Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRB 30190
Eingetragen
17.3.2017
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenArchitekturbüros für Hochbau
Gegenstand
Die Gesamtabwicklung und Herstellung von Bauvorhaben jeder Art im In- und Ausland sowie der Handel mit Baustoffen, Bauteilen und sonstigen Artikeln der Baubranche. Die Gesellschaft ist zudem berechtigt, andere Erzeugnisse herzustellen, zu bearbeiten, zu erwerben und zu vertreiben. Sie darf Dienstleistungen aller Art ausführen, andere Unternehmen erwerben und sich an anderen Unternehmen beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Florian Lob
seit 7.1.2022
Prokura
Andreas Temmen
seit 29.3.2021
Prokura
Jens Böhm
seit 8.3.2021
Geschäftsführer
Torben Mike Stumpe
seit 8.3.2021
Geschäftsführer
Niklas Schiffmann
seit 12.9.2019
Prokura
Henning Timmer
seit 2.7.2019
Prokura
Stefan Conrad
seit 2.7.2019
Prokura
Ralf Kotbusch
seit 2.7.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
MBN GmbHEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
MBN GmbH
Germany
500.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MBN GmbH

Georgsmarienhütte

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernlagebericht für das Jahr 2022

Inhalt

1. Grundlagen des Konzerns

a. Allgemeines

b. Geschäftsmodell des Konzerns

c. Ziele und Strategien

2. Wirtschaftsbericht

a. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

b. Geschäftsverlauf

c. Lage: Ertrags-, Finanz- (Kapitalstruktur, Investitionen, Liquidität), Vermögenslage

d. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

3. Risikobericht/Chancenbericht (inkl. Risikomanagementsysteme), Prognosebericht

1. Grundlagen des Konzerns

a. Allgemeines

Der Konzern der MBN GmbH (kurz MBN) ist am 30. Juni 2020 durch den Erwerb von 60 % der Aktien der MBN Bau Aktiengesellschaft entstanden. Durch die Verschmelzung der MBN Bau Aktiengesellschaft (kurz: MBN Bau AG) auf die MBN GmbH hat diese den gesamten operativen Geschäftsbetrieb übernommen. Die Verschmelzung erfolgte rückwirkend auf den 1. Januar 2020.

Die MBN GmbH ist zur Aufstellung des Konzernabschlusses nach deutschem Handelsrecht verpflichtet. Soweit im Konzernlagebericht zahlenmäßige Darstellungen erfolgen, beziehen sich diese auf den nach deutschen Vorschriften (HGB) aufgestellten Konzernabschluss.

b. Geschäftsmodell des Konzerns

Als mittelständische Bau- und Immobilienunternehmensgruppe leistet der MBN Konzern, als Rechtsnachfolgerin des MBN Bau AG Konzerns, seit 50 Jahren hohe Qualität in sämtlichen Bereichen des Bauwesens. Tätigkeitsschwerpunkte sind das schlüsselfertige Bauen, das Bauen im Bestand, der Metall- und Fassadenbau, das Facility Management sowie die Projektentwicklung.

Die Kunden des MBN Konzerns setzen sich sowohl aus dem Kreis der öffentlichen als auch der privaten Bauherren zusammen. Ein Großteil der für private Bauherren abgewickelten Projekte betrifft solche namhafter deutscher Industrieunternehmen.

Der Hauptabsatzmarkt des MBN Konzerns ist Deutschland. Daneben wird der gesamte europäische Markt durch Tochtergesellschaften und mittels Joint Ventures abgedeckt.

Die einzelnen Standorte des MBN Konzerns agieren selbstständig am jeweiligen Markt. Jede Niederlassung verfügt über eine gleichartige Aufbau- und Ablauforganisation. Damit ist sichergestellt, dass ein Projekt von der Akquisition bis zur Fertigstellung über einen Standort (Niederlassung) abgewickelt werden kann. Im Bedarfsfall werden größere Projekte durch zwei oder mehr Niederlassungen gemeinschaftlich bearbeitet. Eine Ausnahme bildet die Konzerngesellschaft Rheiner Stahlbau GmbH, die eine eigenständige Aufbau- und Ablauforganisation aufweist.

Der Einkauf von Waren und Leistungen ist an vier Standorten in Georgsmarienhütte, Berlin, Köln und Rheine konzentriert. Die Geschäftsleitung, das Rechnungswesen sowie sonstige Dienstleistungsbereiche sind zentral am Stammsitz in Georgsmarienhütte angesiedelt.

Beinahe 700 Mitarbeiter widmen sich an insgesamt siebtzehn Standorten bundesweit und im Ausland den Projekten. Das Geschäftsjahr 2022 schließt mit einer Mitarbeiteranzahl von 692 (Vorjahr: 666).

c. Ziele und Strategien

Vorrangiges Ziel des MBN Konzerns ist es, für ihre Kunden und andere Stakeholder ein verlässlicher, fairer und technisch innovativer Partner zu sein. Dazu wird konsequent in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter investiert. Damit wird zugleich sichergestellt, dass der MBN Konzern attraktive und sichere Arbeitsplätze bietet.

Daneben wird ein kontinuierliches, organisches Wachstum angestrebt, um den Wert der Unternehmensgruppe zu steigern und den langfristigen und nachhaltigen Konzernerfolg zu sichern. Dabei steht die Kundennähe im Vordergrund, was durch die gezielte regionale Positionierung von Niederlassungen bekräftigt wird. Die Niederlassungen und Konzerngesellschaften finden sich, neben dem Hauptsitz in Georgsmarienhütte, in Berlin, Bonn, Brandenburg/Havel, Düsseldorf, Essen, Hamburg, Hannover, Köln, Leinefelde, Münster, Neu-Isenburg, Rheine, Posznan (PL) und Riga (LT). Zudem bestehen diverse Kooperationen im In- und Ausland.

Einen wesentlichen Beitrag zur Konzernstrategie soll auch der Bereich der Projektentwicklung liefern, weshalb das Engagement in diesem Bereich nachhaltig gestärkt wird.

Die Ziele des MBN Konzerns werden für einen Zeitraum von drei Jahren definiert und regelmäßig an die aktuelle Unternehmenspolitik angepasst.

2. Wirtschaftsbericht

a. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ist das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt im Jahr 2022 um 1,8 % gewachsen. Preis- und kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 1,9 %. Der Blick auf die einzelnen Quartale zeigt, dass trotz schwieriger weltwirtschaftlicher Rahmenbedingungen (Corona-Pandemie, Material- und Lieferengpässe, Ukraine-Krieg, steigende Preise, Fachkräftemangel) die Wirtschaftsleistung weiter zunahm. Während das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal 2022 im Vorjahresvergleich um 3,9 % stieg, nahm es in den darauffolgenden zwei Quartalen um 1,7 % bzw. um 1,3 % zu. In den ersten drei Quartalen wurde die Wirtschaftsleistung vorrangig von den privaten Konsumausgaben getragen. Im vierten Quartal war das BIP preisbereinigt um 0,5 % höher als im Vorjahreszeitraum, aber um 0,2 % niedriger als im dritten Quartal.

Der Blick auf die Wirtschaftsbereiche zeigt, dass nach dem Wegfall einiger Corona-Schutzmaßnahmen bestimmte Dienstleistungsbereiche profitieren konnten. Insbesondere die Kreativ- und Unterhaltungsbranche konnte Nachholeffekte verzeichnen (+ 6,3 %). Auch Verkehr und Gastgewerbe profitierten von der Aufhebung der Maßnahmen. Zurück ging jedoch die Wertschöpfung im Handel. Das deutsche Baugewerbe war im Jahr 2022 geprägt von hohen Baukosten, Material- und Fachkräftemangel sowie schlechteren Finanzierungsbedingungen. Aus diesem Grund sank die Bruttowertschöpfung um 2,3 %. Auch die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe wurde aufgrund einer eingeschränkten Verfügbarkeit von Vorprodukten, hohen Energiepreise und gestörten internationalen Lieferketten gebremst und lag bei + 0,2 %.

Die wichtigste Wachstumsstütze im Jahr 2022 stellt der private Konsum dar. Dieser nahm preisbereinigt 4,6 % im Vergleich zum Vorjahr zu. Auch die Konsumausgaben des Staates stiegen weiter an (+ 1,1 %).

Im Vergleich zu den zwei vorherigen Corona-Jahren war der Anstieg moderat, da die staatlichen Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie sanken. Mehr Geld gab der Staat jedoch aus, um die Schutzsuchenden aus der Ukraine und anderen Staaten zu verpflegen. Die Bauinvestitionen gingen preisbereinigt um 1,6 % zurück. Andererseits nahm die Ausrüstungsinvestitionen (in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge) preisbereinigt um 2,5 % zu. Auch der Außenhandel verzeichnete einen Zuwachs. Während der Export preisbereinigt um 3,2 % anstieg, nahm der Import preisbereinigt sogar um 6,7 % zu.

Dies führte zu Beschäftigungsverlusten im Gastgewerbe, Verkehr und im Handel. Gleichzeitig nahm die Zahl der Erwerbstätigen im Öffentlichen Dienst, im Bereich Information und Kommunikation sowie im Baugewerbe zu. Insgesamt nahm die Zahl der Erwerbstätigen in 2022 im Vergleich zu 2021 um 1,3 % auf durchschnittlich 45,6 Millionen zu. Dies entspricht einem Anstieg von 589.000 Personen und stellt einen Rekord dar. Der Beschäftigungsaufbau konnte insbesondere in den Dienstleistungsbereichen sowie bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten verzeichnet werden. Leichte Beschäftigungsanstiege wurden auch im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Baugewerbe gemeldet.

Seit 2021 kletterte die Inflationsrate monatlich an. Während die Verbraucherpreise im Januar 2021 noch bei + 1,0 % lagen, wurden im August bereits + 3,9 % verzeichnet. Die Rate stieg bis Dezember 2021 auf + 5,3 % an. Im Jahresdurchschnitt 2021 lag die Inflationsrate damit bei + 3,1 % gegenüber dem Vorjahr. Dies war der stärkste Zuwachs seit fast 30 Jahren (1993: + 4,5 %). Ursächlich waren hierfür insbesondere die stark gestiegenen Energiepreise, die eingeführte CO 2 -Abgabe, gestiegene Kosten für den Transport von Gütern sowie der Basiseffekt. Doch auch im Jahr 2022 setzte sich diese negative Entwicklung fort.

Im Jahresdurchschnitt 2022 haben sich die Verbraucherpreise um 7,9 % gegenüber 2021 erhöht. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes wurde die Teuerungsrate hauptsächlich durch die Preisanstiege für Energieprodukte und Nahrungsmittel seit Beginn des Krieges in der Ukraine getrieben. Damit waren Sondereffekte ursächlich für die hohen monatlichen Inflationsraten. Im Dezember 2022 lag die Inflationsrate bei + 8,6 % und damit unter dem Höchststand von Oktober 2022 (+ 10,4 %). Zeitweise wurden die Preissteigerungen durch Entlastungsmaßnahmen abgemildert (wie beispielsweise dem Wegfall der EEG Umlage, dem 9-Euro-Ticket und dem Tankrabatt). Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verteuerten sich die Energieprodukte um 34,7 % gegenüber dem Vorjahr.

Nach insgesamt acht Jahren mit Finanzierungsüberschüssen verzeichnete der deutsche Staat im Jahr 2020 ein Finanzierungsdefizit in Höhe von 145,2 Milliarden Euro (2019: Überschuss von 52,2 Milliarden Euro). Dieses Finanzierungsdefizit betrug im Jahr 2021 134,3 Milliarden Euro und im Jahr 2022 101,6 Milliarden Euro (rund 33 Milliarden Euro weniger als im Vorjahr). Zwar wurde der Staatshaushalt durch auslaufende Corona-Schutzmaßnahmen entlastet. Doch diese Entlastungen wurden von Belastungen durch die Energiekrise vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs überlagert. Drei Entlastungspakete sollten den hohen Energiepreisen entgegenwirken und Verbraucher*innen unterstützen. Die Staatsausgaben wurden dabei überwiegend vom Bund finanziert (Finanzierungsdefizit des Bundes: - 117,6 Milliarden Euro), während Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen leichte Überschüsse generierten.

Der baugewerbliche Umsatz im Bauhauptgewerbe geht voraussichtlich im Gesamtjahr 2022 real um 5 % zurück. Nominal entspricht dies einem Umsatzplus von 12 %. Der Rückgang lässt sich hauptsächlich zurückführen auf die inflationäre Entwicklung (inklusive Preissteigerungen für Baumaterialien), Zinswende sowie Lieferschwierigkeiten.

Während sich Auftragseingang und Umsatz im ersten Quartal 2022 noch positiv entwickelten (real +4.1 % bzw. + 56% kam es von April bis November zu einer deutlichen Trendwende.

Von Januar bis November ging der preisbereinigte Auftragseingang um 8,3 % zurück (nominal + 2,0 %), der baugewerbliche reale Umsatz um 5,3 % (nominal + 11,5 %). Der Auftragsbestand lag Ende September 2022 real um 6 % unter dem Vorjahreswert. Laut Ifo-Konjunkturumfrage meldete jede fünfte befragte Baufirma im Dezember 2022 einen Materialmangel. Zudem meldeten 23 % eine Behinderung der Bautätigkeit durch Auftragsmangel.

Mit Blick auf die einzelnen Bausparten wurde im Wohnungsbau der stärkste reale Auftragsrückgang (für Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten) verzeichnet (- 15.0 %). Daneben verzeichnete der Hochbau ohne Wohnungsbau ein Minus von 11,9 % und der Tiefbau ein reales Minus von 2,3 %.

Wohnungsbau

Die Zahl der genehmigten Neubauwohnungen nahm von Januar bis November 2022 um 5,8 % ab. Der nominale Auftragseingang ging im gleichen Zeitraum um 2,1 % zurück, während der nominale baugewerbliche Umsatz um 12,1 % zunahm. Der Auftragsbestand lag Ende September mit über 13 Mrd. Euro um 34 % über dem Vorjahreswert.

Während sich der Wohnungsbau bis zur Jahresmitte noch positiv entwickelte, ging die Zahl der genehmigten Neubauwohnungen seit Juni 2022 im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurück. Dies durfte auf die deutlich gestiegenen Baupreise vor dem Hintergrund stark gestiegener Preise für Baumaterialien und Energie zurückzuführen sein. Zwar lag der Bauüberhang Ende 2021 mit 730.000 Wohnungen auf einem hohen Niveau, hiervon dürften jedoch viele Genehmigungen nicht in Anspruch genommen werden. Der Preisindex im Wohnungsneubau lag im November 2022 um 16,9 % über dem Wert des Vorjahres (inkl. MwSt.). Die Preise für den Rohbau stiegen um 15,8 % und die Preise für Ausbauarbeiten um 17,8 %.

Die Bundesregierung hat das Ziel ausgerufen jährlich 400.000 Wohnungen bauen zu lassen (davon 100.000 im geförderten Sektor). Dies dürfte allerdings in 2022 und 2023 nicht erreicht werden.

Öffentlicher Bau

Von Januar bis November 2022 nahm der nominale Auftragseingang im Öffentlichen Bau um 12,2 % auf rund 31,9 Mrd. Euro zu, der nominale Umsatz nahm im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,5 % zu. Ende September lag der Auftragsbestand mit 26,4 Mrd. Euro um 12,1 % über dem Vorjahreswert.

Vor dem Hintergrund der stark gestiegenen Baupreise und des teuren Baumaterials, kam es zu zeitlichen Verschiebungen von öffentlichen Ausschreibungen. Auch die knappen Personalkapazitäten der Kommunen verzögern Bauprojekte.

Für das Gesamtjahr 2022 wird mit einem deutlichen Rückgang der Umsätze gerechnet.

Wirtschaftsbau

Das Volumen der Genehmigungen im Nichtwohnungshochbau (Rauminhalt) für private Auftraggeber lag von Januar bis November bei + 2.2 %, während die Baugenehmigungen für öffentliche Bauherren um 2,6 % gesunken sind. Gleichzeitig stiegen die veranschlagten Bankosten für neue Nichtwohngebäude um 5,8 %. Allerdings nahm die Anzahl der genehmigten Gebäude von Januar bis November 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10 % ab.

Über die unterschiedlichen Sektoren hinweg zeigte sich ebenfalls ein differenziertes Bild: Während die Baugenehmigungen von Handels- und Lagergebäuden um 13,3 % und die Baugenehmigungen von Fabrik- und Werkstattgebäuden um 12,6 % zunahmen, gingen die Baugenehmigungen von Büro- und Verwaltungsgebäuden um 21,7 % zurück. Hierbei muss jedoch berücksichtig werden, dass bei den Handels- und Lagergebäuden das Genehmigungsplus bei den Lager- und Warenumschlaggebäuden verzeichnet wurde, während aufgrund des starken Online-Wandels die Investitionstätigkeit in Einzelhandelsgeschäfte deutlich reduziert wurde.

Auch bei den sonstigen gewerblichen Betriebsgebäuden (hierzu zählen unter anderem Hotels und Gaststätten) nahmen die Baugenehmigungen (Rauminhalt) von Januar bis November 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ab (- 9, 2%). Die fehlenden Investitionen dürften die Folge der Corona-Pandemie bzw. der Lockdowns und damit der fehlenden Einnahmen und Schließungen sein.

Während der nominale Auftragseingang von Januar bis November 2022 um 6,9 % im Vergleich zu Januar bis November 2021 im Wirtschaftsbau zunahm (auf 38,5 Mrd. Euro), stieg der nominale Umsatz um 11,2 %. Ende September lag der Auftragsbestand mit 31,6 Mrd. Euro um 12,5 % über dem Wert des Vorjahres.

Der Wirtschaftstiefbau konnte nominale Auftragseingänge in Höhe von 17,5 % und einen nominalen Umsatz von 126 % verzeichnen. Dies ist unter anderem auf die Investitionen der Deutschen Bahn zurückzuführen. Der Bundeshaushalt hatte der Deutschen Bahn AG im Jahr 2022 8,2 Mrd. Euro an Investitionszuschüssen für Baumaßnahmen im Schienennetz zur Verfügung gestellt.

Für das Gesamtjahr 2022 ist mit einem deutlichen Umsatzrückgang im Wirtschaftsbau zu rechnen.

b. Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2022 erzielte der MBN Konzern eine Gesamtleistung in Höhe von 439,6 Mio. EUR. (Vorjahr: 468,0 Mio. EUR). Der MBN Konzern verzeichnet im Geschäftsjahr 2022 einen leichten Rückgang der Gesamtleistung um 5,8 %. Der MBN Konzern konnte die prognostizierte Gesamtleistung sowie das prognostizierte Jahresergebnis des Vorjahres erreichen und überschreiten. Dies resultiert aus früher fertig gestellten Projekten sowie aus einer Leistungssteigerung im Fortschritt der unfertigen Bauvorhaben. Zusätzlich betrug der auf den Konzern entfallende Anteil an der von Arbeitsgemeinschaften erbrachten aber handelsrechtlich nicht ausweisbaren Leistung im Geschäftsjahr 0,0 Mio. EUR (Vorjahr: 3,4 Mio. EUR). Somit ergibt sich eine wirtschaftliche Gesamtleistung von 439,6 Mio. EUR (Vorjahr: 471,4 Mio. EUR).

Der Auftragsbestand einschließlich des Anteils an Arbeitsgemeinschaften betrug zum 31. Dezember 2022 562,2 Mio. EUR (Vorjahr: 730,8 Mio. EUR). Der Auftragsbestand liegt somit bei rund dem 1,3-Fachen der Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2022.

Der Jahresüberschuss des MBN Konzerns liegt im Geschäftsjahr 2022 bei 14,6 Mio. EUR (Vorjahr: 17,8 Mio. EUR). Durch einen voraussichtlichen, insolvenzbedingten Ausfall eines Schuldners der Gesellschaft wurde das Jahresergebnis außerordentlich belastet. Die Geschäftsführung bewertet das abgelaufene Geschäftsjahr als zufriedenstellend.

c. Lage: Ertrags-, Finanz- (Kapitalstruktur, Investitionen, Liquidität), Vermögenslage

Ertragslage (Kurzfassung):

in Mio. EUR 2022 2021
Umsatzerlöse 339,6 400,9
Bestandsveränderung 101,3 67,1
Gesamtleistung 440,9 468,0
sonstige betriebliche Erträge 6,4 4,2
Materialaufwand 325,4 357,8
Personalaufwand 63,9 63,3
Abschreibungen 9,7 4,7
übrige Aufwendungen 15,4 17,2
Finanzergebnis -12,7 0,0
Ergebnis vor Ertragsteuern 20,2 29,2
Ertragsteuern 5,6 11,4
Ergebnis nach Steuern 14,6 17,8

Das Geschäftsjahr ist durch eine weiterhin hohe Gesamtleistung in Höhe von 440,9 Mio. EUR gekennzeichnet. Die erwartungsgemäße Gesamtleistung liegt um 27,1 Mio. EUR unter der Leistung des Vorjahres in Höhe von 468,0 Mio. EUR. Die rückläufige Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus gesunkenen Umsatzerlösen. Die Material- und Personalaufwandsquote liegt bezogen auf die Gesamtleistung bei 88,3 % (Vorjahr: 90,0 %). Davon fallen 73,8 % (Vorjahr: 76,5 %) auf den Materialaufwand und 14,5 % (Vorjahr: 13,5 %) auf den Personalaufwand. Die Materialaufwandsquote ist somit um 2,7 %-Punkte im Vergleich zum Vorjahr gesunken und die Personalaufwandsquote ist um 1,0 %-Punkte im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Das trotz deutlich gestiegener Einkaufspreise die Materialaufwandsquote gesunken ist, resultiert insbesondere aus dem geringeren Einsatz von Nachunternehmern im Bereich der Ingenieursleistungen. Die gestiegene Personalaufwandsquote begründet sich insbesondere durch eine im Vergleich zum Vorjahr höhere Anzahl an Mitarbeitern im Bereich der technischen Angestellten bei einer rückläufigen Gesamtleistung.

Das operative Ergebnis in Form des Betriebsergebnisses bereinigt um die Abschreibung und das Finanzergebnis lag in 2022 bei 42,5 Mio. EUR (Vorjahr: 33,9 Mio. EUR). Im Finanzergebnis ist die Wertberichtigung durch Abschreibung für den voraussichtlichen Ausfall eines Schuldners enthalten.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern betrug im Verhältnis zur Gesamtleistung 4,6 % (Vorjahr: 6,3 %). Das Ergebnis spiegelt die gute Ertragslage, im Gegensatz zur rückläufigen Auftragslage, der Bauindustrie in 2022 in Deutschland wider.

Finanzlage (Kurzfassung):

Kapitalflussrechnung:

in Mio. EUR 2022 2021
Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit -5,1 15,8
Mittelveränderung aus Investitionstätigkeit -14,0 -11,7
Mittelveränderung aus Finanzierungstätigkeit -18,2 -5,3
Zahlungswirksame Veränderungen der flüssigen Mittel -37,3 -1,2
Flüssige Mittel zum Geschäftsjahresanfang 95,3 96,5
Flüssige Mittel zum Geschäftsjahresende 58,0 95,3

Der Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit resultiert insbesondere aus der Vorfinanzierung von Projektentwicklungen.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit resultiert insbesondere durch Auszahlung von sonstigen Ausleihungen und Investitionen in das Sachanlagevermögen.

Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus der Ausschüttung an die Gesellschafter.

Das Investitionsvolumen im Geschäftsjahr 2022 in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen betrug insgesamt 10,4 Mio. EUR (Vorjahr: 4,0 Mio. EUR). Von den Investitionen entfielen 10,3 Mio. EUR (Vorjahr: 4,0 Mio. EUR) auf das Sachanlagevermögen und 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR) auf das immaterielle Vermögen.

Der MBN Konzern ist umfassend mit langfristigem Kapital ausgestattet. Die immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von 6,5 Mio. EUR (Vorjahr: 7,4 Mio. EUR) sowie das Sachanlagevermögen von 45,0 Mio. EUR (Vorjahr: 40,5 Mio. EUR) sind nahezu vollständig durch Eigenkapital finanziert.

Im Geschäftsjahr wurden 17,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR) an die Gesellschafter ausgeschüttet. Insgesamt ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 25,5 % zum 31. Dezember 2022 (Vorjahr: 24,5 %).

Die finanzielle Lage des Konzerns ist somit als sehr gut einzustufen. Der MBN Konzern war zu jeder Zeit in der Lage die Verbindlichkeiten, unter Berücksichtigung von Skonto, zu den jeweiligen Fälligkeiten zu begleichen. Durch die hohen erhaltenen Anzahlungen von Kunden auf laufende Bauprojekte sind auch für die Zukunft keine Liquiditätsengpässe zu erwarten.

Vermögenslage (Kurzfassung):

Bilanzstruktur in Prozent der Bilanzsumme von 195,5 Mio. EUR (Vorjahr: 214,6 Mio. EUR):

in Mio. EUR 2022 2021
Aktiva
Immaterielle Vermögensgegenstände 3,3% 3,5%
Sachanlagen 23,0% 18,9%
Finanzanlagen 5,4% 6,9%
Vorräte abzgl. Anzahlungen 22,3% 13,2%
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 16,2% 12,9%
Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,0% 13,9%
Liquidität 29,7% 30,5%
ARAP 0,1% 0,2%
Passiva
Eigenkapital 25,4% 24,5%
Rückstellungen 43,4% 49,9%
Verbindlichkeiten 28,2% 23,1%
Passive latente Steuern 3,0% 2,5%

Im Rahmen der Bilanzstruktur ist zu berücksichtigen, dass die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen von den unfertigen Arbeiten offen abgesetzt werden.

Das langfristige Vermögen ist größtenteils über langfristiges Kapital abgedeckt, während das kurzfristige Vermögen ausreicht, um das kurzfristige Fremdkapital zu bedienen. Insgesamt ist die Vermögenslage des MBN Konzerns somit als gut zu beurteilen.

d. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren:

Der MBN Konzern konnte im Geschäftsjahr 2022 eine Gesamtleistung von 440,9 Mio. EUR erzielen, welche um 27,1 Mio. EUR unter der Vorjahresgesamtleistung von 468,0 Mio. EUR liegt. Der Jahresüberschuss beträgt 14,6 Mio. EUR (Vorjahr: 17,8 Mio. EUR).

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren:

Nachhaltigkeit in den täglichen Handlungen sowie das soziale Verantwortungsbewusstsein waren und sind für den MBN Konzern maßgeblich. Dazu gehört die Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und unserer Umwelt. Die AMS Bau Zertifizierung sowie das Öko-Profit Siegel belegen dies.

Die genannten Grundsätze prägen auch die Arbeitswelt des MBN Konzerns. Die Arbeitssicherheit und der Gesundheitsschutz unterliegen einem stetigen Verbesserungsprozess. Auch im Jahr 2022 ist es gelungen, die Unfallquote im Branchenvergleich erneut niedrig zu halten.

3. Risikobericht/Chancenbericht (inkl. Risikomanagementsysteme), Prognosebericht

Risikobericht:

Grundsätzlich wird das Risikomanagement des MBN Konzerns von der Maxime bestimmt, nur Risiken einzugehen, die beherrschbar sind und denen angemessene Margen gegenüberstehen. Dabei erstreckt sich die Risikopolitik über sämtliche Teile der Wertschöpfungskette, beginnend bei der Unternehmensstrategie, über die Festlegung der Geschäftsarten, die Auswahl der Projekte und Kunden sowie die Überwachung des gesamten Herstellungsprozesses. Einbezogen werden zudem weitere externe und interne Faktoren. Das Risikomanagement des MBN Konzerns ist darauf ausgerichtet, Risiken rechtzeitig zu erfassen und zu kommunizieren, sodass mögliche Fehlentwicklungen frühzeitig erkannt und geeignete Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. Die eingesetzten Kontroll- und Steuerungssysteme entsprechen den gesetzlichen Anforderungen und werden kontinuierlich weiterentwickelt.

Aufgrund der im Branchenvergleich niedrigeren Fertigungstiefe und dem damit einhergehenden Risiko auf der Beschaffungsseite kommt dem Beschaffungsprozess des MBN Konzerns eine zentrale Bedeutung zu. Die Risikobewältigung im operativen Einkaufsgeschäft erfolgt durch den Einsatz technisch versierter Facheinkäufer sowie die konsequente Überprüfung der Qualität der Lieferanten und Nachunternehmer (einschließlich SGU). Flankiert wird dies durch den Einsatz einer geeigneten ERP-Branchensoftware sowie zahlreiche Verfahrensanweisungen und Arbeitshilfen im Rahmen des MBN Qualitätsmanagements.

Der Sicherung der Vergütungsansprüche für erbrachte Leistungen kommt in der Bauwirtschaft eine entscheidende Rolle zu. Der MBN Konzern übernimmt nur solche Projekte, bei denen ein Zahlungsausfall per se oder durch Vereinbarungen und entsprechende Absicherungen ausgeschlossen ist.

Die ständige Fortentwicklung der technischen, rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen wirkt unmittelbar auf die Art und Weise der von dem MBN Konzern zu erbringenden Leistungen ein. Um den wechselnden Anforderungen gerecht zu werden, werden laufend Fortbildungsmaßnahmen durchgeführt, um sämtliche Mitarbeiter mit dem erforderlichen Kenntnisstand auszustatten. Teil dieser Maßnahmen ist auch das System zur Personalentwicklung von (Jung-)Ingenieuren.

Dem Fachkräftemangel begegnet der MBN Konzern durch eine aktive Nachwuchsgewinnung und -Förderung. Dazu unterhält der MBN Konzern enge Kontakte zur deutschen Hochschullandschaft. Die Vorjahren initiierte Zusammenarbeit mit dem dualen Studiengang "Baubetriebswirtschaft" der Hochschule Osnabrück wurde auch im Geschäftsjahr 2022 durch den MBN Konzern fortgeführt. Es wurde in diesem Zusammenhang eine Vereinbarung zur Förderung von Stipendiatinnen und Stipendiaten an der Hochschule Osnabrück im Rahmen des Deutschlandstipendiums des Bundesministeriums für Bildung und Forschung mit der Hochschule Osnabrück getroffen. Ferner ist der MBN Konzern stetig auf Recruiting Messen präsent, damit eine erste Kontaktaufnahme von Hochschulabsolventen und Fachkräften zum Unternehmen jederzeit möglich ist.

Für die Bauwirtschaft sind darüber hinaus die künftigen Umwelt- und Klimabedingungen von großer Bedeutung. Die kalte Winterjahreszeit schränkt traditionell die Möglichkeiten zum Bauen ein. Doch zunehmend werden auch die Sommermonate mit heißen Temperaturen zur Herausforderung für die Baustellen. Die Arbeitssicherheit steht hier im Vordergrund. Eine Entwicklung hin zu extremen Wetterbedingungen kann in der Zukunft die Bauwirtschaft einschränken. Doch auch andere Branchen sowie international aufgestellte Wertschöpfungsketten können aufgrund unwetterbedingten Infrastrukturbeeinträchtigungen gestört werden.

Im Geschäftsjahr 2022 bestanden für den MBN Konzern keine bestandsgefährdenden Risiken. Ebenso sind aus heutiger Sicht keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand der Unternehmensgruppe gefährden könnten oder die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wesentlich beeinträchtigen.

Zur Auswirkung der Corona-Krise auf die Unternehmensgruppe verweisen wir auf unsere Ausführungen im Prognosebericht.

Chancenbericht:

Die Baubranche befand sich im Anschluss an die Finanzkrise 2008/2009 auf Wachstumskurs und hat auch zu Beginn der Corona-Pandemie im Jahr 2020 ihre Stärke gezeigt. In 2021 und 2022 spürte das Bauhauptgewerbe jedoch stark die negativen ökonomischen Auswirkungen der veränderten Marktsituation. Für das laufende Jahr 2023 ergeben sich trotz dessen vielfältige Chancen und Möglichkeiten für die Geschäftstätigkeit. Ein aktives Chancen- und Risikomanagement ermöglicht eine erfolgreiche Projektgestaltung und interne Projektdurchführung sowie eine Anpassung der internen Geschäftsstrategie.

Digitalisierung

Die Digitalisierung schreitet in der Baubranche voran. Laut einer Studie von PricewaterhouseCoopers (PwC) bewerteten 47 % der befragten Unternehmen der Bauindustrie 57 das eigene Unternehmen als hoch digitalisiert. Nicht nur für Verwaltungs- und Planungsprozesse, sondern auch direkt auf der Baustelle und in der Arbeitssicherheit nehmen digitale Anwendungen zu. Beispielsweise ermöglichen es die Arbeitsmethode Building Information Modeling (BIM)59 sowie LEAN-Management-Methoden Potenziale für viele Bauprojekte freizusetzen und die übergreifende Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten zu stärken. Unternehmen, Planer und Auftraggeber erkennen bereits die Vorteile dieses Ansatzes: weniger Fehlplanungen durch digitale Simulation des Bauvorhabens vor Baubeginn oder Zeit- und Kostenreduktion durch optimierte Personal-, Material-, Geräte- und Maschineneinsätze. Auch die Digitalisierung der Baustelle (an-hand von Bau-Drohnen, Zeiterfassungssoftware, Cloud-Technologien, Laserscanning, Fotodokumentation und Protokollierung von Materialverbrauch und Maschineneinsatz) gewinnt zunehmend an Bedeutung. Ein Ziel ist hierbei die vollständige Digitalisierung der Bauprozesse, damit Baumaterialien zielgerichtet und Ressourcensparend eingesetzt werden können.

Wichtig sind in diesem Zusammenhang auch vertragsrechtliche Modelle, die diese effizienten Methoden-Ansätze unterstützen (z. B. sog. Multi-Parteien-Verträge). Eine Chance liegt darüber hinaus in standardisierten, digitalen Baugenehmigungsverfahren von Seiten öffentlicher Auftraggeber. Diese sind dringend notwendig, damit Bauunternehmen schneller und nachhaltiger bauen können.

Es ergeben sich neue Chancen die Menschen von Routinetätigkeiten zu entlasten sowie die "analoge" Arbeit transparenter zu gestalten, zu vereinfachen und effizienter zu organisieren. Neben "einfachen" Anwendungen und einer Echtzeit-Zusammenarbeit können außerdem künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen in allen Bereichen der Bauindustrie mithilfe neuer Methoden die Datenanalyse vereinfachen und erheblich beschleunigen. Auch die Themen Robotik und KI werden in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen - insbesondere da das Problem des Fachkräftemangels gelöst werden muss.

Vielfach macht die Digitalisierung fortschreitende Megatrends erst möglich, wie beispielsweise den Aufbau von Smart Home, Smart Building, Smart Cities und Green Building. Damit dies umgesetzt werden kann, muss der Breithandausbau schnell vorangetrieben werden.

In Hinblick auf die unternehmerische Nachhaltigkeitsberichterstattung im Rahmen der EU-Taxonomie ab dem Jahr 2022 sowie des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz steigen die Anforderungen der Auftraggeber, Banken und Versicherer an die Digitalisierungsprozesse der Bauunternehmen. Denn beispielsweise vor dem Hintergrund der Taxonomie-Verordnung berichten Unternehmen, welcher Anteil der Geschäftstätigkeit taxonomiekonform im Sinne der definierten Nachhaltigkeitsziele ist.

Klima-, Umweltschutz und Nachhaltigkeit

Klima- und Umweltschutz werden vor dem Hintergrund der "UN-Agenda 2030" und des "European GreenDeal" eines der wichtigsten Themen bleiben. Auch die Bauwirtschaft kann sich dem nicht entziehen. Im Rahmen ihres "Green Deal" und des Programms "Fit for 55" will die EU-Kommission in den kommenden zehn Jahren unter anderem die energetische Renovierungsquote mindestens verdoppeln und die europäischen CO 2 -Emissionen gegenüber 1990 um mindestens 55 Prozent reduzieren. Der Gebäudesektor soll daher eine zentrale Rolle spielen. Denn um die ambitionierten Klimaschutzziele zu erreichen, müssen wir klimafreundlicher Leben, Arbeiten und Bauen. Hierfür müssen sowohl die Sanierungsquote als auch die damit verbundenen energetischen Investitionen erhöht werden. Neben Wohnhäusern müssen auch die Gebäude der öffentlichen Hand, aber auch Lagerhallen und Industriegebäude sowie Bürogebäude modernisiert werden. Von der Bundesregierung gesetzte Rahmenbedingungen und finanzielle Förderungen können dies unterstützen.

Das Bundeskabinett hat vor diesem Hintergrund eine "Langfristige Renovierungsstrategie" beschlossen. Sie enthält Maßnahmen, die Anreize zur energetischen Sanierung des nationalen Gebäudebestands (privat und öffentlich) setzen. Die aktuelle Bundesregierung hat ein Sofortprogramm mit Klimaschutzmaßnahmen für den Gebäudesektor vorgelegt. Mithilfe der geplanten Maßnahmen (u.a. Novelle des Gebäudeenergiegesetze, Bundesförderung für effiziente Gebäude, usw.) sollen die CO 2 -Emissionen bis zum Jahr 2030 um 65 % gegenüber 1990 reduziert werden. Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) will die Sanierungsquote in Deutschland von ein auf drei Prozent steigern. Daher sollen die Mittel aus dem Klima- und Transformationsfonds sowohl in die energetische Sanierung von Wohnhäusern als auch in Form von zinsvergünstigten Krediten in klimaschonende Neubauprojekte fließen. Das "Bündnis für bezahlbares Wohnen" hat zudem konkrete Maßnahmen erarbeitet, wozu u. a. das KfW-Förderprogramm "Klimafreundliches Bauen" gehört.

Doch neben der Sanierung muss auch neu gebaut werden: Der Ausbau der Radwege ist von großer Bedeutung für den Klimaschutz und auch Elektroautos benötigen die richtige Lade- und Straßeninfrastruktur. Darüber hinaus werden Ver- und Entsorger verstärkt in den Netzausbau investieren. Zudem stehen Zulieferer in der Pflicht ihre Herstellungsverfahren und Baustoffe CO 2 -neutral anzupassen. Kreislaufwirtschaft, Recycling, ressourcenschonendes Bauen und Baustoffmix sind hier die Stichworte.

Die EU-Taxonomie, die seit Sommer 2020 in Kraft ist, spielt in diesem Rahmen die größte Rolle. Denn sie wird in Zukunft Investitionsentscheidungen maßgeblich beeinflussen.

Die Taxonomie definiert ein EU-weites Klassifizierungssystem für ökologisch nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten vor dem Ziel der Klimaneutralität bis 2050. Das Bauhauptgewerbe betrifft die EU- Taxonomie einerseits im Bereich der Unternehmensfinanzierung und andererseits im Bereich der Projektfinanzierung. Für die Bauwirtschaft ist dies eine Chance und Gelegenheit neue Verfahren und Baumaterialen zu erforschen und einzusetzen sowie mit anderen Marktakteuren eng zusammenzuarbeiten, um ein gemeinsames und übergeordnetes Ziel zu erreichen.

Trends in Richtung Holzbau, CO 2 -armer bzw. CO 2 -neutraler Beton, Recycling-Beton und Fassadenbegrünung sind vor diesem Hintergrund bereits deutlich erkennbar. Denn insbesondere die Recyclingfähigkeit, Dämmung und Verwendung nachhaltiger Baustoffe sind Grundpfeiler, um das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen. Der optimierte Energiebedarf von Bestandsgebäuden und Neubauten rückt in den Fokus. Hierbei nimmt die Betrachtung des gesamten Lebenszyklus von der Planung, über das Bauen bis zum Betrieb eines Bauwerks die tragende Rolle ein. Dabei müssen Energielieferung und Energieverbrauch (u. a. auch E-Mobilität) mitgedacht werden.

Nordrhein-Westfalen hat im Jahr 2021 das bundesweit erste Klimaanpassungsgesetz verabschiedet, das Klimaanpassungsmaßnahmen bei Bauvorhaben der Öffentlichen Hand zur Pflicht macht und bauliche Maßnahmen auch im Bestand erforderlich machen dürfte.

Aufgrund von Extremwetterereignissen rückt klimaresilientes Bauen (einschließlich Küsten- und Hochwasserschutzeinrichtungen sowie Abwasser- und Entwässerungssysteme) in den Fokus. Die Flutkatastrophe 2021 in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hat die Notwendigkeit dafür deutlich aufgezeigt. Zahlreiche Bauunternehmen haben kurzfristig Hilfe bei den anstehenden Aufräum-, Wiederaufbau- und Renovierungsarbeiten in den betroffenen Regionen geleistet. Auf lange Sicht wird der nationale Wiederaufbaufonds konkrete klimaresiliente Projekte vor Ort finanziell fördern, wobei kommunale Auftraggeber aufgefordert sind, unbürokratisch und flexibel zu handeln. Außerdem wurde die Investitionsförderung für finanzschwache Kommunen um zwei Jahre verlängert. Das bedeutet, dass Investitionen aus dem Infrastrukturprogramm bis 2023 und aus dem Schulsanierungsprogramm bis 2025 gefördert werden.

Prozessoptimierung

Um Zeit, Geld und Ressourcen auf der Baustelle zu sparen, die Beeinträchtigung der Umgebung zu verhindern und die Risiken von der Baustelle weg zu verlagern, können einerseits ganze Häuser, andererseits einzelne Bauteile (aus Mauerwerk, Beton oder Holz) im Werk seriell oder modular vorgefertigt werden. Dies gilt sowohl für den Wohnungsbau, aber auch für Gewerbeimmobilien oder Verwaltungsgebäude. Zudem kann die Fertigungstiefe zunehmen bzw. die Arbeitsteilung effizienter erfolgen. Über das sogenannte "Industrielle Bauen" mit Betonfertigteilen können neue Wege gegangen werden.

Urbanisierung

Der Trend der Urbanisierung setzt sich fort. Viele Menschen zieht es weiter in die Innenstädte. Das Bauen findet auf immer engerem Raum statt, weshalb die Gebäude entsprechend höher gebaut werden, umfangreiche Gründungsarbeiten vorausgesetzt werden und moderne Baukonzepte gefragt sind. Der fließende Verkehr muss für Bauarbeiten umgelegt werden.

Ballungsgebiete und Umland

Nicht nur in den Innenstädten, sondern auch in den Ballungsgebieten und dem Umland bleibt die Nachfrage nach Wohneigentum hoch - trotz der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung und steigenden Arbeitsplatzunsicherheiten. Denn der Trend zum Homeoffice wurde im Rahmen der Corona-Pandemie schlagartig gestärkt. Neben Kostengründen und sozialen Präferenzen dürfte auch der künftig zunehmende Mix aus mobilem Arbeiten und Pendeln den Wunsch nach größerem Wohnraum und einer eigenen Immobilie im ländlichen Raum stärken. Im Raum steht hierbei auch die Frage, ob langfristig Büroflächen von der Innenstadt zum Stadtrand verlagert werden, um ein Zusammentreffen der Mitarbeiter aus dem Umland leichter zu ermöglichen.

Arbeitsmarkt

Die Baubranche zeigte sich während der Corona-Pandemie, wie bereits in der Finanzkrise 2009, besonders krisensicher. Insbesondere die Bauindustrie bietet Jugendlichen eine zukunftssichere Ausbildung. Zudem setzen Bauunternehmen verstärkt auf die Sicherung, fachliche und persönliche Weiterbildung und Personalentwicklung ihrer vorhandenen qualifizierten Mitarbeiter. Mithilfe der Durchführung von Mitarbeitergesprächen, der Erstellung eines individuellen Entwicklungsplans und der Identifizierung des Weiterbildungsbedarfs werden Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gefördert.

Rahmenbedingungen für die Finanzierung

Bereits allein durch das niedrige Zinsniveau der vergangenen Jahre waren Investitionen im Wohnungsbau sehr attraktiv. Nach der langen Niedrigzinsphase erhöht die EZB die Zinssätze um 0,5 %-Punkte. Der EZB- Leitzins liegt nun bei 4,5 %, und der Einlagezins bei 4,0 %. Die BaFin erwartet von Geschäftsbanken eine strengere Risikovorsorge zur Absicherung gegen möglicherweise ausfallende Immobilienkredite. Trotz einer Steigerung werden sich die Zinsen für Immobilienkredite auf einem mittleren Niveau - im Vergleich zu deutlich höheren Zinsen in der Vergangenheit - halten.

Prognosebericht:

Zwar ist jede Prognose zur künftigen Entwicklung mit Unsicherheiten behaftet, denn es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die für die Abschätzung der künftigen Wirtschaftsentwicklung von Bedeutung, aber gleichzeitig unbekannt sind, doch seit 2020 ist die Ungewissheit aufgrund der globalen Ausbreitung des Coronavirus höher als in den vergangenen Jahrzehnten. Seit Februar 2022 wird dies noch von den gesellschaftlichen, sicherheitspolitischen und wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine ergänzt.

In unsicheren Zeiten wird weniger mit konkreten Prognosen und mehr mit Szenarien gearbeitet, die von verschiedenen Annahmen abhängen und regelmäßig an die neuesten Entwicklungen und Erkenntnisse angepasst werden. Vor diesem Hintergrund sind die folgenden Ausarbeitungen der gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Perspektiven zu sehen.

Die im Herbst 2022 veröffentlichten Prognosen für das Jahr 2023, wurden teilweise bereits revidiert. Denn die Wirtschaft entwickelte sich bereits etwas positiver als zunächst angenommen. Daher haben erste Experten die Wahrscheinlichkeit des Positivszenarios zulasten des Negativszenarios erhöht und kleine Anpassungen vorgenommen.

Der Internationale Währungsfonds prognostiziert für Deutschland ein Wirtschaftswachstum in 2023 von 0,1 % und für das Jahr 2024 ein Plus von 1,4 %.

Zu Jahresbeginn 2023 hat sich die Stimmung der deutschen Unternehmen laut Ifo Institut gebessert. Dies ist auf weniger pessimistische Erwartungen mit Blick auf die kommenden sechs Monate zurückzuführen.

Mit der aktuellen wirtschaftlichen Lage waren die Unternehmen jedoch etwas unzufriedener. Insgesamt ist der Ifo Geschäftsklimaindex von 88,6 auf 90,2 Punkte gestiegen. Die Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe hat sich aufgehellt, ebenso die Stimmung im Handel. Auf der anderen Seite bewertete der Dienstleistungssektor seine laufenden Geschäfte weniger gut und auch das Bauhauptgewerbe war mit seinen Geschäften etwas weniger zufrieden. Allerdings blicken die befragten Baufirmen etwas weniger pessimistisch in die Zukunft.

Der BIP-Nowcast schätzt für das erste Quartal 2023 einen Zuwachs des BIP von 0,4 % (Stand 12. Januar2023). Dabei handelt es sich um eine rein technische und modellbasierte Prognose der Wirtschaftsleistung, die unabhängig von der Einschätzung der Bundesregierung ist. Diese Prognose ist allerdings unter Vorbehalt zu betrachten. Denn die Entwicklung der Auftragseingänge ist verhalten. Die Industrieproduktion bleibt aufgrund der hohen Energiepreise und weiterhin anhaltenden Lieferengpässen limitiert.

Die wirtschaftliche Entwicklung hängt unverändert unter anderem auch von der weiteren Entwicklung des Krieges in der Ukraine sowie anderen geopolitischen Entwicklungen ab. Auch die hohen Energiepreise sowie Transportkosten setzen die Unternehmen weiter unter Druck. Zudem bestehen Sorgen hinsichtlich einer möglichen Lohn-Preis-Spirale.

Die Inflationsprognose der Bundesregierung für 2023 liegt (Stand Januar 2023) bei + 6,0 %. Für das Jahr 2024 erwartet sie eine Inflationsrate von + 2,8 %. Die Bundesbank rechnet mit Inflationsraten von + 7.2 % für 2023 und + 4,1 % für 2024 (Stand Dezember 2022).

Die Lieferketten sind zwar nach wie vor beeinträchtigt, doch bei Dax-Konzernen zeichnen sich nach Angaben erster Bilanzen stabile Gewinne für das vergangene Jahr 2022 ab. Und auch für 2023 sind die Aussichten zum Jahresanfang besser als noch vor wenigen Monaten befürchtet, da erwartet wird, dass die Auslandsnachfrage steigt und steigende Preise weitergegeben werden können. Die kleinen und mittleren Betriebe sind hingegen stärker vom Heimatmarkt abhängig. Unsicherheiten bestehen weiterhin in der Entwicklung der Energiepreise sowie der Wirtschaftsentwicklung in wichtigen Absatzregionen.

Der Arbeitsmarkt entwickelte sich nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit am Jahresanfang 2023 stabil. Saisonbereinigt ist die Zahl der Arbeitslosen um 15.000 gesunken. Im Vergleich zum Vormonat ist sie auf 2.616.000 gestiegen. Die Arbeitslosenquote nahm im Januar 2023 im Vergleich zu Dezember 2022 um 0,3 Prozentpunkte auf 5,7 % zu. Die Auswirkungen der wirtschaftlichen Unsicherheiten zeigen sich am Arbeitsmarkt. Dennoch bleibt die Fachkräftesicherung ein wichtiges Thema. Denn nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft wird ein Rückgang der Anzahl der Erwerbspersonen bis 2030 voraussichtlich nicht zu verhindern sein.

Die deutsche Bundesregierung hält im Jahreswirtschaftsbericht 2023 fest, dass die Aussichten für 2023 besser seien als noch in der Herbstprojektion erwartet worden war und geht davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt um 0,2 % zunimmt. Im Herbst wurde noch mit einem Minus von 0,4 % gerechnet. Zudem wird erwartet, dass die Ausrüstungsinvestitionen im Jahr 2023 um 3,3 % steigen.

Der Auftragsbestand einschließlich des Anteils an Arbeitsgemeinschaften betrug zum 31. März 2023 605,8 Mio. EUR. Hiervon entfallen 333,2 Mio. EUR auf das Geschäftsjahr 2024 oder später. Im Rahmen der voraussichtlichen Entwicklung für die Jahre 2023 und 2024 sowie des Auftragsvorlaufes wird bei dem MBN Konzern für 2023 mit einer Gesamtleistung in Höhe von rund 400,0 Mio. EUR zu rechnen sein. Die Situation am Beschaffungsmarkt (Lieferanten und Nachunternehmer) ist aufgrund der unverändert hohen Nachfrage, der teilweisen Materialknappheit und des daraus resultierenden Preisniveaus nach wie vor angespannt. Durch den hohen Auftragsbestand und die langen Laufzeiten der einzelnen Projekte und frühzeitigen Gegensteuerungsmaßnahmen in der Preisentwicklung ergeben sich aktuell überschaubare Einschränkungen durch das Corona-Virus, den Ukraine-Krieg und dessen Folgen. Die weiteren Auswirkungen hängen maßgeblich davon ab, wie schnell sich sowohl die deutsche Wirtschaft als auch die Weltwirtschaft wieder erholt und gezielte Gegensteuerungsmaßnahmen greifen. Für das Geschäftsjahr 2023 wird von einem konjunkturell bedingten Rückgang des Jahresüberschusses gegenüber dem Vorjahr ausgegangen. Dabei gilt zu berücksichtigen, dass die Geschäftsjahre 2021 und 2022 ausgewöhnlich erfolgreich waren. Die Geschäftsführung rechnet für das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 4 Mio. EUR.

 

Georgsmarienhütte, 29. September 2023

Die Geschäftsführung

gez. Jens Böhm

gez. Torben Stumpe

gez. Rolf Römer

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

Aktivseite

31.12.2022 31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 175.727,06 209.589,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 6.300.000,00 7.200.000,00
6.475.727,06 7.409.589,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 30.269.332,32 29.801.722.11
2. technische Anlagen und Maschinen 1.391.442,62 1.329.112,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.333.212,19 6.078.726,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.978.431,75 3.338.011,51
44.972.418,88 40.547.571,62
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 15.866,00 15.866,00
2. Beteiligungen 19.001,00 19.001,00
3. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 291.431,08 349.991,08
4. sonstige Ausleihungen 10.236.626,49 14.523.112,64
10.562.924,57 14.907.970,72
62.011.070,51 62.865.131,34
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 55.000,00 56.300,04
2. unfertige Erzeugnisse. unfertige Leistungen 425.268.873,83 321.341.370,43
3. geleistete Anzahlungen 784.423,43 454.938,36
4. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -382.624.605,98 -293.452.366,28
43.483.691,28 28.400.242,55
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 22.985.205,78 21.719.923,69
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 367.862,80
3. sonstige Vermögensgegenstände 8.730.456,48 5.591.089,76
31.715.662,26 27.678.876,25
III. Wertpapiere
1. sonstige Wertpapiere 0,00 29.919.000,00
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 58.014.764,37 65.373.582,48
133.214.117,91 151.371.701,28
C. Rechnungsabgrenzungsposten 273.065,75 324.677,79
195.498.254,17 214.561.510,41

Passivseite

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 3.200.000,00 3.200.000,00
II. Kapitalrücklage 18.764.810,53 18.764.810,53
III. Gewinnrücklagen
1. andere Gewinnrücklagen 23.900.741,95 6.229.427,94
IV. Konzerngewinn 2.625.365,51 23.157.587,25
V. Nicht beherrschende Anteile 1.273.058,33 1.284.385,76
49.763.976,32 52.636.211,48
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.836.961,00 3.883.208,00
2. Steuerrückstellungen 2.265.780,15 13.010.825,35
3. sonstige Rückstellungen 78.644.341,14 90.125.123,41
84.747.082,29 107.019.156,76
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 111,85 6,30
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 32.990.932,24 30.374.900,10
4. sonstige Verbindlichkeiten 22.138.546,42 19.243.762,27
davon aus Steuern 19.626.682,93 17.495.044,74
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 818.790,04 520.714,24
55.129.590,51 49.618.668,67
D. Rechnungsabgrenzungsposten 250,50 8.000,50
E. Passive latente Steuern 5.857.354,55 5.279.473,00
195.498.254,17 214.561.510,41

Konzerngewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 2021
1. Umsatzerlöse 339.524.278,45 400.930.849,70
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 101.334.194,26 67.075.269,13
Gesamtleistung 440.858.472,71 468.006.118,83
3. sonstige betriebliche Erträge 6.355.460,04 4.232.776,50
4. Materialaufwand 325.438.120,91 357.826.424,13
5. Personalaufwand 63.899.041,90 63.321.174,00
6. Abschreibungen 9.664.752,38 4.734.305,99
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 15.087.792,41 16.992.482,61
8. Erträge aus Beteiligungen an assoziierte Unternehmen 1,48 104.486,29
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 750.860,83 1.128.575,08
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 12.600.000,00 56.000,00
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 786.734,47 1.161.028,42
Ergebnis vor Steuern 20.488.352,99 29.380.541,55
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.530.689,20 11.432.307,24
13. Ergebnis nach Steuern 14.957.663,79 17.948.234,31
14. sonstige Steuern 317.648,95 166.394,26
15. Konzernjahresüberschuss 14.640.014,84 17.781.840,05
16. Ergebnisanteil konzernfremder Gesellschafter -808,06 -2.527,22
17. Konzernjahresüberschuss, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist 14.640.822,90 17.784.367,27
18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 23.157.587,25 7.056.615,85
19. übrige Veränderungen -1.730,63 0,00
20. Entnahmen aus Gewinnrücklagen
a) aus anderen Gewinnrücklagen -17.500.000,00 0,00
21. Einstellungen in Gewinnrücklagen
a) in andere Gewinnrücklagen -17.671.314,01 -1.683.395,87
22. Konzerngewinn, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist 2.625.365,51 23.157.587,25

Konzernkapitalflussrechnung der MBN GmbH für das Geschäftsjahr 2022

2022 2021
1. Konzernjahresüberschuss (inkl. Ergebnis anderer Gesell.) 14.640.014,84 17.781.840,05
2. +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 16.730.988,90 4.734.305,99
3. +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -11.568.893,70 17.446.113,62
4. +/- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 0,00 56.000,00
5. -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -15.069.151,08 -17.048.784,87
6. +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva -2.420.967,66 -16.326.642,56
7. -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -1.192.173,47 94.279,05
8. +/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 35.873,64 32.453,34
9. - sonstige Beteiligungserträge 0,00 -104.486,29
10. +/- Ertragssteueraufwand/Ertragsteuerertrag 5.530.689,20 11.432.307,24
11. -/+ Ertragssteuerzahlungen -11.773.290,52 -2.240.140,24
12. = Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit -5.086.909,85 15.857.245,33
13. Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -64.050,00 -9.245,00
14. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 3.945.579,16 105.519,46
15. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -10.311.329,91 -3.976.705,28
16. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 345.046,15 35.158,60
17. - Auszahlungen für Investitionenen in das Finanzanlagevermögen -8.600.000,00 -9.000.000,00
18. + erhaltene Zinsen 722.757,26 1.128.575,08
19. = Cash Flow aus Investitionstätigkeit -13.961.997,34 -11.716.697,14
20. - Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten 105,55 -4.296.560,52
21. - gezahlte Zinsen -716.766,47 -1.056.256,38
22. - gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -17.500.000,00 0,00
23. = Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -18.216.660,92 -5.352.816,90
24. zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes (Summe 11., 18. und 21.) -37.265.568,11 -1.212.268,71
25. +/- wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0,00 -56.000,00
26. +/- Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -12.250,00 12.250,00
27. + Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 95.292.582,48 96.548.601,19
28. = Finanzmittelbestand am Ende der Periode 58.014.764,37 95.292.582,48

Konzerneigenkapitalspiegel der MBN GmbH für das Geschäftsjahr 2022

Konzerneigenkapital des Mutterunternehmens
Gewinnrücklagen
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage andere Gewinnrücklagen Summe Konzerngewinn,der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Summe
Endbestand 31.12.2021 3.200.000,00 18.764.810,53 6.229.427,94 6.229.427,94 23.157.587,25 51.351.825,72
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 0,00 0,00 17.671.314,01 17.671.314,01 -17.671.314,01 0,00
gezahlte Dividenden 0,00 0,00 0,00 -17.500.000,00 -17.500.000,00
Änderung Konsolidierungskreis 0,00 0,00 0,00 -1.730,63 -1.730,63
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 14.640.822,90 14.640.822,90
Endbestand 31.12.2022 3.200.000,00 18.764.810,53 23.900.741,95 23.900.741,95 2.625.365,51 48.490.917,99
Nicht beherrschende Anteile
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/Verluste Summe Konzerneigenkapital
Endbestand 31.12.2021 1.287.272,35 -2.886,59 1.284.385,76 52.636.211,48
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 0,00 0,00
Änderung Konsolidierungskreis -12.250,00 1.730,63 -10.519,37 -12.250,00
Konzernjahresüberschuss 808,06 808,06 14.641.630,96
Endbestand 31.12.2022 1.275.022,35 -1.964,02 1.273.058,33 49.763.976,32

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Der Konzernabschluss der MBN GmbH mit Sitz in Georgsmarienhütte (Amtsgericht Osnabrück, HRB 215094) wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Konzernbilanz, in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind überwiegend im Anhang aufgeführt.

Die Zuordnung der Vermögens- und Schuldposten in der Bilanz sowie der Aufwendungen und Erträge in der Gewinn- und Verlustrechnung ist mit der des Vorjahres identisch. Die Vorjahresbeträge der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den Werten des Vorjahres.

II. Konsolidierungskreis

Zum Kreis der vollkonsolidierten Konzernunternehmen gehören grundsätzlich alle Gesellschaften, an denen die MBN GmbH direkt oder indirekt mit mehr als 50 % beteiligt ist. Es handelt sich neben der MBN GmbH um 24 inländische Konzerngesellschaften.

In den Konzernabschluss wurden neben dem Mutterunternehmen die folgenden am 31. Dezember 2022 bestehenden Mehrheitsbeteiligungen einbezogen:

Anteil %
Rheiner Stahlbau GmbH, Rheine 1 100,00
MBN Bau GmbH, Essen 1 100,00
MBN Bau GmbH, Brandenburg 1 100,00
MBN Berliner Bau GmbH, Berlin 1 92,00
MBN Immobilien GmbH, Georgsmarienhütte 1 100,00
MBN 1. Objekt GmbH & Co. KG, Georgsmarienhütte 1 100,00
MBN 2. Objekt GmbH & Co. KG, Georgsmarienhütte 1 100,00
MBN 3. Objekt GmbH & Co. KG, Georgsmarienhütte 1 100,00
MBN 4. Objekt GmbH & Co. KG, Georgsmarienhütte 1 100,00
MBN 5. Objekt GmbH & Co. KG, Georgsmarienhütte 1 100,00
MBN 6. Objekt GmbH & Co. KG, Georgsmarienhütte 1 100,00
MBN 7. Objekt GmbH & Co. KG, Georgsmarienhütte 1 100,00
MBN Immobilien-Verwaltung-GmbH, Georgsmarienhütte 1 100,00
Teutopark GmbH & Co. KG, Georgsmarienhütte 1 100,00
MBN Teutopark GmbH, Georgsmarienhütte 1 100,00
MBN Objektmanagementgesellschaft mbH, Georgsmarienhütte 1 100,00
Parkhotel & Gastronomie Osnabrück GmbH 1 100,00
MBN-CHO Bauprojekt GmbH, Georgsmarienhütte 1 100,00
MBN Bohmte GmbH & Co. KG, Georgsmarienhütte 1 100,00
MBN Senior Living Hann. Münd. GmbH & Co.KG, Georgsmarienhütte 100,00
MBN Senior Living Dorum GmbH & Co. KG, Georgsmarienhütte 100,00
MBN Senior Living Hagen i. Br. GmbH & Co.KG, Georgsmarienhütte 100,00
MBN Senior Living Velbert GmbH & Co.KG, Georgsmarienhütte 100,00
MBN Senior Living Verwaltungs GmbH, Georgsmarienhütte 100,00

1 für diese Tochterunternehmen werden die Befreiungen des § 264 Abs. 3 HGB beziehungsweise des § 264b HGB in Anspruch genommen.

Die MBN Bohmte GmbH & Co. KG, die MBN Senior Living Hann. Münd. GmbH & Co. KG, MBN Senior Living Dorum GmbH & Co. KG, MBN Senior Living Hagen i. Br. GmbH & Co. KG, MBN Senior Living Velbert GmbH & Co. KG und die MBN Senior Living Verwaltungs-GmbH wurden im Berichtsjahr erworben bzw. gegründet und ab Erwerb bzw. Gründung in den Konzern einbezogen.

Daneben besteht im Geschäftsjahr eine 48 %ige Beteiligung (entspricht den Stimmrechten) an der Rohling Planung GmbH, Osnabrück. Diese ist als assoziiertes Unternehmen zu qualifizieren. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen der MBN GmbH. Die Gesellschaft wurde seit Beginn der Konzernabschlussverpflichtung am 30. Juni 2020 in den Konzern einbezogen.

Für die Beteiligungen an der Projektgesellschaft Schulen Magdeburg Paket 1 GmbH (Anteile 26 %), an der Projektgesellschaft Schulen Magdeburg Paket 3 GmbH (Anteile 25 %) und an der Projektgesellschaft Schulen Magdeburg Paket 4 GmbH (Anteile 25 %) wurde von der Erleichterung des § 311 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht.

Sie sind für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung, da ihre Umsatzerlöse weniger als 1 % des Konzernumsatzes ausmachen und die Einbeziehung keine nennenswerten Auswirkungen auf die Aussage der Vermögens- und Ertragslage hat.

Die Beteiligungen an der MBN Polska Sp. z o.o. (Anteile 100 %), Poznan und MBN Baltics SIA, Riga (Anteile 100 %) wurden gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in die Konsolidierung einbezogen. Sie sind für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung, da ihre Umsatzerlöse weniger als 1 % des Konzernumsatzes ausmachen und die Einbeziehung keine nennenswerten Auswirkungen auf die Aussage der Vermögens- und Ertragslage hat.

Weitergehende Angaben gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB werden gemäß § 313 Abs. 3 Satz 4 HGB nicht gemacht.

III. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden

Bei sämtlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen entspricht der Stichtag des Einzelabschlusses dem Stichtag des Konzernabschlusses.

Das Geschäftsjahr für den Konzern und die konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr 2022. Das Geschäftsjahr 2021 entspricht dem Kalenderjahr 2021.

Die Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie Erträge und Aufwendungen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden unter Anwendung folgender Maßnahmen zum Konzernabschluss zusammengefasst:

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB auf der Grundlage der für den Erwerbszeitpunkt zum Zeitwert ermittelten Wertansätze der Vermögensgegenstände und Schulden.

Der sich ergebende passivische Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung wurde bei erstmaliger Einbeziehung gemäß § 301 Abs. 3 HGB in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt, da es sich hierbei um einen passivischen Unterschiedsbetrag mit Eigenkapitalcharakter, durch thesaurierte Gewinne der Vergangenheit, handelt.

Die Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen, der Rohling Planung GmbH, ist nach der Equity-Methode mit dem Buchwert gem. § 312 Abs. 1 HGB bilanziert. Ein Unterschiedsbetrag gem. § 312 Abs. 1 S. 2 HGB in Höhe von TEUR 44,3 hat sich ergeben. Der sich bei erstmaliger Einbeziehung ergebende passive Unterschiedsbetrag wurde in die Gewinnrücklagen eingestellt.

Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.

Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt nach § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge sind ebenso mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden.

Zwischengewinne aus konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr werden gemäß § 304 Abs. 1 HGB unter Berücksichtigung von Steuerabgrenzungen eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

Soweit Konsolidierungsmaßnahmen zu Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden oder Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätzen führen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder abbauen, werden gemäß § 306 HGB die sich daraus ergebenden passiven latenten Steuern und aktiven latenten Steuern miteinander verrechnet und nach erfolgter Zusammenfassung nach § 274 HGB als passive latente Steuern in der Konzernbilanz angesetzt.

IV. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Konzernabschluss ist nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsansätzen sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden.

Im Einzelnen wurden die Abschlüsse der Tochtergesellschaften und des Mutternunternehmens nach den folgenden einheitlichen Grundsätzen aufgestellt:

Vermögensgegenstände und Schulden werden im Konzernabschluss - bei konzerngleichen Sachverhalten - einheitlich bewertet. Grundsätzlich werden die im Jahresabschluss der MBN GmbH angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auch im Konzernabschluss angewandt.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3 bzw. 5 Jahren, bewertet. Die Nutzungsdauer der ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte beläuft sich auf 10 Jahre.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um zeitanteilige lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bei Gebäuden beträgt 33 Jahre, bei Außenanlagen 10 Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen 3 bis 16 Jahre und bei Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 16 Jahre. Die Herstellungskosten werden nach § 255 Abs. 2 HGB ermittelt, wobei von dem Wahlrecht des § 255 Abs. 2 S. 3 HGB kein Gebrauch gemacht wird. Für einen kleinen Teil der anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten nach der Methode des Festwertverfahrens nach § 240 Abs. 3 HGB.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden nach der Einzelfeststellung der Anschaffungskosten bewertet.

Die unfertigen Erzeugnisse, unfertigen Leistungen wurden zu Herstellungskosten bewertet, sofern nicht nach § 253 Abs. 4 HGB niedrigere Werte anzusetzen sind. Die Herstellungskosten umfassen das Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten, die nach den Bestimmungen des Handelsrechts aktivierungspflichtig sind. Soweit Fremdkapitalzinsen einzelnen Bauprojekten in der Bauphase direkt zugeordnet werden konnten, wurden diese gem. § 255 Abs. 3 HGB bei der Ermittlung der Herstellkosten berücksichtigt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit dem Nennwert angesetzt. Einzelwertberichtigungen sind unter der Berücksichtigung der Einbringlichkeit gebildet worden. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung von 2 % (Vorjahr: 2 %) des Netto-Forderungsbestandes ausreichend Rechnung getragen. Die Wertberichtigung ist aktivisch abgesetzt.

Die sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt, sofern nicht nach § 253 Abs. 4 HGB niedrigere Werte anzusetzen sind.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten bewertet, sofern nicht nach § 253 Abs. 4 HGB niedrigere Kurswerte anzusetzen sind.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach dem Teilwertverfahren ermittelt und in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter der Verwendung der Richttafeln von 2018 G von Klaus Heubeck ohne Fluktuation gebildet. Dabei wurde eine Anwartschaftsdynamik von 0 % (Vorjahr: 2 %) sowie eine Rentendynamik von 2 % (Vorjahr: 2 %) berücksichtigt. Die Abzinsung der Rückstellung erfolgte pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 10 Jahre von 1,78 % (Vorjahr: 1,87 %). Der Ausweis des Effekts aus der Veränderung der Abzinsungssätze erfolgt im Personalaufwand der Gesellschaft.

Nach Artikel 67 EGHGB wurde im Geschäftsjahr 2022 die Zuführung zu den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR -46,2 (Vorjahr: TEUR 136,3) differenziert in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Davon entfallen TEUR 70,0 (Vorjahr: TEUR 83,0) auf die Zinsaufwendungen und TEUR -116,2 (Vorjahr: TEUR 53,3) auf die Personalaufwendungen.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich war, um alle erkennbaren Risiken angemessen und ausreichend zu berücksichtigen. Sie werden nur gebildet, wenn ihnen eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten zugrunde liegt. Die Rückstellungen werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Abzinsung liegen die laufzeitadäquaten Marktzinssätze des § 253 Abs. 2 S. 1 HGB zugrunde. Die Höhe der Rückstellung für Gewährleistungen bemisst sich anhand von Erfahrungswerten der zurückliegenden Geschäftsjahre für die Bearbeitung von Gewährleistungsfällen sowie wahrscheinlicher Einzelgewährleistungen. Die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen werden auf Basis von bestehenden Verträgen sowie anhand von Erfahrungswerten der Vergangenheit aus Schlussrechnungsgesprächen gebildet. Die sonstigen Personalrückstellungen basieren auf den vertraglichen, gesetzlichen und sozialversicherungsrechtlichen Vorschriften.

Die ausgewiesenen passiven latenten Steuern betreffen zeitliche Bewertungsunterschiede zwischen den steuerlichen und handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden. Die latenten Steuern wurden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach derzeitiger Rechtslage zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Gemäß § 274 HGB wird eine saldierte Abgrenzung für die voraussichtlichen zukünftigen Steuerbelastungen und Steuerentlastungen gebildet. Im Bereich der Steuerentlastungen sind aktive latente Steuern auf Verlustvorträge gebildet worden.

Die Vorschriften zur Umrechnung von Kursen nach § 256a HGB wurden beachtet.

V. Angaben zur Konzernbilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ergibt sich aus dem Konzernanlagenspiegel, der dem Konzernanhang als Anlage 1.3.1 beigefügt ist. Die Gliederung entspricht den handelsrechtlichen Vorschriften.

Der gesamte Geschäfts- oder Firmenwert entfällt auf die MBN GmbH. Die Nutzungsdauer von 10 Jahren für den Geschäfts- oder Firmenwert wird mangels verlässlicher Schätzung in Übereinstimmung mit § 253 Abs. 3 S. 4 HGB angenommen.

Entsprechend dem handelsrechtlichen Wahlrecht des § 268 Abs. 5 HGB werden von den Vorräten die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen offen abgesetzt.

Alle Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Im Eigenkapital sind ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von TEUR 124,8 (Vorjahr: TEUR 202,9) gem. § 253 Abs. 6 HGB enthalten. Die Aufgliederung und Entwicklung des Konzerneigenkapitals ergibt sich aus dem Konzerneigenkapitalspiegel (Anlage 1.5). Der Konzerngewinn entspricht dem ausschüttbaren Gewinn der Muttergesellschaft.

Die Kapitalrücklage wurde als Agio im Rahmen der Verschmelzung der MBN Bau AG auf die MBN GmbH in 2020 durch Neubewertung der Vermögensgegenstände und Schulden gebildet. Es handelt sich somit um Kapitalrücklagen im Sinne von § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen betreffen ausschließlich laufende Pensionen an ehemalige Vorstandsmitglieder der MBN Bau AG und ihre Hinterbliebenen, die im Rahmen der Verschmelzung auf die MBN GmbH übergegangen sind.

In den sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen Beträge für ausstehende Rechnungen (TEUR 58.489,7, Vorjahr: TEUR 78.242,3), Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 12.551,0 Vorjahr: TEUR 13.849,6) und Gewährleistungsrisiken (TEUR 7.182,5, Vorjahr: TEUR 7.298,0) berücksichtigt.

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben zu den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammenfassend dargestellt.

Art der Verbindlichkeit Restlaufzeit bis zu 1 Jahr Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren Restlaufzeit mehr als 5 Jahre Stand 31.12.2021
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,1 0,0 0,0 0,1
Vorjahr: 0,0 0,0 0,0 0,0
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,0 0,0 0,0 0,0
Vorjahr: 0,0 0,0 0,0 0,0
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 19.906,0 13.084,9 0,0 32.990,9
Vorjahr: 24.885,3 5.489,6 0,0 30.374,9
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,0 0,0 0,0 0,0
Vorjahr: 0,0 0,0 0,0 0,0
5. sonstige Verbindlichkeiten 22.138,5 0,0 0,0 22.138,5
Vorjahr: 19.243,8 0,0 0,0 19.243,8
42.044,6 13.084,9 0,0 55.129,5
Vorjahr: 44.129,1 5.489,6 0,0 49.618,7

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Rahmen eines branchenüblichen Eigentumsvorbehalt besichert.

Die latenten Steuern ergeben sich wie folgt:

31.12.2022 31.12.2021 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Aktive latente Steuern:
aus steuerlichen Verlustvorträgen 1.731,5 1.969,8 - 238,3
aus Differenzen zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz 916,5 1.334,4 - 417,9
Summe aktive latente Steuern 2.648,0 3.304,2 - 656,2
Passive latente Steuern:
aus Differenzen zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz 8.505,2 8.583,7 - 78,5
Summe passive latente Steuern 8.505,2 8.583,7 - 78,5
Saldierung aktive latente Steuern mit passiven latenten Steuern
Überhang passive latente Steuern 5.857,3 5.279,5 577,8

Bei der Berechnung der latenten Steuern wurde ein durchschnittlicher Steuersatz für die Körperschaftsteuer in Höhe von 16 % und für die Gewerbesteuer ein Durchschnittssteuersatz in Höhe von 15 % angesetzt. Die wesentlichen Differenzen in den Wertansätzen in der Handels- und Steuerbilanz ergeben sich in nachfolgenden Bilanzpositionen: Geschäfts- oder Firmenwert, Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken sowie Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen.

Weiterhin hält die MBN GmbH Anteile an diversen Arbeitsgemeinschaften, deren Verrechnungskonten unter den sonstigen Vermögensgegenständen bzw. unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen werden. Mögliche Verpflichtungen aus diesen Arbeitsgemeinschaften ergeben sich aus den jeweiligen ARGE-Verträgen sowie aus gesetzlichen Vorschriften.

VI. Angaben zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung

Für die Konzerngewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Umsatzerlöse stammen im Wesentlichen aus der auftragsgebundenen Herstellung von Bauwerken im Inland.

Die Erträge aus Arbeitsgemeinschaften sind gem. HFA 1/1993 den Umsatzerlösen aus Arbeitsgemeinschaften zugeordnet.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge i. S. d. § 285 Nr. 32 HGB und solche von außerordentlicher Größenordnung i. S. d. § 285 Nr. 31 HGB in Höhe von TEUR 5.343,7 (Vorjahr: TEUR 2.233,4) enthalten. Diese betreffen die Auflösung von Rückstellungen, die Ausbuchung von Altverbindlichkeiten sowie die Auflösung von Pauschalwertberichtigungen. Diese resultieren insbesondere aus Anpassungen im Rahmen einer steuerlichen Außenprüfung. Zudem sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1,3 (Vorjahr: TEUR 0,0) enthalten.

Der Materialaufwand setzt sich aus Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in Höhe von TEUR 49.646,3 (Vorjahr: TEUR 44.938,3) sowie aus Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 275.791,8 (Vorjahr: TEUR 312.888,1) zusammen.

Der Personalaufwand setzt sich aus Aufwendungen für Löhne und Gehälter in Höhe von TEUR 53.857,1 (Vorjahr: TEUR 54.027,0) sowie aus sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung in Höhe von TEUR 10.042,0 (Vorjahr: TEUR 9.294,1) zusammen. In den Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 258,2 (Vorjahr: TEUR 409,1) enthalten.

Die Abschreibungen betreffen in Höhe von TEUR 4.131,0 (Vorjahr: TEUR 4.734,3) die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen und in Höhe von TEUR 5.533,8 (Vorjahr: TEUR 0,0) solche auf Umlaufvermögen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen aus Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 0,0 (Vorjahr: TEUR 114,8) enthalten. Diese resultieren insbesondere aus Anpassungen im Rahmen einer steuerlichen Außenprüfung. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind zudem Aufwendungen von außerordentlicher Größenordnung i.S.d. § 285 Nr. 31 HGB aus der Einstellung von Wertberichtigungen auf Forderungen sowie aus Grunderwerbsteuer, welche durch die Verschmelzung der MBN Bau Aktiengesellschaft auf die MBN GmbH entstanden ist, in Höhe von TEUR 115,1 (Vorjahr: TEUR 3.778,1) enthalten. Zudem sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 24,6 (Vorjahr: TEUR 22,1) enthalten.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge entfallen mit TEUR 9,2 (Vorjahr: TEUR 0,0) auf die Position Erträge aus Abzinsungen.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen mit TEUR 70,0 (Vorjahr: TEUR 104,8) auf die Position Aufwendungen aus Abzinsungen.

Die als Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens ausgewiesenen Aufwendungen betreffen Aufwendungen von außerordentlicher Größenordnung i.S.d. § 285 Nr. 31 HGB aus der insolvenzbedingten Abschreibung auf eine Ausleihung.

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind latente Steuern in Höhe von TEUR 577,9 (Vorjahr: TEUR -10,7) und Ertragsteuern für Vorjahre in Höhe von TEUR 0,5 (Vorjahr: TEUR 716,9) enthalten.

VII. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung (DRS 21)

Der Finanzmittelfond setzt sich aus den Bilanzpositionen "Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks" und "Wertpapiere" zusammen.

VIII. Sonstige Angaben

Im Jahresdurchschnitt 2022 wurden 692 Mitarbeiter (Vorjahr: 677) beschäftigt, davon 471 Angestellte (Vorjahr: 462) und 221 gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr: 215).

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

2022 2021
TEUR TEUR
Honorar für Abschlussprüfungsleistungen 147,6 127,8
Honorar für Steuerberatungsleistungen 155,8 95,9
303,4 223,6

Die Kosten für die Abschlussprüfung und die Steuerberatung beinhalten auch die Kosten für die Abschlussprüfung und steuerliche Beratung für in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen.

Mitglieder der Geschäftsführung waren im abgelaufenen Geschäftsjahr die Herren:

 

Herr Dipl.-Kfm. Jens Böhm, Garbsen (Sprecher)

Kaufmännischer Geschäftsführer,

 

Herr Torben Stumpe, B. Sc., M. Sc., Osnabrück

technischer Geschäftsführer,

 

Herr Dipl.-Ing. Rolf Römer, Georgsmarienhütte

technischer Geschäftsführer.

Auf Grund der Schutzvorschrift des §314 Abs. 3 i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung. Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstandes der MBN Bau Aktiengesellschaft und ihrer Hinterbliebenen betrugen im Geschäftsjahr 2022 TEUR 281,4 (Vorjahr: TEUR 272,3). Die Rückstellung für Pensionen betrifft in vollem Umfang frühere Mitglieder des Vorstandes der MBN Bau Aktiengesellschaft und ihrer Hinterbliebenen.

 

Georgsmarienhütte, den 29. September 2022

Die Geschäftsführung:

gez. Jens Böhm

gez. Torben Stumpe

gez. Rolf Römer

Konzernanlagenspiegel der MBN GmbH, Georgsmarienhütte für das Geschäftsjahr 2022

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Bestand 31.12.2021 Zugänge Umbuchung Abgänge Bestand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte und ähnl. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.040.353,17 64.050,00 0,00 0,00 2.104.403,17
2. Geschäfts- oder Firmenwert 9.000.000,00 0,00 0,00 0,00 9.000.000,00
11.040.353,17 64.050,00 0,00 0,00 11.104.403,17
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 39.803.769,51 3.730.366,28 0,00 2.439.650,15 41.094.485,64
2. technische Anlagen und Maschinen 5.354.198,10 468.125,40 0,00 3.332,51 5.818.990,99
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.972.371,38 3.195.888,07 0,00 1.071.134,05 19.097.125,40
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.338.011,51 2.916.950,16 0,00 276.529,92 5.978.431,75
65.468.350,50 10.311.329,91 0,00 3.790.646,63 71.989.033,78
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 15.866,00 0,00 0,00 0,00 15.866,00
2. Beteiligungen 19.001,00 0,00 0,00 0,00 19.001,00
3. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 349.991,08 0,00 0,00 58.560,00 291.431,08
4. sonstige Ausleihungen 14.523.112,64 8.600.000,00 0,00 286.486,15 22.836.626,49
14.907.970,72 8.600.000,00 0,00 345.046,15 23.162.924,57
91.416.674,39 18.975.379,91 0,00 4.135.692,78 106.256.361,52
Kumulierte Abschreibungen
Bestand 31.12.2021 2022 Zuschreibungen Abgänge Bestand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte und ähnl. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.830.764,17 97.911,94 0,00 0,00 1.928.676,11
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.800.000,00 900.000,00 0,00 0,00 2.700.000,00
3.630.764,17 997.911,94 0,00 0,00 4.628.676,11
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 10.002.047,40 823.105,92 0,00 0,00 10.825.153,32
2. technische Anlagen und Maschinen 4.025.086,10 405.413,08 0,00 2.950,81 4.427.548,37
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.893.645,38 1.904.557,96 0,00 1.034.290,13 11.763.913,21
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
24.920.778,88 3.133.076,96 0,00 1.037.240,94 27.016.614,90
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. sonstige Ausleihungen 0,00 12.600.000,00 0,00 0,00 12.600.000,00
0,00 12.600.000,00 0,00 0,00 12.600.000,00
28.551.543,05 16.730.988,90 0,00 1.037.240,94 44.245.291,01
Buchwerte
Bestand 31.12.2021 Bestand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte und ähnl. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 209.589,00 175.727,06
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.200.000,00 6.300.000,00
7.409.589,00 6.475.727,06
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 29.801.722,11 30.269.332,32
2. technische Anlagen und Maschinen 1.329.112,00 1.391.442,62
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.078.726,00 7.333.212,19
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.338.011,51 5.978.431,75
40.547.571,62 44.972.418,88
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 15.866,00 15.866,00
2. Beteiligungen 19.001,00 19.001,00
3. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 349.991,08 291.431,08
4. sonstige Ausleihungen 14.523.112,64 10.236.626,49
14.907.970,72 10.562.924,57
62.865.131,34 62.011.070,51

Angaben zur Feststellung:

Der Konzernabschluss wurde am 02.11.2023 gebilligt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MBN GmbH, Georgsmarienhütte

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der MBN GmbH, Georgsmarienhütte, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der MBN GmbH, Georgsmarienhütte, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31.12.2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Münster, 29. September 2023

Dr. Beermann WP Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
teuerberatungsgesellschaft

Florian Tente B.A., Wirtschaftsprüfer

Dipl.-Kfm. Benedikt Geise, Wirtschaftsprüfer

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