WGB Invest GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sebastian Rehn seit 29.7.2020 | Geschäftsführer |
Tino Glaschke seit 29.7.2020 | Geschäftsführer |
Felix Alber seit 16.1.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Felix AlberWhiteGreyBlack GmbH | 40.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Rieker Investment GmbH | 60.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Radeberger Fleisch- und Wurstwaren Korch GmbHRadebergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben Der Sitz der Radeberger Fleisch- und Wurstwaren Korch GmbH ist Radeberg. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 37319 im Handelsregister des Amtsgerichts Dresden eingetragen. Der Jahresabschluss 2023 ist nach handelsrechtlichen Vorschriften unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Gemäß § 267 Abs. 3 HGB ist die Gesellschaft als große Kapitalgesellschaft einzustufen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Das Gliederungsschema der Bilanz (§ 266 HGB) wurde auf der Passivseite gemäß § 265 Abs. 5 HGB um die Position "Sonderposten für Investitionszuschüsse" erweitert. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. 2.1. Immaterielle Vermögensgegenstände Die Bewertung der entgeltlich erworbenen Lizenzen erfolgt mit Anschaffungskosten nach Abzug der linearen Abschreibung. 2.2. Sachanlagen Die Vermögensgegenstände sind mit Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibungen entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer (3-12 Jahre) bewertet. Im Jahr der Anschaffung/Herstellung eines Anlagegegenstandes erfolgt die Abschreibung monatsgenau ab dem Monat der Anschaffung/Herstellung (pro rata temporis). Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von 250,00 € werden im Geschäftsjahr 2023 voll als Aufwand berücksichtigt. Die Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von 251 € bis 1.000,00 €, die als Pool-Wirtschaftsgüter erfasst wurden, werden über fünf Jahre abgeschrieben. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem Anlagespiegel in Anlage A zu entnehmen. 2.3. Finanzanlagen Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. 2.4. Vorräte Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. mit den niedrigeren beizulegenden Werten. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Die Herstellungskosten beinhalten Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens. 2.5. Forderungen und Finanzkonten Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die Finanzkonten werden zum Nennwert angesetzt. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos wird auf nicht einzelwertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine pauschale Wertberichtigung in Höhe von 1 % gebildet. Die Forderungen haben grundsätzlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten mit den im Folgejahr abziehbaren Vorsteuerbeträgen antizipative Beträge in Höhe von TEUR 51 (Vj. TEUR 71). 2.6. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 2.7. Sonderposten für Investitionszuschüsse Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wird in Höhe der erhaltenen Zuschüsse der öffentlichen Hand angesetzt und über die Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagengegenstände zu Gunsten der sonstigen betrieblichen Erträge ergebniswirksam aufgelöst. Der Ansatz des Sonderpostens in der Bilanz erfolgte nach § 265 Abs. 5 HGB sowie in Übereinstimmung mit der Stellungnahme des Hauptfachausschusses des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. 1/1984 i. d. F. von 1990 "Bilanzierungsfragen bei Zuwendungen, dargestellt am Beispiel finanzieller Zuwendungen der öffentlichen Hand". 2.8. Rückstellungen Die Rückstellungen wurden für erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten gebildet und in der Höhe bemessen, wie sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Der Ansatz der Rückstellungen erfolgt mit den Erfüllungsbeträgen unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristenkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins. Wesentliche sonstige Rückstellungen bestehen zum Stichtag in Höhe von TEUR 285 (Vj. TEUR 302) für Personalkosten, in Höhe von TEUR 63 (Vj. TEUR 66) für Rückbauverpflichtungen, in Höhe von TEUR 52 (Vj. TEUR 51) für Abschluss- und Prüfungskosten sowie für ausstehende Mietnebenkosten in Höhe von TEUR 33 (Vj. TEUR 35). 2.9. Verbindlichkeiten Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgt mit ihren Erfüllungsbeträgen. Die Restlaufzeiten ergeben sich wie folgt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 3.748 (Vj. TEUR 5.325) durch Sicherungsübereignungen von Inventar und Einrichtungen sowie Globalzession der Forderungen besichert. 2.10. Passive latente Steuern Der ausgewiesene Überhang passiver latenter Steuern beruht auf Differenzen zwischen dem handelsrechtlichen und dem steuerrechtlichen Bilanzansatz bei den Beteiligungen. Insgesamt ergibt sich hieraus ein Überhang passiver latenter Steuern in Höhe von TEUR 474. Bei der Bewertung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 20,5 % zugrunde gelegt. 2.11. Derivative Finanzinstrumente Im Geschäftsjahr existieren drei Zinsswaps zur Absicherung künftiger Zahlungsströme aus variabel verzinsten (3-Monats-EURIBOR) Darlehen. Den Zinssatzswaps liegen Grundgeschäfte mit vergleichbarem, gegenläufigem Risiko (Micro-Hedge) zu Grunde. Die mit der aus Grund- und Sicherungsgeschäft gebildeten Bewertungseinheiten nach § 254 HGB gesicherten Kreditvolumina betragen zum Bilanzstichtag:
Die Regelungen zur Bildung einer Bewertungseinheit zur kompensatorischen Bewertung der Sicherungsbeziehung werden angewandt. Auf Grund der Betragsidentität und Kongruenz von Laufzeit, Zinssatz, Zinsanpassungs- bzw. Tilgungstermin gleichen sich die gegenläufigen Wertänderungen bzw. Zahlungsströme während der Laufzeit von Grund- und Sicherungsgeschäft aus. Die Marktwerte der Zinsswaps betragen zum Stichtag:
Die positiven Marktwerte der Swaps sind der aktuellen Zinslage und den kurzen Restlaufzeiten geschuldet. Eine vorzeitige Ablösung/Glattstellung der Swaps ist nicht beabsichtigt. 2.12. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Für die Gesellschaft bestehen Avalrahmen für Derivate, erhaltene Fördermittel und für sonstige Finanzierungen und Mietavale in Höhe von insgesamt TEUR 2.250 (Vj. TEUR 2.250). Die Avalrahmen werden am Stichtag in Höhe von TEUR 408 (Vj. TEUR 335) in Anspruch genommen. Ein Haftungsrisiko wird aufgrund der positiven wirtschaftlichen Zukunftsaussichten als gering eingeschätzt. Daneben bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus langjährigen Miet- und Pachtverträgen in Höhe von TEUR 4.306 (Vj. TEUR 4.987) sowie aus offenen Bestellungen am 31.12.2023 in Höhe von TEUR 298 (Vj. TEUR 255). 3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsätze in Höhe von TEUR 47.276 (Vj. TEUR 49.119) wurden in Höhe von TEUR 36.011 (Vj. TEUR 36.970) mit dem Stammbetrieb und in Höhe von TEUR 11.264 (Vj. TEUR 12.149) mit dem Filialgeschäft erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Beträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse in Höhe von TEUR 62 (Vj. TEUR 88). 4. Sonstige Angaben 4.1. Mitarbeiter Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten beträgt:
4.2. Organe Im Geschäftsjahr 2023 waren zum Geschäftsführer bestellt: • Herr Felix Alber, Dipl.-Kaufmann, Dresden • Herr Tino Glaschke, Dipl.-Ingenieur, Dresden • Herr Sebastian Rehn, Vertriebsleiter, Dresden Unter Bezugnahme auf § 286 IV HGB wird auf die Angabe der Vergütung der Geschäftsführung verzichtet. 4.3. Abschlussprüferhonorar Dem Abschlussprüfer der Radeberger Fleisch- und Wurstwaren Korch GmbH werden für das Geschäftsjahr 2023 die folgenden Gesamthonorare gezahlt: • Abschlussprüfungsleistungen 31 T€ 4.4. Konzernabschluss Die Radeberger Fleisch- und Wurstwaren Korch GmbH, Radeberg, wird in den Konzernabschluss ihres Mehrheitsgesellschafters, der Rieker Investment GmbH, Tuttlingen, einbezogen (kleinster Kreis von Unternehmen). Der Konzernabschluss der Rieker Investment GmbH, Tuttlingen wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. Die Rieker Investment GmbH, Tuttlingen, wird in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens des Rieker-Konzerns, der Rieker Finance Group Holding AG, Reiden/Schweiz, einbezogen (größter Kreis von Unternehmen). Der Konzernabschluss der Rieker Finance Group Holding AG, Reiden/Schweiz ist an deren Sitz erhältlich. 4.5. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ereignet. 4.6. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 mit dem Gewinnvortrag zu verrechnen und auf neue Rechnung vorzutragen.
Radeberg, 17. April 2024 Felix Alber, Geschäftsführer Sebastian Rehn, Geschäftsführer Tino Glaschke, Geschäftsführer Feststellungs- und ErgebnisverwendungsbeschlussDie Gesellschafterversammlung hat am 24. September 2024 den vorgelegten, geprüften Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt. Es wurde beschlossen, den Jahresüberschuss 2023 mit dem Gewinnvortrag zu verrechnen und auf neue Rechnung vorzutragen. Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen der Gesellschaft Gegenstand des Unternehmens ist die Verarbeitung von Fleisch- und Wurstwaren am Standort Radeberg und deren Vertrieb. Der Verkauf erfolgt an fremde Wiederverkäufer und durch die eigens betriebenen Fleischereifachgeschäfte an Verbraucher. Im Geschäftsjahr 2023 wurden durch die Gesellschaft insgesamt 18 Verkaufsfilialen (Vj. 19) in Dresden und im ostsächsischen Raum betrieben. Eine davon wurde nach Auslaufen des Mietvertrages geschlossen. Die Gesellschaft hat eine EG-Zulassung für den innergemeinschaftlichen Handel als Zerlege- und Verarbeitungsbetrieb entsprechend der Richtlinien der Europäischen Gemeinschaft mit der Veterinärkontrollnummer EV/EZ 1255. Die GmbH ist nach dem International Featured Standards (IFS) Food Version 7 zertifiziert und erfüllt die Anforderungen auf höherem Niveau in der Produktkategorie 1 (Fleisch, Geflügel und Fleischprodukte) und in der Kategorie 7 (Kombinierte Produkte). Ein Energiemanagementsystem nach der Norm DIN EN ISO 50001:2018 wird für die energierelevanten Prozesse im industriellen Bereich, der im Zusammenhang mit der Produktion von Fleisch- und Wurstwaren und Vermarktung dieser Produkte steht, betrieben. Die für die Gesellschaft bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens sind der Rohertrag sowie das Jahresergebnis. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Fleischproduktion in Deutschland ist 2023 erneut deutlich gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, produzierten die gewerblichen Schlachtunternehmen im letzten Jahr nach vorläufigen Ergebnissen 6,8 Millionen Tonnen Fleisch. Das waren 4,0 % oder 280.200 Tonnen weniger als 2022. Damit sank die inländische Fleischproduktion seit ihrem Höchststand im Jahr 2016 (8,25 Millionen Tonnen) im siebten Jahr in Folge. Nach vergleichsweise leichten Rückgängen ab 2017 war die Fleischproduktion im Jahr 2022 um 8,1 % gegenüber dem Vorjahr gesunken, nun ging die Fleischproduktion 2023 nochmals deutlich zurück. Insgesamt wurden 2023 in den Schlachtbetrieben 47,9 Millionen Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde sowie 702,2 Millionen Hühner, Puten und Enten geschlachtet. Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland ist in den Jahren von 2020 bis 2023 um rund 3 % oder 7.800 auf 255.000 Betriebe gesunken. Damit hielt der Strukturwandel in der Landwirtschaft hin zu weniger, aber dafür größeren Betrieben an. In rund 161.700 Betrieben wurden zum Stichtag 1. März 2023 Tiere gehalten. Im Vergleich zum Jahr 2020 entspricht dies einem Rückgang von etwa 4 % oder 7.100 tierhaltenden Betrieben. 2.2 Geschäftsverlauf Mit einem Jahresdurchschnittspreis von ca. 2,26 EUR/kg (ISN) wurde das Vorjahresniveau für Schweinefleischpreise erneut deutlich überschritten (2022: 1,81 EUR/kg). Mit einem Wert von 2,50 EUR/kg hat der ISN im Juli einen neuen 10-Jahres-Höchstwert markiert. Ab KW 6 lag der ISN dauerhaft über dem letztjährigen 10-Jahreshoch. Dem entsprechend mussten wir am Anfang des zweiten Quartals 2023 Preiserhöhungen durchsetzen. Die Hoffnung auf eine Normalisierung schwand bereits Anfang des Jahres mit Beginn der erneuten Preissteigerungen im Rohstoffbereich. Trotz Preisrückgang im Energiesektor führten andere hohe Preise in fast allen Lebenslagen (Kraftstoff, Lebensmittel, Dienstleistungen etc.) beim Kunden zu monetären Zwangslagen, so dass der Absatz mit dem LEH insgesamt rückläufig war. Ein gleiches Bild zeichnete sich in den Filialen ab, der sinkende Absatz wurde nur durch die Preiserhöhung aufgefangen. Der innerbetriebliche Absatz sank auf 789,1 to (Vj. 919,7 to). Die Gesamtleistung ist in 2023 mit TEUR 47.276 insgesamt um TEUR 1.843 niedriger als 2022 (TEUR 49.119), wobei die Verkaufsmenge um 567 to zurückgegangen ist. Die Preiserhöhungen haben die Absatzminderung abgefedert. Das handelsrechtliche Ergebnis vor Steuern ist auf TEUR 4.165 (Vj. TEUR 4.714) zurück gegangen. 2.3 Personalentwicklung Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl ist mit 338 gegenüber dem Vorjahr (364) gesunken. Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 2,5 Auszubildende (Vj. 3) im Unternehmen beschäftigt. Im Jahr 2023 hat eine Auszubildende ihre Lehrstelle bei uns angetreten, zwei haben sie vorfristig beendet. Eine Auszubildende hat ihre Lehre abgeschlossen und wurde übernommen. 3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 3.1 Ertragslage Die Handelsumsätze haben sich gegenüber 2022 um TEUR 959 vermindert. Verringert haben sich auch die Umsätze in den bestehenden Filialen aufgrund der Schließung eines Standortes im September 2022 und eines weiteren im April 2023 (TEUR -885 zum Vj). Bereinigt um die Schließungen haben sich die bestehenden Filialen aber positiv entwickelt (TEUR +479). Der Materialaufwand blieb stabil bei TEUR 22.449 (Vj. TEUR 22.397), verteuerte sich aber im Verhältnis zur Gesamtleistung um 2,0%. Die Personalkosten haben sich mit TEUR 12.025 (Vj. TEUR 11.926) erhöht. Dies wurde trotz Rückgang der Mitarbeiteranzahl durch die Lohnsteigerungen beeinflusst. Die Abschreibungen haben sich planmäßig auf TEUR 1.337 (Vj. 1.551) vermindert, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind ebenfalls um TEUR 2.019 vor allem auf Grund niedrigerer Energiekosten gesunken. Das Jahresergebnis hat sich mit geringeren Umsätzen, trotz überproportional gesunkener sonstiger betrieblicher Aufwendungen aber bei gleichbleibenden absoluten Materialkosten verringert. Das Geschäftsjahr 2023 wurde mit einem Jahresüberschuss von TEUR 2.900 (Vj. TEUR 3.194) abgeschlossen. Insgesamt stellt sich die Geschäftsentwicklung trotzdem als positiv dar. Das im Vorjahr für das Geschäftsjahr 2023 prognostizierte Jahresergebnis wurde wegen der damals nicht final abzuschätzenden Auswirkungen der geopolitischen Lage in Europa und Nahost und der Auswirkungen von ASP auf die Rohstoffentwicklung nicht erreicht. 3.2 Finanzlage Sämtlichen Zahlungsverpflichtungen konnte ganzjährig nachgekommen werden. Die vereinbarten Zahlungsziele wurden von den Kunden im Wesentlichen eingehalten, Forderungsausfälle waren nicht zu verzeichnen. Für das Geschäftsjahr 2023 ergibt sich folgende Cash-Flow-Rechnung:
3.3 Vermögenslage Das Vermögen setzt sich am Stichtag wie folgt zusammen.
Die Erhöhung des Anlagevermögens um TEUR 15.916 ist im Wesentlichen auf den Beteiligungserwerb an der Wein Group zurückzuführen. Planmäßigen Abschreibungen und Abgänge in Höhe von TEUR 1.487 stehen Zugänge in Höhe von TEUR 1.841 gegenüber. Der Vorratsbestand beträgt zum Stichtag TEUR 2.104 und ist TEUR 514 niedriger als im Vorjahr, welche auf die Preisveränderungen zurückzuführen ist, ansonsten bewegt er sich aber im Rahmen der stichtagsbedingten Schwankungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Bilanzstichtag mit TEUR 4.420 um TEUR 16 gegenüber dem Vorjahr gesunken und mittlerweile bis auf zweifelhafte Forderungen in Höhe von TEUR 44 vollständig beglichen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.685 auf TEUR 1.550 gemindert. Der Rückgang der Rückstellungen ist im Wesentlichen auf die Minderung der sonstigen Rückstellungen um TEUR 108 infolge gesunkener debitorischer Kosten zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind zum Bilanzstichtag mit TEUR 1.085 um TEUR 395 niedriger gegenüber dem Vorjahr. Dies ist im Wesentlichen mit der Vorratsbestandsminderung zum Vorjahr zu erklären. Die Fremdkapitalquote der Gesellschaft beträgt unter Einbezug von 30 % des Sonderpostens für Investitionszuschüsse 54,1 % (Vj. 39,9 %). Die Gesellschaft ist im Wesentlichen durch Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 11.619 (Vj. TEUR 0) sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 3.748 (Vj. TEUR 5.325) finanziert. Diese sind in Höhe von TEUR 2.819 bzw. TEUR 1.354 als kurzfristig einzustufen. Die festen oder im Einzelfall durch Zinsswap-Vereinbarung in der Höhe begrenzten Zinssätze betragen zwischen -1,4 % und 6,6 %. 4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 4.1 Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2024 planen wir mit einer leichten Umsatzsteigerung bei einem entsprechend wachsendem Rohertrag und moderat steigendem Jahresergebnis, wobei die Auswirkungen der geopolitischen Lage in der Welt verbunden mit Rohstoffmangel bzw. Rohstoffpreissteigerungen aber auch Lieferkettenunterbrechungen und ihre Dauer nicht final abgeschätzt werden können. Die Schweinehaltung geht in der EU in diesem Jahr voraussichtlich weiter zurück. Für Deutschland wird ein überdurchschnittliches Minus erwartet. Schweinehalter können im Jahr 2024 mit hohen Preisen rechnen. Ein knappes Angebot in Europa und stabile Absätze dürften die Schweine- und Ferkelpreise in der EU hoch halten - die Personalsituation bleibt weiterhin angespannt. 4.2 Chancenbericht Die in letzten Jahren bereits prognostizierte Konzentration unter Herstellern haben auch wir genutzt, um uns stärker aufzustellen. Zum 1. Januar 2023 beteiligten wir uns an der Hermann Wein Gruppe. Während sich Original Radeberger Premium Lachsschinken insbesondere in Ostdeutschland hoher Beliebtheit erfreut, ist die Herrmann Wein Gruppe mit ihrem Schwarzwälder Schinken Marktführer in Deutschland. Mit dem Zusammenschluss stellen wir uns beide als Schinken-Spezialisten nachhaltig und zukunftsfähig auf. Nur durch eine Zusammenlegung von Ressourcen, Wissen und Einkaufsvolumen können mittelständische Schinken- und Wurst-Produzenten ihre Synergien nutzen und die Effizienz steigern, um weiterhin am Markt bestehen zu können. Wir legen daher nun unseren Fokus auf eine Optimierung der Produktionsprozesse und den kompletten Einkauf. Maßgeschneiderte Lösungen, ganz nach den Anforderungen unserer Kunden, werden weiterhin zu einem deutlichen Anstieg bei Aktionsaufträgen führen. Die Regionalität als Verkaufsargument ist auch für uns eine weitere Chance und wird in der Breite der Handelslandschaft zunehmen. 4.3 Risikobericht Alle wissentlich bestehenden Risiken werden regelmäßig betrachtet und eingeschätzt. Ein Teil der Risiken, wie Produkt-, Betriebs- und Umwelthaftung sind versichert. Im Rahmen der Zertifizierung nach dem International Featured Standard Food 7 sind entsprechende Notfallprozeduren aufgestellt. Risiken der künftigen Entwicklung ergeben sich aber vor allem aus Folgen der geopolitischen Situation weltweit, in Folge dessen sich Fracht- und Rohstoffkosten deutlich erhöht haben. Endverbraucherpreise müssen angehoben werden und drohen erneut Kaufschwellen zu überschreiten. Ein weitaus größerer Anteil der Verbraucher wird aus Einkommensgründen gezwungen sein, auf billigere Einstiegsprodukte umzusteigen. Tierseuchen, Logistik und Handelsfragen sowie der Anspruch auf Tierwohl bestimmen wesentlich die Entwicklung am globalen Schweinemarkt. Die Preisentwicklung für Schweinefleisch ist entsprechend zunehmend schwer einzuschätzen. Aus diesem Grund sind ein ständiges Monitoring und eine intensive Kommunikation mit den Handelspartnern essentiell. Im Berichtsjahr sowie auch aus heutiger Sicht sind aber keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden oder die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wesentlich beeinträchtigen könnten.
Radeberg, 17. April 2024 Felix Alber, Geschäftsführer Sebastian Rehn, Geschäftsführer Tino Glaschke, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Radeberger Fleisch- und Wurstwaren Korch GmbH, Radeberg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Radeberger Fleisch- und Wurstwaren Korch GmbH, Radeberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Radeberger Fleisch- und Wurstwaren Korch GmbH, Radeberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, den 17. April 2024 Grant
Thornton AG
Jens Gerlach, Wirtschaftsprüfer Frank Smyreck, Wirtschaftsprüfer |
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