Herstellung von Küchenmöbeln
Informatica GmbH
Ingersheimer Straße 10, 70499 Stuttgart, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nicolas Smith seit 5.2.2026 | Geschäftsführer |
Jacek Pawel Witomski seit 28.5.2020 | Geschäftsführer |
Stuart Robson seit 14.1.2019 | Geschäftsführer |
Marion Kugler seit 13.11.2014 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
salesforce.com Sàrl | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Informatica GmbHStuttgartJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben und Erläuterungen Die Informatica GmbH (Handelsregister Stuttgart, HRB 750698) ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Informatica Nederland B.V., Amsterdam, Niederlande. Durch die im Jahr 2014 vorgenommenen Umstrukturierungen (Verschmelzungen und Anwachsung von inländischen Gruppengesellschaften) entstand ein im außerordentlichen Aufwand erfasster Verschmelzungs-/Anwachsungsverlust in Höhe von 40,8 Millionen Euro, der wesentlich zu dem Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag führte. Der Fehlbetrag erhöhte sich im Geschäftsjahr 2016 durch den Jahresfehlbetrag, der allerdings ausschließlich auf die Abschreibung von Anteilen an verbundenen Unternehmen zurückzuführen war. Die vorgenannten Verluste sind nicht operativer Natur. Aufgrund der vorliegenden Einmaleffekte sowie der positiven Fortbestehungsprognose für das laufende und das nachfolgende Geschäftsjahr liegt keine Überschuldung im Sinne von § 19 Abs. 2 InsO vor. Der Jahresabschluss ist daher unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Rechnungslegungsgrundsätze Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) §§ 242 ff. und §§ 264 ff. sowie des GmbHG in Euro (EUR) aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung kommt das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung. Soweit Angaben wahlweise in der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung und/oder im Anhang vorgenommen werden können, wurden diese zur besseren Klarheit insgesamt im Anhang aufgeführt. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen über eine Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren vermindert. Die im Geschäftsjahr zugegangenen abnutzbaren beweglichen geringwertigen Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 wurden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben und deren sofortiger Abgang unterstellt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird, wie im Vorjahr, durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Rechnung getragen. Auf fremde Währung lautende Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Vermögensgegenstände in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Buchungstag oder dem Kurs unter Berücksichtigung von Verlusten am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, für die die Aufrechnungslage gegeben ist, wurden wie im Vorjahr saldiert ausgewiesen. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe der Erfüllungsbeträge, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Künftige Preis- und Kostensteigerungen im Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung werden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Buchungstag oder dem jeweils höheren Kurs unter Berücksichtigung von Verlusten am Bilanzstichtag umgerechnet. Passive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Einnahmen vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Umsatzerlöse stammen hauptsächlich aus dem Verkauf der zeitlich befristeten und unbefristeten Lizenzen, dem Vertrieb von Consultingdienstleistungen sowie aus Dienstleistungen im Bereich R&D an die Informatica Ireland EMEA Unlimited, Dublin, Ireland, und Education-Dienstleistungen. Die Umsatzerlöse werden abzüglich Skonti, Preisnachlässe, Kundenboni und Rabatte ausgewiesen. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist in einer gesonderten Übersicht (Brutto- Anlagenspiegel) dargestellt, die integraler Bestandteil des Anhangs ist. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundenen Unternehmen betreffen im Vorjahr ausschließlich Forderungen gegen Gesellschaften der internationalen Informatica-Gruppe und resultierten im Vorjahr vollständig aus Lieferungen und Leistungen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von TEUR 20 (i. V. TEUR 20) enthalten. Guthaben bei Kreditinstituten Die Bankguthaben sind in voller Höhe verfügbar. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital ist im Handelsregister mit EUR 30.000,00 eingetragen und voll eingezahlt. Zum Bilanzstichtag besteht vor allem infolge der in 2014 durchgeführten Umstrukturierung und einer im Jahr 2016 erfolgten Abschreibung auf den Beteiligungsbuchwert an der ehemaligen AddressDoctor GmbH, Maxdorf, ein Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von TEUR 26.168 (i. V. TEUR 28.131). Zu weiteren Ausführungen vergleiche "Allgemeine Angaben und Erläuterungen". Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen solche für personalbezogene Verpflichtungen (TEUR 6.301 für Provisionen, Boni, Resturlaubsansprüche und Ansprüche aus der Abfindungsvereinbarung) und TEUR 1.417 für die Beschaffung der Daten für unsere Produkte aus dem Bereich Adressvalidierung und Geo-Coding Data. Für ausstehende Rechnungen wurde zum Stichtag ein Betrag von TEUR 415 zurückgestellt. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich Geschäftsbeziehungen mit Gesellschaften der internationalen Informatica-Gruppe. Nach der Saldierung der Forderungen mit den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen besteht ein Saldo zum Abschlussstichtag von TEUR 2.954 zu Gunsten der Informatica GmbH (i. V. gab es einen Saldo von TEUR 1.977 zu Lasten der Informatica GmbH). Alle Forderungen aber auch die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (i. V. TEUR 347) haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind keine Verbindlichkeiten (i. V. Forderungen in Höhe von TEUR 9) gegenüber bzw. gegen die Gesellschafterin Informatica Niederlande B. V., Amsterdam / Niederlande enthalten. Darüber hinaus ist in diesem Posten zum 31.12.2023 eine Verbindlichkeit aus Darlehen i. H. v. TEUR 15.000 (i. V. TEUR 17.550) enthalten. Aktuell beträgt der Restbetrag des Darlehens TEUR 2.000 und wir planen den Restbetrag des Darlehens vollständig bis Ende 2025 zurückzuzahlen. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.447 enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 1.195 (i. V. TEUR 1.501). Die sonstigen Verbindlichkeiten haben, wie auch im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 16.011 (i. V. TEUR 14.700) beinhaltet im Wesentlichen die abgegrenzten Umsätze aus Wartungs- und Schulungsleistungen sowie Lizenzumsätzen, die im Jahr 2024 oder später realisiert werden (TEUR 15.935, i. V. TEUR 14.511), und einen vom Vermieter der Geschäftsräume erhaltenen Baukostenzuschuss in Höhe von ursprünglich TEUR 1.131, der über die Mindestvertragslaufzeit von 10 Jahren ratierlich aufgelöst wird. Die Abgrenzung zum Stichtag beträgt TEUR 75. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse nach Regionen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Umsatzerlöse setzen sich nach Umsatzarten wie folgt zusammen:
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 137, welche auf einen Vermieterzuschuss für das Bürogebäude in Stuttgart zurückzuführen sind. Personalaufwand Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 82 (i. V. TEUR 85) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine nennenswerten periodenfremde Aufwendungen enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten zudem realisierte und nicht realisierte Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 35 (i. V. TEUR 42). Finanzergebnis In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 49 enthalten. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen mit TEUR 77 (i. V. TEUR 91) verbundene Unternehmen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 449. Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen Der Posten sonstige betriebliche Erträge enthält außergewöhnliche Erträge in Höhe von TEUR 4.081. Die Erträge betreffen von einem verbundenen Unternehmen erstattete Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen. Der Posten Löhne und Gehälter enthält außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.965. Die Aufwendungen betreffen Restrukturierungsmaßnahmen und beinhalten Abfindungsleistungen sowie Zahlungen für Freistellungen. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Im Zusammenhang mit der Cash-Pool-Vereinbarung besteht eine gesamtschuldnerische Haftung der Gesellschaft gegenüber einem Kreditinstitut für Verbindlichkeiten der Unternehmen der Informatica-Gruppe. Mit einer Inanspruchnahme ist aufgrund der guten Finanzlage der Informatica-Gruppe nicht zu rechnen. Die hier bestehende Haftung aus Gewährleistungsverträgen ist zum 31. Dezember 2023 bzw. 2022 nicht quantifizierbar oder abschätzbar, da die hierfür notwendigen Informationen nicht zur Verfügung stehen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasing- Verträgen in Höhe von TEUR 3.222.
Honorar des Abschlussprüfers Die Honorare (Beträge ohne MwSt.) für Abschlussprüfungsleistungen des gesetzlichen Abschlussprüfers betrugen für das Geschäftsjahr TEUR 75. Mitarbeiteranzahl Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl ohne Organmitglieder im Geschäftsjahr 2023 belief sich auf 163 Angestellte (i. V. 168).
Konzernverhältnisse Die Gesellschaft ist ein 100%iges Tochterunternehmen der Informatica Nederlande B.V., Amsterdam, Niederlande. Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Informatica Inc., Kalifornien, USA, (größter Konzernkreis) und in den Konzernabschluss der Informatica EMEA Ireland Unlimited, Dublin, Irland, einbezogen (kleinster Konzernkreis (Europa)). Der Konzernabschluss ist am Sitz der Informatica Inc., Kalifornien, USA, und der Informatica EMEA Ireland Unlimited in Dublin, Irland, erhältlich. Geschäftsführung Geschäftsführer sind bzw. waren:
Auf die Angabe der Gesamtvergütung der Geschäftsführung wird in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da die ausländischen Geschäftsführer keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten. Nachtragsbericht Es gab keine besonderen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag. Ergebnisverwendung Der Bilanzverlust in Höhe von EUR 37.745.750,78 wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Stuttgart, den 30. April 2025 Jacek Pawel Witomski, Geschäftsführer Stuart Robson, Geschäftsführer Nicholas Smith, Geschäftsführer Feststellung des Jahresabschlusses: Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Gesellschafterversammlung am 30. Mai 2025 festgestellt. Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Unternehmensstruktur und Geschäftstätigkeit Die Informatica-Gruppe, deren wesentlichste Teileinheit die Informatica LLC, Redwood City, Kalifornien (USA) darstellt, ist ein führender Anbieter von Datenintegrationssoftware. Unternehmen weltweit vertrauen den Produkten von Informatica, wenn es darum geht, den Datennutzen zu maximieren, um die wichtigsten Geschäftsnotwendigkeiten zu erfüllen. Zurzeit nutzen weltweit mehr als 9.500 Unternehmen die Software von Informatica, um den Wert ihrer am Geschäftssitz, in der Cloud oder in sozialen Netzwerken befindliche Informationsbestände optimal zu nutzen. Die Umsätze der Informatica GmbH entstehen im Wesentlichen aus dem sogenannten Software- Subscription- und Cloud-Geschäft sowie aus der Erbringung von Wartungsdienstleistungen. Darüber hinaus erbringt die Gesellschaft unverändert Dienstleistungen im Bereich Research & Development (kurz R&D) und Professional Services innerhalb der Informatica-Gruppe, die einen bedeutenden Anteil innerhalb der erzielten Umsätze haben. Des Weiteren erbringt die Informatica GmbH gegenüber eigenen Kunden Consulting- und Trainingsleistungen im Zusammenhang mit den von ihr vertriebenen Softwarelösungen. Wirtschaftliches Umfeld Die Informatica GmbH ist in Deutschland und Österreich tätig. Da zu dem Kundestamm weltweit operierende Konzerne und Großunternehmen gehören, hängt der geschäftliche Erfolg direkt von der weltweiten Konjunktur und Wirtschaftsentwicklung ab. Wie jedes Jahr, startete auch das Geschäftsjahr 2023 auf niedrigem Niveau und verzeichnete im vierten Quartal 2023 die höchsten Umsatzerlöse. Der IT-Markt, weltweit, war erneut im Jahr 2023, nach der Corona-Pandemie, insgesamt durch eine positive Entwicklung geprägt. Das geht aus den Analysen des US-Marktforschungsunternehmens Gartner hervor. Die weltweiten IT-Ausgaben im Berichtsjahr lagen bei insgesamt 4,898 Billionen US-Dollar (Report 16. Juli 2024), was einen Zuwachs von 3,8% im Vergleich zu dem Ausgabeniveau im Jahr 2022 bedeutet. Für das Jahr 2024 erwarteten die Analysten von Gartner (Report vom 16. Juli 2024) eine Steigerung der IT- Ausgaben auf 5,267 Billionen US-Dollar (+ 7,5 % gegenüber 2023), was positiv in die Zukunft blicken lässt. Wir haben beobachtet, dass die Corona-Pandemie die Unternehmen gezwungen hat, den Digitalisierungsprozess der Geschäftsabläufe noch schneller durchzuführen, was zu steigenden Ausgaben im Bereich IT führt. Für Deutschland ergab sich nach Angaben des BITKOM (Bundesverband für Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien e.V.) eine stabile Branchenentwicklung. Im Jahr 2023 beliefen sich die Umsätze des IT- und Kommunikationssektors in Deutschland auf 215,6 Milliarden Euro, was einem Plus von 2,4 % im Vergleich zum Jahr zuvor entspricht. Für das Jahr 2024 erwartet BITKOM nach eigenen Angaben (Quelle: Bitkom, ITK-Marktzahlen; Stand Dezember 2024) einen Umsatz von 222,6 Milliarden Euro (+ 3,3 %) und für das Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 232,8 Milliarden Euro (+ 4,6 %). Ein wesentlicher Teil der Umsätze im Jahr 2023 betraf, ähnlich wie in den letzten Jahren, den Bereich der Informationstechnik, der in diesem Jahr um 2,6 % auf 143,4 Milliarden Euro zulegen konnte. Vor allem die Geschäfte der Softwareanbieter wuchsen mit einem Plus von 12,1 % auf 42,5 Milliarden Euro überdurchschnittlich. Die Umsätze mit IT-Services, in denen sich Aufträge aus der Digitalisierung der Unternehmen besonders stark widerspiegeln, verzeichneten im Jahr 2023 einen ordentlichen Zuwachs (Software + 5 % auf 49,3 Milliarden Euro). Dagegen mussten die Hardwareanbieter einen Rückgang der Umsätze von 6,1 % hinnehmen (Umsatz 51,6 Milliarden Euro). Für die Jahre 2024 und 2025 prognostiziert BITKOM weitere Steigerungen der Umsätze, somit ist mit einer stabilen Wirtschaftslage in der IT-Branche zu rechnen. Sowohl die Prognosen von Gartner als auch von BITKOM für 2024 und 2025 erlauben es uns, optimistisch in die Zukunft zu blicken, da wir dank unserer hervorragenden Produkte mit Sicherheit neue Kunden akquirieren bzw. bei Stammkunden neue Verträge platzieren können. Die Corona-Pandemie hatte keinen bedeutenden Einfluss auf unser Geschäft in den Jahren 2021 und 2022. Daher glauben wir, dass unsere Stammkunden, aber auch die neu gewonnenen Kunden in der Zukunft unsere Produkte erwerben werden, da sich ohne Integrationssoftware kein Digitalisierungsprozess durchführen lässt und die Digitalisierung in allen Bereichen des Lebens ein unaufhaltsamer Prozess ist. Wettbewerbsposition, Umsatz- und Geschäftsentwicklung Im gesamtwirtschaftlichen Umfeld des Jahres 2023 konnte die Informatica GmbH ihre Marktposition weiter behaupten und die Kundenbasis, wie in den letzten Jahren, kontinuierlich weiter ausbauen. Durch die steigenden Investitionen im Vertrieb und den Ausbau unseres Partnernetzwerks nutzen wir zusätzliche Beratungskapazitäten, Vertriebsressourcen und Kanäle, um die Produkte der Informatica-Gruppe bei Kunden zu implementieren und unterschiedliche Markt- und Kundensegmente anzusprechen. Die Kundenbasis der Informatica GmbH besteht aus einer Vielzahl von in Deutschland ansässigen, global tätigen Konzernen und mittelständischen Unternehmen. Es handelt sich überwiegend um sehr namhafte Unternehmen, die in ihren jeweiligen Branchen, wie zum Beispiel Telekommunikation, Medizintechnik, Banken, Versicherungen, Lebensmittel und Automotive, zu den Marktführern zählen. Durch die breite Diversifizierung der Kundenbasis bestehen keine wesentlichen, bestandsgefährdenden Abhängigkeiten von einzelnen Branchen oder Kunden. Für das Jahr 2023 war - inklusive der Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen - ursprünglich ein Umsatz von 62,1 Mio. EUR geplant. Wir konnten die geplanten Umsätze nahezu erreichen (63 Mio. EUR). Die Personalstruktur im Vertrieb wurde inzwischen optimal an die Anforderungen des Geschäftsmodells angepasst, sodass wir sicher sind, dass die Umstellung des Geschäftsmodells zu Subscription- und vor allem zu Cloud-Dienstleistungen zukünftig erfolgreich sein wird. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft tätigt im Auftrag und auf Rechnung der Informatica Ireland EMEA Ltd., Dublin, Irland, Produktentwicklungen. Eigene Produktentwicklungen werden nicht durchgeführt. Ertragslage Neben den Umsatzerlösen gehört die EBIT-Marge und das Jahresergebnis zu den bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens. Zum Jahresende 2023 weist die Informatica GmbH einen Umsatz in Höhe von 62,9 Mio. EUR (Vorjahr: 62,8 Mio. EUR) aus. Der erzielte Umsatz ist damit leicht höher als der im Lagebericht des Vorjahres prognostizierte Umsatz (EUR 62,1 Mio). Wie in der Vergangenheit konnten wir auch im Jahr 2023 einige neue Kunden gewinnen und unsere Produkte erfolgreich sowohl bei diesen als auch bei unseren Bestandskunden platzieren. Infolge der Änderung des Geschäftsmodells ergaben sich Veränderungen in der Umsatzstruktur, auf die nachstehend detailliert eingegangen wird. Im Einzelnen haben sich die Umsatzkategorien wie folgt entwickelt: Bedingt durch die Veränderung des Geschäftsmodells und der Strategie sind die Lizenzverkäufe gegenüber dem Vorjahr um 70 % zurückgegangen (von 0,414 Mio. EUR auf 0,126 Mio. EUR). Dafür sind die Umsatzerlöse aus dem Subscription- (Lizenz-Vermietung) und Cloud-Bereich jedoch erheblich gestiegen (+ 25 %, von 9,945 Mio. EUR auf 12,433 Mio. EUR). Im Bereich Beratung/Professional Services haben wir eine Reduzierung der Umsätze verzeichnet (-25 %), was auf die strukturellen Veränderungen zurückzuführen ist. Auch im Bereich der Wartungsdienstleistungen haben wir einen Rückgang der Umsätze verzeichnet (-2,4 % bzw. - 0,563 Mio. EUR). Das ist auf die Änderungen des Geschäftsmodells zurückzuführen (Wechsel von Lizenzen zu Subscription- und Cloud- Modellen, sogenannter Modernisierungsprozess). Diese Entwicklung ist auch so geplant, weil damit eine gewisse Stabilität und Sicherheit für die Umsatzplanung in der Zukunft geschaffen wird. Im Jahr 2023 haben wir einen marginalen Rückgang der Intercompany-Erlöse von 1,1 %. Dieser betrifft vor allem die Kostenerstattungen der R&D-Aufwendungen. Die Erträge aus Kostenerstattungen im Bereich F&E sind leicht zurückgegangen (-4,5 %), was mit allgemeinen Kostensenkungen in diesem Bereich zu tun hat. Weitere Kostensenkungen gab es bei den Reisekosten sowie beim Personal. Unsere Strategie, das Geschäft komplett vom Verkauf der Lizenzen in Richtung Subscription- und zukünftig vollständig und schnellstmöglich auf das Cloud-Modell umzubauen, wird es uns ermöglichen, unsere Kunden in der Zukunft länger zu binden und den Umsatz auf einem stabilen, aber auch stetig wachsenden Niveau zu halten. Mittel- bis langfristig betrachtet erwarten wir aufgrund dieser geänderten Geschäftsstrategie eine dauerhafte Umsatzsteigerung. Mittlerweile spielt das Geschäft mit dem Vertrieb der Lizenzen keine Rolle mehr und wurde fast vollständig durch das Subscription-Modell ersetzt. Die Zukunft liegt im Ausbau des Cloud-Geschäfts, sodass in den nächsten 2 Jahren das Subscription-Modell vollständig abgelöst sein wird. Im Jahr 2023 betrug der Anteil des Cloud-Modells bereits 7,8 % (im Vorjahr 3,4 %) am Gesamtumsatz mit Dritten. Auf Basis der vorläufigen Zahlen für das Jahr 2024 stammen ca. 95 % der neu abgeschlossenen Verträge aus dem Verkauf von Cloud-Produkten. Die Kosten für den Materialaufwand sind in 2023 auf gleichem Niveau im Vergleich zu 2022 geblieben (-1,3 %; 2023: 33,8 Mio. EUR; 2022: 34,2 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Geschäftsjahr 2023 um 3,952 Mio. EUR auf 4,402 Mio. EUR gestiegen. Im Wesentlichen ist das auf die erstatteten Aufwendungen in Höhe von 4,081 Mio. EUR zurückzuführen, die für die Restrukturierungsmaßnahmen aus November 2023 entstanden sind. Die Personalaufwendungen sind in diesem Geschäftsjahr, ohne die Aufwendungen für Restrukturierung in Höhe von 3,965 Mio. EUR, von 22,43 Mio. EUR um 2,4 % auf 22,96 Mio. EUR gestiegen. Im Wesentlichen ist die Zunahme auf die Kosten der Kommission für das Jahr 2023 zurückzuführen (+2,7 Mio. EUR). Die Aufwendungen für Restrukturierung betreffen im Berichtsjahr geleistete Abfindungen und Freistellungen. Im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergaben sich gegenüber dem Vorjahr keine wesentlichen Veränderungen. Das Betriebsergebnis (EBIT) in 2023 beläuft sich - bereinigt um neutrale Aufwendungen und Erträge - auf 3,162 Mio. EUR und liegt damit leicht unter dem Niveau von 2022 (3,4 Mio. EUR). Die operative Marge (EBIT-Marge) lag 2023 bei 5,1 % und damit unter dem Vorjahr (5,3 %) und auch unterhalb der für das Geschäftsjahr 2023 im Vorjahr prognostizierten Marge (ca. 5 %). Sie lag damit jedoch auf einem guten und stabilen Niveau. Da die Zinsen für Geldanlagen im Jahr 2023 auf dem Finanzmarkt wieder auf gleichem Niveau wie im Jahr 2022 geblieben sind und die Banken die Verzinsung der Gelder auf den Konten wieder attraktiv gemacht haben, konnte die Gesellschaft aufgrund des positiven Cashflows die Zinserträge im Jahr 2023 deutlich steigern und Einnahmen in Höhe von 49 Tsd. EUR verzeichnen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belaufen sich im Geschäftsjahr auf 1,286 Mio. EUR. Im Vergleich zum Vorjahr (0,905 Mio. EUR) hat sich die Steuerlast leicht erhöht. Das Jahresergebnis liegt aufgrund der oben beschriebenen Effekte mit 2,0 Mio. EUR sowohl leicht unter dem Niveau des Vorjahresergebnisses als auch unterhalb des im Vorjahr prognostizierten Jahresergebnisses 2023 (jeweils 2,4 Mio. EUR). Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme per 31. Dezember 2023 ist gegenüber dem Bilanzstichtag des vorherigen Abschlusses (31. Dezember 2022) unter Berücksichtigung des Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags (26,2 Mio. EUR; i. V. 28,1 Mio. EUR) nur leicht von 42,291 Mio. EUR auf 39,354 Mio. EUR gesunken. Die Gesellschaft hat ihre Geschäftsräume angemietet und verfügt über kein Immobilienvermögen. Das Vermögen der Gesellschaft besteht zum Bilanzstichtag im Wesentlichen aus Forderungen gegen Dritte aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 5,8 Mio. EUR (Vorjahr: 6,2 Mio. EUR). Durch die Verbesserung des Forderungsmanagements konnten wir den Forderungsbestand reduzieren. Dank der Reduzierung des Forderungsbestandes im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 konnten wir den Saldo der flüssigen Mittel zum Jahresende um 0,645 Mio. EUR erhöhen (Saldo zum 31.12.2023: 4,3 Mio. EUR). Dem Vermögen stehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 12,0 Mio. EUR (Vorjahr: 19,5 Mio. EUR) gegenüber, die nach Saldierung mit gegenläufigen aufrechenbaren Forderungen aus dem laufenden Verrechnungsverkehr im Wesentlichen aus Darlehen in Höhe von 15,0 Mio. EUR (Vorjahr: 17,6 Mio. EUR) bestehen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber fremden Dritten betrugen 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR) und sind somit auf gleichem Niveau wie im Jahr 2022 geblieben. Die sonstigen Verbindlichkeiten (1,4 Mio. EUR; Vorjahr: 1,8 Mio. EUR) sind im Vergleich zum Vorjahr moderat gesunken (-20 %, -0,4 Mio. EUR). Die sonstigen Rückstellungen sind von 5,2 Mio. EUR im Jahr 2022 auf 8,2 Mio. EUR (+ 56 %) gestiegen. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen die Erfassung der Rückstellung für die Abfindungen im Zusammenhang mit den durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen aus November 2023 in Höhe von 2,6 Mio. EUR. Die Urlaubsrückstellung ist auf fast gleichem Niveau wie im Vorjahr geblieben (Rückgang um nur 12 TEUR, -3,4%). Dafür haben wir aber eine signifikante Senkung der Rückstellungen für Royalties (-42 %, 1.041 TEUR) sowie der Rückstellungen für Consulting (-100 %, 31 TEUR) und Rechts- und Beratungsdienstleistungen (-100 %, 25 TEUR) verzeichnet. Die Rückstellungen für Buchhaltung sind hingegen im Vergleich zu 2022 um 17 % gestiegen (+ 18 TEUR). Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrug zum Bilanzstichtag 16,0 Mio. EUR (i. V. 14,7 Mio. EUR) und ist somit moderat gestiegen im Vergleich zum Niveau des passiven Rechnungsabgrenzungspostens aus dem Vorjahr. Dies hängt mit der forcierten Änderung des Geschäftsmodells vom Verkauf der (Perpetual-)Lizenzen zu Subscription- und Cloud-Dienstleistungen zusammen und ist somit auf zeitliche Verschiebungen der realisierbaren Umsätze sowie auf die Erhöhung der Abgrenzung von Wartungserlösen zurückzuführen. Das Eigenkapital der Gesellschaft ist nach wie vor negativ (-26,2 Mio. EUR) und hat sich durch das positive Jahresergebnis 2023 im Vergleich zu 2022 um 7 % verbessert (-28,1 Mio. EUR). Die Existenz der Gesellschaft ist aufgrund des rein bilanziellen Hintergrunds des negativen Eigenkapitals und der Tatsache, dass dieses nicht aus dem operativen Geschäft resultiert, in keiner Weise gefährdet. Darüber hinaus ist die Finanzierung der Gesellschaft über eine Patronatserklärung der Muttergesellschaft bis zu einer Höhe von 40,0 Mio. EUR abgesichert. Die Zusage ist vorerst bis zum 31. Dezember 2026 befristet. Die Informatica GmbH verfügt, wie in den Vorjahren, über keinerlei Bankverbindlichkeiten. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich aus eigenen Mitteln bzw. über die Muttergesellschaft und die Gruppe. Nicht bilanzierte Vermögenswerte Nicht bilanzierte (immaterielle) Vermögenswerte bilden bei der Informatica GmbH die Grundlage für unseren gegenwärtigen und zukünftigen Erfolg. Hierbei handelt es sich um Vermögenswerte, die nach geltenden Rechnungslegungsvorschriften nicht oder nicht mit ihren Zeitwerten bilanziert werden dürfen. Hierzu gehören beispielsweise der Kundenstamm, die Kundenbeziehungen, die Mitarbeiter und ihr Knowhow sowie das Partnernetzwerk. Mitarbeiter Die Zahl der Beschäftigten zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres ist auf 159 Mitarbeiter gesunken (einschließlich Auszubildender, Praktikanten, Diplomanden und Werkstudenten, jedoch ohne Geschäftsführer) im Vergleich zum Vorjahr (170). Investitionen Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 beliefen sich die Investitionen auf 0,2 Mio. EUR, die vollständig die betriebliche Hard- und Softwareausstattung betrafen. Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements Die Informatica Gruppe verfügt über ein zentrales Finanzmanagement zur konzernweiten Liquiditätssteuerung sowie zum Zins- und Währungsmanagement. Hauptziel des Finanzmanagements ist die Sicherstellung einer Konzernmindestliquidität, um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit der Konzerngesellschaften zu gewährleisten. Die liquiden Mittel werden konzernweit zusammengefasst, überwacht und nach einheitlichen Grundsätzen investiert. Ein hoher Bestand an liquiden Mitteln als strategische Liquiditätsreserve verbessert die Flexibilität, Sicherheit und Unabhängigkeit. Wirtschaftliche Lage zum Geschäftsjahresende Die Folgen der globalen Krisen belasteten die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 zunehmend. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 um 0,3 % im Vergleich zum Jahr 2022 gesunken. Kalenderbereinigt ging das BIP um 0,1 % zurück. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Zwar lag das BIP im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,7 % über dem der Vor-Corona-Zeit im Jahr 2019, jedoch kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung, nach wie vor im krisengeprägten Umfeld, ins Stocken (Quelle: Destatis, Website, Pressekonferenz 15. Januar 2024). Das bedeutet, dass im Vergleich zum Jahr 2022 und der Weltwirtschaft, ist die deutsche Volkswirtschaft in eine deutliche Abschwächung bis hin zu einer Rezession geraten. Auch die Prognosen für 2024 und 2025 bringen keine Entspannung der wirtschaftlichen Situation. Laut ifo Institut (Quelle: ifo Webseite, Konjunkturprognose 2024) wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr voraussichtlich um 0,1 % gegenüber dem Vorjahr zurückgehen. Damit tritt die deutsche Wirtschaft seit nunmehr fünf Jahren auf der Stelle. Digitalisierung, Dekarbonisierung, Demografie und Globalisierung erfordern einen Umbau der Produktionsstrukturen, bei dem etablierte Geschäftsmodelle verschwinden und neue Produktionskapazitäten entstehen. Die wirtschaftlichen Analysen sind in solchen Phasen mit einer hohen Prognoseunsicherheit behaftet. Denn aus der Veränderung wirtschaftlicher Kennzahlen lässt sich nicht unmittelbar ablesen, ob es sich um vorübergehende konjunkturelle Schwankungen oder um eine dauerhafte Neuausrichtung der Produktionskapazitäten und damit um eine strukturelle Anpassung handelt. Risiko- und Chancenbericht Marktrisiken Der Ausbruch der Covid-19-Pandemie im Jahr 2020 und das Fortdauern der Pandemie im Jahr 2021 haben zu einer Abschwächung der Konjunktur sowohl weltweit als auch in Deutschland geführt. Diese Abschwächung, verstärkt durch den Ausbruch des Ukraine-Kriegs im Jahr 2022 und die massive Erhöhung der Energiepreise, dauert bis heute an und hat einen negativen Einfluss auf die Entwicklung der wirtschaftlichen Situation in Deutschland. Dies hat die direkte Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflusst. Zwar hatte die Corona-Pandemie aus heutiger Sicht speziell auf unser Geschäft im Jahr 2023 keinen direkten Einfluss, ganz im Gegenteil: Viele Firmen investieren nunmehr verstärkt, um Prozesse elektronisch abzubilden und zum Beispiel den Mitarbeitern die Arbeit von zuhause zu ermöglichen. Nichtsdestotrotz hat die andauernde Abschwächung der Konjunktur in Deutschland direkte und negative Auswirkungen auf die Entwicklung unseres Geschäfts, da unsere Kunden vermehrt die Investitionsmittel begrenzen bzw. momentan einfrieren. Unverändert bestehen im Bereich der Risiken solche, die mit Mitbewerbern bzw. Konkurrenzprodukten zu tun haben. Es kann zu einem Preiskampf auf dem Markt kommen oder es werden neue, noch bessere Produkte auf den Markt gebracht. In beiden Fällen könnte die gute Position der Informatica-Gruppe gefährdet sein. Um einer potenziell negativen Entwicklung entgegenzuwirken, werden entsprechende Maßnahmen eingeführt, wie zum Beispiel die ständige Weiterentwicklung der vorhandenen Produkte oder die Einführung neuer Produkte. Ertragsorientierte Risiken Da unsere Produkte und Dienstleistungen echte Kosten- und Wettbewerbsvorteile bieten, gehen wir davon aus, dass unsere leistungswirtschaftlichen Risiken tendenziell eher sinken werden. Zu dieser Erkenntnis kommen wir durch die Beobachtung der Marktentwicklung, in dem unsere Kunden agieren. Sowohl der ständige Zwang zur Digitalisierung der Geschäftsprozesse zur Effizienzsteigerung als auch der unendliche Bedarf an Informationen kann mit den Produkten der Informatica-Gruppe gedeckt werden. Daher sind wir zuversichtlich, dass wir unsere Marktposition weiter nachhaltig festigen und die geplanten Umsätze realisieren können. Wir erwarten, dass wir unsere Marktanteile kurz- und mittelfristig weiter ausdehnen können. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der stabilen Liquiditätssituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Durch die Einbindung in die Informatica-Gruppe können im Bedarfsfall Intercompany-Darlehen gewährt und in Anspruch genommen werden. Währungsrisiken bestehen aufgrund der überwiegend nationalen Beauftragung in Euro-Valuta nicht. Die Liquiditätslage ist sehr gut, und es sind keine Engpässe zu erwarten. Die seit 2017 laufende Betriebsprüfung für die Veranlagungszeiträume 2013 bis 2016 wurde im Jahr 2024 beendet. Es gab keine Beanstandungen seitens des Finanzamtes, und im Abschlussbericht wurden keine Steuernachzahlungen festgehalten. Somit hat das Finanzamt die ursprüngliche Bewertung der an die Muttergesellschaft in den USA übertragenen von IP-Rechten im Jahr 2013 vollständig akzeptiert. Chancenbericht Unsere hohen Qualitäts- und Innovationsansprüche setzen wir durch interne Ablauf- und Qualitätskontrollen sowie durch die Weiterbildung unserer Mitarbeiter um. Die Gruppe wird auch in Zukunft, wie bereits in der Vergangenheit, viel Geld in die Entwicklung bestehender Produkte sowie in neue Technologien investieren, um dem Wettbewerb am Markt voraus zu sein und den Kundenkreis weltweit und in Deutschland weiter auszubauen. Weitere Chancen bestehen bereits heute durch die Investitionen in die Entwicklung cloudbasierter Produkte, die gleichzeitig mit Kl-Lösungen ausgestattet sind. Die Informatica Gruppe gehört aktuell zu Weltmarktführer im Bereich Big Data Management Software, die die Kl-Lösungen in den eigenen Produkten erfolgreich integriert hat. Gesamtaussage Die Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir in einem schwierigen Markt- und Wettbewerbsumfeld. Die Erwartungen für die Folgejahre werden tendenziell als wachstumsorientiert eingeschätzt, basierend auf Produktinnovationen und Portfolioerweiterungen, unter anderem auch durch weitere Akquisitionen der Muttergesellschaft. Vor dem Hintergrund der finanziellen Stabilität der Informatica-Gruppe sehen wir uns für die Bewältigung künftiger Risiken, wie zum Beispiel die Abschwächung der Konjunktur, gut gerüstet. Entscheidend hierbei ist die seit ein paar Jahren initiierte Umstellung des Geschäfts vom Verkauf der Lizenzen auf das Subscription- und Cloud-Modell. Dadurch entstehen unsere Umsätze inzwischen überwiegend aus dem sogenannten Renewal-Geschäft im Bereich Software-Subscription/Cloud und Wartung. Somit erreichen wir ein hohes Niveau der Unabhängigkeit von Ereignissen, wie beispielsweise der Corona-Krise, und können die Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, auf ein Minimum reduzieren. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Die Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Prognosebericht Um die weitere positive Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen, werden wir die Kundenakquise durch eine gezielte Verstärkung unseres Vertriebs weiterhin forcieren. Außerdem wollen wir unser Partnernetzwerk, etwa mit Unternehmen wie Accenture oder Deloitte, erweitern, um mehr Kunden zu erreichen und besser auf die Bedürfnisse der Bestandskunden einzugehen. Wir haben die erste Phase des Umbaus vom klassischen Verkauf der Softwarelizenzen auf ein Modell mit Software-Subscription und Cloud-Dienstleistungen erfolgreich abgeschlossen. In den nächsten Jahren wollen wir vor allem den Anteil der Cloud-Produkte weiter ausbauen. Dies wird uns Planungssicherheit auch in Krisenzeiten bieten, da es sich hierbei um langfristige und wiederkehrende Verträge handelt und nicht um Einmaleffekte aus dem Verkauf von Lizenzen. Trotz globaler Konflikte, wie dem Krieg in der Ukraine oder den politischen Spannungen in Asien, sind wir zuversichtlich, dass wir unseren Plan vollständig realisieren können. Die vorangetriebene Umstellung des Geschäfts vom Lizenzverkauf oder Subscriptiongeschäft auf das Cloud-Modell gibt uns die Gewissheit, die geplanten Umsätze zu erreichen. Die bisher erzielten Umsätze im Jahr 2024 (noch nicht geprüft, EUR 61,1 Mio.) bestätigen diese Entwicklung und stärken unsere Überzeugung, die geplanten Ziele zu erreichen. Auf Basis der vorläufigen Zahlen erwarten wir ein deutlich höheres Jahresergebnis von EUR 2,8 Mio. und eine zum Vorjahr vergleichbare operative EBIT-Marge. Für das Jahr 2025 planen wir einen moderaten Umsatzanstieg gegenüber dem Jahr 2024 von 10% durch Abschluss von neuen Geschäften und der weiter voranschreitenden Umstellungen auf das Cloud-Modell, was zu einem entsprechenden Anstieg der gesamten Umsätze sowie auch zu einer leichten Zunahme der operativen EBIT-Marge bzw. des Jahresergebnisses führen sollte. Die Zukunft des Unternehmens über das Jahr 2023 hinaus beurteilen wir als sehr positiv, und die Existenz ist in keiner Weise gefährdet. Als Marktführer verfügt das Unternehmen über eine hervorragende Technologie im Bereich der Datenintegrationssoftware, was angesichts des andauernden Digitalisierungsprozesses ein sehr großes Wachstumspotenzial bietet.
Stuttgart, 30. April 2025 Jacek Pawel Witomski, Geschäftsführer Stuart Robson, Geschäftsführer Nicholas Smith, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Informatica GmbH, Stuttgart Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Informatica GmbH, Stuttgart, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Informatica GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 30. April 2025 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Uwe Fiedler, Wirtschaftsprüfer Michael Rutz, Wirtschaftsprüfer |
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