022 real um drei
Prozent auf 51 Milliarden Euro zurückgegangen. Der
Zentralverband des deutschen Baugewerbes (ZDB)
verkündete in seinen Prognosen für die
Bauwirtschaft im Jahr 2023einen um real 7 % sinkenden
Umsatz im Bauhauptgewerbe. Der nominale Umsatz soll im Jahr
2023 auf 154,6 Milliarden Euro (-2 % ggü. Vorjahr)
fallen, der reale Umsatz im Wirtschaftsbau soll um 6 %
sinken. Erstmals seit 2009 soll die Anzahl der
Beschäftigten um 7.000 Mitarbeitende sinken.
Zum Jahreswechsel 2021/2022 hätten alle Ampeln
für die Baubranche noch auf grün gestanden,
betonte Präsident Peter Hübner vom
Branchenverband HDB. Man habe damals nominal für
dieses Jahr noch ein Wachstum von 5,5 Prozent angepeilt.
Nach Abzug steigender Baupreise wäre dies real ein
Plus von 1,5 Prozent gewesen. Der Einmarsch Russlands in
die Ukraine habe die Lage aber völlig verändert.
Denn allein ein Drittel der vom Verband befragten Firmen
beziehe Baumaterial aus diesen beiden Ländern. Neun
von zehn Betrieben beklagen direkte oder indirekte
Auswirkungen des Krieges auf ihr Unternehmen.
"Die Probleme liegen hauptsächlich in der
mangelnden Verfügbarkeit beziehungsweise den starken
Preissteigerungen bei diversen Baumaterialien sowie beim
Bruch von Logistikketten", erklärte der Hauptverband
der Deutschen Bauindustrie (HDB). Es gebe
Verzögerungen bei Bauprojekten und zunehmend auch
Stornierungen.
Nach wie vor sind wir der Auffassung, dass die
hauptsächlichen Ursachen für Erfolg oder
Misserfolg von Unternehmen in der Zusammenarbeit zwischen
der Geschäftsführung und den Mitarbeitern sowie
dem täglichen Umgang mit Auftraggebern,
Nachunternehmern, Kollegen und Geschäftspartnern
liegen. Alle gemeinsam "ins Boot" der Projektverantwortung
zu holen, ist ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg.
Durch ehrliches Lob, Anerkennung und Einbindung in den
unternehmerischen Entscheidungsprozess, versuchen wir
innere Verbindung und Treue zum eigenen Unternehmen zu
erreichen.
Aufgrund des Auftragsüberhangs aus 2021 und des
bisher in 2022 zu verzeichnenden Auftragseinganges (Stand
Ende Oktober 2022) rechnen wir mit einem Abrechnungsvolumen
für 2022 in Höhe von 20 Mio. Euro. Als
Zielstellung für 2022 streben wir eine Gesamtleistung
von 17,5 bzw. 18,0 Mio. Euro sowie ein Betriebsergebnis von
ca. 0,7 Mio. Euro an. Langfristig wird unsere
unternehmenseigene Montagekapazität wegen der
Fachkräfteproblematik jedoch sinken, was einen
Umsatzrückgang zur Folge haben wird.
Suhl, den 30. Dezember 2022
Hausemann GmbH Stefan Hausemann
Geschäftsführer
Dieser Bericht enthält Aussagen zum
künftigen Geschäftsverlauf der Gesellschaft.
Diesen Aussagen liegen Annahmen zur wirtschaftlichen
Entwicklung, insbesondere des Baugewerbes zugrunde, die wir
auf Basis uns vorliegender und als realistisch empfundener
Informationen getroffen haben. Aufgrund dieser, mit Risiken
behafteten Einschätzungen, kann die tatsächliche
Entwicklung von den Planungen abweichen. Sollte es daher zu
unerwarteten Veränderungen kommen, kann das unsere
Geschäftsentwicklung entsprechend beeinflussen.
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2021
EUR |
31.12.2020
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
3.424.602,96 |
3.450.653,02 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
14.338,00 |
28.597,00 |
| II.
Sachanlagen |
3.168.126,24 |
3.180.476,24 |
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
2.173.333,24 |
2.300.620,24 |
| 2.
technische Anlagen und Maschinen |
638.637,00 |
468.960,00 |
| 3.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
356.156,00 |
410.896,00 |
| III.
Finanzanlagen |
242.138,72 |
241.579,78 |
| B.
Umlaufvermögen |
5.809.672,95 |
5.720.820,64 |
| I.
Vorräte |
1.734.771,00 |
1.648.439,14 |
| 1.
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen |
7.550.640,55 |
5.884.834,25 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
2.097.820,18 |
1.262.040,36 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
1.977.081,77 |
2.810.341,14 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
3.980,00 |
4.921,26 |
| Aktiva |
9.238.255,91 |
9.176.394,92 |
Passiva
|
|
31.12.2021
EUR |
31.12.2020
EUR |
| A.
Eigenkapital |
4.759.297,72 |
5.234.046,02 |
| I.
ausgegebenes Kapital |
19.173,44 |
19.173,44 |
| 1.
Gezeichnetes Kapital |
25.564,59 |
25.564,59 |
| 2.
eigene Anteile |
-6.391,15 |
-6.391,15 |
| II.
Gewinnrücklagen |
1.436.285,15 |
1.436.285,15 |
| III.
Gewinnvortrag |
3.015.087,43 |
3.045.657,54 |
| IV.
Jahresüberschuss |
288.751,70 |
732.929,89 |
| B.
Rückstellungen |
1.768.950,03 |
2.020.954,00 |
| C.
Verbindlichkeiten |
2.710.008,16 |
1.868.794,90 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten |
862.454,86 |
843.749,80 |
| 2.
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern |
0,00 |
127.551,00 |
| 3.
sonstige Verbindlichkeiten |
1.847.553,30 |
897.494,10 |
| D.
Passive latente Steuern |
0,00 |
52.600,00 |
| Passiva |
9.238.255,91 |
9.176.394,92 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR |
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
7.222.920,80 |
8.164.850,86 |
| 2.
Personalaufwand |
4.808.614,90 |
4.825.376,23 |
| a)
Löhne und Gehälter |
3.915.618,91 |
3.906.307,06 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
892.995,99 |
919.069,17 |
| davon
für Altersversorgung |
24.856,47 |
27.312,95 |
| 3.
Abschreibungen |
320.764,01 |
330.561,66 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
320.764,01 |
330.561,66 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
1.572.493,33 |
1.789.859,77 |
| 5.
Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens |
1.190,27 |
997,63 |
| 6.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
0,00 |
650,00 |
| davon
Erträge aus Abzinsung |
|
100,00 |
| 7.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
73.376,45 |
67.495,51 |
| davon
sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus
Abzinsung |
14.199,00 |
17.726,00 |
| 8.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
148.631,29 |
280.825,00 |
| davon
Erträge aus der Zuführung und
Auflösung von latenten Steuern |
52.600,00 |
|
| davon
Aufwendungen aus der Zuführung und
Auflösung von latenten Steuern |
|
52.600,00 |
| 9.
Ergebnis nach Steuern |
300.231,09 |
872.380,32 |
| 10.
sonstige Steuern |
11.479,39 |
139.450,43 |
| 11.
Jahresüberschuss |
288.751,70 |
732.929,89 |
Anhang
A.
Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Die Hausemann GmbH (geändert mit Eintragung im
Handelsregister am 17. Juni 2022; zuvor Hausemann GmbH
Ingenieur- und Montagebau) hat ihren Sitz in Suhl. Sie ist
im Handelsregister des Amtsgerichts Jena unter HRB 301221
eingetragen.
B.
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde
grundsätzlich unter Beibehaltung der für den
Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und
Bewertungsgrundsätze auf der Grundlage der für
mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden
Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches
aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden
die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.
Die Vorjahreszahlen sind vergleichbar. Die Gliederung
der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht dem
Gliederungsschema nach § 275 HGB in der Fassung des
Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG).
Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die
Größenmerkmale einer mittelgroßen
Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB
auf.
Die Gliederung der Bilanz wurde gem. § 265 Abs.
6 i. V. m. § 266 Abs. 2 A. III HGB um die Position
Genossenschaftsanteile erweitert.
C.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Beim Jahresabschluss wurden die bisher angewandten
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen. Ein
grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht
statt.
Immaterielle Vermögensgegenstände und
Sachanlagen
Die Bilanzierung der immateriellen
Vermögensgegenstände und der Sachanlagen wurde zu
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vorgenommen, die um
nutzungsbedingte planmäßige Abschreibungen
vermindert wurden. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die
Bewertung einbezogen. Grundlage der planmäßigen
Abschreibung bildete die voraussichtliche Nutzungsdauer des
jeweiligen Vermögensgegenstandes. Bei den
immateriellen Vermögensgegenständen und dem
unbeweglichen Sachanlagevermögen erfolgte die
Abschreibung linear. Die beweglichen Anlagegüter
wurden linear abgeschrieben.
Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis Euro 800,00
Euro wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.
Finanzanlagen
Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgte zu
Anschaffungskosten. Soweit eine dauernde Wertminderung
vorlag wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere
beizulegende Wert angesetzt.
Vorräte
Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wurde
zu Anschaffungskosten bewertet, soweit nicht ein
niedrigerer Wert beizulegen war.
Die unfertigen Leistungen wurden mit den nach
Fertigungsgrad angefallenen Herstellungskosten bzw. dem
niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Herstellungskosten umfassen die produktionsbezogenen
Vollkosten. Somit wurden für die Ermittlung der
Herstellungskosten neben den direkt zurechenbaren Material-
und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der
Material- und Fertigungsgemeinkosten, die auf der Grundlage
der innerbetrieblichen Kostenrechnung der Hausemann GmbH
ermittelt wurden, mit einbezogen. Vertriebskosten,
Fremdkapitalzinsen und Gewinnaufschläge wurden nicht
mit in die Bewertung einbezogen. Dem Prinzip der
verlustfreien Bewertung wurde Rechnung getragen und auf
Basis von Einzelermittlungen beruhende Abwertungen
vorgenommen. Das strenge Niederstwertprinzip wurde
beachtet.
Die erhaltenen Anzahlungen auf Vorräte wurden
mit dem Rückzahlungsbetrag offen von dem Posten
Vorräte abgesetzt.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert
angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen enthaltenen Risiken wurde durch Bildung
angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen
Rechnung getragen.
Bankguthaben, Kassenbestand
Liquide Mittel wurden zu Nominalwerten angesetzt.
Rechnungsabgrenzungsposten
Als Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der
Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen,
soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem
Tag darstellen. Die Aufwendungen wurden aktiviert und
entsprechend der Laufzeit der zugrunde liegenden
Verträge aufgelöst.
Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen wurden mit dem
Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie wurden
pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren
entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.
Die Steuerrückstellungen beinhalten im
Wesentlichen die das Vorjahr betreffenden, bis zum
Bilanzstichtag noch nicht veranlagten Steuern.
Die sonstigen Rückstellungen
berücksichtigen alle bis zum Abschlussstichtag
entstandenen und bis zur Bilanzerstellung erkennbaren
Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Die Dotierung
erfolgte mit dem vorsichtig geschätzten
Erfüllungsbetrag, der nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als
einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden
durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben
Geschäftsjahre abgezinst.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten wurden mit ihrem
Erfüllungsbetrag bilanziert.
Latente Steuern
Bestehen zwischen den handelsrechtlichen
Wertansätzen von Vermögensgegenständen,
Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren
steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in
späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen,
werden sich daraus - nach Saldierung - insgesamt ergebende
Steuerbelastungen passiviert und Steuerentlastungen
passiviert.
D.
Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der
Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
sowie der Abschreibungen wurde im Anlagenspiegel
dargestellt.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Die sonstigen Forderungen enthalten im Wesentlichen
folgende noch nicht vereinnahmte Beträge:
Steuerrückforderungen lfd. Jahr; GewSt, USt, KSt
|
248 TEuro
|
Bonusabrechnungen
|
166 TEuro
|
debitorische Kreditoren/
Lieferantengutschriften
|
20 TEuro
|
Forderungen gegen
Bundesagentur
|
20 TEuro
|
Die sonstigen Forderungen haben in der Regel eine
Laufzeit unter einem Jahr. Sonstige Forderungen mit einer
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen in Höhe
von 0 TEuro (Vorjahr 0 TEuro).
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
Die aktive Rechnungsabgrenzung enthält
ausschließlich transitorische Posten im engeren
Sinne; sie beinhaltet im Wesentlichen einen Service- und
Leasingvertrag in Höhe von 4 TEuro.
Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) beträgt
50.000,00 DM. Dies entspricht 25.564,59 Euro.
Rückstellungen für Pensionen
Die Pensionsrückstellung wurde nach der
PUC-Methode (Projected Unit Credit Method) gebildet. Es
wurden folgende Annahmen für die Berechnung
berücksichtigt:
- durchschnittlicher Marktzins der vergangenen zehn
Geschäftsjahre in Höhe von 1,87 % für eine
Laufzeit von 15 Jahren, der von der deutschen Bundesbank
bekanntgegeben wurde
- Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden nicht
berücksichtigt
- Sterbetafel nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln
2018
G"
Bei den Rückstellungen für
Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem
Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den
vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach
dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen
sieben Geschäftsjahren ein
ausschüttungsgesperrter Unterschiedsbetrag im
laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 11.519,00
Euro.
Steuerrückstellungen
Die Steuerrückstellungen beinhalten
Steuernachzahlungen aus den zum Bilanzstichtag noch nicht
veranlagten Steuern des Geschäftsjahres in Höhe
von 37 TEuro.
Verbindlichkeiten
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich
wie folgt:
Art der Verbindlichkeit
zum
|
Gesamtbetrag
|
davon mit
einer Restlaufzeit
|
31.12.2021
|
|
kleiner 1 J.
|
1 bis 5 J.
|
größer 5 J.
|
|
|
TEuro
|
TEuro
|
TEuro
|
gegenüber
Kreditinstituten
|
862,5
|
236,4
|
424,1
|
202,0
|
|
(Vj. 843,7)
|
(Vj. 100,4)
|
(Vj. 401,4)
|
(Vj. 342,0)
|
sonstige
Verbindlichkeiten
|
1.847,6
|
1.542,2
|
305,4
|
0,0
|
|
(Vj. 897,4)
|
(Vj. 897,4)
|
(Vj. 0,0)
|
(Vj. 0,0)
|
gegenüber
Gesellschaftern
|
0,0
|
0,0
|
0,0
|
0,0
|
|
(Vj. 127,6)
|
(Vj. 127,6)
|
(Vj. 0,0)
|
(Vj. 0,0)
|
Summe
|
2.710,1
|
1.778,5
|
729,5
|
202,0
|
|
(Vj. 1.868,8)
|
(Vj. 1.125,4)
|
(Vj. 401,4)
|
(Vj. 342,0)
|
Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten ist durch Grundpfandrechte
gesichert. Darüber hinaus bestehen für die
Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten im
üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft
Gesetztes entstehende Sicherheitseinbehalte.
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten 80,9 TEuro
(Vorjahr 59,4 TEuro) Verbindlichkeiten aus Steuern und 11,9
TEuro (Vorjahr 9,9 TEuro) Verbindlichkeiten aus sozialer
Sicherheit.
Latente Steuern
Aufgrund temporäre Differenzen zwischen
handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen
bei Vermögensgegenständen und Schulden werden
folgende latente Steuern ausgewiesen, die mit einem
Steuersatz von 30 % bewertet wurden:
|
Stand zum 31.12.2020
|
Veränderung
|
Stand zum 31.12.2021
|
|
in Euro
|
in Euro
|
in Euro
|
aktive latente Steuern
|
2.900
|
-2.900
|
0
|
Anlagevermögen
|
60
|
-60
|
|
Rückstellungen
|
2.840
|
-2.840
|
|
passive latente Steuern
|
55.500
|
-55.500
|
0
|
Anlagevermögen
|
0
|
0
|
|
Umlaufvermögen
|
55.500
|
-55.500
|
|
Rückstellungen
|
0
|
0
|
|
Saldo passive latente Steuern
|
52.600
|
-52.600
|
0
|
E.
Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der
GuV
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem
Gesamtkostenverfahren gegliedert.
Erläuterung der periodenfremden Erträge und
Aufwendungen
In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde
Erträge in Höhe von 99,0 TEuro enthalten. Die
Erträge wurden in den Posten sonstige betriebliche
Erträge erfasst und betreffen überwiegend die
Auflösung von Rückstellungen des Vorjahres und
Buchgewinne aus der Veräußerung von
Gegenständen des Anlagevermögens.
Im Personalaufwand des Vorjahres sind nicht
regelmäßig wiederkehrende Aufwendungen in
Höhe von 36,9 TEuro enthalten.
F.
Sonstige Angaben
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum 31.12.2021 bestanden neben den in der Bilanz
ausgewiesenen Verbindlichkeiten folgende finanzielle
Verpflichtungen:
|
des folgenden
Geschäftsjahres
|
der folgenden fünf
Geschäftsjahre
|
|
TEuro
|
TEuro
|
Verpflichtungen aus Leasingverträgen
(netto)
|
199,6
|
375,1
|
Diese Vorgehensweise trägt zur Verringerung der
Kapitalbindung bei und belässt das Investitionsrisiko
beim Leasinggeber.
Außerdem stehen für den Zufluss von
Forderungen in Höhe der zu gewährenden
Gewährleistungseinbehalte unsere Avallinien i.H.v.
6.500 TEuro bereit. Dafür werden als Sicherheiten im
Wesentlichen unsere Finanzanlagen i.H.v. 237 TEuro sowie
Grundpfandrechte i.H.v. 300 TEuro genutzt.
Aus den Erfahrungswerten der Vergangenheit rechnen
wir nicht mit einer Inanspruchnahme.
Durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer
|
2021
|
2020
|
gewerbliche Arbeitnehmer
|
65
|
64
|
Angestellte
|
28
|
28
|
Arbeitnehmer i.S.d.
§ 267 HGB / § 285 Nr. 7 HGB
|
93
|
92
|
Geschäftsführer
|
1
|
1
|
Azubis
|
3
|
3
|
|
97
|
96
|
Namen der Mitglieder der Geschäftsführung
Als Geschäftsführer war Herr Stefan
Hausemann, kaufmännischer Angestellter, bestellt. Er
ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.
Vergütung der Organmitglieder
Die Angabe der Bezüge zu den tätigen sowie
früheren Organen der Gesellschaft unterbleibt
gem. § 286 Abs. 4 HGB.
Ergebnisverwendungsvorschlag
Der Jahresüberschuss beträgt 288.751,70
Euro. Einschließlich des zu berücksichtigenden
Gewinnvortrages ergibt sich ein Betrag von 3.303.839,13
Euro, der zu verwenden ist. Auf neue Rechnung werden
3.303.839,13 Euro vorgetragen.
Ereignisse von besonderer Bedeutung
Mit dem Beginn des russischen Angriffskrieges gegen
die Ukraine im Februar 2022 und den gegen Russland
verhängten Sanktionen sind insbesondere die
Energiepreise stark gestiegen. Die bereits seit der
Corona-Pandemie bestehenden Tendenzen zu
Lieferengpässen und steigenden Einkaufspreisen haben
sich damit noch weiter verschärft. Die bestehende
Inflation führt zu steigenden Zinsen bei
Investitionsfinanzierungen. Die Auswirkungen all dessen ist
für die Zukunft nicht abschätzbar.
Zweifel an der Fortbestehensprognose des Unternehmens
bestehen derzeit nicht.
Suhl, den 30. Dezember 2022
Hausemann GmbH
Stefan Hausemann Geschäftsführer
sonstige Berichtsbestandteile
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
|
Zugänge
|
Abgänge
|
Umbuchungen
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
|
|
01.01.2021
|
|
|
|
31.12.2021
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
A. Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
1. sonstige immaterielle
Vermögensgegenstände
|
181.224,02
|
1.520,00
|
0,00
|
0,00
|
182.744,02
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
181.224,02
|
1.520,00
|
0,00
|
0,00
|
182.744,02
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
3.229.513,22
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
3.229.513,22
|
2. technische Anlagen
und Maschinen
|
1.011.719,75
|
50.645,41
|
|
179.910,00
|
1.242.275,16
|
3. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
1.010.188,09
|
62.082,60
|
45.015,28
|
|
1.027.255,41
|
4. geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau
|
0,00
|
179.910,00
|
0,00
|
-179.910,00
|
0,00
|
Summe Sachanlagen
|
5.251.421,06
|
292.638,01
|
45.015,28
|
0,00
|
5.499.043,79
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Wertpapiere des
Anlagevermögens
|
236.579,78
|
558,94
|
0,00
|
0,00
|
237.138,72
|
2. sonstige
|
5.000,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
5.000,00
|
Summe Finanzanlagen
|
241.579,78
|
558,94
|
0,00
|
0,00
|
242.138,72
|
Summe Anlagevermögen
|
5.674.224,86
|
294.716,95
|
45.015,28
|
0,00
|
5.923.926,53
|
|
kumulierte Abschreibung
|
Abschreibung
Geschäftsjahr
|
Abgänge
|
kumulierte Abschreibung
|
Buchwert
|
Buchwert
|
|
01.01.2021
|
|
|
31.12.2021
|
31.12.2021
|
Vorjahr
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
A. Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
|
1. sonstige immaterielle
Vermögensgegenstände
|
152.627,02
|
15.779,00
|
0,00
|
168.406,02
|
14.338,00
|
28.597,00
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
152.627,02
|
15.779,00
|
0,00
|
168.406,02
|
14.338,00
|
28.597,00
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
928.892,98
|
127.287,00
|
0,00
|
1.056.179,98
|
2.173.333,24
|
2.300.620,24
|
2. technische Anlagen
und Maschinen
|
542.759,75
|
60.878,41
|
0,00
|
603.638,16
|
638.637,00
|
468.960,00
|
3. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
599.292,09
|
116.819,60
|
45.012,28
|
671.099,41
|
356.156,00
|
410.896,00
|
4. geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Sachanlagen
|
2.070.944,82
|
304.985,01
|
45.012,28
|
2.330.917,55
|
3.168.126,24
|
3.180.476,24
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
|
1. Wertpapiere des
Anlagevermögens
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
237.138,72
|
236.579,78
|
2. sonstige
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
5.000,00
|
5.000,00
|
Summe Finanzanlagen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
242.138,72
|
241.579,78
|
Summe Anlagevermögen
|
2.223.571,84
|
320.764,01
|
45.012,28
|
2.499.323,57
|
3.424.602,96
|
3.450.653,02
|
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 24.02.2023 festgestellt.
Der
Bestätigungsvermerk
des Abschlussprüfers bezieht sich auf den
Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung
erfolgt in verkürzter Form gemäß
§§ 325 ff. HGB.
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN
ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Hausemann GmbH Ingenieur- und Montagebau
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Hausemann GmbH
Ingenieur- und Montagebau - bestehend aus der Bilanz zum
31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum
31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich
der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -
geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht
der Hausemann GmbH Ingenieur- und Montagebau für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember
2021 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.
Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember
2021 und · vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht
dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss,
entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und
stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3
Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung
zu keinen Einwendungen gegen die
Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des
Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit
§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter
Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die Risiken
wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter -
falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im
Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen
als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind,
um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu
dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen
nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen
höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße
betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen,
beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner
Kontrollen beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von
dem für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der
von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über
die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
· zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche
Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im
Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben
im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen
oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser
jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen
unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum
Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir die Gesamtdarstellung,
den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt,
dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von
der Lage der Gesellschaft.
· führen wir Prüfungshandlungen
zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf
Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise
vollziehen wir dabei insbesondere die den
zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger Mängel im internen
Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung
feststellen.
Hof, den30. Dezember 2022
abts GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Diplom-Betriebswirt (FH)
Bernd Herpich
Wirtschaftsprüfer
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