Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 320054
Eingetragen
22.12.1972
Branche
Herstellung von hydraulischen und pneumatischen Komponenten und SystemenHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Hebezeugen und Fördermitteln
Gegenstand
Planung, Herstellung und Vertrieb von ölhydraulischen und pneumatischen Geräten und Aggregaten aller Art, hydraulischen Hebezeugen und Erzeugnissen des allgemeinen Maschinenund Apparatebaus.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Yannick Weber
seit 27.11.2023
Geschäftsführer
Elmar Stöckel
seit 3.5.2023
Prokura
Stefan Moser
seit 6.7.2022
Prokura
Martin Turba
seit 27.2.2018
Prokura
Christine Grotz
seit 2.8.2017
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

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Gesellschafter

5 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 5 angezeigt

Germany
6.167.340 €
49.99%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

WEBER-HYDRAULIK GMBH

Güglingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

der WEBER-HYDRAULIK GMBH, Güglingen

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in der Entwicklung 6.794.685,66 5.411.116,81
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 1.120.074,21 1.391.464,27
3. Geleistete Anzahlungen 403.085,81 392.517,38
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 8.317.845,68 7.195.098,46
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.710.713,72 5.828.605,25
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.643.750,16 5.501.005,52
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.832.281,12 4.018.554,38
4. Geleistete Anzahlungen 8.494.550,65 5.593.523,42
Summe Sachanlagen 26.681.295,65 20.941.688,57
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.569.169,01 27.269.169,01
2. Beteiligungen 642.285,33 642.285,33
Summe Finanzanlagen 26.211.454,34 27.911.454,34
Summe Anlagevermögen 61.210.595,67 56.048.241,37
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 12.417.204,29 12.955.333,23
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 22.785.445,90 11.152.880,64
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 6.791.012,19 7.495.303,09
4. Geleistete Anzahlungen 9.041,09 0,00
Summe Vorräte 42.002.703,47 31.603.516,96
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.011.262,88 3.547.979,68
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.107.276,70 11.061.935,85
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.377.484,51 3.932.806,07
Summe Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 18.496.024,09 18.542.721,60
III. Flüssige Mittel 1.653,54 2.008,36
Summe Umlaufvermögen 60.500.381,10 50.148.246,92
C. Rechnungsabgrenzungsposten 494.053,41 621.385,54
Bilanzsumme Aktiva 122.205.030,18 106.817.873,83

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Ausgegebenes Kapital
1. Gezeichnetes Kapital 12.336.000,00 12.336.000,00
2. Eigene Anteile -1.320,00 -1.320,00
Summe Ausgegebenes Kapital 12.334.680,00 12.334.680,00
II. Rücklage für eigene Anteile 1.320,00 1.320,00
III. Gewinnrücklagen
Satzungsmäßige Gewinnrücklagen 2.279.279,00 2.279.279,00
Summe Gewinnrücklagen 2.279.279,00 2.279.279,00
IV. Bilanzgewinn 5.998.193,96 8.397.895,88
Summe Eigenkapital 20.613.472,96 23.013.174,88
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 1.023.257,00 952.717,00
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 6.114.629,00 6.244.906,00
2. Steuerrückstellungen 324.500,00 347.000,00
3. Sonstige Rückstellungen 5.707.827,11 5.323.815,57
Summe Rückstellungen 12.146.956,11 11.915.721,57
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 32.478.629,81 24.027.640,84
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 1.060.374,45
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.000.421,09 11.535.930,18
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 41.345.461,46 32.899.858,02
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 94.493,79 58.484,25
6. Sonstige Verbindlichkeiten 1.502.337,96 1.353.972,64
Summe Verbindlichkeiten 88.421.344,11 70.936.260,38
Bilanzsumme Passiva 122.205.030,18 106.817.873,83

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

der WEBER-HYDRAULIK GMBH, Güglingen

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 189.522.879,86 173.706.550,58
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen 11.329.564,20 5.759.460,82
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 873.973,80 788.922,34
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.456.646,40 3.145.783,46
5. Materialaufwand
a. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 114.815.892,59 107.131.399,43
b. Aufwendungen für bezogene Leistungen 16.342.698,36 7.678.590,35
Summe Materialaufwand 131.158.590,95 114.809.989,78
6. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter 38.611.721,61 36.053.915,21
b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 7.076.176,30 6.451.305,35
Summe Personalaufwand 45.687.897,91 42.505.220,56
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.426.567,54 5.120.632,96
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 18.819.590,64 18.557.776,02
9. Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen 1.805.040,66 2.287.896,11
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 260.863,54 120.331,81
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen 1.700.000,00 2.377.246,89
12. Aufwendungen aus Verlustübernahme 315.886,67 24.612,42
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.511.199,96 1.275.315,44
14. Erstattete Steuern (i.V. Steuern) vom Einkommen und vom Ertrag -99.500,00 152.387,81
15. Ergebnis nach Steuern -1.271.265,21 985.763,24
16. Sonstige Steuern (i.V. Erstattete sonstige Steuern) 124.120,87 -35.823,14
17. Jahresfehlbetrag (i. V. Jahresüberschuss) -1.395.386,08 1.021.586,38
18. Gewinnvortrag 8.397.895,88 8.299.846,10
19. Einstellung in die satzungsmäßigen Gewinnrücklagen 0,00 -204.317,00
20. Gewinnausschüttung -1.004.315,84 -719.219,60
21. Bilanzgewinn 5.998.193,96 8.397.895,88

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der WEBER-HYDRAULIK GMBH, Güglingen

A. Rechnungslegungsgrundsätze

Bei der Bilanzierung und Bewertung sind im Jahresabschluss der WEBER-HYDRAULIK GMBH, Güglingen (Amtsgericht Stuttgart, HRB 320054), die Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften sowie ergänzend die Vorschriften des GmbHG angewandt worden.

Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen mit Ausnahme nachstehender Ausweisänderung:

Die im Vorjahr in Höhe von EUR 394.832,61 noch im Posten sonstige betrieblichen Aufwendungen ausgewiesenen Verpackungskosten werden als Kosten für Hilfsstoffe ab dem Berichtsjahr im Materialaufwand unter dem Posten Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren ausgewiesen (EUR 374.453,20). Der Vorjahresausweis wurde für Zwecke der besseren Vergleichbarkeit entsprechend angepasst.

Gemäß § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB wurde die Bilanzgliederung um folgende Posten erweitert:

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in der Entwicklung

Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Bewertung der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände in der Entwicklung erfolgt zu Herstellungskosten; diese umfassen die Materialeinzelkosten (bezogene Fremdleistungen) sowie die Kosten der eigenen Entwicklungsabteilung auf der Basis von hierfür berechneten Stundensätzen.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer (in der Regel zwischen drei und fünf Jahre) um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer (in der Regel zwischen drei und 33 Jahre) linear abgeschrieben. Abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und der sofortige Abgang unterstellt.

Die geleisteten Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Im Berichtsjahr war bei einer Gesellschaft aufgrund einer dauerhaften Wertminderung eine außerordentliche Wertberichtigung auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert vorzunehmen.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie die Handelswaren sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse und Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Bestandsrisiken infolge langer Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit werden durch Reichweitenabschläge berücksichtigt; erwartete Auftragsverluste sind zurückgestellt, soweit erforderlich wird verlustfrei bewertet.

Die Beurteilung der Werthaltigkeit der selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände in der Entwicklung (31.12.2023: EUR 6,8 Mio.) sowie der unfertigen Leistungen (31.12.2023: EUR 16,4 Mio.) basiert auf einem Bewertungsmodell unter Zugrundelegung eines Discounted Cashflow-Verfahrens, dem zahlreiche, zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses noch unsichere Annahmen zu Grunde liegen. Die wesentlichen Schätzparameter sind die erzielbaren Verkaufspreise der entwickelten Systeme, die erzielbaren Stückzahlen, Einmalerlöse aus Kostenbeteiligungen der Auftraggeber sowie die bis zur jeweiligen Fertigstellung noch anfallenden Entwicklungskosten und notwendigen Investitionen. Die Abzinsung der Zahlungsströme erfolgte mit einem für das Geschäftsfeld unternehmensspezifisch abgeleiteten WACC in Höhe von 8,73 %.

Die geleisteten Anzahlungen auf Vorräte sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Für das allgemeine Kreditrisiko wird eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von 1 % gebildet.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen beinhaltet Forschungszulagen nach dem FZulG auf selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.

Die Pensionsverpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Heubeck-Richttafeln 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 2,5 % (i. V. 2,0 %) für die allgemeine Belegschaft und von 1,5 % (i. V. 1,5 %) für frühere Geschäftsführer bzw. deren Hinterbliebene bei den Renten ausgegangen. Aufgrund der erteilten Festzusagen war kein Gehaltstrend zu berücksichtigen; eine unternehmensindividuelle Fluktuationsrate war ebenfalls nicht zu berücksichtigen. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei der Abzinsung pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Der Rechnungszinssatz basiert entsprechend § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB auf dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre in Höhe von 1,82 % (i. V. 1,78 %).

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2023 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre eine Verminderung der Rückstellungen für Pensionen in Höhe von EUR 48.590,00 ( Unterschiedsbetrag).

Die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Heubeck-Richttafeln 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei der Abzinsung pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Zum Abschlussstichtag wurde entsprechend § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB der von der Deutsche Bundesbank ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre in Höhe von 1,74 % (i. V. 1,44 %) berücksichtigt.

Der für Zwecke der Abzinsung der Rückstellungen für Altersteilzeitvereinbarungen berücksichtigte Marktzinssatz wurde individuell gemäß der jeweiligen Restlaufzeit der zugrundeliegenden Verpflichtungen in Höhe von 0,99 % bis 1,12 % (i. V. 0,43 % bis 0,75 %) ermittelt.

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den korrespondierenden Rückstellungen verrechnet. Das Deckungsvermögen besteht aus Rückdeckungsversicherungen. Der beizulegende Zeitwert des Rückdeckungsversicherungsanspruchs entspricht dem sogenannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines etwaigen vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sogenannte unwiderruflichen Überschussbeteiligung).

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Die Aktivierung des sich im Berichtsjahr ergebenden Überhangs an aktiven latenten Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

B. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

1. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.

Der Gesamtbetrag der im abgelaufenen Geschäftsjahr angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten beträgt TEUR 6.458 (handelsrechtlicher Vollkostenansatz). Davon entfallen auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens TEUR 1.384.

2. Finanzanlagevermögen

Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen eine Beteiligung im Sinne von § 271 Abs. 1 HGB:

Name Beteiligungsquote
%
Währung Eigenkapital
in Tsd.
Jahresergebnis
in Tsd.
Unmittelbare Beteiligungen:
WEBER-HYDRAULIK GmbH, Losenstein, Österreich 3) 100 EUR 74.931 18.125
WEBER-HYDRAULIKA Sp. z o.o., Nowogrodziec-Wykroty, Polen 3) 100 PLN 85.898 7.093
WEBER-HYDRAULIK GMBH, Konstanz 1) 3) 100 EUR 4.906 -
WEBER-HYDRAULIK GMBH, Wörth an der Isar 1) 3) 100 EUR 13.328 -
WEBER Services GmbH, Güglingen 1) 4) Unmittelbare Beteiligungen 100 EUR 1.540 -
(Fortsetzung):
WEBER RESCUE Shop GmbH, Güglingen 2) 100 EUR 500 62
WEBER HYDRAULIC India Pvt. Ltd.,Pune, Indien 2) 4) 5) 6) 7) 100 INR 54 -4
Rescue Digital Systems GmbH, Güglingen 2) 50,0 EUR 269 5
American Rescue Technology Inc., Dayton/Ohio, USA 3) 24,33 USD 7.209 1.241
WEBER RESCUE ITALIA S.r.l., Eppan, Italien 2) 5 EUR 171 -5
Mittelbare Beteiligungen:
WEBER-HYDRAULIK SERVICES Sp. z o.o., Nowogrodziec-Wykroty, Polen 2) 4) 8) 100 PLN -24 -2

1) Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag

2) Ungeprüfte Werte nach lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen

3) Jahresabschluss der Gesellschaft wurde einer Jahresabschlussprüfung/prüferischen Durchsicht unterzogen

4) Gesellschaft operativ nicht tätig

5) Abweichendes Geschäftsjahr vom 1. April eines Jahres bis zum 31. März des Folgejahres

6) Befindet sich zum 31.12.2023 in Liquidation

7) Ausgewiesen sind die Werte zum 31.3.2023

8) Aktueller Jahresabschluss (31.12.2023) liegt noch nicht vor; ausgewiesen sind die Werte zum 31.12.2022

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind als Sicherheit für eventuelle Ansprüche an ein Finanzdienstleistungsinstitut sicherungsübereignet.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten in Höhe von EUR 4.006.599,29 (i. V. EUR 3.921.623,46) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein Betrag in Höhe von EUR 1.079.239,27 (i. V. EUR 902.365,95) ausgewiesen, der rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entsteht. Alle Bestandteile der sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit unter einem Jahr.

4. Flüssige Mittel

Der Posten enthält den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie nicht mit kurzfristigen Bankverbindlichkeiten saldiert und unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen sind.

5. Latente Steuern

Latente Steuern werden insbesondere für temporäre Differenzen bei der WEBER-HYDRAULIK GMBH sowie ihren Organgesellschaften zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen, Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen ermittelt; außerdem wurde in der Steuerbilanz eine Rücklage nach § 6b EStG gebildet. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt.

Die Bewertung der temporären Differenzen und der innerhalb der nächsten fünf Jahre verrechenbaren steuerlichen Verlustvorträge erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt - unverändert zum Vorjahr - 27,7 %.

Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Zum 31. Dezember 2023 ergab sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern. Dieser wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.

6. Eigenkapital

Der gemäß § 268 Abs. 8 HGB zur Ausschüttung gesperrte Betrag beläuft sich auf EUR 6.794.685,66 und entspricht damit dem in der Bilanz saldiert angesetzten Aktivposten für selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.

Weiterhin ergibt sich aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre zum Bilanzstichtag ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 48.590,00. Dieser ist nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt.

Zur Ausschüttung steht somit ein Betrag von EUR 1.434.197,30 zur Verfügung.

7. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für laufende Personalkosten (TEUR 2.674), Gewährleistungen (TEUR 1.142), langfristige Personalverpflichtungen(TEUR 903) sowie Jahresabschluss- und Steuererklärungskosten (TEUR 240).

Angaben zur Verrechnung der Altersteilzeitverpflichtungen mit Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

31.12.2023
EUR
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 1.815.074,00
Deckungsvermögen (beizulegender Zeitwert = Anschaffungskosten) 1.191.685,63
Rückstellung für Altersteilzeit 623.388,37
Verrechneter Zinsaufwand aus Altersteilzeitzusagen 18.306,00
Erträge aus Deckungsvermögen 0,00
Zinsaufwand 18.306,00

8. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Gesamt- Restlaufzeit
betrag
EUR
bis 1 Jahr
EUR
1 - 5 Jahre
EUR
über 5 Jahre
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 32.478.629,81 32.478.629,81 0,00 0,00
(24.027.640,84) (24.027.640,84) (0,00) (0,00)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 0,00 0,00 0,00
(1.060.374,45) (1.060.374,45) (0,00) (0,00)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.000.421,09 13.000.421,09 0,00 0,00
(11.535.930,18) (11.535.930,18) (0,00) (0,00)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 41.345.461,46 39.345.461,46 0,00 2.000.000,00
(32.899.858,02) (30.899.858,02) (2.000.000,00) (0,00)
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 94.493,79 94.493,79 0,00 0,00
(58.484,25) (58.484,25) (0,00) (0,00)
6. Sonstige Verbindlichkeiten 1.502.337,96 1.502.337,96 0,00 0,00
(1.353.972,64) (1.353.972,64) (0,00) (0,00)
88.421.344,11 86.421.344,11 0,00 2.000.000,00
(Vorjahr) (70.936.260,38) (68.936.260,38) (2.000.000,00) (0,00)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von EUR 1.462.170,71 (i. V. EUR 2.002.909,54) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren - wie im Vorjahr - in voller Höhe aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen teilweise branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Verbindlichkeiten aus Steuern 463.082,84 532.076,58
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 1.039.255,12 821.896,06
1.502.337,96 1.353.972,64

II. Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:

2023
Mio. EUR
% 2022
Mio. EUR
%
Tätigkeitsbereiche
Produktion 119,2 62,9 103,2 59,4
Handelsware 63,4 33,5 61,7 35,5
Sonstige 8,3 4,3 10,0 5,8
190,9 100,7 174,9 100,7
Skonti -1,4 -0,7 -1,2 -0,7
189,5 100,0 173,7 100,0
Regionen
Inland 119,7 63,2 108,0 62,2
Ausland 69,8 36,8 65,7 37,8
189,5 100,0 173,7 100,0

2. Sonstige betriebliche Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von insgesamt TEUR 265 ausgewiesen. Es handelt sich insbesondere um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 176), aus dem Abgang von Anlagevermögen (TEUR 76), aus der Ausbuchung von verjährten Gutschriften/Zahlungseingängen (TEUR 4) sowie diversen Erstattungen (TEUR 9).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 227 (i. V. TEUR 592) enthalten. Davon entfallen auf unrealisierte Erträge TEUR 15 (i. V. TEUR 140).

3. Personalaufwand

Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 38 sowie Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 250 (i. V. TEUR 300) enthalten.

Der Personalaufwand enthält die Erfolgswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes bei den Pensionsrückstellungen und Altersteilzeitrückstellungen.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Posten enthält periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 73 insbesondere aus Verlusten aus dem Abgang von Anlagevermögen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 437 (i. V. TEUR 542). Davon entfallen auf unrealisierte Aufwendungen TEUR 137 (i. V. TEUR 137).

5. Beteiligungsergebnis

Die Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen sowie die Aufwendungen aus Verlustübernahme resultieren - wie im Vorjahr - in voller Höhe aus verbundenen Unternehmen.

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betreffen in voller Höhe die außerplanmäßige Abschreibung auf Anteile an einem verbundenen Unternehmen; es handelt sich um außergewöhnliche Aufwendungen.

6. Finanzergebnis

Das Finanzergebnis enthält laufende Erträge bzw. Aufwendungen des Deckungsvermögens.

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge betreffen insgesamt mit TEUR 243 (i. V. TEUR 109) verbundene Unternehmen.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 1.476 (i. V. TEUR 470) verbundene Unternehmen.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 130 (i. V. TEUR 126, vor Saldierung mit Ertrag aus Deckungsvermögen) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

7. Steuern

Der Posten "Erstattete Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" resultiert in voller Höhe aus periodenfremden Erträgen aus der Auflösung von Ertragsteuerrückstellungen insbesondere in Folge eines Verlustrücktrages.

Der Posten "sonstige Steuern" enthält periodenfremde Aufwendungen aus der Nachversteuerung von Sachverhalten aus dem Personalbereich in Höhe von TEUR 61.

C. Sonstige Angaben

1. Personal

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:

2023
Anzahl
Leitende Angestellte 4
Angestellte 197
Gewerbliche Arbeitnehmer 321
522

Im Geschäftsjahr betrug die durchschnittliche Zahl der Auszubildenden 43.

2. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Gegenüber drei verbundenen Unternehmen bestehen Ergebnisübernahmeverträge.

Im Berichtsjahr bestehen keine Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen werden wie folgt fällig:

bis 1 Jahr
TEUR
2 bis 5 Jahre
TEUR
>5 Jahre
TEUR
Gesamtbetrag
TEUR
Aus Miet- und Leasingverträgen 1.656 3.244 354 5.254
Aus Bestellobligo 15.228 0 0 15.228
16.884 3.244 354 20.482

3. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen sind, beschränken sich auf die Lieferung von Rohmaterial bzw. die Gewährung von Provisionen und sind zu marktüblichen Konditionen geschlossen.

4. Außerbilanzielle Geschäfte

Die Gesellschaft hat mit einem Finanzdienstleistungsinstitut am 24.10./20.11.2019 und Nachtrag vom 20./21.12.2023 einen Factoringvertrag über den Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Wege des echten Factorings abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag beträgt die Summe der veräußerten Forderungen TEUR 13.618 (i. V. TEUR 14.421). Die Maßnahme dient in erster Linie der Entlastung des Refinanzierungsvolumens.

5. Gewinnverwendung

Bezüglich der Gewinnverwendung schlägt die Geschäftsführung vor, einen Betrag von EUR 1.200.000,00 an die Gesellschafter auszuschütten.

6. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung

Dipl.-Wirtsch.-Ing. Christine Grotz, Waldbronn (CEO)

Dipl.-Ing. Yannick Weber, Erfurt (COO) (ab 1. September 2023)

Hinsichtlich der Gehälter der Geschäftsführung nimmt die Gesellschaft die Erleichterungsvorschrift gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch.

Für frühere Geschäftsführer und deren Hinterbliebene wurden TEUR 321 aufgewendet. Zum Stichtag besteht darüber hinaus eine Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 2.767 für frühere Geschäftsführer und deren Hinterbliebene.

Aufsichtsrat

Alfred Hagebusch (Rechtsanwalt), Heidelberg (Vorsitzender)

Christoph Weber (Dipl.-Ing.), Braunschweig (stellvertretender Vorsitzender)

Reiner Stuber (Mechaniker), Brackenheim (Arbeitnehmervertreter) (bis 31. Dezember 2023)

Beirat

Alfred Hagebusch (Rechtsanwalt), Heidelberg (Vorsitzender)

Dr. Wolfgang Braun (Geschäftsführer), Waldbronn (stellvertretender Vorsitzender)

Dr. Ing. Bertram Hoffmann (Geschäftsführer), Rülzheim

Christoph Weber (Dipl.-Ing.), Braunschweig

Susanne Langer (Dipl.-Ing.), Untergruppenbach (ab 2. Juli 2023)

Aufsichtsrats- und Beiratsvergütungen fielen in Höhe von TEUR 159 an.

7. Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers wird im Konzernanhang angegeben.

8. Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft ist Mutterunternehmen im Sinne des § 290 Abs. 1 HGB und erstellt einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen. Dieser wird im Unternehmensregister offengelegt.

9. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet.

 

Güglingen, 27. Mai 2024

WEBER - HYDRAULIK GMBH

Geschäftsführung

Christine Grotz

Yannick Weber

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

der WEBER-HYDRAULIK GMBH, Güglingen

Anschaffungs- und Herstellungskosten

Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in der Entwicklung 5.411.116,81 1.383.568,85 0,00 0,00 6.794.685,66
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 11.772.299,21 281.964,55 350.573,73 24.629,89 12.380.207,60
3. Geleistete Anzahlungen 392.517,38 361.142,16 -350.573,73 0,00 403.085,81
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 17.575.933,40 2.026.675,56 0,00 24.629,89 19.577.979,07
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.802.054,89 134.119,84 972.861,65 0,00 17.909.036,38
2. Technische Anlagen und Maschinen 40.797.498,47 1.599.665,91 2.208.386,79 1.547.677,22 43.057.873,95
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.993.605,23 2.091.186,17 387.130,98 715.741,03 24.756.181,35
4. Geleistete Anzahlungen 5.593.523,42 6.469.406,65 -3.568.379,42 0,00 8.494.550,65
Summe Sachanlagen 86.186.682,01 10.294.378,57 0,00 2.263.418,25 94.217.642,33
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 42.751.901,49 0,00 0,00 0,00 42.751.901,49
2. Beteiligungen 642.285,33 0,00 0,00 0,00 642.285,33
Summe Finanzanlagen 43.394.186,82 0,00 0,00 0,00 43.394.186,82
Summe Anlagevermögen 147.156.802,23 12.321.054,13 0,00 2.288.048,14 157.189.808,22

Kumulierte Abschreibungen

Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in der Entwicklung 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 10.380.834,94 882.719,27 3.420,82 11.260.133,39
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 10.380.834,94 882.719,27 3.420,82 11.260.133,39
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.973.449,64 224.873,02 0,00 11.198.322,66
2. Technische Anlagen und Maschinen 35.296.492,95 2.665.308,06 1.547.677,22 36.414.123,79
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.975.050,85 1.653.667,19 704.817,81 19.923.900,23
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 65.244.993,44 4.543.848,27 2.252.495,03 67.536.346,68
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 15.482.732,48 1.700.000,00 0,00 17.182.732,48
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 15.482.732,48 1.700.000,00 0,00 17.182.732,48
Summe Anlagevermögen 91.108.560,86 7.126.567,54 2.255.915,85 95.979.212,55

Buchwerte

Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in der Entwicklung 6.794.685,66 5.411.116,81
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 1.120.074,21 1.391.464,27
3. Geleistete Anzahlungen 403.085,81 392.517,38
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 8.317.845,68 7.195.098,46
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.710.713,72 5.828.605,25
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.643.750,16 5.501.005,52
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.832.281,12 4.018.554,38
4. Geleistete Anzahlungen 8.494.550,65 5.593.523,42
Summe Sachanlagen 26.681.295,65 20.941.688,57
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.569.169,01 27.269.169,01
2. Beteiligungen 642.285,33 642.285,33
Summe Finanzanlagen 26.211.454,34 27.911.454,34
Summe Anlagevermögen 61.210.595,67 56.048.241,37

Lagebericht 2023

der WEBER-HYDRAULIK GMBH, Güglingen

Geschäft und Rahmenbedingungen

Mehr als 80 Jahre nach ihrer Gründung befindet sich die WEBER-HYDRAULIK GMBH noch immer in der Hand der Gründerfamilie und entwickelt, produziert und vertreibt in Güglingen hochwertige Zylinder, Steuerblöcke, Lenk- und Federungssysteme, Ventile und Aggregate für mobile Arbeitsmaschinen, Nutzfahrzeuge und Werkzeugmaschinen sowie Rettungsgeräte. Als innovativer Geschäftspartner realisiert WEBER-HYDRAULIK anspruchsvolle, anwendungs-spezifische Systemlösungen nach Kundenwunsch.

Die WEBER-HYDRAULIK Gruppe bietet als auftragsbezogener Serienfertiger hydraulische Produkte für Kunden an. Eine wesentliche Basis des Erfolgs besteht in der Innovationskraft der WEBER-HYDRAULIK Gruppe. So werden die Produkte entsprechend den spezifischen Bedarfen der Kunden laufend weiterentwickelt. Die Entwicklung bezieht dabei nicht nur die technische Konstruktion, sondern auch die Verbesserung der Fertigungsprozesse mit ein. Zudem ist die WEBER-HYDRAULIK Gruppe nicht nur ein reiner Komponentenhersteller, sondern entwickelt sich auf Basis ihres im Verbund ihrer Tochtergesellschaften vorhandenen Know-hows zu einem gefragten Anbieter von Systemlösungen, so etwa im Bereich von hydraulischen Federungs- und Lenksystemen, und in der Integration von Sensorik und Messtechnik in den Hydraulikzylinder. WEBER-HYDRAULIK verfügt damit über ein robustes Geschäftssystem in einem attraktiven Markt und einem balancierten Segment-, Produkt- und Kundenportfolio.

Auch im Jahr 2023 waren die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs weiterhin spürbar. Während die Lieferketten spätestens ab dem zweiten Halbjahr bis auf wenige Ausnahmen wieder aufgebaut waren und der Materialfluss weitestgehend sichergestellt war, lagen die Preise für Rohstoffe und Zukaufteile zunächst unverändert auf einem sehr hohen Niveau. Erst ab Beginn des vierten Quartals waren, durch eine zunehmende Verunsicherung der Gesamtwirtschaft, leichte Veränderungen in der Preispolitik der Zulieferer erkennbar.

Die Umsatzentwicklung in der Hydraulikbranche sowie den Branchen unserer größten Kunden (z. B. Baumaschinen und Landtechnik) fiel nach Aussage des VDMA Prognosereports Maschinenbau (Stand Dezember 2023)1) etwas über der Erwartungshaltung aus (+ 1 Prozentpunkt). Während die Auftragsbücher vor allem in den ersten beiden Quarten noch gut gefüllt waren und ein stärkeres Wachstum ermöglicht hätten, verfehlten aber das dritte und vierte Quartal das Vorjahresniveau und die Erwartungen deutlich. Da die Auftragsbestände bereits im Jahr 2023 teils deutlich reduziert wurden und somit die Auslastung immer weniger stützen können, korrigiert der VDMA seine Prognose für 2024 deutlich auf -4 %.2) Das ifo-Institut rechnet in seiner Prognose vom März 2024 für das Jahr 2024 lediglich mit einem Wachstum der Wirtschaftsleistung von 0,2 % und geht somit, wie im Vorjahr, von einer Stagnation aus.3)

Geschäftsverlauf der WEBER - HYDRAULIK GMBH

Die Wettbewerbsfähigkeit wurde in allen relevanten Zielmärkten vor allem durch Wachstum, Effizienzsteigerungen und Kostenmanagement weiter verbessert. Durch die Erfahrungen, welche nicht zuletzt im Rahmen der Sanierung gemacht wurden, konnte auch die Resilienz gegen externe gesamtwirtschaftliche Einflüsse und die Anpassungsfähigkeit gegenüber konjunkturellen Einbrüchen gesteigert werden. Dies wurde im Geschäftsjahr 2023 erneut erfolgreich unter Beweis gestellt.

Unsere beiden Geschäftsfelder "Rettungsgeräte" und "Hydraulik" entwickelten sich im Geschäftsjahr 2023 vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung durchweg positiv. Im Rettungsgeräte-Geschäft konnte der Umsatz erneut deutlich gesteigert werden und liegt damit über dem bisherigen Höchstniveau von 2019. Im Hydraulikbereich konnte der geplante Umsatz zwar nicht erreicht, gegenüber dem Vorjahr aber dennoch erneut erhöht werden, was neben der Mengensteigerung auch auf Preiserhöhungen zurückzuführen ist. Trotz der gestiegenen Materialaufwendungen in Folge der Preiserhöhungen, welche sich vor allem im Hydraulikbereich auswirkten, konnte die Ertragslage in beiden Bereichen überproportional zum Umsatz gesteigert werden.

Die Umsatzerlöse der WEBER-HYDRAULIK GMBH lagen dem folgend im Geschäftsjahr 2023 2,3 Mio. € unter der ursprünglichen Planung. In dieser war allerdings der wirtschaftliche Abschwung vor allem in der zweiten Jahreshälfte sowohl umsatz- als auch ertragsseitig noch nicht enthalten. Bedingt durch eine, gegenüber der Planung, leicht höhere Bestandserhöhung (+1,0 Mio. €) sowie höhere aktivierte Eigenleistungen (+0,6 Mio. €) lag die Gesamtleistung mit 201,7 Mio. € im Geschäftsjahr nur 0,7 Mio. € unter dem Planwert. Aufgrund der schnellen und dynamischen Entwicklung im Markt konnten die Gegenmaßnahmen diesen Effekt nicht gänzlich abmildern, was zu einer Unterschreitung im EBIT (Ergebnis vor Steuern, Finanz- und Beteiligungsergebnis) gegenüber der Planung in Höhe von 1,6 Mio. € führte. Auch das Jahresergebnis liegt, zusätzlich durch die nicht budgetierten Zinssteigerungen belastet, mit -1,4 Mio. € deutlich unter dem geplanten Wert von 3,5 Mio. €.

Der Geschäftsverlauf im Einzelnen

Die leichte wirtschaftliche Erholung, welche sich bereits Ende 2022 abzeichnete, setzte sich im ersten Halbjahr 2023 fort, so dass im Geschäftsjahr 2023 ein Auftragseingang in Höhe von 175,5 Mio. €, welcher annähernd auf Vorjahresniveau (-4,9 Mio. € | -2,7 %) lag, verbucht werden konnte. Während im ersten und zweiten Quartal ein Auftragseingang in Höhe von 51,5 Mio. € bzw. 47,1 Mio. € erreicht werden konnte, wurden im dritten Quartal, der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung folgend, nur noch Auftragseingänge in Höhe von 41,4 Mio. € verbucht. Wie in den Vorjahren gingen die Auftragseingänge im vierten Quartal weiter zurück und lagen lediglich bei 35,6 Mio. €. Der Auftragsbestand lag dieser Entwicklung folgend im ersten Halbjahr noch bei rund 240 Mio. €, reduzierte sich aber bis zum Jahresende weiter auf rund 230 Mio. €. Damit liegt dieser 8,5 Mio. € oder 3,6 % unter dem Vorjahr.

Im Hydraulikbereich konnte der Umsatz im Jahr 2023 aufgrund der gut gefüllten Auftragsbücher deutlich um 12,7 Mio. € (+8,5 %) auf 162,2 Mio. € gesteigert werden. Während die Umsätze im Bereich der Handelsware durch die weitere Umstellung auf Direktbelieferung von großen Kunden durch die polnische Tochtergesellschaft weiter zurückgingen und im Gesamtjahr nur noch bei 2,1 Mio. € lagen (-8,1 %), konnte der Umsatz im Eigenfertigungsbereich, und hier vor allem mit Drittkunden, deutlich um 12,9 Mio. €, was einer Rate von 8,8 % entspricht, gesteigert werden. Die Umsätze mit Tochtergesellschaften in diesem Bereich reduzierten sich im Geschäftsjahr deutlich um 1,8 Mio. € auf 0,8 Mio. €. Im Wesentlichen begründet sich dies auf der geplanten Umsetzung der Reduzierung von Geschäftsbeziehungen mit der polnischen Tochtergesellschaft. Im Rescue- Bereich, in dem in wesentlichem Umfang Umsatz mit Handelswaren gemacht wird, welche fast ausschließlich von der österreichischen Tochtergesellschaft bezogen werden, konnte dieser Umsatz das zweite Jahr in Folge, gesteigert werden. Am Ende des Geschäftsjahres wurde eine Steigerung von 15,1 % auf 23,9 Mio. € erzielt.

Personal

Im Durchschnitt des Jahres 2023 beschäftigte die WEBER-HYDRAULIK GMBH insgesamt 622 (Vorjahr 603) Personen (inkl. Geschäftsführern, Leiharbeitnehmern, Auszubildenden und ruhenden Beschäftigungsverhältnissen). Die Stammbelegschaft aus Angestellten und Arbeitern (ohne Geschäftsführung und Auszubildende) erhöhte sich dabei um 20 Mitarbeitende auf 522 (Vorjahr 502). Das Unternehmen bekennt sich weiterhin zu seiner Verantwortung als Ausbildungsbetrieb und beschäftigte im Jahresdurchschnitt 43 Auszubildende (Vorjahr 45).

Im Jahr 2023 mussten durch den Wegfall der durch Corona bedingten Schutzvorgaben, im Gegensatz zum Vorjahr, keine zusätzlichen Maßnahmen umgesetzt werden, so dass in dieser Hinsicht wieder in einen Normalbetrieb übergegangen werden konnte.

Eine wesentliche Herausforderung stellte allerdings unverändert der anhaltende Fachkräftemangel sowohl im direkten als auch im indirekten Bereich dar. Durch die in 2022 begonnene und in 2023 weitestgehend etablierte Weiterentwicklung des Recruitings, die Erschließung neuer Recruiting Kanäle inklusive der Beauftragung von Personalberatungen sowie den gezielten Einsatz von Arbeitnehmerüberlassung konnte der Personalbedarf dahingehend gedeckt werden, dass im direkten Bereich zu jedem Zeitpunkt sämtliche Aufträge erfüllt werden konnten und im indirekten Bereich keine Rückstände entstanden.

Darüber hinaus wurden zusätzliche Konzepte und Maßnahmen initiiert, die darauf ausgerichtet sind, die Arbeitgeberattraktivität zu steigern. Als attraktiver und verantwortungsvoller Arbeitgeber haben wir uns zum Ziel gesetzt, unseren Beschäftigten sehr gute Arbeitsbedingungen zu bieten und eine hohe Zufriedenheit der Mitarbeitenden zu gewährleisten. Sämtliche Maßnahmen zur Steigerung der Arbeitgeberattraktiviät sind darauf ausgerichtet, sich im Wettbewerb, um Fach- und Führungskräfte abzuheben, Potenzialträger mit entsprechender Qualifikation für das Unternehmen zu gewinnen und entsprechend zu binden. Ganz wesentlich ist hierbei, Voraussetzungen zu schaffen, dass die Mitarbeiter ihre Arbeitskraft und ihr Potenzial optimal einsetzen können und im Rahmen einer wertegeprägten Kultur die Entwicklung, Motivation und Zufriedenheit der Beschäftigten gefördert wird.

Steuerungssystem

Maßgebliche Kennzahl der Unternehmung ist das EBIT, es ist auch der Haupteinflussfaktor für andere Kennzahlen (z. B. Kapitalrenditen, Liquidität). Ein Plan-/Ist-Vergleich dieser Kennzahl erfolgt monatlich. Darüber hinaus werden auf Quartalsbasis innerhalb der einzelnen Geschäftsbereiche Erfolgsrechnungen (Deckungsbeitragsrechnung) erstellt, um innerhalb der Geschäftsbereiche Aussagen über den Erfolg einzelner Produkte bzw. Kunden zu erhalten.

Forschung und Entwicklung

Im Jahr 2023 sind - einschließlich der auf kundenspezifische Entwicklungsprojekte entfallenden Kosten - insgesamt rund 20,1 Mio. € Aufwendungen im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) angefallen; für eigene Zwecke wurden 6,5 Mio. € aufgewandt. Davon wurden 1,4 Mio. € als selbstgeschaffene immaterielle Wirtschaftsgüter aktiviert; es handelt sich um ein für unsere Gesellschaft wesentliches Neuentwicklungsprojekt, ein innovatives Hinterachslenksystem für schwere LKWs und Busse. Trotz der aktuell wirtschaftlichen angespannten Gesamtsituation aufgrund der Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sollen die F&E-Aufwendungen auch im Jahr 2024 sowie bis zum Ende der Entwicklungsphase des kundenspezifischen Entwicklungsprojektes mindestens auf diesem Niveau bleiben

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage

Die Ertragslage des Berichtsjahres ist erneut von wesentlichen Sondereffekten geprägt.

Die Gesamtleistung ist handelsrechtlich definiert als die Summe von Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen sowie den aktivierten Eigenleistungen. Dieser für uns wichtige Leistungsindikator erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen durch den Umsatzanstieg im externen Bereich und einen Bestandsaufbau um 11,9 % von 180,3 Mio. € auf 201,7 Mio. €.

Im Vergleich zum Vorjahr belaufen sich die sonstigen betrieblichen Erträge nur auf 1,5 Mio. € und damit 1,7 Mio. € weniger (i. V. 3,1 Mio. €). Dieser geringere Wert resultiert hauptsächlich daraus, dass im Jahr 2022 höhere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten waren. Im Berichtsjahr ergaben sich die sonstigen betrieblichen Erträge hauptsächlich durch Erträge aus der Weiterberechnung von Sachkosten an Konzernunternehmen (0,3 Mio. €) sowie Erträgen aus Kursdifferenzen (0,2 Mio. €).

Die Materialquote bezogen auf die Gesamtleistung mit 65,0 % erhöhte sich aufgrund der starken Preiserhöhungen für Rohstoffe und Zukaufteile, welche bereits im zweiten Halbjahr 2022 wirkten, sowie der sehr hohen Bestandsveränderung insbesondere aus unserem Kundenentwicklungsprojekt, leicht um 1,4 %-Punkte zum Vorjahreswert von 63,7ִ %. Durch die konsequente Weitergabe von Preiserhöhungen an Kunden konnte der Preiseffekt im abgelaufenen Geschäftsjahr abgemildert werden.

Der Personalaufwand stieg, folgend der Erhöhung der Anzahl der Mitarbeitenden und der abgeschlossenen Tarifverhandlungen, von 42,5 Mio. € im Vorjahr, um 3,2 Mio. € auf 45,7 Mio. € an. Dies entspricht einer Steigerung von 7,5 % bei einer Erhöhung der Mitarbeitenden um im Durchschnitt 3,2 %. Im Dezember wurde die tarifvertragliche Sonderzahlung im Rahmen der steuer- und sozialversicherungsfreien Inflationsausgleichsprämie II an alle Mitarbeitenden ausbezahlt. Die weitere Auszahlung des Trafobausteins führte in Summe zu tariflichen Sonderzahlungen von 1,9 Mio. € im Jahr 2023 und damit um 0,2 Mio. € mehr als im Vorjahr. Die Personalquote bezogen auf die Gesamtleistung lag insbesondere aufgrund der Umsatzsteigerung leicht unter Vorjahresniveau und verbesserte sich um 0,9 %-Punkte auf 22,7 %.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen lag im Vergleich zum Vorjahr mit 5,4 Mio. € auf einem leicht höheren Niveau (+0,3 Mio. €), was sich in ähnlicher Höhe auf Sachanlagen und geringwertige Wirtschaftsgüter verteilt. Die Quote in Bezug auf die Gesamtleistung verbesserte sich nochmals leicht von 2,8 % auf 2,7 %.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 18,8 Mio. € lagen mit einer Erhöhung von lediglich 0,3 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr auf einem ähnlichen Niveau. Positiv wirkten im Jahr 2023 vor allem die gesunkenen Musterkosten, für die 1,3 Mio. € weniger aufgewandt wurden. Zusätzlich waren im Jahr 2022 Aufwände für nicht jährlich stattfindende Messen in Höhe von 0,8 Mio. € enthalten, welche im Jahr 2023 nicht anfielen. Ebenso reduzierten sich die periodenfremden Aufwendungen in Zusammenhang mit der Schließung einer Tochtergesellschaft um 0,2 Mio. €. Im Gegensatz dazu erhöhten sich die Aufwendungen für IT im Dienstleistungsbereich im Wesentlichen bedingt durch das anstehende TISAX-Audit im Jahr 2024 und der Maßnahmen zur Verbesserung der Cybersicherheit um 0,5 Mio. € sowie im Wartungsbereich um ebenfalls 0,5 Mio. €. Als Folge des Fachkräftemangels erhöhten sich die Aufwendungen für Interimsmitarbeiter im Jahr 2023 um 0,4 Mio. € sowie die Aufwände für Personaleinstellung um 0,2 Mio. €. Die Instandhaltungskoten für Gebäude und Maschinen erhöhten sich weiter um 0,4 Mio. € auf insgesamt 3,9 Mio. €, was insbesondere auch aus Umbau- und Modernisierungsarbeiten in unserer Verwaltung in Güglingen resultiert. Die Aufwendungen für Garantiefälle erhöhten sich im Jahr 2023 zum einen aufgrund der höheren Gesamtleistung, vor allem aber durch eine Rückstellung für einen Einzelfall um insgesamt 0,2 Mio. €.

Aufgrund der überproportional gestiegenen Kostenpositionen konnte das EBIT des Vorjahres trotz der deutlich gestiegenen Gesamtleistung nicht erreicht werden. Es lag per Jahresende mit 2,1 Mio. € um 0,3 Mio. € unter dem Vorjahr. Damit lag der Wert, im Wesentlichen durch die hohen Materialkosten verursacht, auch deutlich unter dem budgetierten Wert.

Im Jahr 2023 ist im Finanz- und Beteiligungsergebnis eine Wertberichtigung auf Finanzanlagen aufgrund einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung des Beteiligungswertes einer Tochtergesellschaft in Höhe von 1,7 Mio. € enthalten. Zusätzlich schlägt sich in diesem Bereich das gestiegene Zinsniveau nieder. So fielen im Rahmen des Cash Pools 1,0 Mio. € mehr Zinsen an verbundene Unternehmen an. Die Fremdkapitalzinsen an Banken, welche sich zusätzlich durch die höhere Inanspruchnahme der Kreditlinie erhöhten, stiegen von 0,3 Mio. € deutlich um 0,8 Mio. € auf 1,1 Mio. €. Ebenso stiegen die Zinsen im Zusammenhang mit dem Factoring um 0,4 Mio. € an. Die Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen reduzierten sich zudem um 0,5 Mio. € von 2,3 Mio. € auf 1,8 Mio. € und die Aufwendungen aus Verlustübernahme beliefen sich auf 0,3 Mio. €. Somit reduzierte sich das Finanz- und Beteiligungsergebnis im Berichtszeitraum von -1,3 Mio. € um 2,2 Mio. € auf -3,5 Mio. €.

Trotz der Unterschreitung des Budgets sowohl auf Ebene der Gesamtleistung als auch im EBIT, sind wir mit dem Geschäftsverlauf im Jahr 2023 insgesamt zufrieden. Die unvorhergesehene Verschlechterung der Aufsichtslage, welche im dritten Quartal begann, konnte aufgrund der getroffenen Gegenmaßnahmen weitestgehend abgefangen werden, so dass die Gesamtleistung von 201,7 Mio. € lediglich 0,4 % unter dem geplanten Wert liegt. Auch die schnell umgesetzten Maßnahmen in sämtlichen Kostenbereichen zeigten, wenn auch zeitverzögert, im Jahr 2023 Wirkung, so dass sowohl die Kostensteigerungen als auch die fehlenden Umsätze abgemildert werden konnten und das Budget nur um 1,6 Mio. € verfehlt wurde. Zusätzlich konnten die Sondereffekte, welche für die mittel- und langfristige Ergebnissituation nicht maßgebend sind, weitestgehend kompensiert werden.

Vermögens- und Finanzlage

Die Investitionen in Sachanlagen (inkl. Anlagen im Bau) und immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 12,3 Mio. € lagen deutlich über dem Vorjahresniveau und auch in der Langfristbetrachtung weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Investitionen im Zusammenhang mit einer Systementwicklung betrugen im Geschäftsjahr 1,4 Mio. € und belaufen sich damit insgesamt auf 6,8 Mio. €. Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände (v a. Lizenzen) betrugen unverändert zum Vorjahr 0,6 Mio. €. Im Bereich der Sachanlagen (Gesamtinvestitionen 10,3 Mio. €) wurde hauptsächlich in Betriebs- und Geschäftsausstattung (2,1 Mio. €) sowie technische Anlagen und Maschinen (1,6 Mio. €) investiert. Zusätzlich wurden weitere Anzahlungen auf Bestellungen und Anlagen im Bau in Höhe von 6,5 Mio. € geleistet.

Die Buchwertänderungen in den Finanzanlagen (Anteile an verbundenen Unternehmen) betrugen im Jahr 2023 1,7 Mio. € und begründen sich durch eine Wertberichtigung aufgrund einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung einer Tochtergesellschaft.

Die Vorräte erhöhten sich signifikant um 10,4 Mio. € bzw. 32,9 %. Im Detail reduzierten sich die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe im Berichtsjahr um 0,5 Mio. €, die Handelswaren um 0,4 Mio. € und die fertigen Erzeugnisse um 0,3 Mio. €. Im Wesentlichen ist diese Reduzierung auf eine bewusste Reduktion der Lagermenge zurückzuführen, deren Effekt wertmäßig durch das steigende Preisniveau reduziert wurde. Die Steigerung ist ausschließlich auf eine Erhöhung in den unfertigen Erzeugnissen und Leistungen (+11,6 Mio. €), welche ein sich in Entwicklung befindliches Kundenprojekt beinhalten (+11,9 Mio. €; 31.12.2023: 16,4 Mio. €), zurückzuführen. Die in Arbeit befindlichen und die unfertigen Erzeugnisse konnten um 0,3 Mio. € reduziert werden.

Insgesamt lagen die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit 18,5 Mio. € annähernd (-0,25 %) auf Vorjahresniveau. Innerhalb dieser Position waren allerdings größere Veränderungen erkennbar. Im Zusammenhang mit der gestiegenen Gesamtleistung erhöhten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten deutlich von 3,5 Mio. € um 2,5 Mio. € auf 6,0 Mio. €. Die sonstigen Forderungen gegenüber konzernverbundenen Unternehmen, welche sich im Wesentlichen aus einem Darlehen an eine Tochtergesellschaft sowie Forderungen aus den Ergebnisabführungsverträgen zusammensetzen, reduzierten sich zum Stichtag um 1,0 Mio. € von 7,1 Mio. € auf 6,1 Mio. €. Die sonstigen Vermögensgegenstände reduzierten sich in Zusammenhang mit dem Erhalt der Forderung aus der Veräußerung eines Tochterunternehmens deutlich von 3,9 Mio. € um 1,6 Mio. € auf 2,4 Mio. €.

Auf der Passivseite haben sich die Rückstellungen um 0,2 Mio. € auf 12,1 Mio. € leicht erhöht. Im Wesentlichen ist dies auf die Erhöhung der Gewährleistungsrückstellung um 0,2 Mio. € sowie der ergebnisabhängigen Vergütung (+0,2 Mio. €) zurückzuführen. Die Rückstellungen im Personalbereich blieben insgesamt auf dem Vorjahresniveau.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse (Forschungszulagen) erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr nochmals leicht um 0,1 Mio. € auf nun 1,0 Mio. €.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die im Wesentlichen aus Konsortialkrediten bestehen, erhöhten sich im Geschäftsjahr 2023 deutlich auf 32,5 Mio. € und liegt damit wieder auf dem höchsten Niveau seit der Neufinanzierung im Jahr 2019. Im Wesentlichen ist dies auf die hohe Investitionssumme, die Erhöhung der Einkaufspreise sowie die Finanzierung der Entwicklung eines strategisch wichtigen Kundenprojektes zurückzuführen.

Gegenüber verbundenen Unternehmen sind die Verbindlichkeiten erneut deutlich angestiegen (+8,4 Mio. €) und belaufen sich am Ende des Geschäftsjahres auf 41,3 Mio. €. Ursächlich sind hier hauptsächlich die Verbindlichkeiten aufgrund des Cash-Pooling mit unseren in- und ausländischen Tochtergesellschaften (+9,0 Mio. €). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich leicht um 0,6 Mio. €.

Das Netto-Umlaufvermögen aus Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (inkl. IC) abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (inkl. IC) stieg im Jahr 2023 deutlich um 12,0 Mio. € an. Bedingt durch ein Entwicklungsprojekt stiegen die Vorräte erneut deutlich um 10,4 Mio. € an. Die Forderungen lagen am Stichtag um 2,5 Mio. € und die Verbindlichkeiten 1,0 Mio. € über dem Vorjahreswert. Das Verhältnis des Netto-Umlaufvermögens zur Gesamtleistung stieg aufgrund des im Vergleich zur Gesamtleistung überproportionalen Anstiegs weiter von 14,1 % auf 18,6 % um 4,5 %-Punkte an.

Die Eigenkapitalquote liegt mit 16,9 % im Wesentlichen aufgrund der deutlichen Ausweitung der Bilanzsumme und des Jahresfehlbetrags unter dem Vorjahresniveau.

Bedingt durch den Kostenanstieg sowohl für direkte als auch indirekte Aufwendungen und dem damit verbundenen höheren Mittelabfluss in Kombination mit einem deutlichen Aufbau im Net Working Capital lag der operative Cashflow im Berichtsjahr mit -4,6 Mio. € deutlich unter dem Vorjahreswert von -1,3 Mio. €. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag erneut, hauptsächlich bedingt durch Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen, mit -9,0 Mio. € (i. V. -8,3 Mio. €) auf hohem Niveau. Die Finanzierung dieser Ausgaben erfolgte dabei im Wesentlichen (8,1 Mio. €) durch Einzahlungen in den Cash-Pool durch die Tochtergesellschaften. Die längerfristige Inanspruchnahme der Kreditlinie musste um 3,0 Mio. € erhöht werden. Insgesamt liegt der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit mit 8,4 Mio. € auf einem niedrigeren Niveau im Vergleich zum Vorjahr (11,3 Mio. €). Weitere Mittel zur Finanzierung der Investitionen und des Working-Capital-Aufbaus wurden zulasten der kurzfristigen Kontokorrentlinien abgerufen und sind somit direkt im Finanzmittelfonds abgebildet. Leasingverpflichtungen bestehen - wie bislang bereits - nur in geringem Umfang.

Risikomanagement und Risikomanagementsystem

Die Steuerung des Geschäftes und - falls abweichend - der Risken erfolgt anwendungsorientiert nach den beiden Geschäftsfeldern "Hydraulik" und "Rettungsgeräte".

Als Zulieferer der Nutzfahrzeugindustrie, der Fördertechnik, der Landtechnik und für Mobilkrane mit der Konzentration auf wenige Großkunden in den jeweiligen Sektoren ist die WEBER-HYDRAULIK Gruppe grundsätzlich von der Gesamtentwicklung der Branche abhängig, die einem starken Wettbewerbsdruck unterliegt. Diesem Wettbewerbsdruck und den allgemeinen konjunkturellen Risiken der Branche und Absatzmärkte begegnen wir durch Diversifikation (Rettungsgeräte, Ausdehnung auf komplementäre Sektoren wie Ventile, Steuerblöcke, Aggregate, Systeme), durch eine Intensivierung des margenstarken Ersatzteil- und Servicegeschäfts (Spares & Services), mit dem zudem eine Reduzierung der Abhängigkeit von der konjunkturellen Entwicklung im Bereich der Ausrüstungsinvestitionen erreicht wird, sowie durch den Übergang zu einem Anbieter von vollständigen und individuell entwickelten hydraulischen Systemen (anstelle lediglich einzelner hydraulischer Komponenten) und verstärkter Zusammenarbeit mit dem Kunden als Entwicklungspartner.

Die WEBER-HYDRAULIK Gruppe ist in einer funktionalen Struktur organisiert, in der die Entwicklungs- und Vertriebsaktivitäten darauf abzielen, dem Kunden bestmögliche Problemlösungen anzubieten, wobei gleichzeitig die Produktionskapazitäten nach Kosten- und Effizienzkriterien ausgerichtet werden. Der Vertrieb teilt sich in die zwei Geschäftsfelder Rettungsgeräte und Hydraulik auf. Innerhalb des Hydraulikgeschäftes wird nach Anwendungen (z. B. Landwirtschaft, Mobilkrane) unterteilt und gesteuert. Die Geschäftsfelder werden auf Gruppenebene von den Fachfunktionen Vertrieb, Forschung & Entwicklung, Einkauf, Finanzen, Treasury und Controlling, Personal sowie IT unterstützt.

Im Rahmen einer Neuausrichtung der Organisation in den letzten Jahren war eine starke Kundenorientierung unsere wesentliche Zielsetzung. Mit der Fokussierung auf die Kundenbedürfnisse werden wir weiterhin Ineffizienzen reduzieren und Entscheidungen vor Ort beschleunigen, um noch schneller neue Produkte auf den Markt bringen zu können.

Ziel des Risikomanagementsystems der Gesellschaft ist es, mögliche Risiken, die einen negativen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben könnten, so frühzeitig zu erkennen und zu analysieren, dass angemessen agiert bzw. reagiert werden kann. Dazu hat die Geschäftsführung u. a. eine monatliche interne Berichterstattung aufgebaut, die anhand von geeigneten Auswertungen rechtzeitig Hinweise auf möglicherweise kritische Entwicklungen gibt.

Chancen- und Risikobericht

Risikobericht

Auswirkungen des Ukrainekriegs

Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 hat aufgrund der nachwirkenden massiven Auswirkungen auf den Rohstoffmarkt und der stark gestiegenen Inflationsrate unverändert, wenn auch nicht mehr im selben Maß wie im Vorjahr, unmittelbaren Einfluss auf den Geschäftsverlauf der WEBER-HYDRAULIK GMBH. Während sich die Materialverfügbarkeit im Jahresverlauf weitestgehend normalisierte, waren die Preisanstiege weiterhin deutlich spürbar. Seitens der Lieferanten wurden die gestiegenen Energiepreise in Verbindung mit den hohen Inflationsraten als Hauptkostentreiber weitergegeben. Dies trifft nicht nur die zugekauften Rohstoffe und Bauteile, sondern auch die bezogenen Leistungen. Hier helfen unserer Gesellschaft zwar die langfristigen Lieferantenbeziehungen, dennoch trifft uns diese Entwicklung aufgrund der hohen Materialquote stark, welche sich dadurch auch zusätzlich erhöhte.

Die direkten Auswirkungen der seitens EU und USA beschlossenen Sanktionen trafen uns im Berichtsjahr nur in sehr geringem Maße, da weder die WEBER-HYDRAULIK GMBH noch unsere Kunden hohe Marktanteile in Russland haben bzw. die Nachfrage in anderen Ländern generiert und somit ausgeglichen werden konnte. Zudem führte die regionale Diversifikation und die Tätigkeit für unterschiedlichste Branchen dazu, dass verbesserte Marktszenarien in anderen Bereichen halfen, dieser Entwicklung entgegenzuwirken.

Insgesamt stellt der andauernde Krieg nach wie vor ein gesamtwirtschaftliches Risiko dar. Vor allem die Materialpreisentwicklung und die im Vergleich zu den letzten Jahren immer noch hohen Inflationsraten können sich weiter negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken.

Marktentwicklung

Laut ifo-Konjunkturprognose 4) ist davon auszugehen, dass die Konjunktur in nahezu allen Wirtschaftsbereichen stagnieren wird; sie spricht für das Winterhalbjahr 2023/24 bereits von einer Rezession, was sich im tatsächlichen Geschäftsverlauf bei uns auch so zeigte. Vor allem die Verschlechterung der Auftragslage sowie der geringe Auftragsbestand werden hierfür als ursächlich angeführt. Insbesondere die Erholung in der Industriekonjunktur, welche für die WEBER-HYDRAULIK GMBH maßgebend ist, setzt laut. Konjunkturprognose erst später ein. Daneben wird aber davon ausgegangen, dass sowohl die Industrie- als auch die Konsumkonjunktur von den Preisrückgängen im Energiesektor profitieren wird. Der VDMA reduziert in seinem Prognosereport die Erwartungen für 2024 aufgrund der spätzyklischen Reaktion des Maschinenbausektors auf -4 %.5)

Das kundenseitige Ausfallrisiko ist grundsätzlich über eine Warenkreditversicherung abgedeckt. Sollte ein Versicherungsschutz für einzelne Kunden nicht oder nicht in ausreichendem Umfang gewährt werden, erfolgt die Absicherung über Akkreditive, Garantien/Bürgschaften, Anzahlung oder Vorkasse. Zudem wird regelmäßig eine Bonitätsprüfung unserer Kunden auf Basis von Auskünften entsprechender Anbieter durchgeführt. Im Geschäftsjahr 2019 haben wir außerdem einen Vertrag über echtes Factoring abgeschlossen. Der Factor erwirbt dabei das wirtschaftliche Eigentum an den angekauften Forderungen. Auch wenn damit das Ausfallrisiko für die übertragenen Forderungen an den Factor übergeht, sind wir stets bemüht, alle genannten Absicherungen einzuhalten, um einen Ausfall zu vermeiden. Zur Sicherung günstiger Zinssätze wurde die Laufzeit des Factoring-Vertrags im Dezember 2023 vorzeitig bis 2028 verlängert.

Konstruktions- und Fertigungsrisiken sichern wir durch konsequentes Projekt- und Qualitätsmanagement ab. So wurde auch ein Projektmanagementoffice implementiert, um gruppenübergreifende Entwicklungsprojekte professionell steuern zu können. Die WEBER-HYDRAULIK GMBH verfügt über einschlägige Zertifizierungen wie etwa nach ISO 9001:2015, nach ISO 14001:2015, nach ISO 50001:2018 oder nach IATF 16949:2016, die regelmäßig erneuert werden. Zusätzlich ist die WEBER-HYDRAULIK GMBH für ein spezifisches Produkt nach KBA zertifiziert.

Als weltweit agierendes Unternehmen sind wir grundsätzlich auch politischen Risiken ausgesetzt und wir beobachten die weltweite Entwicklung sehr intensiv. Allerdings erbringt die WEBER-HYDRAULIK GMBH leicht über 90 % ihrer Umsätze im Inland und der EU, so dass wir die Risiken als sehr begrenzt ansehen. Gut 5 % der Umsätze entfallen auf die USA. Wirtschaftspolitische Sachverhalte, wie unter anderem Strafzölle und Handelsembargos, verfolgen wir kritisch, diese haben aber keine ergebniskritischen Ausmaße. Die Strafzölle, welche in den USA nach wie vor zur Anwendung kommen, haben sowohl auf unsere direkten Umsätze als auch auf die indirekten Umsätze, d. h. über unsere Kunden, die in die USA exportieren, bisher keine wesentlichen Auswirkungen.

Dem Finanzierungs- und Liquiditätsrisiko begegnen wir im Wesentlichen auf zwei Arten: Durch die Thesaurierung der positiven Ergebnisse der letzten Geschäftsjahre liegt die Eigenkapitalquote der WEBER-HYDRAULIK GMBH bei ca. 17 %. Unsere Planungen sehen vor, dass die Eigenkapitalquote in den nächsten Jahren mindestens auf diesem Niveau bleibt und die Finanzkraft über die Innenfinanzierung für das geplante moderate Wachstum der kommenden Jahre sichergestellt sein wird.

Die Außenfinanzierung der WEBER-HYDRAULIK Gruppe basierte im Berichtsjahr im Wesentlichen auf der Neufassung des Konsortialkreditvertrages vom 24. Oktober 2019 mit einer grundsätzlich fünfjährigen Laufzeit. Im Geschäftsjahr 2021 konnte auf unseren Antrag hin eine weitere Verlängerung um ein Jahr bis 23. Oktober 2026 erzielt werden. Die Inanspruchnahme der Linie des Kreditvertrages bietet für die weitere Entwicklung genügend Headroom. Im Rahmen des Konsortialkreditvertrages sind Finanzkennzahlen je Quartal auf Ebene des Konzernabschlusses der WEBER-HYDRAULIK GMBH (Financial Covenants) festgelegt. Diese Finanzkennzahlen wurden im Geschäftsjahr 2023 zu jedem Stichtag eingehalten. Die Geschäftsführung ist weiterhin in enger Abstimmung mit den finanzierenden Banken. Sie geht aus heutiger Sicht davon aus, dass die Finanzierung der Gesellschaft für den Prognosezeitraum gesichert ist.

Beschaffungsrisiken haben für unsere Gesellschaft angesichts einer Materialaufwandsquote von deutlich über 60 % eine hohe Bedeutung: Insbesondere auch aufgrund der stark gestiegenen Rohstoffpreise stellt die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Einkaufsprozesse und -tools - neben Effizienzsteigerungen in der Produktion - einen wesentlichen Hebel bei der Erreichung der Rohertragsziele dar. Um diesem Risiko zu begegnen, sichert der strategische Einkauf die Materialversorgung zu optimierten Liefer- und Preisbedingungen. Langfristige Lieferantenbeziehungen und flexible Einkaufsvereinbarungen sind für uns zentrale Bestandteile des Warengruppenmanagements der WEBER-HYDRAULIK-Gruppe.

Der inländische Teil der WEBER-HYDRAULIK Gruppe, der sich im Jahresabschluss der Gesellschaft niederschlägt, agiert ganz überwiegend im Euro-Raum. Da nur untergeordnete Umsatzerlöse in Fremdwährung fakturiert werden bzw. auch nur untergeordnete Volumina in Fremdwährung beschafft werden, sehen wir uns nur einem geringen Fremdwährungsrisiko ausgesetzt. Die Fremdwährungsrisiken sind damit größtenteils in Form von "natürlichem Hedging" aus in gleicher Währung lautenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen einerseits und Verbindlichkeiten aus Rohstoffeinkäufen andererseits gesichert. Insgesamt übersteigen die in Fremdwährung erhaltenen Zahlungen die Ausgaben.

Entwicklung von Komplettsystemen

Im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung hat die WEBER-HYDRAULIK GMBH nach sorgfältiger Abwägung sämtlicher Möglichkeiten beschlossen, sich vom reinen Komponenten- und Teilsystemanbieter hin zum Gesamtsystemanbieter zu entwickeln. Hierzu wurde in Zusammenarbeit mit einem Kunden aus dem Automotive-Bereich im Jahr 2021 begonnen, ein Hinterachslenksystem für schwere LKWs, bestehend aus hydraulischen Komponenten, Elektronik und Software, zu entwickeln. Da dies das erste Projekt für die WEBER-HYDRAULIK GMBH mit dieser Komplexität und diesem Scope ist, ergeben sich speziell aus diesem Projekt verschiedene, nachfolgend dargestellte Risiken.

Technologisches Risiko: Da dieses Projekt in Teilen neue und innovative Bestandteile enthält, die sich in der Praxis noch nicht bewährt haben, sind Auswirkung hinsichtlich des Zeitplans, fehlerhafte Funktionalitäten und erhöhte Kosten für die Fehlerbehebung möglich. Darüber hinaus ergibt sich auch das Risiko von zeitaufwendigen und teuren Entwicklungen, welche sich im Nachgang als ungeeignet herausstellen. Im Projektverlauf stellt die WEBER-HYDRAULIK GMBH durch sorgfältige Auswahl der Technologien und ständigen Tests, auch in Zusammenarbeit mit dem zukünftigen Kunden, sicher, dieses Risiko und die Auswirkungen auf ein Minimum zu begrenzen.

Zeitliches Risiko: Da bereits in der Entwicklungsphase mit dem Kunden zusammengearbeitet wird, gibt es einen engen Zeitplan, der von beiden Seiten einzuhalten ist. Ein Nichteinhalten dieses Zeitplans kann zu einem verspäteten Markteintritt führen und damit folglich den wirtschaftlichen Erfolg des Projektes gefährden, wodurch es zu einem Reputationsverlust kommen könnte. Im Rahmen der Projektdurchführung kam es bereits zu deutlichen, meist durch die Veränderung von kundenseitigen Anforderungen bedingte, Verzögerungen, die aufgrund der insgesamt sehr engen Zeitschiene das gesamte Projekt verzögern. Durch enges Projektmanagement und ein genaues Tracking aller Meilensteine in sehr engen Abständen, auch unter Einbeziehung des Kunden, soll stets die Transparenz hinsichtlich der Zeitleiste sichergestellt sein, mögliche Verzögerungen beidseitig abgestimmt werden und Gegenmaßnahmen bestmöglich implementiert werden.

Personelles Risiko: Im personellen Bereich des Projektes sehen wir aktuell zwei Hauptrisiken. Zum einen haben einzelne Schlüsselmitglieder im Projekt- und Entwicklungsteam in bestimmten Bereichen des Projektes nur begrenzte Erfahrungen und zum anderen können notwendige Entwicklerkapazitäten für die Softwareentwicklung aufgrund der aktuelle schwierigen Personalmarktsituation nicht ad hoc gefunden werden. Im schlimmsten Fall kann dies zu Fehlern in der Entwicklung führen, was sich auf die Qualität des Systems und den Budgetplan auswirken kann. Durch externe Unterstützung von Experten werden interne Lücken konsequent geschlossen und die Fähigkeiten interner Mitarbeiter nachhaltig auf- und ausgebaut.

Budgetrisiko: Aufgrund der Tatsache, dass die Entwicklung von Gesamtsystemen für die WEBER-HYDRAULIK GMBH neu ist, ergeben sich auf Basis der vorgenannten Risiken signifikante Budgetrisiken, welche die Werthaltigkeit der Entwicklungen beeinflussen können und somit auch ein Risiko für die Vermögens- und Ertragslage darstellen. Zudem wird im aktuellen Projektstatus in wesentlichen Teilbereichen mit Hochrechnungen und zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber abgestimmten Schätzungen kalkuliert, welche ein zusätzliches Risiko in der Ermittlung der Werthaltigkeit darstellen. Mit der ständigen Überwachung des Budgets sowie der Verhandlung von Projektkostenerstattungen mit dem Kunden versuchen wir sicherzustellen, dass die Projektkosten im Budget bleiben und die Werthaltigkeit der in diesem Zusammenhang bilanzierten Vermögensgegenstände sichergestellt ist.

Chancenbericht

Entwicklung von Komplettsystemen

Der im Risikobericht beschriebene Wandel vom reinen Komponenten- und Teilsystemanbieter hin zum Anbieter von Gesamtsystemen ermöglich der WEBER-HYDRAULIK Gruppe ein enormes Wachstumspotential. Neben der Gewinnung von weiteren Kunden für das Hinterachslenksystem ist die Gewinnung von Marktanteilen sowie die Erschließung von neuen Märkten mit weiteren strategischen Entwicklungsprojekten eine klare Wachstumsmöglichkeit für unser Unternehmen. Zum einen bietet sich eine Wachstumsmöglichkeit entlang der Wertschöpfungskette. Die Produktion von Komplettsystemen stellt für uns eine Vorwärtsintegration entlang der Wertschöpfungskette dar, wodurch wir von einer positiven Entwicklung unseres Unternehmenswertes ausgehen. Zum anderen können wir durch diesen Entwicklungsschritt unseren Kunden einen deutlichen Mehrwert zum heutigen Stand bieten. Das Angebot von Komplettsystemen ermöglicht neben vielen anderen Vorteilen eine Plug-and-Play Installation oder auch eine Erweiterung von zusätzlichen Services wie eine predictive maintenance-Funktion.

Digitale Produkte im Rescue- Bereich

Die Umsetzung digitaler Produkte mit Hilfe unseres im Jahr 2019 gegründeten Joint Ventures Rescue Digital Systems GmbH habt dazu beigetragen und wird weiter dazu beitragen, in einem sich erholenden Marktumfeld unsere Marktanteile zu verteidigen oder sogar weiter auszubauen. Zusätzlich wird die (Weiter-)Entwicklung von Apps im Bereich Rescue dazu beitragen, einen Mehrwert für unsere Kunden zu generieren und neue Kunden zu gewinnen.

Neue Generation von Rescue- Geräten

Die Präsentation einer neuen Akkugerätebaureihe mit smarten digitalen Funktionen im Jahr 2022, mit deren Auslieferung im Jahr 2023 begonnen wurde, hat dazu geführt, dass der Auftragseingang im Rescue-Bereich weiterhin auf hohem Niveau gehalten werden konnte. Wir gehen davon aus, dass sich dies in den nächsten Jahren fortsetzen wird. Der klare Vorsprung gegenüber dem Wettbewerb durch diese Funktionserweiterung kann zu einem Zuwachs des Anteils von WEBER RESCUE am Weltmarkt führen und ermöglicht es uns, unseren Kunden einen wesentlichen Nutzengewinn anzubieten. Nicht zuletzt trägt diese neue Generation von Rettungsgeräten dazu bei, dass Rettungsgeräte unter dem Markennamen WEBER RESCUE als Premium-Ausrüstung weltweit etabliert sind.

Verabschiedung des WEBER - Leitbilds

Wir machen Schweres leichter und retten LebenLeidenschaftlich gestalten wir stetige Weiterentwicklung und AlleinstellungAls wertebewusste Gemeinschaft sind wir ein starker und zuverlässiger Partner

Diese drei Statements bilden den Purpose des im Jahr 2022 verabschiedeten WEBER-Leitbilds. Der gesamte Leitbildprozess, welcher im Jahr 2023 weitergeführt wurde, spiegelt dabei die organisatorische Weiterentwicklung unseres Unternehmens wider. Im Rahmen der fünf WEBER-Werte (Wir, Eigenverantwortung, Bereitschaft, Ethik und Respekt) und rund um den Purpose wurden unter Einbezug der Mitarbeitenden an allen Standorten bei WEBER-HYDRAULIK sechs Handlungsfelder identifiziert, welche die zukünftige strategische Ausrichtung vorgeben. Im Rahmen der Umsetzung im Geschäftsjahr wurde die Selbststeuerung von verschiedenen Teams gefordert und gefördert. Mit diesem Entwicklungsschritt hin zu einer modernen Organisation ermöglichen wir unseren Mitarbeitern innerhalb eines gesetzten Rahmens einen hohen Gestaltungsspielraum in der täglichen Arbeit und bieten die Möglichkeit eigenverantwortlich in einer weitestgehend hierarchiefreien Organisation zu arbeiten. Dies Entwicklungsschritt ermöglicht es uns neue Mitarbeiter für WEBER-HYDRAULIK zu begeistern und im Wettbewerb, um Fachkräfte, erfolgreich zu sein.

Erklärung zur Unternehmensführung

Die WEBER-HYDRAULIK GMBH fällt als nicht börsennotiertes und nicht der paritätischen Mitbestimmung unterliegendes Unternehmen nicht unter die Regelungen zur Einführung einer verpflichtenden Frauenquote. Das Gesetz sieht aber für Unternehmen wie die WEBER-HYDRAULIK GMBH, die der Mitbestimmung unterliegen (Drittelbeteiligungsgesetz), die Festlegung von Zielgrößen auf unterschiedlichen Führungsebenen vor (Flexiquote).

Die Zielgrößen im Aufsichtsrat und in der Geschäftsführung werden gem. §§ 36 und 52 GmbH-Gesetz durch die Gesellschafterversammlung festgelegt, die Ziele der beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung werden durch die Geschäftsführung definiert.

Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 27. Juni 2019 wurde das neue Quotenziel für den Aufsichtsrat mit 30 % bis zum Juni 2024 sowie von 30 % für die Geschäftsführung festgelegt.

Durch Beschluss der Geschäftsführung vom 27. Juni 2019 wurde das Quotenziel für die Führungsebene 1 (Leitende Angestellte ohne Geschäftsführung) mit 16,6 % und für die Führungsebene 2 mit 20 % bis zum Juni 2024 festgelegt.

Die Ziele beziehen sich ausschließlich auf die WEBER-HYDRAULIK GMBH in Güglingen.

Ausblick und voraussichtliche Entwicklung

Unter Berücksichtigung aller, allerdings schwer abschätzbaren, Entwicklungen gehen wir zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass sich der Umsatz sowie die Ertragslage im Geschäftsjahr 2024 leicht verschlechtern werden. Zwar sehen wir im Cashflow bei der vorhandenen Kreditlinie im Zusammenhang mit dem im Oktober 2019 neu abgeschlossenen und bereits verlängerten Konsortialkreditvertrag keine akuten Engpässe, gehen aber von einer höheren Inanspruchnahme aus. Durch anhaltende Maßnahmen zur Liquiditäts- und Ergebnissicherung sowie des stetigen Monitorings gehen wir daher von einer Durchfinanzierung aus.

Weiterhin werden die Entwicklungen eng beobachtet und durch eine intensive Berichterstattung, die Entscheidungsprozesse begleitet. Entscheidend ist, nicht zuletzt, die offene Kommunikation mit Lieferanten und Kunden sowie einerseits die Weitergabe von Preiserhöhungen entlang der Wertschöpfungskette aber auch die Umsetzung von Preisreduzierungen in einem sich erholendem Rohstoffmarkt in notwendigem Maße. Hiermit können die Auswirkungen der Materialpreisänderungen sowie der Lohnsteigerungen teilweise begrenzt werden. Ebenso halten wir unsere Stakeholder regelmäßig informiert, um über aktuelle Entwicklungen schnellstmöglich zu berichten und somit das vorhandene Vertrauensverhältnis weiter auszubauen.

Zum Zeitpunkt der Erstellung der Planung wurde von einer leichten Steigerung der Gesamtleistung um 1 % auf 203,7 Mio. € ausgegangen. Dabei liegen die geplanten Eigenfertigungsumsätze im Geschäftsjahr 2024 mit 127,0 Mio. € nochmals deutlich über dem Niveau von 2023 (119,2 Mio. €, +6,5 %). Aktuell gehen wir allerdings aufgrund der rückläufigen Auftragseingänge und der damit verbundenen Reduzierung der Auftragsbestände davon aus, dass dieses Niveau nicht ganz erreicht werden kann.

Im Bereich der Handelsware (zusammengefasst für den Hydraulik- und Rettungsgeräte-Bereich) wurde für das Jahr 2024 mit einem Rückgang von 63,4 Mio. € im Jahr 2023 auf 54,7 Mio. € geplant, was einer Reduzierung von 13,7 % entspricht. Dies ist im Wesentlichen auf die weitere Umstellung auf Direktlieferung einer Tochtergesellschaft zurückzuführen. Im Rescue Bereich soll der Umsatz mit Handelswaren leicht von 23,4 Mio. € im Jahr 2023 um 0,4 Mio. € auf 23,8 Mio. € im Jahr 2023 steigen. Weiter gehen wir im Rettungsgeräte-Geschäft für die Folgejahre von einem stabilen Verlauf aus. Auch in diesem Bereich wird nach aktuellen Hochrechnungen der Planwert nicht erreicht werden können.

Die Wirkung steigender Rohmaterial- sowie Energiepreise wird derzeit unverändert durch Nachverhandlungen und Kostenweitergaben an den Kunden durch unseren Vertrieb aktiv bearbeitet. Forderungen nach Preisreduzierungen aufgrund sinkender Einkaufspreise seitens der Kunden werden in Zusammenarbeit mit unserem Einkauf nach Möglichkeit umgesetzt. Vom Erfolg dieser Verhandlungen wird das Erreichen der Planziele in nicht unwesentlichem Maße abhängen.

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung hängt aktuell vom weiteren Verlauf der beginnenden rezessiven Phase und unverändert der Entwicklung der Inflation und Energiepreise ab und ist daher von einer gewissen Unsicherheit geprägt. Weiterhin erwarten wir durch die anstehende Europawahl und die Wahl in den USA einen Einfluss auf die gesamtwirtschaftliche Lage, welche auch unsere Kunden und Lieferanten betreffen wird. Zudem sind bereits viele in den Jahren 2022 und 2023 auf den Weg gebrachte Konjunkturprogramme ausgelaufen, was die Situation am Markt aus unserer Sicht noch weiter verschärfen kann. Die WEBER-HYDRAULIK GMBH wird alles tun, um das Unternehmen nachhaltig zu sichern und ihren Mitarbeitenden einen sicheren Arbeitsplatz zu bieten. Unter diesen wirtschaftlichen und politischen Bedingungen wird insgesamt für das Geschäftsjahr 2024 von einem rückläufigen Geschäftsverlauf ausgegangen.

Für 2024 planten wir Ende letzten Jahres aufgrund der wirtschaftlichen Stärke des Unternehmens noch mit einer kräftigen Steigerung des EBIT, erwarten aber mittlerweile vor dem Hintergrund der weiterhin angespannten wirtschaftlichen Lage, die sich mit einem sehr verhaltenen Auftragseingang derzeit bei uns bemerkbar macht, nur noch ein leicht positives EBIT unterhalb desjenigen des Berichtsjahres.

Strategisch wichtige Entwicklungsvorhaben werden weiter forciert.

Die tatsächliche Entwicklung kann darüber hinaus ebenso von den im Risikobericht dargestellten Risiken beeinflusst werden.

 

Güglingen, 27. Mai 2024

WEBER - HYDRAULIK GMBH

Geschäftsführung

Christine Grotz

Yannick Weber

1) VDMA Prognosereport Maschinenbau, Stand Dezember 2023

2) VDMA Prognosereport Maschinenbau, Stand Dezember 2023

3) ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2024: Deutsche Wirtschaft wie gelähmt, Stand 6. März 2024

4) ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2024: Deutsche Wirtschaft wie gelähmt, Stand 06. März 2024

5) VDMA Prognosereport Maschinenbau, Stand Dezember 2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die WEBER-HYDRAULIK GMBH, Güglingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der WEBER - HYDRAULIK GMBH, Güglingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WEBER-HYDRAULIK GMBH, Güglingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unterBeachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage derGesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lage - berichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 27. Mai 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Christoph Eppinger, Wirtschaftsprüfer

Yves Schöpfer, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

der WEBER-HYDRAULIK GMBH

Der Aufsichtsrat nahm im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahr. Im Rahmen seiner Kontrollfunktion hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung sowie die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft überwacht und beraten. In Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat einbezogen. Die Geschäftsführung informierte den Aufsichtsrat sowohl mündlich als auch schriftlich regelmäßig, zeitnah und umfassend. Der Aufsichtsrat tagte im abgelaufenen Geschäftsjahr in 2 Sitzungen.

Der von der Gesellschafterversammlung bestellte Abschlussprüfer RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, sowie den Lagebericht und den Konzernlagebericht der WEBER-HYDRAULIK GMBH für das Geschäftsjahr 2023 geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen.

Nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts tritt der Aufsichtsrat den Prüfungsergebnissen der Abschlussprüfung bei. Die Geschäftsführung hat Fragen zum Jahresabschluss beantwortet, es ergaben sich keine Einwendungen.

Der Aufsichtsrat prüfte auch den Vorschlag der Geschäftsführung, aus dem Bilanzgewinn die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 1.200.000,00 € an die Gesellschafter vorzunehmen. Der Aufsichtsrat hält diesen Vorschlag für angemessen und schließt sich diesem an.

 

Güglingen, den 27. Juni 2024

Für den Aufsichtsrat

Alfred Hagebusch, Aufsichtsratsvorsitzender

Feststellungsbeschluss der WEBER - HYDRAULIK GMBH, Güglingen

Der Jahresabschluss der WEBER-HYDRAULIK GMBH, Güglingen, wurde für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023 vom Aufsichtsrat mit der Sitzung am 27. Juni 2024 gebilligt.

Ergebnisverwendungsbeschluss der WEBER - HYDRAULIK GMBH, Güglingen

Die Gesellschafterversammlung hat am 6. Juli 2024 beschlossen:

Aus dem im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Gesellschaft, festgestellt am 27. Mai 2024, ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 5.998.193,96 wird in Höhe von EUR 1.200.000,00 an die Gesellschafter ausgeschüttet.

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