WEBER-HYDRAULIK GMBH
Selbe AdresseHerstellung von hydraulischen und pneumatischen Komponenten und Systemen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christine Grotz seit 12.2.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Weber-Hyraulik GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
WEBER-HYDRAULIK GMBHGüglingenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022der WEBER-HYDRAULIK GMBH, GüglingenAKTIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022der WEBER-HYDRAULIK GMBH, Güglingen
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022der WEBER-HYDRAULIK GMBH, GüglingenA. Vorbemerkung Der vorliegende Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Für die Gliederung des Konzernabschlusses wurden die Vorschriften der § 266 HGB (Bilanz) und § 275 HGB (Gewinn- und Verlustrechnung) i. V. m. § 298 HGB zugrunde gelegt; ergänzend ist der vorliegende Anhang entsprechend §§ 313 f. HGB erstellt worden. Das Mutterunternehmen ist unter der Firma WEBER-HYDRAULIK GMBH mit Sitz in Güglingen (DEG) im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 320054 eingetragen. Zum 4. Mai 2021 wurden die Anteile an der VSE-Gruppe (bestehend aus V.S.E. Holding B.V. sowie deren 100 %ige Tochtergesellschaften V.S.E. Special Systems B.V. und V.S.E. Vehicle Systems Engineering B.V., alle Veenendaal, Niederlande) veräußert. In den Vorjahreszahlen insbesondere der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Kapitalflussrechnung sind daher noch vier Monate enthalten, die auf diese Unternehmen entfallen; die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist hierdurch jedoch nur in untergeordnetem Maße eingeschränkt. B. Abgrenzung und Veränderungen des Konsolidierungskreises Neben der DEG als Mutterunternehmen im Sinne des § 290 Abs. 1 HGB werden zum Abschlussstichtag noch vier (i. V. vier) inländische und zwei (i. V. zwei) ausländische Gesellschaften im Berichtsjahr in den Konzernabschluss im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen. Inland Als unmittelbare inländische Tochtergesellschaften sind die WEBER-HYDRAULIK GMBH, Konstanz (DEK), die WEBER-HYDRAULIK GMBH, Wörth an der Isar (DEW), die WEBER Services GmbH, Güglingen (DEH), und die WEBER RESCUE Shop GmbH in den Konzernabschluss einbezogen.Es handelt sich in allen Fällen um unmittelbare 100 %-Beteiligungen. Die im Jahr 2020 gegründete Rescue Digital Systems GmbH, Güglingen (DEB), an der dieDEG genau 50 % der Anteile hält, wird bislang aufgrund untergeordneter Bedeutung für dieVermögens- und Ertragslage des Konzerns zu Anschaffungskosten unter den Beteiligungen bilanziert. Ausland Als unmittelbare und 100 %-ige Auslandsbeteiligungen werden die WEBER-HYDRAULIK GmbH, Losenstein/Österreich (ATL) und die WEBER-HYDRAULIKA Sp. z o. o., Nowogrodziec-Wykroty/Polen (PLN), in den Konzernabschluss einbezogen. Bei der im Geschäftsjahr 2018 gegründeten WEBER-HYDRAULIK SERVICES Sp. z o.o., Nowogrodziec-Wykroty/Polen, welche sich derzeit in Liquidation befindet, wurde gemäß § 296 Abs. 2 HGB von der Befreiung der Einbeziehung aufgrund untergeordneter Bedeutung fürdie Vermögens- und Ertragslage des Konzerns Gebrauch gemacht und die Beteiligung zuAnschaffungskosten unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Daneben wird auch die WEBER HYDRAULIC India Pvt. Ltd., Pune/Indien (INP, 100 %-Beteiligung), die ihren Geschäftsbetrieb eingestellt hat und sich in Liquidation befindet, aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage des Konzerns nach § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Die Beteiligung in Höhe von 24,33 % an der American Rescue Technology Inc., Dayton/Ohio, USA (ART) wird weiterhin als assoziiertes Unternehmen at Equity nach der Buchwertmethode in den Konzernabschluss übernommen. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sowie die übrigen wesentlichen Beteiligungen sind in einer separaten Aufstellung einzeln aufgeführt. Diese Aufstellung desAnteilsbesitzes (Angaben nach § 313 Abs. 2 HGB) ist integraler Bestandteil des Konzernanhangs. C. Konsolidierungsgrundsätze und Währungsumrechnung Dem Konzernabschluss liegen die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen zu Grunde. Bei sämtlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses bzw. der Stichtag des Teilkonzernabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022. Die Kapitalkonsolidierung der voll einbezogenen Unternehmen erfolgte nach der Erwerbsmethode, die zwischen Erstkonsolidierung und Folgekonsolidierung differenziert. Die Kapitalkonsolidierung für Erwerbsvorgänge ab dem 1. Januar 2010 erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB nach der Neubewertungsmethode. Hierbei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen (DEG) gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochtergesellschaften verrechnet. DasEigenkapital ist dabei entsprechend der Neubewertungsmethode mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegen ist. Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3 Abs. 2 HGBund latente Steuern nach § 274 Abs. 2 HGB zu bewerten. Die Verrechnung erfolgt gemäß§ 301 Abs. 2 HGB zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Die Kapitalkonsolidierung für die DEH wurde nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen. Dies war der 22. Juli 2011. Bei der Erstkonsolidierung von Erwerbsvorgängen vor dem 1. Januar 2010 wird unverändert die Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a. F. mit den gemäß § 301 Abs. 2 HGB a. F. möglichen Erstkonsolidierungszeitpunkten angewandt. Dieses Vorgehen betrifft die Kapitalkonsolidierung und erfolgte bei ATL, PLN, DEW, DEK und DEH. Es wurden die Anschaffungskosten der Beteiligungen mit dem anteiligen Eigenkapital der jeweiligen Tochtergesellschaft zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung, d. h. zum 1. Januar 1995 (ATL), zum 1. Januar 2006 (PLN), zum 1. Januar 2007 (DEW und DEK) verrechnet. Aus den Erstkonsolidierungen der ATL und einer Rechtsvorgängerin der DEW ergaben sich passivische Unterschiedsbeträge. Diese stammen im Wesentlichen aus Gewinnthesaurierungen bzw. Währungsdifferenzen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung und wurden daher mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Die sich aus den Erstkonsolidierungen von DEK und einer weiteren Rechtsvorgängerin der DEW ergebenden aktivischen Unterschiedsbeträge in Höhe von TEUR 4.224 bzw. TEUR 10.410 wurden beginnend ab dem 1. Januar 2007 über vier Jahre abgeschrieben. Die Folgekonsolidierung - und damit auch die Konsolidierung zum 31. Dezember 2022 - erfasst den Konzernanteil der nach dem Stichtag der Erstkonsolidierung erwirtschafteten Ergebnisse der Konzerngesellschaften im Konzernergebnis. Die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaftenwurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung untereinander aufgerechnet. Aus Vereinfachungsgründen wurden währungskursbedingte Differenzen aus der Schuldenkonsolidierung und Ergebnisauswirkungen aus der Bewertung konzerninterner Schuldverhältnisse im Jahresabschluss der einbezogenen Unternehmen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nicht erfolgswirksam eliminiert. Aus Wesentlichkeitsgründen wurde auf die Durchführung einer Drittschuldenkonsolidierungverzichtet. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden alle Umsätze zwischen den Konzerngesellschaften und die übrigen konzerninternen Erträge und Aufwendungen einschließlich derGewinnausschüttungen von Konzernunternehmen voll bzw. anteilig konsolidiert. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Anlageverkäufen sowie aus Vorratsbeständen konzerninterner Lieferungen wurden eliminiert. Zwischenergebnisse aus dem Liefer- undLeistungsverkehr mit assoziierten Unternehmen werden unter Wesentlichkeitsgesichtspunkten nicht eliminiert. Die Abgrenzung von latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen erfolgte gemäß§ 306 HGB insoweit, als sich der abweichende Steueraufwand in den späteren Geschäftsjahren ausgleicht. Die Ermittlung der latenten Steuern wurde auf Basis der zukünftigen Steuerbelastungen der betreffenden Gesellschaften vorgenommen. Aktive und passive latente Steuern wurden nicht saldiert ausgewiesen. Die Aktiv- und Passivposten der auf fremde Währung lautenden Bilanzen der ausländischen Gesellschaften werden mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs in Euroumzurechnen ist, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurden zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die Währungsunterschiede, die sich durch die Umrechnung der Vermögens-, Kapital- und Schuldposten ausländischer Konzerngesellschaften sowie Währungsunterschiede, die sich aus der historischen Umrechnung des Eigenkapitals von nicht in Euro geführten Gesellschaften ergeben, wurden erfolgsneutral der "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" zugeordnet. Währungseffekte aus Schuldverhältnissen innerhalb der Gruppe, die durch Beachtung des Realisationsprinzips auf Ebene der Schuldenkonsolidierung entstehen, werden grundsätzlich neutral im Eigenkapital unter der Position "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" erfasst. Im Sinne der Einheitstheorie werden entsprechende Effekte, die sich aus der Bewertung zum Stichtagskurs auf Ebene der Einzelabschlüsse ergeben, seit dem Geschäftsjahr 2012 neutral im Eigenkapital ebenfalls in diesem Posten erfasst. Der Einzelabschluss der ATL wurde 2002 erstmals in Euro aufgestellt. Umrechnungsdifferenzen ergaben sich daher nur beim Eigenkapital, das zum Devisenkurs zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung (1. Januar 1995) umgerechnet wurde. Die sich hierbei ergebende Umrechnungsdifferenz wurde erfolgsneutral in den Bilanzposten "Andere Gewinnrücklagen" eingestellt. Die Beteiligung am assoziierten Unternehmen ist at Equity mit dem Buchwert nach § 312 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 HGB angesetzt. Bei der Kapitalaufrechnung zum 1. Januar 2000 nach der Buchwertmethode ergab sich ein aktivischer Unterschiedsbetrag, welcher als Firmenwert behandeltund nach § 312 Abs. 2 Satz 3 i. V. m. § 309 Abs. 1 HGB a. F. gleichmäßig über vier Jahre, beginnendab 2000, abgeschrieben wurde. Das assoziierte Unternehmen bilanziert und bewertet auf Basis von US-GAAP. Eine Anpassung an die deutschen Bewertungsregeln wurde aus Wesentlichkeitsgründen nicht vorgenommen. Der Grundsatz der Stetigkeit der Konsolidierungsmethoden und der Währungsumrechnung wurde beachtet. D. Rechnungslegungsgrundsätze Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Gesellschaften wurden die nach landesrechtlichen Vorschriften aufgestellten Jahresabschlüsse der Konsolidierung zu Grunde gelegt. Die Jahresabschlüsse der ausländischen und inländischen Konzernunternehmen wurden, soweit dies erforderlich war, im Rahmen der Konsolidierung an die konzerneinheitlichen Bilanzierungsgrundsätze angepasst. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Konzernabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Zur klareren Darstellung der Vermögenslage wurde das Gliederungsschema der Bilanz um die Posten "Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände in der Entwicklung" sowie "Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen" ergänzt (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB). Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Das Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens nach § 248 Abs. 2 HGB wird für bestimmte Entwicklungsprojekte ausgeübt. Die Bewertung erfolgt zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten umfassen Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile zugehöriger Gemeinkosten. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen,entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Zugänge bis einschließlich des Jahres 2009 wurden übereinstimmend mit den steuerlichen Vorschriften bei den inländischen Konzerngesellschaften höchstmöglich abgeschrieben. Abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von Euro 800,00 werden - ebenfalls bei den inländischen Konzerngesellschaften - im Zugangsjahr voll abgeschrieben und der sofortige Abgang unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Die geleisteten Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen im Sinne des § 311 HGB, bei denen einmaßgeblicher Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausgeübt werden kann, werden gemäß § 312 Abs. 1 i. V. m. Abs. 4 HGB mit den fortgeführten Buchwerten bewertet. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischenvorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Handelswaren erfolgt zu durchschnittlichen Einstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips, wobei für Lager- und Verwertungsrisiken Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen wurden. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung, Zinsen für Fremdkapital sowie Vertriebskosten werden nicht aktiviert. Bestandsrisiken infolge langer Lagerdauer bzw. geminderter Verwertbarkeit werden durch Reichweitenabschläge, niedrigere Verkaufspreise durch Abschläge im Rahmen einer verlustfreien Bewertung berücksichtigt. Die Beurteilung der Werthaltigkeit der selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände in der Entwicklung (31.12.2022: EUR 5,4 Mio.) sowie der unfertigen Leistungen (31.12.2022: EUR 4,5 Mio.) basiert auf einem Bewertungsmodell unter Zugrundelegung eines Discounted Cashflow-Verfahrens, dem zahlreiche, zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses noch unsichere Annahmen zu Grunde liegen. Die wesentlichen Schätzparameter sind die erzielbaren Verkaufspreise der entwickelten Systeme, die erzielbaren Stückzahlen, Einmalerlöse aus Kostenbeteiligungen der Auftragnehmer sowie die bis zur jeweiligen Fertigstellung noch anfallenden Entwicklungskosten und notwendigen Investitionen. Die Abzinsung der Zahlungsströme erfolgte mit einem für das Geschäftsfeld unternehmensspezifisch abgeleiteten WACC in Höhe von 9,5 %. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko wird eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr gebildet. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen beinhaltet Forschungszulagen nach dem FZulG auf selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie Investitionsförderungen nach österreichischem Recht. Die Pensionsverpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (im Inland: Heubeck-Richttafeln 2018 G; bei der ATL: AVÖ 2018-P: Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung) nach der PUC-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung grundsätzlich berücksichtigt. Dabei wird derzeit in Abhängigkeit von der Art der Zusagen und der jeweiligen Verhältnisse von jährlichen Anpassungen von 0,0 % - 3,0 % bei den Entgelten und von 1,0 % - 2,0 % bei den Renten ausgegangen. Die Bewertung berücksichtigt - unverändert zum Vorjahr - unternehmensspezifische Fluktuationsraten zwischen 0,0 % und 1,0 %. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei der Abzinsung pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Der Rechnungszinssatz basiert entsprechend § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB auf dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre in Höhe von 1,78 % (i. V. rd. 1,9 %). Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind, sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen ( Deckungsvermögen), waren bis zum 31. Dezember 2021 gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet ausgewiesen. Das Deckungsvermögen war zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens(Rückdeckungsversicherungen) entsprach den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB und bestand aus dem so genannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines gegebenenfalls vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (so genannte unwiderrufliche Überschussbeteiligung). Sonstige Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken, ungewissen Verpflichtungen und drohenden Verluste gebildet. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich künftiger Kosten- und Preissteigerungen)angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden - weitestgehend unter Verwendung des von der Deutschen Bundesbank ermittelten der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre - abgezinst. Die Rückstellungen für Dienstjubiläen werden ebenfalls nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (im Inland: Heubeck-Richttafeln 2018 G; bei der ATL: AVÖ 2018-P: Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung) nach der PUC-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) ermittelt. Die verwendeten Rechnungszinssätze betragen rd. 1,4 % - 1,8 % (i. V. rd. 1,4 % - 1,9 %). Abhängig von der Art der Zusage war teilweise unverändert zum Vorjahr ein Gehaltstrend mit 3,0 % zu berücksichtigen; die Fluktuationswahrscheinlichkeit wurde zwischen 0 % und 10 % angesetzt. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den korrespondierenden Rückstellungen verrechnet. Das Deckungsvermögen besteht aus Rückdeckungsversicherungen. Der beizulegende Zeitwert des Rückdeckungsversicherungsanspruchs entspricht dem sogenannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines etwaigen vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sogenannte unwiderruflichen Überschussbeteiligung). Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind mit dem Nennwert angesetzt. Die Abgrenzung von latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen erfolgte gemäß§ 306 HGB insoweit, als sich der abweichende Steueraufwand in den späteren Geschäftsjahrenausgleicht. Die Ermittlung der latenten Steuern wurde auf Basis der zukünftigen Steuerbelastungen der betreffenden Gesellschaften vorgenommen. Aktive und passive latente Steuern wurden unsaldiert ausgewiesen. Ein Aktivüberhang von latenten Steuern nach § 274 HGB wurde unter Inanspruchnahme des Bilanzierungswahlrechts nicht bilanziert. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einemJahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Konzernabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens, dabei werden das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite. E. Erläuterungen zur Konzernbilanz und Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung I. Konzernbilanz 1. Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Konzernanhangs. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände Der Gesamtbetrag der im abgelaufenen Geschäftsjahr angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten beträgt TEUR 17.609. Davon entfallen auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens TEUR 3.161. Assoziierte Unternehmen Die Beteiligung am assoziierten Unternehmen enthält das anteilige Eigenkapital einschließlich der kumulierten anteiligen Jahresergebnisse. Von den in der Entwicklung des Konzernanlagevermögens ausgewiesenen Zugängen bei den Anschaffungs-/Herstellungskosten der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen wurden im Berichtsjahr EUR 72.095,58 als Erträge erfasst. Verbundene Unternehmen/Beteiligungen - Angaben zum Anteilsbesitz
1) Ungeprüfte Werte nach lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen 2) Gesellschaft operativ nicht tätig 3) Abweichendes Geschäftsjahr April 2021 - März 2022 4) Befindet sich zum 31.12.2022 in Liquidation 5) Aktueller Jahresabschluss (31.12.2022) liegt noch nicht vor; ausgewiesen sind die Werte zum 31.12.2020 2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Muttergesellschaft (TEUR 3.548; i. V. TEUR 4.829) sind als Sicherheit für eventuelle Ansprüche an ein Finanzdienstleistungsinstitut sicherungsübereignet. 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren - wie im Vorjahr - in voller Höhe aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. 4. Sonstige Vermögensgegenstände Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von TEUR 40 (i. V. TEUR 1.360) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen. 5. Flüssige Mittel Der Posten enthält den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. 6. Latente Steuern Eine sich nach § 274 HGB insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Berichtsjahr ergab sich - wie auch im Vorjahr - ein Überhang an aktiven latenten Steuern. Dieser wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. In der Konzernbilanz sind somit nur noch latente Steuern nach § 306 HGB angesetzt. Der Ausweis dieser aktiven und passiven latenten Steuern erfolgt unsaldiert. Die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen werden mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Auf Zwischengewinne in den Vorratsbeständen erfolgt die Berechnung der Steuerlatenzenmit dem individuellen Steuersatz des empfangenden Unternehmens. Die länderspezifischen Steuersätze der ausländischen Tochtergesellschaften liegen zwischen 19 % und 23 %, derjenige der inländischen Konzerngesellschaften bei 29,5 %. Die latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
7. Eigenkapital Der gemäß § 268 Abs. 8 HGB bei der Muttergesellschaft zur Ausschüttung gesperrte Betrag beläuft sich auf EUR 5.411.116,81 und entspricht damit dem in deren Bilanz angesetzten Aktivposten für selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Weiterhin ergibt sich aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre zum Bilanzstichtag auf Ebene der Muttergesellschaft ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 215.191,00. Dieser ist nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2022 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre eine Verminderung der Rückstellungen für Pensionen in Höhe von ca. TEUR 465 (Unterschiedsbetrag). 8. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 6.609) sowie für Verpflichtungen aus dem Produktionsbereich (insbes. Gewährleistungen, drohende Verluste aus schwebenden Geschäften; TEUR 1.957). Angaben zur Verrechnung von Altersteilzeitverpflichtungen mit Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
9. Verbindlichkeiten
Es besteht eine Globalzession von Forderungen der ATL (TEUR 7.762; i. V. TEUR 7.070) zur Besicherung von Bankverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 4.800 (i. V. TEUR 4.800). Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen bei einzelnen Gesellschaften teilweise branchenübliche Eigentumsvorbehalte der Lieferanten. Die Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren - wie im Vorjahr - in voller Höhe aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
II. Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
2. Sonstige betriebliche Erträge Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.911 ausgewiesen. Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 1.080.998,04 (i. V. EUR 613.464,08) enthalten. Davon entfallen auf unrealisierte Erträge EUR 121.524,06 (i. V. EUR 320.283,29). Im Berichtsjahr fielen außergewöhnliche Erträge in Höhe von TEUR 1.351 (i. V. TEUR 3.556) an. Diese resultieren aus der Auflösung der Restrukturierungsrückstellung. 3. Personalaufwand Im Posten "Löhne und Gehälter" sind Aufwandszuschüsse in Höhe von TEUR 0 (i. V. TEUR 26) zu Lohn- und Gehaltsaufwendungen, die aufgrund des Bezuges von Kurzarbeitergeld im europäischen Ausland gewährt wurden, mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet ausgewiesen. Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 1.203.929,45 (i. V. EUR 1.364.364,62) enthalten. Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwandszuschüsse in Höhe von TEUR 0 (i. V. TEUR 52) zu Sozialversicherungsbeiträgen, die aufgrund des Kurzarbeitergeldbezuges beansprucht wurden, mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet ausgewiesen. 4. Abschreibungen Die Abschreibungen enthalten periodenfremde Erträge aus einer Fehlerkorrektur der Zwischenergebniseliminierung für Vorjahre in Höhe von TEUR 200. 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen In dem Posten sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 37 (i. V. TEUR 100) aus Verlusten aus Anlageabgängen und Forderungsverlusten ausgewiesen sowie TEUR 250 in Bezug auf mögliche Risiken aus der Liquidation einer Tochtergesellschaft. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 1.471.904,03 (i. V. EUR 644.400,26). Davon entfallen auf unrealisierte Aufwendungen EUR 341.391,53 (i. V. EUR 31.302,59). Außergewöhnliche Aufwendungen ergaben sich aus der Ausbuchung von vergeblichenAufwendungen in Höhe von TEUR 1.438 (i. V. TEUR 719) bei den aktivierten selbst erstelltenimmateriellen Vermögensgegenständen im Anlagevermögen. 6. Finanzergebnis Das Finanzergebnis enthält Zeitwertänderungen und laufende Erträge des Deckungsvermögens. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen in Höhe von TEUR 24 (i. V. TEUR 1) Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 248 (i. V. TEUR 254)Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen. 7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten insgesamt Aufwände aus latenten Steuern in Höhe von EUR 51.524,10 (i. V. EUR 36.347,36). F. Sonstige Angaben 1. Beteiligungsverhältnisse Hinsichtlich der Beteiligungen der Gesellschaft verweisen wir auf die gesonderte Aufstellung der Angaben nach § 313 Abs. 2 HGB, die integraler Bestandteil des Konzernanhangs ist. 2. Offenlegungserleichterungen Für folgende Gesellschaften werden/wurden Erstellungs-, Prüfungs- und Offenlegungserleichterungen nach § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen: WEBER Services GmbH, Güglingen WEBER-HYDRAULIK GMBH, Wörth an der Isar WEBER-HYDRAULIK GMBH, Konstanz 3. Personal Die durchschnittliche Zahl der im Konzern während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:
Im Geschäftsjahr betrug die durchschnittliche Zahl der Auszubildenden 88. 4. Haftungsverhältnisse Die DEW haftet gemäß § 133 UmwG für die Verbindlichkeiten, die im Rahmen der Ausgliederung des Teilbetriebs "Unterahrain" in die exaKT Hydraulik GmbH (vormals: LOG Aggregatebau GmbH), Essenbach (Ortsteil Unterahrain), übertragen und vor der Ausgliederung zum 2. Januar 2018 begründet wurden. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird als gering eingestuft, da es aus heutiger Sicht keine Anzeichen dafür gibt, dass von dieser Haftung umfasste Verbindlichkeiten noch bestehenkönnten. 5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
6. Ergänzende Angaben zur Kapitalflussrechnung Die im Berichtsjahr bei den Konsortialbanken in Anspruch genommenen täglich fälligen Kontokorrentkredite, die aus bilateralen Kreditlinien resultieren, werden dem Finanzmittelfondszugeordnet. 7. Ergänzende Angaben zum Konzerneigenkapitalspiegel Am Bilanzstichtag stehen aus den Gewinnrücklagen (TEUR 2.279) und dem Bilanzgewinn (TEUR 8.398) beim Mutterunternehmen insgesamt TEUR 10.677 (i. V. TEUR 10.375) vor Berücksichtigung gesetzlicher Ausschüttungssperren für Ausschüttungen an die Gesellschafter zurVerfügung. Gesetzliche Ausschüttungssperren unterliegen davon beim Mutterunternehmen TEUR 5.411(i. V. TEUR 5.333), sodass in Summe ausschüttungsfähiges Eigenkapital von TEUR 5.266 (i. V. TEUR 5.042) vorhanden ist. 8. Organe des Mutterunternehmens Geschäftsführer sind bzw. waren: Dipl.-Wirtsch.-Ing. Christine Grotz, Waldbronn (CEO)Dipl.-Ing. Markus Munz, Welzheim (COO) (bis 4. April 2022) Für frühere Geschäftsführer und deren Hinterbliebene wurden TEUR 321 aufgewendet. Zum Stichtag besteht darüber hinaus eine Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 2.955 für frühere Geschäftsführer des Mutterunternehmens und deren Hinterbliebene. Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen: Alfred Hagebusch (Rechtsanwalt), Heidelberg (Vorsitzender) Christoph Weber (Dipl.-Ing.), Braunschweig (stellvertretender Vorsitzender) Reiner Stuber (Mechaniker), Brackenheim (Arbeitnehmervertreter) Der Beirat setzt sich wie folgt zusammen: Alfred Hagebusch (Rechtsanwalt), Heidelberg (Vorsitzender) Dr. Wolfgang Braun (Geschäftsführer), Waldbronn (stellvertretender Vorsitzender) Dr. Ing. Betram Hoffmann (Geschäftsführer), Rülzheim Christoph Weber (Dipl.-Ing.), Braunschweig Aufsichtsrats- und Beiratsvergütungen fielen bei der Muttergesellschaft in Höhe von TEUR 144 an. 9. Honorar für Leistungen des Konzernabschlussprüfers Die Aufwendungen für Honorare des Abschlussprüfers betrugen im Geschäftsjahr 2022 insgesamt TEUR 193. Diese verteilen sich wie folgt:
10. Geschäfte mit nahestehenden Personen
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen sind, sind zu marktüblichen Konditionen geschlossen. 11. Außerbilanzielle Geschäfte Die Muttergesellschaft hat mit einem Finanzdienstleistungsinstitut mit Vertrag vom 24.10./20.11.2019 einen Factoringvertrag über den Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Wege des echten Factorings abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag beträgt die Summe der veräußerten Forderungen TEUR 14.421 (i. V. TEUR 13.907). Die Maßnahme dient in erster Linie der Entlastung des Refinanzierungsvolumens. 12. Nachtragsbericht Innerhalb des ersten Quartals 2023 erhielt die ATL den Zuschlag zum Kauf des Nachbargrundstücks an ihrem Standort in Losenstein. Die sich hieraus ergebende Zahlungsverpflichtung wird im August des Jahres 2023 zur Zahlung fällig. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, haben sich nicht ergeben. 13. Ergebnisverwendungsvorschlag der GeschäftsführungDie Geschäftsführung des Mutterunternehmens schlägt vor, vom ausgewiesenen Bilanzgewinn des Mutterunternehmens einen Betrag in Höhe von EUR 1.004.315,84 an die Gesellschafter auszuschütten und den verbleibenden Betrag in Höhe von EUR 7.393.580,04 auf neue Rechnung vorzutragen.
Güglingen, 20. Juni 2023 WEBER- HYDRAULIK GMBH - Geschäftsführung - Christine Grotz Aufstellung der Angaben nach § 313 Abs. 2 HGB zum 31. Dezember 2022der WEBER-HYDRAULIK GMBH, Güglingen
Entwicklung des Konzernanlagevermögens für das Geschäftsjahr 2022der WEBER-HYDRAULIK GMBH, GüglingenAnschaffungs- und Herstellungskosten
Abschreibungen
Buchwerte
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022der WEBER-HYDRAULIK GMBH, Güglingen
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2022der WEBER-HYDRAULIK GMBH, Güglingen
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022der WEBER-HYDRAULIK GMBH, GüglingenGeschäfts- und Rahmenbedingungen Die WEBER-HYDRAULIK Gruppe ist tätig auf dem Gebiet der Planung, Herstellung und dem Vertrieb von ölhydraulischen und pneumatischen Geräten sowie Aggregaten aller Art, hydraulischen Hebezeugen und Erzeugnissen des allgemeinen Maschinen- und Apparatebaus. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt in der Mobilhydraulik, insbesondere für die Bereiche Nutzfahrzeuge, Agrartechnik, Autokrane, Gabelstapler und technische Hilfeleistungen (Rettungsgeräte). Als innovativer Geschäftspartner realisiert WEBER-HYDRAULIK auch anspruchsvolle, anwendungs-spezifische Systemlösungen nach Kundenwunsch. Die WEBER-HYDRAULIK Gruppe bietet als auftragsbezogener Serienfertiger hydraulische Produkte für Kunden an. Eine wesentliche Basis des Erfolgs besteht in der Innovationskraft der WEBER-HYDRAULIK Gruppe. So werden die Produkte entsprechend den spezifischen Bedarfen der Kunden laufend weiterentwickelt. Die Entwicklung bezieht dabei nicht nur die technische Konstruktion, sondern auch die Verbesserung der Fertigungsprozesse mit ein. Zudem ist die WEBER-HYDRAULIK Gruppe nicht nur ein reiner Komponentenhersteller, sondern entwickelt sich auf Basis ihres im Verbund vorhandenen Knowhows zu einem gefragten Anbieter von Systemlösungen, so etwa im Bereich von hydraulischen Federungs- und Lenksystemen und in der Integration von Sensorik und Messtechnik in den Hydraulikzylinder. Während die Auswirkungen der COVID-19-Krise, mit Ausnahme von durch die Corona-Krise entstandenen Engpässen in der Materialversorgung, kaum mehr einen Einfluss auf die konjunkturelle Lage hatten, war das Jahr 2022 durch die Folgen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine geprägt. Diese waren sowohl in der Materialversorgung als auch in der massiven Teuerung von Rohstoffen und Zukaufteilen sichtbar. Zum 4. Mai 2021 wurden die Anteile an der VSE-Gruppe (bestehend aus V.S.E. Holding B.V. sowie deren 100 %ige Tochtergesellschaften V.S.E. Special Systems B.V. und V.S.E. Vehicle Systems Engineering B.V., alle Veenendaal, Niederlande) veräußert und damit der Prozess der in der Restrukturierungsphase verabschiedeten Trennung von Randgeschäften und der Fokussierung auf das Kerngeschäft abgeschlossen. In den Vorjahreszahlen insbesondere der Gewinn- undVerlustrechnung sowie der Kapitalflussrechnung sind daher noch vier Monate enthalten, die auf diese Unternehmen entfallen; die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist hierdurch jedoch nur in untergeordnetem Maße eingeschränkt. Die Umsatzentwicklung in der Hydraulikbranche sowie den Branchen unserer größten Kunden (z. B. Baumaschinen und Landtechnik) erfüllte nach VDMA-Statistiken (Stand April 2023) * 1) die Erwartungshaltung. Während die Auftragsbücher gut gefüllt waren und ein stärkeres Wachstum ermöglicht hätten, behinderten vor allem der Fachkräftemangel sowie die Materialknappheit die Produktion in vielen Industrien. Letztere zeigt aber eine deutliche Entspannung während der letzten Monate. Auch in Österreich wurde laut WIFO-Konjunkturprognose in 2022 ein deutliches Wachstum des Bruttoinlandproduktes erreicht * 2). Laut VDMA-Blitzumfrage berichteten imMärz 2023 nur noch 57 % der Unternehmen von Materialengpässen (im Vergleich Juni 2022:87 %). Aufgrund der gut gefüllten Auftragsbücher kombiniert mit den noch vorherrschenden Schwierigkeiten rechnet der VDMA für das Jahr 2023 mit einem Rückgang der realen Produktion in Höhe von 2 % im Maschinenbau, bezeichnet dies aber nur als kleine Delle. Das ifo-Instituthingegen geht in seiner Prognose * 3) vom März 2023 lediglich von einer Stagnation aus. Geschäftsverlauf der WEBER- HYDRAULIK- Gruppe Die WEBER-HYDRAULIK Gruppe verfügt über ein robustes Geschäftssystem in einem attraktiven Markt und einem balancierten Segment-, Produkt- und Kundenportfolio. Die Wettbewerbsfähigkeit wurde in allen relevanten Zielmärkten vor allem durch Wachstum, Effizienzsteigerungen und Kostenmanagement klar verbessert. Durch die Erfahrungen, welche nicht zuletzt im Rahmen der Sanierung gemacht wurden, konnte auch die Resilienz gegen externe gesamtwirtschaftlicheEinflüsse gesteigert und die Anpassungsfähigkeit gegenüber konjunkturellen Einbrüchen verbessert werden. Dies wurde im Geschäftsjahr 2022 erneut erfolgreich unter Beweis gestellt. Unsere beiden Geschäftsfelder "Rettungsgeräte" und "Hydraulik" entwickelten sich im Geschäftsjahr 2022 durchweg positiv. Im Rettungsgeräte-Geschäft konnte der rückläufige Umsatz aus dem Geschäftsjahr 2021 im Jahr 2022 wieder deutlich verbessert und der Wert aus 2020 sogar übertroffen werden. Im Hydraulikbereich konnte der Umsatz gegenüber dem Vorjahr trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage deutlich erhöht werden, was neben Preiseffekten auch auf die Mengenerhöhungen zurückzuführen ist. Aufgrund der gestiegenen Materialaufwendungen in Folge der Preiserhöhungen, welche sich vor allem im Hydraulikbereich auswirkten, konnte die Ertragslage nicht entsprechend dem Umsatzanstieg verbessert werden. Dennoch wurde in beiden Geschäftsbereichen absolut ein höheres Ergebnis als im vorangegangenen Geschäftsjahr erzielt. Die Umsatzerlöse der WEBER-HYDRAULIK Gruppe lagen dem folgend im Geschäftsjahr 2022 auf Planniveau, der allerdings die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs noch nicht berücksichtigte.Gegenmaßnahmen zur Abmilderung der Entwicklungen der Ukraine-Krise sowie die überplanmäßige Gesamtleistung führten zu einer deutlich überproportionalen Verbesserung im EBIT (Ergebnis vor Steuern, Finanz- und Beteiligungsergebnis) gegenüber der Planung um 3,8 Mio. €. Auch das Konzernergebnis liegt mit 18,9 Mio. € deutlich über dem Budget von 16,1 Mio. € und über dem Niveau der Vorjahre. Der Geschäftsverlauf im Einzelnen Die Umsätze lagen im Geschäftsjahr 2022 mit 314,3 Mio. € leicht über dem Plan von 312,9 Mio. € (+1,3 Mio. €). In der Planung waren allerdings die Auswirkungen des Ukrainekriegs sowohl kostenseitig als auch die Auswirkungen in der Materialversorgung nicht enthalten. Gegenüber dem Vorjahr, in dem noch die Auswirkungen der Pandemiesituation zu spüren waren, konnte der Umsatz um 38,4 Mio. € bzw. 13,9 % gesteigert werden. Bei der Gesamtleistung konnten wir die Planung mit 322,8 Mio. € um rund 12,5 Mio. € übertreffen, was überwiegend auf einen mit 11,1 Mio. € über Planung liegenden Bestandsaufbau zurückzuführen ist. Das EBIT (Ergebnis vor Steuer, Finanz- und Beteiligungsergebnis) in Höhe von 24,6 Mio. € lag am Ende des Geschäftsjahres deutlich über der Planung, in der nur mit 20,8 Mio. € gerechnet wurde. Ebenso lag die EBIT-Marge mit 7,6 % deutlich über der Planung von 6,7 %. Gegenüber dem Vorjahr lag das EBIT um 2,0 Mio. € höher. Der Gesamtauftragseingang im Jahr 2022 lag mit 325,5 Mio. € mit einem Minus von 41,3 Mio. € zwar deutlich hinter dem Vorjahr, aber dennoch auf sehr hohem Niveau, und spiegelt die wirtschaftlichen Unsicherheiten wider. Im Gegensatz zu den Vorjahren war der Auftragseingang allerdings deutlich gleichmäßiger im Jahresverlauf verteilt. Dem Auftragseingang folgend entwickelte sich auch der Auftragsbestand sehr positiv und lag zum 31. Dezember 2022 mit 340,3 Mio. € 39,7 Mio. € über dem Vorjahr. Personal Im Durchschnitt des Jahres 2022 beschäftigte die WEBER-HYDRAULIK Gruppe 1.456 (Vorjahr 1.365) Mitarbeitende (einschließlich Auszubildende). Die Stammbelegschaft aus direkten undindirekten Mitarbeitenden wurde im Jahresdurchschnitt durch 87 (Vorjahr 72) Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer unterstützt. Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2022 hat dieWEBER-HYDRAULIK Gruppe insgesamt 88 (Vorjahr 100) Nachwuchskräfte ausgebildet. Die Personalstärke war an fast allen Standorten (außer Losenstein) im Durchschnitt des Jahres 2022 höher als im Vorjahr. Gerade im direkten Bereich war, um die hohen Auftragsbestände abzuarbeiten, eine Erhöhung der Personaldecke erforderlich. Im indirekten Bereich waren, bis auf unseren polnischen Standort, weniger Personen beschäftigt als im Vorjahr. Dies ist meist jedoch nicht auf beabsichtigte Reduzierungen in der Personalstärke, sondern vielmehr auf die hohe Anzahl an offenen Stellen zurückzuführen. Gerade Schlüssel- und Spezialfunktionen waren im Jahr 2022 lange unbesetzt und konnten von uns teilweise auch über den Jahreswechsel hinweg nicht besetzt werden. Im Jahr 2022 lag, im Gegensatz zum Vorjahr, die große Problematik im Personalbereich nicht mehr im Themenfeld "COVID-19". Durch die mittlerweile erworbene Routine war in diesem Feld jederzeit eine schnelle und flexible Reaktion auf notwendige aktuelle Entwicklungen gegeben. Die wesentliche Herausforderung stellte der Fachkräftemangel sowohl im direkten als auch im indirekten Bereich dar. Durch die Weiterentwicklung des Recruitings, der Erschließung neuer Recruiting-Kanäle inkl. dem Einsatz von Personalberatungen sowie dem gezielten Einsatz von Arbeitnehmerüberlassung, konnte der Personalbedarf im Jahr 2022 gedeckt werden. Eine wesentliche Herausforderung an allen Standorten stellte der zunehmende Fachkräftemangel sowohl im direkten als auch im indirekten Bereich dar. Durch die Weiterentwicklung des Recruitings, die Erschließung neuer Recruiting-Kanäle inklusive der Beauftragung von Personalberatungen sowie den gezielten Einsatz von Arbeitnehmerüberlassung konnte der Personalbedarf dahingehend gedeckt werden, dass zu jedem Zeitpunkt sämtliche Aufträge erfüllt, werden konnten. Zudem versuchen wir, wo möglich, für Remote Work geeignete Funktionen auch an anderen Standorten unserer Gruppe zu besetzen, um überregional nach Fachkräften suchen zu können. Darüber hinaus wurden zusätzliche Konzepte und Maßnahmen initiiert, die darauf ausgerichtet sind, die Arbeitgeberattraktivität zu steigern. Als attraktiver und verantwortungsvoller Arbeitgeber haben wir uns zum Ziel gesetzt, unseren Beschäftigten sehr gute Arbeitsbedingungen zu bieten und eine hohe Zufriedenheit der Mitarbeitenden zu gewährleisten. Sämtliche Maßnahmen zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität sind darauf ausgerichtet, sich im Wettbewerb, um Fach- und Führungskräfte abzuheben, Potenzialträger mit entsprechender Qualifikation für das Unternehmen zu gewinnen und entsprechend zu binden. Ganz wesentlich ist es hierbei, Voraussetzungen zu schaffen, dass die Mitarbeiter ihre Arbeitskraft und ihr Potenzial optimal einsetzen können und im Rahmen einer wertegeprägten Kultur die Entwicklung, Motivation und Zufriedenheit der Beschäftigten gefördert wird. Steuerungssystem Maßgebliche Kennzahl der Unternehmung ist das EBIT, es ist auch der Haupteinflussfaktor für andere Kennzahlen (z. B. Kapitalrenditen, Liquidität). Ein Plan-/Ist-Vergleich dieser Kennzahl erfolgt monatlich. Darüber hinaus werden auf Quartalsbasis innerhalb der einzelnen Geschäftsbereiche Erfolgsrechnungen (Deckungsbeitragsrechnung) erstellt, um dann innerhalb dieser Geschäftsbereiche Aussagen über den Erfolg einzelner Produkte bzw. Kunden zu erhalten. Forschung und Entwicklung In der Unternehmensgruppe sind im Jahr 2022 - einschließlich der auf kundenspezifische Entwicklungsprojekte entfallenden Kosten - insgesamt rund 17,6 Mio. € Aufwendungen im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) angefallen; für eigene Zwecke wurden 11,1 Mio. € aufgewandt. Im Vergleich zum Vorjahr wurde damit mit 3,5 % (bzw. einschließlich der großteils aktivierten Kosten für Kundenaufträge 5,5 %) nochmal ein höherer Anteil an der Gesamtleistung für F&E aufgewandt. Von den für eigenbetriebliche Zwecke aufgewandten F&E-Kosten wurden 3,1 Mio. € als selbstgeschaffene immaterielle Wirtschaftsgüter aktiviert; es handelt sich um zwei für unsere Gruppe wesentliche Neuentwicklungsprojekte, ein innovatives Hinterachslenksystem für schwere LKWs und Busse sowie eine technologische Weiterentwicklung im Rescue-Bereich. Trotz der aktuell wirtschaftlichen angespannten Gesamtsituation aufgrund der Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sollen die F&E-Aufwendungen auch im Jahr 2023 sowie den kommenden Jahren mindestens auf diesem Niveau bleiben. In der Gruppe beschäftigten wir im Bereich F&E im Berichtsjahr rund 100 Mitarbeiter. Daneben beauftragen wir - insbesondere im Zusammenhang mit unserem großen Entwicklungsprojekt, auch externe Dienstleister. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Ertragslage Die Ertragslage des Berichtsjahres ist, wenn auch in geringerem Maße als den Vorjahren, erneut auch von Sondereffekten geprägt. Die Gesamtleistung ist handelsrechtlich definiert als die Summe von Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen von fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie den aktivierten Eigenleistungen und stellt einen für uns zentralen Leistungsindikator dar. Sie erhöht sich im Vergleich zum Vorjahr von 281,9 Mio. € um 41,0 Mio. € (+ 14,5 %) auf 322,8 Mio. €. Neben Preiserhöhungen, welche im Jahresverlauf gegenüber unseren Kunden durchgesetzt werden konnten, ist die Erhöhungaber vor allem auf eine weitere Erholung der gesamtwirtschaftlichen Lage und mit der damitverbundenen gestiegenen Absatzmenge zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit 4,3 Mio. € auf einem deutlich niedrigeren Niveau als im Jahr 2021 (5,8 Mio. €; -25,3 %), welches stark von Sondereffekten geprägt war. Im Jahr 2022 sind hierfür vor allem die Auflösung von Rückstellungen (1,5 Mio. €, davon bei der Muttergesellschaft 1,4 Mio. €, im Wesentlichen aus der Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen) sowie Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von 1,1 Mio. € (davon 0,1 Mio. € nicht realisiert) maßgebend. Die teils deutlich gestiegenen Einkaufspreise für Rohstoffe und Zukaufsteile trafen alle unsere Produktionswerke und führten im Jahr 2022 zu einer erneuten Erhöhung der Materialaufwandsquote. Aber auch die steigenden Preise für bezogene Leistungen belasteten die Ertragssituation im Jahr 2022 stark. Dies Materialaufwandsquote lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 53,4 % und damit 3,4 %-Punkte über dem Vorjahr. Ein weiterer Grund ist der gestiegene Anteil der Bestandsveränderung an der Gesamtleistung. Im Jahr 2022 erhöhten sich die Personalaufwendungen von 85,3 Mio. € im Vorjahr auf 87,6 Mio. €. Diese Erhöhung lag mit 2,8 % deutlich über der Erhöhung der Mitarbeiteranzahl um im Durchschnitt 0,5 %. Neben den tariflichen Entgelterhöhungen in den tarifgebundenen Standorten der WEBER-HYDRAULIK Gruppe wurde im Dezember an allen deutschen Standorten eine Sonderzahlung im Rahmen der steuer- und sozialversicherungsfreien Inflationsausgleichsprämie an alle Mitarbeitenden ausbezahlt. Die weitere Auszahlung des Trafobausteins und weitere Sonderzahlungen führten in Summe zu Aufwendungen in Höhe von 5,6 Mio. € und damit 0,5 Mio. mehr als im Vorjahr. Die Personalaufwandsquote reduzierte sich aufgrund der unterproportionalen Steigerung gegenüber der Gesamtleistung um 2,8 %-Punkte auf 27,1 %. Die Abschreibungen lagen mit 10,3 Mio. € im Jahr 2022 auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr (10,5 Mio. €), wobei es sich nur um planmäßige Abschreibungen handelt. Größere Investitionen, wie z. B. der Neubau der an unserem österreichischen Standort, werden erst im Folgejahr aktiviert, so dass dies noch keinen Einfluss auf die Abschreibung in 2022 hatte. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Jahr 2022 um 3,7 Mio. € auf 32,2 Mio. € an. Aufgrund der gestiegenen Gesamtleistung liegt die Aufwandsquote mit 10,0 % ganz leicht unter dem Vorjahresniveau. Neben dem allgemein gestiegenen Kostenniveau waren im Jahr 2022 vor allem die Aufwände für Messen (im Wesentlichen bauma und Interschutz) und unsere "Rescue Days" (in Summe 1,5 Mio. €) ausschlaggebend für den Anstieg dieses Postens. Für die Instandhaltung der Gebäude fielen im Berichtsjahr 0,8 Mio. € mehr an. Aufgrund der kritischen Arbeitsmarktsituation mussten im Jahr 2022 zusätzlich 0,3 Mio. € mehr als im Vorjahr für Personaleinstellung aufgewandt werden. Die Wiederaufnahme der Reisetätigkeiten führte zu einem Aufwandsanstieg in Höhe von 0,3 Mio. €. Auch die Versicherungsprämien stiegen aufgrund des höheren Kostenniveaus um 0,2 Mio. € an. Verringerungen konnten hingegen bei den Rechts- und Beratungskosten (-0,3 Mio. €) erzielt werden. Auch die Aufwände für Garantieleistungen sanken aufgrund rückläufiger Ist-Garantiekosten sowie verminderter Risikovorsorgen um 0,5 Mio. €. Das EBIT (Ergebnis vor Steuern, Finanz- und Beteiligungsergebnis) stieg gegenüber dem Vorjahr von 22,6 Mio. € auf 24,6 Mio. € (+2,0 Mio. €) zwar leicht an, war prozentual in Relation zur Gesamtleistung aber mit 7,6 % gegenüber dem Vorjahr mit 8,0 % leicht rückläufig. Das Finanz- und Beteiligungsergebnis war mit -1,0 Mio. € gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,1 Mio. € schlechter. Dies ist hauptsächlich auf den um 0,2 Mio. € gestiegenen Zinsaufwand zurückzuführen. Sowohl die höhere Inanspruchnahme der Kreditlinie als auch die steigenden Zinsen ab der zweiten Jahreshälfte führten zu dieser Entwicklung. Da der konjunkturelle Abschwung schwächer ausfiel als noch am Jahresanfang befürchtet wurde und unsere getroffenen Gegenmaßnahmen insgesamt sehr erfolgreich waren, sind wir mit dem Geschäftsverlauf im Jahr 2022, welcher insgesamt über unserer Planung lag, sehr zufrieden. Das Ergebnis liegt mit 18,9 Mio. € sowohl über dem Vorjahr (+1,6 Mio. €) als auch über Budget (+2,9 Mio. €), in dem die Effekte des Ukrainekriegs noch nicht enthalten waren. Ebenso konnten die Sondereffekte, welche sich Jahresverlauf ergaben und für die mittel- und langfristige Ergebnissituation nicht maßgebend sind, weitestgehend kompensiert werden. Vermögenslage Der Wert des bilanziellen Anlagevermögens der Gruppe stieg im Geschäftsjahr 2022 um 7,8 Mio. € auf 70,9 Mio. €. Im Vorjahr lag der Wert bei 63,1 Mio. €. Trotz der wirtschaftlichen Unsicherheiten wurde die Investitionstätigkeit im Jahresverlauf wieder aufgenommen. Aufgrund langer Lieferzeiten für Maschinen und des Neubaus am Standort Losenstein ist die Steigerung im Sachanlagevermögen, welches von 54,8 Mio. € um 6,2 Mio. € auf 60,9 Mio. € anstieg, zum Stichtag vor allem in den Anzahlungen (+5,9 Mio. €) zu erkennen. Die Sachanlagen ohne Anzahlungen stiegen nach Abzug der Abschreibungen nur leicht um 0,3 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr an. Die immateriellen Vermögensgegenstände stiegen aufgrund der Aktivierung von selbst geschaffenen Vermögenswerten in Zusammenhang mit zwei Entwicklungsprojekten um 1,6 Mio. € von 7,1 Mio. € auf 8,7 Mio. € an. Das Umlaufvermögen erhöhte sich im Laufe des Jahres 2022 deutlich und betrug am Ende des Geschäftsjahres 92,8 Mio. €, was einer Steigerung um 19,1 Mio. € bzw. 25,9 % entspricht. Vor allem in den Vorräten war mit einer Erhöhung um 16,9 Mio. € von 49,4 Mio. € auf 66,3Mio. € eine deutliche Steigerung erkennbar. Die Steigerung in den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen um 7,5 Mio. € ist dabei auf die gestiegenen Einkaufspreise, aber auch auf die geplante Bestandserhöhung aufgrund der Materialknappheit und der verlängerten Beschaffungszeiten und die damit verbundene Sicherstellung der Lieferfähigkeit zurückzuführen. Ebenso verhält es sich mit den Handelswaren, deren Bestand sich im Berichtsjahr um 1,7 Mio. € erhöhte. Ebenfalls die gestiegenen Rohstoffpreise und erhöhte Kundenbedarfe, insbesondere jedoch ein noch unfertiges Kundenentwicklungsprojekt (31.12.2022: 4,5 Mio.€, +4,1 Mio. €) führten zu einem Anstieg der unfertigen Erzeugnisse und Leistungen um 5,4 Mio. € und der fertigen Erzeugnisse um 2,4 Mio. €. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stiegen im Jahr 2022 von 21,6 Mio. € leicht um 1,3 Mio. € auf 22,9 Mio. € an. Während die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen leicht aufgrund eines im Vorjahresvergleich leicht umsatzschwächeren letzten Quartals etwas rückläufig waren (-0,7 Mio. €), stiegen die Forderungen aus Steuern (v. a. Umsatzsteuer) deutlich um 1,7 Mio. € an. Die liquiden Mittel lagen zum 31. Dezember 2022 bei 3,6 Mio. € (Vorjahr 2,7 Mio. €) und stiegen somit um 0,9 Mio. €. Es wurden im Netto-Umlaufvermögen ("NWC", bestehend aus Vorräten, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - einschließlich derjenigen gegen Beteiligungen - sowie erhaltene Anzahlungen) mit 59,4 Mio. € um 15,7 Mio. € mehr liquide Mittel gebunden als zum Ende des Vorjahres. Während die Veränderung der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen eine untergeordnete Rolle spielen ist die Erhöhung des NWC fast ausschließlich auf die Veränderung in den Vorräten zurückzuführen. Bezogen auf die Gesamtleistung stieg die Quote des Netto-Umlaufvermögens von 15,5 % auf 18,4 %. Die Rückstellungen waren im Geschäftsjahr insgesamt leicht rückläufig und reduzierten sich von 25,0 Mio. € um 1,4 Mio. € auf 23,6 Mio. €. Im Wesentlichen ist dies auf eine Verminderung der Rückstellung für strukturelle Anpassungen um 1,9 Mio. € bei der Muttergesellschaft zurückzuführen. Zusätzlich reduzierten sich die zurückgestellten ergebnisabhängigen Vergütungen um 0,9 Mio. €. Die Rückstellung für Gewährleistungen konnten bei allen Gesellschaften um insgesamt 0,2 Mio. € reduziert werden. Eine gegenläufige Entwicklung war bei den Rückstellungen für Personalkosten (+0,4 Mio. €) sowie Rückstellungen für Altersteilzeit (+0,2 Mio. €) erkennbar. Die Rückstellungen für Abfertigung erhöhten sich in der österreichischen Tochtergesellschaft um 0,5 Mio. €. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 22,2 % bzw. 10,1 Mio. €. Die Erhöhung ist dabei auf den Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, welche von 17,7 Mio. € um 10,1 Mio. € auf 27,8 Mio. € stiegen. Dies ist im Wesentlichen auf eine Erhöhung des in Anspruch genommenen Kreditvolumens zur Deckung der operativen und investiven Ausgaben sowie zur Sicherung niedrigerer Zinsen in einem steigenden Zinsumfeld zurückzuführen. Zusätzlich stiegen die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen um 1,1 Mio. € im Rahmen eines strategischen Entwicklungsprojektes. Die sonstigen Verbindlichkeiten entwickelten sich gegenläufig und reduzierten sich um 1,2 Mio. € von 6,5 Mio. € auf 5,3 Mio. €. Das Eigenkapital der WEBER-HYDRAULIK Gruppe verbesserte sich im Wesentlichen durch den Konzerngewinn von 18,9 Mio. € auf nun 84,3 Mio. €. Das Eigenkapital wurde zudem leicht durch eine ungünstige Entwicklung des polnischen Złoty (-0,3 Mio. €) belastet. Die Eigenkapitalquote stieg von 48,2 % auf 51,2 % weiter an. Finanzlage Die Konzernkapitalflussrechnung unserer Gruppe weist einen Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit in Höhe von 12,5 Mio. € (i. V. 18,0 Mio. €) aus. Im Wesentlichen beeinflusst der Aufbau der Vorräte (+17,0 Mio. €), wie schon bereits im Vorjahr, den operativen Cashflow stark. Zusätzlich wirken hohe Ertragsteuerzahlungen in Höhe von 3,9 Mio. € negativ auf den Cashflow. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt im Jahr 2022 -20,3 Mio. €. Dieser Betrag entfällt im Wesentlichen auf Investitionen in Sachanlagen (16,2 Mio. €). Die Auszahlungen für immaterielle Anlagengüter belaufen sich im Geschäftsjahr auf 3,6 Mio. €. Die Ziehung eines Kredits aus der Konsortiallinie in Höhe von 12 Mio. € ist der Hauptgrund für einen deutlich positiven Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 10,7 Mio. €. Im Vorjahr wurden im Wesentlichen Fremdmittel zurückgeführt, was noch zu einem negativen Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von -14,8 Mio. € geführt hatte. Die Zinszahlungen in Höhe von 0,6 Mio. € insbesondere für unsere Bankkredite sowie die Gewinnausschüttung der Muttergesellschaft für das Jahr 2021 in Höhe von 0,7 Mio. € wirken negativ. Insgesamt ergab sich somit eine Erhöhung des Finanzmittelfonds zum Ende des Geschäftsjahres um 2,9 Mio. €. Im Finanzmittelfonds werden neben den Beständen an flüssigen Mitteln, dieteilweise auch saldiert mit Bankverbindlichkeiten ausgewiesen werden, auch unsere Kontokorrentkredite ausgewiesen. Risikomanagement und Risikomanagementsystem Die Steuerung des Geschäftes - falls abweichend - der Risken erfolgt anwendungsorientiert nach den beiden Geschäftsfeldern "Hydraulik" und "Rettungsgeräte". Als Zulieferer der Nutzfahrzeugindustrie, der Fördertechnik, der Landtechnik und für Mobilkrane mit der Konzentration auf wenige Großkunden in den jeweiligen Sektoren ist die WEBER-HYDRAULIK Gruppe grundsätzlich von der Gesamtentwicklung der Branche abhängig, die einem starken Wettbewerbsdruck unterliegt. Diesem Wettbewerbsdruck und den allgemeinen konjunkturellen Risiken der Branche und Absatzmärkte begegnen wir durch Diversifikation (Rettungsgeräte, Ausdehnung auf komplementäre Sektoren wie Ventile, Steuerblöcke, Aggregate, Systeme), durch eine Intensivierung des margenstarken Ersatzteil- und Servicegeschäfts (Spares & Services), mit dem zudem eine Reduzierung der Abhängigkeit von der konjunkturellen Entwicklung im Bereich der Ausrüstungsinvestitionen erreicht wird, sowie durch den Übergang zu einem Anbieter von vollständigen und individuell entwickelten hydraulischen Systemen (anstelle lediglich einzelner hydraulischer Komponenten) und verstärkter Zusammenarbeit mit dem Kunden als Entwicklungspartner. Die WEBER-HYDRAULIK Gruppe ist in einer funktionalen Struktur organisiert, in der die Entwicklungs- und Vertriebsaktivitäten darauf abzielen, dem Kunden bestmögliche Problemlösungen anzubieten, wobei gleichzeitig die Produktionskapazitäten nach Kosten- und Effizienzkriterien ausgerichtet werden. Der Vertrieb teilt sich in die zwei Geschäftsfelder Rettungsgeräte und Hydraulik auf. Innerhalb des Hydraulikgeschäftes wird nach Anwendungen (z. B. Landwirtschaft, Mobilkrane) unterteilt und gesteuert. Die Geschäftsfelder werden auf Gruppenebene von den Fachfunktionen Vertrieb, Qualitätsmanagement, Forschung & Entwicklung, Einkauf, Finanzen, Treasury, Controlling, Personal sowie IT unterstützt. Im Rahmen einer Neuausrichtung der Organisation in den letzten Jahren war eine starke Kundenorientierung unsere wesentliche Zielsetzung. Mit der Fokussierung auf die Kundenbedürfnisse werden wir weiterhin Ineffizienzen reduzieren und Entscheidungen vor Ort beschleunigen, um noch schneller neue Produkte auf den Markt bringen zu können. Ziel des Risikomanagementsystems der Gesellschaft ist es, mögliche Risiken, die einen negativen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben könnten, so frühzeitig zu erkennen und zu analysieren, dass angemessen agiert bzw. reagiert werden kann. Dazu hat die Geschäftsführung u. a. eine monatliche interne Berichterstattung aufgebaut, die anhand von geeigneten Auswertungen rechtzeitig Hinweise auf möglicherweise kritische Entwicklungen gibt. Chancen und Risikobericht Risikobericht Auswirkungen des Ukrainekriegs Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 hat aufgrund der massivenAuswirkungen auf den Rohstoffmarkt unmittelbaren Einfluss auf den Geschäftsverlauf aller Gesellschaften der WEBER-HYDRAULIK Gruppe. Neben der Verstärkung der Problematik in der Materialverfügbarkeit waren ab März 2022 auch drastische Preisanstiege erkennbar. Zusätzlich zur Verknappung der Rohstoffe und Vorprodukte wurden seitens der Lieferanten die massiv gestiegenen Energiepriese in Verbindung mit den hohen Inflationsraten als Hauptkostentreiber weitergegeben. Hier helfen unserer Gesellschaft zwar die langfristigen Lieferantenbeziehungen und Bündelung der Nachfrage innerhalb der Unternehmensgruppe, dennoch trifft und diese Entwicklung aufgrund der hohen Materialquote stark. Die direkten Auswirkungen der seitens EU und USA beschlossenen Sanktionen trafen uns im Berichtsjahr nur in sehr geringem Maße, da weder die WEBER-HYDRAULIK Gruppe noch unsere Kunden hohe Marktanteile in Russland haben bzw. die Nachfrage in anderen Ländern generiert und somit ausgeglichen werden konnte; dies gilt voraussichtlich auch für 2023. Zudem führte die regionale Diversifikation und die Tätigkeit für unterschiedlichste Branchen dazu, dass verbesserte Marktszenarien in anderen Bereichen halfen, dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Insgesamt stellt der andauernde Krieg nach wie vor ein gesamtwirtschaftliches Risiko dar. Vor allem die Materialpreisentwicklung und die sehr hohen Inflationsraten können sich weiter negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Nach wie vor stellen wir durch eine intensive Berichterstattung in allen Standorten, kombiniert mit einer engmaschigen Kontrolle von Produktkalkulationen sicher, dass wir den Auswirkungen des Krieges bestmöglich begegnen. Marktentwicklung Laut ifo-Konjunkturprognose vom März 2023 ist davon auszugehen, dass sich die deutsche Konjunktur in nahezu allen Wirtschaftsbereichen weiter erholen wird. Dies spiegelt sich auch in den laut Konjunkturprognose seit Jahresbeginn 2023 steigenden Auftragseingängen, mit Ausnahme einer Gesellschaft, wider. Unter anderem wird dies auf die langsam sinkenden Inflationsraten sowie die steigenden Löhne zurückgeführt. Letztere stellen allerdings auch für die WEBER-HYDRAULIK Gruppe ein Risiko dar, da Kostensteigerungen aufgrund kürzlich abgeschlossener Tarifverhandlungen abgefangen werden müssen. Allerdings wird in dieser Prognose auch deutlich die Unsicherheit hinsichtlich der Schnelligkeit und Höhe des Aufholeffektes genannt. So sind sowohl eine deutlich schnellere Erholung als auch die Verzögerung im realistischen Bereich aufgeführt. Aktuell zeigt sich dies nicht zuletzt durch relativ kurzfristige Verschiebungen von bestehenden Aufträgen. Die aktuelle WIFO-Konjunkturstudie, welche sich auf den österreichischen Markt bezieht, geht für 2023 von einem deutlichen Wachstum des nominellen Bruttoinlandsprodukts um 7,4 % im Vergleich zu 2022 aus. * 4) Das kundenseitige Ausfallrisiko ist grundsätzlich über Warenkreditversicherungen abgedeckt. Sollte ein Versicherungsschutz für einzelne Kunden nicht oder nicht in ausreichendem Umfang gewährt werden, erfolgt die Absicherung über Akkreditive, Garantien/Bürgschaften, Anzahlungen oder Vorkasse. Zudem wird regelmäßig eine Bonitätsprüfung unserer Kunden auf Basis vonAuskünften entsprechender Anbieter durchgeführt. Zusätzlich werden die offenen Forderungen der Muttergesellschaft, und somit das wirtschaftliche Risiko im Falle eines Ausfalls im Rahmen des Factorings auf einen externen Partner übertragen. Dennoch sind wir stets bemüht, alle genannten Absicherungen einzuhalten, um einen Ausfall zu vermeiden. Konstruktions- und Fertigungsrisiken sichern wir durch konsequentes Projekt- und Qualitätsmanagement ab. Aktuell implementieren wir ein neues PPM-Tool, um gruppenübergreifende Entwicklungsprojekte professionell steuern zu können. Je nach Standort verfügt die WEBER-HYDRAULIK Gruppe über einschlägige Zertifizierungen wie etwa nach ISO 9001:2015, nach ISO 14001:2015, nach ISO 50001:2018 oder nach IATF 16949:2016, die regelmäßig erneuert werden. Zusätzlich ist die Muttergesellschaft in Güglingen für ein spezifisches Produkt nach KBA zertifiziert. Als weltweit agierende Unternehmensgruppe sind wir grundsätzlich auch politischen Risiken ausgesetzt und beobachten daher die weltweite Entwicklung sehr intensiv. Allerdings erbringt die WEBER-HYDRAULIK Gruppe knapp 85 % ihrer Umsätze im Inland und der EU so dass wir die Risiken für unsere direkten Umsätze als sehr begrenzt ansehen. Rund 6 % der Umsätze entfallen auf die USA. Wirtschaftspolitische Sachverhalte, wie unter anderem Strafzölle und Handelsembargos, verfolgen wir kritisch, diese haben aber keine ergebniskritischen Ausmaße. Die von den USA unter der letzten Regierung teilweise eingeführten Strafzölle, die auch die neue US-Regierung noch nicht wieder abgeschafft hat, haben sowohl auf unsere direkten Umsätze als auch auf die indirekten Umsätze, d. h. über unsere Kunden, die in die USA exportieren, bisher keine wesentlichen Auswirkungen. Dem Finanzierungs- und Liquiditätsrisiko begegnen wir im Wesentlichen auf zwei Arten: Durch die Thesaurierung der positiven Ergebnisse der letzten Geschäftsjahre hat sich die Eigenkapitalquote der WEBER-HYDRAULIK Gruppe erwartungsgemäß erhöht und liegt mittlerweile bei über 50 %. Unsere Planungen sehen vor, dass die Eigenkapitalquote in den nächsten Jahren mindestens auf diesem Niveau bleibt und die Finanzkraft über die Innenfinanzierung für das geplante moderate Wachstum der kommenden Jahre sichergestellt sein wird. Die Außenfinanzierung der WEBER-HYDRAULIK Gruppe basiert im Wesentlichen auf der Neufassung des Konsortialkreditvertrages vom 24. Oktober 2019 mit einer grundsätzlich fünfjährigen Laufzeit. Im Geschäftsjahr 2021 konnte auf unseren Antrag hin eine weitere Verlängerung um ein Jahr bis 23. Oktober 2026 erzielt werden. Im Juli 2022 wurde ein Betrag in Höhe von 12,0 Mio. € zur Zinssicherung über 12 Monate in Anspruch genommen. Die Inanspruchnahme der Linie des Kreditvertrages bietet für die weitere Entwicklung genügend Headroom. Im Rahmen des Konsortialkreditvertrages sind Finanzkennzahlen je Quartal auf Ebene des Konzernabschlusses der WEBER-HYDRAULIK GMBH (Financial Covenants) festgelegt. Diese Finanzkennzahlen wurden im Geschäftsjahr 2022 zu jedem Stichtag eingehalten. Beschaffungsrisiken haben für unsere Gesellschaft angesichts einer Materialaufwandsquote von mittlerweile über 50 % eine hohe Bedeutung. Insbesondere auch aufgrund der stark gestiegenen Rohstoffpreise stellt die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Einkaufsprozesse und -tools - neben den Effizienzsteigerungen in der Produktion - einen wesentlichen Hebel bei der Verbesserung der Rohertragsmargen dar. Unter anderem durch die Bündelung von Bedarfen innerhalb der Gruppe sichert der strategische Einkauf die Materialversorgung zu optimierten Liefer- und Preisbedingungen. Langfristige Lieferantenbeziehungen und flexible Einkaufsvereinbarungen sind zentrale Bestandteile des Warengruppenmanagements der WEBER-HYDRAULIK Gruppe. Die Neustrukturierung des Warengruppenmanagements, welche in 2019 begonnen wurde, wurde in 2022 fortgesetzt und auf alle Standorte der WEBER-HYDRAULIK Gruppe ausgerollt. Die WEBER-HYDRAULIK Gruppe ist mit ihren Gesellschaften bis auf Ausnahme der Gesellschaft in Polen, welche in Złoty handelt, nur im Euro-Raum vertreten. Da diese Gesellschaften auch im Wesentlichen nur auf ihren lokalen Märkten agieren, gibt es sowohl auf der Umsatzseite bei den Exporten als auch in Bezug auf Rohstoffeinkäufe in einzelnen Gesellschaften ein geringes Fremdwährungsrisiko. Die Fremdwährungsrisiken sind in der WEBER-HYDRAULIK Gruppe größtenteils in Form von "natürlichem Hedging" aus in gleicher Währung lautenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen einerseits und Verbindlichkeiten aus Rohstoffeinkäufen andererseits gesichert. Entwicklung von Komplettsystemen Im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung haben wir nach sorgfältiger Abwägung sämtlicher Möglichkeiten beschlossen, uns vom reinen Komponenten- und Teilsystemanbieter hin zum Gesamtsystemanbieter zu entwickeln. Hierzu wurde in Zusammenarbeit mit einem Kunden aus dem Automotive-Bereich im Jahr 2021 begonnen, ein Hinterachslenksystem für schwere LKWs, bestehend aus hydraulischen Komponenten, Elektronik und Software, zu entwickeln. Da dies das erste Projekt für die unsere Gruppe mit dieser Komplexität und diesem Scope ist, ergeben sich speziell aus diesem Projekt verschiedene, nachfolgend dargestellte Risiken. Technologisches Risiko: Da dieses Projekt in Teilen neue und innovative Bestandteile enthält, die sich in der Praxis noch nicht bewährt haben, sind Auswirkung hinsichtlich Zeitplan, fehlerhafte Funktionalitäten und erhöhte Kosten für die Fehlerbehebung möglich. Darüber hinaus ergibt sich auch das Risiko von zeitaufwendigen und teuren Entwicklungen, welche sich im Nachgang als ungeeignet herausstellen. Im Projektverlauf ist durch sorgfältige Auswahl der Technologien und ständigen Tests, auch in Zusammenarbeit mit dem zukünftigen Kunden, sichergestellt, dass dieses Risiko und die Auswirkungen auf ein Minimum begrenzt werden. Zeitliches Risiko: Da bereits in der Entwicklungsphase mit dem Kunden zusammengearbeitet wird, gibt es bereits jetzt einen engen Zeitplan, der zwingend einzuhalten ist. Ein Nichteinhalten dieses Zeitplans kann zu einem verspäteten Markteintritt führen und damit folglich den wirtschaftlichen Erfolg des Projektes gefährden, wodurch es zu einem Reputationsverlust kommen könnte. Durch enges Projektmanagement und ein genaues Tracking aller Meilensteine in sehr engen Abständen soll ein Abweichen vom vereinbarten Zeitplan verhindert werden. Personelles Risiko: Im personellen Bereich des Projektes sehen wir aktuell zwei Hauptrisiken. Zum einen haben einzelne Schlüsselmitglieder im Projekt- und Entwicklungsteam in bestimmten Bereichen des Projektes nur begrenzte Erfahrungen und zum anderen können notwendige Entwicklerkapazitäten aufgrund der aktuelle schwierigen Personalmarktsituation nicht ad-hoc gefunden werden. Im schlimmsten Fall kann dies zu Fehlern in der Entwicklung führen, was sich auf die Qualität des Systems und den Budgetplan auswirken kann. Durch externe Unterstützung von Experten werden interne Lücken konsequent geschlossen und die Fähigkeiten interner Mitarbeiter nachhaltig auf- und ausgebaut. Budgetrisiko: Aufgrund der Tatsache, dass die Entwicklung von Gesamtsystemen neu ist, ergeben sich auf Basis der vorgenannten Risiken signifikante Budgetrisiken, welche die Werthaltigkeit der Entwicklungen beeinflussen können und somit auch ein Risiko für die Vermögens- und Ertragslage darstellen. Mit der ständigen Überwachung des Budgets sowie der Verhandlung von Projektkostenerstattungen mit dem Kunden versuchen wir sicherzustellen, dass die Projektkosten im Budget bleiben und die Werthaltigkeit der bilanzierten Vermögensgegenstände sichergestellt ist. Chancenbericht Entwicklung von Komplettsystemen Der im Risikobericht beschriebene Wandel vom reinen Komponenten- und Teilsystemanbieter hin zum Anbieter von Gesamtsystemen ermöglich der WEBER-HYDRAULIK Gruppe ein enormes Wachstumspotential. Neben der Gewinnung von weiteren Kunden für das Hinterachslenksystem ist die Gewinnung von Marktanteilen sowie die Erschließung von neuen Märkten mit weiteren strategischen Entwicklungsprojekten eine klare Wachstumsmöglichkeit für unser Unternehmen. Zum einen bietet sich eine Wachstumsmöglichkeit entlang der Wertschöpfungskette. Die Produktion von Komplettsystemen stellt für uns eine Vorwärtsintegration entlang der Wertschöpfungskette dar, wodurch wir von einer positiven Entwicklung unseres Unternehmenswertes ausgehen. Zum anderen können wir durch diesen Entwicklungsschritt unseren Kunden einen deutlichen Mehrwert zum heutigen Stand bieten. Das Angebot von Komplettsystemen ermöglicht neben vielen anderen Vorteilen eine Plug-and-Play-Installation oder auch eine Erweiterung von zusätzlichen Services wie eine predictive maintenance Funktion insbesondere auch in unseren Rettungsgeräten. Digitale Produkte im Rescue- Bereich Die Umsetzung digitaler Produkte mit Hilfe unseres im Jahr 2019 gegründeten Joint Ventures Rescue Digital Systems GmbH habt dazu beigetragen und wird weiter dazu beitragen, in einem sich erholenden Marktumfeld unsere Marktanteile zu verteidigen oder sogar weiter auszubauen. Zusätzlich wird die (Weiter-)Entwicklung von Apps im Bereich Rescue dazu beitragen, einen Mehrwert für unsere Kunden zu generieren und neue Kunden zu gewinnen. Neue Generation von Rescue- Geräten Die Präsentation einer neuen Akkugerätebaureihe mit smarten digitalen Funktionen im Jahr 2022 hat dazu geführt, den Auftragseingang weiterhin auf hohem Niveau zu halten und für die nächsten Jahre zu sichern. Wir sehen bei unserem Produkt einen klaren Vorsprung gegenüber dem Wettbewerb; das Mehr an Funktionalitäten kann zu einem Zuwachs des Anteils am Weltmarkt führen und ermöglicht es uns unseren Kunden einen wesentlichen Nutzengewinn anzubieten. Nicht zuletzt trägt diese neue Generation von Rettungsgeräten dazu bei, dass Rettungsgeräte unter dem Markennamen WEBER RESCUE als Premium-Ausrüstung weltweit etabliert sind. Verabschiedung des WEBER- Leitbilds Wir machen Schweres leichter und retten Leben Leidenschaftlich gestalten wir stetige Weiterentwicklung und Alleinstellung Als wertebewusste Gemeinschaft sind wir ein starker und zuverlässiger Partner Diese drei Statements bilden den Purpose des im Jahr 2022 verabschiedeten WEBER-Leitbilds. Mit dem Leitbild wird verdeutlicht, warum wir bestehen, welchen Beitrag wir für unser Umfeld leisten wollen, welche Werte für uns wichtig sind und welche Ziele verfolgt werden. Der gesamte Leitbildprozess spiegelt dabei die organisatorische Weiterentwicklung unserer Unternehmensgruppe wider. Im Rahmen der fünf WEBER-Werte ( Wir, Eigenverantwortung, Bereitschaft, Ethik und Respekt) und rund um den Purpose wurden unter Einbezug der Mitarbeitenden an allen Standorten bei WEBER-HYDRAULIK sechs Wirkfelder und 18 Handlungsfelder identifiziert, welche die zukünftige strategische Ausrichtung vorgeben. Bereits bei der Erstellung als auch bei der nun folgenden Umsetzung wurde die Selbststeuerung von verschiedenen Teams gefordert und gefördert. Mit diesem Entwicklungsschritt hin zu einer modernen Organisation ermöglichen wir unseren Mitarbeitern innerhalb eines gesetzten Rahmens einen hohen Gestaltungsspielraum in der täglichen Arbeit und bieten die Möglichkeit, eigenverantwortlich in einer weitestgehend hierarchiefreien Organisation zu arbeiten. Dies Entwicklungsschritt ermöglicht es uns, neue Mitarbeiter für WEBER-HYDRAULIK zu begeistern und im Wettbewerb um Fachkräfte erfolgreich zu sein. Ausblick und voraussichtliche Entwicklung Die WEBER-HYDRAULIK Gruppe plant einen Umsatz im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 352,2 Mio. € und bewegt sich damit deutlich über dem Niveau von 2022 (+37,9 Mio. € bzw. +12,1 %). Hierbei wird absolut gesehen der größte Zuwachs mit 21,0 Mio. € bei der Muttergesellschaft erwartet. Für die polnische Tochtergesellschaft wird aufgrund der Umstellung auf Direktbelieferung bei weiteren Kunden mit einem deutlichen Umsatzzuwachs um 13,3 Mio. € gerechnet, was in der Gruppe mit + 50,0 % den relativ höchsten Umsatzzuwachs darstellt. Die österreichische Tochtergesellschaft plant, vor allem getrieben durch den Rescue-Bereich, einen Umsatzzuwachs in Höhe von 12,5 Mio. €. Die Wirkung steigender Rohmaterialpreise wird nach wie vor durch Nachverhandlungen und Kostenweitergaben an die Kunden durch unseren Vertrieb aktiv bearbeitet. Vom Erfolg dieser Verhandlungen wird das Erreichen der Planziele in nicht unwesentlichem Maße abhängen. Neben ständigen Maßnahmen zur Effizienzverbesserung und Kostensenkung an allen Standorten der WEBER-HYDRAULIK Gruppe wird speziell an unserem Standort in Wörth an der Isar ein übergeordnetes Monitoring der finanz- und leistungswirtschaftlichen Kennzahlen durchgeführt und es wurde bereits Anfang des Jahres 2023 ein Projekt zur Ergebnisverbesserung gestartet. Vor dem Hintergrund der Materialpreissteigerungen und der immer noch hohen Inflation planen wir derzeit mit einer EBIT-Marge auf dem Niveau des Jahres 2022, was auch das Ergebnis eines planmäßig weiter steigenden Anteil des Bestandsaufbaus - insbesondere aus dem Entwicklungsprojekt mit dem Großkunden - an der Gesamtleistung ist, für die wir ein Wachstum leicht oberhalb unseres Umsatzzuwachses sehen. Durch die Tarifabschlüsse der Vorjahre und den vorgesehenen Mitarbeiteraufbau rechnen wir mit einem deutlichen Anstieg des Personalaufwands. Durch ein aktives Kostenmanagement in allen Bereichen soll versucht werden, insbesondere die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nicht weiter zu erhöhen. Zudem soll innerhalb der sonstigenbetrieblichen Aufwendungen der Anteil der Fixkosten reduziert und derjenige der variablenKosten erhöht werden, um schneller auf nicht geplante Änderungen reagieren zu können.Durch eine gesteigerte Inanspruchnahme der Kreditlinien und dem damit verbundenen Anstieg der Finanzierungskosten planen wir mit einem leicht schwächeren Wachstum des Konzernergebnisses im Vergleich zum EBIT. Die Liquidität ist unverändert durch die im Jahr 2019 abgeschlosseneFinanzierung sowie durch die liquiditätssichernden Maßnahmen voraussichtlich sichergestellt und wird ständig überwacht. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung hängt aktuell vom weiteren Verlauf des Ukrainekriegssowie der u. a. damit verbundenen Entwicklung der Inflation und Energiepreise ab und ist daher von einer gewissen Unsicherheit geprägt, entwickelt sich aber in unseren Geschäftsfeldern weiter positiv. Zudem wurden von vielen Staaten als Reaktion auf die Kostenentwicklungen Konjunkturpakete und Gesetze auf den Weg gebracht, um die Wirtschaft und den privaten Sektor zu stützen, jedoch werden die Gesamtauswirkungen hierdurch voraussichtlich lediglich abgemildert. Die WEBER-HYDRAULIK Gruppe wird alles tun, um das Unternehmen nachhaltig zu sichern und ihre Mitarbeiter zu schützen. Unter diesen wirtschaftlichen und politischen Bedingungen wird insgesamt für das Geschäftsjahr 2023 von einem leichten Wachstum ausgegangen. Strategische wichtige Entwicklungsvorhaben werden weiter forciert. Die tatsächliche Entwicklung kann darüber hinaus ebenso von den im Risikobericht dargestellten Risiken beeinflusst werden. 1) VDMA: Prognosereport: Maschinenbau in Deutschland, Stand 17. April 2023 2) Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung: WIFO-Konjunkturprognose März 2023 Hauptergebnisse 3) ifo Institut München: ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2023: Deutsche Wirtschaft stagniert, Stand: 15. März 2023 4) ifo Institut München: ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2023: Deutsche Wirtschaft stagniert, Stand: 15. März 2023 5) Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung: WIFO-Konjunkturprognose März 2023 Hauptergebnisse
Güglingen, 20. Juni 2023 WEBER- HYDRAULIK GMBH Geschäftsführung Christine Grotz Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die WEBER-HYDRAULIK GMBH, Güglingen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der WEBER- HYDRAULIK GMBH, Güglingen, und ihrerTochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der WEBER-HYDRAULIK GMBH,Güglingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßigerBuchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für dieinternen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zubilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichenVorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffenddarstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oderIrrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffenddarstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage diesesKonzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritischeGrundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplantenUmfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 20. Juni 2023 Ebner
Stolz GmbH & Co. KG
Dr. Christoph Eppinger, Wirtschaftsprüfer Yves Schöpfer, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022der WEBER-HYDRAULIK GMBHDer Aufsichtsrat nahm im Geschäftsjahr 2022 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahr. Im Rahmen seiner Kontrollfunktion hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung sowie die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft überwacht und beraten. In Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat einbezogen. Die Geschäftsführung informierte den Aufsichtsrat sowohl mündlich als auch schriftlich regelmäßig, zeitnah und umfassend. Der Aufsichtsrat tagte im abgelaufenen Geschäftsjahr in 2 Sitzungen. Der von der Gesellschafterversammlung bestellte Abschlussprüfer Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, sowie den Lagebericht und den Konzernlagebericht der WEBER-HYDRAULIK GMBH für das Geschäftsjahr 2022 geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts tritt der Aufsichtsrat den Prüfungsergebnissen der Abschlussprüfung bei. Die Geschäftsführung hat Fragen zum Jahresabschluss beantwortet, es ergaben sich keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat prüfte auch den Vorschlag der Geschäftsführung, aus dem Bilanzgewinn die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 1.004.315.,84 € an die Gesellschafter vorzunehmen. Der Aufsichtsrat hält diesen Vorschlag für angemessen und schließt sich diesem an.
Güglingen, den 28. Juni 2023 Für den Aufsichtsrat: Alfred Hagebusch, Aufsichtsratsvorsitzender Billigungsbeschluss der WEBER- HYDRAULIK GMBH, Güglingen Der Konzernabschluss der WEBER-HYDRAULIK GMBH, Güglingen, wurde für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2022 vom Aufsichtsrat mit der Sitzung am 28. Juni 2023 gebilligt. Ergebnisverwendungsbeschlussder WEBER-HYDRAULIK GMBH, GüglingenDie Gesellschafterversammlung hat am 1. Juli 2023 beschlossen: Aus dem im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 der Gesellschaft, festgestellt am 28. Juni 2023, ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 8.397.895,88 wird in Höhe von EUR 1.004.315,84 an die Gesellschafter ausgeschüttet. |
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